Bücher mit dem Tag "akkon"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "akkon" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Das Adenauer-Komplott (ISBN: 9783839220764)
    Sebastian Thiel

    Das Adenauer-Komplott

     (22)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Man könnte wirklich meinen, dass Sebastian Thiel hier ein Stück Lebensgeschichte von Konrad Adenauer erzählt. Aber…

    Inhalt: Maximilian Engel, ehemaliger hoch dekorierter Flieger des zweiten Weltkriegs lässt sich im Suff gehen und macht Äußerungen, die im herrschenden Regime nicht wirklich gut ankommen. Er wird verhaftet und in einen mehr als menschenunwürdigen Knast gesteckt.
    Im Gefängnis hat er eine Unterredung mit einer mehr als hübschen Frau, die ihm ein Angebot macht, dass er kaum fassen kann. Er, ausgerechnet er, soll einem anderen Mann zur Flucht verhelfen und bekommt am Ende nichts als seine Freiheit dafür.
    Maximilian willigt ein und die Person, der er helfen soll ist niemand anders als Konrad Adenauer. Doch bevor sie frei kommen, erlebt er noch eine sehr harte Zeit in einem Konzentrationslager.
    Am Ende ist es Konrad Adenauer, der Maximilan befreit und ihn dann auch aus Geldnöten befreit, indem er ihn in seinem Stab mit beschäftigt und ihm gutes Geld bezahlt.
    Maximilian lernt die attraktive Frau besser kennen und lieben.
    Die Geschichte zieht sich interessant und sich entwickelnd durch die letzte Zeit des zweiten Weltkrieges und die Jahre des Umbruchs und Aufbaus danach, um am Ende tragisch zu enden.

    Fazit: Mit dem geschichtlichen Hintergrund hat der Haftungsausschluss gleich am Anfang erst einmal aufgeräumt. Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden. Aber alles spielt zumindest in einer sehr interessanten zeit. In die Kriegswirren kann man eine Menge Geschichten hinein schreiben. - Ich habe in jedem Fall auf Spannung gehofft.
    Die Spannung war eine ganz eigene. Der Protagonist ist gleich zu Anfang in Schwierigkeiten geraten. Von Anfang an war ich komplett drin in der Geschichte und von Anfang an wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich hier eine wahre Begebenheit lese und nicht irgendeine in die Zeit geschriebene Fiktion. Die ganze Zeit über hatte ich einen farbenfrohen Film in meinem Kopfkino laufen, der mich dann auch richtig gut bei der Stange hat bleiben lassen.
    Zwischendrin wurde es dann ein bisschen ganz arg politisch. Dann hätte das genauso eine Biografie von Adenauer sein können, aber das war es nun einmal nicht. In dieser Phase hat mich dann die kleine Liebesgeschichte bei der Stange gehalten, die dann irgendwann eine sehr dramatische Wende nimmt. Erst ganz am Ende hat sich dann mein Verdacht bestätigt. - Was den Stoff angeht, hat der Autor hier wirklich alle Register gezogen. Weltkriegswirren, junge Liebe, der Vater bzw. Schwiegervater, der die Beziehung nicht will, politischer Umbruch und Neuanfang. Und da rein wurde die Geschichte geschrieben.
    Die Story im Gesamten war sehr interessant und hat mich auf ihre Art gefesselt. Auch wenn dieses politische Gedöns zwischendrin war, hat es mich zwar etwas aufgehalten, aber im Gesamten hat es voll umfänglich in die Geschichte gepasst und ohne diesen Teil wäre die Geschichte ziemlich kurz gewesen, was mich mit Sicherheit auch wieder geärgert hätte.
    Der Stoff war in jedem Fall so gut beschrieben, dass ich die ganze Zeit ein sehr interessantes und echtes Kopfkino vor meinem geistigen Auge hatte. Ich war gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und war auf jeden Fall sehr gut von der Realität abgelenkt. - Das ist für ein Buch immer gut. Alles war leicht zu lesen, gut verständlich, aber eben nicht immer leicht verdaulich. Über die Korruption und das falsche Spiel mancher Protagonisten hätte ich mich stundenlang aufregen können und hätte doch nichts ausgerichtet. - Nur gut, dass das eine ausgedachte Story war. Ansonsten hätte es mir um das Ehepaar mehr als leid getan. Es kann doch nicht sein, dass ein eigener Vater mit seiner Tochter so umgeht. Ein absolutes No-Go!!!

