Bücher mit dem Tag "alkoholismus"
196 Bücher
- Paula Hawkins
The Girl on the Train (English Edition)
(736)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRachel fährt jeden Tag mit dem Zug. Sie lebt in London und im Zug kann sie gut nach draußen sehen und fährt an schönen Häusern, tollen Gärten und glücklichen Paaren und Familien vorbei. Aber dann beobachtet sie etwas komisches. Ein Paar scheint Probleme zu haben und eine schöne Frau steht mit einem anderen Mann auf dem Balkon. Was geht hier vor sich? Was passiert in der vermeindlichen Idylle? Rachel ist alarmiert und fängt an Nachforschungen anzustellen und kommt doch etwas ganz furchtbarem auf die Spur, nämlich sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Das Buch packt einen von der ersten Seite an und jede weitere Angabe würde das Lesevergnügen und den Spannungsbogen vermiesen.
- Caroline Wahl
22 Bahnen
(1.175)Aktuelle Rezension von: FeelblackWenn man ungefähr ähnliches kennt, mitbekommen oder erlebt hat, wirkt dieses Buch sehr real. Daher kann es sehr triggernd sein für einige. Ich fand das Buch gut. Ich mochte viele Gedankengänge und dennoch wünschte ich mir etwas mehr. Etwas mehr Geschichte wie es weiter geht, etwas mehr Zukunftsorientiert. Dennoch ein starkes Buch.
- Emma Scott
All In - Tausend Augenblicke: Special Edition
(1.011)Aktuelle Rezension von: CelesteRavenAll In, ist wirklich eines der Bücher, die man sicherlich nicht lesen darf ohne ein Abo bei Tempo abgeschlossen zu haben.
Ich bin erstaunt darüber, dass ich noch lebe und funktionierende Tränendrüsen besitze.
Dieses Buch ist so unfassbar emotional geschrieben.
Vor allem hat Emma Scott die Bindung der Protagonisten so unfassbar toll beschrieben, dass man sich in jede einzelne Handlung hineinversetzen konnte.
Eigentlich wollte ich direkt mit dem zweiten Band weitermachen, jedoch hat mich Band eins so zerstört, dass ich erst einmal eine Pause brauche.
Wer also auf Tränen und emotionale Bücher steht, ist hier genau richtig.
- Stephen King
Doctor Sleep
(581)Aktuelle Rezension von: KeyofbooksIn diesem Roman erfährt man endlich, wie es dem kleinen Jungen nach der Katastrophe im Hotel Overlook ergangen ist. Und leider hat er den Schicksal seines Vaters wiederholt. Aber im Vergleich zu Jack, waren in Dan's Nähe Menschen, die ihm geholfen haben. Nun kommt er endlich mit seinem Shining klar und kann es sogar zur Gute nutzen. Ein toller Abschluss für die Geschichte von Overlook.
- Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.267)Aktuelle Rezension von: Nessaja
Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.
Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.
Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.
Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…
- Caroline Wahl
Windstärke 17
(746)Aktuelle Rezension von: Lesens_werte_Ihre Mutter lebt nun nicht mehr. Überdosis. Da ist nichts, das Ida hält. Nicht in der Wohnung, nicht in der Stadt. Das Angebot zu ihrer Schwester Tilda nach Hamburg zu fahren, ist verlockend, aber schlägt sie aus. Stattdessen treibt ihre Flucht sie nach Rügen. Hier lernt sie Marianne und Knut kennen, fühlt sich vielleicht zum ersten Mal seit langem wieder geborgen. Zugeben wird Ida das aber nicht können. Zu schwer wiegt das Gefühl der Schuld. Einzig das Schwimmen im rauen Meer erdet sie. Eine Gemeinsamkeit, die sie mit Lebenskünstler und DJ Leif hat. Aber was das ist, was da zwischen ihnen beiden entsteht, findet keinen wirklichen Namen.
