Bücher mit dem Tag "alexander"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alexander" gekennzeichnet haben.

52 Bücher

  1. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783453321601)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

    (1.078)
    Aktuelle Rezension von: Daniel_Roger

    Der Nachtzirkus hat für mich viele faszinierende Figuren, aber mein Lieblingscharakter ist der Uhrenmacher. Er steht nicht ständig im Mittelpunkt, und genau das macht ihn für mich so besonders. Für mich ist er das Herz der ganzen Geschichte. Man spürt seine Präsenz auch dann, wenn er gerade nicht auf der Seite ist. Seine Arbeit, seine Geduld und seine leise Art geben dem Zirkus etwas Warmes und Menschliches. Und wenn dieses Herz aufhört zu schlagen, merkt man erst, wie sehr alles davon abhängt. Dann braucht es ein neues Herz, damit die Geschichte weiterleben kann. Genau dieser Gedanke hat mich tief berührt.

  2. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783945386484)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

    (5.407)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    Ich habe mich beim Lesen von „Der Augensammler“ wie in einem psychologischen Schleudergang gefühlt, weil dieser Thriller einen von der ersten Seite an komplett verunsichert. Die Idee mit dem perfiden Countdown, bei dem ein Mörder den Vätern genau 45 Stunden Zeit lässt, um ihre Kinder zu finden, hat bei mir einen enormen Puls ausgelöst. Besonders die Figur des Alexander Zorbach hat mich mitgerissen, aber mein heimliches Highlight war definitiv Alina Gregoriev. Ich fand es total faszinierend, wie sie als blinde Physiotherapeutin mit ihren ganz eigenen Sinnen in die Ermittlungen eingreift – das hat der Geschichte eine richtig coole und ungewöhnliche Dynamik gegeben. Was Alina für mich so besonders gemacht hat, war ihre unglaubliche Stärke und die Art, wie sie ihre vermeintliche Schwäche in eine fast schon übernatürliche Beobachtungsgabe verwandelt. Sie ist eben nicht das hilflose Opfer, sondern wird durch ihre Fähigkeit, Dinge zu "sehen", die anderen entgehen, zur unverzichtbaren Partnerin in diesem Albtraum. Es war beeindruckend mitzuerleben, wie sie sich in dieser dunklen Welt behauptet und Zorbach den Spiegel vorhält, während sie gemeinsam versuchen, das Rätsel zu lösen. Was mich aber am meisten erwischt hat, war diese unfassbare Wendung am Schluss. Ich dachte wirklich, ich hätte den Durchblick, aber Fitzek hat mich da komplett kaltgestellt und das ganze Szenario noch einmal völlig auf den Kopf gestellt. Die düstere Atmosphäre und die fast schon körperlich spürbare Panik haben dazu geführt, dass ich die Seiten verschlungen habe, auch wenn die psychologische Brutalität echt an die Nieren geht. Am Ende blieb ich mit einem flauen Gefühl im Magen und tiefer Bewunderung für dieses extrem konstruierte Verwirrspiel zurück, das im Kopf noch lange nachhallt.

  3. Cover des Buches Royal Passion (ISBN: 9783734102837)
    Geneva Lee

    Royal Passion

    (1.516)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    „Royal Passion“ von Geneva Lee ist ein entspannter Einstieg in die Welt von Royals und verbotener Romanze, der sich dank knackiger Dialoge und prickelnder Chemie super schnell lesen lässt. Die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten hat Charme und Spannung, besonders die Höfische Atmosphäre mit ihren Intrigen zieht einen rein. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Tiefe in der Handlung gewünscht – die Charaktere bleiben stellenweise etwas eindimensional und einige Konflikte wirken zu glatt gelöst. Trotzdem bin ich neugierig, wie es in Teil 2 eskaliert, und empfehle es als leichten, süchtig machenden Roman.

  4. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9783423761833)
    Amie Kaufman

    Illuminae

    (574)
    Aktuelle Rezension von: auszeit_lesen

    Worum geht’s?

    Gerade noch trennen sich Kady und Ezra, als plötzlich ihr Planet angegriffen wird und sie sich halsüberkopf retten können – auf getrennte Raumschiffe. Doch damit sind sie noch nicht in Sicherheit, denn die KI eines der Raumschiffe gerät außer Kontrolle.

    Wie war’s?

    Zu diesem Buch habe ich schon einige Empfehlungen bekommen und es hat mich völlig unerwartet aus einer Flaute gerettet. Illuminae würde ich in die Schublade YA Sci-Fi stecken und auch wenn es nicht euer favorisiertes Genre ist, lohnt sich der Versuch! 

    Was mich besonders gereizt hat, ist der Buchaufbau. Ich mag es ja sehr, wenn Geschichten anders dargestellt werden. In diesem Fall besteht das Buch aus Interview-Mitschnitten, Überwachungstransskripten, E-Mails und Chatverläufen, Tagebucheinträgen, Daten aus dem KI-Kern usw. Und das funktioniert einfach richtig gut! 

    Gleiches gilt für die Charaktere: Kadie entpuppt sich als toughe Hackerin und Ezra zeigt, dass er mehr ist als ein cooler Macho und einen ziemlich weichen (und witzigen) Kern hat. Die Chemie zwischen den beiden passte und die Handlung war durchgehend spannend, zum Ende hin sogar mehrfach überraschend. 

    Für mich wurde Illuminae damit ganz unerwartet zu einem Highlight!

  5. Cover des Buches Royal Desire (ISBN: 9783734102844)
    Geneva Lee

    Royal Desire

    (860)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    „Royal Desire“ knüpft nahtlos an den ersten Teil an und hat mir durch die emotionalere Grundstimmung sogar etwas besser gefallen. Die Beziehung steht stärker im Fokus, es wird intensiver, verletzlicher und dramatischer, wodurch man noch leichter mit den Figuren mitfühlt. Gleichzeitig bleibt der Stil sehr leicht und schnell zu lesen, perfekt zum Wegsuchten zwischendurch, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe in der Nebenhandlung und bei einzelnen Konflikten gewünscht hätte. Insgesamt aber eine sehr unterhaltsame Fortsetzung, die Lust macht, die Reihe weiterzuverfolgen

  6. Cover des Buches Fallen Princess (ISBN: 9783736321489)
    Mona Kasten

    Fallen Princess

    (485)
    Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlog

    Normalerweise lese ich eher weniger Bücher aus dem Jugendbuch-Romance-Bereich, da diese nicht ganz meinen Vorlieben entspricht. Dennoch hat mich der Klappentext sehr angesprochen, sodass ich doch einen Blick in das Buch werfen musste.


    Auf den ersten Seiten lernen wir unsere Protagonistin kennen und erfahren mehr über ihr Umfeld und wie se aufgewachsen ist.

    Der Plan ihrer Mutter sieht es deutlich vor, dass sie in ihre Fußstapfen treten soll, was zudem ein hohes Maß an Disziplin und Ehrgeiz erfordert, aber manchmal auch gewisse Bürden auferlegt. Als jedoch ihre Magie erwacht, stellt sich ihr ganzes Leben auf den Kopf und von nun an muss sie entscheiden, wer auf ihrer Seite steht oder wer sich eventuell gegen sie gewendet hat.


