Bücher mit dem Tag "alleinerziehende mutter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alleinerziehende mutter" gekennzeichnet haben.

94 Bücher

  1. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe) (ISBN: 9783492076005)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)

    (748)
    Aktuelle Rezension von: Askyfullofpages

    „Eine Frage der Chemie“ hat mir sehr gut gefallen, vor allem wegen der vielen außergewöhnlichen und beeindruckenden Frauencharaktere, die diese Geschichte tragen.  Im Mittelpunkt steht Elizabeth Zott, doch es sind gerade die unterschiedlichen Frauenfiguren und ihre Beziehungen zueinander, die dem Roman Tiefe und Wärme verleihen.

    Das Buch spielt in einer Zeit, in der Frauen in Wissenschaft und Gesellschaft massiven strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt waren. Dazu zählen nicht nur starre Rollenbilder, sondern auch Machtmissbrauch, Grenzüberschreitungen und sexualisierte Gewalt, die offen thematisiert werden. Diese Aspekte werden klar benannt, ohne reißerisch zu wirken und machen deutlich, wie selbstverständlich solche Erfahrungen für viele Frauen waren und oft noch sind. 

    Diese Realität wird deutlich gezeigt, ohne dass der Roman verbittert wirkt. Dennoch stößt sie unangenehm auf, gerade weil Gleichberechtigung auch heute noch nicht erreicht ist. Bonnie Garmus erzählt mit feinem Humor, klarem Blick und viel Empathie von Ungerechtigkeiten, Widerständen und dem Mut, sich nicht kleinmachen zu lassen.

    Besonders gelungen finde ich, dass die Frauenfiguren nicht idealisiert werden. Sie sind klug, eigensinnig, verletzlich, wütend, loyal, aber vor allem sind sie menschlich. Genau das macht sie so glaubwürdig und stark. Auch Nebenfiguren bekommen Raum und bleiben im Gedächtnis, was dem Buch eine besondere Lebendigkeit verleiht.

    Trotz ernster Themen liest sich der Roman leicht und flüssig. Humor und emotionale Tiefe sind gut ausbalanciert, sodass man sowohl schmunzeln, als auch nachdenklich werden kann.  „Eine Frage der Chemie“ ist damit nicht nur eine Geschichte über Gleichberechtigung, sondern auch über Selbstbestimmung, Freundschaft und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.

    Ich kann dieses Buch wirklich allen ans Herz legen, die kluge, warmherzige Romane mit starken Frauenfiguren mögen.

  2. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (ISBN: B09V5N7C74)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie

    (131)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    So eine spannende, intensive, emotionale und starke Geschichte.
    Elisabeth Zott wurde so gut beschrieben, dass ich dachte, es wären wahre Begebenheiten und Elisabeth Zott hätte gelebt. Meine Recherche zeigte, dass Elisabeth Zott ausgedacht war. Eine perfekte Charakterentwicklung also.
    In der Zeit um 1961 hätte es Elisabeth als Frau, die nicht ganz so weiblich ist, manchmal etwas verrückte Ideen hat und eine absolute Liebe für die Chemie und die Wissenschaft hat, bestimmt nicht so einfach im Leben gehabt, was perfekt in diesem Buch dargestellt wird. Sie stellt aber auch eine starke, eher aus Versehen feministische Persönlichkeit dar. Eine starke, interessante Protagonistin. Die anderen Charaktere fand ich ebenfalls sehr gut dargestellt. Besonders ihr Hund Halb 7 und ihre Tochter Mad haben mir sehr gefallen. 

    Es war so emotional, dass ich teilweise beim Hören Rotz und Wasser heulen musste, mit Elisabeth Wut empfunden habe und ihre kämpferische Natur nachempfinden konnte.

    Das Hörbuch an sich ist auch sehr gut produziert und perfekt von Luise Helm eingesprochen worden. 

    Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. 

  3. Cover des Buches Blinde Vögel (ISBN: 9783499259807)
    Ursula Poznanski

    Blinde Vögel

    (576)
    Aktuelle Rezension von: eumel8

    Bei diesem Buch ist man froh, wenn es endlich vorbei ist. Hauptfigur ist die Ermittlerin Beatrice Kaspary. Überfrau, geschieden, 2 Kinder, 24 Stunden im Dienst, 7 Tage die Woche. Es beginnt mit 2 Toten auf einem Campingplatz. Aber es sollten nicht die letzten gewesen sein. Die einzige Verbindung scheint eine Facebook-Gruppe zu sein, die sich mit Lyrik beschäftigt. Und so dreht sich das ganze Buch mehr oder weniger um Facebook, Fake-Identitäten und Datenschutz. Nebenbei ist noch bisschen Familie, der Ex-Mann hat immer Zeit, die Ehe ist zerbrochen, weil Tote immer Vorrang haben. Warum? Die Frage bleibt unbeantwortet. 

    Das grosse Finale beginnt 50 Seiten vorm Schluss mit einem Off des Täters. Aber das Ende zieht sich und die Autorin kennt kein Erbarmen. Brauch man erst ne Weile, um ein weiteres Buch aus der Serie zu lesen. Hab auch erst mit Band 2 angefangen.

  4. Cover des Buches Obsessed: Bis du mein bist (ISBN: 9783961154326)
    Don Both

    Obsessed: Bis du mein bist

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Rupp

    Ich bin mir nach dem Lesen immer noch nicht ganz sicher, was ich von diesem Buch halten soll. Grundsätzlich hat mir die Geschichte jedoch gut gefallen vor allem, weil sie mehr bietet als nur eine Liebesgeschichte.


