Bücher mit dem Tag "alleinerziehende mutter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alleinerziehende mutter" gekennzeichnet haben.

163 Bücher

  1. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783499269226)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

     (1.177)
    Aktuelle Rezension von: Jacky98

    Rabbit Hayes hat Krebs im Endstadium und wird in neun Tagen sterben. Wie soll sie ihrer kleinen Tochter sagen, dass sie bald ohne ihre Mutter leben muss? Wie sollen ihre Eltern es verkraftet, ihre älteste Tochter zu überleben? und wie sollen ihre Geschwister zukünftig nur noch zu zweit das Leben meistern?

    "die letzten Tage von Rabbit Hayes" ist ein wirklich sehr emotionales Buch mit einem ernsten Thema. Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr gut, da sie zwischen den vielen emotionalen Passagen einige sehr humorvolle Gespräche oder Gedanken mit rein gebracht hat. Das hat dazu geführt, dass man einen Moment zum aufatmen und schmunzeln hatte und nicht alles ununterbrochen tieftraurig war.  Das Buch ist in mehreren Perspektiven geschrieben und erzählt aus der Sicht der einzelnen Familienmitgliedern und Freunden von Rabbit. Das hat mir richtig gut gefallen, da man so einfach emotional mehr in der Geschichte drin steckt, da man von jedem die aktuelle Gefühlslage mitbekommt. Neben der Hauptgeschichte um Rabbit, gibt es eine ebenso emotionale Nebengeschichte, welche sehr gut in die Hauptgeschichte eingearbeitet wird. Das Buch wird zum Ende hin immer trauriger, sodass ich auf den letzten Seiten die ein oder andere Träne verdrückt habe. Das schlimmste an diesem Buch war für mich, dass es sich um eine Krankheit handelt und es sich so wie in der Geschichte vermutlich leider sehr häufig abspielt.
    Ich fand das Buch trotz der wirklich traurigen Geschichte sehr gut und werde auf jeden Fall den zweiten Band lesen!

  2. Cover des Buches Breathe – Jax und Sadie (ISBN: 9783492306942)
    Abbi Glines

    Breathe – Jax und Sadie

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Booksworld_lightdark

    Meine Meinung:

    Nachdem mir die Rosemary Beach Reihe von Abbi Glines so gut gefallen hatte, habe ich keine Sekunde gezögert auch die Sea Breezee zu beginnen. Vielleicht genau weil mir die Rosemary Beach Reihe so gut gefallen hat, bin ich Enttäuscht worden. Die Geschichte Breathe von Jax und Sadie ist zwar ganz süß und auch mal eine etwas andere Rockstar Geschichte, aber irgendwie hat mich das Buch einfach nicht gepackt. Es war etwas langatmig und nicht so mitreißend.

    Für den Urlaub oder zwischendurch kann man das Buch Lesen, aber leider kommt es nicht an die Rosemary Beach Reihe ran. Werde den zweiten Teil der Reihe eine Chance geben, weil ich ein großer Fan von Abbi Glines Schreibstil und normalerweise auch Büchern bin.

  3. Cover des Buches Mein Sommer nebenan (ISBN: 9783570402634)
    Huntley Fitzpatrick

    Mein Sommer nebenan

     (997)
    Aktuelle Rezension von: lesenbirgit

    Nicht nur im Sommer zu lesen auch jetzt in der trüben Jahreszeit. Es muntert auf diese Geschichte. Sie ist so locker und leicht zu lesen. Sie bringt Sommerflair ins Wohnzimmer finde ich. Das Cover verspricht schon so vieles, Wie die beiden dort auf dem dicken Ast sitzen so ganz locker und entspannt. Ich könnte es nicht. So vertraut.

  4. Cover des Buches Blinde Vögel (ISBN: 9783499259807)
    Ursula Poznanski

    Blinde Vögel

     (563)
    Aktuelle Rezension von: Charlie753

    In der Nähe eines Campingplatzes werden zwei Leichen gefunden. Eine junge Frau, erdrosselt und ein ungefähr gleichaltriger Mann, erschossen, mit einer Pistole in der Hand. Es sieht nach Mord und Selbstmord aus, aber Beatrice Kaspary denkt nicht daran, sie geht einem Mord nach. Bei den Ermittlungen stoßen sie und ihr Kollege Florin Wenninger auf eine Facebook Gruppe über Gedichte, in der die beiden Opfer Mitglieder waren. Um die Gruppe zu beobachten, schleust Beatrice sich unter falschen Namen ein. Doch bald wird ein weiteres Opfer tot aufgefunden, das ebenfalls Mitglied in dieser Gruppe war.


    Das Buch beginnt so, wie viele Krimis beginnen: Zwei Tote werden aufgefunden. Doch die Auflösung des Ganzen ist viel größer und bedeutender, als ich erstmal erwartet habe. Das gefällt mir wirklich gut, da ich wirklich überrascht war. Leider kamen in der Auflösung am Ende sehr viele Namen vor, ich habe erstmal nicht alles verstanden, aber die Autorin hat alles gut erklärt, sodass ich am Ende doch die Hintergründe verstanden habe.

