Bücher mit dem Tag "amazon"

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43 Bücher

  1. Cover des Buches QualityLand (QualityLand 1) (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (QualityLand 1)

    (879)
    Aktuelle Rezension von: Christoph_Schade

    „QualityLand“ fühlt sich an wie ein Spiegel, den man uns viel zu lange nicht vorhalten wollte, und plötzlich steht er da, poliert bis zur Perfektion und gnadenlos ehrlich. Marc-Uwe Kling beschreibt eine Zukunft, die so überzogen wirkt, dass man lachen muss, und gleichzeitig so nah an unserem Alltag klebt, dass das Lachen im Hals stecken bleibt. Die digital optimierte Welt, in der Algorithmen alles besser wissen sollen als wir selbst, zieht einen sofort hinein, weil sie eben nicht nur Zukunft ist, sondern ein logisch weitergedachter Kommentar auf unsere Gegenwart.

    Kling schreibt pointiert, komisch, hellwach, und zwischen den satirischen Spitzen leuchtet eine fast tragische Wahrheit auf: dass wir längst in einer Vorversion von QualityLand leben und uns kaum fragen, welche Entscheidungen wir abgegeben haben – freiwillig, bequem, fast beiläufig. Sein Humor funktioniert wie ein Tranquilizer, der uns erlaubt, Dinge auszuhalten, die eigentlich weh tun müssten.

    Ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch entlarvt; der zeigt, wie dünn die Grenze ist zwischen digitalem Komfort und dem Verlust von Selbstbestimmung. Und genau deshalb wirkt er noch lange nach, auch wenn das Buch längst zugeklappt ist.

  2. Cover des Buches Leben, schreiben, atmen (ISBN: 9783257245509)
    Doris Dörrie

    Leben, schreiben, atmen

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Gaydoens

    Ich habe einen Workshop zum Thema Journaling besucht und bin dort auf dieses Buch gestoßen.

    Irgendwie mag ich ja Dörries Geschichten (kenne bisher nur Filme von ihr) und somit ist das mein erstes Buch von ihr.

    Es ist nicht nur eine Einladung zum autobiografischen Schreiben, es ist auch eine Art Autobiografie zu ihr selbst - und zwar nicht in der Reihenfolge ihres Erlebens, sondern von Erinnerungsstücken. Natürlich zieht sich ein Roter Faden durch das Leben und zum ersten Mal habe ich selbst auch den Eindruck, nicht nur irgendwie zu leben, sondern dass da noch viel mehr ist, das ich auch bei mir sehr viel intensiver wahrnehmen kann und möchte.

    Für mich eine pure Inspiration.

  3. Cover des Buches Tagebuch eines Buchhändlers (ISBN: 9783442718658)
    Shaun Bythell

    Tagebuch eines Buchhändlers

    (218)
    Aktuelle Rezension von: Marco_Dussler

    Cover:
    Ich habe die deutsche Erstausgabe des BTB-Verlags von 2019 gelesen. Das Cover gibt, wie ich finde, sehr gut wieder, worum es im Buch geht. Es bietet einen interessanten, nicht zu detaillierten Einblick in das Leben eines Antiquars und Buchhändlers, wobei uns der Autor an ausgewählten Momenten teilhaben lässt.
     Wir sehen die Front eines Hauses und blicken durch die Fenster in verschiedene Räume, die vollgestellt sind mit Bücherregalen und Stapeln von Büchern. In den Räumen befindet sich eine bunte Mischung aus Kunden und Angestellten, was den manchmal gemütlichen, manchmal lebhaften Alltag im Buchhandel widerspiegelt. Vor der Eingangstür steht der Besitzer – der Mittelpunkt des Buches – mit einer Kaffeetasse in der Hand.

    Inhalt:
    Shaun Bythell beschreibt seinen Alltag mit bissigem Witz und einer ordentlichen Prise Humor. Wir begleiten den Besitzer des größten Second-Hand-Buchladens Schottlands durch das Jahr 2014. Dabei kommt auch das ländliche Idyll von Wigtown und dessen teils spleenige Bewohner nicht zu kurz. Besonders gut gefallen haben mir die Aushilfe Nicky, die gerne halb verdorbene Lebensmittel rettet und ganz eigene Vorstellungen davon hat, wie ein Buchhandel zu führen ist, sowie Sandy, der tätowierte Heide, ein wiederkehrender Stammkunde.
     Darüber hinaus spielt auch die Kleinstadt Wigtown selbst mit ihrem wirklich malerischen Umland eine wichtige Rolle. Als passionierter Radsportler und Angler berichtet Bythell immer wieder von den umliegenden Wäldern, Seen und Flüssen. Trotz ihrer überschaubaren Größe verzeichnet die Stadt ein reges Kommen und Gehen von Touristen – wohl nicht zuletzt wegen der malerischen Landschaft, der beachtlichen Anzahl an Buchläden (sieben Stück) und der Wigtown Fair, einer jährlich stattfindenden Buchmesse.

    Umrahmt wird das Ganze durch Zitate aus George Orwells Essay Bookshop Memories. Bythell kommentiert diese zu Beginn jedes Monats (also jedes Kapitels) und zieht dabei Vergleiche zum modernen Buchhandel oder seinem Alltag.
     Orwell schreibt etwa:

    „Es gibt immer eine Menge nicht ganz zurechnungsfähiger Verrückter, die die Straßen bevölkern, und sie neigen dazu, sich zu Buchläden hingezogen zu fühlen…“

    Worauf Bythell erwidert:

    „Alles in allem – zumindest in meinem Laden – hat mich der ständige Ansturm langweiliger Fragen und das unaufhörliche, zermürbende Feilschen der Kundschaft zu dem gemacht, was ich inzwischen bin.“

    Fazit:
    Im Großen und Ganzen hält das Buch genau das, was der Titel verspricht: In Form von Tagebucheinträgen erhält man einen ehrlichen Einblick in den Alltag, die Freuden und Sorgen eines Buchhändlers. Die teils zynische, teils ironische Schreibweise des Autors ist sicher nicht jedermanns Geschmack, mir hat sie jedoch sehr gefallen. Abgerundet wird das Ganze durch die einleitenden Zitate Orwells.
     Ein kleiner Wermutstropfen ist für mich, dass Bythell manche Ereignisse kurz anspricht, aber im weiteren Verlauf nicht mehr aufgreift. Das ist wahrscheinlich der Tagebuchform geschuldet, ich fand es trotzdem etwas schade. Insgesamt halte ich Tagebuch eines Buchhändlers für ein gelungenes Werk und vergebe 4 Sterne.