    Besonders positiv hervorzuheben ist die Protagonistin Olivia. Dass sie bereits Mutter ist und mit Riley ein wirklich wundervolles Kind hat, verleiht der Geschichte Tiefe und Authentizität. Es geht nicht nur um ihr Liebesleben, sondern auch um ihren Alltag als alleinerziehende Mutter: den Spagat zwischen Arbeit, Verantwortung und fehlenden beruflichen Perspektiven aufgrund eines nicht vorhandenen Abschlusses. Die vielen Herausforderungen, denen Olivia sich stellen musste, haben sie zu dem Menschen gemacht, der sie heute ist und genau das macht sie so greifbar und sympathisch. Auch wenn sie vllt etwas naiv ist. 


    Ihre Anziehung zu toxischen Männern wird durch ihre Vergangenheit, insbesondere durch ihren Ex-Partner, nachvollziehbar dargestellt. Keaton hingegen ist eindeutig anders. Er tritt als Beschützer auf, zeigt ehrliches Interesse an Olivia und kümmert sich aufrichtig um ihren Sohn und genau das ist etwas, das man beim Lesen sehr schätzen lernt.


    Dennoch habe ich mit Keatons Charakter meine Schwierigkeiten. An manchen Stellen ist sein Verhalten einfach zu viel. Aussagen und Dynamiken wie „Du gehörst mir“ mögen im Kontext des Genres für manche reizvoll sein, wirken aber stellenweise übergriffig. Die Art, wie er Olivia Vorschriften macht und sie behandelt, überschreitet für mich persönlich Grenzen.


    Sehr gelungen fand ich hingegen, dass auch Keatons Vergangenheit beleuchtet wird. Seine Motivation, seine inneren Konflikte und vor allem seine tiefsten Geheimnisse werden nachvollziehbar aufgebaut und verleihen seiner Figur zusätzliche Tiefe.


    Das Ende deutet klar auf eine Fortsetzung hin. Es verspricht mehr, wirkt jedoch nicht wirklich offen, sondern eher wie ein vorbereitender Abschluss für den nächsten Band.


    Fazit


    Obsessed ist eine emotional vielschichtige Geschichte mit einer starken Mutterfigur und interessanten Charakteren. Trotz einiger kritischer Aspekte insbesondere in der Beziehungsdynamik bleibt das Buch fesselnd und macht neugierig darauf, wie es weitergeht.

  5. Cover des Buches 9 Tage wach (ISBN: 9783841906298)
    Eric Stehfest

    9 Tage wach

    (80)
    Aktuelle Rezension von: Miss_Zuckerwatte

    Das Buch beschreibt einen langen und sehr exzessiven Lebensabschnitt des jungen Mannes. Es beschreibt schonungslos die vielen Rauschzustände und Eskapaden des Schauspielers und ist durchaus interessant, da es sich hier um eine wirklich erlebte Geschichte handelt.

    Ich hatte immer wieder Probleme in die Geschichte einzufinden und dran zu bleiben. Oft hatte ich nach 10 Seiten auch keine Lust mehr. Ich bin froh, dass ich es durch habe...

  6. Cover des Buches Paradise Garden (ISBN: 9783257247756)
    Elena Fischer

    Paradise Garden

    (328)
    Aktuelle Rezension von: Europeantravelgirl

    Billie wächst mit ihrer Mutter in einfachsten Verhältnissen, aber voller Glück auf. Doch mit der Ankunft ihrer Großmutter aus Ungarn verändert sich alles in ihrem Leben, und das ist eigentlich mehr als eine Vierzehnjährige verkraften kann.

    Billies Geschichte reiht sich nahtlos in klassische Coming-of-Age-Romane ein und sticht doch heraus. Auf nicht einmal 350 Seiten schafft es die Erzählung, sich tief in mein Herz zu graben. Anfangs sind es die sozial schwierigen Verhältnisse, die mich betrüben und die doch mit viel Herz und Hoffnung geschildert sind. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und die Dramatik des Geschehens hätte die Handlung leicht in eine tragische Richtung abtauchen lassen können, doch Billie unternimmt einen Roadtrip, der ihrem Leben eine wunderbare Wendung verleiht.

    Natürlich sind die Motive der Geschichte nicht neu. Sie sind aber auf einzigartige Weise und klug erzählt, und so schafft es die Autorin, dass ich dieses Buch nahezu in einem Rutsch gelesen habe und mir Billie auch noch Tage nach dem Zuklappen des Buchs im Kopf herumgeisterte. Ich mochte die Sprache, ich mochte die besondere Sichtweise der Vierzehnjährigen, ich liebe die Charaktere und gebe gerne eine Leseempfehlung ab.

  7. Cover des Buches Atmosphere (ISBN: 9783548074719)
    Taylor Jenkins Reid

    Atmosphere

    (244)
    Aktuelle Rezension von: Pina27

    Atmosphere ist eines dieser Bücher, bei denen ich anfangs dachte: „Oh je, das wird schwierig.“ Es werden sehr viele Charaktere eingeführt, dazu kommt dieses komplexe Raumfahrtthema mit vielen Fachbegriffen rund um die NASA.

    Dieses Buch hat mich jedoch emotional mehr berührt, als ich erwartet hätte. Die Geschichte ist stellenweise traurig, sehr nachdenklich und trägt eine gewisse Schwere in sich – ohne dass ich hier zu viel verraten möchte. Es ist definitiv kein leichtes Buch, aber eines, das nachhallt.
    Taylor Jenkins Reid thematisiert auf einfühlsame Weise Aspekte, die zur damaligen Zeit gesellschaftlich nicht akzeptiert wurden und als Tabu galten. Ein Charakter hat mich auch wütend zurückgelassen. Die Gedanken und Handlungen konnte ich nicht gutheißen und akzeptieren.
    Besonders beeindruckt haben mich die Sprüche. Viele davon sind sehr gefühlvoll, bedeutungsvoll und bleiben im Kopf. Es sind diese stillen Momente, die das Buch so besonders machen.