    Ich kann dieses Buch wirklich wärmsten Herzens empfehlen. Nicht nur, dass es einem ein Stück deutsche Geschichte näher bringt in einer ehrlichen Form, wie es ein Geschichtsbuch nie könnte, ist es auch noch spannend geschrieben und lässt es auch an Dramatik, Liebe und Korruption nicht fehlen. - Das ist genau der Stoff, aus dem Kriminalromane sein sollten.

  2. Cover des Buches Der Schatz des Venezianers (ISBN: B07HWSD8GY)
    Máire Brüning

    Der Schatz des Venezianers

     (24)
    Aktuelle Rezension von: alexandra_bartek

    Venedig 1256
    Als der Kaufmann Joran Ferroni nach Jahren erzwungener Abwesenheit nach Venedig zurückkehrt, ist nichts, wie es war. Er hat alles verloren: Sein Vater ist tot, sein Besitz hoch verschuldet und seine Mutter hat den Verstand verloren. All seine Bemühungen, das Vermögen der Familie zu erhalten, sind vergeblich. Doch dann begegnet er der jungen Patriziertochter Helena. Sie ist tatkräftig, intelligent und nicht willens, nur geistloses Besitzstück eines Mannes zu sein. Sie wünscht sich ein eigenes Handelshaus, und um ihren Traum zu verwirklichen, schlägt sie Joran einen Handel vor, dem dieser nicht widerstehen kann. Die Zusammenarbeit entwickelt sich prächtig - bis Helena ein folgenschwerer Fehler unterläuft, der ihrer beider Leben für immer verändert.

    Eigene Meinung:

    Ich hatte wirklich große Schwierigkeiten dem Buch zu folgen, stellenweise wirkte es für mich zu abgehackt. Kaum hatte ich mich in die Situation reingefunden - war im nächsten Absatz gleich eine andere Szene. Die Rückblenden hingegen waren detaillierter. Die Figuren machen eine Entwicklen sich gerade was Joran und Helena angeht. Wobei Helena, wie ich finde, die stärkste Veränderung durchmacht. Jorab hat große Probleme damit Nähe zuzulassen was zu einem langen hin und her für Helena führt und die Geschichte unnötig in die Länge zieht. 

    Ich habe mir mehr von dem Buch versprochen da sich der Klapptext sehr gut angehört hat. Die Story hatte bestimmt etwas besser ausgebaut werden können. Leider hat das Buch es nicht geschafft mich völlig in seine Bann ziehe können. 

    3 sterne 

  3. Cover des Buches Die Gebote des Templers (ISBN: 9783750244030)
    Tom Melley

    Die Gebote des Templers

     (11)
    Aktuelle Rezension von: MichaelSterzik

    Der Kampf um das Heilige Grab, die Kreuzzüge von denen sich die Ritter und Soldaten ein abenteuerliches und erträgliches Geschäft versprachen. „Gott will es“ und das Versprechen sich damit allen Sünden zu entledigen – all das waren Motive um legitimiert zu morden, zu plündern, zu vergewaltigen und vielleicht auch der Gerichtsbarkeit und anderen heimischen Herausforderungen hinter sich zu lassen. Alles in Namen „Gottes“. 

    Es gibt eine Menge an historischen Quellen, die uns ein gutes und authentisches Bild überliefern. Dazu gibt es noch eine Menge „Legenden“, eine ganze Reihe von erzählerischen Übertreibungen die etwas viel Glanz und Gloria über die Epoche verteilen. Im Genre Historischer Roman – gibt es unzählige Romane, die diese extreme, kriegerische Religionspolitik unterhaltsam erzählen. Viele haben mit einer auch nur annähernden Realität entfernt wenig bis gar nichts zu tun. 

    Kommen wir zurück ins Land der Märchen, Fabeln und Legenden und konzentrieren uns kurz auf die Tempelritter. Ein Orden mit festen Verhaltensregeln, Gesetzen, Richtlinien und einem unerschütterlichen Kodex der sich an die ritterlichen und menschlichen Wert orientiert. Humanitärer Kompass hin oder her – auch hier gibt es neben einer Vielzahl von historischen Quellen, auch viele Legenden um die Ritter in den weißen Waffenröcken, die das Symbol des Kreuzes trugen. 