    Was mir hier deutlich gefallen hat, war die Veränderung der Protagonistin selbst. Als ich sie zu Beginn kennengelernt habe, war sie enorm rücksichtslos, selbstverliebt und einfach unausstehlich. Oder um es kurz zu machen: eine ziemliche Zimtzicke. Mit voranschreiten der Geschichte wurde sie immer wieder mit ihrem Wesen konfrontiert und hat sich immer mehr zu einer liebevolleren Person entwickelt, die auch für ihre Mitmenschen einsteht.


    Wie es bei diesem Genre anscheinend so üblich ist, gab es auch einige spicy Szenen. Ich persönlich kann sehr gut darauf verzichten. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin nicht prüde, doch gerade, wenn die Hauptpersonen noch minderjährig sind, hinterlässt es bei mir einen sehr seltsamen Beigeschmack...


    Die Geschichte selbst war recht anschaulich dargelegt und ich fand die hier angesprochenen Themen wirklich spannend. Da gibt es zum einen die verschiedenen Häuser, deren Schüler, Stundenpläne und Einrichtungen unterschiedlich aufgebaut sind. Die Geheimnisse, Schattenseiten und dunkleren Zusammenkünfte und auch die Mordfälle, die es hier aufzuklären gilt.

    Genau das ist es, was aus dem Buch so hervorgestochen hat und was definitiv Lust auf mehr macht, da es eben nicht langweilig oder 0815 ist.

  7. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783736308091)
    Simona Ahrnstedt

    Die Erbin

    (437)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Als sich Natalia de la Grip in David Hammar verliebt ahnt sie nicht, dass er ihr etwas Entscheidendes verheimlicht: Viele Jahre zuvor hat Natalias Familie Davids Leben zerstört und er setzt daher alles daran die Familie de la Grip zu ruinieren und sich für das erlittene Unrecht zu rächen. Um dies zu erreichen plant David einen der größten Coups, die die schwedische Finanzwelt bislang gesehen hat. Mit einem hat David jedoch nicht gerechnet: Er muss sich eingestehen, dass er Natalia liebt und seine Rachepläne stehen einer gemeinsamen Zukunft mit ihr entgegen…

    Dieser Coup wäre ein Meilenstein, der die Geschichte der schwedischen Wirtschaft für alle Zeit in ein Davor und ein Danach teilen würde. Aus diesem Grund musste er einen kühlen Kopf bewahren. […] Und deswegen durfte ihm nicht andauernd Natalia im Kopf herumschwirren. (S. 235)

    Meine Meinung:

    Das erste was ich diesem Buch zugutehalten muss ist, dass ich ihm die rund 600 Seiten kaum angemerkt habe und stattdessen den Eindruck hatte ein deutlich kürzeres Buch zu lesen. Das liegt daran, dass eine richtig mitreißende Geschichte erzählt wird, die einem relativ schnell in ihren Bann zieht und einem durch die Seiten fliegen lässt. Es werden große Gefühle und eine Menge Drama und Herzschmerz geboten. Außerdem werden Intrigen gesponnen und es kommen einige Geheimnisse ans Licht. Man fragt sich was David in seiner Vergangenheit widerfahren ist und in ihm den Wunsch nach Rache geweckt hat. Außerdem ist man gespannt wie genau der von ihm geplante unternehmerische Coup aussehen wird mit dem er die Familie de la Grip ruinieren will. Darüber hinaus wird eine wirklich schöne und rührende Liebesgeschichte erzählt, die einem mitfiebern lässt.

    Natalia und David schließt man schnell ins Herz und es wird richtig schön beschrieben wie sich die beiden näherkommen und feststellen, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben als es zunächst den Anschein hat. Man bekommt sowohl Einblicke in Natalias als auch in Davids Gefühls- und Gedankenwelt, weshalb man sich in beide sehr gut hineinversetzen kann. Einerseits bangt man mit Natalia, weil sie ihr Herz an David verliert ohne zu ahnen, dass er ihr mit seinem Geheimnis schon bald das Herz brechen könnte. Andererseits geht einem aber auch Davids Schicksal nahe und man kann verstehen, dass er Rachepläne hegt. 

    Die Liebesgeschichte zwischen Natalia und David wird sehr berührend beschrieben und geht zu Herzen. Zwar verheimlicht David ihr seine Pläne bzgl. der Unternehmensübernahme mit der er ihrer Familie schaden will, aber er nutzt Natalia nicht aus um durch sie an Insiderinformationen zu gelangen. Davids Liebe für Natalia ist aufrichtig und es ist klar, dass sie ihm wirklich etwas bedeutet. Allein deshalb trifft er sich weiterhin mit ihr. Umso herzzerreißender ist es, dass einem trotz der gegenseitigen Zuneigung der beiden klar ist, dass alles unweigerlich auf ein großes Drama hinausläuft, denn sobald David seine Pläne in die Tat umgesetzt haben wird wird Natalia erfahren, dass er ihr Vertrauen missbraucht hat und sie wird seine Gefühle ihr gegenüber in Frage stellen. Diese Situation stützt auch David zunehmend in einen Gewissenskonflikt, denn er will zwar seine Rachepläne um jeden Preis in die Tat umsetzen, aber er beginnt zugleich auch von einer gemeinsamen Zukunft mit Natalia zu träumen, die dadurch bedroht ist. 

    In einem Nebenhandlungsstrang wird noch eine weitere Liebesgeschichte erzählt, die ebenfalls richtig schön und vor allem auch ziemlich amüsant ist: Die Liebe zwischen Natalias bester Freundin Asa und Davids Geschäftspartner Michel. Diese beiden haben eine etwas komplizierte gemeinsame Vergangenheit. Seit Jahren haben sie Gefühle füreinander, aber Michel und vor allem Asa haben Probleme damit zu diesen Gefühlen zu stehen. Aus Angst verletzt zu werden erscheint es beiden zunächst undenkbar dem jeweils anderen die eigenen Gefühle zu offenbaren. Dementsprechend kracht es mehrmals als die beiden Sturköpfe aufeinandertreffen, aber es fliegen auch die Funken. Vor allem Asa treibt Michel mit ihrer arroganten, provozierenden und aufbrausenden Art in den Wahnsinn. Michel lässt sich davon aber nicht abschrecken und kämpft um sie, denn sie ist für ihn auch nach all den Jahren noch immer seine große Liebe. Er setzt alles daran ihre abweisende und harte Schale zu durchdringen um ein Teil ihres Lebens zu werden.

    Es gibt eine Reihe sehr bewegender Momente. So ist es richtig traurig und herzzerreißend wie sehr sich Natalia hintergangen und gedemütigt fühlt als sie hinter Davids Geheimnis kommt. Sie muss befürchten, dass er ihr auch seine Gefühle nur vorgespielt hat und das stürzt sie in tiefste Verzweiflung. Umso schöner und emotionaler ist es dann zu verfolgen wie David später alles gibt um sie von der Aufrichtigkeit seiner Gefühle zu überzeugen und ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Natalia macht es ihrem David verständlicherweise nicht ganz leicht als er voll Reue zurückkehrt. Ein weiterer richtig bewegender Moment ist die Enthüllung dessen was David in seiner Vergangenheit zugestoßen ist. Er vertraut Natalia schließlich an welchen Schikanen, Demütigungen, und körperlichen Angriffen er während seiner Internatszeit hilflos ausgeliert war und wie schließlich auch noch seine Schwester ein Opfer seiner grausamen Mitschüler wurde. Das ist umso erschütternder wenn man bedenkt, dass 2013 tatsächlich ein schwedisches Eliteinternat in die Schlagzeilen geraten ist, weil Schüler dort misshandelt wurden (wenn man die Schlagwort „Eliteinternat“, „Bügeleisen“, „Schweden“ und „Anklage“ im Internet eingibt findet man die entsprechenden Zeitungsartikel).

