Bücher mit dem Tag "afroamerikaner"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "afroamerikaner" gekennzeichnet haben.

127 Bücher

  1. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783446256552)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

     (305)
    Aktuelle Rezension von: whatbabsreads

    Lange habe ich gezögert, doch diesen Monat habe ich endlich zu diesem Buch gegriffen. Ich habe schon im Vorfeld eine ziemlich harte und bedrückende Geschichte erwartet (nachdem ich "Die Nickel Boys" gelesen hatte). Dieser Roman ist teilweise sehr frustrierend, aufreibend und geht einem sehr nah. Und trotzdem konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte erzählte von Cora. Sie ist Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia. Eines Tages nimmt sie all ihren Mut zusammen und flüchtet mit Caesar durch den Sumpf in einer Nacht- und Nebelaktion, um endlich in Freiheit leben zu können. Ihr Ziel ist eine geheime Station der Underground Railroad - ein unterirdisches Netz aus Gleisen und Tunnel, welches von Abolitionisten und geflüchteten Sklaven erbaut wurde. Mithilfe von einigen Verbündeten flüchten die beiden aus dem Staat. Wir folgen ihnen auf dem harten und traumatisierenden Weg durch die Südstaaten der USA, voll von Rassismus, Sklaverei und weißer Vorherrschaft. Ihre täglichen Erfahrungen und Erniedrigungen auf den einzelnen Stationen machen das Buch zu keiner leichten Lektüre. Und trotzdem ist Colson Whiteheads Schreibstil so fesselnd, dass man nicht aufhören kann. Der Autor hat es mit diesem Werk erneut geschafft, mich zu fesseln und zu schockieren. Ich kann diesen Page-Turner daher nur empfehlen, aber bitte schaut euch vorher die Triggerwarnungen an.

  2. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (987)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  3. Cover des Buches To Kill A Mockingbird (ISBN: 9781784752637)
    Harper Lee

    To Kill A Mockingbird

     (453)
    Aktuelle Rezension von: chillbibliophie

    INHALT:

    At the age of eight, Scout Finch is an entrenched free-thinker. She can accept her father's warning that it is a sin to kill a mockingbird, because mockingbirds harm no one and give great pleasure. But Scouts world isn‘t as happy as it seems. 

    REZENSION:

    Ich bin relativ schwer in das Buch hineingekommen. Das könnte aber an der englischen Version liegen. 

    Die Geschichte wird aus der kindlichen Sicht von Scout, was also auch etwas anders ist. 

    Leider war für mich einfach nicht wirklich viel los. Erst am Seite 200/310 ging es mal. Da wurde auch endlich das Hauptthema aufgegriffen. 

  4. Cover des Buches Die Nickel Boys (ISBN: 9783446262768)
    Colson Whitehead

    Die Nickel Boys

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    In „Die Nickel Boys“ rollt Colson Whitehead die Missstände einer bekannten Besserungsanstalt in Florida auf, die tatsächlich erst 2011 geschlossen worden ist. Er schreibt über straffällig gewordene Jungen, die der Willkür ihrer Wärter ausgesetzt sind. Es geht um Folter, Unterdrückung und Missbrauch. Und natürlich geht es um Rassismus- das wird insbesondere auch durch Auslegung der Bedeutung von >>Straffälligkeit<< deutlich. Hierzu der Hinweis, dass der Roman in den 60er Jahren beginnt.

    Whiteheads Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Durch seine eher sachliche Erzählweise dringt er förmlich zu dem Leser durch, ohne offensichtlich Anklage zu erheben, was er natürlich zweifelsfrei und berechtigt hätte machen können. Zudem schreibt er keineswegs emotionsgeladen, was sich äußerst gewinnbringend auf die Quintessenz auswirkt. Zugegebenermaßen hätte dieses Buch auch anders funktioniert, auf diese Art gefällt es mir jedoch besser. Denn man kann sich die benannten Grausamkeiten auch ohne emotionsgeladene, detailverliebte Darstellungen vorstellen. Das alles macht das Buch und den Autor zu etwas Außergewöhnlichem. Er wird gehört.

    Ich habe noch Underground Railroad und Harlem Shuffle hier liegen und freue mich jetzt schon aufs Lesen!

  5. Cover des Buches Changers - Band 2, Oryon (ISBN: 9783440143636)
    T Cooper

    Changers - Band 2, Oryon

     (129)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Vorweg würde ich jedem empfehlen, den ersten Teil mit dem Namensteil Drew zu lesen, bevor er sich diesem zweiten Teil widmet.

    Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil der Changers-Tetralogie (4 Bücher). Das Grundgerüst der Geschichte kurz zusammengefasst: Es gibt Menschen, mit einem bestimmten Gen. Dieses führt dazu, dass sie mit dem 14 Geburtstag bis zu ihrem 18. Jedes Jahr, in einem neuen Körper erwachen. Abends bist du noch du selbst, am nächsten Morgen kannst du bereits dein Geschlecht, deinen ganzen Körper und somit dein ganzes Leben getauscht haben. Die Eltern sind drauf eingestellt, die Kinder jedoch nicht. So hat Ethan (Ausgangscharakter, seine erste „V“ mit Drew gehabt) und befindet sich nun im Körper vom 15-jährigen Oryon. Ein afro-amerikanischer großer und sehr schlaksiger Junge, der wie Ethan in Richtung Skater Boy geht.

    Mit seiner neuen Identität muss er sich nun wieder anfreunden, wo er gerade erst mit seiner weiblichen Seite Drew klargekommen ist. So ist der Wunsch da, dass es diesmal ohne sexuelle Belästigung weitergeht und es im Ganzen einfacher für ihn wird. Aber weit gefehlt.

    In diesem Band erfahren wir, wie extrem in Amerika der Hass auf Dunkelhäutige Menschen ist und was es für Folgen hat. Gerade jetzt wo ich die Rezension schreibe, gibt es Demos auf der Ganzen Welt, weil vor wenigen Tagen in den USA ein afro-amerikanischer Mensch wegen seiner Hautfarbe von einem Polizisten getötet wurde. So wird Oryon nicht sterben, aber die Härte von Rassismus, Misstrauen und Vorurteilen zu spüren bekommen. ES geht soweit das er schnell wieder raus will aus diesem Körper und sich dann zum Ende aber fragen muss, ob es nicht genau der V ist den er nehmen wird um diesen erlebten dem Kampf zu zeigen.

    Im ersten Teil war es der Autorin wichtig zu zeigen wie schwerwiegend und schnell sexuelle Übergriffe auf Mädchen und Frauen stattfinden zu zeigen. Hier ist es der Rassismus der im Vordergrund steht.  

    Neben seinem neuen Selbstfindungstripp sind natürlich seine Ungebetene Audrey mit dabei und sein Kumpel Chase. Dieser hat einen stärkeren Bezug zu den RaChas aufgebaut, was Oryon nicht gut findet.

    Nur am Rande und leider etwas zu wenig erfahren wir über den Changers-Rat und RaChas. Sie bekommen zwar Platz in der Geschichte, aber eigentlich noch zu wenig. Denn auch die Gefahr erwischt zu werden ist nach wie vor sehr groß und ich frage mich immer: Wie erklärt man den Nachbarn und dem Rest der Verwandtschaft wo der eigentliche Sohn abgeblieben ist. Dies darf man aber nicht zu weit denken, sonst verliert sich der Sinn der Geschichte zu sehr darin.

    Für mich war dieser zweite Teil im Ganzen aber schwacher als der erste. Ich kam mit seinem neuen Ich Oryon nicht zurecht. Zu sehr der Versuch auf Cool zu machen und dann das anbandeln mit Audrey. Die hat gerade Drew verloren und nun hofft er sie kommt jedes Jahr aufs Neue auf die Idee mit einem neuen Menschen was anzufangen? Träum weiter Junge.

    So wie ich ihn als Charakter schwach fand, war die gesamte Story etwas lahmer als der erste Teil. Man erwartet mehr über den Rat und die Changers zu erfahren. Ob es nicht doch einen Prozess gibt, der dies verhindern kann.

    Den dritten Teil würde ich an dieser Stelle aber schon verraten, würde ich nicht mehr lesen.

     

  6. Cover des Buches Dreh dich nicht um (ISBN: 9783442382682)
    Karin Slaughter

    Dreh dich nicht um

     (1.097)
    Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_Buecher

    Was soll ich sagen... so wirklich aus den Socken gehauen hat mich dieser Teil nicht. Das erste Kapitel ist mega spannend und es passieren direkt einige extreme Dinge auf einmal. Jeffrey und sein Team stellen direkt diverse Vermutungen auf und die Suche nach dem vermeintlichen Mörder beginnt. Das kurz aufkommende Thema Rassismus wird im späteren Verlauf leider ganz vergessen. Zeitgleich kommt auch Lena wieder ins Spiel. Wieder wird ihre Vorgeschichte aufgerollt und wieder wird sie als Rechtfertigung für alles genommen. Ja ihre Vorgeschichten sind extrem, langsam werden sie aber so ausgereizt, daß sie anfangen zu nerven. In einigen wenigen spannenden Kapiteln gibt es detaillierte Gespräche zwischen Sara und Jeffrey. Insgesamt aber zu wenige. Die Nebenrollen werden diesesmal zur Hauptstory und das eigentliche verliert an Präzens.

  7. Cover des Buches Vom Winde verweht (ISBN: 9783548269337)
    Margaret Mitchell

    Vom Winde verweht

     (744)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichen_

    Vom Winde verweht.

    Ein Klassiker der Weltliteratur, den man unbedingt gelesen haben sollte.

