Bücher mit dem Tag "amerika"
1.704 Bücher
- Diana Gabaldon
Feuer und Stein (Outlander 1)
(2.693)Aktuelle Rezension von: dorothea84Mit Feuer und Stein beginne ich endlich die Outlander-Saga – ein Buch, das schon lange auf mich gewartet hat.
Claire Randall ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist klug, vielschichtig und wirkt durchgehend authentisch. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen, ihre innere Stärke – all das macht sie zu einer Figur, der ich sehr gerne weiter folgen möchte.
Jamie wirkt zu Beginn eher wie eine Randfigur. Doch je mehr er in den Fokus rückt, desto klarer wird, warum diese Figur für so viele Leser*innen ikonisch geworden ist.
Besonders stark ist die Atmosphäre. Schottland wird lebendig beschrieben – die Landschaft, die Stimmung, die historischen Details. Beim Lesen habe ich regelrecht Sehnsucht gespürt, selbst wieder dorthin zu reisen.
Ja, das Buch hat Längen. Manche Passagen ziehen sich. Doch da ich über mehrere Tage gelesen habe, fiel das für mich weniger stark ins Gewicht.
Ein intensiver, atmosphärischer Reihenauftakt mit starken Figuren und historischem Flair – der Lust auf die weiteren Bände macht.
- Anna Todd
After truth
(3.349)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Truth ist der zweite Band der After-Reihe und knüpft direkt an die Ereignisse aus dem ersten Teil an. Die Geschichte folgt weiterhin Tessa und Hardin, und deren Beziehung nach den Enthüllungen am Ende des ersten Bandes...
Wie schon im ersten Teil lässt sich auch dieser Band sehr flüssig lesen. Die Kapitel sind schön und spannend geschrieben, wodurch man schnell durch die Geschichte kommt. Besonders die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind wieder sehr intensiv dargestellt, und man spürt deutlich ihre Gefühle - trotz und durch all die Probleme.
Allerdings setzt sich auch hier das starke Auf und Ab in ihrer Beziehung fort. Streit, Eifersucht und Missverständnisse spielen eine große Rolle und sorgen dafür, dass sich einige Situationen gefühlt „wiederholen“. Dadurch kann die Handlung stellenweise etwas frustrierend wirken, weil die beiden Charaktere scheinbar immer wieder in die gleichen Muster zurückfallen.
Andererseits hat es das Buch damit auch wieder geschafft, mich zu fesseln. Ich hatte oft das Bedürfnis weiterzulesen und sobald ich das Buch zur Hand genommen habe, hat es sich sehr flüssig und nervenaufreibend-gefühlvoll gelesen.
Auch entwickelt sich die Geschichte weiter: insbesondere erfährt man mehr über Hardins Charakter, was seine schwierige Art teilweise verständlicher macht.
Fazit:
After Truth bleibt emotional und interessant, auch wenn das ständige Hin und Her zwischen Tessa und Hardin manchmal etwas ermüdend sein kann. Dennoch ist es eine gute Fortsetzung, die die Charaktere weiter vertieft und neugierig auf die nächsten Teile macht.(Bewertung: 3,5-4 von 5 Sternen).
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.824)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrIch wünschte mir, ich hätte das Buch gelesen, bevor ich den Film gesehen hatte... Damit entging mir der "plott twist" komplett.
Dem Buch konnte ich leider nicht viel abgewinnen. Es war mir zeitweise zu philosophisch und ich bezweifle, dass 2 krebskranke Teenager sich wirklich so tiefgründig mit philosophischen Fragen und Metaphern beschäftigen.
- Stephenie Meyer
Biss zum Morgengrauen (Bella und Edward 1)
(15.162)Aktuelle Rezension von: Bookwuermchen✨ Ein unglaubliches Buch! Die Geschichte ist so ruhig und dennoch fesselnd und kraftvoll in ihren Worten, dass sie einen tief berührt. ❤️📖 Gerade diese besondere Atmosphäre macht Twilight aus!
🖤 Stephenie Meyer nimmt sich Zeit, ihre Figuren und ihre Welt aufzubauen, wodurch die Emotionen & die Spannung immer weiter wachsen. Bella und Edward wachsen einem schnell ans Herz, und ihre Geschichte lässt einen bis zur letzten Seite nicht mehr los. 🌙🧛♂️
Lieblingszitate :
"Egal, wie perfekt ein Tag ist, er endet immer."
"Es gab drei Dinge, deren ich mir absolut sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm – und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war – dürstete nach meinem Blut. Und drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn verliebt.“
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 2: Onyx. Schattenschimmer
(4.014)Aktuelle Rezension von: asomeOnyx – Schattenschimmer, der zweite Band der Obsidian-Reihe, war für mich ein echter Pageturner. Ich habe das Buch in nur einem Tag förmlich durchgesuchtet, denn der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man mühelos dranbleibt.
Katy ist eine typische Teenagerin – was ihr Verhalten manchmal etwas anstrengend machte. An einigen Stellen war sie mir schlicht zu kindisch, was wohl auch daran liegt, dass ich mit meinen 44 Jahren einfach nicht mehr ganz zur Zielgruppe gehöre. Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen, besonders zum Ende hin wird es richtig spannend.
