Bücher mit dem Tag "amerikanische geschichte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "amerikanische geschichte" gekennzeichnet haben.

163 Bücher

  1. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453272408)
    Stephen King

    Es

     (2.330)
    Aktuelle Rezension von: 99Hermione99

    Inhalt: Die Kleinstadt Derry in Maine wird in einem Zyklus von 27/28 Jahren immer wieder von einem grausamen Clown heimgesucht. Es. Dieses Monster findet Spass dran, Angst und Grusel zu verbreiten und Leute (kleine Kinder bevorzugt) zu ermorden. Im Jahre 1957 ist es wieder soweit. Doch dieses Mal ist der Klub der Verlierer am Start: Doch können Bill, Ben, Beverly, Mike, Eddie, Stan und Richie Es und damit ihre grössten Ängste bekämpfen? 

    25 Jahre später ruft Mike seine Freunde an, um sie zurückzuholen, da Derry erneut heimgesucht wird. 


    Meinung: 

    Ich hab angefangen zu lesen, weil ich noch nie zuvor eine Horrorgeschichte (geschweige denn von Stephen King) gelesen habe. Und dann bin ich hängengeblieben. Zwar war alles zuerst sehr verwirrend, denn es kommen dauernd neue Charaktere dazu und auch der Schauplatz wechselt permanent. Aber das stört gar nicht. Alle Figuren sind so brillant gestrickt, jeder hat seine eigene Hintergrundgeschichte. Ich konnte das fast 2000-seitige Buch kaum zur Seite legen. Interessanterweise änderte sich das jedoch etwas gegen Ende, als der Höhepunkt anstand. Die Kapitel sind relativ kurz, denn es wechselt dauernd zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dazu kommen noch Stränge von Nebenfiguren. Da wars mir manchmal zu langwierig. Und doch hab ichs fertiggelesen. Jetzt werde ich den Film schauen … mit 14 Jahren … 

    Ich kanns allen empfehlen, die lange und ausführliche Geschichten mögen, und von etwas Grusel nicht gleich Albträume kriegen!

  2. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453441590)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (717)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Der Autor schreibt über ein Autor der ein Buch darüber schreibt ob durch eine Zeitreise der Anschlag auf John F. Kenndy verhindert werden hätte werden können sehr schwer zu lesen. naja.

  3. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499218255)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (993)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Was für ein Buch! Ich hatte einen eher trockenen Klassiker erwartet und habe ein absolutes Highlight bekommen.

    Der Schreibstil hat mich extrem überrascht, absolut zeitlos, flüssig und so leicht, man fliegt förmlich durch die Kapitel. Nicht umsonst also ein hochgelobter Klassiker.

    Die Charaktere sind so gut ausgearbeitet. Man baut so schnell eine Beziehung zu ihnen auf. Ich habe Atticus für seine Ruhe und bedächtiges Handeln bewundert. Jem faszinierte mich mit seiner Entwicklung vom Kind zum verstehenden Jugendlichen. Scout rettet mit ihrer kindlichen Naivität so manch heikle Situation. Kurzum, ich hab alle ins Herz geschlossen.

    Zeitlos ist die Geschichte leider in den Aspekten Rassismus, Ablehnung gegen andere Lebensstile und andere Erziehungsmethoden. Mich begleitet Scouts Aussage immer noch sehr: "Ich glaube, es gibt nur eine Art von Menschen. Einfach Menschen.". Es regt also zum Nachdenken und Überdenken an. Ich hab so manches Mal den Kopf geschüttelt und glaube in vielen Fällen hat sich bis heute nur sehr wenig verändert. 

    Wirklich ein schönes und so wichtiges Buch, welches ich jedem ans Herz legen kann. Mein zweites Jahreshighlight!

  4. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783649640950)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.141)
    Aktuelle Rezension von: Rubinrot_Laura

    F. Scott Fitzgeralds meisterhaftes Portrait der goldenen Zwanziger als exklusive Schmuckausgabe. Long Island im Jahr 1922: Auf dem prächtigen Anwesen des jungen Millionärs Jay Gatsby amüsiert sich allabendlich die New Yorker High Society auf der Suche nach Spaß und Zerstreuung. Doch der geheimnisumwitterte Gastgeber selbst hat kein Interesse an diesen rauschenden Festen. Hinter seiner schillernden Fassade verbirgt er die tiefe Sehnsucht nach der einen Frau, die für ihn unerreichbar ist. Eine Sehnsucht, die zur Besessenheit wird. Die Zeichnungen des Buchkünstlers Robert Nippoldt machen diese Ausgabe des Klassikers zu einem ganz besonderen Schmuckstück. Eine Buchgestaltung im Stil des Art Deco, die stilgetreue Illustration – darunter zwei Panoramaformate auf Aufklappseiten – sowie 11 aufwendig gestaltete Extras lassen die einzigartige Stimmung im New York der Roaring Twenties lebendig werden: einer Zeit des wirtschaftlichen Wachstums, der ersten Wolkenkratzer, der Prohibition und der Exzesse, des berühmten Broadways und der Flapper, die sich den gesellschaftlichen Konventionen widersetzten.


