Bücher mit dem Tag "alternativwelt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alternativwelt" gekennzeichnet haben.

170 Bücher

  1. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (726)
    Aktuelle Rezension von: InBetween

    Eine fantastische Geschichte, deren Kreativität beeindruckend ist. Obwohl ich die Story nicht wirklich kapiert habe, konnte ich das Buch nicht weglegen.

  2. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

     (1.546)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Lyra Belaqua lebt mit ihrem Dæmon Pantalaimon im Oxford einer Parallelwelt. Sie ist am Jordan College zu Hause und weiß nicht, dass sie Teil einer großen Prophezeiung ist, von der die Zukunft abhängt. Als ihr Onkel in Oxford auftaucht und von einer fremden Welt erzählt beginnt für Lyra ein Abenteuer vom dem sie selbst noch nichts weiß. Bis in den hohen Norden muss sie reisen um herauszufinden was es mit dem Verschwinden von Kindern, der unheimlichen Mrs. Coulter, dem geheimnisvollen Staub und ihrem Dæmon auf sich hat.

     Philip Pullman gelingt es mit diesem Buch neue Fantasywelten zu erschaffen. Auch wenn die eine oder andere Idee selbst sicherlich nicht ganz neu ist, so bekommt sie bei Pullman ganz andere Aspekte und einen völlig neuen Zusammenhang. Geschickt verknüpft der Autor Elemente aus Fantasy und Abenteuer, aus Spannung und Magie zu einer ganz besonderen Geschichte, in der es weder an Freundschaft, noch an Mut, noch an Liebe fehlt. Trotzdem gibt es einige wenige Längen, in denen der Autor sich zu sehr in der Beschreibung von Details, wissenschaftlichen Zusammenhängen oder Beschreibungen der Umgebung verliert. Zum Glück bleibt dies insgesamt aber kurz und nur sporadisch im Buch, so dass es dem Gesamtwerk nicht schadet.

    Mein Fazit: Fantasiereiches Abenteuer, dass mich mitnehmen, aber nicht immer völlig begeistern konnte. Dies liegt aber wohl eher daran, dass ich mich für die ganze Thematik des Staubes und deren Zusammenhänge nicht so richtig interessieren konnte und weniger daran, dass das Buch als solches nicht spannend wäre. Für Fantasyfans ist Pullman schon lange ein Muss und ich freue mich ebenfalls auf Band 2.

     

  3. Cover des Buches FederLeicht. Wie fallender Schnee (ISBN: 9783841505286)
    Marah Woolf

    FederLeicht. Wie fallender Schnee

     (572)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Nachdem ich kurz zuvor die MondLichtSaga zum ersten Mal gelesen habe, war klar, dass ich ganz schnell die Bücher der Federleicht-Reihe anhängen wollte. Die Hinweise aus dem vierten Band der MondLichtSaga haben mich total neugierig gemacht und ich war gespannt darauf, was für eine Geschichte Marah Woolf in dem siebenbändigen Epos erzählen würde. Auch in diesem ersten Band werden Bezüge zur vorherigen Saga aufgenommen, die gleich ein Gefühl von nach Hause kommen herstellen.

    Auf handwerklicher Ebene ist auf jeden Fall eine große Weiterentwicklung zu spüren. Der Schreibstil hat sich gefestigt und ein gewisser Flow ist eingezogen. Das Einzige, was mich wirklich irritiert hat, war, dass die Mutter immer als eben solche benannt wurde. Also Mutter statt Mom oder Mama oder eben den Vornamen. Eine Kleinigkeit, ich weiß.

    Im Großen und Ganzen finde ich erst einmal die Idee richtig klasse. Die Bedeutung der Zahl Sieben, der Zahl drei, Elizas Name und damit die coolen Zusammenhänge zur Magischen Welt, wie den sieben Familien, den sieben magischen Gegenständen usw. Das und die vielen kleinen und großen fantastischen Elemente haben mich total in den Bann gezogen. Außerdem finde ich die Figuren-Konstellationen und Charaktere sehr spannend. Granny, die Tarotkarten legt, ist für mich ein Highlight, ebenso die Tatsache, dass Cassian, der Protagonist, blind ist. Das ist echt mal was anderes! Elizas Familie ist überhaupt ziemlich interessant, weil es sehr „modern“ zugeht: Es wird kein klassisches Familienbild gezeichnet, sondern eine Mutter, die Job und Kinder unter einen Hut bringt, während der Vater lieber als Professor außerhalb arbeitet. Es ist nicht einfach, aber für die Eheleute im jedem Fall irgendwie ok – die Freiheiten und Wünsche werden akzeptiert. Was ich jedoch bisher überhaupt nicht gespürt habe, ist, dass Fynn und Eliza Zwillinge sein sollen. Mir fehlt die enge Bindung bzw. der enge Kontakt, den ich von Zwillingen sonst aus meiner näheren Umgebung kenne. Doch was nicht ist, kann ja in den nächsten sechs Büchern noch kommen. Die Teen-Figuren empfand allesamt etwas kindisch, doch das ist schon ok, schließlich handelt es sich um eine Buchreihe für Jugendliche. Trotzdem wünsche ich mir im Verlauf der Reihe eine reifere Darstellung.

    Ich finde es gut, dass Eliza anfangs noch sehr in der Menschenwelt verankert ist und für Frazer schwärmt. Ebenso toll ist aber auch das langsame Entlieben des Mädchens dargestellt und das zähe Näherkommen von Frazer und Elizas bester Freundin Sky ist eine süße Verstrickung. Das Theaterstück „Tristan und Isolde“ als Kleister zwischen den Welten einzubauen, fand ich großartig – ich hätte nur die ganzen Zitate nicht gebraucht. Dadurch und auch durch das vehemente Aufzeigen der Abneigung zwischen Cassian und Eliza haben sich einige Längen ergeben, doch im letzten Drittel nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und es ist ganz deutlich, wie viel Potential da für die Folgebände drinsteckt.

    Das Ende ist wirklich sehr niedlich und herzzerreißend und schlägt genau die richtigen Saiten an, um mich süchtig zu machen!

  4. Cover des Buches His Dark Materials 2: Das Magische Messer (ISBN: 9783551583413)
    Philip Pullman

    His Dark Materials 2: Das Magische Messer

     (1.044)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Lyra ist es gelungen in eine Parallelwelt zu reisen. Dort begegnet sie Will, der aus der uns bekannten Welt ebenfalls einen Durchgang zu dieser Welt gefunden hat. Gemeinsam versuchen sie, die vor ihnen liegenden Aufgaben zu meistern und dem Geheimnis um Wills verschwundenen Vater und Lyras Fragen rund um das Thema Staub zu beantworten.

