Bücher mit dem Tag "alexandria"

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26 Bücher

  1. Cover des Buches The Atlas Six (ISBN: 9783596707638)
    Olivie Blake

    The Atlas Six

    (396)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    In einer magischen Welt, in der Medäer und Nicht-Medäer koexistieren, werden sechs begabte Magier ausgewählt, die für ein Jahr in der geheimen alexandrinischen Gesellschaft studieren können. Doch am Ende bleiben nur fünf von ihnen übrig, die über Macht und Wissen der ganzen Welt verfügen können.

    “Vielleicht wurden sie innerlich in kleine Stückchen zerlegt, dann jedes Moralsinns beraubt und anschließend aus weniger menschlichen Teilen wieder zusammengeflickt. Vielleicht verkümmerten seine früheren Wertvorstellungen, wie ein rudimentärer Schwanzfortsatz. Ein kleiner Knubbel am Ende einer philosophischen Wirbelsäule.” -Tristan, einer der Auserwählten

    Es gibt wohl kaum ein Buch, das so stark gehyped wurde und trotzdem überall grottenschlechte Bewertungen vorzeigt, wie dieses hier. Hinzu kommt, dass die Bewertungen in den nächsten zwei Büchern der Reihe nur noch schlechter werden, weshalb ich gedacht habe, dass ich mir endlich ein eigenes Urteil bilden sollte. Und ich muss gestehen, so schlecht ist es nicht, wirklich gut aber auch nicht, sodass meine Meinung mit drei Sternen schlussendlich neutral ist. Das Cover ist schlicht, aber schön, doch die Zeichnungen der Charaktere in dem Buch waren total unnötig. Tatsächlich hat mir der Schreibstil ganz gut gefallen, er liest sich flüssig und ist teilweise zwar sehr ausschweifend, aber es passt zum Buch und vor allem passt es zu den Personen, denn wir bekommen die Sichtweisen von jedem der Auserwählten vorgelegt.

    Gehen wir mal zusammen die größten Kritikpunkte durch und schauen, was dran ist. Das erste, was vielen missfällt, ist die unterentwickelte und unklare Welt bzw. Magiesystem. Nun hat mir das Worldbuilding recht gut gefallen, denn wir haben Medäer, die ganz vielschichtige Magie wirken können, wodurch die Story viel Handlungsspielraum bekommt. Wir sind zwar fast die ganze Zeit in der Bibliothek in London, aber auch die wurde interessant und schlüssig gestaltet. Es ist nicht komplex, doch ich kann verstehen, dass es manchen nicht gefällt, wie vage es bleibt und dass es keine genauen Regeln gibt. Manche Kandidaten müssen ihre wahre Magie sogar erst finden, was Zeit in Anspruch nimmt, aber im Großen und Ganzen ist der Aspekt noch das Beste im Buch. Die Geschichte zieht sich auch über ein Jahr, was zeitlich passt, sich aber wirklich ziehen kann.

    Außerdem wird die schwache oder langweilige Handlung kritisiert, die keine echte Plotentwicklung zulässt und hier muss ich zustimmen. Wenn man ein Buch in die Hand nimmt, das mit Dark Academia wirbt, erwartet man viel Spannung und Kämpfe, bis eben einer stirbt wie versprochen. Stattdessen wird monatelang, über ewig viele Seiten hinweg nur gelernt und gelernt und das Gelernte angewendet. Die Kandidaten versuchen sich gegenseitig einzuschätzen und es gibt einige psychische unterschwellige Kämpfe, aber das wars und selbst das Finale kann man nicht als solches bezeichnen. Es stimmt, dass man wegen dem kleinen Cliffhanger weiterlesen möchte, aber es ist kein Muss und man könnte das Buch jederzeit pausieren und ein anderes Mal weiterlesen, was nicht der Sinn eines guten Buches ist. Denn eigentlich ist es ein Kampf um einen festen Platz in der alexandrinischen Gesellschaft, aber davon spürt man nichts.

    Weiterhin wird große Kritik gegenüber den langweiligen und flachen Charakteren ausgesprochen und auch das kann ich verstehen. Manche Personen mag man, andere hasst man gefühlt aus Prinzip, doch zu keinem von ihnen konnte ich eine emotionale Verbindung herstellen und das war schade. Trotzdem hat es teilweise Spaß gemacht, ihnen zuzuschauen, wie sie die Geheimnisse des Universums entschlüsseln und die Gesellschaft sowie ihre Moral hinterfragen. Es kommt zu interessanten Szenen, die allein dafür sorgen, dass man das Buch nicht abbricht. Die Entwicklung der Personen ist zwar sehr langsam, aber man merkt Unterschiede gegen Ende des Buches, was hoffentlich den zweiten Teil des Buches interessanter macht. Auch haben wir keine Liebesgeschichte, was für mich ein Plus ist. Intime Szenen sind dabei, ja, aber nur sehr sporadisch, sodass sich auf die Handlung fokussiert wird, oder zumindest auf die, die vorhanden ist. 

    Libby und Nico sind die Physiomagier, die Materie verändern können und sehr mächtig sind. Sie ist die klischeehafte gute Person, die voller Selbstzweifel ist und er der charmante Junge. Zwischen ihnen hätte was passieren können, aber das ist nicht geschehen und besonders Nico hat seine eigenen Motive. Im ersten Abschnitt, als sie mit Wurmlöchern und der Zeit herumgespielt haben, war es noch ein wenig spannend, das hat sich aber mit der Zeit gelegt.

    Tristan ist der einzige Medäer, der seine eigene Kraft nach und nach kennenlernt und auch wenn sie interessant ist und Potenzial hat, ist die Entwicklung sooo langsam, dass das Interesse schnell wieder vergeht. Reina ist die einzige Person, die man verstehen kann, denn sie hält sich aus dem Theater raus, ist schlau, macht ihr eigenes Ding und ist durch ihre ungefilterte Macht und Kampfkunst eine der Stärksten. Hier erhoffe ich mir in den Folgebänden am meisten. 

    Parisa, Telepahtin, und Callum, Empath, sind diejenigen, die ein wenig Fortschritt in die Story bringen und gefährlich manipulativ sind. Sie haben jeweils ihre eigene Agenda und haben keine Skrupel. Ihre psychische Macht ist berauschend, aber sie wird nicht so oft eingesetzt und richtig in Szene kommen sie nicht. Außerdem täuschen sie alles und jeden und spinnen ihre Intrigen, deren Ergebnisse den Leser bei Laune halten, aber sie auch wieder super viel Zeit brauchen.

    Zum Schluss gehe ich noch auf den Kritikpunkt über die langweiligen Dialoge und die gezwungen zum Nachdenken anregenden Sätze ein, die mit der Zeit nerven. Man merkt, dass die Autorin viele Theorien über das Universum hat, wie beispielsweise das Raum-Zeit-Gefüge oder der Kampf der Fronten Wissen-ist-gefährlich-und-nicht-jeder-darf-es-beseitzen Vs. Wissen-muss-frei-zugänglich-für-jeden-sein, und sie gezwungen in dem Roman etabliert. Kein junger Erwachsener führt solch tiefsinnige Gespräche aus dem Nichts, was 70% der Dialoge unbrauchbar macht. Der Rest wiederum verspricht Spannung und der Hintergrund des Buches sowie die Motive der Machtpersonen kommen nach und nach ans Licht, was wiederum den zweiten Band gut vorbereitet.