    Das Buch wird aus der Perspektive von Beatrice erzählt, zwischendurch gibt es immer wieder kleine Einschübe, was der Täter/die Täterin gerade denkt, ohne seinen/ihren Namen zu verraten. Das steigert die Spannung. Ursula Poznanskis Art und Weise zu schreiben ist sehr angenehm, sodass ich alle Handlungsschritte nachvollziehen kann und mir nichts unklar ist.

    An der Reihe über Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finde ich besonders gut, dass man auch etwas über das Privatleben der Ermittler erfährt und nicht nur über die Ermittlungen. Das lässt Beatrice und Florin sympathisch wirken.

    Leider ist die erste Hälfte etwas langatmig und viele Spuren führen ins Nichts. Zum Glück wird das Buch später spannender ich habe ab dann bis zur Auflösung am Ende mitgefiebert.

    Insgesamt ist der Kriminalroman "Blinde Vögel", der zweite Teil der Beatrice Kaspary und Florin Wenninger Reihe, von Ursula Poznanski eine gut gelungene Fortsetzung, auch wenn der erste Teil sich etwas zieht. Ich empfehle diese Reihe allen Urusula Poznanski Fans und Leuten, die gerne Kriminalromane mit tieferer Handlung und sympathischen Ermittlern lesen.

  5. Cover des Buches Winterzauber in Manhattan (ISBN: 9783442485161)
    Mandy Baggot

    Winterzauber in Manhattan

     (168)
    Aktuelle Rezension von: luluschi11

    Das Buch ist süß, ich mag die Geschichte, obwohl es manchmal etwas merkwürdig ist. Es hat sich schon sehr in die Länge gezogen und ich habe lange daran gelesen, man hätte die Geschichte definitiv kürzen können. Trotzdem mag ich die Charaktere.

  6. Cover des Buches Das Mohnblütenjahr (ISBN: 9783548286679)
    Corina Bomann

    Das Mohnblütenjahr

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Eine wunderbare Familiengeschichte. Es geht um Mutter und Tochter, deren Geschichten parallel erzählt werden. 

    Nicole erfährt endlich, wer ihr Vater ist und wie ihre Mutter ihn damals in den 1970er Jahren in Frankreich kennengelernt hat. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Sowohl die Geschichte der Mutter - vom Aufwachsen in der Nachkriegszeit bis zur ersten großen Liebe - als auch Nicoles Geschichte haben mir dabei gleichermaßen gut gefallen. 

    Eine sehr schöne und emotionale Unterhaltungslektüre! 

  7. Cover des Buches Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen (ISBN: 9783499272769)
    Abbi Waxman

    Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    In dieser Geschichte steckt ein wichtiges Thema: Trauerbewältigung und die Frage; ist es in Ordnung sich neu zu verlieben wenn der Ehepartner ein paar Jahre tot ist?

    Die Leser/innen lernen die Protagonistin Lillian kennen und ihr tragisches Schicksal. Lillian ist Witwe und hat zwei aufgeweckte kleine Mädchen. Die Autorin führt die Leser/innen vorsichtig auf den tragischen Verlust von Lillians Ehemann heran. Es gibt sehr viele komische und ironische Momente aber auch traurige und nachdenkliche. Dieses Buch ist keineswegs eins welches traurig macht oder ständig feuchte Augen hat. Sondern eher eins welches mit dem Thema humovoll ( soweit es eben geht) um geht.

    Auch wenn ich das Thema gut fand, muss ich leider sagen, dass die Geschichte mich nicht wirklich mitgerissen hat. Ich kann die Gedanken von Lillian nachvollziehen, dass sie Angst hat sich neu zu verlieben. Aber trotz allem konnte ich keine Verbindung zu keinem der Chraktere aufbauen. Ich fand sie weder sympathisch noch unsympahtisch. 

    Allerdings sehe ich diese Geschichte als eine Art Mut-Mach-Geschichte. Denn es wird von einer Frau erzählt die vor einigen Jahren auf tragischer Weise ihren Ehemann verloren hat und langsam anfängt sich neu zu verlieben.


  8. Cover des Buches Blonder wird's nicht (ISBN: 9783746631905)
    Ellen Berg

    Blonder wird's nicht

     (104)
    Aktuelle Rezension von: SabinaFK

    Ich fange am besten mit dem Cover an.  Wie immer witzig gestaltet, im bekannten Stil der letzten Bücher. Ich finde es wieder gelungen, das Buchcover fällt auf und man nimmt es in der Buchhandlung sicherin dir Hand.

    Maja hat jede Menge um die Ohren. Sie führt einen Bio-Frisörsalon, hat einen Jungen mitten in der Pubertät und es türmen sich ihre Sorgen. Mit den Männern hat sie nur Pech und dann kommt auch noch Tante Ruth mit Olga, die sie als Azubi im Salon aufnehmen soll.

    Der Einstieg ins Geschehen gelingt sehr leicht, die Charaktere sind schnell erfasst. Unter den Figuren finden sich einige witzige, trubelige Persönlichkeiten. Das macht den Roman aus. Wie ihre anderen Bücher ist auch dieses schnell gelesen. Ellen Berg hat auch hier wieder einen witzigen, flotten Erzählstil. Einige Stellen im Buch sind etwas übertrieben, aber trotzdem ein sehr witziges Buch für Zwischendurch.

