Bücher mit dem Tag "alex"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alex" gekennzeichnet haben.

96 Bücher

  1. Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht (ISBN: 9783910531215)
    Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht

    (5.016)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Inhalt: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …

     

    Meinung: Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu diesem Buch abzugeben, da es sich um ein hochsensibles Thema handelt und Suizid nie die Lösung sein sollte. Hannah Baker ist eine Jugendliche, die sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und am Ende nur noch diese Option sieht. Mit der gesamten Story hatte ich so meine Probleme.

    Der Schreibstil ist weder anspruchsvoll noch besitzt er Wiedererkennungswert. Vermutlich ist das gewollt, um die Jugendlichen möglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven – Hannah und Clay – in der ersten Person.

    Mit Hannah hatte ich so meine Probleme. Sie kam mir sehr unnahbar vor, ich fand keinen Draht, konnte nicht mal Mitgefühl entwickeln. Ihre Persönlichkeit war einfach nicht tiefgründig genug. Relativ kühl und beinahe herablassend zählt sie die Dinge auf, die andere Schüler ihr angetan haben und stellt Leute an den Pranger, die teilweise nicht mal vorsätzlich gehandelt haben. Das machte sie für mich sehr unsympathisch.

    Jeder Mensch reagiert anders auf sein Umfeld und es gibt leider zu viele Opfer von Mobbingattacken und Schlimmerem. In Hannahs Fall einen Klaps auf den Po zu bekommen oder als „Mitfahrgelegenheit“ betitelt zu werden, spiegelt nicht mal ansatzweise die wahren Probleme der Gesellschaft wider. Das Buch sollte vermutlich Augen öffnen. Doch ich bin hier zwiegespalten. Die Message sollte doch sein, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und darüber nachzudenken, wozu Mobbing führen kann. Doch Hannah macht es ihren Mitmenschen nicht leicht. Sie stößt sie von sich weg, wird Zeugin einer Vergewaltigung und sieht dennoch sich selbst als Opfer. Sie verlangt permanent von allen anderen, sich in sie hineinzuversetzen, ist aber nicht eine Sekunde bereit, dasselbe zu tun.

    Als sie am Ende auch noch den Vertrauenslehrer die Mitschuld an ihrem Selbstmord gibt, konnte ich beim Lesen nur noch den Kopf schütteln. Sie ist verzweifelt. Sie will Hilfe. Das behauptet sie zumindest. Doch sie lässt sich nicht helfen und läuft stattdessen davon. Ihr Lehrer bittet sie mehrere Male, zu bleiben, doch sie ignoriert dies. Ihm dann noch vorzuwerfen, nicht hartnäckig genug gewesen zu sein, ist nicht fair von ihr.

    Hier war mir einfach die komplette Handlung zu gestellt. Der Autor reihte ein Ereignis um das andere und zeichnete Hannahs Persönlichkeit sehr übertrieben – meiner Meinung nach.

    Das Buch war flüssig zu lesen. Immer wieder hoffte ich auf den Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Doch er kam nicht. Psychologische Hilfe wäre hier für die Protagonistin wertvoll gewesen. Stattdessen anderen die Schuld an allem zu geben, ist keine gute Message. Schade fand ich auch, dass nicht auf die Gefühlswelt der Mitschüler und der Lehrer eingegangen worden ist. Mich hätte sehr interessiert, wie sie mit dem Verlust umgehen. Auch Hannahs Eltern kommen nicht zu Wort. Die gesamte Story bezieht sich rein auf Hannahs Erlebnisse in ihrer Bubble. Das war mir etwas zu einseitig. Es fehlte an Abwechslung, an „Leben“. Clay war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch.

    Ich vergebe 2 von 5 Sternen, da das Buch ein wichtiges Thema anspricht, jedoch in der Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen ist.

  2. Cover des Buches Delirium - Amor Deliria Nervosa (ISBN: 9783833309922)
    Lauren Oliver

    Delirium - Amor Deliria Nervosa

    (2.173)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt:

    In Delirium begleiten wir die siebzehnjährige Lena kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Ein Datum, das in ihrer Welt alles verändert, denn dann soll sie gegen die Amor Deliria Nervosa geheilt werden. Liebe gilt in dieser Gesellschaft als gefährliche Krankheit, die Leid, Chaos und Tod verursacht und deshalb vollständig ausgelöscht werden muss.

    Schon früh im Leben werden Jugendliche getestet und erhalten eine Punktzahl, die ihren gesellschaftlichen Wert bestimmt. Diese entscheidet darüber, welchen Lebensstandard sie später haben und welcher Partner ihnen zugewiesen wird. Das System verspricht Sicherheit und Ordnung, lässt jedoch keinen Raum für Individualität oder echte Gefühle. Je näher der Tag ihrer Heilung rückt, desto mehr beginnt Lena, an allem zu zweifeln, was sie ihr Leben lang für richtig gehalten hat.

    Eigene Meinung:

    Die Grundidee des Romans hat mich von Anfang an begeistert. Eine Welt, in der Liebe als Krankheit angesehen wird, ist gleichermaßen erschreckend wie faszinierend. Besonders das Punktesystem fand ich beklemmend, da es zeigt, wie sehr Menschen nach Zahlen bewertet und in vorgegebene Lebensbahnen gedrängt werden können. Diese Vorstellung hat mich beim Lesen immer wieder nachdenklich gemacht.

    Der Einstieg in die Geschichte ist ruhig und sehr atmosphärisch. Lauren Oliver nimmt sich viel Zeit, um die Regeln dieser Welt und Lenas Gedanken greifbar zu machen. Das hat mir grundsätzlich gut gefallen, allerdings empfand ich den Mittelteil stellenweise als etwas langatmig. In diesen Passagen hatte ich das Gefühl, dass die Handlung kaum voranschreitet und meine Lesemotivation zeitweise nachgelassen hat.

    Lena war für mich eine glaubwürdige Protagonistin. Gerade weil sie anfangs nicht rebellisch ist, sondern das System akzeptiert und ihm vertraut, konnte ich ihre Ängste und inneren Konflikte gut nachvollziehen. Ihre Entwicklung vollzieht sich leise und schrittweise, was sie sehr menschlich wirken lässt.

    Zum Ende hin nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf. Die Spannung steigt, emotionale Momente treffen ins Herz und der Cliffhanger hat mich völlig überrascht. Das Finale hat vieles wettgemacht und mich mit einem starken Bedürfnis zurückgelassen, sofort weiterlesen zu wollen.

    Fazit:

    Delirium überzeugt mit einer außergewöhnlichen dystopischen Idee, einem eindrucksvollen World-Building und einer Protagonistin, deren Entwicklung glaubwürdig erzählt wird. Auch wenn das Buch im Mittelteil Längen hat, macht das intensive und emotionale Ende diesen Eindruck größtenteils wieder wett.

    Das Buch hat mich darüber nachdenken lassen, wie selbstverständlich wir Gefühle wie Liebe betrachten und wie grausam eine Welt wäre, in der sie kontrolliert oder verboten sind. Empfehlen würde ich Delirium vor allem Leserinnen und Lesern, die Dystopien mit emotionalem Schwerpunkt mögen und kein Problem mit ruhigeren Passagen haben.

  3. Cover des Buches Das neunte Haus (ISBN: 9783426227176)
    Leigh Bardugo

    Das neunte Haus

    (475)
    Aktuelle Rezension von: Mandthebooks

    Rezension: (kann Spoiler enthalten)


    Ich fand das Buch eigentlich ganz cool. Es ist irgendwie düster und Universitätssettings finde ich immer cool. Hier sehen wir nun mal eine andere Seite von Yale und es dreht sich viel um die einzelnen Studentenverbindungen und ihre magischen Fähigkeiten.

    Hier war ich aber immer wieder auch etwas verwirrt. Es gibt am Ende der Kapitel Auszüge aus Tagebüchern, etc. und es werden immer wieder die sehr unterschiedlichen Namen der Verbindungen genutzt. Das konnte ich manchmal nicht so ganz einordnen bzw. auseinanderhalten. Zudem werden hier Teile der Geschichte auf mehreren Zeitebenen geschildert, es war aber anhand der Kapitelüberschriften für mich nicht immer direkt einordbar, auf welcher Zeitlinie das Kapitel jetzt spielt. Das hat den Lesefluss manchmal etwas unterbrochen.