    Insgesamt muss sich jeder ein eigenes Bild über das Buch machen, denn es hat viele berechtigte Kritikpunkte, während die eigentliche Prämisse vielversprechend ist!

  2. Cover des Buches What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1) (ISBN: 9783473586820)
    Isabel Ibañez

    What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)

    (303)
    Aktuelle Rezension von: marika_schultz

    Als sie vom Tod ihrer Eltern erfährt, reist Inez ihnen nach Ägypten hinterher. Ihr Onkel, den ihre Eltern bei Ausgrabungen begleiteten und dabei auf magische Artefakte stießen, und sein Assistent Whitford Hayes geben sich alle Mühe, sie zurück nach Argentinien zu schicken. Doch Inez lässt sich nicht abbringen, dem Tod ihrer Eltern und den Geheimnissen ihres Onkels auf den Grund zu gehen.

    Ich hatte mich sehr auf das Setting von "What the River knows" gefreut – Ägypten, historische Fantasy, Artefakt-Magie. Leider kam die Handlung nicht recht vom Fleck, drehte sich oft um Inez’ überdramatische Sorgen, die ich ihr nicht abkaufen konnte. Ebenso wenig wie viele ihrer Handlungen, die immer wieder bewiesen, dass sie im Laufe des Buches nichts dazugelernt hat. Sie hält sich für stark, ist aber genau so naiv, wie alle sie beschreiben. Die Liebesgeschichte kam platt und eindimensional daher, die Wendungen waren kaum vorbereitet, sodass ich über weite Strecken nur rätseln konnte, in welche Richtung das Buch eigentlich möchte. Als es dann spannend wurde, manövrierten sich die Charaktere mit einem Deus-ex-machina aus der Klemme, die Inez emotional überhaupt nicht mitzunehmen schien.

    Mehrfach habe ich gerungen, es abzubrechen. Trotz des Cliffhangers am Ende werde ich den zweiten Teil nicht mehr lesen.

  3. Cover des Buches Papyrus (ISBN: 9783257248173)
    Irene Vallejo

    Papyrus

    (165)
    Aktuelle Rezension von: Alrik

    Beim Aufschlagen von Papyrus legt sich ein Sog über die Sinne: Werkstätten am Nil erscheinen vor dem inneren Auge, bleiche Rollen rascheln, und Hände falten Worte wie zarte Blätter. Die Lektüre fühlt sich an wie eine Entdeckungsreise durch eine Welt, in der Bücher nicht nur Gegenstände, sondern lebendige Brücken zwischen Zeiten sind. Vallejo schreibt mit einer Wärme, die Wissen tragbar macht; ihre Szenen sind anschaulich, voller kleiner Helden — Buchhändler, Schreiber, eine Nonne, die Schriften bewahrt — und jede von ihnen hinterlässt ein Bild, das nachklingt.


    Die Verbindung von erzählerischem Schwung und fundierter Forschung beeindruckt: Fakten werden nicht trocken aufgereiht, sondern in Geschichten eingebettet, so dass das Lesen selbst zur Handlung wird. Manchmal verlangt die Fülle an Exkursen aktive Aufmerksamkeit; der rote Faden löst sich stellenweise auf, und gelegentliche Abschweifungen fordern Geduld. Genau hier liegt aber auch der Reiz: Wer bereit ist, sich treiben zu lassen, wird mit überraschenden Einsichten belohnt.


    Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Bücher mehr sind als Information — sie sind Überlieferung, Rettung und Widerstand gegen das Vergessen. Für alle, die Geschichte fühlen möchten und Lust auf ein leidenschaftlich erzähltes Sachbuch haben, ist Papyrus ein bereichernder Schatz. Wer eine streng lineare Darstellung sucht, könnte sich stellenweise geordnetere Strukturen wünschen. Insgesamt aber hat dieses Buch den Blick auf das geschriebene Wort vertieft und lange nachklingen lassen.

  4. Cover des Buches Der kleine Freund (ISBN: 9783442487325)
    Donna Tartt

    Der kleine Freund

    (101)
    Aktuelle Rezension von: kristinaliest

    Der kleine Freund oder die unendliche Geschichte, die sich zieht wie Kaugummi.

    Wenn ihr mal ein richtig schlechtes Buch lesen wollt, dann greift hier gerne zu.

    So gut der Klappentext klang, so langweilig und verwirrend war das Buch.

    Die Geschichte klang ähnlich wie Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joel Dicker.


    Die Autorin hat sich für das Werk 10 Jahre Zeit genommen und ich frage mich ob sie nach Beenden des Buches noch wusste worüber sie eigentlich schreiben wollte.

    Selten habe ich so ein schlechtes Buch mit so einem nichtssagendem Ende gelesen.

    Der Schreibstil ist ausschweifend erzählt und eine Geschichte oder Spannung kommt gar nicht zu Stande.

    Wir haben relativ schnell gemerkt, dass das Buch scheisse ist, wollten dem ganzen aber trotzdem eine Chance geben und hatten lange die Hoffnung, dass die Geschichte besser wird. Aber ich kann euch sagen, das tut sie leider nicht.

    Auch hatte ich keine Ahnung wer wer war und wer zu wem in einer Beziehung stand. Das war einfach so verwirrend.

    Ich frage mich auch, wer die Person war, die das Manuskript für gut empfand und dann veranlasst hat es zu veröffentlichen?!

    Und btw… im Buch sind mir auch einfach zu viele Schlangen vorgekommen. 


    Vielleicht nehme ich das Buch zum Heizen her oder mach ein kleines Feuer zu Halloween. Hocus Pocus hallo 🧙‍♀️ 

    Spaß beiseite, bei mir wird keine häusliche Gewalt gegenüber von Büchern getätigt.

    Ich glaub das Buch wird wohl dann in einem Bücherschrank ausgesetzt.

  5. Cover des Buches Die Codices (ISBN: 9783947357154)
    Wolfgang Eckstein

    Die Codices

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Brunhildi

    Meine Meinung:

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt einen DNA-Strang, der auch sehr gut zum Inhalt des Buches passt. In meinen Augen ist es rundum perfekt gelungen und ansprechend.


    Der Schreibstil von Wolfgang Eckstein hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen. Er war reif, aber dennoch verständlich und flüssig zu lesen. Ich war direkt in der Geschichte angekommen und es haben sich immer wieder Bilder in meinem Kopf gebildet.


    In diesem Buch gibt es verschiedene Handlungsstränge, die nach einiger Zeit zusammenführen. Zu Beginn eines jeden Kapitels steht der Ort, an dem man sich gerade befindet. So hatte man zu jedem Zeitpunkt immer einen sehr guten Überblick.

    Auf die einzelnen Charaktere möchte ich nicht detailliert eingehen, da es wirklich recht viele sind. Es gibt ein paar Hauptcharaktere, aber auch etliche Nebencharaktere. Mir haben sie alle mit ihrer perfekten Ausarbeitung und Einzigartigkeit gefallen. In meinen Augen haben alle Charaktere authentisch und nachvollziehbar gehandelt. Sie sind meiner Meinung nach rundum perfekt gelungen und einige werde ich sicherlich auch ein wenig vermissen.


