Bücher mit dem Tag "alt"
48 Bücher
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(4.064)Aktuelle Rezension von: SchnudlElizabeth Bennett und ihre vier Schwestern sollen standesgemäß unter die Haube gebracht werden. Der attraktive und vermögende Mr. Darcy scheint der perfekte Schwiegersohn und Ehemann zu sein. Doch in einer Gesellschaft, in der sich der Heiratsmarkt weniger nach Gefühlen und mehr nach Stand und Vermögen richtet, wird die Liebe auf eine harte Probe gestellt …
Ich habe das Buch schon einmal in jüngeren Jahren angefangen zu lesen und habe es dann nach einer Weile abgebrochen, da ich mich mit dem Schreibstil doch eher schwierig getan habe. Mit der neuen Jubiläumsedition, die ich wunderschön finde, wollte ich dem Klassiker nochmal eine Chance geben.
Ich kam viel besser rein als damals und die Geschichte gab mir ein bisschen Bridgerton Flair, sodass ich mich rund um wohl fühlte.
Es ist eine der größten und großartigsten Liebesgeschichten, die man auch heute noch lesen kann und die auch immer noch geliebt wird. Sie gehört nicht umsonst zu den größten Klassikern unserer Geschichte.
Auch diese rund um gelungene Schmuckausgabe vom Coppenrath Verlag hat mein Herz wieder zum Schmelzen gebracht. Ich liebe einfach die Schmuckausgaben, die liebevollen Details und die wunderschönen Illustrationen.
Eine starke Protagonistin unsere Elizabeth Bennet, die sich in der damaligen Zeit stark behauptet hat und ihren eigenen Kopf durchgesetzt hat, auch wenn es nicht immer Anklang fand. Daher ist und bleibt sie auch heute noch ein starkes Vorbild für viele Frauen.
Ich kann es empfehlen und es wird nicht das Letzte Buch der berühmten Autorin sein.
- Cassandra Clare
City of Ashes
(4.929)Aktuelle Rezension von: angies_bücherIch bin bei den Büchern ein kleines bisschen hin und her gerissen, weil ich sie einerseits toll und spannend finde, es mir aber teilweise zu dramatisch bzw unglaubwürdig ist. In diesem Band zum Beispiel was am Ende mit Simon Passiert (will hier nichts verraten). Trotzdem bin ich so neugierig, dass ich auch den nächsten Band sicher lesen werde :-)
- Khaled Hosseini
Tausend strahlende Sonnen
(1.273)Aktuelle Rezension von: MinijaneNachdem ich „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini vor längerer Zeit gelesen und geliebt habe, wollte ich natürlich unbedingt auch das nachfolgende Buch „ Tausend strahlende Sonnen“ des Autor‘s lesen.
Wie erwartet, ist das Buch keine leichte Kost. Deshalb stand es wahrscheinlich auch so lange Zeit ungelesen im Regal.
Es geht um 2 starke Frauen, die in ihrem Leben so unendlich viel Furchtbares erleben müssen und trotzdem immer weiter machen. Da ist zunächst einmal Mariam, die als uneheliches Kind schon einen schweren Start ins Leben hat. Sie wird zwangsverheiratet mit Raschid, einem 30 Jahre älteren Schuster. Alleine schon diese furchtbare Ehe und die Machtlosigkeit der afghanischen Frauen in dieser patriarchalischen Gesellschaft machen wütend und traurig.
Laila wächst dagegen in Kabul bei einer liebevollen Familie auf, doch Krieg und Bombardierungen erschüttern auch ihr Leben. Die Wege der beiden Frauen kreuzen sich, als Leila mit 14 Jahren ihre Eltern durch einen Bombenanschlag verliert. Nachbar Raschid nimmt Laila zwar auf, aber das hat einen Preis. Mariam muss sie als Zweitfrau ertragen und macht Laila das Leben zunächst zusätzlich schwer. Nach anfänglicher Feindschaft raufen sich die beiden Frauen dann aber zusammen und entwickeln eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft.
Während ein Regime zum Nächsten wechselt, wird die Situation für die Frauen in Afghanistan immer schlimmer. Wir verfolgen etwa 30 Jahre der geschichtlichen Entwicklung des Landes, beginnend in den 80er Jahren bis zu den Anschlägen vom 11.September mit der anschließenden Intervention der USA in Afghanistan. Es ist unfassbar, was die Menschen haben aushalten müssen, insbesondere über das Schicksal der Frauen zu lesen, war manchmal kaum auszuhalten.
Khaled Hosseini ist ein hervorragender Geschichtenerzähler, dem es gelingt die afghanische Geschichte aus Sicht zweier Frauen in einer frauenfeindlichen Welt zu erzählen, die aber nie aufgeben und ihr Schicksal irgendwann in die eigene Hand nehmen.
Großartig!
- Fredrik Backman
Ein Mann namens Ove
(848)Aktuelle Rezension von: Sanne54Ich denke, der Inhalt ist hinlänglich bekannt. Für mich war Parvaneh, die Nachbarin Oves und Vertreterin einer neuen (Ove suspekten) Generation, der eigentliche Star des Buches, der es auf sehr empathische, aber auch bestimmte Art und Weise immer wieder (unausgesprochen) gelingt, das Leben des Witwers zu retten, der mit allerlei Möglichkeiten versucht sich das Leben zu nehmen, nachdem er kurz nach dem Tod seiner geliebten Frau in den Vorruhestand geschickt wird. Ove selbst ist kein Sympathieträger und will es auch nicht sein, aber sie sieht seine gute Seele.
