Bücher mit dem Tag "alkoholsucht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alkoholsucht" gekennzeichnet haben.

146 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499013218)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.925)
    Aktuelle Rezension von: Lissy_Booklove

    Wir befinden uns in Berlin im Jahr 2010. Für den Achtklässler Maik Klingenberg stehen nun die Sommerferien vor der Tür und anstatt sich wie jeder andere Schüler darauf zu freuen, ist er eher niedergeschlagen. Er fährt nicht in den Urlaub, da sein Vater mit seiner Assistentin auf einer "Geschäftsreise" ist und seine Mutter als Alkoholikerin in der Entzugsklinik. Er hat weder Freunde, mit denen er sich treffen kann und er ist ebenfalls so ziemlich der einzige, der nicht zu der großen Party von Tatjana, dem Mädchen in das er verliebt ist, eingeladen wurde. So muss er -wütend und trostlos- die Ferien in der Villa seiner Eltern allein verbringen. Doch dann kommt überraschend Tschick, ein Junge aus seiner Klasse, bei ihm vorbei und hat ein geklautes Auto dabei. Er schlägt vor, zusammen abzuhauen, bis Maiks Vater von seiner Reise wiederkommt, da auch er allein ist. Maik stimmt zu - so ein kleines Abenteuer...was kann da schon schiefgehen? Zusammen fahren sie ohne Karte oder Kompass einfach der Sonne hinterher; und treffen die unterschiedlichsten Menschen.

    Ich muss zugeben, dass ich vom Buch positiv überrascht bin! Vor ein paar Jahren habe ich durch Zufall mal in die ersten Seiten reingelesen, aber da es mir damals nicht gefallen hatte und ich nicht mehr weiter darüber nachgedacht habe, verlor ich es aus den Augen. Da ich es vor kurzem wiederentdeckt hatte, habe ich mich jetzt noch mal an das Buch gewagt und ausgeliehen bekommen. Tatsächlich fand ich den Anfang immer noch etwas trocken und verwirrend, da ich zuerst den Beginn der Handlung gar nicht einordnen konnte. Aber dies klärte sich dann auf und wurde verständlicher. Den Schreibstil des Autors, der leider schon verstorben ist, mochte ich allerdings sehr gern. Es war durchweg sehr spannend geschrieben und es hat einen Kapitel für Kapitel irgendwie immer zum Weiterlesen angeregt. Es war sehr viel Action im Buch "Tschick" zu finden, sodass ich persönlich nie beim Lesen vor Langeweile eingeschlafen bin ;) 

    Jedoch ist der Klassiker wieder ein typischer Roman aus dem Gebiet der Klassiker (ist da glaube ich oft so), wo sich die Geister scheiden. Nicht nur hier auf LB gibt es viele unterschiedliche Ansichten zu der Handlung von Tschick, auch privat kenne ich Leute, die sich über das Buch nicht einig werden. So sagten einige Bekannte von mir, die das Buch auch kennen, dass sie von der Handlung überhaupt nicht abgeholt wurden und die Action eher vergleichbar mit einer Schlaftablette wäre. So weit so gut. Das kann natürlich jeder so sehen wie er will. Ich war eigentlich relativ zufrieden während des Lesens. Auch was die Handlung angeht, steht viel Platz für Kritik im Raum. Zwei Jungs, die ein Auto klauen, um im Sommer auch ein Abenteuer zu erleben. Klar, schon kritisch und sicherlich auch kein Vorbild für aufkommende Langeweile. Jedoch kommt es im Buch meiner Meinung darauf an, auch mal zwischen den Zeilen zu lesen. Maiks Familie ist reich. Sie leben in einer Villa mit großem Pool und haben Haushaltsangestellte. Der Vater leitet eine Baufirma und während die Mutter schon zum zigsten Male in der Klinik einsitzt, geht der Vater ihr mit seiner um vieles jüngeren Assistentin fremd. Maik hat also keine Familie, in der immer alles perfekt ist. Er wird stattdessen von seinen Klassenkameraden ausgegrenzt und von seinem Schwarm nicht zur Party eingeladen. Als wäre das nicht genug, taucht plötzlich auch noch Tschick auf, Russe und aus kriminellen Verhältnissen, der auch noch ein altes Auto geklaut hat. Toll. Man musste sich hier entweder in Maik reinversetzen können oder eben nicht. Mitleid haben oder ihn einfach nur blöd finden. Super. Mir tat er schon leid. Muss keine schöne Lage gewesen sein, ist ja klar...?! Trotzdem sollte man die Geschichte besser selbst lesen, um überhaupt zu verstehen, was ich hier schreibe. Ich kann sie nur empfehlen, da ich denke, dass sie viele wichtige Hintergründe hat. 

    Dennoch hatte ich auch ein paar kleine Kritikpunkte. Wie schon gesagt fand ich den Einstieg etwas kompliziert, das Ende hingegen jedoch sehr schnell und abrupt. Wobei am Anfang seeehr viel nebenbei gesagt wurde, hätte man in der Mitte der Handlung noch mehr ins Detail gehen können. So wären es auch sicher ein paar Seiten mehr geworden. Dann hätte ich mir gewünscht, dass die Charaktere mehr ausgeschmückt gewesen wären. Maik hat ja aus der Ich-Perspektive erzählt und obwohl er über Tatjana endlos erzählt hat, sind Tschick und er doch manchmal etwas grau geblieben. Schade, denn eigentlich ein sehr interessantes Buch.

  2. Cover des Buches Zwei an einem Tag (ISBN: 9783548063270)
    David Nicholls

    Zwei an einem Tag

     (3.701)
    Aktuelle Rezension von: Alina_R

    Diese wunderbare, emotionale Geschichte rührt einen zu Tränen und zeigt uns die Wichtigkeit jedes einzelnen Augenblicks. Auf einfühlsame Weise schafft David Nicholls es, die Lesenden auf die schmerzvolle und bewegende Reise von Emma und Dexter mitzunehmen. Wunderschön und gleichzeitig zutiefst traurig.