    Atmosphere ist kein klassisches Highlight, aber ein einzigartiges Buch mit Tiefe, Emotionen und einer besonderen Stimmung.

    ❓️ Wärt ihr die Astronaut:innen, die mit einer Rakete ins Weltall fliegen und das Universum direkt von oben erforschen? Oder würdet ihr lieber am Boden bleiben und in der Missionskontrolle arbeiten, um die Astronaut:innen von unten aus zu unterstützen?

  8. Cover des Buches Winterzauber in Manhattan (ISBN: 9783442485161)
    Mandy Baggot

    Winterzauber in Manhattan

    (178)
    Aktuelle Rezension von: LettergirlRomanTick

    Die Geschichte "Winterzauber in Manhattan" von Mandy Baggot ist mein zweiter Winterzauber den ich bis jetzt gelesen habe. 2 warten noch im Bücherregal und ich freu mich schon sehr auf diese Geschichten.

    Die Autorin schafft es immer wieder mit ihren Stories und ihrer Schreibweise zu verzaubern, wobei die Darstellung von den Töchtern, in diesem Buch Angel, eine wundervolle Rolle zugeschrieben werden, welche mit ihrer Art dem Geschehen noch mehr Pepp verpassen.

    Auch wenn mich in diesem Buch, die änfängliche Rolle von Oliver mit seinem "Ich sterbe gleich"- Getue schon echt angenervt hat und es mir persönlich zu viel war, zum Glück ist es im Laufe der Story weniger geworden, hat mir die Geschichte um den Manhattaner Winterzauber sehr gefallen und ich kann auch dieses Buch jedem empfehlen der auf Liebesgeschichten steht.

  9. Cover des Buches Rico, Oskar und die Tieferschatten (ISBN: 9783551316035)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und die Tieferschatten

    (404)
    Aktuelle Rezension von: Koala_1

    Rico ist ein Tiefbegabter Junge was so ungefähr das Gegenteil von Hochbegabt ist .Er verläuft sich schnell oder vergisst Sachen was sein Leben in Berlin nicht einfach macht zumal der gefährliche Entführer Mister 2000 gerade unterwegs ist es verschwinden deswegen viele Kinder.Rico hat keine Angst vor Mister 2000 er hat  keine Angst vorm Alleinsein oder dem Dunkeln das ist Rico ja ständig da seine Mutter im Nachtclub arbeitet . Er hat nur Angst vor dem verlaufen und vor den Tieferschatten das sind die Schatten die in leeren Wohnung gegenüber von ihm rumspuken . Alles in einem ist sein Leben sehr schwierig bis er Oscar trifft einen hochbegabten Jungen der wohl mehr als nur einen Plan von allem zu haben scheint .Doch dann passiert etwas schreckliches und das Buch geht erst richtig los.

    Ich finde das Buch lustig und spannend ich würde es jedem weiterempfehlen egal wie alt man ist . Ich gebe nur vier Sterne weil ich manchmal ein paar Sehnen sehr zäh fand sonst aber gut .



    Sterne :⭐️⭐️⭐️⭐️

  10. Cover des Buches Blonder wird's nicht (ISBN: 9783746631905)
    Ellen Berg

    Blonder wird's nicht

    (118)
    Aktuelle Rezension von: Mo_Na2

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht Maja, eine alleinerziehende Mutter, die ihren eigenen Friseursalon führt. Ihr Sohn Willi steckt in der typischen Teenager-Null-Bock-Phase, während ihr Partner Robin in den schwierigeren Momenten keine große Unterstützung bietet. Die einzige wirklich hilfreiche Figur ist ihre Tante Ruth, die normalerweise an der Amalfiküste lebt und plötzlich in Majas Leben auftaucht. Sie bringt die 17-jährige Olga mit, die Maja ausbilden soll – eine Entscheidung, die sich als problematisch herausstellt. Olga ist nicht nur übermäßig blondiert, sondern sorgt auch für Chaos, als sie in ihrem Friseursalon ein Missgeschick bei einem Kunden anrichtet, der daraufhin mit einer Klage droht.

    Die Handlung wird zunehmend dramatischer, als Willi in echte Gefahr gerät. Maja kann sich glücklicherweise auf ihre treuen Kunden und den guten Freund Jeremy verlassen, die ihr zur Seite stehen. Insgesamt ist die Geschichte spannend und fesselnd erzählt – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Doch auch wenn der Schreibstil typisch für Ellen Berg ist, fühlte sich die Handlung stellenweise zu überladen an.

    Die verschiedenen Nebenstränge, wie etwa die Begegnung mit der Russenmafia oder die naive Clique, die sich mit Gangsterbossen anlegt, erscheinen in meinen Augen zu unrealistisch und übertrieben. Die Polizei, die in vielen Momenten völlig ahnungslos ist, trägt auch nicht wirklich zur Glaubwürdigkeit bei. Ich fand es schade, dass diese Elemente die eigentliche Geschichte eher verwässert haben.

    Ein weiteres Minus war der Epilog, der nur vier Tage nach den Ereignissen des Buches spielt. Ein bisschen mehr Raum für einen Ausblick, wie es mit den Charakteren, vor allem mit Willi und Olga, weitergeht, hätte dem Ende gutgetan.

    Fazit: Ein unterhaltsames Buch, das spannend erzählt wird, aber leider durch übertriebene Handlungsstränge und unrealistische Elemente die Glaubwürdigkeit verliert. Wer die typische Ellen-Berg-Stimmung mag, wird trotzdem seinen Spaß haben, aber ich persönlich war am Ende etwas enttäuscht.