Darüberhinaus haben mir leider weder der Schreibstil noch der Humor zugesagt, wobei ich die Rückblenden, die nach und nach Einblick in die Biografie Oves geben, gut gefallen haben. Geschickt gelingt es dem Autor mehr und mehr Verständnis für seinen Protagonisten aufzubauen.
Das Ende war mir dann aber doch too much und Oves Entwicklung auf den letzten ca 50 Seiten irgendwie auch nicht glaubwürdig.
Trotz allem natürlich gute Unterhaltung mit guter Botschaft. Auch die Überzeichnung ist natürlich ein probates Stilmittel, aber in dem Fall leider nicht meins.
- Ernest Hemingway
Der alte Mann und das Meer
(1.072)Aktuelle Rezension von: Leonie1Der alte Mann und das Meer ist ein ruhiges, eher schlichtes Buch, das sich sehr schnell lesen lässt. Während des Lesens wirkt die Geschichte fast unspektakulär, doch im Nachhinein bleibt einiges zum Nachdenken zurück und muss erst einmal sacken.
Der alte Mann ist eine sehr mutige Figur. Trotz Niederlage strahlt er Zuversicht, Würde und innere Stärke aus. Gerade dieses Durchhalten und Weitermachen macht seine Geschichte besonders. Auch wenn das Ende traurig ist, fühlt es sich gleichzeitig wie eine Art Sieg an, weil er sich selbst treu bleibt.
Dennoch bleibt ein leiser Wunsch, dass die Geschichte anders ausgegangen wäre. Genau diese Mischung aus Verlust, Hoffnung und innerem Triumph macht das Buch aber wohl so nachhaltig.
Insgesamt ein okayes, ruhiges Werk, das weniger durch Handlung als durch seine Symbolik und Stimmung wirkt.
- Tad Williams
Die Hexenholzkrone 1
(58)Aktuelle Rezension von: RiekaEs gibt so viele wundervolle Zitate in diesem Buch, dass es einem vorkommt, als halte man eines der großen weisen Werke aus Tiamaks Büchersammlung in Händen.
Es ist wieder sehr spannend, mit den politischen Entwicklungen und vielen neuen Charakteren. Am liebsten mag ich das Trio Prinz Morgan, Qina und Klein-Snenneq. Aber auch auf das Geheimnis von Jarnulf und Tanahaya bin ich sehr gespannt.
Schnell den nächsten Band schnappen und weiterlesen - nach diesem Cliffhanger am Ende.
- Matt Haig
Wie man die Zeit anhält
(416)Aktuelle Rezension von: Hazelmaus101Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches einfach nur genossen. Die Geschichte ist einmal etwas komplett anderes und hat mich von Anfang an gefesselt. Das Buch ist zwar kein klassischer Pageturner baut jedoch ruhig und stetig eine gewisse Spannung auf. Auch den Schreibstil habe ich als extrem angenehm empfunden. Ich kann es absolut empfehlen!
- Michael Tsokos
Zerschunden
(426)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Rechtsmediziner Dr. Fred Abel vom BKA muss einen Serienmörder fassen, der Frauen in der Nähe europäischer Flughäfen tötet und jede Tat mit einer geheimnisvollen Botschaft versieht. Durch eine spezielle DNA-Analyse gerät sein alter Freund und Ex-Soldat Lars Moewig unter Verdacht, jemand, dem Abel solche Verbrechen nie zugetraut hätte. Moewig hat keine Alibis und wird deshalb in Untersuchungshaft genommen. Währenddessen stirbt seine kleine Tochter an Leukämie. Abel versucht verzweifelt, den wahren Täter zu finden. Die Suche führt ihn quer durch Europa, gefährdet sein eigenes Leben und lässt ihn immer mehr an der Unschuld seines Freundes zweifeln.
Fred Abel ist ein erfahrener Rechtsmediziner beim BKA. Er wirkt kompetent, ruhig und analytisch, aber man spürt, dass ihn die Fälle emotional stark belasten. Besonders die Verbindung zu seinem alten Freund Lars bringt ihn an seine Grenzen. Seine Mischung aus Professionalität und Mitgefühl macht ihn für mich zu einem sehr starken, glaubwürdigen Protagonisten. Er ist ein harter Charakter, der sich voll auf die Arbeit konzentriert. Gleichzeitig zeigt er Herz, besonders als es um Moewigs Tochter geht. Abel ist emotional nahbar und man leidet richtig mit ihm mit. Für mich ist er einer der besten Ermittlercharaktere, die ich in einem Thriller gelesen habe.
Lars ist ein Ex-Soldat und Abels alter Freund. Er wirkt zunächst stark und loyal, doch die Anschuldigungen gegen ihn setzen ihm enorm zu. Man spürt, wie hilflos er zwischen Verdacht, Haft und der Krankheit seiner Tochter ist. Trotz der schwierigen Situation zeigt er Durchhaltevermögen und Mut, was ihn sehr sympathisch macht. Er ist zugleich Opfer und Verdächtiger, was ihn zu einer spannenden Figur macht. Seine Sorgen und Ängste sind sehr nachvollziehbar. Lars wächst einem im Laufe der Geschichte ans Herz. Die emotionale Verbindung zu Fred Abel macht ihre Beziehung besonders intensiv.