    Zum Inhalt direkt möchte ich gar nichts weiter schreiben, denn da sollte euch der Klappentext auf jeden Fall genügen. Von dem Rest müsst ihr euch selbst überraschen lassen ;-)

    Die Handlung fand ich sehr interessant. Auch wenn ich einige Stellen als ein wenig langatmig empfunden habe, gibt es hingegen auch viele spannende und actionreiche Szenen, die mich immer wieder zum Weiterlesen gezwungen haben. Wolfgang Eckstein hat aber auch noch mit anderen Emotionen gespielt. So konnte ich das Buch nicht nur wegen des hohen Spannungsfaktors nicht aus der Hand legen, sondern es lies mich auch schmunzeln. Teilweise hat es mich nachdenklich gestimmt und auch mit einer kleinen eingearbeiteten Lovestory hat Wolfgang Eckstein mich überrascht. Er hat wirklich alle Emotionen eingearbeitet, die sich das Leserherz wünscht. Ich bin von diesem Buch wirklich positiv überrascht und hoffe auf weitere Werke des Autors.


    Fazit:

    Wolfgang Eckstein hat mich mit "Die Codices" positiv überrascht. Die Charaktere sind ihm in meinen Augen perfekt gelungen und die Handlung deckt alle Emotionen ab, die man sich in einem Buch wünschen kann. Auch wenn ich es zwischendurch als ein wenig langatmig empfunden habe, überwiegen ganz klar die spannenden und interessanten Szenen.


    4/5 Punkte

    (Sehr gut!)


  6. Cover des Buches Just One Damned Thing After Another (The Chronicles of St. Mary's Series) (ISBN: 9781783751778)
    Jodi Taylor

    Just One Damned Thing After Another (The Chronicles of St. Mary's Series)

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby
    Ein Einstellungstest der anderen Sorte erwartet die Historikerin Madeleine Maxwell in St. Marys. Denn an diesem Ort ist Zeitreisen möglich. Nur eine handverlesene Gruppe von Rekruten wird jedes Jahr ausgebildet, um in die wichtigsten Epochen der Menschheitsgeschichte zu reisen und dort den wahren Hergang zu beobachten. Es ist nämlich nicht erlaubt irgendetwas am Verlauf zu ändern. Als eine der Besten ihres Jahrgangs ist Madelaine dazu privilegiert mit einem Partner zurück in die Kreidezeit zu reisen, doch ihr Begleiter erweist sich als Verräter und wird zudem noch zudringlich. Wie dem auch sei, er endet ohnehin als Dinofutter. Nur dass sein Verrat viel größere Kreise zieht, denn außerhalb von St. Marys versucht ein Ehemaliger, das Institut zu zerstören und Zeitreisen lukrativ auszubeuten. Dabei schrecken er auch vor Mord nicht zurück.

    Ich bin etwas zwiegespalten was das Buch betrifft. Einerseits fand ich die Idee von Zeitreisen und einem Institut, die diese nutzt, um unsere Erkenntnisse bezüglich historischer Ereignisse zu korrigieren, toll. Auch Max’s unkonventionelle, schroffe Art hat mich nicht gestört. Der Punkt den ich störend fand war die Emotionslosigkeit des Erzählstils. Es war fast, als hätte die Autorin den Titel „one damned thing after another“ (Ein verdammtes Ding nach dem anderen) wörtlich genommen und alles lieblos aneinandergereiht. Daher war mir auch schleierhaft wie es zu der Sexszene nach dem Autorunfall kam. Da war nicht mal eine winzige Vorwarnung oder ähnliches. Oder auch die Fehlgeburt der Protagonistin kam nur unter ferner liefen zur Sprache. Das bewirkte bei mir eine Gefühlskälte für die Figuren, obwohl ich doch so gern mitgefiebert hätte. Ein weiterer Punkt der mir auch nicht ganz einleuchtet, ist wie es zu der Fehde zwischen den beiden Gruppen kam, und was jede nun eigentlich für Absichten verfolgt. Ansonsten hat es Spaß gemacht mit den Historikern in die unterschiedlichen Zeitalter zu reisen und Dinosaurier in freier Wildbahn zu erleben, genauso wie an den Tag zurückzureisen, an dem die legendäre Bibliothek von Alexandria brannte.

    Ob ich mich weiterhin nach St. Marys begebe weiß ich noch nicht, aber es ist nicht auszuschließen. Erstmal liegen noch genug andere tolle Bücher auf meinem SUB, so dass der zweite Teil warten muss.
  7. Cover des Buches Überfallen (ISBN: 9783608981476)
    Kevin Hearne

    Überfallen

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1
    Eine nette Sammlung von, mal mehr mal weniger guten Kurzgeschichten. Natürlich ein muss für alle Fans der Reihe. Wie es so ist bei vielen kleinen Geschichten gefällt die ein oder andere nicht so gut wie der Rest, aber das war zu erwarten. Trotzdem wird man gut unterhalten und die Wartezeit auf den nächsten Teil wird etwas verkürzt.  
    Der Schreibstil ist wie immer flüssig und man fliegt nur so über die Seiten. Die einzelnen Storys werden von verschieden,aus der Serie bekannten, Protagonisten erzählt. Man sollte also die Reihe kennen, bevor man sich an dieses Werk herenwagt.
  8. Cover des Buches Das Flüstern der Albträume (ISBN: 9783732575534)
    Mary Burton

    Das Flüstern der Albträume

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Dreamworx

    Virginia. Charlotte Wellington führt eine Kanzlei und arbeitet als erfolgreiche Staatsanwältin. Niemand käme auf den Gedanken, dass sie in einem Wanderzirkus aufgewachsen ist. Als eine nackte, misshandelte und mit dem Wort „Hexe“ tätowierte Frauenleiche in einer Jagdhütte gefunden wird und kurz darauf ihr Stiefvater bei ihr auftaucht, zu dem sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt hatte, holt Charlotte ihre Vergangenheit schnell wieder ein. Ihre Schwester wurde damals ermordet und Charlotte bleiben die Parallelen zum neuen Leichenfund nicht verborgen. Als eine weitere Leiche aufgefunden wird und Detective Daniel Rokov den Fall bearbeitet, bleibt Charlotte nichts anderes übrig, sich ihrer Vergangenheit endlich zu stellen. Bringt es sie und Rokov auf die Spur des Täters?

    Mary Burton hat mit „Der Preis der Sünde“ den fünften Band ihrer Virginia-Reihe vorgelegt, der an Spannung und Unterhaltungswert den Vorgängern in nichts nachsteht. Der flüssige, bildhafte und fesselnde Erzählstil stellt den Leser schnell an Charlottes Seite, wo er nicht nur ihre Gedanken- und Gefühlswelt kennenlernt, sondern nach und nach durch ihre eigenen Erinnerungen auch einiges aus ihrer bewegten Vergangenheit erfährt. Nachdem schon der Prolog in sehr plastischer Weise den Leser atemlos macht, geht es in der Handlung Schlag auf Schlag, wobei die sich anbahnende Beziehung zwischen Charlotte und Daniel immer für einige Augenblicke der Erholung sorgt. Charlottes Nichte Sooner zeigt mit ihrem Verhalten Parallelen zu ihrer ermordeten Schwester, schon allein deshalb möchte sie Sooner im Auge behalten. Doch schon bald offenbart sich auch dem Leser, dass der Täter wohl auch Charlotte auf seiner Opferliste hat und sie in Gefahr schwebt. Burton weiß ihre Leser geschickt durch die Handlung zu führen mit wechselnden Perspektiven und Rückblenden in die Vergangenheit. Die Mörderjagd wird zu einem Puzzle, dessen Teile erst nach und nach aufgedeckt werden, denn überraschende Wendungen lassen den Leser immer wieder Zweifel an den eigenen Rückschlüssen aufkommen. Der Spannungsbogen wird von Beginn an hoch angelegt und steigert sich immer mehr, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann.