  11. Cover des Buches Das Liebesleben der Suppenschildkröte (ISBN: 9783442382019)
    Theresia Graw

    Das Liebesleben der Suppenschildkröte

    (96)
    Aktuelle Rezension von: romanasylvia
    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, obwohl sie vorhersehbar ist. Für zwischendurch genau richtig.
  12. Cover des Buches Denn ohne Liebe werden wir zerbrechen (ISBN: 9783736319325)
    Brittainy C. Cherry

    Denn ohne Liebe werden wir zerbrechen

    (128)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Obwohl der zweite Band des Mixtape Duetts überhaupt nichts mehr mit dem ersten Band zu tun hat, außer, dass man es mit Musikern zu tun bekommt, ist er dennoch wieder wirklich gut und sehr emotional.


    Dabei darf ein gewisser Kitsch aber auch einmal mehr nicht fehlen. Davon gibt es hier nämlich so einigen, was mich aber viel weniger stört, als das allseits bekannte Problem mit dem Schluss machen, weil es irgendwelche Probleme gibt, die man vielleicht lieber zusammen aus dem Weg räumen könnte. Immerhin war der Grund hier halbwegs nachvollziehbar und die Trennung nicht sehr lang. Ansonsten mochte ich aber alles an dieser Geschichte, denn sie ist wirklich schön und es werden wieder wichtige Themen angesprochen, zum Beispiel den Verlust eines wichtigen Menschen, sexuelle Gewalt und auch, wie falsches Christentum aussieht. Christentum ist nämlich Liebe und nicht Hass. Aber auch die Liebesgeschichte selbst fand ich wunderschön und romantisch, mit viel gegenseitigem Verständnis und Respekt, die Sexszenen sehr niveauvoll und dennoch prickelnd.


    Außerdem mochte ich die Charaktere und deren Entwicklung sehr. Emery als junge Mutter gibt alles und ist eine wahre Kämpferin, welche gleichzeitig noch für ihre Schwester da sein will. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und ist wahnsinnig sympathisch. Gleich ging es mir mit Oliver, welcher Ecken und Kanten hat, aber dennoch ein sehr gutes, wenn auch gebrochenes Herz, hat. Beide passen einfach super zusammen und ergänzen sich perfekt. Dazu kommt noch die kleine, wahnsinnig selbstbewusste und freche Reese, die für ziemlich viel Unterhaltung sorgt.


    Alles in allem hat die Autorin auch hier erneut, mit einem großartigen, flüssigen Schreibstil, einen super guten, emotionalen und tiefgründigen Liebesroman geschaffen, welcher mich gerade zum Ende hin wieder extrem berührt und an den Rand der Tränen geführt hat.  

  13. Cover des Buches Das Nest (ISBN: 9783442486168)
    Cynthia D'Aprix Sweeney

    Das Nest

    (200)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    "Das Nest" ist ein Treuhandfonds, den der bereits verstorbene Familienvater Leonard Plumb für seine vier Kinder angelegt hat. Dieser sollte am 40. Geburtstag der jüngsten Tochter Melody ausgezahlt werden. Wenige Monate zuvor verursacht der älteste Sohn Leo jedoch einen Unfall, weshalb Mutter Francie den Fonds als Schweigegeld für das Unfallopfer verwendet, um einen Skandal zu verhindern. Dummerweise hatten die Kinder jedoch mit der Auszahlung eines millionenschweren Erbes gerechnet, so dass sie sich nicht aus ihren bestehenden Finanzkrisen heraushelfen können. Leo vertröstet seine Geschwister zunächst und verspricht, sich um einen Ausgleich zu kümmern, aber dann verschwindet der Lebemann klammheimlich. 

    Der Roman ist aus der Perspektive zahlreicher Charaktere geschrieben, dass es zunächst schwerfällt, einen Überblick über alle Figuren zu erhalten und die Zusammenhänge zu erkennen. Es werden nicht nur Szenen aus dem Leben der vier Geschwister Plumb geschildert, sondern auch aus denen von Nebencharakteren, die für die Handlung keine wesentliche Rolle spielen. Auf diese Weise kommt man keinem Charakter wirklich nah, sie blieben distanziert und undurchsichtig. Auch stört die am Anfang sprunghafte Erzählweise den Lesefluss. Die einzelnen Episoden und Rückblenden wirken zusammenhanglos und es fehlt an einer aktiven Handlung, da sich der Roman mehr mit den Gedanken und Sorgen der Protagonisten beschäftigt. 

    Erst als der Fokus stärker auf Leo rückt und sein Charakter, der sich als eine arrogante, überhebliche und egoistische Persönlichkeit entpuppt, die keinerlei Unrechtsbewusstsein zu haben scheint, sich seine Schuld nicht eingesteht und für sich selbst einen Neuanfang möchte, wird das Buch interessanter und spannender. Leider verliert sich die Handlung dann erneut in Nebenschauplätzen, so dass sie am Ende nicht spannender sondern ermüdender wird. 

    "Das Nest" ist für mich kein klassischer Familienroman, denn dafür fehlte mir eine durchgehende Interaktion der Geschwister. Es bleibt vage, wie die Geschwister gemeinsam aufgewachsen sind und in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen. Verbindendes Element scheint einzig der Treuhandfonds zu sein, weshalb sie sich überhaupt um Treffen bemühen. Details aus den Leben der jeweils anderen kennen sie nicht. Die Rolle von Mutter Francie ist nebulös und warum sie das Erbe eingesetzt hat, um negative Schlagzeilen zu vermeiden, wird nicht klar. 
    Auch wenn der rote Faden die ausstehende Wiedergutmachung Leos ist, auf die sich die Geschwister verlassen, um ihre finanziellen Probleme zu lösen, verliert sich der Roman in diversen Nebenhandlungen, die völlig beliebig und für den Fortgang der Handlung unerheblich sind, so dass er etwas langatmig und unfokussiert erscheint. Auch die fehlende Nähe zu den Charakteren erschwert es, an ihren Schicksalen teilzuhaben, so dass die Handlung weder sonderlich fesselt noch emotional berührt.
  14. Cover des Buches Cupidas küssen nicht (ISBN: 9783426216033)
    Ewa A.