    Positiv möchte ich auch noch hervorheben, dass dieses Buch (anders als die vielen anderen dieses Genres) zur Abwechslung mal in Schweden spielt. Neben den Städtenamen fällt einem das dadurch auf, dass sich die Charaktere zuweilen mit „hej“ begrüßen bzw. sich mit „hejdå“ verabschieden. Darüber hinaus bekommt man einen interessanten Einblick in die schwedische Finanzwelt, der sehr gut in die Handlung eingewoben wird, einem zu keinem Zeitpunkt langweilt und auch nicht zu ausführlich geraten ist. Die Pläne rund um die Unternehmensübernahme werden auf für Laien leicht verständlich erklärt. Auch die Einblicke in das Leben der schwedischen High Society haben die Geschichte bereichert.

    Die Geschichte hat ein emotionales, versöhnliches und hoffnungsvolles Ende mit einem perfekten Happy End für die Protagonisten. Vielleicht hätte der Drama- und Unterhaltungsfaktor an der einen oder anderen Stelle ein kleines bisschen heruntergefahren werden können. Außerdem ist das Happy End schon fast zu perfekt. Das finde ich aber nicht weiter schlimm, weil einem das Buch richtig schöne Lesestunden schenkt und man manchmal eben einfach eine unterhaltsame Geschichte fürs Herz braucht.

    Fazit:

    Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch derart gut unterhält. Wer auf der Suche nach einer spannenden und dramatischen Liebesgeschichte mit viel Gefühl, Herzschmerz und Drama ist wird dieses Buch sehr gerne mögen. Man schließt die Protagonisten schnell ins Herz und ihre Liebesgeschichte lässt einem sehr mitfiebern. Außerdem bereichern auch die Nebenfiguren die Geschichte sehr.

    Ich werde dem zweiten Band auf jeden Fall auch noch eine Chance geben!

    Zum Schluss noch zwei der schönsten Zitate aus dem Buch:

    „Du kennst den Spruch, dass es besser ist, geliebt und verloren zu haben, als nie geliebt zu haben? […] Das ist Blödsinn. Nichts ist schlimmer, als diejenigen zu verlieren, die man liebt.“ (S. 471)
    „Aber zwischen uns kann doch nie etwas werden“, sagte sie und hörte, dass ihre Stimme nicht recht trug. […] „Nur weil es keine Zukunft für uns gibt, bedeutet es nicht, dass es im Hier und Jetzt nicht gut sein kann“, murmelte er. (S. 421/422)
  8. Cover des Buches The Inheritance Games – Das Spiel geht weiter (ISBN: 9783570167847)
    Jennifer Lynn Barnes

    The Inheritance Games – Das Spiel geht weiter

    (418)
    Aktuelle Rezension von: buecherfratz

    INHALT

    Wenige Wochen nachdem Avery unerwartet ein Erbe in Milliardenhöhe erhalten hat, ist nach wie vor unklar, weshalb Tobias Hwathorne ausgerechnet sie ausgewählt hat, zumal sie erwiesenermaßen nicht blutsverwandt ist. Gemeinsam mit den Hawthorne versucht sie weiter, die Rätsel um die Pläne "des alten Mannes" zu erkunden und stößt dabei auch auf die Vergangenheit ihrer Mutter.

    MEINUNG

    "The Inheritance Games - Das Spiel geht weiter" ist eine würdige Fortsetzung der Reihe um Avery Grambs und die Hawthornes. Die Rätsel und Geheimnisse beginnen weitläufiger zu werden und es treten neue Widersacher auf, die den Spannungsbogen hoch halten. Die Charaktere bekommen weitere Tiefe und die Hintergründe werden immer klarer.

    FAZIT

    Gelungene Fortsetzung der Reihe, die einen die Figuren noch näher und immer mehr Licht ins Dunkel bringt

  9. Cover des Buches Royal Love (ISBN: 9783734102851)
    Geneva Lee

    Royal Love

    (613)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    „Royal Love“ hat mir von allen drei Bänden am besten gefallen, weil die Handlung hier spürbar mehr Raum bekommt und nicht mehr die Erotik den Großteil einnimmt. Die Beziehung wirkt reifer, die Konflikte nachvollziehbarer und es geht endlich stärker um die Lebensrealität der Figuren, ihre Vergangenheit und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen. Besonders mochte ich, dass die emotionalen Momente diesmal im Vordergrund stehen und die spicy Szenen zwar noch da sind, aber besser dosiert und in die Story eingebettet wirken. So fühlt sich der Band runder, erwachsener und insgesamt einfach stimmiger an – eine richtig gelungene Fortsetzung, die die Reihe für mich auf ein neues Niveau hebt.

  10. Cover des Buches Magic Academy – Das erste Jahr (ISBN: 9783570316146)
    Rachel E. Carter

    Magic Academy – Das erste Jahr

    (321)
    Aktuelle Rezension von: Sanny1508

    Magic Academy – Das erste Jahr von Rachel E. Carter erzählt die Geschichte von Ryiah, die davon träumt, an der Magierakademie aufgenommen zu werden. Zusammen mit über hundert anderen Bewerbern – darunter auch ihr Zwillingsbruder – muss sie ein extrem hartes erstes Jahr überstehen, an dessen Ende nur eine kleine Gruppe als Lehrlinge bleiben darf. Der Konkurrenzdruck ist hoch und jeder Fehler kann das Aus bedeuten.

    Mir hat besonders gefallen, dass Magie in dieser Welt nicht selbstverständlich oder einfach ist. Die Schüler müssen hart trainieren, an ihre Grenzen gehen und sich ständig beweisen. Dadurch wirkt die Ausbildung glaubwürdig und die Prüfungen haben echtes Gewicht. Ryiah selbst ist eine sehr entschlossene Protagonistin, die sich trotz vieler Rückschläge nicht unterkriegen lässt.

    Der Schreibstil ist leicht und angenehm, wodurch sich das Buch sehr schnell lesen lässt. Allerdings waren einige Entwicklungen recht vorhersehbar und ich hätte mir an manchen Stellen etwas mehr Spannung oder unerwartete Wendungen gewünscht.

    Fazit:
    Ein solider und unterhaltsamer Fantasyauftakt mit einer interessanten Magierausbildung und einer starken Hauptfigur. Auch wenn nicht alles überrascht, macht die Geschichte Spaß zu lesen und weckt definitiv Interesse an den nächsten Bänden. ✨📚

  11. Cover des Buches Breakaway (ISBN: 9783736314511)
    Anabelle Stehl

    Breakaway

    (343)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Ich habe das Buch als Hörbuch von einer Freundin empfohlen bekommen und daher angehört. Obwohl ich sonst eher keine Liebesromane höre oder lese, konnte mich das Buch überzeugen.


