Bücher mit dem Tag "amazonen"
29 Bücher
- Jennifer Estep
Frostkuss
(2.709)Aktuelle Rezension von: Wauwuschel-- Reread nach über 10 Jahren --
Gwen Frost ist das unscheinbare Gypsy-Mädchen mit einer seltsamen Gabe und keinen Freunden. Ganz neu auf der Mythos Academy muss sie sich erst einmal mit den Göttern, der Magie und den unterschiedlichen Gruppen auseinandersetzen. Als ein Mädchen ermordet wird, versucht sie schließlich als Einzige, den Fall aufzuklären.
"Aber irgendwie würde ich Antworten auf meine Fragen finden. Schließlich war ich Gwen Frost, das Gypsymädchen, das Dinge sah. Das Mädchen, das man anheuerte, wenn man etwas verloren hatte." -Gwen
Es ist schon mehr als 10 Jahre her, seitdem ich die Mythos-Academy-Reihe gelesen habe. Deswegen habe ich gedacht, dass es allmählich an der Zeit ist, einen Reread-Marathon zu starten, um zu schauen, ob die Bücher wirklich so gut sind, wie mein früheres (jugendliches) Ich gedacht hat und muss sagen: Ja, das sind sie auf jeden Fall. Sie waren früher schon ein voller Erfolg und sind es auch jetzt noch. Tatsächlich sind ohne Ausnahme alle Bücher von Jennifer Estep lesenswert und das schließt diese Reihe ohne Frage mit ein. Das neue wie das alte Cover sind schön und der Schreibstil liest sich wunderbar flüssig, auch wenn es auf den ersten Seiten gewöhnungsbedürftig war, nur aus einer Sichtweise zu lesen. Ich schließe Gwen ganz neu in mein Herz und habe das Buch in wenigen Stunden durchgelesen.
Schon das Setting und die Idee des Buches sind hammermäßig. Wir befinden uns in einer Akademie, in der Schüler verschiedener Gruppen, zB. Amazonen, Walküren, Wikingern oder Spartanern, das Kämpfen lernen. Der Unterricht hat zum Teil normale Inhalte und zum anderen Teil werden die jungen Erwachsenen in ihren speziellen Kräften und Magien geschult. Dabei wurden Mythen aus aller Welt vereint, sodass wir nicht nur griechische und nordische Mythologie mit deren Göttern haben, sondern auch chinesische, indische und viele mehr. So bleibt es abwechslungsreich und es wird nie langweilig. Auch der Grundkonflikt mit den Schnittern Vs die Guten wurde gut aufgegriffen und wir haben somit einen roten Faden, der sich durch die ganze Reihe zieht. Wahrscheinlich hat mit diesem Buch meine Liebe zur Mythologie und Academy-Romanen begonnen.
Jetzt könnte man meinen, dass dieses Buch an sich ziemlich klischeebehaftet ist, doch es bleibt in meinen Augen einzigartig und ist wie schon gesagt vor so vielen ähnlichen Romantasy-Romanen erschienen. Ja, unsere Protagonistin hat einzigartige Fähigkeiten; Ja, sie steht im Zentrum der Handlung; Ja, es entwickelt sich ganz langsam eine Liebesgeschichte (mehr dazu hoffentlich in den nächsten Bänden); Ja, Gwen ist besonders. Doch es wurde so schlau eingefädelt, dass das alles nichts ausmacht und man die Geschichte bis aufs Äußerste genießt. Es bleiben spannende und actiongeladene Szenen übrig, in denen man mitfiebert, egal ob die Protagonistin gerade ganz klischeehaft mit ihrem Schwarm beim Ball tanzt oder nicht.
Hier bietet es sich gut an, etwas über die Personen zu sagen, die meiner Meinung nach charakterstark und vielfältig gestaltet wurden. Gwen ist ein eher ruhiges Mädchen, das irgendwie versucht in einer unbekannten Umgebung zu überleben. Sie hat Humor, ist teilweise selbstbewusst und im restlichen Abschnitt arbeitet sie an sich selbst und weiß, wann sie Hilfe von Außen braucht. Dabei ist sie sich nicht zu schade, sich retten zu lassen und gesteht sich ihre Gefühle offen ein. Die Protagonistin macht sogar den ersten Schritt und ist einfach authentisch und sympathisch mit großem Potenzial für eine Charakterentwicklung.
Was mir besonders gut gefallen hat war, dass sie in der ersten Hälfte des Buches sagt, keine Freunde zu haben und wirklich keine hat und somit alles im Alleingang startet. In anderen Büchern versucht die Protagonistin, wichtig zu sein, mit dem Satz: Ich habe keine Freunde. Und am Ende hat sie eigentlich eine BFF und die anderen sprechen mit ihr. Hier wird Gwen wirklich ignoriert und sie versucht den Todesfall im Alleingang zu lösen und über Seiten hinweg haben wir nur sie allein. Damit hat die Autorin uns Gwen ein Stück näher gebracht und das ist wundervoll.
Daphne wird erst später eingeführt und die beiden passen zusammen, aber hier werde ich mehr im zweiten Buch drauf eingehen. Auch der Love-Interest Logan kommt erst spät ins Spiel und es passiert auch nicht wirklich was. Mit den Charakteren und deren Beziehungen wird sich Zeit gelassen, sodass die Handlung langsam ins Rollen gerät. Wir haben praktisch ein paar Szenen, in denen er Gwen hilft und sie sich näher kommen, mehr nicht und diese natürliche Entwicklung ist sehr gut gelungen. Natürlich erwartet man hier in den Folgebänden mehr und es kann noch alles passieren. Auch andere Personen, wie das tote Mädchen, die Verdächtigen, Professoren und Mitschüler werden gut in die Geschichte integriert und es wurde eine gute Basis geschaffen.
Zum Schluss gebe ich meine Meinung noch zum Inhalt dazu, denn dieser war ausschlaggebend dafür, dass ich weiter und immer weiter gelesen habe. Die Geschwindigkeit ist langsam und man kommt erst entspannt an der Akademie an, während anschließend der Mord und danach die Suche nach dem Mörder anstehen. Es gibt Pausen dazwischen, wo wir Gwen kennenlernen und Hintergründe sowie Intrigen im Dunklen herausfinden. Außerdem endet es in einem fesselnden Finale, wodurch man direkt weiterlesen möchte. Alles passt einfach so gut zusammen und greift schön ineinander, wodurch man eine einzigartige Erfahrung macht. Noch einmal hervorheben möchte ich Gwens Gabe der Psychometrie, die durch ihre Einmaligkeit überzeugt. Daraus kann sich noch viel entwickeln und wir haben den Kick, der ein Leseerlebnis erst richtig spannend macht.
Insgesamt kann ich diese Reihe wirklich jedem ans Herz legen und selbst nach so vielen Jahren überzeugt sie ausnahmslos!
