Bücher mit dem Tag "alaska"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alaska" gekennzeichnet haben.

155 Bücher

  1. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

    (2.559)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt: 

    Als der 16-jährige Miles auf das Internat Culver Creek wechselt ahnt er nicht, welch unvergesslichen, aufregenden, glücklichen, dramatischen und traurigen Momente ihm bevorstehen. Er findet neue Freunde, die immer für ein Abenteuer zu haben sind und mit denen er das Leben in vollen Zügen genießt. Besonders die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Alaska hat es Miles angetan...

    Aber mir fehlte der Mut, und sie hatte einen Freund, und ich war linkisch, und sie war wunderschön, und ich war hoffnungslos langweilig, und sie war unendlich faszinierend. (S. 122)

    Meine Meinung:

    Mit Miles hat man einen sehr sympathischen und nahbaren Protagonisten in dessen Gefühls- und Gedankenwelt man sich sehr gut hineinversetzen kann. Weder Miles noch seine Freunde wirken austauschbar. Sie alle werden in einer Weise beschrieben, die dafür sorgt, dass sie einem beim Lesen als Menschen mit Persönlichkeit und Charakter erscheinen. Man erfährt von ihren Stärken, Schwächen und Eigenheiten, wodurch sie beim Lesen lebendig werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein besonderes Interessensgebiet, das es Miles angetan hat: Er ist fasziniert von den allerletzten Worten, die berühmte Persönlichkeiten unmittelbar vor ihrem Tod gesagt haben. Dieses interessante und ungewöhnliche Thema ist mir zuvor noch in keinem anderen Buch begegnet.

    Eine große Stärke des Buches ist das Lebensgefühl, das die Geschichte versprüht. Wie die Jugendlichen neue Freundschaften schließen, sich verlieben, Streiche planen, gegen Internatsregel aufbegehren und welche Träume, Hoffnungen, Sorgen und Ängste sie haben wird sehr lebendig beschrieben.

    Bereits zu Beginn des Buches steht fest, dass ein einschneidendes und bedeutsames Ereignis bevorsteht: Jedes der kurzen Kapitel beginnt nämlich mit den Worten „X Tage davor“. Der besagte Tag rückt unaufhaltsam näher und man ist gespannt welches Ereignis am Tag 0 eintreten wird. Dieser Countdown ist eine interessante Idee und trägt zusammen mit dem angenehmen Schreibstil dazu bei, dass man das Buch in kürzester Zeit gelesen hat.

    Die erste Hälfte des Buches ist von lustigen Momenten und Leichtigkeit geprägt. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte dann eine dramatische und nachdenklich stimmende Wendung und gewinnt an Tiefe: Das geheimnisumwobene und dramatische Ereignis, das am Tag 0 eintritt stellt das Leben von Miles und seinen Freunden auf den Kopf. Es lässt sie Manches aus einem neuen Blickwinkel betrachten und konfrontiert sie mit dem Ernst des Lebens.

    Das Ende des Buches ist dann aber dennoch vorwiegend hoffnungsvoll. Es gibt noch ein sehr lustiges Ereignis und die Geschehnisse werden in einer Weise abgerundet, die dafür sorgt, dass man nicht betrübt zurückgelassen wird und trotz allem insgesamt mit einem guten Gefühl aus der Geschichte geht.

    Warum vergebe ich dennoch nur 3 Bewertungssterne? 

    Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte über weite Strecken eher „dahinplätschert“ und die Spannung eigentlich ziemlich künstlich aufrechterhalten wird (Stichwort Countdown). Das am Tag 0 eintretende Ereignis gibt den Geschehnissen dann zwar eine unerwartete und dramatische Wendung, aber man kann nicht sagen, dass dies einen richtigen Höhepunkt der Geschichte markiert. Außerdem flacht die Handlung anschließend auch relativ schnell wieder ab. Ein weiterer Punkt, der mir nicht zugesagt hat ist eine überflüssig wirkende erotische Szene, die etwas zu plump und vulgär beschrieben wird.

    Fazit:

    Trotz kleinerer Schwächen handelt es sich insgesamt um eine schöne und bewegende Geschichte über das Leben, Freundschaft, Liebe und Verlust, die neben lustigen Momenten auch einige nachdenklich stimmende Momente zu bieten hat.

    Es ist mein erstes Buch von John Green gewesen und ich möchte auf jeden Fall auch noch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ lesen.

    Zum Schluss noch einige besonders schöne und nachdenklich stimmende Zitate aus dem Buch:

    „Von der Zukunft zu träumen, ist auch eine Art Nostalgie. […] Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen.“ (S. 76)
    Der Mensch, glaubte ich, braucht Sicherheit. Er erträgt die Vorstellung nicht, dass der Tod nichts sein soll als ein großes schwarzes Nichts, er erträgt den Gedanken nicht, dass seine Liebsten aufhören zu existieren, er kann sich nicht vorstellen, selbst einmal nicht mehr zu existieren. Am Ende, schloss ich, glauben die Menschen an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil nicht ertragen können. (S. 138)
    Es kommt die Zeit, da wir begreifen, dass unsere Eltern weder uns retten können noch sich selbst, dass jeder Einzelne von uns, die wir durch den Fluss der Zeit waten, irgendwann von der Strömung weggerissen wird – kurz, dass wir alle gehen. (S. 166) 
    Thomas Edisons letzte Worte waren: „Es ist wunderschön hier drüben.“ Ich weiß nicht, wo sie ist, aber ich glaube, sie ist irgendwo, und ich hoffe, dass es wunderschön dort ist. (S. 295)
  2. Cover des Buches Crush (ISBN: 9783423719315)
    Tracy Wolff