    Aber die Geschichte war auf jeden Fall spannend. Alex rebelliert immer so ein bisschen gegen die geltenden Regeln oder spielt mit ihnen, das hat mir gut gefallen, weil sie die starren Strukturen etwas aufwirbelt. Und sie hat bewiesen, dass sie damit auch hinter die großen Geheimnisse kommt.

    Im Laufe des Buches haben sich weitere Ebenen der Geschichte und Geheimnisse ergeben, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Und das hat es echt spannend gemacht. Ich freue mich deshalb durchaus auf den zweiten Band, auch wenn meine Reise hier manchmal etwas holprig war.


    4 Sterne

  4. Cover des Buches Twisted Dreams (ISBN: 9783736319127)
    Ana Huang

    Twisted Dreams

    (454)
    Aktuelle Rezension von: Asen0501

    Die Geschichte über die positiv eingestellte Ava die. Mit ihrem Bruder nebeneinander wohnt. Ist. Berührend und witzig.. Als ihr Bruder ins Ausland geht wünscht er sich von seinem besten Freund Alex, das er ein Auge auf seine Schwester hat, während er nicht da ist. Ava hat auch eine Vater aber der wohnt weiter weg. Zumahl sie keinen guten Draht zueinander haben. Alex ist ein reicher wokaholic der als CEO von der Ärger Group immer viel um die Ohren hat und auf die nervige kleine Schwester seines besten Freundes Acht zu geben ist das letzte wqs er will. Aber Ava lässt ihn auch irgendwie nicht kalt sie kennen sich schon seit sie Kinder sind. Als. Ava immer wieder mal flashbacks aus der Vergangenheit hat und drunter leidet hilft Alex ihr auf seine Art. Doch der Drang sie zu beschützen ist neu für ihn und nicht sein Ding.. Als. Dann auch etwas schlimmes aus der Vergangenheit von Ava ans Tageslicht kommt fängt auch Alex an immer mehr aus der Vergangenheit und Zukunft zu hinterfragen. Ava bekommt. Auch viel und gute Unterstützung aus ihrem Freundeskreis. Denn während Ava einige Erinnerungen fehlen erinnert sich Alex an alles erlebte aus seinem Leben und das kostet die beiden viele Nerven. Eine tolle Story über Liebe, Vergebung und Prinzipien manchmal etwas zu umgehen. Eine klare Leseempfehlung von mir für alle Romance Fans. 4 ⭐ 



  5. Cover des Buches Ohne ein einziges Wort (ISBN: 9783442487387)
    Rosie Walsh

    Ohne ein einziges Wort

    (602)
    Aktuelle Rezension von: rikke1721

    Ohne ein einziges Wort...🍃

    .

    Irgendwie anders als erwartet, Cover und Titel und die für mich bis dato unbekannte Schriftstellerin...

    .

    Ich hatte es mitbestellt, weil es gerade günstig war, ab und zu landen so auch mal Bücher bei mir, die ich sonst nicht unbedingt so ausgewählt hätte. 

    .

    Das war ein absoluter Glückstreffer! 🍀🎉

    .

    Die Zeitsprünge sind vorallem zu Beginn ein weeeenig verwirrend, aber man kann sich trotzdem gut durchfuchsen. 🤝

    .

    Man ist anfangs erstmal verwundert, stellt seine eigenen Vermutungen auf, hat immer wieder eine Idee, was denn hier passiert ist...💭

    .

    Aber den Plottwist... den hab ich nicht kommen sehen... tatsächlich war ich als der Plot kam wirklich überrascht, vorallem, dass ich es tatsächlich mal nicht schon zu Beginn wusste, wie es endet! 💪

    .

    Man leidet mit der Prota mit, aber am Ende auch mit dem zweiten Part...🥺

    .

    Rosie Walsh hat einen krassen Schreibstil in diesem Buch hingelegt, Wendungen mit denen man nicht rechnet und eine Storyline die einen emotional mitgenommen hat und beschäftigt hat. 

    .

    Ich habe noch einige Tage über das Buch nachgedacht... eigentlich ist es mir bis heute - Wochen - Monate später noch immer gut im Gedächtnis. 💭 Auf positive Art. 😊

    .

    Ein super Buch, was einem auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt. Von mir absolute Empfehlung. 💚

  6. Cover des Buches Erwachen des Lichts (ISBN: 9783745701142)
    Jennifer L. Armentrout

    Erwachen des Lichts

    (664)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Aus dem Nichts erfährt Josie, dass sie eine Halbgöttin ist und sie muss dringend lernen, um ihre Kräfte zu kontrollieren. Seth soll sie dabei unterstützen, aber er ist nicht nur unglaublich arrogant, sondern kann ihr auch gefährlich werden.
    .
    Josie ist eine sympathische Protagonistin und man kann sich gut in sie hineinversetzen, vor allem weil sie so abrupt aus ihrem Leben herausgerissen wird und sich mit einer völlig neuen Realität konfrontiert sieht. Im Gegensatz dazu war Setz wirklich unglaublich arrogant und so, wie er sich Josie gegenüber verhalten hat, hätte ich ihn gerne mal ordentlich durchgeschüttelt. Die Handlung ist spannend aufgebaut und ich konnte gut mitfiebern, vor allem weil sie in ein wirklich schönes und gut durchdachtes Urban Fantasy Setting eingebaut ist. Abgerundet wird das Buch durch den schönen Schreibstil. Ich freue mich auf den zweiten Band.

  7. Cover des Buches Twisted Games (ISBN: 9783736319226)
    Ana Huang

    Twisted Games

    (284)
    Aktuelle Rezension von: Onlifely

    **Diese Rezension enthält Spoiler**

    Twisted Games hat mich einfach komplett mitgenommen. 🥹❤️ Die Geschichte von Rhys und Bridget, ihre Liebe, die Twists und alles drum herum haben mich von Anfang bis Ende gefesselt.

    Ihre Beziehung fand ich unglaublich intensiv und besonders ihre Trennung hat mich fast zerrissen. 😭💔 Gleichzeitig konnte ich beide Seiten so gut nachvollziehen, wodurch die Geschichte für mich noch emotionaler wurde.

    Auch Andreas fand ich überraschend interessant. 👀 Er war für mich kein klassischer Bösewicht, wodurch seine Rolle in der Geschichte noch spannender wurde.

    Ich liebe außerdem die Momente, in denen Bridget, Ava, Stella und Jules zusammen sind. 🥰👯‍♀️ Diese Freundschaftsdynamik gehört für mich einfach zur Reihe dazu.

    Ein weiteres Highlight war für mich, dass wir nach und nach erfahren, wer wann und wo bereits Teil der Geschichte der anderen war. 🥹 Dadurch bekommen manche Ereignisse im Nachhinein eine ganz neue Bedeutung. Besonders bei Bridgets Krönung fand ich es wunderschön zu erfahren, dass Rhys und sie schon damals so tiefe Gefühle füreinander hatten. 👑❤️

    Und dann natürlich der Costa-Rica-Trip! 🌴☀️ Einfach wunderschön und definitiv eines meiner Highlights.

    Insgesamt habe ich Rhys & Bridget, ihre Geschichte und all die kleinen Verbindungen zur restlichen Reihe geliebt. ❤️ Die Emotionen, Twists, Freundschaften und die Lovestory haben für mich einfach perfekt funktioniert.