- C.M. Spoerri
Die Legenden von Karinth (Band 1)
(63)Aktuelle Rezension von: Antje_AubelDie Geschichte wird abwechselnd aus vier Perspektiven erzählt: Maryo, einem Waldelfen und Leibwächter, der Elfenprinzessin Amyéna, die vor ihrem frisch angetrauten Ehemann flieht um auf den fernen Kontinent Karinth zu reisen, der menschlichen Magierin und Kapitänin Edana, die aufgrund eines Zufalls mehrfach von Maryo gerettet wird und Thesalis, einer Amazone in Karinth.
Bis auf Maryo erfährt man leider zu keiner der Figuren besonders viel, sodass insbesondere Amyéna und Edana oft auf ihre Beziehung zu dem Elfenkrieger reduziert scheinen. Während Amyéna aufgrund des Standesunterschieds nicht mit Maryo zusammen sein darf und ihm ihre Gefühle deswegen nie gezeigt hat, zeigt Edana ihm deutlich was sie will und stürzt ihn so aufgrund seiner Vorurteile gegenüber Menschen in Selbstzweifel.
Thesalis Rolle im ersten Band liegt hauptsächlich in der Erklärung und dem Aufbau eines alten Konflikts zwischen Amazonen und Elfen, welche beide die Wälder von Karinth für sich beanspruchen.
Die Handlung ist wie auch die Figuren eher simpel und geradlinig. Für jede Hürde, die die Protagonisten überwinden müssen, ist gleich auch eine Lösung parat. Jede Gefahr wird im Laufe weniger Seiten bezwungen, sodass alles in allem für mich nie wirklich echte Spannung aufkommen wollte.
Angenehm fand ich, dass die durch die Anziehung zwischen den Figuren bedingten expliziten Szenen angedeutet, aber nicht detailliert ausgeführt wurden.
Schreibstil und Sprache sind leicht und lassen sich flüssig lesen. Auch durch die kurzen Kapitel und die häufigen Wechsel der Erzählperspektive bleibt das Buch interessant und kurzweilig.
Da mich bereits ein anderes Buch der Autorin absolut begeistert hat, bin ich vom Auftakt der Legenden von Karinth fast schon enttäuscht, werde aber trotzdem auf jeden Fall weiterlesen. Ich hätte mir etwas mehr Komplexität, sowohl in Figuren und Handlung als auch in der Welt selbst gewünscht, denke aber, dass das Buch für junge erwachsene Fantasy-Begeisterte wirklich empfehlenswert ist. - Leigh Bardugo
Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen
(268)Aktuelle Rezension von: MsGeanyAchtung, dieser Text kann Spoiler enthalten!
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, schon alleine, weil ich ein großer Fan von Wonder Woman bin. Ich liebe die Filme wirklich sehr und war gespannt, was mich in dieser Version erwarten würde.
So hat es dann auch nicht lange gedauert, dass ich es angefangen habe zu lesen, nachdem es bei mir eingezogen ist.
Auf den ersten Seiten, während Diana auf der Insel war, haben mich augenblicklich in ihren Bann geschlagen und dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Es war einfach unfassbar gut und der ganze Stil hat mich, Seite für Seite, mehr in seinen Bann gezogen.
Tatsächlich kam der erste Knick für mich, als dann das Mädchen auf die Insel gebracht wurde.Schnell stellte sich mir die Frage, warum eine solch Stolze und Pflichtbewusste Frau, die genau weiß, warum die Erde bebt und ihre Familie droht zu sterben, nichts dagegen unternimmt, sondern weiter versucht, eine Fremde versteckt zu halten? Ich kann zwar den Widerspruch verstehen, dass sie auch diese Person nicht in Gefahr bringen wollte, aber dennoch hätte an dieser Stelle deutlich früher etwas passieren müssen.
Das ganze Buch hatte dennoch einen tollen Spannungsbogen, welcher sich nach und nach aufbaute. Dennoch gab es das ein oder andere bei dem ich ganz klar sagen muss, dass es mich sogar sehr gestört hat. Wie in so vielen Büchern fand ich auch hier, dass di Diversität erzwungen wirkte und vor einem sehr wohlhabenden und privilegierten Hintergrund im Großen und Ganzen stattfand.Zum Ende hin überschlugen sich dann die Ereignisse und es passierte eines nach dem anderen. Es wurde immer mehr und irgendwann kam dann eine Stelle, wo die Autorin den Mut hatte, Protagonisten sterben zu lassen. Immerhin passiert das grade in Jugendbüchern viel zu selten.
Leider wurde genau das am Ende alles wieder umgedreht und es haben alle, dank dem Eingriff der Götter, überlebt. Etwas, was für mich das Ende tatsächlich total ruiniert hat. Ich konnte und wollte einfach nicht verstehen, warum? Eventuell hätte ich es verstanden, wenn es irgendeine eine Person gewesen wäre, wo es durchaus auch gepasst hätte. Aber nicht so wie es passiert ist und so ohne, dass etwas negatives hinterblieben ist.
Prinzipiell hatte ich das Gefühl, dass am Ende alles darauf ausgerichtet war, ein schönes und auch rundes Happy End zu erzeugen egal was dafür an Harmonie in dem Buch geopfert werden musste.
Dennoch hatte ich einige wirklich schöne Stunden in dem Buch und ich habe es wahnsinnig gerne gelesen, auch wenn mir das Ende nicht gefallen hat. - Rick Riordan
Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen
(124)Aktuelle Rezension von: wordworldAls Fan von Rick Riordans Percy Jackson Universum kommt man um die beiden Bände "Percy Jackson erzählt" nicht herum, weshalb ich sie in den letzten Tagen als Hörbücher gehört habe. In den Bänden rund um Götter- und Heldensagen liefert er eine urkomische, zugleich lehrreiche Nacherzählung der griechischen Mythen. Dabei decken die Bücher den gesamten Bogen der griechischen Mythologie ab: Beginnend bei der Entstehung des Universums und der Geburt der Titanen, über den Aufstieg der zwölf Olympier, den ersten Monstern bis zu den Halbgöttern, die zu bekannten Heldinnen und Helden werden, werden die wichtigsten Mythen und Figuren abgedeckt. Vieles wusste ich dabei schon, einiges war mir aber auch neu, sodass die beiden Bände mindestens so lehrreich wie kurzweilig sind.
"Also los geht’s. Zuerst werde ich euch erzählen, wie die Welt erschaffen wurde. Dann gehe ich eine Liste von Göttern durch und gebe zu jedem meinen Senf dazu. Ich hoffe nur, ich mache sie nicht so wütend, dass sie mich einäschern, ehe … AAAHHHHHHHHHH! War nur ein Witz. Bin immer noch hier. Also, jedenfalls fange ich jetzt mit dem griechischen Schöpfungsbericht an, der übrigens das totale Chaos ist. Setzt eure Schutzbrillen auf und zieht einen Regenmantel an. Es wird Blut fließen!"