    Crush

    (550)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Bischoff

    ENTHÄLT SPOILER

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie Tracy Wolff das macht, aber ich bin einfach komplett in dieser Reihe gefangen. Crush war wieder so ein Buch, bei dem ich eigentlich ständig weiterlesen wollte. Ich hatte teilweise kaum Zeit zum Lesen und war trotzdem frustriert, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Die Cliffhanger, die Geheimnisse und diese ganzen Enthüllungen machen es einfach unmöglich, die Geschichte wirklich aus der Hand zu legen. Mein größtes Highlight in diesem Band war eindeutig Hudson. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich nach Band 1 so eine Meinung über ihn ändern würde, aber er hat mich komplett überrascht. Er ist so vielschichtiger, interessanter und verletzlicher, als man am Anfang erwartet. Ich liebe, dass er nicht einfach nur als „der Böse“ dargestellt wird, sondern dass man merkt, dass hinter allem eine Geschichte steckt. Im Vergleich dazu konnte mich Jaxon leider immer weniger überzeugen. Seine beschützende Art hat mich schon in Band 1 manchmal gestört, aber hier wurde es für mich noch deutlicher. Während Hudson Grace Kraft gibt und an sie glaubt, hatte ich bei Jaxon oft das Gefühl, dass er sie beschützen möchte, indem er sie zurückhält. Und genau dieser Unterschied hat für mich viel verändert. Die Dynamik zwischen Grace und Hudson war für mich einfach das Highlight des Buches. Ich habe jede Szene mit den beiden geliebt und regelrecht darauf gewartet, mehr von ihnen zu bekommen. Natürlich gab es auch Momente, die mich etwas verwirrt haben. Manche Gespräche wirkten nicht ganz natürlich und einige Entwicklungen kamen sehr plötzlich. Trotzdem hat die Geschichte mich komplett mitgerissen. Und dieses Ende?! Ich wusste es. Ich hatte diese Theorie und als sie sich bestätigt hat, war ich einfach nur glücklich. Ich liebe es, wenn ein Buch Hinweise streut und man beim Lesen tatsächlich miträtseln kann.

    Am Ende bleibt nur zu sagen: Ich liebe diese Reihe gerade viel mehr, als ich erwartet hätte. Ich brauche Band 3 sofort und habe gleichzeitig ein bisschen Angst davor, was noch alles kommt.

    Und ja… wir lieben Hudson. Zumindest ich. 🖤🐉

  3. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783755800736)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

    (994)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Zunächst hatte ich gedacht, es handele sich um eine Art Dorfchronik und ein Portrait diverse liebenswerter Charaktere. Wirklich relevant wurde das Buch dann, als den Portraitierten eine Reihe von Schicksalsschlägen erteilt, die alle auf eine harte Probe stellen. Mariana Leky schreibt in ihrer typischen Art und lässt uns daran teilhaben, wie ihre Charaktere die Herausforderungen des Lebens meistern. Dies ist mein zweites Leky-Buch nach "Erste Hilfe" und ich finde, es ist wesentlich besser gelungen.

  4. Cover des Buches Crave (ISBN: 9783423719186)
    Tracy Wolff

    Crave

    (936)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Bischoff

    Dieses Buch war scheiße gut. Wirklich. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe die Geschichte komplett verschlungen. Aber Jaxon? Der hat mich so unfassbar genervt. Und zwar wirklich viel. Seine Art, seine Entscheidungen, seine ganze Haltung irgendwann war der Punkt erreicht, an dem auch seine Gründe für mich nichts mehr wettmachen konnten. Ich verstehe vielleicht, warum er so handelt, aber das bedeutet nicht, dass ich es dadurch weniger anstrengend fand. Trotzdem hat mich das Buch völlig gepackt. Die Welt, die Spannung, die Charaktere und dieses ständige Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, wie es weitergeht, haben einfach funktioniert. Vielleicht sagt es alles, dass ich mir direkt die komplette Reihe in der Bücherbüchsen-Edition geholt habe, inklusive Zusatzband und einem weiteren Buch, das als Spin-off verkauft wird. Also ja: Jaxon nervt mich. Aber diese Reihe hat mich trotzdem schon jetzt am Haken. 

  5. Cover des Buches Cornelsen Senior English Library - Fiction / Ab 10. Schuljahr - Looking for Alaska (ISBN: 9783060311255)
    John Green

    Cornelsen Senior English Library - Fiction / Ab 10. Schuljahr - Looking for Alaska

    (649)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Vier Freunde müssen sich Gedanken darüber machen, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, denn einer aus der Gruppe hatte einen tödlichen Unfall. 

    Der Kommentar und das Leseerlebnis: 
    Es geht schon in Ordnung, dass John Green die Thematik Sterben, verbunden mit der Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, in eine nette und harmlose Internatsgeschichte verpackt. Man muss den Jugendlichen nicht gleich mit „dem härtesten Tobak“ kommen. Es ist nicht ganz Hanny + Nanny, dafür wird zu viel gesoffen und geraucht, aber sehr weit entfernt dann doch nicht. Man kann davon ausgehen, dass John Green Enid Blython kannte und schätzte. Und doch bereitet Green darauf vor, dass das Leben nicht nur Butterbrot mit Ei ist, - das Ei kann fehlen, die Butter auch. Freilich, das Brot selbst kommt Green nicht abhanden. 