    Pullman schreib flüssig und fesselnd und die von ihm erdachten  Welten sind vielschichtig und wirklich interessant. Wie auch im ersten Teil verliert sich der Autor aber ab und an in teils wissenschaftliche, teils theologisch-soziale Erläuterungen, die das Zielpublikum ab 12 mit großer Wahrscheinlichkeit überfordern dürfte. Auch eine immer wieder mal recht klar beschriebene Brutalität ist wohl eher ungeeignet für diese Altersempfehlung. Davon abgesehen versteht es Pullman den Leser zu fesseln und in seine Welten eintauchen zu lassen. Der Spannungsbogen ist durchgehend leicht steigend und das Ende erneut ein deutlicher Cliffhanger. Die einzelnen Figuren gewinnen weiter an Tiefe und Lyra rückt ein wenig hinter Will in den Hintergrund ohne auch nur im Ansatz zu verblassen.

    Mein Fazit: Eine mehr als gelungene Fortsetzung, die Lust aufs Weiterlesen macht. 

  5. Cover des Buches Die Elfen (ISBN: 9783453315662)
    Bernhard Hennen

    Die Elfen

     (1.036)
    Aktuelle Rezension von: Laurasophie0410

    Obwohl ich bekommen habe, was ich mir bei diesem Fantasy Roman erhofft habe, kann ich nicht sagen, dass mir das Buch gefallen hat. So bekommen wir hier Elfen und andere Wesen wie Trolle und Zwerge, aber auch Menschen und gewiss zahlreiche Abenteuer.. Sprünge in der Zeit, Magie und vieles mehr.

    Gefallen hat mir der Schreibstil, der mich relativ flüssig durch die Seiten getragen hat. Jedoch kann ich nicht sagen, dass mich das Buch von Bernhard Hennen wirklich fesseln konnte. So war ich zu Beginn der Geschichte zwar noch sehr begeistert und freute mich ein schönes Fantasy Buch entdeckt zu haben, was sich nach den ersten 300 Seiten jedoch änderte.
    Um inhaltlich nicht zu viel zu verraten, lässt sich sagen, dass die Suche um Noroelle in meinen Augen leider viiiiiel zu langatmig war. So waren unsere drei Protagonisten Farodin, Nuramon und Mandred teilweise kurz davor ihr Ziel zu erreichen, nur um dann wieder bei Null anzufangen. Das ganze war mit lauter Schlachten ausgeschmückt, wo ich teilweise nicht mehr hinterherkam, wieso an dieser Stelle wieder gekämpft werden musste. Dennoch lassen sich auch positive Aspekte aufzählen wie das sagenhafte World-Building und die gelungenen Charakterentwicklungen. Nichtsdestotrotz bin ich mir sehr unsicher, ob ich den zweiten Band lesen soll, da ich mir die letzten 300 Seiten wirklich reingezwängt habe, weil ich nur sehr ungern Bücher abbreche. Teilweise habe ich hier nur noch das Ende der jeweiligen Kapitel überflogen, um grob zu wissen, was los ist… Ich war immer wieder kurz davor, das Buch abzubrechen.

  6. Cover des Buches Das Erste Horn (ISBN: 9783492268172)
    Richard Schwartz

    Das Erste Horn

     (259)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Zu Beginn des Buches, passieren schon die ersten Vorfälle, die die Story langsam ins Rollen bringen: Ein schwerer Sturm, der nicht aufzuhören scheint und ein brutaler Mord, den keiner gehört und gesehen hat. Alles gut durchdacht, die offenen Fragen werden nach und nach geklärt, werfen jedoch andere Ungereimtheiten auf, die es zu lösen gilt. Eben so, wie man sich ein gutes Buch vorstellt. 

    Die Sprache, ist sehr gut. Sie ist so schön alt. 'Ser' statt 'Sir' und es gibt keine Uhren, nur Stundenkerzen, und insgesamt kommt durch die etwas ältere Sprache eine dunkle Stimmung auf.
    Auch kommt immer wieder schwarzer Humor hinzu, ich persönlich bin Fan von schwarzem Humor, und Ser Havald trifft genau den Punkt. 

    Alles in Allem ein sehr gutes Buch und ich freue mich schon darauf, den zweiten Teil aufzuschlagen und zu schauen, wie die Geschichte um das geheime Land Askir weitergeht.

  7. Cover des Buches Die Brautprinzessin (ISBN: 9783608961409)
    William Goldman

    Die Brautprinzessin

     (475)
    Aktuelle Rezension von: Gluecksklee

    Zunächst einmal muss ich leider gestehen, dass ich „Die Brautprinzessin“ zwar vom Namen her kannte, aber weder die Details zur Geschichte, noch den Film kannte, bevor ich das Buch tatsächlich zur Hand nahm. Ich liebe Märchen, ich liebe Fantasygeschichten und Abenteuer und vor allem Geschichten über die große Liebe. Daher war ich ziemlich neugierig auf „Die Brautprinzessin“.

    Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, bleiben bei mir ein paar gemischte Gefühle zurück. Und im folgenden will ich die Gründe dafür ein wenig ausführen.

    Das Buch stammt in seiner ersten Auflage wohl aus dem Jahr 1973, es handelt sich hierbei also um keine Neuerscheinung, sondern um eine relativ junge Wiederauflage eines doch in die Jahre gekommenen Romans. Und das merkt man dem Buch meiner Meinung nach auch in einigen enthaltenen Formulierungen an.

    Ich gebe zu, das Rahmenkonstrukt zu „Die Brautprinzessin“ ist kreativ. Der Autor selbst gibt hier vor, ein bereits bestehendes Werk epischen Ausmaßes dahingehend gekürzt zu haben, dass nur noch die spannenden Teile enthalten seien. Zudem kommentiert er in teilweise sehr zynischem Ton sowohl die Unzulänglichkeiten des fiktiven Autors S. Morgenstern und erzählt auch sonst eine sehr zynische „Geschichte“ über sein Leben, seine Ehe und die Widrigkeiten, mit denen er sich aufgrund der Überarbeitung des Romans von S. Morgenstern konfrontiert sieht.

    Ich jedenfalls fand einige Formulierungen in diesen „Anmerkungen des Autors William Goldman“ eher irritierend – zum Beispiel die Art und Weise, wie William Goldman zumindest zu Beginn des Romans über Frau und Sohn schreibt. Für mich ist „Die Brautprinzessin“ gerade durch diese fiktiven Kommentarabschnitte kein Buch, das ich sehr jungen Kindern vorlesen oder zum selbst lesen überlassen würde.