    Viele kritisieren den Roman, weil er die Sklavenhaltung in den Südstaaten verherrlicht. Dies mag ich nicht zu beurteilen, vielleicht sollte man den Roman in seinen sozialen Kontext stellen. Doch für mich persönlich ist „Vom Winde verweht“  eine Familiengeschichte und vor allem eine großartige Liebesgeschichte bei  der ich jedes Mal mitfiebere ob Scarlett und Rhett es wohl endlich schaffen so richtig zusammen zu kommen. Ich könnte jedes Mal wieder verrückt werden, wenn Rhett und Scarlett mal wieder nicht miteinander reden oder voreinander weglaufen, und doch muss ich den Roman immer wieder lesen.

  8. Cover des Buches Americanah (ISBN: 9783596521067)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Americanah

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Eva-H

    Erweitert den Horizont. Wie engstirnig man als Weiße doch sein kann. Die Sicht ändert sich. Sehr "amüsant"  aber auch der Vergleich des Lebens in Amerika und dann zuhause in Nigeria. Dort gibt es auch eine falsche Sicht auf das jeweils andere Land. Die Menschen haben genauso Vorurteile oder falsche Vorstellungen. Kann ich nur empfehlen.

  9. Cover des Buches Der Keller (ISBN: 9783442484324)
    Minette Walters

    Der Keller

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Dex-aholic

    Das ist das erste Buch von Minette Walters, das ich gelesen habe. Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, was sich hinter dem Titel noch verbergen könnte und so musste ich es einfach lesen.
    Der Schreibstil ist wirklich gut, man liest sich schnell ein und gewöhnt sich auch fix an die Erzählweise, wenn Familie Songoli plötzlich in ihrer Landessprache spricht. Zur Handlung werde ich nichts sagen, da es zu viel vorweg nehmen würde. Nur soviel sei gesagt, dass man mit der Protagonistin, Muna, ein schauriges Drama nach dem anderen erlebt. Während man anfangs noch seine eigenen Schlüsse zieht und meint, zu wissen, was geschehen ist, offenbart sich dem Leser nach und nach jedoch ein Bild, womit man eigentlich nicht gerechnet hat.
    Die sogenannten "Dämonen" im Keller sind realer, als zu vermuten scheinen, auch wenn sie auf andere Art und Weise zum Vorschein kommen. Erschreckend und heimtückisch, mehr fällt mir wirklich nicht dazu ein. Man erntet was man sät...
    Dennoch hat mich das Buch nicht ganz so überzeugt. Einiges lief mir dann zu glatt oder wie geleckt, die Situationen allzu schnell und problemlos gelöst. Gut, es ist eine Novelle und dementsprechend auch von der Länge her eingeschränkt, aber dennoch wirkt dadurch einiges, was Muna bewältigen muss, eher oberflächlich und verschönt einfach. Ansonsten kann ich "Der Keller" als schnelles und düsteres Lesevergnügen empfehlen.

  10. Cover des Buches Mercy Seat (ISBN: 9783406719042)
    Elizabeth H. Winthrop

    Mercy Seat

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    Als “Mercy Seat” wird der transportierbare elektrische Stuhl bezeichnet, der von Ort zu Ort zur Vollstreckung des Todesurteils am jeweiligen Tatort des Verbrechens gebracht wird, damit die Ortsansässigen der Hinrichtung beiwohnen können.

    Der Titel passt eindeutig zur Handlung des Werkes. Winthrop erzählt in vier Teilen den Tag der Vollstreckung des skandalösen Urteils an dem jungen Schwarzen Will. Jedes einzelne Kapitel wird aus der Sicht eines Charakters erzählt, damit man nicht durcheinander kommt,  wird der Name in der Kapitelüberschrift erwähnt. So erlebt man den ganzen Tag mit, sei es durch Wills Vater und Polly, dem Staatsanwalt, die direkt mit der Situation von Will zu tun haben, aber auch durch eigentlich unbeteiligte Personen, wie Lane oder Ora. Gerade bei diesen Charakteren fragt man sich, was sie mit Will zu tun haben und im Laufe der Handlung fügen sich diese losen Fäden, die nebenbei laufen, zusammen.

    “Mercy Seat” hat mich von der ersten Seite gefesselt und auch wenn die Handlung im Jahr 1943 in Louisiana spielt, ist sie mit ihren Grundthemen Rassismus, Trauer, Verlust, Todesstrafe so aktuell wie nie.  Denn Rassismus existiert auch heute noch nicht nur in den Südstaaten, mit seinem Ku-Klux-Clan, sondern auch in den anderen Bundesstaaten und in der restlichen Welt. Rassismus ist allgegenwärtig und gipfelt heute in der Black Lives Matter Bewegung und der Polizeigewalt gegen Schwarze.