    Cupidas küssen nicht

    (15)
    Aktuelle Rezension von: HanniinnaH

    Inhalt:

    Evodie ist eine Cupida, ein Liebesengel. Sie bekommt einen neuen Auftrag und soll den Witwer Jonas und die allein-erziehende Mutter Susan zusammenbringen. Sie nimmt die Stelle als Kindermädchen an, die Jonas ausgeschrieben hat um ihm Susan schmackhaft zumachen. Doch Evodie beginnt Gefühle für Jonas zu entwickel, was jedoch ihr als professionelle Cupida auf keinen Fall passieren darf. Doch dazu kommt noch das Demian der beste Zwietracht-Engel seiner Legion versucht den Auftrag für sich zu gewinnen und und versucht Susan und Jonas voneinander fernzuhalten.
    Doch der gutaussehende Demian zieht die Frauen an sich wie ein Magnet sowie auch Evodie.


    Meine Meinung:

    Den Schreibstil von Eva A. fand ich einfach klasse, da er einfach sehr erfrischend ist, sich sehr leicht und locker lesen lässt, die Emotionen super rüberkommen und die Seiten nur so davon fliegen.
    Evodie fand ich vom Anfang echt sympathisch. Auch Susan, Jonas, Max und Leon habe sind mir alle auf ihre eigene Art sehr schnell ans Herz gewachsen. Mit Demian konnte ich mich am Anfang nicht so schnell anfreunden, da er sehr überheblich auf mich gewirkt hat aber nach und nach wurde er auch mir sympathischer. Ich finde echt super, dass die Emotionen so gut rübergekommen sind ich habe dabei echt sehr viel gelacht.

    Das Cover gefällt mir echt super, da es Evodie über den Wolken zeigt. Ich den Titel echt passend zum Buch finde und es auch farblich toll gemacht finde.


    Fazit:

    Ein echt toller Fantasyroman, der mich sehr viel lachen ließ und mir auch echt super Spaß beim lesen bereitet hat.
  15. Cover des Buches Die Tochter – Deiner Vergangenheit entkommst du nicht! (ISBN: 9783404185351)
    Rose Klay

    Die Tochter – Deiner Vergangenheit entkommst du nicht!

    (65)
    Aktuelle Rezension von: kerstinsbooks

    … für mich leider auch zu vorhersehbar, was auf Kosten der Spannung ging.

    Die alleinerziehende Kathi ist nach dem Verschwinden ihres Freundes mit der gemeinsamen Tochter Lucy in ihr Elternhaus und damit in ihren Heimatort zurückgekehrt. Tief traumatisiert von vorerst im Verborgenen, stets nur angedeuteten Erfahrungen im elterlichen Heim, die Kathi von Kindheit an zur Außenseiterin machten, lebt sie einsam im Schatten der Geister der Vergangenheit und fühlt sich ständig kritisch beäugt. Als sie feststellt, dass Lucy an ihrer Grundschule gemobbt wird und dieses insbesondere von zwei Töchtern gerade der Frauen, die auch Kathi ständig das Leben schwer gemacht haben, will sie die Mädchen mit ihrem Verhalten konfrontieren. Durch die neu hinzugezogene Jennifer, mit der sich Kathi schnell anfreundet und verbündet, fühlt sie sich gestärkt. Doch nach einem Gespräch vor der Schule verschwindet eins der Mädchen spurlos und Kathi steht als letzte Kontaktperson im Fokus der Beobachtungen…

    Deutliche Stärken hat diese Geschichte, die sich ernst-und glaubhaft dem Thema Mobbing, beginnend in früher Kindheit über das Erwachsenenalter bis in die nächste Generation, annimmt. Es zeigt auf, welch katastrophale Folgen dieses auf mentaler, psychologischer, gesundheitlicher und vor allem auch gesellschaftlicher Ebene hat. Gleichzeitig hebt sie die Kraft von Freundschaft hervor, die oft dort am stärksten greift, wo man dieses am wenigsten erwartet. Es ermahnt, eigene und fremde Glaubenssätze öfter kritisch zu hinterfragen und lieber der Intuition statt der Masse zu folgen.

    Dennoch war diese Geschichte auf der Spannungsebene etwas enttäuschend. Schnell ahnte ich, worauf die losen Enden hinauslaufen und auch wenn es noch kleine Überraschungen gab, wurden diese zum Schluss schnell abgehandelt. Darüber hinaus hätte ich mir bei den Figuren mehr Tiefe gewünscht. Einige Handlungsmotive und Sichtweisen ließen mich nur stirnrunzelnd weiterlesen… Schade!

    Ich werde aber noch einen Roman der Autorin lesen, denn ich sehe durchaus Potential.