    Die Abschnitte des Romans, die sich tatsächlich mit Butterblume, Westley, Inigo und Fezzik und den Prinzen Humperdinck drehen, sind eigentlich ganz unterhaltsam. Aber auch in Teilen meiner Meinung nach wieder nicht unbedingt für jüngere Kinder geeignet. Ob es jetzt die eher stereotype Beschreibung der Prinzessin Butterblume ist, deren beste Eigenschaft einzig ihre Schönheit zu sein scheint oder die sadistische Verhaltensweise des Grafen oder die bösartige Natur des Prinzen Humperdinck – aus erwachsener Sicht kann ich annehmen, dass bestimmte Eigenschaften hier überspitzt dargestellt werden und dies der Unterhaltung des Lesers dienen soll. Für Kinder bedürfen sie sicher zumindest einer Erklärung und Einordnung in einen gewissen Rahmen bzw. Kontext, würde ich meinen.

    Die Abenteuer in „Die Brautprinzessin“ sind definitiv spannend, gerade die Charaktere Inigo und Fezzik fand ich interessant und hätte gerne noch mehr über sie erfahren. Westley und Butterblume waren dagegen beinahe zu klischeehaft ineinander vernarrt, ohne dass man so richtig sagen konnte, was genau sie jetzt am anderen, außer ihrer jeweils äußeren Erscheinung so anziehend fanden. Allerdings war „Die Brautprinzessin“ aufgrund der Konstruktion der Geschichte (siehe oben) eben nicht das, was ich eigentlich erwartet hatte.

    Der Schreibstil des Autors war nicht schlecht, aber für mich passt dann das stereotype Frauenbild (gefühlt ist Butterblume zuerst gemein und dann eigentlich nur noch hübsch und wartet immer wieder auf ihre Rettung) einfach nicht mehr in die heutige Zeit, wenn man das Buch nicht als Satire und absolute Überspitzung von veralteten Rollenbildern sehen möchte.

    Im Großen und Ganzen komme ich auf drei von fünf Sternen. Die Geschichte war trotz der von mir genannten Kritikpunkte unterhaltsam und ich möchte mir nach der Lektüre nun tatsächlich auch die Verfilmung ansehen.

  8. Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: 9783462046823)
    Vladimir Sorokin

    Der Schneesturm

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Dies ist keine Rezension, sondern es sind meine ungeordneten Eindrücke. Aber warum sollte ich strukturierter schreiben als Sorokin?! Aber vielleicht hat er strukturiert geschrieben und ich habe es nur nicht verstanden?

    Und wieso gebe ich solch' einer verrückten Geschichte 5 Sterne? Nach anfänglichem Kopfschütteln hat sie mich nicht mehr losgelassen und ich kann noch nicht mal sagen, warum. Solche merkwürdigen Vorkommnisse – fast hätte ich 'bekloppt' geschrieben! Aber da die Geschichte sprachlich auf hohem Niveau angesiedelt ist – außer dem Dialekt der einfachen Leute – und da ich noch nach Beenden des Buches weiter darüber nachdenken muss, ist wohl was dran an der Qualität des Buches.

    Der Landarzt Garin wird in einem einsam gelegenen Dorf erwartet, um dort die Bewohner zu impfen, die noch nicht von einer schrecklichen Krankheit befallen sind. Weil es keine frischen Pferde mehr gibt, muss er sich auf den Brotkutscher 'Krächz' und dessen Pferdchen verlassen, Pferdchen, so klein, dass sie zu mehreren in eine Mütze passen. Später wird von Pferden gesprochen, die groß wie ein zweistöckiges Haus sind. Um dem Märchenhaft-Phantastischen die Krone aufzusetzen, tauchen kleinwüchsige Menschen und Riesen auf und um den Leser, der sich im vorigen Jahrhundert aufzuhalten vermeint, vollends zu verwirren, gibt es futuristische Attribute wie Holographisches, einen Drogenrausch u.a.

    Und über allem tobt ein Schneesturm mit Unmengen von Schnee...

    Wie schon geschrieben, diese Geschichte hat mich fasziniert und lässt mich weiter darüber nachdenken, was Sorokin damit gemeint hat, ob überhaupt etwas;-) - Empfehlen will ich sie lieber nicht; so manchem wird sie nicht gefallen.

  9. Cover des Buches Die Zweite Legion (ISBN: 9783492268189)
    Richard Schwartz

    Die Zweite Legion

     (172)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Geschichte geht direkt dort weiter, wo der erste Band aufgehört hat. Die Ideen des ersten Bandes werden hier durchaus interessant weiter entwickelt. Der erste Band war für sich abgeschlossen, aber der zweite hat keinen richtigen Schluß und läßt den dringenden Wunsch offen, im nächsten Band zu lesen wie es weitergeht.

    Wunderbar gestaltete Charaktere, Spannung und Aktion.  

  10. Cover des Buches Vaterland (ISBN: 9783453421714)
    Robert Harris

    Vaterland

     (356)
    Aktuelle Rezension von: Walther

    Ich habe diesen Roman geschenkt bekommen und seitdem mehrfach gelesen. Die Mischung aus historischer Dystopie und Thriller zieht mich jedes Mal wieder in ihren Bann. 

    So hätte es vielleicht ausgesehen, wenn Herr H. seinen Krieg gewonnen hätte. Harris schreibt ja nicht viel über die Situation im eroberten Osten, aber das reicht auch schon, um das Gruseln zu bekommen.

    Was ich mich immer wieder frage: Wäre die Judenvernichtung tatsächlich vergessen worden? Das ist ein erschreckender Gedanke. Aber gut: Der Sieger schreibt die Geschichte.

    Wirklich toll ist die Verflechtung mit einem sehr spannenden Thriller.  

  11. Cover des Buches Der Herr der Puppen (ISBN: 9783492268202)
    Richard Schwartz

    Der Herr der Puppen

     (145)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    "Der Herr der Puppen" ist wie die ersten Teile gut geschrieben und auch fiebert man mit den Charakteren weiter mit. Was mich an diesem Teil allerdings stört ist, dass dies mehr den Eindruck einer "Füllerfolge" macht. Es gibt zwar einige Szenen, die für den weiteren Verlauf wichtig und spannend sind, die Grundstory dieses Buches ist allerdings vom Gesamtzuhammenhang her eher unwichtig. Die wichtigen Informationen hätten genau so gut in die anderen Bücher mit aufgenommen werden können. Da das dann ziemlich gequetscht gewirkt hätte war dieser Band also doch sinnvoll, alllerdings eben nich so überzeugend wie die übrigen.