"Windstärke 17" knüpft an Caroline Wahls Bestseller "22 Bahnen" an. Ida ist nun kein Kind mehr, sondern erwachsen. Die große Schwester Tilda ist ihren Weg gegangen und aus dem Haus, zu weit entfernt, um für Ida eine dauerhafte Stütze zu sein. Inhaltlich nimmt man sofort den Faden wieder auf, gefühlsmäßig habe ich eine Weile gebraucht, um da weiter machen zu können, wo "22 Bahnen" mich emotional zurück gelassen hat. Nichtsdestotrotz steht auch dieses Buch seinem Vorgänger in nichts nach. Die Entwicklung von Idas Person hat mir besonders gut gefallen, ihre Zerrissenheit, ihre Emotionen und ihr Leidensweg machen sie authentisch. Dazu tragen auch die neuen Figuren bei, die die Handlung in ihrer Vielschichtigkeit enorm bereichern. Schade, dass es bisher bei diesen beiden Büchern geblieben ist, da könnte Stoff für mehr dahinter stecken! - Cecelia Ahern
Das Jahr, in dem ich dich traf
(399)Aktuelle Rezension von: MiripandaSchwaches Buch der Autorin...
Jasmine wird von der Arbeit freigestellt und kümmert sich 1 Jahr um sich selbst und ihren Garten. Ihrem Nachbarn Matt geschieht Ähnliches, sie kann ihn allerdings nicht ab, stalkt ihn aber aus Gründen...
Letztendlich entwickelt sich über Umwege eine Freundschaft und das Leben von Jasmine ändert sich.
Die Geschichte beginnt interessant und bis zur Hälfte bin ich auch am Ball geblieben, allerdings ändert sich nur das Leben von Jasmine. Sie selber entwickelt sich gefühlt auf den letzten 10 Seiten.
Man sollte auch meinen, dass sie keine Erwachsene ist. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, lügt mehrfach und lernt nix daraus. Welcher Erwachsene verteilt bitte als Rache Klopapier in Nachbars Garten...
Der Alkoholmissbrauch ging mir auch zu weit in diesem Buch.
3 Sterne nur gerade so, weil es bis zur Hälfte gut war und ich die Nebenrollen mochte.
- Nele Neuhaus
Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)
(643)Aktuelle Rezension von: reading_squirrel3.5 Sterne
Vermutlich ist meine Erwartungshaltung einfach falsch. Für mich sind Nervenkitzel à la Andreas Gruber und raffiniert aufgelöste, ineinander verstrickte Fälle, wie man sie aus dem Norden kennt, ein unverhandelbares Muss bei Krimis. Ich muss gestehen, dass ich in diesem Buch beide Punkte etwas vermisst habe.
Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis Leben in die Geschehnisse kommt und ich musste teils ziemlich mit mir selbst ringen, um weiterzulesen. Dann steht aber auf einmal plötzlich alles Kopf - lieben wir! Ansonsten sind die Kapitel angenehm gegliedert und nicht zu lange; Man erhält in den einzelnen Kapiteln Einblicke aus unterschiedlichsten Sichtweisen, was ich von anderen Autoren so nicht kenne und wiederum den eher laschen Spannungsbogen etwas hoch zieht. Das Ermittlerduo harmoniert gut, auch wenn es für mich jetzt nicht unbedingt die einprägsamsten Hauptfiguren sind.
Ich möchte die Reihe zu einem späteren Zeitpunkt definitiv weiterverfolgen, ungeachtet dessen, dass mir dieser Teil nicht so hundertprozentig zugesagt hat.
- Liz Moore
Der Gott des Waldes
(527)Aktuelle Rezension von: PantoffeltierAls die 13-jährige Barbara van Laar aus einem Ferienlager verschwindet, fühlen sich die Einheimischen sofort an das Verschwinden ihres kleinen Bruders 14 Jahre zuvor erinnert. Aus verschiedenen Perspektiven enthüllt die Autorin die Hintergründe der beiden Vermisstenfälle und welche Folgen die Geschehnisse für die Familie und ihr Umfeld haben.
Die Geschichte wird langsam und aus unterschiedlichen Perspektiven sowie auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. So entsteht ein vielschichtiges Bild des Lebens in den USA in den 60er- und 70er-Jahren. Besonders gut hat mir die Gestaltung mit einem Zeitstrahl an den Kapitelanfängen gefallen. Das hilft wirklich bei der Orientierung.
