Bücher mit dem Tag "alexander von humboldt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alexander von humboldt" gekennzeichnet haben.

27 Bücher

  1. Cover des Buches Grimm (ISBN: 9783453529601)
    Christoph Marzi

    Grimm

     (285)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16

    Besucht mich auch unbedingt auf meinem Instagram Account:

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    ~~~~~

    Heute möchte ich euch „Grimm“ von Christoph Marzi vorstellen. Es handelt sich um einen Einzelroman. Es gibt viele Anspielungen auf Märchen und diese sind auch ein wichtiger Bestandteil des Buches - aber es ist keine Märchenadaption Stattdessen erwartet uns ein Fantasyroman mit einer kleinen Liebesgeschichte. Es ist etwas gruselig, skurril und mysteriös 😱


    Der melancholisch, elegante Schreibstil mit den poetisch-anhauchenden Einschüben führt uns durch eine, wie ich finde, interessante und gut umgesetzte Story. Es hat mir richtig Spaß gemacht ein Teil dieser super spannenden Geschichte zu sein.


    Zwar werden die actionreichen Verfolgungsszenen ziemlich gedämpft durch kleine Dialoge (was ich sehr merkwürdig fand, da man gerade auf der Flucht ist und die Gespräche waren à la „Achja, wir haben jetzt genug geredet. Wir rennen mal lieber weiter, ne“ 🙃) - dennoch mochte ich diese Unterhaltungen sehr.


    Die Charaktere sind auch total toll und interessant gewesen ☺️ Während Vesper trotzig, oft resigniert, sehr ehrlich ist und Gothic-Vibes verströmt, ist Leander fröhlich, humorvoll, nerdig und etwas verschroben.


    Beim Ende bin ich nicht so sicher, ob ich es richtig verstanden habe 🙈 

    Warnung: Das Ende wird nicht jedem gefallen!


    Ich kann das Buch nur empfehlen! Und es wird nicht mein letzter Marzi sein 😍 (Ist das ne Drohung?!)

    Book'n'Out 🐻

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  2. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783570102060)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Ich liebe historische Reise- und Wissenschaftsbeschreibungen ohnehin sehr, und hier hat mich auch der lebendige Schreibstil mitgerissen. Das Werk befasst sich mit interdisziplinärem und universalem Weltwissen, das die Jahrhunderte überdauert: Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaft, Kunst, Soziologie … Auch machte Humboldt damals schon auf beginnende Umweltzerstörung aufmerksam und kritisierte den Kolonialismus und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Ausbeutung. Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass auch er selbst zwangsläufig ein europäischer Eindringling auf dem südamerikanischen Kontinent war und aus heutiger Sicht mit Sicherheit Ausbeutung betrieben hat – allein schon das Sammeln von Pflanzen und Tieren etc. Dennoch schien er für die damalige Zeit umsichtig vorzugehen und wirklich vor allem Wissensdurst stillen wollen, nicht sich selbst bereichern. Ein herrliches Buch, das ich Nächte durchgelesen habe. Sehr zu empfehlen.

  3. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.392)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald


    Daddy sorgt dafür, dass Kathi guten Lesestoff bekommt. So mögen wir das, bester Papa. 

    .

    Daniel Kehlmann erzählt in diesem biographischen Roman die Lebensgeschichte zweier bedeutender Wissenschaftler: Alexander von Humboldt, dessen Name wahrscheinlich vielen bekannt ist: wissbegieriger und empirischer Naturforscher deluxe, der für seine Expeditionen quer über den Planeten gereist ist. Carl Friedrich Gauß, theoretischer Mathematiker, Astronom, blitzgescheit und Stubenhocker vom feinsten. 

    Der Schreibstil des Buches ist ansprechend, aber gewöhnungsbedürftig. Hier wird nichts beschönigt: mit trockenem Humor und einer guten Portion Zynismus beschreibt Daniel Kehlmann die beiden Persönlichkeiten und ihren Werdegang, was für viele Schmunzler zwischendurch sorgt. Jeder bekommt sein Fett weg. Im Gegensatz zu den positiven Eigenschaften der Herren Forscher werden deren negativen übertrieben dargestellt - was für einen gewissen Unterhaltungsfaktor sorgt. So ist Gauß ein engstirniger sturer Kauz und Humboldt ein prüder Naivling. Beschrieben wird ihr Weg zur Forschung, Ausbildung, wissenschaftlichen Errungenschaften sowie die distanzierte, aber doch freundschaftliche Beziehung der beiden. 

    Die Bedeutung des Titels hat sich mir erst gegen Ende hin erschlossen - Kathi mit Brett vor dem Kopf: da hätte ich auch früher draufkommen können. Die Welt wird natürlich nicht wortwörtlich vermessen, viel eher zeigt der Autor durch die Darstellung der Lebensgeschichten die beiden unterschiedlichen Herangehensweise um die Vorgänge der Natur zu verstehen. Der eine erkundet, erforscht, misst, notiert - der andere berechnet, kalkuliert, denkt. Beide kommen so jedoch zu ihrer Wahrheit. 

    Eine tolle Geschichte - doch trotz des positiv ungewöhnlichen Schreibstils und dem biographischen Ansatz konnte mich das Buch leider nicht gänzlich abholen.


  4. Cover des Buches Die Abenteuer des Alexander von Humboldt (ISBN: 9783570103500)
    Andrea Wulf

    Die Abenteuer des Alexander von Humboldt

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Zum 250. Geburtstag des deutschen Naturforschers präsentierte 2019 die Humboldtexpertin Andrea Wulf eine farbenprächtige, opulent illustrierte Grafic Novel über Humboldts berühmte Südamerikaexpedition (1799 bis 1804), begleitet durch den Botaniker Aimé Bonpland. Angeregt von seinen Tagebüchern, Kupferstichen, Skizzen, Landkarten und präparierten Pflanzen erzählt die New Yorker Illustratorin Lillian Melcher bildnerisch durch die Expedition; wie z.B. über waghalsige Fahrt durch die Stromschnellen des Orinoco, bei dem die beiden Wissenschaftler fast ertranken, oder die spektakuläre Besteigung des Chimborazo (hierzu gibt es eine aufklappbare Vierfachseite). Bei diesem Aufstieg begreift Humboldt den Zusammenhang der Natur, den Vegetationsschichten im Zusammenspiel, der Wichtigkeit der Pflanzen und Tiere. Andrea Wulf nimmt die Perspektive von Humboldt an, anhand seiner Tagebuchaufzeichnungen, – die erst vor kurzem zugänglich gemacht wurden – berichtet er uns mit Begeisterung von seinen Entdeckungen, den Gefahren, von Begegnungen mit der indigenen Bevölkerung Südamerikas. Und er warnte bereits damals vor dem vom Menschen verursachten Klimawandel. 


