Bücher mit dem Tag "alex capus"

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13 Bücher

  1. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783446260092)
    Alex Capus

    Königskinder

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Max und Tina werden auf der Strasse über den Jaunpass eingeschneit und müssen die Nacht in ihrem roten Toyota Corolla verbringen. Nach einigen Kabbeleien über den Sinn und Unsinn von Scheibenwischern und ob Velohelme ein Scheidungsgrund sind oder nicht, nutzt Max die Zeit, um Tina eine Geschichte aus der Region zu erzählen...

    Die Französische Revolution steht kurz bevor, Aufbruch und Umbruch liegen in der Luft. Vorerst spürt Jakob, ein junger Kuhhirte aus dem Greyerzerland, jedoch noch nichts davon. Alleine und abgeschieden von der Welt hütet er den Sommer über die Kühe auf seiner Alp. Beim Viehtrieb ins Dorf geschieht es dann, und er und die Bauerntochter Marie verlieben sich - offenbar unsterblich - ineinander. Maries Vater allerdings will nicht nichts von dem Verehrer seiner Tochter wissen und verfolgt Jakob, worauf dieser sich in den Kriegsdienst flüchtet...

    Als Jakob nach vielen Jahren zurückkehrt, schnappt er sich kurzerhand seine Marie gegen den Willen des Vaters und verbringt den Winter mit ihr in seiner Alphütte. Doch die Schwester des Louis XI braucht für ihren Spielzeugbauernhof in Versailles einen echten Kuhhirten, und so wird Jakob nach Versailles eingezogen und muss seine Marie im Greyerzerland lassen... Neben der Liebesgeschichte um Jakob und Marie serviert uns Capus viel Weltgeschichte und Atmosphäre, wobei ihm das Ausmalen von gruseligen Details besonderen Spass zu machen scheint. Wie es mit den beiden weitergeht, soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: die Geschichte beruht auf wahren Gegebenheiten. Ein paar Links dazu ganz am Schluss.

    Capus schafft es wunderbar, uns in den roten Toyota Corolla zu holen und ihm in dieser kalten Winternacht zuzuhören. Die Geschichte von Jakob und Marie wird immer wieder durch Dialoge von Max und Tina unterbrochen, in denen sie über die Geschichte diskutieren. Dies und die Art, wie Capus im wahrsten Sinne des Wortes erzählt, geben der Geschichte ihre ganz besondere Note. Ich bin mir immer bewusst, dass ich hier eine erzählte Geschichte lese. Ich lese nicht die Geschichte von Jakob und Marie, sondern die Geschichte, wie Max seiner Tina die Geschichte von Jakob und Marie erzählt. Das ist einerseits wirklich gut gemacht und gibt dem Buch einen ganz eigenen Charme. Andererseits aber konnte ich dadurch nicht so tief zu Jakob und Marie vordringen. Meine Emotionen hielten sich in Grenzen, ich blieb gewissermassen auf Distanz. Ganz klar, es geht nicht beides (siehe Karolinas Töchter)! Sonst wäre die Rahmenhandlung unglaubwürdig geworden. Trotzdem hat mich diese eher emotionsarme Erzählweise teilweise auch ein wenig gestört, so sehr ich das Setting und die Rahmenhandlung schätzte!

    Also wer bei Takis Würgers Stellaeinen emotionslose Erzählweise bemängelt (was ich dort gar nicht so empfunden habe!), der müsste dies eigentlich auch bei Königskinder bemängeln. Seltsamerweise habe ich aber nie etwas derartiges gelesen. (Ja, ich finde Stella ein gute Buch, und nein, ich wurde nicht vom Hanser Verlag bestochen).

    Fazit

    Wie auch immer: alles in allem ein toller Lesegenuss von einem wundervollen Autor. Die Geschichte kommt aber nie und nimmer an Leon und Louise heran. Aber ich schätze Capus' Schreibweise so sehr, dass mir die Geschichte eigentlich schon fast egal ist. Es ist einfach immer schön, seine sympathische Art zu spüren!

    Ach ja, etwas muss ich noch loswerden: Das Cover ist zwar nicht hässlich, aber total unpassend!!! Ein Paar an einem endlosen Strand für ein Buch, das in den Alpen und in Versailles während der Französischen Revolution spielt - was soll das denn bitte?