Das Beste an den Büchern: Sie werden wie der Titel schon sagt aus der Perspektive unseres Lieblingshelden Percy erzählt. Das gibt dem Erzählstoff einen unterhaltsamen, persönlichen Touch. Mit typisch schwungvollen Schreibstil mit grandiosem Humor, der weder die Handlung noch seine Figuren zu ernst nimmt wird die griechische Mythologie augenzwinkernd zum Leben erweckt. Wo man an der passgenauen Darstellung der Mythologie Rick Riordans frühere Tätigkeit als Geschichtslehrer ablesen kann, erkennt man in seinem Schreibstil wieder, dass er auch Englisch unterrichtet hat. Der vielfach ausgezeichnete Jugendbuchautor sorgt hier mit ganz viel Charme dafür, dass Groß und Klein sich für jahrhundertalte Mythen begeistern. Mit von der Partie sind natürlich auch wieder die irrwitzigen Kapitelüberschriften, die Percys Markenzeichen sind. So lesen wir beispielsweise Kapitel mit den Titeln "Artemis lässt das Todesschwein los", "Psyche zweckentfremdet eine Dose Schönheitscreme", „Apollo singt, tanzt und erschließt Leute“, "Atalante vs. drei Stück Obst: der tödlichste Kampf aller Zeiten" oder „Zeus killt sie alle“. Wer möchte da nicht sofort losstöbern?!?
"Trotzdem schrie er: »Meine Geschwister, ein Prosit! Mit uns beginnt ein goldenes Zeitalter!" Und wenn ihr auf jede Menge Lügen, Diebstahl, Verrat und Kannibalismus steht, dann lest weiter, denn in dieser Hinsicht war es definitiv ein goldenes Zeitalter."
Allerdings sollte man sich nicht von der lustigen, kindlichen Aufmachung täuschen lassen - da die griechischen Mythen bekanntermaßen recht brutal sind, sollte man die Altersempfehlung einhalten. Auch wenn einige Szenen entschärft und in den Worten eines Teenagers verpackt werden, geht es nun mal immer wieder um mit der Sense zerstückelte Körper, lebendig verschlungene Götter oder abgezogene Haut. So sollte man durchaus ernst nehmen, wenn Percy uns warnt, bevor es ans Eingemachte geht: „Wenn ihr wollt, könnt ihr euch jetzt übergeben. Oder wartet noch, es wird noch schlimmer...“. Auch wenn dem Autor an den allermeisten Stellen die Balance zwischen jugendlicher Verpackung und realistischer Wissensvermittlung sehr gut gelingt, muss ich allerdings ergänzend kritisch anmerken, dass er es manchmal leider verpasst, das Verhalten der Götter in den richtigen Kontext zu setzen. Besonders übergriffiges Verhalten und Machtmissbrauch der Götter wird oft verharmlost. Wenn hier Titaninnen, Göttinnen oder Sterbliche sexuelle Gewalt erfahren, darf diese gerne auch als solche benannt werden. Dennoch: Trotz kleiner Schwächen gelingt Rick Riordan hier eine erfrischende, pointierte und äußerst unterhaltsame Nacherzählung der griechischen Mythologie.
"Aber der beste Grund, über die alten griechischen Götter zu lesen, ist, dass ihr euch danach besser fühlt. Egal, wie übel das Leben euch gerade mitspielt, diese Jungs und Mädels waren noch viel schlimmer dran. Die haben bei den himmlischen Strohhalmen wirklich den kürzeren gezogen"
Fazit
Mit "Percy Jackson erzählt Götter- und Heldensagen" beweist Rick Riordan einmal mehr, dass er Geschichten wie kein Zweiter zum Leben erwecken kann. Wer Percy Jackson liebt, wird auch diese beiden Bände verschlingen. Und selbst wer die Mythen schon kennt, entdeckt sie hier neu: chaotisch, brutal, – und vor allem urkomisch.
- C.M. Spoerri
Die Legenden von Karinth (Band 2)
(32)Aktuelle Rezension von: Antje_AubelDie Geschichte wird weiterhin aus den in Band 1 bekannten Perspektiven erzählt und schließt nahtlos an den Vorgängerband an.
Was die Figuren betrifft, wurden ein paar der offenen Fragen und Rätsel aus ihrer Vergangenheit aufgeklärt, vieles bleibt jedoch weiterhin schwammig. Auch die Interaktionen zwischen den Figuren fand ich hätten ein bisschen mehr Tiefe haben können. So wird zwar beispielsweise wieder beschrieben, wie Maryo und Edana sich ineinander verlieben, jedoch waren die Emotionen für mich nicht spürbar.
Das selbe gilt auch für die eigentlich spannenden Stellen oder zum Beispiel auch als es um Verlust geht: es wird erzählt, wie sehr der Verlust den Figuren nahegeht, aber beim Lesen kamen die Emotionen nicht bei mir an.
Die Handlung entwickelt sich deutlich schneller als im ersten Band und hat auch ein paar unvorhersehbare Wendungen, was ich sehr interessant fand. Gut gefallen hat mir außerdem, dass die Protagonisten nicht mehr jedes Problem im Handumdrehen lösen können - auch wenn das gefühlt immer noch für viele kleinere Dinge zutrifft, die dann innerhalb weniger Absätze abgehandelt werden. Der Eindruck ziemlich robuster Plot-Armor hält sich hartnäckig, macht aber das Lesen auch entspannter, da sowieso ziemlich klar ist, wem kaum etwas passieren wird.
Das Buch endet wie auch Band 1 mit einem Cliffhanger.
Für mich war die Fortsetzung sehr kurzweilig zu lesen. Ich werde die Serie, auch wenn sie bisher nicht ganz meine Erwartungen erfüllen konnte, weiter verfolgen, da ich gespannt bin, wie die Handlung weiter verläuft und die Geschichte ausgeht. - Marion Zimmer Bradley
Die Feuer von Troia
(313)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinIch habe als Teenager diesen Roman in einem Rutsch verschlungen. Auslöser war ein Buch über Griechische Götter, welches ich 1992 in einem Griechenland-Urlaub erworben hatte und welches eine sehr gute Grundlage darstellte. Gefallen hat mir, dass bei Zimmer Bradley Odysseus & Co. nicht als makellose, pfiffige Helden (Odysseus, Achilles) dargestellt werden, wie es bei Homer oder in alten Filmen oft der Fall ist, sondern als Männer, die mit allen Mitteln einen Krieg gewinnen wollen und dafür auch vor Kindermord (Astyanax) und Leichenschändung (Penthesilea, Hektor) nicht zurückschrecken. Leider unterstreicht der Roman auch am Beispiel von Cassandra und auch Andromache die Macht- und Hilflosigkeit von Frauen in solchen Kriegen.
- Dani Aquitaine
Ainias Geheimnis
(52)Aktuelle Rezension von: Coffeegirl83Hier handelt es sich um den ersten Band einer Reihe.
Themiskyra vor dem Zerfall.