     


    Cover:


    Jedes Mal, wenn man denkt, jetzt hat der Coppenrath das schönste Cover, bringen sie einfach ein noch schöneres raus. Der Große Gatsby hat ein fanatisches Cover mit Retro-optik erhalten. Die goldene Prägung auf dem schwarzen Cover sehen sehr edel aus, der Buchschnitt wurde schlicht Gold gestaltet, was mir auch sehr gut gefällt. Einfach ein richtiger Hingucker im Regal!


    Meine Meinung:


    Ich habe das Buch tatsächlich zum ersten Mal gelesen und kannte vorher nur den Film. Begeistert vom Film musste ich natürlich unbedingt das Buch lesen, da dies bekanntlich besser sein soll als der Film. Der Autor stammt selbst aus dieser Party-Gesellschaft, umso spannender war ich. Das Buch wird von Nick Carraway erzählt, der über seinen Nachbarn Jay Gatsby berichtet. Das Setting ist New York Island, wo rauschende Partys stattfinden. Im Ganzen kann man das Buch als sehr tragisch und dramatisch beschreiben. Die Liebe liegt hier auf jeden Fall im Detail. Anders als im Film erfährt man noch viel mehr Hintergrundwissen und der Autor nimmt einem mit auf eine spannende Zeitreise in die 20er Jahre. Der Roman ist sehr lesenswert und die zusätzlichen Extras werten die Geschichte auf. Natürlich sollte einem bewusst sein, dass Alkohol hier eine große Rolle spielt und Leute, die Probleme damit haben, sollten das Buch lieber vorsichtig lesen. Der Erzähler Nick Carraway war sehr sympathisch und hat mir einen guten Einblick in alle Geschehnisse gegeben. Besonders spannend fand ich, wie die damalige Gesellschaft dargestellt wird, dass auch in den Zwanzigern der Egoismus der Menschen die Gesellschaft prägte.


    Fazit:


    Für Fans von dramatischen Liebesgeschichten in den goldenen Zwanzigern der Reichen und Schönen.

  5. Cover des Buches The Hunger - Die letzte Reise (ISBN: 9783453319271)
    Alma Katsu

    The Hunger - Die letzte Reise

     (53)
    Aktuelle Rezension von: JosefineS

    Alles begann mit großer Hoffnung, als 1846 rund 90 Männer, Frauen und Kinder in Richtung Kalifornien aufbrachen. Doch der Siedler Treck, der später als „Donner Party“ in die Geschichte eingeht, steht bald vor einem Problem, die feindselige Umgebungen und das Klima machen die Reise zur Tortur. Bald halten Hunger und Zwistigkeiten Einzug. Als ein kleiner Junge verschwindet macht sich anfängliches, leises Misstrauen unter den Siedlern breit. Doch bald wird ihnen klar, dass sie in dieser einsamen Ebene keinesfalls alleine sind, irgendetwas folgt den Siedlern wie ein dunkler Schatten und es hat Hunger, unbändigen Hunger.

    Die Donner Party ist leider einer der bekanntesten Siedler Trecks dieser Zeit. Da hier leider alles schief ging, was nur schiefgehen konnte. Dank der Überlebenden und einigen Tagebucheinträgen der Reisenden, kann man im Nachhinein viele Geschehnisse und Abläufe gut nachvollziehen. Alma Katsu bedient sich dieser historischen Begebenheit und fügt fiktionale Elemente hinzu. Somit handelt es sich hier um keine reine Wiedergabe von geschichtlichen Fakten. Ich persönlich würde empfehlen, sich vor dem lesen etwas über die Donner Party zu informieren um vielleicht ihr fiktionales abweichen einschätzen zu können. Zumal sie auch eine eigene Interpretation von Charakteren mit einbringt. Interessante Podcast Folgen zum Thema habe ich bei „His2Go“ (Folge 25) und „Früher war mehr Verbrechen“ (Folge vom 25. Mai 2021) gehört. Ohne einige Hintergründe zu kenne, wäre ich wahrscheinlich nicht so in diesem Buch aufgegangen. Mich hat einfach die Umsetzung von Alma Katsu sehr interessiert, die Darstellung einiger handelnder Personen und Auslöser für Eskalationsmomente. Die „hungrigen Wesen“ sind selbstverständlich rein fiktiver Natur, ich mochte jedoch den möglichen Interpretationsspielraum, den sie uns damit ließ. Dauerhaft dem Hunger-/ Hitze- bzw. Kältetod ausgesetzt beginnt man schnell zu halluzinieren, vielleicht waren es auch die Schöpfungen der Autorin oder trieb tatsächlich einer der Mitreisenden sein wahnsinniges Spiel mit den Menschen. Auch der Grund für diese Erscheinungen war optional zu interpretieren. Somit wirkte die Geschichte sehr durchdacht und gut zusammengesetzt, wenn auch eher mit fiktionaler Spannung modifiziert als strikt geschichtlich. Mir fehlte, Aufgrund des Vorwissens, zwar die ein oder andere Begebenheit, die immense zeitliche Darstellung oder die Tiefe der vorherrschenden Verzweiflung. Ich bin aber insgesamt der Meinung, dass sie in ihrem Werk auch den Siedlern als Person sehr gerecht wurde, da diese Einblicke in deren Leben und Beweggründe gab und sie somit keine bloßen, arrangierten Statisten waren. Ein allumfassendes Buch, welches vor der Reise beginnt, sie detailliert beschreibt und sich auch intensiv mit der Rettung befasst, hätte einfach den Rahmen gesprengt. Somit ist die Kurzfassung jener Ereignisse zu entschuldigen, da es so vielleicht auch weniger historisch affine Leser begeistern könnte.

