Bücher mit dem Tag "afroamerikaner"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "afroamerikaner" gekennzeichnet haben.

54 Bücher

  1. Cover des Buches Kleine große Schritte (ISBN: 9783328102601)
    Jodi Picoult

    Kleine große Schritte

    (275)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Witwe Ruth Jefferson arbeitet seit über 20 Jahren im Mercy-West Haven Hospitals als Hebamme und Säuglingsschwester. Sie hat eine fundierte Ausbildung absolviert und hat bislang ohne Fehl und Tadel ihre Dienste verrichtet. Ihr Sohn Edison steht kurz vor seinem Abschluss und bewirbt sich an Colleges.

    Turk und Brit Bauer sind gerade Eltern des kleinen Davis geworden. Ruth möchte sich um den kleinen Jungen kümmern, aber das Ehepaar Bauer möchte nicht, dass sie den Kleinen anfasst. Es wird Ruth untersagt, das Kind anzufassen, weil sie dunkelhäutig ist!

    Doch kurze Zeit später ist sie mit Davis allein, weil ihre Kolleginnen zu Notfällen geeilt sind. Ruth sollte nur ein paar Minuten mit Davis allein sein und ihn nach der Beschneidung überwachen, als plötzlich seine Atmung aussetzt. Sie ringt mit sich, ob sie sich der Anordnung widersetzen sollte.

    Als sie schließlich das Notfall-Team ruft, kommt jede Hilfe zu spät. Davis ist verstorben und Turk Bauer erhebt schwere Vorwürfe gegen Ruth. Sie soll ihn vorsätzlich sterben gelassen haben. Er erstattet Anzeige und stellt damit das Leben der Familie Jefferson grundlegend auf den Kopf.

    Mein Fazit:

    Jodi Picoult scheut kein kritisches Thema in ihrer schriftstellerischen Laufbahn und hat sich mit dem Thema Rassismus auseinandergesetzt. Beim Schreiben entsteht der Eindruck, als würde sie dunkelhäutig sein. Nein, sie ist privilegiert als Hellhäutige aufgewachsen und musste die Empathie aufbringen, sich in Ruth reinzuversetzen.

    Ruth ist nicht nur eine Dunkelhäutige! Sie blendet die Tatsache aus, dass sie trotz der „helleren Farbe“ täglich rassistischen Anfeindungen ausgesetzt ist. Ob im Supermarkt, im Freundeskreis oder auf der Arbeit. Sie hat sich lange Zeit etwas eingeredet und gedacht, sie würde zur „normalen weißen Schicht gehören“. Nun muss sie im wahrsten Sinne des Wortes Farbe bekennen. Ein kleiner Junge ist gestorben und sie muss sich vor Gericht dafür verantworten. Sie erkennt, dass das Krankenhaus sie einfach fallen ließ, gar als Bauernopfer betrachtet. Ruth war das kleinere Übel! Ihr Alltag verändert sich dramatisch, da sie nicht mehr als Hebamme arbeiten darf. Ihr sozialer Abstieg macht der gesamten Familie zu schaffen – auch Edison!

    Das Ehepaar Bauer ist ein durch und durch rassistisches Paar. Turk lernte seine Frau bei ihrem Vater kennen, als er durch die Lande zog und seine krude Ideologie verbreitete. Die Weißen sind schon bald in der Minderheit und „die Schwarzen“ würden ein Systemwechsel planen oder so etwas in der Art. Mir wurde schlecht, als Turk beschrieb, das sein Hass auf Homosexuelle so weit ging, das er sogar seinen Vater verprügelte. Während seine Frau um den verlorenen Sohn trauerte, kämpfte er für vermeintliche Gerechtigkeit! Ich fürchte, dass die Ideologie allgemein sehr weit verbreitet ist, wahrscheinlich mehr, als offensichtlich ist! Die rechten Parteien erhalten immer mehr Zulauf und sind dabei, die Welt in den Abgrund zu stürzen (der Klimawandel macht dann den Rest *Sarkasmusoff*).

    Jodi Picoult ist mit dem Thema sehr sensibel umgegangen und hat bei allen Figuren eine nachvollziehbare Veränderung angestoßen. Die Geschichte wird von Ruth, Turk oder der Anwältin Kennedy aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählt. Damit bekommt die Geschichte noch mehr Tiefe, als sie ohnehin schon hat. Es gibt kleine überraschende Wendungen und ein packendes Gerichtsverfahren – ebenfalls mit kleinen Überraschungen, wie es bei Justiz-Dramen üblich ist.

    Mich hat das Buch lange nicht losgelassen und auch jetzt, während des Verfassens des Artikels, blättere ich noch mal im Buch und lese die eine oder andere Stelle. Für mich ist es ein weiteres Highlight in diesem Jahr und ich freue mich auf ihre nächste Geschichte! Begeisterte fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung von mir!

  2. Cover des Buches Ein amerikanischer Traum (ISBN: 9783446233676)
    Barack Obama

    Ein amerikanischer Traum

    (83)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    In diesem wunderbaren Buch beschreibt Obama, wie er aufgewachsen ist und man erfährt viel über seine Familie und seine Wurzeln. Da mich dieser Mann und seine private Denkweise schon immer interessiert haben, fand ich das Buch sehr informativ. In meinem Hawaii Urlaub 2022 bin ich ein paar kleinen Spuren, die ich dem Buch entnehmen konnte, gefolgt. Ich muss sagen, seine private Weltansicht gefällt mir und passt zu den Thesen, wie ich die Welt sehe. Ein sympathischer Mann, der sehr gerne noch länger hätte Präsident sein dürfen! Vielleicht wäre uns Trump dann erspart geblieben! 

  3. Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783312012909)
    Alice Walker

    Die Farbe Lila

    (358)
    Aktuelle Rezension von: Sanni_Koz

    Das Buch "Die Farbe Lila" von Alice Walker ist eine Geschichte von Leid  und Traurigkeit, Kampf, Unterstützung, Hoffnung und Freude.