Die 17 jährige Ainia lebt in Themiskyra, umgeben von Wald und natur, fernab von der Moderne, bei den Amazonen. Die Schufterei und Eintönigkeit langweilt sie und sie reitet immer wieder in die nahegelegene Kleinstadt um sich auf ihre ganz eigene Art zu vergnügen. Dort trifft sie auf den charmanten Kassian. Heimlich unternimmt sie mehr mit ihm und er zeigt ihr ein ihr unbekanntes Leben. Geld, Luxus, Freiheit, Liebe.
Bald trifft Ainia eine folgeschwere Entscheidung, die viel mehr Gefahr verbirgt, als sie es je geahnt hätte, und auch ihre Zukunft steht auf dem Spiel.
Meine Meinung:
Nachdem ich die Themiskyra Bücher rund um Ell gelesen habe, die mich total gepackt haben, war ich sehr neugierig auf Ainias Geschichte. Sie ist anders und doch ähnlich, aber vor allem wieder sehr gelungen.
Ich mag den Schreibstil von Dani Aquitaine sehr. Flüssig lässt sich ihre Story lesen und sie bringt die Charaktere authentisch rüber. Ganz besonders bei der Protagonistin Ainia.
Ainia ist definitiv keine Heldin. Sie hat nicht nur ihre Ecken und Kanten, man könnte sie sogar als kleine Gaunerin bezeichnen, wenn man so an ihren Zeitvertrieb denkt. Sie hat eine eigenwillige Art zwischendurch aus dem harten und eintönigen Leben als Amazone auszubrechen. Es ist nicht richtig, was sie tut, und doch konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und verstehen. Rebellin, ein Wort, was sie gut beschreibt.
Die Geschichte wird aus Ainias Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Da bekommt man einen guten Eindruck in ihre Gedanken- und Gefühlswelt.
Neben dem Leben in der Amazonenstadt, in der Frauen sich nicht verlieben dürfen, spielen Ainias Gefühle doch plötzlich verrückt, als sie auf Kassian trifft. Der charmante Mann, der ihr völlig selbstlos aus einer sehr prekären Situation geholfen hat. Gefühle, tja, die waren nun wirklich nicht vorgesehen. So geht die junge Amazone ein Risiko mit den heimlichen Treffen ein.
Die Spannung kommt hier nicht zu kurz. Denn durch Ainias zweifelhaften Zeitvertreib gerät sie immer wieder in gefährliche Situationen. Sie, als kampferprobte Amazone, behält einen kühlen Kopf. Kassian, für den solche Situationen nicht normal sind, ebenfalls. Das ist der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Kassian war viel zu cool in brenzligen, in gefährlichen Momenten. Da hab ich doch mehr Unsicherheit, mehr Angst erwartet. Ihm seine fast schon Gelassenheit abzukaufen, ist mir ehrlich gesagt nicht sonderlich gelungen.
Auch ansonsten kam er mir eher unscheinbar vor.
Fazit:
Ein interessanter Auftakt mit einer Protagonistin, die Fehler macht, die sie in große Gefahr bringen und lernt, dass ihr Handeln auch Konsequenzen hat. Spannend und mitreißend erzählt, dass es einfach Lust auf mehr macht. Ich bin gespannt wie Ainias Geschichte weiter geht.
Ich gebe 4 ½ von 5 Sternen.
- Nora Bendzko
Die Götter müssen sterben
(96)Aktuelle Rezension von: BeiterSonjaDas Buch ist eine moderne Neuerzählung der Geschichten über die Amazonen. Es ist sehr düster und blutig geschrieben.
Was mir gefallen hat:
Die Idee hinter der Geschichte ist spannend. Es geht um starke Frauen, die gegen die grausamen Götter kämpfen. Die Stimmung im Buch ist sehr ernst und dunkel, was mal etwas anderes ist als die typischen glücklichen Sagen.
Was mir nicht so gefallen hat:
Leider war die Geschichte für mich zwischendurch sehr schwierig zu lesen. Das Erzähltempo war oft langsam und ich konnte keine richtige Verbindung zu den Hauptfiguren aufbauen. Manche Stellen waren mir auch ein bisschen zu kompliziert geschrieben, sodass ich nicht immer genau wusste, was gerade passiert.
Fazit:
Ein interessantes Buch für Leute, die sehr düstere Fantasy und griechische Mythen mögen. Für mich war es aber leider nur Mittelmaß, da mir die Spannung und die Sympathie für die Charaktere gefehlt haben.
- Eiichiro Oda
One Piece 53
(25)Aktuelle Rezension von: Chianti_ClassicoIm Kampf gegen Bartholomäus Bär verschwindet einer nach dem anderen und schon bald ist Ruffy der einzige Strohhut, der noch steht. Doch auch er wird von dem Samurai erwischt und auf die Insel Amazon Lily geschleudert, einer Insel, auf der Männer verboten sind und die von Boa Hancock, der Piratenkaiserin mit eiserner Hand regiert wird.
"Die Veranlagung eines Königs" von Eiichiro Oda ist der dreiundfünfzigste Band der One Piece Reihe.
Auch dieser Band war von der ersten Seite an spannend, denn nachdem Zorro im Kampf gegen Bartholomäus Bär verschwunden ist, hat dieser es auf die anderen Strohhutpiraten abgesehen und Ruffy kann nur zusehen, wie seine Freunde einer nach dem anderen verschwinden und auch er selbst wird weggeschleudert. Er landet auf Amazon Lily, einer Insel, auf der nur Frauen leben und Männer nicht geduldet werden.
Mir hat dieser Band deutlich besser gefallen, als ich gedacht hätte! Ich mag Boa Hancock nicht besonders, aber Ruffys Ankunft auf Amazon Lily und die Bewohner der Insel haben mir richtig gut gefallen und auch die Handlung war richtig spannend!
Ruffys Ziele ändern sich am Ende des Bandes, denn bevor er sich auf den Rückweg zum Sabaody Archipel begibt, muss er noch einen Umweg einlegen. Der Impel Down Arc steht bevor und ich bin gespannt, wie dieser mir gefallen wird!
Fazit:
"Die Veranlagung eines Königs" von Eiichiro Oda hat mir deutlich besser gefallen als gedacht! Es war von der ersten Seite an richtig spannend und ich mochte Amazon Lily und seine Bewohner richtig gerne! Ich freue mich auf den nächsten Band!
- C.M. Spoerri
Die Legenden von Karinth (Band 3)
(24)Aktuelle Rezension von: Antje_AubelDer dritte Band der Reihe schließt wieder nahtlos an den Vorgänger an. Zu den bekannten Erzählperspektiven kommt eine neue Perspektive hinzu: Darien, ein Magier aus Karinth.
Ich hatte den Eindruck, dass sich die Figuren alle im dritten Band deutlich stärker entwickeln als in den ersten beiden Bänden und dabei auch einiges an Tiefe gewinnen. Es werden zudem weitere Rätsel aus der Vergangenheit der Figuren aufgelöst, wobei größere Zusammenhänge sichtbar werden.
