Bücher mit dem Tag "altertum"

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23 Bücher

  1. Cover des Buches Nofretete und Echnaton (ISBN: 9783499607585)
    Christian Jacq

    Nofretete und Echnaton

    (4)
    Aktuelle Rezension von: ElisabethBulitta

    Christian Jacqs Sachbuch „Nofretete und Echnaton. Ein Herrscherpaar im Glanz der Sonne“ ist 1996 als Rowohlt-Taschenbuch erschienen und umfasst 270 Seiten.

    Anhand diverser wissenschaftlicher Quellen zeichnet der Autor, ein promovierter Ägyptologe, das Leben sowie Wirken dieses wohl bekanntesten Pharaonenpaars des antiken Ägyptens nach, durchleuchtet Entstehung und Untergang des von ihm geschaffenen Sonnenkults und analysiert dessen Einfluss auf das Entstehen des Monotheismus.

    Gegliedert ist das Buch in eine Einführung in die Forschung Echnatons, gefolgt von seinem Werdegang und seiner Zeit als Herrscher gemeinsam mit seiner Frau Nofretete über das Ägypten des 14. vorchristlichen Jahrhunderts, dem Niedergang des Atonkultes und dem Einfluss, den man ihm heute in Bezug auf die Entwicklung des Judentums als erste monotheistische Religion nachsagt. Im Anhang befinden sich, wie es in (populär)wissenschaftlichen Büchern sein sollte, eine Liste mit den wichtigsten Orten, eine Zeittafel sowie eine Bibliographie. In der Mitte des Buches illustrieren  Abbildungen archäologischer Funde das Gesamtbild.

    Die in diesem Buch vorliegende Darstellung dieses Herrscherpaares unterscheidet sich bei weitem von dem, welchem man ansonsten so oft in den Medien begegnet. Oft wird Echnaton als Ketzer dargestellt, der die gesamte ägyptische Religion revolutionieren, sich selbst zusammen mit Nofretete mit der neuen Hauptstadt Achetaton ein Denkmal setzen wollte und schließlich kläglich scheiterte, sodass er aus der altägyptischen Geschichte getilgt wurde.

    Anhand von Quellen, anderen Forschungsergebnissen und einer logischen, nachvollziehbaren Argumentation all dieser Informationen zeichnet Jacq ein völlig anderes Bild, nämlich das Bild eines Herrschers, der durchaus in der altägyptischen Tradition stand, der lediglich einen Sonnenkult weiterentwickelte, die alte Götterwelt jedoch weiterbestehen ließ und schließlich seine Untertanen an seiner Seite wusste, was für einen Pharao als Gottgleichen auch gar nicht anders möglich war. Nach einigen Schicksalsschlägen und ungünstigen politischen Entscheidungen begann dann sein Untergang, der sich allerdings über viele Jahre dahinzog.

    Ferner werden in diesem Werk das Leben im alten Ägypten sowie die kultischen Handlungen sehr plastisch dargestellt, ohne dass der Leser das Gefühl hat, in Phantasien zu schwelgen, da doch alles realistisch scheint. Auch seine familiären Verhältnisse und, vor allem, seine Beziehung zu Nofretete wird durchleuchtete. Dem Leser bietet sich so am Ende ein rundes Bild einer faszinierenden Epoche der Weltgeschichte, fernab von Mythen, Märchen oder Sensationsgier.

    Ich selber bin keine Historikerin und verfüge bezüglich des alten Ägyptens eher über Allgemeinwissen, kann und will entsprechend nicht beurteilen, wie nah Jacq mit seiner Darstellung der historischen Wahrheit gekommen ist – wenn dieses anhand der Quellenlage, dem früheren Umgang der Menschen mit Geschichte und dem zeitlichen Abstand überhaupt noch möglich ist. Dennoch hat mir dieses Buch wunderbare, beeindruckende Einblicke in die ägyptische Geschichte beschert und mir viele Denkanreize gegeben. Menschen, die sich über die ägyptische Geschichte informieren möchten, ohne populären oder vorschnellen (Vor-)Urteilen zum Opfer zu fallen, kann ich dieses Buch nur empfehlen.

  2. Cover des Buches Augustinus (ISBN: 9783608981155)
    Robin Lane Fox

    Augustinus

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Cornelia_Ruoff

    „AUGUSTINUS“ VON ROBIN LANE FOX

    2. ZUM INHALT

    Die „Confessiones“ sind wohl das meistgelesene Werk des Kirchenvater Augustinus (354-430) sind ca. 400 n. C. erschienen. Das Werk setzt sich aus 13 Büchern zusammen. Die ersten 9 Bücher stellen somit die erste Autobiographie in der Geschichte der Literatur dar und beschäftigen sich mit der Vergangenheit. Buch 10 betrifft die memoria und die Suche nach Gott. Es ist von Augustinus aus gegenwärtigem Zeitpunkt geschrieben, denn es ist ein gerade ablaufendes Zwiegespräch mit Gott. Das 11. Buch beschäftigt sich mit der Zeit und der Zeitlichkeit. Die Bücher 12 und 13 klären Fragen der Schrift.

    Robin Lane Fox macht uns darauf aufmerksam, dass Augustinus nicht einmal, sondern mehrfach bekehrt wurde. Er war ein sinnlicher Mann und scheiterte oft am „Feuer seiner Lust“.