Wie schon Band eins ist Onyx für mich kein absolutes Highlight, aber ein unterhaltsamer, gut geschriebener Jugendroman, der Lust auf die restlichen Teile der Reihe macht.
- Diana Gabaldon
Outlander - Die geliehene Zeit
(1.489)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowGabaldon wirft eine Frau aus dem 20. Jahrhundert in den schottischen Hochlanden des 18. Jahrhunderts und schaut was passiert. Was passiert, ist mehr als erwartet – ein Roman der sich nicht entscheiden kann ob er Abenteuer, Liebesgeschichte oder Historienroman sein will, und der genau deshalb funktioniert. Vier Sterne weil die Länge gelegentlich auf Kosten der Präzision geht. Aber wer einmal drin ist, kommt nicht leicht raus.
- Mona Kasten
Begin Again: Special Edition
(3.487)Aktuelle Rezension von: Dero„Begin Again“ ist für mich genau die Art von Buch, bei der man sich einfach wohlfühlt. Allie zieht für ihr Studium nach Woodshill, um endlich neu anzufangen, und landet ausgerechnet mit dem ziemlich grummeligen Kaden in einer WG. Seine Regeln und seine Art gehen ihr ordentlich auf die Nerven und trotzdem ist die Anziehung zwischen den beiden kaum zu übersehen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Beziehung nicht von heute auf morgen entwickelt. Zwischen Streit, witzigen Gesprächen und jeder Menge Knistern lernen sich die beiden langsam wirklich kennen. Beide haben ihre eigenen Probleme und Vergangenheiten, was ihnen mehr Tiefe gibt.
Kaden war mir an manchen Stellen zwar etwas zu dominant, trotzdem konnte ich seine Handlungen mit der Zeit besser nachvollziehen. Auch Allie mochte ich sehr, gerade weil sie trotz ihrer Unsicherheiten ihren eigenen Weg gehen möchte.
Dazu kommen liebenswerte Nebencharaktere, eine schöne College-Atmosphäre und genau die richtige Mischung aus Humor, Romantik und ernsteren Themen. Für mich ein echtes Wohlfühlbuch und definitiv eine Geschichte, zu der ich jederzeit wieder zurückkehren würde.
- Ken Follett
Sturz der Titanen
(1.310)Aktuelle Rezension von: JapanophilieZu Beginn des 20. Jahrhunderts scheint die Welt noch von festen gesellschaftlichen Ordnungen geprägt zu sein. Doch politische Spannungen, soziale Gegensätze und nationale Interessen führen Europa immer näher an einen Krieg heran. Ken Follett begleitet mehrere Familien aus Großbritannien, Deutschland, Russland und den USA, deren Lebenswege sich kreuzen und durch den Ersten Weltkrieg entscheidend verändert werden.
Die Grundidee von „Sturz der Titanen“ hat mich von Anfang an begeistert. Ken Follett erzählt den Ersten Weltkrieg nicht nur anhand großer politischer Entscheidungen, sondern verbindet die historischen Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen mehrerer Familien aus unterschiedlichen Ländern. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild dieser Zeit.
Gerade der Erste Weltkrieg interessiert mich politisch sehr. Umso bedauerlicher finde ich es, dass er während meiner Schulzeit kaum behandelt wurde. Der Roman bot mir deshalb die Möglichkeit, mich auf unterhaltsame Weise mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Epoche auseinanderzusetzen.
Trotz des großen Umfangs ließ sich die Handlung für mich gut verfolgen. Die wichtigsten Figuren waren sorgfältig ausgearbeitet und besaßen unterschiedliche Hintergründe, Überzeugungen und Interessen. Besonders gelungen fand ich, wie ihre persönlichen Entscheidungen mit den historischen Ereignissen verknüpft wurden. Dabei zeigt der Roman, dass Geschichte nicht nur von Staatsoberhäuptern und Militärs geprägt wird, sondern auch das Leben gewöhnlicher Menschen grundlegend verändert.
Ken Folletts Schreibstil ist flüssig und anschaulich. Er vermittelt historische Zusammenhänge verständlich, ohne dass sich der Roman wie ein Geschichtsbuch liest. Zwar sind manche Begegnungen zwischen den Figuren etwas konstruiert, doch das störte meinen insgesamt sehr positiven Eindruck kaum.
„Sturz der Titanen“ ist für mich ein überzeugender Auftakt der Jahrhundert-Trilogie. Der Roman verbindet Weltgeschichte, Politik und persönliche Schicksale zu einer umfangreichen, aber dennoch packenden Erzählung.
Für Leserinnen und Leser, die historische Romane, große Familiensagas und politische Zusammenhänge mögen. Besonders empfehlenswert für alle, die sich für den Ersten Weltkrieg und seine Auswirkungen auf Menschen verschiedener Länder interessieren.