Auch die Handlung gewinnt im dritten Band zunehmend an Komplexität: durch die verschiedenen Interessen der Figuren und verschiedenen Parteien zeichnen sich zum ersten Mal auch Verrat und Intrigen ab und lassen die Handlung endlich wirklich spannend werden. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass die Protagonisten zum ersten Mal in echte Bedrängnis geraten und Probleme nich innerhalb eines einzelnen Kapitels gelöst werden können, sondern nachhaltig die Handlung beeinflussen.
Ein wenig schade fand ich, dass mit der weiteren Entwicklung der „Legende von Karinth“ auch Götterfiguren bzw. Figuren mit gottgleichen Eigenschaften eingeführt wurden, da ich den Eindruck habe, das könnte das Gleichgewicht im Worldbuilding negativ beeinflussen - da hoffe ich darauf, dass das Finale das geschickt löst und die Logik nicht bricht.
Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt bei dieser Reihe Geduld zu beweisen und trotz des eher schwachen Starts in den ersten beiden Bänden dranzubleiben. Ich bin sehr gespannt auf den finalen Band 4 der Reihe.
Daher eine Leseempfehlung für alle, die High-Fantasy Jugendbücher mit Liebesgeschichte mögen. - Éléonore Devillepoix
Die Stadt ohne Wind - Arkas Reise
(139)Aktuelle Rezension von: ninawirths»Stadt ohne Wind« lag einfach super lang auf meinen SuB, weil irgendwie nie der richtige Moment dafür war.
Als ich angefangen habe, in Arkas Geschichte einzutauchen, war ich fest entschlossen, dass das ein Jahreshighlight wird! Es startete so magisch, spannend und charmant, besonders Arka mit ihrem niedlichen Charakter konnte mich überzeugen.
Wir tauchen hier in eine magische Welt, die sehr komplex und vor allem mal erfrischend war. Dank des wirklich tollen Sprachstils konnte ich mir alles gut vorstellen und musste hin und wieder schmunzeln.
Aber zur Mitte hin schwindet die anfängliche Begeisterung. Es wird extrem politisch, wir begleiten die Protagonisten auf diversen Ratsitzungen und es wird stellenweise sehr langweilig. Außerdem wusste ich irgendwann auch nicht mehr, wer jetzt gegen wen kämpfte, und weshalb.
Lastyanax - ein Magieschüler, der in den Rat aufgenommen wird, war zu Beginn spannend und lustig beschrieben, aber sein Charakter macht keine nennenswerte Entwicklung. Im Gegenteil: aus mir unerfindlichen Gründen ist er Arka gegenüber ungehobelt, gereizt und unfreundlich, obwohl er nur wenige Jahre älter ist.
Arka an sich ist da schon viel interessanter, weil wir nur stückchenweise etwas über ihre Vergangenheit erfahren.
Aber generell dieses „stückchenweise“ ging mir während des Lesens immer wieder auf die Nerven. Irgendwann wusste ich nicht mehr, wieso alles passierte, weil irgendwie nichts erklärt wird und zum Ende dann alles. Das war mir dann zu viel Infodump. Am Anfang werden Begrifflichkeiten nicht erklärt, was teilweise zu Verwirrungen führte. Es gab immer einen „Lemuren“ und ich dachte immer, damit war ein Affee gemeint. Was es dann tatsächlich ist, wird ganz zum Ende erklärt. Übrigens ist das Ende unerwartet und überraschend brutal.
Ich möchte dennoch wissen, was mit Arka passiert, da ich sie wegen ihrer Fähigkeiten und Vergangenheit sehr interessant finde.
Von mir gibts 3 von 5 Sterne
- Sascha Eichelberg
The A-Files
(19)Aktuelle Rezension von: thenerdybookbird32 Kurzgeschichten sind in dem Kurzgeschichtenband „A-Files“ von Sascha Eichelberg zu finden. Dabei erwartet den Leser eine bunte Mischung aus unterschiedlichen Genres und Schreibstilen, sodass die verschiedensten Geschmäcker angesprochen werden. Allen gemeinsam ist das übergeordnete Thema: das Leben der Amazonen. So findet man Geschichten mit einem historischen Bezug, Geschichten über Geheimorganisationen, Geschichten über vertauschte Geschlechterrollen, Geschichten in einer dystopischen Zukunft oder aber einfach nur überdrehte, lustige Geschichten. Die Szenarien der Geschichten sind auch bunt durcheinandergewürfelt: epische Schlachtfelder, die geheimnisvolle Tiefe des Meeres, labyrinthartige Dschungel, andere Planeten und Zeitebenen oder eine sogar actionreiche Zugfahrt.
Für mich war es der erste Kurzgeschichtenband, den ich gelesen habe und ich wusste zuerst nicht, ob mir diese Art der Erzählung gefällt, da man sich doch sehr schnell auf neue Szenarien und Charaktere einstellen muss. Oft ist es mir passiert, dass ich nach einer guten Kurzgeschichte gerne mehr davon gelesen hätte oder es mir lieber gewesen wäre, mehr von der einen Kurzgeschichte zu lesen, aber weniger von einer anderen. Jedoch muss ich sagen, dass der Autor alles in allem eine gute Mischung zusammengestellt hat, die wirklich für jeden etwas enthält.
Besonders gefallen haben mir die Geschichten „Club der eisernen Ladys“, da es eine Mischung aus Orient-Express mit historischem Ereignis war und „Blut der Amazonen“, da die Geschichte so herrlich schwarzhumorig war mit einem BWL-Abbrecher, der zum Auftragskiller wird.
Abschließend kann ich nur jedem empfehlen sich auf das Experiment „Kurzgeschichtenband“ einzulassen und sich einfach mal überraschen zu lassen, welche Geschichte einen erwarten. Es lohnt sich wirklich und vielleicht findet man ja so ein neues Genres oder einen neuen Autor 😊
- Anne Fortier
Die geheimen Schwestern
(45)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchDieser Frage geht die Philologin Diana Morgan nach, die sich auch sehr für die Geschichte der Amazonen interessiert. Eigentlich unterrichtet Diana ein Seminar an einer britischen Universität. Doch einem verlockenden Angebot, eine alte Schrift zu entziffern, kann sie nicht widerstehen. Sie reist nach Nordafrika, um eben diese Aufgabe zu lösen. Bei ihrer Ankunft trifft sie auf Nick Barran, ein auf den ersten Blick zwielichtiger Typ, der sich mehr in Dianas Gedanken schleicht als ihr recht ist. Ihr Jugendfreund James liegt doch viel mehr auf ihrer Linie. Diese Gedanken sind jedoch schnell vergessen, denn tatsächlich ergeben sich Spuren zu den Amazonen, deren Existenz Diana gerne bestätigen möchte.
Troja, Amazonen, die Ilias - könnte wirklich etwas dran sein? Sicher fast jeder kennt die sagenhaften Geschichten, hat mal eine Verfilmung gesehen oder ein Buch gelesen. Eine Fülle von Leben, aus denen sich viele Artikel, Romane, Filme, Stücke zaubern lassen. Es ersteht eine Vorstellung alter Welten, die nie langweilig gewesen zu sein scheinen.