  9. Cover des Buches Jede Minute mit dir (ISBN: 9783596701711)
    Marie Force

    Jede Minute mit dir

     (103)
    Aktuelle Rezension von: FamiGirl_06

    Grayson zieht aus der Stadt zurück in seinen Heimatort, um dort mehr Ruhe und Zeit für sich zu haben. Doch an Weihnachten lernt er Emma kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie und ihre kleine Tochter. Plötzlich ist es ihm wichtig bei den beiden zu sein, auch wenn er dafür wieder in die Großstadt ziehen müsste.

    Dieser Teil ist unheimlich niedlich geschrieben. ;-) Schon allein, weil ein Kind mitspielt. Die Kleine ist einfach zuckersüß!

    Dies ist auch der erste Band, wo es um "schon vorhandene" Kinder geht. Bisher waren es immer nur Mann und Frau, die zusammengekommen sind. Aber jetzt geht es um eine alleinerziehende Mutter, die auch an ihr Kind denken muss.

    Es ist wieder super geschrieben und ich habe auch sehr viel gelacht beim Lesen. Ich bin in diese Reihe verliebt und lese jeden Band innerhalb einiger Tage durch. Einfach wundervoll! :-)

  10. Cover des Buches Dark Places - Gefährliche Erinnerung (ISBN: 9783596173983)
    Gillian Flynn

    Dark Places - Gefährliche Erinnerung

     (418)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Protagonistin Libby und auch Lyle waren mir sympathisch, anfangs hatte ich jedoch leichte Startschwierigkeiten mit dem Buch. Ich fand, es zog sich und war sehr langatmig. Gerade durch die vielen Blenden in die Vergangenheit wirkte es manchmal ein bisschen langweilig. Es passierte allerdings wirklich enorm viel in diesem Buch und das Ende hatte ich so auch nicht vorhergesehen. Die Atmosphäre gefiel mir eigentlich auch ganz gut – Libby und Lyle die ermitteln und der Sache von damals auf die Spur kommen möchten. (SPOILER) Die Reaktion von Ben, als er seine Familie tot aufgefunden hatte, fand ich irgendwie aber ein bisschen unglaubwürdig, da er nicht einmal zu trauern schien. (SPOILER ENDE) Noch ein paar positive Sachen waren für mich das Verhältnis von Libby und Lyle, der Charakter von Diondra oder auch das Familienleben der Days. (SPOILER) Sachen, die mir eher nicht so gefielen, waren die Teufelsanbetung von Ben, Diondra und Trey oder Libbys Besuch bei ihrem Vater. (SPOILER ENDE) Außerdem waren einige tolle Settings dabei, wie Diondras Haus oder das der Days. Das Buch konnte mich dadurch also doch noch voll von sich überzeugen.

  11. Cover des Buches Wildrosensommer (ISBN: 9783426518458)
    Gabriella Engelmann

    Wildrosensommer

     (99)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Die Figur der Aurelia, die Gabriella Engelmann hier erschaffen hat, gefällt mir ausnehmend gut. Ich mag ja so oder so alles esoterisch Angehauchte und das kommt hier gut zur Geltung.

    Aurelias Lebensgefährte ist vor zwei Jahren spurlos verschwinden und seitdem versucht die Protagonistin, sich und ihre beiden Töchter alleine durchzubringen. Durch einen Zufall - der etwas seltsam ist – wird sie auf ein Hausboot aufmerksam und zieht kurzentschlossen von München nach Hamburg.

    Es passiert nicht so arg viel in diesem Buch, aber das macht auch nichts – das ganz normale Leben der kleinen Familie ist sehr gut geschildert und auch nachvollziehbar. Das Hausboot in dieser Art und Weise würde mir auch gut gefallen!

    Leider waren es mir dann aber doch ein paar Zufälle zu viel und so richtig spannend war es halt auch nicht. Trotzdem – man kann das Buch durchaus gut lesen und für einen Nachmittag in der Sonne ist es bestens geeignet…

     

  12. Cover des Buches Sommer unter Sternen (ISBN: 9783453422711)
    Miriam Covi

    Sommer unter Sternen

     (75)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    *Sommer unter Sternen* von Miriam Covi hat mir als Taschenbuch leider nicht so gut gefallen wie erwartet, da ich bereits andere Romane der Autorin gelesen und auch sehr gemocht habe. 

    Ella wird von ihrem Mann verlassen, der sich in die Nachbarin verliebt hat. Mit ihren Zwillingen flüchtet sie auf eine amerikanische Insel, wo sie hofft auf ihre beste Freundin zu stoßen. Stattdessen trifft sie jedoch den Mann, der ihr als Tennie den Kopf verdreht hat. Was folgt ist eine schnelle Romanze, eine Familiengeschichte und jede Menge Wirrungen. 

