Bücher mit dem Tag "aids"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aids" gekennzeichnet haben.

268 Bücher

  1. Cover des Buches Bevor ich sterbe (ISBN: 9783570306741)
    Jenny Downham

    Bevor ich sterbe

     (1.909)
    Aktuelle Rezension von: alexandra_bartek

    Als ich den Klapptext gelesen hatte dachte ich mir coole story. Als ich anfing zu Lesen wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Thess ist mir gleich zu anfang durch ihre sarkastische und für mich unreife Art auf die Nerven gegangen. Sie tritt die Leute mit füßen die für sie da sind und ihr bei stehen bei den Untersuchungen etc. Sie will ihre bucket liste bevor sie stirbt abarbeiten, ihre noch unsympatischere Freundin Zoey will ihr dabei helfen, dabei scheint sie nur zu Kiffen oder auf irgenwelche Partys zu gehen. Es kommt wie es kommen muss und Zoey wird ihr lebensstiel zum verhängnis. 

    Was auch richtig fürchterlich war waren die Zeitsprünge, die habe ich nie nachvollziehen können. Das einzige Posetive an diesem Buch war Adam der ihr Freund wird und ihr Bruder Cal der einfach irgendwie knuffig war. 

    Adam ist der Nachbarsjunge der für seine Mutter den Garten neu gestaltet. Sie lernen sich kennen und auch ihm erzählt sie von ihrer Liste. Auch Adam hilft ihr bei der Liste und dabei kommen die beiden sich näher. Als Liebe im Spiel ist nimmt sie ihm ein versprechen ab das ich einfach unmöglich finde. Und mir ehrlich gesagt Tessa in so ein abseits geschoben hat das ich beim lesen stellenweiße dachte gott kann das jetzt mal enden?

    im großen und ganzen hab ich mich eher druch das Buch gequält, und immer auf das gehofft das noch was passiert. Das Buch ist nicht komolett schlecht nur ich bin einfach nicht warm geworden mit einigen Personen und wenn über 50% der Personen unsympatisch sind ist es eben schwer was gutes zu sagen darüber.

    3 Sterne für bevor ich sterbe.

  2. Cover des Buches Flugangst 7A (ISBN: 9783426510193)
    Sebastian Fitzek

    Flugangst 7A

     (1.279)
    Aktuelle Rezension von: Levus

    Die Spannung wird langsam aber stetig aufgebaut. Die vielen kleinen Cliffhanger treiben einen teilweise atemlos durch die kurzen Kapitel. Wieder mal begeistert Fitzek mit Angst und Schrecken. Dabei nimmt die Geschichte immer wieder überraschende Wendungen bis zum Schluss. — Hat mir sehr gefallen!

  3. Cover des Buches Final Cut (ISBN: 9783404166879)
    Veit Etzold

    Final Cut

     (591)
    Aktuelle Rezension von: Read1ngl0ver

    Handlung:
    Clara Vidalis erhält am Todestag ihrer Schwester einen an sie adressieren Brief. Darin befindet sich eine CD mit einen Film, mit der Ankündigung eines Mordes. Das Ermittlerteam rund um Clara findet daraufhin mumifizierte Leichen, die niemand vermisst hat. Junge Menschen, mit Freunden, seit mehreren Monaten tot. Das Team tappt im Dunkeln, aber eine Frage beschäftigt Clara am meisten: Warum war der Brief ausgerechnet an sie adressiert!?


    Charaktere:
    Clara Vidalis, eine Frau, die früh ihre jüngere Schwester durch ein Verbrechen verloren hat und daraufhin eine Karriere bei der Polizei gemacht hat und nun in der Einheit für "Das schlimmste vom schlimmsten" arbeitet. Selbstbestrafung oder von Rachegfühlen getrieben!? Was trieb sie an? Ich sage beides. Clara macht trotz ihres Jobs einen verletzlich Eindruck und man fragt sich, wie sie es aushält, diese schrecklichen Dinge Tag für Tag mitzuerleben. Auf der anderen Seite wird klar, dass sie das Meiste zu sagen hat, auch wenn sie nicht die Vorgesetzte des Teams ist. Aufgrund ihrer Erfolgsquote wird sie aber durch ihren direkten Chef unterstützt.
    Dieser setzt voll auf sie und drückt auch schon mal ein Auge zu.

    Der Täter wiederum spiegelt das bekannte Bild wider. Nach dem Verlust der Eltern, ein Leben im Heim. Dort missbraucht und von niemanden geholfen bekommen. Selbst die eigene Schwester entfernt sich von ihm mit schwerwiegenden Folgen. Geplagt von Reue taucht er unter indem er seinen Tod vortäuscht und wartet darauf sich zu rächen und die Tat an seiner Schwester wieder gut zu machen. Hierzu dient ihm eine mittelalterliche Hexengeschichte. Getrieben von Reue setzt er seinen Plan sehr geschickt in die Tat um.

    Story:
    Die gesamte Story wird in mehrere Stränge unterteilt und in kurzen Kapiteln erzählt. Rückblicke und Gegenwart sind gerade am Anfang mit der Vielzahl der Personen etwas verwirrend, ändert sich aber schnell. Täter, Ermittler, Gegenwart und Vergangenheit sind dann klar voneinander trennbar. Es ist durchweg flüssig zu lesen.
    Der Inhalt an sich ist immer noch aktuell und es wird sehr deutlich, was heutzutage absolut zutrifft: 'wer online lebt, lebt auch in der Realität.' Mag man zumindest glauben. Diese Thematik wirft Entsetzen beim Leser auf, trifft aber absolut zu.
    Auch die in der Story erfundene Serie Shebay zeigt den Sittenverfall der Gesellschaft und das stetig weniger anspruchsvollen TV-Formate. Immer mehr, immer krasser prägt auch schon hier den Hintergrund der Geschichte.

    Fazit:
    Etzold trifft hier auf jeden Fall Themen, die durch Social Media und das Internet die Gesellschaft in den letzten Jahren verändert haben und verändern wird. Zudem hat er eine raffinierte Geschichte gespannt, die sich gut lesen lässt und für Thriller-Fans eine gute Wahl.