    Die Charaktere sind mit menschlichen Eigenschaften versehen, die es dem Leser leicht machen, ihnen konstant auf den Fersen zu bleiben und gleichzeitig mit ihnen auf Spurensuche zu gehen. Charlotte ist eine eher reservierte, unterkühlte Frau, die niemanden zu nahe an sich heranlassen möchte. Deshalb geht sie auch keine engeren Beziehungen ein, obwohl ihr das bei Daniel Rokov immer schwerer fällt. Daniel ist ein Macher, der seine Ermittlungen nicht konstant voran treibt und alle Möglichkeiten abklopft. Sooner ist Charlotte gar nicht unähnlich, dabei ist sie unabhängig, störrisch und hat ihren eigenen Kopf.

    „Der Preis der Sünde“ ist ein unterhaltsamer, spannungsgeladener Pageturner, der mit einigen Überraschungen aufwartet und den Leser bis zum finalen Schluss bei der Stange hält. Verdiente Empfehlung für fesselnde Lesestunden, die den Puls höher schlagen lassen

  9. Cover des Buches Die Bibliothek bei Nacht (ISBN: 9783596159444)
    Alberto Manguel

    Die Bibliothek bei Nacht

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Es gibt diese Bücher, die bei der Lektüre ein warmes Licht ausstrahlen, den Rest der Welt in schläfrige Dunkelheit versinken lassen und um sich und ihren Leser herum eine behagliche Atmosphäre intimer Lektüre verbreiten. Das sind Bücher, die in sich die Geborgenheit der Bibliothek tragen – nicht jeder Bücherei, versteht sich, sondern der Bücherstube der Gelehrten, die ihre Bücherregale geschmackvoll mit Bildern und Erinnerungsstücken abwechseln und einen Raum als Rückzugsort kreieren, der die Sicherheit des Mutterleibs verströmt.

    Alberto Manguels „Bibliothek bei Nacht“ ist ein solches Buch, das den Leser schon im Titel auf die Stimmung einstellt, die es vermitteln wird. Manguel erzählt eine ganz persönliche, bisweilen intime Kulturgeschichte der Bibliothek und verbindet seine herumschweifenden Gedanken und Anekdoten mit seinen eigenen Erfahrungen im Umgang mit seinen Büchern. Manguel geht es nicht um das Buch oder das Lesen – denen widmet er sich in anderen Texten. Hier geht es um den Raum, in dem die Bücher versammelt werden. Um das Wie, Warum, Womit, Wie lange und Für Wen.

    Beeindruckend ist der breite Blickwinkel, mit dem Manguel durch die Landschaft seines Sujets schreitet, sich hier von einer Idee ablenken und dort von einer Anekdote locken lässt. Seine Bibliothek ist eine polyglotte Völkerverbinderin, die zu allen Zeiten, seit es Bücher gibt, und an allen Orten alle Menschen verbindet, die man als Leser bezeichnen kann. Alle Zeloten, Eiferer und Fanatiker, die womöglich aus dem Buch ihre zerstörerische Weltanschauung schöpfen, schließt Manguel aus, denn gelehrte Leser, die um des Lesens willen lesen, werden nicht fanatisch. Ihr Wahnsinn liegt allein in der Sucht, Bücher auf Bücher häufen zu wollen.

    Der Text ist nicht in Bibliotheken der Religionen, Epochen, Nationen oder Sprachen gegliedert, sondern in Gedankenbahnen: Bibliothek als Mythos, als Ordnung, als Form, als Insel, als Identität und einige mehr. Manche der Bahnen beschreitet Manguel mit großer Sicherheit und lässt die Strecke wie ein weiches Sofa wirken – die Blibiothek als Ordnung, als Raum oder als Zuhause sind absolut zauberhafte Texte voller intimer Wärme, bibliophiler Begeisterung und wissenswerter Geschichten. Andere lassen bisweilen Details vermissen, die ich gern gelesen hätte: In der Bibliothek als Zufall hätte ich gern auch über die Einzigartigkeit jeder Bibliothek gelesen, weil sie nicht nur durch das Sammlerinteresse, sondern auch durch Zufall und Gelegenheit zu einem Gebilde gewachsen sind, das es so nur ein einziges Mal auf der Welt (und in der Zeit!) gibt. Manguel beschreibt mehr, wie das Schicksal der Welt viele Bibliotheken und Werke hat abhanden kommen lassen, so dass der Zufall bestimmt, was noch übrig ist – oder wie der Altgermanist Burkhart Wachinger ausgerufen hat: „Alle Überlieferung ist zufällig!“ Nicht ganz stimmig ist etwa die Bibliothek als Macht, in der Andrew Carnegie seinen paternalistischen Auftritt hat, weil die hier präzisierten Überlegungen nicht in das Grundkonzept des Buches zu passen scheinen.

    Völlig im Fluss und regelrecht mitreißend sind Manguels Gedanken über die Bibliothek als Werkstatt oder als Zuhause, in denen der völkerverbindende, die Zeiten überdauernde Gemeinschaftssinn der Buchmenschen erklingt, ob es verständige Mullahs in der Wüste der Pilger, Betreiber von Eselsbibliotheken in den Anden oder reumütige Inquisitoren sind. Sie alle lädt Manguel wispernd in seine eigene Bibliothek und als Nachbarn in die Heimat der Lesenden, in die Mitte der angenehmen Lektüreerfahrung seines gelehrten Werkes.

    Was andere kritisieren – die vereinbarte Wohligkeit der Schilderungen in diesem Buch – halte ich für seine Stärke: eine ganz wunderbare Schatzsuche vom heimatlichen Leseort aus.

  10. Cover des Buches Ink and Bone (ISBN: 9780451472397)
    Rachel Caine

    Ink and Bone

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Eine Welt in der die große Bibliothek von Alexandria nie zerstört wurde und Bücher nicht jeden zugänglich sind. In dieser Welt lebt Jess, dessen Familie Buchschmuggler sind. Er will damit jedoch nichts zu tun haben. Sein Vater lässt ihn deshalb als Bibliothekar ausbilden. Die einzige Voraussetzung ist, dass Jess seine Stelle nutzt um seiner Familie seltene Bücher zu besorgen. Jedoch hat er nicht damit gerechnet was es bedeutet Bibliothekar zu sein und welche Gefahren dieser Job mit sich bringt.

    Als ich von anderen Lesern gehört habe, dass diese Geschichte eine Mischung aus Harry Potter und Fahrenheit ist, musste ich mich unbedingt selbst davon überzeugen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist sogar noch viel besser als erwartet.

    Diese detailreiche und gut durchdachte Welt hat mich direkt begeistert. Die Autorin hat eine magische neue Welt erschaffen, die ganz anders ist als ich es sonst in ähnlichen Büchern gelesen habe. Wobei ich es sehr interessant finde immer mehr davon zu erfahren, da sie wirklich schön und interessant ist und so unglaublich viele Aspekte hat inklusive Geschichte, Intrigen und Aufbau der Gesellschaft. Und dass Bücher so eine große, besondere Rolle spielen macht es noch besser.