    Das Buch ist in seiner künstlerischen Aufmachung eine Mischung aus Sachbuch, Autobiografie und Abenteuer eines Entdeckers. Die beiden Wissenschaftler besuchen Venezuela, Kuba, Peru, Ecuador, Mexiko und die Vereinigten Staaten, sammeln unbekannte Pflanzen und Tiere, Mineralien, fertigen Zeichnungen an, präparieren, notieren, sortieren. Humboldt berichtet vom Erdbeben in Cumaná, von einem astronomischen Ereignis, dem Merkurtransit von 1802, bei dem Merkur als winziger schwarzer Punkt innerhalb mehrerer Stunden über die Sonnenscheibe wandert. Humboldt ist ein kritischer Beobachter, dem die weit verbreitete Sklaverei ein Dorn im Auge ist. Auch der Raubbau an der Natur durch die Abholzung der Regenwälder bekümmert ihn zutiefst, denn er begreift bereits die Bedeutung des Regenwaldes für das Klima. 


    Fotografien, handschriftliche Manuskriptseiten, Zeichnungen von Humboldt, dazu die Zeichnungen von Lillian Melchier sind meist in Collagen zusammengestellt, mit Sprechblasen der Agierenden belegt. Durch den Stilmix, bereichert mit Tintenklecksen, Stock- und Wasserflecken bekommt die Grafic Novel viel Authentizität. Manchmal verlaufen, fast ertrunken, ein Erdbeben erlebt; Abenteuer der Wissenschaftler in der Neuen Welt machen die Geschichte zum Erlebnis. Das Entdecken von Unmengen neuer Pflanzen und Tiere bringt Humboldt auf neue Ideen, wie die Welt sich zusammensetzt. Andrea Wulf erzählt mit biografischen Details, historisch korrekt von den Entdeckungen Humboldts. 


    Humboldt erlebte die amerikanische Unabhängigkeit, die Französische Revolution, die Eroberung Europas durch Napoleon, eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderungen, ein Zeitalter der Weltentdecker. Schon damals wies Humboldt auf die Umweltzerstörung durch Abholzung hin, die Wichtigkeit des Regenwalds für das Weltklimas. Er prangerte die Sklaverei an. Am Ende seiner Reise legt er in den USA an und trifft auf Präsidenten Jefferson. Geschichte, Naturwissenschaft und Abenteuer verknüpft in eine Grafic Novel – Allage, interessant für Jugendliche und Erwachsene. Ein gelungenes Werk, um sich über Alexander von Humboldt ein Bild zu machen.


    Lillian Melcher ist Illustratorin und lebt und arbeitet in Hudson, NY. Dies ist das erste von ihr illustriete Buch. Lillian absolvierte 2016 die Parsons School of Design mit einem Abschluss in Illustration. Sie wurde mit dem SCBWI Student Illustrator Stipendium und der jurierten Ausstellung und dem Buch der Society of Illustrators Illustrator 62 ausgezeichnet. Leider wird beim Bertelsmann Verlag die Künstlelin weggelassen. Ihr Name steht imerhin noch auf dem Cover.


    Andrea Wulf, geboren in Indien und aufgewachsen in Deutschland, lebt seit anderthalb Jahrzehnten in London. Seit ihrem Studium der Designgeschichte am Royal College of Art arbeitet sie als Sachbuchautorin und Journalistin. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, ihr Buch «The Brother Gardeners» wurde u.a. für die Longlist zum Samuel Johnson Prize nominiert. Sie schreibt u.a. für «Wall Street Journal», «Sunday Times», «New York Times», «Guardian» und «Times Literary Supplement» und arbeitet zudem regelmäßig für die BBC.


    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/die-abenteuer-des-alexander-von.html

  5. Cover des Buches An den Ufern des goldenen Flusses (ISBN: 9783499259777)
    Isabel Beto

    An den Ufern des goldenen Flusses

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Faidit
    Verwoben mit der interessanten Historie um den Freiheitskämpfer Bolivar und der Geschichte Venezuelas, in der auch Humboldt als Held dieser Zeit und Region der Erde dann und wann erwähnt wird, hat dieser Roman einen netten und nicht oft gelesenen Hintergrund, vor dem sich die fiktive Handlung um Janna Sievers, die Tochter eines hanseatischen Kaufmannes, und ihrem Verlobten Reinmar, einem Dandy und Glücksritter, wie er im Buche steht, abspielt. Auch ein Halbindio, der ein sehr wildes und eigenwilliges Leben führt und die Anstandsdame der noch unverheirateten und behütet aufgewachsenen Protagonistin spielen eine Rolle, die sich auf das Handeln der jungen Hamburgerin immer wieder auswirken. 
    Anfangs war alles sehr vorhersehbar. Der Verlobte liebenswert und der Wunschschwiegersohn aller Mütter mit Töchtern. Die umworbene junge Frau naiv, puppenhaft, für einen Mann leicht zu händeln, gesellschaftsfähig und vorzeigbar. Doch das ändert sich mit ihren Erfahrungen nach dem Schiffsbruch, die sie schnell erwachsen und reif werden lassen. Die Landschaftsbeschreibungen und Beschreibungen von den sonstigen sehr realistisch dargestellten Eindrücken, die auf Janna einstürmen, sind bildhaft und nehmen den Leser mit auf die Reise auf dem Orinoco. Die Sprache mit den eingeflochtenen historischen wie dialektischen Ausdrücken hat mir ebenfalls sehr gefallen. Die Protagonisten handeln logisch und lebensecht und wirken nicht der Fantasie entsprungen. Nach vier Fünfteln des Buches dachte ich, dass die Handlung jetzt wirklich interessant wird und auch sehr dem wahren Leben abgekupfert ist und keineswegs in Richtung der üblichen Liebesgeschichten geht. Aber leider hat die Autorin dann doch irgendwann anders entschieden – möglicherweise auf Druck des Verlages anders entscheiden müssen, um die Geschichte weniger dramatisch und doch recht romantisch, dem Anspruch des Großteils der Leserschaft, weitergehen zu lassen. Dann war doch allzu deutlich klar, wer der erstrebenswerte Ehemann wird, mit dem die Protagonisten sich wohl verbandelt. Es wäre spannender gewesen, wenn die Vorteile des einen und die Nachteile des anderen Kandidaten nicht so klar zu Tage getreten wären, bzw. sich verändert hätten. Aber Romane sollen eben doch nicht allzu viel mit dem wahren Leben zu tun haben.. Einzig das glücklicherweise offene Ende lassen das Buch schließlich nicht ganz im Schmalz versinken.
    Netter Roman mit Spannung, der mich gut unterhalten hat.  
  6. Cover des Buches Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche (ISBN: 9783864761218)
    Gabrielle C. J. Couillez

    Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Das ist der zweite Teil vom Leben und Wirken des Naturforschers Georg Wilhelm Schimper.
    Nachdem er im ersten Teil in Südeuropa seine Abenteuer erlebt hat, werden hier von seiner forschenden Neugier aus  Algier, Afrika und Ägypten erzählt.
    Zu seiner Lebzeit völlig unbekannte Länder und viel Neues in Sachen Kultur, Pflanzen, Sitten und Menschen.
    Genauso hat die Autorin von Schimpers Leben in diesem Roman erlebnisreich erzählt. Dabei kam der absolute Forschungsdrang von Schimper im Buch sehr zur Geltung. Es war gefährlich oft für ihn, doch seine wagemutigen Touren, Entdeckungen haben sich gelohnt. Noch heute werden von seinen damaligen, ausgefallenen Naturfunden in Museen, Ausstellungstechnisch erzählt.
    Immer wieder passierte es, das er oftmals dem Tote nahe war, auf seinen Entdeckungstouren. Oft von Krankheiten, die der Europäische Körper nicht aushält, oder eben auch durch Kriminelle Begegnungen.
    Doch er hat oft Glück, kehrt auch dazwischen wieder mal nach Europa zurück.
    Unruhig ist er, nach meindlicher Genesung, wieder auf Entdeckung zu gehen. Man Rät ihm das vorerst ab, aber er entscheidet anderst und begibt sich nach Ägypten auf Neues.
     Seine Forschungsarbeit vom badischen Großherzog, finanziell unterstützt.
    Sein größter Kummer, den er im zweiten Teil noch ausgeprägter erzählt, ist, kein Glück in der Liebe, keine dauerhafte Beziehung.
    Sein Ankommen und Begehrt werden bei den Frauen, sind im Buch sehr Liebevoll und Intensiv beschrieben.
    Unatraktiv war Wilhelm keines Falles.
    Das Buch ist sehr Naherlebt beschrieben. Der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und zu folgen.
    Man erfährt nebenbei was von Flora und Fauna. Die Landschaften wirken bildlich auf einen beim lesen.
    Man spürt den unaufhaltsamen Forschungsdrang von Schimper. Man spürt aber auch mit was für einer Einfachheit er an Utensillien damals hat auskommen müssen.
    Ein wahres Abenteur dies Buch zu lesen.
    Von Vorteil wäre den ersten Band zu lesen: Die Rückkehr der Störche.
    Band drei ist in Bearbeitung: Die Heimat der Störche.
    5 Punkte

  7. Cover des Buches HUMBOLDT to go (ISBN: 9783355018760)
    Beate Hellbach

    HUMBOLDT to go

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Marakkaram
    "Hier, inmitten des neuen Kontinents, gewöhnt man sich beinahe daran, den Menschen als etwas zu betrachten, das nicht notwendig zur Naturordnung gehört." (Reisetagebücher)

    Humboldt-Zitate im handlichen Kleinformat. 

    Ein Blickfang sind sie ja schon, die kleinen bunten Büchlein aus dem Eulenspiegel-Verlag in ganz leichte Lederoptik. Aber halten sie auch, was sie versprechen? Der Humboldt auf jeden Fall. 

    Unterteilt in vier Themenbereiche
    = Es ist ein Treiben in mir -> Selbstauskünfte
    = Ich hoffe, etwas Großes zu vollenden -> Expedition in die neue Welt
    = Wissen und Erkennen sind die Freude und die Berechtigung der Menschheit -> Natur und Mensch
    = Meine Hoffnungen sind schwach -> Deutsche und Europäische Zustände
    kann der Leser in einer reichhaltigen Zitatensammlung Humboldts stöbern, jeweils versehen mit Quelle und Zeitangabe. Dabei gibt es recht kurze prägnante Sätze, aber der Großteil besteht schon aus ein zwei Sätzen mehr (jedoch nicht weniger prägnant). Insbesondere Humboldts Sicht auf die ehemals "neue Welt" bzgl. Sklaverei und Ausbeutung der Ureinwohner beeindruckt mich in immer wieder. 

    Beate Hellbach hat aus der Fülle eine gelungene Sammlung zusammengestellt. Doch um das Erscheinungsbild aufzulockern, werden jeweils Satzteile oder Wörter hervorgehoben. Die Optik punktet damit auf jeden Fall, mich hat es beim Lesen aber manchmal leicht gestört, da es automatisch eine Betonung vorgibt. 

    Fazit: Ein tolles Büchlein für jeden Humboldt-Fan. Als Einsteigerbuch würde ich es allerdings nicht empfehlen, da es keine Kurzbio oder Einleitung gibt und man mit seinem Leben und Werk schon ein wenig vertraut sein sollte, um in den vollen Genuss zu kommen.  

  8. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783844526974)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    4,7 Lovely-Books-Punktdurchschnitt, hymnische Besprechungen, alles spricht für dieses Buch. Und auch ich kann nach Lektüre / Zuhören nur sagen: Ein Höhepunkt biografischen Schreibens. Die satte, aber nie überladene Erzählweise von Andrea Wulf, der Bogen von Anekdotischem zu Hochwissenschaftlichen, das Einbeziehen anderer Größen wie Goethe oder Darwin, all das begeistert ohne Wenn und Aber.