     Fazit: Sehr ok und unterhaltsam. Kratzt ein bisschen an der Oberfläche, aber nicht zu sehr. Letztlich nicht modern genug.

    Kategorie, Jugendliteratur
    Erschienen bei Harpercollins Publishers am 28.02.2013

  6. Cover des Buches Covet (ISBN: 9783423763585)
    Tracy Wolff

    Covet

    (335)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Bischoff

    ENTHÄLT SPOILER 


    Ich glaube, langsam kann ich es nicht mehr leugnen: Diese Reihe hat mich komplett gepackt. Auch Band 3 war wieder ein Buch, bei dem ich eigentlich ständig weiterlesen wollte. Selbst wenn ich nicht so viel Zeit zum Lesen hatte, war dieses Gefühl immer da, dass ich unbedingt zurück in die Geschichte muss. Die Welt, die Charaktere und die ganzen Geheimnisse ziehen einen einfach immer weiter. Was ich an diesem Band besonders mochte, war, dass die Welt immer größer wird. Man bekommt mehr Einblicke, mehr Zusammenhänge und merkt, dass alles viel stärker miteinander verbunden ist, als man am Anfang denkt. Besonders spannend fand ich auch die Verbindungen zu anderen Reihen im gleichen Universum, ich liebe es einfach, wenn Bücherwelten zusammenhängen und man merkt, dass hinter allem ein größerer Plan steckt. Natürlich gab es auch wieder Momente, bei denen ich komplett verwirrt war und erstmal versucht habe, die ganzen Regeln und Verbindungen zu verstehen. Gerade bei den Gefährtenbindungen hatte ich einige Fragezeichen im Kopf. Aber zum Glück wurden viele Dinge im Laufe der Geschichte klarer. Ein großer Pluspunkt bleibt für mich weiterhin Hudson. Ich hätte niemals gedacht, dass er nach Band 1 so ein Highlight für mich werden würde. Ich liebe seine Art, seine Entwicklung und vor allem seine Dynamik mit Grace. Er ist für mich einfach einer der interessantesten Charaktere der Reihe. Auch die anderen Charaktere machen die Geschichte für mich besonders. Man merkt, dass die Reihe nicht nur von der Liebesgeschichte lebt, sondern von dieser ganzen verrückten Gruppe, ihren Beziehungen und ihrer gemeinsamen Geschichte. Natürlich ist nicht alles perfekt. Manche Entwicklungen wirken etwas dramatisch und einige Gespräche fühlen sich nicht immer komplett natürlich an. Aber trotzdem schafft es Tracy Wolff jedes Mal, dass ich weiterlesen möchte. Und genau das ist wahrscheinlich die größte Stärke dieser Reihe: Sie macht süchtig. Ich bin gespannt, was noch kommt, und freue mich unglaublich darauf, weiter in dieses Universum einzutauchen.

  7. Cover des Buches Neon Birds (ISBN: 9783404200009)
    Marie Graßhoff

    Neon Birds

    (480)
    Aktuelle Rezension von: Nick_Shadowheart

    Das Buch fängt sehr actiongeladen an. Man wird sofort reingeworfen, fiebert aber auch gleich mit. Die Überleitung von einem zum nächsten Charakter fand ich sehr gelungen. Wir haben im Prinzip 4 Hauptcharaktere, die sich in 2 Teams einteilen lassen. 

    Nach der Action kommt das Buch erstmal ein wenig zur Ruhe, sodass man die Welt ein wenig mehr kennenlernen kann. Auch die Militärakten geben Einblicke in bestimmte Sachverhalte. Jeder der Charaktere macht einiges durch, sodass ich verstehe, dass sie zum Teil sehr verschlossen sind, aber ich hätte mir da noch ein wenig mehr Austausch erhofft. Mehr über Andras Kultur, Flovers Hintergrund, Lukes Leben, Okijens Körper und Empfindungen. Vlt wird ja einiges in den nächsten Teilen noch aufgegriffen. Ich möchte auch irgendwie mehr Interaktionen zwischen den Charakteren. Ob es noch romantisch wird, mal sehen. Es kann muss aber nicht. Mal sehen was sich noch entwickelt. Trotzdem spürt man jetzt schon, dass sich manche von ihnen einfach viel bedeuten.

    Das Buch endet dann auch nochmal mit spannungsgeladener Action und einem fiesen Cliffhänger.

  8. Cover des Buches Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun (ISBN: 9783551557339)
    Rick Riordan

    Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun

    (677)
    Aktuelle Rezension von: ariadne

    Ich mag die Helden des Olymps-Reihe wirklich sehr und bin froh diesmal wieder Percy mit dabei zu haben. Hazel und Frank sind mir auch sehr ans Herz gewachsen. Rick Riordan hat einfach eine besondere Begabung, seine Charaktere und Handlungen schrullig und zugleich liebenswürdig zu machen. Ich finde es immer wieder bezaubernd, wie der Autor und die Protagonisten sich auch nicht immer so ernst nehmen.