  3. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783942656863)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (3.475)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    ich habe den ersten Teil gelesen, und fand diesen nach anfänglichen Holpereien eigentlich sehr stark und richtig gut geschrieben.
    nun war ich natürlich auf den zweiten Teil sehr gespannt, nun was soll ich sagen - ich wurde nicht enttäuscht
    der Anfang war diesmal schon sehr spannend und Fesselnd und ich habe mich sofort in dem Buch verloren, David Hunter war auch hier wieder ein absolut starker und sympathischer Protagonist den ich sehr gerne verfolgte.

    Ebenso fand ich die Story wahnsinnig stark und sehr spannend bzw fesselnd, ich glaube diesmal war sie sogar einen Ticken besser als die erste
    gerade am Schluss die ganzen Wendungen waren der Hit.
    Ich bin gespannt wie es weiter geht und werde natürlich noch den dritten Teil lesen.

    Daher, auch für den zweiten Teil eine ganz klare absolute Empfehlung!

    Einfach Mega!!!

  4. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

     (1.689)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Jack Torrance strauchelt im Leben. Seine Alkoholsucht hat ihn zu Taten gezwungen, die ihn zermürben und die ihm seinen Job als Lehrer gekostet hat. Sein Sohn Danny liebt seinen Vater, aber nach einem Gewaltausbruch im Rausch, hat der Junge auch immer wieder Angst. Auch die Vorahnungen die Danny hat, sorgen nicht immer für Ruhe in dem kleinen Buben. Wendy, Jacks Ehefrau liebt ihren Mann, aber hat auch Angst, vor der anderen Seite. Das Overlook Hotel in Colorado sucht für die Winterzeit einen Hausmeister. Jack wittert seine Chance vom Alkohol endgültig los zu kommen und wieder mehr Balance zwischen ihm und seiner Frau und seinem Sohn her zu stellen. Er bekommt den Job und die drei ziehen in das große Hotel ein. Danny sieht und hört aber so manches und plötzlich, mitten im Schnee, verändert sich alles. Stephen King ist ein Meister der Spannung und feilt an seinen Charakteren und besonders sein Jack ist ihm großartig gelungen. Die Spannung die er aufbaut ist einfach großartig und die Welt verschwimmt in Horror, Wahrheit, Träumen, Gedanken und Wahn. Einfach genial!!!

  5. Cover des Buches Über den Dächern wir zwei (ISBN: 9783841504968)
    Angela Kirchner

    Über den Dächern wir zwei

     (69)
    Aktuelle Rezension von: karin66

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des tollen Covers und des Titels angesprochen. Lassen sie doch beide auf einen tollen Roman hoffen. 

    Von der Autorin habe ich bis jetzt noch nichts gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.

    Die einzelnen Personen sind hervorragend ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.

    Zur Geschichte, Mina eine 17 jährige versteht es ausgezeichnet sich unsichtbar zu machen. Zu ihrem besten Freund Theo hat sie den Kontakt vor einigen Jahren abgebrochen und keiner weiß wieso. Ein schrecklicher Unfall verbindet die beiden wieder miteinander. Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.

    Ein sehr schönes, zartes romantisches Buch, das mich sofort wieder in meine Jugendzeit zurück versetzt hat. Die erste Liebe, der erste Kuss und alles was dazugehört. Ich muss zugeben, ich bin altersmäßig der Zielgruppe schon weit entrückt, dennoch ein wirklich tolles Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

    Es hat mir eine tolle Lesezeit beschert. Einfach nur schön.

  6. Cover des Buches The Girl on the Train: Film tie-in (ISBN: 9781784161750)
    Paula Hawkins

    The Girl on the Train: Film tie-in

     (732)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Rachel fährt jeden Tag mit dem Zug. Sie lebt in London und im Zug kann sie gut nach draußen sehen und fährt an schönen Häusern, tollen Gärten und glücklichen Paaren und Familien vorbei. Aber dann beobachtet sie etwas komisches. Ein Paar scheint Probleme zu haben und eine schöne Frau steht mit einem anderen Mann auf dem Balkon. Was geht hier vor sich? Was passiert in der vermeindlichen Idylle? Rachel ist alarmiert und fängt an Nachforschungen anzustellen und kommt doch etwas ganz furchtbarem auf die Spur, nämlich sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Das Buch packt einen von der ersten Seite an und jede weitere Angabe würde das Lesevergnügen und den Spannungsbogen vermiesen.

  7. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783649640950)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.164)
    Aktuelle Rezension von: charlies.reading

    Der grosse Gatsby war meine Wahl für eine meiner Abschlussprüfungen. Ich ging mit der Erwartung, mich mit einem langweiligen Klassiker auseinandersetzen zu müssen, an das Buch heran. Und, mein Gott, bin ich überrascht worden! Sobald sich die anfängliche Verwirrung über den Schreibstil, die gehobene Sprache und die vielen Schachtelsätze gelegt hat, wollte ich das Buch doch glatt nicht mehr weglegen. Es war unheimlich faszinierend über die schillernden Persönlichkeiten des goldenen Zeitalters zu lesen. Die Art des Erzählstils hatte eine gewisse, packende Tiefgründigkeit, was mir sehr gut gefallen hat. Und das Ende kann ich nur mit einem Wort beschreiben...bittersüss.

    PS: Ich bin überzeugt, Nick und Gatsby haben sich insgeheim, ohne es wirklich zu wissen, geliebt.

  8. Cover des Buches Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. (ISBN: 9783734100512)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.