    Die Charaktere waren alle sympathisch und vielschichtig. Besonders gut hat mir auch die Entwicklung der einzelnen und die Beziehung zwischen ihnen gefallen. Ab und zu hat Noah meiner Meinung nach nicht ganz logisch reagiert, aber ansonsten kann ich wirklich nichts sagen.


    Der Schreibstil war sehr flüssig und hat mich kaum mit Zuhören aufhören lassen. Wirklich sehr gut beschrieben.


    Die Geschichte war schön, die Wendung, bzw. das Geheimnis hat Spannung aufgebaut und dann für viele wichtige Botschaften gesorgt. 


    Fazit

    Ein Liebesroman, der nicht herrausragend ist, aber der gut zu Lesen und unterhaltsam ist. Zusätzlich werden einige schwerere Themen aufgegriffen, mit denen sanft umgegangen wird.

  12. Cover des Buches Vienna 1: Blinding Lights (ISBN: 9783551585394)
    Lara Holthaus

    Vienna 1: Blinding Lights

    (202)
    Aktuelle Rezension von: SophieRunner

    Achtung Spoiler!



    Ich hab mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil ich bisher nur gutes über die Dilogie gehört habe. Ich liebe ja High Society Setting und diese Geschichte hat das Feeling perfekt eingefangen. Livia ist eine mega tolle Protagonistin. Erstens ist sie Vegetarierin und da ich dies auch bin, finde ich das natürlich mega cool und ich finde es mega toll, dass sie fliegen kann!

    Es wird toll gezeigt, dass die Instawelt eben nur perfekt wirkt, aber manchmal einfach beschi**en ist. Zudem wird duch die Luxusmarken auch gut der Überkonsum der heutigen Gesellschaft dargestellt. Zudem ist der Kings & Queen Caht auch mega cool 🙂‍↕️

    Und das Feeling der spicy Partys 😍


    Kommen wir mal zu Nicolas: Absoluter Book Boyfriend!!!

    Er sit so fu**ing cuuute 🤭 Ich liebe einfach die Tension zwischen den beiden 🩷

    Auch Nora ist ne ganz süsse Maus 🥹

    Was auch sehr gut gestaltet wurde, sind die Vienna-Spotlight Artikel.


    Ich habe in diesem Buch sehr viele wunderschöne Zitate markiert, von denen seht ihr auch viele auf den anderen Bildern ✨


    Mein Kritikpunkt: Ich finde die Spiceszene im Flugzeug echt dumm und unverantworlich, denn so können sie sich and andere sehr schnell gefährden!


    Trotzdem danke Lara für dieses wunderschöne Buch 🩵

  13. Cover des Buches Royal Forever (ISBN: 9783734103834)
    Geneva Lee

    Royal Forever

    (260)
    Aktuelle Rezension von: Anemik

    Royal Forever ist der 7. Band der Royal Reihe von Geneva Lee und aus meiner Sicht, währe es auch der beste Schluss gewesen. 

    Um die Geschichte richtig zu verstehen sollte jeder/ jede, welche dieses Buch lesen möchte zuvor die anderen 6 Bände gelesen haben um die Handlungen nachvollziehen zu können. Da diese Handlung von diesem Buch nicht nur von einem der drei Paare handelt sondern von allen drei Paaren erzählt wird. 

    Dieser Mix aus verschiedenen Erzählperspektiven hat mir persönlich sehr gut gefallen, da vor allem aus der Sichtweise der Männer erzählt wurde und somit einen krassen Unterschied darstellt zu den vorherigen 6 Bänden in denen überwiegend aus der Sicht der Frauen erzählt wurde. 

    Und mit der Hochzeit von Edward währen auch alle drei Liebesgeschichten erzählt gewesen und die Geschichte hätte eine tollen Abschluss gefunden. Der Cliffhanger am Schluss war natürlich ganz typisch für Geneva Lee auch vorhanden.  

  14. Cover des Buches Gemina (ISBN: 9783423762328)
    Amie Kaufman

    Gemina

    (224)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Zusammenfassung/Klappentext:

    Hanna Donnelly, die Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, und Niklas Malikow, ein Mitglied eines Mafia-Clans, fristen ein langweiliges Leben auf der Station. Doch als eine feindliche Sondereinheit angreift und die Bewohner dezimiert, wird ihr Alltag schlagartig zum Kampf ums Überleben. Gleichzeitig droht ein Funktionsausfall des Wurmlochs das gesamte Raum-Zeit-Kontinuum zu zerstören. Hanna und Nik müssen sich nicht nur gegen ihre Feinde behaupten, sondern auch die gesamte Station – und möglicherweise das ganze Universum – retten.

    Meinung:

    Nach den dramatischen Ereignissen auf der Hypatia verlagert sich die Handlung nun auf die Sprungstation Heimdall, wo neue Bedrohungen auf die Besatzung warten. Anfangs war ich etwas enttäuscht, dass Kady und Ezra nicht mehr im Mittelpunkt stehen, doch diese Enttäuschung währte nur kurz – denn Hanna und Nik stehen ihnen in nichts nach.

    Während die Geschichte zunächst ruhig beginnt, überschlagen sich die Ereignisse schon bald. Eine brutale Sondereinheit übernimmt die Station mit Gewalt und geht dabei skrupellos gegen die Besatzung und die Bewohner vor. Zeitgleich wird das Wurmloch, das Heimdall mit anderen Teilen des Universums verbindet, zur tickenden Zeitbombe und droht zu kollabieren. Als Leser kommt man kaum zur Ruhe – insbesondere gegen Ende nimmt das Chaos beinahe überhand. Die düstere und beklemmende Atmosphäre bleibt durchgehend fesselnd und sorgt für jede Menge Nervenkitzel.

    Hanna und Nik könnten kaum unterschiedlicher sein – sie, die verwöhnte Tochter eines Offiziers, er, der Sohn eines Mafia-Clans. Doch beide beweisen auf ihre eigene Weise Stärke und wachsen über sich hinaus. Ihre Konversation lebt von Sarkasmus, hitzigen Wortgefechten, aber auch von wachsendem Vertrauen. Besonders überrascht hat mich Hanna – wer hätte gedacht, dass hinter der privilegierten Fassade eine knallharte Kämpferin steckt? Auch Nik mochte ich sehr, denn er ist weitaus facettenreicher, als es zunächst scheint. Die Nebencharaktere bleiben hingegen eher blass – mit Ausnahme von Niks Cousine Ella, die mit ihrer Intelligenz eine enorme Hilfe ist. Sie sorgt für eine zusätzliche emotionale Tiefe und viele humorvolle Momente.

    Der außergewöhnliche Erzählstil aus Illuminae bleibt erhalten: Die Geschichte wird erneut durch Chatprotokolle, Überwachungsvideos, Tagebucheinträge und geheime Dokumente erzählt. Diese Darstellung macht das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis und sorgt für eine spannende Erzählweise.

    Fazit:

    Eine grandiose Fortsetzung, die mit rasantem Tempo, fesselnder Atmosphäre und starken Charakteren überzeugt – auch wenn die Geschichte gegen Ende fast im Chaos versinkt. Der ungewöhnliche Erzählstil und die actiongeladene Handlung machen Gemina zu einem nervenaufreibenden Pageturner. 