    Robin Lane Fox zeigt uns in ihren Gedanken zur memoria, eine „Phänomenologie des Gedächtnisses“, Gedächtnis und Gedächtnisinhalt müssen sich dem weiten Sinn von Bewusstsein- bzw. Bewusstseinsinhalt annähern. Die Transzendenz der memoria – was liegt über der memoria – wird aber dennoch in der memoria erfahren? – Gott und beatitudo. Die memoria gilt bei Augustinus als Prinzip der Einheit des Menschen: Gefühlsbewegungen, Geistestätigkeiten, seiner Erfahrungen im Ganzen.

    Feinfühlig interpretiert Lane Fox, das Zwiegespräch von Augustinus zu Gott. Er ist selbst Protagonist. Die Ich-Erzählung bestimmt einige Kapitel. Das Ich steht für den einzelnen Menschen.

    Der Autor erweckt den Menschen Augustinus anhand der Confessiones zum Leben und zeigt uns, dass die Gedanken von Augustinus über das Leben, die Manichäer, seine Bekehrung und vor allem über die memoria und die Zeit sind auch aus der heutigen Sicht heraus, noch als beachtlich anzusehen, wenn man sie als Beschreibung des menschlichen Bewusstseins sieht. Die Gedanken sind nicht nur rhetorisch eine hohe Leistung, sondern auch so anschaulich geschildert, dass selbst ein philosophischer Leie einen guten Einblick erhält.

    4/5 Punkten

    3. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUNG

    „Augustinus“ von Robin Lane Fox hat 746 Seiten, einen festen Einband und ist am 14.10.2017 unter der ISBN 9783608981155 bei Klett-Cotta, im Genre Sachbücher erschienen und kostet 39 €.

    4/5 Punkten

    4. FAZIT

    Der Autor zeichnet eine Charakteristik Augustinus und schildert die Confessiones so anschaulich und einfach nachzuvollziehen. Sein Weg über die Manichäer zu Gott war kein einfacher Weg. Er war dem Leben sehr zugetan und auf Sex zu verzichten, war nur eines seiner menschlichen Probleme dabei.

    Es gefällt mir, dass es hier nicht um den Kirchenvater, sondern um einen Menschen geht, der viel reflektiert, gelesen, gelernt und recherchiert hat, um seine Bekenntnisse nieder zu schreiben und das Dilemma seines Lebens, hin hergerissen zwischen dem Leben und seiner Liebe zu Gott in ein Gleichgewicht zu bringen, um ein gottesfürchtiges Leben zu erfüllen.

    Es ist vermessen zu sagen, dass der Mensch in der Antike nichts mehr mit uns zu tun hat. Gerade in den Confessiones finden wir heute noch viel, was auf den heutigen Menschen zutrifft. Augustinus hat keinesfalls an Aktualität verloren.

    Über Augustinus gibt es viel Literatur, vor allem gibt es viel Sekundärliteratur über die Confessiones. Ich gebe nicht die volle Punktzahl, weil ich gerne die memoria oder auch die Gedanken zur Zeit, also Buch 10 und 11 intensiver beleuchtet hätte.

    @Klett-Cotta: Ich bedanke mich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

    Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.

  3. Cover des Buches Die Heilerin der Kelten (ISBN: 9781530247714)
    Sabine Altenburg

    Die Heilerin der Kelten

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Leider vermisse ich bei diesem Roman die Zeitsprünge, welche mir im ersten Band gut gefielen. Es geht sehr viele Seiten lang um Kriege und die Vorbereitungen dafür. Hier hätte es meiner Meinung nach auch weniger sein dürfen. Die Beschreibung der Landschaft und der Natur ist wieder sehr gelungen. 

  4. Cover des Buches Valhalla (ISBN: 9783426509418)
    Thomas Thiemeyer

    Valhalla

    (130)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Hannah arbeitet gemeinsam mit John in Kambodscha, als Norman Stromberg sie abruft und nach Spitzbergen schickt. Dort im Norden Norwegens wurde eine riesige alte Stadt unter dem Gletschereis entdeckt  Aber anstatt sich mit der Erforschung der Stadt und deren Historie beschäftigen zu können, geraten sie an ein altes Labor der Nazis und einen tödlichen Virus.

    Wie immer trifft der Autor in Sprache und Erzähltempo genau das richtige Maß. Einfach und flüssig, nie langatmig, ein durchgehender Spannungsbogen der den Leser von Anfang bis Ende ans Buch fesselt. Auch das grundsätzliche Thema einer riesigen, unter Eis begrabenen, uralten Stadt, ist absolut interessant. Die Idee eines dortigen Labors aus der Nazizeit, der Inhalt der Forschungen und die Darstellung des Russen, der diese Daten partout nutzen möchte, während Hannahs Geldgeber selbstverständlich nur honore Absichten haben, ist einfach allzu platitüd und flach. Wirklich schade ist, dass die entdeckte Stadt zum reinen Schauplatz verkommt. Eine faszinierende Kulisse, aber leider weiter nichts.

    Mein Fazit: Auch im dritten Buch der Reihe beweist der Autor, dass er schreiben kann und weiß, wie man Leser unterhält und fesselt. Leider dreht sich dieses Buch aber inhaltlich nicht um die archäologische Entdeckung, die mich enorm interessiert hätte (ganz gleich, das es Fiktion ist), sondern nur um die Forschungen aus der Nazizeit. Mir sind es einfach viel zu viele Stereotype und zu wenig mystische Archäologie, die eigentlich diese Reihe ausmacht. Ich hoffe in Teil 4 kehrt der Autor zurück zu seiner ursprünglichen Linie.


