Bücher mit dem Tag "aids"

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272 Bücher

  1. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499290862)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

     (726)
    Aktuelle Rezension von: Talja

    Inhalt ->
    Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut, Vertrauen und die Kraft, loszulassen. Eine wahre Geschichte.

    Jessica ist jung, genießt das Leben und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Dann trifft sie Danny. Sofort ist sie von ihm fasziniert, denn trotz seines guten Aussehens und selbstbewussten Auftretens scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben.
    Nach und nach gelingt es Jessica, hinter Dannys Fassade zu blicken und ihn kennenzulernen. Abgründe tun sich auf: Danny ist von Kindheit an zutiefst traumatisiert. Fernab von Heimat und Familie kämpft er um ein normales Leben.
    Trotz aller Schwierigkeiten und gegen jede Vernunft entsteht zwischen Jessica und Danny eine innige Liebe. Doch nicht nur Dannys Vergangenheit ist düster, auch seine Zukunft ist bereits gezeichnet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

    Cover ->
    Das Cover ist wirklich schön und passt sehr gut zum Titel und verspricht sehr viel.

    Meine Meinung ->
    Der Inhalt verspricht eine emotionsgeladene Geschichte, voller Liebe, Trauer und Verlust.
    Raus kommt für mich aber nur emotionslose Luft.
    Wer auf eine romantische Liebesgeschichte aus war, ist hier definitiv fehl am Platz.
    Es soll eine wahre Geschichte sein und doch erzählt die Autorin alles so leblos und ohne Gefühle.
    Normalerweise bin ich die erste die erste, die bei solchen Geschichten gefühlte fünf Pakete Taschentücher verbraucht, aber da ? Nichts. Bei mir kam einfach nichts an.

    Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus IHRER Sicht und doch wechseln oft die Perspektiven.
    Warum ? Wie kann Sie aus der Sicht der anderen Charaktere erzählen, wenn Sie doch gar nicht weiß wie diese in diesem Moment gedacht haben.
    Und dann auch noch so dermaßen negativ die ganze Zeit. Alle waren die Bösen, natürlich nur Danny und sie nicht.

    Dieser Perspektivwechsel stört immens im Lesefluss und macht diese "wahre" Geschichte noch viel unglaubwürdiger.
    Zumal ihr Schreibstil einfach leblos und "unterirdisch" ist.
    Der Wechsel in den Erzählzeiten ist teilweise auch sehr störend, genau wie die langen Zeitsprünge. Es zieht sich wie Kaugummi.
    Dazu kommt diese unfassbare Naivität und diese enorme Oberflächlichkeit.
    Geld, gutes Aussehen und "dicke" Autos.

    Während des Lesens fragt man sich auch - "Hat diese Jessica eigentlich noch ein Leben, oder ist sie nur noch abhängig von Danny"? -
    Ach alles in allem bin ich einfach nur enttäuscht von diesem Buch.
    Selbst der Epilog ist komplett emotionslos.

    Zu guter Letzt - es wird behauptet es wäre eine wahre Geschichte, aber man findet NICHTS über die Charaktere.
    Weder einen Danijel Tayler der Kick box Weltmeister war, noch ein Model namens Danijel Tayler zu der Zeit.
    Dabei müsste es doch gerade davon Nachweise geben - einfach alles unglaubwürdig.
    Und dieser Fakt macht die ganze Story für mich unsympathischer als sie es eh schon ist.
    Ich könnte nun immer weiter auf dieses Buch eingehen, aber es würde ja doch nichts Gutes mehr bei rum kommen.

    Mein Fazit -> Muss ich dazu noch mehr sagen ? Ich glaube nicht. Für mich eine komplette Enttäuschung.

  2. Cover des Buches Bevor ich sterbe (ISBN: 9783570306741)
    Jenny Downham

    Bevor ich sterbe

     (1.896)
    Aktuelle Rezension von: missbooklover

    Auf dieses Buch war ich super neugierig, da ich vorher schon sehr viele positive Meinungen gehört habe und es mir auch ein paar Mal persönlich empfohlen wurde.

    Das Cover ist leider gar nicht mein Fall und ich finde, dass diese Geschichte auch ein besseres verdient hat, wenigstens als Neuauflage. Denn der Inhalt, der hier dahintersteckt, ist so gut.

    Ich muss sagen, dass der Schreibstil sicherlich nicht jedem zusagt. Er ist sehr direkt und ehrlich, aber meiner Meinung nach macht er gerade diesen speziellen Charakter des Buches aus. Es wird nichts beschönigt, teilweise auch mit sehr interessanten Aussagen, die einige Lesern:innen wahrscheinlich dazu veranlassen, sich an den Kopf fassen zu lassen. Ich saß teilweise vor dem Buch und habe den Mund verzogen (Alle die das Buch gelesen haben, können sich vielleicht an die Szene mit dem Vogel erinnern). Damit möchte ich keineswegs sagen, dass ich das Buch schlecht fand oder diese Art kritisieren möchte, man sollte sich nur bewusst sein, dass dieses Buch ein wenig anders ist. Die Hauptprotagonistin Tessa hat Krebs und das Buch begleitet sie dabei, wie sie die Dinge erledigt und erlebt, welche sie unbedingt noch vor ihrem Tod machen möchte. Ich mochte den Verlauf der Handlung sehr, da es auch so unvorhersehbar war. Vor allem auch, wie sich der Schreibstil dem Ende des Buches anpasste, war sehr interessant. Ich denke, dass gerade in dieser speziellen Schreibweise die Stärke des Buches liegt und die eine wahnsinnige Authentizität erschafft. Ich kann hier nur die Autorin bewundern. An manchen Stellen schien mir die Hauptprotagonistin doch zu weit entfernt und diese Distanz machte es schwer, alles nachzuvollziehen, was sie dachte und mich mit ihr zu identifizieren. Trotzdem ein empfehlenswertes Buch, was ich guten Gewissens weiterempfehlen kann, gerade wegen dem großartigen Schreibstil.