    Wer Illuminae mochte, wird auch hier nicht enttäuscht!

  15. Cover des Buches Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things (ISBN: 9783423221214)
    Rebecca Yarros

    Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things

    (228)
    Aktuelle Rezension von: MaryKate

    Inhalt:Zwei Dinge hat Camden Daniels sich für seine Rückkehr in seine Heimatstadt Alba in Colorado vorgenommen: Er wird seinem kranken Vater die medizinische Behandlung ermöglichen, die dieser sich wünscht. Und er wird seine Kindheitsliebe Willow auf Abstand halten – die Frau, die er schon immer geliebt hat, die er aufgrund der Vergangenheit aber nicht lieben darf.

    Willow ist allerdings ganz und gar nicht gewillt, sich von Camden fernzuhalten. Als die beiden sich unwillkürlich nahekommen und Willow sich in aller Öffentlichkeit bedingungslos hinter Camden stellt, könnte das jedoch alles zerstören, was ihnen wichtig ist …

    Meine Meinung: Zwei Junge Menschen, die sich schon seit ihrer Kindheit kennen. Camden Daniels kehrt nach langer Zeit in seinen Heimatstadt Alba in Colorada zurück. Sein Vater braucht medizinische Hilfe um die Behandlung zu bekommen die er möchte. Willow die er schon seit seiner Kindheit kennt und liebt auf Abstand zu halten doch aufgrund seiner Vergangenheit darf er sie nicht lieben. Willow setzt sich für ihn ein und stärkt ihm in der Öffentlichkeit den Rücken. Eine berührende und herzerwärmende Geschichte die einen berührt. Der Schreibstil wirkt lebendig und und frisch und verleiht der Story eine gewisse Dynamik. Beide Charaktere sind gut beschrieben und man lernt beide gut kennen.    Eine schöne romantische Geschichte mit viel Herz und Gefühl.

  16. Cover des Buches Gefühl und Gefahr (ISBN: 9783551583857)
    Erin Beaty

    Gefühl und Gefahr

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Hollabeere

    Mir hat die Geschichte um Sage und Alex von Beginn an sehr gut gefallen. Im dritten Teil übernehmen allerdings politische und militärische Strategien und Aufgaben zu viel Raum in der Gesamtgeschichte ein. Diese sind zweifellos gut durchdacht und platziert, aber die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten kommt mir zu kurz. 

    Man merkt, dass die Autorin sehr in ihrer selbst erschaffenen Welt aufblüht und sich gänzlich darauf einlässt. Viele Beschreibungen von Stationen in der Welt um Demora, Kimisara und Creshera waren für mich nicht so schnell vorstellbar und ich musste immer wieder auf der Karte auf der Innenseite des Buchdeckels nachschauen, um mich zu orientieren. Dadurch konnte ich die Geschichte nicht flüssig lesen, was etwas nervte.

    Auch wiederholen sich bestimmte Verhalten der Nebenfiguren: ständig ist irgendjemand sauer auf Sage oder verliebt sich in jemanden.

    Fazit: ein schöner Ausklang der Trilogie mit einem nicht überraschenden Ende.

  17. Cover des Buches Ein einziges Geheimnis (ISBN: 9783736309685)
    Simona Ahrnstedt

    Ein einziges Geheimnis

    (158)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch," Ein einziges Geheimnis", von der Autorin Simona Ahrnstedt,  ist der zweite Teil der Reihe. Dieser handelt von Alexander de la Grip und Isobel Soreus. Isobel ist Ärztin und engagiert sich für die Hilfsorganisation Medpax. Der Hauptgeldgeber war Alexander, welcher die Zahlungen jedoch eingestellt hat. Da die Organisation in keiner guten finanziellen Lage ist, versucht Isobel diese zu verbessern. Dabei treffen Alexander und Isobel aufeinander. Sie merkt, dass hinter Alexander´s Fassade mehr steckt.  Wird er sich ihr öffnen und kann sie die Hilfsorganisation retten?

    Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und in der Erzählperspektive geschrieben. Es endet mit einem Epilog.

    Mein Fazit:

    Das Buch ist in einem leichten Schreibstil geschrieben. Alexander, Isobel und auch Gina und Peter sind sehr interessante Charaktere.  Die Geschichte ließ sich gut verfolgen. Isobel ist eine kurvige Frau, das finde ich sehr  gut und abwechslungsreich. Das Buch enthält explizite erotische Szenen im besonderen erotischen Gebiet. Man merkt Alexander´s Zerrissenheit zwischen seinem Playboy Dasein und den Gefühlen zu einer Frau. Er gibt sich diesen jedoch sehr schnell hin und versucht alles um Isobel´s Aufmerksamkeit zu bekommen. Es war sehr viel an Thematik in die Handlung gepackt. Der Epilog leitet die Story zu Teil drei der Reihe über Tom Lexington ein.

  18. Cover des Buches Rote Kreuze (ISBN: 9783257246131)
    Sasha Filipenko

    Rote Kreuze

    (184)
    Aktuelle Rezension von: petraellen

    Autor

    Sasha Filipenko

     

    Inhalt

    Der junge Alexander ist gerade nach Minsk gezogen. Vor kurzem hat er seine Frau verloren und muss sein Leben mit seiner kleinen Tochter neu ordnen. 

    Auf dem Stockwerk seiner Wohnung lebt noch eine neunzig Jahre alte Frau, alleinstehend und an Alzheimer erkrankt. Nach einer kleinen Stadterkundung kommt er zu seiner Wohnung zurück und stellt mit Erstaunen fest, dass jemand ein rotes Kreuz auf seine Wohnungstür gemalt hat. Es stellt sich heraus, dass seine Nachbarin Tatjana Alexejewna es war. Alexander hält es zunächst für einen Scherz, doch Tatjana Alexejewna erklärt ihm, dass sie das Rote Kreuz braucht, um den Weg nach Hause zu finden. Sie erklärt Alexander, dass bei ihr kürzlich Alzheimer diagnostiziert wurde. Sie weiß, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die Krankheit ihr Gedächtnis zerstört und ihre Erinnerungen ausgelöscht hat. Tatjana bittet Alexander in ihre Wohnung und will ihm ihre Geschichte erzählen. Eigentlich möchte er nicht auf einen Plausch zu ihr kommen, doch dann fesselt ihn die Lebensgeschichte. 

     

    „»… Ich würde Ihnen gern eine unglaubliche Geschichte erzählen. Eigentlich keine Geschichte, sondern eine Biographie der Angst. Ich möchte Ihnen erzählen, wie das Grauen den Menschen unvermittelt packt und sein ganzes Leben verändert.«“  (S. 15)

     

    Sie erzählt von ihrer Vergangenheit, an die sie sich noch gut erinnern kann. Sie erzählt von dem Zweiten Weltkrieg, ihrer Arbeit im Außenministerium. Ihr Mann Ljoscha wurde vermisst und ihre Tochter Assja entriss man ihr, als sie wegen Volksverrat ins Lager kam.

    Sie erzählt ein schockierendes Kapitel der russischen Geschichte, wie die Sowjetunion die russischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg im Stich ließ, wie ihre Familien als Verräter verfolgt wurden.