Der Schreibstil von Michael Tsokos war für mich nicht neu, da ich bereits ein anderes Buch von dem Autoren gelesen habe. Michael Tsokos schreibt spannend, fesselnd und sehr detailliert. Besonders die kriminalistischen Abläufe und die Rechtsmedizin werden anschaulich erklärt, ohne dass es langweilig wird. Die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite. Die Mischung aus Action, emotionalen Momenten und realistischen Ermittlungen sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Beschreibungen sind anschaulich, die Kapitel kurz und flüssig. Tsokos schafft es, sowohl Fakten als auch Emotionen überzeugend zu verbinden.
,,Zerschunden“ ist ein packender, emotionaler Thriller, der spannende Ermittlungen mit authentischer Rechtsmedizin verbindet. Die Figuren sind glaubwürdig und stark gezeichnet, man leidet und hofft mit ihnen mit. Die Geschichte ist temporeich, intensiv und überraschend, gleichzeitig emotional tiefgründig. Für mich ist es ein Thriller, der sowohl mit Spannung als auch mit Gefühl überzeugt. Wer Krimis liebt, wird von diesem Buch begeistert sein.
- David Morrell
Creepers
(532)Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee3,5 Sterne
Ein altes Luxushotel, das seit 30 Jahren leer steht. Fünf Menschen dringen in das Gebäude ein auf der Suche nach Abenteuer. Es gibt geheime Gänge, die erforscht werden wollen. Doch aus dem Spaß wird bald bitterer Ernst…
Die erste Hälfte des Buches hat mir am besten gefallen. Ich mochte das Geheimnisvolle an der Geschichte, die Schrecken der Dunkelheit, das Rätsel um den früheren Besitzer…
Irgendwann hat mich die Geschichte dann aber ein wenig verloren. Es wurde ein bisschen zu seltsam, zu übertrieben, trotzdem aber immer noch interessant und unterhaltsam.
06.03.2025
- Jess Kidd
Heilige und andere Tote
(226)Aktuelle Rezension von: PapercutMit „Der Freund der Toten“ legt Jess Kidd einen ebenso ungewöhnlichen wie bezaubernden Roman vor, der Krimi, Geistergeschichte und Gesellschaftsporträt auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Schauplatz ist das Irland der 1970er-Jahre, genauer gesagt eine kleine Küstenstadt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Im Mittelpunkt steht Mahony, ein junger Mann, der nach dem Verschwinden seiner Mutter in das Städtchen Mulderrig zurückkehrt. Mahony besitzt eine besondere Gabe: Er kann mit den Toten sprechen. Diese begleiten ihn nicht nur als Stimmen aus dem Jenseits, sondern auch als Kommentatoren des Geschehens – mal humorvoll, mal melancholisch, oft erschreckend ehrlich. Auf der Suche nach der Wahrheit über seine Mutter stößt Mahony auf ein Netz aus Lügen, Gewalt und verdrängten Geheimnissen, das die ganze Stadt durchzieht.
Jess Kidds größte Stärke liegt in ihrer Sprache und Atmosphäre. Ihr Schreibstil ist poetisch, bildreich und zugleich von schwarzem Humor durchzogen. Bereits nach den ersten paar Kapiteln bekommt das Buch einen gewissen "The 6th Sence" Charme. Die Toten, die Mahony begleiten, wirken nie bloß als erzählerischer Kunstgriff, sondern verleihen dem Roman eine besondere Tiefe und Menschlichkeit. Trotz der düsteren Themen – Missbrauch, Schuld, Verlust – bewahrt die Geschichte eine gewisse Leichtigkeit und Wärme.
Die Figuren sind schrullig, vielschichtig und oft moralisch ambivalent. Gerade diese Unschärfe macht sie glaubwürdig und spannend. Mulderrig selbst wird zu einer Art eigenständigem Charakter: ein Ort voller Schönheit, aber auch voller Abgründe.
„Der Freund der Toten“ ist kein klassischer Kriminalroman, sondern ein literarisch anspruchsvolles Werk, das sich Zeit nimmt, Stimmungen aufzubauen und seine Leserinnen und Leser in eine ganz eigene Welt zu ziehen. Ein außergewöhnlicher Roman, der unter die Haut geht – poetisch, düster, humorvoll, mit Tiefgang und zutiefst menschlich.
- Tess Gerritsen
Das Schattenhaus
(129)Aktuelle Rezension von: Jenny_SieberDie Geschichte ist nicht annähernd so spannend wie die gewohnten Romane der Autorin. Trotzdem habe ich es bis zum Schluss gelesen. Da geht aber mehr und ich hoffe dass die Autorin dies auch wieder erreicht. Dieser Roman war Durchschnitt. Dabei liebe ich Tess Gerritsen für ihren fesselnden spannenden Schreibstil. Ich hoffe das nächste wird wieder besser.
