Bücher mit dem Tag "alberto caeiro"

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8 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn das Herz denken könnte... (ISBN: 9783250250012)
    Fernando Pessoa

    Wenn das Herz denken könnte...

     (16)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    "Wenn das Herz denken könnte, stünde es still." -Buch der Unruhe, Fernando Pessoa- Der Ammann Verlag hat aus verschiedenen Werken Fernando Pessoas Sätze, Reflexionen, Verse und Prosastücke ausgewählt und diese als "Lesebissen" in einem leinengebundenen Büchlein verpackt. Pessoa hat unter den Heteronymen Alberto Caeiro, Ricardo Reis, Álvaro de Campos, António Mora und dem Halbheteronym Baron von Teive seine philosophischen Betrachtungen des Lebens verfasst. Der Band "Wenn das Herz denken könnte..." lässt innehalten und inspiriert definitiv zum weiterlesen. Absolut zu empfehlen sein Hauptwerk "Das Buch der Unruhe", hier finden sich die Gedankengänge all seiner Heteronyme wieder.
  2. Cover des Buches Alberto Caeiro - Dichtungen, Ricardo Reis - Oden (ISBN: B002FOMKRK)
    Fernando Pessoa

    Alberto Caeiro - Dichtungen, Ricardo Reis - Oden

     (1)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Zweisprachige Ausgabe der Dichtungen des Alberto Caeiro, eines der drei Hauptheteronyme des bedeutenden portugiesischen Dichters Fernando Pessoa (1888 - 1935) sowie Ricardo Reis, dem Odendichter unter den Heteronymen. Alberto Caeiros Dichtungen sind geprägt durch seine ungewöhnliche Betrachtungsweise der Dinge. Er selbst beschreibt dies im ersten Teil "Der Hüter der Herden" so: Auf die eine oder andere Weise, wie es gelingt oder nicht gelingt, schreibe ich meine Verse. Manchmal glückt mir zu sagen, was ich denke, ein andermal sag' ich es schlecht und verworren, so schreibe ich absichtslos meine Verse, als ob das Schreiben nicht aus Gebärden bestünde, als ob das Schreiben mir zustieße wie das Sonnenlicht auf mich fällt. Ich versuche zu sagen, was ich fühle, ohne an das Gefühl zu denken. Ich suche die Worte an die Idee anzuschmiegen und keinen Korridor vom Gedanken zum Wort zu benötigen. Nicht immer gelingt es mir, das zu fühlen, was ich eigentlich fühlen müßte. Mein Denken durchschwimmt den Strom nur langsam, von dem Anzug behindert, den die Menschen ihm angezogen. Ich versuche, was ich gelernt habe, abzulegen, suche die Art der Erinnerns, die man mir beigebracht, zu vergessen und den Farbstoff, mit dem man mir meine Sinne bemalte, abzuschaben, meine wahren Gefühle auszupacken, mich auszuwickeln und ganz ich zu sein, nicht Alberto Caeiro, sondern ein Menschentier, das die Natur hervorgebracht hat. Und so schreibe ich, da ich nur die Natur fühlen will, nicht einmal wie ein Mensch, sondern wie einer, der die Natur fühlt, und weiter nichts. Und so schreibe ich einmal gut, einmal schlecht, bald treffe ich, was ich sagen will, bald verfehle ich's falle hier hin und stehe dort wieder auf, und schreite gleichwohl weiter auf meinem Wege wie ein beharrlicher Blinder. Auch so bin ich nicht zu verachten. Ich bin der Entdecker der Natur. Ich bin der Argonaute der echten Empfindungen, ich bringe dem Weltall ein neues Weltall, weil ich dem Weltall das Weltall selber bringe. Dies fühle ich und dies schreibe ich völlig bewußt und vergesse dabei nicht, dass es fünf Uhr in der Frühe ist und die Sonne, die ihr Haupt noch nicht über die Mauer des Horizontes erhoben hat, dennoch die Fingerspitzen zeigt und den Gipfel der niedrigsten Berge an der Mauer des Horizontes anfaßt." Wo Caeiro durch seine moderne Dichtung zu begeistern weiß, mahnt Ricardo Reis eher vor dieser modernen Kunst. Seine Oden spiegeln dagegen den Klassizismus wider. Reis ermuntert den Leser in seine Oden zur Selbstverwirklichung und verweist auf die Vergänglichkeit. Meine Wertung mit fünf Sternen spricht für sich. Pessoa forever!
  3. Cover des Buches Pessoa-Kalender (ISBN: 9783250110002)
    Fernando Pessoa