     

  4. Cover des Buches Attic (ISBN: B004X2X4A4)
    Douglas Preston

    Attic

    (292)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Aus einem Abwasserkanal werden  zwei kopflose Leichen geborgen. Lieutenant D’Agosta soll die zwei Mordfälle klären und  muss bald feststellen, dass eine grauenhafte Mordserie auf ihn und die ganze Stadt zukommt. Aufgrund einiger Details wird die Biologin Margo Green hinzugezogen, die die Leichen untersuchen soll und schon sehr bald kommen böse Erinnerungen und viele Fragen auf. Die Spuren führen in das weit verzweigte Tunnelsystem unter New York City und die Zeit drängt.

    Dies ist die Fortsetzung zum ersten Band „Relic“ und die Handlung setzt etwa 18 Monate nach den vorherigen, furchtbaren Ereignissen ein. Geschickt werden die bekannten Protagonisten in ihrem „Leben danach“ wieder in die Geschichte integriert. Dies und viele Verweise auf die Vorkommnisse vor 18 Monaten macht es allerdings mehr als sinnvoll auch den ersten Teil gelesen zu haben, bevor man „Attic“ zur Hand nimmt. Die Geschichte wird logisch weitergeführt, baut schnell Spannung auf und ist geschickt konstruiert und umgesetzt. Beeindruckend und erschreckend sind die Beschreibungen der Stadt unter der Stadt, das Leben in den enormen Tunnelanlagen unter New York City. Die Autoren spielen mit allerlei Klischees und Vorurteilen der Gesellschaft und der Menschen im Allgemeinen und kritisieren so ganz nebenbei die Ignoranz und Oberflächlichkeiten , die wohl überall zu finden sind. Wie auch im Vorgänger wird an düsteren, schaurigen, teils ekelhaften und oft blutigen Szenen nicht gespart und trotzdem wird Alles nachvollziehbar logisch, wissenschaftlich erläutert und wirkt damit sehr plausibel, so weit dies in einer derartigen Fiktion möglich ist. Auch wenn der Leser im letzten Drittel des Buches die Auflösung schon ahnt, bleibt es durchweg so unterhaltsam und spannend, dass es dem Lesegenuß nicht schadet.

    Mein Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die nicht ohne Kenntnis des ersten Teiles gelesen werden sollte. Das Buch unterhält und fesselt und ist ein echter Page-Turner. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, war aber auch froh es hier im Dorfe mit Blick aus dem Fenster bei herrlichem Wetter zu lesen. In der U-Bahn oder in irgendeinem dunklen Gemäuer hätte es mich durchaus an einigen Stellen ernsthaft gruseln können. 

  5. Cover des Buches Knochenschrei (ISBN: 9783944676104)
    Catherine Shepherd

    Knochenschrei

    (91)
    Aktuelle Rezension von: UnterDieHaut

    Das Cover ist einfach klasse. Und bei dem Wort „Knochenschrei“ fängt bei mir sofort das Kopfkino an zu laufen.

    Bei dem Buch handelt es sich zwar um den 8. Band der Reihe, aber das störte beim Lesen absolut nicht.

    Schon der Prolog beschert einem totale Gänsehaut und man hat das Gefühl, mit im Raum zu sein. Die Beklemmung ist beim Lesen spürbar. Die Kapitel wechseln sich immer zwischen Gegenwart und der Vergangenheit von vor 500 Jahren ab. Am Anfang hatte ich noch Bedenken, wie das funktionieren würde, aber im Laufe der Geschichte fügte es sich so gut zusammen wie ein Puzzle. Die Geschichte empfand ich zu keiner Zeit als
    langweilig. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.

    Insgesamt bin ich positiv überrascht worden. Ich habe mir anfangs überhaupt nicht vorstellen können, wie die Geschichten aus zwei unterschiedlichen Zeiten zusammenpassen sollen, bzw. wie die Autorin es schafft, diese im Buch zu vereinen. Trotz viel zeitlichem hin und her konnte ich dem Buch jederzeit gut folgen. Auch der historische Teil der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Und das, obwohl ich mir genau deswegen im Vorfeld ein wenig Sorgen gemacht hatte, aber das war völlig unbegründet (historische Romane sind normalerweise nämlich nicht so meins). 

    Ich wurde gut unterhalten und an der Nase rumgeführt. Für mich war es das erste Buch dieser Reihe und es konnte mich total von sich überzeugen.
    Nun habe ich wieder eine Lieblingsreihe mehr. Außerdem macht es irgendwie auch Lust, sich Zons mal im wirklichen Leben anzuschauen.


  6. Cover des Buches Der Store (ISBN: 9783453424678)
    Rob Hart

    Der Store

    (199)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Der Store

    Autor*in: Rob Hart

    Erschienen in Deutschland: 2019

    Originaltitel: THE WAREHOUSE

    Erschienen in den USA: 2019

    Übersetzer*in: Bernhard Kleinschmidt 

     

    Weitere Informationen:

    Genre: Dystopie

    Preis: € 11,00

    Seiten: 591

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-453-27230-9

    Verlag: Wilhelm Heyne Verlag

     

    Inhalt:

    Der Store liefert alles. Überallhin. Der Store ist Familie. Der Store schafft Arbeit und weiß, was wir zum Leben brauchen. Aber alles hat seinen Preis.

    Paxton und Zinnia lernen sich bei Cloud kennen, dem weltgrößten Onlinestore. Paxton hat einen Job beim Sicherheitsdienst bekommen. Paxton hat einen Job beim Sicherheitsdienst bekommen. Zinnia arbeitet im Lager. Die beiden kommen sich näher, obwohl sie ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Sie ahnen nicht, wie weit das Unternehmen geht, um die perfekte Welt von Cloud vor Gegnern zu schützen.

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Das Buch hier habe ich vor wenigen Wochen recht günstig im Buchladen bekommen, da es ziemlich stark reduziert war, genauer gesagt nur für drei Euro. Was soll ich sagen, die Beschreibung klang düster und interessant, und zu Büchern im Angebot kann ich generell ja nur schwer nein sein. Außerdem fand ich diesen Barcode mit den vielen Händen auf dem Cover sehr ansprechend. Außerdem fühlt sich der Buchdeckel an, als wäre er aus harter Pappe und gibt dem Buch eine Art "Paketoptik", was passend zu einem Buch über einen Versandhandel. Das Rot sticht heraus, wie auch der rote Farbschnitt. Er fühlt sich so an, wei sich Farbschnitte vor mehreren Jahren noch angefühlt haben, ein wenig rau. Aber hier pappten die Seiten wenigstens nicht so stark zusammen und ich bekam sie leichter auseinander. Da hatte ich in der Vergangenheit schon schlimmere Bücher in der Hand.

