Bücher mit dem Tag "alpen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alpen" gekennzeichnet haben.

285 Bücher

  1. Cover des Buches Fünf (ISBN: 9783499257568)
    Ursula Poznanski

    Fünf

     (1.206)
    Aktuelle Rezension von: Tamarisk

    Der erste Band einer Krimireihe die in Salzburg spielt.

    Eine Leiche mit eintätowierten Koordinaten führ die Ermittlerin Beatrice Kaspary und Ihren Partner Florin Wenninger zu einem Geocache, der einen grausigen Inhalt hat. Außerdem enthält es ein Rätsel, welches zu einem weiteren Fundort führt. Als dann noch weitere Personen, die sie befragt haben verschwinden und der Täter per SMS Kontakt mit Bea aufnimmt aus denen hervorgeht, dass er ihre Vergangenheit kennt, wird der Fall persönlicher als gewollt.


    Die Mischung zwischen Privatleben und Polizeiarbeit hat mir sehr gut gefallen. Ich fand die Story spannend und nachvollziehbar, als die Auflösung kam. 

    Ich werde auf jeden Fall die Serie weiterlesen. 


    Wer Nele Neuhaus mit Pia Kirchhoff mag, dem wird auch dieser Krimi gefallen.


    Ich habe wieder gewechselt zwischen Hörbuch und Buch und fand die Sprecherin Nicole Engeln sehr gut. 



  2. Cover des Buches Die Chroniken des Magnus Bane (ISBN: 9783401508191)
    Cassandra Clare

    Die Chroniken des Magnus Bane

     (710)
    Aktuelle Rezension von: Lena_Thierbach

    Klappentext:

     Der schillernde Oberste Hexenmeister von Brooklyn hat ein ereignisreiches Leben hinter sich. Sei es die Französische Revolution in Paris oder der Börsencrash von New York - Magnus Bane war immer dabei und hatte seine funkensprühenden Finger im Spiel. Keine Frage, dass es dabei auch manchmal riskant wird. Wer ewig lebt, muss sich schließlich die Zeit vertreiben, und wenn Ihm eine Situation doch mal zu heiß wird, hilft jederzeit der alles verhüllende Zauberglanz.

    Da Magnus Bane einer meiner absoluten Lieblingscharaktere aus der Schattenjägerwelt von Cassandra Clare ist musste dieses Buch natürlich auch her! Was für jeden anderen Fan ebenfalls ein absolutes Muss ist!

    Wir erfahren durch das Buch mehr über seine früheren Abenteuer mit Catarina Loss &‘ Ragnor Fell in den verschiedensten Ländern der Welt. Ebenfalls gibt es ein Wiedersehen mit Will Herondale, seiner Frau Tessa & Jem Carstairs als Magnus erneut in London ist. Auch über die erste Begegnung von Magnus &‘ Raphael Santiago bekommen wir neue Einblicke. In einer weiteren der 11 Kurzgeschichten, geht es um Jocelyn &‘ Clary als die beiden Magnus das erste Mal aufsuchen. 

    Dieses Buch ist eine kleine ganz wundervolle Ansammlung von Kurzgeschichten, die uns nicht nur den Obersten Hexenmeister noch näherbringen, sondern wir lernen ihn hier durch noch besser kennen. Denn Magnus ist einfach Magnus, mehr kann man dazu gar nicht sagen. Ich hatte während des Lesens sehr viel zu lachen aber nicht nur, ich konnte auch mit Magnus mitempfinden &‘ mitleiden.

    Definitiv eine Leseempfehlung! 

  3. Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783442482917)
    Robert Seethaler

    Ein ganzes Leben

     (379)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Es ist ein anspruchsloses Leben, das dieser Andreas Egger kennt und lebt. Das Unglück, welches ihm schon in jungen Jahren widerfährt, nimmt er hin und lebt so gut er kann weiter. In einer schönen, schlichten Sprache erzählt der Autor diese ländliche Lebensgeschichte eines Mannes, der viel entbehren muss, trotz allem aber nicht seinen Mut verliert. Es schwingt viel Melancholie mit und trotzdem ist die Lektüre leicht aber nicht oberflächlich.

  4. Cover des Buches Finstermoos - Aller Frevel Anfang (ISBN: 9783785577486)
    Janet Clark

    Finstermoos - Aller Frevel Anfang

     (174)
    Aktuelle Rezension von: sjule
    Vorweg mich stört schonmal eins: Es ist eine Reihe von 4 Büchern a um die 230 Seiten a 9,95 € . Das scheint mir eine reine Geldmache zu sein, denn man hätte die gesamte Geschichte auch in ein bis zwei Büchern und eventuell etwas komprimierter bringen können. 

    Wir lesen zwei Zeitstränge in Finstermoos. Zum einen den, in dem Mascha aus Berlin mit ihrer Mutter in das hinterwäldlerische Dorf Finstermoos kommt, in dem gerade ein Babyleiche in der Baugrube von Valentins Vater gefunden wurde. Seine Freunde Luzi und Basti begleiten ihn und erleben einige Abenteuer. 
    Das ganze Dorf scheint Dreck am Stecken zu haben.
    Zum anderen sitzen Basti, sein Bruder und Valentin in einem Bunker fest und versuchen rauszukommen. Doch wie sind sie darein gekommen. Und wo sind Mascha und Luzie. 

    Gerade zu Beginn hat man viele Fragezeichen. Nicht weil die Story das hergibt, sondern weil man mit Personen und Verhältnissen nur so zugeschmissen wird und man einfach immer wieder durcheinander kommt. Ich habe mehr als die Hälfte des Buches gebraucht um alles zu sortieren. 

    Die Irrungen und Wirrungen sind dann zwar interessant und Janet Clark schafft es auch ein paar spannende Szenen einzubauen, doch endet das Buch gerade als es Fahrt auf nimmt sehr abrupt nach 225 Seiten.
  5. Cover des Buches Zwetschgendatschikomplott (ISBN: 9783423216357)
    Rita Falk

    Zwetschgendatschikomplott

     (362)
    Aktuelle Rezension von: Zauberhafte_Buchseiten_x3

    》Du hast nicht zufällig einen stinkenden grünen Brei, der sie Smoothie nennt, mit Ti-Äitsch?《 

    ▪︎Meinung: Auch beim 6. Fall, für den Eberhofer, musste ich wieder herzhaft lachen. Ich finde den Humor von Rita Falk einfach witzig!

     Birkenberger teilt dem Eberhofer mit, dass eine Krähe ihm einen abgetrennten Finger gebracht hat. Weil Franz aber keine Lust hat nach einer Leiche zu suchen, macht Rudi das allein und wird fündig. Nun muss der Eberhofer doch noch ermitteln und sich mit 3 Frauenmorden rumschlagen. 

    Die Dialoge zwischen dem Eberhofer und dem Birkenberger waren wieder sehr witzig. Die beiden benehmen sich wie ein altes Ehepaar. Auch die anderen Charaktere aus Niederkaltenkirchen waren wieder höchst amüsant. Besonders die Oma ist mir sehr ans Herz gewachsen. 

    Der Schreibstil von Rita ist klasse. Locker und flüssig, so wie es sein soll. Die Bücher sind super für ein paar schöne Lesestunden zwischendurch. Ich freue mich schon auf Band 7. 

  6. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (525)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Nun gut, dann eben doch ;-) Aber es wird eher mein persönlicher Eindruck als eine systematische Rezension.

    Noch nie habe  ich ein Buch gelesen, das solche Widersprüche in mir hervorgerufen hat. Anfangs war ich nahe dran, es in die Ecke zu werfen und auch zwischendurch immer mal wieder ... anfangs, dann fand ich zunehmend faszinierende Passagen und Formulierungen und nun lese ich es ganz langsam und genussvoll noch einmal.