    Das Buch sind Briefe - die sich aber mehr wie ein Tagebuch anfühlt. Man erlebt die Erfahrungen der Hauptcharaktere aus erster Hand.

    Die weiblichen Charaktere sind eine Inspiration zur Unterstützung, sowie der Kampf auf der Suche nach Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Respekt. Es lehrt zudem Bedeutung von Ausdauer, Belastbarkeit und Selbstdefinition.

    Ich musste mich zuerst an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Doch die Thematik vom Buch ist erschreckend und faszinierend zugleich.

  4. Cover des Buches Zwölf Leben (ISBN: 9783423144360)
    Ayana Mathis

    Zwölf Leben

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_M

    Das hier ist ein richtig gutes Buch. Wenn ich könnte, würde ich 6 oder mehr Sterne vergeben.

    Es geht um Hatty, eine farbige Frau in den USA Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, und deren elf Kinder und ein Enkelkind. Jedes der Kinder wird in einem Kapitel zu einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte beleuchtet. Die jeweilige Person steht dann im Mittelpunkt und die Umstände werden aus ihrer Sicht und in der Situation, in der sie sich gerade befindet, betrachtet. Daraus ergibt sich mosaikartig die Geschichte der Familie Shepherd im Laufe der Zeit.

    Erschütternd beginnt das Buch 1925 mit der Geschichte von den Zwillingen Philadelphia und Jubilee, die im beide im Alter von sieben Monaten an einer Lungenentzündung sterben.
    Floyd, der Musiker ist und seine Homosexualität nicht länger verdrängen kann, wird im Jahr 1948 beschrieben.
    Six, der sich zum Priester berufen fühlt, lernen wir 1950 kennen.
    Ruthie treffen wir im Jahr ihrer Geburt 1951. Sie ist nicht die Tochter von August, Hattys Ehemann.
    Ihr Vater ist Lawrence, der Mann, mit dem Hatty aus ihrer unglücklichen und trostlosen Ehe fliehen wollte. August ist kein besonders fürsorglicher Familienvater. Er bringt die Abende in Kneipen zu, hat Affären und gibt Hatty nicht viel Geld für die Familie. Lawrence scheint anders zu sein. Er ist charmant und liebevoll und er verspricht, für Hatty und ihre Kinder zu sorgen. Aber leider ist auch er nicht beständig und außerdem spielsüchtig. Hatty kehrt zu August zurück und findet sich ab.
    Die kleine Ella kommt 1954 in den Focus. Sie ist Hattys letztgeborenes Kind. Auf Grund der schwierigen finanziellen Situation und weil Hatty schon 46 Jahre alt ist, nimmt sie das Angebot ihrer Schwester, die kinderlos ist, an und gibt Ella schweren Herzens in deren Obhut.
    Alice und Billups sind 1968 beide erwachsen und bis hierher unzertrennlich. Sie verbindet das Geheimnis um Billups sexuellen Missbrauch, der ihm als Kind zugefügt wurde. Alice fühlt sich schuldig. Sie ist ebenso verletzt wie er. Alice glaubt, ihr Leben für Billups leben und stets für ihn sorgen zu müssen. Letzlich ist es aber nur eine Bevormundung, aus der sich Billups befreit. Es gelingt ihm, mit der Vergangenheit abzuschließen. Alice bleibt allein und verzweifelt in einer leeren Ehe mit einem kaltherzigen Mann zurück.
    Franklin ist 1969 Soldat in einem Minenlegertrupp in Vietman. Er hat eine Frau, die ihn verlassen hat und ein Kind, das er noch nie gesehen hat. Er ist wohl seinem Vater ziemlich ähnlich. Er hasst sich selbst für das was er der Frau, die er liebt angetan hat und ist gleichzeitig unfähig, sich zu ändern.
    Bell ist 1975 schwer krank und stirbt fast an TBC. Sie hatte eine Affäre mit Lawrence, was ihr Hatty nicht verzeihen kann. Sie rettet sie jedoch und lässt sie nicht allein.
    1980 treffen wir Cassy, die psychisch krank ist und in eine Klinik eingeliefert wird.
    Die Geschichte von Cassys Tochter Sala ist der Schlusspunkt des Buches. Im allerletzten Satz gibt es einen symbolischen Lichtblick, als Hatty ihre traurige Enkelin Sala in den Arm nimmt und sie liebevoll beschützt.

    Obwohl der Roman im Laufe des 20. Jahrhunderts in Amerika spielt und die Protagonisten Farbige sind, wird doch erstaunlicherweise klar, dass die Probleme, die sie haben, allgemein menschlich sind und so ähnlich überall auf der Welt zu jeder Zeit vorkommen können. Es wird klar, dass jeder sein Leben selbst gestalten muss. Auch wenn wir dieselbe Mutter haben, können wir sehr verschieden sein. Vielleicht wissen wir auch gar nichts oder nicht viel voneinander. Es gibt immer Leute, die auf uns herabsehen und sich als was Besseres fühlen. Wir alle müssen uns mit Situationen, die wir nicht ändern können, arrangieren. Wir alle haben unerfüllte Sehnsüchte, wir alle werden enttäuscht oder enttäuschen andere...

    Die Übersetzung ins Deutsche ist sehr gut gelungen. Man ist sofort gefesselt und mittendrin im Geschehen.

  5. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783596522279)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

    (352)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Underground Railroad
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Colson Whitehead
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Taschenbuch // Little, Brown Audio
    𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Bahni Turpin
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch
    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Nikolaus Stingl
    𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes

    𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Was haltet ihr von gekürzten Hörbüchern?

    𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    Betroffen machend - Emotionslos - Schlimm

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Cora lebt auf einer Baumwollplantage in Georgia und ist nur einer der unzähligen, die dort schlimmer als Tiere behandelt werden. Als sie von der Underground Railroad hört, ist sie fest entschlossen dir Plantage hinter sich zu lassen. Aber findet sie am Ende der Reise wirklich die Freiheit?