  3. Cover des Buches Geständnisse (ISBN: 9783570102909)
    Kanae Minato

    Geständnisse

     (253)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


          Puh! Ich weiß immer noch nicht so richtig, wie ich dieses Buch fand. Die Japaner sind schon echt anders drauf.
    Ich fand den Schreibstil sehr außergewöhnlich, aber gut zugänglich. Es war mal wieder ein Buch, in dem ich eigentlich niemanden leiden konnte, aber trotzdem unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Gut gefallen hat mir auch, dass es hier nicht das für einen Thriller klassische "Who-done-it"-Prinzip gab (weswegen ich ja nicht gerne Thriller lese), sondern es eher um die kranke Psyche der Protagonisten ging. Und mal ehrlich - aller der Reihe nach hatte da niemand.
    Richtig toll fand ich auch, dass die Spannung wirklich bis auf die letzte Seite gezogen wurde. Durch die nacheinader wechselnde Perspektive veränderte sich auch jeweils die eigene Sicht auf das ganze Geschehen.
    Gar nicht mochte ich hingegen die durch den Perspektivwechsel hervorgerufenen Wiederholungen. Und warum ist da ein Apfel auf dem Cover?
  4. Cover des Buches Final Cut (ISBN: 9783404166879)
    Veit Etzold

    Final Cut

     (575)
    Aktuelle Rezension von: sparks88

    Dieses Buch lag nun sehr lange Auf meinem SuB, aber aktuell ist es trotzdem noch. Bis zur letzten Seite habe ich mitgefiebert und wollte an der Seite der Kommissarin den Fall aufklären.

    Etzold schuf hier eine vielschichtige, brutale und trotzdem spannende Jagd durch die Realität und das Internet. Mir gefiel, dass die Hintergründe gut recherchiert wirken und es vielschichtige Charaktere gibt. Ebenso fand ich den Schreibstil fesselnd und nicht ermüdend oder langweilig. Das Spiel mit der Sprache wurde hier auf jeden Fall verstanden.

    Die Brutalität war mir persönlich etwas zu präsent, aber das ist ja Geschmackssache.

    Jedenfalls freue ich mich bereits auf das nächste Werk aus Etzolds Feder 🙂

  5. Cover des Buches Flugangst 7A (ISBN: 9783426510193)
    Sebastian Fitzek

    Flugangst 7A

     (1.174)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks

    Als mein erster Fitzek war das Buch echt nicht schlecht. Gerade die hässliche und zugleich wahre Darstellung in der Milchproduktion fand ich sehr erschreckend und hat mich doch sehr zum Grübeln gebracht. Auch dass Fitzek am Ende von sich selbst spricht und meint, er sei da nicht besser als andere fand ich sehr authentisch.
    "Flugangst 7a" war in allem ein recht solider Psychothriller, der mich hin und wieder echt geängstigt hat, weil ich wirklich keine Thriller-Leserin bin. Deshalb wird es wohl auch seine Zeit dauern, ehe ich einen erneut zur Hand nehme.

  6. Cover des Buches Die Frau des Zeitreisenden (ISBN: 9783596163908)
    Audrey Niffenegger

    Die Frau des Zeitreisenden

     (4.355)
    Aktuelle Rezension von: Portia11

    Es ist schon viele Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich habe es geliebt und nie vergessen. Und ich weiß auch noch, dass eine Freundin es nach ein paar Seiten abgebrochen hat, weil sie es zu verwirrend fand. Darum sage ich: Klare Leseempfehlung – für alle, die sich die Mühe machen wollen, sich bei den ersten Seiten etwas zu konzentrieren.  

  7. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.231)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr wächst Christiane behütet in der Nähe von Hamburg auf dem Land auf. Dieses Behütet-Sein endet schlagartig, als Christiane mit ihren Eltern nach Berlin zieht, in die Gropiusstadt. Dort wohnen sie in einem Hochhaus im 11. Stock, spielende Kinder scheinen der Haus- und Stadtverwaltung eher ein Dorn im Auge zu sein. In der Schule merkt Christiane schnell, dass sie keine Schwäche zeigen darf und eine der Härtesten sein muss. Nach und nach zieht es sie zu den "coolen" Kindern, in die Szene und in die Clubs. Was Anfangs noch harmlos erscheint, entpuppt sich als Katastrophe, als Christiane anfängt, Drogen zu konsumieren.


    Dicht gedrängt, teilweise fast minutiös schildert Christiane F. in diesem Buch, das von Kai Hermann und Horst Rieck aus Tonbandaufnahmen transkribiert wurde, ihren Weg in die Drogenszene Berlins. Sie berichtet von den Anfängen, in denen sie "nur" leichte Drogen wie Hasch im evangelischen Jugendclub konsumierte, sie erzählt davon, wie sie und ihre Freunde zum Heroin kamen, wie sie auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo landete - und von ihren zahlreichen Versuchen, einen Entzug durchzuführen und vom Heroin loszukommen.


    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist kein sprachliches Meisterwerk. Es besticht nicht durch seinen besonderen Schreibstil oder durch eine wunderbar ausgeklügelte Geschichte. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist roh und ungeschönt, es schockiert und schreckt ab - und genau das macht dieses Buch aus. Christiane F. teilt ihre Kindheit und Jugend mit uns Leser*innen, sie gibt einen Einblick in eine Szene, die doch häufig unbekannt gerade von jungen Menschen fast romantisiert und bewundert wird. Ich habe großen Respekt vor der Offenheit von Christiane F. und bin davon überzeugt, dass dieser Bericht Teil einer sehr guten Drogenprävention sein kann.