    Eine Novelle sollte es werden und und am Ende war es ein Roman von nahezu 1000 Seiten, 'ganz mit historischem Edelrost überzogen' (9), denn er spielt in der Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Der Inhalt braucht nur wenige Sätze: Der junge angehende Ingenieur aus gutem Hause – Hans Castorp aus Hamburg – besucht seinen lungenkranken Vetter in einem Sanatorium in Davos. Aus den geplanten drei Wochen werden sieben Jahre im Hochgebirge und wir nehmen als Leser an der Entwicklung / Verwandlung (?) des jungen Mannes teil und an der Faszination, die die abgeschottete Welt des Sanatoriums darstellt.

    Negatives

    Was mir nicht gefallen hat, kann ich klar benennen: die verschachtelte Sprache fand ich anfangs schwierig zu lesen, die langen Sätze – aber man gewöhnt sich dran. Schlimmer: die Dialoge zwischen dem Humanisten Settembrini und dem zynischen Jesuiten Naphta. Da wimmelt es nur so von Schlagworten – s. das Beispiel -  und ich vermute, Thomas Mann hat das extra so geschrieben, vielleicht als Kritik? An einer Stelle kommt Castorp zur gleichen Überzeugung wie ich, dass Naphta und Settembrini beide Schwätzer sind (am Ende der Schneeszene). Dabei ist mir Settembrini jedoch sympathisch.

    '...so wurzelte der Menschenwürde-Begriff derer, die das körperliche Zuchtmittel daraus verbannen wollten, in dem Liberal-Individualismus der bürgerlichen Humanitätsepoche, einen aufgeklärten Absolutismus des Ich...' (625).

    Gelangweilt haben mich die ausführlichen Schilderungen der Wissensgebiete, mit denen sich 'unser Held', der junge Hans Castorp intensiv beschäftigt: Medizin, Astronomie, etc.

    Wenn ich es aber recht bedenke, gibt es aber viel mehr, was mir gefallen hat:

    Das Thema Zeit (Auszüge)

    Die Zeit, fragwürdig und von 'eigentümlicher Zwienatur', ein geheimnisvolles Element (9), kommt immer wieder vor, natürlich auch in jedermanns Leben. 'Was ist die Zeit?' fragt Castorp. Eine geradezu philosophische Frage, auf die es wahrscheinlich keine endgültige Antwort gibt, weil Zeit relativ ist, vom Empfinden her mal schneller, mal langsamer vergeht, obwohl es vielleicht messbar der gleiche Zeitraum ist. Es scheint, als ob die Patienten im Sanatorium Probleme mit der Zeit haben, aus der Zeit gefallen sind...

    Prof. Kurzke schreibt in seiner Biographie, dass Thomas Mann selbst die Zeit ständig gemessen hat, dass er die runden Zahlen liebte (70. Geburtstag,...) und in seinem Tagebuch Monatsanfänge, Feiertage u.v.m. markierte.

    Einige schöne Szenen (Beispiele)

    Gleich am Anfang beschreibt Thomas Mann, was eine Reise, ein Ortswechsel, mit einem macht, wie der Alltag entschwindet, einiges unwichtig wird, was wahrscheinlich jeder im Urlaub auch schon so empfunden hat. Er kann diese Gedanken und Gefühle nur schöner und treffender ausdrücken als unsereins.

    Es gibt viele Schilderungen von großer sprachlicher Schönheit, z.B. ein erinnerter Spaziergang am Meer, die verschneite Bergwelt oder die Schneeszene, wo Castorp fast von der 'hexagonalen Regelmäßigkeit' (den Schneeflocken) zugedeckt wird, weil er im 'weißen, wirbelnden Nichts' die Orientierung verloren hat. (661)

    Auch eine traurige Sterbeszene ist sehr einfühlsam beschrieben. Allerdings wird über 'das Eigentliche' nicht geredet, wahrscheinlich vor lauter hanseatischer Zurückhaltung.  'Lebensunziemliche Angelegenheiten der Natur' (728) werden nicht thematisiert.

    Humor und Personenbeschreibungen

    Den Humor empfinde ich teilweise als zynisch, besonders im Angesicht von Krankheit und Tod, und die Personenbeschreibungen beruhen wohl auf sehr genauer Beobachtung, sind aber bissig bis boshaft.

    • Bei hohem Schnee werden die Toten von einem noch höher gelegenen Sanatorium mit dem Bobschlitten hinuntergeschafft.
    • Hofrat Behrens nennt seine Patienten 'Lungenpfeiferchen' (421).
    • Auf dem Friedhof in Davos liegt 'ungefestigtes Volk, das sich aus aller Welt hier zusammengefunden hat und zur horizontalen Daseinsform endgültig eingekehrt war.' (443)

    Nachdenkenswerte Sätze (nur wenige von vielen)

    Man kann mit dem Worte 'menschlich' jede Schlamperei und Schlappheit zudecken.' (406)
    '… jene Dummheit von Augenblickswesen, die nicht zu denken vermag, dass es noch wieder anders kommen kann, sowie vor allem Gier nach Abwechslung und zeitverschlingende Ungeduld.' (497)

    Die Sprache (Beispiele)

    Das Kreative und Wortschöpferische hat mir besonders gut gefallen:

    • 'Er probierte ihr den Namen an.' (194)
    • Der Husten eines Patienten: 'schauerlich kraftloses Wühlen im Brei organischer Auflösung' (23)
    • das Thermometer als 'Quecksilberzigarre' (70) – Hans raucht Zigarren.
    • Bei der Aussprache eines slawischen Namens: 'wildes Lautgestrüpp' (583)
    • Castorp wird im Flachland wieder 'im Dienst der völkerverbindenden Verkehrstechnik tätig sein' (226 unten)g anstatt 'Schiffbau'

    Fazit

    Je mehr ich schreibe, desto mehr fällt mir ein. Und ich habe nur annähernd und ganz wenig aufgeschrieben, aber es scheint schon ausufernd viel zu sein. Aber einmal muss Schluss sein.

    Kann ich den 'Zauberberg' empfehlen? Ich weiß es nicht. Nein, lieber nicht, zu groß ist die Gefahr, dass sich jemand langweilt. Mich hat dieser Roman zunehmend fasziniert und ich weiß nicht mal genau, warum. Zauber, Zauberberg, magic mountain.

  7. Cover des Buches Wolkenschloss (ISBN: 9783596523092)
    Kerstin Gier

    Wolkenschloss

     (1.282)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Inmitten der Schweizer Alpen steht das in die Jahre gekommen Grandhotel Wolkenschloss.
    Die 17 jährigen Fanny Funke aus Achim bei Bremen hat ihr Abitur abgebrochen und macht nun dort ein Jahr Praktikum.
    Sie lernt viele neue Menschen kennen und schnuppert in alle Bereiche hinein.
    Arbeit gibt es gerade zum Jahreswechsel sehr viel und außerdem viele illustre Gäste mit ihren Macken und Marotten. Da kann es für die Mitarbeiter schon mal heiß her gehen.
    Und so erlebt Fanny einen sehr aufregenden Jahreswechsel, den sie sich so niemals vorgestellt hätte.


    Ich habe mir dieses Buch in der Bücherei ausgeliehen, da ich hier die Rezensionssterne gesehen habe und mir das Cover und der Klappentext gefielen.
    Und ich muss sagen ich habe für mich die richtige Wahl getroffen.

    Kerstin Gier schreibt locker flockig von der Seele weg, so dass man sofort in die Geschichte eintauchen kann.
    Ich fühlte mich direkt gut aufgehoben im Wolkenschloss, wenn auch Fanny es dort mitunter recht scher hat.