     

    Sprache und Stil

    Tatjana Alexejewna wird in London geboren. Anfang 1920 zieht sie mit ihrer Familie nach Moskau. Ihr Vater Alexej Alexejewitsch Bely sieht in dem Regierungswechsel „eine Revolution des Geistes! Petersburg und Moskau sind jetzt Städte des kleinen Mannes!“ (S. 23) 

    Tatjana begeistert sich für den Kommunismus. Sie dient ihrem Land und wird doch verhaftet.

    Sie arbeitet als Fremdsprachensekretärin im Außenministerium, als sie einen Brief bekommt, den sie übersetzen soll. Es ist eine Liste mit Namen russischer Kriegsgefangener in Rumänien, auf der sie den Namen ihres Mannes entdeckt. Sie weiß, dass Kriegsgefangene und ihre Familien als Verräter verfolgt und in den Gulag geschickt werden. Sie nimmt den Namen aus der Liste und setzt einen anderen Namen, der bereits schon auf der Liste steht, dazu.

    Die gefährliche Einmischung zum Schutz ihres Mannes hat nicht die Wirkung, die sie sich vorstellt. Sie wird als Verräterin bestraft und verbringt fast zehn Jahre voller psychischer und körperlicher Misshandlungen in einem weit entfernten, entsetzlichen Lager, ohne zu wissen, was mit ihrem Mann und Kind geieht. Erst nach der Haftentlassung erfährt sie, dass beide nicht mehr leben. Zudem plagt sie das schlechte Gewissen, einen Betrug vorgenommen zu haben, von dem sie sich eine Rettung erhoffte. 

     

    Sie ist am Ende ihres Lebens angekommen. Sechzig Jahre später erzählt sie ihre Lebensgeschichte ihrem jungen Nachbarn. Ihre Geschichte beginnt in Moskau 1941, als Russland schon im Krieg gegen das Nazideutschland steht. Sie erzählt von dem Wahnsinn der wütenden, stalinistischen Säuberungen.

     

    Trotz alledem hat sie ihren Kampfgeist bewahrt und kämpft dafür, dass nichts vergessen wird. 

     

    Das Band zwischen Tatjana und Alexander

    Tatjana hat Mann und Tochter verloren.

    Alexander musste eine schwierige Entscheidung treffen. Er konnte wenigstens seine Tochter retten. 

    Beide sind verlassenen und beide werden mit dem Vergessen, Erinnern konfrontiert. Alexander hat kein Alzheimer und muss trotzdem gegen das Vergessen kämpfen.

    Die Metapher „Alzheimer“ ist im Roman „Rote Kreuze“ allgegenwärtig.

     

    Die Alzheimer-Krankheit als Schlüsselrolle 

    Tatjana hat Alzheimerkrankheit. Alzheimer beginnt mit leichten Gedächtnisstörungen und dem Betroffenen fällt es zunehmend schwer, sich in fremder Umgebung zu orientieren.

    Es folgen deutliche Ausfälle bis zum Kontrollverlust. Das weiß Tatjana und kokettiert damit. „Ihr fällt der Vatername nicht mehr ein“ (S. 12).

    Der Autor setzt die Alzheimerkrankheit als Metapher ein. Als Mahnung der Erinnerung und gegen das Vergessen. Es ist ein Aufschrei gegen das Vergessen. Hier insbesondere gegen das kollektive gesellschaftliche Vergessen, der Repressionen in den sowjetischen Republiken.

    Die „Roten Kreuze“ stehen ebenfalls für „Alzheimer.“ Sie zeigen den Weg, dieses Vergessen zu verhindern. Die zahlreichen Dokumente geben Aufschluss darüber, was geschehen ist. Menschen, die davon betroffen waren, bekommen Namen, sie werden namentlich genannt. Die Schicksale werden sichtbar.

    Denn nicht nur die Alzheimerkrankheit lässt vergessen, sondern auch eine Generation, die dies miterlebt hat, wird eines Tages nicht mehr da sein und darüber reden können. Und daher ist es wichtig, dass nichts in Vergessenheit gerät. 

     

    „Aber jetzt, wo in meinem Leben alles vorbei ist…jetzt denkt sich Gott, dieser von mir erdachte Gott, für mich Alzheimer aus, weil er Angst hat! Er hat Angst, mir in die Augen zu schauen! Er will, dass ich alles vergesse.“ (S. 197)

     

    Historische Fakten, die überprüfbar sind  

    Sasha Flilipenko verwendet in seinem Roman „Rote Kreuze“ Dokumente, die er in Genf recherchiert hat, denn in Moskau werden diese Dokumente unter Verschluss gehalten. Das alleine ist schon sehr wertvoll, die Dokumente zu lesen. Sie bilden letztendlich auch die historische Grundlage für seinen Roman. Oftmals kann man aus den Dokumenten entnehmen, dass auf Briefe oder Telegramme keine Antwort kam „unbeantwortet geblieben“.

    Jedes Dokument und jedes Telegramm stellt einen „Stolperstein" dar. Die Aussagen sind gewaltig. Wie wenig war man an Menschen interessiert, diese zurückzuholen. „Wir sind immer davon ausgegangen, dass sich in jeder Regierung und in jeder Organisation ein Mensch finden lässt, der sich zurückmeldet. Neun werden nicht antworten, aber der Zehnte wird das lesen und was unternehmen." (S. 266) 

    Jedes Dokument hat eine eigene Aussagekraft, ein anderes Schicksal. Es geht um Reden des Volkskommissars, Erklärungen des deutschen Botschafters von Schulenburg, Amnestie-Erlass aus der Prada, Einlieferungsschein in die Krankenstation des Gulag, vieles mehr. Eindrucksvoller kann man diese Zeit 1941/42 in diesem Zusammenhang nicht wiedergeben.

     

    Erzählstrategie

    Sasha Filipenko baut seinen Roman auf zwei Erzählsträngen auf. Einmal erzählt Tatjana und dann wieder Alexander. Bei beiden wechselt er zwischendurch die Perspektive mit dem Effekt, dass der Leser direkt das Geschehen verfolgen kann. Diese Strategie erzeugt einen Sog in das Geschehen, dem man sich nicht entziehen kann. 

    Der Text wird zudem durch Gedichte und Liedtexte aufgelockert.

     

    Fazit 

    Sasha Filipenko ist ein außerordentlicher Roman gegen das Vergessen der geschichtlichen Verbrechen gelungen. 

    Tatjanas Schicksal wird in einem erschütternden, mitreißenden Lebensverlauf erzählt.

    Dieser Lebenslauf steht stellvertretend für Millionen anderer Menschen, ist aber nicht fiktiv, sondern real. Genau das macht diesen Roman aus.

  19. Cover des Buches Gut Greifenau - Abendglanz (ISBN: 9783426521502)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Abendglanz

    (173)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    Als riesiger Downton Abbey Fan habe ich nach Büchern gesucht, die eine ähnliche Thematik haben und bin dabei auf "Abendglanz" der Reihe Gut Greifenau gestossen. Der Klappentext klang für mich vielversprechend und ich war sehr gespannt auf die Story. Meine Neugier ließ aber leider zum ersten Mal nach, als ich erfahren habe, wie jung Katharina ist. Klar, die Zeiten waren damals anders, aber das war mir persönlich dann doch zu enorm. Verstärkt wurde es noch dadurch, dass Katharina viel zu viele "erwachsene" Gedankengänge hatte. In meinen Augen wirkte dies einfach nicht wirklich authentisch. Auch die Geschichte zwischen Konstantin und Rebecca konnte mich nicht emotional erreichen. Der Sohn des Gutsherren war mir zu affektiert, zu unecht. Der einzige Strang, der als einziges mein Interesse zumindest ein wenig fangen konnte, war die Geschichte um den Kutscher Albert. Aber auch da konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen und er blieb mir komplett fremd. 