  9. Cover des Buches Das Erlkönig-Manöver (ISBN: 9783492950695)
    Robert Löhr

    Das Erlkönig-Manöver

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Farbwirbel

    Der Geheimrat Goethe wird dazu berufen, den Thronfolger der Bourbonen, Louis Charles in sicheres Gewahrsam zu nehmen und somit den Siegeszug Napoleons zu stoppen. Louis Charles ist der Sohn Marie Antoinettes und Louis XVI. Da nie ganz geklärt wurde, woran der Junge gestorben ist, nutzt Robert Löhr diese Lücke und erdenkt sich einen lebendigen Louis Charles, der aus seinem amerikanischen Exil zurückkommt, um Frankreich zu regieren.

    Johann Wolfgang von Goethe muss sich nun eine Truppe zusammensuchen, mit der er dieses Himmelfahrtskommando durchführen konnte. Sein Freund Friedrich Schiller, der genauso wie Goethe selbst bereits in die Jahre gekommen war, hilft ihm bereitwillig. Hinzu kommen Alexander von Humboldt, Bettine von Brentano, deren Liebhaber Achim von Arnim sowie im späteren Verlauf der junge, aufstrebende Heinrich von Kleist. Was für eine Kombination!

    „Herr von Goethe sucht sein Heil in der Antike, Achim sucht es im Mittelalter – warum, frage ich, sucht es keiner von beiden in der Gegenwart?“ Auf diese Frage hatte weder der Klassiker noch der Romantiker eine Antwort, und Kleist konnte sich mit dem Lorbeeren des lachenden Dritten schmücken […]. - S. 249f

    Kein Plan funktioniert, doch irgendwie schaffen es diese sechs Koriphähen, Louis Charles zu retten. Sie werden jedoch von Anhängern der napoleonischen Fremdherrschaft verfolgt. Eine turbulente Flucht entspinnt sich, in der sowohl politische Meinungen aufeinanderkrachen, als auch poetische. Die Liebe ist tragendes Mittel und wird aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Allen voran überrascht Löhr mit versteckten Annekdoten und Bezügen zu Werken des Sextettes.

    Der Aufbau ist chronologisch angeordnet. Teilweise wird dem Leser erläutert, was Personen während ihrer Abwesenheit getan haben, ansonsten handelt es sich aber um eine gradlinige Erzählung.

    Robert Löhr schrieb und schreibt Historienromane der etwas anderen Art. Ich durfte bisher den Sängerkrieg von ihm lesen, welches mir einen neuen Blick auf die Mediävistik möglich machte. Es überzeugte vollends.

    Leider kann ich dies nicht beim Erlkönig-Mannöver bestätigen. Dröge Sätze, langatmige Passagen... Nach dem ersten Abenteuer hatte man das Gefühl, dass es nun eigentlich auch zuende sein könnte. Schade! Das Figurenpersonal würde so viel mehr anbieten. Natürlich wurden Programmatiken besprochen, teilweise auch auf einzelne Werke eingegangen, aber irgendwo blieb die Spannung bzw. eigentlich der Leser auf der Strecke. Zudem wurden offentsichtliche Pointen gesetzt, die mich persönlich nicht überraschten, denn die immer wiederkehrenden Werther-Witze sind irgendwann dann auch passé. Wo blieb die Originalität, die ich an Löhr so schätzte? Gegen Ende wurde das Buch dann wieder etwas spannender, doch ich bleibe ziemlich enttäuscht zurück.


  10. Cover des Buches Die Entdeckung der Neuen Welt (ISBN: 9783945298435)
    Claudia Zentgraf

    Die Entdeckung der Neuen Welt

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Mich hat vor allem das Thema des Buches gereizt. Ich hatte zwar schon von Humboldt gehört, aber wusste nicht wirklich etwas über seine Arbeit. Umso mehr hatte ich gehofft, in diesem Buch einen spannenden und unterhaltsamen Einblick in sein Leben zu bekommen. 


    Man steigt schon auf der ersten Seite in die Geschichte ein. Es wird nicht viel und lange eingeführt, was ich an einem Buch besonders mag. Auch wird die Handlung ziemlich schnell spannend. Da jedoch liegt auch schon ein Problem dieses Buches: die Spannung wird viel zu schnell wieder aufgelöst. Ein schwerer Sturm auf See? Nach einer Seite, ist der schon wieder vergessen. Eine aussichtslose Lage? Die Lösung folgt zwei Zeilen später. Mir ging das zu schnell. Man hätte die Spannung ruhig etwas aufrecht erhalten, die Momente richtig auskosten können. So aber fühlte es sich eher wie eine Aneinanderreihung von spannenden Stellen an, als wäre eher auf die Quantität, als auf die Qualität geachtet worden. Ich mag zwar Bücher, die durchgehend spannend bleiben, oder einfach viele aufregende Stellen haben, aber diese will ich als Leser auch auf eine Art genießen können. Ich will nicht sofort eine Lösung haben. Leider zieht sich dieser Aufbau durch das ganze Buch. Das ist wirklich schade, denn mit diesen tollen Ideen hätte die Geschichte sehr viel Potential gehabt. 
    Auch sonst war mir die Handlung auf eine Art zu oberflächlich. Keine Situation wird einmal etwas detaillierter Beschrieben. Fünf Jahre einer aufregenden Reise auf ungefähr 200 Seiten zu packen, wird dem Ganzen einfach nicht gerecht.
    Leider wurde beim Inhalt sehr viel Potential durch eine schnelle, oberflächliche Erzählweise verloren. Dazu trägt auch der Erzählstil bei. Der personaler Erzähler wechselt sehr häufig die Perspektiven, manchmal so unmerklich, dass man nicht so genau weiß, wer denn jetzt eigentlich was denkt. Das hat auch zu einer gewissen Distanz zu den Protagonisten geführt.  