  9. Cover des Buches Court (ISBN: 9783423764148)
    Tracy Wolff

    Court

    (214)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Bischoff

    Die ersten 350 Seiten waren mega! Ich war komplett in der Geschichte drin und konnte gar nicht aufhören zu lesen. Dann musste ich allerdings vier Wochen pausieren, weil ich auf einen guten Freund gewartet habe, mit dem ich die Bücher zusammen lese. Da ich deutlich schneller lese als er, musste ich mich also gedulden.  Als ich danach wieder angefangen habe, habe ich ungefähr 200 Seiten gebraucht, um wieder richtig in die Geschichte reinzukommen. Danach waren die restlichen Seiten für mich eher okay. Ich glaube allerdings, dass das gerade auch sehr an mir liegt. Ich habe momentan eigentlich total Lust zu lesen, aber irgendwie fühle ich beim Lesen nichts wirklich. Kein Buch schafft es gerade, mich so richtig zu packen oder etwas in mir auszulösen. Deshalb möchte ich Court gar nicht unbedingt die Schuld dafür geben, dass es für mich nicht so gut war. Vielleicht wäre meine Bewertung zu einem anderen Zeitpunkt auch ganz anders ausgefallen. 

  10. Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
    Eowyn Ivey

    Das Schneemädchen

    (374)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    In Alaska, in den 20er Jahren, wollen Mabel und Jack der Hoffnungslosigkeit entfliehen und neu beginnen. Aber die Aufbruchsstimmung ist in Ernüchterung gewichen. Mabel und Jack sind nicht mehr die Jüngsten, und das harte Leben auf ihrer erst im Werden begriffenen Farm hat beide viel Kraft gekostet. In einer kargen, kleinen Hütte auf zum Teil noch nicht mal erschlossenem Ackerland lebend, weit ab von den nächsten Nachbarn, umgeben von Kälte und rauer, wilder Landschaft, ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Die Beziehung der beiden leidet trotzdem sie sich aufrichtig lieben. Aber eines Abends bauen sie gemeinsam eine Schneefigur, ein Mädchen. Am nächsten Tag ist das Schneemädchen dort, aber sie sehen ein Blondes Mädchen im Wald.

    Die ersten Eindrücke des Buches sind das winterliche Alaska, das die Autorin beschreibt: Einsam, still, weiß und freudlos. Der Winter steht bevor, und mit ihm lange Dunkelheit. Die Stimmung ist bedrückend. Das Land strahlt Erbarmungslosigkeit aus. Ivey schreibt schnörkellos, direkt mit wenigen Adjektive und dennoch schafft sie eine Atmosphäre, die den Leser in den Bann zieht und Bilder im Kopf malt. Was folgt, ist eine sachte, melancholische Mischung aus Märchen, semi-historischer Abenteuergeschichte und Landschaftsroman. Ivey nimmt sich viel Zeit für ihre Geschichte und ihre Figuren. Sie lässt den Leser lange im Unklaren über das ‚Schneemädchen‘. Und selbst, wenn man glaubt, das Geheimnis sei gelöst, belehrt sie ihn eines besseren und greift den märchenhaften Unterton geschickt wieder auf. 

    Mein Fazit: Ein Irgendwie-Märchen eingebettet in eine raue, gnadenlose, atemberaubend schöne Landschaft. Es geht um Liebe und Freundschaft, um Einsamkeit, Depression und Durchhaltevermögen. Ein sehr eigenes, besonders Buch, das den Leser mit in eine schneebedeckte Welt nimmt, in der Wirklichkeit und Traum miteinander tanzen.

  11. Cover des Buches In die Wildnis (ISBN: 9783492957779)
    Jon Krakauer

    In die Wildnis

    (410)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Im August 1992 wurde die Leiche von Chris McCandless AKA Alexander Supertramp, in einem Bus in der Wildnis von Alaska gefunden. Der Journalist Jon Krakauer rekonstruiert sein Leben und seinen Wunsch die Zivilisation hinter sich zu lassen und ein Leben in der Natur, ohne Zivilisation und Konsum zu leben. Krakauer recherchierte ab Chris' Abschluss an der Uni im Sommer 1990 und dem Beginn seines Ausstiegs aus seinem bisherigen Leben bis zu seinem Tod 1992. Er interviewt dafür unter anderem seine Familie und auch Menschen die ihm während seiner Reise begegnet sind.

    Obwohl man von Beginn Buches an eigentlich schon weiss wie es enden wird, rührt die Story einen zu Herzen. Ein wirklich wunderbares traurig-schönes Buch.

  12. Cover des Buches Cyber Trips (ISBN: 9783404209675)
    Marie Graßhoff

    Cyber Trips

    (250)
    Aktuelle Rezension von: Nick_Shadowheart

    Cyber Trips

    Auch im 2ten Band geht es spannend weiter. Die Charaktere wachsen einen immer mehr ans Herz und es gibt jetzt eindeutig auch romantische Verwicklungen. Es gibt auch eine kleine Szene zwischen 2 Charakteren, aber sie überschattet nicht die Handlung und ist auch eher fade to black. Aber auch so will man einfach wissen wie es für alle Beteiligten weiter geht. Wir lüften auch ein paar Geheimnisse was die Vergangenheit von Okijen und Byth angeht. Und ein paar der Charaktere sprechen sich zumindest ein bisschen aus.

    Im groben sind wir immer noch in zwei Teams aufgeteilt. Flover und Luke befinden sich auf der Flucht, während die anderen versuchen was gegen KAMI zu unternehmen. Kann man vielleicht doch mit ihr reden?

    Ich fand die Actionszenen im ersten Teil schon richtig gut und auch hier gibt es wieder so einige. Ich fand, dass in diesem Teil aber auch einige lustige Szenen vorhanden waren. „Es wäre mir eine Ehre, wenn Sie auf mein Huhn aufpassen“, die Autofahrt oder „Hast du vielleicht eine Fehlfunktion, die mir hier nicht angezeigt wird?“

    Aber auch andere Momente fand ich eindrücklich, wie die heiße Kammer in Andras Stamm oder Luke, der denkt er wäre allein.