    Die Protagonistin wird gut beschrieben und man fiebert und leidet mit ihr mit. Ebenso wie man mit ihr rätselt und sich freut.
    Schön fand ich ,das sie die ihr gestellten Aufgaben, nicht immer zur Zufriedenheit des Chefs , erfüllt aber bei den anderen Mitarbeitern die schon länger zum Haus gehören doch sehr beliebt ist.
    Aber auch der Zickenkrieg zwischen den Stubenmädchen aus Lausanne und ihr scheint mir typisch für einen Ort an dem Mädels zusammen arbeiten müssen.
    Wie schön das sie im Concierge und in der Küche doch Freunde findet die es gut mit ihr meinen.

    Am nervigsten fand ich Don, den kleinen Superklugscheißer, der alle mit ganzen Sätzen anredet wie eben Hallo Fanny Funke, Abiabrecherin aus Achim bei Bremen. Er weiß alles besser und meint, weil sein Vater Geld besitzt, die Praktikantin fertig machen zu können. Wie gut das Fanny sich nicht unterkriegen lässt.

    Schön fand ich auch die Hugos. Ihre Freunde. Lauter Dohlen, die sie anfüttert. So hat sie wenigstens in ihrem Zimmer immer jemanden dem sie ihr Herz ausschütten kann. Das kann sie natürlich auch bei ihrer Freundin Delia, aber da eben nur über´s Handy.

    Toll auch die Liebesgeschichte die sich anbahnt. Aber lange ist nicht klar wer nun der Favorit ist. Ist es Ben der Hotellierssohn, oder doch eher Tristan Brown, der mit seinem Opa im Hotel wohnt. Selbst die beiden wissen es lange nicht für wen sich Fanny nun entscheiden wird.

    Und als es dann gegen Ende des Jahres noch richtig spannend wird konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
    Die letzten ungefähr 100 Seiten musste ich einfach dran bleiben, da es so spannend wurde das ich es selbst gar nicht fassen konnte. Ich musste unbedingt wissen wie es ausgeht und ob alles gut gehen wird. Verrückt, wie doch so mancher Schein trügen kann.

    Ein tolles Buch, mit einer spannenden Geschichte die mich am Ende regelrecht in ihren Bann geschlagen hat

  8. Cover des Buches Finstermoos - Am schmalen Grat (ISBN: 9783785577493)
    Janet Clark

    Finstermoos - Am schmalen Grat

     (119)
    Aktuelle Rezension von: -Coco-

    Meinung:

    Band zwei schließt nahtlos an seinem Vorgänger an, und man findet sich schnell wieder zurecht. Unsere Protagonisten in diesem Band sind, wie auch im vorherigen, Basti, Valentin, Luzie, Mascha und wie vorhergesehene rückt auch Nic in diesen Bund.

    Diese versuchen nun herauszufinden was mit Maschas Mutter passiert ist, weshalb sie sich auf die Suche nach dieser machen. Bei der Suche kommen sie nicht nur Geheimnissen nahe, stellen Vermutungen darüber auf, was im Dorf eigentlich passiert oder was hier früher passierte, sondern werden auch noch von einem Mysteriösen „Typen“ verfolgt, der sie umbringen will. 

    Anscheinend ist alles etwas kompliziert und miteinander verknüpft. Alle Streitereien der Väter von Luzie und Basti und auch die Probleme die man mit Valentins Familie hat, alles hat anscheinend einen Ursprung, der schon viel früher begann. Wobei auch die Familie von Mascha darin verwickelt ist. Wie??? Keine Ahnung.

    Die Geschichte wird spannend aus den verschiedensten Sichten erzählt, und immer, wenn man denkt man hat einen Hinweis oder hat ein Geheimnis gelüftet, kommen widere welche dazu und man steht am Anfang. Wie auch im vorherigen Band werden Sequenzen aus der nahen Zukunft dazwischen gespielt, wobei diese hier von Nic geschildert werden.

    Die Figuren sind sympathisch, unterschiedlich und ihre Freundschaft hält sie zusammen, obwohl auch immer wieder Krisen, durch Geheimnisse etc. entstehen, ziehen sie trotzdem an einem Strang und versuchen gemeinsam den Geheimnissen von Finstermoos auf die Spruen zu gehen.

     

    Fazit:

    Eine gelungene Fortsetzung, die nicht nur nahtlos an Band 1 anschließt, sondern auch spannend weitergeht und einen fesselt!!!


  9. Cover des Buches Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat (ISBN: 9783734100987)
    Gavin Extence

    Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

     (504)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Alex Woods führt von jeher ein ungewöhnliches Leben. Mit zehn Jahre alt fällt ein Meteorit auf das Haus, das er zusammen mit seiner hellseherisch begabten Mutter bewohnt, und trifft ihn am Kopf. Danach hat er mit Epilepsie zu kämpfen und kann ein Jahr lang nicht in die Schule gehen. Dadurch ist er dort später noch mehr der Außenseiter, der er ohnehin schon war. Sein einziger Freund in der Stadt ist der verbitterter Vietnamveteran Isaac, mit dem er die Leidenschaft für die Bücher von Kurt Vonnegut teilt. Als Isaac krank wird, beschließt der mittlerweile zum Teenager gereifte Alex, ihm zu helfen.
    Die Grundidee des Romans ist ungewöhnlich, die Charaktere sind schrullig und wachsen einem schnell ans Herz. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man viel über das Seelenleben von Alex und auch manche philosophische Frage wird erörtert. Durch manche kuriose Ereignisse erinnert die Geschichte fast ein wenig an Winston Grooms „Forrest Gump“, allerdings trifft Alex keine historischen Persönlichkeiten und auch der Grundtenor des Buches ist letztendlich ein gänzlich anderer. Obwohl Charaktere und Handlung durchaus interessant sind, wird die Geschichte durch die schleppende Erzählweise und die vielen Reflektionen immer wieder ausgebremst. Einige Kürzungen wären nicht schlecht gewesen. Es handelt sich auch definitiv um kein Gute-Laune-Buch, sondern eine Geschichte zum Nachdenken und auf sich Einwirken zu lassen.

  10. Cover des Buches Frostgrab (ISBN: 9783959675529)
    Allie Reynolds

    Frostgrab

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Alex1208

    Inhalt:

     

    Die Snowboarderin Milla trifft auf einer einsamen Lodge in den französischen Alpen ihre Clique von früher wieder. An diesem Ort haben sie vor zehn Jahren gemeinsam trainiert, bis eine Tragödie alles zunichtemachte. Doch was Milla als harmloses Wiedersehen ansah, entwickelt sich schnell zum gnadenlosen Psychospiel. Plötzlich sind die Handys verschwunden, und die Seilbahn steht still. Dann ist der Erste von ihnen tot. Die eisige Bergspitze droht zum Grab für sie alle zu werden, wenn sie nicht ihr düsterstes Geheimnis offenbaren. Und jeder hat etwas zu verbergen. Besonders Milla.

     

     

    Meinung:

     

    WOW, was für ein spannendes Buch.

     

    Sehr schnell habe ich mich durch den lebendigen und bildhaften Schreibstil der Autorin mitten in der Handlung befunden.

    Das Buch hat mich wirklich fasziniert.

    Der Thriller ist einfach atemberaubend spannend.

     

    Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

  11. Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783810500090)
    Romina Casagrande

    Als wir uns die Welt versprachen

     (159)
    Aktuelle Rezension von: ann-marie

    Ein Roman, dessen Cover, Bild und Titel gleichermaßen, mich sofort angesprochen hat. Wurden doch Erinnerungen an Kinderbilder meiner Eltern und Großeltern geweckt und in Kombination mit dem Titel des Romans entstand die Neugier, was möglicherweise aus einem Kindheitsversprechen geworden ist. So meine Frage und nachdem ich den Begriff "Schwabenkinder" entdeckt hatte, habe ich mich lesend auf die Suche nach einer Antwort zu dieser Frage gemacht.