  5. Cover des Buches EDELFA UND DER TEUFEL (ISBN: 9783963920066)
    Caroline Sesta

    EDELFA UND DER TEUFEL

    (58)
    Aktuelle Rezension von: Roswitha_Boehm

    Piermont. Wir schreiben das 16. Jahrhundert. Zwischen dem Königshaus Valois und den Habsburgern herrscht Krieg. Trotz allen soll Edelfa verheiratet werden. Doch sie wird gefangen genommen und verkauft. Ein ähnliches Schicksal erleidet Lauro. Beide treffen bei ihren Käufern aufeinander – und geraten in etwas, dass sie nie erahnen konnten…

    An sich ist die Handlung soweit ganz interessant. Die wirkliche Schwierigkeit, für mich, bestand darin, ihr zu folgen. Die Autorin nutzt eine Schreibweise, welche der damaligen Zeit angepasst ist und so ist es doch recht mühsam zu lesen. (Ja, ich war bereits kurz davor das Buch an die Seite zu legen…)

    Wer „alte authentische Geschichten“ mag, für den mag dieses Buch etwas sein. Für alle die lieber zügiger lesen, ist es wohl eher nichts.

  6. Cover des Buches Die Tochter der Himmelsscheibe (ISBN: 9783492982801)
    Wolfgang Hohlbein

    Die Tochter der Himmelsscheibe

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Chiawen

    Die Tochter der Himmelsscheibe von Wolfgang Hohlbein, basiert auf einem Fund einer Himmelsscheibe in der Nähe der mitteldeutschen Stadt Nebra und erzählt aus der Bronzezeit.


    Lea hat musste mit ihrer Tochter aus der Heimat fliehen, weil diese in einem Feuersturm untergegangen ist. Beide haben in einem Dorf im Gebiet Goseng eine neue Bleibe gefunden. Lea hat ihr Wissen über Heilkunde, Aussaat, Jagd, Schmiedekunst und anderes, eingesetzt um den Bewohnern zu helfen. Sie hat ihr Wissen allerdings nicht geteilt. Dies und die Tatsache dass eine Frau ein Schwert im Hause hat, gefällt dem Dorfpriester Sarn so gar nicht. Er legt Lea so oft es geht Steine in den Weg und versucht die Geheimisse Leas zu ergründen. Denn das Schwert ist kein Bronzeschwert, so wie die damaligen alle, es ist um einiges härter und leichter.

    Eines Tageskommt der Hohepriester und Herrscher von Goseng, Nor, und verlangt von ihr ihr Wissen offen zu legen. Von da an ändert sich das Leben von Arri. Ihre Mutter weiht sie in Stück für Stück in ihr Wissen ein, plant ihre Abreise und macht Arri klar dass sie langsam erwachsen wird.


    Die Geschichte ist aus Arris Sicht geschrieben. So kann man sich gut in sie und ihre Gefühle reinversetzten. Arri ist zu Anfang noch ein Kind. Zum Anfang der Geschichte streift Arri durchs Dorf, sie ist dort aufgewachsen und kennt sich aus, der Leser hingegen bekommt keinen Gesamteindruck sondern nur Puzzlestücke. So ist es auch als Nor das erste Mal in Erscheinung tritt. Er wird im Laufe des Gespräches beschrieben. Arri sieht ihre Mutter als unfehlbar und das Beste was dem Dorf passiert ist. Im Verlauf der Geschichte muss sie sich mit dem Erwachsen werden auseinander setzen. Damit das ihre kindlichen Vorstellungen über ihre Mutter nicht alles sind was ihre Mutter ausmacht, mit Gefühlen Männern gegen über, dass Mütter nerven können und man es doch besser weiß, rebelliert gegen ihre Mutter, gegen andere Dorfbewohner wie Rahn, ... einfach alles was man als Mädchen in der Pubertät eben durch macht.  

    Lea ist eine Frau die vieles verloren hat, ihre Heimat ihren Mann, ihre Familie. Geblieben ist ihr nur ihre Tochter, ihr Schwert und ihr Wissen. Lea versucht die Menschen und ihre Lebensweise zu verbessern. Dabei begeht sie den Fehler die Menschen zu unterschätzen, was ihr und Arri auch noch teuer zu stehen bekommt. Sie ist sehr um das Wohl ihrer Tochter bedacht, aber auch daran das ihr Wissen in die richtigen Hände kommt.

    Auch die anderen Figuren sind gut ausgestattet. Im ersten Blick verlässt man sich auf die Sicht von Arri und Lea, aber mit der Zeit merkt man, dass sie wesentlich Komplexer sind. Ein Beispiel ist Sarn. Er erscheint als intriganter Dorfpriester, der seine Macht und Sein Ansehen schwinden sieht. Am Ende jedoch geht seine Intrige weitaus große Wege und er ist erfolgreich.

    Rahn wird von Arri als dummer Fischer gesehen. Lea hält ihn schon für intelligenter als ihre Tochter es tut, aber auch sie schätzt ihn nicht richtig ein. Er ist den beiden zwar oft ein Hindernis, aber steht zum Schluss hinter den beiden.