    Das Buch hat mir zu Beginn sehr gut gefallen, da ich den Schreibstil sehr mag. Bis zur Mitte des Buches passiert in der Geschichte jedoch fast nichts, außer das die Kinder zu deutlich in den Vordergrund treten und Ella als ihre Mutter weder Durchsetzungsvermögen hat und sich ansonsten auch kaum Zeit nimmt, die Trennung von ihrem Mann persönlich aufzuarbeiten. 

    Dann passiert jedoch so viel, dass es  tatsächlich zu viel und vor allem zu schnell passiert. Die Kinder, die eben noch ganze Kapitel mit ihren Wünschen und Forderungen gefüllt haben, tauchen kaum noch auf. Ella verliebt sich in Nathan, lässt sich viel zu schnell auf ihn ein und lässt eigene Werte und Grenzen völlig vermissen. Es gibt kaum tiefe Gespräche zwischen ihnen und daher kam mir sie plötzliche Liebe dann dich etwas zu rasant. 

    Als dann seine Familie und Ellas beste Freundin Maggie auf der Bildfläche erscheinen, ist das Chaos perfekt. 

    Die Geschichte macht einen Zeitsprung und erneut hatte ich das Gefühl, dass ab diesem Zeitpunkt alles Ungesagte in wenige Seiten gezwängt wurde, was ich unglaublich schade fand. 

    So hat mich trotz aller Vorfreude die Geschichte sehr enttäuscht, wenn sie auch alles in allem gut zu lesen war. Die Struktur allerdings ist mir nach wie vor ein Rätsel. 

    Schade! 



  13. Cover des Buches After the Game – Riley und Brady (ISBN: 9783492309806)
    Abbi Glines

    After the Game – Riley und Brady

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Chronikskind

    Die Reihe gleicht einer Achterbahnfahrt. Band 1 fand ich wahnsinnig emotional, Band 2 war furchtbar - was aber zum Großteil nicht direkt am Buch lag, deswegen wollte ich doch zumindest die Reihe noch beenden. Und Band 3 ... nun ja, tummelt sich irgendwo dazwischen.

    Nach Band 2 hatte ich eigentlich so gut wie keine Erwartungen an das Buch und das war definitiv auch gut so, denn wenn ich welche ghabt hätte, wäre ich wohl sehr enttäuscht gewesen. So fand ich das Buch einfach als gute Lektüre für zwischendurch, aber nicht mehr.

    Brady kannte man ja auch schon aus dem Vorgängerband und ich fand es schön, dass man hier auch nochmal mehr Einblicke bei ihm bekommt. Aber irgendwie ist er mich nicht so ganz greifbar geworden. Ich konnte seine Einstellung nachvollziehen und fand es auch gut, dass er sich verändert hat - aber irgendwie sind von seinen Gefühlen nicht viele bei mir angekommen.

    Ähnliches bei Riley. Sie lernt man neu kennen, auch wenn ihre Probleme durch den Vorgängerband schon bekannt waren. Als Mutter hat sie mir wirklich gut gefallen, aber ansonsten bin ich kein Fan von ihr. Irgendwie kam sie mir an vielen Stellen sehr egoistisch vor und ihre Gefühle kamen auch nicht bei mir an.

    Bryony, Rileys Tochter, fand ich zuckersüß, aber für ihr Alter von 15 Monaten kam sie mir doch sehr reif vor. Ich konnte es auch nicht so ganz nachvollziehen, dass sie in dem Alter schon begreift, was es bedeutet, eine Alzheimer-Kranke Oma zu haben - aber scheinbar hat sie das. Das kam mir dann doch sehr unrealistisch vor.

    Die Handlung ... yoar, sie hat das, was man erwarten konnte. Ein bisschen Liebe, was nicht so richtig angekommen ist, ein bisschen Drama bei Brady und natürlich Bryony war immer präsent. Aber ansonsten ... kein Drama bezüglich der jungen Mutter. Dafür, dass alle sie so gehasst haben sollen, hat man davon nicht wirklich was mitbekommen. Das war am Ende des Buches einfach alles erledigt und irgendwie wirkte mir das viel zu einfach. Da hätte man mehr draus machen können. Das Drama bei Brady wirkte leider auch ein wenig, als müsste man jetzt da unbedingt noch was machen - weil ja alle anderen Jungs aus den Vorgängern auch eins hatten. Hätte die Handlung meines Erachtens nach nicht gebraucht.

    Schön fand ich, dass anfangs immer wieder Rückblicke dabei waren, die die Zeit vor 2-3 Jahren in den Fokus rückten. Leider waren das aber auch nur eine Handvoll und der verhängnisvolle Tag war da auch nicht mit dabei. Den Ansatz fand ich schön, da hätte man aber mehr draus machen können. So hätte man vielleicht auch Riley besser verstehen können.

    Das Ende ... nun ja, fand ich okay, habe ich mir ehrlich gesagt aber deutlich anders vorgestellt. Irgendwie wirkte es nicht zu Ende erzählt, als müsste da noch was kommen. Mich stört es prinzipiell nicht, wenn etwas offen ist - aber irgendwie wirkt es, als wurde vieles einfach nicht verarbeitet und das jetzt als Zwischenlösung fungieren.