    Ok, genug vom Äußeren des Buchs, kommen wir jetzt zum Inneren. Zu einem der leider wenigen Dingen, die mir an dem Buch gefallen: Das Buch bzw die Geschichte wird aus drei Perspektiven. Die erste Perspektive gehört der Protagonistin, deren echten Namen man nie erfährt. Sie arbeitet in Form von Aufträgen und soll herausfinden, wie "Cloud" es schafft, so viel Energie zu nutzen, und dabei offiziell viel weniger Energie in Anspruch zu nehmen. Dass Zinnia ein falscher Name ist, den sie extra für diese Mission nutzt, erfährt man recht schnell. Ansonsten erfährt man kaum was über sie, was ein wenig schade ist. Man erfährt nicht mal ihre Motivation, warum sie diesen Job hat und was ihr daran gefällt.

    Die zweite Perspektive gehört Paxton und ich muss sagen, seine Parts haben mir am besten gefallen. Von ihm erfährt man im Gegensatz zu "Zinnia" ziemlich viel und ich konnte mich auch viel besser in ihn hineinfühlen. Dass seine eigene Firma aufgrund von Cloud pleite ging und dann seine Idee quasi geklaut wurde, das hat ihn ziemlich mitgenommen und ich kann es auch verstehen. Und die letzte Perspektive gehört Gibson, dem Gründer von Cloud, welcher wegen Krebs im Sterben liegt. Bzw schwer an Krebs erkrankt ist, er unternimmt deshalb eine letzte Tour und besucht so viele seiner Standorte, genannt Motherclouds, wie es ihm möglich ist. Von ihm erfährt man nicht nur, wie und warum Cloud entstanden ist, sondern auch, wer sein Nachfolger wird und warum.

    Man verfolgt die Geschichte wie gesagt aus drei Perspektiven und man wird auch recht schnell mit dem harten Arbeitsalltag konfrontiert, der in den Motherclouds mehr oder weniger vorherrscht. Doch vorher sieht man den Einstellungsteil und wie schwer dieser ist. Ebenso, wie man aufgrund seiner Antworten und seines Lebenslaufs durch eine KI in die passende Abteilung geschoben wird. "Zinnia" hat einen sehr, sehr stressigen Job im Laber, wo sie zig verschiedene Sachen für die Kunden aus den Regalen heraussucht und aufs Fließband legt, damit diese an die Kunden verschickt werden. Arbeitssicherheit wird dabei nicht sonderlich groß geschrieben (bzw es ist vorgeschrieben, aber damit man sein Tageslimit erreicht, muss man diese eher ignorieren). Wie alle anderen Mitarbeiter kann sich "Zinnia" irgendwelche Dinge bestellen und die werden dann auf ihr Zimmer gebracht. Paxton dagegen muss die meiste Zeit einfach nur irgendwo herumlaufen und "Anwesenheit" zeigen. Dabei wird er oft mit den Problemen und der Ablehnung, wie sie die Leute vom Sicherheitsdienst oft erfahren, konfrontiert.

    Es gab auch noch viele andere Punkte, die mir natürlich gefallen haben. Ich fand es erschreckend zu sehen, wie stark Cloud die Welt unter Kontrolle hat. Wie hart und schwer die Arbeit dort ist und wie weitläufig die Überwachung über die Mitarbeiter. Wie streng die Strafen sind, wenn man sich nicht an die Regeln hält oder wenn man sein Tageslimit nicht erreicht. Wie schnell es zu Entlassungen kommen kann. Und das möchte man eigentlich nicht, wenn es wird impliziert, dass es kaum noch Arbeitgeber neben Cloud gibt.

    Was ich auch schrecklich, wie auch interessant fand: Welche Gedankengänge Gibson so hat, welche Ideen er hat und wie er seine Taten rechtfertigt. Er sieht absolut nichts falsches an dem, was er getan hat und was heute alles passiert. Anfangs kam er mir jemand vor, mit guten Ideen, Idealen etc, dessen Werk am Ende aber verbastadisiert und missverstanden wurde. Nur, je mehr von man von ihm liest, merkt man, dass er keine gute Person ist. Manchmal konnte ich nicht anders, als über seine Ansichten den Kopf zu schütteln.

    Der teilweise monotone Arbeitsalltag und wie er dargestellt wurde, besonders in den ganz kurzen Kapiteln, die immer kürzer wurden, haben mir sehr gut gefallen. Und hat die Monotonie richtig gut dargestellt, da es immer weniger zu erzählen gab. Es ist immer weniger da, das man hier erzählen könnte und wie das aufgebaut wurde, hat mir richtig gut gefallen.

    Ok, aber jetzt zu den Punkten, die mir nicht so gut gefallen haben, da gab es leider mehrere. Andere Rezensenten haben das schwache World-Building angesprochen und ich muss ihnen leider rechtgeben. Es wird nur hin und wieder erwähnt und gezeigt, dass es sehr heiß draußen ist, dass Essen wie Fleisch, Obst, Gemüse eine teure Seltenheit sind und dass sich die Leute eher günstiges Fastfood oder Ersatzessen leisten können.

    Aber ob es jetzt der Klimawandel ist und was genau in der Welt alles los ist, das erfährt man so gut wie gar nicht.

    Und was ich auch merkwürdig finde: Es heißt auf der einen Seite, dass es kaum noch andere Jobs und Arbeitgeber neben Cloud gibt. Dass viele fast schon verzweifelt versuchen, ein Teil von Cloud zu werden, damit sie Geld und ein Dach über dem Kopf haben.

    Auf der anderen Seite wird ja ganz fleißig bestellt und ich kann mir nicht vorstellen, dass das von den Mitarbeitern kommen kann. Und es wird alles mögliche bestellt, hier und da wird aufgelistet, was "Zinnia" so durch die Gegend tragen darf. Nur: Woher haben die Kunden all das Geld? Wer liefert die Sachen? Wo werden sie hergestellt? Das wird nirgendwo erklärt und das finde ich schade. So wirkt es ein wenig unlogisch bzw wie eine große Logiklücke.

    Die "Beziehung" zwischen "Zinnia" und Paxton fühlt sich ein wenig erzwungen an. Er hat sehr schnell Interesse an ihr, sie will ihn nur für ihre Zwecke ausnutzen. Und irgendwann hat sie dann doch Gefühle für ihn, aber irgendwie auch wieder nicht ... das kam mir alles total merkwürdig vor. Wenn sie auf einer freundschaftlichen Ebene geblieben wären, ohne Liebe, Sex etc, dann wäre es besser für die Story gewesen, finde ich.

    Was die Auflösung, wie auch das Ende angeht, bin ich ein wenig enttäuscht. Besonders, da es Paxton betrifft. Seine Charakterentwicklung fand ich am spannensten, auch wenn ich mir nicht sicher war, was denn genau seine Ziele waren. Zum einen wollte er Rache haben. Zum anderen aber wollte er lieber den Job bei Cloud behalten, weil er damit Geld, Essen, ein Dach über den Kopf hat, einen geregelten Arbeitstag. Und ganz am Ende trifft er eine Entscheidung, die dann aufgrund seiner Charakterentwicklung sehr merkwürdig auf mich wirkte. Und was aus "Zinnia" wird, darüber kann man nur raten. Und ich hasse es, bei sowas raten zu müssen.