    Wolfgang Hohlbein versteht es die Spannung aufzubauen und zu halten. Mit Nors eintreffen zieht sich die Schlinge um Lea und Arri zusammen. Man möchte Leas Geheimnis erfahren, fiebert mit Arri mit, wenn fern ab des Dorfes unterrichtet wird, ist gebannt was Sarn vorhat. Richtig spannend wird es wenn Lea mit Arri zu ihren Freunden reist. Dies ist ein Höhepunkt. Herr Hohlbein hält die Spannung danach noch weiter hoch und das ganze gipfelt dann zum Ende der Geschichte. Manche Sachen im Verlauf der Geschichte sind jedoch vorhersehbar. Man weiß vor Arri schon das Lea Kron mit Hilfe von Achk zum Schied machen möchte oder das die Krieger die Kron und seine Brüder angegriffen haben, kein Unheil bringen. Das nimmt zum Teil etwas der Spannung trägt aber auch dazu bei sich Leas Sichtweise zu nähern und dann überrascht zu sein wenn der an oder andere sein wahres Gesicht zeigt. Was nicht ganz gelungen ist, dass teilweise im Laufe eines Gespräches oder kurz hinter einander folgende Ereignisse Wiederholungen zu lesen sind. Es handelt sich nicht um einen Ausdruck den eine Figur ständig sagt, sondern trägt dazu bei die Geschehnisse zu beschreiben. Zum einen wenn Arri die Pferde das erste und das zweite Mal sieht, aber auch als Dragosz Arri von der ersten Begegnung mit Lea erzählt.



    Es hat eine Weile gedauert bis ich mich eingelesen hatte. Zu Anfang viel es mir schwer das Puzzle an Informationen zusammen zusetzen. Wenn ich eine Kurze Beschreibung einer Person bekomme, in dem Fall hier von Nor, und mitten drin erfahre, dass er einen Stock hat, verändert sich das Bild im Kopf. Ich habe lieber gleich alle wichtigen Infos um mir ein Bild zu machen wenn dann noch zusätzliche hinzukommen schon. Aber ein Mann der am Stock geht macht ein anderes Bild als einer der ihn selbst im Alter nicht braucht. Auch über die Wiederholungen bin  ich ins Stocken geraten. Sonst jedoch finde ich den Spannungsbogen, der sich von Anfang bis Ende gehalten hat, echt super. Solange ich bei den ersten 150 bis 200 Seiten auch gebraucht habe, so schnell war auch auf den letzten 200 Seiten. Das Leben in dem Dorf und in dem Zeitalter ist gut geschildet und auch das Wissen der Hochkultur ist schön eingebunden worden. Es ist nur zu empfehlen. Deswegen und weil es doch ein paar kleine Abzüge gibt es 4 1/2 Sterne von mir für "Die Tochter der Himmelscheibe".

  7. Cover des Buches Aufstieg und Fall des Alten Ägypten (ISBN: 9783570552759)
    Toby Wilkinson

    Aufstieg und Fall des Alten Ägypten

    (9)
    Aktuelle Rezension von: LieLu
    Pantheon Verlag

    Der Autor

    Toby Wilkinson lehrt Ägyptologie an der Universität Cambridge. Er ist Mitherausgeben des „Journal of Egyptian History“ und als international anerkannter Experte für die Geschichte des Alten Ägypten tätig für Rundfunk und Fernsehen, unter anderem für BBC und Channel 4. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema zählen unter anderem das vielfach gelobte „Dictionary of Ancient Egypt“ und, als Herausgeber, die maßgebliche Enzyklopädie „The Egyptian World“.

    Die Geschichte einer geheimnisvollen Zivilisation vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis Kleopatra

    Das Alte Ägypten mit seinen großartigen Bauwerken ist wohl jedem ein Begriff. Mit seinen prächtigen und wunderbaren Kunstschätzen, die uns bis heute erhalten geblieben sind, schlägt es auch den letzten Kritiker in seinen Bann. Jedoch gibt es bei den meisten Leuten noch immer zu romantische Vorstellungen von dem großartigen Reich. Es werden sich prunkvolle Reiche, epische Kämpfe und gottgleiche Krieger vorgestellt und diese Vorstellungen prägen das heutige Bild vom Land am Nil. Doch die Wirklichkeit sieht ein wenig anders aus. Der Autor Toby Wilkinson blickt hinter die Kulisse und erzählt die ganze Geschichte einer der größten Zivilisationen der Erde.

    Fazit

    Schon der Titel verrät, um welche geheimnisvolle Zivilisation es im vorliegenden Sachbuch geht: Ägypten. Toby Wilkinson schafft eine wunderbare Verbindung zwischen Fachwissen und den Träumen rund um das Land. Das Buch wartet nicht nur mit 652 Seiten auf, sondern umfasst auch eine ausführliche Chronologie und einen großen Anhang. Neben den vielen Textseiten beinhaltet es sehr viele bunte Illustrationen, was ich persönlich sehr angenehm finde.

    Der Schreib- und Erzählstil ist weder anstrengend, noch langweilig, sondern unterhaltsam und angenehm. Es machte Spaß den Argumenten des Autors zu folgen und sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden. Das Buch beleuchtet zwar die ägyptische Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen, allerdings erklärt der Autor seine Argumente stichhaltig. Er geht dabei ein wenig anders vor, als die meisten Autoren. Er stellt Ägypten als eine 3000 Jahre andauernde Diktatur dar und argumentiert dies auch sinnvoll. Damit steht er konträr zu den bisher meist positiven Darstellungen.