    Positiv ist definitiv der Stil. So schwer ich mich an manchen Stellen mit dem Inhalt getan habe, so schnell und locker hat sich das Buch gelesen. Ich hab zwar so einige Kritikpunkte, aber es hat sich nicht wie ein Flop gelesen. Einfach nur wie ein typisch durchschnittliches Buch, bei dem man eben Kritik hat.

    Mein Fazit
     Ein solider Abschlussband der Reihe - vor allem nach dem mir der zweite Band so gar nicht gefallen hat. Die Geschichte hat sich locker und flüssig gelesen, schnelle Lektüre für zwischendurch. Aber die Handlung konnte mich dann doch nicht so ganz begeistern - auf die angesprochenen Probleme wurde nicht so richtig eingegangen, die Gefühle der Protagonisten kamen nicht bei mir an. Auch wirkte mir die Tochter ein bisschen zu reif für ihr Alter von 15 Monaten. Für zwischendurch kann ich das Buch empfehlen, aber Tiefe sollte man nicht erwarten.

  14. Cover des Buches Das Liebesleben der Suppenschildkröte (ISBN: 9783442382019)
    Theresia Graw

    Das Liebesleben der Suppenschildkröte

     (95)
    Aktuelle Rezension von: romanasylvia
    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, obwohl sie vorhersehbar ist. Für zwischendurch genau richtig.
  15. Cover des Buches Sehnsucht nach St. Kilda (ISBN: 9783426524220)
    Isabel Morland

    Sehnsucht nach St. Kilda

     (77)
    Aktuelle Rezension von: ilonas_buecherwelt

    Sehnsucht nach St. Kilda ist mein erster Roman dieser Reihe von Isabel Morland.
    Schon allein das Cover vermittelt Urlaubsstimmung. Die vorigen Bände kannte ich nicht, aber trotzdem habe ich sehr schnell in die Story hinein gefunden. Ailic und Rachel, aber auch Annie und Finley haben mich sehr berührt und auch beschäftigt. Die Autorin hat für mich alles sehr bildlich beschrieben, so das ich die Insel gut vor Augen hatte. Am Anfang des Buches befindet sich auch eine Karte von der Insel was ich sehr schön fand. Man blickt zurück in das Jahr 1929 / 1930 und erfährt viel über Annies Kindheit auf St.Kilda. Geschrieben ist dass Buch in zwei Perspektiven. Zum einen in der Zeit der Evakuierung und in der heutigen Zeit. Man begleitet Rachel auf ihrem steinigen Weg zurück zu sich selbst und man erfährt sehr viel über die Evakuierung von St. Kilda. Dass Buch hat mir sehr gefallen und es war für mich ein sehr bewegender Roman, der durch seine vielen Facetten bestochen hat. Alle Charaktere sind authentisch dargestellt und der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter, der mir schöne Lesestunden beschert hat. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Klare Kaufempfehlung und Leseempfehlung

  16. Cover des Buches Den lass ich gleich an (ISBN: 9783746626390)
    Ellen Berg

    Den lass ich gleich an

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Leicht zu lesen, vorhersehbar. Etwas leichtes für den Urlaub oder zwischendurch.

    Nimm zwei … Die alleinerziehende Fotografin Lulu hat völlig vergessen, wie es sich anfühlt, nicht nur Mutter, sondern Frau zu sein. Und dann mischt sich auch noch ihre Mutter ein und bucht für Lulu und ihre Tochter Lotte ungefragt einen Urlaub in einem Pauschalparadies auf Mallorca: für Familien ein Traum, für eine Mutter mit Kind ohne Mann leider die Hölle. Hier lernt sie Alex kennen, der es wert scheint, der Männerwelt noch eine letzte Chance zu geben – und dem sie sicherheitshalber vorenthält, dass es sie nur im Paket mit Lotte gibt. Aber was stimmt nicht mit Alex, dass er in den besten Momenten immer verschwindet? Verbirgt er etwas vor ihr? Und wie zum Teufel verheimlicht man eine achtjährige Tochter?

  17. Cover des Buches Obsessed: Bis du mein bist (ISBN: 9783961154302)
    Don Both

    Obsessed: Bis du mein bist

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Schoki89

    Ein gutes Buch, wo ich auch den nächsten Band lesen werde

  18. Cover des Buches Dünentraumsommer (ISBN: 9783959674140)
    Tanja Janz

    Dünentraumsommer

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Spreeling

    Die Romane von Tanja Janz versprechen immer eine Wohlfühloase. 

    So ist es auch mit diesem Buch. Wir begleiten die Protagonisten in einem Sommer voller Gefühle, Irrungen und Wirrungen.

    Bis zum Happy End gibt es nachdenkliche Momente um dann zum Schluss alles aufzulösen.