    Fazit: ich bin völlig in diesem Buch aufgegangen, da mich Alma Katsus fiktionale Umsetzung sehr interessiert hat. Ich empfehle sich zusätzlich vorher kurz über den historischen Hintergrund zu informieren.

  6. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257600209)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (1.016)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Der Schreibstil ist am Anfang verwirrend, wir springen zwischen Protagonisten und deren Erlebnisse hin und her. Ich hatte lange Probleme Homers und Dr. Larchs Handlungsstränge auseinander zu halten, ich hab die Namen immer verwechselt. Das legte sich aber immer mehr. Wenn man dem Buch Zeit gibt, legt sich ebenfalls das wilde Hin und Her und wird linearer.
    Die Geschichte... Tja, es ist keine leichte Kost, mit dem Thema Abtreibung hatte ich so gar nicht gerechnet. Natürlich geht es nicht nur darum, sondern auch um das Erwachsenwerden, seinen Platz und Bestimmung zu finden und vor allem diese annehmen zu können. Auf jeden Fall ist es eine lange Geschichte. Mit über 750 Seiten wirklich ein richtiger Roman. Anfangs enorm detailliert und gegen Ende fast ein wenig schnell im Verlauf, aber man hat nicht das Gefühl etwas zu verpassen und Langeweile kommt nie auf.
    Die Charaktere sind fein und vielschichtig ausgearbeitet, mir waren alle sympathisch, sogar Melony.
    Das Buch ist bereits 35 Jahre alt und könnte nicht aktueller sein. Ein Mammutwerk, aber absolut lesenswert und vor allem ein Titel, den wirklich viel mehr lesen sollten.

  7. Cover des Buches Vom Winde verweht (ISBN: 5051890268310)
    Margaret Mitchell

    Vom Winde verweht

     (753)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Hier wird die Geschichte der temperamentvollen Scarlett OHara erzählt. Rhett Butler  kämpft um das Herz der eigenwilligen Südstaatenschönheit. Doch bevor sie sich mit ihm einlässt muss sie erst schwere Enttäuschungen einstecken. Sie bricht die Herzen von vielen Herren und sie hat ihren ganz eigenen Plan und will ihrem Vater alles recht machen, aber auch ihrem Kopf und Herz folgen. Es ist ein Klassiker der Weltliteratur und Margaret Mitchell hat hier die Geschichte der Südstaaten großartig niedergeschrieben und eingebettet, in eine der größten Liebesgeschichten der Literaturgeschichte .

  8. Cover des Buches Die amerikanische Prinzessin (ISBN: 9783806234824)
    Annejet van der Zijl

    Die amerikanische Prinzessin

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Yolande
    Annejet van der Zijl wurde am 6. April 1962 in Leeuwarden, Niederlande geboren. Sie studierte Massenkommunikation und Journalismus in Amsterdam und London. Im Jahr 2000 erschien ihr erstes Buch "Jagthust", über eine baufällige Villa, die in den sechziger Jahren ein Treffpunkt für viele Künstler und Dichter war.
    Mit ihrem vierten Buch "Bernhard - a hidden history", einer Rekonstruktion des unbekannten frühen Lebens von Prinz Bernhard von Lippe-Bielefeld, dem deutschstämmigen Ehemann der niederländischen Königin Juliana, promovierte van der Zijl in Geschichte an der Universität von Amsterdam.
    Ihre Bücher wurden für mehrere historische und literarische Preise nominiert und 2011 erhielt Annejet van der Zijl den M.J. Brusse Award for Best Journalism.
    Sie lebt mit ihrem Mann, einem Journalisten, in Amsterdam.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Lovelybooks):
    Am 13. April 1927 geht Allene Tew im Hafen von New York an Bord der Mauretania. Sie lässt ein Leben hinter sich, das ihr alles geschenkt hatte, wovon sie als junges Mädchen vom Land einst träumte: Wohlstand, Ansehen, Mutterglück und die Liebe ihres Lebens. Fast alles hat sie wieder verloren. ›Die reichste und traurigste Witwe der Stadt‹ nennen die Klatschspalten Allene. Doch an diesem Tag bricht sie auf in eine neue Welt. In Europa wartet auf sie eine zweite Heimat, eine Zukunft als wahrhaftige Prinzessin, russische Gräfin und Patentante von Königin Beatrix.