    Da mir die Thematik der "Schwabenkinder" bereits aus einem anderen Roman bestens bekannt ist, wird mit diesem Roman jetzt die Geschichte von zwei ehemaligen Schwabenkindern, Edna und Jacob, bis hinein in die Gegenwart erzählt. 

    Die hochbetagte Edna begibt sich zu Fuß und einem alten Papagei auf den Weg über die Alpen nach Deutschland, um ihren Kindheitsfreund Jacob aufzusuchen. So weit so gut. Interessante Romanidee aber die Ereignisse um und mit Edna haben mich nicht wirklich überzeugt – eher das Gegenteil. Ihre Reise, in dem Alter und in der beschriebenen Form wirkt auf mich zwar sehr kreativ aber alles andere als realistisch und glaubwürdig. Und das ist sehr schade, da es sich bei den Schwabenkindern um ein wirklich wichtiges und ergreifendes Thema handelt, unter dessen Härte und Grausamkeit sicher viele Kinder ihr Leben lang gelitten haben. 

    Da der Roman in zwei Zeitebenen spielt, auf der einen Seite Edna's Reise hier und jetzt, und auf der anderen Seite die gemeinsame, aber sehr harte Zeit als Kinder, die sie und Jacob gemeinsam durchgestanden und überlebt haben. Gerade dieser Erzählstrang wird den Erwartungen, die ich an den Roman hatte, gerecht. Nur schade, dass Edna's (unglaubwürdige) Reiseerlebnisse und der Reiseverlauf diese berührenden, tragischen und ergreifenden Rückblenden immer wieder unterbrechen. Dies ein Grund, dass mich der Roman letztendlich doch enttäuscht zurücklässt. 

  12. Cover des Buches Veilchens Winter (ISBN: 9783852189673)
    Joe Fischler

    Veilchens Winter

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Valerie „Veilchen“ Mauser kommt zurück nach Tirol. Sie wird in ihrer Heimat als LKA-Leiterin eingesetzt. Was einigen der neuen Kollegen so gar nicht gefällt. Gerade Herr Geyer ist nicht gerade der freundlichste Kollege, da er mit der Stelle fest gerechnet hatte. 

     

    Von oben bekommt Valerie direkt am ersten Tag einen geheimen Auftrag. Einem Oligarchen Paar, das einen Gasthof hat, wurde die Tochter entführt. Valerie soll das Kind finden und ohne Aufsehen den Fall lösen. 

     

    Valerie ist überrumpelt und sagt zu, ohne zu wissen, was die ganze Sache noch nach sich zieht. 

     

    So gestaltet sich ihr Auftrag, sowie die neue Arbeit nicht so einfach, wie zunächst gedacht. 

     

    „Veilchens Winter“ ist der erste Fall für Valerie Mauser aus der Feder des Autors Joe Fischler. 

     

    Der Schreibstil des Autors war flott und super zu lesen. Die Spannung hielt sich über den kompletten Fall hinaus. 

     

    Valerie ist in ihrer Art wirklich sympathisch. Über ihr Teufelchen und später auch das Engelchen auf der Schulter konnte man schon schmunzeln. Auch ist sie so von ihrer Art her richtig taff und liebenswert. Auch wenn sie ab und an schon einmal ziemlich chaotisch sein kann. Valerie hat mir als Figur sehr gut gefallen. 

     

    Auch die restlichen Figuren hatten alle etwas. Es hat keine genervt oder war unmöglich. 

     

    Es gibt eigentlich nicht viel zu sagen. Ich mochte den Alpenkrimi. Seine Handlung, die Figuren, es passte alles. Ein einfacher, nicht blutiger, ruhiger Krimi mit tollen Figuren, genau mein Ding!

     

  13. Cover des Buches Manche mögen's steil (ISBN: 9783746633527)
    Ellen Berg

    Manche mögen's steil

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Buechermama85

    Was soll ich sagen. Ich bin einfach ein großer Fan ihres unglaublich tollen Humor's!
    Mit diesem Buch trifft Ellen Berg mal wieder den Zahn der Zeit. Die Protagonistin ist wie viele von uns.... Sie definiert sich durch Ihre Arbeit und Leistung und schenkt sich selbst keine Aufmerksamkeit. Der Blick für das Reale Leben geht durch ständiges online sein verloren und irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man sich selbst verloren hat.
    Wie das endet kann sich jeder selbst ausmalen.

    Ich freue mich schon auf das nächste Buch aus Frau Berg's Feder.

  14. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (846)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Plötzlich ist sie da, aus heiterem Himmel, die Wand.

    Und sie verschwindet nicht. Niemals mehr. Kein Entkommen. Bis zum bitteren Ende. Keine Erklärung warum, keine Hoffnung. 

    Man blättert vorsichtig im Buch weiter, ob man sich mit dieser Vermutung vielleicht täuscht und fragt sich, woher die Protagonistin ihren Lebenswillen nimmt. Schafft sie es raus? Gibt es ein raus? Nein. Warum dann weiterleben? Einsam. Eingesperrt? 

    Und dann wurde mir klar. Ich kann das nicht lesen. Mir zog es die Kehle zusammen. Abbruch. 

    Mir hat ja schon die Pandemie an Isolation gereicht. Nee...😢

  15. Cover des Buches Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam (ISBN: 9783462046038)
    Vea Kaiser

    Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

     (145)
    Aktuelle Rezension von: SharonBaker

    St. Peter am Anger ist ein verstecktes Dorf in den Bergen und möchte von der Außenwelt gar nicht so viel mitbekommen. Erst durch die Familie Gerlitzen zieht die Wissenschaft ein und alles begann mit Johannes Bandwurm. Eigentlich war Johannes ein typischer junger Bergdorfbewohner. In allem involviert, dorfbekannt und mit der hübschen Elisabeth verheiratet, aber dann ist sie schwanger und er hat einen Bandwurm. Dieser lässt ihn nicht los, er liest alles und zieht dann in die Welt hinaus, um Arzt zu werden. Als Doktor kommt er zurück und hält seitdem standhaft gegen die Engstirnigkeit und den unreflektierten Traditionsinn der St. Petrianer an. Seine Tochter kann er zur Wissenschaft und Weltlichen nicht bekehren, aber seinen Enkel beeinflusst er sehr. Auch dieser Johannes möchte mehr, als nur Dorfbewohner sein, er sucht nach Bildung, Höherem und bleibt lieber Einzelgänger, als sich diesem bedepperten Dorf anzuschließen. Als das Schicksal ihm aber einen bösen Streich spielt und der durch seine Matura fällt, muss er sich mit dem Dorf auseinandersetzen. Wird er neue Erkenntnisse sammeln? Kann er als Geschichtsschreiber dem Dorf eine neue Wende geben? Und ist es vielleicht doch ein bisschen mehr als Heimat?


    Nachdem ich ihren dritten Roman „Rückwärtswalzer“ gelesen hatte und so begeistert war, musste ich mir natürlich auch ihr Debüt besorgen und lesen. Zuerst wusste ich gar nicht, wohin sie mit der Geschichte wollte, aber je mehr ich gelesen hatte, umso mehr fühlte ich mit allem mit und St. Peter am Anger wurde somit auch mein Zuhause und wie es mir schlussendlich gefallen hat, erzähle ich euch nun.