    Absolute Empfehlung! 🥹✨
    5 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

     

  8. Cover des Buches Regenglanz (ISBN: 9783499006548)
    Anya Omah

    Regenglanz

    (714)
    Aktuelle Rezension von: Vivien_ts

    Simon möchte das Tattoo, das er sich für seine Exfreundin gestochen hat, überdecken und geht dann in das Tattoostudio, in dem Alissa, die ihm direkt auffällt.
    Ich bin eigentlich kein großer Fan von Tattoos und hatte deswegen auch nicht allzu große Erwartungen an dieses Buch. Außerdem habe ich oft Angst, dass Romane mit mehr als 400 Seiten langweilig sein könnten, weil sie sich zu sehr ziehen, doch dieses Buch hat mich in dieser Hinsicht positiv überrascht.
    Der Schreibstil war gut und es gab viele Chatverläufe, was ich ja liebe.
    Zur Handlung kann ich sagen, dass ich mit den Wendungen echt gar nicht gerechnet hätte, was das Leseerlebnis natürlich nochmal viel besser gemacht hat. Deswegen haben sich die 500 Seiten auch gar nicht zu lang angefühlt, sondern waren für diesen Inhalt perfekt.
    In diesem Buch geht es um so viel mehr als nur Tattoos. Im Vordergrund steht die absolut gesunde Beziehung zwischen Alissa und Simon. Ich war nur an einer kleinen Stelle mal kurz genervt von deren Verhalten, aber ansonsten empfand ich es als sehr positiv, dass die beiden eine so offene Kommunikation miteinander geführt haben ohne Geheimnisse und ohne miscommunication tropes wie man sie oft in anderen Büchern findet.
    Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung von mir und zeigt mal wieder, dass sich Vorurteile oft nicht als wahr herausstellen. 

  9. Cover des Buches Den Mund voll ungesagter Dinge (ISBN: 9783453273658)
    Anne Freytag

    Den Mund voll ungesagter Dinge

    (700)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Das Motto für die Lesechallenge im Mai lautet: „Lies eine queere Geschichte.“ Es ist ein großartiges Motto, denn hier kann man frei wählen, welche queere Repräsentation man bei der Lektüre wählen möchte. Mir ist sofort ein Buch in den Sinn gekommen, das ich im August 2021 während meines Urlaubs im Dussmann Berlin gekauft habe: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag. Bereits vor zwei Jahren habe ich „Mein bester letzter Sommer“ von der Autorin gelesen, was ich sehr mochte. Nun ist also ein weiteres Jugendbuch von ihr an der Reihe. Es erschien 2017 und handelt von einer Teenagerin, die schleichend erkennt, dass sie vielleicht gar nicht heterosexuell ist. Warum das Buch mit dem Thema aber manchmal nicht gut umgeht, verrate ich euch in dieser Rezension. 

    Die 17-jährige Sophie Richter zieht 2016 mit ihrem alleinerziehenden Vater Christian von Hamburg nach München, um mit seiner Freundin Lena und ihren beiden Söhnen Valentin und Leon eine Patchwork-Familie zu gründen. Obwohl sie von ihren neuen Familienmitgliedern liebevoll empfangen wird und ein riesiges Zimmer für sich bekommt, fühlt sie sich nicht heimisch und vermisst ihr Leben in Hamburg mit ihrem besten Freund Lukas. Doch dann beobachtet sie durch ihr Fenster das blonde Nachbarmädchen mit der Zahnlücke und fühlt sich auf merkwürdige Weise zu ihr hingezogen. Als sie erfährt, dass sie mit ihr in dieselbe Jahrgangsstufe des Gymnasiums geht, gibt es für Sophie vielleicht doch einen Grund, sich auf ihr neues Leben in München zu freuen. 

    „Es schüttet.“, ist der erste, knappe Satz des Prologs „Und vor mir das Nichts“. Der starke Regen soll hier die Gefühlslage der Protagonistin Sophie widerspiegeln, die ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Spannend ist: Dieser Prolog ist auch ein späteres Kapitel. Auf Seite 362 steht exakt derselbe Text. Nur die letzten vier Sätze des Prologs sind anders, während später noch zwei Absätze folgen. In der Erzähltheorie ist das ein ganz typischer Einsteig: Im Prolog wird ein kleiner Schnipsel präsentiert, der zukünftige Ereignisse im linearen Handlungsverlauf vorzeitig präsentiert. Germanisten nennen das eine Prolepse, falls ihr mal ein bisschen angeben möchtet. Auf fast 400 Seiten arbeitet sich die Leserschaft also kontinuierlich in kleinen Schritten auf den Handlungszeitpunkt im Prolog hin. Sophies Geschichte beginnt dabei im März 2016 und endet im September desselben Jahres.

    Protagonistin ist die 17-jährige Sophie, die dunkle Haare hat, schlank und laut ihres besten Freundes Lukas „fast schon absurd schön“ (S. 184) ist. Innerlich ist sie aber unsicher und verletzlich. Ihre Mutter hat sie nach ihrer Geburt verlassen, und so wuchs Sophie bei ihrem alleinerziehenden Vater auf. Sie ist nachdenklich und authentisch. In vielerlei Hinsicht habe ich mich bei ihr selbst zurückversetzt gefühlt in die Zeit meiner Teenager-Jahre. Womit ich jedoch meine Schwierigkeiten hatte, war dass sie mit ihren jungen 17 Jahren schon mehrfach betrunken Sex auf Partys hatte. Sie war noch nie in einen Jungen verliebt, hatte noch keinen festen Freund, aber hat sich im Suff dann doch einfach mal flachlegen lassen. Schlimmer noch, ihr bester Freund Lukas nennt sie ständig bei ihrem Spitznamen „Flittchen“ (S. 22), der daher rühren soll, dass Sophie mal eine Phase gehabt haben soll, in der sie roten Lippenstift getragen hat und in Kombination mit ihren dunklen Haaren wie Schneewittchen ausgesehen haben soll. Und natürlich, dass sie in Hamburg den Schlampenruf weg hatte. Grundsätzlich fand ich die Dynamik zwischen Lukas und Sophie schwierig. Sie sind zwar Kindheitsfreunde, aber dass sie sich auf die Wange küssen, gemeinsam kuschelnd in einem Bett schlafen oder auf einer Party so tun, als hätten sie im Badezimmer Sex gehabt, fand ich absolut schräg. Gerade weil Lukas eine feste Freundin hat, die wohl nicht ganz grundlos eifersüchtig ist. Auf mich wirkte Lukas grenzüberschreitend, wie er jeden verzweifelten Versuch unternimmt, aus der Friendzone zu kommen. Auch wenn ich Sophie meistens sympathisch finde, merkt man, dass sie noch in einer Selbstfindungsphase steckt und sich für Anerkennung zu sehr an Typen anbiedert, die es eigentlich nicht gut mit ihr meinen. Sie muss noch lernen, Grenzen zu setzen und sich nicht zu sehr als Pick me-Girl zu inszenieren.

    Freytags Schreibstil ist modern, direkt und stellenweise metaphorisch. Dabei ist die Sprache jugendlich, intensiv und trotzdem unaufgeregt. Das Tempo ist perfekt ausgewogen und man kommt schnell in einen Lesefluss. Der Schreibstil ist wirklich die größte Stärke des Jugendbuchs: Er wirkt mühelos atmosphärisch und wunderschön. Schon bei „Mein bester letzter Sommer“ war ich von der zarten und warmen Atmosphäre begeistert, und auch hier gibt es trotz Streitigkeiten ein wunderbar wohliges Gefühl, das Anne Freytags Bücher zu etwas ganz Besonderem macht. Die Konflikte wirken nachvollziehbar und nicht aufgesetzt. Außerdem gibt es keine Längen, sondern jedes Kapitel ist sprachlich rund und bereitet große Freunde beim Lesen. Auf stilistischer Ebene habe ich also absolut nichts zu kritisieren.

    Dennoch gibt es auch zwei unübersehbare Schwachpunkte in „Den Mund voll ungesagter Dinge“. Einmal sind das medizinische Ungenauigkeiten, die mir bereits bei „Mein bester letzter Sommer“ aufgefallen sind. Hier ist die Protagonistin zwar nicht sterbenskrank, doch sie hat einmalig starkes Fieber und liegt mehrere Tage flach. Laut Lena hat Sophie bis zu 41,8°C Fieber. Einmal zur Einordnung: ab etwa 41°C spricht man von einem lebensgefährlichen Zustand, 42°C sind mit dem Leben kaum noch vereinbar. Bei extrem hohem Fieber steigt das Risiko für Kreislaufversagen, neurologische Schäden oder Krampfanfälle. Sophie beschreibt sogar tagelange Bewusstlosigkeit. Dennoch bringen weder Christian noch Lena sie ins Krankenhaus, um Laborwerte messen, Infusionen geben oder lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis oder eine Hirnhautentzündung ausschließen zu lassen. Und das alles, obwohl beide Ärzte sind und ihnen die zwingend notwendige Einweisung bewusst sein sollte. Stattdessen duschen sie Sophie fälschlicherweise kalt ab und lassen sie im Bett liegen. Ich verstehe, dass Sophies Erkrankung auch eine symbolische Bedeutung hat und mit einem inneren Konflikt einhergeht. Aber man hätte sie wenigstens realistischer schreiben können, z.B. mit 39,8°C Fieber. Besonders weil sie mit Ärzten zusammen lebt, fällt diese Szene auseinander wie morsches Holz. Ausreichende Recherchen im medizinischem Bereich sind definitiv Freytags Kryptonit.