     

    Fazit:

    Da das Buch sehr stark an Amazon erinnert, ist das Buch Kritik am Online-Versandhandel, wie auch an Dingen wie Monopolen und geldgierigen Menschen ohne Gewissen. Und auch ohne jegliche Menschlichkeit. In welche Richtung sich unsere Welt vielleicht entwickeln könnte, wenn wir Unternehmen immer mehr und mehr Macht geben, ihnen immer mehr Freiraum geben und sie alles durchgehen lassen.

    Aber das ganze System ist leider nicht ganz komplett durchdacht und hat hier und da Schwächen, die das Fundament der ganzen Geschichte dann doch zum Wackeln bringen können. Manche Punkte der Firma wirken auch wenig durchdacht, bzw wenig weitsichtig. Ich hatte zwar Spaß beim Lesen, aber ...

    Hier hat man leider viel verschenkt. Die Länge hat mich dagegen gar nicht gestört, aber dicke Bücher lese ich genauso gerne wie dünne Bücher.

    Von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne. 

  7. Cover des Buches Every (deutsche Ausgabe) (ISBN: 9783462004427)
    Dave Eggers

    Every (deutsche Ausgabe)

    (100)
    Aktuelle Rezension von: Miia

    Achtung! 2. Teil einer Reihe!


    Meine Meinung:

    Bei "Every" handelt es sich theoretisch um die Fortsetzung von "The Circle", auch wenn man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann. Ich muss aber direkt vorweg sagen, dass mir "The Circle" tausend Mal besser gefallen hat. "Every" dagegen ist sehr sehr zäh, ist überladen mit vielen Details, die am Ende zu nichts führen und viel zu sehr in die Länge gezogen. Das was der Autor sagen wollte, hätte er auch in sehr viel kürzerer Zeit geschafft. An sich ist das Endzeitszenario wieder wirklich sehr gut und gruselig nah an einer möglichen Realität, aber Dave Eggers hängt sich an zu vielen Kleinigkeiten auf um sicherzugehen, dass auch wirklich jeder versteht, was er sagen will.

    Die letzten 100 Seiten habe ich nur noch überflogen und fand es wirklich sehr langweilig. Dadurch bekommt die Geschichte eine sehr nichtssagende Richtung und bleibt nicht lang im Kopf.


    Mein Fazit:

    Der Autor verliert sich in Details, zieht die Geschichte unnötig in die Länge - und das, obwohl alles gesagt ist. Schade: 2 Sterne!

  8. Cover des Buches Der Store (ISBN: B07QQFDB5M)
    Rob Hart

    Der Store

    (26)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ein Konzern beherrscht die Zukunft.  Aufgrund der Klimaveränderungen kann man kaum noch irgendwo leben. Aber ein Onlineversand (ähnlich wie Amazon) hat Abhilfe geschaffen. Erst wurden Gesetze geändert, dann der Luftraum privatisiert, sodass die Waren statt mit LKWs nun mit Drohnen ausgeliefert werden. Die Arbeiter wohnen auch in Anlagen des Konzerns. Gewerkschaften, Mindestlohn, Krankenversorgung wurde alles abgeschafft (es gibt zwar eine Krankenversicherung, aber wer ins Krankenhaus will, verliert Punkte und wird so abgestraft). Überstunden werden nicht bezahlt, wer sich weigert, verliert Punkte. Alles ist geregelt und wird kontrolliert mithilfe einer ständig zu tragenden Uhr am Handgelenk. Legt man diese ab, gibt es Alarm. Überwachungskameras sind nicht nötig, denn der Konzern weiß jederzeit wo du bist und mit wem du dich triffst aufgrund deiner Uhr. Ohne Uhr kann man keine Tür öffnen, keinen Aufzugknopf betätigen, nicht bezahlen etc. Die Uhr teilt dir auch mit, wann du eine Toilettenpause machen darfst.

    Arbeitet man nicht schnell genug, verliert man Punkte. Bei zuwenig Punkten wird man gefeuert. Alle Waren werden im Akkord verschickt und die Arbeiter müssen in den riesigen Lagerhallen von einem Regal zum anderen rennen, um die Sachen dann auf´s Band zu legen. In dem weit draußen gelegenen Areal, gibt es außer dem Arbeitsplatz Wohnsilos mit winzigen Zimmern und Gemeinschaftstoiletten (und Duschen) auf jeder Etage, einen Vergnügungsbereich mit Restaurants und Kino, einen Technischen Bereich, ein Krankenhaus und Security. Nur Ausgewählte Leute werden überhaupt auf das Gelände gelassen, um Teil der großen Cloudfamilie zu werden, nachdem sie eine Aufnahmeprüfung abgelegt haben.

    Die spannende Story wird von 3 Erzählern erzählt. Da ist zum einen Gibson, der Firmengründer von Cloud, der in seinem Blog von seiner Krebserkrankung schreibt und berichtet, wie er die Firma gegründet habe und was er - in seinen Augen - alles zum Wohl der Menschheit beigetragen habe.

    Dann haben wir Paxton, der einmal ein Unternehmen gegründet hat, welches dann von Cloud vernichtet wurde, indem sie ihn finanziell ruinierten. Er ist seinen Job als Gefängniswärter leid und hofft auf eine Chance, im Lager zu arbeiten. Beim Einstellungstest, lernt er Zinnia kennen. Sie hat ganz andere Gründe, um sich bei Cloud einzuschleusen. Sie ist mir von den drei Erzählern die Sympathischste.

    Die Gestaltung der Kapitel unterstreicht die Handlung, was mir sehr gefällt. Die meisten Kapitel sind mehrere Seiten lang, aber als es um die Eintönigkeit der Tage geht und die Routinen, steht auf jeder Seite der gleiche kurze Text, der den gleichbleibenden Tagesablauf schildert. Überhaupt bin ich begeistert von dem Buch. Es ist spannend, beklemmend, macht nachdenklich, hat überzeugende Charaktere, überraschende Wendungen, deckt menschliche Abgründe auf und ist flüssig geschrieben. Ich habe es in 2 Tagen geradezu verschlungen. Es reicht zwar nicht an Margret Atwoods "Report der Magd" ran, ist aber, wenn man die Entwicklung der letzten Jahre betrachtet, deutlich realistischer und aktueller als der Report der Magd. 

    Eine klare Leseempfehlung. 