  2. Cover des Buches Das Leben ist gut (ISBN: 9783446252677)
    Alex Capus

    Das Leben ist gut

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Pinta

    Die Geschichte von Max hat mir gut gefallen. Die Geschichte plätschert eigentlich einfach so dahin. Sie ist mitten aus dem Leben gegriffen. Das Buch hat mich ein paar mal zum Lachen gebracht. Für mich ist es aber etwas zu nahe am aktuellen Leben. Ich lese liebe Romane wo ich abtauchen kann. Das konnte ich bei diesem Buch nicht unbedingt. 

  3. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  4. Cover des Buches Léon und Louise (ISBN: 9783423253635)
    Alex Capus

    Léon und Louise

     (558)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Die Lebensgeschichte und Liebesgeschichte von Leon Le Gall, geboren um die Jahrhundertwende in Frankreich, spielt natürlich im 20. Jahrhundert, passt aber streckenweise so gut wie lange kein anderes Buch in unsere Zeit. Das Leben und Lieben Leons, der sich mit 17 in die gleichaltrige Louise verliebt, eine Liebe, die bis an ihr Lebensende hält und dennoch immer starken Widerständen ausgesetzt ist, ist geprägt durch die beiden Weltkriege. Vor allem die Zeit des zweiten Weltkriegs, Leon lebt als Polizeichemiker in Paris, einer besetzten Stadt in der alles gelähmt ist, aber weiterläuft. Zum ersten Mal hab ich bemerkt, dass unsere Corona-Situation, vor allem mit der Ungewissheit, wie lange sie noch anhalten wird, sehr nah an dem Kriegsszenario ist. Täglich sterben hunderte Menschen, das öffentliche Leben ist wie betäubt und trotzdem machen alle irgendwie weiter. Das ist nur ein Aspekt des insgesamt auch tollen Buches, hat mich aber sehr beeindruckt.

  5. Cover des Buches Eine Frage der Zeit (ISBN: 9783423146630)
    Alex Capus

    Eine Frage der Zeit

     (141)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Das Buch beginnt mit einem rasanten Prolog und so freute ich mich auf einen spannenden, exotischen und unterhaltsamen Roman. Leider legt die Geschichte nach wenigen Seiten erstmal eine Vollbremsung hin und fast 100 Seiten passiert nur sehr wenig. Der Autor führt seine Figuren recht umständlich ein und verliert sich gerne und oft in Details. So listet er etwa über eine halbe Seite auf welche Tiere und wie viele davon einer seiner Protagonisten auf der Reise erblickt hat. Das macht das Lesen schnell mühsam und sehr zäh. Interessanter wird es erst ab Ausbruch des ersten Weltkrieges, wenn sich der entspannte Aufenthalt der drei deutschen Bootsbauer gravierend verändert. Plötzlich sind sie keine Zivilisten mehr, sondern Teil der deutschen Armee und die am anderen Ufer stationierten Belgier sind vom einen Tag auf den anderen ihre Feinde.

    Die Helden des Romans sind einfache Menschen, wobei die drei deutschen Werftarbeiter deutlich besser wegkommen als der britische Marineoffizier, dieser wirkt oft grotesk und lächerlich. Auch die Reise des deutschen Bootes erhält im Roman mehr Platz als die der beiden englischen. Man ist sehr gespannt, wie die Engländer es schaffen zwei Schiffe über viele Kilometer Land zu schaffen, doch am Ende erzählt Capus diese Episode nur rückblickend in einem Brief und auf sehr wenigen Seiten. Auch beim Ende hätte ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht oder zumindest einen Anhang erwartet der mich über das Schicksal der Protagonisten aufklärt.⠀⠀

    Was Capus hingegen gut gelingt ist die Absurdität des Krieges zu verdeutlichen. Auch Kritik am Kolonialismus und die Diskriminierung und Ausbeutung der Einheimischen finden Platz im Roman. Dabei wirkt der Autor nie belehrend sondern lässt den Leser die Szenen beobachten und seine eigenen Schlüsse ziehen.