    “Mercy Seat” ist heftig und mir liefen immer wieder die Tränen übers Gesicht. Es gab Szenen da musste ich innehalten und das Buch zur Seite legen. Es ist erschreckend, nicht nur die Szene mit “Mercy Seat”, sondern auch die Rahmenhandlung drum herum. Die Einschüchterung, die Verzweiflung über den Verlust eines Sohnes, die unausgesprochenen Worte zwischen den Menschen und das Gefühl eines jeden, dass es falsch ist.

    Meine Stimmung während des Lesens schwang immer wieder zwischen unheimlicher Wut, wer das Buch gelesen hat, kann sich die betreffenden Szenen denken, und zwischen tiefer Traurigkeit.

    Winthrop gelingt es mit ihren Worten ein Bild einer gespaltenen Gesellschaft zu zeigen, die auf der einen Seite Gerechtigkeit will, aber auf der anderen Seite in ihren Strukturen und Dogmen so gefangen ist, dass sie diese nicht überwinden können.

    “Mercy Seat” zeigt immer wieder die Atmosphäre in den Südstaaten auf, das Zusammenleben zwischen Schwarzen und Weißen, den endlosen Baumwollfeldern, den Alligatoren und das Misstrauen untereinander. Man hat immer noch das Gefühl, dass die Zeit stillsteht und sich nichts in den Jahrzehnten danach verändert hat, wenn man heute die Nachrichten aus den Vereinigten Staaten hört.

    Die meisten Charaktere sind mir während des Lesens ans Herz gewachsen und man merkte oft, dass sie mit ihrer Entscheidung nicht einverstanden sind, aber es Situationen gab, in denen sie nicht anders entscheiden konnten. Sehr oft habe ich mich gefragt, wie ich mich entschieden hätte, in dieser Situation, in dieser Zeit, mit diesem Hintergrund und ich bin auch jetzt eine Woche noch zwiegespalten. Ich wünschte, dass ich heute sagen könnte, so ein wahrer Fall würde heute nicht mehr so passieren, aber das Leben lehrte mich schon anderes.

    Denn der Rassismus, Ressentiments und Hass sind immer noch nicht überwunden und auch nicht die Fehlurteile durch Jurys. In einer Welt, in der immer noch Unterschiede nach der Hautfarbe gemacht werden, kann es keine absolute Gerechtigkeit geben.

    Fazit

    “Mercy Seat” ist ein packender Roman, der auf dem Fall Willie Francis, von 1946, aufbaut.  Ein Buch gegen Rassismus, gegen die Todesstrafe mit einer ungeheuren Sprachgewalt, dass einen emotional abholt und noch sehr sehr lange nachklingt.

  11. Cover des Buches Kleine große Schritte (ISBN: 9783328102601)
    Jodi Picoult

    Kleine große Schritte

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    In diesem Roman geht es um eine Hebamme, die sich aufgrund eines verstorbenen Neugeborenen vor einem Strafgericht verantworten muss. 

    Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven. Aus der von Ruth, der sympathischen und sturen Hebamme, aus der von Kennedy, der talentierten und durchsetzungsstarken Pflichtverteidigerin und aus der von Turk, dem hasserfüllten und rechtsradikalen Vater des verstorbenen Säuglings. Meiner Meinung nach sind diese drei Perspektiven perfekt gewählt, sie bieten brisanten Zündstoff und die nötige Vielfalt, um verschiedenen Blickwinkeln facettenreich gerecht werden zu können. 

    Die Autorin Jodi Picoult hat es mit diesem Roman geschafft, ein tragisches Ereignis mit vielen wichtigen und großen Themen wie Diskriminierung am Arbeitsplatz, Moral, Recht und Gerechtigkeit, Rassismus und umgekehrten Rassismus zu vereinen. Sie hat nebst Emotionen und authentischer Empathie auch Sachlichkeit gegenüber dem Rechtssystem walten lassen. 

    Negative Kritik bringe ich in der Form an, als dass mir die Kapiteleinteilung nicht gefiel (zu lang, zu unübersichtlich, wenig strukturiert) und dass es diverse Längen im letzten Drittel gab (Wiederholungen und langatmige Passagen).

  12. Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)
    Lauren Wilkinson

    American Spy

     (110)
    Aktuelle Rezension von: buecherhaii

    Das Cover hatte mich neugierig gemacht und der Klappentext ist auch sehr einladend und sagt viel aus. 


    Ohne zu Spoilern möchte ich hier mein Lese Erlebnis mit euch teilen: 


    Das Buch fing direkt super spannend an und die Spannung war bis zum Schluss oft durchgezogen. Es gab keine Momente wo ich das Buch nicht lesen wollte da mir selbst der Schreib Stil sehr zugesagt hatte. Die Personen und die Geschichte an sich wird gut dargestellt. Es sind keine schweren Wörter dabei und man kann die Sätze lesen und direkt sich vorstellen wie es wohl abgelaufen ist. 