    KAMI an sich ist auch spannend, da sie ja Tendenzen zeigt, dass sie versucht zu verstehen.

    Die Bücher sind schon sehr militärisch und die Charaktere machen ja auch so einiges durch, aber mir wird es dabei nie zu düster nie zu viel.

    Ich bin gespannt wie das alles ausgeht.

  13. Cover des Buches Gezeichnete des Schicksals (ISBN: 9783802583209)
    Lara Adrian

    Gezeichnete des Schicksals

    (587)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Pilotin Alex ist die Erste am Schauplatz eines grausamen Mordes einer ganzen Familie und somit eine wichtige Zeugin für den Vampirkrieger Kade. Denn der Täter scheint kein Mensch zu sein und Kade hat den Auftrag erhalten, den Täter zu ermitteln und unschädlich zu machen. Zusammen mit Alex geht er den unterschiedlichen Spuren nach, dabei kommen sie sich immer näher. 

    Den Teil fand ich überraschend spannend, was vielleicht am winterlichen Setting in der Einöde gelegen hat, das hat eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen. 

    Kade und Alex mochte ich sehr, sowohl als eigenständige Person als auch als Paar. 

  14. Cover des Buches Variation – Für immer oder nie (ISBN: 9783423264259)
    Rebecca Yarros

    Variation – Für immer oder nie

    (230)
    Aktuelle Rezension von: Vivien_ts

    Nach Jahren trifft Hudson wieder auf Allie und sein Herz schlägt nach wie vor für sie. Doch in den Jahren hat sich einiges verändert. Allie ist heute eine berühmte Ballettänzerin, Hudson ein Rettungsschwimmer und zwischen den beiden gibt es viele Geheimnisse.
    Ich weiß nicht, warum ich dieses Buch nicht über alles geliebt habe, denn es hatte so viel Potenzial. Ich liebe das Thema Ballett. Es gab spannende Parts und Plottwists. Die Lovestory war schön. Aber irgendwie hat es mich trotzdem nicht ganz gecatcht und ich musste mich eher drängen weiter zu lesen.
    Vielleicht war das einfach nicht die richtige Zeit dieses Buch zu lesen. Es ist mein erstes Buch dieser Autorin und ich werde ihr auf jeden Fall nochmal eine Chance geben. Die Ideen, die sie hat, mag ich auf jeden Fall sehr. 

  15. Cover des Buches Drop City (ISBN: 9783446289000)
    T. C. Boyle

    Drop City

    (227)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Hippies in Alaska, ein paradoxer Gedanke. Es gelang T.C. Boyle stets gut einem diese zwei verschiedenen Lebensstile näher zu bringen und Verständnis für beide alternativen Lebensarten zu erzeugen. Über  die Hälfte des Buches wird in 2 Handlungssträngen (immer im Wechsel) erzählt. Auf der einen Seite ist da die Hippie Kommune welche im Drogenrausch in den Tag  hinein lebt und auf der andern Seite ein Trapper im tiefen Alaska der versucht eine Frau zu finden und sein Leben zu meistern.
    Die einzelnen Charaktere werden einem im ersten drittel des Buches gut näher gebracht. Der ständige Wechsel zwischen den zwei Handlungssträngen (bis die zwei -Welten- aufeinander treffen) erzeugt eine große Spannung.
    Als die Kommune im Sommer in Alaska ankommt und sich in der unmittelbaren Nachbarschaft des Einsiedlers niederlässt, hat sie nicht mehr viel Zeit um sich auf den harten Winter vorzubereiten. Hier wird dem Leser das wahre harte leben in Alaska nähere gebracht.
    Zwischenmenschliche Konflikte unter den Hippies aber auch unter den Alaskanern bestimmen das letzte drittel des Buches.

  16. Cover des Buches Schuldig (ISBN: 9783492274845)
    Jodi Picoult

    Schuldig

    (227)
    Aktuelle Rezension von: Julja95

    Es hat so so so gut begonnen und war von Beginn an richtig spannend. Die Comicausschnitte dazwischen fand ich erst gewöhnungsbedürftig, aber dann doch ganz cool, als ich entdeckt habe, dass da kleine Botschaften versteckt sind. Die Handlung ist sehr vielschichtig und nicht alles davon empfand ich als unbedingt nötig, dennoch konnte man ihr gut folgen. Leider hat die Spannung doch zum Ende hin abgenommen und der Schluss ging mir viel zu schnell. Irgendwas fehlte am Ende auch, idk.

  17. Cover des Buches Wolfsblut (ISBN: 9783746090900)
    Jack London

    Wolfsblut

    (266)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich muss sagen: Für einen Abenteuerroman ist Wolfsblut außerordentlich geschickt geschrieben. Dies ist nun mein drittes Buch von Jack London, und ich muss sagen, dass er unglaublich viele Botschaften in seine Romane verpackt. Diese sind meist nicht besonders umfangreich und lassen sich sehr schnell lesen, doch er schafft es, auf wenigen Seiten erstaunlich viel zu erzählen. So auch in Wolfsblut.


    Der Hauptprotagonist trägt den Namen Wolfsblut und ist tatsächlich ein Wolf. Die Geschichte wird größtenteils, genauer gesagt fast ausschließlich, aus seiner Perspektive erzählt. Jack London schlägt dabei sehr interessante Brücken zu Themen, die alles andere als tierisch sind, sondern für den Menschen einen wesentlichen Bestandteil des eigenen Lebens darstellen.