4 von 5 Sternen
- Veronica Roth
Die Bestimmung
(6.567)Aktuelle Rezension von: novelicaHachja, die Bestimmung. 🥰😍 Ich konnte es nicht lassen, vor allem da bald der neue Band rauskommt. Ich habe ihn nicht vorbestellt und hoffe da eher auf ein mögliches Weihnachts-/Geburtstagsgeschenk. *Wink mit dem Zaunpfahl.*👀😬
Tris lebt in einer Welt, in der die Gesellschaft in 5 Fraktionen unterteilt ist. Sie wechselt ihre Fraktion bei der Zeremonie der Bestimmung. Das Gefährliche ist aber, dass sie eine Unbestimmte ist. Das sind die, die nirgendwo reinpassen. Sie muss sich in der Fraktion der Ferox behaupten lernen und trifft dort auf ihren Ausbilder Four, sowie ihre neuen Freunde, die ebenfalls aus anderen Fraktionen zu den Ferox gewechselt sind. Doch die Anführer der Ferox scheinen mit den Ken einem Plan nachzugehen, der Tris dazu zwingt, ihr neu gelerntes Wissen über Waffen und Kampftechniken unter Beweis zu stellen.
Ich liebe diese Reihe einfach. Früher schon, heute immer noch. Ich habe es innerhalb von 2 Tagen eingeatmet und ich war wieder sowas von schnell hooked von Tris und Four. Das Kämpfen, Trainieren, stark werden und Militärische vor allem natürlich auch die Dynamik zwischen Four und Tris, lieb ich einfach. 🥰 Wobei er doch glatte 2 Jahre älter ist als Tris! Das ist ja schlimm! Das habe ich früher schon nicht ganz so kapiert warum sie das so aufgreifen muss und dann auch noch wiederholen. 😅
Was ich vergessen hatte, war wie gemein Peter doch wirklich war. Die Filme haben doch so einiges ausgelöscht aus meinem Gedächtnis. Und wie sehr Tris und Al eigentlich befreundet waren. 🥲
Ja, mal sehen ob ich die anderen beiden Teile auch so verschlingen werde wie Band 1. Ich glaube, von den Büchern konnte ich mir im Gegensatz zu Band 1 gar nichts behalten. Mal sehen 😊 - Laura Kneidl
Berühre mich. Nicht.: Special Edition
(2.342)Aktuelle Rezension von: LillyWbDas Buch lag schon ziemlich lange auf meinem SuB und nun habe ich es endlich gelesen und was soll ich sagen? Ich wurde sofort von der Geschichte verzaubert.
Das Cover der Deluxeausgabe gefällt mir richtig gut. Besonders schön finde ich, dass man das Buch sowohl mit als auch ohne Umschlag ins Regal stellen kann.
Was genau auf mich zukommen würde, wusste ich vorher gar nicht so richtig. Umso mehr hat mich die Geschichte überrascht. Sage ist eine unglaublich starke Frau. Trotz ihrer Vergangenheit steht sie für sich selbst ein und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen. Ich konnte mich sehr gut in ihre Leidensgeschichte hineinfühlen und auch nachvollziehen, warum sie anfangs keine Hilfe annehmen wollte.
Als Außenstehender denkt man schnell: „Dann such dir doch einfach Hilfe, so schwer kann das doch nicht sein.“ Aber wenn man selbst nie in einer solchen Situation war, kann man oft gar nicht nachvollziehen, was in einem Menschen vorgeht. Gerade deshalb sollte man meiner Meinung nach nicht vorschnell urteilen. Ich fand, dass das im Buch sehr gut dargestellt und ausgearbeitet wurde.
Und Luca habe ich einfach geliebt! 🥹 Er ist so ein toller Kerl, gibt Sage die Zeit, die sie braucht, und kümmert sich wirklich um sie. Bei April hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie etwas mehr für Sage hätte da sein können, aber gleichzeitig hat das ganz gut gepasst, damit Luca einspringen konnte. :P
Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Das Ende war zugegeben ein ziemlich mieser Ausgang für alle und ich bin jetzt umso gespannter, wie es im zweiten Teil weitergeht.
4 Sterne von mir!
- Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
(5.016)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …
Meinung: Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu diesem Buch abzugeben, da es sich um ein hochsensibles Thema handelt und Suizid nie die Lösung sein sollte. Hannah Baker ist eine Jugendliche, die sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und am Ende nur noch diese Option sieht. Mit der gesamten Story hatte ich so meine Probleme.
Der Schreibstil ist weder anspruchsvoll noch besitzt er Wiedererkennungswert. Vermutlich ist das gewollt, um die Jugendlichen möglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven – Hannah und Clay – in der ersten Person.
Mit Hannah hatte ich so meine Probleme. Sie kam mir sehr unnahbar vor, ich fand keinen Draht, konnte nicht mal Mitgefühl entwickeln. Ihre Persönlichkeit war einfach nicht tiefgründig genug. Relativ kühl und beinahe herablassend zählt sie die Dinge auf, die andere Schüler ihr angetan haben und stellt Leute an den Pranger, die teilweise nicht mal vorsätzlich gehandelt haben. Das machte sie für mich sehr unsympathisch.
Jeder Mensch reagiert anders auf sein Umfeld und es gibt leider zu viele Opfer von Mobbingattacken und Schlimmerem. In Hannahs Fall einen Klaps auf den Po zu bekommen oder als „Mitfahrgelegenheit“ betitelt zu werden, spiegelt nicht mal ansatzweise die wahren Probleme der Gesellschaft wider. Das Buch sollte vermutlich Augen öffnen. Doch ich bin hier zwiegespalten. Die Message sollte doch sein, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und darüber nachzudenken, wozu Mobbing führen kann. Doch Hannah macht es ihren Mitmenschen nicht leicht. Sie stößt sie von sich weg, wird Zeugin einer Vergewaltigung und sieht dennoch sich selbst als Opfer. Sie verlangt permanent von allen anderen, sich in sie hineinzuversetzen, ist aber nicht eine Sekunde bereit, dasselbe zu tun.