    Das Buch ist flüssig geschrieben und liest sich wie ein Roman.
    Nach einem interessanten Beginn ergeht sich die Autorin leider immer mehr in die Beschreibungen des Lebens der Schönen und Reichen New Yorks zu Beginn der 20er Jahre.
    Das Leben der "amerikanischen Prinzessin" Allene Tew war durchaus abwechslungsreich und bewegt, es hat mich allerdings nicht sehr beeindruckt. Obwohl sie aus bescheidenen Verhältnissen stammte, gelang es ihr durch die Heirat mit einem reichen Erben in die Upper-Class aufzusteigen. Sie war ohne Zweifel eine kluge Frau und wurde auch von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont. Aber durch ihren Reichtum fiel es ihr doch um einiges leichter, ihrem Leben immer wieder eine neue Richtung zu geben. 
    Deswegen habe ich ihre Lebensgeschichte auch mit etwas gemischten Gefühlen gelesen. Mit vielen Millionen auf dem Konto fällt es doch bedeutend leichter, eine starke Frau zu sein.

    Fazit:  Ein bewegtes und abwechslungsreiches Leben - besonders beeindruckt hat es mich aber nicht






  9. Cover des Buches In den Straßen die Wut (ISBN: 9783499270437)
    Ryan Gattis

    In den Straßen die Wut

     (38)
    Aktuelle Rezension von: TinaGer

    James zieht den Ärmel seiner Trainingsjacke hoch, um zwei lange Narben zu zeigen. „Ich bin Veteran, ihr Hurensöhne!“ „Scheiße“, sagt Payasa, die jetzt ihr Hemd hochzieht und einen ganzen Schwarm von Narben an der Seite ihres Bauches zeigt. „Das da ist keine Narbe“, sagt sie zu James. „Das hier sind Narben.“ (S. 479)

    Sechs Tage im Jahr 1992. Überall brennt es. Ein Bürgerkrieg mitten im Herzen Los Angeles. Die machtlose Polizei überlässt die Stadt den Armeen der Gangs, die ihrer eigenen Agenda folgen. Ich mochte die Übersetzung nicht und mir war der Fokus auf die Gangs zu einseitig, doch alles in allem ein gültiger Einblick in das Geschehen der sinnlosen Gangkriege dieser Zeit. Die Tage der Gesetzlosigkeit mögen vorbei sein, doch was Los Angeles geblieben ist, ist die ständige Konkurrenz. Immer ist einer schneller, lauter, reicher und an jeder Straßenkreuzung heißt es, wer zuerst da ist, fährt zuerst. Ewige Konkurrenz pumpt die Stadt durch ihre Venen und lässt ihr Bewohner damals wie heute bluten. 

  10. Cover des Buches Middlesex (ISBN: 9783499258404)
    Jeffrey Eugenides

    Middlesex

     (506)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Erzählung umfasst die Familiengeschichte mehrerer Generationen: Griechische Emigranten, die ihre Heimat verlassen und sich in den USA um die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts eine neue Zukunft aufbauen. Im Zentrum steht die Ich-Erzählerin Calliope, die als pubertierendes Mädchen erkennt, dass sie beiderlei Geschlecht in sich trägt und fortan als Junge weiterleben möchte. Die vielen medizinischen Einblicke machen das Lesen zwar nicht immer flüssig, da zur Verständlichkeit viele fachlichen Ausdrücke nachgeschlagen werden müssen, jedoch wird die Thematik umso lehrreicher vermittelt. Für Kenner der griechischen Mythologie gibt es zahlreiche Hinweise zu historischen Elementen.


    Das Buch ist eine wuchtige und bereichernde Lese-Erfahrung. In über 700 Seiten enthält es viele wunderbare Geschichten, historische Anhaltspunkte und spannenden Familienzusammenhänge. Eigentlich ein Roman wie ich ihn mir wünsche: lehrreich, dramatisch, anregend und sprachlich einnehmend geschrieben, ohne Plattitüden und unnötigem Geschwätz. Ich habe diese Erzählung sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher des Autors.

  11. Cover des Buches Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford (ISBN: 9783442714483)
    James McBride

    Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford

     (27)
    Aktuelle Rezension von: unimatrix_zero
    Nach wahren Begebnissen aus eigenwilliger Perspektive erzählte Geschichte des Sklavenaufstands in den USA. Aufgeschrieben wurde hier die Geschichte des jungen Sklaven Henry Shackleford. 
    Ein altes Tagebuch wird gefunden und hier entspinnt sich die Geschichte um Henry, der mehr oder weniger unfreiwillig von seinem Master und der Familie getrennt wird. Der Junge wird eher durch Zufall bzw. „wider Willen“ in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika befreit. Der Sklavereigegner John Brown hält Henry aufgrund seiner feingliedrigen Statur für ein Mädchen und Henry belässt es dabei. Als „Henrietta“ hat er es leichter, sich als freier Mensch durchzubringen. Henry ist nun Waise, eigentlich hatte er es bei seinem Master nicht schlecht, er hatte nie Hunger leiden müssen und nun muss er auf den Reisen John Browns Bande täglich um sein Leben fürchten. 
    Den Aufklärer John Brown, der sich um 1850 in Amerika gegen die Sklaverei auflehnte, gab es wirklich. Um ihn und andere Sklavereigegner ist die erdachte Geschichte um Henry alias Henriette herumgestrickt. Mit gefällt die Atmosphäre des Buches, die sehr gut die einfache Denkweise und den Slang, die einfache Sprache der Sklaven zu vermitteln weiß. Teilweise liest sich Henrys Geschichte mit seinen vielen Anekdoten sehr unterhaltsam und amüsant, das Thema um den Sezessionskrieg bleibt jedoch ernst und blutig. Erinnert ein wenig an die TV Serie „Roots“ - das Buch hat aber durchaus Anspruch und ist sicher nicht leicht zu lesen.
  12. Cover des Buches Interview mit einem Vampir, 1 Blu-ray (ISBN: 7321983000874)
    Anne Rice