    Wolfsblut ist nicht nur ein Abenteuerroman, sondern auch ein Gesellschaftsroman. Gleichzeitig ist das Buch eine Demonstration von Macht und davon, was geschieht, wenn diese missbraucht wird.


    Wir erleben die Entwicklung des Wolfes, die stellenweise erstaunlich menschlich wirkt. Er muss zahlreiche Schicksalsschläge erleiden. Er wird unter harter Hand großgezogen, muss sich ständig gegen andere Hunde behaupten und entwickelt sich dadurch zu einem Kämpfer, der beinahe unbesiegbar erscheint. Sein Leben ist rau, geprägt von Aggression und Entbehrungen. Zudem hat er großes Pech mit den Menschen, die ihn besitzen.


    Bei seinem ersten Herrn muss er sich fortwährend gegen die bereits vorhandenen Hunde durchsetzen. Beim zweiten Besitzer wird er für Hundekämpfe abgerichtet. Und wie man so schön sagt: Aller guten Dinge sind drei. Erst beim dritten Menschen findet er Frieden. Er erfährt Liebe. Er erfährt, was es bedeutet, ein Zuhause zu haben, und ist am Ende sogar bereit, sein Leben für seine Menschen zu opfern. Ob er dieses Leben tatsächlich verliert oder nicht, möchte ich offenlassen – vielleicht ist das ein zusätzlicher Anreiz, das Buch selbst zu lesen.


    Besonders interessant ist, dass wir tief in die Gedankenwelt des Wolfes eintauchen dürfen. Es wird eindrucksvoll beschrieben, wie er die Menschen wahrnimmt: als mächtige Wesen, beinahe als Götter. Sie beherrschen das Feuer, formen ihre Umwelt nach ihrem Willen und kontrollieren die Natur. Schon die Tatsache, dass sie einfache Stöcke als Werkzeuge benutzen, beeindruckt ihn zutiefst.


    Gleichzeitig zeigt der Roman sehr deutlich den Einfluss des Menschen auf die Natur. Es wird klar dargestellt, dass der Mensch gewöhnlich an der Spitze der Nahrungskette steht. Wolfsblut wird gezähmt und verliert nach und nach seinen Freiheitsdrang. Er erkennt die Vorteile des Zusammenlebens mit Menschen: Er muss nicht mehr jagen, hat stets Nahrung und ein warmes Zuhause. Zwischen Mensch und Wolf entsteht eine Symbiose, ähnlich jener Entwicklung, die vermutlich auch zur Entstehung des Haushundes geführt hat.


    Interessant ist zudem, dass Wolfsblut gewissermaßen das Gegenstück zu Ruf der Wildnis darstellt. Dort erleben wir die Geschichte eines Hundes, der an das Leben bei Menschen gewöhnt ist, in die Wildnis gerät und schließlich dem Ruf der Freiheit folgt. In Wolfsblut wird diese Entwicklung umgekehrt erzählt: Ein Wolf, der die Freiheit der Wildnis kennt, entscheidet sich letztlich für das Leben an der Seite des Menschen.


    Ich würde dieses Buch auch größeren Kindern empfehlen. Zwar gibt es einige blutige und brutale Szenen, doch insgesamt handelt es sich um einen familienfreundlichen Roman. Für ältere Leser bietet das Buch darüber hinaus zahlreiche wertvolle Botschaften und interessante Denkanstöße.


    Insgesamt ist Wolfsblut ein schöner, spannender und zugleich nachdenklicher Lesespaß, den ich gerne weiterempfehle.

  18. Cover des Buches Alaska Wilderness - Verschollen am Mount McKinley (ISBN: 9783764170042)
  19. Cover des Buches Toxin (ISBN: 9783785728390)
    Kathrin Lange

    Toxin

    (51)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Beim Auftauen des Permafrostbodens in Alaska durch den Klimawandel, wird ein Berg verendeter Karibus freigelegt. Sie wurden damals von Milzbrandbakterien dahingerafft.  Schnell beginnen sich die ersten Menschen zu infizieren.

    Jahre später forscht der Mikrobiologe Gereon Kirchner an diesem Bakterienstamm, um mit dessen Hilfe ein Mittel gegen Krebs herzustellen. Aber ist das nicht zu gefährlich ?

    Zunächst mäßig spannend und etwas langatmig, hat mich eigentlich nur Toms Figur bei der Stange gehalten, weil ich den Charakter sehr sympathisch fand. Die letzten 100 Seiten habe ich das Buch aber verschlungen, weil es dann richtig spannend wurde. Gut fand ich auch die Infos über den auftauenden Permafrostboden und wieviel CO2 er dadurch freisetzt. Das war mir nicht so bewußt und ich finde es gut, dass die Autorinnen diese wichtige Information unter´s Volk bringen. Effektiver hätte ich es gefunden, wenn sie nicht schon vorher im Buch immer wieder auf dem Thema Klimawandel rumgeritten hätten.

    Alles in allem spannend, vor allem gegen Ende. Aber ich werde kein weiteres Buch aus der Reihe lesen, weil mich die meisten Charaktere nicht angesprochen haben und ich zuviele andere ungelesene Bücher habe. Sonst vielleicht schon.



  20. Cover des Buches Wie Wölfe im Winter (ISBN: 9783959671323)
    Tyrell Johnson

    Wie Wölfe im Winter

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Anonymos

    Der Roman ist so lala. Ich werde ihn mal anhand von ein paar Kategorien bewerten:

    ERZÄHLSTIL: Es ist ok, an manchen Stellen aber grauenhaft, es gibt auch ab und zu sehr viele kurze aneinandergerreihte Sätze.