    Wenn man die ganze Reihe lesen möchte ist dieser Teil also auch Pflicht, allerdings war ich froh als ich mit ihm durch war und endlich zu den Feuerinseln übergehen konnte.

  12. Cover des Buches Im Brunnen der Manuskripte (ISBN: 9783423212953)
    Jasper Fforde

    Im Brunnen der Manuskripte

     (229)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    Nachdem ihr Ehemann, Landen Parke-Laine, von der ChronoGarde genichtet wurde, alle Welt hinter Thursday Next her ist und sie nicht mehr weiß, wem sie noch trauen kann, flüchtet die ehemalige Agentin in die Literatur. Über das Figuren »AustauschProgramm« bekommt sie einen Platz in dem unveröffentlichten Roman »Coversham Heights«, einem ruhiger Kriminalroman ohne sonderlich viel Aufregung. 

    Ihre Mentorin Miss Havisham, aus dem Roman »Große Erwartungen«, kümmert sich auf ihre etwas eigenwillige Art rührend um Thursday Next. Sie fördert ihre Ausbildung zur Jurisfiktions Agentin und weist sie in die Welt der Literatur ein. 

    Schon bald sind Thursdays detektivische Fähigkeiten gefragt, denn eine literarische Figur verschwindet spurlos, ein Agent wird getötet und der Minotaurus flieht. Zuerst scheinen die Fälle nicht zusammen zu hängen aber bald wird klar, dass die Ereignisse etwas mit der Einführung eines neuen Textverarbeitungsprogrammes  zu tun haben. 

    In einer bizarren, verrückten und abenteuerlichen Welt muss Thursday Next den Mörder finden und bringt sich dabei selbst in höchste Gefahr. 

    Kommentar: 

    Die ist Band drei der Reihe um Thursday Next, mittlerweile Thursday Parke-Laine und der bisher verrückteste. Alle Träume eines bibliophilen Menschen werden hier umgesetzt. In eine Handlung hinein springen und einen Roman erleben, die Figuren kennen lernen und mit ihnen agieren. Jasper FForde schreibt dies auf so spannende, amüsante und verrückte Art und Weise, dass man aus dem Lachen kaum noch heraus kommt. Natürlich gibt es auch traurige und erschütternde Momente, denn in den Romanen ist nicht immer alles auf ein Happy End ausgerichtet aber der Humor und die skurrilen Szenen überwiegen. 

    Als Thursday den Platz von Mary einnimmt, die in dem Roman eine Nebenrolle spielt, ahnt sie noch nicht, was alles auf sie zukommt. In dem Hausboot, das die nächsten Wochen ihr Zuhause sein wird, werden zwei Rohlinge einquartiert. Thursday nennt diese Rohlinge ibb und obb. Ohne Großbuchstaben, da sie noch über keinerlei Persönlichkeiten verfügen. Unter Thursday Regiment verfügen die zwei Mitbewohner bald über diverse Charaktereigenschaften, die sicher so nicht vorgesehen waren. Für den Leser daran erkennbar, dass sie im Laufe der Zeit Großbuchstaben erhalten (Ibb und Obb) und alsbald richtige Namen, Gefühle und Charaktereigenschaften.   

    Und ein weiterer Gast quartiert sich ein. Großmutter Next zieht auf das Hausboot um zu verhindern, dass ihre Enkelin ihren Mann vergisst. 

    Das Buch ist voller verrückter Ideen. Der Brunnen der Manuskripte ähnelt einem Marktplatz. Hier eine Beschreibung von  Seite 57: »Vor allem war es sehr laut hier. Lieferanten, Handwerker, Ingenieure und Rohlinge liefen durch die Korridore, tauchten auf und verschwanden, bewegten sich in dieses Buch oder jenes, bauten hier etwas auf und dort etwas ab, änderten, zerlegten, demolierten, ganz nach den Wünschen der Autoren. Zahllose Anschlagtafeln, Litfasssäulen und Plakate machten Reklame für Konversationslexika,  Schriftbilder,  Reime, Spezialwörterbücher, Erzähltechniken, Versformen und tausend anderer literarische Hilfsmittel und Tricks. 

    Es gibt die »Chesire Cat«,  der einen Führer zur großen Bibliothek verfasst, den verrückten Emporer Zhark, Godot, der immer auf sich warten lässt, den Großwildjäger Bradshaw, einen eingebildeten Heathcliff der seit 77 Jahren den Preis für die Rolle des schwierigster Liebhaber erhält  und damit Hamlet immer wieder auf Platz 2 verweist….die bekannten, beliebten und teilweise verrückten Charaktere geben sich hier die Klinke in die Hand. 

    Ein weiteres, sehr wundervolles Zitat von Snell aus der Serie Parker&Snell: »Lesen ist ein äußerst schöpferischer Vorgang, der die Vorstellungskraft sehr beansprucht. Vielleicht sogar noch mehr als das Schreiben. Wenn sie Gefühle in ihren Köpfen entstehen lassen, wenn sie die Farben eines Sonnenuntergangs vor ihrem inneren Auge erzeugen oder dahin kommen, dass sie eine frische Brise auf ihrer Haut spüren, dann leisten die Leserinnen und Leser eine ganz erstaunliche Vorstellungsarbeit und verdienen mindestens so viel Lob wie der Autor.«

    »Wellen, die auf den Strand schlagen«, das würde doch überhaupt nichts bedeuten, wenn Sie es nicht vor sich sähen, wenn Sie nicht wüssten, wie es sich anfühlt, wenn der Boden unter den Brechern zittert. «

    »Bücher« sagt Snell lächelnd, »sind eine Art Zauberei.«

    Seite 269:»Echofinder sind Handwerker, die einen Text kurz vor der Veröffentlichung betreten und Echos suchen und zerstören. Als Faustregel gilt, dass identische Wörter (mit Ausnahme von Eigennamen und kleineren Wörtern wie z.B. Pronomen) einen Mindestabstand von 15 Wörtern im Text brauchen, weil sonst die Gedanken- und Bildübertragung ins Bewusstsein des Lesers gestört wird.«

    Das gilt für mich völlig logisch, wie so viele andere Ideen in diesem Buch, das sich jeder Autor und jede Autorin wirklich einmal durchlesen sollte. Durch die Augen der literarischen Figuren bekommt man eine ganz neue Perspektive auf das geschriebene Werk. Sehr zu Herzen gehen einem die Figuren, die in einem bisher unveröffentlichten Roman leben und nie wissen, ob dieser Roman je das Licht der Welt erblicken wird oder ob sie zurück in den großen Textfluss müssen. Zum Glück findet Thursday Next für »Coversham Heights« eine befriedigende Lösung, denn die Figuren sind ihr ans Herz gewachsen. Eine große Gefahr für die »Außenweltler«, die sich zu intensiv auf eine Handlung einlassen und oft versuchen, diese dann zu ändern. Was übrigens eine Straftat ist. 