    Mich hat das Buch extrem verstört und mitgenommen. Ich denke andauernd an Christiane F. und ihre Freunde, die im Buch entweder verstorben sind oder auf dem Strich und im Gefängnis landeten. Dieser Klassiker ist nicht leicht zu lesen, trotzdem sollten in das Buch wohl vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Nasen reinstecken. Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches Two Boys Kissing – Jede Sekunde zählt (ISBN: 9783737351850)
    David Levithan

    Two Boys Kissing – Jede Sekunde zählt

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Tolles Jugendbuch, dass die Ängste, Nöte, Möglichkeiten und Hoffnungen schwuler Jugendlicher aktuell und mitreisend erzählt einfängt. Die anspruchsvolle Erzählperspektive lässt das Werk mehrere Generationen schwulen Lebens umspannen, was beeindruckt und berührt. Absolut lesenswert!

  9. Cover des Buches Dem Ozean so nah (ISBN: 9783499290886)
    Jessica Koch

    Dem Ozean so nah

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Der Abschluss der Danny-Trilogie nach den Bestsellern «Dem Horizont so nah» und «Dem Abgrund so nah». Eine Geschichte über die alles überwindende Kraft der Freundschaft. Sie teilen das gleiche Schicksal und sind doch ganz verschieden: Danny ist erfolgreich und unabhängig, auch wenn er hart dafür kämpfen musste - nach einer Kindheit, die für ihn keine war. Tina hingegen hat die letzten Jahre auf der Straße verbracht. Als die beiden, denen das Leben nichts geschenkt hat, einander begegnen, spüren sie eine nie erlebte Nähe. Verzweifelt bemüht Danny sich, Tina zu zeigen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Hilft den beiden ihre Freundschaft, die Schatten der Vergangenheit endgültig abzuwerfen?

     

    Cover:

    Auch das Cover hatte für mich einen absoluten Wiedererkennungsfaktor von der Gestaltung her. Zu sehen ist hier dieses Mal als Schatten ein Steg an einem See, auf dem ein Junge sitzt und ein Mädchen hinter ihm steht. Die Farben sind etwas wärmer gehalten und es wirkt, als würden sich die beiden zusammen einen Sonnenauf- oder Sonnenuntergang ansehen.

     

    Eigener Eindruck:

    Tina hat es in ihrem Leben nicht einfach gehabt. Von ihrer Familie nicht wirklich geliebt und schon in frühen Lebensjahren vergewaltigt, versucht sie ihren Kummer in Drogen zu finden. Dabei gerät sie bald an die falschen Leute und muss für ihren Stoff anschaffen gehen. Als sie schließlich Danny kennen lernt, erkennt sie, dass er genau so eine gebrannte Seele ist wie sie und die beiden freunden sich an. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Drogensucht von ihr an und Danny ist es auch schließlich, der sie immer wieder auffängt, wenn sie auf die schiefe Bahn gerät. Doch nicht immer ist es so einfach für Tina, wie sie glaubt, denn die Versuchung lauert überall…

     

    Den dritten Band der „Danny-Trilogie“ habe ich mehr oder minder gleich mit dem zweiten Band zusammengekauft und ich muss ehrlich gestehen, dass ich das wohl nicht getan hätte, wenn ich da schon gewusst hätte, wie sehr mich Band 2 enttäuschen würde. Denn auch dieser Band konnte meine Erwartungen nicht erfüllen beziehungsweise konnte mich einfach nicht überzeugen, denn wir erfahren kaum etwas Neues. Im Groben wird hier das Leben von Tina ausgeschlachtet, hat aber genau die gleiche Aussage wie in Band 1. Man erfährt nichts Neues. Stattdessen bekommt man schonungslos aufgetischt, wie Tina sich verkaufen muss, vergewaltigt wird und immer wieder Abstürze mit Drogen hat. Im Anschluss kommt Danny daher und rettet sie immer wieder, was dann schon durch das Ganze wiederholen nervig wird. Auch wenn das wirklich passiert ist, so wäre doch mit Band 1 alles erzählt gewesen. Stattdessen bleibt man als Leser schockiert zurück, weil hier schonungslos Details durchgeprügelt werden müssen und man muss sich auch hier fragen, warum die Autorin die Toten nicht ruhen lassen kann. Davon wird’s halt auch nicht besser. Irgendwie ziemlich pietätlos, wie ich finde. Eigentlich kann man das Buch auch gar nicht wirklich bewerten, genau wie den zweiten Band. Wer das Buch hier wirklich richtig toll findet, den kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, denn das was Tina durchleben musste ist einfach schrecklich. Sicher ist es aufklärend, dieses Buch, aber meinte halber hätte das nicht sein müssen.

     

    Fazit:

    Auch der dritte Teil kann mich weniger überzeugen. Zwar hat es auch wieder einen aufklärenden Charakter, aber ich finde genau wie beim zweiten Band, dass man sich das Buch hätte sparen können. Schlimm das Schicksal von Toten noch einmal dermaßen ausschlachten zu müssen.

     

    Idee: 3/5

    Charaktere: 4/5

    Logik: 4/5

    Spannung: 3/5

    Emotionen: 3/5

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783499290886

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 368 Seiten

    Verlag: ROWOHLT Taschenbuch

    Erscheinungsdatum: 16.12.2016

     

  10. Cover des Buches Gefangene des Blutes (ISBN: 9783802581311)
    Lara Adrian

    Gefangene des Blutes

     (987)
    Aktuelle Rezension von: Merylex

    Obwohl ich Teil 1 nicht kenne. Habe ich ohne Schwierigkeiten ins Buch hereingefunden. Dieses Buch kann also Problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

    In diesem Buch geht es um Dante und Tess. Dante wollte eigentlich nie eine Gefährtin finden, er denkt er ist nicht der Typ dafür. Doch als er schwerverletz in Tess Tierarztpraxis Schutz sucht und unmittelbar über Tess stolpert kann Dante nicht widerstehen, er braucht Blut.