    Im vorliegenden Roman „Die Gebote des Templers“ von Tom Melley thematisiert dieser, die „Tempelritter“ im Heiligen Land. 

    Das Heilige Land im Jahr 1193.
    Guillaume de Born, ein skrupelloser Tempelritter, ist der fleischlichen Sünde überführt. Als Buße wird er mit einem selbstmörderischen Auftrag in das von Sultan Saladin besetzte Jerusalem gesandt. Dort stößt er auf einen Teil der verschollen geglaubten Bundeslade. Er verfolgt deren Spur bis zu einem jüdischen Goldschmied und stiehlt das vermeintliche Heiligtum.
     Guillaumes Tod ist jedoch vom Großmeister der Templer längst beschlossen. Auf dem Rückweg in die Hafenstadt Akkon wird er plötzlich von seinen Tempelbrüdern überfallen. Sie nehmen den kostbaren Schatz an sich und er bleibt schwer verletzt in den Bergen Galiläas zurück. Durch die Hilfe einer Jüdin und eines Arabers überlebt er und schwört Rache. Doch das wertvolle Artefakt befindet sich jetzt in einer uneinnehmbaren Templerfestung, bewacht von einem erbarmungslosen Feind. (Verlagsinfo)

    „Die Gebote des Templers“ von Tom Melley überzeugt durch eine absolut authentische, historische Perspektive. Der Autor hält sich nicht auf mit überflüssigen Beschreibungen, oder ziellos geführten Dialogen. Es gibt keine romantisierte Interpretation und Darstellung der Tempelritter. Tom Melley zeigt sie diese mitunter gewesen sei könnten, als Menschen, die sich im Orden versteckte, die Korrupt waren, die Verbrechen begingen, die jegliche selbstauferlegten Ideale verriet. Diese ritterliche Eliteeinheit, die die beiden Stände Ritter- und Mönchstum vereinte, waren sehr mächtig. Sie hatten einen unmittelbaren politischen Einfluss, den sie mithilfe ihrer finanzkräftigen Infrastruktur so lenkten, wie sie es selbst für richtig hielten. Sie waren ein Syndikat – eine legalisierte, teils verbrecherische Institution. Als „Kinder“ ihrer Zeit waren sie berühmt, berüchtigt, hoch beachtet und gefürchtet. Aber es gab auch eine Menge sehr positive Eigenschaften. 

    „Die Gebote des Templers“ überzeugt nicht über einen Spannungsbogen der aus der Story resultiert. Die Geschichte wird hauptsächlich von den Charakteren getragen und diese sind perfekt und mehrdimensional gestaltet. Das Storytelling ist sekundär – die erzählerische Perspektive wechselt und damit auch die verschiedenen  Motive die gespiegelt werden, sodass die Spannung personenbezogen wird. 

    Grundstein dieser personenbezogenen Story ist die Suche nach Teilen der Bundeslade. Dieses religiöse Artefakt animiert noch immer viele Autoren, oder Produzenten es für eine Geschichte zu verwenden. „Der Zorn Gottes“ – die 10 Gebote die Moses von Gott empfangen hat – viele Verwendungsmöglichkeiten. Für die Geschichte ein Platzhalter – es hätte auch der „Heilige Gral“ sein können, oder die Kinder von Jesus und Maria Magdalena usw. – die Auswahl an Legenden ist vielseitig. 

    Tom Melley erzählt in Rückblenden immer wieder von tatsächlich historischen Ereignissen und bezieht hier eine neutrale Stellung. Es gibt kaum Nebengeschichten, was im Grunde sehr schade ist, denn es hätte dem Roman noch mehr an Tiefe gegeben. Ebenso verhält es sich mit den Nebenfiguren – und es ist interessant, dass die beiden „Ritter“ – dem Hauptcharakter in die zweite Reihe stellen. Diese beiden Charakter spielen übrigens im zweiten Band: „Der Krieger des Herren“ die Hauptrolle. Die Geschichte spielt allerdings vor den Ereignissen von „Die Gebote des Templers“. 