  19. Cover des Buches Der Stoff, aus dem Träume sind (ISBN: 9783956498008)
    Jana Stieler

    Der Stoff, aus dem Träume sind

     (41)
    Aktuelle Rezension von: X-tine
    Inhalt laut Klappentext:
    Efeugrün, verwoben mit einem hauchzarten himmelblauen Faden – als Claire das Jackett in einem Londoner Vintage-Laden entdeckt, weiß sie sofort, dass es von der kleinen schottischen Hebrideninsel Barra stammt. Fast ein ganzes Leben ist es her, dass sie dort aufgewachsen ist. Ein Leben für die Mode, voller großer Pläne, Hoffnungen und Fehler. Und plötzlich lassen Claire die Erinnerungen nicht mehr los. Vielleicht ist jetzt endlich die Zeit gekommen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und verschüttete Träume zu bergen.

    Fazit:

    Ich fand die Geschichte angenehm zu lesen. Die Charakterbeschreibungen der zwei Frauen waren ganz gut gemacht so dass ich als Leser immer mehr von ihrem Leben lernen wollte. Die Themen Chance, Freude und Aufstieg sind sehr gut dargestellt, aber insgesamt hatte ich mir mehr erhofft. Ich bin am Anfang leider auch schlecht in die Geschichte gekommen. Die Kindheit von Claire hat mich schon zum Nachdenken gebracht. Leider konnte mich das Buch mit seiner Geschichte nicht fesseln. Es war nett zu lesen, aber leider nicht mehr.




  20. Cover des Buches Meine Schwester, die Hummelkönigin (ISBN: 9783426519004)
    Patrizia Zannini

    Meine Schwester, die Hummelkönigin

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Lesehase_55

    Ich habe das Buch aufgrund seines schönen Covers erstanden - und war schon nach den ersten Zeilen direkt vor der Küste Maines, wo es nach Kiefernharz duftet und überall wilde Blaubeeren wachsen. Zehn Jahre war Ally nicht zuhause.  Als sie zur Beerdigung ihrer Mutter zurückkehrt, warten dort Erinnerungen auf sie, die leider nicht alle glücklicher Natur sind. Eigentlich wollte Ally nur 2 Wochen bleiben. Doch sie fühlt sich verpflichtet, sich um ihre Schwester Emma zu kümmern, die keine Veränderungen erträgt und feste Strukturen braucht. Mich zog auch dieser Roman von Patrizia Zannini wieder in den Bann. Liebevoll ausgearbeitete, zum Teil skurrile Figuren und eine ergreifende Geschichte haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Ein schöner Wohlfühlroman für alle, die es etwas gefühlvoller lieben.

  21. Cover des Buches Die Liebe gibt Pfötchen (ISBN: 9783959674126)
    Petra Schier

    Die Liebe gibt Pfötchen

     (66)
    Aktuelle Rezension von: SummseBee

    In Lichterhaven hat Thorsten endlich ein Zuhause gefunden un zusammen mit seinem Halbbruder arbeitet er in der Familienwerft und baut Holzboote. Damit ist er sehr glücklich, doch ein Traum konnte er sich noch nicht erfüllen: ein Date mit Martina. Seid ihrer ersten Begegnung weiß er, dass sie eine tolle Frau ist und er um sie kämpfen wird. Doch Martina hat ihn bisher immer einen Korb gegeben. Sie hat mit den Kindern und dem Hund Capone genug um die Ohren uns außerdem hat sie ihrem verstorbenem Mann einst ein Versprechen gegeben...

    Bereits zum vierten Mal entführt Petra Schier ihre Leser nach Lichterhaven und gibt einem Hund eine wichtige Rolle. In diesem Fall ist das der liebenswerte Capone, der Martina und Thorsten immer wieder zusammenbringt. Und genau das macht diese Geschichten auch so besonders und unterhaltsam.

    Ich mochte sowohl Martina und Thorsten als Figuren sofort und habe mit beiden mitgefiebert. Martina hat wirklich eine schwere Zeit hinter sich und kann mit ihrem verstorbenen Mann noch nicht so recht abschließen und auch wenn sie wohl merkt, dass ihr Thorsten gefällt gibt sie ihm immer wieder einen Korb. Und das dieser nicht aufgibt und um Martina kämpfen will ohne dabei zu aufdringlich zu werden, hat mir echt gut gefallen. Er hat Verständnis und weiß dennoch was er will. 

    Und nebenbei kann Thorsten auch noch echt gut kochen und man bekommt direkt Lust seine Rezepte auch zu probieren. Zum Glück befinden sich hinten im Buch einige Rezepte, die in der Geschichte angesprochen werden. 

    Wer toll erzählte Liebesgeschichten mag, muss dieses Buch unbedingt lesen.

  22. Cover des Buches Glück ist nichts für schwache Nerven (ISBN: 9783442383252)
    Theresia Graw

    Glück ist nichts für schwache Nerven

     (43)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox
    Ein locker und leichter Roman über die Irren und Wirren der Liebe. Doris erfährt durch Zufall wer ihr Vater ist. Die Mutter hat darüber immer geschwiegen. Als sie sich dem Vater offenbaren will, wird sie versehentlich als seine Pflegerin eingestellt. Dadurch hat sie aber Gelegenheit ihn gut kennenzulernen. Sie bringt den Vater durch Motivation wieder zurück ins Leben und am Ende klärt sich alles. Eine Lektüre für zwischdurch die Spaß gemacht hat zu lesen,
  23. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (ISBN: 9783869525389)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Andrea-Karminrot

    Chemie ist die Leidenschaft von Elizabeth Zott. Sie wollte promovieren, ihren Doktor machen. Doch erstens ist es Ende der 1950 Jahre und dann kommt auch noch ihr damaliger Vorgesetzter dazwischen. Einfach so zerstörte er die Karriere von der engagierten Chemikerin. Angewidert und entehrt, verließ sie ihr Studium und bekam in einem Institut für Chemie in Kalifornien ein neues Jobangebot.