    Das Buch hat mich nicht enttäuscht obwohl ich bei Beginn leichte Zweifel hatte das ich mir zu viel vorgestellt habe .. aber das Buch war genau richtig und es war sehr einladend es zu lesen.  


    Das einzige was mich halt bisschen verwirrt hatte am Anfang war das dieses Buch nicht chronologisch geschrieben wurde, nachdem ich mich aber reingefunden habe war dem Lese Erlebnis keine Grenzen mehr gesetzt. :D

  13. Cover des Buches Von dieser Welt (ISBN: 9783423281539)
    James Baldwin

    Von dieser Welt

     (62)
    Aktuelle Rezension von: People-abroad

     Man spürt, wie sie kämpfen und versuchen sich zu ducken gegen den Rassismus und gegen die Demütigungen und Aussichtslosigkeit. Ein fesselndes Buch.

  14. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.273)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Ich bin ein großer Fan der Werke Kings und umso gespannter war ich auf sein großes Aushängeschild, ein Buch, das jeder kennt und wenn nicht, dann zumindest die Filme. Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht, das Buch entpuppt sich für mich als Meisterwerk.


    Viel über die Story erzähle ich nicht, denn das würde mehr als nur den Rahmen sprengen. Sie ist jedenfalls sehr gut geschrieben und vor allem auch strukturiert: Durch die vielen Zeit- und Sichtveränderungen sollte man meinen, den Überblick zu verlieren, doch King hat geschickte Unterkapitel gesetzt, die das ganze Buch fast schon positiv durchseuchen. Sie geben einen Überblick und man vergisst nie, wen man gerade genauer beleuchtet und zu welcher Zeit das passiert.


    Anders als für andere kam mir das Buch auch nicht unnötig in die Länge gezogen vor. Klar, die ersten 200 Seiten ziehen sich ein wenig und es passiert kaum etwas, aber solche Teile gehören eben auch zum Spannungsaufbau und zu einer guten Geschichte. Meines erachtens hat das Buch eine Länge, die perfekt gewählt wurde.


    Zu den Charakteren hatte ich eine so strake Bindung, dass ich *SPOILER* nach dem Tod einiger von ihnen wirklich mit einem leeren Blick auf die mit schwarzen Wörtern beschrifteten Seiten gestarrt habe.


    Einziger Kritikpunkt: Das Ende hätte noch etwas spektakulärer sein können. Man kann nicht so ganz fassen, dass sie sich in einem Anfangsuniversum, aus dem Es stammt, befinden. Immerhin bekämpfen die Freunde dort ein jahrtausend altes, tötendes Monster. Meiner Meinung nach sollten sich die Freunde am Ende auch nicht vergessen, denn obwohl ich eigentlich kein großer Fan von den meisten Happy Ends bin, hätte hier eines teilweise gepasst.

  15. Cover des Buches Amon: Mein Großvater hätte mich erschossen (ISBN: 9783498064938)
    Jennifer Teege

    Amon: Mein Großvater hätte mich erschossen

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Frollein_Annika

    Vor fast sechs Jahren war ich auf der Lesung zu diesem Buch. 

    Jennifer Teege gehört zu der Sorte Frau, nach der man sich zwangsläufig umschaut (auch als Frau) und die Erinnerung bleibt. Und dieser Abend, an dem sie uns ihre Geschichte und damit ihr Buch vorgestellt hat, sind mir bis heute in Erinnerung geblieben.

    Warum lag das Buch so lange ungelesen im Regal? Weil ich Angst vor dem Inhalt hatte, vor all dem grausamen Details. All das, was die Autorin während der Lesung bereits verraten hat, war entsetzlich und Teil ihrer (und auch unserer) Geschichte. 

    Während des Lesens musste ich immer wieder Pausen einlegen, nachdenken und das Gelesene sacken lassen. Nachts habe ich davon geträumt, schreckliche Bilder im Kopf gehabt, mich gefragt, was wäre, wenn das meine Geschichte wäre?

    Selten hat mich ein Buch so nachhaltig berührt und schier fassungslos hinterlassen. Ich kann den Inhalt nur schwer zusammengefasst wiedergeben und möchte diesen schon gar nicht bewerten (die Bewertung gilt allein dem Aufbau und dem Schreibstil!). 

    Nur soviel: 

    Mein Großvater war ein Psychopath, ein Sadist. Er verkörpert all das, was ich ablehne: Was muss das für ein Mensch sein, dem es Freude macht, andere Menschen zu quälen und zu töten?
  16. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

     (513)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 1 um Anwalt Jake Brigance

    Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug: Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?

    Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91

    „Die Jury“ erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben „Die Firma“ und „Der Regenmacher“ mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.