    Der Roman „Die Gebote des Templers“ ist großartig für ein Debüt. Tom Melleys Stil ist für einen Debütroman außerordentlich gut. Ausbaufähig – aber sein Talent inhaltlich kein Blatt vor dem Mund zu nehmen, und sich auf das wesentliche zu konzentrieren, wirkt packend und überzeugend. 

    Ein historischer Roman, muss letztlich auch über die Interpretation und Verwendung von Fakten überzeugen. Auch hier hat Tom Melley alles richtig gemacht. Im Nachwort erklärt er, welche Fakten und historischer Ereignisse er verwendet, oder schriftstellerisch frei interpretiert hat. 

    Fazit

    „Die Gebote des Templers“ von Tom Melley sehr zu empfehlen. Authentisch überzeugend und die Figurenzeichnung ist brillant gelungen. „Geschichte in einer unterhaltsamen „Geschichte“ verwandelt. Ziel erreicht. 

    Man darf gespannt sein, was für Werke hier noch folgen werden. Ich empfehle, die Geschichte vom vorliegenden Band nicht weiter zu führen. Es gibt noch viel zu erzählen. Lesen Sie „Die Gebote des Herren“ – lassen Sie sich überraschen, sie werden begeistert sein. Prädikat: Unbedingt lesen. 

    Michael Sterzik 

  4. Cover des Buches Der Eid der Kreuzritterin (ISBN: 9783404270835)
    Ricarda Jordan

    Der Eid der Kreuzritterin

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Werda_Angela
    erfolgt noch
  5. Cover des Buches Der Krieger des Herrn (ISBN: 9783753118086)
    Tom Melley

    Der Krieger des Herrn

     (11)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Jolande fristet ihr Leben auf Burg Hohnstein, ihr Leben ist langweilig bis zu dem Tag, als ihr Vater mit ihrem Halbbruder auf der Burg einzieht. Wilfried ist von der schönen Schwester fasziniert, weit über die Grenzen zu einer Schwester hinaus. Jolande hat nur noch einen Gedanken, wie dem brutalen Bruder entfliehen. Als der Vater ein Turnier ausrichtet und auch Feinde der Familie daran teilnehmen, beschließt die junge Frau um Hilfe zu bitten. Auf Walter von Westereck ist ihre Wahl gefallen, aber der junge Krieger schenkt ihr keinen Glauben. Er zieht weiter und ahnt nicht, wie groß der Hass der Hohnsteins auf seine Familie ist. Wilfried brennt Burg Westereck nieder und tötet alle. Walter schwört Rache, aber das stellt sich als nicht so einfach heraus, denn Wilfried ist nach Palästina verbannt. Er musste mit seiner Schwester eine Bußfahrt antreten, um für seine Taten zu büßen. Jolande wird dazu verdammt, ihn zu begleiten. Auch Walter macht sich auf den Weg. Wird er seine Rache bekommen? Wird Jolande ihre Freiheit zurückbekommen? Und wie wird ihre Zukunft aussehen?


    Historische Romane, die im Mittelalter spielen, kann ich kaum widerstehen. Ich liebe es, in diese Zeit entführt zu werden. Tom Melley hat mit seinem Roman „Der Krieger des Herrn“ genau meinen Lesegeschmack getroffen. Erzählt wird die Geschichte von Jolande, die sich als Frau in ihr Schicksal zu ergeben hat, aber verzweifelt nach einer Lösung sucht und von Walter von Westereck, der als junger Krieger sein Leben gestalten will und feststellen muss, dass andere sein Schicksal lenken.


    Die erste Hälfte des Buches schildert die Ereignisse, die dazu führen, dass sich die Leben der Protagonisten verändern und andere Wege eingeschlagen werden, wie vorher gedacht. Ein großes Turnier wird beschrieben. Der Autor schildert dies sehr ausführlich und bildhaft. Das Getümmel vor der Burg, die vielen Menschen, die Tiere und die Aufregung ist deutlich zu spüren. Gerade auch die Aufregung, die dieses Turnier für Walter bedeutet, ist greifbar.


    Dann nimmt die Handlung eine kleine Wendung und die Welt für Walter stellt sich auf den Kopf. Auch wenn es für den jungen Mann schwer wird, hat der Autor es doch verstanden, die Handlung glaubhaft zu schildern.