Liz Moore entfaltet ein komplexes gesellschaftliches Panorama und lotet die Grautöne im Charakter ihrer Protagonist:innen aus. Das fand ich wirklich sehr gelungen. Man begleitet insbesondere die Frauen mit Verbindung zur alteingesessenen Familie der Van Laars, die ein festgelegtes Machtgefüge hat und sich eisern gegen die Außenwelt abgrenzt. Gleichzeitig ist der Wald fast schon ein weiterer Protagonist als ein von der ehrgeizigen Familie nicht zu zähmender Ort, der Abenteuer verheißt, aber auch unbekannte Gefahren birgt.
Die Autorin lässt sich Zeit mit ihrer Geschichte und legt viele verschiedene Fährten, denen man folgt. Dadurch ist beim Lesen einiges an Geduld erforderlich. Die Auflösung am Ende fand ich dann aber wirklich gut gelungen und passend. Gerade bei Thrillern/Krimis bin ich nach komplexen Spurenverfolgungen oft enttäuscht von der Auflösung. Hier ergeben die teilweise etwas ausufernd erzählten Handlungsstränge am Ende jedoch tatsächlich Sinn.
Ein Buch für Fans von komplexen Kriminalfällen in denen es eher um die Beschreibung der Gesellschaft und menschlicher Beziehungen als um den Fall an sich geht. - J.R.Ward
Bourbon Kings
(419)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover passt zur Geschichte und ist heiß.
Denver Clan und Dallas lässt grüßen.
Die Geschichte ist krass, damit habe ich eindeutig nicht gerechnet. Es ist wirklich alles dabei: Lust, Leidenschaft, Liebe, Intrigen, Machenschaften und Zusammenhalt.
In dieser Geschichte geht es hauptsächlich um Lane und Lizzie, wobei auch die anderen Charaktere nicht zu kurz kommen. Man muss sie alle einfach mögen.
Der Schreibstil ist locker und spannend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Und das Setting ist toll beschrieben.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- Charlotte Link
Die Betrogene
(603)Aktuelle Rezension von: norahildegardKate Linvilles erster Fall (für mich schon ihr zweiter) und was soll ich sagen? Was ein Buch! Ich wusste vorher schon, dass ich Charlotte Link und ihre Art, Geschichten zu erzählen, mochte. Doch spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass ich es liebe!
Das Buch war durchweg spannend, absolut nicht vorhersehbar und obwohl manches banal erschien, war es dann doch irgendwie wichtig. Das Ende habe ich bis kurz vor knapp so gar nicht kommen sehen, fand es aber definitiv einen gelungenen Plottwist, der auch nicht zu weit hergeholt, sondern genau passend war!
Ein kleiner Minuspunkt war die Länge. Während der Großteil des Buchs absolut spannend waren, gab es doch die ein oder andere Stelle, die zwar viel Liebe zum Detail hatte, bei der dann aber doch einfach um den heißen Brei geredet wurde. Hier und da hätte eine Kürzung vermutlich nicht weh getan, wobei ich auch sagen muss, dass ich besonders die Nebenhandlung super interessant fand — hab mich immer gefreut, wenn sich ein neues Kapitel darum handelte!
Wer mal ein Buch von Charlotte Link lesen will oder eine neue Thrillerautorin zum durchsuchten sucht, macht mit "Die Betrogene" sicherlich nichts falsch!
- Frank McCourt
Die Asche meiner Mutter
(897)Aktuelle Rezension von: FinkenzonkSiech-Literatur: so nennt ein Bekannter von mir Bücher, die ausschließlich vom Elend handeln, vom "Dahinsiechen". Für Frank McCourts "Die Asche meiner Mutter" gilt das aber nicht, obwohl wirklich alles an dieser Kindheit im Irland der 30er und 40er Jahre schrecklich ist. Armut, Hunger, Alkoholismus, Gewalt, sexueller Missbrauch, kurz: unvorstellbares Leid, das durch die sorglosen Augen eines Kindes erzählt wird mit einem schnoddrigen - und von Harry Rowohlt genial übersetzten - irischen Akzent.
"Die Asche meiner Mutter" hat 1997 den Pulitzerpreis in der Kategorie "Autobiographie" gewonnen; meinetwegen hätten sie auch den Nobelpreis draufpacken können. Selten hat mich ein Buch so bewegt.