    Außerdem ist der Umgang mit Homo- bzw. Bisexualität und dem Coming Out hier stellenweise schwierig. Aus dem Klappentext geht bereits hervor, dass Sophie und Alex anfangen, sich sexuell näher zu kommen. Allerdings hat Alex bereits einen festen Freund: Clemens. Und den verlässt Alex auch nicht, sondern betrügt ihn mit Sophie. Das wird zwar auch thematisiert, aber viel zu lange wird einfach ignoriert, dass eine von ihnen nicht single ist. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Coming Out von einem der beiden und dessen Folgen näher beleuchtet werden. Zwar erfährt Sophie teilweise Unverständnis, aber die Folgen scheinen für sie banal und tendenziell positiv zu sein, obwohl negative Reaktionen wie Ablehnung, Mobbing oder Kontaktabbrüche für viele Jugendliche leider sehr real sind. Da hätte ich mir eine differenziertere Auseinandersetzung gewünscht.

    Das Ende hat mir dagegen sehr gut gefallen. Konflikte schaukeln hier noch einmal hoch, und auch, wenn Freytag in der Danksagung geschrieben hat, dass ihr die Streitdialoge sehr schwer gefallen sind, finde ich sie doch gelungen. Beide Positionen sind irgendwo nachvollziehbar, auch wenn Alex für mich unsympathisch bleibt. Lena habe ich dagegen sehr ins Herz geschlossen und sie wird mir als liebste Figur in diesem Buch in Erinnerung bleiben. Auch die Playlists, die im hinteren Buchdeckel zu finden sind, sind typisch für Freytags Jugendbücher. Ich habe sie leicht abgewandelt auf Spotify gehört, und sie war wirklich der perfekte Soundtrack zur Lektüre und ein kleiner, süßer Bonus. Insgesamt kann ich euch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ also ans Herz legen.

    Anne Freytags atmosphärischer, wunderschöner und müheloser Schreibstil trägt „Den Mund voll ungesagter Dinge“ und macht die Geschichte über weite Strecken zu einem echten Lesevergnügen. Alle Figuren wirken glaubwürdig und Sophie ist eine authentische Jugendliche in einer Selbstfindungsphase. Kritisch ist dagegen mal wieder die unrealistische medizinische Darstellung, hier von Sophies Fieber, sowie die etwas oberflächliche Behandlung von Fremdgehen, einem Coming Out und den Folgen. Trotz dieser Schwächen habe ich das Jugendbuch aus dem Jahr 2017 sehr gerne gelesen, weshalb ich ihm vier von fünf Federn gebe. Von Freytag habe ich noch den Thriller „Aus schwarzem Wasser“ auf dem SuB, den ich gerne nächstes Jahr lesen möchte.

  10. Cover des Buches Twisted Hate (ISBN: 9783736319820)
    Ana Huang

    Twisted Hate

    (200)
    Aktuelle Rezension von: booklover98

    Zu Beginn hatten es mir Jules und Josh nicht besonders einfach gemacht - bin nicht so richtig schnell reingekommen, aber nach ein paar Kapiteln wurde es deutlich besser. Enemies to Lovers gehört zu meine liebsten Tropes und die Umsetzung ist richtig gut gemacht. Der Schreibstil lies sich leicht lesen und ich mochte, dass die Mädels auch wieder ihren Platz in der Geschichte hatten. Die Charakterentwicklung war richtig schön zu beobachten und war sehr authentisch beschrieben. Ana Huang hat sich zu einem fixen Bestandteil meiner Leseroutine entwickelt und ich freu mich schon sehr auf den letzten Band der Reihe. 

    Vielen Dank an NetGalley und LYX für das Rezensionsexemplar.

  11. Cover des Buches Dämonentochter - Verbotener Kuss (ISBN: 9783570380437)
    Jennifer L. Armentrout

    Dämonentochter - Verbotener Kuss

    (649)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Cassiopeia

    Mein Fazit:
    Ehrlich gesagt hatte ich anfangs keine allzu hohen Erwartungen an den Roman Dämonentochter, wurde jedoch positiv überrascht. Jennifer L. Armentrout versteht es sehr gut, lebendige Charakterdynamiken zu erschaffen. Besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen wirken lebendig und vielschichtig, wodurch es mir persönlich leichtgefallen ist, sich auf die Figuren einzulassen und mit ihnen mitzufühlen. Die Charaktere selbst empfand ich insgesamt als facettenreich. Sie besitzen alle Ecken und Kanten sowie emotionale Tiefe. Meiner Meinung nach ist dieses Buch auch besonders geeignet, um eine Leseflaute zu durchbrechen. Umso mehr freue ich mich darauf, die Reihe weiterzuverfolgen und zu sehen, wie sich sowohl die Handlung als auch die Figuren in den kommenden Bänden so entwickeln werden. 

    _

    Eckdaten zum Buch:
    Titel: Dämonentochter
    Autor: Jennifer L. Armentrout
    Verlag: cbt
    Erscheinungsjahr: 2014
    Seitenzahl: 448
    Genre: Fantasy, Romance

    Sprache: Deutsch

    Meine Bewertung: 3/5 Sterne

    _
      

    Meine Lieblingszitate:

    „Zwei Menschen erblicken einander quer durch einen Raum oder ihre Haut berührt sich flüchtig. Ihre Seele erkennt, dass der andere Mensch zu ihnen gehört. Sie braucht keine Zeit, um zu überlegen. Die Seele weiß immer Bescheid … ob es nun richtig oder falsch ist.“
    „Dann sind da noch Begehren und Schicksal. Das ist eine andere Art. Begehren verkleidet sich mit Liebe, aber Begehren … ist niemals Liebe. Hüte dich immer vor dem, der dich begehrt. Hinter dem Begehren steckt immer Bedürftigkeit, verstehst du?“
  12. Cover des Buches Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht (ISBN: 9783453410534)
    Nicholas Sparks

    Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

    (914)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa

    Plötzlich taucht die junge Frau Kathi in einer Kleinstadt in North Carolina auf. Sie meidet Kontakte, bis sie Vertrauen zu dem Witwer Alex fasst. Alex merkt sofort, dass Kathi vor einer dunklen Vergangenheit flieht. Kathi beginnt ihr Leben neu aufzubauen, doch die Gefahr ihrer Vergangenheit wird immer bedrohlicher. Ihr Verfolger kommt immer näher.


    Nicholas Sparks ist mal wieder ein Meisterwerk gelungen. Ich bin sofort in das Buch abgetaucht – es ist sehr spannend und es wurde schon fast etwas Thriller-Aspekt eingebaut, dadurch, dass die Kapitel abwechselnd aus Kathis und der Sicht ihres Verfolgers geschrieben wurden. Ich bekam teilweise ein sehr beklemmendes Gefühl, so sehr war ich in die Geschichte abgetaucht. Ein richtiges Katze-und-Maus-Spiel.


    Zeitgleich entwickelt sich eine sehr behutsame Liebesgeschichte zwischen Kathi und Alex, die das Roman-Feeling aufrechterhält und echte Wärme in die Geschichte bringt. Am Ende wird dem Roman eine fast schon spirituelle Note verliehen, was ich so definitiv nicht erwartet habe. Wieder ein Meisterwerk von Nicholas Sparks!