    Aber auch die Charaktere konnten mich überzeugen und sind letztendlich das was dazu geführt hat, dass ich mich ein bisschen in die Geschichte verliebt habe. Man lernt jeden nach und nach besser kennen und währenddessen wachsen die Beziehungen der Freunde und man erlebt Entwicklungen als auch andere Seiten der Personen kennen. Das macht sie zu tiefgründigen und real wirkenden Menschen, die man bei diesem Abenteuer einfach ins Herz schließt.

    Die Handlung ist dabei sehr spannend. Es gibt jede Menge Action, Nervenkitzel und rasante Momente. Aber auch romantische Stellen und emotionale Momente, bei denen die Beziehungen der Personen richtig zur Geltung kommen, sind vorhanden. Ich bin dabei immer total in der Handlung versunken, weil so viel passiert ist, dass ich die Zeit beim Lesen vergessen habe. Man kann richtig mitfiebern.

    Alles in allem konnte mich der erste Teil der Reihe auf jeden Fall überzeugen und ich werde mich direkt in den zweiten Teil stürzen. Das Buch ist sogar noch besser als erwartet und könnte fast schon wirklich mit Harry Potter mithalten.

  11. Cover des Buches Asterix und Kleopatra: Asterix und Obelix 2 (ISBN: B07Z9D9L8N)
  12. Cover des Buches Tinte und Knochen – Die Magische Bibliothek (ISBN: 9783453274181)
    Rachel Caine

    Tinte und Knochen – Die Magische Bibliothek

    (78)
    Aktuelle Rezension von: Kiki2705

    Mit „Tinte und Knochen“ ist Band 1 aus der 5-teiligen Reihe „Die magische Bibliothek“ erschienen.

    Der Autorin Rachel Caine ist ein fantasievoller und spannender Auftakt gelungen, der die Leserschaft in die Welt der Bücher führt.
    Die magische Bibliothek in Alexandria ist eine sehr machtvolle Institution, die in vielen Städten der Welt Außenstellen besitzt und deren Mitglieder die Macht über die Menschen in Form des gesammelten Wissens in ihren Händen halten.
    Der persönliche Besitz von Büchern ist in dieser Welt unter strengstens Strafen verboten. Für die Verfolgung Abtrünniger sorg die Hohe Garda der Biblithek.
    Jess, Mitglied einer Schmugglerfamilie, bekommt die Chance, als Postulant an der magischen Bibliothek zu starten und somit einmalige Einblicke in die Welt der Bibliothek zu erhalten und ganz nebenbei seiner Familie als Spion zu dienen.
     Doch seine anfängliche Begeisterung für den angestrebten Posten schlägt im Laufe Ausbildung um, denn je mehr er hinter die Kulissen der Institution schauen kann, desto weniger gefällt ihm, was er sieht.

    Der Schreibstil der Autorin hat mich von Beginn an begeistert. Auch wenn ich ein paar Seiten gebraucht habe, um die erschaffene Welt zu verstehen, bin ich danach schnell in die Welt der magischen Bibliothek, der Brandschatzer und Obskuristen eingetaucht und habe mit Jess und seinen Mitpostulanten mitgefiebert.

    Die Kapitel sind recht lang, was aber nicht stört, da durch immer wieder eingestreute Absätze ein Innehalten möglich ist. Vor dem Beginn eines jeden Kapitels steht das sogenannte Ephemera – aus diesen eingestreuten Notizen, Briefwechseln etc. bekommt man als Leser Hintergründe mit, die einem Stück für Stück mehr über die Machenschaften verraten.

    Die Entwicklung der Handlung war anders als ich es erwartet habe. Die erschaffene Welt ist anschaulich geschildert und birgt großes Potential für die weiteren Bände.

    Der Spannungsbogen war deutlich spürbar. Durch einige überraschende Wendungen war es zu keiner Zeit langweilig dieses Buch zu lesen.

    Die Charaktere sind authentisch geschildert, abwechslungsreich und bergen Entwicklungspotential, welches sich bereits im 1. Band abzeichnet.

    Die Geheimnisse und Intrigen, denen Jess im Laufe der Geschichte auf die Spur kommt, sind spannend und düster. Die Bibliothek scheint die Macht über ihr Wissen mit allen Mitteln behalten zu wollen. Ein Menschenleben ist weniger wert als ein Buch.

    Am Ende des ersten Bandes bleibt viel Raum für Vermutungen über den Fortgang der Geschichte.

    Ich werde auf jeden Fall schnellstmöglich die weiteren Bände dieser Reihe lesen und kann sie jedem Fantasy- und Bücherfreund nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  13. Cover des Buches Miramar (ISBN: 9783293405851)
    Nagib Machfus

    Miramar

    (10)
    Aktuelle Rezension von: vanessabln
    Als ersten arabischsprachigen Literaturpreisträger sollte man Nagib Machfus wohl gelesen haben. Ich habe mit "Miramar" angefangen, das erstmals 1967 erschienen ist. Es entführt nach Alexandria, wie es damals war. In der Pension mit dem Namen Miramar treffen mehrere Männer aufeinander, die sehr unterschiedlich sind. Alle werden sie von der schönen Fellachin (das Wort musste ich erstmal googeln) Zuchra angezogen, die aus ihren Dorf geflüchtet ist und der griechischen Pensionsinhaberin zur Hand geht. Es geht viel um politische ägyptische Zustände, aber auch rein Menschliches. Die Männer haben entweder eine Vergangenheit hinter sich oder sehen eine bestimmte Zukunft vor sich. Aber alles ist gar nicht so einfach, nicht nur die gesellschaftlichen Bedingungen, auch das Innenleben der Protagonisten... Einige verwickeln sich in tragische Wirrungen bezüglich der Frau(en) und der Roman wird fast zur Komödie. Was für Liebe gehalten wird, ist manchmal etwas anderes. Der Aufbau des Romans, die Perspektiven von vier der Männer, ist gelungen. So ist es ein Art Mosaik, das sich zum Schluss zusammensetzt. Zuchra und der älteste Mann sind die vorbildhaften Protagonisten, die trotz allem fast strahlend ihren Weg gehen, während die anderen träumen oder auf falsche Ziele setzen.

    Das Buch hat sehr gute Stellen und schöne, wahre Sätze. An anderen Stellen wirkt es etwas langatmig oder schwer verständlich. Vielleicht liegt das auch an der Übersetzung oder man sollte vorher einiges über Ägypten wissen. Die Worterklärungen hinten machen das Verständnis leichter. Aber was z. B. ein Buffet in einem Kino ist und einige andere Worte sind mir noch rätselhaft. Nach einiger Überlegung gebe ich aber doch 4 Sterne.
  14. Cover des Buches Die Eispiraten (ISBN: 9783404175413)
    Dirk Husemann

    Die Eispiraten

    (10)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Alrik mit seinem Wikingerschiff und seiner bunt zusammengewürfelten Mannschaft segelt zwischen dem Ätna und der Fürstenstadt Ravenna hin und her. Geladen hat er dabei frisches Eis vom Gipfel des Vulkanes, dass ihm gutes Geld einbringt. Doch die hohen Herren der Dogenstadt Venedig werfen ein begehrliches Auge auf das schnelle Schiff. Sie brauchen es, denn sie wollen aus der Stadt Alexandria die Gebeine des Heiligen Markus holen, und sie nach Venedig bringen. Ein riskantes Unterfangen, das auf Alrik und seine Mannschaft zukommt. 