    Werden die Beiden zusammenfinden? Oder überschattet Dantes Geheimnis ihre Chancen? Was ist mit den Vampiren, die plötzlich in den Blutrausch verfallen und alles um sie herum angreifen? 

    Es hat etwas gebraucht bis ich wusste wer, wer ist. Aber als ich es wusste, fand ich alle Charaktere auf ihre Art spannend. Die Geschichte entwickelt sich langsam, und lässt interessante Nebencharakter sowie ihre Sichtweise auftauchen. Bei der ich automatisch wissen will. Was ist mit Dem? Es ist auch eine etwas andere Art Vampir als ich gewöhnt bin, er glitzert zum Glück nicht, hat aber nochmals einen anderen Ursprung als "normale" Vampire. Es gab nur etwas das mich stark irritiert hat. Wen sie nicht an die Sonne können, wieso hat einer der Jugendlichen einen Harvard Abschluss? 

  11. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    John Irving erzählt in eindringlichen aber auch lustigen Worten, von einem Bi-Sexuellen  Jungen im Vermont der 50er Jahre, welcher sich selbst noch nicht versteht und somit auch die Welt, die ihn umgibt nicht versteht. Er fühlt sich immer wieder zu der wesentlich älteren Bibliothekarin Mrs. Frost hingezogen. Er sagt immer wieder er liebt Sie.

    Er erzählt auch, wie er sich als Teenager in einen Mitschüler „verliebt“ hat, der ihn aber irgendwie immer nieder macht. Immer wieder stellt er fest, dass er sich zu Jungen oder Männern hingezogen fühlt, aber auch zu Frauen - am besten mit breiten Schultern und wenig Brüsten.

    Sein Berufswunsch ist Schriftsteller zu werden, und diesen wird er  sich auch erfüllen. Sehr oft beschreibt er, wie man als Schwuler in den USA immer wieder diskriminiert wurde und wie es war, wenn man damals eine andere sexuelle Neigung hatte.

     

    Was mich auch sehr bewegt hatte, war die Art wie John Irving beschreibt, wie es in den 80er Jahren war, als die AIDS Welle ihren Höhepunkt hatte und immer mehr seiner Freunde und Weggefährten, auch die aus der Schule oder dem späteren Umfeld von William unseren Roman „Helden“

     

    Je länger man dieses Buch liest, desto mehr wachsen einem die Figuren in dem Buch ans Herz und man fühlt mit. Es beschäftigt einen und man ist froh, in einer toleranteren Zeit zu leben. Wobei man immer auch das Gefühl hat, dass noch nicht alles perfekt ist.

     

    Was das Buch so lesenswert macht ist, dass NIE mit einem erhobenen Zeigefinger gesagt wird so war es und das war schlecht.

    Nein, es wird ein Plädoyer für die Offenheit zwischen den Menschen und ihren verschiedenen Neigungen gehalten.

    Es werden Probleme aufgezeigt, die man immer irgendwie hat. Wo man denkt, ist man nun wirklich noch normal? Jeder Mensch hat etwas wo er sagt, ich glaube das ist doch nicht normal.

    Aber anstatt das wir es offen aussprechen, was uns bedrückt, fressen wir es immer wieder in uns rein. Wir sind nicht offen uns gegenüber, geschweige denn unserem Umfeld. Ich denke, dass vieles was in dem Buch beschrieben wird nur deswegen passiert ist, weil wir nicht offen miteinander umgehen.

  12. Cover des Buches Die Optimisten (ISBN: 9783961610778)
    Rebecca Makkai

    Die Optimisten

     (41)
    Aktuelle Rezension von: sollhaben

    Ich brauche Worte, gute Worte, bedeutende Worte um zu beschreiben, wie dieses Buch für mich ist. 


    Zwei Handlungszeiten, die durch Erinnerungen miteinander verknüpft werden. 

    In Chicago 1985 wütet eine neue Krankheit unter den schwulen Männern. Es gibt fast mehr Beerdigungen als Parties und Yale Tishman muss zusehen, wie viele seiner Freunde langsam und qualvoll sterben. Vor allem der tod seine besten Freundes Nico setzt ihm zu. Nicos kleine Schwester Fiona steht ihnen allen zur Seite. Bleibt ständig zurück und überlebt so ziemlich als einzige diese harten Jahre. Aus Yales Sichtweise wird dieser Zeitabschnitt erzählt. Yale ein jüdischer Mann, der in einer schwulen Beziehung lebt und öffentlich dazu steht. Er ist loyal, empathisch, sympathisch, nett, freundlich und liebenswert. Ein Mann, der sich nicht in den Mittelpunkt stellt, der über seine Handlungen nachdenkt, ob sie Auswirkungen auf seine Mitmenschen haben. Ich wollte, dass Yale ein lebendiger echter Mensch ist. Ich hätte mich gerne mit ihm auf einen Kaffee getroffen, mit ihm gesprochen und ihm gesagt, was für ein toller Mensch er ist. 


    Paris 2015: Fiona sucht ihr Tochter Claire. Ihre Beziehung gestaltet sich schon recht lange schwer und Fiona weiß nicht genau, was sie sich erhofft, wenn sie Claire finden sollte. Während ihres Aufenthaltes wohnt sie bei einem alten Freund, der gerade eine Ausstellung im Centre Pompidou vorbereitet. Mit ihm erinnert sie sich an die alten Zeiten in Chicago an Nico und ihre verstorbenen Freunde.