    Ich könnte hunderte Seiten aus diesem Buch zitieren, die Schädlinge der Literatur aufzählen wie das Grammasit oder den Nounfish oder erzählen, was aus den Figuren wird, wenn ein Roman nicht mehr gelesen wird. Aber ich könnte euch nie dieses wunderbare Gefühl vermitteln, das einen beim Lesen dieser Geschichte befällt. Man geht in ihr auf, verliert sich komplett in ihr und wünscht sich, es wäre alles wahr. Das Pünktchen auf dem I dieses Romans sind die jeweiligen Einleitungen zu den Kapiteln die von den unterschiedlichsten Personen verfasst wurden und jeweils einen kurzen Aspekt der literarischen Welt umreißen. 

     

    Fazit: 

    Jeder bibliophile Mensch sollte dieses Buch lesen, danach liest man jedes weitere Buch mit anderen Augen. Sprachlich perfekt, überzeugend und verführerisch gut. Für mich der beste Band der Serie. 

  13. Cover des Buches Die Sturmjäger von Aradon - Magierlicht (ISBN: 9783570307281)
    Jenny-Mai Nuyen

    Die Sturmjäger von Aradon - Magierlicht

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Felicitas_Brandt

     

    Der Westen ist tot. Reglos die Berge, in alle Weite leere Erde ohne Licht. Nur die glimmenden Spur des Mannes, der das Totenlicht trägt.

    Seite 1

     

    Er ist ihre Liebe und ihr Tod.

    Der magische Krieg tobt um Aradon und die Sturmjägerin Hel gerät zwischen alle Fronten. Für die Magiergilde wird sie auf Dämonenjagd geschickt, doch je näher sie Mercurin kommt, desto weniger will sie ihn vernichten. Aber aufgehalten werden muss er, bevor die Totenlichter vereint und das Ende der Menschheit beschlossen ist. Als die Magier sich gegen Hel wenden, rettet Mercurin sie und zeigt ihr seine Welt und seine Wahrheit. Kann Hel ihn überzeugen, die Menschheit zu verschonen?

     

    „Wenn man keine Familie hat, die einem sagt, wer kam ist, muss man selbst die Antwort finden.“

    Seite 67

     

    Band II der Diologie besticht durch noch mehr Herz und vor allem noch viel mehr Schmerz. Der Schreibstill bleibt unverändert großartig und reißt den Leser in die Geschichte hinein. Hel weißt jetzt, wer Mercurin ist, einer von fünf Druiden des Alten Volkes, deren Mission es ist, die Menschheit zu vernichten. Gemeinsam mit ihrem Fruend Nova, reißt sie durch ein gewaltiges Setting, um einen Weg zu finden, das zu verhindern.

     

    In Band II werden die Druiden noch mehr beschrieben und vorgestellt. Ich fand jeden Charakter in dieser Geschichte wahnsinnig gut ausgearbeitet und gestaltet. Jenny Mai Nuyen ist eine großartige Schriftstellerin und gehört absolut zu meinen Helden!

     

    „Du kannst es nicht aufhalten“, flüsterte Mercurin. „Weder du noch ich. Alles kommt und vergeht und muss untergehen, wir auch.“

    Seite 343

  14. Cover des Buches Drood (ISBN: 9783453408067)
    Dan Simmons

    Drood

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Deni_liest

    London, im 19. Jahrhundert. Bei einem Eisenbahnunglück sterben viele Menschen. Zu den Überlebenden zählt der damals schon weltberühmte Charles Dickens. Das Erlebte verändert ihn – plötzlich sucht er fanatisch nach einem Mann namens "Drood". Jenem entstellten Fremden, dem er begegnet ist, als Dickens versucht hat, seinen Mitreisenden zu helfen. Gemeinsam mit einem Kollegen Wilkie Collins begibt er sich bei seiner Suche in die Abgründe Londons. Aber ist "Drood" überhaupt ein tatsächlich existierender Mensch? Angeregt von Dickens will auch Collins wissen, was es mit Mr. Drood auf sich hat.  Dabei verliert er sich in Wahn und Drogensucht und begegnet einem eigenen imaginären Doppelgänger.

    Der Roman erweckt das viktorianische London wieder zum Leben – mit einer Detailbesessenheit, die Dickens gefallen hätte. Ich habe mich wirklich ins schaurig-diffuse Licht der Gaslaternen versetzt gefühlt. Dem Autoren gelang es nicht nur eine starke, düstere Atmosphäre zu kreieren, sondern  trotz der Schauerroman-Elemente eine absolut schlüssige Entwicklung der Handlung. Ich habe mich  jederzeit bestens unterhalten geführt. 

    Nebeneffekt: Das Buch hat mich außerdem dazu gebracht, mich näher mit Dickens Zeitgenossen und Kollegen Wilkie Collins zu befassen, der heute als Autor beinahe unbekannt ist. Gerade habe ich angefangen, sein Buch "Basil" zu lesen, dass mir sehr gut gefällt. 



  15. Cover des Buches Das Auge der Wüste (ISBN: 9783492268196)
    Richard Schwartz

    Das Auge der Wüste

     (158)
    Aktuelle Rezension von: hauntedcupcake

    "Der Punkt ist, dass ich merkte, dass ich die Gelegenheit erhielt, an etwas Grossem teilzuhaben. Hier sitze ich nun, inmitten meiner Gefährten, und konnte erkennen, dass mein Leben das ist, was ich daraus mache."

    Inhalt
    Im Reich Bessarein angekommen, wurden Havald und seine Freunde getrennt. Nun muss er seine Geliebte Leandra aus den Fängen von Sklavenhändlern befreien, bevor sie sich auf ihre Mission - Verbündete im Kampf gegen Thalak zu finden - konzentrieren können. Doch nicht nur Sklavenhändler stellen ein unerwartetes Hindernis für die Gefährten dar, sondern auch Meuchelmörder, Nekromanten und Askirs Gesandte selber - ganz zu schweigen davon, dass sie sich plötzlich in politischen Intrigen um den Thron von Gasalabad befinden...