- Jeannette Walls
Schloss aus Glas
(443)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt📌 "Das Leben ist ein Drama voller Tragik und Komik." - S. 176
Die Geschichte, vernachlässigter Kinder und vom Leben überforderter Eltern, schildert das Leben der Autorin selbst.
Jeannette Walls schafft es so anschaulich und mit Witz und Wärme von den bedauernswerten Umständen in ihrer Kindheit zu erzählen, dass man fast glaubt man sei dabei gewesen und das ganze Überleben sei ein großes Abenteuer- auch wenn die Tragik der Handlung nicht verkennbar ist.
Großartig.
- Jo Nesbø
Rotkehlchen (Ein Harry-Hole-Krimi 3)
(335)Aktuelle Rezension von: H-LshLeider habe ich mit dem falschen Buch in der Harry Hole Reihenfolge angefangen. Für alle, die es ähnlich handhaben, ein Trost: für mich stellte es kein Problem dar. Auch dieser Fall lässt sich sehr gut lesen und nachvollziehen. An manchen Stellen ist es etwas komplex, doch sprachlich und Erzähler İş fantastisch. Darum von mir eine absolute Empfehlung, zumal das Buch schon einige Jahre alt ist.
- Samantha Young
London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories 2)
(806)Aktuelle Rezension von: ZahirahJohanna Walker ist jung, attraktiv und kann sich vor Verehrern kaum retten. Aber jeder sieht nur ihre Schönheit, niemand kennt ihr Geheimnis. Sie will mit ihrem kleinen Bruder der Armut und der Gewalt in ihrer Familie entfliehen. Daher sucht Johanna einen soliden Mann, gutsituiert und zuverlässig. Stattdessen begegnet sie Cameron McCabe – gutaussehend, arrogant und irgendwie gefährlich. Gefährlich sexy. Er ist jedoch der Einzige, der wirklich in ihr Innerstes blicken will. Der Schreibstil ist wie schon in dem o. g. Buch flüssig und fesselnd. Auch die erotischen Szenen sind gut in die Handlung integriert, wobei man es beinah knistern hört. Aber auch ernstere Abschnitte werden behandelt, z. B. in denen Johanna über ihr Verhältnis zu ihrem Bruder erzählt. Dieser Roman ist der Autorin erneut super gelungen - ein echtes Romantik-Highlight.
- Elle Kennedy
The Mistake – Niemand ist perfekt
(648)Aktuelle Rezension von: RoxiStar07Für eine Romance ganz ordentlich. Nur war mir Logan tatsächlich eher unsympathisch und es hat manchmal ein wenig ihm an Empathie und Tiefe gefehlt, gerade im Bezug auf die Protagonistin. Aber ansonsten war es ganz gut. Der Spice hat mich nur an manchen Stellen ein wenig…naja, verwirrt? Ich kann es nicht richtig beschreiben. Teilweise ging mir auch das Verhalten der Protagonistin auf die Nerven, das ständige Hin und Her zwischen den beiden, das ewige Hinhalten…Es hat sich einfach gezogen. War leider nicht so luftig leicht, wie Band 1 und 3 aber trotzdem okay.
- Gail Honeyman
Eleanor Oliphant Is Completely Fine (deutsche Ausgabe)
(395)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrDas Buch hat mich positiv überrascht. Ich habe jede Seite geliebt. Eleanor ist seltsam, aber so charakterstark. Gerade ihre schräge Sicht auf die Welt hat mir total gut gefallen und mich an manchen Stellen schmunzeln lassen. Die Story ist emotional, hat Tiefgang und bleibt an einem haften. Wirklich ein klasse Buch. Von mir eine klare Leseempfehlung.
- Lize Spit
Und es schmilzt
(266)Aktuelle Rezension von: fitreadDa ich keine Triggerwarnungen im Buch finden konnte, nennen wir die schlimmsten Themen, die Kernthemen des Romans, doch mal beim Namen: Es geht um (sexuellen) Missbrauch bzw. Übergriffe und um Suizid. Wer damit keine Probleme hat, findet eine sehr ausgeklügelt konstruierte Handlung mit unterschiedlichen Strängen vor, die schlussendlich ineinander fußen. In seiner Düsternis ist dieser Roman ein Meisterwerk. Ich glaube, man kann die Details des Dorflebens, der Umgebung, der Verhaltensweisen der Menschen nur so genau beschreiben, wenn man selbst Teil davon gewesen ist. Und das beängstigt mich, so sehr geht mir das Buch unter die Haut. Zugleich bin ich angeekelt, fasziniert, erschüttert. Es wird mich noch ein paar Tage lang nachdenklich zurücklassen.