    Fazit:

    Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel erwartet und gehofft, dass mich die Erzählungen genauso mitreißen wie Downton Abbey. Leider hat das überhaupt nicht funktioniert und ich bin nur auf flache Charaktere ohne wirklichen Tiefgang gestoßen. Deshalb werde ich die Reihe natürlich auch nicht weiterverfolgen.

  20. Cover des Buches Die Borgia (ISBN: 9783766709066)
    Joachim Brambach

    Die Borgia

    (4)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Eine sehr intensive Leseerfahrung, die aber wahrscheinlich voraussetzt, dass man sich für das Thema interessiert, sonst könnte es einer Lawine gleichkommen, die einen überrollt. Ich empfehle auf jeden Fall, es nicht in einem Rutsch zu lesen, sondern sich jeden Tag nur wenige Kapitel vorzunehmen. Und begleitend einen Film zur Anschauung zu sehen, es gibt ja so viele davon, kann auch nicht falsch sein. Aber Achtung: Es ist wichtig, ein kritisches Auge auf Details und die Handlung zu haben, denn was dieses Buch vor allem zeigt, ist, dass nicht alles, was uns in Berichten und Literatur über diese sagenumwobene Familie verkauft wird, Hand und Fuß hat. 

    Das Stichwort Sagen trifft es ganz gut: Denn manchmal fragt man sich beim Lesen doch, ob wirklich alles wahr ist, obwohl der Autor einige Mythen über die Familie relativiert. Wer sich den Borgia nähert, der rechnet mit einer blutrünstigen Familie, Inzucht und Habsucht, Intrigen. Und ja, alles das bekommt man auch in diesem Buch, das mit Vorurteilen aufräumen will, serviert. Allerdings ins (hoffentlich!) rechte Licht gerückt, mit dem Zusatz, dass es im Nahmen der Zeit und der anderen mächtigen Familien, die auch Erwähnung finden (Medici, Orsini, ... ), nicht aus dem Rahmen fällt.

    Glaubwürdigkeit erlangt Brambachs Position durch seine transparente Argumentation und Abwägung von gegenseitigen Auffassungen bisheriger Geschichtsschreiber. Er teilt seine persönliche Meinung mit, bzw, man kann sie sich anhand des Untertons ausmalen, was aber überhaupt nicht stört. Die leicht ironische Färbung zeigt nur, was ein Mensch der Gegenwart mit ein bisschen Verstand aus den Quellen, die übrigens in Hülle und Fülle aufgetischt werden, schlussfolgern würde. Ich war übrigens sehr überrascht, wie viele Quellen es überhaupt gibt. Irgendwie hat für mich alles einen Sinn ergeben, die vielen Insel-Kenntnisse, die ich über das politische Weltgeschehen dieser Zeit hatte, wurden auf einmal in einen Zusammenhang gestellt.


    Es kann schon sehr anstrengend sein, mitunter die Übersicht über Namen, Orte und Motive zu behalten, aber ich wüsste auch nicht, wie man ein solches komplexes Knäuel simpel und gleichzeitig wirklichkeitsgetreu abbilden soll. Vielleicht hätte man die Struktur noch ein bisschen lockern können, durch Abbildungen und Unterkapitel, aber an und für sich ein gelungenes Familienporträt!

  21. Cover des Buches Das Winterweihnachtswunder (ISBN: 9783548060804)
    Poppy Alexander

    Das Winterweihnachtswunder

    (48)
    Aktuelle Rezension von: Lesepepe

    Eine bezaubernde Vorweihnachtsgeschichte mit liebenswerten Protagonisten.Einiges ist etwas langatmig geschrieben.Die Liebesgeschichte kommt zwar erst spät in Fahrt,dass hat mich aber nicht gestört.Kate leidet noch sehr unter dem Verlust ihres Mannes und tut alles,um ihrem Sohn ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen.Daniel ist ein liebenswerter,aber schüchterner Mann.Und der kleine Jack hat mich total berührt. 

  22. Cover des Buches Die Magie der Rache (ISBN: 9783940873972)
    Catharina Berndt

    Die Magie der Rache

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Martina28
    Inhalt:Ein ausgeklügelter Plan, Verbrechen aus der Vergangenheit und eine immer gefährlicher werdende Gegenwart! Wie durch Zufall lernt die junge Werbedesignerin Leonie die sympathische Hanna kennen. Leonie ahnt zu dieser Zeit noch nicht, welche dramatischen Auswirkungen diese neue Bekanntschaft auf ihr Leben haben wird und welche Rolle ihr bösartiger Onkel Friedemann sowie Jahrzehnte zurückliegende Verbrechen spielen. Parallel dazu begibt sich Leonie auf die Suche nach ihrer verschwundenen Tante Heidi, der Frau ihres Onkels, und gräbt so in der Vergangenheit, die eng mit ihrer neuen Bekanntschaft verwoben ist. Es beginnen die aufregendsten Wochen ihres Lebens, wobei sie mehrmals in gefährliche, lebensbedrohende Situationen gerät. Halt in dieser schwierigen Zeit findet Leonie bei ihrer neuen Liebe. In wenigen Wochen setzt sich aus vielen Einzelteilen Stück für Stück ein Puzzle zusammen, das Leonie ein grausiges Gesamtbild ihres gehassten Onkels eröffnet. Doch eine Unstimmigkeit in diesem Bild bleibt bis zum Schluss bestehen. Erst als Leonie schon nicht mehr daran glaubt, noch die ganze Wahrheit zu erfahren, wird ihr diese wie durch Zauberhand aus der frühen Vergangenheit präsentiert.

    Cover:Es ist schlicht und einfach gestaltet. Bild und Titel passen farblich zusammen, heben sich trotzdem voneinander ab.Das Bild enthält eine Spirale. Diese könnte daruf hinweisen, dass es immer wieder um die gleiche Sache geht. Es könnte auch auf einen Teufelskreis hinweisen.
    Schreibstil:
    Es ist ein angenehmer und eifacher Schreibstil vorhanden. Dieser zieht sich von Anfang bis Ende durch.


    Charakter:
    Leonie: Ist eine aufgeschlossene und erfolgreiche Werbedesignerin. Sie hat nicht gerade eine einfache Kindheit hinter sich und auch ihr Leben wird ihr zur Hölle gemacht. Sie lebt in einer Villa mit ihrem Onkel zusammen.
    Alexander: Ist der neue Tierarzt im Ort. Er ist sehr hilfsbereit und aufgeschlossen. Lässt sich auf Abenteuer ein.
    Friedemann: Ist der Onkel von Leonie. Er ist nicht gerade der friedfertigste. Lässt sich nichts sagen. Es muss alles so geschehen wie er will.
    Hanna: Ist eine freundliche, aufgeschlossene und liebevolle Persönlichkeit. Hat in ihrer Vergangenheit mit Friedemann zu tun gehabt. Dies hat ihr jedoch die Zukunft etwas versaut. Hanna konnte trotz der Vergangenheit ein schönes Leben führen. Doch diese holt sie wieder ein.