    Meine Meinung
    Reread von Band 3. Auch der dritte Teil um die Freunde rund um Havald und Leandra hat mir wieder gut gefallen. Es fibt spannende Kämpfe, politische Intrigen und unerwartete Wendungen. Es gibt aber auch gemächlichere Passagen, die dem Storyaufbau dienen.

    Setting und Worldbuilding haben mich wieder vollkommen in den Bann gezogen. Die Wüstenstadt Gasalabad hat es mir einfach angetan.
    Auch die Charaktere sind einfach wunderbar gelungen und entwickeln sich mit der Geschichte weiter.

    Dennoch.. irgendetwas hat mir gefehlt. Ich kann es nicht genau benennen. Vielleicht hat mich das Verhalten Leandras gestört, die plötzlich gar unsympathisch auftritt. Oder die Tatsache, dass es beinahe mehr "Reales" als "Fantastisches" gibt, was ich öfters in (High) Fantasy zu bemängeln habe (wieso wird zum Beispiel Schach als Shah und Kaffee als Kofje betitelt, Haselnüsse sind aber einfach nur Haselnüsse? Elefanten sehen 1:1 aus wie bei uns? - ich bin da der Meinung entweder ganz pder gar nicht, zumindest was Flora und Fauna etc. angeht, und hier ist mir das einfach irgendwie negativ aufgefallen). Vielleicht war es aber auch einfach nur, dass die Luft plötzlich ein bisschen raus war, weil ich beim Lesen immer wieder Pausen einlegen musste (Real Life und so...). Kann man nichts machen, aber rückblickend hat mich dieser 3. Band nicht 100%ig angeholt.

    Fazit
    Havald und seine Gefährten hat es in das Wüstenreich Bessarein verschlagen, wo sie es mit Sklavenhändlern, höfischen Intrigen, Nekromanten und vielem mehr zu tun bekommen. Spannend aber hat mich nicht vollkommen abgeholt.

    3.5 Sterne

  16. Cover des Buches Es ist was faul (ISBN: 9783423212960)
    Jasper Fforde

    Es ist was faul

     (180)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Dieser Teil spielt wieder hauptsächlich in der echten Welt.

    Ich mag die Figuren nach wie vor, da selbst jede noch so kleine Figur einen eigenen Charakter und Geschichte hat. Es ist sehr erfrischend, wie hier mit den Charakteren umgegangen wird.

    Allerdings finde ich auch, dass man große Emotionen in dieser Reihe vergeblich sucht. Wirklich tiefgreifende Emotionen sind auch vom Schreibstil her nicht drin.

    Dafür gibt es viele starke Figuren, natürlich gilt das gerade für die Protagonistin, die so ziemlich jeder Herausforderung gewachsen und jammern für sie ein Fremdwort ist.  

    Allerdings gibt es bei ihr eine Sache, die ich nicht unbedingt stimmig finde: Thursday hat sich im 3.Teil schon nicht wie eine Mutter (Schwangere) verhalten und jetzt verhält sie sich nicht wie eine Mutter – bei diesem Thema merkt man ganz deutlich, dass der Autor männlich ist und dahingehend vielleicht nicht unbedingt recherchiert hat.

    Außerdem hat sich die Protagonistin in diesem Band sich das erste Mal an manchen Stellen wirklich einfach dumm verhalten, dass hat sie in den vorherigen Bänden nie getan oder es ist mir schlicht nicht aufgefallen.

    Die Handlung selbst ist im Prinzip eine Mischung aus allen vorherigen Teilen. Es werden einen Zeitreisen, Buchfiguren, Probleme der realen Welt, usw. geboten – aber nicht direkt was eigenes Neues. Es gibt keine richtig neuen Themen mehr – es gibt immer neue Details und kleine Dinge, die sind auch sehr intelligent und witzig, aber es gibt nichts großes Neues mehr.

    Ein paar thematische Details die angesprochen werden, sind unter anderem: Politik, Medien (witzig, wie die politischen Talkshows aufs Korn genommen wurden mit der erfolgreichsten Polit-Talk-Show namens „Stell mir keine heiklen Fragen“) oder wie diese Phrasen der Politik funktionieren und wie sie Fragen ausweichen und von ihrer Politik ablenken. Es geht auch wieder um Konzern-Monopole in Form der Goliath-Corporation.

    In diesen überspitzten Darstellungen befinden sich deutliche Gesellschaftskritiken. Das ist unterhaltsam gemacht und immer auch ein wenig Schockierend, wenn man merkt, dass das zwar überspitzt deutlich dargestellt wird, aber nicht mal wirklich unrealistisch ist. So z.B., wenn darüber gesprochen wird, dass Konzerne keine Moral kennen, sondern nur Gewinn und Wachstum und dass sie Jahrhunderte alt werden können, während die Regierung alle paar Jahre ausgetauscht wird und Konzerne nicht den Medien Rechenschaft schuldig sind. Mächtige Konzerne sind längst eine Art Nebenregierung.  

    Diese Reihe reizt auch so ziemlich alles an kreativer Nutzen/Gestaltung aus. In diesem Band werden z.B. verschiedene Schriftarten für verschiedene Sprachen verwendet (also z.B. alte Sprache wird in alter Schrift dargestellt, oder eine laute Sprache durch fett gedruckten Buchstaben).

    Und natürlich  gibt es nach wie vor tolle Anspielungen zu literarischen Werken. Es ist nach wie vor eine Liebeserklärung an die Literatur.

     

    Fazit

    Qualitativ ist dieser Teil nicht schlechter als die vorherigen Bände. Er ist kreativ, es werden sehr viele Themen zumindest angesprochen, es gibt viel Gesellschaftskritik, die kreativ verpackt ist und es wird auch Spannung geboten.

    Allerdings habe ich das Gefühl, dass mir dieser Teil nicht mehr wirklich was Neues bieten kann.

  17. Cover des Buches Die Krosann-Saga - Der Verräter (ISBN: B01HVG9PNI)
    Sam Feuerbach

    Die Krosann-Saga - Der Verräter

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    4.5 Sterne für einen wirklich gelungenen Abschluss der Reihe - ich werde Krosann vermissen :)

    Mein Fazit: Die vorherigen Bände konnten mich sehr begeistern, da Sam Feuerbach eine äußerst kurzweilige Art zu erzählen hat. Es macht einfach Spaß, den Weg der etwas ungewöhnlichen Helden zu verfolgen und es gibt viele Intrigen, alte Magie und neue Entwicklungen, die für ausreichend abwechslungsreiche Unterhaltung sorgen.