Als sie am Ende auch noch den Vertrauenslehrer die Mitschuld an ihrem Selbstmord gibt, konnte ich beim Lesen nur noch den Kopf schütteln. Sie ist verzweifelt. Sie will Hilfe. Das behauptet sie zumindest. Doch sie lässt sich nicht helfen und läuft stattdessen davon. Ihr Lehrer bittet sie mehrere Male, zu bleiben, doch sie ignoriert dies. Ihm dann noch vorzuwerfen, nicht hartnäckig genug gewesen zu sein, ist nicht fair von ihr.
Hier war mir einfach die komplette Handlung zu gestellt. Der Autor reihte ein Ereignis um das andere und zeichnete Hannahs Persönlichkeit sehr übertrieben – meiner Meinung nach.
Das Buch war flüssig zu lesen. Immer wieder hoffte ich auf den Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Doch er kam nicht. Psychologische Hilfe wäre hier für die Protagonistin wertvoll gewesen. Stattdessen anderen die Schuld an allem zu geben, ist keine gute Message. Schade fand ich auch, dass nicht auf die Gefühlswelt der Mitschüler und der Lehrer eingegangen worden ist. Mich hätte sehr interessiert, wie sie mit dem Verlust umgehen. Auch Hannahs Eltern kommen nicht zu Wort. Die gesamte Story bezieht sich rein auf Hannahs Erlebnisse in ihrer Bubble. Das war mir etwas zu einseitig. Es fehlte an Abwechslung, an „Leben“. Clay war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen, da das Buch ein wichtiges Thema anspricht, jedoch in der Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen ist.
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.041)Aktuelle Rezension von: reading_moments_with_nadia❕ Triggerwarnung
Häusliche und körperliche Gewalt, emotionaler Missbrauch, traumatische Erlebnisse
Da ich zuerst den Film gesehen habe, wusste ich bereits, dass mich hier keine klassische Liebesgeschichte erwartet. Der Film hat mir schon sehr gut gefallen, das Buch hat mich aber noch einmal auf eine ganz andere Weise erreicht.
Lily ist mit häuslicher Gewalt aufgewachsen und musste schon als Kind miterleben, wie ihr Vater ihre Mutter misshandelt. Lange konnte sie nicht verstehen, warum ihre Mutter bei ihm geblieben ist. Gerade dieser Aspekt bekommt im Laufe der Geschichte noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Das Buch zeigt für mich sehr eindrücklich, wie komplex eine gewalttätige Beziehung für die betroffene Person sein kann und warum es eben nicht so einfach ist, diese zu verlassen, wie es von außen vielleicht manchmal erscheint.
Beim Lesen wird man immer wieder mit moralischen Fragen konfrontiert. Ich konnte gut nachvollziehen, warum Lily sich in Ryle verliebt und was sie in ihm gesehen hat. Als außenstehende Person denkt man später vielleicht an manchen Stellen, dass man selbst anders gehandelt oder andere Entscheidungen getroffen hätte. Aber genau das hat die Geschichte für mich so realistisch gemacht. Wenn man selbst emotional in einer Situation steckt und Gefühle für einen Menschen hat, handelt man nicht immer rational. Liebe, Hoffnung und die eigene Vergangenheit spielen dabei eine große Rolle.
Über Ryles Vergangenheit erfährt man einiges und versteht dadurch besser, was ihn geprägt hat und woher seine unkontrollierbare Wut kommt. Seine Geschichte ist tragisch und hat mir geholfen, ihn als Figur besser zu verstehen. Sein Verhalten gegenüber Lily wird dadurch für mich aber weder entschuldigt noch verharmlost.
Atlas habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich mochte die Geschichte zwischen ihm und Lily und fand es schön zu erfahren, wie ihre Verbindung entstanden ist und was sie miteinander verbindet. Für mich strahlt Atlas unglaublich viel Wärme aus und genau das habe ich in seiner Verbindung zu Lily immer wieder gespürt.
Dieses Buch hat unglaublich viele Gefühle in mir ausgelöst. Ich konnte mich so sehr in Lily und ihre Gefühlswelt hineinversetzen, dass ich die Geschichte nicht einfach nur gelesen, sondern wirklich gefühlt habe. Ihre Gedanken, ihre inneren Konflikte und auch ihre Entscheidungen waren für mich sehr greifbar.
Neben den schweren Themen mochte ich Lilys Traum vom eigenen Blumenladen sehr. Vor allem die Idee, daraus keinen gewöhnlichen Blumenladen zu machen, sondern mit außergewöhnlichen Arrangements etwas ganz Eigenes zu schaffen, hat für mich wunderbar zu Lily und zur Geschichte gepasst.
Im Vergleich zum Film empfand ich die Darstellung der Gewalt im Buch noch einmal als wesentlich intensiver. Man ist viel näher an Lily und bekommt ihre Gedanken und Gefühle unmittelbar mit. Für mich wurde viel deutlicher, wie viel Aggression und unkontrollierbare Wut Ryle in sich trägt und welches Ausmaß seine Gewalt tatsächlich annimmt. Dadurch konnte ich noch besser verstehen, was in Lily vorgeht und in welchem inneren Konflikt sie sich befindet.