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Es hat ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe. Denn trotz allem Elend ist das Buch eher sachlich und emotionslos erzählt. Versteht mich nicht falsch, ich fands von Anfang an schlimm, aber die Protagonistin ist eher sachlich dem ganzen Elend gegenüber.
    Durch die vielen unbekannten Begriffe habe ich mir beim hören des englischen Hörbuchs auch ein wenig schwer getan. 😅
    Da war es ganz gut, dass ich auch noch nebenher gelesen habe. 😊
    Irgendwann hat mich die Story dann trotzdem gepackt und ich habe Coras Reise mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Vor allem aufs Ende zu, war ich dann voll dabei.
    Irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, von Anfang an ein wenig mehr mitgenommen zu werden. Aber vielleicht geht es auch genau darum, dass das Grauen und Elend zu alltäglich waren, dass es nichts mehr besonderes war und deshalb wenig emotional beschrieben wird.

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
    Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle, die sich mit der Sklaven-Geschichte der USA auseinandersetzen möchten.

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  6. Cover des Buches The sun is also a star (ISBN: 9783570315248)
    Nicola Yoon

    The sun is also a star

    (283)
    Aktuelle Rezension von: belamour

    Nicola Yoons Roman "The Sun is also a Star" ist eine moderne Liebesgeschichte, die weit über das klassische "New-Adult-Genre" hinausgeht und essenzielle Fragen zu Liebe, Identität, Immigration und Schicksal aufwerfen. Das Buch hat mich vor allem durch seine Atmosphäre und Themen überzeugt, weniger durch klassische Spannung oder Handlung.


    Was mir besonders gefallen hat, ist die Grundhaltung des Buches. Nicola Yoon schreibt mit einer spürbaren Sensibilität für gesellschaftliche Fragen und persönliche Identität. Man merkt, dass sie mehr erzählen möchte als nur eine romantische Geschichte. Das Buch fühlt sich stellenweise fast philosophisch an und lädt dazu ein, über Zufall, Entscheidungen und die eigene Lebensrealität nachzudenken. Gerade diese reflektierende Ebene hebt den Roman für mich von vielen anderen Jugendbüchern ab.


    Auch der Schreibstil ist ein klarer Pluspunkt. Er ist leicht, modern und emotional, ohne übertrieben kitschig zu wirken. Viele Gedanken und Formulierungen bleiben im Gedächtnis und eignen sich gut zum Markieren oder Zitieren. Besonders mochte ich die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel, da sie das Lesen sehr angenehm machen und dem Buch eine gewisse Dynamik verleihen. Dadurch fühlt sich das Lesen flüssig und nie langatmig an.


    Trotzdem hatte ich auch einige Kritikpunkte. Emotional wirkte das Buch auf mich manchmal etwas zu konstruiert. Einige Gefühle schienen sehr intensiv, ohne dass ich sie immer vollständig nachvollziehen konnte. Dadurch fehlte mir stellenweise die Tiefe, die nötig gewesen wäre, um wirklich vollkommen mitzugehen.


    Insgesamt ist "The Sun Is Also a Star" aber ein wirklich emotionales, kluges und gut geschriebenes Buch, das sich besonders für Leserinnen und Leser eignet, die gern über Liebe, Identität und Lebenswege nachdenken. Es ist kein perfekter Roman, aber einer, der lange nachwirkt und definitiv lesenswert ist.

            

  7. Cover des Buches Die Nickel Boys (ISBN: 9783446262768)
    Colson Whitehead

    Die Nickel Boys

    (213)
    Aktuelle Rezension von: ki_wi46

    Mir fiel es leider anfangs sehr schwer in dieses Buch reinzukommen. Dies legte sich aber glücklicherweise als Elwood ins Nickel kam.

    Ich fand es insgesamt immer wieder schrecklich wie im Nickel mit den Jungen umgegangen wurde und insgesamt der herrschende Rassismus.

    Es ist kein schlechtes Buch, ich hatte aber das Gefühl, dass ich nicht ganz warm mit dem Buch geworden bin und es eigentlich sehr gut ist.

    Leider wurde mir der Plot gespoilert, weshalb ich zusätzlich das Ende nicht ganz so „fühlen“ konnte. (Und irgendwie habe ich noch eine Frage…) Könnte also ein „me-problem“ sein, dass ich das Buch nicht so gut fand…


  8. Cover des Buches Onkel Toms Hütte (Klassiker der Weltliteratur in gekürzter Fassung, Bd.) (ISBN: 9783764151201)
    Harriet Beecher-Stowe

    Onkel Toms Hütte (Klassiker der Weltliteratur in gekürzter Fassung, Bd.)

    (324)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Diese Geschichte gefällt mir sehr gut. Hier wird sehr gut angezeigt, wie schwer die Sklaven es damals hatten. Zugleich stimmt das Buch aber auch nachdenklich. Die Sklaverei ist zwar heute in den USA abgeschafft, jedoch sollte uns allen klar sein, wie gut es uns geht und dass es immer noch einige Länder gibt, in denen Sklaverei auch heute noch aktuell ist und in denen es den Leuten nicht so gut geht, wie hier in Europa. Während des Lesens konnte man mit den Sklaven sehr gut mitfühlen und auch die Beliebtheit und Trauer um Tom kam schön zur Geltung. Ein sehr gelungenes Werk, was ich sicher irgendwann nochmal lesen werde.

  9. Cover des Buches Die Wächter (ISBN: 9783453441323)
    John Grisham

    Die Wächter

    (81)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Es geht eine mengenmäßige Ordination und ihre Arbeit. Ein Mann werde der Anwalt war und aufgehört hat. Der Arbeitet jetzt für Organisation. Es ist schon krass was für fehl urteile in den USA gefällt werden, auf welchen Grundlagen. Was Experten zur Rate gezogen werden. Das ist echt spannenden zu lesen. War nicht der Letzte Roman von John Grisham. 