  4. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.269)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Sind wir doch mal ehrlich zueinander: Wann haben wir jemals einem Drogenabhängigen an einem dieser prikanten Orte in jeder Stadt geredet oder gar mit ihnen gesprochen? Ich schätze, die Antwort der Meisten ist „Nie“. Sie sind die „Ekligen“, „Verdorbenen“ oder das perfekte schlechte Beispiel für Kinder. So skurill ist es doch, dass eine Geschichte von einer davon deutschlandweit berühmt werden sollte.

    Das Buch zeigt klar und deutlich, wie einfach es ist, das Jugendliche in den Ausweg der Drogen fallen. Klar, die Gegebenheiten dafür waren in Gropiusstadt, ein Teil West-Berlins, optimal: Es wurde nichts für Kinder getan, die Ignoranz gegenüber Drogen war groß und die Polizei wie auch das Jugendamt waren völlig überfordert mit der Situation, als das Heroinproblem auftrat. Christiane erzählt eine Geschichte, die beinahe jeder der im Buch benannten Personen so ähnlich erzählen könnte. Gepaart mit der fast schon romantischen Liebesgeschichte zwischen Detlef und Christiane, welche letzlich doch nur eine Liebe zu den Drogen darstellte, ergibt sich eine Biographie, welche realer und zeitlich passender nicht sein könnte.

  5. Cover des Buches Dem Ozean so nah (ISBN: 9783499290886)
    Jessica Koch

    Dem Ozean so nah

     (149)
    Aktuelle Rezension von: nadinekmps

    Ich war von der ersten Sekunde an gefesselt. Der erste Teil der Reihe gefällt mir am Meisten. Man bekommt am meisten Infos. Ich habe zuerst das Buch gelesen und danach erst den Film geschaut und ich finde das war das beste was man machen konnte. Ich finde die Geschichte einfach so krass, tut mir leid für den Ausdruck. Es geht um körperliche, psychische und physische Gewalt, also gilt meiner Meinung nach eine Trigger-Warnung. Noch erschreckender fande ich, als ich herausgefunden habe, dass die Autorin auch gleichzeitig die Hauptperson in dem Buch ist.

  6. Cover des Buches Ein unmögliches Leben (ISBN: 9783100278272)
    Andrew Sean Greer

    Ein unmögliches Leben

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Scheherazade

    Greta Wells lebt 1985 und hat gerade ihren Bruder verloren. Eine spezielle Behandlung schickt sie auf eine Reise der besonderen Art. Nämlich auf eine Zeitreise, bei der sie in alternativen Versionen ihres Lebens landet. So findet sie sich in 1918 und 1941 wieder. In jeder Epoche trifft sie die Menschen wieder, die ihr wichtig sind, ihre Liebe, ihren Zwillingsbruder, den Geliebten, ihre Tante Ruth. Aber jede Zeit ist anders und so sind auch die Menschen, die in ihr Leben nicht immer gleich. Es gibt verschiedene Träume, andere Tode und Greta ist in jedem Leben eine andere, aber welche Greta möchte sie wirklich sein?

    Die Story an sich fand ich großartig. Der Aufbau war wirklich interessant. So ist die Geschichte in Tagen aufgeteilt und Grete erlebt wirklich wichtige Ereignisse der Weltgeschichte, die aber unterschiedlicher nicht sein können. In der einen Zeit das Ende eines Krieges und in der anderen den Anfang. Auch sind die Lebensgeschichten der einzelnen Protagonisten an die Zeiten angepasste, was ich sehr überzeugend fand.

    Weniger überzeugen fand ich den Grund für Gretas Zeitreisen. Sie litt an einer Depression und bekam Behandlungen. Allerdings hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, diese Depression war nur Mittel zum Zweck. Ich habe schon einige Bücher mit depressiven Protagonisten gelesen und so wie Greta, ihr Leben und ihre Handlungen hier beschrieben werden, passt es für mich nicht zu einer depressiven Person. Deshalb war Greta mir anfangs auch nicht sehr sympathisch. Da die Depression aber irgendwann auch gar nicht mehr erwähnt wurde (obwohl sie natürlich noch Behandlungen dagegen bekam), störte es mich im Laufe des Buches weniger.

    Den Erzählstil fand ich zu Anfang wirklich schrecklich und ich wusste nicht, ob ich das Buch zu Ende lesen würde. Für mich war es einfach zu überladen mit Bildern und wahnsinnig kitschig.

    Ein Beispiel: „…, wenn meine kleine Gasse alle Farben gegen Blau tauschte und im Westen der helle, lavendel zerfließende Sonnenuntergang über dem Hudson stand.“ (S. 26) Aber zum Glück wurde dieser Kitsch mit der Zeit weniger.

    Insgesamt ein Buch, dessen Geschichte ich eigentlich sehr interessant fand, bei dem mich der Erzählstil allerdings nicht überzeugt hat. Deshalb gibt es 3 Sterne von mir.

  7. Cover des Buches Die Optimisten (ISBN: 9783961610778)
    Rebecca Makkai

    Die Optimisten

     (53)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29

    Im Endeffekt geht es in diesem Buch um schwule Männer in Chicago, (um 1985) die an AIDS erkranken und daran sterben und wie das soziale Umfeld (in dem Fall Fiona) mit diesen Verlusten umgeht.

    Für mich war die Geschichte, die in Chicago spielt toll geschrieben. Die Männer werden sehr liebevoll und berürhend beschrieben, so dass man sie als Leser richtig lieb gewinnt. Sie wurden für einen richtige Freunde, mit denen man sich mitfühlt und trauert.

    Als Gegenpol spielt der andere Teil in Paris. Fiona, die ihren Bruder in den 1980 er Jahren verloren hatte und eine Schlüsselfigut und Maskottchen, der schwulen Szene in Chicago, sucht ihre Tocher, Claire. Diese hat den Kontakt zu Fiona abgebrochen und ist in eine Sekte abgetaucht und hat sich dann mit ihrem damaligen Freund daraus befreit.

    Für mich schrappte die Geschichte knapp an Trash/ Schmonzette und Melodramatik vorbei. Sie war wirklich sehr langatmig geschrieben, so dass ich 200 Seiten vorgeblättert habe, um festzustellen, dass ich nicht sehr viel verpasst habe.