    Beginnen tut das Buch mit einer Rückblende, wie es dazu kommen konnte, dass der Wikinger Alrik mit seinem Schiff nicht auf den Nordmeeren unterwegs ist. Intriegen und blutige Zwietracht werden angeschnitten, doch der Prolog hat für die gesamte restliche Geschichte absolut keine Bedeutung mehr, ist überflüssig, verspricht dennoch mehr Potential auf Spannung, als die eigentliche Geschichte im Endeffekt bereithält. 

    Wie dem auch sei, auf die eigentliche Geschichte möchte ich gar nicht so genau eingehen. Es fällt mir auch recht schwer, in meinem Kopf zusammenzufassen, welchen Verlauf die Handlung nun eigentlich nimmt. Was bleibt ist allerdings das Vorhandensein der einen oder anderen Logiglücke (Gipfel des Ätna - Ravenna innheralb eines Tages? I doubt it). Auch werden immer wieder Handlungsstränge angebrochen, die dann nicht mehr oder nur minder weiterverfolgt werden. Immer wieder tauchen Figuren auf, die für die Schatzjagd eine bedeutende Rolle spielen, wie es mit denen dann weitergeht interessiert den Autor dann aber widerum herzlichst wenig. Ingesamt ist für mich dann auch nur sehr wenig Spannung aufgekommen. 

    Da hat der sprachliche Stil des Autors leider auch nicht zum Lesevergnügen beigetragen. So wird inflationär mit Vergleichen herumgeschleudert, die einem beim Lesen wirklich die Augen wegtoasten. 

    Gern hätte Alrik seinen Begleitern Ruhe geboten. Doch ebensogut hätte er veruschen können, das Meer zum Schweigen zu bringen. Ohnehin fiel die Gruppe im nächtlichen Alexandria auf, wie eine Horde weißer Affen. [...]denn der Brandgeruch lag über der Stadt wie der Gestank von Leichen über einem Schlachtfeld. (S. 218)

    Das alles innerhalb einer einzigen Seite ist dann doch zu viel für mich. Auch verfällt der Autor so sehr dem Wahn seines literarischen Lieblingsstilmittels, dass er auf Seite 193 vollkommen zu vergessen scheint, dass im Mittelmeerraum des 9. Jahunderts der Anbau von Kürbissen sich als recht schwierig erwiesen haben dürfte. 

    Neben dem sprachlichen Debakel haben mir dann auch noch die Protagonist:innen den letzten Nerv geraubt. Klischeehaft und vor allem einer dümmer als der nächste. Allen voran Matelda, der Tochter des Dogen scheint es an Hausverstand und den primären Instinkten, die es zum Überleben braucht, zu mangeln. Und dann wird da auch noch beschrieben, dass sie schlauer als ihr Vater der Doge sei. Prost, Mahlzeit und Ende. 

    Insgesamt eine ziemliche Tortur. Möge lesen wer will, ich kann allen Menschen, die gerne sich in historischen Gefielden bewegen nur davon abraten.

  15. Cover des Buches Alexandria oder Gänse bringen Glück (ISBN: 9783423707206)
    Patrice Kindl

    Alexandria oder Gänse bringen Glück

    (5)
    Aktuelle Rezension von: WildeCharlotte
    Eine lustige, turbulente Märchenerzählung um das Mädchen Alexandria, einen Prinzen, einen König und zwölf Gänse.

    Inhalt:
    Seit die alte Hexe sie mit ihren drei vermeintlichen Glückgaben gesegt hat, ist das Leben der 14-jährigen Alexandria vollkommen durcheinander geraten. Sie ist nicht dankbar für die Gaben der Hexe, sie ist eigentlich sogar stinksauer. Sie hat nie darum gebeten schön wie der junge Morgen zu sein und Goldschuppen aus ihren Haaren rieseln zu habe. Von den Diamantentränen ganz zu schweigen! Eben war sie noch eine Gänsemagd, die ihre zwölf eigensinnigen Schützlinge hütete, und nun sitzt sie in einem Turm und soll sich entscheiden entweder den grausamen König oder den dummen Prinzen zu heiraten. Keine gute Auswahl! Also macht Alexandria sich davon -  mit der Hilfe ihrer Gänse!
    Es beginnt eine märchenhafte Flucht...

    Fazit:
    Das Märchen von Alexandria ist ein lustiges, turbulentes und einfallsreiches Abenteuer.
    Alexandria ist nicht bereit sich mit ihrem drohenden Schicksal abzufinden. Sie ist ein Dickkopf, schimpft viel mit den starsinnigen Gänsen, dummen Prinzen oder ihrer Gesamtsituation. Eigentlich ist sie nicht die klassische Heldin eines Märchens - oder vielleicht doch?
    Erzählt ist die Geschichte aus Alexandrias Sicht, was einen besonderen Charme ausmacht.
    Ein Bonbon sind auch die kleinen Zitate, die am Beginn jedes Kapitels stehen.
    Sehr schön ist das Ende - natürlich ein Hapy End, wie es ein Märchen braucht - überraschend, komisch und rührend zugleich.
    Ein tolles Buch, was ich sehr empfehlen kann - nicht nur für Kinder und zum immer wieder Lesen!


  16. Cover des Buches Das letzte Vermächtnis: Ein Jill Carter Thriller (ISBN: 9783987780257)
    Ernst Jakob

    Das letzte Vermächtnis: Ein Jill Carter Thriller

    (36)
    Aktuelle Rezension von: DreamCappu

    [Rezension]

    -Achtung ehrliche Meinung weiterlesen auf eigene Gefahr-

    𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧:

    Obwohl das Hörbuch von einem männlichen Sprecher gesprochen wird, schafft Moritz Brendel es der weiblichen Protagonistin, eine passende, stimmliche Farbe zu zaubern und im spannenden Text umso mehr Farbe zu verleihen. 

    ich persönlich bin ja ein Fan, wenn es um ägyptische Mythologie geht und konnte kaum eine Minute nicht gespannt lauschen aus Angst etwas zu verpassen.Von Luxor bis hin zur Klagemauer gab es in dem Hörbuch einige Spannende Orte die es via Ohren zu entdecken gab. (Eine kleine Erwähnung an dieser Stelle - grade die Klinik die Kurzzeitig eine Rolle spielte fand ich sehr interessant).

    allzu  gerne hätte ich noch mehr aus dem Leben unserer Protagonistin erfahren hoffentlich bleibt das nicht ihr letztes Abendteuer

    ———————————————————

    Fazit: eine Archäologin ganz im Sinne des Indiana Jones? Perfekt für entspanntes Stunden.

    𝐁𝐞𝐰𝐞𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠: 5 / 5= ★★★★★

  17. Cover des Buches Die Zeitdetektive, 1, Kleopatra und der Biss der Kobra (ISBN: 9783440177884)
    Fabian Lenk

    Die Zeitdetektive, 1, Kleopatra und der Biss der Kobra

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Claudias-Buecherregal

    Zeitreisebücher sind toll und ich finde sie auch für Kinder absolut genial, da diese beim Lesen sehr viel über die damalige Zeit aufschnappen, ohne dass sie das Gefühl haben, sie würden ein Sachbuch lesen, um etwas zu lernen.