- Emma Scott
Never Doubt
(464)Aktuelle Rezension von: Eliza_KoopmannIn dem Moment in dem ich Never Doubt von Emma Scott beendet hab war mir klar, dass ich zu diesem Buch unbedingt einen Beitrag posten muss.
Doch dann hat es mich doch mehr Überwindung gekostet, als ich gedacht habe, da der Beitrag doch persönlicher gewordenes als beabsichtigt.
Darum gehts: Willow hat eine schlimme Geschichte aus der Vergangenheit, doch sie traut sich nicht mit jemandem darüber zu reden. Sie hat seitdem sozusagen ihre Stimme „verloren". Erst als die zum Theater kommt und den Jungen Issac kennenlernt, lernt sie mithilfe den Worten Shakespeares ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Meine Meinung:
Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie unfassbar gut das Buch war. Der Schreibstil der Autorin war unglaublich aber noch mehr war es die Geschichte und die Nachricht dahinter die mich in ihren Bann gezogen hat. Es geht um Mut und Vertrauen und vor allem darum den Mut aufzubringen seine eigene Geschichte zu erzählen. Ich glaube es geht vielen ähnlich wie Willow. Bei mir ist es ehrlich gesagt nicht anders.
Ich teile nicht die Vergangenheit von Willow worüber ich auch sehr dankbar bin. Und trotzdem verstehe ich das Gefühl von ihr nicht von sich aus sagen zu können was man denkt. Wer mich kennt weiß, sobald ich mich bei jemandem wohlfühle bin ich laut, gut drauf und höre nicht mehr auf zu reden. Doch wer mich kennt weiß auch, dass ich dabei selten über mich selbst rede. Ich erzähle über Bücher, über andere Menschen aber nichts darüber was ich denke, wie es mir geht, oder was ich zusagen hab. Willow spricht ihre Worte durch das Theater aus. Bei mir ist es eher das Schreiben und vielleicht, auch wenn ich es nicht bewusst tue erzählen meine Charaktere mehr meine Geschichte, als ich es selbst zu.
Aber ich denke das ist okay so. Jeder hat etwas zu sagen und jeder wird gehört nur eben auf unterschiedliche Weise. Man muss nur die richtigen Menschen finden, die einem zuhören.
- Jo Nesbø
Erlöser (Ein Harry-Hole-Krimi 6)
(278)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderHarry Hole hat mit seinen zahlreichen privaten Dämonen zu kämpfen, als ihm ein neuer Fall übermittelt wird. In Oslo ist überall schon Weihnachtsglanz, aber ein bestialischer Mörder treibt sein Unwesen. Der kroatische Auftragskiller hat quasi vor den Menschenmassen auf dem Weihnachtsmarkt einen Mann getötet, aber den Falschen. Von nun an versucht er seinen Fehler zu korrigieren und dabei geht er über Leichen. Harry Hole ist ihm dicht auf den Versen, aber die Hinweiße, Beweiße und Hintergründe werden immer verworrener. Was hat die norwegische Heilsarmee mit dem ganzen zu tun? Wer ist der Killer und wer sein wahres Opfer? Jo Nesbo schreibt atemlos spannend mit vielen Kniffen und Wendungen und er lässt seinen Kommissar Harry Hole durch alle Gefühlswelten streifen. Eiskalte Spannung!
- Matthew Perry
Friends, Lovers and the Big Terrible Thing
(108)Aktuelle Rezension von: MelB2508Matthew Perrys Autobiographie wurde ein Jahr vor seinem Tod veröffentlicht. Lange habe ich mich nicht getraut, sie zu lesen, weil ich Angst vor dem hatte, wie "Chandler" in echt war. Und - das war nicht unberechtigt!
Matthew Perry ist teilweise wirklich wie seine Figur Chandler, aber ohne dessen Entwicklung und Reifung und vor allem ohne ein Happy End.