    Der zweite Teil des Buches führt dann nach Palästina und erzählt von der Eroberung Akkons. Hier kommen historische Persönlichkeiten wie König Richard Löwenherz ins Spiel. Auch wenn es nur kurze Auftritte dieser Herrscher der Zeit sind, fügen sie sich doch geschickt in die fiktive Geschichte rund um Walter und Jolande ein.


    Der Erzählstil von Tom Melley ist allerdings nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Er beschreibt deutlich die Taten der Krieger, was Krieg und Mord betrifft. Auch die Übergriffe auf Jolande werden beschrieben.


    Er versteht es aber auch, Bilder lebendig werden zu lassen. Das große Turnier zum Beispiel wird so detailliert beschrieben, dass man deutlich Bilder vor Augen hat. Oder die Strapazen der Reise sowie das Leben in dieser Epoche hat er geschickt in Szene gesetzt.


    Auch wenn ich mit der Art und Weise, wie einige Charaktere gehandelt haben, nicht einverstanden war, war die Geschichte spannende Unterhaltung. Der Autor versteht es historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen und eine spannende Handlung zu schildern. Seine Charaktere hat er dabei detailliert ausgearbeitet und es geschickt verstanden, sie lebendig werden zu lassen.


    Fazit:


    „Der Krieger des Herrn“ ist ein facettenreicher historischer Roman mit Ecken und Kanten. Seine Protagonisten sind vielschichtig und nicht immer leicht zu durchschauen. Auch wenn der Erzählstil manchmal etwas deftig ist, hat mir das Buch gut gefallen. Der historische Hintergrund fließt geschickt in die fiktive Handlung mit ein und erlaubt einen lebhaften Blick in diese Epoche. 


  6. Cover des Buches Die Blutritter (ISBN: 9783442384020)
    Robyn Young

    Die Blutritter

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Anjacy
    Der zweite Teil der Trilogie, für den habe ich etwas länger gebraucht, als für den ersten. Teilweise ist die Geschichte etwas langatmig, aber man möcht doch wissen was passiert und liest weiter. Keine einfache Zeit für unseren Helden, er möchte für seine Familie da sein, die er eigentlich gar nicht haben darf und gleichzeitig muß er dafür sorgen, dass der Frieden im Land bestand hat. Lange Zeit gelingt das auch, aber leider nicht für immer. Man kann nicht wirklich für eine Seite Partei ergreifen jeder hat seine Gründe, die er für richtig hält und für die er kämpft.
    Bin gespannt, wie es jetzt weiter geht, nachdem er die Liebe seines verloren hat.