- Neil Gaiman
American Gods
(107)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3In diesem Hörspiel geht es um einen Roadtrip kreuz und quer durch die USA, um alte und neue Götter, um Liebe, Freundschaft und Familie. Die Inszenierung als Hörspiel ist perfekt gelungen. Ich habe die vielen Stunden gebannt gelauscht und dabei im Garten gearbeitet, gestrickt oder Wäsche aufgehängt. Nur bei den letzten Stunden habe ich irgendwie den Faden verloren und die Story nicht mehr verstanden. Wer war jetzt tot und wer nicht bzw. doch nicht tot oder nicht mehr tot?
Insgesamt ist es auch eher eine Männergeschichte, denn obwohl es sehr viele Charaktere gibt, von denen einige sehr wichtig sind, spielen Frauen immer nur mehr oder weniger kleine Nebenrollen. Sie reden auch kaum miteinander. Diese Welt dreht sich nur um die Männer, dementsprechend kreisen auch die Frauen nur um die Männer. Das ist sehr schade, denn hier wurde viel Potential verschenkt. - Thomas Morus
Utopia
(132)Aktuelle Rezension von: titanreadsUtopia ist ein lesenswerter Literaturklassiker von Thomas Morus über die ultimative Utopie, genauer die Welt Utopia, bei der niemand weiß, wo diese sich befindet. Sie beschreibt ein total faires, durchklügeltes System von Inselmenschen, die alle das selbe Gut teilen, ohne jegliche Arm-Reich-Schiene und mit perfekt ausgearbeitetem Rechtssystem. Der fiktive Raphael Hytholodaeus trifft hierin auf Morus und auf Petrus Aegidius und erzählt von seiner Zeit in eben jenem erwähnten Utopia. Raphael erklärt das Bestrafungssystem, erzählt von Lust in Utopia und von der Wissenschaft, welche dort noch nicht genutzt wird, aber gleichzeitig, wie die Utopier diesen fehlenden Wissensstand ausgleichen. Den Kindern wird früh bereits beigebracht, dass bloßer Reichtum nicht viel wert ist und geistige und körperliche Arbeit sich immer auszahlt. Jeder in Utopia hat eine klare Rolle und Bestimmung und jeder hilft jedem.
Hierbei wirkt alles leider sehr trocken in Hytholodaeus Erzählungen und gelegentlich kann es vorkommen, dass Seiten leider schnell unbewusst eher überflogen als gelesen werden. Die wenigen Rollen in der Utopie sind leider sehr platt und wenig charakterstark darrgelegt.
Eine Empfehlung für Geschichts- und Literaturliebhaber, da diese die viele Detailarbeit und den Schreibstil sehr schätzen werden. Aber auch der "neutrale" Leser kann Gefallen daran finden, wenn auch nur zum entspannten Lesen.
- Dennis Lehane
Shutter Island
(288)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderZwei Marshalls kommen nach Shutter Island. Hier soll eine Gefangene Kindsmörderin entflohen sein. Die Insel hat drei große Trakte, wo die psychisch Kranken untergebracht sind. Die Marshalls suchen nach Wahrheit und Hintergründen und alles ist irgendwie seltsam hier. Edward hat immer wieder Alpträume von früher. Seine tote Frau taucht auf und seine Vergangenheit beim Einsatz in den Konzentrationslagern. Er schreckt dann immer aus dem Schlaf auf und irgendwas scheint hier vor sich zu gehen auf der Insel, denn es verschwimmt alles vor seinen Augen und in seinem Kopf und die Migräne wird schlimmer. Aber dann steht Edward vor einem Mann aus seiner Vergangenheit und kommt ins straucheln. Was ist wahr? Wer lügt? Wo gehört er wirklich hin? Der Roman von Dennis Lehane ist eine Wucht und überrascht immer wieder. Die vielen Wendungen, das Legen von Fährten und das eröffnen von sogenannten Wahrheiten, bringt uns Leser auch fast um den Verstand. Es ist wie ein Sog und man kommt von der Insel einfach nicht mehr runter.
- Ada Dorian
Betrunkene Bäume
(107)Aktuelle Rezension von: FortiDas Buch startet in Sibirien, schätzungsweise irgendwann in den 1960'er Jahren. Weiter geht es dann in Berlin im 21. Jahrhundert. Dort spielt sich die Handlung dann größtenteils ab – irgendwie hatte ich mehr Wechsel zwischen den Zeitebenen erwartet, vielleicht mein Fehler. Die beiden Zeitstränge sind durch Erich verbunden – einem Baumliebhaber und -forscher. Das Thema Bäume fand ich interessant behandelt. Das hätte gerne noch vertieft werden können, denn die Geschichte in der Gegenwart mit Katharina fand ich nicht so überzeugend. Auch die angekündigte Freundschaftsgeschichte zwischen Katharina und Erich wurde etwas kurz abgehandelt. Was das Buch aber schafft (soweit ich das beurteilen kann): das Altern ehrlich zu beschreiben.
Erzählt ist das Buch in einer sehr klaren, schnörkellosen Sprache. Vielleicht auch dadurch erinnerten mich die Passagen über Katharina manchmal an ein Jugendbuch (was nicht schlimm ist).