    Eigentlich müsste ich mit Johannes Gerlitzen anfangen, weil er eigentlich allen Ursprungs ist und er uns die ersten hundert Seiten begleitet. Aber ich denke, wir legen sofort mit dem Enkel los, nämlich Johannes A. Irrwein. Seine Eltern sind im Dorf gefestigte Persönlichkeiten, der Vater Dachdecker und die Mutter ist im Kindergarten beschäftigt. Beide leben die Geschichte und die Traditionen als St. Petrianer voll aus, sind bei allen Ereignissen mittendrin und wundern sich, wo sie diesen Sohn herhaben. Johannes ist dünn, hält sich aus allem raus, am liebsten ist er bei seinem Opa. Kurzum, er ist ein Streber, er möchte seinem Großvater nacheifern und ein Forscher werden. Die gemeinsame Zeit mit Johannes senior hat den jungen Johannes unglaublich geprägt und so möchte er mehr, hoch hinaus und seinen Hunger an Bildung stillen. Dabei muss er sehr mit seinen Eltern kämpfen, weil diese total unverständlich mit seinen Interessen umgehen. Hier treffen Welten aufeinander, die Eltern möchten ihm zum waschechten St. Petrianer machen und der Sohn möchte aus diesem Dorf ausbrechen. Wer hier gewinnt, ist lange unklar.

    Diese Geschichte ist über drei Generationen geschrieben und legt am Ende den Schwerpunkt auf den jungen Johannes, ein absolut untypischer Junge für dieses Dorf. Er möchte ausbrechen, seine einfachen Mitmenschen hinter sich lassen, da er sich sehr für seine Herkunft schämt und in die Wissenschaft eintauchen. Es ist einfach, total herrlich Johannes Kampf mitzuerleben und seine Gefühle nachzuempfinden. Man hofft mit, dass er es schafft, und gleichzeitig möchte man ihn wieder im Dorf sehen, damit mehr von den urigen Diskussionen bekommt. Als er ein Stipendium für die Klosterschule im Lenk bekommt, fühlt er sich seinen Lebensweg näher als sonst. Er geht total in seiner Schule auf, zum Missfallen seiner Eltern, denn diese weigern sich, auch nur einen Fuß in diese Schule zu setzten und so entfernt sich Johannes immer mehr. Bis zu dem einen Tag, als seine Matura ansteht und dieser eine Lehrer, seinen heiß geschätzten Lieblingsautor Herodot schlecht dastehen lässt, da vergisst sich Johannes und fällt durch. Nun muss er ins Dorf zurück und die Sommerferien dort verbringen und genau hier, beginnt sein größtes Abenteuer, nämlich als Geschichtsschreiber über die St. Petrianer. Was für ein Chaos Johannes lostritt und welche Dramen sich hier noch abspielen, verrate ich nicht, das müsst ihr nämlich selber lesen.

    Vea Kaisers Debüt ist absolut herrlich. Unglaublich belebt geschrieben, kreative originelle Persönlichkeiten, herzige Situationen und dieser Dialekt zum Schmunzeln. Ganz ehrlich ich hätte am liebsten gar nicht mehr aufgehört zu lesen und der Roman hätte noch ewig weitergehen können. Es ist eine Geschichte, über jemanden der auszog, um seine Wurzeln zu finden, heimkommt und überrascht ist, dass er sie schon längst gefunden hat. Denn auch für den intellektuellen Johannes gibt es einen Platz in der Mitte des Dorfes. Die Beschreibungen der Autorin, sind wirklich wunderbar eingefangen und ihr Witz perfekt eingeflochten. Eine Dorfsatire auf höchsten Niveau mit absoluter Verliebtheit Garantie. Ich fand diese Geschichte ein absoluter Genuss und kann verstehen, warum dieses Buch ein Bestseller geworden ist. Sehr klug erzählt, erfrischend anders und mit zauberhaften Augenzwinkerhumor.

    Blasmusikpop kann ich wirklich nur wärmstens jeden ans Herz legen, der tolle Geschichten mag. Also, unbedingt lesen.

  16. Cover des Buches Veilchens Feuer (ISBN: 9783709978320)
    Joe Fischler

    Veilchens Feuer

     (81)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Valerie Mauser, Band 2: Es ist als DAS Ereignis überhaupt angekündigt – das Abschiedskonzert des Musikers Wolf Rock in seiner alten Heimat Innsbruck. Doch es gibt Drohungen gegen ihn und somit werden Oberstleutnant Valerie „Veilchen“ Mauser und ihr Team auf den Plan gerufen. Veilchen soll herausfinden, für welche Schandtat aus 1976 der Sänger büssen soll. Die Zeit drängt – das Konzert, wo 30‘000 Fans erwartet werden, ist bereits in drei Tagen!

    Erster Eindruck: Eine Reihe mit Wiedererkennungswert durch die schwarzen Cover mit den Blumen – gefällt mir gut.

    Dies ist Band 2 einer Reihe und lässt sich ohne Kenntnisse des Vorgängerbandes lesen (wer jedoch Band 1 auslässt, verpasst etwas!).

    Es gibt ein Wiedersehen mit Veilchen, ihrem Team, Stolwerk und selbstverständlich auch mit Landeshauptmann Hubertus Freudenschuss (mir gefällt der Name immer noch ausgezeichnet). Wolf Rock, gebürtig Gotthilf Semmelweis, will sein letztes Konzert geben. So hat es zumindest Gustav Benz, sein Manager, angekündigt. Doch Benz ist ein bisschen undurchsichtig und Veilchen fragt sich, ob das alles nur Propaganda für das Konzert und Merchandise-Verkauf ist. Das Team stürzt sich mit Volleifer in die Sache. Was ist 1976 alles passiert, das mit Wolf Rock zu tun haben könnte? Der Sänger selbst kann sich an die 1970er nicht mehr erinnern. Schmatz, der IT-Crack, wurde mittlerweile zum Assistenten von Veilchen befördert. Er ist jung und amüsant. Es ist witzig, als er in einer Zeit recherchieren soll, in der es noch kein Internet gab. Was – kein Internet? Er musste sogar Daten auf Mikrofilmen durchgehen – er wusste gar nicht, dass es so etwas mal gab. Herrlich, oder? Obwohl, es zeigt, dass man eindeutig älter wird… Ich musste lachen, als Veilchen Schmatz den Auftrag gab, mal kurz bei Facebook anzurufen und eine bestimmte Seite abzuschalten. Ach, Veilchen…
    Es werden immer wieder Ausschnitte von einer vergangen Geschichte einer anderen Person eingewebt. Die Neugier wächst mit jedem Abschnitt, was diese Zeilen mit der Gegenwart zu tun haben. Die Protagonisten und Örtlichkeiten sind sehr gut beschrieben und ergaben ein gutes Bild vor Augen.

    Grossereignis, Social Media, drohende Massenpanik, Stalking, Rache – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Ein spannender Showdown mit einem überraschenden Ausgang; ich hatte, wie bei Band 1, einen Verdacht betreffend Täterschaft, aber ich lag – schon wieder – falsch. Bravo!
  17. Cover des Buches Fünf Tage im Mai (ISBN: 9783608962642)
    Elisabeth R. Hager

    Fünf Tage im Mai

     (114)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Dieser Roman liegt schon eine Weile auf meinem SuB und ist nun passend für den Monat Mai aus meinen Regal befreit worden. Außerdem habe ich ihn für die #Subcolourchallenge auf Instagram und bei meiner #12für21 Challenge gelesen. 