  10. Cover des Buches Von dieser Welt (ISBN: 9783423147255)
    James Baldwin

    Von dieser Welt

    (71)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Als junger Schwarzer Mensch Anfang des 20. Jahrhunderts wurde man in den USA genau mit diesen drei Dogmen konfrontiert. Fanatische Bestrebungen stellten für die meisten die Normalität dar. Ein Ausbrechen war kaum möglich. Umso schwieriger war die Situation noch für die Frauen. Wurden sie dazu noch ungewollt schwanger, schlug die Brutalität des Lebens mit voller Breitseite zu.

    Ich finde es bezeichnend, dass im Roman der scheinbaren Befreiung durch den Glauben die Machtstrukturen dieser von Männern dominierten Basis gegenübergestellt werden. Der Vater von John

    redet sich sein Leben und sein Verhalten schön und legitimiert es sich selber und anderen gegenüber mit der „Berufung“ durch eine höhere Macht. Diesen Weg hat er auch für John vorgesehen, nämlich dass er in seine Fußstapfen als Verkündiger des Wort Gottes tritt. Doch John möchte über sein Schicksal aber selbst entscheiden ..

    Der Roman springt auf verschiedenen Zeitebenen hin und her. Außerdem fokussiert er unterschiedliche Lebensgeschichten: die Tante, den vermeintlichen Vater und die Mutter. So bietet er insgesamt einen tiefen Einblick in das Leben der religiösen schwarzen Gemeinschaft vor dem 2. Weltkrieg, in die Zeit, in der der Autor selbst in New York aufgewachsen ist. Ich gehe mal davon aus, dass das Buch autobiografische Züge aufweist.

    Selbst fundamentalistisch religiös erzogen konnte ich vielleicht die christlichen Verflechtungen bzw. die Bezugnahme auf die Heilige Schrift nochmals besser nachvollziehen, diese Prägung für junge Menschen, mit der sie unter Umständen ihr ganzes restliches Leben zu kämpfen haben.

    Für mich hat der Roman einen Sog entwickelt, dem ich mich kaum entziehen konnte. Auch die „visionären“ Abschnitte und die metaphysischen konnten mich packen. Hat mich mehr überzeugt als „Giovannis Zimmer“.


    Fazit: Eindrucksvoller Blick in die Zeit von vor 100 Jahren


  11. Cover des Buches Jazz (ISBN: 9783644004702)
    Toni Morrison

    Jazz

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die afro-amerikanische Autorin Toni Morrison widmet sich in ihrem Roman "Jazz" dem Amerika der 20er Jahre, das gekennzeichnet ist durch Rassentrennung, Urbanisierung und einem neuen Lebensgefühl, entstanden durch die Mischung der Sklavenlieder mit moderner Instrumentalisierung, dem Jazz. Im Mittelpunkt der Handlung steht das Ehepaar Violet und Joe, das, vom Lande stammend, den Traum von Freiheit und Unabhängigkeit in der Stadt zu verwirklichen sucht. Schnell nimmt ihr Leben eine Wendung, die sie selbst sie nie für möglich gehalten hätten.
    Morrison gelingt es sprachgewaltig, das Lebensgefühl eines Jahrzehnts einzufangen und baut dabei, exemplarisch an den Protagonisten vollführt, die Geschichte der schwarzen Bevölkerung mit ein. Dabei erhebt sie nie den Zeigefinger, sondern bleibt immer der Handlung verpflichtet, die sich langsam, aber stetig entwirft und den Blick freigibt auf ein Amerika, das eigentlich überwunden schien, aber heute wieder sehr aktuell scheint. Eine Empfehlung für alle Freunde und Interessierte der amerikanischen Literatur!
  12. Cover des Buches Wurzeln (ISBN: 9783596501038)
    Alex Haley

    Wurzeln

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Stolli

    Kommen wir zum letzten Teil meiner persönlichen Trilogie von Büchern deren Geschichte ich ursprünglich nur aus dem Kino oder Fernsehen kannte, 1977 (ich im zarten Alter von 14) lief die 8-teilige Serie im Fernsehen.

    Heute geht es um die Familiensage Roots (Wurzeln) von Alex Haley, die Geschichte fängt wie nicht anders zu erwarten im schwarzen Afrika an wo der "Afrikaner" Kunta Kinte geboren wird und als Erwachsener in den Wäldern auf der Suche nach passendem Holz für den Bau einer Trommel von Sklavenhändlern gefangen genommen wird.

    Die Brutalität dieser Weißen wird wie vieles in diesem Buch sehr detailreich beschrieben und man findet sich mitten in der Geschichte die einem so fremd ist wieder.

    Kunta Kinte (mittlerweile wird er Toby von seinem Masser genannt) versucht von der Pflanzung auf der er arbeiten muss zu fliehen und auf der letzten Flucht verletzt er einen der Männer die ihn finden und er wählt statt Kastration (so wäre seine Geschichte im Prinzip an dieser Stelle beendet) das Abhacken eines Fußes.

    Der Arzt der ihm das Leben rettet kauft dem Masser (sein Bruder) Kunta Kinte ab und er kann sein Möglichstes leisten.

    So heiratet er eine Sklavin auf dieser Farm und gründet eine Familie deren "Wurzeln" sich letztendlich bis zu Alex Haley durchziehen werden.

    Allen Familienmitgliedern wird die Geschichte vom Afrikaner bis in die Gegenwart immer erzählt damit nichts verloren geht.

    Die "Nigger" wie sind von den Weißen genannt werden stellen sich möglichst dumm damit sie die Neuigkeiten ungefiltert mitbekommen und so kommt es zum Ende des Buches zum Kampf zwischen den Süd- und Nordstaaten und letztendlich zur Befreiung der Sklaven.