  13. Cover des Buches The Chemist – Die Spezialistin (ISBN: 9783596298938)
    Stephenie Meyer

    The Chemist – Die Spezialistin

    (258)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    Dr. Juliana Fortis ist ständig auf der Flucht. Durch ihre Arbeit bei einer geheimen Spezialeinheit, weiß sie Dinge, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Seit ihrer Flucht hat sie mehrere Attentate überlebt und sie hat für jede Situation einen Plan, der ihr das Leben retten soll. Eines Tages wird sie erneut Ziel eines Killers und dieses Mal läuft nichts nach Plan.

    Meine Gedanken:

    Der Einstieg ist mir sehr schwer gefallen, obwohl der Ansatz spannend war. Die Geschichte hat sich einfach zu sehr gezogen und der Fokus lag deutlich auf Beschreibungen, die ich persönlich nicht gebraucht hätte. Bis die Story an Fahrt aufnahm und auch endlich spannender wurde, war gut ein Drittel des Romans bereits um. Für mich war das einer der Gründe, warum das Buch dann erstmal zwei Monate Pause hatte. Aber: Wer lange aushält, der wird belohnt. Je weiter die Story fortschritt, desto actionreicher wurde es, da hat das Lesen auch angefangen richtig Spaß zu machen.

    Meine Favoriten dabei waren ganz klar das Duo Einstein und Kevin - der Hund und sein Besitzer haben mich durch das Buch getragen, deswegen fand ich es umso trauriger, als zwischendurch andere Figuren im Vordergrund standen.

    Die Liebesgeschichte habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden, die "Anziehung" war für mich nicht greifbar. Tatsächlich dachte ich irgendwann, dass es auf ein Love Triangle zugeht, was es noch einmal spannender gemacht hätte. Was die Liebesgeschichte angeht war es also letztendlich vorhersehbar bis eintönig und mir persönlich hat der Action-Anteil wesentlich besser gefallen.

    Manche Nebencharaktere hätte ich gerne besser kennengelernt. Als es rasanter wurde, konnte man den Roman gut lesen, teilweise mit Bildern im Kopf wie im Kino. Das Potential war also da, ließ durch einige Längen und ausschweifende Beschreibungen nur leider etwas auf sich warten. Als die Action richtig da war, konnte ich vieles nicht ganz nachvollziehen, da der Schreibstil entsprechend an Tempo gewann.

    Alles in allem ein guter Thriller, der vielleicht zunächst noch zögern lässt, einen aber dann doch mit einer spannenden Entwicklung überrascht.

  14. Cover des Buches Vertrauen und Verrat (Kampf um Demora 1) (ISBN: 9783551319609)
    Erin Beaty

    Vertrauen und Verrat (Kampf um Demora 1)

    (402)
    Aktuelle Rezension von: Clara-Ma

     
    Tatsächlich habe ich die Buchreihe jetzt bereits zum zweiten Mal gelesen und dieses Mal beschlossen, eine Rezension zu hinterlassen.

    Es gibt wenige Bücher, deren Geschichten mir nach dem lesen auf Dauer im Hinterkopf bleiben, aber bei diesem Buch war das der Fall.

    Deswegen habe ich nun wieder die gesamte Reihe gelesen und sie hat mir genauso gut gefallen wie beim ersten Mal. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr und so war es für mich trotzdem wieder spannend und schön bei der Geschichte mitzufiebern. 

    Der Fokus des Buches ist nicht auf eine Liebesgeschichte beschränkt, stattdessen ist auch sehr viel politisches Geschehen und der Kampf um Frieden zwischen verschiedenen Königreichen Teil der Geschichte.

    Für alle, die es eher nur auf eine Liebesgeschichte abgesehen haben, ist das Buch daher vielleicht etwas zäh.

    Allerdings fand ich das unter anderem besonders schön an der Geschichte: die Geschehnisse wurden von verschiedenen Seiten beleuchtet, man konnte die Konflikte dadurch sehr gut nachvollziehen und die Welt des Buches unglaublich detailliert kennenlernen.

    Auch die Dynamik zwischen den Hauptprotagonisten war so liebevoll und wertschätzend dargestellt, man fühlt richtig mit den beiden mit.
    Die Nebencharaktere waren zusätzlich zum gernhaben.

    Ich weiß, ich werde das Buch auch in der Zukunft wieder lesen, wenn mein lückenhaftes Gehirn wieder Teile der Geschichte vergessen hat.

    Eine wunderschöne Geschichte über gegenseitigen Respekt, Menschlichkeit, Freundschaft und echte Liebe, die ich allen, die gut ausgearbeitete Plot-Lines und Charaktere an einer Geschichte wertschätzen, nur ans Herz legen kann!

  15. Cover des Buches Im leuchtenden Sturm (ISBN: 9783745701203)
    Jennifer L. Armentrout

    Im leuchtenden Sturm

    (407)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    „Im leuchtenden Sturm“ ist der zweite Teil der Jugendbuch Fantasy Serie „Götterleuchten“, welche von Jennifer L. Armentrout geschrieben wurde. Es ist unbedingt notwendig davor das Buch „Erwachen des Lichts“ zu lesen.

     

    Im ersten Buch der Reihe erfährt Josie das sie eine Halbgöttin ist und wird von Seth mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen und muss sich daran gewöhnen, dass sich ihr Leben grundlegend verändert hat. Das man von ihr erwartet zusammen mit anderen Halbgöttern, welche erst noch gefunden werden müssen, die Titanen zu besiegen, da die Götter dazu nicht mehr in der Lage sind. In diesem Buch geht es darum wie Josie mit ihren Kräften umgeht, welche am Ende des letzten Buches nach ihrem sterblichen Tod geweckt wurden und wie sich zusammen mit Seth wie auch anderen auf die Suche nach weiteren Halbgöttern macht.

     

    Die Geschichte wird weiterhin in der ersten Person Singular abwechselnd aus Seths wie auch Josies Sicht erzählt. Dabei muss ich sagen, dass mir Seth als Hauptfigur inzwischen sogar noch lieber ist als Josie, auch wenn ich ihn manches Mal am liebsten schütteln würde. Josie dagegen ist genau der Gegenpart, welchen Seth braucht. Denn sie liebt ihn bedingungslos und hält trotz seiner Taten zu ihm, was bei allem was er getan hat nicht gerade einfach ist. Im Buch tauchen neue interessante Nebencharakter auf, aber mein Lieblingsnebencharakter bleibt nach wie vor Solos, was irgendwie traurig ist. Die Mischung im Freundeskreis, wenn man diese Gruppe so beschreiben kann, wird angespannt, weil nicht jeder Seth über den Weg traut.

     

    Mir hat die Liebesgeschichte zwischen Josie und Seth sehr gefallen. Bei diesem Buch ist mir aufgefallen, dass man schon fast wusste wie Band zwei endet, wenn man mehrere Reihen von der Autorin bereits gelesen hat. Mich stört es nicht, weil mir das inzwischen bei einigen Autorinnen aufgefallen ist. Ich fand spannend wie sich die neuen Kräfte von Josie zeigten und die Kampfhandlungen im Buch wurden sehr gut beschrieben, nicht zu detailliert, aber so dass ich mir das alles gut vorstellen konnte. Der Kampf gegen die Titanen nimmt langsam Fahrt auf und wird immer spannender. Da fragt man sich wer von den geliebten Nebencharakteren wird am Ende noch am Leben sein. Mir hat das Buch sehr gut gefallen da es für mich die perfekte Mischung aus dem war was ich bei Büchern der Autorin schätze. Zudem lässt sich der sehr angenehme Schreibstil flüssig lesen.