    Die titelgebenden fünf Tage im Mai spielen sich nicht innerhalb einer Woche ab, sondern es sind Tage aus Illys Kindheit und aus ihren Tagen als Jugendliche, die ihr Leben sehr prägten. Wir befinden uns jeweils im Mai der Jahre 1986, 1996, 1998 und 2004. Sie werden nicht chronologisch hintereinander erzählt.
    Und so begleiten wir zuerst Illy als Kind, die am liebsten ihre Zeit bei ihrem Urgroßvater Korbinian Hofer, genannt Tatka, verbringt. Der alte Mann ist der letzte Fassbinder Tirols und hinter seinem harten Kern versteckt sich ein sehr weiches Herz. Er ist stur, hat sein Haus beim Kartenspielen gewonnen und liebt seine Urenkelin Illy über alles - und sie ihn. Nach der Schule verbringt sie die meiste Zeit bei ihm in der Holzwerkstatt. Als Illy ihren ersten Atlas mit nach Hause bringt, freut sie sich sehr darüber. Damals wurden viele Schulbücher nicht neu gekauft, sondern sie wurden weitergegeben. Als Illy in ihrem Atlass den Namen Tristan entdeckt, ist sie zuerst enttäuscht. Noch ahnt sie nicht, dass genau dieser Tristan in ihrem Leben eine große Rolle spielen und sie die Konsequenzen daraus für immer begleiten werden.

    Was für eine Geschichte! Ich muss zugeben, dass sie mich wirklich kalt erwischt hat! Dieser einfühlsame Roman, der ruhig beginnt und bei dem man sich anfangs noch fragt, wohin er führen wird, berührte mich zutiefst. Neben diesen schicksalträchtigen fünf Tagen im Mai bewegt vorallem die Verbindung zwischen Illy und ihrem Urgroßvater. Sie zeigt auf, dass diese Bindung auch Durststrecken aushalten und man sich trotzdem nahe sein kann.
    Zu Beginn ist Illy noch ein Kind, ein kleiner Wildfang, der sich am liebsten in der Werkstatt ihres Großvaters aufhält. Die beiden teilen ihre Geheimnisse miteinander und haben ein sehr herzliches Verhältnis zueinander. Als Illy älter wird und sich verliebt, steht nur ihr Tatka hinter dieser Liebe. Ihre Eltern verbieten ihr den Umgang mit dem Außenseiter. Es wird fortan nur ihr Urgroßvater sein, der ihr weiterhin zuhört und Illy später einen wichtigen Teil seiner Vergangenheit preis gibt.

    Diese 221 Seiten birgen sehr viel Tiefgang und Inhalt. Es beginnt leicht und mit einer Portion Humor, als Illy sich bei ihrer Erstkommunion übergibt, weil sie verbotener Weise schon vor dem Heiligen Sakrament eine Hostie gegessen hat und nun ihre Schuldgefühle sich auf den Magen schlagen. Danach erleben wir die rebellische Illy, die keine familiären Verpflichtungen eingehen will, sich erwachsen fühlt und ihren eigenen Weg gehen möchte. Doch die rosarote Brille der ersten Verliebtheit ist bald verschwunden und Illy erlebt sehr viel Schmerz, der ihr den Halt im Leben nimmt. Die Jahre vergehen und dann steht der 100. Geburtstag von Tatka an und Illy kommt nach längerer Zeit zurück in ihr Heimatdorf...

    Die Figuren sind authentisch und großartig gezeichnet. Sie sind voller Wärme, haben Ecken und Kanten und sind mitten aus dem Leben gegriffen. Die Gefühle und der Schmerz werden so lebendig dargestellt, dass man sie durch die Zeilen spüren kann. Die wundervolle Sprache der Autorin berührt und die bildhaften Szenen fühlten sich an, als wäre ich mittendrin gewesen.
    Manche Erlebnisse und Begegenheiten erinnerten mich an meine eigenen Teenagerjahre. Zusätzlich spielt die Geschichte in einem Dorf in Österreich, womit ich mich noch mehr identifizieren konnte, da ich selbst in einem lebe.
    Die Freundschaft zwischen Urgroßvater und Urenkelin ist groß, warm und spürbar. Sie gibt diesem Roman einen ganz besonderen Charme und das gewisse Etwas. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

    Fazit:
    Eine herzerwärmende und ruhige Geschichte mit viel Tiefgang. Diese 221 Seiten lassen einem nachdenklich zurück und haben mir wunderbare Lesestunden gebracht. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter!

  18. Cover des Buches Ich küss dich tot (ISBN: 9783746634388)
    Ellen Berg

    Ich küss dich tot

     (84)
    Aktuelle Rezension von: 0Soraya0

    Zum Inhalt (Klappentext):
    Endlich wird gemordet!
    Hotelmanagerin Annabelle hat gerade einen Superjob in Singapur ergattert, als sie das Alpenhotel ihrer Eltern retten soll. Fest entschlossen, den maroden Familienbetrieb zu verkaufen, reist sie in die verschneite Heimat – und findet eine Leiche im Straßengraben. Ist es einer der Investoren, die das verträumte Bergdorf touristisch aufmöbeln wollen? Welche Rolle spielt Andi, der charmante Sohn der Nachbarn, mit denen ihre Eltern eine alte Fehde verbindet? Als eine weitere Leiche auftaucht, beginnt für Annabelle ein Wettlauf um Liebe und familiäres Glück.
    Ein mörderisch komischer Roman über die Tücken des Familienlebens und die wahre Liebe am falschen Ort.

    Meine Meinung:

    Dank dem angenehm zu lesenden Schreibstil von Ellen Berg war ich schnell in der Geschichte drin. Anna wird also unter falschen Tatsachen nach Hause ins schöne Bayern gelockt und was sie da erwartet ist wirklich eine wilde, verworrende und teiwleise klischeebehaftetes Wirrwarr aus Liebschaften und Morden.
    Der Autorin ist es hier sehr gut gelungen das Verhältnis von Humor, Spannung und bayrischem Familienleben zu finden. So gibt es viele unterhaltsame Szenen, die sehr bildhaft beschrieben werden. Aber immer wenn man sich sicher fühlt, kommt die nächste Leiche daher und viele Fragezeichen tauchen auf. Bis zum bitteren Ende bleibt es spannend und den Leser erwarten einige Überraschungen.
    An sich habe ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt, allerdings war es mir stelleweise schon ein bisschen zu sehr unrealistisch. Ich denke wenn sich Ellen Berg an diesen Stellen etwas zurück gehalten hätte, wäre das große Ganze für mich stimmiger gewesen.
    Sehr gut gefallen haben mir die Beschreibungen der einzelnen Charaktere. Auch die bildhafte Beschreibung des bayischen Puxdorf und seiner teilweise sehr urigen Einwohner war klasse. Ich hatte fast den Eindruck ich bin im Nachbardorf. Dadurch hat die Geschichte wirklich an Lebendigkeit gewonnen.

    Fazit:

    Ein sehr humorvoller, familienlastiger und bayrischer Krimi zum Wohlfühlen, dem an der ein oder anderen Stelle ein bisschen weniger allerdings gut getan hätte.

  19. Cover des Buches Strandkorbliebe (ISBN: 9782919804894)
    Lotte Römer

    Strandkorbliebe

     (124)
    Aktuelle Rezension von: micjule

    Antje und Michael hatten sich vor 15 Jahren kennen und lieben gelernt. Leider hat die Entfernung sie getrennt, doch die Liebe blieb unvergessen. Als sie sich nach all den Jahren wiedertreffen, flammen erneut Gefühle auf.

    Das Buch "Strandkorbliebe" von Lotte Römer hat mich vom Cover her direkt angesprochen und schien mir jetzt eine perfekte Sommerlektüre zu sein.

    Den Anfang des Romanes fand ich ein wenig schleppend, doch mit der Zeit habe ich mich mit den Protagonisten angefreundet und es gefiel mir zunehmend gut.