    Was für mich ein wirklicher Pluspunkt war, dass die Figuren, die in Chicago spielten, "echt" waren. Sie lebten, sie berührten mich. Ich wollte auf einmal total viel über die Entwicklung der Krankheit AIDS erfahren. Und ihr Lebens- und Leidensweg hat mich zu Tränen berührt. Ich habe als Leser gemerkt, dass die Autorin wirklich etwas zu sagen hat und dass das ihr Thema ist/ war.

    Ein wirklich lesenswertes Buch!



  8. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (132)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Mal wieder ein Epos von Irving, gute 700 Seiten, und mal wieder schafft er es, eine ganz eigene umfassende Welt aufzubauen. Hier die Welt von des bisexuellen William „Billy“ Abbott, den wir aus seinen Jugendjahren bis ins Pensionsalter, aus den 60ern in Neuengland bis ins Heute. Ich hab lange gebraucht für den Roman, das hat diverse Gründe. Einer ist in der privaten Freizeit gelegen, weil einfach weniger Freiräume waren und andere Dinge wichtig waren, der andere ist, dass es Irving hier in meinen Augen weniger geschafft hat, mich in seine Welt zu ziehen als bei anderen Werken. Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Buch: Geschrieben vor zehn Jahren trifft es aktuell voll in die Debatte um Gendern und sexuelle Identitäten. Wir nähern uns Billy und vielen anderen Menschen seines Umfeldes intensiv und bekommen erst so einen Einblick und ein Gefühl dafür, wie ein Leben für Menschen mit einer nicht heteronormativen Sexualität viele Jahre lang ausgesehen hat und immer noch aussieht. Das ist bemerkenswert, tiefgründig, nah und erhellend. Lange bin ich geschwankt, ob ich hier 3 oder 4 Sterne vergeben soll, literarisch gefühlt eher drei, aber der Nachhall des Buchs macht dann doch eine vier.

  9. Cover des Buches Sag den Wölfen, ich bin zu Hause (ISBN: 9783961610563)
    Carol Rifka Brunt

    Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Martina_Blubie_Weiss

    Die Geschichte der 14jährigen June, die ihren an AIDS erkrankten Onkel verliert, entführt uns nach New York 1987. Eine Zeit, in der AIDS als Schreckgespenst die Menschen erschütterte und sich noch viele Missverständnisse darum rankten.
    June wächst zusammen mit ihrer talentierten zwei Jahre älteren Schwester und ihren berufstätigen Eltern in einem Vorort New Yorks auf. Onkel Finn, Mutters jüngerer Bruder, ist Künstler, schillernd und großartig, Junes Patenonkel, für den sie vielleicht ein bisschen zuviele Gefühle hegt. Seine Homosexualität, das AIDS-Virus und vor allem sein langjähriger Lebenspartner Toby sind Tabuthemen der Familie.
    Für June ist der Tod ihres geliebten Onkels eine Katastrophe, die sie kaum überwinden kann... und dann lernt sie Toby kennen, mit dem sie nicht nur die Trauer um Finn teilt.

    Es ist eine ruhige und einfühlsame Geschichte, in der man sich an manchen Stellen allzuoft wiederfindet, nicht nur, wenn man ebenfalls seine Teenagerzeit in den 80er Jahren hatte. Das Buch handelt von Rivalität unter Geschwistern, diese Hass-Liebe, wie man sie oft nur unter Geschwistern findet. Es handelt von den dramatischen Gefühlen, wie man sie nur als Teenager empfinden kann, von Eifersucht, überbordender Liebe, vom Sterben, vom Verzeihen und von Selbstreflektion.
    Was mich stark beeindruckt hat: die Autorin schafft es, ohne Holzhammermethode, die Vibes der 80er Jahre aufleben zu lassen und sie hat ein wunderbares Gespür für die Gefühle, die Teenager umtreibt - wenn sie zwischen Kindheit und Erwachsenwerden stehen. June kam für mich sehr authentisch rüber.
    Die Geschichte hat mich immer wieder sehr berührt und manchmal hätte ich gerne eingegriffen, Dinge besser gemacht, den Protagonisten geholfen, früher zueinander zu finden... mit einem Wort: ich habe mitgelebt in diesem wunderbar erzählten Roman, der von Frauke Brodd großartige ins Deutsche übersetzt wurde.

  10. Cover des Buches Blind (ISBN: 9783734106200)
    Christine Brand

    Blind

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Nathaniel Brenner ist einziger Überlebender einer Familientragödie in seiner Kindheit und seither blind. Deshalb sind seine anderen Sinne geschärft. Um alleine, nur mit seiner Blindenführhündin Alisha leben zu können, bedient er sich verschiedener elektronischer Helferleins wie der App „be my eyes“. Als er mit einer Carole telefoniert, hört er ihren Schrei, ein Gepolter und dann ist Funkstille. Nathaniel, der feine Nuancen in der Stimme unterscheiden kann, ist überzeugt, dass Carole einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Doch niemand glaubt ihm und die Polizei ist mit einem anderen weitreichendem Verbrechen konfrontiert. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, versucht er Carole ausfindig zu machen. Was er nicht ahnt ist, dass es hier um Leben und Tod gehen wird. 

    In einem scheinbar zusammenhanglosen zweiten Handlungsstrang ermittelt die Polizei in einer mysteriösen Häufung von HIV-Infektionen in einem Krankenhaus.  

    Wie hängen diese beiden Handlungsstränge zusammen? Hängen sie überhaupt zusammen? 

    Meine Meinung: 

    Schon der Einstieg mit dem Prolog ist spannend. Doch lange gibt es keine Verbindung zu den aktuellen Handlungssträngen, bis ja bis der sprichwörtliche Groschen fällt. 

    Die Autorin versteht es zum einen den Alltag blinder Menschen authentisch darzustellen und andererseits durch zahlreiche Sackgassen und Wendungen einen hohen Spannungsbogen zu erzeugen. Ich habe das Buch mit knapp 450 Seiten in einer Nacht gelesen. Die Augenringe am nächsten Morgen habe ich bewusst in Kauf genommen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Sache ausgeht. 

    Die Charaktere sind sehr gut angelegt. Kurz hat mich irritiert, dass neben Nathaniel noch jemand anders adoptiert worden ist. Ein Hauch von zu viel Zufall? 