  9. Cover des Buches Zu nah (ISBN: 9783959673020)
    Olivia Kiernan

    Zu nah

    (202)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Tja nun….Die angesehene Wissenschaftlerin Eleanor Costello ist tot. Erhängt in ihrem Schlafzimmer. Frankie Sheehan, Detective im Dubliner Police Department und schwer gezeichnet von ihrem letzten Fall, glaubt nicht an Selbstmord. Jemand war bei Eleanor, als sie starb. Jemand, der sadistische Lust an brutalen Spielchen hat. Schon bald wird eine zweite Leiche gefunden: eine junge Frau - zu Tode gefoltert. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, und für Frankie geht es erneut um Leben und Tod. Packend. Überraschend. Nervenaufreibend.(Klappentext)

    Immer wenn ich so etwas lese - überschwängliche Reaktionen - dann zweifle ich nach dem Lesen des Buches manchmal an mir selber. Ich fand das alles nämlich nicht.

    Okay, schlecht ist es nicht, aber auch nicht gut; ich habe mich eher mal wieder gelangweilt und vom Inhalt bereits - vor einer Woche gelesen - wieder die Hälfte vergessen.

    Darum werde ich jetzt auch nicht weiter darauf eingehen - ausführliche Rezensionen gibt es sicher genug.

     

  10. Cover des Buches Schritt ins Licht (ISBN: 9782496711196)
    Ellin Carsta

    Schritt ins Licht

    (69)
    Aktuelle Rezension von: Angela_J

    Eine wunderschöne Familiensaga rund um die Hansens in Hamburg, Berlin und Wien.

    Wir reisen ins Jahr 1924 und lernen die Kinder der Hansens kennen, es ist eine Fortsetzung der ersten Hansen Saga.. ich bin sehr gut reingekommen, im Prolog erfahren wir etwas über Louise Hansen, der Mutter von Amala und auch im Laufe der Geschichte erwähnt die Autorin immer wieder Details als aus der Vorgeschichte.
    Amala ist die Tochter von Louise Hansen und ihrem farbigen Mann Hamza, sie reist vom Amerika nach Hamburg, um ihre hanseatische Familie kennenzulernen. Mit Onkel Georg hat sie einen Freund und Unterstützer gefunden, der ihr dabei hilft, als dunkelhäutige Frau in den 20ern eine Karriere am deutschen Theater zu machen.
    Mich hat die Autorin begeistert, ihr Schreibstil ist wunderschön und bildhaft. Ich liebe die 20er Jahre und Familiensagen. Hier haben die Charaktere sehr gut gefallen. Es sind starke Frauen, die ihr Leben in die Hand nehmen, nicht aufgeben, sondern an sich glauben. Besonders Amala, Frederike und Therese haben mich beeindruckt.

    Die Autorin greift die Themen der Zeit auf, die für diese Frauen problematisch waren. Sei es das alleinige Autofahren, das Führen eines Kaffees oder die Hautfarbe.

    Von mir gibt es die absolute Leseempfehlung für diese hanseatische Saga mit tollen Settings.

  11. Cover des Buches Ich glaube, es hackt! (ISBN: 9783658108571)
    Tobias Schrödel

    Ich glaube, es hackt!

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Sandra8811

    Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
     Ich habe den Autor bei einem Livehacking-Vortrag kennenlernen dürfen und habe mir daraufhin mitunter dieses Buch gekauft und signieren lassen.

    Cover:
     Das Cover zeigt den Autor und der Titel ist einfach genial. Man erkennt direkt, dass er Comedy-Hacker ist. Es ist schlicht aber dennoch passend.

    Inhalt:
     Neben viel Erklärungen zu IT-Technik und ähnlichen Themen klärt uns der Autor auf witzige Art über Sicherheitsthemen auf. Systemlücken und Anderes ist gut aufbereitet auch für Nicht-ITler.

    Handlung, Thematik und Schreibstil:
     Im Grunde zeigt das Buch nochmal alle Themen des Livehacking-Vortrags den ich damals besucht habe in detaillierterer Art und Weise. Es wird z.B. auf Sicherheiten beim Onlinebanking, PIN vs. Wischmuster vs. Gesichtserkennung, Phishing usw. eingegangen. Besonders das Thema sichere Passwörter sollte man sich zu Herzen nehmen. Es wird gut erklärt wie Hacker es angehen würden und warum manche Mechanismen unerlässlich sind. Auf fast jeder Seite findet sich noch der ein oder andere witzige Kommentar, der das Thema verdaulich macht. Die Kapitel sind angenehm kurz, wenn auch nicht immer der Titel klar ausdrückt, um was es gehen wird.

    Persönliche Gesamtbewertung:
     Für mich wieder nett zu lesen, ich habe mich sehr über die witzigen Einschübe gefreut und konnte mir nochmal ein gutes Gefühl abholen bei meinen Passwörtern & Co. Definitiv gute Tipps für Jedermann der mit PC, Smartphone und Co hantiert.

  12. Cover des Buches Amazon Werbung für Autoren (ISBN: B087ZVXNRM)
    Alex Wagner

    Amazon Werbung für Autoren

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Lukas_Kellner

    Alexandra Wagner teilt in diesem Buch Wissen und Informationen, die man sich sonst über langwierige Recherche und klassisches ‚try and error‘ mühsam aneignen müsste. Für jeden Autor ein Muss, der vorhat sein Buch mithilfe von Amazons KDP zu veröffentlichen! 

  13. Cover des Buches Liebe und Macht in der Beziehung: Verlorene Liebe zurückgewinnen? (ISBN: 9798761056923)
    Elitsa Kostova

    Liebe und Macht in der Beziehung: Verlorene Liebe zurückgewinnen?

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Tatjana_Jasper

    Das Buch war sehr informativ. Man konnte schon einige neue Informationen aufnehmen und etwas dazu lernen. Jedoch ist auch vieles etwas zu einfach gehalten glaube ich. Man hat das Gefühl das hier alles eher Oberflächlich anspricht und ein bisschen die Tiefe fehlt. Das kann aber auch an meinem Unwissen liegen. Für den Einstieg würde ich sagen ist das Buch gut.

  14. Cover des Buches Schönes neues Geld (ISBN: 9783593509143)
    Norbert Häring

    Schönes neues Geld

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    „Schönes neues Geld“ kommt daher wie eine moderne Dystopie. Aber es ist keine Dystopie, denn das Beschriebe ist auf dem Weg bald Realität zu werden.

    Norbert Häring berichtet in seinem Buch mit zahlreichen Quellangaben über die Absicht bekannter Finanzunternehmen wie PayPal, Mastercard, Amazon, Microsoft usw. das Bargeld abzuschaffen, um wie man so schön sagt den Menschen gläsern zu machen. Unter dem Deckmantel Korruption und Schwarzgeld bekämpfen zu wollen, wird die Freiheit des anonymen Bezahlens mit der finanziellen Inklusion vorangetriben. Angestrebt wird aber etwas viel Perfideres: Die Identifikation einer Person über verschiedene Datenbanken hinweg wie Krankenkassen, Meldeämter, private Einrichtungen und Versicherungen. Unsere Daten sind pures Geld wert, und deshalb wollen Finanzunternehmen auch möglichst viel über den individuellen Menschen wissen, um ihn und seine Finanzkraft in einem Rating bewerten und entsprechend sanktionieren zu können.