    Das Buch ist keine komplexe Lektüre und auch nichts, was ich nicht schon mal in ähnlicher Form gelesen hätte, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und fand es angenehm zu lesen, da mir der Schreibstil der Autorin gefallen hat.

  20. Cover des Buches Rendezvous in zehn Jahren (ISBN: 9783548062594)
    Judith Pinnow

    Rendezvous in zehn Jahren

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Valerie braucht eine Auszeit. Amsterdam erscheint ihr daher das richtige Reiseziel. In einem Café lernt sie Ted kennen. Der hübsche Holländer scheint etwas Besonderes zu sein. Statt sich mit Smalltalk aufzuhalten, erzählen sich von ihren Sehnsüchten. Valerie liebt das Meer, Ted zieht es in die Berge. Sie haben die spontane Idee, ein Treffen in zehn Jahren zu vereinbaren, genau an diesem Ort der ersten Begegnung und sich gegenseitig zu berichten, was aus ihren Träumen geworden ist.

    Ob sie es wirklich schaffen, zehn Jahre auf diese Begegnung zu warten?

     

    Meine Meinung: Das Cover finde ich wirklich sehr schön gestaltet und es verdient Pluspunkte. Vom Inhalt der Geschichte war ich leider nicht überzeugt. Die Idee fand ich gut, aber weder der Schreibstil noch die Umsetzung konnten mich richtig fesseln.

    Valerie ist eine Träumerin, die trotz den Irrungen des Lebens immer irgendwie glimpflich davonkommt. Zumindest bekam ich dieses Gefühl vermittelt, denn meiner Meinung nach wurden die emotionalsten Themen (und von denen gab es reichlich) jedes Mal umschifft oder nicht näher thematisiert. Als Protagonistin hat sie mich weder negativ noch positiv berührt, was ich schade fand.

    Der zweite Hauptdarsteller der Geschichte ist Ted. Eher schüchtern und unsicher war auch er für mich nicht richtig greifbar.

    Die Idee der Geschichte laut Klapptext fand ich vielversprechend. Von der Umsetzung war ich leider enttäuscht. Es gab so viele „Zufälle“, dass es auf mich zu konstruiert wirkte. Egal in welchem Abschnitt der Handlung ich mich gerade befand, es war als würde ich nur einen oberflächlichen Blick darauf erhaschen. Mir fehlten die Tiefe, große Emotionen und Entscheidungen.

    Die Handlung war ja ohnehin abzusehen, weshalb ich mich ein wenig lieblos „durchgeschummelt“ fühlte.

    Das Ende wirkte schnell abgehandelt und für mich fehlte dort ein wesentlicher Teil, worauf ich jetzt nicht näher eingehe, da ich niemanden spoilern möchte.

     

    Mein Fazit: Dieses Buch hat mich leider mehr frustriert als unterhalten. Das ist jedoch nur meine Meinung. Es ist jeder aufgefordert sich selbst ein Bild zu machen.

  21. Cover des Buches Schafkopf (ISBN: 9783426504864)
    Andreas Föhr

    Schafkopf

     (179)
    Aktuelle Rezension von: miissbuch

    INFOS ZUM BUCH

    Titel: Schafkopf
    Autor: Andreas Föhr
    Seiten: 448
    Verlag: Knaur
    Handlungsort: Miesbach/Gmund, Bayern, Deutschland
    Erstveröffentlichung: 09. September 2010
    ISBN: 978-3-426-50486-4 € 9,99 [D] Taschenbuch


    INFOS ZUM AUTOR

    „Andreas Föhr, Jahrgang 1958, gelernter Jurist, arbeitete einige Jahre bei der Rundfunkaufsicht und als Anwalt. Seit 1991 verfasst er erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen, mit Schwerpunkt im Bereich Krimi. Zusammen mit Thomas Letocha schrieb er u.a für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz“. Seine preisgekrönten Kriminalromane um das Ermittlerduo Wallner & Kreuthner stehen regelmäßig monatelang unter den Top 10 der Bestsellerlisten. Zuletzt „Schwarzwasser“ – Platz 1 der Spiegelbestsellerliste.
    „Eisenberg“ ist der Auftakt einer neuen Serie, die zukünftig im Wechsel mit „Wallner&Kreuthner“ erscheinen wird. Mit Anwältin Rachel Eisenberg hat der Bestsellerautor eine Figur geschaffen, die nicht nur sein juristisches Fachwissen teilt, sondern auch den Glauben daran, dass jeder, ob schuldig oder nicht, einen Verteidiger verdient. Andreas Föhr lebt bei Wasserburg.“ (Quelle)

    REZENSION

    Zwei Ermittler, die nicht unterschiedlicher sein könnten, zwei Tote die mehr gemeinsam haben, als es auf den ersten Blick scheint. Eine Nacht vor zwei Jahren, die das Leben von vielen Menschen verändert hat, eine Nacht, an die keiner mehr denken möchte, denn sie lässt Albträume wahr werden… 

    Das Cover ist meiner Meinung nach, auf eine besondere Art und Weise gestaltet. Es scheint aus einem gemalten Bild zu sein, dessen Sinn ich leider nicht verstehe. Den Titel kann man allerdings sehr gut lesen. da dieser sehr präsent mitten auf dem Cover zu sehen ist. Auch wenn der Zusammenhang zwischen Inhalt des Buches und Titel klar ist, finde ich den Titel nicht sehr gelungen. Dies ist eigentlich nur ein kleiner Teil des Buches, dem so viel zu viel Aufmerksam geschenkt wird. 

    Ich fand den Einstieg ins Buch überraschend schwer. Gefiel mir bei Der Prinzessinnenmörder die Spannung und auch die Schreibweise, dauerte es hier sehr lange, bis ich die Handlung, die Zusammenhänge und die Spannung finden konnte.
    Gerade bei diesem Buch ist es mir sehr schwer gefallen die beiden Ermittler Kreuthner und Wallner auseinander zu halten. Irgendwie hatten beide so seltsame Ideen, dass ich diese nicht gleich einer einzigen Person zuschreiben konnte. Außerdem ist mir die „Zusammenarbeit“ zu unübersichtlich gewesen. Zwischenzeitlich war mir gar nicht klar, ob die beiden den Fall einzeln oder gemeinsam untersuchen. Ähnlich verwirrend war für mich der Wechsel zwischen der Vergangenheit und der aktuellen Zeit. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Buch erst 9 Jahre nach dessen Veröffentlichung gelesen habe und die Differenz zwischen 9 und 11 Jahren nicht allzu groß ist. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich mit dem Buch am Anfang einfach nicht warm geworden bin.

    Was mir auch bei diesem Buch sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil. Dieser ist sehr einfach zu lesen und benötigt nicht unnötig viele Füllworte. Etwas schade fand ich, dass der Dialekt nicht so intensiv war, wie im ersten Buch. Einige Worte sind zwar erhalten geblieben, aber ansonsten waren die Dialoge doch sehr hochdeutsch. 

    Nachdem ich den Faden des Buches endlich gefunden hatte und sich die beiden Handlungsstränge einander annäherten, wurde auch die Spannung im Buch größer. Das Ende kam dann doch sehr überraschend und hätte für mich auch etwas weniger dramatisch und spektakulär sein können. 

    Ich fand das Buch lange nicht so stark, wie den ersten Teil, besonders der Einstieg war einfach nicht meins. Das Buch wurde zum Ende hin aber immer besser, somit vergebe ich 3 Sterne.

  22. Cover des Buches Hochsaison (ISBN: 9783596512423)
    Jörg Maurer

    Hochsaison

     (237)
    Aktuelle Rezension von: ika17

    Zweiter Band der Jennerwein-Reihe. Kann allerdings auch unabhängig vom ersten Teil gelesen werden.