Auf garkeinen Fall ein schlechtes Buch, aber auch nicht herausragend. Vielleicht wurde hier einfach zu viel zusammen gemischt. - Nicholas Eames
Kings of the Wyld
(5)Aktuelle Rezension von: Fiona_CamarsDie Geschichte um alternde Helden, die'S nochmal wissen wollen ist wohlbekannt und an sich ausgelutscht, auch in Filmen kommt sie oft vor, um alternden Schauspielern nochmal eine Bühne an der Front zu bieten. Die Charaktere sind dazu recht simpel gestrickt. Aber das Buch ist trotzdem gut. Jedem, der sich mit Zauberschwertern, Königinnen, Kriegern und Monstern anfreunden kann, sei es ans Herz gelegt.
- Markus Heitz
DOORS - Der Beginn
(122)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerMeine Meinung zum Cover:
Es sieht aus wie eine Tür mit einem Schlüssel. Aber passt dieser Schlüssel auch in diese Tür? Das Cover sieht düster und mystisch aus und machte mich sehr neugierig, was dahinter steckt.
Meine Meinung zum Buch:
Die Geschichte ist sehr spannend gewesen und ich konnte mit rätseln, was es für Geheimnisse gibt. Nun frage ich mich, was verbirgt sich hinter den ganzen Türen? Das ist eine sehr gute Frage. Das animiert mich auch die anderen Bände zu lesen, da ich so neugierig bin. Ich wurde sofort in die Geschichte hinein gezogen. Es ist spannend und rätselhaft zugleich. Teilweise wurde ich überrascht, da ich mit der Entscheidung oder Taten nicht gerechnet hatte. Jeder einzelne Charakter hatte seine Persönlichkeit, die ich sehr mochte. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht hinter den anderen Türen und was sich alles dahinter noch verbirgt. Der Autor hat einen fließenden Schreibstil und ich war so vertieft, dass ich nicht merkte, wie schnell die Zeit verging.
Mein Fazit:
Spannend von Anfang bis Ende und sehr rätselhaft. Es ist ein wundervolles Buch. Ein toller Start und ich werde noch die anderen Bände lesen, um herauszufinden, was sich hinter den anderen Türen für Geheimnisse versteckt.
- Maya Banks
Slow Burn - Verhängnisvolle Begierde
(13)Aktuelle Rezension von: RAMOBA79Inhalt:
Als Kind wurde Arial von ihren wahren Eltern verlassen und stattdessen von einem reichen Ehepaar aufgenommen und großgezogen. Ihre Adoptiveltern haben sie stets von der Welt abgeschirmt, denn Ari besitzt eine außergewöhnliche Gabe: telekinetische Kräfte. Doch nun hat es jemand auf Aris Leben abgesehen, und der Einzige, der sie beschützen kann, ist der Bodyguard Beau Devereaux. Was für Beau zunächst nur ein Job ist, wird schon bald sehr persönlich, als er sich in seine schöne Klientin verliebt. Er hat keine Ahnung, wer Ari bedroht, aber er weiß, dass er ohne Zögern sein Leben für sie geben würde.
Das Buch ist gut, flüssig und sehr spannend geschrieben, so dass es schnell zu lesen ist und freude auf mehr macht.
Nachdem Ari entführt wurde, setzt Beau alles daran, sie zu finden.
Ari kann durch ihre Kräfte ihre Eltern schützen und fast alle Entführer unschädlich machen. Wird aber kurz vor Rettung angeschossen, sodass unklar ist ob sie überlebt.... - Wiebke Busch
Familie ist, wenn man trotzdem lacht
(38)Aktuelle Rezension von: Mika2003Bei diesem Buch kann ich ganz klipp und klar sagen, dass mit dem Klappentext Erwartungen geweckt wurden, welche dann aber leider absolut nicht erfüllt wurden.
Liest man sich den Klappentext durch, erwartet man irgendwie, dass ein Großteil der Geschichte spielen wird, nachdem die Familie in der Villa von Flora eingezogen ist. Doch der Teil der Geschichte ist irgendwie zum gesamten Buch gering.
Genauso übrigens wie das Thema Wohnungsnot und Wohnungssuche in Großstädten. Wir haben auch, wie viele andere auch, das Thema Wohnungssuche hinter uns. Zuerst als wir zusammengezogen sind und dann mit zwei Kindern in eine 4-Raum-Wohnung. Erschwerend kam hinzu, dass wir in der gleichen Wohngegend bleiben wollten, weil Kindergarten und Schule nicht gewechselt werden sollten. Also habe ich Erfahrung in dem „Bereich“ und wollte gern etwas Humorvolles zu dem Thema lesen. Doch es war alles andere, aber nicht das.
Da man ja wusste wohin Steffi mit ihrer Familie ziehen wird – der Klappentext hat ja die gesamte Geschichte quasi schon verraten – daher hat mich die unendliche Wohnungssuche von Steffi und die Interessenlosigkeit von Arno eher genervt als interessiert. Vielmehr hätte ich gerne viel über die Konstellation mit Flora lesen wollen.
Ein zweiter Fakt, der mich an dem Buch gestört hat, waren die Charaktere. Steffi, die arme überforderte Hausfrau, die mit zwei Kindern, Haushalt, Wohnungssuche und einem Mann, der Arbeiten ist und daher oft durch Abwesenheit glänzt. Steffi, die gerne mal ein Gläschen mehr trinkt und sich in ellenlangen Monologen selbst bemitleidet. Dazu Helen, die alleinerziehende Mama, welche den Männern abgeschworen hat und gefühlt alles gut im Griff hat, weil sie als Journalistin ja flexibel ist. Und wenn sie doch mal nicht kann springt natürlich die beste Freundin Steffi ein oder der Ex-Partner.