    „Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94

    Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. „Die Jury“ ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!
  17. Cover des Buches Lovecraft Country (ISBN: 9783446258204)
    Matt Ruff

    Lovecraft Country

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Detox

    Eine gekonnte Verflechtung von zwei Horrorszenarien: der brutale, menschenverachtende Rassimus in den USA der 50er und okkulter Schrecken a la Lovecraft & Co. geben sich hier die Hand. Wirklich bedrückend, geradezu niederschmetternd ist vor allem der Rassismus und hier muss der Autor nicht mal ins Fiktive abgleiten ... das Leben als Schwarzer in den "Jim Crow-Jahren" kann man getrost als Hölle bezeichnen. Da wirken die finsteren Mächte aus anderen Dimensionen fast schon harmlos, ein bisschen gruselig vielleicht, aber nicht so grauenhaft wie das, was die schwarzen Protagonisten hier teils ertragen müssen.

    Und wer jetzt glaubt, es handelt sich um ein tieftrauriges, demprimierendes Buch, liegt falsch. Das ist wohl die größte Leistung des Autors, dass er die Protagonisten liebenswürdig, witzig und mit einer Portion Galgenhumor darstellt. Den Schrecken des okkulten Ordens der Morgenröte (der natürlich überwiegend aus alten weißen Männern besteht), können sie locker verkraften, sind sie doch einen mindestens genau so schlimmen Alltag gewohnt, ohne dabei je den Mut zu verlieren.

    Müsste ich einen Kritikpunkt anführen, dann die manchmal verwirrende Beschreibung von Kämpfen und Bewegungsabläufen, gerade wenns ein bisschen Action gab, tat ich mir teilweise schwer zu begreifen, was da gerade genau passierte, wer wen wo hintrat und sich dabei wo befand - darüber kann man mE hinwegsehen, es ist keine actiongeladene Abenteuergeschichte, die Charaktere stehen dafür zu sehr im Vordergrund.

  18. Cover des Buches Zu zweit tut das Herz nur halb so weh (ISBN: 9783492302388)
    Julie Kibler

    Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

     (145)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Roman gefiel mir recht gut und konnte mich gleich in seinen Bann ziehen. Jedoch waren mir die Schicksalsschläge etwas zu viel. Daher gebe ich 4 Sterne. Hier wäre weniger mehr gewesen. 

  19. Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)
    Alice Walker

    Die Farbe Lila

     (306)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Schreckliche Handlung,  es kann der Wahrheit entsprechen, die damals passierte und bzw. jetzt immer noch gibt.

    Mir ging da wirklich schlecht & bäähhh....

    Es geht um eine afroamerikanische Familie und arm sind. Beide Töchter gehen in die Schule. Der Vater misshandelt die Mutter, die irgendwann stibt in laufe der Zeit. Da die Mutter tot ist, wird die älterste Tochter Celies als Objekt-Ersatz für den Vater. Sie wird 2x schwanger und darf nicht mehr in die Schule, ihre jüngste Schwester versucht die Lehrerin zu überreden, dass sie mit dem Vater spricht, dass ihre ältere Schwester wieder in die Schule geht.

    Unterwegs findet die ältere ihre eigene Kinder, von ihr & ihrem Vater, der die Kinder sofort nach der Geburt an die anderen verschenkte.

    Ich glaube sie heiratet und ihr Mann hat eine Affäre mit einer Soulsängerin. Welche krank wird und

  20. Cover des Buches Asche (ISBN: 9783802584909)
    Lori Handeland

    Asche

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Es war ganz okay. Ich muss ehrlich sagen, dass es wohl keine allzu gute Idee war das Buch vor dem Fernseher während der Werbepause zu starten, denn ich bin nie richtig reingekommen und habe mich danach auch nicht mehr bemüht in die Geschichte zu tauchen, dazu kommt die lange Pause zwischen dem Lesen und der Rezension (sie wurde auf Wunsch eines Mitglieds des Aminos noch später geschrieben). Vieles weiss ich dadurch auch gar nicht mehr, denn ich habe die Seiten wirklich nur durchgescannt.

    Das Buch wäre wohl sicher nicht allzu schlecht, wenn ich nur konzentrierter gewesen wäre, aber bildet euch bitte eine eigene Meinung dazu!

    Ich selbst bin nicht ganz so begeistert von der Sache. Wie gesagt, ich bin von Anfang an nicht gerade gut mitgekommen und so ist mir auch nicht viel Positives aufgefallen. Die Geschichte entspricht eigentlich einem Bereich den ich mag: Fantasy mit einigen erotischen Seiten, aber in diesem Genre habe ich definitiv schon besseres gesehen. Wenn es mich trotz schlechtem Start nicht packen kann, ist es einfach nicht so gut.