    Eigentlich bin ich ja nicht wirklich ein Thriller-Fan, doch dieser hat mir sehr gut gefallen.  

    Fazit:

    Ein komplexer Krimi, der zahlreiche menschliche Abgründe aber auch persönliche Tragödien offenlegt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

     

  11. Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)
    Chloe Benjamin

    Die Unsterblichen

     (211)
    Aktuelle Rezension von: porte-bonheur

    Eine Vorstellung neuer Bücher in der Buchhandlung und der Klappentext veranlassten mich zum Kauf, auch weil wir uns in der jugend-Clique genau diese Fragen gestellt hatten: will man seinen eigenen Todestag vorab wissen und was würde das mit einem machen?

    Im heißen Sommer New Yorks 1969 suchen die vier Geschwister Gold eine Wahrsagerin auf, die ihnen im Einzelgespräch jeweils den eigenen Todestag vorraussagt. Obwohl sie sich ausgezeichnet verstehen und sonst immer zueinander halten, sagen sie es sich nicht gegenseitig. Das Wissen um ihren Tag verändert sie aber vom ersten Moment an und damit entwickelt sich die Geschichte. Die nächsten Abschnitte sind dann einzeln den Lebensgeschichten der vier Geschwister gewidmet.

    Simon und Klara ziehen nach San Francisco und entdecken ihre Lebenswelten, Simon sein Schwulsein, den Tanz und die Musik und Klara die Zauberei, ihr Talent, Menschen auch wirklich zu verzaubern. Daniel wird Arzt bei der Army und entdeckt, dass Verantwortungsbewusstsein in dieser Struktur einer Karriere im Weg steht. Und Varya versucht als Forscherin dem Grund des Alterns auf die Spur zu kommen und diesem gegenzuwirken.

    Aufbau und Erzählstruktur haben mich nicht immer überzeugt und doch hat mich das Buch stark mitgenommen, bin ich völlig in die erzählten Geschichten der vier Geschwister eingetaucht und tief bewegt zurückgeblieben. Und das ist es doch, was gute Literatur leisten soll, oder? Es ist gar nicht so sehr die Frage, ob ich mein "Datum" auch gerne wüsste, eher hat mich das Leben wieder einmal selbst beschäftigt. Was ist das, dieses Leben? Wozu bin ich berufen und lebe ich richtig? Lebe ich gut? Nutze ich meine Zeit? Und wäre ich zufrieden, wäre ich erfüllt,wenn ich heute sterben würde?

    Ja, in den Schicksalen der vier Geschister stecken auch Klischees. Gleich zu Beginn etwa, wenn Simon mit seiner Schwester nach San Francisco zieht und in die Schwulen-Szene eintaucht und darüber komplett seine Verbindungen zur Familie abbricht. Die Autorin schafft es aber, auch diesen Erzählstrang glaubwürdig und zutiefst menschlich zu machen, indem sie Simon die große Liebe entdecken lässt und diesen Robert so ganz anders handeln lässt. Und auch wenn Klara früh stirbt - wieder so ein Klischee: die Künstlerin, die an sich selbst verzweifelt und dem Alkohol verfällt - sie lässt eine Tochter zurück, die sich zur starken Frau entwickelt, früh ihren Weg weiß und diesen auch konsequent geht.

    Das klingt jetzt alles sehr dramatisch, ist es auch, wird aber in völliger Ruhe erzählt, selbst die aufwiegelnden, spannungsgeladenen Momente regen den Leser nicht auf, nehmen ihn aber emotional sicher stark mit. Er weiß: das ist es das Leben und es ist eben immer die Frage, wie man es nimmt, wie man selbst dazu steht - und nur das ist entscheidend. Auch wenn nach dem Tod über einen erzählt und geschrieben wird, es ist doch das eigene Leben, das dann zuende ist.

    Für mich ein ganz starkes Buch, das noch lange in mir nachklingen wird und die Charaktere tief in mir eingegraben hat.


  12. Cover des Buches The Heart's Invisible Furies (ISBN: 9780857523488)
    John Boyne

    The Heart's Invisible Furies

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset
    „When was the exact moment that I might have found some courage and for once in my life done the right thing?“ (Quotation page 341)

    Content:
    In 1945, sixteen years old Catherine Goggin gets pregnant. As she refuses to name the father of the child to the Catholic priest during Mass, she has to immediately leave her home village Goleen and goes to Dublin. After birth, she gives her baby to a nun who has found parents with money and status for the child, that adopt the boy, calling him Cyrus. He first meets Julian Woodbead in 1952, when he is seven years old. In 1959, they meet again as roommates at Belvedere College. He adores Julian but there are also strange feelings, which he thinks to be just some sentimental misinterpretation of a fourteen years old. However, neglecting the truth leads to many years of hiding his secret, misunderstandings, travelling, until he finds his identity and place in life …

    Theme and genre:
    This epic novel could also be a biography. Main theme is homosexuality in the years where it still was forbidden, especially in Ireland under the pressure of the very strict rules of the Catholic Church and society. Another topic is AIDS in a time when people believed that only gay people could get it. The story of Cyril is also about friendship, compassion and how a lie can have big consequences.

    Characters:
    Cyril, the main protagonist, tries to hide his feelings for Julian and his sexual orientation and it takes him many years to accept, who he is. Sometimes the situation makes him weak, deeply hurting other persons instead of just telling the truth. On the other hand, destiny bringst some twists and hazards into his life which are not his fault and which he has to handle. Therefore he remains likeable to the reader. This novel is full of interesting characters, their friendship, their struggles and especially the short scenes when Cyril and his real mother meet during the years without knowing who they are, are touching.

    Plot and writing:
    The novel is written like a biography, with Cyril as the first person narrative. He tells the story of his life in chronological order, beginning with the story of his birth 1945, which his mother many years later had told him, until 2015. There are many twists, changes of location that make the book gripping to read, very interesting how some of the characters in different times come into the story again. John Boyne shows a great feeling for the language and a fantastic ability of plot building.

    Conclusion:
    A gripping, heartwarming but also entertaining story, that gives the reader every feeling between laughing and crying.