In ihrem Roman verknüpft die Autorin geschickt Vergangenheit und Gegenwart und nährt so die Idee eines gewissen Wahrheitsgehaltes der alten Sagen und Erzählungen. Beim Lesen verbinden sich die Erinnerungen an die Geschichte mit den Erläuterungen der Autorin. Gefesselt verfolgt man Parallelen und Unterschiede, Auswirkungen des Lebens in alter und moderner Gesellschaft, deren Unterschiede manchmal nicht so groß sind. Einige Dinge ändern sich eben nie oder es gab sie schon länger als gedacht. Mit diesen Vergleichen im Kopf verfolgt man Dianas Weg durch Antike und Gegenwart, ein Weg, der etwas harmlos beginnt zum Schluss aber immer mehr wie ein Thriller wirkt. - Géraldine Bindi
Das Herz der Amazonen
(2)Aktuelle Rezension von: FlaventusDen Legenden nach lebten die Amazonen auf dem Gebiet des antiken Griechenlands. Kein Wunder, dass die Autoren dieses Comics die Amazonen kurzerhand mit Achill vor den Toren Trojas zusammentreffen lassen.
Geschichte
Für das Verständnis der Geschichte ist es durchaus von Vorteil, wenn man die Legende von Troja kennt und sei es lediglich durch die gleichnamige Verfilmung mit Orlando Bloom. Nur dann vermag der Leser einzuschätzen, inwieweit die Geschichte verbogen wurde, damit Amazonen darin Platz finden.
Die Autorin haucht den Mythen und Legenden Leben ein, in dem sie das Leben der Amazonen näher beleuchtet. Dabei hält sie sich durchaus an die gängigen Beschreibungen bzw. Vorstellungen hinsichtlich des Lebens innerhalb der Frauengemeinschaft. Zusätzlich wurden zahlreiche Einzelschicksale in die Geschichte eingeflochten, um das Erzählte emotional zu unterstreichen.
Illustration
Zeichnerisch ist die Geschichte sehr interessant umgesetzt. Das auffälligste Merkmal ist sicherlich die unifarbene Colorierung. Das gesamte Comic präsentiert sich in Sepia-Tönen, die ganz gut zu der antiken Umgebung passen. Manchmal werden einzelne Bilder komplett farblos und mit nur wenigen Strichen gezeichnet, und betten sich so sehr stimmig in die unifarbenen Umgebung ein.
Die Charaktere werden nahe an der Realität gezeichnet, ohne für so manche Comics übliche übertriebene Darstellung körperlicher Merkmale. Ganz im Gegenteil werden die Körper vielfach im Adamskostüm gezeigt, da bekanntlich vor allem die Griechen sich gern freizügig gaben. Dies verschließt das Comic einem jüngeren Publikum.
Die Umsetzung des Achill (wie Achilles auch genannt werden kann) hat mir indes gar nicht gefallen. Er sieht ein wenig aus wie ein 80er-Jahre Frontleader einer Metal-Band und nicht wie ein heroischer Krieger. Glücklicherweise war dies der einzige optische Ausfall, der mir negativ aufgestoßen ist.
Fazit
Auch wenn mir das Ende der Erzählung für mein Gefühl ein wenig zu kitschig geworden ist, so präsentiert sich ein stimmiges Comic, das die antike Erzählung in einem besonderen Licht zeigt. Die Verwebung verschiedener Mythen und Legenden ist durchweg atmosphärisch und ergibt mit der durchgängigen Sepia-Farbgebung ein Comic, das sich durch seine expliziten Darstellungen an ein erwachsenes Publikum richtet. Ich spreche diesem Einzelband eine Empfehlung aus.
- Dani Aquitaine
Themiskyra - Die Begegnung
(29)Aktuelle Rezension von: Karin_FortinDies ist der erste Band einer 3-bändigen Amazonen-Reihe.
Schon das Cover ist ein Hingucker und der Klappentext hat mich neugierig werden lassen.
Ell und ihr Vater leben in einer Zeit, wo die Welt zusammenbricht. Banden rauben und töten, es wird geplündert und der Vorrat an Öl versiegt.
Als ihr Vater getötet wird, macht sich Ell auf den Weg in eine ungewisse Zukunft und trifft auf die Welt der Amazonen.
Ell ist eine wunderbare Protagonistin. Besonders ihre Entwicklung, die sie innerhalb der Geschichte durchmacht, hat sie mir sehr nahe gebracht. Ich habe ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen bewundert.
Gleichberechtigung, Familie, Freundschaft, Liebe und Mut zeichnen sich hier aus.
Die Autorin schafft es den Leser in die Welt der Amazonen abzuholen.
Die verschiedenen Handlungsorte wurden so detailliert beschrieben, dass ich mir alles gut vorstellen konnte.
Der Schreibstil ist locker, spannend und flüssig zu lesen.
Die Kapitel sind gut gegliedert und auch nicht zu lang.
Eine tolle Geschichte, emotional und mitreißend.
Wird es Ell gelingen, sich in der Welt der Amazonen zurechtzufinden?
Das müsst ihr unbedingt selbst lesen.
Gerne gebe ich hier verdiente 5 Sterne.
- Thomas Pollan
Die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda: Ins Zwielicht
(14)Aktuelle Rezension von: Frank1Klappentext:WER DIE WELT RETTEN WILL, MUSS SEINE FAMILIE RETTEN. DER BEGINN EINER FANTASTISCHEN FAMILIENSAGA: Die Schöpfung ist ein Kraftakt gewesen und jetzt hat sich Gott seinen Urlaub verdient. Doch leider sind ihm ein paar Fehler unterlaufen. So versinkt die Welt in Aufruhr, während er in der Ägäis den Nixen nachstellt. Charles Wilda hadert indessen mit seinem eigenen Schicksal. Eine Geschäftsreise nach Genf ist für ihn die letzte Hoffnung, seine gescheiterte Karriere wiederzubeleben. Er ahnt nicht, dass Dämonen ihm auf den Fersen sind und seine Frau in der Unterwelt gefangen ist. Als Charly endlich erkennt, in welcher Gefahr er, seine Familie und die Welt schweben, ist er schon in ein Abenteuer verstrickt, das ihn immer tiefer ins Zwielicht zieht. *** Lange schienen die Aufzeichnungen über diese Ereignisse, die unsere Welt prägen sollten, für immer verloren zu sein. Nun aber liegen die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda endlich in Buchform vor. Verschiedene Stimmen haben sich kritisch geäußert und angemerkt, dass dieses Material an einigen Stellen von der bekannten Erzählung abweicht. So behaupten einige, dass Gott niemals in der Ägäis Feste gefeiert und das Tanzbein geschwungen hat. Auch wird angezweifelt, dass Napoleon Bonaparte jemals seiner Gruft entstiegen sei. Einige Zweifler versteigen sich sogar in die Behauptung, die Folgen des Ereignisses, das wir heute als »Lazarus Ereignis« kennen, seien durch einen Chemieunfall oder eine galaktische Kollission hervorgerufen worden. Anstatt dem Leser eine Deutung der Ereignisse vorzuschreiben, wollen wir alle Materialen offenlegen und die Beurteilung seinem kritischen Geist überlassen. Nur eines steht sicherlich außer Frage. Seit langem hat nichts die Welt so sehr in Atem gehalten, wie die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda.