  16. Cover des Buches Dämonentochter - Verwunschene Liebe (ISBN: 9783570380529)
    Jennifer L. Armentrout

    Dämonentochter - Verwunschene Liebe

    (366)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Cassiopeia

    Fazit:

    Bei diesem Buch war ich sogar noch enttäuschter als ohnehin schon zuvor. Besonders gestört hat mich, wie die weibliche Hauptfigur teilweise patriarchale Vorstellungen nutzt, um ihren Love Interest emotional aufzubauen. Statt ihm Raum für Verletzlichkeit zu geben, ihn zu trösten oder zumindest empathisch auf seine Gefühle einzugehen, läuft es im Grunde darauf hinaus, dass sie ihm sagt, er solle sich „wie ein Mann“ verhalten. Kurz darauf schlafen sie miteinander und plötzlich scheint alles wieder in Ordnung zu sein. Für mich wirkte das nicht romantisch, sondern eher wie die emotionale Intelligenz eines Toastbrotes. Gerade deshalb fand ich die Dynamik zwischen Lea und Alex letztlich deutlich interessanter. Trotz all ihrer Differenzen stehen sie sich in einer extrem schwierigen Situation gegenseitig bei und wachsen wieder zusammen. Diese Loyalität hatte für mich weit mehr Gewicht als die eigentliche Romanze. Ehrlich gesagt ist eine solche bedingungslose Unterstützung heutzutage etwas, das man nicht einmal mehr selbstverständlich von engen Freundschaften erwarten kann. Genau deshalb gehörten diese Momente für mich zu den wenigen wirklich starken und glaubwürdigen Szenen des Buches. Was mich zusätzlich frustriert hat, ist, dass Dämonentochter eigentlich enormes Potenzial gehabt hätte. Der vierte Band der Reihe setzt Alex emotional und psychologisch massiv unter Druck: Sie ist an Seth gebunden, verliert zunehmend Kontrolle über ihre Erinnerungen und Gefühle, während Aiden verzweifelt versucht, sie nicht aufzugeben. Gerade deshalb hätte man hier viel sensibler mit Trauma, Angst und emotionaler Abhängigkeit umgehen können. Stattdessen werden Konflikte häufig erstaunlich oberflächlich gelöst, meist durch körperliche Nähe oder Liebesbeteuerungen, ohne dass die eigentlichen emotionalen Probleme wirklich aufgearbeitet werden. Das ist besonders schade, weil Armentrout durchaus dafür bekannt ist, intensive emotionale Beziehungen und starke Dynamiken zu schreiben. Umso mehr fällt auf, wenn Figuren zwar ständig große Gefühle deklarieren, aber emotional kaum reflektiert miteinander kommunizieren.

    Eckdaten zum Buch:
    Titel: Dämonentochter
    Autor: Jennifer L. Armentrout
    Verlag: cbt
    Erscheinungsjahr: 2015
    Seitenzahl: 512
    Genre: Fantasy, Romance

    Sprache: Deutsch

    Meine Bewertung: 2/5 Sterne

  17. Cover des Buches Magic Academy – Das erste Jahr (ISBN: 9783570316146)
    Rachel E. Carter

    Magic Academy – Das erste Jahr

    (324)
    Aktuelle Rezension von: Sanny1508

    Magic Academy – Das erste Jahr von Rachel E. Carter erzählt die Geschichte von Ryiah, die davon träumt, an der Magierakademie aufgenommen zu werden. Zusammen mit über hundert anderen Bewerbern – darunter auch ihr Zwillingsbruder – muss sie ein extrem hartes erstes Jahr überstehen, an dessen Ende nur eine kleine Gruppe als Lehrlinge bleiben darf. Der Konkurrenzdruck ist hoch und jeder Fehler kann das Aus bedeuten.

    Mir hat besonders gefallen, dass Magie in dieser Welt nicht selbstverständlich oder einfach ist. Die Schüler müssen hart trainieren, an ihre Grenzen gehen und sich ständig beweisen. Dadurch wirkt die Ausbildung glaubwürdig und die Prüfungen haben echtes Gewicht. Ryiah selbst ist eine sehr entschlossene Protagonistin, die sich trotz vieler Rückschläge nicht unterkriegen lässt.

    Der Schreibstil ist leicht und angenehm, wodurch sich das Buch sehr schnell lesen lässt. Allerdings waren einige Entwicklungen recht vorhersehbar und ich hätte mir an manchen Stellen etwas mehr Spannung oder unerwartete Wendungen gewünscht.

    Fazit:
    Ein solider und unterhaltsamer Fantasyauftakt mit einer interessanten Magierausbildung und einer starken Hauptfigur. Auch wenn nicht alles überrascht, macht die Geschichte Spaß zu lesen und weckt definitiv Interesse an den nächsten Bänden. ✨📚

  18. Cover des Buches Funkeln der Ewigkeit (ISBN: 9783745701265)
    Jennifer L. Armentrout

    Funkeln der Ewigkeit

    (252)
    Aktuelle Rezension von: Jessi_2107

    Meine Meinung:

    Auch wenn ich zu Beginn ein klitzekleines Problem hatte, in die Geschichte reinzukommen, hat mich das Buch danach komplett überrollt. Das Finale der Götterleuchten-Reihe ist einfach nur mega spannend, voller überraschender Wendungen und emotional so ergreifend, dass am Ende einige Tränen geflossen sind.

    Jennifer L. Armentrout versteht es meisterhaft, mit den Gefühlen der Leser zu spielen. Man fiebert in jeder Sekunde mit den Charakteren mit, während sich die Ereignisse überschlagen. Was diese Reihe und vor allem dieses Ende mit mir gemacht hat, kann ich kaum in Worte fassen. Es hat mich so tief berührt!

    Fazit:

    Ein absolut würdiger, gefühlvoller und unvergesslicher Abschluss der Reihe. Für alle Fantasy-Fans ein absolutes Must-Read!

  19. Cover des Buches Schwert und Rose (ISBN: 9783570309452)
    Sara B. Larson

    Schwert und Rose

    (260)
    Aktuelle Rezension von: CEMaDRo

    In „Schwert und Rose“ begleitet man die junge Protagonistin Alexa, die sich – um den Fängen einer brutalen Sklaverei zu entkommen – als Junge ausgibt und sich unter dem Namen Alex in die königliche Garde einschleicht. Als einer der besten Kämpfer des Reiches wird sie schließlich zur Leibwache des Prinzen Damian, der mehr ist, als er vorgibt zu sein. Intrigen, Magie und verbotene Gefühle stellen Alex’ Welt auf den Kopf, besonders als eine gefährliche Bedrohung das Königreich ins Chaos stürzen will.


    Ich habe das Buch gekauft, weil ich starke Heldinnen liebe – Frauen, die kämpfen, sich behaupten und mit Intelligenz und Mut glänzen. Alexa klang genau nach so einer Figur. Doch leider wurde ich recht schnell enttäuscht.

    Die Grundidee ist zwar spannend, aber sie erinnert stellenweise sehr stark an Disney’s Mulan: ein Mädchen gibt sich als Junge aus, wird zur besten Kämpferin und steckt in einer gefährlichen Mission. Leider verliert die Geschichte schnell an Originalität und greift tief in die Kiste der Fantasy-Klischees: das  Liebesdreieck (#LoveTriangle), der geheimnisvolle, aber natürlich unfassbar attraktive Prinz, ein gut aussehender bester Freund – alles Dinge, die man schon unzählige Male gelesen hat.

    Was das Buch für mich aber doch noch gerettet hat, war das Ende: spannend, temporeich und mit einem richtig guten Cliffhanger. Gerade die letzten Kapitel haben mich mitgerissen und machen definitiv neugierig auf den zweiten Teil. 


    Eine Geschichte mit Potenzial, die zu sehr auf bekannte Tropes setzt und dabei ihre starke Heldin leider etwas verschenkt. Das packende Ende und der Cliffhanger machen aber Lust auf mehr.

  20. Cover des Buches Glanz der Dämmerung (ISBN: 9783745701258)
    Jennifer L. Armentrout

    Glanz der Dämmerung

    (337)
    Aktuelle Rezension von: 22jasmin22

    Der neueste Teil der "Glanz der Dämmerung" Reihe präsentiert sich erneut mit einem ansprechenden Cover, das die Hauptfiguren Seth und Josie zeigt. Es besticht durch seinen Glanz, Funkel und gefällt mir wirklich gut.

    Der dritte Band knüpft nahtlos an die Ereignisse des Vorgängers an. Der Leser findet sich sofort wieder mitten im Geschehen und es geschieht eine Menge. Die Spannung ist von Anfang an präsent und steigert sich Seite um Seite. Josie sieht sich erneut den Titanen gegenüber, die ein ungewöhnlich großes Interesse an ihr zu haben scheinen. Seth hingegen ringt mit seiner neuen Rolle und versucht, sich damit auseinanderzusetzen. Doch das Leben ist für Josie und Seth einfach nicht einfach. Ihnen wird es nicht gegönnt, ihre Liebe zueinander zu genießen. Chaos herrscht an allen Ecken und Enden. Verschwundene Halbgötter, Titanen-Wahnsinn und jeden Tag kommt etwas Neues auf diese Liste hinzu.