    In der Geschichte begleitet man den 12-jährigen Toni, der auf einem Schiff Alexander von Humboldt und seinen Freund und Kollegen Aimé trifft und kurzerhand zu ihnen stößt. Was mich gleich zu Beginn gestört hat ist, dass der erwachsene Aimé auf den jugendlichen Toni eifersüchtig ist, weil er... ja was eigentlich? Aimé ist studierter Arzt und Biologe und Alexanders Kollege. Toni wird von Alexander mehr oder weniger aufgesammelt und arbeitet als Gehilfe mit. Somit gibt es eigentlich keinen nachvollziehbaren Grund für Aimé eifersüchtig zu sein. Überhaupt sind die Charaktere (wie auch die Handlung) ziemlich oberflächlich, oft konnte man als Leser Handlungen und Verhaltensweisen nicht wirklich nachvollziehen.
    Man begleitet die Figuren 5 Jahre lang und stellt jedoch überhaupt keine Entwicklung fest. Der 17-jährige Toni verhält sich genauso wie der 12-jährige, sodass man sich als Leser immer wieder vergegenwärtigen muss, dass Toni erwachsen ist. 
    Leider ist in dem Buch auch wenig Platz für Zwischenmenschliches eingebaut worden, sodass es für die Charaktere keinen Raum gibt sich miteinander zu entwickeln. Das Verhältnis der drei Protagonisten ist (bis auf kleine Ausnahmen) von Anfang bis Ende gleich. Gerade bei so einer rasanten und aufregenden Reise ist das unrealistisch und lässt einen auch keine Bindung zu den Figuren aufbauen. Wo man am Anfang vor allem mit Humboldt und seiner Naivität sympathisiert hat, ist man gegen Ende eigentlich nur noch irritiert, dass der Mann immer noch nichts dazugelernt hat. 


    Insgesamt wurde bei diesem Buch sehr viel gutes Potential und tolle Ideen verschenkt. Die Geschichte fühlt sich an wie ein Schnelldurchlauf, um eine Übersicht zu bekommen. Es hätte durchaus etwas detaillierter sein können. 
    Nun ist das natürlich ein Buch für junge Leser, die bestimmt nicht so kritisch sind, wie ich. Für diese ist es bestimmt toll, so viele spannende Abenteuer miterleben zu dürfen. Trotzdem hat mir auch für ein Kinder-/Jugendbuch einfach die Tiefe gefehlt.


    Vielen Dank an den Digital-Publishers Verlag für das Rezensionsexemplar.
  11. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783839815588)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Pantoffeltier

    Zwei große Forscher treffen sich. Gauß ersinnt am liebsten in der Einsamkeit bahnbrechende mathematische Konzepte, Humboldt bereist für seine Forschung jeden noch so abgelegenen Winkel der Erde. Beide Männer sind sehr klug, scheitern aber am Alltag. Sie sind unfähig, gesellschaftliche Konventionen zu verstehen und ecken immer wieder an.

    Daraus ergeben sich jede Menge unangenehme Situationen und je älter die Herren werden, desto kauziger werden sie. Kehlmann betrachtet die beiden Sonderlinge sehr liebevoll. Ganz aus Versehen führen sie nicht nur sich selbst, sondern auch die verlogenen Menschen in ihrem Umfeld vor. Hut ab vor so viel subtilem Humor.

    Manchmal zieht sich die Handlung doch etwas, aber man kann auch so richtig in diesem Hörbuch versinken und hat die Welt, die Kehlmann beschreibt, ganz genau vor Augen.

    Das liegt auch am Sprecher. Ulrich Noethen liest sehr gut, seine Stimme passt einfach perfekt zu Kehlmanns Werk. Einige Längen verzeiht man dem Autor dann gern. 4,5 Punkte für ein informatives und ungewöhnliches Hörerlebnis.

  12. Cover des Buches Das Museum der Welt (ISBN: 9783423148054)
    Christopher Kloeble

    Das Museum der Welt

     (44)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Ich denke, Vater Fuchs wäre ein ausgezeichneter Forscher geworden. Wenn Gott ihn nicht vor der Wissenschaft entdeckt hätte." (Zitat)

    "Das Museum der Welt" ist ein tiefgründiger und auch witziger Abenteuerroman von Christopher Kloeble, der die widersprüchlichen menschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt rückt.

    Darum geht's: Das Buch spielt im Zeitraum von 1854 bis 1857. Dank der großartigen Unterstützung von Alexander von Humboldt unternehmen die drei Brüder Adolph, Hermann und Robert Schlagintweit im Auftrag der britischen East India Company,  eine der aufwendigsten und auch teuersten Expedition durch Indien und Hochasien. 

    Ihre Reise beginnt in Bombay. Hier sichern sie sich die Hilfe des etwa zwölfjährigen Waisenjungen Bartholomäus, der ihnen als Übersetzer dienen soll. Bartholomäus ist ein zarter Junge und vielleicht auch etwas zu klein für sein Alter, aber er spricht fast ebenso viele Sprache wie er Jahre zählt. Während die Brüder viele bemerkenswerte Erkenntnisse in vielen Wissenschaftsbereichen und zehntausende von Objekten sammeln, und nebenbei für die East India Company spionieten, möchte Bartholomäus das erste Museum Indiens gründen. Dabei sammelt er nicht nur faszinierende Objekte, sondern auch Gefühle, Träume und sogar Erinnerungen. Je weiter der Train in den Kontinent vordringt, desto mehr geraten sie in das gefährliche Spiel zwischen den Mächten England, Russland und China, die um die Vorherrschaft in Zentralasien kämpfen.

    Dieses Buch hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Vielleicht auch gerade, weil es auf historischen Ereignissen basiert. Neben all der Ernsthaftigkeit, versprüht es jedoch auch ein Menge Witz in den Dialogen. Bartholomäus hat mir dabei wirklich am besten gefallen. Er ist ein so wissbegieriger und aufgeweckter Junge, der mir beim Lesen viel Freude gemacht hat. Die Brüder Schlagintweit konnte ich zu Beginn nicht ganz so gut auseinander halten, was sich im Laufe der Geschichte aber gegeben hat.

    Der Schreibstil von Christopher Kloeble lässt sich angenehm leicht lesen und auch die Kapitelaufteilung ist gelungen.

    Dieses Buch ist auf jeden Fall ein Abenteuer, welches ich empfehlen kann. Auch für Leser, die sich nicht so für historische Ereignisse erwärmen können, denn Kloeble hat es geschafft, langatmige, geschichtliche Fakten weitestgehend außen vor zu lassen. 

  13. Cover des Buches Die Abenteuer der deutschen Entdecker - Zwei Abenteuerromane in einem Band (Bundle) (Jugend, Historisch) (ISBN: 9783960871217)
    Claudia Zentgraf

    Die Abenteuer der deutschen Entdecker - Zwei Abenteuerromane in einem Band (Bundle) (Jugend, Historisch)

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Svarta
    Vielen Dank an den  dp Verlag, der mir das ebook-Bundle " Die Abenteuer der deutschen Entdecker" von  Claudia Zentgraf zur Verfügung gestellt hat! Das ebook enthält die zwei Geschichten "Die Entdeckung der neuen Welt" und "Eine Reise um die Welt".