    Auch Negatives gibt es durch dieses „nicht-viel-Mitbekommen“ nicht viel zu bemerken. Ich bin mir nur ziemlich sicher, dass der Titel nicht viel aussagt. Es gibt Gestaltwandler in dem Buch, die sich in Tiere verwandeln, aber keinen der sich in einen Phönix verwandelt. Dieser ganze Phönix und Ascheaspekt wird allgemein viel zu wenig aufgegriffen. Sogar in den „GrimmChroniken“ wird der Phönix besser beschrieben und dort ist sie nur eine von vielen Charakteren. Ich hatte wirklich etwas mehr darauf gehofft.

    Wie bereis gesagt, ich habe das Buch zu einem blöden Zeitpunkt gestartet und war so nicht richtig reingekommen und hatte danach auch keine Lust mehr und so ging die Geschichte einfach an mir vorbei. Bildet euch bitte eine eigene Meinung dazu. Ich werde noch Bücher von der Autorin lesen und wenn mir diese gefallen, werde ich dem Ganzen sicher noch eine Chance geben. Von mir reicht es in diesem Falle aber nur für drei Sterne.

    (Die Rezension ist schon um einiges älter (2019), wurde nun aber von meinem Amino Leserunde für diese Seite noch übernommen (und dafür noch leicht angepasst), damit ich sie mit mehr Leuten teilen kann. Weitere ältere Rezensionen werde ich ebenfalls noch teilen). :)

  21. Cover des Buches Ich habe einen Namen (ISBN: 9783832162054)
    Lawrence Hill

    Ich habe einen Namen

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Roman basiert auf historischen Tatsachen. Worum geht’s? 

    Das Dorf der elfjährigen Aminata Diallo, Tochter eines Schmuckerzeugers und einer Hebamme, wird von weißen Sklavenfängern überfallen und die Bewohner getötet oder auf einen mehrwöchigen Marsch zur Küste getrieben. Die Menschen werden wie Vieh behandelt und auf einem Sklavenschiff nach Amerika verschleppt. 

    Aminata, die von ihrer Mutter als Hebammeausgebildet worden ist, bringt schon auf der Überfahrt Kinder zur Welt. Ihre schnelle Auffassungsgabe und, dass sie Lesen und Schreiben kann, retten sie vorerst vor der Schwerstarbeit. 

    Sie wird, wie alle anderen, auf dem Sklavenmarkt verkauft. Zuerst an einen Großgrundbesitzer, dann an einen jüdischen (Sklaven)Händler. Sie lern die Willkür, Hunger und Elend, Freude und Trauer kennen. Sie muss erkennen, dass Zusagen der Weißen das Papier nicht wert sind, auf das sie geschrieben sind, wenn sie überhaupt aufgeschrieben werden. 

    Meine Meinung: 

    Der Leser begleitet Aminata, die von den meisten Meena genannt wird, durch ihr ganzes Leben. Wir müssen miterleben, wie sie zwei Mal Mutter wird und jedes Mal werden ihr die Kinder weggenommen. Sehr spannend zu lesen war für mich, wie emanzipiert Aminata im Rahmen ihrer Möglichkeiten agiert hat. Aufgrund ihrer raschen Auffassungsgabe gelingt es ihr, ihresgleichen zu unterrichten. Sie will ihre ehemalige Heimat in Afrika wiedersehen und muss erkennen, dass sie abermals in Gefahr gerät, versklavt zu werden. Über Umwege landet sie in London, wo sie sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzt. 

    Das Buch ist verstörend und berührend zu gleich. Es deckt die korrupten Machenschaften zahlreicher Menschen auf, die keine Skrupel haben und auch vor Verrat nicht zurückschrecken. Schwarze Menschenleben zählen nicht. 

    Kommt uns das bekannt vor? Black Lives Matter!  

    Fazit: 

    Ein Plädoyer für die Menschlichkeit. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

  22. Cover des Buches Zwölf Leben (ISBN: 9783423144360)
    Ayana Mathis

    Zwölf Leben

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_M

    Das hier ist ein richtig gutes Buch. Wenn ich könnte, würde ich 6 oder mehr Sterne vergeben.

    Es geht um Hatty, eine farbige Frau in den USA Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, und deren elf Kinder und ein Enkelkind. Jedes der Kinder wird in einem Kapitel zu einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte beleuchtet. Die jeweilige Person steht dann im Mittelpunkt und die Umstände werden aus ihrer Sicht und in der Situation, in der sie sich gerade befindet, betrachtet. Daraus ergibt sich mosaikartig die Geschichte der Familie Shepherd im Laufe der Zeit.