    Am Ende, wenn Alex Haley erzählt wie er zum Schreiben des Buches kam wird die Geschichte vielleicht etwas hastig erzählt aber letztendlich geht es ihm ja um die Geschichte seiner Vorfahren und diese ist sehr gut beschrieben.

    Um das Ganze rund zu bekommen werde ich mir die Fernsehserie eines Tages noch mal auf DVD anschauen da ich mich an viele Dinge sehr gut aber an manche fast gar nicht erinnern konnte.

  13. Cover des Buches Gebrandmarkt (ISBN: 9783406764486)
    Ibram X. Kendi

    Gebrandmarkt

    (6)
    Aktuelle Rezension von: plansbymrsgue

    „Irgendwie hatte er [W.E.B. Du Bois] sich seinen Glauben bewahrt, dass man den amerikanischen Rassismus durch Überzeugungsarbeit und Bildung wegerziehen könnte.“


    In fünf Abschnitten erklärt Ibram X. Kendi in „Gebrandmarkt“ (Übersetzung von Susanne Röckel und Heike Schlatterer) die Geschichte des Rassismus in Amerika und fängt wirklich beim Ursprung an. Er erläutert er auch den Einfluss von Aristoteles und seiner Rangordnung in den USA - mir war das so gar nicht bewusst und ich fand diese Erklärung total interessant und einleuchtend. Kendi analysiert detailliert die Entwicklung und die verschiedenen Formen des Rassismus und beginnt mit der Kolonialzeit. Dabei werden auch die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren, die den Rassismus beeinflusst haben, ausführlich behandelt.

    Das Buch ist mit über 600 Seiten sehr umfangreich, aber der Autor schafft es, die komplexen historischen Ereignisse verständlich zu erklären. Das ist wirklich nichts im Vergleich zu langweiligen Geschichtsbüchern. Ergreifend fand ich Kendis letzte Sätze im Epilog:

    „Es wird eine Zeit kommen, in der wir die Menschheit lieben, in der wir den Mut finden werden, für diese geliebte Menschheit um eine gleiche und gerechte Gesellschaft zu kämpfen, in dem Wissen, dass wir für uns selbst kämpfen, wenn wir für die Menschheit kämpfen. Die Zeit wird kommen. Vielleicht, nur vielleicht, ist sie jetzt da.“

  14. Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)
    Lauren Wilkinson

    American Spy

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    American Spy von Lauren Wilkinson beginnt für mich außergewöhnlich stark. Der Roman schafft es von den ersten Seiten an, Spannung aufzubauen und gleichzeitig deutlich mehr zu sein als ein klassischer Spionagethriller.


    Besonders gefallen haben mir die Briefform sowie die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Erzählung wirkt dadurch persönlich und lebendig, ohne an Tempo zu verlieren. Der Schreibstil ist angenehm zugänglich, ohne oberflächlich zu wirken, und sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte eintaucht.


    Auch die thematischen Schwerpunkte fand ich zunächst sehr gelungen. Neben den Geheimdienst- und Spionageelementen behandelt der Roman Fragen von Identität, Rassismus und den besonderen Herausforderungen, denen eine schwarze Frau innerhalb staatlicher Institutionen begegnet. Gerade diese Aspekte verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe, die über den eigentlichen Thriller hinausgeht.


    Leider verliert der Roman für mich im letzten Drittel deutlich an Stärke. Je näher die Handlung dem Ende kommt, desto mehr entsteht der Eindruck, dass das Buch nicht genau weiß, welche Geschichte es eigentlich erzählen möchte. Mehrere interessante Handlungsstränge werden aufgebaut, später aber nur oberflächlich weitergeführt oder verlieren an Bedeutung. Dadurch wirken einige Entwicklungen überraschend kurz abgehandelt, obwohl ihnen zuvor viel Raum gegeben wurde.


    Besonders schade fand ich, dass Themen, die zu Beginn großes emotionales und erzählerisches Potenzial besitzen, am Ende nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdient hätten. Auch die ursprünglich interessante Rahmenhandlung tritt zunehmend in den Hintergrund, sodass die Erzählform gegen Ende etwas von ihrer Wirkung verliert.


    Trotzdem bleibt American Spy ein lesenswerter Roman mit einer spannenden Hauptfigur, einem gelungenen Einstieg und einigen wirklich starken Ideen. Umso bedauerlicher ist es, dass viele dieser Ansätze für mein Empfinden nicht konsequent bis zum Ende verfolgt werden.


    Fazit:
    Ein intelligenter und erfrischender Spionageroman mit starken Themen und einem überzeugenden Anfang. Leider verliert die Geschichte zum Ende hin ihren Fokus und verschenkt dadurch einiges von ihrem Potenzial.


  15. Cover des Buches KRANK: Festa Extrem (ISBN: B018KGKRXA)
    Wrath James White

    KRANK: Festa Extrem

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zum Buch:

    Ihr ganzes Leben lang hat Adelle Smith anderen Menschen geholfen und sich für die Bürgerrechte eingesetzt. Dafür wird sie öffentlich geehrt. Kurz darauf erleidet Adelle einen Schlaganfall. Nahezu gelähmt und nicht mehr fähig zu sprechen, benötigt sie nun selbst Hilfe. So gerät die alte Frau in die Obhut einer rabiaten Krankenpflegerin. Weil die in einer armen Familie eine traurige Kindheit erlebte, soll die Kranke dafür büßen … Ja, Adelle braucht Hilfe. Schnell! Doch sie kann es ja niemandem sagen! Jeder kann eine Foltergeschichte schreiben. Aber nur zwei Meister des Extreme Horror wie White und Gonzalez können echte Monster erschaffen.