    Der letzte Band ist mit Der Verräter ein sehr spannender und absolut gelungener Abschluss der Reihe. Krieg ist nie etwas gutes und der Autor nimmt auch bei Kämpfen kein Blatt vor den Mund. Überhaupt hat er einen sehr direkten Stil, der mir außerordentlich gefällt!
    Die Figuren sind einem mit der Zeit alle so ans Herz gewachsen und ich hab jede neue Entwicklung mit Spannung verfolgt, mitgelitten und mitgebangt, was durch die wechselnden Sichtweisen ein tolles Erlebnis war.
    Das Liebesgeplänkel hält sich in dieser Reihe übrigens zurück - auch wenn sich "Pärchen" bilden werden Romantik Fans nicht auf ihre Kosten kommen. Und trotzdem gibt es rührende Momente die zu Herzen gehen: ich werde Krosann mit all seinen wägbaren Unwägbarkeiten sehr vermissen!

    "Es ist wie mit einem Stück Brot, Blinn. Du kannst es liegen lassen oder ergreifen. Freiheiten hat man erst, wenn man sie sich nimmt."
    Seite 241

    Vor allem auch die vielen kleinen großen Botschaften, die er hinter den Figuren versteckt, wie auch in der Handlung, haben mir auch super gefallen - es war einfach rundum stimmig!
    Allen High Fantasy Fans, die mit witzigen Geplänkeln, einem bissigen Humor und viel Abenteuerlust ihren Spaß haben, sei die Reihe sehr ans Herz gelegt!

  18. Cover des Buches Die wahren Zauberer (Die Sumpfloch-Saga 9.1) (ISBN: B07T4T5X3G)
    Halo Summer

    Die wahren Zauberer (Die Sumpfloch-Saga 9.1)

     (17)
    Aktuelle Rezension von: ChinatsuAsanuma

    Er war überwältigt von den Wundern des Lebens - wie sie sich in den stillsten Winkeln ereigneten, unberührt vom lauten, gewaltsamen Getöse der Zeit. Von außen betrachtet glichen die letzten Jahre in Sumpfloch einem Sturm aus Katastrophen, Angriffen, Ängsten und Entbehrungen. Doch in Wahrheit war das Glück wie Unkraut aus jedem noch so kleinen Riss im Gemäuer gesprossen. Nun, da die Zeit ablief, flogen die Tage des Glücks davon, verloren wie ein geliebter, vertrauter Duft im Wind ... 


    Das Finale beginnt und am Anfang folgte gleich eine Trauer bei mir, dass es nun das vorletzte Band sein wird. Zwei Monate hat mich diese Saga begleitet und sie ist zu meinem absoluten Liebling geworden! Die Welten sind getrennt, Kummer, Verzweiflung aber auch Freude kommt über einen. Kommen alle wieder zusammen oder nicht? Man kämpft nochmal mit jedem und wenn es nur die Gefühlswelt ist. Absolut fesselnd und ein absolut passender Auftakt für das Final-Finale!

  19. Cover des Buches Die Rebellin (ISBN: 9783570305911)
    Trudi Canavan

    Die Rebellin

     (2.837)
    Aktuelle Rezension von: finjalovesthesea

    Ich war erfreut und überrascht, dass diese tolle Geschichte noch immer gelesen und rezensiert wird!

    Sonea lebt mit ihrer Tante und ihrem Onkel in eher ärmlichen Verhältnissen am Rande der Stadt Imardin. Auf Geheiß des Königs finden hier jährlich sogenannte Säuberungen statt, um das „Gesindel“ aus der Stadt zu verjagen. Dafür werden die Magier der städtischen Gilde hinzugezogen. Als Sonea bei der jährlichen Säuberung während einer Protestaktion plötzlich unbeabsichtigt Magie verwendet, versuchen die Magier alles, um sie aufzuspüren, denn Magie ist nur den oberen Schichten vorbehalten. Mit Hilfe ihrer Freunde versucht Sonea, sich vor ihren mächtigen Feinden zu verstecken. Doch ihre eigenen Kräfte wachsen immer mehr zu einer Bedrohung heran.

    Ich liebe liebe liebe die Geschichte!
    Die Handlung fesselte mich ab Seite 1 und hat mich direkt auch emotional abgeholt.
    Die Figuren sind unterschiedlich gezeichnet und haben vielschichtige Charakterzüge erhalten. (Und tolle Namen!)

    Ich mag diese Form der Magie sehr, bei der nicht mit dem Zauberstab agiert und Sprüche aufgesagt werden. Die Magie in Soneas Welt erscheint viel intuitiver zu sein.

    Der Sprachstil ist flüssig und dem Setting angemessen.

    Was soll ich noch groß dazu sagen. Von mir eine große Empfehlung an alle Fantasy-Liebhaber!

  20. Cover des Buches Das Orakel vom Berge (ISBN: 9783596521326)
    Philip K. Dick

    Das Orakel vom Berge

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Helicopter66

    Alternativwelt-Fantasy; Deutschland und Japan haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die USA besetzt. Gut gemachtes Spiel mit der „Konstruktion von Wirklichkeit“ durch politische und gesellschaftliche Gegebenheiten.

     

    Philip K. Dick ist einer der einflussreichsten Science-Fiction-Schriftsteller. Mehrere bekannte Filme beruhen auf seinen Romanen oder wurden von seinen Ideen beeinflusst. Der Roman „Das Orakel vom Berge“ ist eine Alternativweltgeschichte. Deutschland und Japan haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen, die USA sind im Westen von Japan und im Osten von Deutschland besetzt.

    Neben diesen dystopischen Aspekten hat der Roman satirische Anklänge, indem er die Verhältnisse umkehrt: Die weißen Amerikaner bilden die gesellschaftliche Unterschicht, während wohlhabende Japaner alte amerikanische Waffen und historische Alltagsgegenstände sammeln – mit wenig Wertschätzung gegenüber dem gegenwärtigen Amerika. Die große Nachfrage nach Sammlerstücken wird mit Fälschungen bedient. Das führt zum zentralen Thema des Buchs, über die Frage nach dem Unterschied zwischen Original und perfekter Nachahmung zur grundlegenden Frage, wie Echtheit und Realität konstruiert werden.

    Mittels mehrerer Hauptfiguren werden unterschiedliche Sichten auf die Welt und die Fragwürdigkeit einer scheinbar selbstverständlichen Realität durchgespielt. Im Lauf der Handlung stellt sich heraus, dass Personen nicht die sind, für die sie sich ausgeben, und auch fast jede der Hauptfiguren verwendet zeitweise eine falsche Identität. Mit dem fiktiven Buch „Die Plage der Heuschrecke“ wird eine weitere Alternativweltgeschichte in die Handlung aufgenommen. Das Buch soll mit Hilfe des I Ging Orakels geschrieben worden sein und so die „innere Wahrheit“ wiedergeben. In dieser Geschichte haben die USA den Krieg gewonnen, in anderen Teilen weicht das Buch aber wiederum von der „realen“ Geschichtsschreibung ab.