Rezension:
Seit Charly seinen Job als Banker an den Nagel gehängt hat, um seinen Lebensunterhalt fortan als Schriftsteller zu verdienen, fühlt er sich in seinem Leben wohl. Dass er nicht sonderlich erfolgreich ist, stellt dabei kein prinzipielles Hindernis dar, schließlich ist er glücklich verheiratet und werdender Vater. Während er seinen Lesern jedoch Fantasy-Stoffe mit den üblichen Verdächtigen präsentiert, steht er im realen Leben fest auf dem Boden der Tatsachen. Denkt er zumindest. Auf der Rückreise von einem erfolgreichen Vertragsabschluss überstürzen sich plötzlich Ereignisse, für die es beim besten Willen keine natürlichen Erklärungen gibt. Erst gibt sich eine Frau als Schwester seiner Frau zu erkennen, die seines Wissens doch Einzelkind und Waise ist, und dann behauptet die Fremde auch noch, seine Frau würde im Koma liegen, weil ihre Seele von finsteren Mächten entführt wurde. Schließlich stellt sich noch heraus, dass Charlys Bruder, ein erfolgreicher Arzt, und sogar seine Mutter mehr wissen. Dass zwischen den Göttern gerade Kompetenzstreitigkeiten herrschen, erleichtert die Sache nicht gerade, ist unsere Erde, wie wir sie kennen, doch nur das Gesellenstück eines noch unerfahrenen Gottes.
Wow, diese Inhaltsbeschreibung, die eigentlich gerade mal die Einleitung dieses Fantasy-Abenteuers abdeckt, verrät wohl schon, dass es in Thomas Pollans Urban-Fantasy-Roman etwas ‚anders‘ zugeht. Auf diese Andersartigkeit muss sich der Leser einlassen, will er Gefallen an diesem Buch finden. Tut er dies, wird er jedoch ein Werk vorfinden, das sich weit abseits der üblichen ausgetretenen Pfade des Genres austobt. Etwas verwundern kann es dabei teilweise, dass die Erzählerperspektive vorgibt, über lange vergangene und beinahe vergessene Geschehnisse zu berichten, obwohl die Handlung eindeutig in unserer Gegenwart angesiedelt ist. Im Prinzip bekommt der Leser unsere heutige Zeit also aus dem Blickwinkel einer fernen Zukunft erzählt. Stellenweise werden am Rande sogar recht aktuelle politische Ereignisse angeschnitten. Dass der Hauptprotagonist Charly, der sich selbst überhaupt nicht als Held empfindet, der einzige ist, der in der Lage ist, die Welt zu retten, muss man bei alldem wohl nicht extra erwähnen. Wer sonst sollte das auch tun, denn Gott ist ja schließlich gerade anderweitig beschäftigt?
Die Titelgestaltung weist darauf hin, dass weitere Bände geplant sein könnten, jedoch lassen sich in dieser Hinsicht noch keine konkreten Angaben finden.
Fazit:
Dieses außergewöhnliche Urban-Fantasy-Abentuer ist einen Blick wert. Für religiöse Fanatiker ist es jedoch definitiv nicht geeignet.
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- Ulrich (ulrics) Scharfenort
Zeitreise zum Ursprung der Menschheit Teil 2.3: Anschlag auf den Caesar
(1)Aktuelle Rezension von: ulricsNach den ersten beiden Teil schließt dieser Teil den Zyklus ab und gibt direkt einen kleinen Ausblick auf den nächsten Teil, wo sich die Ereignisse um einen Prediger drehen. - Birgit Fiolka
Das Vermächtnis der Amazonen
(16)Aktuelle Rezension von: sabistebÄgypten im 13. Jahrhundert vor Christus.16-17 Jahre sind seit Amazonentochter vergangen. Selinas Tochter Kamara ist nun 15 Jahre alt. Ihr Sohn ist mittlerweile verheiratet und arbeitet als Beamter für Pharao Ramses und Kamara soll vorteilhaft mit ihrem Jugendfreund Hori verlobt werden. In Kamara jedoch schlagen zwei Herzen, da Selina ihre Tochter im Sinne der großen Mutter der Amazonen erzogen hat. Sie ist zerrissen zwischen ihrem ägyptischen Ich, das gehorchen will und ihrem Amazonen Ich, das sich nach Freiheit und einem Schwert sehnt. Als Kamara am Tage ihrer Verlobung einem Verbrechen gegen das große Haus des Pharao auf die Spur kommt, wird sie nach Mykene verschleppt und als Sklavin/Ehefrau an einen reichen Kaufmann verkauft. Kamara währe nicht Selinas Tochter, wenn sie nicht versuchen würde dieser Situation zu entrinnen, doch schon bald steht sie vor der gleichen Entscheidung wie einstmals ihre Mutter: Liebe zu Hori und Ägypten oder Treue zum Volk der Amazonen. Die Fortsetzung von Amazonentochter ist in vielen Teilen eine Widerholung der Geschichte mit anderen Mitteln. Genau wie Selina wird ihre Tochter Kamara entführt und muss sich nach einer relativ freien Jugend plötzlich dem Joch eines Mannes beugen, der sie als Gebärmaschine hält und nicht als vollwertigen Menschen ansieht. Die Darstellung der Mykener fand ich zu extrem. Es scheint, als wenn alle Mykenischen Männer Frauen als wertlos ansehen würden (Es gehörte offensichtlich zum Verständnis dieser Männer Frauen zu erwerben wie eine Truhe oder Vieh (S. 84)) und sie nur dazu bräuchten, um Söhne zu zeugen, ansonsten frönen sie lieber der Knabenliebe. Ich denke nicht, dass die prozentuale Anzahl an schwulen oder bi-veranlagten Männer deutlich höher war als heutzutage, diese Darstellung war mir zu extrem. Einerseits wird die ägyptische Kultur als so fortschrittlich dargestellt, dass Frauen Handel treiben dürfen und sich zu Neujahr ein Neujahrskind von einem Fremden zeugen lassen dürfen, andererseits nennt Hori seine Sklavin Ineksi "Sie gehört mir". Genau wie Selina muss Kamara die Männer benutzen, um zu entkommen und genau wie ihre Mutter hält sie ihren Geliebten Hori immer wieder hin, verlässt ihn, kommt zurück,... Auch Kamara erhält eine Prophezeiung, genau wie ihre Mutter und ebenso wie sie ist sie hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu einem Mann und dem Volke der Amazonen. Insgesamt ist diese Fortsetzung eher ein Abenteuerroman mit einer kleine Kriminalgeschichte im Hintergrund. Sie Sozialkritik und der Kampf des männlichen und weiblichen Prinzips der Gesellschaft des ersten Bandes kommt nicht mehr so stark zum tragen und ist deutlich extremer und