    Untermalt wird die Absicht der finanziellen Inklusion, also die Abschaffung des baren Geldes, mit drei besonders prägnanten Beispielen: Indien, Afrika und China.
    In Indien wurden über Nacht seitens der Regierung die gängisten Rupien-Scheine für ungültig erklärt. Zeitgleich wurden hohe Rupien-Scheine eingeführt, die de facto jedoch wertlos sind, es es kein Wechselgeld gibt, um mit diesen einen Gütertausch betreiben zu können, was die Menschen dazu zwingt digitalen Zahlungsverkehr zu nutzen.
    Über Afrika berichtet Häring, dass Finanzunternehmen der Bevölkerung Bankkonten bereitstellt, deren Bankkarten gleichzeitig als biometrisches Ausweisdokument wie der deutsche Personalausweis fungieren. Dort ist es also so, dass Finanzdienstleister die Funktion von Meldeämtern/Behörden übernehmen. Sowas wäre in einer etablierten Demokratie undenkbar!
    Mit China hat der Autor das bisher heftigste Beispiel bereitgestellt. Dort ist die systematische Abschaffung von Bargeld im Zuge eines höheren Ziels bereits nahezu abgeschlossen. Ziel ist die Vernetzung öffentlicher, beruflicher und privater Stellen im Sozialpunktesystem Chinas. Punkte bekommt man, indem man sich systemkonform und parteizugewandt verhält, Schulden fristgerecht zurückzahlt und bescheiden lebt. Punkte abgezogen bekommt man, wenn man oft krank ist, über seine Verhältnisse wirtschaftet, dem Alkohol zu stark zugeneigt ist, und bei Rot die Straße überquert – vollumfassende Videoüberwachung macht es möglich. Dort hat der Staat Einsicht in nahezu das gesamte Privatleben. Wo der Staat bestimmt, was gekauft werden kann, hat er auch die Macht es individuell zu verbieten, und wer sich nach chinesischen Vorzeigeansichten „daneben“ benimmt, wird beispielsweise damit sanktioniert, keinen guten Arbeitsplatz oder eine gute Wohnung zu erhalten oder dass er keine Flug- oder Bahntickets mehr kaufen kann.
    Und der große Initiator dahinter ist kein geringerer als die USA mit den Errungenschaften des Silicon Valley. Warum und mit welchen weiteren Mitteln sowie Strukturen die Vereinigten Staaten den gläsernen Menschen durch die Abschaffung des Bargeldes formen wollen, lest besser selbst. Auch, wenn ich nun bereits viel zu diesem Buch geschrieben habe, werdet ihr die Köpfe schütteln, wenn ihr es selbst lest.

    Es ist sehr erschreckend zu lesen, was uns bevorsteht. In Industrienationen wie Deutschland muss eine Demokratie überwunden werden. Aber fest steht: Aufzuhalten ist dieser Vorgang, der bereits in anderen Gegenden der Welt längst vollzogen ist, nicht. Ich finde es jedoch wichtig sich darüber zu informieren und die Vorgänge (zumindest im Ansatz, auch wenn man kein Wirtschaftsexperte ist) zu verstehen.

  15. Cover des Buches Surprise Delivery: Ein Milliardär - Liebesroman (ISBN: B07SH9VBZY)
    R.R. Banks

    Surprise Delivery: Ein Milliardär - Liebesroman

    (1)
    Aktuelle Rezension von: zartrose22

    Kurz vorweg: Ich habe das Buch als Ebook bei Amazon erworben und gehe davon aus, dass es auch nur da erhältlich ist.

    Inhalt:

    Alexis hatte es im Leben nie leicht. Nach einer abgebrochenen Ausbildung arbeitet sie als Sekretärin, ist aber nicht glücklich und kommt nur gerade so über die Runden. Zum Glück hat sie ihre beste Freundin, die ihr zur Seite steht und sie eines Abends mit zu einem Charity-Event nimmt. Dort stößt sie mit dem attraktiven Ducan Clyburne zusammen und die Beiden kommen ins Gespäch. Vom ersten Moment an ist da eine gewisse Spannung zwischen ihnen, die letztlich zu einer heißen Nummer und spätnächtlichen Gesprächen führt. Doch für weitere Treffen bleibt keine Zeit mehr, denn Duncan ist Arzt und hat sich als Helfer in einem Kriegsgebiet angeboten.

    Erst Wochen später bemerkt Alexis, dass diese Nacht nicht ohne Folgen geblieben ist. Die Frage ist soll sie es ihm sagen und wenn wie? Immerhin ist er weit weg und noch steht nicht mal wirklich fest, ob er wieder kommt. Als er dann wieder vor ihr steht, wird es wohl Zeit für eine Entscheidung...


    Meinung:

    Die Geschichte um Alexis und Ducan hat mir richtig gut gefallen und eigentlich schon von den ersten Seiten an gepackt.

    Die Geschichte besteht zwar aus einer ganzen Reihe von Klischees a la normale Frau wird von ihrem Prinzen oder eben einem attraktiven Arzt gerettet. Aber zwischendurch lese ich gerne mal solche Geschichten, die sich einfach so hinweglesen lassen und einen auch ein bisschen Schwärmen und Träumen lassen.

    Natürlich ist nicht nur alles Friede, Freude, Eierkuchen. Die Beiden kommen aus sehr verschiedenen Welten, denn Ducan ist nicht nur Arzt sondern auch Sohn einer wohlhabenden Familie, da kommen schon genug Hindernisse zusammen. Aber es gibt auch noch männliche Widersacher, die auch Interesse an Alexis zeigen und so die ganze Geschichte aufregender und dramatischer gestalten. Überhaupt scheint sehr viel dagegen zu sprechen.

    Außerdem bleibt natürlich noch die Situation mit der Schwangerschaft und das sie sich eigentlich kaum kannten, als er zu seinem Auslandsaufenthalt aufgebrochen ist. Sie sind im Prinzip nur zwei Fremde, die einmal einen gemeinsamen Abend verbracht haben. Aber ob daraus mehr werden kann?

    Tatsächlich war die Geschichte trotz der Klischees auch oft noch überraschend und nicht immer absehbar, was noch kommen wird, geschweige denn wie das Ende aussehen wird.

    Die ganze Geschichte wird im Wechsel aus den Sichten der beiden Hauptcharaktere erzählt und lässt so Einblicke ihre unterschiedlichen Leben zu. Zum Beispiel Duncans Auslandseinsatz in einem Krisengebiet, aber auch Alexis Sorgen bezüglich der Schwangerschaft.