    Fazit:
    Das Buch hat mir von Anfang an freude bereitet. Bereits das erste Kapitel hat mich sehr gefesselt. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und was noch alles geschieht.
    Es ist bereits in den ersten Absätzen Spannung in der Luft, welche immer wieder neu aufgefrischt wird. 
    Die einzelnen Charaktere passen sehr gut hinein.
    Ich kann das Buch jedem weiterempfehlen, dem die Mischung Krimi/Thriller und Romatik gefällt.
  23. Cover des Buches Das Verborgene in mir (ISBN: 9783952545706)
    Alexis Runa

    Das Verborgene in mir

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Vorab – Romanzen sind nicht mein Genre, ich mag aber ab und an eine erotische Geschichte. Dieses Buch bekam ich von den Autoren zur Verfügung gestellt, da sie auf Grund meines Literaturgeschmacks meinten, dass es mir gefallen könnte. Und sie sollten Recht behalten – habt Dank dafür!

    Erzählt wird die Geschichte von Dela und Mars, erfolgreich im Job, attraktiv, aber unzufrieden. Dela wurde nach langjähriger Beziehung von ihrem Partner verlassen und befindet sich im Panikmodus – via Dating Plattformen versucht sie den Mann für ein gemeinsames Leben zu finden. Mars, geschieden, vermeidet jede tiefere Beziehung und genießt die Abwechslung im Bett. Klingt im ersten Moment eher abschreckend – aber die Story wird von beiden Protagonisten parallel aus ihrer Sicht erzählt, was die Handlung spannend macht. Zwischen den Kapiteln gibt’s heiße Erotik in „Myrinas Abenteuer“, deren Zusammenhang mit der Story sich erst am Ende klärt.

    Die Geschichte wird flüssig erzählt, es knistert heftig, aber die Erotik ist eher sinnlich – niveauvoll und wirkt an keiner Stelle platt und aufgesetzt. Die Idee das langsame Annähern aus der jeweiligen Sicht der Partner zu erzählen hat mir sehr gut gefallen, trotz viel Gefühl wurde es nie schnulzig oder langatmig – ein empfehlenswertes Debüt, welches Lust auf mehr macht.

  24. Cover des Buches Die Entdeckung der Neuen Welt (ISBN: 9783945298435)
    Claudia Zentgraf

    Die Entdeckung der Neuen Welt

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Mich hat vor allem das Thema des Buches gereizt. Ich hatte zwar schon von Humboldt gehört, aber wusste nicht wirklich etwas über seine Arbeit. Umso mehr hatte ich gehofft, in diesem Buch einen spannenden und unterhaltsamen Einblick in sein Leben zu bekommen. 


    Man steigt schon auf der ersten Seite in die Geschichte ein. Es wird nicht viel und lange eingeführt, was ich an einem Buch besonders mag. Auch wird die Handlung ziemlich schnell spannend. Da jedoch liegt auch schon ein Problem dieses Buches: die Spannung wird viel zu schnell wieder aufgelöst. Ein schwerer Sturm auf See? Nach einer Seite, ist der schon wieder vergessen. Eine aussichtslose Lage? Die Lösung folgt zwei Zeilen später. Mir ging das zu schnell. Man hätte die Spannung ruhig etwas aufrecht erhalten, die Momente richtig auskosten können. So aber fühlte es sich eher wie eine Aneinanderreihung von spannenden Stellen an, als wäre eher auf die Quantität, als auf die Qualität geachtet worden. Ich mag zwar Bücher, die durchgehend spannend bleiben, oder einfach viele aufregende Stellen haben, aber diese will ich als Leser auch auf eine Art genießen können. Ich will nicht sofort eine Lösung haben. Leider zieht sich dieser Aufbau durch das ganze Buch. Das ist wirklich schade, denn mit diesen tollen Ideen hätte die Geschichte sehr viel Potential gehabt. 
    Auch sonst war mir die Handlung auf eine Art zu oberflächlich. Keine Situation wird einmal etwas detaillierter Beschrieben. Fünf Jahre einer aufregenden Reise auf ungefähr 200 Seiten zu packen, wird dem Ganzen einfach nicht gerecht.
    Leider wurde beim Inhalt sehr viel Potential durch eine schnelle, oberflächliche Erzählweise verloren. Dazu trägt auch der Erzählstil bei. Der personaler Erzähler wechselt sehr häufig die Perspektiven, manchmal so unmerklich, dass man nicht so genau weiß, wer denn jetzt eigentlich was denkt. Das hat auch zu einer gewissen Distanz zu den Protagonisten geführt.  


    In der Geschichte begleitet man den 12-jährigen Toni, der auf einem Schiff Alexander von Humboldt und seinen Freund und Kollegen Aimé trifft und kurzerhand zu ihnen stößt. Was mich gleich zu Beginn gestört hat ist, dass der erwachsene Aimé auf den jugendlichen Toni eifersüchtig ist, weil er... ja was eigentlich? Aimé ist studierter Arzt und Biologe und Alexanders Kollege. Toni wird von Alexander mehr oder weniger aufgesammelt und arbeitet als Gehilfe mit. Somit gibt es eigentlich keinen nachvollziehbaren Grund für Aimé eifersüchtig zu sein. Überhaupt sind die Charaktere (wie auch die Handlung) ziemlich oberflächlich, oft konnte man als Leser Handlungen und Verhaltensweisen nicht wirklich nachvollziehen.
    Man begleitet die Figuren 5 Jahre lang und stellt jedoch überhaupt keine Entwicklung fest. Der 17-jährige Toni verhält sich genauso wie der 12-jährige, sodass man sich als Leser immer wieder vergegenwärtigen muss, dass Toni erwachsen ist. 
    Leider ist in dem Buch auch wenig Platz für Zwischenmenschliches eingebaut worden, sodass es für die Charaktere keinen Raum gibt sich miteinander zu entwickeln. Das Verhältnis der drei Protagonisten ist (bis auf kleine Ausnahmen) von Anfang bis Ende gleich. Gerade bei so einer rasanten und aufregenden Reise ist das unrealistisch und lässt einen auch keine Bindung zu den Figuren aufbauen. Wo man am Anfang vor allem mit Humboldt und seiner Naivität sympathisiert hat, ist man gegen Ende eigentlich nur noch irritiert, dass der Mann immer noch nichts dazugelernt hat. 


    Insgesamt wurde bei diesem Buch sehr viel gutes Potential und tolle Ideen verschenkt. Die Geschichte fühlt sich an wie ein Schnelldurchlauf, um eine Übersicht zu bekommen. Es hätte durchaus etwas detaillierter sein können. 
    Nun ist das natürlich ein Buch für junge Leser, die bestimmt nicht so kritisch sind, wie ich. Für diese ist es bestimmt toll, so viele spannende Abenteuer miterleben zu dürfen. Trotzdem hat mir auch für ein Kinder-/Jugendbuch einfach die Tiefe gefehlt.


    Vielen Dank an den Digital-Publishers Verlag für das Rezensionsexemplar.

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