  21. Cover des Buches Die Krosann-Saga - Die Myrnengöttin (ISBN: B00W8HCCWW)
    Sam Feuerbach

    Die Krosann-Saga - Die Myrnengöttin

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    4.5 Sterne

    Mein Fazit: Schon die ersten drei Bände (Lehrjahre) konnten mich sehr begeistern, da Sam Feuerbach eine äußerst kurzweilige Art zu erzählen hat. Es macht einfach Spaß, den Weg der etwas ungewöhnlichen Helden zu verfolgen und es gibt viele Intrigen, alte Magie und neue Entwicklungen, die für ausreichend abwechslungsreiche Unterhaltung sorgen.

    Im vierten Band, also Die Myrnengöttin, hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass er etwas zu ausschweifend wird, wobei das wahrscheinlich gar nicht so war, da ich einfach gewohnt war, dass die Handlung sehr flott voranschreitet. Hier bremst er das Tempo etwas, wodurch der Schauplatz und die Atmosphäre anschaulicher werden. Gut war, dass der Autor hier einige Fragmente aus den ersten drei Bänden mit eingeflochten hat, damit man die Erinnerung etwas auffrischen kann.
    Von Vorteil ist es allerdings nicht wirklich, wenn man als Leser schon zuviel weiß und dann warten muss, bis die Protagonisten soweit sind; wobei es ab der Hälfte dann wieder anzieht und während alte Magie entdeckt wird, werden neue Freunde gefunden und alte Feinde überlistet. Doch nichts kommt so wie geplant...

    Es ging um Entscheidungen, die er selbst zu fällen hatte. Bevor er handelte, fragte er sich:
    Ist das gerecht? Hierbei urteilte er natürlich nach seinem Maßstab. Nach welchem auch sonst?

    Zitat Seite 64

    Vor allem auch die vielen kleinen großen Botschaften, die er hinter den Figuren versteckt, wie auch in der Handlung, haben mir auch super gefallen - es war einfach rundum stimmig!
    Allen High Fantasy Fans, die mit witzigen Geplänkeln, einem bissigen Humor und viel Abenteuerlust ihren Spaß haben, sei die Reihe sehr ans Herz gelegt!

  22. Cover des Buches Die letzte Zauberin (ISBN: 9783453530669)
    Mary H. Herbert

    Die letzte Zauberin

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Faviola
    Die Geschichte handelt von Gabria, die ihren Klan durch ein Massaker verlor und sich anschließend als Junge einem anderen Klan anschließt, um Rache am Verursacher des Gemetzels zu nehmen.
    Zuerst empfand ich den Anfang als schleppend und den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftigt. Viele Passagen, die Hintergrundwissen fördern, bremsen das Geschehen ab und zu etwas aus. Zum Ende hin hat sich jedoch das Durchhalten definitiv gelohnt. Im Kopf bliebt eine umfangreiche Story, die die Protagonisten an viele interessante Orte führt und (manchmal etwas abrupt) Leute kennen lernen lässt, die häufig erst ziemlich oberflächlich beschrieben werden. Wer viel Fantasie hat, kann darüber jedoch hinweg sehen. Vielschichtige Charaktere sind allerdings nicht darunter, sie sind entweder grundsätzlich gut oder grundsätzlich schlecht (vielleicht abgesehen von Athlone und einigen Vorurteilen).
    In meinen Augen ist es schön, eine Dreiecks-Liebes-Geschichte in diesem Buch zu haben, leider kommt diese ein bisschen zu kurz. Ein wenig mehr Romantik hätte nicht geschadet.

    Die Story an sich scheint nach dem 1. Buch bereits abgeschlossen, alles in allem bin ich drauf und dran, die weiteren Bücher der Reihe zu lesen und bin gespannt, wie viel ich von dieser wirklich spannenden Welt noch erfahren darf. Denn hier liegt meiner Meinung nach die Stärke des Buches: Die erschaffene Welt, die sich über die Ebene der Klane erstreckt, die 5 Königreiche umfasst und noch weitere Gebiete und Orte, die viel Potential für weitere Geschichten bietet.

  23. Cover des Buches Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (ISBN: 9783734162121)
    Christopher Paolini

    Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

     (2.966)
    Aktuelle Rezension von: Nephilimleser

    Ich habe erst das Buch gelesen und dann den Film gesehen, zum Glück. Wer also den Film gesehen hat, nicht abschrecken lassen. Lest das Buch!

    Am Anfang braucht man zwar etwas, bis man sich in das Land Alageasia eingelesen hat, aber dann macht es nur noch Freude. Man fiebert mit, was Eragon (ein Bauernjunge) und seine Drachendame Saphira alles erleben. Es gibt Zwerge, Elfen, einen bösen Herrscher, seltsame Gestalten, ein rebelllisches Volk und viele Wendungen. Kurzum, alles was ein Fantasybuch braucht.

    Ich habe Eragon als Jugendliche erstmals gelesen und freue mich über jede neue Leserunde mit ihm.

  24. Cover des Buches Der tiefste Grund (ISBN: 9781547218196)
    Halo Summer

    Der tiefste Grund

     (31)
    Aktuelle Rezension von: ChinatsuAsanuma

    Der Falter war ein wenig schwerer, als es Falter gemeinhin sind, aber das war es nicht. Es war die Bedeutung. Sein Leben saß auf ihrer Hand, ein so wichtiges Leben, und es kitzelte. Sonderbar, dachte Maria. Auf ihrer Hand fühlte er sich so sanft und gefährdet an. Wie könnte dieser harmlose Falter eine ganze Welt aufhalten, die auf den Abgrund zuraste?


    Hanns, Gerald und Lisandra wagen es sich zur Quelle der Antimagikalie zu reisen. Ob sie es schaffen? Ajach und Berry sind auch mit dabei, aber diese bleiben draußen. Sie warten auf Zeichen von Hanns, aber dann kommt alles anders. Untote, Füchse, die so lieblich aussehen, es aber nicht sind, eine Explosion, ein Erdrutsch. Für alle 5 sieht es sehr schlecht aus. Hanns ist dem Tod so Nahe, kann Gerald ihn retten oder büßt auch er sein Leben ein? Die Geschichte ist sooo verdammt spannend, dass ich sie in einen Rutsch innerhalb von 3 Stunden gelesen hatte. Wahnsinn!! 

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