  7. Cover des Buches Die Frau im grünen Mantel (ISBN: 9783805341516)
    Andrea Rottloff

    Die Frau im grünen Mantel

     (3)
    Aktuelle Rezension von: JuliaB
    Das Romandebüt der Archäologin Andrea Rottloff schildert ein Frauenschicksal im 12. Jahrhundert: Schon als Kind träumt die Engländerin Margret von einer Pilgerreise ins Heilige Land. Als Erwachsene macht sie sich auf den Weg, trifft allerdings zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in Jerusalem ein: die Stadt wird von Sultan Saladin belagert. Dabei lernt Margret Marjam und ihre Familie kennen, verliert sie jedoch wieder aus den Augen, als Jerusalem kapitulieren muss. Kaum entronnen, gerät Margret in die Gewalt von Beduinen und wird als Bergwerksklavin verkauft. Der Medicus Jonas, der sie befreien konnte, entwickelt sich zu ihrer grossen Liebe, was Margret in einen Gewissenskonflikt stürzt: soll sie bei Jonas bleiben und ihre weitere Pilgerreise und die Rückreise in die Heimat aufgeben? Sie trifft Marjam wieder und wird Zeugin, wie diese durch einen rücksichtslosen Tempelritter in eine aussichtslose Lage gerät, so dass sie als „Frau im grünen Mantel“ in die Geschichte eingehen wird. Unterdessen spitzt sich der Konflikt zwischen Christen und Muslimen immer mehr zu und führt schliesslich zu einem unfassbaren Drama. Man merkt, dass Andrea Rottloff Wissenschaftlerin ist. Die historischen Fakten sind sehr genau wiedergegeben, auch in kleinsten Details. Das Nachwort und das Personenregister am Schluss des Buches machen es dem Leser einfach, Fiktion und Fakten auseinander zu halten, auch die ausführliche Zeittafel hilft dabei. Wer einen Fachbegriff nicht versteht, kann im Glossar nachschlagen. Und wer sich weiter mit dem Thema befassen möchte, ist mit der ausführlichen Literaturliste gut ausgestattet. Man merkt aber auch, dass es der erste Roman der Autorin ist. Die Sprache wirkt manchmal trocken, stellenweise dann wieder sehr schwülstig. Bezeichnenderweise wirken jene Szenen am lebendigsten, die historisch gut fundiert sind. Ansonsten bleibt die Figurenzeichnung eher flach, da durch die eher überfrachtete Handlung wenig Raum für eine charakterliche Entwicklung der Protagonisten bleibt. Vielleicht liegt das daran, dass die Autorin möglichst viel Geschichte in ihren Roman einbauen wollte. Schade, denn eine Pilgerreise als alleinstehende Frau bietet eigentlich genug Stoff, ohne dass man da noch Beduinenüberfälle, Sklaverei und religiöse Visionen bemühen muss. Auch die ständige Mahnung zu mehr Toleranz im Konflikt zwischen den Kulturen und Religionen wird mit der Zeit etwas lästig. Die Darstellung des toleranten Muslims Saladin und des engstirnigen, fanatischen Christen Richard Löwenherz ist etwas einseitig, auch wenn die Grundtendenz natürlich der historischen Faktenlage entspricht. Aber der moralische Zeigefinger hätte ein wenig zurückhaltender eingesetzt werden können. Dass Margret ihre jüdische Jugendfreundin ausgerechnet im Heiligen Land wieder trifft, damit diese ihr von Progromen in England erzählen kann, wirkt zu sehr konstruiert und trägt wenig zur Handlung des Buchs bei. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch noch an diversen Kinderkrankheiten eines Erstlingsromans einer Autorin krankt, die bisher Fachliteratur verfasst hat. Allerdings ist durchaus Entwicklungspotenzial vorhanden, man kann also auf den nächsten Roman von Andrea Rottloff gespannt sein.
  8. Cover des Buches Die Frucht des Ölbaums (ISBN: 9783944343532)
    Gabrielle C. J. Couillez

    Die Frucht des Ölbaums

     (22)
    Aktuelle Rezension von: otegami

    'Die Frucht des Ölbaums' 2. Teil mit dem Titel 'Der Kreuzritter' ist ein würdiger Nachfolger des 1. Teils 'Der Ketzer'!

    Wir begleiten Olivier de Termes ab Ostern im Jahre 1247, als er sich gerade auf seinen ersten Kreuzzug ins 'Gelobte Land' vorbereitet. Nimmt er an diesem noch teil um der Inquisition zu entgehen, verschwimmen die Gründe für die Teilnahme an den weiteren drei und er hat auch immer mehr Probleme, Gründe dafür sich selbst zu nennen.

    Wir lernen die Schwierigkeiten kennen, mit denen die Kreuzritter zu kämpfen hatten: Disziplinlosigkeit der adligen Ritter (viele dachten nur daran, sich zu profilieren und brachten mit ihrem hochmütigen Stolz noch andere in Gefahr), der mangelnde Nachschub, die Widrigkeiten des Wetters bei den Seefahrten und natürlich die 'Einheimischen', die absolut nicht begeistert sind, dass ihnen Land weggenommen wird. Blutrünstige Sarazenen und Baibar al Bunduqdari, der Mameluckenführer, machen den Kreuzrittern außerdem das Leben äußerst schwer.

    Olivier, der Ritter mit den edlen Gesinnung und hohen Wertmaßstäben, kämpft auch mit eigenen Zweifel bezüglich seiner Religion der Katharer im Vergleich zum Christentum, und an seine größten Grenzen stößt er bei seinem Sohn.

    Wir erleben die lebenslange Suche des Protagonisten nach der 'fin ámour', der wahren Liebe, die die Autorin am Ende des Buches wunderschön beschreibt!