    Erschütternd beginnt das Buch 1925 mit der Geschichte von den Zwillingen Philadelphia und Jubilee, die im beide im Alter von sieben Monaten an einer Lungenentzündung sterben.
    Floyd, der Musiker ist und seine Homosexualität nicht länger verdrängen kann, wird im Jahr 1948 beschrieben.
    Six, der sich zum Priester berufen fühlt, lernen wir 1950 kennen.
    Ruthie treffen wir im Jahr ihrer Geburt 1951. Sie ist nicht die Tochter von August, Hattys Ehemann.
    Ihr Vater ist Lawrence, der Mann, mit dem Hatty aus ihrer unglücklichen und trostlosen Ehe fliehen wollte. August ist kein besonders fürsorglicher Familienvater. Er bringt die Abende in Kneipen zu, hat Affären und gibt Hatty nicht viel Geld für die Familie. Lawrence scheint anders zu sein. Er ist charmant und liebevoll und er verspricht, für Hatty und ihre Kinder zu sorgen. Aber leider ist auch er nicht beständig und außerdem spielsüchtig. Hatty kehrt zu August zurück und findet sich ab.
    Die kleine Ella kommt 1954 in den Focus. Sie ist Hattys letztgeborenes Kind. Auf Grund der schwierigen finanziellen Situation und weil Hatty schon 46 Jahre alt ist, nimmt sie das Angebot ihrer Schwester, die kinderlos ist, an und gibt Ella schweren Herzens in deren Obhut.
    Alice und Billups sind 1968 beide erwachsen und bis hierher unzertrennlich. Sie verbindet das Geheimnis um Billups sexuellen Missbrauch, der ihm als Kind zugefügt wurde. Alice fühlt sich schuldig. Sie ist ebenso verletzt wie er. Alice glaubt, ihr Leben für Billups leben und stets für ihn sorgen zu müssen. Letzlich ist es aber nur eine Bevormundung, aus der sich Billups befreit. Es gelingt ihm, mit der Vergangenheit abzuschließen. Alice bleibt allein und verzweifelt in einer leeren Ehe mit einem kaltherzigen Mann zurück.
    Franklin ist 1969 Soldat in einem Minenlegertrupp in Vietman. Er hat eine Frau, die ihn verlassen hat und ein Kind, das er noch nie gesehen hat. Er ist wohl seinem Vater ziemlich ähnlich. Er hasst sich selbst für das was er der Frau, die er liebt angetan hat und ist gleichzeitig unfähig, sich zu ändern.
    Bell ist 1975 schwer krank und stirbt fast an TBC. Sie hatte eine Affäre mit Lawrence, was ihr Hatty nicht verzeihen kann. Sie rettet sie jedoch und lässt sie nicht allein.
    1980 treffen wir Cassy, die psychisch krank ist und in eine Klinik eingeliefert wird.
    Die Geschichte von Cassys Tochter Sala ist der Schlusspunkt des Buches. Im allerletzten Satz gibt es einen symbolischen Lichtblick, als Hatty ihre traurige Enkelin Sala in den Arm nimmt und sie liebevoll beschützt.

    Obwohl der Roman im Laufe des 20. Jahrhunderts in Amerika spielt und die Protagonisten Farbige sind, wird doch erstaunlicherweise klar, dass die Probleme, die sie haben, allgemein menschlich sind und so ähnlich überall auf der Welt zu jeder Zeit vorkommen können. Es wird klar, dass jeder sein Leben selbst gestalten muss. Auch wenn wir dieselbe Mutter haben, können wir sehr verschieden sein. Vielleicht wissen wir auch gar nichts oder nicht viel voneinander. Es gibt immer Leute, die auf uns herabsehen und sich als was Besseres fühlen. Wir alle müssen uns mit Situationen, die wir nicht ändern können, arrangieren. Wir alle haben unerfüllte Sehnsüchte, wir alle werden enttäuscht oder enttäuschen andere...

    Die Übersetzung ins Deutsche ist sehr gut gelungen. Man ist sofort gefesselt und mittendrin im Geschehen.

  23. Cover des Buches Das Lächeln des Drachen (ISBN: 9783957346216)
    Elisabeth Büchle

    Das Lächeln des Drachen

     (61)
    Aktuelle Rezension von: evelin-petrov

    Das Buch ist unterteilt in zwei Geschichten. Ich fand sowohl die erste als auch die zweite sehr interessant und gefühlvoll, die Figuren sind gut ausgearbeitet. Im zweiten Teil fand ich besonders den Bezug zum Glauben gut.

    Wovon ich ein wenig enttäuscht war, war der Bezug zwischen beiden Teilen... Da hat meiner Meinung nach die Verbindung etwas gefehlt, bzw. hätte mehr sein können. Trotzdem spannend zu lesen ohne "Füllszenen". Der Schreibstil ist wie immer super!

  24. Cover des Buches Phantom (ISBN: 9783442461035)
    Patricia Cornwell

    Phantom

     (142)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Ich war dadurch, das ich die Reihenfolge der Bände vertauscht hatte, gespoilert worden, aber der Roman hat mir dennoch gut gefallen. Der Spannungsbogen hat mich überrascht und wirklich bis zum Ende durchgehalten (trotz Spoiler), allerdings hat mich der Fall an sich nicht besonders gefesselt und die Personen sind diesmal oberflächlicher behandelt worden als sonst, was ich schade fand.

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