    Josie macht im dritten Band schreckliche Dinge durch, doch sie kämpft unglaublich gut und gibt niemals auf. Sie kämpft nicht nur um ihr Überleben, sondern auch um ihre Liebe zu Seth, die allen Schicksalsschlägen im dritten Band standzuhalten scheint. Wenn da nur nicht Seth wäre, der für einen Mann manchmal viel zu viel nachdenkt. Nachdenken an sich ist nicht schlecht, aber bei ihm führt es immer zu einem Fluchinstinkt. Da könnte ich ihn wirklich schütteln. Glücklicherweise findet er wieder zurück.

    Im dritten Band geht also einiges vor sich. Aiden und Alex sind natürlich wieder mit dabei, was mich sehr freut, da ich die "Dämonentochter"-Reihe wirklich liebe.

    Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout ist wie gewohnt packend und mitreißend. Ich fand den Verlauf der Geschichte authentisch und konnte mich aufgrund der Perspektivenwechsel zwischen Seth und Josie gut in beide hineinversetzen. Wie bereits erwähnt, ist die Spannung von der ersten Seite an vorhanden und steigt kontinuierlich an. Die Ereignisse spitzten sich zum Ende hin immer mehr zu, und das Ende ist ein wahrer Cliffhanger. Es fühlte sich an, als stünde ich wirklich an einer Klippe. Ich hatte noch so viele Fragen, und dann war das Buch plötzlich zu Ende. Natürlich hoffe ich jetzt sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.

    Fazit:

    "Glanz der Dämmerung" ist eine wirklich gelungene Fortsetzung, die mich absolut fesseln und begeistern konnte. Wie ihr sicherlich bereits mitbekommen habt, bin ich ein großer Fan von Armentrout. Aber ich stehe dazu. Ich mag ihren Schreibstil wirklich gerne und auch die von ihr erschaffenen Charaktere. Im dritten Band kann man die Entwicklung von Seth wunderbar verfolgen, und ich muss sagen, dass mir der Seth in Band 3 sehr gut gefallen hat. Also... ich bete und hoffe wirklich auf eine Fortsetzung... denn dieses Ende kann ich einfach nicht akzeptieren...

  21. Cover des Buches Infiziert (ISBN: 9783649625995)
    Teri Terry

    Infiziert

    (183)
    Aktuelle Rezension von: Brunhildi

    Ich habe mir die Reihe vor Jahren mal gekauft, weil ich schon Bücher von Teri Terry gelesen hatte und die mich total begeistern und mitreißen konnten.

    Das Cover spricht mich persönlich allerdings nicht so richtig an. Es ist nichtssagend und wirkt eher blass auf mich. Nach so vielen Jahren ist es wohl auch nicht mehr zeitgemäß.

    Zu Anfang des Buches bin ich tatsächlich gut reingekommen, wobei mich die Handlung sehr überrascht hat. Ich hoffe ich spoiler nicht zu viel wenn ich sage, dass ich vom Klappentext her nicht mit einer teilweisen Geistergeschichte gerechnet habe.

    Das Buch ist teilweise aus der Sicht von Shay und Callie geschrieben. Die Kapitel sind teilweise aber extrem kurz und ich habe lange gebraucht, um mit der Geschichte und den Charakteren warm zu werden. Die ersten 150 bis 200 Seiten habe ich tatsächlich überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll. Dann hat es mich aber doch gecatcht und ich wollte unbedingt weiterlesen. Ab diesem Punkt habe ich dann das Buch auch inhaliert und bin nur so durch die Seiten geflogen.

    Zum Inhalt an sich möchte ich nicht viel mehr sagen, als das was im Klappentext steht. Sonst würde ich zu viel vorweg nehmen und ihr erlebt keine Überraschungen mehr. Es gibt viele unvorhersehbare Ereignisse und gerade diese haben letztendlich diese Sogwirkung auf mich gehabt. Auch gibt es einige altersgerechte, brutalere Szenen, worauf der Leser vorbereitet sein sollte.

    Mit den Charakteren konnte ich allerdings nicht so mitfühlen. Sie waren für mich eher oberflächlich und auch diese plötzliche Anziehung und Liebe zwischen Kai und Shay war für ich nicht ganz authentisch. Dennoch fand ich die Charaktere ganz nett und sicherlich auch gut ausgearbeitet für ein Jugendbuch.

    Am Ende ist die Geschichte natürlich nicht auserzählt und ich überlege tatsächlich jetzt, ob ich die Folgebände noch lesen soll. Entschieden habe ich mich allerdings noch nicht.


    Fazit:

    "Infiziert" von Teri Terry war für mich ganz anders als erwartet. Die Charaktere konnten mich nicht ganz überzeugen und es hat lange gedauert, bis mich das Buch in den Bann gezogen hatte. Dennoch war es letztendlich spannend und ich überlege, ob ich die Fortsetzungen noch lesen soll.

  22. Cover des Buches Neunzehn Minuten (ISBN: 9783492959759)
    Jodi Picoult

    Neunzehn Minuten

    (956)
    Aktuelle Rezension von: Katrin1

    Als ich das Buch beendet hatte, musste ich googeln nach der wahren Geschichte, die hinter diesem Buch steckt. Mit Erstaunen stellte ich fest - es gibt keine. Es ist tatsächlich nur eine Geschichte in einem Buch. Tatsächlich hat es sich so gelesen, als wenn es diese Menschen gegeben hätte und ein Überlebender dieses Buch geschrieben hätte. So autentisch geschrieben, dass man absolut mitfühlen kann. 

  23. Cover des Buches Magnus Chase 2: Der Hammer des Thor (ISBN: 9783551317957)
    Rick Riordan

    Magnus Chase 2: Der Hammer des Thor

    (156)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Nachdem mir der erste Band von Magnus Chase so gut gefallen hat, konnte ich nicht anders und musste direkt zum zweiten Band greifen. „Magnus Chase – Der Hammer des Thor“ spielt knapp sechs Wochen nach der Handlung des ersten Bands. Hier sind Magnus und seine Freunde auf der Suche nach Mjölnir, Thors Hammer, und versuchen nebenbei noch eine kleine Katastrophe zu verhindern. Das Urban Fantasy-Jugendbuch erschien 2017. Ich habe überwiegend die Hörbuch-Fassung, gelesen von Nicolás Artajo, genutzt, und habe auch den zweiten Band wieder inhaliert. Ob das Buch von Rick Riordan aber mit seinem Vorgänger mithalten kann oder doch nur ein klassischer Übergangsband einer Trilogie ist, verrate ich euch hier ganz spoilerfrei.

    Der 16-jährige Magnus Chase hat sich noch immer nicht ganz an die Vorstellung gewöhnt, ein Sohn Freys und damit ein Halbgott zu sein, als ihn schon wieder Ärger erwartet. Ein Neuankömmling im Hotel Valhalla namens Alex Fierro erscheint, doch sie ist ein Kind Lokis und damit womöglich eine Spionin des Gottes. Außerdem tötet ein Unbekannter vor Magnus‘ Augen Otis, eine der Ziegen Thors, dessen Hammer schon seit einiger Zeit verschwunden ist. Magnus ahnt eine Verbindung zwischen dem Ziegenmörder und den Dieb Mjölnirs und macht sich mit seinen Freunden auf eine gefährliche Verfolgungsjagd. Als dann noch Loki auftaucht, der gegen ihren Willen eine Hochzeit für seine Tochter Samirah al-Abbas arrangiert hat, haben Magnus und seine mythologischen Freunde alle Hände voll zu tun.