    Ich war nicht nur von der äußerst interessanten Geschichte begeistert, sondern ich tauchte richtig in diese Zeit ein. 'Schuld daran' sind die äußerst genauen Details, die die Autorin durch präzise Recherchearbeiten dem Leser nahebringt. Ich nenne hier z.B. 'die dicht aneinander gereihten Knöpfe', die der Erzbischof an seiner purpurroten Soutane trägt, 'die seine von der Kreuzfahrt zurückgekehrten, geistlichen Kollegen in Nachahmung des Kleiderschmuckes der knopftragenden Mamelucken anfertigen ließen'.

    Stand ich schon als Schülerin im Religionsunterricht den Kreuzzügen sehr skeptisch gegenüber, vermehrte sich nach dieser Lektüre noch meine Abneigung und meine Fassungslosigkeit, wie man dies gutheißen und sogar das Abschlachten von Menschen noch als heilig empfinden kann! 

    Eine Zeittafel, das Personenregister, Anmerkungen und Quellen am Ende sind wieder äußerst hilfreich und die Bilder einiger Ruinen der Schauplätze lockern die Erzählungen immer wieder auf!

    Gerne vergebe ich hier die verdienten 5 Sterne und spreche eine volle Leseempfehlung aus!



  9. Cover des Buches Der Duft von Ambra (ISBN: 9783862822461)
    Birgit Ringlein

    Der Duft von Ambra

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Während des dritten Kreuzugs, im Jahr 1189, müssen der jüdische Alchimist und Parfümeur Moses und seine Tochter Jezabel aus ihrer Heimatstadt Akkon fliehen. Gerade ist die schöne und kluge junge Frau dabei, ihre Gefühle Henry de Brezé gegenüber zu erkennen, dem Ritter, der sie aus ihrem brennenden Elternhaus gerettet hat, als Jezabel sich auch schon entschließen muss, ihre Heimat für immer zu verlassen, denn nicht nur der englische König ist von ihrem Wissen beeindruckt, sondern auch der Sultan möchte sie für sich gewinnen, nicht nur der edlen Duftwässer und Balsame wegen, die sie für seine Haremsdamen zaubert, sondern sein Interesse an ihr geht noch in eine ganz andere Richtung.
    Mit nichts als ein paar Brocken Ambra, die Moses bei seiner Flucht retten konnte, begeben sich Vater und Tochter, in Begleitung einiger weniger Vertrauter, auf die lange, beschwerliche Reise ins Abendland.
    Das Schicksal hält gefährliche Abenteuer und große Strapazen für sie bereit. Ihr erstes Ziel soll die Stadt Nürnberg sein, wo Moses’ alter Handelspartner Giselher sein Geschäft betreibt. Ihm wollen die Parfümeure eine Geschäftsverbindung vorschlagen. Jezabel hofft, dass sich der Händler darauf einlässt. Schwermütige Gedanken über die Zukunft bedrücken die junge Frau: Wo wird sie endlich eine neue Heimat finden und wird sie den Geliebten jemals wieder sehen?

    Mit diesem Roman hat sich Birgit Ringlein auf ein ganz anderes Genre eingelassen, denn bisher kannte ich sie nur als Kochbuch-Autorin, die sich besonders der fränkischen Spezialitäten ihrer Heimat annimmt. Aber auch in ihrem historischen Roman geht es in gewissem Sinn um den Genuss, wenn auch diesmal nicht für den Gaumen, sondern eher für die Nase, denn die Autorin beschreibt die abenteuerlichen Erlebnisse der jungen Parfümeurin Jezabel.
    Es ist eine weite und gefahrvolle Reise, auf der man als Leser die schöne Jüdin begleitet. Ihre wahre Identität muss sie häufig verbergen, denn nicht überall ist man Juden gegenüber wohlgesinnt. Man muss sich auf krasse Szenenwechsel einlassen, denn egal ob es um die brennende Stadt Akkon geht oder um die Zustände auf dem Schiff, das Jezabel und ihre Begleiter ins Abendland bringen soll, ob sie die Strapazen der Reise und die verschiedenen Eindrücke unterwegs schildert oder das üppige, bunte Leben eines Basars oder im Harem beschreibt, immer tut es die Autorin sehr intensiv und bildreich. Man spürt von Anfang bis Ende die sehr gute und gründliche Recherche, denn es fließen viele wahre Begebenheiten in die Handlung mit ein. Jezabels Erlebnisse während ihrer langen Odyssee sind vielfältig, und nicht immer ist sie unterwegs von Wohlgerüchen umgeben, ganz im Gegenteil! Aber gerade dann, wenn Birgit Ringlein die Atmosphäre im Hamam beschreibt oder wenn sie der schönen Heldin, bei ihrer Arbeit mit kostbaren, duftenden Ingredienzien, über die Schulter sieht, immer dann würde man sich wünschen, einen Hauch der wundervollen Aromen zu erschnuppern, die über der Szene schweben.
    Jezabels und Henrys Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund, sondern begleitet die Handlung eher am Rande. Das Ende ist vage, dabei aber hoffnungsvoll und bietet sich direkt für eine Fortsetzung an. Dass es diese wirklich geben wird, habe ich zu meiner Freude im Nachwort über die Autorin lesen können, und ich bin schon sehr gespannt darauf, wenn es wieder heißt, Jezabel ein weiteres Stück auf ihrem fiktiven Lebensweg zu begleiten. Das möchte ich unter keinen Umständen versäumen!
  10. Cover des Buches Die Ritter von Avalon (ISBN: 9783795117412)
    Hanns Kneifel