Colleen Hoovers Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich war sofort in der Geschichte und konnte das Buch trotz der schweren Thematik sehr flüssig lesen.
Sehr getroffen hat mich das Nachwort. Zu erfahren, dass Colleen Hoover selbst als Kind häusliche Gewalt innerhalb ihrer Familie miterlebt hat und ihre eigenen Erfahrungen sie zu dieser Geschichte inspiriert haben, hat dem Buch für mich im Nachhinein noch einmal eine andere Bedeutung gegeben. Es macht einem bewusst, dass solche Geschichten nicht nur in Büchern stattfinden und häusliche Gewalt wahrscheinlich viel häufiger vorkommt, als man von außen überhaupt mitbekommt.
Das Cover könnte zunächst eine leichte Liebesgeschichte vermuten lassen, doch genau das ist dieses Buch für mich nicht. Es ist tiefgründig, emotional und behandelt sehr schwierige Themen. Für mich ist es aber nicht nur eine Geschichte über häusliche Gewalt. Es geht auch um Selbstliebe, Mut und die Stärke, für sich selbst einzustehen.
Eine Geschichte, die ich nicht nur gelesen, sondern wirklich gefühlt habe und die ich von Herzen weiterempfehlen kann. Für mich ganz klare 5 von 5 ⭐! 🤍
- Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen
(1.094)Aktuelle Rezension von: SeitenwindDie Aneinanderreihung der drei einzelnen Handelsstränge ist anfangs sehr mau. Manch einer ist dramatischer und relevanter als der andere. Hier und da beschäftigte ich mich eher damit, einen Favoriten zu krönen als mich den Inhalten zu widmen - weil sie einfach zu schnell auserzählt sind.
Die Stärken sind gewisse Dialoge und Handlungsorte, die einen mitnehmen und die man aus dem eigenen Leben wiedererkennt (z.B. Vater-Sohn-Verhältnis).
Insgesamt wird leider zu sehr im Detail dramatisiert. Das Buch müsste überarbeitet und gerafft werden, dann wäre es auch eine sehr solide Filmvorlage.
- Dan Brown
Illuminati
(5.150)Aktuelle Rezension von: Petra_Praxmarer📖 Illuminati – Dan Brown
⭐⭐⭐⭐⭐Ich muss sagen: Die Illuminati haben mich echt gepackt. 😄
Ich mag Geschichten mit historischen Hintergründen sowieso total gerne und hier bekommt man davon wirklich einiges: Rom, der Vatikan, alte Symbole, die Illuminaten, Wissenschaft, Religion und mittendrin eine riesige Verschwörung. Genau mein Ding!
Besonders cool fand ich die ganzen Rätsel und Hinweise. Ich hatte ständig das Bedürfnis, selbst mitzurätseln oder nebenbei nachzuschauen, weil ich wissen wollte: „Okay, gibt es das jetzt wirklich oder hat Dan Brown sich das ausgedacht?“ 😂
Robert Langdon mochte ich auch sehr. Er rennt zwar gefühlt ohne Pause durch halb Rom, aber gerade seine Art, Symbole und Hinweise zu entschlüsseln, hat mir gefallen. Ich mag solche Figuren einfach lieber als den typischen Actionhelden, der jedes Problem mit einer Waffe löst.
Natürlich ist die Geschichte stellenweise ziemlich übertrieben und man sollte wahrscheinlich nicht alles hinterfragen. 😅 Aber ganz ehrlich: Mir war das egal. Ich wollte wissen, was als Nächstes passiert, und genau das muss ein guter Thriller für mich schaffen.
Vor allem die Mischung aus echten Orten, Geschichte und Fiktion hat mir richtig gut gefallen. Danach bekommt man direkt Lust, nach Rom zu fahren und sich die ganzen Schauplätze selbst anzusehen. 😂
Für mich definitiv ein richtig gutes Buch – und wahrscheinlich nicht mein letztes Dan Brown!
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5
- Kiera Cass
Selection – Die Elite
(4.673)Aktuelle Rezension von: Kathis-LeseeckeEs geht weiter mit dem 2. Teil der Neuauflage dieser wunderschönen Dystopie-Reihe: Selection.
Mittlerweile sind nur noch 6 Mädchen im Rennen, und ich kann euch sagen: Diese Geschichte hat sich einfach in mein Herz gebrannt!
Ihr wisst ja, wie sehr ich Royal-Settings, Auswahlverfahren und Castings liebe und hier geht es tatsächlich noch mal eine ganze Nummer spannender weiter.
Die Mädchen und der Prinz müssen sich entscheiden, wer bleiben darf. Was diesen Teil für mich sogar noch besser macht als den ersten, sind die immensen Emotionen und die pure Spannung.
Ich habe beim Lesen Dinge erfahren, da hauts einem wirklich die Schuhe weg!
Ich habe mich teilweise so aufgeregt und vor dem Buch geschrien, dass mein Mann schon ins Zimmer kam und fragen musste, was eigentlich los ist.
Es gab Stellen, die mich emotional richtig aufgewühlt haben. Mehr will ich gar nicht verraten, denn diese Reihe ist einfach so toll und muss man selbst erlebt haben.