    Interview mit einem Vampir, 1 Blu-ray

     (573)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_thewild

    Es ist schon etwas länger her, aber ich weiß noch, dass dies eines der ersten Bücher war, die ich als Junge gelesen habe. Es war ein Geschenk vom Freund meiner Mutter und ich habe es regelrecht gefressen. Vorher war lesen eher eine Pflicht in der Schule, hinterher konnte ich mich an Büchern nicht sattlesen. Jeder hat dieses eine Buch, das einen zur Leseratte macht. Hier ist meines. 

    Über den Inhalt brauche ich hier wohl nichts schreiben. Aber das Buch unterscheidet sich doch in einigen Punkten vom Film. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, der Vampire mag und sie gerne in historischem Zusammenhang sieht. 

  13. Cover des Buches Der Klang der Zeit (ISBN: 9783104031675)
    Richard Powers

    Der Klang der Zeit

     (197)
    Aktuelle Rezension von: lenchen0712

    Der Klang der Zeit von Richard Powers war eine wirklich schöne Geschichte, welche die Gegenwärtigen und die ehemaligen dinge verbindet. Der Schreibstil war wirklich anspruchsvoll, aber dies hat die Geschichte nur großartiger gemacht, da man in die passende Stimmung kam, welche etwas melancholisches hatte.

  14. Cover des Buches Adam ist jetzt mit Eva befreundet (ISBN: 9783841902450)
    Wylie Overstreet

    Adam ist jetzt mit Eva befreundet

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eine interessante Idee: Was wäre passiert, wenn Mark Z. (bzw. die Winklevoss-Zwillinge) Facebook viel früher erfunden hätten, was hätte man damals nicht alles schon im Vorraus wissen können? Schön ironisch-humorvolle Gedankenspielereien, bei dem einem auch manchmal das lachen im Halse stecken bleibt, zB wenn Hitler Nationalismus bereits 1920 für eine "gute Idee" hält. Sehr amüsant so für zwischendurch, durchaus weiterzuempfehlen.
  15. Cover des Buches Killer City (ISBN: 9783404179121)
    Wolfgang Hohlbein

    Killer City

     (25)
    Aktuelle Rezension von: junia
    Wie kam ich zu diesem Buch?
    Durch Zufall wurde ich auf das Buch aufmerksam. Ich habe bereits einige Bücher von Wolfgang Hohlbein gelesen. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf dem eBook-Reader vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen. Es ist mein erstes Hohlbein-Buch seit Jahren.

    Wie finde ich Cover und Titel?
    Cover und Titel gefallen mir sehr gut, hat mich beides angesprochen.

    Um was geht’s?
    Normalerweise mag ich Zusammenfassungen in Rezensionen nicht (ihr seid ja wohl alle in der Lage, einen Klappentext zu lesen), aber hier möchte ich doch ein paar Sätze verlieren, weil der Klappentext irgendwie doch etwas irreführend ist.
    Erzählt wird aus der Perspektive Thornhills, bei dem schnell klar wird, dass er ein Mörder ist. Rückblenden (ein Großteil des Buches) beschreiben seine Vergangenheit als Junge während des Krieges in Gettysburg auf der Seite der Konföderierten, deren Haltung gegenüber den Südstaatlern und anderen Rassen er nach wie vor innehat, bis er fast hautnah die Grausamkeit gegenüber Zivilisten im Krieg mitbekommt. Er mordet aber nicht wahllos, sondern vorwiegend schlechte Menschen, die seinen Weg kreuzen (Zitat: Ich habe nie jemanden getötet, der es nicht verdient gehabt hätte.). Aber warum ist er jetzt eigentlich in der Stadt? Aus Rache? Die hatte er bereits Jahre zuvor, wie der Leser in den vielen Rückblenden erfährt. Aber irgendwie geht es doch darum.
    An einer Stelle heißt es: „Ich habe eine Aufgabe. Eine Mission. Ich weiß noch nicht genau, wie sie aussieht, aber sie ist wichtig.“ Nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich gestehen, ich weiß auch nicht genau, was nun seine Aufgabe war.
    Die Story wurde in den Rahmen der historischen Realität gedrückt, alles irgendwie um wichtige amerikanische Ereignisse herum positioniert. Sie beinhaltet eine Neuinterpretation des Wendigos, der durch Morden die Lebenszeit der Opfer in sich aufnimmt.

    Wie ist es geschrieben?
    Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann.
    Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Ich empfang die Geschichte als spannend ab der ersten Seite, allerdings schweifte es ab und zu in zu vielen Details ab. Die Zeitsprünge sind nicht gekennzeichnet, weshalb ich mehrmals das Gefühl hatte, den Faden verloren zu haben.