    Ich tue mich schwer das Buch zu bewerten. Es hat starke Stellen, dafür auch einiges das ich weniger gelungen fand. Ein großer Minuspunkt ist für mich das unklare Ende in Kombination mit einem fehlenden Anhang bei dem erkenntlich wird ob und welche Teile der Geschichte vom Autor verändert wurden. Bei Büchern die auf einer wahren Geschichte basieren ist das für mich ein Muss. Insgesamt ist es kein Buch das man jedem empfehlen kann. Mein Exemplar wird in den Bücherschrank und nicht ins Regal wandern, denn nochmal lesen werde ich es nicht.

  6. Cover des Buches Dänen lügen nicht (ISBN: 9783492259163)
    Kristof Magnusson

    Dänen lügen nicht

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Sehr gute Geschichten über den Urlaub in Skandinavien.Sehr interressant zu lesen.Wenn man sich mit Skandinavien nicht so auskennt kann man aber unter Umständen ein falsches Bild bekommen.Aber sonst total gut gemacht.
  7. Cover des Buches Reisen im Licht der Sterne (ISBN: 9783423145312)
    Alex Capus

    Reisen im Licht der Sterne

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Wer kennt sie nicht, „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. Millionen Heranwachsender haben dieses Buch verschlungen, unvergessen die Fernsehverfilmung, die Deutschland zwischen Weihnachten viermal eineinhalb Stunden zwischen Weihnachten und Neujahr vor die Fernseher trieb. Billy Bones, John Silver und sein Papagei, die Schurken Anderson und Hands, der alte Irre Benn Gunn, es waren Figuren, die weit über die Bestsellerlisten bekannt blieben. Die romantische Verklärung der Piraterie, johoho und 'ne Buddel voll Rum.

    Doch was blieb noch von Stevenson? Dass er als Schriftsteller zu seiner Zeit sehr erfolgreich war, ist den Wenigsten bekannt. Doch dass ermöglichte ihm, trotz schwerer Krankheit, ein Leben in Wohlstand und vor allem konnte er reisen. Warum es ihn ausgerechnet nach Samoa verschlagen hat, ist eine Quelle wilder Spekulationen und auch der Stoff der „Schatzinsel“ füllt Bücher von Gelehrten und solche, die sich dafür halten.

    Alex Capus hat sich auf die Spur des Louis Stevenson begeben und versucht, dessen Faszination für die Schatzsuche und die Südsee nachzuvollziehen. Er reiste selbst auf die Insel, auf der Stevenson einen Großteil seines Lebens zugebracht hat und versuchte, das Geheimnis von Cocos-Island zu lüften, der Insel, auf dem der große Schatz der Kirche von Lima versteckt sein soll. Dabei hat er kein reines Sachbuch geschrieben, sondern geschickt Realität und Fiktion verbunden, doch fündig geworden ist auch er nicht. Dafür gibt es jede Menge Einzelheiten aus dem Leben des großen Autoren Stevenson und teilweise vergnügliche Anekdoten, die seine Arbeit und sein Leben geprägt haben.

    Es ist ein etwas anderer Reisebericht, der sich spannend in der Welt der Schatzsuche und der Auswanderer bewegt. Capus lässt den Leser nicht von der Leine, es macht Spaß, ihm durch die unwegsamen Pfade der Südseeinseln zu folgen und es ist interessant zu erfahren, wie sich Stevenson neben seiner schriftstellerischen Berufung durch das Leben manövrierte.

    Ein Buch, das einen geheimnisvollen Sog ausübt. Wie ein Schatz, den man unter jedem Stein vermutet. Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches Glaubst du, daß es Liebe war? (ISBN: 9783423132954)
    Alex Capus

    Glaubst du, daß es Liebe war?

     (28)
    Aktuelle Rezension von: BirPet

    Harry Widmer junior lebt ein für sich sehr bequemes Leben, denn in seiner Welt geht es zunächst einmal nur um ihn und seine Bedürfnisse.

    Harry ist Fahrradmechaniker und übernimmt in jungen Jahren den Fahrradladen seines Vaters und aus dem alten Laden wird sodann „Harry’s Crazy Bike-Corner“. Verantwortung, Respekt, Pflichtbewusstsein und Anstand zählen nicht zu Harry’s Kernkompetenzen. Er ist ein Raubein, der größte Casanova der Kleinstadt, ein Wüstling, Blender, Betrüger und ein „Prachtkerl von einem Schweinehund“.