    Die Entdeckung der Neuen Welt

    Inhalt:
    "Es ist das Jahr 1799 und das Abenteuer ruft nach Alexander von Humboldt: Auf seiner Forschungsreise nach Amerika begleitet ihn nicht nur sein Freund Aimé Bonpland, sondern auch der 12-jährige Antonio Lopez. Auf hoher See, am Rande des Vulkans oder im tiefen Dschungel – überall gibt es auf dieser Expedition Neues zu entdecken." 

    Die erste Geschichte aus dem ebook-Bundle konnte mich dank seiner sympathischen Charaktere und der interessanten Geschichte direkt überzeugen! Die etwas schrulligen Forscher, die sich über jede Kleinigkeit die sie entdecken absolut begeistern können, und der neugierige, abenteuerlustige Antonio sind mir im Laufe ihrer Reise wirklich ans Herz gewachsen!
    Die Autorin hat einen angenehmen und einfachen Schreibstil, der für jüngere Leser durchaus angebracht ist. Ich persönlich konnte mit dieser spannenden und leichten Lektüre sehr schön abschalten und mich von den schönen Naturbeschreibungen berieseln lassen, die bei mir nicht nur einmal das Fernweh weckten...

    Gut gefallen hat mir auch, dass man doch auch als "Erwachsener" Leser noch einiges Neues erfahren konnte, da die Autorin in meinen Augen gut recherchierte und viel Wissenswertes in das Buch hat einfließen ließ, ohne das es dem Leser dabei langweilig wird. Gerade für junge Leser eine super Sache! Da Wissen über sonst eher langweilige Themen interessant und spannend vermittelt wird.

    Generell hat mir die Reise mit den Forschern viel Spaß gemacht und ich bin froh, dass ich mich darauf eingelassen habe!
    Mich haben nur zwei Sachen gestört:
    Die ganze Geschichte mit Javier (hat mit Antonios Vergangenheit zu tun, ich gehe lieber nicht näher darauf ein ;)) ist schon sehr von Zufällen geprägt, für meinen Geschmack schon fast zu viel. Außerdem habe ich mich gefragt: Woher hatte er das ganze Geld um die Forscher zu verfolgen?
    Es war auch Schade, dass das Ende sehr abrubt kommt! Nachdem man die Forscher so lange begleitet  und sich mit ihnen über die vielen Entdeckungen gefreut hat, erfährt man leider nicht, wie die Erkenntnisse und Ergebnisse von Alexander von Humboldt ankommen und was sie für Folgen haben werden.


    Eine Reise um die Welt

    Inhalt:
    "Im Londoner Hafen wird die H.M.S. Resolution zum Auslaufen fertig gemacht. Der Kapitän dieses Schiffes: James Cook. Sein Auftrag: den Südkontinent finden. Mit an Bord sind auch der Naturforscher Johann Forster und dessen Sohn Georg. Mit Georgs Unterstützung kann der Junge Henry als Leichtmatrose angeheuert werden. Kaum auf dem Schiff, wird Henrys gute Laune jedoch getrübt. Er glaubt, dass ein gesuchter Dieb unter ihnen ist. Aber können Georg und er das auch beweisen?


    Die zweite Geschichte konnte mich so als Gesamtpaket leider nicht ganz überzeugen.
    Grundsätzlich ist sie ähnlich aufgebaut wie die vorherige: Die Reise ist interessant, der Schreibstil ist wieder angenehm flüssig zu lesen und die Hintergründe sind gut recherchiert!
    Allerdings konnten mich hier die Hauptcharaktere Henry und Georg nicht so wirklich überzeugen und die Story zieht sich auch eher in die Länge. Die Reise schien sich in ihrem Ablauf immer wieder zu wiederholen und konnte mich nicht so begeistern wie ich es mir gewünscht hätte. Ich musste mich leider selbst überreden weiter zu lesen, da mich die Geschichte einfach nicht fesseln konnte.
    In diesem Buch hat die Autorin versucht Krimi-Elemente hinein zu weben, allerdings fand ich diese nicht sonderlich gelungen bzw. nicht wirklich spannend. Der Spannungsbogen ist da etwas seltsam. Für ein paar Seiten ist der Fall hoch brisant und dann wird er für eine ganze Weile wieder völlig ignoriert.

    Es gab für meinen Geschmack viel zu viele blasse Charaktere, die einfach nur da waren. Man kannte bei den meisten nur den Namen und das wars dann auch. Ich kam dann auch immer wieder durcheinander wer denn jetzt wer ist und was dieser auf dem Schiff macht. Leider hab ich erst am Ende bemerkt, dass es am Ende ein Glossar mit Fachbegriffen/Erläuterunge und Namensverzeichnis gab... also war es schon ein bisschen meine Schuld. *hüstel*

    Wiederum ein großer Pluspunkt ist, dass auch in diesem Buch vor allem jungen Lesern einen Blick in die Vergangenheit ermöglicht wird und man eine Idee bekommt, wie die ersten Entdeckungsreisen abgelaufen sein könnten. 

    Fazit:
    Auch wenn ich an dem zweiten Buch des Bundles einiges an Kritik hatte, würde ich das ebook-Bundle an Jung und Alt absolut weiterempfehlen!
    Ich vergebe für das Bundle 4 Sterne.
  14. Cover des Buches Pflanzenjäger (ISBN: 9783492404440)
    Kej Hielscher

    Pflanzenjäger

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Die Brüder Humboldt (ISBN: 9783499623271)
    Manfred Geier