    Eine Frage der Chemie

    Doch nicht etwa als „richtige“ Mitarbeiterin, sondern mehr als Mädchen für alles wird sie eingestellt. Allerdings hatte sie immerhin die Chance, sich an einigen Versuchen und Forschungen zu beteiligen. Was Elizabeth bestimmt nicht ist, ist durchschnittlich. Sie ist eine absolut wissbegierige Person, ständig auf der Suche nach Erklärungen und immer mit einer Frage und Gegenargumenten auf den Lippen. Und genau in diese Lippen, in dieses wunderschöne Gesicht, verliebt sich der angehende Nobelpreisträger, Chemiker und Wissenschaftler Calvin Evans. Sehr zum Ärger der gesamten Belegschaft werden die Beiden ein perfektes Paar. Das Chemikerpärchen steht im ständigen Austausch, reden miteinander und nehmen sich gegenseitig ernst. Es ist eine Frage der Chemie! Sie ziehen zusammen und heizen damit nur noch mehr die Gerüchteküche an. Eine Frau, die mit einem Mann in wilder Ehe lebt, kann nur ein Flittchen sein.

    Doch die Beiden kümmert das alles nicht. Sie genießen ihre Zweisamkeit. Kinder will Elizabeth nicht. Dafür bringt sie eines Tages einen völlig verwahrlosten Hund mit nach Hause. Als Calvin sie fragt, wie der Hund heißen würde, schaute sie auf ihre Armbanduhr und sagte: „Halbsieben“. Es war wieder eine Frage der Chemie, dass sie zusammen passten. Doch das Glück hielt nicht lange. Calvin verunglückte und hinterließ Elizabeth ein Nachlass, der erst neun Monate später auf die Welt kam.
     Niemals wollte sie Mutter sein und hielt nun das Einzige in den Armen, was ihr von ihrer großen Liebe übrig geblieben war.

    Das Hörbuch

    Gelesen wird Eine Frage der Chemie von Luise Helm, deren Stimme sich sehr angenehm anhört. Sie liest das Buch nicht einfach nur so herunter, sondern man hat immer wieder das Gefühl, dass sie diese Geschichte liebt. Dass sie Elisabeth Zott liebt. Luise Helm geht mit Elizabeth wunderbar mit. Es gibt auch genügend komische Momente, die die Sprecherin so trocken rüberbringt, wie es die Autorin wohl auch gemeint haben mag. Halbsieben (s.o. so heißt der Hund von Elisabeth und Calvin) sei dank, wird öfter von einer misslichen Lage, in der die junge Mutter steckt, abgelenkt und die humorigen Momente täuschen über ein kritisches Buch hinweg. Anfang der 1960 Jahre war es, für eine alleinerziehende Mutter bestimmt, sehr schwer, Fuß zu fassen und nicht als Freiwild angesehen zu werden.

    Interessant fand ich, wie sich die junge Mutter mit ihrer unfreiwilligen Mutterschaft auseinandergesetzt hat. Wie sie sich in einer Welt durchsetzte, in der Frauen nur für das Kinderkriegen und -versorgen zuständig waren.

    Eine Frage der Chemie ist der erste Roman von Bonnie Garmus. Sie schwimmt gerne im offenen Meer und versucht nicht darüber nachzudenken, was sonst noch im Meer unter ihr herumschwimmt. Sie hat sich in Kalifornien lange dem Kampfrudern gewidmet. Eine Sportart, der sich ihre Protagonistin Elisabeth Zott ebenfalls ausgiebig widmet. Ich hoffe sehr, noch mehr von dieser Autorin zu lesen bzw. zu hören.

    Ich habe es sehr genossen, dieses wunderbar gelesene Buch gehört zu haben.



  24. Cover des Buches Die Schweigende (ISBN: 9783328108092)
    Ellen Sandberg

    Die Schweigende

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Ich hatte schon so einiges von der Autorin Ellen Sandberg gehört, sodass ich mir nun endlich einmal ein eigenes Bild von einem ihrer Werke machen wollte.

    Meine Wahl ist auf "Die Schweigende" gefallen und ich muss ehrlich zugeben, ich hätte nicht gedacht, dass solch eine dramatische Geschichte hinter diesem Buch steckt!

    Der angenehm leichte Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen, die jeweiligen Kapitelüberschriften tragen den Namen der aktuell erzählenden Person. Insgesamt wird die Geschichte somit von den vier Frauen der Familie, um die sich die Erzählung dreht, vorgetragen. Diese Perspektivwechsel haben für ein gutes Maß an Abwechslung gesorgt.

    Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen und und behandelt die dunkle Geschichte der Kinderheime und das Schicksal von Heimkindern in der Nachkriegszeit in Deutschland, sowie die damals herrschenden Missstände der 50er/60er Jahre. Es ist bekannt, dass diese Zeit besonders stark für Zucht und Ordnung steht. Immer wieder wurden Kinder den Eltern entzogen und in Heime eingewiesen, wo eine "Fürsorgeerziehung" gewährleistet wurde. Die Eltern wurden fälschlicherweise beschuldigt und auch angeklagt, vor allem Alleinerziehende wurden von Bekannten oder auch Nachbarn denunziert und ihrer Kinder beraubt. Immer wieder dachte ich mir, dass kann doch nicht sein, wie kann man damit denn durchkommen?! Und was für eine Rolle spielt die Kirche denn hierbei?! 

    Unter dem Deckmantel der Barmherzigkeit wurden den Heimkindern schreckliche Dinge angetan, physisch sowie auch psychisch und das in einem unvorstellbaren Ausmaß! Was sind das bitte für Menschen, die im Namen Gottes Misshandlungen begehen und verbergen?! Und was ist das für eine Gesellschaft, die nicht hinter die Mauern blicken will?!

    Den einzelnen Kindern, die diesem System entfliehen konnten, wurde traurigerweise so gut wie kein Gehör geschenkt - einfach weil das Erzählte so unvorstellbar war. Ich bin mir sicher, dass es auch heute noch solche Fälle gibt, daher finde ich es wichtig, dass hier solch ein untergrabenes Thema aufgegriffen wurde. Es gab ja tatsächlich viele Skandale um deutsche Kinderheime, wo vermutlich längst nicht alles aufgedeckt wurde. Erst in den 1970er Jahren wurde diesbezüglich Aufmerksamkeit erregt und der Stier wurde wortwörtlich bei den Hörnern gepackt. Wie viele Kinder bis zu diesem Zeitpunkt seelisch und körperlich misshandelt und auch gebrochen wurden, darüber möchte man gar nicht nachdenken. Viele konnten sich nie von den Traumata befreien und suchten die Erlösung im Freitod. Vor allem die Psyche dieser Menschen ist auf immer beschädigt und betrifft auch die nachfolgenden Generationen. Demnach möchte ich hier noch eine deutliche Triggerwarnung für Leseinteressierte aussprechen!

    Man erfährt also nach und nach die Vergangenheit der Hauptprotagonistin und wie sich diese bis heute noch auf sie auswirkt. Anfangs konnte ich mit der verbitterten, starrköpfigen, kaltherzigen und eigensinnigen Karin so gar nichts anfangen und habe sie ehrlicherweise recht schnell in eine Klischeeschublade gesteckt. Nach und nach lüftet sich aber der Vorhang und man versteht, weshalb sie ist wie sie ist und warum sie zu ihren so ganz unterschiedlichen Töchtern ein so schwieriges und kompliziertes Verhältnis hat. Bei Karin wird vor allem aufgezeigt, wie sehr die menschliche Seele sich Dinge zusammenreimt, um mit Schmerz besser umgehen zu können. Auch die restlichen Charaktere und deren Eigenschaften sind ziemlich gut dargestellt, obwohl ich mit einer speziellen Person große Probleme hatte... Ich wollte sie schütteln und fragen, wie man nur so egoistisch, hinterrücks und zugleich eingebildet sein kann?! Die unterschiedlichen Entwicklungen der jeweiligen Personen sind interessant gestaltet und auch diese selbst sind äußerst facettenreich. Egal ob mir die Charaktere sympathisch oder unsympathisch waren - sie haben alle eine gute Rolle besetzt. Einziger Kritikpunkt hier: Mir wurde bezüglich der Vergangenheit viel zu wenig hinterfragt, das mangelnde Interesse hierfür empfand ich irgendwie als unglaubwürdig.

    Ihr seht, die Wahrheiten innerhalb der Story haben mich emotional wirklich berührt und auch nachdenklich gestimmt. Ich habe mich durchgehend als ein beobachtender Part der Familie gefühlt und fand besonders die Idee hinter den Rosen in Karins Garten, die die Charakterzüge der Töchter widerspiegeln, ganz toll! 

    Alles in allem eine interessante Familienverknüpfung und eine Familiengeschichte, deren Gründe für die Probleme in der Nachkriegszeit liegen. Es gab einige vorhersehbare Stellen, ich konnte mir dennoch ein sehr gutes Bild der geschilderten Zustände machen und mir Wissen aneignen, über einen Teil der Geschichte, von dem ich noch nicht viel wusste.

    Ich finde es bemerkenswert, dass die Autorin den verstummten Stimmen Leben eingehaucht hat, was mitunter ihrer detaillierten Recherchearbeit zu verdanken ist. Sie schreibt im Nachwort:

    "Ich wollte - stellvertretend für unzählig andere - das Schicksal eines Heimkindes lebendig werden lassen. Vor allem wollte ich zeigen, welche Auswirkungen diese Art von "Pädagogik" bis in die nächste und übernächste Generation haben kann, und ich hoffe, dass mir das gelungen ist."

    Meiner Meinung nach ist es das, vollumfänglich!

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