    Erzählstil-Bewertung: 1/2 von 1 Stern

    SPANNUNG: Die Spannung kommt meiner Meinung nach viel zu spät. Der Roman ist in 4 'Teile' unterteilt, aber die Spannung nimmt erst im 2. Teil Fahrt auf (Seite 117). Das bedeutet im 2/3 des Buches. 

    ACHTUNG SPOILER!

    Es nimmt die Spannung vorallem raus, bei dem Rätsel um 'Jackson Day' bzw. 'Jax'. Als Lynn die Zahlen auf Jax' Handgelenkt sieht habe ich mir sofort gedacht: "OK, er muss ein Patient von Immunity sein."

    Und am Ende, als Lynn betet dass sie hoffentlich nicht sterben werden, da war auch sofort klar, 'OK, sie wird nicht sterben, weil sie ja noch den Brief von ihrem Vater hat, den sie noch nicht gelesen hat.'

    SPOILER ENDE!

    Spannung-Bewertung: 1/2 von 1 Stern (ist aber schon einbisschen 'Ein Auge zugedrückt')

    CHARAKTERE: Die Charaktere passen meiner Meinung nach gut in die Erzählung rein. Sowohl die Mitarbeiter von Immunity, als auch 'Jax' und Lynn mit ihrer Familie.

    Charaktere-Bewertung: 1 von 1 Stern

    LESEGENUSS: Ja, es macht schon Spaß, ist aber schade, dass die Spannung einbisschen rausgenommen wurde.

    Lesegenuss-Bewertung: 1/2 von 1 Stern

    GESCHICHTE (ALLGEMEIN): Im Allgemeinen ist die Geschichte gut, aber doch irgendwie nicht perfekt. Schade auf jeden Fall mit dem Spannugs-Leck. 

    Geschichte (Allgemein)-Bewertung: 1 von 1 Stern


    Dass ergibt zwar 3,5 von 5 Sternen, aber es zieht den Fakt ab, dass ich mir das Buch nie kaufen und in mein Regal stellen würde. Ich würde es höchstens in einer Bücherei ausleihen. Und weil ich dass Ende mit Lynn's Onkel komisch finde und einfach nicht toll.

  21. Cover des Buches Der Ruf der Wildnis (ISBN: 9783150206461)
    Jack London

    Der Ruf der Wildnis

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Wer das Buch nicht kennt, kennt vielleicht die Verfilmung aus dem Jahr 2020. Es gibt gar nicht so viel zu sagen. Ist ein schönes, atmosphärisches Buch. Ich denke gerade für Tierfreunde, da der Hund ein Hauptprotagonist ist ist das noch mal ein besonderes Schmankerl. Dadurch, dass das Buch auch nicht dick ist, kann man es gemütlich an einem Abend durchlesen und man wird mit einer schönen Geschichte belohnt.

    Ich persönlich habe den Film nicht gesehen und kenne nur das Buch deswegen kann ich keine Aussage dazu machen, welches nun besser ist. Ich denke man hat mit beiden seine Freude.

  22. Cover des Buches Nullpunkt (ISBN: 9783499252662)
    Lincoln Child

    Nullpunkt

    (63)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Zusammenfassung/Klappentext:

    Ein Team von Klimaforschern untersucht in der Nähe der verlassenen Militärstation Fear Base in Alaska einen Berg, der für die Tunit seit Urzeiten heilig ist. Als ein riesiges Stück des Gletschers abbricht, wird eine Höhle freigelegt – und darin wird eine im Eis eingeschlossene Kreatur mit stechend gelben Augen gefunden.

    Dieser spektakuläre Fund lockt ein ehrgeiziges Dokumentarfilm-Team an, das die Kreatur vor laufenden Kameras auftauen will. Trotz der Warnungen eines Tunit-Schamanen wird das Wesen aus dem Eis geborgen und in die Militärstation gebracht. Doch über Nacht verschwindet es spurlos aus dem Kühlcontainer – und kurz darauf wird das erste Opfer gefunden. Oder vielmehr das, was von ihm übrig geblieben ist …

    Meinung:

    Lincoln Child kombiniert klassisches Abenteuer mit wissenschaftlichen und übernatürlichen Elementen – eine Mischung, die ungemein spannend ist und mich sofort begeistert hat.

    Der Autor entführt den Leser in die eisige Einöde Alaskas und erschafft mit seinen eindrucksvollen Beschreibungen eine atmosphärische, lebensfeindliche Kulisse. Die Isolation der Fear Base trägt zur Spannung bei und verstärkt das Gefühl der Bedrohung – nicht nur durch die Natur, sondern auch durch die Sensationslust der Menschen. Die Handlung entwickelt sich von einem faszinierenden wissenschaftlichen Mysterium zu einem unerbittlichen Überlebenskampf. Die Spannung steigt kontinuierlich an, bis sie gegen Ende kaum noch auszuhalten ist. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht!

    Die unbekannte Kreatur mit ihren unheimlichen gelben Augen verstärkt die düstere und bedrohliche Atmosphäre zusätzlich und sorgt für einige unvergessliche, geradezu haarsträubende Momente. Die Umsetzung ist wirklich großartig gelungen.