    Mich hat das Buch wirklich bereichert und ich bin sehr froh, es gelesen zu haben. Es zeigt, dass es auch in der ägyptischen Geschichte zwei Seiten der Medallie gibt, was mir persönlich besser gefällt, als nur eine Seite zu betrachten. Das Werk ist sehr umfassend und wird dabei nicht zu langatmig. Die vielen Illustrationen tun ihr übriges.

    http://immer-mit-buch.blogspot.de/2015/08/aufstieg-und-fall-des-alten-agypten-die.html

  8. Cover des Buches Reclams Lexikon der antiken Mythologie (ISBN: 9783150108673)
  9. Cover des Buches Die Königin der Kelten (ISBN: 9781545100158)
    Sabine Altenburg

    Die Königin der Kelten

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Auf dem Cover ist zu lesen „Historischer Liebesroman“. Und obwohl es in beiden Zeiten jeweils ein Liebespaar gibt, kann ich keine innige Beziehung zwischen ihnen spüren. Die Dialoge sind eher floskelartig und gehen nicht ans Herz. Mir persönlich zu wenig Liebe. Die Beschreibung der Landschaft ist wieder sehr gut. An sich eine tolle Idee für eine Liebesgeschichte, jedoch hat mir hier Gefühl gefehlt. 

  10. Cover des Buches Die Griechen (ISBN: 9783570553817)
    Edith Hall

    Die Griechen

    (8)
    Aktuelle Rezension von: wsnhelios
    Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich noch ein Buch über die Alten Griechen lesen sollte, hatte ich doch davon bereits sehr viel im Laufe meines Studiums. Als ich dann aber gesehen habe, dass es sich hier nicht nur um eine reine Ereignis- und Kulturgeschichte handelt, sondern Psychologie und Charaktereigenschaften im Vordergrund stehen, war mein Interesse geweckt. Ein neuer Blickwinkel auf „meine“ Alten Griechen kann nie schaden.
    Zunächst möchte ich hier sehr empfehlen auch das Vorwort zu lesen. Normalerweise überspringt man dies und auch ich halte mich meistens nicht wirklich damit auf, aber in diesem Fall ist es absolut lesenswert. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass man ruhig in der Buchhandlung vor dem Regal stehen bleiben kann und sich diese sechs Seiten einfach so beim Vorbeigehen gönnen könnte.
    Das Buch stellt sich die Frage, was dazu geführt hat, dass ausgerechnet die Griechen so eine großartige Zivilisation aufgebaut haben. Die geographische Lage und kulturelle Kontakte werden keinesfalls verleugnet, zentral sind nach der Autorin jedoch zehn typische Charaktereigenschaften der Griechen: sie waren Seefahrer, misstrauisch gegenüber jeder Autorität, individualistisch, wissbegierig, offen für neue Ideen, humorvoll, begeistert von Wettkämpfen, sie bewunderten herausragende Fähigkeiten bei talentierten Menschen, redegewandt und vergnügungssüchtig.
    Im Kern ist auch dieses Buch eine Kombination aus Ereignis-, Kultur-, Religions- und Philosophiegeschichte, jedoch wird das alles mit dem Fokus auf den Charakter und die Psychologie der Griechen präsentiert, wobei sehr intensiv antike Texte zitiert werden. Es ist zwar angenehm flüssig geschrieben, liest sich also schnell, ist aber aufgrund der zahlreichen Informationen, die teilweise nicht linear angeführt werden, keine leichte Kost. Ich würde dieses Buch also nicht Anfängern empfehlen, welche die Alten Griechen kennenlernen möchten. Wer jedoch bereits ein allgemeines Basiswissen besitzt und sein Wissen auffrischen oder vertiefen möchte, oder einfach nur einen neuen Blickwinkel kennenlernen möchte, der sollte hier zugreifen.
    Aus einem persönlichen Interesse heraus habe ich die ersten fünf Kapitel regelrecht verschlungen, also von den Anfängen bis zum Peloponnesischen Krieg. Die restlichen Kapitel habe ich dann teilweise überflogen, weil diese Zeitabschnitte nie wirklich mein Steckenpferd waren, also Hellenismus, Rom und Christentum. Ich kann aber dennoch sagen, dass die Qualität nicht nachlässt, der flüssige Stil und der Fokus auf die Psychologie bis zum Ende aufrecht bleiben.
    Fazit: Für Philhellenen sehr zu empfehlen.

    >>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.
  11. Cover des Buches Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten (ISBN: 9783423717854)
    Kevin Sands

    Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Mirjam_Sdun

    Eigentlich bin ich beim Durchstöbern unseres örtlichen Bücherschrankes nur zufällig auf den Blackthorn Code gestoßen. Da ich mich sehr sehr gern auch mal in die fantastischen Welten der Jugendliteratur begebe, mich das Cover ansprach und ich auch das Thema „Alchemie“ sehr spannend finde… konnte ich also nicht widerstehen. 


    Zunächst viel es mir etwas schwer mich in die Londoner Welt der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts einzulesen, doch legte sich dies sehr schnell, da die Protagonisten Christopher Rowe, Tom und natürlich auch Meister Blackthorn von Anfang an sehr sympathisch rüberkamen und ich schnell einen Draht zu ihnen fand. 


    Ein spannendes Jugenbuch - voller Geheimnisse und Codes - in dem es um Alchemie, eine Apothekergilde, einen Angst verbreitenden Erzengel Kult, aber auch um wahre Freundschaft & Loyalität geht.


    Absolut lesenswert und unterhaltsam - der nächste Band der Reihe ist schon bestellt!

  12. Cover des Buches Troia (ISBN: 9783805352550)
    Cornelius Hartz

    Troia

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63
    Wer hat nicht schon einmal vom Trojanischen Pferd gehört oder von Odysseus und seinen Gefährten oder von der schönen Helena, die von Paris entführt wurde und so den Trojanischen Krieg ausgelöst hat. Damals hatten auch noch die Götter ihre Hand im Spiel


    Homer hat der Nachwelt diese eposante Geschichte überliefert und unzählige künstlerishe Werke in Bild, Schrift,Ton und Film erzählen diese Geschehnisse bis heute fort.