  16. Cover des Buches Die Schweigende (ISBN: 9783328108092)
    Ellen Sandberg

    Die Schweigende

    (173)
    Aktuelle Rezension von: sebastian_leseorbit

    „Die Schweigende“ von Ellen Sandberg ist genauso mitreißend geschrieben wie die vorherigen Bücher der Autorin, die ich gelesen habe. Bei diesem Buch war ich wieder überrascht, wie schnell man durch die Seiten fliegt, weil die Geschichte so fesselnd ist, dass man wissen möchte, wie sie endet und damit auch, wie sich das Rätsel am Ende auflöst. Diese Geschwindigkeit erreicht die Autorin aus meiner Sicht vor allem durch den Aufbau der Geschichte: Denn die Geschichte spielt abwechselnd im Jahr 2019 in München und in den Jahren 1956 und fortfolgende. So wechseln die verschiedenen Handlungsstränge immer wieder ab und das Ende der einzelnen Kapitel ist so geschickt gewählt, dass man schon automatisch weiterlesen möchte. Im Vergleich zu den anderen Büchern von Ellen Sandberg fand ich bei diesem Band, dass an der einen oder anderen Stelle zu viel Nebenhandlungen aufgemacht wurden. Den Streit zwischen den Geschwistern Anne und Geli hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht. Da es nur ein kleiner Nebenstrang ist, hat es aber keinen großen Einfluss auf die gesamte Geschichte.

    Das Besondere an den Büchern von Ellen Sandberg ist, dass die Handlung meistens auch mit Geschehnissen aus der (deutschen) Geschichte zu tun hat. An dieser Stelle auch eine Trigger-Warnung (und evtl. auch ein kleiner Spoiler), aber bei „Die Schweigende“ geht es auch um die Missstände in katholischen Heimen, die in den 1950er und 1960er Jahren geherrscht haben. Daher wird auch von Misshandlungen an Kindern, die dort betreut wurden, erzählt. Diese Handlungen zu lesen wühlt auf und lässt einen auch schockiert zurück. Evtl. ist dies auch dem einen oder anderen Leser bzw. der einen oder anderen Leserin zu viel. Es gehört aber zu dieser Geschichte dazu und ist von der Autorin auch so eingebaut, dass es zwar aufwühlt, man es aber auch aushalten kann – auch wenn es einen fassungslos zurücklässt.

    Alles in allem ist „Die Schweigende“ wieder ein toller Roman mit einem spannenden Rätsel in der Handlung. Beim Lesen fliegt man durch die 544 Seiten, und wenn man das Buch nach dem Lesen zuschlägt, ist es schade, dass die Geschichte schon fertig erzählt ist und man nicht noch mehr Zeit mit Familie Remy verbringen darf.

  17. Cover des Buches Sehnsucht nach St. Kilda (ISBN: 9783426524220)
    Isabel Morland

    Sehnsucht nach St. Kilda

    (79)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sehnsucht nach St. Kilda ist mein erster Roman dieser Reihe von Isabel Morland.
    Schon allein das Cover vermittelt Urlaubsstimmung. Die vorigen Bände kannte ich nicht, aber trotzdem habe ich sehr schnell in die Story hinein gefunden. Ailic und Rachel, aber auch Annie und Finley haben mich sehr berührt und auch beschäftigt. Die Autorin hat für mich alles sehr bildlich beschrieben, so das ich die Insel gut vor Augen hatte. Am Anfang des Buches befindet sich auch eine Karte von der Insel was ich sehr schön fand. Man blickt zurück in das Jahr 1929 / 1930 und erfährt viel über Annies Kindheit auf St.Kilda. Geschrieben ist dass Buch in zwei Perspektiven. Zum einen in der Zeit der Evakuierung und in der heutigen Zeit. Man begleitet Rachel auf ihrem steinigen Weg zurück zu sich selbst und man erfährt sehr viel über die Evakuierung von St. Kilda. Dass Buch hat mir sehr gefallen und es war für mich ein sehr bewegender Roman, der durch seine vielen Facetten bestochen hat. Alle Charaktere sind authentisch dargestellt und der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter, der mir schöne Lesestunden beschert hat. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Klare Kaufempfehlung und Leseempfehlung

  18. Cover des Buches Tage im warmen Licht (ISBN: 9783596710157)
    Kristina Pfister

    Tage im warmen Licht

    (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein Buch  über Zusammenhalt, Familie, Neubeginn und wie man die sich den Dämonen der Vergangenheit stellt und verarbeitet. Schön zu lesen wie sich die Beziehung von  Mutter und Tochter zueinander entwickelt und wie wichtig die Oma als Bezugsperson für die Protagonistin war. Gerade die Solidarität unter den Frauen im Buch fand ich toll und zeigt auf, wie wichtig es ist sich gegenseitig zu unterstützen.

  19. Cover des Buches Weit weg und ganz nah (ISBN: 9783839893500)
    Jojo Moyes

    Weit weg und ganz nah

    (99)
    Aktuelle Rezension von: Buecherhummelchen

    Das Hörbuch "Weit weg und ganz nah" aus der Feder der britischen Journalistin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin Jojo Moyes wird gesprochen von der deutschen Schauspielerin, Synchronsprecherin und Hörspiel / Hörbuchsprecherin Luise Helm. Diese Stimme mag ich sehr und es wurde gefühlvoll und mit der richtigen Betonung vorgelesen. Ich konnte die Emotionen der Protagonisten voll und ganz mitfühlen.

    Es geht um Jess, die alleinerziehende Mutter von Nicky und Tanzie mit Familienhund Norman. Sie rackert sich Tag und Nacht ab, um die Familie über Wasser zu halten. Nicky, der stets seine Augen schminkt ist sehr verschlossen und zurückhaltend. Am liebsten verkriecht er sich in seinem Zimmer und zockt. Tanzie dagegen ist ganz anderst. Sie ist offen und wissbegierig und ein wahres Mathegenie. Sie will unbedingt auf die Privatschule wechseln. Doch das kostet Geld, das die Familie nicht besitzt. Jess setzt den betrunkenen Ed nach ihrer Schicht in der Bar in ein Taxi und bringt ihn sicher heim. Danach bemerkt sie das er ein Bündel Geldscheine verloren hat, die sie einsteckt. Genau diesen Ed trifft sie ein paar Tage später am Straßenrand wieder und er nimmt sie und ihre Familie mit. ...