Wenn du auf Royal-Dystopien, Auswahlverfahren und die große Liebe stehst, ist das absolut deine Geschichte.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung! - Laura Kneidl
Someone New: Special Edition
(1.686)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDas Cover ist schlicht und harmonisch gestaltet und passt wunderbar zur Geschichte. Die Handlung überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Romantik. Besonders die authentisch dargestellten Gefühle der Hauptfiguren sowie die sympathischen Nebencharaktere machen die Geschichte lebendig. Der lockere, flüssige Schreibstil und das bildhaft beschriebene Setting sorgen dafür, dass man schnell in die Geschichte eintaucht. Insgesamt eine charmante, unterhaltsame Geschichte mit viel Herz und Humor. Klare Leseempfehlung! ❤️
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.335)Aktuelle Rezension von: LeseHexe87John ist, wie so viele von uns, gefangen im Hamsterrad seines geschäftigen Alltags. Mit klarem Fokus auf beruflichen und finanziellen Erfolg sehnt er sich nach Erholung und Regeneration. Auf dem Weg in den langersehnten Urlaub verfährt er sich kolossal und landet in einem ganz besonderen Café mitten im Nirgendwo...
Wer kennt diesen Titel nicht? Ich gehöre zu den Wenigen, die ihn bis dato nicht gelesen hatten. Als dann, zugegben zu einem sehr passenden Zeitpunkt in meinem Leben, ein Exemplar von "Das Café am Rande der Welt" zu verschenken in einer Bushaltestelle lag (kein Scherz), musste ich nicht lange überlegen und habe das Buch mitgenommen. Ohne Frage habe ich auch direkt zu lesen begonnen 😅
Ich war überrascht, was für ein dünnes Büchlein diese Legende ist, die John Strelecky unsterblich machte. Was mich noch mehr überraschte war jedoch der ganz simple Stil, in dem diese kurze Erzählung abgefasst ist. Wer große Lyrik erwartet, wird hier bitter enttäuscht. Die wahre Größe und Stärke dieses Büchleins liegen im schwergewichtigen Inhalt, der so unscheinbar daherkommt.
Ob der Inhalt dieser Erzählung mit einem resoniert, dürfte sehr von der aktuellen Lebenssituation und der Offenheit Sinn und Bestimmung gegenüber abhängen. In diesem Sinne habe ich durchaus verstanden, warum das Buch weltweit so gut ankommt. Gleichermaßen bin ich doch auch überrascht, dass es so ein Riesenerfolg ist, wo es so unscheinbar und schlicht daherkommt.
- Mona Kasten
Feel Again: Special Edition
(1.948)Aktuelle Rezension von: lena_11Der dritte Band der Again-Reihe von Mona Kasten war wunderschön und hat mir unfassbar gut gefallen😍🌸
Schon in den anderen Büchern habe ich mich in den emotionalen und feinfühligen Schreibstil der Autorin verliebt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte mich dadurch sehr gut in die Gefühle und eigene Welt der Charaktere hineinversetzen😍✨ Mir hat zudem die romantische und heimelige Atmosphäre gefallen. Es war so schön Zeit in dem tollen Setting in Woodshill zu verbringen, in die Welt einzutauchen und die Charaktere wieder zu treffen🤭✨
Die beiden Charaktere Sawyer und Isaac waren ebenfalls so schön ausgearbeitet. Sawyer war mir von Beginn an sympathisch. Sie ist liebevoll, aber auch sehr verunsichert und hat viel mit ihren Erlebnissen aus der Vergangenheit zu kämpfen. Isaac war mir ebenfalls sehr sympathisch. Er ist eine absolute Green Flag und immer für seine Mitmenschen da, wenn sie ihn brauchen.
Die Entwicklung der Beziehung im Verlauf hat mir sehr gut gefallen. Es war oft emotional und tiefgründig. Tropes wie Friends to Lovers oder Opposites Attract waren perfekt umgesetzt und haben die Geschichte noch schöner gestaltet😍✨
Alles in allem hat mir das Buch daher unfassbar gut gefallen. Eine wunderschöne Romance Geschichte, die mich so viel fühlen lassen hat und die ich nur jedem weiterempfehlen kann🌸🌷
- Diana Gabaldon
Outlander - Der Ruf der Trommel
(923)Aktuelle Rezension von: Mona-di-FenderWer Outlander, egal ob nun Buch oder Serie, kennt, weiß, dass es hier sehr oft hart zur Sache geht. So ist es auch in diesem Band. Dennoch eröffnet sich wieder eine atmosphärische Story, die malerische Landschaften zeichnet, uns auf hohe See entführt und zeigt, dass Liebe eine Menge überwinden kann.
⚠️ Bevor ihr weiterlest, möchte ich für das Buch und die Rezi aber eine Triggerwarnung aussprechen. Denn das Buch behandelt Themen wie Gewalt, Missbrauch, Rassismus und Sklaverei. Ich selbst gehe nicht ins Detail, kann die Themen aber nicht ganz außer Acht lassen.
Doch worum gehts überhaupt?