    „Eins hab ich jetzt gelernt: Wenn ihr eine Walküre zum Kaffee einladet, sitzt ihr am Ende mit der Rechnung und einer Leiche da.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels „Könntest du bitte aufhören, meine Ziege zu killen?“. Eine Walküre ist in der nordischen Mythologie ein weibliches Wesen aus dem Gefolge des Göttervaters Odin. Meist haben sie langes Haar, tragen eine geflügelte Krone und reiten auf einem Pferd. Dabei werden sie oft mit einem Speer in der Hand dargestellt. Sie wählen auf dem Schalachtfeld die ehrenvoll Gefallenen aus und führen sie nach Valhalla. Magnus ist hier mit seine Walküren-Freundin Samirah al-Abbas verabredet, als sie erst von der Ziege Otis und dann von dessen Mörder gestört werden. Als nordischer Halbgott hat man aber auch keine ruhige Minute! „Magnus Chase – Der Hammer des Thor“ ist mit knapp unter 500 Seiten und 57 Kapiteln etwas kürzer als der erste Band. Witzige Kapitelnamen wie „Mein Schwert hat ein besseres Sozialleben als ich“, „Ich werde getötet und dadurch vor dem sicheren Tod gerettet“ oder „Sollte ich nervös werden, wenn die Pilotin betet?“, sind aber auch dieses Mal wieder dabei. Interessant ist auch, dass Riordan dieses Buch J.R.R. Tolkien widmet, während er den ersten Band bereits der Autorin Cassandra Clare gewidmet hat.

    Magnus‘ engste Freundin hier ist Samirah al-Abbas, meistens Sam genannt. Sie ist gleichzeitig eine Walküre, Tochter Lokis, eine amerikanische Jugendliche und Muslima. Ihre Mutter stammt ursprünglich aus Bagdad, weil sie jedoch unverheiratet schwanger wurde, ist sie in die USA ausgewandert. Ihre Haare verbirgt Sam meist unter einem Hidschab, als Walküre trägt sie aber gleichzeitig eine Rüstung und führt eine Axt mit sich. Dabei dient ihr grüner Hidschab nicht nur dem Verstecken ihrer dunklen Haare, sondern auch als magischer Tarnumhang. Sam ist intelligent, selbstbewusst und vor allem verantwortungsbewusst. Sie ist diejenige, die Magnus und später Alex nach Valhalla bringt und damit eine Schlüsselfigur für den Plot. Sam ist die erste Muslima, die in Riordans Universum auftaucht. Besonders spannend ist dabei, dass sie sich sowohl an muslimische Regeln hält als auch dem nordischen Gott Odin dient. Aus diesem Grund wurde Samirah von den muslimischen Lesern mit gemischten Gefühlen aufgenommen: Riordan versuche zwar, mit den Vorurteilen gegenüber dieser Religion zu brechen. Gleichzeitig finde manche es aber unvereinbar, dass die Figuren hier den nordischen Göttern begegnen und ihnen dienen, während sie eigentlich schon einer anderen Religion angehören. Ich persönlich finde Sam aber sehr cool, gerade weil sie so viele Identitäten in sich vereint.

    Riordans Schreibstil ist weiterhin leicht, direkt und lebendig. Die Sprache bleibt jugendlich, humorvoll und teilweise sarkastisch. Auch Magnus Chase als Ich-Erzähler, der seine Abenteuer rückblickend erzählt, bleibt der Leserschaft wie gewohnt erhalten. Das Tempo ist hier besonders hoch, für meinen Geschmack zu rasant. Es gibt ständige Wechsel des Handlungsortes und auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass die Szenen geradezu gehetzt wirken. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich, weshalb ich mir manchmal ein langsameres Tempo gewünscht hätte, damit sich die Atmosphäre noch etwas stärker entfalten kann. Außerdem ist der Plot relativ vorhersehbar: Es gibt wie immer ein großes Ereignis in wenigen Tagen, weshalb die Helden nur begrenzt Zeit hat, einen magischen Gegenstand zu finden (hier Mjölnir). Gerade in der zweiten Hälfte wirkt der Plot viel zu eilig erzählt. Zwar macht das Erkunden der Götterwelten Spaß, als Leser verweilt man aber nicht lange genug an Orten, um sie wirklich zu verinnerlichen. So habe ich eher das Gefühl, dass ich diesen Plot nicht lange in Erinnerung behalten werde. Seine Linearität führt auch dazu, dass eine gewisse Vorhersehbarkeit existiert, vor allem in Bezug auf Loki.

    Was mir jedoch sehr gefallen hat, sind die vielen Dinge, die man hier über die nordische Mythologie lernt. Wusstet ihr z.B., dass der Weltuntergang Ragnarök in vier Katastrophen unterteilt ist, nämlich der Fimbulwinter, der Weltenbrand, die Flut der Midgardschlange sowie die Verdunklung der Welt durch den Wolf Skalli? Oder dass Mimir der Hüter der Weisheit ist, der den Brunnen unter dem Weltenbaum Yggdrasil bewacht? Oder dass Odin sein Auge geopfert hat, um aus dieser Quelle des Wissens trinken zu können? Oder dass Odins Raben Hugin und Munin heißen? Oder dass Heimdall der Wächter von Asgard und der Himmelsburg ist, die an der Regenbogenbrücke Bifröst liegt? Ich könnte noch viel mehr Dinge aufzählen, die ich durch dieses Buch gelernt habe. Und genau das macht Riordans Bücher so lesenswert: Dass man neben den Abenteuern, Schlachten und Witzen sein Allgemeinwissen verbessert.

    Das Ende wird leider auch ziemlich hastig erzählt, ist aber dennoch spannend und vielleicht sogar ein bisschen traurig. Das Finale macht schon sehr deutlich, worum sich die Handlung im dritten und letzten Band drehen wird. Vor allem der allerletzte Satz hat in mir ganz große Vorfreude auf den Abschluss der Trilogie geweckt (ihr werdet vielleicht kurz ausflippen).

    „Magnus Chase – Der Hammer des Thor“ ist insgesamt ein gelungener Zwischenband, der aber nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten kann. Rick Riordans Erfolgsrezept funktioniert größtenteils: Es gibt coole Helden, diverse Figuren, spannende Action und viel Wissenswertes über die nordische Mythologie. Allerdings ist das Tempo auch extrem hoch, sodass die Geschichte oft zu gehetzt erzählt wird. Innerhalb eines Wimpernschlags wechseln die Handlungsorte und ich kann euch aus Erfahrung sagen: solltet ihr beim Hörbuch für nicht einmal eine Minute mit den Gedanken abschweifen, verliert ihr den Faden. Zudem ist der Plot insgesamt vorhersehbar, weshalb diese Mischung aus Hektik und wenig Innovation dafür sorgt, dass der zweite Band von Magnus Chase zu den eher durchschnittlichen Werken Riordans gehören. Deshalb bekommt das Jugendbuch aus dem Jahr 2017 von mir gute drei von fünf Federn. Trotz ein paar Schwächen hatte ich aber Spaß mit dem Hörbuch und möchte heute noch mit dem dritten und letzten Band beginnen. 

  24. Cover des Buches Frag nicht nach Sonnenschein (ISBN: 9783442485505)
    Sophie Kinsella

    Frag nicht nach Sonnenschein

    (182)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover von Frag nicht nach Sonnenschein ist liebevoll gestaltet und zieht sofort mit seinen warmen Farben und dem verspielten Design die Aufmerksamkeit auf sich. Es vermittelt eine positive, leichte Stimmung, die perfekt zum Ton des Buches passt.

    Die Hauptfigur ist wunderbar authentisch und sympathisch beschrieben. Man kann sich leicht in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen, ihre Unsicherheiten und Stärken wirken realistisch und nahbar. Besonders beeindruckend ist, wie Sophie Kinsella es schafft, die Entwicklung der Protagonistin nachvollziehbar und glaubwürdig zu gestalten.

    Auch die Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und tragen viel zur Tiefe der Geschichte bei. Sie bringen verschiedene Facetten ins Spiel, sei es durch Humor, Unterstützung oder Konflikte, und machen die Handlung dadurch lebendig und abwechslungsreich.

    Sophie Kinsellas Schreibstil ist wie gewohnt leicht, humorvoll und flüssig, was das Lesen zum echten Vergnügen macht. Das Setting ist lebendig und gut ausgearbeitet, es schafft eine einladende Atmosphäre, die perfekt zu der Geschichte passt.

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks