Bücher mit dem Tag "amputation"
34 Bücher
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.822)Aktuelle Rezension von: JoxannaJohn Greens Bestseller „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist ohne Frage eine hochemotionale Achterbahnfahrt, die mich allerdings mit sehr gemischten Gefühlen zurücklässt.
Die Geschichte um die krebskranke Hazel und den charmanten Augustus geht zweifellos unter die Haut. Stellenweise war das Buch für mich emotional kaum zu ertragen und hat ganz real meine eigenen Ängste vor dem Tod getriggert. Wer hier sensible Antennen hat, wird tief getroffen. Schön beschrieben fand ich dagegen die Reise nach Amsterdam, die dem Ganzen eine greifbare, atmosphärische Kulisse verlieh.
Dennoch konnte ich den gigantischen Hype um das Buch nicht an allen Stellen nachvollziehen. Der Schreibstil des Autors schwankt extrem – mal wirkt er fast zu simpel, im nächsten Moment bemüht anspruchsvoll. Besonders gestört haben mich die philosophischen Gespräche der beiden Protagonisten. Für Jugendliche in ihrem Alter wirkten diese Dialoge schlichtweg unglaubwürdig und künstlich konstruiert.
Auch die Suche nach dem Autor Van Houten im Buch – der sich als absolut unsympathisch entpuppt – und das verzweifelte Streben nach einer Fortsetzung seines Romans fühlten sich für mich an wie vergebliche Liebesmüh. An diesen Stellen zog sich die Handlung arg in die Länge und blieb paradoxerweise trotz der schweren Thematik an der Oberfläche.
Fazit: Ein bewegendes Buch, das wichtige Fragen aufwirft, aber durch seine oft unauthentischen Charaktere und Längen einiges an Potenzial einbüßt. Keine leichte Kost.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.605)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Unbekannte haben im Internet eine Jagd-Lotterie ins Leben gerufen. Jeder kann für eine Gebühr von 10 € den Namen einer Person einreichen, der man den Tod wünscht. Am 08.08. wird dann um 20:08 Uhr ein Name ausgelost und die betreffende Person bis zum nächsten Morgen als vogelfrei erklärt. Wem es gelingt diese Person zu töten dem winkt eine Fangprämie in Höhe von 10 Mio. €. Für Ben beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod als er erfährt, dass er ausgelost worden ist. In der ebenfalls nominierten Arezu findet Ben eine Verbündete...
Meine Meinung:
Ich mag den Film „The Purge“ und habe mich daher auf dieses Buch gefreut, das ihn als Inspirationsquelle genutzt hat. Was ich toll finde ist die Tatsache, dass dem Buch zwar die gleiche Idee zugrunde liegt, aber gleichzeitig jede Menge neue Einfälle eingebracht wurden. Das Buch ist keinesfalls eine blasse Kopie des Films und punktet mit vielen überraschenden Wendungen.
Das Erzähltempo ist hoch und das Buch ist ein richtiger Pageturner in dem viel passiert, weshalb man es in kürzester Zeit gelesen hat. Man fiebert sehr mit Ben mit (und auch mit Arezu) und hofft, dass er heil davonkommt. Die Spannung wird über das ganze Buch hinweg aufrechterhalten, weil Bens Leben immer wieder in höchster Gefahr ist. Außerdem stellen sich folgende Fragen, die einem mit Interesse dabeibleiben lassen: Wer hasst Ben so sehr, dass er ihn zur Jagd-Lotterie angemeldet hat? Wer hat die Jagd-Lotterie ins Leben gerufen? Wird es gelingen den Drahtziehern der Jagd-Lotterie auf die Spur zu kommen und ihnen das Handwerk zu legen?
Sehr gut hat mir die Idee gefallen, dass der Handlungsschauplatz anders als in „The Purge“ kein von einem Unrechtsregime regiertes Land ist und sich das Geschehen nicht in der Zukunft, sondern sich stattdessen im Deutschland der Gegenwart abspielt. Das macht alles noch bedrückender und man wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Dieser Thriller punktet nicht „nur“ mit spannenden Entwicklungen und Action, sondern es geht nebenbei auch um ein ernstes und aktuelles Thema. Es geht darum wie schnell sich Fake News verbreiten und wie schwer sie sich eindämmen lassen. Das wird sehr eindrücklich beschrieben. Die Falschmeldung, dass die Jagd-Lotterie von der Bundesregierung genehmigt wurde wird zwar glücklicherweise nicht von allen Menschen geglaubt, aber selbst wenn statistisch betrachtet nur 5 % der Bevölkerung extrem für Fake News anfällig sind wären das in einem Land wie Deutschland immer noch vier Millionen Menschen vor denen Ben sich in Acht nehmen muss. Einmal in der Welt können Fake News ein Eigenleben entwickeln:
„Eine Lüge, ein Gerücht, die sensationelle Falschmeldung. All das verbreitete sich wie eine Epidemie, steckt die Menschen an und springt von Empfänger zu Empfänger. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Erkrankten, deren Seeleninfiziert sind, ihre Krankheit nur selten wahrnehmen. Aber der Like unter dem peinlichen Kinderfoto, mit dem der Klassennerd gemobbt wird, kann noch tödlicher sein als Ebola. Wenn auch nicht für den, der sich von dem Hass im Netz anstecken lässt. Aber für den, der die Zielscheibe ist.“ (S. 168/169)
Außerdem wird aufgezeigt wie aus einer Ansammlung von Individuen ein aggressiver Mob werden kann und auch das ist ziemlich erschreckend und stimmt nachdenklich.
Warum habe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne vergeben?
Leider hatte dieses Buch für mich neben den genannten Stärken auch einige entscheidende Schwächen. Ich konnte nur bedingt nachvollziehen, dass Ben am Anfang nicht direkt zur Polizei gegangen ist als er erfahren hat, dass er von der Jagd-Lotterie als Opfer ausgelost wurde. Aber das allein hätte ich noch verzeihen können, da es nun einmal die Voraussetzung für den folgenden Wettlauf auf Leben und Tod gewesen ist. Leider gab es dann im weiteren Verlauf aber noch so einige weitere Aspekte, die mich ein bisschen gestört haben und die ich nicht so ganz überzeugend fand…
Einige Dinge waren mir zu konstruiert. Bestes Beispiel ist die Auflösung des Rätsels wer denn nun eigentlich den armen Ben für die AchtNacht nominiert hatte. Das war sehr überraschend und einfallsreich, aber ich fand es nicht zu 100% glaubwürdig, dass Ben das erst zu einem so späten Zeitpunkt herausfindet. Für die, die es genauer wissen wollen (ACHTUNG SPOILER): Ben wir plötzlich von der Erinnerung eingeholt, dass er sich selbst nominiert hat, weil er Schuldgefühle bzgl. des Autounfalls hat. Daran hat er sich zuvor nicht erinnert, weil er an dem besagten Abend sehr betrunken gewesen ist und einen Filmriss hatte.
Zudem gibt es den einen oder anderen Handlungsstrang, der zwar für zusätzliche Spannung sorgt, aber zugleich auch dafür sorgt, dass die Geschichte insgesamt dann doch etwas zu überladen und übertrieben daherkommt. Die beklemmende Szene mit der Prostituierten und der Handlungsstrang rund um den Gewaltexzesse fürs Darknet filmenden Dash waren mir ein bisschen zu viel. Für mich waren das etwas zu gewollt wirkende Versuche noch mehr aufsehenerregende Szenen in die auch so schon spannende Handlung einzubauen.
Ich finde außerdem, dass es besser gewesen wäre, wenn der Autounfall, den Ben verursacht hat eine andere Ursache gehabt hätte. ACHTUNG SPOILER: Ben hat das Lenkrad verrissen, weil seine Tochter während der Fahrt von einem weiteren Mitfahrer begrapscht wurde. Da Bens Tochter später nur vage Erinnerungen an die Sekunden vor dem Unfall hat weiß sie nur noch, dass sie angefasst wurde, aber nicht mehr von wem. Deshalb verdächtigen einige Leute Ben statt des eigentlichen Täters und Ben kann seine Unschuld nicht beweisen, weil sich seine Tochter sich nicht erinnert und somit nur Bens Aussage gegen die des Täters steht. Dieses Drama war mir zu bedrückend und mir wäre es lieber gewesen, wenn man das aus dem Buch gestrichen hätte. Eine andere Unfallursache hätte ich besser gefunden. Es war einfach schrecklich wie Ben zu Unrecht verdächtigt wurde seine Tochter angefasst zu haben und keine Möglichkeit hatte die Zweifel an seiner Unschuld auszuräumen.
Vor allem aber hatte ich mit dem Ende Probleme. Es werden zwar alle offenen Fragen beantwortet, aber auch hier wirkte einiges auf mich zu konstruiert und zu erzwungen. So erfährt man beispielsweise, dass Arezu unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, aber wie sich diese Erkrankung bei ihr zeigt war mir etwas zu klischeehaft und kam mir nur bedingt authentisch vor. Außerdem finde ich es gar nicht gut, dass Ben am Ende seinen eigenen Tod vortäuschen muss, weil die Öffentlichkeit ihn des Mordes, Totschlags und sexuellen Missbrauchs für schuldig hält. Er ist zwar unschuldig, aber er wird das nie beweisen können und will seine Tochter durch seinen vorgetäuschten Tod schützen. Seine Tochter hat aber wirklich schon genug mitgemacht und ich finde es trotz Bens guter Absicht nicht in Ordnung, dass er sie in dem Glauben lässt er sei gestorben. Zu allem Überfluss ist Ben außerdem am Ende querschnittsgelähmt. All das zusammen hat dafür gesorgt, dass ich das Ende insgesamt zu deprimierend und hoffnungslos fand. Die Ungerechtigkeit unter der Ben zu leiden hat ist einfach nur furchtbar und nicht so leicht auszuhalten. Vor allem aus diesem Grund würde ich das Buch kein zweites Mal lesen.
Fazit:
Das Buch ist ein Pageturner, den man in kürzester Zeit gelesen hat. Ich fand zwar einige Dinge etwas übertrieben und einiges war mir zu konstruiert bzw. wirkte mir etwas zu gewollt, aber ich hatte nichtsdestotrotz eine gute Zeit mit dem Buch und habe es insgesamt gerne gelesen. Aufgrund der bereits erläuterten Schwachstellen, die das Buch meiner Meinung nach hat, würde ich es aber nicht noch einmal lesen. Vor allem mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden.
Ich werde trotzdem noch anderen Büchern des Autors eine Chance geben, weil ich u. a. auch schon „Mimik“ von ihm gelesen habe und das war für mich ein 5-Sterne-Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
- Albert Espinosa
Club der roten Bänder
(201)Aktuelle Rezension von: booksforeverAls Buchverlage zur Serie beworben konnte das Buch dahingehend meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Einige Erzählungen konnte man wiederfinden, allerdings ging es eher um Albert Espinosa und seine 23 Erfahrungen, die er aus seinem Kampf gegen den Krebs erlangt hat. Diesen Teil fand ich sehr gelungen, es gab inspirierende Zitate und Texte, die zum Nachdenken anregen. Im letzten Viertel des Buches ging es um die Gelben, damit konnte ich nicht wirklich etwas anfangen, weshalb ich dem Buch insgesamt 3,5 Sterne vergebe.
- Jan Beck
Das Spiel – Es geht um Dein Leben
(264)Aktuelle Rezension von: Benni91„Das Spiel“ von Jan Beck ist Band 1 einer Thrillerreihe, welche sich um die Europol-Ermittler Inge Björk und Christian Brand dreht. Diese untersuchen den Tod einer Joggerin, die allem Anschein nach brutal misshandelt wurde. In diesem Kontext scheinen auch unheimliche Skorpion-Tattoos eine zentrale Rolle zu spielen, die unter UV-Licht markant leuchten und Personen markieren bzw. Identifizieren, auf deren Tod eine Belohnung ausgesetzt ist. Dabei werden alle Hemmungen über Bord geworfen. Der Journalist Werner Krakauer, der unheilbar erkrankt ist, schleicht sich in das Spiel ein und versucht dieses von innen heraus zu zerstören. Dabei begibt er sich selbst in höchste Gefahr. Und auch Björk und Brand geraten im Rahmen ihrer Ermittlungen in das Spiel hinein….
Die Geschichte ist wirklich gut und innovativ und bietet eine Vielzahl an spannenden und rasanten Momenten. Mit den Ermittlern und den potentiellen Opfern kann man sich allesamt gut identifizieren. Einige Szenen sind wirklich brutal und definitiv nichts für allzu Zartbesaitete. Es ist wirklich erschreckend zu erkennen, wozu manche Menschen unter Umständen in der Lage wären. Ein klarer roter Faden ist erkennbar und gipfelt in einem brachialen Showdown, in dem viele Fragen beantwortet werden. Teilweise sind Passagen einen Tick zu lang geraten meiner Meinung nach, deshalb nicht volle, aber gute 4 Sterne.
- Kristina Moninger
Four Secrets to Share (Breaking Waves 4)
(178)Aktuelle Rezension von: AukjeLee's Traum Profisurferin zu werden und auf Hawaii zu leben wurde war. Doch nach einem Unfall hat sie ihren Arm verloren und surft nicht mehr. Als ihr Odina aber eine wichtige Nachricht auf ihrem Handy hinterlassen hat, macht sie sich nach 10 Jahren auf dem Weg nach Harbour Bridge. Doch sie traut sich erstmal nicht sich mit Avery, Isabella und Odina zu treffen da sie den drei etwas über das Verschwinden von Josie all die Jahre verschwiegen hat. Also versteckt sie sich im Haus von Parker, ihre große Jugendliebe, da sie denkt das er nicht da wäre. Doch so ist es nicht und die beiden sehen sich irgendwann gezwungen sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Zudem muss sie endlich Avery, Isabella und Odina erzählen was wirklich in der Nacht von Josie's verschwinden passiert ist.
Der Anfang des Buches ist für meinen persönlichen Geschmack ein wenig zu viel in Jugendsprache geschrieben und ich war kurz davor das Buch zu beenden. Das ändert sich aber und auch die Story selber wurde interessanter. Wie in den drei Teilen zuvor sind mir die männlichen Charaktere viel sympathischer als die Weiblichen. Auch dieses Buch kann man unabhängig von der Reihe lesen, aber es würde eher Sinn machen sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Zudem erfährt man nun endlich alle Hintergründe über Josie's verschwinden und ob sie noch lebt oder verstorben ist.
- Ursula Poznanski
Das Signal
(313)Aktuelle Rezension von: SalanderLisbethIm Zentrum der Geschichte steht die Innenarchitektin Viola Decker, die im Krankenhaus aufwacht und mit der Amputation eines Beines zurechtkommen muss. An den schweren Unfall im Weinkeller ihres alten renovierbedürftigen Hauses kann sie sich nur bruchstückhaft erinnern. Obwohl sich ihr Mann Adam, ein smarter Marktforscher, der in der Öffentlichkeit steht und viele weibliche Fans hat, rührend um sie kümmert, vermutet die Mittdreißigerin noch im Krankenhaus, dass er sie verlassen wird. Viola bleibt im Erdgeschoss ans Haus gefesselt und muss sich gegen eine wortkarge, übergriffige Pflegerin durchsetzen. Um ihren Mann und ihr gesamtes Umfeld auszuspionieren, installiert sie winzigkleine GPS-Tracker.
Leider hat mich das digitale Katz-und-Maus-Spiel schnell gelangweilt. Das Misstrauen, dass Viola ihrem Ehemann, mit dem sie seit Jahren verheiratet ist, von Anfang an entgegenbringt, war für mich nicht nachvollziehbar erzählt. Die Schilderungen der alltäglichen Routinen ermüden auf Dauer. Dagegen sind die körperlichen wie psychischen Herausforderungen, denen die Protagonistin ausgesetzt ist, noch das Interessanteste, wirken sensibel ausgearbeitet und fundiert. Violas Bemühen um Autarkie, um schnell wieder Kontrolle über das eigene Leben zu bekommen, nachvollziehbar beschrieben.
Spannung soll auch dadurch entstehen, dass die Ich-Erzählerin uns einiges aus ihrer Vergangenheit verschweigt. Für mich hat das leider gar nicht funktioniert, der Plot tritt auf der Stelle. Es fehlt an Tempo, und überraschende Wendungen oder Twists sucht man vergebens.
- Cynthia D'Aprix Sweeney
Das Nest
(201)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin"Das Nest" ist ein Treuhandfonds, den der bereits verstorbene Familienvater Leonard Plumb für seine vier Kinder angelegt hat. Dieser sollte am 40. Geburtstag der jüngsten Tochter Melody ausgezahlt werden. Wenige Monate zuvor verursacht der älteste Sohn Leo jedoch einen Unfall, weshalb Mutter Francie den Fonds als Schweigegeld für das Unfallopfer verwendet, um einen Skandal zu verhindern. Dummerweise hatten die Kinder jedoch mit der Auszahlung eines millionenschweren Erbes gerechnet, so dass sie sich nicht aus ihren bestehenden Finanzkrisen heraushelfen können. Leo vertröstet seine Geschwister zunächst und verspricht, sich um einen Ausgleich zu kümmern, aber dann verschwindet der Lebemann klammheimlich.
Der Roman ist aus der Perspektive zahlreicher Charaktere geschrieben, dass es zunächst schwerfällt, einen Überblick über alle Figuren zu erhalten und die Zusammenhänge zu erkennen. Es werden nicht nur Szenen aus dem Leben der vier Geschwister Plumb geschildert, sondern auch aus denen von Nebencharakteren, die für die Handlung keine wesentliche Rolle spielen. Auf diese Weise kommt man keinem Charakter wirklich nah, sie blieben distanziert und undurchsichtig. Auch stört die am Anfang sprunghafte Erzählweise den Lesefluss. Die einzelnen Episoden und Rückblenden wirken zusammenhanglos und es fehlt an einer aktiven Handlung, da sich der Roman mehr mit den Gedanken und Sorgen der Protagonisten beschäftigt.Erst als der Fokus stärker auf Leo rückt und sein Charakter, der sich als eine arrogante, überhebliche und egoistische Persönlichkeit entpuppt, die keinerlei Unrechtsbewusstsein zu haben scheint, sich seine Schuld nicht eingesteht und für sich selbst einen Neuanfang möchte, wird das Buch interessanter und spannender. Leider verliert sich die Handlung dann erneut in Nebenschauplätzen, so dass sie am Ende nicht spannender sondern ermüdender wird.
"Das Nest" ist für mich kein klassischer Familienroman, denn dafür fehlte mir eine durchgehende Interaktion der Geschwister. Es bleibt vage, wie die Geschwister gemeinsam aufgewachsen sind und in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen. Verbindendes Element scheint einzig der Treuhandfonds zu sein, weshalb sie sich überhaupt um Treffen bemühen. Details aus den Leben der jeweils anderen kennen sie nicht. Die Rolle von Mutter Francie ist nebulös und warum sie das Erbe eingesetzt hat, um negative Schlagzeilen zu vermeiden, wird nicht klar.Auch wenn der rote Faden die ausstehende Wiedergutmachung Leos ist, auf die sich die Geschwister verlassen, um ihre finanziellen Probleme zu lösen, verliert sich der Roman in diversen Nebenhandlungen, die völlig beliebig und für den Fortgang der Handlung unerheblich sind, so dass er etwas langatmig und unfokussiert erscheint. Auch die fehlende Nähe zu den Charakteren erschwert es, an ihren Schicksalen teilzuhaben, so dass die Handlung weder sonderlich fesselt noch emotional berührt. - Fine Sturm
Auf sieben Beinen
(94)Aktuelle Rezension von: UlrikeBodeDas Cover ist sehr schön gestaltet und passt toll zum Inhalt.