    Doch hat Homer tatsächlich gelebt oder gehört er in das Reich der Mythen und Sagen? Existierte Troja wirklich? Gab es überhaupt Troja und diesen Krieg?

    Alle diese Fragen und Antworten und noch viel mehr könnt ihr diesem einzigartigen, gewaltigen und toll gestalteten Bildband Troia - Mythos und Wirklichkeit aus dem tollen Verlag WBG Philip von Zabern entnehmen.

    Dieser mit 300 Abbildungen reich illustrierte Bildband erzählt die Geschichte Troias im Spiegel von Literatur, Archäologie und Kunst bis heute. Auf 312 sehr informativen Seiten und vier Kapitel erfährt man einiges über die Figur Homers und seine Zeit, die Entstehungsgeschichte um die Ilias und die Odyssee und ihre zahlreichen künstlerischen Fortsetzungen, über den Mythos vom Krieg um Troja, die archäologischen Überreste sowie Geschichten, die bleiben. Troja spielt bis in unsere Gegenwart eine große Rolle in der Literatur, im Theater, im Film und vielen weiteren künstlerischen Bereichen.

    Wer sich dafür interessiert oder allgemein für Geschichte, ist bei diesem Verlag sehr gut aufgehoben. Schaut dort unbedingt mal vorbei.

    Klare Leseempfehlung.

  13. Cover des Buches Die Zeitdetektive 23: Hannibal, Herr der Elefanten (ISBN: 9783473474875)
    Fabian Lenk

    Die Zeitdetektive 23: Hannibal, Herr der Elefanten

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Vaelin_Al_Sorna

    Die Handlung ist sehr kurzweilig zu lesen und es werden viele Aspekte der Zeit um 218 v. Chr. verarbeitet. Der Spannungsbogen wird über das gesamte Buch hinweg gehalten und der Schreibstil unterstützt das noch. Obwohl die Zeitdetektive und ihre Katze ziemliche Besserwisser sind, werden sie bestimmt viele mögen. Mir persönlich war aber die Darstellung Hannibals wichtiger, der treffend beschrieben wird. Er erscheint freundlich, aber ebenso mächtig und militärisch karg. Die Illustrationen und das wundervolle Cover runden das Buch noch ab. Ein Geschichts-Krimi für Kinder, der Interesse für Hannibal und den Zweiten Punischen Krieg weckt.

  14. Cover des Buches Ramses II. und die Tauben des Friedens (ISBN: 9783401065007)
  15. Cover des Buches Der Untergang des Römischen Reiches (ISBN: 9783608940824)
    Peter Heather

    Der Untergang des Römischen Reiches

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Dunia
    Versuch der Erklärung des Untergangs des römischen Reiches
  16. Cover des Buches Xanthippe (ISBN: 9783596306800)
    Maria Regina Kaiser

    Xanthippe

    (30)
    Aktuelle Rezension von: ArsAstrologica

    Man darf sich nicht vom Äußeren abschrecken lassen:

    Diesem schlecht abgescannten, falsch skalierten und mit einem ausdruckslosen Cover versehen Reprint liegt ein mehrere Jahrzehnte altes Original zugrunde, was einst liebevoll farbig gestaltet war.


    Geblieben ist der Inhalt, eine leichte, liebevolle und ganz ohne Männerhass geschriebenen fiktive Biografie der Geliebten und Partnerin von Sokrates, jenes großen griechischen Philosophen, dessen Werk nur über die Aufzeichnungen seines Schülers Platon bekannt wurde.  


    Maria  Regina Kaiser flechtet in die Erzählung historische Hintergründe des alten Griechenlands ein, uneitel und leichtfüßig. Ein großartiges Werk!   


  17. Cover des Buches Kleopatra (ISBN: 9783499629815)
    Wolfgang Schuller

    Kleopatra

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Nachdem ich schon Alberto Angelas Kleopatra-Biografie gelesen habe, wollte ich mich durch einen anderen Autor dieser geheimnisvollen Frau nähern. 

    Wolfgang Schuller legt viel Augenmerk auf die Tatsache, dass sie zuallerst Königin von 3.000 Jahre Geschichte Ägyptens ist. Diesen Hintergrund muss man sich immer vor Augen halten, vor allem deshalb, weil Kleopatra eigentlich eine griechisch-makedonische Prinzessin war. 

    Für ihre Intelligenz spricht ihr politischer Weitblick, der sie quasi in die Arme Roms, Pardon, in die Arme des wohl mächtigsten Römers der Zeit, C. Iulius Caesar, treibt. 

    Wolfgang Schuller zitiert aus antiken Quellen. Nicht ohne zu betonen, dass die Faktenlage dünn ist oder die Berichterstatter sich widersprechen. Er weist darauf hin, dass einiges erst 100, 200 Jahre später niedergeschrieben wurde (wie z.B. Cassius Dio (163-229 n. Chr.)). Auch, dass manche Quellen Propaganda für ihren, gerade aktuellen, Herrscher betrieben. Octavianus, der sich später Augustus nennt, ist ein Meister der Propaganda.  

    Diese Biografie ist geistreich und kurzweilig geschrieben. Sie lässt die Welt der Kleopatra wieder auferstehen. Einzig, dass Fußnoten bzw. Quellenangaben im Text fehlen, ist schade. Es gibt zwar am Ende des Buches ein Literaturverzeichnis, doch die Querverweise innerhalb des Textes wären noch besser gewesen. Das kostet den 5. Stern. 