    Es gibt Bücher und Figuren, die bleiben für immer. "Die Optimisten" gehört für mich dazu. Es ist eine traurige Geschichte, mit einem sensiblen Thema, das aber auch wundervoll leichte Momente zeigt und für Liebe, Loyalität und Freundschaft eintritt.



    S. 551 "Das ist der Unterschied zwischen Optimismus und Naivität. Keiner hier im Raum ist naiv. Naive Menschen haben noch keine echte Prüfung hinter sich, deshalb meinen sie, ihnen könne nichts passieren. Optimisten wie wir, haben schon etwas durchgemacht und stehen trotzdem jeden Tag auf, weil wir glauben, wir könnten verhindern, dass es noch einmal passiert. Oder wir tricksen uns einfach aus, um das zu glauben."


  13. Cover des Buches Cyril Avery (ISBN: 9783492058537)
    John Boyne

    Cyril Avery

     (33)
    Aktuelle Rezension von: solveig

    Das Leben Cyril Averys ist gleich durch mehrere Makel geprägt: im Dublin der 40er Jahre wird er unehelich geboren und von zwar vermögenden, aber etwas lieblosen Adoptiveltern aufgenommen, die ihm immer wieder versichern, dass er kein „echter Avery“ ist. Dazu kommt seine homosexuelle Veranlagung, die er schon früh entdeckt. Verständlich, dass Cyrils Weg im katholisch-konservativen Irland mit Problemen behaftet ist. Immerhin hat er seinen besten Freund Julian, für den er allerdings mehr als Freundschaft empfindet.

    Auf mehr als siebenhundert Seiten lässt der Autor Cyrils Lebenslauf von seiner Geburt bis ins Alter erstehen  -  keine Seite erscheint zuviel. John Boyne ist ein geistreicher, spannender Erzähler; sehr eindrücklich schildert er Cyrils Erlebnisse, offenbart seine intimsten Geheimnisse und Ängste. Empathisch erzählt er von schmerzhaften Erfahrungen mit Vertretern der Kirche, seiner Sexualität und Aids. Doch niemals wird sein Ton larmoyant. Viel hintergründiger Humor durchzieht Boynes Roman; sein Held verliert nie seinen Optimismus und die Lebensfreude. Und als er endlich einen Wechsel in ein anderes Land und später auf einen anderen Kontinent wagt, scheint sich für ihn alles zum Guten zu wenden. Auf lockere Art schreibt Boyne ein Stück irische Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, teilweise bereichert um eigene Kindheits- und Jugenderfahrungen. Ein beeindruckendes, geistreiches Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.

  14. Cover des Buches Das Herz ihrer Tochter (ISBN: 9783492263764)
    Jodi Picoult

    Das Herz ihrer Tochter

     (389)
    Aktuelle Rezension von: Tintenklex

    "Das Herz ihrer Tochter" hat Jodi Picoult zu einer meiner Lieblingsautorinnen gemacht! Sie schafft es - scheinbar mühelos - dass der Leser schon nach kurzer Zeit ins Nachdenken kommt und alles zu hinterfragen beginnt. Die Handlungen der Personen im Buch und dadurch gezwungenermaßen auch unsere eigenen Handlungen. Unsere Gesellschaft. Die Welt in der wir leben. Man könnte meinen, dieses Buch würde "die Guten" und "die Bösen" klar voneinander trennen - immerhin reden wir hier über einen Mörder. Doch das Gegenteil ist der Fall. Es gibt kein schwarz und weiß - der Leser soll sich seine eigene Meinung bilden. Der Stoff geth wirklich unter die Haut und lässt einen nicht los, auch lange nachdem man das Buch beendet hat. Großartig erzählt!

  15. Cover des Buches Sag den Wölfen, ich bin zu Hause (ISBN: 9783961610563)
    Carol Rifka Brunt

    Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

     (180)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    1987 und Onkel Finn ist tot. Er ist an AIDS gestorben. June, seine 14-jährige Nichte hatte ein ganz besonderes Verhältnis zu ihm, sie waren Seelenverwandte.
    Junes Familie gibt Fins homosexuellen Freund die Schuld an dessen tot. Dann lernt June den geheimnisvollen Freund kennen...

    Es geht um Liebe, Hass, Eifersucht und um das fast vergessenes Thema AIDS

    🐭🐭🐭🐭🐭 l 5

  16. Cover des Buches Zirkuskind (ISBN: 9783257229660)
    John Irving

    Zirkuskind

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Samaire

    Farrokh Daruwalla ist ein Mann auf der Suche nach seiner Identität. In Kanada ist er zu sehr Inder, in Indien zu sehr Kanadier. Dennoch kann er nicht von Indien lassen, auch wenn er es eigentlich hasst. Grund dafür ist auch sein Ziehsohn John D., der in Indien ein großer Bollywood-Star ist. Eine Tatache, an der Dr. Daruwalla nicht ganz unschuldig ist. Als in dem elitären Duckworth Club ein Mitglied ermordet wird, gerät der Doktor mitten in eine Mordserie, die mehr mit ihm zu tun hat, als ihm lieb ist.

    John Irving goes Indien und ich muss gleich vorweg sagen: Ich habe jede einzelne Seite genossen. Natürlich gibt es viel, was man von Irving kennt, die gewohnt starke Frauenrolle ist natürlich auch dabei, dennoch war es, dank des exotischen Settings, etwas neues. Die Geschichte, die gegen Ende zu einem wahren Kriminalfall wird, ist in keiner Minute langweilig und ich kann das Buch nur besten Gewissens jedem empfehlen, der Irving kennt und natürlich auch jedem, der ihn noch nicht kennt. Ein gewisser Hang zur Absurdität muss, wie eigentlich bei jedem Irving, aber gegeben sein.