    Wer spielt mit?
    Die Charaktere und deren Entwicklung sind teilweise oberflächlich angerissen, teilweise ganz gut gezeichnet. Ich habe sie etwas kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Bei Thornhill geht eher um seine Vergangenheit als um das Jetzt. Und er ist auch nicht der erhabene Massenmörder, er kämpft selbst ständig um sein Leben. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. 

    Wie steht es mit der Fehlerquote?
    In meiner Ausgabe befinden sich noch einige Fehler. Mich stört das leider beim Lesen.

    Mein Fazit?
    Ich hatte mir aufgrund des Titels und des Klappentextes etwas anderes vorgestellt, dennoch hat mir das Buch ganz gut gefallen, somit erhält es von mir 4 von 5 Sternchen. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lese.
  16. Cover des Buches Willkommen in Wellville (ISBN: 9783446245273)
    T. C. Boyle

    Willkommen in Wellville

     (105)
    Aktuelle Rezension von: literat

    Das Buch ist absolut gut, ich finde die Sprache sehr ausdrucksstark, der Autor hat total den Sound der Jahre Anfang 20. Jh. in den USA eingefangen. Zumindest ist das für mich total glaubwürdig. Und auch der Betrüger, Charlie wird eigentlich liebenswert dargestellt, er ist nicht sooooo berechnend, sondern er ist halt so, er wurstelt sich lieber durch bzw. ist ein kleiner Schlaumeier, der lieber die Dummheit der Leute ausnutzt als für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten. Andererseits wird der viel geehrte und hoch geschätzte Arzt, Dr. Kellogg als absolut missionarisch unterwegs mit seiner natürlich und vegetarischen Lebensweise in seinem San, bloß gestellt. Mit seinem Riesen-Ego und vordergründig humanstischen und sozialen Beweggründen, aber im Grunde absolut totalitär und autoritär unterwegs, scheitert er schlussendlich. Ich finde das Buch echt besser, als Thomas Manns Zauberberg. Ich glaub, ich lese jetzt anschließend den Zauberberg.

  17. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

     (328)
    Aktuelle Rezension von: Charlea

    Wenn man an den Autor Truman Capote denkt, von ihm spricht oder liest, ist man unwillkürlich mit dem Werk "Kaltblütig" konfrontiert. Innerhalb einer Leserunde haben wir uns nun zusammengetan, um diesem Werk ebenfalls zu frönen - doch um ehrlich zu sein ist nach Auslesen des Buches nicht mehr als schale Enttäuschung an den Platz aufkeimender Euphorie getreten, die ich noch auf den ersten Seiten verspürte.

    Capote beschreibt in "Kaltblütig" das Verbrechen, dass 1959 in Holcomb, Kansas an einer Familie begangen wird - doch der Autor war so fasziniert von dem Fall, dass er den Tätern und den Opfern vor und nach der Tat eine Stimme gibt.

    So weit, so gut.... wenn er bei dem Versuch, die Geschichte aufzurollen, nicht auch sämtlichen Charakteren, die auch nur annähernd zu dem Fall befragt wurden oder auch nur in der Nähe einer der Personen war, eine Stimme zu geben. Im Grunde wirkt das Werk für mich wie eine reine Materialsammlung eines Autors, die nun noch einmal ins Reine gelesen werden muss, bevor sie ins Lektorat geschickt wird. Von den knapp 550 Seiten hätte die Hälfte bestimmt gekürzt werden können - und ich habe kein gutes Gefühl, wenn ich meine eigenen Worte hier so lese. Einem Autor das Werk kürzen? 

    Da es nicht das erste Buch von Capote für mich ist, werde ich dem Gesamtwerk des Autors noch eine weitere Chance geben, aber wie es schon einige vor mir in der Leserunde gesagt haben - den Hype an gerade diesem Buch habe ich nicht verstanden. Ist es einfach der reale Hintergrund der Geschichte? War Capote zum Zeitpunkt der Entstehung schon berühmt? Ich kann diese Fragen leider nicht beantworten.

  18. Cover des Buches Owen Meany (ISBN: 9783257600223)
    John Irving

    Owen Meany

     (466)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Irving gelingt es in diesem Roman, die Atmosphäre im Amerika der 50er und 60er Jahre bis hinein in die Zeit des Vietnamkrieges unterhaltsam und plastisch darzustellen. Hauptcharaktere sind zwei Jungen, die eng befreundet sind und diesen Lebensabschnitt miteinander gehen. Unterbrochen wird die Erzählung durch intermittierende Zeitsprünge in die 80er Jahre der Reagan-Aera, die nur noch einer der beiden, der Ich-Erzähler, erlebt. Ein Jugend- und Schelmenroman, der viel mit dem Sich- und Gott - finden zu tun hat, mit vielen religiösen und glaubensspezifischen Zügen. Es ist auch eine Erzählung über einen außergewöhnlichen kleinen Menschen, der durch seine Eigenschaften weit mehr Einfluss hat und übt als die anderen. Man fühlt sich gut unterhalten, es ist von alllem etwas dabei, was einen guten Roman ausmacht - Liebe, Leiden, Tragik, Glauben, Krieg, Familie, Abenteuer. 