Genau wie beim Thema Wohnungssuche und Makler wird hier mit Stereotypen und Vorurteilen gespielt – was ich schon nicht mehr witzig finde. Dabei bin ich weder eine Hausfrau noch eine alleinerziehende Mama, fühle mich also weder angegriffen noch auf die Schippe genommen.
Ein dritter und letzter Fakt: Es ging nicht nur um das zentrale Thema Wohnungsnot und Wohnungssuche in Großstädten. Es wurden noch andere Themen am Rande angeschnitten, die aber nicht vertieft wurden, im Sande verliefen und die Geschichte eher hemmte.
Die ganze Geschichte liest sich irgendwie für mich nicht wie ein Roman, nicht wie eine humorvolle Geschichte. Eher wie ein noch unrundes Manuskript, wo man noch mal ansetzen müsste. So manche Szenen, so manche Absätze waren unrund, durch Monologe, stumme Zwiesprachen und auch dieses ständige überfordert-sein von Steffi.
Ich habe irgendwann nur noch quergelesen, da ich wissen wollte wie es endet. Normalerweise, hätte ich das Buch nicht im Rahmen der 4-Gewinnt-Challenge in einem Forum gelesen, wäre es ein Abbruch gewesen. Schade eigentlich, ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut.
Zumal es ja gute Ansätze hatte. Die Idee war gut, die Umsetzung leider nicht.
3 von 5 Sternen mit ganz viel Augen zu drücken, mehr geht nicht.
- André Milewski
Geheimakte Excalibur
(25)Aktuelle Rezension von: Pappa_DieterZufälle gibt's! Ausgerechnet der zukünftige Schwiegervater hat etwas mit der Arthus-Sage zu tun, und Max gerät mitten hinein in den Kampf zwischen den Hütern des Schwertes und machtbesessenen Fanatikern, die über Leichen gehen. Die Suche führt über Glastonbury, Stonehenge und Tintagel zu zahlreichen geschichtsträchtigen Orten der britischen Insel, und findet seinen phantastischen Höhepunkt in der Entdeckung des Grabes von König Arthus und Excalibur. Der Autor treibt die Helden von Ort zu Ort und von einer gefährlichen Situation in die nächste, es bleibt kaum Zeit zum Atem holen.
Ein Abenteuerroman mit phantastischen Elementen, der sich gut lesen lässt.
- Kody Keplinger
The Duff
(64)Aktuelle Rezension von: WortmagieIm Mai 2017 erhielt ich über die Motto-Challenge eine Leseaufgabe, die für mich eine echte Herausforderung darstellte: ich sollte Liebesgeschichten lesen. Da ich Chic-Lit nicht mag, war ich erst mal ratlos. Enthielt mein Bücherregal überhaupt Bücher, die ich mir anrechnen durfte? Eine Recherche ergab, dass die Auswahl unerwartet groß ist, zumindest, wenn wir Liebesgeschichten nicht mit Liebesromanen gleichsetzen. „The DUFF“ von Kody Keplinger lag ziemlich genau ein Jahr auf meinem SuB. Die Challenge hat unter anderem den SuB-Abbau zum Ziel, also entschied ich, dass dieser Young Adult – Roman ein guter Einstieg in das neue Monatsmotto wäre.
DUFF. Designated Ugly Fat Friend. Diese unverschämte Beleidigung ließ Bianca Piper durchdrehen. Ihr war bewusst, dass sie ihren besten Freundinnen bezüglich ihres Aussehens nicht das Wasser reichen kann. Es war in Ordnung für sie, die Clevere zu sein, die gute Noten bekommt und auf ein unerschöpfliches Repertoire sarkastischer Bemerkungen zurückgreifen kann. Doch dass ausgerechnet Wesley Rush, der notorische Weiberheld der Schule, behauptete, sie sei in ihrer Clique das Mädchen, das die anderen besser aussehen lasse, weil sie selbst als dickes, hässliches Entlein durchginge, schlug dem Fass den Boden aus. Ihre Synapsen hatten einen Kurzschluss. Sie muss vorübergehend unzurechnungsfähig gewesen sein, denn sonst hätte sie sich niemals auf diese seltsame „Feindschaft mit Zusatzleistungen“ mit Wesley eingelassen. Nun ist es zu spät für Vernunft. Plötzlich sind Gefühle im Spiel, die weder Bianca noch Wesley erwarteten. Kann aus tiefer Abneigung tatsächlich Liebe werden?