    Ich habe schon viele Bücher von Jojo Moyes gelesen und war immer fasziniert von ihren abwechslungsreichen Geschichten mit vielschichtigen Charakteren. Die Autorin nimmt uns mit auf einen Roadtrip der besonderen Art, humorvoll aber auch tiefgründig. Erzählt wird in der wechselnden Perspektive von Jess, Ed, Nicky und Tanzie. So bekommt man bessere Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und sehr gerne der Geschichte gelauscht. Kann das Hörbuch bestens empfehlen.

  20. Cover des Buches Achtzehnter Stock (ISBN: 9783446282780)
    Sara Gmuer

    Achtzehnter Stock

    (225)
    Aktuelle Rezension von: midnightreadwithlana

    Grundsätzlich hat mir Achtzehnter Stock gut gefallen. Der Schreibstil ist persönlich, nah an den Figuren, oft sehr direkt und emotional zugänglich. Besonders überzeugt hat mich die Mutter-Tochter-Dynamik zwischen Wanda und Karlie: diese permanente Überforderung, der Spagat zwischen eigenen Träumen und der Verantwortung für ein  Kind, das ständige Funktionieren-Müssen.

    Sehr eindrücklich – und für mich der stärkste Teil des Romans – ist der Krankenhausaufenthalt von Karlie: von der zu spät behandelten bakteriellen Meningitis über die Isolation bis hin zu den langfristigen Folgen wie dem Hörgerät. Gerade das Thema nicht gehört werden im medizinischen System ist hier schmerzhaft gut getroffen. Als Fachperson habe ich leider viele Parallelen zu realen klinischen Abläufen erkannt, was diese Passagen besonders intensiv gemacht hat.

    Was mich jedoch deutlich gestört hat, ist die klischeehafte Darstellung von Armut und Milieu. Viele Beschreibungen wirkten weniger reflektiert als vielmehr ausgestellt – Formulierungen wie „vom Fernsehen plattgedrückte Haare“ oder „Hartz IV ist kein Traum“ bleiben an der Oberfläche und reproduzieren bekannte Bilder, statt sie zu hinterfragen.

    Ähnlich problematisch fand ich die Darstellung von Migration: stark vereinfachend, teilweise schmerzhaft klischeehaft und klar aus einem Autor:innenblick von außen erzählt („Mit einem Türken kannst du so nicht reden“ etc.). Auch Nebenfiguren wie die chinesische Nachbarin Ming mit Zwillingen oder der Hausmeister, der ihr zuliebe sogar Mehlwürmer essen würde, wirkten eher wie Karikaturen als wie echte Menschen. Ich hatte das Gefühl, dass hier bewusst polarisiert werden sollte – doch manches trieft so sehr vor Klischee, dass es beim Lesen eher abschreckt als zum Nachdenken anregt.

    Die Filmkarriere von Wanda fand ich allerdings durchaus authentisch. Es wurde wirklich passend beschrieben, wie Wanda den Erfolg kurz gekostet hatte und nicht mehr zurück wollte.

    Ich hätte mir insgesamt mehr Ambivalenz und Tiefe gewünscht: mehr Raum für die Nachbar:innen, mehr Zwischentöne, weniger eindeutige Zuschreibungen. Die Themen, die der Roman verhandelt, sind stark und relevant – sie werden aber nicht immer mit der nötigen Differenzierung erzählt.

    Unterm Strich ist Achtzehnter Stock für mich ein Roman mit viel emotionalem Potenzial, starken Einzelmomenten (vor allem rund um Krankheit, Care-Arbeit, Muttersein und dem Verfolgen eigener Träume), der jedoch an seinen eigenen Ambitionen scheitert.

    3 Sterne – gut, berührend in Teilen, aber zu oft zu plakativ, um wirklich nachhaltig zu wirken.

  21. Cover des Buches TADAMUN - Für immer verbunden (ISBN: 9783000552106)
    Karin Ann Müller

    TADAMUN - Für immer verbunden

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Fortin

    Wieder einmal ein hervorragendes Buch der Autorin, welches mich wieder restlos begeistert hat.
    Der Prolog war schon sehr spannend und ich wurde neugierig, was mich wohl erwarten würde.
    Lilli wird von ihrem Mann verlassen und steht mit ihren Zwillingen alleine da. Alles wächst ihr über den Kopf, da nimmt das Jugendamt auch noch vorübergehend ihre Kinder in Obhut. Verzweifelt flieht sie in die Berge um den Kopf wieder frei zu bekommen und nachzudenken.
    Und da ist Farid, ein interessanter und attraktiver Mann, welcher von Rache getrieben wird. Mehr möchte ich hier aber nicht verraten, nur soviel Lilli wächst über sich hinaus, sie ist viel stärker als sie denkt. Haben die beiden überhaupt eine Chance?
    Das Cover gefällt mir sehr gut und ist passend zur Geschichte.
    Der Schreibstil ist flüssig, spannend und locker zu lesen. Die Beschreibungen der Plätze in den Bergen, sind so detailliert beschrieben, dass die Bilder, die man in den Kopf bekommt, Raum für viele Möglichkeiten lassen.
    Mich hat dieses Buch super unterhalten, so dass ich es gerne weiter empfehle.

  22. Cover des Buches Jede Minute mit dir (ISBN: 9783596701711)
    Marie Force

    Jede Minute mit dir

    (112)
    Aktuelle Rezension von: Alexia_

    Grayson ist erfolgreicher Anwalt, möchte nun jedoch zurück in seine alte Heimat Butler kehren. Denn dort wohnt nicht nur seine eigene Familie, sondern auch die Abbotts mit seinen zahlreichen Cousinen und Cousins. Auf einer der Hochzeiten seiner Geschwister macht er die Bekanntschaft mit Emma und ihrer Tochter Simone. Die Beiden verstehen sich auf Anhieb, doch führen beide noch ein Leben in New York. Dennoch können sie die Anziehung zwischen sich nicht verleugnen und stehen nun vor einem augenscheinlich unüberwindbaren Hindernis. Hat die Liebe trotzdem eine Chance?