    Doch es heißt ja, dass es nie zu spät ist sich selber und sein Leben in die Hand zu nehmen, Mustern zu entkommen und neue Wege zu gehen…, auch wenn es wie hier halt bedeutet, vor Finanzbehörden und seiner schwangeren Geliebten nach Mexiko zu fliehen. Vor seiner Vergangenheit zu fliehen ist jedoch unmöglich.

    Der kurze Roman hat mir einen tollen, unterhaltsamen Leseabend geschenkt. Leicht und flüssig zu lesen, aber nicht ohne Anspruch. Ein tolles Ende, eine tolle Wendung.

  9. Cover des Buches Léon und Louise (ISBN: 9783844517941)
    Alex Capus

    Léon und Louise

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    "Léon & Louise" ist eine bezaubernde Liebesgeschichte und Ulrich Noethen liest sie ganz wunderbar. Leider bleiben am Ende ein paar Fragen offen, was möglicherweise daran liegt, dass es sich hier um eine gekürzte Fassung handelt.
  10. Cover des Buches Mein Nachbar Urs (ISBN: 9783423144490)
    Alex Capus

    Mein Nachbar Urs

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Olten ist Provinz. In der Schweiz und die ist anders als in Deutschland. Weil ja auch die Schweizer ein wenig anders sind. Alex Capus hat fünf Nachbarn, die Urs heißen. So viele Karls gibt's in deutschen Provinzneststraßen wahrscheinlich nicht. aber den Schweizern glaubt man das ungesehen. Mit diesen ganzen Ursen steht dann Capus an "lauen Abenden" auf dem Vorplatz und redet. Über Gott und die Welt. Über Chinesen, Herbert und Prinz Charles. Das sind alles kleine Geschichten, die so harmlos sind wie die Schweizer. Capus erzählt sie mit einer gewissen Zärtlichkeit in der Stimme, sein Olten ist ihm ans Herz gewachsen, ohne das er Patriot sein muss. Das macht die friedliche Atmosphäre sehr symphatisch. Symphatisch sind alle Geschichten, auch wenn manchmal ein wenig Ernst durchklingt, doch es geht beschaulich zu in Olten und alles löst sich wieder in Wohlgefallen auf. Das liegt an der Mentalität, das liegt an der Schweiz. Ein Goosen im Ruhrpott kann da schon vom Ton eine Schippe drauflegen, doch so sind sie nicht Schweizer, eher ruhig und ein wenig behäbig. Aber das hat uns Suter schon vorgemacht, denn auch seine Geschäftswelt klingt nicht ganz so brutal, auch ein wenig leichter und flockiger. Schweizerisch eben.
    Das keine Büchlein eignet sich zum Nebenbeilesen. Es bleibt nicht viel hängen, seine Romane gefallen schon besser. Aber vielleicht soll man ja am Schluss nur sagen können: "Jaja, so sind sie, die Schweizer und ganz besonders die Oltener."
  11. Cover des Buches Eigermönchundjungfrau (ISBN: 9783423132275)
    Alex Capus

    Eigermönchundjungfrau

     (9)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    Der dünne Kurzgeschichtenband von Alex Capus hat mich nicht nur zutiefst enttäuscht, sondern auch sehr sprachlos gemacht. Nach jedem Lesen einer Geschichte fragte ich mich im Grunde: "Was sollte das denn gewesen sein? Was möchte mir der Autor damit sagen? Was meint er eigentlich?" .... entweder ist es für mich noch nicht die richtige Zeit, dieses Buch zu verstehen - oder es ist definitiv nicht mein Genre. Wobei ich nicht weiß, welchem Genre ich es eigentlich zuweisen soll ....???!!!!!
  12. Cover des Buches Mein Studium ferner Welten (ISBN: 9783423130653)
    Alex Capus