    Fazit:

    Wenn man eine wenig anspruchvolle Geschichte für zwischendurch sucht, kann man mit Surprise Delivery nichts falsch machen. Die Geschichte bietet eine gute Brise Romantik, ein bisschen Drama, die ein oder andere heiße Szene aber auch einige unterhaltsame Klischees, die für einige unterhaltsame Stunden sorgen.

    Mein einziger Kritikpunkt ist, dass sich bei der Übersetzung aus dem Englischen einige Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen haben. Das tut aber der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch. Daher 5 Sterne von mir.

  16. Cover des Buches Nomaden der Arbeit: Überleben in den USA im 21. Jahrhundert (ISBN: B081K1M6JT)
  17. Cover des Buches Das Ende des Geldes, wie wir es kennen (ISBN: 9783406757235)
    Alexander Hagelüken

    Das Ende des Geldes, wie wir es kennen

    (1)
    Aktuelle Rezension von: wsch

    Das ist Alexander Hagelüken, leitender Redakteur für Wirtschaftspolitik bei der Süddeutschen Zeitung, nicht zu unterstellen.

    Der Autor berichtet zunächst auf recht amüsante Weise ein wenig von der Geschichte des Geldes, von den verschiedenen 'Produkten' wie Muscheln oder Tulpenzwiebeln, denen ein bestimmter (Tausch-) Wert zugesprochen wurde. Von der Analogie der Flucht in Gold zu Zeiten, als Philipp der Schöne seine Goldmünzen mit Kupfer strecken liess und dem vergleichbaren Verhalten anno 2008.

    Selbstverständlich ist auch Kritik, massive und berechtigte Kritik an dem Wirtschafts- und Entlohnungssystem zu lesen: 

    "Der existentielle Einschnitt der Pandemie, in der sich unterbezahlte Pfleger und Verkäuferinnen als systemrelevanter erwiesen als Banker, sollte den Beginn einer neuen Umverteilung nach unten markieren. [...] Während die verfügbaren Real-Einkommen des bestverdienenden Zehntels in Deutschland seit 2000 um 22 Prozent stiegen, hat das schlechtest verdienende Zehntel weniger als damals.

    Die Ungleichheit weiter zu ignorieren, würde noch mehr Unzufriedene den Populisten zutreiben, die die Demokratie sturmreif schießen." (Seite 133).

    Ebenso selbstverständlich geht der Autor auf die Risiken, die mit Electronic Cash, NFC-Bezahlverfahren, Bitcoin und andere Kryptowährungen wie Ether oder Karatgold Coin ein. Besonders intensiv leuchtet er die dunklen Ecken des Plans von Mark Zuckerberg aus. Der sein weltumspannendes so genanntes 'social media network' in Form von Facebook, Instagram, WhatsApp, Messenger, Groups und was da im Hintergrund noch so alles dazugehören mag, aus. Ganz speziell Zuckerbergs Absicht, eine neue Weltwährung namens Libra zu schaffen. Schnell zu transferieren, grenzenlos einsetzbar, und die alte Zuckerberg-Leier: bringt die Menschheit der Welt noch näher zusammen...

    Die Frage steht im Raum: "Wer wird sich durchsetzen? Die Wahrer der etablierten Geldordnung - oder Digitalkonzerne mit ihrem Gewinnstreben? »Es ist ja ein großartiges Geschäftsmodell von Facebook«, ätzt Peter Bofinger. »Sie produzieren diese Libra-Tokens, das kostet sie nichts, und verkaufen die gegen gutes Geld. Was will man denn mehr haben als Geschäftsidee, dass ich was völlig Wertloses gegen gutes Geld verkaufe?« (S. 164)

    Dem ist nichts hinzuzufügen!


  18. Cover des Buches Mit 21 in U-Haft: Vom Amazon-Kundenservice in die Zelle (ISBN: B0FNY8ZSLS)
    Kevin J. Anderson

    Mit 21 in U-Haft: Vom Amazon-Kundenservice in die Zelle

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Oliver_Stark

    Über Amazon in die Zelle...


    Ein Krimi, der auch eine Biografie ist und ein True-Crime... drei in eins... und man kann wenig sagen darüber oder endlos viel... ja klingt verwirrend, ich weiß... aber hier ist es wirklich so... also fangen wir einfach mal an...


    Die Story verspricht jetzt nicht die größte Spannung... muss sie auch nicht... denn hier zählt die Geschichte zu der Geschichte... der Weg, die Probleme, die Lösungen und alles drumherum... dabei werden ein paar sachen mehr erklärt als andere, was eine gute Mischung ergibt... besonders die Problematik des jungen Protagonisten... und die rechtlichen Grundlagen... aber auch kleine Freundschaften und wie sie scheitern... ja, hier ist so manches verpackt...


    Eine gute kleine Story, wie was laufen könnte und man nicht machen sollte... gut geschrieben... mit kleinen Überraschungen... und ein schönes Cover... ich habe die Story gemocht...

  19. Cover des Buches Trick or treat the King: Das verruchte Kostüm (Seasonal Snacks 4) (ISBN: B09FS76G3N)
    Lara Kalenborn

    Trick or treat the King: Das verruchte Kostüm (Seasonal Snacks 4)

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Brina_beebee

    Trick or treat the King: Das verruchte Kostüm (Seasonal Snacks 4)
    Lara Kalenborn

    Es ist meine erste Geschichte von Lara Kalenborn und ich muss sagen, dass ist wirklich sehr gelungen.

    Kurzgeschichten gefallen mir weil man direkt ab Seite 1 soch im Geschehen befindet.
    Es ist eine kurze, heiße und humorvolle Geschichte.

    Amber hat mit ihren 30 Jahren noch keinen Prgasmus erlebt und tut alles um ebendies zu ändern.
    Nick ist ein alter Schulfreund und besitzt jetzt einen sexclub.

    Zu Halloween geht es heiß her .
    Sehr gelungene Geschichte

  20. Cover des Buches Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich (ISBN: 9783948777029)
    Jens K. Carl

    Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich

    (2)
    Aktuelle Rezension von: IngeborgLoeffler

    Die Morgelgeschichten von Jens K. Carl sind sogenannte „Moderne Märchen“. Sie spielen in der heutigen Zeit und schaffen einen hervorragenden Wechsel von der realen Gegenwart in die Fantasiewelt. Hauptfiguren sind in diesem ersten Teil ein Kobold, namens Munk Orgu-Telas, und das Rehkitz. Es geht in diesem Märchen um Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstlosigkeit innerhalb einer Gemeinschaft aus Pflanzen und Tieren.

    Die Morgelgeschichte ist lustig und ernst zugleich. Durch die einfache kindgerechte Sprache lässt die Handlung schnell verinnerlichen. Das Cover wirkt ein wenig düster, dennoch ist der Inhalt herzerfrischend und unterhaltsam.