  17. Cover des Buches Ein Teil von ihr (ISBN: 9783959672788)
    Karin Slaughter

    Ein Teil von ihr

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Hennie

              Für mich war dieser Thriller das erste Leseerlebnis mit der Autorin Karin Slaughter. Was ich bisher über sie und ihre Bucherfolge hörte und las, ließ mich voller Freude in diesen Thriller starten. Der Klappentext verheißt eine spannende Handlung. Doch die Story um Mutter und Tochter konnte mich leider nicht packen. Am liebsten hätte ich das Lesen aufgegeben, aber immer wieder nahm ich mir das Buch nach längeren Pausen erneut vor. Es war mir recht schnell klar, dass die Mutter Dr. Laura Oliver ein großes, gefährliches Geheimnis aus der Vergangenheit zu verbergen suchte. Das gelang ihr ja auch bis zu dem Amoklauf. Er offenbarte ihre andere Seite.

    Was in den 1980er Jahren und in der Gegenwart um die Flucht von Tochter Andy passierte wird recht zäh und langatmig erzählt. Die 512 Seiten erschienen mir unendlich. Es werden viel zu viele Gespräche geführt, endlose Dialoge, alles zu detailreich ausgewalzt. Das, was ich mir als eine interessante Geschichte vorgestellt hatte, langweilte mich bald nach den ersten Seiten. Etwas Schwung kam erst viel zu spät ins Geschehen, nach ca. 100 Seiten etwa. Und auch dann konnten mich die Entwicklungen sowohl in Gegenwart als auch in der Vergangenheit nicht überzeugen. Die Charaktere sind merkwürdig verschwommen, irgendwie nicht faßbar, handeln mal so, mal so, nicht zielgerichtet. Weder Laura, noch Andrea (Andy) sind mir sympathisch, zumal Andy mit ihren 31 Jahren sehr lasch und ohne Antrieb durch ihr Leben driftete. Warum? Ich konnte es mir nicht erklären bei der erfolgreichen Mutter.

    Zum Ende hin löst sich alles mit einer Dynamik wie aus dem Nichts auf. Die Handlungsstränge führen zusammen. Doch der Knalleffekt bleibt aus.

    Meine Enttäuschung war groß. Ich werde mich nicht unbedingt bei dem Überangebot an guten Autoren dieses Genres nach weiteren Werken von Slaughter umsehen!

    Von mir 2 von 5 Sternen!



  18. Cover des Buches Todesrosen (ISBN: 9783404163458)
    Arnaldur Indriðason

    Todesrosen

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962
    Der Autor Arnaldur Indridason führt uns mit seinem Krimi
    in die Drogenszene von Island. Was treibt die jungen Leute
    in diese Perspektivlosigkeit. Die Fragen stellt sich Kommissar
    Erlendur Sveindsson, denn seine Tochter befindet sich seit Jahren in
    diesem Sumpf. Seinem Sohn geht es ähnlich, er ist dem Alkohol
    verfallen. Hatte er das Thema immer erfolgreich verdrängen können, so kommt es nun mit geballter Ladung.

    In Reykjavik wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die auf
    einem Grab aufgebahrt liegt. Es ist die Grabstätte des isländischen
    Freiheitskämpfer Jon Sigurosson. Allerdings ist die Tote eine
    Drogenabhängige gewesen, die sich auch mit Prostitution verdingte.
    Niemand vermisst sie, die Polizei tappt im Dunkeln bei der Aufklärung. Mühselige Recherche beginnt um zu erfahren, woher sie stammte. Island zählt ja eher zu eines der friedlicheren Länder, mit einer geringen Bevölkerungsdichte. Dann so etwas. 

    Der Autor schreibt glaubhaft und realitätsnah, auch wenn Erlendur und seine Kollegen Oli und Elinborg gegen Windmühlen kämpfen. Auch gibt es hin und wieder amüsante Abschnitte, die den Krimi nicht ganz so düster erscheinen lassen. Dennoch ist es ein ernstes Thema, was hier beleuchtet wird. Ich bin nicht abgeneigt mir bei Gelegenheit wieder einen Krimi aus dieser Reihe vorzunehmen. Der Autor hat mich gut unterhalten und die Spannung kam nicht zu kurz. 4 Sterne, da ich denke es gibt noch bessere aus dieser Reihe. 
  19. Cover des Buches Morgen früh, wenn du willst (ISBN: 9783548613345)
    Tania Carver

    Morgen früh, wenn du willst

     (90)
    Aktuelle Rezension von: mamenu

    Klappentext

    Ein unauffälliges Haus in den Vororten. Innen ein vermeintliches Kinder-Idyll mit pinkfarbenen Tapeten, gelben Schleifchen und einem reich gedeckten Kuchentisch. Es ist wie ein Puppenhaus. Und am Tisch sitzt eine Puppe, in Lebensgröße, mit blonden Zöpfen und in einem rosa Kleidchen. Sie ist blutverschmiert und tot. DI Phil Brennan ist von dem Tatort verstört und noch mehr von der Toten. Sie hatte sich genau diesen Tod gewünscht. Phil bittet seine Frau, Polizei-Profilerin Marina, um Hilfe. Jagen sie einen Einzeltäter, einen »Puppenspieler«? Oder hängen die Morde mit dem Kult zusammen, dem auch einer ihrer Kollegen zu huldigen scheint? 