    Mein Studium ferner Welten

     (17)
    Aktuelle Rezension von: badische_lesenaerrin
    Meine Meinung:
     Das Buch hat mich mit einem gemischten Gefühl zurück gelassen.
    14 Geschichten rund um Hauptprotagonist Max Mohn. Die Geschichten finden in Gegenwart und Vergangenheit statt. Die Zeitzonen wechseln.
    Der Schreibstil des Autors ist erzählerisch,nüchtern. Meiner Meinung nach.
    Er nimmt zeitgenössische Ereignisse oder Persönlichkeiten aus der Vergangenheit und macht daraus eine individuelle Geschichte/Erzählung,in dem er sie mit einfliesen lässt. So hat man also nicht "nur" eine Biographie oder Fachliteratur,sondern:einen Roman. Wie bei einem Historikroman z.b.
    Die Idee find ich toll. Nur die Umsetzung dazu hat nicht so ganz funktioniert.
    Das Buch hat mich nicht ganz beeindruckt. Die Geschichten waren interessant,die Anzahl war in Ordnung. Nur haben sie mich  nicht so vom Hocker gehauen.
    Es war eher so was wie: " joo,kann man lesen."  Ich hab auch keine Action erwarten,wie in einem Krimi oder Thriller,aber ein wenig mehr wär schon schön gewesen.
    Trotzdem: Gutes Buch!

  13. Cover des Buches Munzinger Pascha (ISBN: 9783423411608)
    Alex Capus

    Munzinger Pascha

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose
    Lustlos und ziemlich halbherzig arbeitet Max Mohn, Reporter aus Olten in der Schweiz, an einem Bericht über einen Kunstmaler, als er zufällig in einem Lexikon folgenden Eintrag entdeckt: „WERNER MUNZINGER PASCHA (1832-1875), Generalgouverneur der ägyptischen Provinzen am Roten Meer und des östl. Sudans, Afrikareisender und Sprachforscher“. Das interessiert Mohn doch viel mehr, als die Reportage über den Maler. Kurzentschlossen fliegt er nach Kairo und fotokopiert im dortigen Ägyptischen Staatsarchiv Munzingers noch erhaltene Korrespondenz. Doch zurück in Olten ist sein Interesse auch schon wieder verflogen. Es soll noch einige Zeit dauern, bis er sich ans Schreiben macht …

    Der Autor Alex Capus wurde 1961 in Frankreich geboren und lebt heute mit seiner Familie in Olten im Schweizer Kanton Solothurn. Er studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie und arbeitete während und nach seinem Studium als Journalist und Redakteur bei verschiedenen Schweizer Zeitungen. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählband. Sein Debütroman ist „Munzinger Pascha“, der 1997 erschien. Mehrere Kurzgeschichten, historische Reportagen und Romane folgten, für die er zahlreiche Preise erhielt. Sorgfältig recherchierte und geschichtlich überlieferte Tatsachen verknüpft Capus gerne mit fiktiven Geschichten, die überwiegend in der Schweiz spielen.

    Zwei Männer – zwei Geschichten: Werner Munzinger hat wirklich gelebt, was durch Aufzeichnungen und Briefe belegt ist. Als Forschungsreisender kam er 1852 über Kairo und dem Roten Meer nach Abessinien (heute Eritrea und Äthiopien), gelangte zu Reichtum durch Handel mit Europa, wurde von Ägypten zum Gouverneur oder Pascha ihrer eroberten Provinzen eingesetzt und ungewollt in Kriege und Intrigen verwickelt. Der fiktive Teil der Geschichte berichtet von dem jungen Lokalreporter Max Mohn, der mehr oder weniger gescheitert und unzufrieden mit seinem Dasein ist. Geplagt von Schreibblockaden und gelangweilt vom Provinzleben begibt er sich 150 Jahre später nach Kairo und hofft, mehr über den Munzinger Pascha herauszufinden und neue Anregungen zu bekommen.

    Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und gelegentlich leicht ironisch. Die beiden Haupt-Charaktere sind sehr differenziert und gut heraus gearbeitet, keiner ist eigentlich Sympathieträger, aber jeder hat seine besonderen Eigenarten. Dem Autor gelingt es, sowohl Werner Munzinger als auch Max Mohn lebendig werden zu lassen. Als Leser ist man mittendrin in der Vergangenheit und erlebt die strapaziösen Expeditionen bei glühender Hitze in unwegsame Gegenden hautnah mit. Erschüttert stellt man fest, dass sich Munzinger nach und nach abhängig macht und zum Vasall der ägyptischen Regierung wird. Man leidet und fühlt aber auch mit Max Mohn, wie er linkisch versucht, eine Frau zu beeindrucken und wie Polja dann mit ihm auf der Harley-Davidson durch die Nacht fährt, immer Richtung Süden …

    Fazit: Lesenswerte Roman-Biografie über einen außergewöhnlichen Mann und gleichzeitig eine interessante Studie über Afrika zur Kolonialzeit.
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