     (1.226)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Rachel fährt jeden Tag mit dem Zug. Sie lebt in London und im Zug kann sie gut nach draußen sehen und fährt an schönen Häusern, tollen Gärten und glücklichen Paaren und Familien vorbei. Aber dann beobachtet sie etwas komisches. Ein Paar scheint Probleme zu haben und eine schöne Frau steht mit einem anderen Mann auf dem Balkon. Was geht hier vor sich? Was passiert in der vermeindlichen Idylle? Rachel ist alarmiert und fängt an Nachforschungen anzustellen und kommt doch etwas ganz furchtbarem auf die Spur, nämlich sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Das Buch packt einen von der ersten Seite an und jede weitere Angabe würde das Lesevergnügen und den Spannungsbogen vermiesen.

  9. Cover des Buches Doctor Sleep (ISBN: 9783453440920)
    Stephen King

    Doctor Sleep

     (569)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Habe diesen Stephen King sehr genossen. Es tut gut wieder mal so ein spannendes Buch zu lesen. 

    Danny hat in dem Buch "Shining " den Horror in Hotel Overlook überlebt und ist nun erwachsen. Da ihn aber die Geister von damals nicht loslassen, versucht er sie mit Alkohol zu verdrängen. Mühsam kämpft er gegen seine Alkoholsucht an. Da nimmt ein Kind, welches ebenfalls das Shining hat, Kontakt zu ihm auf und braucht seine Hilfe. Eine Mörderbande ist hinter den Kindern mit Shining her, um sie zu foltern und zu töten, weil sie sich von ihrem Todesatem ernähren.

    Wie immer gut und spannend geschrieben mit dem nötigen Quentchen Horror. Ich glaube, man kann das Buch so lesen, aber es ist sicher besser, wenn man Shining kennt. Ich habe das Buch in 2 Tagen verschlungen. Es ist flüssig geschrieben mit überzeugenden Charakteren, einer guten Prise Humor und im typischen Stephen King Stil. Ein Genuß es zu lesen ! 

  10. Cover des Buches Fairy Tale (ISBN: 9783453441927)
    Stephen King

    Fairy Tale

     (198)
    Aktuelle Rezension von: LizzyBlack

    Ich hatte große Hoffnungen als ich den Klappentext las. Ein Junge, der in dem Schuppen eines alten Mannes eine andere Welt entdeckt. Eine Idee mit viel Potenzial. Auch habe ich schon andere Bücher von Stephen King gelesen und wusste daher, dass es bei ihm lange dauert,  bevor echt etwas passiert. Wir sind bereits knapp 300 Seiten weiter (von den etwas mehr als 600) und Charlie hat immer noch nicht diese andere Welt erreicht. Das einzige was mich weiter antrieb, war die Frage was an der Sonnenuhr passieren und ob sie Radar wirklich jünger machen würde. Was aber leider sehr unspektakulär ausfiel. Stephen King ist ein Autor, der eher drauf losschreibt, als den Plot vorher zu planen, und das merkt man hier leider deutlich. Erst einen Spannungsbogen zu entwerfen, hätte dem Buch sicher nicht geschadet. Außerdem war der Schreibstil zwischendurch so schlecht dass ich mich kurz fragte ob nicht doch was an der Stephen King - Ghostwriter Theorie stimmt und es vielleicht durch jemand anders geschrieben ist. Es war irgendwie faul geschrieben, als hätte jemand einfach drauf los geschrieben und beschrieb oft Gedanken, die nicht gut zu einem 17-jährigen Jungen passen. Der Schreibstil hat mich oft rausgebracht. Man konnte die Handlung nicht hautnah miterleben, es wirkte alles eher wie eine Nacherzählung. Während ich anfangs noch viel Empathie zu Charlie aufbauen konnte, konnte ich ihn zunehmens weniger nachvollziehen. Die zwei Punkte sind für die teils starken Bilder, die hängen geblieben sind und das schöne Ende. Bei King weiß man natürlich nie ob es ein gutes Ende wird, es war also wenig vorhersehbar, was am Ende passiert. Das Ende war auch wirklich schön. Der Prozess aber leider weniger. Man hätte aus der Idee mehr machen können.

  11. Cover des Buches Die Sonnenschwester (ISBN: 9783442491728)
    Lucinda Riley

    Die Sonnenschwester

     (366)
    Aktuelle Rezension von: Sabrina-Huesken

    Der 6. Band der Reihe behandelt die Geschichte des Supermodels Elektra. Ich hatte vorab ein paar Bedenken, weil ich Elektra aus den anderen Bänden eher unsymphatisch empfunden habe. Ich habe das Hörbuch gehört und musste mich - wie fast immer - an die Stimme gewöhnen, doch bereits nach kurzer Zeit hat mich ihre Story total gepackt und bisher empfinde ich sie als die stärkste Story aller Schwestern. Der historische Part ist nicht so weit her(geholt) wie die anderen und Elektra kämpft mit sehr realen Dämonen, obwohl ich als Lesende in eine mir fremde Welt abtauche. Die Probleme, die sie hat und gegen die sie kämpft, wirken menschlich. Mit der "Sonnenschwester" blicken wir hinter Elektras wohlgehütete Fassade und bekommen zeitgleich auch wieder kleine Einblicke in die Leben der anderen Schwester, zum Beispiel in das von Maya, die wieder eine etwas größere Gastrolle einnimmt. Ebenfalls gefallen mir die Nebenfiguren, allen voran Mariam. Ich hoffe, sie taucht in den Folgebänden erneut auf.

  12. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783641118655)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (885)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Frank McCourts "Die Asche meiner Mutter" erhebt sich über die Klippen der Autobiografie zu einem monumentalen Werk, das nicht nur eine historische Epoche durchwandert, sondern auch die Finessen menschlicher Widerstandsfähigkeit und die zärtliche Umarmung des Lebens selbst einfängt. Diese literarische Erinnerung, die durch eine Sprache von seltener Schönheit getragen wird, vermittelt nicht nur die Trostlosigkeit der irischen Armut, sondern auch die triumphierende Menschlichkeit, die selbst in den widrigsten Umständen gedeiht.

    McCourt zeichnet seine Jugendjahre mit einer Ehrlichkeit und Unverblümtheit, die sowohl herzzerreißend als auch herzerwärmend ist. Die Gestaltung der Figuren, allen voran der junge Frank und seine kämpferische Mutter Angela, geht über eine einfache Darstellung hinaus. McCourt vermittelt nicht nur ihre äußeren Kämpfe, sondern auch ihre inneren Stärken und Schwächen mit einer Sensibilität, die den Leser auf eine intime Reise durch das menschliche Wesen mitnimmt.

    Die Erzählweise, durchzogen von einer dunklen Komik, lässt die Leserschaft zwischen Lachen und Tränen schwanken. McCourt beherrscht die Kunst des Erzählens mit einer Anmut, die es vermag, selbst die düstersten Episoden des Lebens mit einer Lichtspur zu versehen. Seine Prosa ist von einem Rhythmus geprägt, der die emotionale Resonanz jeder Zeile intensiviert.

    Die historische Genauigkeit und die detaillierte Schilderung der irischen Lebensverhältnisse in den 1930er und 1940er Jahren sind beeindruckend. Der Autor verweilt nicht nur auf den äußeren Umständen, sondern durchdringt auch die sozialen und kulturellen Nuancen, die das Leben der McCourts prägten. Dies verleiht dem Werk eine historische Tiefe, die über den persönlichen Erfahrungshorizont hinausreicht.

    "Die Asche meiner Mutter" ist nicht nur ein literarisches Monument, sondern auch eine Feier des Lebens in all seinen Facetten. McCourt erhebt die Widrigkeiten seines Aufwachsens zu einer universellen Hymne, die die Menschlichkeit in ihrer reinsten Form widerspiegelt. Seine Erzählung ist eine zutiefst bewegende Ode an die Überlebenskraft der Liebe, der Hoffnung und des Humors, selbst in den härtesten Zeiten.

    Insgesamt präsentiert "Die Asche meiner Mutter" eine meisterhafte Fusion von Erinnerung und Literatur. Frank McCourt hat nicht nur die Chronik seiner Jugend niedergeschrieben, sondern auch ein zeitloses Werk geschaffen, das durch seine außergewöhnliche Schönheit und die tiefgreifende Menschlichkeit in Erinnerung bleibt. Ein Buch, das den Leser durch seine Zärtlichkeit und Authentizität gleichermaßen berührt und belebt.

  13. Cover des Buches 22 Bahnen (ISBN: 9783832167240)
    Caroline Wahl

    22 Bahnen

     (461)
    Aktuelle Rezension von: kerstinsbooks

    … Coming-of-Age

     

    Tilda, Studentin kurz vor Abschluss der Masterarbeit, hat es nicht leicht: Sie lebt mit ihrer alkoholabhängigen Mutter und kleinen Schwester Ida zusammen. Die Mutter ist unfähig, Verantwortung für sich, geschweige denn ihre Töchter zu übernehmen und benötigt besondere Aufmerksamkeit. Die Verantwortung für Ida und die rührende Fürsorge für diese haben die Schwestern fest zusammengeschweißt. Als Tilda ein Angebot für eine Promotion in Berlin bekommt, muss sie eine Entscheidung treffen…

     

    Diese Ambivalenz zwischen der Liebe und Verantwortung für ihre Schwester und dem Wunsch nach Freiheit und einer eigenen Zukunft ist auf jeder Seite dieses einfühlsamen Romans spürbar. Tilda, die sich nur noch dunkel an eine glückliche Kindheit erinnert, in der sie mit Mutter und Vater zusammenlebte, bevor dieser sich aus dem Staub machte, übernimmt vom Tag von Idas Geburt an die Verantwortung für das zarte Wesen und lebt einen streng getakteten Alltag zwischen Studium, ihrem Job im Supermarkt und Haushalts- und Fürsorgepflichten. Die labile Mutter muss ständig aufgefangen werden und Tilda sich um gröbste Ausschweifungen und Dramen kümmern, damit die drei beieinander bleiben können. Gefangen zwischen Liebe und Wut, die manchmal fast in Hass ausartet, beschützt sie die Mutter, beleidigt und provoziert diese aber auch, um sie wachzurütteln. Eingebunden in diesen grauen Alltag, während die Freunde nach Abitur und Studium ihre Wege gehen, möchte man die junge Frau ständig in den Arm nehmen und sie ermutigen, ihren Weg zu gehen.

    Trotz aller Rückschläge und der ausweglosen Situation aus diesem Teufelskreis aus Sucht, Krankheit und Auffangen der Mutter kristallisiert die Autorin authentisch den mutigen Weg dieser jungen Frau heraus, die sich trotz aller Zweifel und ständigen Schuldgefühle gegenüber ihrer kleinen Schwester, wenn sie an ihr eigenes Glück denkt, als großes Vorbild entpuppt. Sie lebt ihrer Schwester vot, stark zu sein und sich in der Welt zu behaupten. Richtig ins Rollen kommen die Geschehnisse, als sich Tilda verliebt – sie begegnet einer verwandten Seele, die auch traumatisierende Erfahrungen gemacht hat. Zart und wortkarg, dennoch intensiv nähern sich die beiden an und eine unvergleichliche Beziehung nimmt ihren Anfang… Kann all das auf Dauer gutgehen?

     

    Dieses Buch lebt von der ständigen Ambivalenz: Liebe und Hass, Angst und Mut, Verantwortung und Freiheit, die hier symbolisch durch Tildas Hobby Einzug hält: In ihren Alltag baut sie das Schwimmen ihrer 22 Bahnen ein und genießt die Freiheit im Wasser – ebenso wie ihr Seelenverwandter, den sie bei einer dieser Gelegenheiten trifft! Tief berührendes und sehr beeindruckendes Werk!

  14. Cover des Buches All In - Zwei Versprechen (ISBN: 9783736308350)
    Emma Scott

    All In - Zwei Versprechen

     (659)
    Aktuelle Rezension von: Puschel1304

    "All in - Zwei Versprechen" von Emma Scott

    Titel und Cover: Der Titel knüpft an den ersten Teil an und ist wunderbar gewählt, denn in diesem Buch geht es am Ende um zwei Versprechen, die eingelöst werden, bei denen beide Parteien auf "All in" setzen müssen. Das Cover an sich ist wieder schlicht und einfach und ich hätte mir, wie beim ersten Teil auch schon, mehr gewünscht. Und doch passt es perfekt an den ersten Teil und insofern finde ich auch dies wunderbar. 

    Schreibstil und Inhalt: Emma Scott schreibt ihre Geschichte auf 402 Seiten in 49 Kapiteln und wechselt hierbei zwischen den Protagonisten Theo und Kacey. Ich empfinde diesen Wechsel für den Lesefluss als sehr wichtig, denn hier kann der Leser beide Seiten besser verstehen und betrachten. Der Schreibstil ist wie im ersten Buch auch angenehm leicht und sehr schön zu lesen. 

    Inhaltlich knüpft das Buch an den ersten Teil und damit beim Tod von Jonah an. Jonah, den Bruder von Theo und zeitgleich den Partner von Kacey. Während Kacey tief in den Alkohol stürzt, versucht Theo von Tag zu Tag zu leben, um über die Trauer hinweg zu kommen. Doch eines Tages erhält er einen Anruf von einem Unbekannten, der ihn bittet, Kacey zu retten. Was als Rettung beginnt, endet in tiefer Liebe. Eine Liebe, die von beiden Seiten doch nicht sein darf, da sie doch eigentlich Schwager und Schwägerin sind... oder etwa nicht? Wer wissen möchte, wie es zwischen den beiden weiter geht, sollte dieses Buch unbedingt lesen. 

    Fazit: Dieses Buch überzeugt meiner Meinung nach von der ersten Seite an. Während das erste Buch bereits herzzerreißend erscheint, war es doch irgendwie rückwirkend betrachtet nur der Aufbau für dieses wundervolle zweite Buch. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und konnte alle Bedenken, Entscheidungen und Gefühle ganz intensiv spüren. Die Autorin hat mich direkt mitgenommen in eine ganz intensive Gefühlswelt, die an jeder Stelle für mich verständlich war und bei der ich sehr mitfühlend war. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und wem im ersten Teil vielleicht noch ein kleines bisschen zu 5 Sterne fehlte (wie bei mir), der wird dieses zweite Buch lieben. Die Geschichte ist ganz wunderbar und nur zu empfehlen. 

  15. Cover des Buches Aktenzeichen Tod (ISBN: B00WTDKY34)
    René Junge

    Aktenzeichen Tod

     (18)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Geschichte wiederholt sich nicht? Wer sagt das? ICH wiederhole die Geschichte.“


    Der ehemalige Soldat Simon Stark lebt auf der Straße und verdrängt mit Alkohol seine Erinnerungen. Als Obdachlose verschwinden und seine neue Bekannte Sophie Palmer vom Hilfe-Bus in Schwierigkeiten gerät, muss er sich an seine Ausbildung erinnern und den Soldaten in ihm wieder zum Leben erwecken. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.



    Selten wurde ich mit einem Hauptcharakter wie Simon Stark konfrontiert: traumatisch Erlebnisse aus Afghanistan verfolgen ihn, er wird von seinem Alkoholismus – inklusive einer destruktiven Stimme in seinem Inneren – verführt und lebt unter der Brücke. Sophie bringt zwar einen Gegenpunkt dazu, schließlich ist sie in einer gutsituierten Familie aufgewachsen und hat eine Hilfsorganisation aufgebaut, ihr Charakter bleibt aber etwas farblos und geht in den actiongeladenen Szenen unter.


    Schon bald werden auch die Gegenspieler vorgestellt, sodass der Leser gleich schon in die hochtrabenden Pläne eingeweiht wird. Diese basieren auf die Naziideologie und den Euthanasiegedanken, was ein schweres Thema darstellte. Allerdings wurden damit die Gegner auch gleich als die „Bösen“ dargestellt. Für mich war das fast zu klischeehaft, da man nur ihre schlechten Absichten erfuhr, aber wenig über ihre Psyche.


    Manche der Themen haben mich sehr angesprochen. So fand ich es interessant die Obdachlosen hier in den Mittelpunkt zu stellen und mit Simon auch einen unter ihnen kennenzulernen. In anderen Krimis sind sie öfters Opfer, nie aber Hauptcharakter. Erwähnt wurde auch, wie schnell und wie unverschuldet man selbst alles verlieren kann. Besonders interessant fand ich auch, wie unterschiedliche Begegnungen mit den auf der Straße lebenden verlaufen konnten – von Hooliganangriffen über Nichtbeachtung bis zu netten Plaudereien war alles mit dabei. Auch die Themen Traumabelastung bei Soldaten und Alkoholismus empfand ich als schwierig aber durchaus interessant.


    Die Umsetzung der Geschichte konnte mich leider nicht immer erreichen. Dafür basierte sie zu sehr auf Action und erinnerte viel zu oft an einen Hollywood – Streifen. Simon als ehemaligen Soldaten konnte ich seinen Kampf ja noch abkaufen, aber bisher friedliebende Zivilisten mit Waffen auf eine Geheimagentenmission zu schicken war mir doch zu übertrieben. Ebenso musste ich die rasante Verfolgungsjagd mit der Polizei und die vielen Schusswechsel inklusive jeder Menge Toter waren mir doch zu unrealistisch.


    Fazit: Viele interessante Themen wurden aufgegriffen – für mich war aber zu viel Hollywood-Action-Streifen-Feeling mit dabei.

  16. Cover des Buches London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories 2) (ISBN: 9783548285986)
    Samantha Young

    London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories 2)

     (803)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Johanna Walker ist jung, attraktiv und kann sich vor Verehrern kaum retten. Aber jeder sieht nur ihre Schönheit, niemand kennt ihr Geheimnis. Sie will mit ihrem kleinen Bruder der Armut und der Gewalt in ihrer Familie entfliehen. Daher sucht Johanna einen soliden Mann, gutsituiert und zuverlässig. Stattdessen begegnet sie Cameron McCabe – gutaussehend, arrogant und irgendwie gefährlich. Gefährlich sexy. Er ist jedoch der Einzige, der wirklich in ihr Innerstes blicken will. Der Schreibstil ist wie schon in dem o. g. Buch flüssig und fesselnd. Auch die erotischen Szenen sind gut in die Handlung integriert, wobei man es beinah knistern hört. Aber auch ernstere Abschnitte werden behandelt, z. B. in denen Johanna über ihr Verhältnis zu ihrem Bruder erzählt. Dieser Roman ist der Autorin erneut super gelungen - ein echtes Romantik-Highlight.

  17. Cover des Buches Mein Herz ruft deinen Namen (ISBN: 9783492304993)
    Susanna Tamaro

    Mein Herz ruft deinen Namen

     (55)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Bei einem Unfall verliert Matteo seine Frau und seinen kleinen Sohn und damit jeglichen Halt in seinem Leben. Erst als er nach vielen Jahren in eine einsame Berghütte zieht, beginnt er wieder über sein Leben nachzudenken und die Vergangenheit aufzuarbeiten.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch habe ich gelesen, weil es das Lieblingsbuch einer geschätzten Bloggerkollegin ist. Sie hat mich immer wieder neugierig auf die Geschichte gemacht, auch wenn ich zugegeben skeptisch war, weil auf der Rückseite von Spiritualität die Rede ist.

    Ich war zunächst positiv überrascht davon, wie gut sich das Buch lesen lässt. Nicht das ich eine schwierige Lektüre erwartet hatte, aber ich habe nicht damit gerechnet so flüssig der Handlung folgen zu können. Aufgrund der Thematik und der beworbenen „Weisheit, Spiritualität und Liebe“ bin ich davon ausgegangen, dass man das Buch gar nicht weglesen kann, sondern es abschnittsweise lesen muss. Tatsächlich ist das aber nicht der Fall, da der leichte Schreibstil einen im Nu durch das Buch führt.

    Inhaltlich hatte ich hier und da Schwierigkeiten. Matteo ist relativ unsympathisch, vor allem weil er – wenn überhaupt – sehr spät über seine Handlungen reflektiert. Nachdem er eine bestimmte Sache in der Vergangenheit macht, geht es mehrere Kapitel lang um völlig andere Dinge, ohne dass man überhaupt auf die Sache zurückkommt. Und als das passiert, wird das überhaupt nicht kritisch hinterfragt. Dafür braucht es dann wieder mehrere Kapitel. Bis er versucht seine Fehler wieder gut zu machen, war er mir dann aber schon richtig unsympathisch, weil er so lang nichts tut und sein Handeln für völlig normal hält.

    Auch was den Unfall angeht, bin ich nicht so zufrieden. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Unfallursache ist nicht so richtig geklärt. Matteo kam mir vor wie Wickie (die Zeichentrickfigur), weil er urplötzlich mit dem Finger schnipst (im übertragenen Sinn) und die Ursache kennt. Das finde ich weit hergeholt und ich hätte da lieber die Ursache nicht gekannt.

    Ich glaube, ich habe letztlich inhaltlich einfach was anderes erwartet. Matteo lebt zwar in den Bergen, trifft dort auch auf Menschen, aber von diesen Begegnungen wird oft nur in wenigen Sätzen berichtet. Ich hatte erwartet, dass der Fokus darauf liegt. Stattdessen ist ein Großteil der Handlung Rückblenden auf Matteos vorheriges Leben: Seine Kindheit, seine Eltern, seine Frau (die ich übrigens auch sehr herrisch fand) und die Zeit nach dem Unfall.

    Fazit:
    Ich tue mich schwer, das Buch (jemandem) zu empfehlen, möchte aber auch nicht davon abraten. Wer gern tiefgründige Bücher liest, Bücher mit vielen Gedanken und eher sekundärer Handlung, der kann sicher Freude mit diesem Buch haben.

  18. Cover des Buches Samariter (ISBN: 9783499253997)
    Jilliane Hoffman

    Samariter

     (258)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Ein weiterer genialer Thriller von der Bestsellerautorin Jilliane Hoffman, die ja auch Cupido geschrieben hat. Mit Cupido hat dieses Buch nichts zu tun, aber es ist definitiv genauso spannend. Absoluter Nervenkitzel pur! Für Krimifans auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung! Die Autorin weiß einfach, wie man spannende Krimis schreibt!

  19. Cover des Buches Die Stunde, in der ich zu glauben begann (ISBN: 9783492258821)
    Wally Lamb

    Die Stunde, in der ich zu glauben begann

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79
    Caelum Quirk ist in seiner dritten Ehe und kommt dahinter dass seine Frau Maureen ihm fremd geht.
    Nachdem er den Liebhaber von seiner angehenden Ex-Frau verprügelt hatte stand eigentlich die Scheidung im Raum, aber beide haben sich dann doch nochmals zusammengerauft.
    Um von ganz vorne und neu beginnen zu können ziehen die beiden nach Columbine wo beide in der Highschool Columbine ihre Arbeit verrichten- Caelum als Lehrer, Maureen als Krankenschwester.
    Als die Tante von Caelum einen Schlaganfall erleidet fliegt er zu ihr um ihr beizustehen.
    In dieser Zeit geschieht der Amoklauf an der Columbine Highschool und Maureen muss  hautnah miterleben wie die zwei Schüler um sich schiessen und töten.... zuviel für sie.
    Danach müssen Maureen und Caelum mit diesem Schicksal umgehen zu lernen was gerade Maureen sehr schwer fällt... auch der Umzug auf die Farm von Caelums Tante bringt keine wirkliche Besserung für Maureen...auch wenn beide es sich, zeitweise, einbilden...

    Das Buch klang so vielversprechend und von einer Thematik zu handeln die mich interessiert und somit bin ich mit viel Vorfreude aber wohl auch zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen.
    Der Schreibstil würde ich als sehr amerikanisch abtun, also der Autor scheut sich nicht die typischen Schimpfwörter zu benutzen, auch mit Caelum hatte ich immer wieder meine Probleme da er von seiner Art sehr kühl und fast abweisend rüberkommt.
    Die ersten guten 180 Seiten geht es erstmal um die alten Familiengeschichten von Caelum und ich muss ehrlich zugeben- es war eine Quälerei sich dies alles durchzulesen.
    Für mich ergab es in diesem Augenblick überhaupt keinen Sinn dass der Autor sich so ausgiebig mit Caelum beschäftigt hatte, auch dass hier Familiengeschichten "aufgewärmt" wurden die mit der eigentlichen Sache nichts zu tun haben..
    Als es dann um Maureen ging die dieses grausame Massaker miterleben musste, da packte der Autor ganz tief in die Trickkiste und konnte mich wirklich auf zig Seiten fesseln, berühren und für sich einnehmen.
    Brilliant beschreibt er wie es Maureen danach erging, wie auch die Behörden erstmal vor diesem "Phänomen" Amoklauf standen und einfach nicht nachvollziehen konnten wieso zwei Schüler so grausam gegen die eigene Schule vorgehen konnten.
    Was es für Caelum heisst dass Maureen erstmal keinen eigenen Weg mehr im Leben hat, vor vielen Geräuschen vor Angst aufschreckt und sich in die Tablettensucht flüchtet.
    Wie geht man als Ehemann damit um?
    Wie kann man helfen?
    Kann man überhaupt eine Hilfe sein wenn man sich dieses Ausmaß ganz schwer vorstellen kann?
    Caelum versucht es auf jede erdenkliche Weise, manchmal sehr feinfühlig und gelungen, manchmal plump und sehr rüde, aber in keinster Weise war es zu diesem Zeitpunkt übertrieben oder gar unrealistisch.
    Und dann...dann bricht die Geschichte für mich komplett ein.
    Als Maureen ins Gefängnis muss ist Caelum allein auf der Farm und nimmt zwei Menschen als Mitbewohner auf damit er über die Runden kommt.
    Caelum beginnt sich mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen und ich stand da- und?
    Es tut mir leid, aber was hatte dies nun mit seiner eigenen Geschichte bzw. von Maureen und ihm zu tun?
    Es zog sich oft dahin, ohne einen Faden zu den eigentlichen Ereignissen zu spinnen und von daher muss ich ehrlich sagen dass mich dieses Buch dann doch sehr enttäuscht hatte.
    Der Abschnitt als Maureen lernen muss mit dem Massaker umgehen zu lernen, die gemeinsame Arbeit von Caelum und ihr- wirklich brilliant, da lohnt sich dieses Buch auf jeden Fall, aber für den Rest- Nein.


  20. Cover des Buches Fledermausmann (Ein Harry-Hole-Krimi 1) (ISBN: 9783548061870)
    Jo Nesbø

    Fledermausmann (Ein Harry-Hole-Krimi 1)

     (521)
    Aktuelle Rezension von: Alexia_

    In seinem ersten Fall begleiten wir Harry Hole nach Sydney Australien. Dort treibt ein Serienkiller mit grausamen Frauenmorden sein Unwesen. Wird der Kommissar aus Norwegen, seine Alkoholprobleme hinter sich lassen können und kann nicht nur einen guten Freund retten?

    Dies ist mein erstes Buch des Autors überhaupt. Deswegen hatte ich zunächst keine Ahnung was mich tatsächlich erwarteten wird. Das Harry Hole ein mit Lastern übersäter Charakter ist wird schon in den ersten paar Seiten ersichtlich. Er bringt seine schwierige Vergangenheit mit und die Alkoholexzesse stehen auf der Tagesordnung. Das gibt dem ganzen einen Beigeschmack und passt zur insgesamt düsteren und auch sehr derben Erzähl- und Schreibweise. Ein Thriller für schwache Nerven ist das deswegen nicht. Am Anfang zieht sich die Geschichte etwas, ist nicht direkt langweilig aber man fragt sich dann doch immer wieder wann die Action denn jetzt eigentlich losgeht. Hat man die ersten 50 % geschafft, bekommt man die auch. Dann geht es wesentlich mehr zur Sache und die Ereignisse überschlagen sich teilweise. Besonders interessant fand ich an diesem Buch auch, dass hier vor allem auch auf die Kultur der Aborigines eingegangen wurde und man so auch nebenbei noch interessante Fakten und Informationen darüber bekommt. Die Nebencharakter sind häufig genauso derb gezeichnet wie der Hauptprotagonist und lassen in der Regel nicht wirklich viel anbrennen. Das Finale ist wirklich fulminant und kommt dann doch mit der ein oder anderen Überraschung daher. Also das was einen guten Thriller an sich ausmacht.

    Im Endeffekt hat es mir dann doch ganz gut gefallen, obwohl ich am Anfang ja doch sehr skeptisch war. Auch der Titel bekommt im Lauf der Geschichte seine Berechtigung. Insgesamt wirklich gut und unterhaltend. Deswegen bekommt Harry Holes erster Fall von mir 4 von 5 Sternen.

  21. Cover des Buches Die einzige Geschichte (ISBN: 9783462051544)
    Julian Barnes

    Die einzige Geschichte

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Sutter

    Die Frage auf dem Klappentext ist genial und hat mich natürlich in den Bann gezogen. «Würden Sie lieber mehr lieben und dafür weniger leiden oder weniger lieben und weniger leiden.» Aber eine Textstelle ist ganz besonders für mich. Seite 235 «Es ist besser, die Liebe erfahren und verloren zu haben, als nie geliebt zu haben.» Die erste Seite des Romans ist mit einer Klugheit gespickt, die es in sich hat. Paul ist 19 und Susan 48 und sie lernen sich in einem spiessigen Tennisclub kennen. (Ja, im Buch schreibt sich der Tennisklub mit k, aber mir gefällt es mit c immer noch besser.) Paul sieht in dem Club ausschliesslich Carolines und Hugos. Sie stehen alle für Spiessigkeit, 0815 Typen, nicht besonders und schon gar nicht speziell aufregend, sondern langweilige Typen, die wie ein Ei dem anderen gleichen.


    Susan sticht hervor, sie ist anders, speziell, besonders und aussergewöhnlich. 

    Zuerst spielen sie nur Doppel und dann lernen sie sich besser kennen und lieben. Die ungewöhnliche Liebe ist aufregend, neu und natürlich gegen jegliche Konvention. Susan verlässt sogar ihren Mann, um mit Marko Paul zusammen ihr Leben zu verbringen. Marko Paul heisst eigentlich nur Paul, aber für Susan ist er immer ein Marko Paul gewesen.


    Die Liebe startet stark und gleichzeitig schön und harmonisch, aber der Altersunterschied ist nun einfach nicht ausblendbar und irgendwann wird es sichtbar - nämlich dass Susan trinkt. Marko Paul gibt alles was in seiner Macht steht und versucht alles, aber er kommt nicht gegen den Alkohol an und er stellt sich natürlich immer wieder die Frage. Warum ist Susan so unglücklich, dass sie trinken muss, wo sie sich doch früher nie etwas aus Alkohol gemacht hat? Ihr Leben hat sich so verändert, dass neben der Liebe einfach gar nichts mehr ist. Keine Gesellschaft, keine Freunde, kein Hobby – einfach nichts – ausser der Liebe allein.


    Trotz, dass der Roman so eine traurige Wendung hat, ist er gleichzeitig so flüssig und schön erzählt, dass man die Traurigkeit gut aushalten kann.

  22. Cover des Buches So was wie Liebe (ISBN: 9783499271793)
    Anna McPartlin

    So was wie Liebe

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Thalia00

    Ich hatte das Buch seit Jahren auf meinem SUB liegen. 

    Damals hatte ich "die letzten Tage von Rabbit Hayes" von der Autorin gelesen und geliebt.


    Leider hat mich diese Geschichte sehr enttäuscht. 


    Es war sehr chaotisch geschrieben. Aus viel zu vielen Sichtweisen. Ohne genauen Übergang. Manchmal hab ich gar nicht genau gewusst welche Sicht ich gerade lese, da in einem Kapitel mehrere Sichten dargestellt wurden.


    Hat mich leider nicht überzeugen können.

  23. Cover des Buches Das Haus der Hildy Good (ISBN: 9783426306376)
    Ann Leary

    Das Haus der Hildy Good

     (11)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Hildy ist eine Art Original: Die ältere Lady ist eine erfolgreiche Immobilienmarklerin, kennt so gut wie jeden im malerischen Küstenörtchen Wendover und kann sich auf Vorfahren berufen, die einst als Hexen verbrannt wurden.

    Dass ihre Töchter sie allerdings wegen ihres Alkoholkonsums haben einweisen lassen kann sie nur schwer verknusen. Sie ist doch keine Alkoholikerin! Aber den Kindern zuliebe bleibt sie auf dem Trockenen und verschließt bestmöglich die Ohren vor dem Klatsch und - noch schlimmer! - dem Mitleid ihrer Nachbarn und Freunde. Schließlich braucht sie den Alkohol nicht. Aber so ein heimliches Fläschchen am Abend, allein zu Hause hat bekanntlich auch noch niemandem geschadet. Immerhin ist sie eine erwachsene Frau und weiß, was sie tut!

    Die Geschichte um Hildy ist durchaus charmant, kam mir aber ein wenig zu behäbig daher. Hildy selbst ist eine tolle Mischung aus liebenswert und eigensinnig, klug und schnippisch. Auch der "Neuzugang" Wendovers, die reiche und leicht mysteriöse Rebecca, mit der sich Hildy langsam anfreundet, bringt wenig Schwung in die Geschichte. Der kommt eigentlich eher im letzten Viertel, als sich die Ereignisse überschlagen. Vorher lernen wir Hildy und ihre Stadt kennen. Das ist nett, war mir aber zu wenig.

    Gelungen ist allerdings die Schilderung von Hildys Alkoholkonsum. Schafft sie es zu Beginn noch im Handumdrehen den Leser und sich selbst davon zu überzeugen, dass sie kein Alkoholproblem hat, beginnt sich diese Wahrheit im Laufe der Geschichte mehr und mehr zu drehen.

    Wer sich für schöne Häuser, Dorfklatsch und eine eigensinnige Erzählerin begeistern kann, der liegt hier richtig. Auch wenn Hildy klasse ist: Ich hätte mir etwas mehr Schwung und Handlung gewünscht. So läd es teilweise zum überfliegen ein und bleibt mehr leichte Strandlektüre als einprägsamer Roman.

  24. Cover des Buches Die Toten Hosen (ISBN: 9783499630033)
    Philipp Oehmke

    Die Toten Hosen

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Radermacher

    Locker geschrieben und amüsant, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Sprachliche Feinheiten habe ich nicht erwartet, ebenso wenig Tiefgang. Dennoch gab es einige emotionale Kapitel, die auch zum Nachdenken anregten. Insbesondere die Schilderung des Todesfalles auf dem "1.000 Konzert" und der Reisen in die DDR und hinter den eisernen Vorhang.

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