    Fazit: 

    Eine gut lesbare Biografie einer bedeutenden Persönlichkeit, der ich gerne 4 Sterne gebe.

  18. Cover des Buches Das Geheimnis des Tutanchamun (ISBN: 9783406793592)
    Nadja Tomoum

    Das Geheimnis des Tutanchamun

    (5)
    Aktuelle Rezension von: losgelesen

    Wenig fasziniert die gesamte Menschheit seit so vielen Jahren mehr, als wie der Fund der Grabkammer des Tutanchamun im Jahr 1922 durch Howard Carter.

    Nadja Tomoum, eine ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet, hat nun ein Buch darüber geschrieben und es ist ebenso faszinierend wie der Fund selbst. In „Das Geheimnis des Tutanchamun – Der goldene Pharao und seine abenteuerliche Wiederentdeckung“ aus dem Verlag C. H. Beck nimmt die Autorin ihre interessierte Leserinnen und Leser auf eine 304 Seiten lange Expedition zu dem weltbekannten Pharao. In insgesamt 15 Kapiteln bringt sie dabei zunächst ganz allgemein die Zeit der Pharaonen näher und schafft so ein grundlegendes Verständnis für die späteren Funde auf. Anschließend widmet sie sich in aller Sachlichkeit, ohne dabei langweilig oder gar belehrend zu sein, den Expeditionen des Harold Carter, immer im Spiegel der damaligen Zeit, um dann den Fokus auf die Entdeckung des Grabs zu legen. Das ist Geschichte spannend dargebracht, so dass sie besser kaum niedergeschrieben werden kann. Schließlich vollendet sie ihr Buch noch um die sagenumwobenen und aktuellen Aspekte rund um den Pharao Tutanchamun und schafft so ein überaus ansprechendes archäologisches Gesamtwerk.

    Das ist Populärwissenschaft auf dem Höhepunkt und mit der Grund, warum das Phänomen Tutanchamun auch nach über 100 Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.

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    Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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  19. Cover des Buches Die Priesterin der Kelten (ISBN: 9781495387265)
    Sabine Altenburg

    Die Priesterin der Kelten

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    …der verschiedenen Zeiten in denen die Geschichte/n spiel/en. Die Zusammenhänge sind logisch und im Laufe des Buches gut nachzuvollziehen. Allerdings geht dies an manchen Stellen nur sehr schleppend mit vielen Wiederholungen, die zwar verschieden formuliert sind, aber dasselbe aussagen. Auch sind mir die Sätze insgesamt zu lang. Die Beschreibung der Landschaft hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir die Natur mit Wäldern, Flüssen usw sehr gut vorstellen. Die geschichtlichen Begebenheiten sind meiner Meinung nach gut recherchiert, wobei das bei mir persönlich nicht an erster Stelle steht, da es ja ein Roman und kein Sachbuch ist.


  20. Cover des Buches Todestrank (ISBN: 9783453270701)
    A. J. Kazinski

    Todestrank

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Iris_Hell

    Nach Die Auserwählten und Der Schlaf und der Tod habe ich hohe Erwartungen an den dritten Band gestellt - und wurde nicht enttäuscht.

    Wer die ersten Teile kennt, weiß, dass der Wandel zwischen den Welten, zwischen Leben und Tod und über den Tod hinaus in den Romanen der beiden Autoren eine zentrale Rolle spielt. So auch hier.

    Doch selbst überzeugte Agnostiker können sich auf die durch und durch spannende Geschichte, die hauptsächlich in einem dänischen Hochsicherheitsgefängnis spielt, einlassen. Denn unabhängig davon, ob der Leser an Wiedergeburt glaubt oder nicht , wird er auf eine spannende, packende und berührende Reise mitgenommen, die ab der ersten Seite fesselt. Da ich die Gegend, in der die Geschichte vorrangig spielt, gut kenne, vermittelte die Lektüre eine besondere Authentizität. Dennoch war ich beruhigt, dass das Hochsicherheitsgefängis reine Fiktion ist.

    Sehr schade, dass nach Band drei Schluss für das skandinavische Autorenduo sein soll.

  21. Cover des Buches Sinuhe der Ägypter (ISBN: 9783785749746)
    Mika Waltari

    Sinuhe der Ägypter

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Jazebel
    Mika Waltaris Roman "Sinuhe der Ägypter" ist etwas für Geduldige. Langsam und gemächlich zeichnet die Geschichte das Leben von Sinuhe nach, von der jüngsten Kindheit bis zum fortgeschrittenen Lebensalter und dieses Leben war bewegter als so viele andere zu seiner Zeit.


    Das Hörbuch wurde von Stefan Kaminski mit ruhiger Stimme eingesprochen, passend zum Erzähltempo. Die Geschichte bietet einige Höhepunkte, so die Wanderjahre des jungen Arztes Sinuhe, der bis nach Kreta vordringt und auch spektakuläre Schlachten sowie den Wahnsin eines Pharaos. 


    Auch wenn ich ein Fan von ungekürzten Lesungen bin, im Fal dieses Buches und Hörbuches hätte man einiges kürzen können. Die Geschichte hat zwischendrin immer wieder Längen in denen Sinuhe über sein vergangenes Leid sinniert oder er jede gemachte Erfahrung ignoriert um begangene Fehler wiederum neu zu begehen. An diesen Stellen ist die Handlung "wie Fliegengesumm in meinen Ohren" wie es in der Geschichte immer so schön heißt, wenn jemand etwas nicht mehr hören kann.