    Pessoa-Kalender

     (1)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    2003 ist lange vorbei, Pessoa bleibt für immer! Wundervolle Bilder, Orte, Grafiken, Erinnerungen an Lissabon, alles im harmonischen Verbund mit Zitaten, Gedichten, Auszügen aus Werken, Pessoa überall. Dieser Kalender überdauert seine Zeit ohne Probleme.
  4. Cover des Buches Mein Lissabon (ISBN: 9783596521074)
    Fernando Pessoa

    Mein Lissabon

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Pessoa hatte eigentlich vor, diesen kleinen Reiseführer, den er wahrscheinlich 1925 schrieb, selbst zu veröffentlichen, doch dazu ist es nicht gekommen. Im Zuge der Editierung seines Werkes wurde dieses Skript dann erst 1992 in dieser Form zugänglich gemacht.
    Wer sich heute auf den Weg macht, um auf Spuren des Dichters die Stadt zu entdecken, wird nicht mehr alles so vorfinden, wie hier beschrieben. Dennoch ist es lohnenswert, die Richtungen, die Pessoa vorgibt, einzuhalten. Der Reiseführer wartet mit einer Unmengen von Namen, Jahreszahlen und Details zu Bauwerken, Museen etc. auf. Stellt man sich vor, wie ein normaler Reiseführer auf einer Rundfahrt die Daten abspult, so könnte man versucht sein, der Datenmenge nicht viel Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist manches Mal sehr ermüdend, besonders für die Leser, die Lissabon nicht kennen und auch nicht vorhaben, dorthin zu fahren. Wer Geschichten der Stadt aus der Sicht des Autoren erwartet, wird enttäuscht, es ist vielmehr eine recht nüchterne Bestandsaufnahme. Insofern ist dieser kleine Führer durch Pessoas Heimatstadt nur etwas für Komplettisten, die möglichst viel von ihm lesen wollen. Und für die Reisenden, die sich auf seine Spuren begeben, auch um festzustellen, wie sehr sich die Stadt in diesen fast 100 Jahren verändert hat.
  5. Cover des Buches Pessoas Lissabon (ISBN: 9783931043933)
    Tina Deininger

    Pessoas Lissabon

     (3)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Tina Deininger und Gerhard Jaugstetter lassen in "Pessoas Lissabon" ihre Fotografien aus der Stadt am Tejo in den Dialog mit den Zitaten des portugiesischen Dichters Fernando Pessoa treten und zeigen eine Stadt, die die Melancholie, die "Saudade" erfunden zu haben scheint.
    Wer schon einmal in Lissabon gewesen ist, der entdeckt über die schwarz-weiß Fotografien hinaus wieder diese Orte und Stimmungen, die man nur dort zu finden glaubt. Zwischen Kachelkunst und manuelinischem Baustil, zwischen Fado am Abend und dem Licht über dem Tejo am Morgen, gibt es in Lissabon alles zu finden, das ein Herz suchen mag. Stille Oasen der Ruhe und Nachdenklichkeit, dichtgedrängte Enge bei Fado und Wein, leckere Konditorenspezialitäten und Fernando Pessoa in allen Winkeln.
    Für Liebhaber des Dichters, für Freunde der portugiesichen Hauptstadt, ein Fotoband, der Ruhe ausstrahlt und Sehnsucht weckt.
  6. Cover des Buches Die letzten drei Tage des Fernando Pessoa (ISBN: 9783446195073)
    Antonio Tabucchi

    Die letzten drei Tage des Fernando Pessoa

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Vorab: Man muss wissen, wer Fernando Pessoa war und man sollte ein wenig mit seinem Werk und seinem Lebenslauf vertraut sein, damit man dieses Buch begreift.
    Tabucchi war einer der besten Pessoa-Kenner der Gegenwart und so gibt es wohl keinen anderen, der dieses kleine Büchlein hätte schreiben können. Gerade einmal 60 Seiten benötigte er, um die letzten drei Tage des portugiesichen Literaturhelden zu schildern, drei Tage im Krankenhaus, an denen der an Leberzirrhose erkrankte Schreiber nacheinander seine berühmtesten Heteronyme empfängt, die ihm mit einem Besuch die letzte Ehre erweisen und noch ein letztes Geheimnis verraten.
    So trifft er Álvaro de Campos, seinen Meister Alberto Caeiro, Ricardo Reis und Bernardo Soares und mit jedem seiner Heteronyme tauscht er sich noch einmal aus, um selbst ein Resumé zu ziehen, dass es ihm erlaubt, sein Leben abzuschließen.
    Ein großartiges Buch von Tabucchi, denn es gibt einen fiktiven Einblick in die Persönlichkeit Pessoas, in sein Werk und sein Denken. Es ist fiktiv, doch es ermöglicht auch den Zugang zu Pessoa, dessen vielschichtiges Wirken auch immer der schmale Grat von Genie und Wahnsinn war, ein Werk, das fast zerstörerisch umfangreich war, dass ihm gar keine Wahl blieb, als diese Heteronyme zu erschaffen, die im das Schreiben ermöglichten.
    Großer Verdienst von Tabucchi, dass er es bei diesem knappen Umfang belassen hat. Besser und eindrucksvoller hätte man diese Idee nicht umsetzen können.
  7. Cover des Buches Gedichte. Poesias (ISBN: 9783250100690)
    Fernando Pessoa