     

    Die Zeitdetektive entführen Leser ab 8 Jahren bisher ins alte Ägypten, ins Mittelalter und zur Fußball-WM 1954 nach Bern. Bereits beim ersten Band merkt man, dass es eine Kinder-Krimi-Reihe ist und dass es ans Eingemachte geht. Die Zeitdetektive sind drei Schüler, die geschichtsbegeistert sind und alles ganz genau wissen wollen. Wie gut, dass sie aus der Bibliothek in der Zeit reisen können. Im alten Ägypten erleben sie ein spannendes Abenteuer und die Leser lernen das Leben damals kennen. Es fallen auch etliche Fachbegriffe, die sicherlich nicht jeder parat hat. Diese sind dick gedruckt und hinten im Glossar aufgeführt und erklärt. Der Leser sollte also schon wissbegierig und bereit sein, etwas Energie für dieses Buch mitzubringen, denn es ist keine belanglose Geschichte, die man nebenbei liest, auch wenn der Schreibstil klasse und die Geschichte spannend ist.  

     

    Fazit: Wissbegierige, sympathische Protagonisten mit Katze, ein spannender Kriminalfall und tolle Einblicke in das damalige Leben im alten Ägypten sogar dafür, dass der Start der Zeitdetektive mehr als gelungen ist. 

  18. Cover des Buches Kleopatras Grab (ISBN: 9783455019490)
    Constantin Schreiber

    Kleopatras Grab

    (39)
    Aktuelle Rezension von: cybergirll

    Klappentext:
    Als der Priester der Sankt-Nicholas-Kirche in Alexandria tot aufgefunden wird, herrscht nicht nur in der Gemeinde heller Aufruhr: Alles deutet auf Mord hin. Doch wer oder was steckt dahinter, die Mafia, ein Familienstreit oder doch der erfolgshungrige Archäologe, der in den Gotteshäusern der Stadt etwas zu suchen scheint und vielen ein Dorn im Auge ist? Die junge Kommissarin Theodora Costanda wird mit dem Fall betraut und stößt auch durch ihre Außenseiterrolle als Frau, als Angehörige der griechischen Minderheit, als Christin bei ihren Ermittlungen auf eine Mauer des Schweigens. Doch sie gibt nicht auf und kommt einem uralten Bund auf die Spur, der eines der größten Geheimnisse der Antike zu bewahren sucht, um jeden Preis.

    „Kleopatras Grab“ ist der erste Band einer Krimireihe, die in Ägypten angesiedelt ist von Constantin Schreiber.

    Ägypten hat für mich schon immer etwas Mystisches, magisches. Seit ich eine Nilkreuzfahrt unternommen habe und mich mit der Geschichte Ägyptens befasst habe lässt mich das Land nicht mehr los.
    Auf den Kriminalroman von Constantin Schreiber war ich deshalb sehr gespannt.

    Die Geschichte ist natürlich in der heutigen Zeit angesiedelt. Die Ermittlerin Kommissarin Theodora Costanda hat keinen leichten Stand. Zum einen ist sie eine Frau und die haben es in diesem Land noch einmal ein bisschen schwerer, zum anderen ist sie Christin und in Belgien aufgewachsen. Mir hat Theo auf Anhieb gut gefallen.

    Ein Priester wird ermordet und es ist nicht klar, ob es ein Anschlag war oder ob eine familiäre Situation zum Tod des Priesters geführt hat.
    Doch es bleibt nicht bei dem einen Opfer. Ein Archäologe rückt in den Kreis der Verdächtigen.

    In diesem Kriminalroman spielt die Ermittlung natürlich die Hauptrolle. Aber auch der ägyptischen Geschichte, hier vor allem rund um Kleopatra, wird in der Geschichte einen Platz eingeräumt. Das hat mir besonders gut gefallen. Ich habe beide Teile des Krimis mit Spannung verfolgt, die Ermittlungen so wie die Ausführungen über Kleopatra und des nie entdeckten Grabs der Königin.

    Constantin Schreiber hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Gekonnt verpackt er die alte Geschichte Ägyptens in einen spannenden Kriminalroman. Seine Charaktere werden gut in Szene gesetzt und sind lebendig.

     „Kleopatras Grab“ habe ich mit Freude gelesen. Der zweite Band „Echnatons Fluch“ liegt bei mir schon zum Lesen bereit.

     

  19. Cover des Buches Das Schicksal der Medica (ISBN: 9783732553723)
    Gerlinde Friewald

    Das Schicksal der Medica

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Jazzy
    Meine Meinung/ Fazit:

    Delia ist eine junge Griechin die sehr gut in unsere Zeit hineinpassen würde. Das Leben das sie führt ist nicht selbstverständlich. Durch ihren Vater konnte Delia den Beruf als Ärztin wählen und sie darf über ihr Leben selbst entscheiden. Dieses Privileg ist etwas Besonderes. Die Männer dominieren hauptsächlich in Delias Welt und sie wird dennoch geachtet und ihr Handwerk wird sehr geschätzt.

    Marcus ist ein sehr offener Mann und es war schön die Liebesgeschichte der beiden mit zu verfolgen.

    Marcus und Delia werden mit Problemen konfrontiert, mit denen sie nie gerechnet hätten.

    Der Roman geht recht zügig voran und die Unterhaltung für den Leser kommt nicht zu kurz. Im Verlaufe der Handlung wird es immer spannender und ich war sehr begeistert von dem Buch.

    Zu der damaligen Zeit war es noch völlig normal Sklaven zu halten. Dieses Thema wird auch angesprochen und ich war sehr gespannt, wie das Ganze in dem Roman verpackt wird. Letztendlich ist ein sehr spannender und emotionaler Liebesroman entstanden.
    Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und hoffe darauf, dass es eine weitere Geschichte mit den beiden Hauptfiguren geben wird.
  20. Cover des Buches So still die Toten (ISBN: 9783732575541)
    Mary Burton

    So still die Toten

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    in diesem neuen Band der reihe sehen wir eine grosse Anzahl von Figuren wieder, die bereits bekannt sind, sofern man das Buch nicht als "stand-klone" liest. Das ist in meinen Augen sowohl Segen als auch Fluch: Einerseits freut sich der Leser lieb gewordene Charaktere wieder zu treffen, andererseits langweilen den Reihenleser die (für meinen Geschmack zu vielen) Wiederholungen von früheren Ereignissen. 

    Dem aktuellen Buch fehlt ein durchgängiger Spannungsbogen, nur ab zu blitzen Spannungsspitzen auf. Natürlich gibt es auch ein spannendes, aber vorhersehbares Finale. Nicht vorhersehbar ist jedoch die Frage nach dem diesmaligen Täter - da überrascht die Autorin den doch einmal.

    Insgesamt ein guter, aber nicht überragender Thriller, mit einem guten Unterhaltungswert.

  21. Cover des Buches Die Städtesammlerin (ISBN: 9783328100720)
    Annett Gröschner

    Die Städtesammlerin

    (9)
    Aktuelle Rezension von: AlexandraK

    Annett Gröschner nimmt den Leser mit auf Reisen. In den verschiedensten Ländern fährt sie mit der Straßenbahnlinie 4 und berichtet von ihren Erlebnissen.