  21. Cover des Buches Amazon Echo: Die einfachste Alexa Schritt-für-Schritt Anleitung für Amazon Echo (ISBN: 9781547201631)
  22. Cover des Buches Die Töchter des Zeus. Frauen im antiken Griechenland. (ISBN: B00857HGHK)
    Mary R.: Lefkowitz

    Die Töchter des Zeus. Frauen im antiken Griechenland.

    (1)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Von A wie Amazone bis Z als Zeus dem Vater, dem Ehemann und dem Geliebten.

    Für Griechenland- und Antikenfans ein Muss für den Überblick übe die großartigen Damen der damaligen Zeit.

    Was vorwiegend eine Männerherrschaft war, hatte einiges an machtgierigen Frauen bieten. Ein wunderbarer Einblick, sachlich, spannend und lehrreich!
  23. Cover des Buches Drei Sätze für den Autor - Schreib die verdammte Rezension! (ISBN: B07J477WV7)
    Norma Banzi

    Drei Sätze für den Autor - Schreib die verdammte Rezension!

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Ulrike_Berlik

    Es muss nicht immer eine detailgenaue Abhandlung sein. Genau das erklärt uns die Autorin in neun sehr kurzen Kapiteln.


    Sie hat einleitend als einfaches Beispiel 'Romeo und Julia' gewählt.
    Ob in deutsch oder einer anderen Muttersprache, ob mit Rechtschreibfehlern oder perfekt … eine Rezension ist besser als keine und genau das vermittelt sie straff und wirkungsvoll.

    In diesem Sinne habe ich den kurzen Leitfaden direkt rezensiert.
    Als Verlag ist Edition Banzini angegeben mit Veröffentlichungsdatum 2018.
    Von mir klare Leseempfehlung.

  24. Cover des Buches Schnauze, Alexa! (ISBN: 9783864892516)
    Johannes Bröckers

    Schnauze, Alexa!

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Inoc
    Am 2. November 2018 erschien das Taschenbuch „Schnauze, Alexa!“. Dieses Sachbuch hat Johannes Bröckers geschrieben. Es kostet 7,50 €, ist jedoch auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich. Im sehr kleinen Format hat dieses Büchlein nur 96 Seiten und ist beim Westend Verlag erschienen.
    Der Titel besticht sofort und hat mich gleich angesprochen. Auch die signalhafte orangene Farbe sowie der wütende Smiley bewirken, dass der aufmerksame Leser, die aufmerksame Leserin einen Blick in dieses aufklärende Buch wirft.

    Klappentext:
    Fast alle kaufen bei Amazon – ist ja so bequem. Die Innenstädte veröden, die Straßen verstopfen und die Papiertonnen quellen über. Die Hersteller von qualitativen Waren werden ökonomisch ausgepresst, kopiert (Amazon produziert dann gleich günstiger selber) und die Konzentration auf allen Ebenen nimmt unaufhörlich zu. Und noch schlimmer: Alexa hört weltweit in allen Wohnstuben alles mit, auch die intimsten Informationen über uns kennt der weltweit größte Händler – und könnte heute schon entscheiden, was er uns morgen verkaufen will – noch fragt er uns vorher, aber bald kommt es von selber bei uns an. Amazon weiß ja auch, was wir gerne lesen und so rund um die Uhr auf unseren Amazon-Bildschirmen schauen, und wo wir dann das Buch aus Langeweile zuschlagen – da lässt man doch gleich leichter verdaubares schreiben und liefert dies an den inzwischen vollkommen unmündigen Konsumenten. Da hilft nur zu sagen „Schnauze, Alexa“!

    Meine Meinung:
    „Schnauze, Alexa!“ ist ein kleines Taschenbuch in E-Book-Reader-Format, das man in Spielfilmlänge lesen kann und viele interessante Informationen rund um das Großunternehmen Amazon bereithält.
    In gut verständlicher Sprache und kurzen informativen Kapiteln klärt der Autor Johannes Bröckers auf und rechnet mit Amazon ab. Dabei spricht er nicht nur die neueste Innovation Amazons die sprechende und hörende Alexa an, sondern hat auch Interessantes über Jeff Bezos, dem Gründer Amazons, über die Logistikzentren, Amazon Echo und Prime, Amazon Marketplace, Amazon Web Services und weiteres zu erzählen. Dabei zeigt er ein ziemlich erschütterndes Zukunftsszenario für unsere digitale Zukunft auf. Diese muss so natürlich nicht eintreten. Dennoch kann niemand vorhersehen, wie sich unser Kauf- und Medienverhalten auf unser Leben auswirken wird. Es lohnt sich darüber nachzudenken und so glaube ich, dass jeder Deutsche mit einem Amazon-Konto dieses Büchlein lesen sollte. Auch wenn er weiterhin auf Amazon klickt, so ist dies zumindest eine bewusste Entscheidung.
    Ich würde mir natürlich ähnlich wie der Autor wünschen, eher heute als morgen mein Konto zu löschen. Oder bin ich wie so viele Kunden zu bequem mein Kaufverhalten zu überdenken, mich von meiner Couch zu erheben und in die Stadt zu begeben?
    Heute muss jeder mündige Bürger entscheiden, wie wir morgen leben wollen. Soll ich die in Plastik eingewickelte Gurke im Supermarkt kaufen und klicke bei Amazon auf den Kaufbutton, weil ich unbedingt das neueste Buch am Erscheinungstag erhalten muss?
    Gerade hier liegt auch mein großer Kritikpunkt an diesem wirklich gutem Sachbuch. Wieso in Gottes Namen kann ich dieses Buch bei Amazon kaufen??? Wie widersinnig ist das und wie unglaubwürdig macht sich Johannes Bröckers damit?
    Ja, er hat zugegeben, dass er selber ein Amazon-Konto hat, doch muss er gleich sein kleines „Kauf nicht bei Amazon“-Büchlein hier vermarkten? Das kann ich nicht verstehen!!!
    Auch hätte ich mir ein paar wissenschaftliche Belege gewünscht. Johannes Bröckers liefert viele Fakten und Zahlen und gibt auch am Ende Literatur und Links an, jedoch hätte ich gerne gewusst, welche Information, welche Zahl zu welcher Quelle gehört. Nun muss ich darauf vertrauen, dass Johannes Bröckers gut recherchiert hat, seine Angaben alle stimmen oder ich durchforsche in Eigenregie seine Quellen.

    Fazit: „Schnauze, Alexa!“ ist ein gut aufgearbeitetes Sachbuch über den Giganten Amazon, nach dessen Lektüre keiner mehr sagen kann, das habe ich nicht gewusst. Ich vergebe abzüglich meiner Vermarktungs- und Zitierkritik **** Sterne für Johannes Bröckers Buch.

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