    Die Brüder Humboldt

     (6)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    Eins in ihrer Zweisamkeit . "Sie sind miteinander bestens vertraut und zugleich voneinander getrennt 'wie zwei entgegengesetzte Pole' [...] Versenkung ins Innere/Treiben ins Äußere; Konzentration auf sich/Wirkung auf andere; Leben in Ideen/Forschen in der Wirklichkeit; Bildung der eigenen Individualität in ihrer Besonderheit/Beobachtung der natürlichen Dinge in ihrem ganzheitlichen Zusammenhang; Kultivierung der inneren Würde/Drang nach äußerer Anerkennung." So wird es von dem älteren der beiden "Protagonisten" in der vorliegenden Biografie in einer strengen Dichotomisierung, einer Zweiteilung, wenn auch nicht neutral oder gar objektiv, festgehalten. . Die Rede ist von Wilhelm (1767-1853) und Alexander (1769-1859) Humboldt, dem schillernden "Zweigespann" des neubürgerlich gestimmten Zeitgeistes im ausgehenden Zeitalter der Aufklärung, der deutschen Klassik und dem darauffolgenden des Idealismus. Der 1943 geborene Sprach- und Literaturwissenschaftler Manfred Geier, der bereits mit "Kants Welt" (2003) eine hervorragende Biografie schrieb, legt nun eine weitere, brillante über die beiden Universalgelehrten des 18./19. Jahrhunderts vor. . Ihrer unterschiedlichen Charaktere sind sich die Brüder in voller Klarheit bewusst. Sie verhalten sich wie komplementäre Figuren zueinander, doch sie schätzen und zollen sich zeitlebens gegenseitige Anerkennung, "weil jeder im anderen erkennt, was ihm selbst fehlt." Manfred Geier hat diese korrelative Bewunderung und Hochachtung in dem vorliegenden Buch zum roten Faden, zum Leitthema gemacht und beide gleichberechtigt, parallel porträtiert. Auf reichlichen 300 Seiten presst er deren immense Lebensfülle, ihre vielfältigen Kontakte, Freundschaften, Reisen und Korrespondenzen und die zeitgeschichtlichen Ereignisse zusammen, jedoch ohne Wesentliches auszugrenzen oder gar den Leser über Gebühr zu überfrachten. Auf lockere Art und Weise, mit stilistischer Eleganz und Noblesse, immer auf höchstem Niveau mit philosophischer Grundtendenz, gibt Geier einen hervorragenden Einblick in die Lebenswelt dieser beiden Männer. Gleichzeitig öffnet er dem Leser die Tür zum Verständnis ihrer Werke, ja, er ermutigt ihn gar, sich weiterer Sekundär- oder Primärliteratur zu bedienen, um diese beiden gleichen Ungleichen noch näher kennenzulernen. . Das Leben der Humboldts fing dahingegen alles andere als glorios an. Als 1779 ihr weltoffener, heiterer Vater starb, begann für sie eine Zeit der emotionalen Einsamkeit. und kühlen Distanz zu ihrer Mutter, hervorgerufen offensichtlich durch deren besondere Unnahbarkeit und Kälte. Hinzu kam die hofmeisterliche Kontrolle durch ihren Hauslehrer Kuntz. Wilhelm und Alexander haben, wie es in vielen vornehmen und begüterten Familien üblich war, nie eine Schule besucht, waren ständig unter der Aufsicht von Erwachsenen, "die zwar das Beste für sie wollten, aber ihre Empfindungen nicht nachvollzogen." Ihre prägnanten Verhaltensweisen und Stimmungen werden zeit ihres Lebens ein Zeugnis über ihre Zeit auf "Schloss Langeweil im märkischen Sand" (Anm.: Schloss Tegel, der Familiensitz) geben. . Schon früh zeigt sich die unterschiedliche charakterliche Prägung der Brüder, die sie ihr ganzes Leben beibehalten werden. Stürzt sich der eine (Wilhelm) in "ständiges Studieren, ununterbrochenes Lernen und intensives Lesen", hat der andere (Alexander) "sehr wenig Lust, [sich] mit den Wissenschaften zu befassen." Rückzug in die innere Welt der Sprachen und der Literatur versus Orientierung nach außen in die Natur, zu Steinen, Pflanzen, Muscheln und Käfern. Für beide ist es der angemessenste Ausweg aus all den Zwängen, Verstellungen und ständigen Aufopferungen. Erst 1785 sollte sich die Welt ein wenig mehr für sie öffnen, als die beiden Jugendlichen in das Bildungsmilieu der "Berliner Aufklärung" geraten. Ein nahezu radikales Kontrastbild zu ihrer Kindheit: "Genussvolle Geselligkeit statt erlittener Einsamkeit, Offenherzigkeit statt Verstellung, Freiheit statt Zwang.", berichtet Manfred Geier. . Unterhaltsam weiß der Autor die nächsten Schritte in die Welt von Wilhelm und Alexander Humboldt nachzuzeichnen und den Leser informativ und spannend über deren Lebensstationen zu berichten. Dies sind nach Berlin, zunächst die noch gemeinsamen Studentenjahre in Göttingen bei Georg Christoph Lichtenberg, Christian Gottlob Heyne und dem Zoologen Johann Friedrich Blumenbach, wo sie auch dem Naturforscher Georg Forster, der mit James Cook die Welt umsegelt hatte, kennenlernen und mit dem sie eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte, aber ebenso ihre Erfahrungen mit der Französischen Revolution und die Entwicklung ihrer klassischen Ideen vom Ganzen gemeinsam mit Schiller und Goethe. Natürlich dürfen die Reisen Alexander von Humboldts nach Mittel- und Südamerika, seine naturwissenschaftlichen Forschungen im Orinoko-/Amazonas-Gebiet und sein "Versuch, den Gipfel des Chimborazo zu besteigen" nicht unerwähnt bleiben. Haben doch gerade sie ihm endgültig zu Ruhm und Ehren getragen. Währenddessen macht sein Bruder Wilhelm Politik für Deutschland und initiiert eine Reform des preußischen Erziehungswesens, "eine Idee der Bildung, in deren Mittelpunkt nicht staatliche Interessen oder berufliche Nützlichkeit stehen, sonder 'der Mensch selbst' mit seinen physischen, intellektuellen und moralischen Kräften." Aber Alexanders immer mehr "Französischsein" lässt die Brüder mehr und mehr entfernen. . Zur Lockerheit und Farbigkeit der Erzählung trägt maßgeblich bei, dass sich Manfred Geier nicht nur auf eine Ansammlung von Fakten, Stationen, Personen und intellektuellen Würdigungen der beiden Protagonisten beschränkt, sondern vor allem die Einflechtung und Nachzeichnung derer äußerst menschlichen "Befindlichkeiten", erotischen Wünsche und sexuellen Orientierungen. Während Wilhelm die Rolle des "grob Sinnlichen" zufällt (er vergnügte sich im Zweifelsfall mit Prostituierten), entdeckt Alexander allmählich seine Homophilie. Geiers intensives Nachspüren der - auch hier konträr agierenden - Triebschicksale beider Brüder, macht deren geistigen Lebensweg noch verständlicher. . Letztendlich finden die Brüder in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts wieder zusammen. Während Wilhelm als freier Gelehrter sich den vergleichenden Sprachstudien widmet, kehrt .Alexander nach Deutschland, in die Dienste des preußischen Königs, zurück und beginnt sein fünfbändiges Spätwerk "Kosmos" zu entwerfen. Der Tod des älteren Bruders, der im "Kosmos" des Denkens und der Sprache zu Hause war, trifft ihn schwer. Alexander, der nie so gesund war wie auf seinen abenteuerlichen Reisen, wird ihn um 24 Jahre überleben. Im Park des Schlosses Tegel liegen beide neben Wilhelms Gattin Caroline im Familiengrab der Humboldts bestattet. . Das Zitat Wilhelm von Humboldts an seine Frau Caroline vom 16. März 1814, welches Manfred Geier dem Buch vorangestellt hat, soll dieser Rezension als Schlusswort dienen, denn erst beim Zuschlagen der letzten Seite wird man sich ihrer Aussagekraft in voller Tragweite bewusst: "Was das Sonderbarste ist, so gleichen wir uns doch eigentlich in tausend Stücken. Für einen dritten muß es kaum zwei Leute geben, über die es so amüsant sein muß, sich vergleichend zu mokieren." Manfred Geier hat dies auf jeden Fall getan. . Fazit: Die immense Fülle an Fakten und Ereignissen aus dem Leben von Wilhelm und Alexander Humboldt weiß Manfred Geier in einem beeindruckenden, subtanzreichem und klugen Terzett aus Naturkunde, Philosophie sowie unterhaltsamer und fundierter literarischer Darstellung gekonnt zu vereinen und in einer äußerst lesenswerten, ja, oft sogar bewegenden Biografie zu kompensieren.
  16. Cover des Buches Entdecker Forscher Weltenbummler (ISBN: B0021ZFYQ2)
  17. Cover des Buches "Der Traum meines ganzen Lebens" (ISBN: 9783871346019)
  18. Cover des Buches Südamerikanische Reise (ISBN: B0028Y7SNI)
    Alexander v. Humboldt