    Fazit:
    Vom der ersten Begegnung an, damals war er gerade sieben Jahre alt, fühlt sich Cyril Avery zum selbstsicheren, witzigen Julian hingezogen. Als Teenager hält er es nach wie vor für eine komische Schwärmerei und es beginnt für ihn ein Leben aus Schweigen und teilweise Angst, denn für das streng katholische Irland galt die gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung lange Zeit als etwas, das es nicht geben durfte und daher nicht gab.
    Geschrieben in der Ich-Form, Erzähler ist Cyril Avery, liest sich dieser Roman wie die Biografie eines Lebens, chronologisch erzählt von der Geburt 1945 bis ins Jahr 2015.
    Großartig und gekonnt verwebt der Autor Schicksale, lässt Personen über die Jahre immer wieder Cyrils Leben kreuzen. So trifft er mehrmals seine wirklich Mutter, ohne dass die beiden einander erkenen, da seine Mutter ihn sofort nach der Geburt zur Adoption freigeben musste.
    Das Schicksal hält für Cyril im Auf und Ab seiner Suche nach der eigenen Identität auch schwere Zeiten bereit, dennoch findet der Autor für den Leser das perfekte Gleichgewicht zwischen Lachen und Weinen - ein tief beeindruckendes Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte.

  13. Cover des Buches Die Musik der Wale (ISBN: 9783548605944)
    Wally Lamb

    Die Musik der Wale

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich hab das Buch vor ca 2 Jahren gelesen und kann mich nur an ganz wenige Details erinnern (das ist bei mir normal). Auf jeden Fall aber erinnere ich, dass ich das Buch wirklich lesenswert fand und es weiterempfehle an Leute, die gerne mäßig spannende, aber kurzweilig und lebensnah geschriebene Romane "wie sie das Leben so schreibt" lesen.
  14. Cover des Buches Morgen früh, wenn du willst (ISBN: 9783548613345)
    Tania Carver

    Morgen früh, wenn du willst

     (93)
    Aktuelle Rezension von: JenniS

    „Würdest du dein Leben für einen Traum aufgeben?“

    Ein neuer Fall für DI Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito.
    Neue Stadt, neue Kollegen und neue Fälle.
    Nachdem die beiden im vierten Teil selbst von einem Anschlag betroffen waren, wollen sie einen Neustart wagen.
    Doch auch dort werden sie von Problemen eingeholt und brauchen Hilfe von alten Bekannten.

     

    Der Einstieg in den 5ten Fall von Phil und Marina war ziemlich hart. Ich habe schon so einiges gelesen und möchte von mir behaupten ziemlich abgehärtet zu sein, doch hier habe selbst ich immer öfters das Gesicht verzogen.
    Die Familie ist umgezogen und dadurch kommen viele neue Charaktere auf, wo ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte diese auseinanderzuhalten. Auch habe ich die alten Kollegen wie Anni und Mike teilweise vermisst. (Dies ist auch einfach der Grund für den Abzug.)
    An sich war das Buch, wie bisher alle vorangegangen Teile, unglaublich spannend und ich wollte es kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil lässt viel Platz für eigene Spekulationen offen, welche aber kurze Zeit später wieder zerschlagen werden.
    Ich fand die beiden Handlungsstränge nebeneinander her, mit dem ein oder anderen Berührungspunkt sehr gelungen.

  15. Cover des Buches Die Frau des Zeitreisenden (ISBN: 9783942656689)
    Audrey Niffenegger

    Die Frau des Zeitreisenden

     (4.368)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Das Buch war richtig richtig gut! Wenn man auf Zeitreisend und Kitsch steht, so wie ich. Mit den Zeitsprüngen und Überschneidungen bin ich nicht immer mitgekommen und hab auch oft hin und her geblättert, aber das macht nichts. Der Klappentext hält, was er verspricht! Absolute Leseempfehlung!

  16. Cover des Buches Der Atem des Jägers (ISBN: 9783746630526)
    Deon Meyer

    Der Atem des Jägers

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Auf Empfehlung las ich diesen Thriller (erster Band der Bennie Griessel-Reihe) des südafrikanischen Autors Deon Meyer.

     In „Der Atem des Jägers“ werden drei Protagonisten und drei Handlungsstränge parallel entwickelt: Die Lebensgeschichte der Prostituierten Christine, Arbeit und Leben des alkoholabhängigen Polizei-Inspektors Bennie Griessel und die Tätigkeit von Tholeba, einem ehemaligen Auftragskiller und Angehörigen der Xhosa, der nun als Rächer unterwegs ist, um ungesühnte Verbrechen an Kindern in Selbstjustiz zu verfolgen.

    Griessels Aufgabe ist es, den Mörder, der mit einer traditionellen afrikanischen Waffe mordet, zu finden.

    Alle drei Handlungsstränge werden am Ende zusammengeführt (spannend!) und viele offene Fragen, die sich durch das gesamte Werk ziehen, finden auf den letzten dreißig Seiten die Antwort.

    Schauplatz ist zunächst Kapstadt und im weiteren Verlauf des Thrillers ganz Südafrika.

    Wer, wie ich, mit diesem Land nicht vertraut ist, benötigt hin und wieder eine Karte, um die geografischen Gegebenheiten nachvollziehen zu können.

    Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, die sehr häufig wechselnden Perspektiven zu differenzieren. Die Sprünge, die mehrfach innerhalb der Kapitel stattfinden, sind nicht einmal optisch klar differenziert. Viele Seiten widmen sich zudem den Lebensgeschichten und persönlichen Problemen der Protagonisten. Das geht in der ersten Hälfte eindeutig zu Lasten der Spannung. Die stellte sich für mich erst im letzten Drittel des Buches ein.

    Sprachlich gibt es nichts auszusetzen: Die Beschreibungen sind plastisch, die Protagonisten nehmen vor dem inneren Auge Profil an, ihre Gefühlswelt wird nachvollziehbar geschildert. Auch die Übersetzung (aus dem Englischen, Originalsprache ist aber Afrikaans) ist sehr gelungen und unterstützt den südafrikanischen Eindruck.

    Ich habe hier einen Thriller gelesen, der das moderne Südafrika porträtiert, die verschiedenen Ethnien in den Blick nimmt und immer ganz authentisch bleibt. Auch das Grundthema des Buches ist passend zum Land gewählt und mit einem intelligenten Plot ausgestattet. Durch die Lektüre ist mir Südafrika ein ganzes Stück bekannter geworden.

    Zwar stand ich während der Lektüre kurz vor dem Abbruch, bin aber nun froh, den Thriller beendet zu haben, der seine Stärke erst gegen Ende voll ausspielt. Nun bin ich tatsächlich neugierig, wie sich die Figur des Bennie Griessel in den nachfolgenden Bänden entwickeln wird.

    Von mir gibt es vier Sterne und eine Lese-Empfehlung für alle Thriller-Fans, die ihren Horizont in Richtung Afrika erweitern möchten. Durchhalten wird belohnt!

  17. Cover des Buches Der Verrat (ISBN: 9783426514023)
    Val McDermid

    Der Verrat

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Ewynn

    Der Verrat 

    von Val McDermid


    Es handelt sich um das erste Buch, das ich von Val McDermid lese. Ein "Thriller" nur in Anführungszeichen, denn ich hab schon brisantere Romane gelesen. 

    Durch den Klappentext hatte ich eine andere Erwartung an die Geschichte. Der "Abstecher" in die Vergangenheit nahm sehr viel mehr Raum ein als vermutet und nahm gleich zu Beginn die Spannung aus der Geschichte. Die Vorgeschichte fand ich zunehmend interessant, und auch wichtig für das Verstädnis, aber unpassend für einen Thriller. 

    Wenn ich diesen Aspekt einmal bei Seite lasse, fand ich das Buch ausgezeichnet. Hervorragend geschrieben, insbesondere das Rätsel um den Entführer bzw. Verräter, wie der Titel ja schon erahnen lässt ... 

    Auch der Einblick in das Leben einer Ghostwriterin und die Freundschaft mit einer Prominenten war sehr interessant. Mir gefielen (falt alle) Rollen, die jeder etwas Besonderes hatte, und deren Entwicklung ich sehr interessant fand. Nick Nicolaides entpuppte sich als mein Lieblingscharakter. Viele kleine Wendungen und Überraschungsmomente (auch in der Vorgeschichtr) hielten mein Interesse aufrecht, auch wenn die echte Thriller-Spannung fehlte. 

    Die Entführungsgeschichte selbst, sowie auch die Ermittlungen von Vivian McKuras, hatten nicht viel Raum, schufen aber das Fundament für das bahnbrechende Finale. 

    Das Ende - aufgeteilt in Private Ermittlung und die Auflösung - war wirklich spannend und schockierend. Es hatte eigentlich alles, was man sich von einem Thriller wünschte könnte ... mit einem kleinen Aber. 

    Aber: 1. Die Einleitung der Auflösung kam zu aprupt. Stephs Erkenntnis kam ohne Vorwarnung. Für den Leser fehlte da Etwas (z.B. Gedanken), die diese Eingebung erklärt hätten. 2. Mir fehlte das "danach". Ein Epilog hätte das gelöst. Meiner Meinung nach herrschen noch zu viele offene Fragen. Bezüglich der Ermittlungen und Stephs, Nicks und Jimmys Leben. Den Umgang oder die Reaktionen auf das Erlebte waren non-existent. Das führte zu einem aprupten Ende und einem unbefriediedigen Gefühl bei mir als Leserin.

    Nicht viel Kritik, aber entscheidende. Der letzte Punkt machte den Unterschied zwischen 3 und 4 Sternen letztendlich aus. Für den Stil und den Überraschungseffekt hätte ich nämlich sehr gerne 4 Sterne vergeben. Nach dieser Leseerfahrung würde ich definitiv wieder zu einem Buch/Thriller von Val McDermid greifen, jedoch mit einer anderen Erwartungshaltung.

    3 Sterne 


     



  18. Cover des Buches Die Mutter (ISBN: 9783499257070)
    Petra Hammesfahr

    Die Mutter

     (132)
    Aktuelle Rezension von: kathibesos
    Zu Beginn las sich das Buch sehr flüssig, ich konnte mich ziemlich gut in das Leben der Familie Zardiss auf ihrem neu erworbenen Bauernhof hineinversetzen. Man kannte ja die kurze Inhaltsangabe auf dem Cover und ich dachte mir von gelesener Seite zu gelesener Seite: Wann passiert es? Es war spannend. Bis zu dem Zeitpunkt als Rena dann verschwunden war. Danach zog sich der Roman nur so hin. Ich kam mit den einzelnen Theorien der Angehörigen zum Verschwinden von Rena nicht mehr so ganz mit. Das einzige Ergreifende war dann mal, dass durch das Tagebuch von Rena herauskam, dass sie kein Wunschkind war und Renas Vater anscheinend eine Affäre mit einer Patientin hatte... Zu guter Letzt dann das offene Ende bezüglich Renas Verschwunden. Total unpassend, wenn man die Inhaltsangabe auf dem Cover berücksichtigt. Der Roman hat mit jeder Seite einfach abgebaut.
  19. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499000133)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

     (753)
    Aktuelle Rezension von: Murielll

    Das Leben der 17-jährigen Jessica ist völlig normal und ereignislos. Bis sie Danny kennenlernt. Danny ist gutaussehend, frech und auf den ersten Blick arrogant. Doch schnell merkt Jessica, dass mehr dahinter steckt. Bald findet sie heraus, dass Danny von Kindheit an schwerst traumatisiert ist. Je mehr sie erfährt, desto näher fühlt sie sich ihm und desto enger binden sie sich aneinander. Doch durch seine schwere Vergangenheit ist auch Danny´s Zukunft bestimmt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

    Was soll ich sagen. Wow. Ich glaube, mich hat noch nie ein Buch so sehr gepackt und mitgerissen. Die Figuren haben sich unheimlich nah angefühlt. Anfangs war ich skeptisch, was Danny anging und auch Jessica konnte ich nicht immer verstehen. Doch sie waren einfach so real und ihre Macken haben sie zu dem gemacht, was sie sind. Mich hat es beeindruckt, wie Loyal Danny und Christina waren. Im Buch geht es außerdem um harte und wichtige Themen (Dazu muss man auch sagen, dass es eine wahre Geschichte ist). In den ersten hundert Seiten wird schon eines der Themen mit einbezogen. Spätestens da sollte man sich fragen, ob man das verkraften kann, denn Jessica Koch erzählt schonungslos. Der einzige Punkt, denn ich in gewisser Maßen zu kritisieren habe, war das Ende. Mir ist klar, dass es wirklich so geendet hat, allerdings hat es mich sehr runtergezogen. Ich will auch gar nicht sagen, dass ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte, da es das einzig mögliche Ende für diese Geschichte war. Allerdings war die Geschichte vorher voll Hoffnung und Stärke, was auf den letzten 50 Seiten irgendwie verschwunden ist. 

    Alles in allem handelt es sich um eine Geschichte, für die man nur schwer Worte findet. Eine Achterbahn der Gefühle über Freundschaft, Liebe und Stärke.

  20. Cover des Buches Alles auf Anfang (ISBN: 9783453408937)
    David Benioff

    Alles auf Anfang

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wunderbar beschriebene und dabei höchst unterschiedliche Charaktere in Kurzgeschichten, die zwar nett zu lesen sind, aber nicht sonderlich lange nachhaltig in Erinnerung verbleiben werden.
  21. Cover des Buches Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam (ISBN: 9783551315731)
    Jennifer Gooch Hummer

    Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam

     (74)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Apron hat ihre Mutter verloren und ihr Vater hat gleich eine neue Partnerin, die dann auch noch bei ihnen einzieht. Außerdem lässt ihre beste Freundin sie wie eine heiße Kartoffel fallen. Apron zieht sich immer weiter zurück, bis sie auf Mike und Chad trifft. Die beiden geben ihr einen Ferienjob in ihrem Blumenladen und Apron blüht regelrecht auf.

     

    Dieses Buch habe ich mir aufgrund einer Empfehlung geholt und es doch lange liegen lassen. Was ich im Nachhinein ein wenig bereue. Der Beginn mit dem Theaterstück konnte mich so gar nicht reizen, doch dadurch lernt man einen Großteil der Figuren kennen. Die Geschichte spielt nicht in der Gegenwart und gerade diese Tatsache hat mir gut gefallen. So passt alles zusammen. Apron ist 13 und hat vor kurzem ihre Mutter verloren. Sie hat überall mit Problemen zu kämpfen, zuhause mit der neuen Frau ihres Vaters (warum erklärt sich gegen Ende) und auch in der Schule, da sie sich schwer tut Freundinnen zu haben/neue zu finden. Eben weil Apron anders ist als die typischen jungen Mädchen der damaligen Zeit. Sie hat schon viel Leid in ihrem Leben erfahren und durch ihren Vater hat sie auch Latein gelernt (was man bei jedem Kapitel in der Überschrift mit dem lateinischen Zitat (und der deutschen Übersetzung) merkt, das ist auch ein weiterer Pluspunkt des Buches). Apron sieht die Welt mit anderen Augen, was man auch schnell merkt, als sie Mike und Chad kennenlernt. Ein Paar, das ihr hilft und dem sie genauso hilft. Das ganze wir aus Aprons Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, so wird alles greifbarer. Mir hat diese Geschichte über Freundschaft, die auch das Thema Homosexualität aufgreift, gefallen. Es gab so viele ergreifende Momente, traurige, wie auch lustige, bei denen ich schmunzeln musste.

     

    Für mich ein wunderschönes Buch, das mir überraschend gut gefallen hat.

  22. Cover des Buches Das Gottesgrab (ISBN: 9783499249747)
    Will Adams

    Das Gottesgrab

     (200)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Daniel Knox hat ein Ziel:Das Grab des Alexanders des Großen zu finden.Mit der Skryptologin Gaille begibt sich Knox auf eine gefährliche Spurensuche.Denn nicht nur skrupellose Wissenschaftler haben es auf den Schatz abgesehen es gibt auch ein Geheimnis das einen Völkerkrieg auslösen könnte und somit ist auch Knox Leben in Gefahr.

    Der Schreibstil ist bildhaft und nicht ganz so zügig zu lesen.Die Protagonisten passen sehr gut in diesen Thriller hinein.Die Spannung erhöht sich stetig und nimmt im Laufe des Buches zu.

    Fazit:Schon auf den ersten Seiten war für mich das Flair von Ägypten beinahe spürbar.Zu Beginn sind es zwei,drei Handlungsstränge die sich dann immer mehr miteinander verbinden.Der Autor beschreibt sehr bildhaft und ausführlich das Leben des Alexanders des Großen.Der Thriller geht dabei immer wieder in dessen Vergangenheit zurück.Manchmal kam mir diese Story fast schon wie ein kleines Geschichtsbuch vor.Aber so war das Buch für mich aufschlussreich,informativ und interessant zu lesen.Den Thriller selbst würde ich als opulent einstufen.Die Handlung spielt in Alexandria ab - in einer Stadt in dem sich die arabische Welt mit den westlichen Einflüssen vermischen.Da sind Konflikte nicht weit entfernt und mitten drin in dieser Großstadt liegt die Ausgrabungsstätte.Da sind Abenteuer und Spannungen fast schon vorprogrammiert.Dieser Thriller ist meiner Meinung nach actionreich,dynamisch und spannend aufgebaut.Verfolgungsjagden  vervollständigen die Story.Bis zur Hälfte des Buches war mir die eine und andere Szene/Kapitel etwas zu langgezogen.Danach wurde es besser und im letzten Drittel ging es dann Schlag auf Schlag.Dieser Thriller ist der erste Band einer dreiteiligen Reihe.Das Buch ist zwar in sich abgeschlossen aber meiner Meinung nach hat die Geschichte ein offenes Ende.Für dieses Buch vergebe ich gerne vier Sterne.

  23. Cover des Buches Hellwach (ISBN: 9783596197033)
    Hilary T. Smith

    Hellwach

     (75)
    Aktuelle Rezension von: absolutelynot

    Inhalt:

    Das Leben meiner Eltern ist so strahlend, als wäre es gar nicht echt. Es hat eine klinisch saubere Frische wie Schnittblumen, eingeschweißt in Zellophan. Mir wird schwindelig davon. Seit dem Tod meiner Schwester weiß ich, Leben ist Chaos. Ich schlinge die Arme um die Knie, weine und lache und suche nach meinem iPod, damit ich die passende Musik dabeihabe. Ich bin hellwach, von innen beleuchtet, und begreife, dass das Universum mir heute Nacht einen Einblick schenken will – einen Einblick in etwas Großes. Und ich habe Angst, dass sich diese Tür zu etwas Wunderschönem vielleicht schließt und nie wieder öffnet, wenn ich die Chance jetzt nicht nutze.
    Ich könnte in einer Schokoladenfabrik in den Rocky Mountains sein und kandierte Äpfel mit Mashmallows und Erdnussbutter essen. Oder in einem Sushirestaurant mit ein paar alten Männern Guitar Hero spielen. Vielleicht am Hafen ein paar Infos über Schiffsreisen zu den Fiji-Inseln einholen. Oder einfach am Strand sitzen und mit einer Meeresschildkröte angeln. Aber ich bin hier. Jetzt. Und dies ist mein Leben. Und ich habe mich verliebt. Nur nicht in den Jungen, in den ich mich eigentlich verlieben wollte. Dieses aufgedrehte Gefühl ist zu einem summenden, knisternden elektrischen Feld geworden. Ich will die Straße hinuntertanzen
    .


    Rezension: 

    Nach dem Lesen des Klappentextes konnte ich das Buch nicht einfach zurücklassen, denn in dieser Kürze wurde gekonnt Spannung und Neugier bei dem Leser ausgelöst.

    Relativ schnell nimmt die Geschichte fahrt auf und beantwortet ungelöste Fragen, das macht es leicht Zusammenhänge zu erkennen und führt dazu, dass man mit vollem Verständnis der Geschichte folgen kann.

    Auf Nebencharaktere wird teilweise sehr explizit eingegangen, was es einem einfach macht sich in Kiri hineinzuversetzen.

    Trotz des wunderbaren Schreibstils fiel es mir schwer die Beweggründe einiger Charaktere nachzuvollziehen, da diese so gut wie keine (positive) Entwicklung durchlebten.

    Kiri hat mich dementsprechend am meisten enttäuscht, denn ihre Wandlung ist leider die schlechteste von allen. Erschien mir in diesem Sinn surreal, da man meinen könnte sie hätte trotz der zahlreichen Erlebnisse nicht dazu gelernt.

    Dennoch ist es durchaus spannend zu sehen welche Entscheidungen sie als nächstes trifft, auch wenn diese nicht besonders logisch sind.

    Die aufgegriffenen Thematiken lassen den Leser teilweise stark mitfühlen, weshalb das Buch eine Menge Trigger bietet und meiner Meinung auch nur mit Vorsicht zu genießen ist.

    Dennoch, trotz der negativen Aspekte was die Handlung und Entwicklung betrifft, war es durch das gekonnte Schreiben für mich nicht möglich das Buch zur Seite zu legen. Ich habe es tatsächlich an nur einem Tag durchgelesen!

    Empfehlung:

    Wenn man gerne Bücher der chaotischen Sorte ließt ist das Buch genau richtig! Viele zusammenhangslose Ereignisse, zahlreiche Charaktere und eine gekonnte rasche Handlung machen dieses Buch einzigartig.

  24. Cover des Buches Der Stadtfeind Nr. 1 (ISBN: 9783404152674)
    Jonathan Tropper

    Der Stadtfeind Nr. 1

     (75)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    Joe ist 34 Jahre alt und kehrt nach 17 Jahren erstmalig wieder in seine Heimatstadt nach Bush Falls zurück, da sein Vater mit einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt. Er hat seinen Ort der Kindheit und Jugend wohlweislich so lange gemieden, da er seit der Veröffentlichung seines Buches, das zu einem Bestseller und anschließend verfilmt wurde, scheinbar von der gesamten Stadt verhasst ist. Mit dem Roman, der einer Abrechnung mit seiner Jugend gleichkommt, hat er seine Wut und Trauer verarbeitet und damit viele Menschen vor den Kopf gestoßen oder öffentlich bloßgestellt. Für Joe war es eine Genugtuung, den Einwohnern einen Spiegel vors Gesicht zu halten und ihre Engstirnigkeit und Intoleranz anzuprangern. 
    Zurück in Bush Falls werden ihm die Folgen der Romanveröffentlichung für ihn, aber auch für seinen Vatern und seinen Bruder bewusst und wie sehr er noch an seiner Jugendliebe Carly hängt. 

    Der Roman ist bereits 2009 unter dem Titel "Der Stadtfeind Nr. 1" erschienen und wurde 2014 mit dem Titel "Kleinstadthölle" erneut veröffentlicht, ist aber dennoch zeitgemäß, denn derart antiquierte Ansichten wie sie der Autor über die fiktive Stadt Bush Falls beschreibt, stecken auch heute noch in vielen konservativen Köpfen. 
    Der Roman handelt Anfang der 2000er-Jahre, als Joe in seine Heimatstadt zurückkehrt und auf seine Jugend in den Jahren 1986/1987 und die Ereignisse zurückblickt, die zur Veröffentlichung seines Buches führten. Er erzählt von seiner Freundschaft zu Sammy und Wayne und seiner Liebe zu Carly. 
    Es ist ein Roman, der sehr unterhaltsam und voller Ironie geschrieben ist, gleichzeitig aber eine tragische Geschichte erzählt. Er handelt von Freundschaften, erster Liebe und Homosexualität und wie eine Highschool bzw. eine ganze provinzielle Kleinstadt mit einem Coming-Out umgegangen ist und welches Drama dabei ausgelöst wurde. Jahre später reflektiert Joe die Ereignisse von damals und dass auch er nicht frei von Fehlern ist und erhält damit die Chance, sich mit seinem Vater zu versöhnen und eine Annäherung mit Carly zu versuchen. 
    Der Roman ist authentisch geschrieben, wenn auch zumal - besonders in Gestalt der Nebencharaktere - bis an die Spitze getrieben. Es ist eine wunderbar unterhaltsame Geschichte über die Qualen eines Kleinstadtlebens und die Schatten der Vergangenheit und bietet die perfekte Balance aus Ernst und Humor. 

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks