Bücher mit dem Tag "allegorie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "allegorie" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Hectors Reise (ISBN: 9783492248280)
    François Lelord

    Hectors Reise

     (1.168)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Hector, Psychater, ist mit seinem Leben nich zufrieden. Er ist zwar ein guter Zuhörer und Ratgeber seinen Patienten gegebüber, aber für ihn scheint das wahre Glück sich so richtig noch nicht eingestellt zu haben. Er begibt sich auf eine Reise in andere Länder, um dort das wahre Glück zu finden...

    Ein Buch, das man in der heutigen Zeit nicht beiseite legen sollte. Es wird auf heiter und nachdenkliche Weise, der Weg zum Glück erklärt und das mit dem Glück auch manchmal Verluste und Opfer entstehen. Mir hat das Buch gefallen, an den Schreibstil musste ich mich gewöhnen aber dann ging es.

  2. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783789121272)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

     (17.587)
    Aktuelle Rezension von: Anna-Lenchen

    Das Buch hat mir super gefallen. Erst habe ich es mir ausgeliehen, aber es hat mich so seh gefesselt, dass ich,noch bevor ich mit dem ersten Buch halb fertig war,  mir die gesamte Trilogie gekauft habe.

    Und darum geht's: Katniss Everdeen lebt in Panem, einem Land, wo früher einmal Amerika war, was aber wegen Naturkatastrophen und Kriegen zerstört wurde. Alljährlich finden die sogenannten Hungerspiele statt, eine Reality-TV-Show bei der von 24 Jugendlichen aus allen 12 Distrikten nur ein einziger überleben darf. Katniss meldet sich freiwillig, als eigentlich ihre kleine Schwester ausgelost wird. Auch aus ihrem Distrikt wurde Peeta ausgelost, der Junge, der ihr einmal Brot geschenkt hat. Und obwohl Katniss weiß, dass sie nicht beide überleben können, fällt es ihr schwer, ihn zu hassen.

    Katniss ist sehr selbstständig und stark. Sie hat nach dem Tod ihres Vaters allein für die Familie gesorgt, die sie so sehr liebt, dass sie für sie sogar ihr Leben gibt. Trotzdem ist sie keineswegs weichherzig. Sie weiß was sie will. Gut gefällt mir auch, dass sie kein hilfloses Mädchen ist, das nur durch die Hilfe eines Typen es schafft, zu überleben, wie es in vielen Büchern der Fall ist.

    Der Schreibstil hat mir auch gut gefallen, wobei ich hier erwähnen muss, dass ich das Buch auf Englisch gelesen habe und deshalb nicht beurteilen kann, ob mir die deutsche Übersetzung auch gefallen hätte. Ich habe mehrere Stunden am Stück gelesen und konnte gar nicht fassen, wie schnell die Zeit vergeht, weil mich die Geschichte so sehr gefesselt hat.

    Auch Katniss Gefühle und Handlungen sind zu jeder Zeit vollkommen nachvollziehbar, was vermutlich zum Teil daran liegt, dass die Geschichte in der ersten Person aus Katniss Sicht geschrieben ist. Ich habe sogar ein paar Tränen verdrückt.

    Insgesamt kann ich mich Stephen King und Stephanie Meyer nur anschließen: Die Tribute von Panem ist eine fesselnde und spannende Geschichte. Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band zu lesen und zu sehen, wie es weitergeht!


  3. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783257057140)
    George Orwell

    Farm der Tiere

     (750)
    Aktuelle Rezension von: rica

    Die Tiere einer Farm vertreiben die Menschen und wollen gemeinschaftlich leben. Alle Tiere sind gleich, manche sind gleicher, am Ende sind die Schweine zu Menschen mutiert.

    Eine Parabel darüber, wie Revolutionen in der Ausgangssituation ähnlichen Zuständen enden. Im Hinblick auf die Entstehungszeit deutliche Anlehnung an die russische Revolution.

  4. Cover des Buches Moby-Dick; oder: Der Wal (ISBN: 9783990270875)
    Herman Melville

    Moby-Dick; oder: Der Wal

     (469)
    Aktuelle Rezension von: JohnnyZombie

    Als Ismael auf dem Walfangschiff "Pequod" anheuert, ahnt er noch nichts von Kapitän Ahabs Besessenheit vom legendären weißen Wal, Moby Dick. Doch dann beginnen düstere Vorzeichen, sich zu häufen.

    Nachdem ich die über 900 Seiten dieses Klassikers gelesen habe, verstehe ich auch, warum es so viele gekürzte Versionen davon gibt. Melvilles Erzählung wandert ständig auf verschlungenen Pfaden weg von der eigentlichen Handlung und verliert sich in Kommentaren zu historischen Abbildungen von Walen oder darüber, wie verschiedene Arten der Meeressäuger klassifiziert werden können.

    Einerseits ist es wirklich interessant, etwas über den Stand der Wissenschaft und Kunst und die Weltsicht der Menschen vor so vielen Jahren zu erfahren, andererseits beginnen diese "Unterbrechungen" ab Seite 500 irgendwann, nervig zu werden. Insgesamt finde ich es aber erfrischend, ein Buch zu lesen, dass sich so stark von den üblichen, modernen Erzählformen abhebt.

    Beeindruckend ist außerdem die Beschreibung des gewaltigen Ozeans samt der darin hausenden Lebewesen. Kein anderer Autor, den ich kenne, hat es geschafft, die unendliche Kraft und das sprunghafte Gemüt des Meers so naturgetreu darzustellen und einem durchs bloße Lesen die grausame Schönheit der Wale näherzubringen.

    Auch wenn es stellenweise etwas langatmig ist, ist Moby Dick auch heute noch lesenswert und ich kann es jedem ans Herz legen, der ein bisschen Geduld aufbringen kann.

  5. Cover des Buches Unten am Fluss - 'Watership Down' (ISBN: 9783548290157)
    Richard Adams

    Unten am Fluss - 'Watership Down'

     (262)
    Aktuelle Rezension von: A_Kaiden

    Inhalt: Dunkle Visionen suchen den seherisch begabten Hasen Fiver heim - die große Kaninchenkolonie wird zerstört werden. Hazel, sein Bruder und bester Freund, rät zur Flucht. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem Ort, an dem sie ungestört leben können. Die Reise ist gefährlich und voller Hindernisse: Raubvögel und wilde Hunde, reißende Flüsse, ein despotischer Kaninchengeneral, Intrigen und Treuebruch - Die berühmte Sage vom langen Weg in die Freiheit.

    Ich kannte die Geschichte bereits aus Kindheitstagen - damals konnte ich mich an dem Film nicht sattsehen. Nun habe ich tatsächlich das Buch in einem Bücherschrank gefunden und musste es unbedingt mitnehmen. Das Buch begeistert mich noch mehr als der Film. Es wird mehr auf die Charaktere der Hasen eingegangen, man versteht das Handeln und Denken besser, und es wird viel auf das Naturell der Hasen eingegangen. Ganz große Klasse finde ich auch das Glossar am Ende der Kaninchensprache.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut verständlich. Man sieht die Bilder und Abenteuer der Kaninchen direkt vor sich. Das Buch unterscheidet sich nur minimal, aber in schönen Details vom Film, was es umso besser macht. Wer den Film mag wird das Buch lieben. 



  6. Cover des Buches Die große Welt (ISBN: 9783499248474)
    Colum McCann

    Die große Welt

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Ein Mann, der sich am hellichten Tag in schwindelerregender Höhe auf einem Seil zwischen den Twin Towers in New York bewegt. Das ist die verbindene Basis des Buches von McCann, wofür er mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde. Der Drahtseilakt in der Luft ist die Spitze des Möglichen, das sich für die Figuren in diesem Roman ergibt - ein Moment der totalen Freiheit. Die Kämpfe, die McCanns Figuren auf diesem Weg zu führen haben, unterscheiden sich nach ihrer Gesellschaftszugehörigkeit. Der Priester, dessen Suche nach dem Gott, dem er glauben kann, in die Tiefen der New Yorker Diaspora führt, die Wohlhabende, deren Leben in der Park Avenue das Gegenteil ist und die nichts mit den anderen zu tun haben müsste, wäre da nicht der gemeinsame Verlust des Sohnes im Vietnamkrieg, die Huren, die Verlorenen, die scheinbar Guten und die Bösen, sie alle kämpfen ihren Kampf gegen das, was ihnen das Leben und den Glauben daran schwer macht.
    Die Kulisse, die McCann gewählt hat, könnte besser nicht sein, wenn man die Vielschichtigkeit im Dasein unterschiedlicher Existenzen schildern will. Mit New York hat er sich den Schmelztiegel aller Schattierungen menschlicher Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten ausgesucht. Ähnlich wie Paul Auster macht er aus der Kulisse, die die Stadt ist, eine Hauptfigur. Man kann ihre Ausdünstungen förmlich durch die Seiten riechen, es ist ein Parforceritt durch eine der größten Sammlungen menschlicher Unterschiedlichkeit und dem Versuch, darin zu überleben.
    Ein großer Roman, gerade weil er vor dem Fall der Twin Towers spielt und deswegen ohne diese Tragik auskommt. Denn die Twin Towers beschreiben wie kein zweites Bauwerk der Stadt die Fallhöhe von oben nach unten am besten.
    Intensiv, packend und mitreißend.
  7. Cover des Buches Das Museum der gestohlenen Erinnerungen (ISBN: 9783551358769)
    Ralf Isau

    Das Museum der gestohlenen Erinnerungen

     (130)
    Aktuelle Rezension von: lauja01
    Über das Buch:

    Verlag: cbt
    ISBN: 9783570303856
    Preis: 12,00Euro
    Erschienen als Taschenbuch: September 2007
    Erst Auflage: 1997 beim Thienemann Verlag
    Originalsprache: Deutsch
    Seiten: 666

    Inhalt:

    Als die Zwillinge Jessica und Oliver aus den Ferien zurückkehren, haben sie ihren Vater vergessen. Nur ein beunruhigendes Gefühl der Leere bleibt ihnen - und die Suche nach den letzten Spuren der Erinnerung. Aus den Aufzeichnungen des Vaters erfahren die beiden schließlich von Quassinja, dem Reich der verlorenen Erinnerungen. Und sie finden das Tor in diese fremde Welt, in der ihr Vater verschwunden zu sein scheint...

    Das Cover:

    Das Cover gefällt mir nicht so. Ich finde es etwas zu langweilig.

    Die ersten 3 Sätze:

    "Aufmachen! Polizei! Wir wissen, dass ihr da drin seid. Öffnet jetzt sofort die Tür!"

    Schreibstil & Aufbau:

    Das Buch ist in 14 Kapiteln aufgeteilt. Die wiederum in Unterkapiteln aufgeteilt sind. Jedes Kapitel hat eine Überschrift. Am Anfang der 14 Kapitel steht immer ein Zitat. Hier habe ich mal 2 rausgesucht. Das Zitat von Kapitel 1 ist folgendes: Unsere kostbarsten Besitztümer bemerken wir oft erst, wenn wir sie verloren haben (Anonymus)
    Das Zitat von Kapitel 2 ist folgender: Die Welt wird Traum, der Traum wir Welt. (Novalis)
    Ich finde sie sehr schön und sie passen auch gut zu den jeweiligen Kapiteln. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und man liest es wie ein Fantasyroman und wie ein Thriller. Je nach dem in welcher Welt sie gerade sind.

    Meine Meinung:

    Die Geschichte spielt in 2 Welten. Einmal ist da die normale Welt, wo Jessica versucht alles herauszufinden, was zu der Entdeckung von ihren Vater helfen kann. Dazu benutzt sie Papiere, Computer etc., also alles was eine normale Welt zu bieten hat. Diese Teile von Jessica lesen sich wie ein Thriller. Sie sind sehr spannend. Ich finde es super, wie Jessica und Mirande (eine Wissenschaftlerin)  Probleme lösen und Rätsel entziffern.
    Der zweite Teil ist die Welt Quassinja, in der Oliver seinen Vater sucht. Das sind die Teile, die sich wie ein Fantasyroman lesen. Hier wimmelt es nur von Einhörnern, verborgenen Bibliotheken, sprächende Möbel und Fabelwesen. Dieses Welt ist so schön beschrieben, obwohl dort gerade eine Gefahr droht.
    Außerdem fand ich die Zitate am Anfang der Kapitel sehr gut gewählt.
    Der ganze Roman ist spannend und mysteriös zugleich und zieht einen ganz in den Bann. Es ist schön zu sehen, wie Oliver und Jessica zueinander stehen. Auch viel Geschichtliches wird in diesem Buch aufgegriffen und darüber gesprochen. Es ist wahnsinn, was man alles im Laufe der Zeit vergessen kann. Und in manchen Situationen ist das auch Gefährlich. Das macht auch dieses Buch klar.
    Bei den Rätseln die aufgegeben wurden, egal ob bei Jessica oder Oliver ist man selber am rätseln und gespannt auf die Lösung. Oft denkt man dann, na klar ist doch logisch.
    Schön finde ich auch, das in dieser Geschichte, sogar der kleinste Gegenstand, nämlich ein Pinsel eine wichtige Rolle spielt. Jeder hat hier eine Aufgabe, die er zu erfüllen hat.

    Fazit:

    Spannend wie ein Thriller und so mysteriös wie ein Fantasyroman!

    Über den Autor:

    Ralf Isau wurde 1956 in Berlin geboren. Er arbeitet neben den Schreiben als Computer- Fachmann und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart. Da der Umgang mit seelenlosen Maschinen seinen Gedanken - nach seinen eigenen Worten - "die Farbe nimmt", sucht und findet er schon lange seine Freiräume in der fabntastischen Literatur. Inzwischen zählt Ralf Isau zu diesem Bereich zu den bekanntesten deutschen Jugendbuchautoren.

    Wieviel Sterne?

    5

  8. Cover des Buches One Flew Over the Cuckoo's Nest (ISBN: 9780141187884)
    Ken Kesey

    One Flew Over the Cuckoo's Nest

     (21)
    Aktuelle Rezension von: ichundelaine
    Bin lange um das Buch herumgeschlichen, da ich die ganze Irrenhaus-Thematik als zu gruselig empfunden habe, mich dann aber doch jetzt dazu überwunden und es keine Sekunde bereut! Was für ein intensives Leseerlebnis!

    Wie bereits erwähnt trägt sich der Großteil der Handlung in einer Irrenanstalt in den 50er Jahren zu, um genau zu sein in einem bestimmten Flügel dieser Anstalt. Zwar sind fragwürdige Therapiemethoden wie die Wassertherapie bereits abgeschafft, allerdings werden den Patienten zu ihrem eigenen Wohl auch weiterhin Elektroschocks und Lobotomien zu Teil. Der Flügel, in dem die Geschichte spielt, wird von der Großen Schwester beherrscht, das Paradebeispiel eines Blockwarts oder Nazi-Schergens, der mit Angst regiert und die Insassen untereinander ausspielt. Der Leser verfolgt die Geschichte durch die Augen eines schizophrenen Indianers, der vermutlich zu viele Elektroschocks bekommen hat, weshalb man manche Ereignisse für Ausgeburten seines Hirns halten kann/möchte.

    Das beschauliche Leben in dem Flügel sowie die Schreckensherrschaft der Großen Schwester und ihrer Helfershelfer geraten ins Wanken, als ein neuer Patient auftaucht, der gegen ihre Psycho-Spielchen immun zu sein scheint. Was Anfangs noch wie eine fröhliche Revolution wirkt, endet böse...

    Sprachlich ist das ganze für Menschen, die nicht so sicher in der Englischen Sprache sind eventuell etwas anspruchsvoll, aber dieses Buch lohnt sich definitiv! Die Anstalt und auch die Schwester stehen für bekannte Motive, die uns auch heute noch begegnen und uns Allen täte ein bisschen von McMurphys "Eiern" gut.
  9. Cover des Buches Das Böse kommt auf leisen Sohlen (ISBN: 9783848920983)
    Ray Bradbury

    Das Böse kommt auf leisen Sohlen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Ivonne_Hufnagl

    Will und Jim sind seit jeher beste Freunde. Kurz vor ihrem Geburtstag kommt ein Zirkus in ihrer Stadt an und damit zieht das Böse in den Straßen ein. 


    Das Buch ist richtig gut und atmosphärisch geschrieben. Es ist zeitlos lesbar und bringt einem in den dunklen Stunden eine Gänsehaut ein. Zeitweise wird es surreal, jedoch nie so, dass man es sich nicht mehr vorstellen könnte. Zudem wird der Horror nicht durch blutige Szenen oder schlimme Gewalt erzeugt, sondern er lebt vielmehr von der bildgewaltigen Sprache.


    Kurzum: ein super Horror-Klassiker, den alle Fans des Genres gelesen haben sollten. 

  10. Cover des Buches Die Chroniken von Narnia (ISBN: 9783870678500)
    C. S. Lewis

    Die Chroniken von Narnia

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Hypokras

    Die Bücher:

    Das Wunder von Narnia, ISBN 3-86506-039-0
    Der König von Narnia, ISBN 3-87067-908-5
    Der Ritt nach Narnia, ISBN 3-86506-040-4
    Prinz Kaspian von Narnia, ISBN 3-86506-101-X
    Die Reise auf der Morgenröte, ISBN 3-86506-102-8
    Der silberne Sessel, ISBN 3-86506-103-6
    Der letzte Kampf, ISBN 3-86506-104-4

    Zusammenfassung

    Von der Entstehung von Narnia durch das Lied von Aslan dem Löwen (passend, symbolisiert Aslan doch überdeutlich Jesus Christus, den Sohn Davids, den Löwen aus dem Stamm Juda) über verschiedene "Besuche" von Menschlichen Kindern bis zur Vollendung der Geschichte und dem Untergang der Welt und dem Einzug in die Himmlische Stadt werden die wichtigsten Stationen im Leben eines Christen in Fabelhafter Weise (sorry für das Wortspiel ;) ) dargestellt.

    Meine Meinung

    Die Menschen, die über die an manchen Stellen auftauchenden Fabelwesen und Figuren aus Mythologien hinwegsehen können finden in Narnia eine kindgerechte, aber nicht unbedingt kindliche Geschichte mit Inhalt und Tiefgang.

    Mein Favorit, der DLF, symbolisiert das, was vermutlich weit mehr der Christen erleben als sie zuzugeben bereit sind. Mein Tipp: Wartet nicht darauf, dass euch der Löwe erst anbrüllen muss ;) -> LESEN!

  11. Cover des Buches Andorra (ISBN: 9783518734803)
    Max Frisch

    Andorra

     (993)
    Aktuelle Rezension von: books_of_mae

    Inhalt:  (WICHTIG: SPOILER!!!)

    Dieses Drama handelt von Andri,  der in einer  kleinen Stadt namens „Andorra“ lebt.  Andri ist ein totaler Außenseiter. Als einziger Jude wird er diskriminiert und ausgeschlossen. Nach außen hin tun alle Andorraner unschuldig, doch  schaut man näher hin, ist dies nicht der Fall.   Andri hat eine ihn liebende Pflegefamilie und ist mit seiner Pflegeschwester Barblin glücklich, aber noch heimlich verlobt. Er  macht außerdem eine Lehre als Tischler, wo er ganz gut verdient. Der Tischler versetzt ihn dann aber in den Verkaufsbereich des Geschäftes, mit dem Argument: das Handwerk läge einem Juden einfach nicht. Das macht Andri unglücklich. Und ab dem Zeitpunkt scheint es auch nicht mehr besser für Andri zu werden. Erst geht die Bekanntgabe seiner Verlobung mit Barblin schief und sein Pflegevater erlaubt es nicht. Und  dann erwischt er  einen Soldaten mit offener Hose in Barblins Zimmer. Er versteht das ganz falsch...aber seine Welt bricht für ihn zusammen und dann wird er auch noch für den Mord an einer fremden Senora angeklagt... Kann Andri noch gerettet werden?

    Meine Meinung:

    Ich fand diese Lektüre sehr interessant. Es war mal was komplett anderes, als das was ich sonst so lese, und das hat mir gefallen.   Die Lektüre ist als Theaterstück geschrieben und hat somit fast nur Dialoge, abgesehen von den Regieanweisungen zwischen den Dialogen. Man hat aber trotzdem alles super verstehen können und ich fand dass die Dialoge insgesamt sehr positiv ausgeprägt und informativ waren. Die Handlung hat einen stetigen Anstieg zum Höhepunkt gemacht, dieser wurde kurz nach der Hälfte ungefähr erreicht, dann nimmt sie eine drastische Wendung bzw Überstürzung der Ereignisse. Es gab viele Charaktere, die nur nach ihrem Beruf benannt wurden, wie zum Beispiel: der Lehrer. Er wird einfach „Lehrer“ genannt. Das gleiche mit dem Wirt. Oder dem Doktor. Doch trotz dieser recht unpersöhnlichen Ansprache fand ich jeden Charakter individuell ausgeprägt und konnte  ihn gut kennenlernen.  

    Vor allem in der heutigen Zeit, wo Diskriminierung und Rassismus ja leider doch noch ein Thema ist, empfehle ich die Lektüre auf jeden Fall weiter. 

    Sternenbewertung liegt bei 4 von 5 Sternen. 😊

  12. Cover des Buches Der Dämon und Fräulein Prym (ISBN: 9783257602562)
    Paulo Coelho

    Der Dämon und Fräulein Prym

     (297)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus912
    Coehlo erschafft eine Welt, die einerseits weit entrückt und lang vergangen scheint, aber dennoch aktuell ist. Eine Parellelwelt, in der auch wir uns befinden.
    Er erzählt sehr spannend und baut die Elemente menschlicher Psyche geschickt aufeinander auf.
    Womit ich mir jedoch immer wieder schwer tue, ist sein Gottesbild. Verspottet er das oder glaubt er selbst noch an einen fern ab existierenden, willkürliche, strafenden Gott? 
  13. Cover des Buches Jedermann (ISBN: 9783596906833)
    Hugo von Hofmannsthal

    Jedermann

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje
    Bei den Salzburger Festspielen, die weltweit als das bedeutendste Festival der klassischen Musik  und darstellender Kunst gelten und die seit 1920 jeden Sommer stattfinden, ist der - Jedermann - ein fester Bestandteil. Vor der Kulisse des Doms wird das - Spiel vom Sterben des reichen Mannes - aufgeführt und das nicht immer gänzlich frei von Kritik. Die Inszenierungen sind nicht immer im Geschmack des Publikums gehalten, die Geschichte bleibt aber dennoch dieselbe: Der Hauptcharakter in diesem Drama ist der Jedermann, der ein ausschweifendes Leben führt und kurz vor seinem Tod bereut. Das Stück beruht wahrscheinlich auf einem englischen Mysterienspiel aus dem Mittelalter, dem Everyman. Fast zeitgleich erschien allerdings auch der holländische "Elckerlyc". Welcher der beiden Texte, die beide sehr überein stimmen, der ursprüngliche war, bleibt fraglich. Wenn man bedenkt, dass im Mittelalter religiöse und biblische Themen fast immer eine Rolle in Theaterstücken gespielt haben, dann ist es wohl nicht verwunderliche, dass eben dieses hier, das christliche Glaubenssystem wiederspiegelt. Und zwar in der Annahme, dass wenn man wahrhaft bereut, dir deine Sünden vergeben werden. Selbst wenn man sein Leben lang ein moralisch verwerfliches Leben geführt hat. Die Auseinandersetzung mit dem Tod - war für Hugo von Hofmannsthal ein wichtiges Thema - in mindestens 3 weiteren Stücken wird das Ende des Lebens behandelt. Manch einer findest es ein wenig altbacken - allerdings kann man diese Kritik nicht so stehen lassen - man muss den Text wohl auch im Kontext der Zeit lesen.

  14. Cover des Buches Die abenteuerliche Reise (ISBN: 9783765555718)
    Alan Parry

    Die abenteuerliche Reise

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Das Buch Gabriel (ISBN: 9783821861524)
    D. B. C. Pierre

    Das Buch Gabriel

     (4)
    Aktuelle Rezension von: tedesca
    "Wenn deine moralischen Grundsätze nicht mehr tragen, ändere die Grundsätze". Damit beginnt dieses Buch, das einen in die tiefsten Tiefen der menschlichen Seele führt. London, Tokio, Berlin in drei Tagen - wie in der Hochschaubahn zischen die Orte am Leser vorbei, nirgends kann er lang genug verweilen, um sich genauer umzusehen. Profit, Gier und vor allem die Suche nach dem absolut Abgefahrenen bestimmen die Welt, in der Gabriel sich plötzlich wiederfindet, um seinem einzigen Freund das Leben zu retten. Ganz nebenbei findet er dabei auch zu sich selbst und stellt fest, dass er sich selbst entscheiden kann, ob er erwachsen werden will oder nicht. In bekannter Manier zeichnet DBC Pierre ein skurriles Bild unserer Welt und spart nicht mit Kritik an dem, was unseren Alltag ausmacht. Überzeichnet, grell und viel zu bunt ist das Bild, das er uns präsentiert. Und mitten drin ein viel zu sensibler junger Mann, der an dieser Herausforderung zu zerbrechen droht. Ein schräges Buch, typisch für diesen Autor, den man gewiss nur Lesern empfehlen kann, die einen Sinn für die Sprache der Jugend und einen abgefahrenen Humor haben, der mehr als einmal an die Grenzen der Geschmacklosigkeit stößt. Beachtenswert finde ich übrigens die Umschlaggestaltung: "Affen als Kunstrichter" von Gabriel Cornelius von Max - ein gruseliges Bild!
  16. Cover des Buches Allegorien des Lesens (ISBN: 9783518113578)
    Paul de Man

    Allegorien des Lesens

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Wörterbuch (ISBN: 9783328103905)
    Jenny Erpenbeck

    Wörterbuch

     (16)
    Aktuelle Rezension von: parden
    VERSTÖREND...

    Eine junge Frau erinnert sich an ihre wohlbehütete Kindheit in einem südamerikanischen Land und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur: Die Eltern, die sich so fürsorglich um sie gekümmert haben, sind nicht ihre leiblichen Eltern. Sie sind Teil eines terroristischen Regimes, das auch ihre Eltern umgebracht hat …

    Vater. Mutter. Kind. So wächst das kleine Mädchen heran in einer kleinen Stadt, in einem Land, in dem immer die Sonne scheint. Haus. Die Familie lebt gemeinsam in einem großen Haus, eine Amme kommt, solange das Mädchen klein ist, eine Aufwartefrau hilft der Mutter. Ordnung. 'Ordnung muss sein', sagt der Vater, der als Polizeikommandant dafür sorgt. Klavier. Das Kind soll ein Instrument lernen, also geht es einmal in der Woche zum Unterricht, wo es immer nur die Lehrerin in einem bis auf das Klavier leeren Raum antrifft, niemanden sonst. Schule. Uniformierte Kinder, alle gleich, die Augen geradeaus auf die Fahnen gerichtet, allmorgendlich, hinter der Mauer ein geplatzter Reifen, der auch ein Schuss sein könnte.


    "Ich sehe einen Baum und sage Baum. Ich rieche Kuchen, den meine Mutter am Sonntag bäckt, und sage Kuchen. Ich höre einen Vogel im Garten zwitschern, und meine Mutter sagt: Ja, ein Vogel. Das waren vielleicht die einzigen Wörter, die heil waren, als ich sie lernte. Und auch die dann verkehrt, aus mir herausgerissen und andersherum wieder eingesetzt. Für mich standen die Worte fest, aber jetzt lass’ ich sie los, und wenn es nicht anders geht, schneide ich den einen oder anderen Fuß lieber mit ab."


    Was ist 'Wörterbuch' nun eigentlich? Kein Heilewelt-Roman, so viel kann ich verraten. Ehrlich gesagt habe ich solch ein Buch bislang noch nie gelesen. Eine bitterböse Parabel träfe es da vielleicht am ehesten. Verstörend ist es allerdings auch.

    Vage gehalten sind Orte und Namen, Südamerika ist gewiss, Argentinien zu Zeiten der Militärdikatatur wahrscheinlich - aber auch jede andere Diktatur kann sich hier wiederfinden - Parallelen zu Jenny Erpenbecks eigener Kindheit in der DDR sind wohl ebenfalls nicht zufällig. Die Personen erhalten schwache Konturen, eher Rollenzuschreibungen, lediglich einige Kinder bekommen hier einen Namen. Totalitäres Schreckensregime, ideologische Indoktrination, Verzerrung der Wirklichkeit. Und die Rolle der Sprache. Der Wörter. Die zunehmend nicht mehr das sind, was sie vorgeben zu sein.

    Doch auch wenn die Autorin eigentlich ein fatales Szenario beschreibt, liest sich das Ganze über weite Strecken hinweg völlig harmlos, was wohl aus dem unkommentierten Nebeneinander der  geschilderten Fakten einerseits und der naiv-kindlichen Perspektive der Ich-Erzählerin andererseits resultiert. Zwar wird größtenteils chronologisch erzählt, doch die ausschließliche Perspektive des erlebenden Kindes ist assoziativ und sprunghaft. Beiläufiges und Wesentliches vermischt sich so immer wieder. Ein Kind, ein anscheinend intaktes Wortregister, tatsächlich aber ein Nachschlagewerk der Lüge mit einer nur vordergründig harmlosen Begrifflichkeit. Um die (vermeintliche) Bedeutung von Wörtern sowie um die Macht der Sprache, die das erzählende Mädchen im Laufe seines Heranwachsens als Instrument der Beeinflussung erfährt, geht es hier.


    "Meine Eltern haben viel Platz. Bei mir ist das anders. Der Kopf, den ich bewohne, war schon immer von fremden Träumen möbliert, kommt mir vor. Da falle ich von Zeit zu Zeit hin oder laufe gegen irgendwas oder klemme mich ein. Vater und Mutter."


    Die Beschönigungen des Schrecklichen - nichtssagende Umschreibungen der Folter, vorgestanzte harmlose Floskeln für eine Hinrichtung, märchenhafte Erklärungen für das Verschwinden von Menschen: das Kind in der Erzählung erfährt zunehmend, dass es sich auf das Wort als solches nicht verlassen kann, setzt aber große Anstrengungen darein zu verdrängen, zu leugnen, damit die gelernte Wahrheit auch ihre Wahrheit bleibt. Aber es geht noch weiter, denn die ganze Lebenswelt des Mädchens gerät letztlich nicht nur ins Wanken, sondern stürzt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Es erfährt, dass es nicht das Kind der Menschen ist, die es Mama und Papa zu nennen gelernt hat. Der Mann, der eigentlich ihr Vater war, verschwand spurlos - und die Frau, die sie geboren hat, starb gleich nach der Geburt des Mädchens in den Händen der Militärs. Und doch bleibt das Mädchen seinen vermeintlichen Eltern weiter verbunden. Trotz der Wahrheit, die letztlich ans Tageslicht kommt.

    Durch Recherche habe ich erfahren, dass hinter dieser Parabel eine wahre Geschichte steckt, die sich zu Zeiten der Militärdiktatur in Argentinien zugetragen hat. Damals wurden alle Menschen mitgenommen, die potentielle Gegner waren, darunter auch schwangere Frauen. In vielen Fällen wurde dann gewartet, bis das Kind geboren war, danach wurde die Mutter umgebracht, während das Kind oft Polizeibeamten gegeben oder verkauft wurde. In einem dieser Fälle haben später die leiblichen Verwandten nach dem Kind der ermordeten Mutter gesucht und es schließlich gefunden. Dieses Kind hat sich dann letztlich aber für die damaligen Anhänger der Diktatur, ihre falschen Eltern entschieden - denn das war die Wahrheit, in der es aufgewachsen war.


    "...wenigstens kommt das, was ich esse, unten wieder heraus, nur das, was ich in die Augen hineintue, wo geht das hin, soll das alles in meinen Kopf hineinpassen, selbst wenn ich das stapeln würde wie unsere Aufwartefrau die Wäsche, zusammenfalten und übereinanderlegen, hätte das keinen Platz, glaube ich, deshalb sage ich, was ich sehe, denn dann macht das in meinem Kopf eine Kurve und geht durch den Mund wieder hinaus. Scheiße, sage ich, als ich später sehe, was aus dem Kuchen geworden ist.."


    Während ich die Gedankenwelt des Kindes wie im vorweg genannten Beispiel anfangs spannend und, ja, durchaus philosophisch fand, geriet der Schreibstil für mich dann aber zunehmend zu einem K(r)ampf. Sätze von bis zu einer Seite sind da keine Seltenheit, zahllose Wiederholungen, deren Sinn sich mir letztlich zwar erschloss, die für mich aber einfach nur anstrengend zu lesen waren. Das Spiel mit Wörtern um Worte und Sprache - Jenny Erpenbeck mag da zu einer gewissen Virtuosität gelangen, aber mich überforderte diese geballte Versprachlichung der Verharmlosung des Grauens. Die verschwimmende Grenze zwischen der Realität und der Fantasie des Kindes, die ständigen Umdeutungen, das gelegentliche Abgleiten ins Surreale - es tut mir leid: das war nichts für mich.

    Verstörend - der Titel meiner Rezension fasst gut zusammen, wie ich die Lektüre letztlich empfand. Trotz der Kürze der Parabel konnte ich immer nur kleine Häppchen lesen und musste das Buch dann erst einmal wieder zur Seite legen. Dass Jenny Erpenbeck auch anders kann, habe ich ja bei 'Gehen, ging, gegangen' gesehen. Hier jedoch kann ich nur wiederholen: das war nichts für mich...


    © Parden

  18. Cover des Buches Der Allegonaut (ISBN: 9783741280351)
    René Kempel

    Der Allegonaut

     (4)
    Aktuelle Rezension von: deidree
    In „Der Allegonaut“ lässt René Kempel seinen Protagonisten Tim eine interessante Entwicklung durchmachen. Tim, in den 30igern, verheiratet, ist in seinem Job unzufrieden und unglücklich. Ja, er fühlt sich regelrecht fehl am Platz.

     

    Der Leser darf Tim auf seinem Weg in ein völlig neues Leben begleiten. Wichtigster PUNKT hierbei ist der Denkprozess, den Tim dafür zu durchlaufen hat. Er beginnt vieles zu hinterfragen. Baut sich sein eigenes Gedanken-All mit dem er seine Erkenntnisse, sein neues Weltbild zu erklären und beschreiben versucht.

     

    Der Schreibstil ist locker leicht zu lesen. Die einzelnen Kapitel wechseln zwischen der Erzählung über Tims Lebensweg und seinen eigenen Aufzeichnungen seiner Gedanken. Hier war ich kurzzeitig verwirrt, warum der Erzählstil geändert wird. Da hätte ich mir persönlich eine klarere Kennzeichnung gewünscht.

     

    Grundsätzlich aber ein interessantes Buch, das viele Gedankengänge von nicht wenigen Menschen aufgreift und in eine Form bringt. Tim hat den Mut sein Leben zu verändern. Vielleicht der eine oder andere Leser auch?

  19. Cover des Buches Strahlungen I (ISBN: 9783423109840)
    Ernst Jünger

    Strahlungen I

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Nicht wie bei Räubers... (ISBN: 9783932842016)
    Ursula Marc

    Nicht wie bei Räubers...

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Sterntagebücher (ISBN: 9783518471463)
    Stanislaw Lem

    Sterntagebücher

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Tano

    Ja, ich gebe es zu. Ich habe es mit Genuss gelesen.
    Und vor allem gerne.

    Lem erläutert auf humorvolle Art die Gesetzmäßigkeiten der Schwerkraft, der Zeitkrümmung und andere.
    Wer sich unterhalten lassen, das eine oder andere Grinsen nicht verkneifen und auch noch verstehen will, wie die Welt funktioniert, sollte diese Buch unbedingt lesen.

  22. Cover des Buches Die Geschichte einer Stadt (ISBN: B0000BN4U0)
    Michail E. Saltykov

    Die Geschichte einer Stadt

     (2)
    Aktuelle Rezension von: SandraWer

    Das Buch hat mich vor allem zu Beginn sehr beeindruckt, wegen seiner Besonderheit. Ich habe noch nie ein derartiges Buch gelesen. Es handelt von einer Stadtgeschichte einer erfundenen Stadt. Die Geschichte wird anhand der Aufzeichnung von Stadtchronisten geschrieben, die also als Quellen dienen anhand derer versucht wird, die Geschichte der Stadt "Dumburg" zu rekonstruieren.

    Besonders zum schmunzeln brachte mich die Entstehungsgeschichte der Stadt. Das Volk der Rumsköpfe sucht hier einen Stadtfürsten, weil sie merken, dass sie alleine nicht wirklich in der Lage sind zu überleben. Das gestaltet sich allerdings nicht so einfach, denn keiner der Fürsten hat Interesse daran, dieses dümmliche Volk anzuführen. Nicht einmal der Dümmste den sie finden können, steigt auf ihr Angebot ein.

    Als sie jedoch eine Stadtfürsten haben wird hier in nicht-chronologischer Reihenfolge, die wichtigsten Zeiten und Ereignisse Dumburgs skizziert. Es geht lustig weiter, aber ich will nicht zu viel verraten.

    Es sind hier wohl einige Parallelen zu finden, die in Russland zu dieser Zeit vorherrschend waren. Diese sind wohl aber auch nicht zu auffällig, da Kritik in der Form damals nicht möglich war.

    Ich als Freundin russischer Literatur würde das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen, auch wenn es zeitweise etwas verwirrend wird (gegen Ende).

  23. Cover des Buches Iguana (ISBN: 9783803123725)
    Anna M Ortese

    Iguana

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ferrante
    Wieder ein Zufallskauf bei der Buchlandung in Wien, oder wieder ein tolles Taschenbuch aus dem Wagenbach Verlag. Die italienische Autorin schreibt in langen, verschachtelten Sätzen, die die feinsten Nuancen ihrer Charaktere einfangen. Konzentration ist hier vonnöten. Iguana ist eine Art fantastische Erzählung oder Allegorie rund um einen Grafen, der auf einer verlassenen Insel in die merkwürdigen Machenschaften verarmter Adeliger und ihrer echsenhaften Magd verwickelt wird. Schließlich und endlich sind die zentralen Fragen des Textes aber die Natur von Gut und Böse - und Gott ist ein herrlicher weißer Schmetterling (diese Idee fand ich am tollsten). Der Text hat etwas märchenhaftes, ohne sich aber ganz in einer nicht-gegenwärtigen Fantasiewelt zu verstricken. "Nights at the Circus" von Angela Carter - Stichwort "magischer Realismus" - ist ein ähnlicher Text (und genauso gut).
  24. Cover des Buches Lucas der Maler (ISBN: 9783765518423)
    Ursula Sachau

    Lucas der Maler

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden

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