    Südamerikanische Reise

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Universalgelehrter (ISBN: 9781158754656)
    Bucher Gruppe

    Universalgelehrter

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Alexander von Humboldt (ISBN: 9783893532124)
    Reinhard Barth

    Alexander von Humboldt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Reinhardt Barths Humboldt-Biografie für Jugendliche eignet sich nicht nur für die Zielgruppe. Er würdigt den großen Forscher angemessen und anschaulich. Danach kann der Hörer/Leser sich entscheiden, ob er noch zur viel ausführlicheren Humboldt-Biografie von Andrea Wulf greifen  will.

  21. Cover des Buches Entlang der Hase von Osnabrück über Quakenbrück nach Meppen (ISBN: 9783897027503)
    Heinrich Böning

    Entlang der Hase von Osnabrück über Quakenbrück nach Meppen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ein Bildband über den Fluß Hase und ihren Verlauf von der Quelle in Melle (also die Melle-Quelle) bis zur Einmündung in den Dortmund-Ems-Kanal und wenige 100m weiter in die Ems in Meppen (was "an den Mündungen" heißt). Eine Doppelseite zu Beginn klärt zunächst die Wortherkunft des Namens "Hase" und die historischen Hintergründe, soweit bekannt. Tolle geschichtliche Photos vom Quellteich (der Pfütze) über den Verlauf in Quakenbrück und Osnabrück (wo die Hase für die Stadtgründung wichtig war) bis ins Emsland. Natürlich waren für mich die Bilder aus Herzlake, Haselünne und Meppen (also aus meiner Region) interessanter als die Bilder aus den Orten, die ich nicht so kenne, unsere Hubbrücke war vorher eine Klapp- und eine Drehbrücke, wußte ich bisher nichts von.

  22. Cover des Buches Die Entdeckung der Neuen Welt (ISBN: 9783458174356)
  23. Cover des Buches Alexander von Humboldt. Vier Jahrzehnte Wissenschaftsförderung. Briefe an das preußische Kultusministerium 1818 - 1859. Herausgegeben von Kurt-R(einhard) Biermann. (= Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Schriftenreihe der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der Akademie der Wissenschaften der DDR, Band 14). (ISBN: B0092WAYV2)

    Alexander von Humboldt. Vier Jahrzehnte Wissenschaftsförderung. Briefe an das preußische Kultusministerium 1818 - 1859. Herausgegeben von Kurt-R(einhard) Biermann. (= Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Schriftenreihe der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der Akademie der Wissenschaften der DDR, Band 14).

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Alexander von Humboldt und die Wissenschaften sind untrennbar miteinander verbunden. Dass Humboldt viel an den Wissenschaften lag - egal ob Geistes- oder Naturwissenschaften - ist an sich nichts Neues, dass er sich aber immer wieder für andere Wissenschaftler einsetzte, war mir nicht so bewusst.

    Dieses Buch stellt einige Briefe Humboldts an verschiedene preußische Kultusminister vor und gibt in einer allgemeinen Einführung einen guten Überblick über Humboldts Korrespondenzpartner. So war er mit Minister Karl Sigmund Franz Freiherr vom Stein zum Altenstein schon beinahe befreundet. Mit seinen Nachfolgern Friedrich Eichhorn und Karl Otto von Raumer kam er dagegen weniger gut aus. Und doch setzte er sich unermüdlich für die Belange der Wissenschaftler - seien es Chemiker, Biologen, Geografen, Mathematiker oder auch Künstler - ein. Und trieb unermüdlich die Förderung der Wissenschaften voran.

    Fazit: Ein spannender Band über den großen Humboldt, der mir Humboldt um einiges näher gebracht hat. 
  24. Cover des Buches Kosmos (ISBN: 9783821845494)
    Alexander von Humboldt

    Kosmos

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lepantho
    Grandios geschrieben. Interessant und Erkenntnisreich!

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