    Meine Meinung

    Dies ist der fünfte Band, in dem es um Marina Esposito und Phil Brennan geht. Ich habe bis jetzt die Reihe aufmerksam verfolgt. Deshalb finde ich es auch etwas schwierig zu sagen, ob man von Anfang an lesen sollte oder ob man jederzeit einsteigen kann. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten in diese Geschichte rein zu kommen, da es doch einige verschiedene Handlungsstränge gab, wo ich manchmal nicht ganz wusste, wie alles zusammen passt. Doch, war für mich die Spannung gleich von Anfang an da und ich konnte sehr gut mit erleben, wie sich der Mörder in dieser Geschichte bewegt, was ich sehr interessant fand.

    Ich fand die kurzen Kapitel in dieser Geschichte sehr gut, da hierdurch die Spannung immer wieder aufgebaut wurde und ich musste unbedingt wissen, wie es weiter geht. Schon in den ersten Büchern um dieses Reihe finde ich, das es teilweise nichts für schwache Nerven ist. Auch in dieser Geschichte fand ich einige Beschreibungen doch schon sehr Hart, aber das sollte man beim Thriller auch erwarten. Wie immer sind die einzelnen Charakteren gut ausgearbeitet und ich konnte ihnen alle gut folgen. Auch wenn ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte, haben sich die einzelnen Handlungsstränge nach und nach gut zusammen gefügt.

     

  20. Cover des Buches Die Musik der Wale (ISBN: 9783548605944)
    Wally Lamb

    Die Musik der Wale

     (218)
    Aktuelle Rezension von: katermurr
    Ich hab das Buch vor ca 2 Jahren gelesen und kann mich nur an ganz wenige Details erinnern (das ist bei mir normal). Auf jeden Fall aber erinnere ich, dass ich das Buch wirklich lesenswert fand und es weiterempfehle an Leute, die gerne mäßig spannende, aber kurzweilig und lebensnah geschriebene Romane "wie sie das Leben so schreibt" lesen.
  21. Cover des Buches Blind (ISBN: 9783734106200)
    Christine Brand

    Blind

     (144)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Mit diesem Satz beginnt die Geschichte – und mit ihm endet sie auch. Dazwischen liegen allerdings fast dreißig Jahre und eine über 400 Seiten lange atemberaubende Geschichte.

    Der blinde Nathaniel hat die App „Bee my Eyes“ auf dem Smartphone. Hier gibt es anonyme Hilfe von Personen, die sich in seiner Nähe befinden und eben „seine Augen“ sein können. Nathaniel weiß nicht genau, welches Hemd sein blaues ist – und er wird mit Carole verbunden.  Während er noch mit ihr spricht, hört er plötzlich einen Schrei, ein Rumpeln, seltsame Geräusche – und dann ist die Verbindung weg….

    ER ist sich sicher: dieser Frau ist etwas Schreckliches zugestoßen. Aber wie soll er das denn beweisen? Niemand glaubt ihm, und außer seiner Freundin Milla – einer Reporterin – hilft ihm auch niemand. Und diese zuerst auch nur zweifelnd.…

    Due Autorin hat eine großartige Story super spannend umgesetzt. Nach und nach erfährt man auch, was es mit der Blindheit von Nathaniel auf sich hat, wie er sich ab- und bemüht und trotz aller Widerstände nicht davon ablassen kann, nach Carole zu suchen. Der Leser wiederum erlebt Carole, die wohl wohl wirklich gefangen ist – aber er erfährt genauso wenig, wo, weshalb und warum.

    Wie gesagt, Christine Brand hat diese Geschichte genial angelegt mit vielen Fähren, Ungewissheiten, Gänsehaut Feeling -und vor allem: sie hat es meisterhaft verstanden, all das auch wieder so zusammen zu setzen, dass kaum Fragen offen blieben.

    Es ist schon sehr lange her, dass es mich bei einem Buch zum Ende hin kalt überrieselte und ich vor Spannung kaum mehr atmen konnten. Vor allem aber MUSSTE ich das Buch auch in dieser Nacht noch zu Ende lesen – etwas anderes wäre undenkbar für mich gewesen.

  22. Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)
    Chloe Benjamin

    Die Unsterblichen

     (176)
    Aktuelle Rezension von: Ava_lon

    Inhalt

    Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis?

    Cover

    Das Cover ist ein Traum – ist es der Baum des Lebens und welche Blattfarbe gehört zu wem. Das Cover steht für die Schönheit einer Pflanze, für die Vielfalt, für Wachstum und auch für die Vergänglichkeit. Für mich eine gelungen bildliche Metapher.

    Ein Wort vorneweg

    Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt. 

    Mein Eindruck

    Ein spannendes Thema, welches mich ungemein gereizt hat. Tolle Bilder produzierten sich sofort in meinem Kopf, loteten jeden kleinsten Winkel aus und am Ende steht ein großes Fragezeichen. Würde ich es wirklich wissen wollen? Vielleich gibt mir der Inhalt des Buches, die Geschichte der vier Kinder ja einen Hinweis darauf, ob es Sinn macht den eigenen Todestag zu kennen. 

    Hier nun geht es um 4 Kinder die ihren Todestag erfahren haben und jedes Kind entwickelt seine eigene Strategie, um zu leben.

    Die Autorin widmet jedem einzelnen Kind / Erwachsenen einen Leseabschnitt, in dem es nur um ihn / um sie geht. Die Reihenfolge ergibt sich aus den Zeiträumen des Lebens.