    Gedichte. Poesias

     (3)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Álvaro de Campos, poesias - Gedichte, die zweisprachige Ausgabe nahezu sämtlicher Werke eines der Heteronyme des portugiesischen Dichters Fernando Pessoa. Campos schrieb zum größten Teil im freien Versformat, ähnlich seinem großen Vorbild Walt Whitman. Werke, wie z.B. die Triumph-Ode oder die Meeres-Ode ziehen mich unmittelbar in ihren Bann. Sie ermächtigen sich der Seiten, auf denen sie geschrieben sind, wie der Sturmwind, wie eine mächtige Flutwelle reißen sie alles mit sich hinfort. Für mich ein Gefühl, wie das Eintauchen in die atomare Zellstruktur dieser überbordenden Sinneswahrnehmungen eines großen Denkers. Ekstatisch schraubt sich die Stimmung in Álvaro selbst hoch, manchmal will ich mich vor Grausen abwenden, da er sich in Untiefen wagt, die ich nicht betreten will, ein anderes Mal fühle ich mich berührt durch seinen Mut und die Offenbarung tief vergrabener Emotionen. Er wendet sein Innerstes nach außen. Beeindruckend für mich auch die Entwicklung, die späteren Werke werden ruhiger, aber nicht minder fordernd. Manchmal hatte ich das Gefühl er will mit Worten die Naturgesetze außer Kraft setzen, seine Ideen und Gedanken müssen ihn elektrisiert haben, er transportiert eine unbändige Energie mit ihnen. Die Sterne zur Bewertung reichen mir für Fernando Pessoa und all seine Werke nie und nimmer aus. Estala, coração de vidro pintado!
  8. Cover des Buches Alberto Caeiro (ISBN: 9783104033884)
    Fernando Cabral Martins

    Alberto Caeiro

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    "Über den inneren Sinn der Dinge grübeln ist so müßig wie an die Gesundheit denken oder ein Glas zum Quellwasser tragen". Das ist einer der Grundgedanken in der Dichtung Alberto Caeiros, ein weiteres wichtiges Heteronym des portugiesischen Nationaldichters Fernando Pessoa. Caeiro hebt sich von seinen Mitstreitern ab, denn er ist ein Verfechter der logischen Schlichtheit. Für ihn ist die Existenz nur fassbar durch Sehen und Erleben von Dingen. Das Leben kann man nicht durch Denken erfassen, Denken heißt Nicht-Leben. Es ist die Konzentration auf die einfache und unverstellbare Wahrnehmung ohne Fragen. Das bezieht sich auch auf die religiösen Aspekte, denn er verlässt die ganze Gaubensgeschichte für eine Vermenschlichung des Gotthaften und tut dies mit einem deutlichen Seitenhieb auf die katholische Kirche. "Meine Mystik besteht aus Nichtwissen wollen. Sie heißt: Leben und nicht daran denken". Das Glücksgefühl durch eine ungedeutete Gegenwart.
    Die Texte lesen sich auch dadurch leicht, da sie inhaltlich nicht überfrachtet werden müssen. Fast schon wie ein Mantra zieht sich der Grundgedanke der nicht hinterfragbaren Existenz durch Caeiros Werk.
    Ergänzt durch ein "Interview" und interessanten sieben Bemerkungen zum Nichtwissen von Georg Kohler ist die eher minimale Ausbeute des kurzen Schaffens von Caeiro ein zentrales Werk im Repertoire Pessoas. Auch hier wird das portugiesische Original mitgeliefert und erscheint in der gewohnt sorgfältigen und ausfühlichen Bearbeitung des Pessoa-Teams, das sich durch die Werke dieses unglaublichen Literaten gearbeitet hat. Ein leichter, lebensbejahender Pessoa, ganz sicher ein zentraler Teil seiner Arbeit.

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