    Mein Rezension:

    Nach dem ich das Buch Purer Hass von dem Autor gelesen hatte , wollte ich mehr und entschied mich für das Buch , alleine Das Cover ist ziemlich extrem und zeigt eine gestörte Persönlichkeit . Die Farben passen perfekt dazu . Es fing an mit Adele Smith eine Bürgerrechtskämpferin für Menschen aus ihren Volk, dafür erhält sie nun eine Auszeichnung . Nach diesen Abend ändert sich alles und sie vertraut auf eine Pflegerin , die ihr vierundzwanzigstunden in der Woche zur Seite gestellt wird . So lernt sie Natsinet kennen , eine Frau die sich ihr Leben lang durchsetzen musste und als Mischlingsfrau , einiges erlebt hat . So hält sie nichts von ihrer Patientin und zeigt es ihr jeden Tag .Wow dieses Frau hab ich wirklich gehasst , ich musste oft eine pause machen und innerlich hab ich mir gedacht , wie abnormal kann man sein , Hier geht es nicht nur um hass , auch ihre Wahl vor der Pflege zeigt auf , wie überfordert sie wirkt . Die Story wurde sehr gut beschrieben und nach und nach konnte man immer weiter in die Charaktere hinein schauen und man bekam eine ausführliche und bildliche Beschreibung . Adele s Tochter sowie Mike aus dem Ghetto haben mir hier auch sehr gut gefallen . Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig .

    Fazit:

    Sadistische Folter an einer  Patientin , die durch ihre Hilflosigkeit vieles ertragen musste . Ein extrem spannende Geschichte , die ein aber auch nachdenklich stimmt . 

  16. Cover des Buches Was ihr uns versprochen habt (ISBN: 9783328603658)
    Rachel Eliza Griffiths

    Was ihr uns versprochen habt

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Wolf-Macbeth

    Rachel Eliza Griffiths’ Roman “Was ihr uns versprochen habt” entführt die Leser*innen ins Amerika der 1950er Jahre, in eine kleine Gemeinde namens Salt Point. Im Mittelpunkt stehen die beiden Schwestern Ezra und Cinthy Kindred, die in einer der wenigen Schwarzen Familien der Stadt aufwachsen. Zusammen mit ihrer besten Freundin Ruby erleben sie zunächst eine scheinbar unbeschwerte Kindheit. Doch mit dem Sommer 1957 dringt die Bürgerrechtsbewegung auch in das isolierte Städtchen, und die Spannungen zwischen den Schwarzen und Weißen eskalieren. Plötzlich sehen sich die Kindreds nicht mehr als Teil der Gemeinschaft, sondern als Bedrohung – allein aufgrund ihrer Hautfarbe.

    Griffiths erzählt diese Geschichte mit einer Sprache, die klar und zugänglich ist, ohne dabei an Emotionalität zu verlieren. Die Handlung ist spannend und nachvollziehbar aufgebaut, auch wenn sie nicht die literarische Tiefe und Komplexität einer Toni Morrison oder eines James Baldwin erreicht. Die Botschaft des Romans – der unlogische, allgegenwärtige Hass der Weißen auf die Schwarzen – ist eindringlich und lässt keinen Raum für Missverständnisse. Sie wird nicht durch komplizierte Symbolik vermittelt, sondern durch die konsequente Darstellung der Ungerechtigkeiten, die Ezra, Cinthy und ihre Familie erfahren.

    Ein besonderer Aspekt ist die Darstellung der Liebe innerhalb der Schwarzen Gemeinschaft: Die Verbindung zwischen den beiden Familien, sowie zwischen den Eltern und Kindern, ist geprägt von Fürsorge, Solidarität und tiefem Zusammenhalt. Diese Wärme fehlt dagegen auf der weißen Seite, insbesondere bei Ruby, deren Leben von Mangel und Einsamkeit geprägt ist. Dieser Kontrast unterstreicht eindrucksvoll die zentrale Rolle von Liebe und Verbundenheit im Überleben und Widerstand der Schwarzen Familien.

    Besonders gelungen sind die Figuren der Schwarzen Protagonistinnen. Griffiths gibt Ezra und Cinthy eine Tiefe, die Leserinnen in ihr Innenleben eintauchen lässt. Ihre Hoffnungen, Ängste und ihr Mut sind klar spürbar, und man kann sich gut in ihre Perspektive hineinversetzen. Leider bleibt Ruby, die weiße Freundin der Schwestern, dagegen blass. Ihre Armut und ihre Wünsche werden zwar beschrieben, doch es fehlt an einer tieferen emotionalen Dimension, die es ermöglicht hätte, ihre innere Zerrissenheit besser zu verstehen.

    Trotz dieses kleinen Mankos ist “Was ihr uns versprochen habt” ein lesenswerter Roman, der ein düsteres Kapitel der amerikanischen Geschichte eindrucksvoll einfängt. Griffiths gelingt es, die Themen Rassismus, Ausgrenzung und Zusammenhalt auf eine Weise zu schildern, die sowohl die Vergangenheit reflektiert als auch erschreckend aktuell wirkt. Der Roman lädt nicht nur zum Nachdenken ein, sondern macht zugleich Lust darauf, zu weiteren literarischen Werken zu greifen – vielleicht zu einer Toni Morrison, um noch tiefer in die Komplexität dieser Themen einzutauchen.


  17. Cover des Buches Mercy Seat (ISBN: 9783406719042)
    Elizabeth H. Winthrop

    Mercy Seat

    (57)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Gabes Frage während des Abendessens fällt ihm wieder ein: Tut es weh? Und dann denkt er an das plötzliche Aufbäumen und den dumpfen Schlag, die Gänsehaut und das Anschwellen, das Zusammensinken und den aufsteigenden Rauch, all die Dinge, für die er heute Nacht verantwortlich ist.«

     

    Louisiana im Jahr 1943. In einer kleinen Stadt kommt ein Lieferwagen mit einem elektrischen Stuhl an, auf dem ein junger Mann sterben soll. Sein Vergehen ist, dass er schwarz ist und ein junges, weißes Mädchen liebt. Ihr Vater überraschte beide beim Liebesspiel und nun soll der achtzehnjährige Will wegen Vergewaltigung hingerichtet werden. Vor Gericht stand die einsame Aussage Wills gegen die der anständigen weißen Bürger und seine Freundin, die theoretisch für ihn hätte aussagen können, brachte sich nach seiner Inhaftierung um.