    Wie schon in den anderen Bänden der Reihe liebe ich einfach die Stimmung und das Setting, das die Autorin Band für Band immer wieder erschafft. Der Leser taucht sprichwörtlich in eine Welt voller Friede, Freude, Eierkuchen ein und man möchte am liebsten gar nicht mehr in die manchmal so ungemütliche Realität zurückkehren. Dieser Band macht hier keine Ausnahme. Allein Emmas Tochter Simone lässt das Herz höherschlagen und ist an Niedlichkeit schlichtweg nicht zu übertreffen. Auch wie sich Grayson hier langsam annähert ohne sich aufzudrängen geht einem einfach ans Herz. Das Emma in dieser Hinsicht natürlich zunächst Bedenken hat ist selbstverständlich und wird sehr gut dargestellt. Auch ihre Vergangenheit ist nicht ohne und so hat Grayson einiges was er überwinden muss um ihr Herz zu gewinnen. Die Hintergründe der beiden schlagen einen ernsteren Ton an, sind aber dennoch mit liebevollen und herzlichen Momenten durchwebt. Und es wäre kein Marie Force Roman, wenn es keinen Spice gäbe. Dieser kommt in diesem Band natürlich auch nicht zu kurz. Es hält sich in Grenzen und ist noch in einem Maße vorhanden, dass ich sagen kann es war genau die richtige Mischung. Natürlich geht auch hier wieder alles sehr schnell und man denkt sich „die kennen sich doch noch gar nicht so lang“, aber die Liebe kennt nun mal keine Grenzen *zwinker*.

    Eine schöne Geschichte mit den Schauplätzen des gemütlichen Butlers und dem hektischen New York. Fred darf natürlich auch nicht fehlen. Sehr viel fürs Herz und 4 von 5 Sternen.

  23. Cover des Buches Limoncello und die wahre Liebe (ISBN: 9782496704389)
    Lotte Römer

    Limoncello und die wahre Liebe

    (37)
    Aktuelle Rezension von: MissSophi

    Der erste Teil hatte mich schon begeistert und nun war ich natürlich gespannt auf die Fortsetzung.

    Diesmal geht es um Elli, die wir schon kurz im ersten Band kennenlernen durften. Sie ist alleinerziehend und hat mit einem Vollzeitjob in ihrer Werbeagentur allerhand um die Ohren. Also beschließt sie kurzerhand ihre Freundin Kim zu besuchen und checkt bei Antonella ein.

    Bei einer Bergwanderung lernt sie Sandro kennen, der einiges älter ist als sie. Aber zwischen ihnen ist was. Hat das eine Zukunft? Könnte der Altersunterschied zum Problem werden?

    Ein wunderbarer Roman, mit vielen Beschreibungen, sowohl von Land, als eben auch von Leuten. Ganz nebenbei werden verschiedene Themen aufgegriffen, wie zum Beispiel auch der Vogelschutz, aber auch die Thematik vieler geschiedener Eheleuten mit Kindern.

    Man kann sich in der Lektüre verlieren und damit schafft die Autorin eine mögliche Auszeit vom Alltag des Lesers. Und mal ehrlich, ist es nicht genau das, was man manchmal einfach braucht?

  24. Cover des Buches After the Game – Riley und Brady (ISBN: 9783492309806)
    Abbi Glines

    After the Game – Riley und Brady

    (93)
    Aktuelle Rezension von: Kristina_Ritter

    Wie bei Abby Glines immer ist man sofort in der Geschichte gefangen und möchte sie am liebsten direkt zu Ende lesen.

    Es geht um Brady und Riley. Beide kennen wir schon aus den Büchern zuvor. Riley ist zurück in Lawton, nachdem sie vor zwei Jahren flüchten musste, da man ihre Vorwürfe nicht geglaubt hat und keiner in der Stadt sie mehr dort haben wollte. Jetzt musste sie mit ihrer Familie wieder zurück, da ihre Oma Alzheimer hat und daher Pflege benötigt. Brady ist aus der Beziehung mit Ivy raus, denn er hat eingesehen, dass er keine romantischen Gefühle für sie hat. Wie vielen anderen auch passt es ihm nicht, dass Riley wieder in der Stadt ist. Als er sie allerdings eines verregneten Tages nach Hause bringt und erfährt, dass sie ein Kind hat, stellt er einiges in Frage.

    Ich fand die Hintergrundgeschichte sehr gut und auch die Verbindung der beiden hat mir gefallen. Ladies hat ein netter Junge von nebenan, der sich eingestehen kann, wenn er ein Fehler gemacht hat. Riley kann einem echt nur leid tun, keiner hat ihre Geschichte geglaubt, ich fand’s sehr gut, dass Riley jemanden gefunden hat, mit dem sie sprechen kann und dem sie vertraut. Riley ist eine sehr starke Frau und hat ihr Leben gut gemeistert. Ich fand auch gut, wie die anderen reagiert haben und wie sich die Geschichte entwickelt hat. Ich fand auch ein bisschen schade, dass Rhett kaum thematisiert wird, z.b dass Brady ihn zur Rede stellt oder ähnliches. Brady hatte ziemlich schnell das einsehen, dass ihre Geschichte doch stimmt, das ging mir dann etwas zu einfach.

    An sich eine gute Geschichte, die aber ein bisschen mehr Tiefgang gebraucht hätte. 

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