Claire und Jamie erhalten unter der Voraussetzung, dass sie im Falle von Aufständen Soldaten an die Krone stellen, Siedlungsland in North Carolina. Mitten im Nirgendwo bauen sie ihr neues Zuhause Fraser's Ridge auf. Gleichzeitig steigt bei Briana die Sorge um ihre Eltern: Eine alte Todesanzeige verrät ihr, dass die beiden in den späten 90er Jahren des 18. Jahrhunderts zu Tode kommen sollen. Um sie zu warnen, reist sie ihnen in die Vergangenheit nach - gefolgt von Roger, der das eigentlich vermeiden wollte.
Die Handlung wird uns über insgesamt vier bis fünf POVs erzählt. Wir verfolgen Claire, Jamie, Briana, Roger und erhalten zwischendurch sogar über Lord John einen Einblick in die Geschehnisse. Claire und Jamie müssen feststellen, dass das Zusammenleben mit den indigenen Völkern nicht immer ganz einfach ist. Rassismus, Misstrauen und nach wie vor Sklaverei spielen auch in diesem Band eine Rolle, sodass die beiden sich häufiger zusammen mit Young Ian in der Rolle als Vermittler:innen wiederfinden.
Briana hingegen findet in Schottland Hilfe bei ihrer eigenen Familie, muss in Amerika aber leider eine Erfahrung machen, die man wirklich keinem Menschen wünscht: Erneut getrennt von Roger, der die Rückreise durch die Steine garantieren möchte, wird sie vom Piraten Steven Bonnett missbraucht und in der Folge ungewollt schwanger.
Dieses Ereignis überschattet auch das Wiedersehen mit ihren Eltern. Missverständnisse nehmen zu und haben teilweise verheerende Folgen, während Briana sich der Situation ausgesetzt sieht, allen unverheirateten Männern angepriesen zu werden.
Die Autorin verknüpft hier die verschiedenen POVs, geschichtliche Ereignisse und die einzelnen Handlungsstränge geschickt zu einem großen Ganzen. Die Reihe zeigt für mich bisher eindrucksvoll, dass die Moderne gern romantisiert, dass die Geschichte faszinierende und schillernde Persönlichkeiten und Ereignisse enthält, aber eben auch viel Grausames.
Fazit: Ich bin von der Reihe bisher genauso begeistert wie von der Serie. Dennoch muss man sich bewusst machen, worauf man sich einlässt. Denn gerade die schweren Themen haben es in sich, weshalb ich eine Triggerwarnung im Hörbuch sinnvoll gefunden hätte und grundsätzlich für notwendig halte.
- Mona Kasten
Trust Again: Special Edition
(2.380)Aktuelle Rezension von: lena_11Der zweite Band der Again-Reihe von Mona Kasten war wieder wunderschön und hat mich wieder absolut überzeugen können🤭🥰
Bereits in den anderen Büchern der Autorin habe ich mich in den feinfühligen Schreibstil verliebt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt der Charaktere hineinversetzen und nicht mehr aufhören wunderschöne Textstellen annotieren💖✨ Mir hat zudem die romantische Atmosphäre gefallen. Es war so schön Zeit in dem tollen Setting in Woodshill zu verbringen🤭🌸
Die beiden Charaktere Dawn und Spencer waren ebenfalls so schön ausgearbeitet. Dawn war mir sofort sympathisch. Sie ist emphatisch, fürsorglich und immer für ihre Mitmenschen da. Nichtsdestotrotz hat sie viel in ihrer Vergangenheit erlebt und lernt damit umzugehen. Spencer war dahingegen anfangs eher noch etwas mysteriös für mich und ich konnte seinen Charakter nicht richtig greifen. Mit der Zeit wurde aber deutlich, dass hinter seiner Fassade mehr steckt als es scheint.
Die Entwicklung der Beziehung im Verlauf hat mir sehr gut gefallen. Es war oft emotional und tiefgründig. Tropes wie Second Chance oder Slow Burnh waren perfekt umgesetzt und haben die Geschichte noch schöner gestaltet😍✨
Alles in allem hat mir das Buch daher unfassbar gut gefallen. Eine wunderschöne Romance Geschichte, die mich so viel fühlen lassen hat und die ich nur jedem weiterempfehlen kann🌸🌷
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(907)Aktuelle Rezension von: Barbara_LandwehrIch habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.
Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.
Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.
Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.
Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.
Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?
Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.
Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.
Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.
- Michelle Obama
BECOMING
(383)Aktuelle Rezension von: annalog… für die USA und für die Welt.
Becoming gibt ganz aufrichtige Einblicke in die Geschichte der zielstrebigen ehemaligen First Lady Michelle Obama. Sie gibt Einblicke in den Weg, wie sie sich als junge Anwältin entwickelt, ihre eigenen Werte und Missionen entdeckt. Wie so den jungen Barack kennen und später auch lieben lernt. Mit welchen Auswirkungen ein politisches Amt und mehrere Wahlkampagnen eine junge Familie umzugehen hat.
Die Welt braucht mehr dieser idealistischen Realisten, die über ihren eigenen Nutzen hinweg a das Wohl vieler Menschen denken und Schotte unternehmen, um dieses zu verbessern. Unglaublich sympathisch geschrieben, lässt mich dieses Buch in der aktuellen Zeit leider melancholisch zurück.
- Marie Lu
Legend (Band 1) - Fallender Himmel
(2.299)Aktuelle Rezension von: MaggieMausWow !! Ab dem ersten Kapitel hatte mich das Buch schon in seinen Bann gezogen.