klischeebehafteter. Diesmal geht es eher um Kamaras innerliche Zerrissenheit, da sie aus zwei Kulturen stammt und sich weder der einen, noch der anderen wirklich zugehörig fühlt. Kamara muss herausfinden wer sie ist, eine Ägypterin oder eine Amazone. Dennoch ist das Buch sehr spannend geschrieben, wenn auch schwächer als der Vorgängerband. Es tauchen sehr viele bekannte Figuren aus dem ersten Band auf und es wird auch auf viele Ereignisse aus dem ersten Band verwiesen. Diese werden zwar erklärt, könnten aber bei Lesern, die Band 1 nicht kennen, durchaus das Gefühl einer Lücke hinterlassen. Daher empfehle ich, dieses Buch nicht einzeln zu lesen, sondern auf jeden Fall erst Amazonentochter und dann dieses Buch. Auch dieser Band ist mit einer Karte (Temiscyra ist auf der Karte wieder mit c im Text jedoch mit k als Temiskyra geschrieben), einem Personenregister, einem erklärenden Anhang und einem diesmal leider nicht vollständigen Glossar ausgerüstet, denn die Begriffe sunu (S. 18 ), Month (S. 385), Schemu (S. 415), wenem huaat (S. 489) fehlen. - Neo Helm
Halbgott / Halbgott 3
(5)Aktuelle Rezension von: AtschiBPuh! Es war viel los in Band 3 ich finde kaum die passenden Worte. Band 3 ist unglaublich lebendig und sehr detailreich. Die Welten wurden von Neo Helm kreativ gestaltet und sind dennoch realitätsnah. Mir hat die Bodenständigkeit der Helden besonders gut gefallen. Sie werden dadurch für mich glaubwürdig und nahbar. Es fiel mir dadurch leicht, mich in die Emotionen der einzelnen Helden einzufühlen. Den Leser erwartet ein Ende, was anders ist als man es vom Autor erwartet. Für mich passt es zum Abschluss der Trilogie.
Dies war meine erste Fantasy-Trilogie, in der Regel lese ich andere Genre. Ich bereue keine einzige Seite. Die Trilogie hat mich träumen sowie hoffen lassen und ich habe neue Welten entdeckt. Ich bin mit den Amazonen durch den Wald gegangen und habe mit ihnen gekämpft. Mit Rajona habe ich Schmerz empfunden und ihr immer wieder Mut gewünscht, damit sie zu Stärke findet und sich entwickeln kann. Mit Kilian habe ich Geheimnisse aufgedeckt und Kräfte entwickelt. Die meisten Figuren sind mir ans Herz gewachsen. Aus der Kernaussage der Trilogie bzw. der Geschichte kann man viel mitnehmen. Die Geschichte hat noch Potential für weitere Bände ;o) Ganz herzlichen Dank Neo Helm, für dieses Leseerlebnis.
- Ulrich (ulrics) Scharfenort
Zeitreise zum Ursprung der Menschheit: Teil 2.2 Angriff
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Runa Phaino
Amor und Psyche: Ein verliebter Liebesgott (German Edition)
(10)Aktuelle Rezension von: chicken-ranKlappentext:
Der kleine Liebesgott Amor liegt im Sterben, doch welches Leiden hat ihn befallen? Seine Mutter Venus schickt ihn auf eine Reise in die Vergangenheit, um die Ursache seiner Krankheit zu erfahren. In den ersten Jahren tappt Amor überfordert von einem göttlichen Fettnäpfchen ins nächste, denn es ist nicht einfach, Liebe unter den Menschen zu stiften. Zu allem Überfluss macht er dann auch noch Bekanntschaft mit seinem verbitterten Großonkel Pluto, dem Gott des Todes höchstpersönlich. Als Amor sich dann noch unglücklicherweise in die menschliche Prinzessin Psyche verliebt, ist das Chaos perfekt: Was macht man(n) eigentlich, um eine Frau rumzukriegen, wenn man keine Liebespfeile mehr benutzen will? Wieso ist Amors erstes Liebespaar, Pyramus und Thisbe, nicht gestorben, sondern aus der Unterwelt verschwunden? Und was ist das eigentlich, diese "Liebe"? Runa Phaino verwandelt das antike Märchen von Amor und Psyche in einen Roman der Gegenwart.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind gut beschrieben und haben menschliche Züge und so mal anders als sonst.
Der Schreibstil ist super, sodass man flüssig lesen kann und auch der ständige Schauplatzwechsel macht es sehr interessant und abwechslungsreich. So bekommt man einen schönen überblick und der Geschichte der Götter.
So manch ein Charakter wächst einem ans Herz. Außerdem ist es eine große Berg-und Talfahrt durch die gesamte Geschichte.
Mir hat es sehr gut gefallen und kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen.
- Birgit Fiolka
Amazonentochter
(33)Aktuelle Rezension von: CieenaIch habe das Buch bereits mehrmals gelesen und ich lese es immer wieder gerne. Ein unglaublich spannendes Buch, welches die Protagonistin in viele verschiedene Winkel der Erde verschlägt. Einfach nur top! Ich freue mich schon auf den zweiten Teil! - Alex Wagner
Der Fluch der Feuerperle (Penny Küfer ermittelt 5)
(26)Aktuelle Rezension von: Tanja_Knoch1Im Jahr 1498 reisen drei Amazoninnen getarnt als Ordensschwestern mit einer goldenen Perlenkette auf einem Handelsschiff von Johannes Lamberg. Betrunken stürmt der Kapitän mit seiner Mannschaft, die Kajüte der Ordensschwestern und spielen ihr ziemlich übel mit, nur eine von ihnen kann schwer verletzt entkommen und hinterlässt einen Schwur, so dass jeder erstgeborene Sohn niemals überleben darf, egal wie lange das auch anhalten mag, bis die Feuerperle wieder in ihren Besitz ist.
Die Feuerperle ist das neueste Flaggschiff der Lamberg Kreuzfahrtflotte. Bei dieser Jungfernfahrt wollen sich der Reeder und seine Freundin Lara verloben. Beim Captains Dinner soll Lara mit der berühmten Feuerperle erscheinen. Dafür ist auch viel Security an Bord. Alex Adarma beauftragt Penny, dass sie auf Lara und ihren ungeborenen Sohn aufpassen soll. Mehrere merkwürdige Anschläge werden auf Lara verübt, mit dem Ziel das ungeborene Kind zu töten. Auf dieser goldenen Feuerperle scheint ein jahrhundertalter Fluch zu liegen und Penny ist mittendrin, kann sie es aufklären wer dahin hinter allen diesen Anschlägen steckt? Kann sie einen weiteren Kindesmord verhindern, lest es am besten selbst....