Wissend, was mit seinem Leben geschah, nachdem er das Buch geschrieben hatte, ist es natürlich maximal heftig, Sätze zu lesen wie "Ich habe Angst zu sterben" "Ich möchte nicht sterben" oder "Ich suche noch die wahre Liebe und wünsche mir Kinder". All das ist nicht eingetreten, er ist alleine in seinem Whirlpool ertrunken, er ist nicht nüchtern gewesen und nicht drogenfrei.
In Matthew Perrys Autobiographie gibt es Stellen, die wirklich sehr Insider-mäßig anmuten. Wir lesen über Castingprozesse, erfahren von Beziehungen und Freundschaften mit anderen berühmten Schauspielern und lesen über seine nicht so glückliche Kindheit und den märchenhaften Reichtum, den er durch Friends erworben hat. Gleichzeitig aber lesen wir auch von den tiefsten Tiefpunkten, von Operationen, Narben, Drogen, von Weinkrämpfen und Einsamkeit, von Verzweiflung und immer wieder von versuchten Entzügen, die entweder fehlschlugen oder später dann doch von den unvermeidlichen Rückfällen. Und das ist auch mein Kritikpunkt. Ich weiß, das Buch ist ehrlich und das honoriere ich auch. Aber es ist keine "schöne" Lektüre. Fernab von anderen Büchern von Menschen, die an einer Sucht litten und diese besiegt haben, wiederholen sich die Rückschläge wieder und wieder, was das Lesen wahnsinnig frustrierend und ein bisschen repetitiv macht. Auch die Selbstreflexion, die der Autor eindeutig hat, bringt ihm nichts und so war ich am Ende des Buches ausgelaugt und frustriert - und ehrlich gesagt, auch wütend. Ein Mensch, der so viel Geld verdient hat - obszön viel Geld! - damit, dass er in einer Fernsehserie mitgespielt hat, der immer nur tiefer sinkt und wieder und wieder die gleichen oder ähnliche Fehler macht, der macht mich am Ende des Buches einfach nur wütend. Er hatte alle Chancen und Möglichkeiten und er war nicht dumm, er wusste, was sein Verhalten bei ihm, seinem Körper, aber auch bei anderen Menschen, die ihm nahe stehen, auslösen würde - und trotzdem tat er es! Das ist etwas, was meinem eigenen Charakter so sehr entgegen steht, dass es mir einfach nicht möglich ist, entspannt damit zu sein. Und auch, wenn ich ein bisschen traurig bin, darüber, wie Matthew Perry gestorben ist und auch darüber, dass seine Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind, kann ich nicht tief mit ihm mit empfinden.
Das Buch kann ich auch nur eingeschränkt empfehlen, da es meiner Meinung nach einfach teilweise zu heftig geraten ist.
- Julian Barnes
Die einzige Geschichte
(151)Aktuelle Rezension von: Trishen77Julian Barnes hat die Gabe Romane zu schreiben, nach deren Lektüre man das Gefühl hat, man könne nicht so weitermachen wie bisher. Vielleicht ist dies das ultimative und letztendliche Potenzial des Romans, ein Versprechen, das die besten Werke dieser Gattung stets einlösen müssen.
Barnes Bücher sind aber dennoch etwas Besonderes, denn seine Prosa ist zusätzlich, vor allem in „Die einzige Geschichte“, ein kleines anatomisches Wunder: in ihr fallen Empfindung und Verstand in vielerlei Hinsicht zusammen, zumindest liegen sie oft sehr nah beieinander. Dass diese Nähe nicht in Klischees kulminiert oder sich in eine Flucht vor jedem Anschein von Klischee hüllt, macht sie noch beeindruckender. Eine direkte Folge dieser Vermengung von Geist und Gefühl ist einerseits die Zugänglichkeit von Barnes Romanen (für alle Leser*innengruppen) und andererseits eine Komplexität, die sich aus dem unerschöpflichen Konfliktpotenzial der beiden Regungen ergibt.
In „Die einzige Geschichte“ spielt außerdem (wie schon in dem großartigen Roman „Vom Ende einer Geschichte“), die Erinnerung, ihre Beschaffenheit, Verlässlichkeit und Konditionierung, eine wichtige Rolle. Der Ich-Erzähler Paul erinnert sich, mit einem Abstand von 50 Jahren, an den Beginn seiner ersten großen Liebe zu der Mitte 40jährigen Susan (er ist zu diesem Zeitpunkt gerade 19) und versucht ihre Beziehung und deren Verlauf zu rekonstruieren. Dabei durchlebt er die Ereignisse teilweise erneut und befragt seine Entscheidungen, gelangt von elementaren Fragen zu kleinen, individuellen Details, von winzigen Eindrücken zu größeren Zusammenhängen, während sich den Leser*innen langsam die Hintergründe offenbaren …
Kann man Gefühle verstehen? Oder muss man schlicht an sie glauben? Sind wir wirklich der Protagonist unserer Erinnerungen oder mehr der Erzähler, ja, der Schöpfer? Was bedeutet es eigentlich zu lieben und sind wir als Liebende auch Erinnernde oder müssen wir das trennen? Ist Liebe ein Heil oder nur ein Wünschen?
Es ist unmöglich, hier alle Fragenkomplexe aufzugreifen, die Barnes seinen Ich-Erzähler streifen und durchdringen lässt. Feststeht: als Leser*in wird man fast auf jeder Seite mit kleinen, unspektakulären, aber dennoch in vielerlei Hinsicht tiefgreifenden Offenbarungen konfrontiert, oder sollte ich eher sagen: beschenkt?
Nur drei kleine Beispiele, aus dem Zusammenhang gerissen, aber vielleicht vermögen sie einen Hauch von den Auseinandersetzungen, Weisheiten und Gedanken wiederzugeben, die dieses Buch enthält:
„An einer Korrelation zwischen der Stärke des Gefühls und dem Ausmaß des Glücks ließen ihn seine eigenen Erfahrungen inzwischen zweifeln.“
„In der Liebe ist alles wahr und falsch zugleich; sie ist das einzige Thema, über das man unmöglich etwas Absurdes sagen kann.“
„Es ging um mehr: um das Ich und wo man es aufbewahrte und wer, wenn überhaupt jemand, es voll und ganz sehen durfte.“
„Die einzige Geschichte“ legt ein ruhiges, in dieser Ruhe aber letztlich trügerisches Erzählen an den Tag, in dem sich samt und sonders das Dilemma der Liebe, ihrer Geschichten, Vorgeschichten und Umfelder, in vielen Facetten spiegelt. Barnes vermag es, ohne Rührseligkeit oder Sentimentalität, von den Schmerzen und Freuden des Erinnerns, von der Angst, dem Leiden und letztlich auch dem Verschwinden zu erzählen, die zwar nicht den Kern des Liebens ausmachen, aber ihn stets umkreisen, auf instabilen Bahnen.
- Brittainy Cherry
Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
(468)Aktuelle Rezension von: CalipaEigene Meinung
Endlich hat es eines der noch wenigen Brittainy-C.-Cherry-Bücher von meinem SuB geschafft und ich konnte es lesen.
Ob mich meine emotionale Queen wieder begeistert hat – oder ob es vielleicht nicht mehr ganz meinen Geschmack trifft –, erfahrt ihr hier …Cherrys Schreibstil kann mich ja schon seit Jahren begeistern. Ich möchte gar nicht zu lange darüber reden, denn wie immer ist er auch in diesem Buch intensiv, feinfühlig und einfach schön zu lesen.
Wie gewohnt lese ich aus zwei Perspektiven: aus der Sicht von Grace und aus der von Jackson. Vor allem Jacksons Kapitel enthalten Rückblenden in seine Kindheit – sehr authentisch und emotional eingefangen.Grace kehrt nach der Trennung von ihrem Mann zurück in ihre Heimatstadt Chester.
Problem: Auch ihr (Noch-)Ehemann zieht dorthin zurück, weil er dort eine Stelle als Arzt annimmt. Chester ist eine Kleinstadt, man kennt sich – und es dauert nicht lange, bis alle wissen, warum die Pastorentochter wieder zu Hause ist.