    Das Buch bietet eine breite Palette an unterschiedlichen Figuren. Die unterschiedlichen Motivationen (Wissenschaft, Profitgier und Sensationslust) sorgen ebenfalls für Spannungen und treiben die Handlung zusätzlich voran. Jeremy Logan, ein Enigmatologe mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit, unerklärliche Phänomene zu analysieren, ist ein ausserordentlich faszinierender Protagonist. Leider bleiben viele Nebenfiguren eher blass und klischeehaft.  Der Regisseur und die Moderatorin wirken besonders stark überzeichnet. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

    Fazit:

    „Nullpunkt“ ist ein packender Pageturner mit einer fesselnden Mischung aus Wissenschaft, Mystery und Thriller. Lincoln Child versteht es meisterhaft, diese Elemente zu einer spannenden Geschichte zu verweben. Wer eine beklemmende Atmosphäre, unheimliche Entdeckungen und einen Hauch Übernatürliches mag, wird hier bestens unterhalten.

    Sternewertung:

    4.5 Sterne

  23. Cover des Buches Die Kolonie (ISBN: 9783442206513)
    C.J. Tudor

    Die Kolonie

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Estelle38

    Viele offene Fragen und sehr authentische Charakterbeschreibungen. Hier ist nichts geschönt und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Es war athmosphärisch und ich würde gerne mehr solcher Bücher lesen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gefällig. Die Detektive habe ich ins Herz geschlossen. Ich hoffe auf ein Teil 2.

  24. Cover des Buches Wildnis ist ein weibliches Wort (ISBN: 9783455004182)
    Abi Andrews

    Wildnis ist ein weibliches Wort

    (11)
    Aktuelle Rezension von: blerta

    Erin ist 19 Jahre alt und liebt furchtlose Geschichten, die einen ins Unbekannte führen. Wieso sind eigentlich nur Männer für solche Abenteuer bekannt? Sie begibt sich auf ihre Reise: Island, Grönland, Polarkreis, Kanada und zum Schluss Alaska. Währenddessen filmt sie die wichtigsten Momente für ihre Dokumentation. Doch die Bilder auf der Kamera kommen nicht an das Erleben der Natur heran, die sie an ihre Grenzen bringt und sie gleichzeitig beflügelt.

    Ich bin ohne grosse Erwartungen an dieses Buch herangetreten. Aber ich war echt gespannt, weil der Klappentext eine gewisse Tiefe versprach, die ich in Büchern suche: Die Auseinandersetzung mit dem Selbst, das Alleinsein, die Natur. Das waren alles Komponenten, die mir zusagten.

    Erin ist eine Person, die alltägliche Unsicherheiten hat, aber auch lebensentscheidende Fragen stellt. Sie beschwert sich über Kleinigkeiten wie wir alle auch; rennt am liebsten vor ihren Problemen weg, obwohl sie weiss, dass sie sie früher oder später einholen werden. Trotzdem besitzt sie eine ergreifende Art des Denkens. Erin macht immer einen Schritt nach dem anderen, immer vorwärts, auch wenn sie manchmal zurückblickt, ihre Beine machen keinen Halt. Sie hat so viel Wissen in sich, das durch die Zeilen scheint und auch in den Worten repräsentiert ist.

    In Erin vereinen sich so viele Gegensätze, wie auch in realen Personen zu finden sind: Sie ist schüchtern und willensstark, gibt aber trotzdem schnell nach. Das hat sie so fassbar und gleichzeitig komplex gemacht. Ich bin begeistert von ihr. Dadurch, dass Erin so belesen ist, erfährt man als Leser:in unglaublich viel über die Welt. Fakten, die ich sonst nie irgendwo gelernt hätte. 

    Über das ganze Buch hindurch finden sich wunderschöne Beschreibungen der Natur. Die Schifffahrt nach Island, das Fahren auf Hundeschlitten und auch das Warten am Strassenrand wird begleitet von Schilderungen, die unter die Haut gehen. Die Atmosphäre der Reise war mit den Händen greifbar.

    Man erhält einen Einblick in Erins privateste Gedanken und Gefühle und wächst mit ihr an Hindernissen, die sich ihr in den Weg stellen. Man beginnt sich auch zu fragen, wie man selbst in diesen Situationen reagiert hätte. Hätte man es auch geschafft, sich dem zu stellen? Oder hätte man schnell das Weite gesucht? Es schnürte das Bedürfnis in mir, auch so eine Reise anzutreten. Und vielleicht mache ich das irgendwann auch.

    Die Geschichte ist die Geschichte einer überaus eindrucksvolle Charakterentwicklung, die Spannung hält sich dementsprechend in Grenzen - weil sie eben realitätsnah ist. Wenn zusätzlich noch etwas passiert wäre, dann hätte das nicht in die Handlung gepasst, es hätte das Buch – und somit Erin – zerstört.

    Nur gegen Schluss hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Es war sehr flach, es passierte irgendwie nichts mehr; es war einfach nur ein riesenlanger Monolog, der leider auch langweilig wurde.

    Davon abgesehen ist dieses Buch unglaublich tiefgreifend, emotional und eine grosse Inspiration, sich vom eigenen Willen leiten zu lassen.

    Fazit
    Die Komplexität und Tiefe von Erin hat mich fasziniert: Wie nah man als Leser:in ihren Gedanken und Ängsten war, war sehr emotional. Auch der Schreibstil und dementsprechend auch die Beschreibungen der Natur und Landschaften haben mir sehr gefallen. Die Atmosphäre war greifbar. Leider konnte mich der Schluss nicht ganz abholen, aber ansonsten ist die Geschichte eine Empfehlung an alle, die sich zusammen mit Erin in ein Abenteuer stürzen wollen.

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