    Trotz der Längen bleibt es aber eine interessante Erzählung vor tollen Schauplätzen, die die Ausdauer mehr als wert ist.
  22. Cover des Buches Häuser für die Ewigkeit (ISBN: 9783805352611)
    Katrin Laatsch

    Häuser für die Ewigkeit

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63

    Wer waren die alten Ägypter, dieses Volk, das die "𝑮𝒓𝒐𝒔𝒔𝒆𝒏 𝑷𝒚𝒓𝒂𝒎𝒊𝒅𝒆𝒏" errichtet hatte, eins der "𝑺𝒊𝒆𝒃𝒆𝒏 𝑾𝒆𝒍𝒕𝒘𝒖𝒏𝒅𝒆𝒓", die heute noch existieren und vor denen sich sogar die Zeit fürchtet? Monumente für die Ewigkeit, die über ein Menschenleben hinaus, ja über den Tod hinaus bestehen. Der Tod war für die alten Ägypter nicht das Ende menschlichen Lebens, sondern nur ein Übergang - 𝒓𝒊𝒕𝒆 𝒅𝒆 𝒑𝒂𝒔𝒔𝒂𝒈𝒆 - ins jenseitige Leben. Jeder kennt aus dem Kindergarten oder der Grundschule den Spruch: "𝑰𝒎 𝑶𝒔𝒕𝒆𝒏 𝒈𝒆𝒉𝒕 𝒅𝒊𝒆 𝑺𝒐𝒏𝒏𝒆 𝒂𝒖𝒇, 𝒊𝒎 𝑺𝒖̈𝒅𝒆𝒏 𝒏𝒊𝒎𝒎𝒕 𝒔𝒊𝒆 𝒊𝒉𝒓𝒆𝒏 𝑳𝒂𝒖𝒇, 𝒊𝒎 𝑾𝒆𝒔𝒕𝒆𝒏 𝒘𝒊𝒍𝒍 𝒔𝒊𝒆 𝒖𝒏𝒕𝒆𝒓𝒈𝒆𝒉𝒆𝒏, 𝒊𝒎 𝑵𝒐𝒓𝒅𝒆𝒏 𝒊𝒔𝒕 𝒔𝒊𝒆 𝒏𝒊𝒆 𝒛𝒖 𝒔𝒆𝒉𝒆𝒏". Die alten Ägypter sahen darin einen ewigen Lebenslauf, der Sonnengott wandelt frühmorgens jung über den Himmel und wird abends zu einem Greis, der über Nacht verjüngt und neugeboren am nächsten Morgen am Himmelsfirmament neu erscheint.

    In diesem tollen Bildband erfahren wir neben diesem Sonnen-Mythos auch die weitere mythische Geschichte um Osiris, seinen Bruder Seth sowie Horus, dem Sohn von Osiris.

     Wir sehen in diesem beeindruckenden Bildband die wunderbaren sakralen Bauwerke wie die Pyramiden in zahlreichen schönen Bildern oder Grabinschriften, Figuren, Wandmalereien und dergleichen. Das Buch gibt dem Leser interessante und informative Einblicke in das sog. Alte Reich (ca. 2707 bis 2170 v. Chr), das Mittlere Reich und das Neue Reich (ca. 1550 bis 1069 v. Chr.). Im Anhang gibt es einen Zeitstrahl und ein Glossar zu den wichtigsten Begriffen.

    n zahlreichen Kapiteln erfährt man vieles über die Grabanlagen des Alten Reiches, die Anfänge der Grabanlagen, den sog. Mastabas, die Großen Pyramiden, die Bedeutung von Zirkumpolarsternen, umfangreiche Pyramidentexte, Sargtexte, Jenseitsliteratur, den Totengott Osiris, das Totengericht, das Zweiwegebuch, Totenbuch, das Tal der Könige, Ramses II, Thutmosis III, Tutanchamun, Echnaton und noch viel mehr.

     Eine klare Leseempfehlung, daher bekommt es von mir auch volle 5 Sterne!

  23. Cover des Buches Wikinger (ISBN: 9783534276547)
    John Haywood

    Wikinger

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Na klar, wer wollte nicht immer schon mal Wikinger werden? Zumindest als Kind haben viele diesen Berufwunsch, weil es so spannend, aufregend und romantisch klingt. Da ist dieser ultimative Karriereführer natürlich genau das Richtige. Perfekt ist das Buch auf jeden Fall für alle, die sich für Wikinger interessieren und ein Sachbuch suchen, das weder staubig, noch trocken oder langweilig ist. Mir hat die Lektüre großen, großen Spaß gemacht und es ist eins der Bücher, die in mein Regal einziehen dürfen, weil es so witzig und interessant zugleich ist. 

    Man merkt deutlich, dass sich der Autor perfekt in diesem Thema auskennt und mit viel Humor und bisweilen auch Ironie präsentiert er nicht nur Fakten, sondern auch Geschichten, Anekdoten und setzt vieles, was uns so fremd scheint, in einen modernen Zusammenhang. Dadurch versteht man als Leser vieles erstmal richtig und tut sich leicht, nachzuvollziehen, warum das Leben gar nicht so einfach war und dennoch für viele erstrebenswert.

    Die kurzen Abschnitte mit den Zwischenüberschriften, Abbildungen von damaliger Kunst, von Waffen, Orten und Karten erleichtern das Verständnis noch mehr. Für mich das perfekt Geschichtsbuch, das sicherlich auch jeden Schüler begeistern würde. Ob man dann immer noch Wikinger werden will, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass die Lektüre auf jeden Fall Spaß gemacht hat!

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