Eine unglaublich packende Geschichte über June und Day, zwei Menschen, die sich eigentlich nicht mögen sollten.
Viel Charaktertiefe, gute Wendungen, spannende Story! Ich fange sofort den zweiten Teil anSowas habe ich lange vermisst :) danke !
- E. L. James
Grey - Fifty Shades of Grey von Christian selbst erzählt
(1.149)Aktuelle Rezension von: Buchsucht_deEr hat alles unter Kontrolle. Sein Vermögen, seine Firma, seine Mitarbeiter, sein Leben. Alles läuft nach Plan. Bis eine schüchterne Studentin über die Türschwelle seines Büros stolpert und ihm einen kurzen Blick aus großen blauen Augen zuwirft. In diesem Moment kippt Christian Greys perfektes Universum. E L James liefert mit „Grey“ endlich das, wonach Fans jahrelang gedürstet haben: die Kult-Geschichte aus der Sicht der wohl bekanntesten Fifty-Shades-Figur.
Christian Grey ist 27, einer der reichsten Männer der Welt, CEO von Grey Enterprises Holdings, Kontroll-Freak. Sein Leben ist perfekt geordnet, effizient, diszipliniert und komplett leer. An einem Montagmorgen kommt Anastasia Steele in sein Büro, weil ihre Zimmergenossin krank ist. Ana kennt ihn nicht, hat keine Ahnung, wer er ist, und ist überhaupt nicht sein Typ. Trotzdem kippt in dem Moment, als er sie ansieht, etwas in ihm. Ein Sturm an Gefühlen, ein Drang, den er zunächst zu ignorieren versucht, der aber immer stärker wird. Was folgt, kennen Fifty-Shades-Fans in- und auswendig. Aber diesmal erleben wir es aus Christians Kopf.
Das absolute Herzstück ist für mich Christians erster Blick auf Ana. In der Ana-POV-Trilogie war das ihr peinlicher Moment beim Stolpern. Aus Christians Sicht ist es ein transformativer Augenblick. Wir sehen, wie sein Gehirn nach Erklärungen sucht, wie er versucht, die Gefühle einzuordnen, und wie er nach wenigen Sekunden weiß: Diese Frau ist anders. E L James zeigt seine Besessenheit als zwanghaften Sog, nicht als bewusste Wahl. Warum er nach Portland fliegt, um sie im Baumarkt „zufällig“ zu treffen, warum er ihr Sicherheitspersonal auf sie ansetzt, warum er ihr Blumen schickt: All das war aus Anas Perspektive mysteriös bis leicht bedrohlich. Aus seiner verstehen wir es endlich. Er kann nicht anders.
Ein zentraler Wert des Buches ist, dass wir Christians Kontroll-Verhalten endlich einordnen können. Es ist eine Trauma-Reaktion. Ein Kind, das jahrelang keinerlei Kontrolle über sein Leben hatte, wird zum Erwachsenen mit obsessivem Kontrollbedürfnis. Ganz wichtig zur Einordnung: Das erklärt sein Verhalten, entschuldigt es aber nicht. In realen Beziehungen sind Überwachung durch Sicherheitsdienst, Entscheidungen für die Partnerin und Grenzüberschreitungen Warnsignale für emotionale Gewalt, egal wie gut sie gemeint sind.
Wirklich bewegend fand ich die Einblicke in die Grey-Adoptivfamilie. Christian ist tief verletzt, aber nicht allein. Grace und Carrick, die ihn nach dem Tod seiner leiblichen Mutter aufnahmen, lieben ihn bedingungslos. Elliot ist der loyale Bruder mit Humor, Mia die energische kleine Schwester, die trotz seiner Distanz zu ihr durchbricht. Besonders die Mutter-Sohn-Beziehung zu Grace ist psychologisch stark: die eine Frau in Christians Leben, die ihm eine sichere Bindung ermöglicht hat.
Ich muss aber auch ehrlich zu den kritischen Punkten sein. Die BDSM-Darstellung bleibt problematisch. Die Vertragsklauseln, mit denen Christian Anas Ernährung, Schlaf und Kleidung auch außerhalb der Sessions kontrollieren will, entsprechen nicht gesunder Kink-Praxis. Echter BDSM basiert auf Safe, Sane und Consensual, und Alltag bleibt getrennt vom Kink. Auch die paternalistische Ana-Wahrnehmung ist reflexionsbedürftig. Christian sieht sie „so, wie sie sich selbst nicht sehen kann“, ein romantisches, aber auch problematisches Narrativ. Die Idee, dass der Mann die Frau in ihre Sexualität einführen muss, ist patriarchal geprägt. Zeitgemäßere Romance zeigt weibliche Hauptfiguren als vollständige Menschen von Anfang an.
Wichtige Hinweise: Fifty Shades ist Fiktion und kein Beziehungs-Ratgeber. Bei Interesse an authentischem BDSM lieber Fachliteratur lesen. Bei Trauma oder toxischen Beziehungsdynamiken bitte professionelle Hilfe suchen, Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter 116 016, rund um die Uhr, anonym. Und bitte unbedingt zuerst die Original-Trilogie lesen, dann „Grey“, „Darker“ und „Freed“.