    Die Ritter von Avalon

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Der Fall von Akkon (ISBN: 9783401800974)
    Rainer M. Schröder

    Der Fall von Akkon

     (35)
    Aktuelle Rezension von: MadeleineS

    Jedes der drei Bücher ist hervorragend und fesselnd geschrieben. Die Charaktere wachsen einem ans Herz und die Handlung ist auch interessant, sofern man nicht schon genug über den heiligen Gral und die Tempelritter gelesen hat ;) Es ist ein Buch für Jung und Alt. Zudem lernt man nebenbei wieder etwas Geschichtliches dazu.

  12. Cover des Buches Schwerter und Rosen (ISBN: 9783937357591)
    Silvia Stolzenburg

    Schwerter und Rosen

     (30)
    Aktuelle Rezension von: monerl
    Kurzbeschreibung Amazon:
    England 1189: Während ganz Europa zum dritten Kreuzzug rüstet, tritt der junge Knappe Harold of Huntingdon in den Dienst des machthungrigen und skrupellosen Earls of Essex. Mehr als einmal muss Harold um sein Leben fürchten. Trost findet er nur in seiner geheimen Leidenschaft für die Hofdame Catherine de Ferrers, die schöne Tochter des Earls of Derby. Doch bevor er ihr seine Liebe gestehen kann, muss er dem englischen König Richard Löwenherz auf den Kreuzzug folgen. Auf dem Weg gen Osten trifft das englische Heer auf deutsche und französische Verbündete. Je näher die Kreuzfahrer der Heiligen Stadt kommen, desto blutiger und aussichtsloser werden die Kämpfe. Ein Wiedersehen mit Catherine scheint daher mehr als ungewiss

    Meine Meinung:
    Es handelt sich hier um einen historischen Roman zur Zeit der Kreuzzüge. Hervorragend bringt die Autorin diese traurige und zugleich schreckliche Zeit dem Leser näher! Durch geschicktes Verknüpfen von verschiedenen Handlungssträngen, wird der geschichtliche Hintergrund und die damals lebenden und herrschenden Personen in eine Geschichte mit tollen Romanfiguren verwickelt. Man findet Figuren, die man auf Anhieb lieben lernt (Harold, Catherine) sowie Figuren, die man sich mit Entsetzen aus dem Buch heraus wünscht, um die Guten und Schwachen zu beschützen. 
    Durch kurze und manchmal sehr kurze Kapitel ist dies ein temporeicher Roman, der sich nicht mit großen Pausen lesen läßt. Viele Orts- und Jahreswechsel "zwingen" den Leser am Ball zu bleiben, um dem Zug der Kreuzritter nicht hinterherzuhinken. Aktives Lesen ist dadurch unbedingt erforderlich, da die Geschichte zwischen den Kapiteln vom Leser weitergedacht werden muss.

    Für mich war das der erste historische Roman dieser Art und er hat mir sehr gefallen! Die Charaktere der Geschichte werden authentisch gezeichnet, sodass ihre Reaktionen und ihr Handeln gut nachvollziebar sind. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung "Im Reich der Löwin".

    Liebhaber historischer Romane können bei diesem Buch beherzt zugreifen und werden nicht enttäuscht.
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