    Neujahrsspringen in einem bayerischen Kurort (welcher das wohl sein mag…). Ein Skispringer stürzt. Ein Anschlag. Doch hier geht es um weit mehr als einen normalen Fall, denn wichtige Funktionäre sind vor Ort, um eine Eignung als Olympiastandort zu überprüfen. Will jemand dieses Projekt sabotieren? Jennerweins gesamtes Team ist gefordert, um die Saison noch zu retten und den Täter zu überführen, bevor noch Schlimmeres geschieht.

    Ironisch, zynisch, brillant. Hubertus Jennerwein hat inzwischen schon Kultstatus erlangt. In diesem Band bleibt allerdings die Spannung etwas auf der Strecke. Ein typischer Maurer, der sich gut in einem Tag lesen lässt. Man kann ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen. Schön sind auch die expliziten und impliziten Verweise auf die Gegend des Werdenfelser Landes.

  23. Cover des Buches Schwarze Piste (ISBN: 9783426213537)
    Andreas Föhr

    Schwarze Piste

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62

    Als Gegenpol zum Alltagstrubel und zu den vielen Romanen der letzten Wochen habe ich wieder einmal zu einem Krimi aus der Tegernsee-Reihe von Andreas Föhr gegriffen. Zwar hinke ich leider hinterher, denn "Schwarze Piste" ist der bereits 2012 erschienene vierte von mittlerweile acht Bänden, aber glücklicherweise sind alle aufgrund ihrer Beliebtheit in meiner Familie vorhanden und ich werde die Lücke nach und nach schließen.

    Der Miesbacher Kriminalhauptkommissar Clemens Wallner, inzwischen verheiratet und junger Vater, ist nicht wirklich überrascht, als man ihm im Winter 2011 berichtet, dass der Polizeihauptmeister Leonhardt Kreuthner wieder einmal eine Leiche gefunden hat. Schließlich führt das Urgestein Kreuthner, der gerne mal das Recht zu seinen Gunsten umdeutet und ein Bußgeld für sich abzweigt, nicht umsonst den Spitznamen „Leichen-Leo“. In diesem Fall ist es die 49-jährige Sophie Kramm, Besitzerin des Gnadenhofs in Riedern, die Kreuthner bei einer riskanten Skiabfahrt ausgerecht in Begleitung von deren Schwester Daniela eingeschneit auf einer Bank sitzend entdeckt. Die aufgeschnittenen Pulsadern deuten zunächst auf Selbstmord hin. Doch als weitere, ähnlich arrangierte Tote auftauchen, alle im Besitz eines mysteriösen Fotos mit exumierter Leiche, weist plötzlich alles auf einen Serienmörder hin und schnell wird die „Soko Wallbergmorde“ gegründet. Die Opfer waren einst Mitglieder einer linken Studenten-WG aus dem Umfeld der RAF, aber wer ist die Tote auf dem Foto? Während die Kripo sich Stück für Stück an die Lösung des Falles herantastet, agiert Kreuthner auf eigene Faust und mit seinen ureigenen Methoden – zum Entsetzen von Wallner, aber nichtsdestotrotz erfolgreich. Immerhin hat der Streifenpolizist drei Jahre zuvor zwei der Opfer bei einer nicht ganz legalen Verkehrskontrolle schon einmal getroffen…

    Obwohl der Krimi nicht ganz so saukomisch wie die drei Vorgängerbände "Der Prinzessinnenmörder", "Schafkopf" und "Karwoche" ist, habe ich mich wieder bestens amüsiert und am mit Augenmaß dosierten Lokalkolorit erfreut. Gleichzeitig ist die Handlung logisch aufgebaut, in angenehmer Sprache erzählt und spannend bis ganz zuletzt, denn auch beim vierten Fall hat Andreas Föhr mich wieder mit der Auflösung überrascht. Das ungleiche Duo Wallner/Kreuthner, der reflektierte, ewig frierende Teamplayer und der impulsive, unkontrollierte Einzelgänger, ist einfach herrlich! Ganz bestimmt kehre ich bald zu beiden an den Tegernsee zurück, denn diese Reihe ist für mich inzwischen einfach Kult.

    http://mit-büchern-um-die-welt.de/andreas-foehr-schwarze-piste/


  24. Cover des Buches Veilchens Blut (ISBN: 9783709978412)
    Joe Fischler

    Veilchens Blut

     (54)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Valerie Mauser, Band 3: Beim letzten Einsatz wurde Oberstleutnant Valerie „Veilchen“ Mauser verletzt und musste auf Reha, um sich auszukurieren. Aber nicht mit Veilchen – als sie erfährt, dass ihre Tochter, die sie seinerzeit zur Adoption freigegeben hatte, sie sucht, gibt es kein Halten mehr: sie muss unbedingt zu ihr. Ihre Tochter ist mittlerweile erwachsen und hat jede Menge Schwierigkeiten; Veilchen hat die nun auch…

    Erster Eindruck: Eine Reihe mit Wiedererkennungswert durch die schwarzen Cover mit den Blumen – gefällt mir gut.

    Dies ist Band 3 einer Reihe und lässt sich ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen.

    Diese Rezension fällt mir nicht leicht, denn die Geschichte hat mich – wie schon der Titel verrät – leider gar nicht überzeugt. Aber wo fange ich an?
    Luna Brennsteiner, so der Name von Veilchens Tochter, wurde von einem Ehepaar adoptiert und hat noch eine Schwester, Sophia. Beide sind sehr im Tierschutz engagiert und fühlen sich nicht verpflichtet, Regeln einzuhalten. Dies und auch die Heroinabhängigkeit von Sophia haben die beiden in grosse Schwierigkeiten gebracht. Sophia war zuerst verschwunden und kam dann in ein Zeugenschutzprogramm. Luna will ihre Schwester rächen: Milan Knarr ist ihr Ziel; er führt eine Bande von Tierschmugglern an. Er lässt sowohl Tiere, als auch Menschen verschwinden…
    Veilchen überredet Schmatz, den jungen IT-Crack, sie zur Polizeistelle zu fahren, von der sie über das Auftauchen ihrer Tochter informiert wurde. Endlich kann sie ihre Tochter kennenlernen! Sie fahren also mit einem „frisierten“ Moped dahin – in ihrem Zustand keine gute Idee. Aber das wird nicht die letzte schlechte Idee von Veilchen und Co. bleiben. Veilchen verrät ihrem besten Freund Stolwerk nun endlich das Geheimnis ihres Lebens: ihre Tochter Luna. Als Veilchen ankommt, ist Luna bereits wieder weg – mit einem Boxer. Veilchen schwant Böses und sieht einen grossen Schlägertypen vor ihrem geistigen Auge, der ihr kleines, wehrloses Mädchen in seiner Gewalt hat (Luna hat mich mit ihrer rotzfrechen Art völlig genervt!). Aber der Boxer ist ein Hund.
    Zu viel erzählen will ich nicht, daher nur noch so viel: der Hund spielt eine wichtige Rolle, Veilchen erfährt, was ein Bitcoin Wallet ist, Schmatz benimmt sich wie ein Pubertierender. Es kommt zur Flucht auf unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln: einem Oldtimer-Traktor, einem Strauss und einem als Zebra angemalten Pferd. Wie bitte?

    Fazit: Für mich hatte es leider viel zu viel Slapstick. Wenn dies mein erstes Buch des Autors gewesen wäre, hätte ich gar nicht erst zu Ende gelesen und würde die Reihe auch nicht weiterverfolgen. Die Bände 1 und 2 haben mir sehr gut gefallen und jeweils 5 Sterne erhalten. Der vorliegende Band erhält leider nur 2 Sterne. Schade.

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