    Das Buch beginnt mit einem Einführungskapitel. In diesem wird erklärt warum die Autorin immer mit der Linie 4 fährt. Dieses Kapitel ist etwas holprig zu lesen wegen den ganzen Straßennahmen, jedoch lohnt es sich dran zu bleiben.

    Generell sind die Kapitel kurz und man kann immer mal schön zwischendurch in eine andere Welt abtauchen. Natürlich gibt es über einige Orten mehr zu erzählen als über andere. Die Kapitel sind abwechslungsreich und passend gestaltet. Einige sind besser andere nicht ganz so gelungen. So fand ich das Kapitel 13.27 Uhr – an der Trolleybushaltestelle Horeastraße vollkommen unnötig. Denn darin erzählt die Autorin auf 2 1/2 Seiten wie sie an der Haltestelle Kinder beobachtet.
    In anderen Kapiteln erzählt sie auf ca. 10 Seiten ausführlicher über die Strecke und die Eindrücke, die sie auf der Straßenbahnfahrt sammelt. Was mir sehr gut gefällt ist, dass das Buch sehr gut recherchiert ist. Die Autorin verwebt gekonnt geschichtliche Hintergründe über die Städte, ihre Bauten und ihre Bewohner. Auch über die technischen Voraussetzungen der Straßenbahn ist sie bestens informiert.

    Was ich als sehr störend empfand, waren die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler in diesem Buch. Die Autorin ist studierte Germanistin und das Buch durchlief ein Lektorat, da sollten solche groben Schnitzer, wie sie hier zu finden sind, nicht passieren.

    Die Städtesammlerin hat mich für zukünftige Reisen inspiriert, mir fremde Kulturen näher gebracht und mir auch etwas die Angst genommen. Letztlich ist es ein nettes Buch für zwischendurch und vor allem für reiselustige Leser zu empfehlen. Man kann das Buch gerne lesen, man muss es aber nicht.

     

  22. Cover des Buches Der Preis der Sünde (ISBN: 9783732575558)
    Mary Burton

    Der Preis der Sünde

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Dreamworx

    Virginia. Charlotte Wellington führt eine Kanzlei und arbeitet als erfolgreiche Staatsanwältin. Niemand käme auf den Gedanken, dass sie in einem Wanderzirkus aufgewachsen ist. Als eine nackte, misshandelte und mit dem Wort „Hexe“ tätowierte Frauenleiche in einer Jagdhütte gefunden wird und kurz darauf ihr Stiefvater bei ihr auftaucht, zu dem sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt hatte, holt Charlotte ihre Vergangenheit schnell wieder ein. Ihre Schwester wurde damals ermordet und Charlotte bleiben die Parallelen zum neuen Leichenfund nicht verborgen. Als eine weitere Leiche aufgefunden wird und Detective Daniel Rokov den Fall bearbeitet, bleibt Charlotte nichts anderes übrig, sich ihrer Vergangenheit endlich zu stellen. Bringt es sie und Rokov auf die Spur des Täters?

    Mary Burton hat mit „Der Preis der Sünde“ den fünften Band ihrer Virginia-Reihe vorgelegt, der an Spannung und Unterhaltungswert den Vorgängern in nichts nachsteht. Der flüssige, bildhafte und fesselnde Erzählstil stellt den Leser schnell an Charlottes Seite, wo er nicht nur ihre Gedanken- und Gefühlswelt kennenlernt, sondern nach und nach durch ihre eigenen Erinnerungen auch einiges aus ihrer bewegten Vergangenheit erfährt. Nachdem schon der Prolog in sehr plastischer Weise den Leser atemlos macht, geht es in der Handlung Schlag auf Schlag, wobei die sich anbahnende Beziehung zwischen Charlotte und Daniel immer für einige Augenblicke der Erholung sorgt. Charlottes Nichte Sooner zeigt mit ihrem Verhalten Parallelen zu ihrer ermordeten Schwester, schon allein deshalb möchte sie Sooner im Auge behalten. Doch schon bald offenbart sich auch dem Leser, dass der Täter wohl auch Charlotte auf seiner Opferliste hat und sie in Gefahr schwebt. Burton weiß ihre Leser geschickt durch die Handlung zu führen mit wechselnden Perspektiven und Rückblenden in die Vergangenheit. Die Mörderjagd wird zu einem Puzzle, dessen Teile erst nach und nach aufgedeckt werden, denn überraschende Wendungen lassen den Leser immer wieder Zweifel an den eigenen Rückschlüssen aufkommen. Der Spannungsbogen wird von Beginn an hoch angelegt und steigert sich immer mehr, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann.

    Die Charaktere sind mit menschlichen Eigenschaften versehen, die es dem Leser leicht machen, ihnen konstant auf den Fersen zu bleiben und gleichzeitig mit ihnen auf Spurensuche zu gehen. Charlotte ist eine eher reservierte, unterkühlte Frau, die niemanden zu nahe an sich heranlassen möchte. Deshalb geht sie auch keine engeren Beziehungen ein, obwohl ihr das bei Daniel Rokov immer schwerer fällt. Daniel ist ein Macher, der seine Ermittlungen nicht konstant voran treibt und alle Möglichkeiten abklopft. Sooner ist Charlotte gar nicht unähnlich, dabei ist sie unabhängig, störrisch und hat ihren eigenen Kopf.

    „Der Preis der Sünde“ ist ein unterhaltsamer, spannungsgeladener Pageturner, der mit einigen Überraschungen aufwartet und den Leser bis zum finalen Schluss bei der Stange hält. Verdiente Empfehlung für fesselnde Lesestunden, die den Puls höher schlagen lassen

  23. Cover des Buches Sengendes Zwielicht (ISBN: 9783442380558)
    Gail Carriger

    Sengendes Zwielicht

    (58)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Sengendes Zwielicht"

    Inhalt:

    2 Jahre sind vergangen und in Alexias Leben ist alles in Ordnung. Bis sie eine seltsame Einladung von der ältesten Vampirin aus Ägypten bekommt. Diese möchte ihre Tochter Prudence kennen lernen. Familie Maccon begibt sich auf Reisen. Beta Lyall und Biffy versuchen unterdessen den Tod vom Beta des Kingair Rudels aufzuklären. 

    Meinung:

    Erneut tauchte ich ab in die Welt 1876 mit all ihren neuen Techniken, der Mode und Etikette. Lustige Situationen brachten mich immer wieder zum Lachen, da vieles so skurril wirkte. Dramatische Momente und spannende Szenen gaben der Geschichte eine wunderbare Mischung. 

    Alexia ist und bleibt eine starke, standhafte Frau, die sich nichts vormachen lässt, logisch denkt und ihren Ehemann und ihre Tochter im Griff hat. Ihre Liebe zu Conall Maccon ist echt und tief. 

    Neu ist Prudence ihre Tochter als zweijährige aufgetreten und sorgt für Wirbel, komische Situationen und eine Menge Aufregung.

    Sämtliche Personen die hier auftreten haben eine vielschichtige Persönlichkeit  und ich gerne jeden einzelnen begleitet. 

    Mitdenken und rätseln steht auch hier im Vordergrund. Mir hat dies sehr viel Freude bereitet. Ein gelungener Abschluss der Alexia-Reihe. 

  24. Cover des Buches Hypatia (ISBN: 9783847256472)

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