Der Glaube spielt dabei eine spürbare Rolle, jedoch nicht in übertriebenem Ausmaß. Grace wurde gläubig erzogen, ihre Familie genießt hohes Ansehen, das besonders ihrer Mutter extrem wichtig ist.Gerade die Mutter hat es mir schwer gemacht. Statt Grace zu unterstützen, schiebt sie ihr die Schuld dafür zu, dass die Ehe gescheitert ist. Empathie? Fehlanzeige.
Der Satz „In guten wie in schlechten Zeiten“ gewinnt hier eine etwas bittere Bedeutung – vor allem, weil Grace trotz des Betrugs versucht hätte, an ihrer Ehe festzuhalten. Er jedoch nicht.Schon am ersten Tag trifft Grace auf Jackson. Den Mann, um den alle in Chester einen großen Bogen machen.
Das Monster.
Der Junkie.Nach und nach erfahre ich, was in Chester wirklich passiert ist. Und Cherry weiß genau, wie man Fäden miteinander verknüpft – am Ende hängt irgendwie jede Figur mit drin.
Typisch für sie: große Gefühle, großer Schmerz. Und ja, die Augen blieben auch diesmal nicht trocken.Ich mochte Grace’ Entwicklung sehr und vor allem das kleine „Spiel“ zwischen ihr und Jackson. Immer wieder teilen sie ein paar Fakten über sich, damit es sich nicht so anfühlt, als würde man mit einem Fremden sprechen.
Es ist teils kitschig, süß, traurig – und hat mich an vielen Stellen zerrissen. Cherry lässt ihre Charaktere erst durch die Hölle gehen, bevor sie wieder aufstehen, sich den Staub abklopfen und weitergehen. Und das funktioniert hier wieder richtig gut.Es werden einige sensible Themen angesprochen – die Triggerwarnung ist vorhanden und sollte definitiv gelesen werden!
Ihr wisst: Ich bin großer Fan davon, und eure mentale Gesundheit geht immer vor.Mein abschließendes Fazit
Nach der Trennung kehrt Grace zurück nach Chester.
Dort trifft sie auf den mürrischen Jackson, und als sie denkt, ihr Tag könnte nicht schlimmer werden, gesteht ihr ihre beste Freundin auch noch ein bitteres Geheimnis.
Brittainy C. Cherry schreibt wie immer sehr emotional, herzzerreißend und ja – auch etwas kitschig.
Aber die Geschichte fühlt sich heilend an, irgendwie wie ein Nach-Hause-Kommen.
Kleinstadt-Setting und Grumpy x Sunshine sind hier definitiv vertreten! - Kurt Krömer
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
(227)Aktuelle Rezension von: OrishaAlexander Bojcan alias Kurt Krömer führt jahrelang ein Leben, von dem er denkt es sei normal. Die Hochs und Tiefs, das viele (zer-)denken. Die tiefe Traurigkeit. Die Überforderung mit seinen Kindern. Angst, Alkohol, Therapie. Und dann die Diagnose: schwere Depression. Es folgt die Klinik, wieder Angst, und nochmal Klinik und dann kann Kurt wieder am Leben teilhaben.
Kurt Krömer kennen wir als Spaßvogel. Von Bühnen, aus dem TV. Immer einen lockeren Spruch parat. Dahinter steckt ein Mann, der seine Depression überhaupt nicht erkennt. Er denkt er sei schlecht drauf, er kriegt das ein oder andere nicht hin. Bis es immer schlimmer wird. Irgendwann ist Schluss und Kurt muss handeln.
In seinem Buch "Du darfst nicht alles glauben, was du denkst" verarbeitet Kurt Krömer das Erlebte. Er lässt uns ein Stück in sein Leben blicken und möchte aufklären. Denn die Depression hat sein Leben lange bestimmt. Dabei gibt es ihn noch, den kritischen Kurt, den lustigen Kurt und Alexander, den Familienvater, der eigentlich nur alles richtig machen will mit seinen Kindern.
Und obwohl ich selten Sachbücher lese und noch seltener Bücher von Prominenten, Kurts Buch wollte ich lesen, denn es macht Mut, es baut Ängste ab und des klärt auf - und das nicht nur über die Privatperson Bojcan, sondern über eine Krankheit, die allgegenwärtig ist.
Kurzum: Lesenswert.