     

    Das Buch erzählt aus verschiedenen Perspektiven den Tag der Hinrichtung. Dabei wird mehr als deutlich, dass alle wissen, dass das Urteil falsch ist. Angefangen vom Bezirksstaatsanwalt, über den Sheriff, einen Geistlichen und diverse Einwohner der Stadt bis letztlich sogar zu den Wutbürgern, denn die mussten bestimmte Hebel ziehen, um das von ihnen gewünschte Urteil zu erhalten. Für einen weißen Jungen in einem vergleichbaren Fall wäre wohl nie die Höchststrafe verhängt worden und dieser Fakt ist selbst den Leuten klar, die Will für einen Vergewaltiger halten.

     

    Wie erlebt man nun diesen letzten Tag, wenn man von einem schlechten Gewissen geplagt wird? Oder von Wut oder Verzweiflung wegen der schreienden Ungerechtigkeiten auf dieser Welt? Wie erlebt Will diesen Tag, vor dem er sich einerseits fürchtet, der aber auch ein Ende seiner Qualen in Aussicht stellt?

     

    Die kurzen Kapitel mit ständig wechselnden Perspektiven fesseln ans Buch, obwohl man gleichzeitig merkt, wie sehr man in einen Strudel aus Hass und Verzweiflung hineingezogen wird. Ich hätte abwechselnd schreien und weinen können, das Buch ist extrem intensiv und berührt zutiefst, zumal es auch noch auf einem wahren Fall beruht. Alles andere als eine entspannende Lektüre, aber aufgrund der Rassismus-Thematik leider immer aktuell und lesenswert.

     

    Fazit: Extrem intensiv und berührend, dieses Buch lässt einen nicht kalt.

  18. Cover des Buches Die Hüterin der verlorenen Schätze (ISBN: 9783986951795)
    Elisabeth Büchle

    Die Hüterin der verlorenen Schätze

    (133)
    Aktuelle Rezension von: Agneta_von_agnesliest

    In diesem Roman begleitete ich beim lesen zwei junge Frauen in unterschiedlichen Zeitepochen. Trotz der vielen Figuren und Zeitebenen blieb die Geschichte für mich jederzeit gut verständlich.


    Trixie wird während des Zweiten Weltkriegs als Agentin nach Deutschland eingeschleust, um Kunstschätze zu sichern. Emilia stößt im Jahr 2019 nach dem Tod ihres Urgroßvaters auf ein Familiengeheimnis, das sie gemeinsam mit zwei Historikern auf die Spur verschollener Kulturgüter führt.


    Ich habe dieses Buch geliebt! Beide Zeitebenen waren so spannend erzählt, dass ich mit Trixie und Emilia bis zur letzten Seite mitgefiebert habe. Ich wollte unbedingt wissen, welche Geheimnisse ans Licht kommen und was aus den verschwundenen Schätzen geworden ist. Es freute mich beim Lesen auf mir bereits bekannte Charaktere aus Elly‘s anderen Büchern zu stoßen und wenigstens noch ein bisschen mehr über sie zu erfahren, nachdem ihre eigene Geschichte aus erzählt war. 


    Elisabeth Büchles Schreibstil ist fesselnd und bildhaft. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, einen Film vor Augen zu haben. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch, und die zarten Liebesgeschichten fügten sich ganz natürlich in die Handlung ein.

    Wie in ihren anderen Romanen spielt auch der Glaube an Gott eine unaufdringliche, aber wichtige Rolle.


    Zu all diesem verbindet dieser Roman historische Fakten mit Themen wie Kunstraub, Familiengeheimnissen, Mut, Vergebung und Hoffnung.

     Und da ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

  19. Cover des Buches Brandherd (ISBN: 9783442477371)
    Patricia Cornwell

    Brandherd

    (189)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Quasi die Fortsetzung zu "Die Tote ohne Namen": Carrie Grethen schreibt eine wirren Brief an Die Leitende Gerichtsmedizinerin von Virginia, die erstaunlich viel Ermittlungsarbeit außerhalb ihrer Leichenhalle verbringt. Auf dem Anwesen eines Medientycoons hat jemand ein Feuer gelegt, so daß sein ganzes Anwesen und auch sein kompletter Bestand an Pferden verbrannt ist, genauso wie unzählige Waffen und jede Menge Fässer Bourbon. Wer ist die weibliche Leich, die man anstelle des Medienmannes in den Überresten der Häuser findet,  und haben es weiße Rassisten auf den (farbigen) Eigentümer abgesehen? Am Interessantesten sind mal wieder Dr. Scarpettas Beziehungen zu den Menschen, die ihr Umfeld darstellen, so tiefschürfend dargestellt, wie man es in keinem vergleichbaren Thriller findet. Und für die Rolle des Marino in einer möglichen Verfilmung möchte ich MICH ins Spiel bringen.

  20. Cover des Buches Lovecraft Country (ISBN: 9783446258204)
    Matt Ruff

    Lovecraft Country

    (41)
    Aktuelle Rezension von: erdbeerliebe.