Überraschung, Überraschung – ich bin zu alt für dieses Buch. „The DUFF“ ist das literarische Äquivalent eines Teeniefilms aus den 90er oder 2000er Jahren. Als dieses Genre populär war, liebte ich diese Filme. Irgendwann ebbte der Hype um cineastische Teenager-Romanzen ab und ich wuchs aus den stereotypen Geschichten heraus. „The DUFF“ katapultierte mich in die Welt des High-School-Lebens amerikanischer Jugendlicher zurück, in diesen verbissenen Krieg um Popularität. Ein Krieg, den Bianca Piper bewusst zu boykottieren glaubte, bis ihr Wesley Rush mit der Sensibilität einer Müllpresse vor Augen führt, dass sie sich dem Kampf um Anerkennung gar nicht entziehen kann. „DUFF“ ist eine außerordentlich widerwärtige Beleidigung, weil sie meiner Meinung nach eine Menge Wahrheit enthält. Junge Frauen vergleichen sich bewiesenermaßen mehr als alle anderen Bevölkerungsgruppen. Während der Teenagerzeit ist der gesellschaftliche Druck, wie alle anderen auszusehen und ein willkürlich formuliertes Ideal zu erfüllen, besonders groß. Mädels, ihr wisst, wovon ich spreche – ihr habt es selbst erlebt. Die Unsicherheit, die Selbstzweifel, die Fragen, warum die Oberweite nicht größer, die Hüften nicht schmaler und die Oberschenkel nicht straffer sein können. Die Angst, ungenügend zu sein, während man nervös auf die Freundinnen schielt, ist ein stetiger Begleiter. Bianca jedoch wähnte sich erhaben. Sie glaubte, über dem Konkurrenzgerangel junger Mädchen zu stehen. Sie hielt sich für klüger, weniger naiv. Erst Wesleys Beleidigung zeigt ihr, dass sie genauso oberflächlich und von der Meinung anderer beeinflussbar ist, wie die Mädchen, die sie bisher immer belächelte. Ich hatte Schwierigkeiten mit Bianca, weil ich sie arrogant und heuchlerisch fand. Sie ist unheimlich stolz darauf, intelligent genug zu sein, um sich mit einer ständigen Aura aus Sarkasmus und Zynismus umgeben zu können, aber ich empfand sie die meiste Zeit als verletzend und anstrengend. Es dauert ewig, bis sie begreift, dass sie keineswegs besser ist als ihre Mitschüler_innen und ihre spätere Einsicht, dass sich jeder junge Mensch mit einem Label identifiziert, erschien mir nicht so weltbewegend, dass es das Warten wert gewesen wäre. Für mich entwickelt sich „The DUFF“ zu langsam, weil die Geschichte äußerst vorhersehbar ist. Ich war ungeduldig und wollte Bianca schütteln, damit sie endlich die Augen öffnet und erkennt, was für mich vollkommen offensichtlich war – einschließlich ihrer Gefühle für Wesley. Ihre Beziehung erfüllt zahllose Klischees, es gefiel mir allerdings, dass Kody Keplinger an ihrem Beispiel einen ehrlichen Blick auf das Liebes- und Sexualleben von Teenagern wirft. Sie idealisiert und beschönigt nichts. Die Zeiten, in denen Jugendliche von Bienchen und Blümchen keinen blassen Schimmer hatten, sind lange vorbei. Jugendliche haben Sex und verhalten sich dabei nicht immer verantwortungsbewusst. Das ist Fakt, es gibt keinen Grund, diesen zu vertuschen. Ich bin froh, dass Keplinger die Realität darstellt, statt überholte Euphemismen.
„The DUFF“ ist wieder einmal eine nette Lektüre für Zwischendurch, die mir wohl weit mehr gebracht hätte, hätte ich sie als Teenager gelesen. Ich bin nun mal keine 17 mehr und habe meine jugendlichen Selbstzweifel Großteils überwunden. Mit 27 muss mir niemand mehr vorbeten, dass jeder Mensch hin und wieder mit dem eigenen Aussehen hadert. Ich weiß, dass Schubladendenken niemandem gerecht wird und sich eine Persönlichkeit nicht durch ein Label wie DUFF erfassen lässt. Daher ist dieser Roman für mich mittlerweile zu offensichtlich; er enthält Wahrheiten, die ich mir bereits selbst erarbeitete. Nichtsdestotrotz ist das Buch nicht schlecht und ich finde es beeindruckend, dass Kody Keplinger es schrieb, als sie selbst erst 17 Jahre alt war. Ich bereue die Lektüre nicht und war dankbar, dass ich währenddessen kaum nachdenken musste.
Meiner Meinung nach ist „The DUFF“ ein klassischer Fall von „Kann man, muss man aber nicht“, wenn man die wilden Teenagerjahre bereits hinter sich hat. Habt ihr jüngere Geschwister im richtigen Alter? Cousinen oder Cousins? Dann solltet ihr vielleicht in Betracht ziehen, ihnen eine Ausgabe des Buches zu schenken, statt es selbst zu lesen. Sie haben vermutlich mehr davon. - Nina George
Das verfluchte Medaillon: Die magische Bibliothek der Buks 2
(3)Aktuelle Rezension von: RobsiFakten zum Hörbuch
Autor:innen: Nina George und Jens J. Kramer
Sprecher: Marian Funk
Verlag: TIDE exclusiv
Hörspaß: 12 Stunden und 4 Minuten
Klappentext
Um die Zerstörung der zauberhaften Buchwelt zu verhindern, müssen sich die Buks in ihr bislang größtes Abenteuer wagen: Sie erobern zum ersten Mal das für sie unbekannte »Draußen« jenseits ihrer magischen Bibliothek. Zeitgleich reisen die Kinder Finn und Nola mithilfe von magischen Kristallmedaillons durch die Welt der tollsten Geschichten auf der Suche nach dem verschollenen Buchmeister und der Heilung gegen die schreckliche Bleichkrankheit. Inzwischen entdecken Mira und Thommy in der Welt der Menschen die Geheime Büchergilde und kommen dem unbekannten Zerstörer der Bücher gefährlich nah. Doch nur gemeinsam können sie das Spiel um Freiheit und Fantasie gewinnen.