    Diejenigen die in Irvings Büchern stets nach Bären, Wien, dem Ringen und Prostituierten suchen werden hier nicht fündig werden. 

    Owen Meany ist Irvings politischter Roman

  19. Cover des Buches Wasser für die Elefanten (ISBN: 9783832164027)
    Sara Gruen

    Wasser für die Elefanten

     (925)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Ich gehöre endlich auch zu den glücklichen Menschen, die dieses Zirkusbuch gelesen haben!

  20. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783837121025)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Federstrich

    Über lange Jahre habe ich schon viel zu Stephen King gelesen, gesehen und gehört. Vor allem im Verbund mit David Nathan sind Kings Hörbücher immer ein Gewinn. Die bisherigen drei Punkte Rezessionen wegen Langatmigkeit kann ich nicht nachvollziehen, im Gegenteil, ich hätte noch stundenlang weiterhören mögen. Alle Charaktere sind stark beschrieben und die Zeitreise ist von Beginn an fesselnd und faszinierend. Einzig die Bedeutung des Mannes mit der gelben Karte als eine Art Zeitwächter hätte King ein wenig mehr erläutern können, finde ich. Der Anschlag auf JFK und das drum herum scheinen mir wirklich gut recherchiert und die Beschreibungen des Autors erscheinen mir schlüssig. Mit diesem Buch hat sich Stephen King meiner Meinung nach übertroffen und nur in geringem Maße kommen die für ihn sonst so typischen Ausschweifungen ins Horrorfach durch.

  21. Cover des Buches The Invention of Wings (ISBN: 9780606368070)
    Sue Monk Kidd

    The Invention of Wings

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Caro_Lesemaus
    Sarah Grimké is the middle daughter. The one her mother calls difficult and her father calls remarkable. On Sarah's eleventh birthday, Hetty 'Handful' Grimké is taken from the slave quarters she shares with her mother, wrapped in lavender ribbons, and presented to Sarah as a gift. Sarah knows what she does next will unleash a world of trouble. She also knows that she cannot accept. And so, indeed, the trouble begins...

    Der Roman erstreckt sich mit verschiedenen Zeitsprüngen über mehrere Jahrzehnte.  Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive wechselnd aus Sicht des Sklavenmädchens Hetty/Handful und Sarah, der Tochter der Gutsherrenfamilie, für die Handful arbeitet. Zu Beginn des Romans sind beide 11 Jahre alt und werden bis ins mittlere Erwachsenenalter begleitet. Die Kapitel sind kurz und vor allem zu Beginn werden häufiger die gleichen Ereignisse aus Sicht beider Mädchen geschildert. Im Laufe des Erwachsenenlebens trennen sich ihre Wege, dennoch bleiben sie miteinander verbunden.  Die beiden sehr unterschiedlichen Blickwinkel fand ich interessant gewählt.  Letztlich führte dieser Ansatz aber auch dazu, dass ich oft das Gefühl hatte, nicht alles zu erfahren. Die Zeitsprünge trugen dazu bei, dass ich mich immer mehr als distanzierter Beobachter empfand und nicht richtig "drin" war in der Geschichte. Beide Mädchen und später Frauen träumen von ihrer ganz eigenen Version von Freiheit und versuchen, im Rahmen ihrer limitierten Möglichkeiten dafür zu kämpfen. Die gesellschaftliche Situation der Zeit hat die Autorin für mein Empfinden authentisch abgebildet. Die Geschichte hat mich berührt und insbesondere Handfuls Schicksal bzw. das "normale" Leben und die Schicksalsschläge, die auch die anderen Sklaven betreffen, machen fassungslos und traurig. Dennoch war für mich immer eine gewisse Distanz vorhanden. Vor allem durch die Perspektivwechsel und den Umschwung auf die ganz anders gearteten Probleme von Sarah, konnte ich mich emotional nicht vollständig in die Schicksale hineindenken. 
    Sprachlich sind die beiden Protagonistinnen gut voneinander abgegrenzt. Handfuls Kapitel enthalten zum Teil Slang, Sarahs Kapitel wirken dagegen eher gehoben, wie es sich für eine Tochter aus gutem Hause gehört. 

    Fazit:
    Ein gutes Buch, dass sich authentisch liest und eine berührende Geschichte bietet. Leider blieb für mich die ganze Zeit eine Distanz, die ich persönlich nicht überwinden konnte. 
  22. Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)
    Alice Walker

    Die Farbe Lila

     (312)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Das Buch besteht aus Briefen zwischen dem Protagonisten, Gott und ihrer Schwester. Gleich am Anfang schockiert der erste Brief mit einer Vergewaltigung, mit einer Tragödie, die einen abschreckt, einen tief im Inneren trifft und man nicht in der Lage ist, diesen Brief einfach so zu verarbeiten. Man muss innerlich ausatmen, ehe man sich dazu bringen kann, diesen ersten Teil zu überwinden und wenn man das schafft, liebt man die Protagonistin mit ganzem Herzen.