Die Protagonisten sind sehr lebendig und bildhaft beschrieben und auch in ihren Charakteren toll ausgearbeitet.
In einem wunderbaren und empathischen Schreibstil hat mich die Autorin sehr gefesselt, zumal es der erste Roman ist. den ich von ihr gelesen habe.
Ein sehr gesellschaftskritisches Thema wurde hier sehr authentisch umgesetzt, nämlich die eigene Akzeptanz und die der Gesellschaft einer sichtbaren Behinderung, die keinem Schönheitsideal entspricht aber auch der Umgang damit.
Sie ist Scham besetzt, macht unendlich einsam und sorgt letztendlich für Depressionen und ein sehr schwaches Selbstwertgefühl.
Wenn man den Titel genau liest und interpretiert, weiß man als Leser worum es geht.
Einige unverhoffte Wendungen verleihen der Geschichte außerdem einen guten Spannungsbogen und führen zu unerwarteten Turbulenzen.
Auch die Schuldfrage und Vergebung ist hier von großer Bedeutung, denn wie es das Schicksal oft will, schließt sich ein Kreis voller Dramatik und Emotionen zu einem wunderbaren Ende.
Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben, denn dieser Roman macht Mut und Hoffnung, ist tiefgründig und trotzdem schön zu lesen.
Vielen Dank
- Robert Galbraith
Career of Evil
(51)Aktuelle Rezension von: Caro_LesemausWhen a mysterious package is delivered to Robin Ellacott, she is horrified to discover that it contains a woman's severed leg. Her boss, private detective Cormoran Strike, is less surprised but no less alarmed. There are four people from his past who he thinks could be responsible - and Strike knows that any one of them is capable of sustained and unspeakable brutality. With the police focusing on the one suspect Strike is increasingly sure is not the perpetrator, he and Robin take matters into their own hands, and delve into the dark and twisted worlds of the other three men. But as more horrendous acts occur, time is running out for the two of them...
Im 3. Fall für Cormoran Strike und Robin Ellacott wird es - im Vergleich zu den beiden Vorgängern - ungewohnt düster. J. K. Rowling blickt tief in menschliche Abgründe und die drei Verdächtigen, auf deren Spuren sich Cormoran und Robin begeben, haben wirklich eine "Karriere des Bösen" hingelegt. Beschönigt wird hier nichts.Die Detektivarbeit ist gewohnt spannend beschrieben, wobei Robin nun nach einigem Training durch Cormoran auch Alleingänge hinlegt und man sie nicht nur im privaten Umfeld allein in Aktion erlebt. Trotz ihres Trainings und ihrer guten Arbeit ist sie immer noch geplagt von Selbstzweifeln, die zum Teil glaubwürdig, zum Teil etwas übertrieben wirkten. Auch in ihrem Privatleben gibt es viele offene Fragen und nichts scheint mehr so, wie es immer geplant oder klar gewesen war. Insbesondere in Bezug auf ihre Beziehung dreht Robin sich gedanklich immer wieder im Kreis und ist unentschlossen. Das alles zusammen macht sie als Figur authentischer. In diesem Teil wird die Vergangenheit zum wichtigen Thema: Nicht nur Strike gibt viele Einblicke in seine Jahre als Soldat und seine Erinnerungen an Mutter und Stiefvater, sondern auch Robin wird (auch getrieben durch ihre privaten Sorgen) redseliger und gibt viel von sich preis. Das hat mir die beiden noch sympathischer gemacht und näher gebracht, auch wenn ich sie schon aus den beiden Vorgängern mochte.Stilistisch gibt es eine Veränderung im Vergleich zu den beiden ersten Fällen: Immer wieder sind kurze Kapitel mit Einsichten in die Welt des Täters eingeschoben. Diese sind wie der Rest des Krimis in der 3. Person geschrieben, verursachen aber auch ohne die Ich-Perspektive genügend Gänsehautfeeling. Besonders gut finde ich, dass Dialoge immer wieder im typischen Dialekt oder Slang geschrieben sind. Das war auch schon bei den ersten beiden Teilen so. Es trägt dazu bei, sich in die jeweilige Situation und sprechende Figur hineinzuversetzen. Ich wiederhole mich zwar eigentlich nicht gern, aber ich kann es nur immer wieder betonen: J. K. Rowling kann einfach schreiben und ich liebe ihren Stil. Auch in diesem Buch schafft sie es wieder, ihre Charaktere und die Umgebung detailliert darzustellen und Bilder im Kopf zu erzeugen.