    Zunächst geht es um den jüngsten der Geschwister Gold, um Simon. Ein draufgängerischer Jugendlicher der sich mutig ins Leben stürzt. Mit gerade 16 Jahren macht er sich auf nach San Francisco, in seinen persönlichen Garten Eden, denn hier kann er das Ausleben, was in seiner Heimat, in seiner Religiosität nicht denkbar ist. Simon verkörpert den Leichtsinn der Jugend, den Glauben an die Unsterblichkeit und tobt sich regelrecht aus. Die Autorin zeigt hier nicht nur den Glauben der Jugend an unendliche Stärke oder der Furchtlosigkeit, sondern zeigt auch die Freude am Leben. Simon weiß um sein Zeitfenster und er lebt drauflos, als ob es keinen Morgen geben würde. Zeitgleich spiegelt er auch den Geist der damaligen Zeit – die Freiheit in der sexuellen Selbstbestimmung, das Ausleben der Homosexualität. Am Ende steht Aids. Letztlich bleibt ein Stück weit offen, ob Simon tatsächlich seinen frühen Tod vor Augen hatte, oder ob er einfach exzessiv leben wollte, als er die Chance dazu bekam. 

    Auch seine Schwester Klara lebt mit dem Gedanken an ihren Todeszeitpunkt und hat ebenfalls eine Tendenz zur Furchtlosigkeit. Mutig geht sie ihren Weg als freiberufliche Magierin. Sie möchte ein Stück der Magie in die Welt bringen und trainiert hart an ihren Tricks. Als Vorbild sieht sie ihre Großmutter, die ebenfalls diese Freiheit als Frau ausgelebt hat. Sie lernt einen Mann kennen und gerät zunehmend weg von der Magie des Augenblicks, hin zu einer professionellen Künstlerin. Nur sie selbst fühlt sich unwohl und verfällt zunehmend in tiefe Depressionen. Auch ihre Liebe zu ihrem Kind kann sie nicht aus diesem Blues befreien. Wieder spielt die Autorin mit dem Zeitgeist und es ist schwer zu sagen, welches Phänomen hat den Ausschlag gegeben zum Zeitpunkt des Todes. Waren es die Schuldgefühle ihrem jüngeren Bruder gegenüber, war es ihr Wissen um ihre ganz persönliche Magie oder war es der Druck von Las Vegas und der Showtime in Perfektion.

    Der dritte der Goldgeschwister, Daniel ein Arzt bei der Army beginnt erst zum vermeintlichen Ende seines Lebens hin, sich genau diese Fragen zu stellen. Das Wissen um den Todestag holt ihn ein. Obwohl er ihn verdrängt hat, hat dieses Wissen Einfluss genommen. Er möchte, dass die Wahrsagerin Rechenschaft ablegt, die Last seiner Scham und seiner Schuldgefühle auf ihre Schultern nimmt. Er glaubt, dass sie diejenige ist die das Drama in die Familie Gold gebracht hat. Wie schon zuvor spielt auch hier die Autorin mit dem Zeitgeschehen, der dritte Golfkrieg der zahlreiche militärische Kämpfer brauchte und Daniel, der die Freiwilligen aussortierte und als ungeeignet einstufte. Seine Suspendierung trifft ihn hart, er verliert die Sicherheit eines Armee Angestellten und beginnt sein Leben zu hinterfragen.

    Auch die Vierte im Bunde Varya kämpft gegen dieses Wissen, gegen die eigene Sterblichkeit an. Sie verweigert sich dem tatsächlichen Leben und umgibt sich mit einer meterdicken Eis Mauer. Die Frage die sich zwangsläufig stellt ist, kann sie mit dieser Strategie tatsächlich überleben.

    Es sind vier spannende Lebensläufe, eine Forscherin, ein Arzt, eine Zauberkünstlerin und ein Tänzer – alle sehr unterschiedlich und doch gehören sie zusammen. Sie sind eine Familie.

    Fazit

    Es ist eine Erzählung die die Spannung des Themas in sich trägt. Es wird nichts gepuscht, es wird nichts beschönigt und es wirkt dadurch sehr real. Es ist ein Buch, welches sich aus meiner Sicht gut lesen lässt und zu sehr vielen Gedanken anregt.

    Die Prophezeiung hat sich auf die Entwicklung von allen vier Geschwistern und deren Lebenswege ausgewirkt. Besonders die Sprachlosigkeit darüber führt zu einer Ausweglosigkeit und gewissen Selbsterfüllung. Nur die Öffnung nach außen und die Integration in das Leben könnten letztlich den Bann brechen.

    Aber der Glaube versetzt Berge – selbst eine gutgemeinte Prophezeiung kann für den Einzelnen eine Tragödie bedeuten. 

    Ein tolles Buch.

  23. Cover des Buches Die Mutter (ISBN: 9783499257070)
    Petra Hammesfahr

    Die Mutter

     (132)
    Aktuelle Rezension von: kathibesos
    Zu Beginn las sich das Buch sehr flüssig, ich konnte mich ziemlich gut in das Leben der Familie Zardiss auf ihrem neu erworbenen Bauernhof hineinversetzen. Man kannte ja die kurze Inhaltsangabe auf dem Cover und ich dachte mir von gelesener Seite zu gelesener Seite: Wann passiert es? Es war spannend. Bis zu dem Zeitpunkt als Rena dann verschwunden war. Danach zog sich der Roman nur so hin. Ich kam mit den einzelnen Theorien der Angehörigen zum Verschwinden von Rena nicht mehr so ganz mit. Das einzige Ergreifende war dann mal, dass durch das Tagebuch von Rena herauskam, dass sie kein Wunschkind war und Renas Vater anscheinend eine Affäre mit einer Patientin hatte... Zu guter Letzt dann das offene Ende bezüglich Renas Verschwunden. Total unpassend, wenn man die Inhaltsangabe auf dem Cover berücksichtigt. Der Roman hat mit jeder Seite einfach abgebaut.
  24. Cover des Buches Alles auf Anfang (ISBN: 9783453408937)
    David Benioff

    Alles auf Anfang

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wunderbar beschriebene und dabei höchst unterschiedliche Charaktere in Kurzgeschichten, die zwar nett zu lesen sind, aber nicht sonderlich lange nachhaltig in Erinnerung verbleiben werden.

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