Meine Meinung
Auch Band 2 habe ich wieder sehr gern gehört. Der Erzähler bringt die Emotionen gut rüber, gibt jedem Charakter seine eigene Stimme und war wieder genau der Richtige hierfür.
Die Kinder und Buks erleben diesmal unterschiedliche Geschichten: Thommy und Mira entdecken die Geheime Büchergilde; Finn sucht Nola und trifft dabei auf eine Feuerfee, während Nola nach Geraldine sucht und ebenso auf Wegbegleiter:innen trifft. Die unterschiedlichen Geschichten sind auch der einzige Kritikpunkt, denn es passiert viel Unterschiedliches auf einmal und gerade beim Hörbuch, wo man nicht noch einmal zurückblättern kann, fällt dies negativ auf. Dennoch habe ich das Hörbuch sehr gern gehört und sehe es als zu vernachlässigenden Kritikpunkt.
Die oben genannten Wegbegleiter:innen von Geraldine, Finn und Nola sind, genau wie die Hauptprotagonist:innen, sehr detailgetreu ausgearbeitet und man gewinnt sie schnell lieb – oder eben nicht. Besonders gefallen hat mir Geraldines Charakterentwicklung, denn diese war am stärksten und deutlichsten sichtbar.
Das Ende war dann der Traum jede:r Leser:in, so ging es mir zumindest. Ohne allzu sehr ins Detail zu gehen, vermischen sich die reale Welt und die Bücherwelt und die Figuren kämpfen gemeinsam um Freiheit und Fantasie. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, eine seiner geliebten Buchfiguren zu treffen?
Zu meiner Freude habe ich während des Verfassens der Rezension gesehen, dass es einen dritten Band geben wird. Dieser erscheint voraussichtlich am 24. März.
https://www.lovelybooks.de/autor/Nina-George/Die-magische-Bibliothek-der-Buks-3-Der-Phant%C3%A1nasische-Schl%C3%BCssel-21693419046-w/
Fazit
Ein (Hör)buch für Jung und Alt!
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Herzlichen Dank, dass ich das Hörbuch hören und rezensieren durfte (auch, wenn es mit der Rezension wesentlich länger als geplant gedauert hat)!
- Frank Schirrmacher
Das Methusalem-Komplott
(28)Aktuelle Rezension von: HoldenSchirrmachers Schrift gegen Altenhaß und für eine Neuorientierung der Gesellschaft. Er selbst hat den Zustand des alten Mitmenschen ja nicht mehr erleben müssen. Man wundert man sich über die subtilen Einflüsterungen der Gegenwartsgesellschaft, wie man vermeintlich Alte aufs "Altenteil" schieben möchte, daß die Best ager auch in fortgeschrittenen Alter häufig körperlich und geistig noch voll da sind, hat einen selbst überrascht. Gerad wurde Joe Biden wegen seines Alters als möglicher Präsidentschaftskandidat gegen Donald Trump wegen seines Alters ausgemustert (trotz offenbar recht guter Bilanz seiner Präsidentschaft), die "Heute-Show" witzelte über das "Greise Haus", und in der Werbung gibt es wieder nur Junge und Ganzjunge, sogar auf der AOK-Mitgliederzeitschrift sind nur junge gesunde Menschen. Viel hat sich nicht geändert, obwohl wir laut Schirrmacher längst in der Gerontokratie leben müßten. Augenöffnend und klug, aber auch anspruchsvolle Kost.
- Simone Veenstra
Sind dann mal weg
(17)Aktuelle Rezension von: CaroCarreraDer Roman „Sind dann mal weg“ von Simone Veenstra war amüsant und mal etwas anderes. Die Idee war sehr interessant und es war eine lustige Truppe, die man auf ihrer Reise begleitet hat. Durch das höhere Alter der Protagonist*innen werden einige Lebensweisheiten angesprochen und teilweise wird man auch zum Nachdenken angeregt. Allerdings ist der Grundtenor des Romans eher positiv gehalten, so dass es eher ein lockeres Buch für Zwischendurch war.
Das Buch hat mich nicht so gefesselt, wie ich es mir gewünscht habe, aber dennoch konnte es mich gut unterhalten und meist habe ich kleine Abschnitte à 50 Seiten gebildet. Die waren schnell gelesen, was auch an dem angenehmen Schreibstil lag und auf die Weise wurde ich dem Buch nicht überdrüssig.
Was ich kritisch anmerken muss, ist in erster Linie die Einbindung des Hundes. Erst dachte ich, dass der nochmal eine nette Abwechslung reinbringt und verdeutlicht, wie wichtig Haustiere auch für ältere Menschen sind, aber leider verhielten sich die Protagonist*innen alles andere als verantwortungsbewusst und ich hätte mir einen anderen und vor allem ernsteren Umgang mit dem Thema gewünscht.
Ansonsten war es eine nette Unterhaltung für Zwischendurch.