    Atticus Turner kommt gerade aus dem Koreakrieg wieder da erhält er die Nachricht, dass sein Vater verschwunden ist. Zusammen mit seinem Onkel George und seiner Freundin Letitia macht er sich auf dem Weg. Die Hinweise führen die drei ins „Lovecraft Country“, wo (wie überall in Amerika in den 1950er Jahren) die Rassentrennung noch besonders groß geschrieben wird. Dort treffen sie Caleb Braithwhite, der in seiner rassischen Geheimloge zu großer Macht gelangen will.
    Doch dies ist nur eines von vielen Episoden die im Roman von Matt Ruff vorkommen - immer wieder war ich geschockt von dem Rassismus dem Atticus und seiner Familie entgegen schlägt. Am ehersten wäre "Lovecraft Country" wohl als historischer Familienroman mit Krimi- und Horrorelementen zu bezeichnen. Mir hat das gefallen, besonders die Tatsache, dass die ProtagonistInnen mit jeder Episode auch mal wechseln und so wenig Monotonie aufkommt. Die Handlung wird dabei allerdings nicht unbedingt voran getrieben, was ich leider etwas schade fand. Die Kapitel wirken dadurch etwas in sich abgeschlossen. Dennoch empfand ich das Werk als durchwegs spannend und informativ ohne den Ernst der Lage der Afroamerikaner zu verkennen.
    Highlight waren für mich die drei großartigen Protagonistinnen Hippolyte, Ruby und Letitia die unterschiedlicher kaum sein könnten und welche nie zu Opfern werden sondern die Handlung stets mit Taten voran treiben.
    Meiner Meinung nach hätte es gerne noch etwas Science Fiction / cthuluhmäßiger & die Handlung hätte am Ende gerne noch etwas länger gehen können - aber letztendlich war ich sehr unterhalten und würde die Lektüre absolut weiterempfehlen!


  21. Cover des Buches Der menschliche Makel (ISBN: B003AGG3SY)
    Roth Ph.

    Der menschliche Makel

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    Gut von Philip Roth geschrieben, aber einen Stern Abzug für die langen Sätze am Anfang und zwischendurch Stellen, die sich gezogen haben.

  22. Cover des Buches Ich habe einen Namen (ISBN: 9783832162054)
    Lawrence Hill

    Ich habe einen Namen

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Aminata ist elf Jahre alt, als sie ihrer zufriedenen Kindheit in Afrika entrissen wird und entführt und als Sklavin nach South Carolina gebracht und verkauft wird. Nie vergisst sie ihre Herkunft, nie ihre Heimat. Sie versucht zu lernen, was zu lernen ist, zu überleben und einen Weg in die Heimat zu finden. Aber am Ende geht es um so viel mehr.

    Zu lesen, wie grausam Menschen gegenüber anderen Menschen sein können, mit dem Wissen, dass Aminatas Geschichte nur eine von unendlich Vielen ist, macht dieses Buch um so beeindruckender. Denn während die elfjährige Aminata dank ihrer Jugend die Überfahrt in die Sklaverei überlebt, ist es später ihr Wille und ihre Intelligenz, die sie stetig wachsen lässt, den Horror ertragen, ihm zu entrinnen und ihm gar die Stirn zu bieten. Aminata entwickelt sich über die Jahre zu einer starken Persönlichkeit, die immer wieder eintritt um anderen zu helfen. Dem Autor gelingt es punktgenau Aminatas Entwicklung aufzubauen, den richtigen Ton beim Erzählen zu treffen und die Stärke seiner Protagonistin wirken zu lassen. Schon nach kurzer Zeit mag der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand nehmen, ist beeindruckt, noch während er sich vor Abscheu schüttelt.

    Mein Fazit: Im Rahmen einer Lesegruppe bin ich nur zufällig über das Buch gestolpert und konnte es von Anfang an kaum noch aus der Hand legen. Ich kann nur Jedem empfehlen, sich die Muße für dieses rundum stimmige, beeindruckende, erschreckende und deutliche Werk zu nehmen. Warum haben wir solche Bücher nicht in der Schule gelesen? 

  23. Cover des Buches Die Tote ohne Namen (ISBN: 9783311155355)
    Patricia Cornwell

    Die Tote ohne Namen

    (259)
    Aktuelle Rezension von: SusanneK

    Das Buch „Die Tote ohne Namen" von Patricia Cornwell hält Kay Scarpetta auf Trab. Sie verfolgt Temple Gault, einen Serienmörder, der in New York zuschlägt, aber eigentlich auf der Suche nach einer Konfrontation mit ihr ist. Unterstützung im Kampf gegen den intelligenten Täter, der sich auch Unterstützung gesucht hat, erhält die Gerichtsmedizinerin wie gewohnt von Marino, Wesley und Lucy.

    Cornwell hat wieder einen Pageturner geschaffen:

    - Sprachlich ist es ein Lesevergnügen - kurze Sätze, viel Dialog, bildhafte Beschreibungen.

    - Die inneren Konflikte und Dämonen der Hauptfiguren sind toll ausgearbeitet. Ihre Spannungen untereinander werden fast greifbar und sind nachvollziehbar für den Leser.

    - Die Handlung bleibt nie stehen, sondern geht immer vorwärts. Entweder, weil wieder ein Mord passiert und der Temple Gault zugeschlagen hat. Oder weil die Polizei/FBI/Scarpette einen Schritt weiterkommen und das nächste Indiz gefunden haben.

    - Das unweigerliche Finale zwischen Gault und Scarpetta förmlich spüren kann und gespannt ist, wie Scarpette es schafft, dieses zu lösen. Am Ende zeigt sich, dass das die Frauen ungewöhnliche Lösungen parat haben.

    Für mich einer der besten Thriller in letzter Zeit, dessen Spannung ich erlegen bin und den ich entspannt an einem Wochenende gelesen habe.

  24. Cover des Buches Von der Schönheit (ISBN: 9783462050370)
    Zadie Smith

    Von der Schönheit

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Skrutten
    Nachdem ich mit einem anderen Roman (der Autogrammhändler) so meine Schwierigkeiten hatte, bin ich in diese Familiengeschichte gut reingekommen und konnte die Schilderungen der Familienzwistigkeiten, Hochschul-Machtkämpfe und Jugendprobleme in ihrer Schilderung gut genießen.

    Vielleicht mache ich jetzt einen neuen Versuch mit dem 1. Roman ...

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