    »Ich weiß nicht, was ich grad denk, denk ich. Nix. Und so viel davon, wie ich nur kann.«

    Ich glaube, wenn man dem Buch ein Wort zuteilen möchte, so glaube ich, würde "Sehnsucht" am besten passen. Als Celie ein Foto der Sängerin ergattert, verliebt sie sich in das Bild, sehnt sich nach ihr mit aller Kraft, wünscht sich nichts Sehnlicheres, als wie diese Frau zu werden. Als dann die Sängerin vor ihrer Haustür steht, krank und kaputt und boshaft, pflegt Celie sie mit einer Hingabe, die ihr selbst fremd ist. Als stelle die Frau ihr Lebenssinn dar. Dann führt ihr Ehemann, der ein richtiges Ekel ist, genau mit dieser Sängerin eine Liebesbeziehung und Celie wird in ihrem Leben zum ersten Mal eifersüchtig.

    In dieser Dreiecksbeziehung aber gedeiht Celies Persönlichkeit. Sie wächst aus sich heraus und entdeckt zum ersten Mal in ihrem Leben, was sie sie sich wünscht.

    Beim Lesen erlebt man, wie sich die Figuren entwickeln, wie sie an Stärken gewinnen, an Weisheit und Leidenschaft, wie die Jahre ihre Persönlichkeit formen, bis sie zu völlig anderen Menschen werden und man es unmöglich schafft, sie mit den Figuren ganz am Anfang zu vergleichen. Und mit dieser Entwicklung entfaltet sich die ganze Stärke des Buchs, das dafür sorgt, dass man jede Figur schnell zu lieben lernt.

    Auch wenn das Buch absichtliche Rechtschreibfehler beinhaltet, auch wenn das Wort Kucken viel zu oft kommt, funktioniert das Buch und wird zu einem Erlebnis, das sich ins Hirn einbrennt, als hätte man das alles selbst erlebt.

  23. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783785749036)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (89)
    Aktuelle Rezension von: lesehaeschen

    Dieser 3. Band der Langdon-Reihe war mein erstes Buch von Dan Brown und bis jetzt auch mein Favorit. Ich finde es schade, dass er als einziger nicht verfilmt wurde.
    Am meisten faszinieren mich die Themen der Freimaurer und der Noetik (über die Seele) an diesem spannenden Thriller. Und auch den Antagonisten finde ich hier sehr gelungen: Vielschichtig und überraschend. Seine religiösen Rituale und die Kreativität der Entführungen u.ä. finde ich ebenso spannend.
    Außerdem sind in diesem Roman auch zwei starke Frauenfiguren (Catherine und Director Sato) im Vordergrund, die mir in den anderen Büchern Dan Browns ein wenig untergehen.
    Noch kurz zum Stil des Buches: Wer schon mal einen Dan Brown gelesen hat, kennt die vielen ausschweifenden Beschreibungen von Kunst und Gebäuden sowie seine Verschwörungstheorien, die typisch für ihn sind. Gleichzeitig finden wir hier einen teils brutalen und gut konstruierten Thriller vor. Vor allem Protagonist Robert Langdon trägt mit seiner charismatischen Art und seiner besonderen Qualifikation die Bücher.
    Als Hörbuch ist dieser Thriller sehr gut geeignet, da Synchronsprecher Wolfgang Pampel (übrigens die Synchronstimme von Harrison Ford) seine dunkle und angenehme Stimme ideal an die Figuren anpasst und ihnen individuelle Züge gibt. Ein großes Lob auch für die Melodien zwischen den Kapiteln, die sehr zur Orientierung beigetragen haben und die siebte Extra-CD mit interessanten Interviews und Bonusmaterial.

    Mein Fazit: Mein liebster Dan Brown und vor allem als Hörbuch ideal! Wer auf spannende und gut konstruierte Thriller mit vielen Infos über Verschwörungstheorien und Kunst & Kultur steht, dem sei dieser Thriller sehr empfohlen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 

  24. Cover des Buches Gelebte Geschichte (ISBN: 9783548375984)
    Hillary Rodham Clinton

    Gelebte Geschichte

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Golondrina
    Power-Ehefrau, Mutter, Vollblutpolitikerin. Mich hat wirklich die Person dahinter interessiert, wie macht sie das, was treibt sie an? Mit Abstand betrachtet, bekommt man mit dieser Biographie durchaus einen Blick auf den inneren Antrieb der Hillary Clinton. Auch privates kommt nicht zu kurz - Erlebnisse abseits der Protokollstrecke, Schmerz beim Auszug der Tochter, ihr Alltag im Weißen Haus.... Darüber hinaus erschließen sich beim Lesen Hintergründe und Abläufe amerikanischer Politik, obwohl dem Durchschnittsleser möglicherweise zum genauesten Verständnis Sekundärliteratur angeraten scheint. Whitewater beispielsweise nimmt gefühlt die Hälfte des Buches in Beschlag, damit war ich stellenweise überfordert. Auch die Fülle an Personen und deren detaillierte Beschreibung haben für meinen Geschmack den unverstellten Blick auf Clinton manchmal verdeckt. Dennoch: die Frau hat was zu sagen und sie tut es auch. Man mag nicht in allen Dingen mit ihrer Sicht übereinstimmen, dennoch wünsche ich mir mehr Politikerinnen ihres Schlages.

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