Fazit:Es ist erneut ein Detektivroman, aber dieses Mal in deutlich düsterer Gesamtstimmung mit Gänsehautfeeling, was mir sehr gut gefallen hat. Ich gebe erneut eine Leseempfehlung und freue mich sehr auf den (hoffentlich) 4. Fall für Cormoran Strike und Robin Ellacott. - Veit Etzold
Tränenbringer
(97)Aktuelle Rezension von: ShadyDie Thriller rund um Veit Etzold und die Ermittlerin Clara Vidalis gehören für mich klar in die Kategorie „nichts für schwache Nerven, aber genau deshalb so gut“. Die Geschichten sind düster, direkt und oft sehr schonungslos erzählt – genau diese Konsequenz macht aber auch den Reiz der Reihe aus.
Was mir besonders gefällt, ist das hohe Tempo. Kurze Kapitel, schnelle Szenenwechsel und immer wieder Cliffhanger sorgen dafür, dass man kaum aus dem Lesen rauskommt. Man denkt oft „nur noch ein Kapitel“ – und ist plötzlich mitten in der nächsten Eskalation.
Clara Vidalis selbst ist eine starke, glaubwürdige Figur, die sich durch die Fälle kämpft, ohne dabei überzeichnet zu wirken. Auch das Ermittlerteam und die kriminalistischen Hintergründe sind gut eingebunden und wirken solide recherchiert, ohne dass es trocken wird.
Inhaltlich bewegt sich die Reihe häufig im extremen Bereich: Gewalt, psychologische Abgründe und sehr harte Fälle stehen im Mittelpunkt. Genau das macht die Bücher so intensiv – gleichzeitig sollte man wissen, worauf man sich einlässt, wenn man zu dieser Reihe greift.
Insgesamt ist die Clara-Vidalis-Reihe für mich eine klare Empfehlung für alle, die kompromisslose, düstere und temporeiche Thriller mögen, die einen auch mal an die Grenzen des Erträglichen bringen.
- Ava Reed
Whitestone Hospital - Colliding Hearts
(82)Aktuelle Rezension von: Chianti_ClassicoJess Collins ist eine Künstlerin, doch der Erfolg blieb ihr bisher verwehrt.
Ian Rice ist Thoraxchirurg am Whitestone Hospital in Phoenix.
Ihre Wege haben sich bereits gekreuzt, und die beiden blieben in Kontakt, bis Jess Ian nach einem Date gefragt hat.
Nun ist sie zurück in Phoenix und Ian möchte um Jess kämpfen, doch was passiert, wenn etwas ihr Glück bedroht, das sie nicht beeinflussen können?
"Colliding Hearts" von Ava Reed ist der fünfte und finale Band der Whitestone Hospital Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Jess Collins und Dr. Ian Rice erzählt wird.
Auf Ians Geschichte hatte ich gehofft, seit ich den ersten Band gelesen habe, da ich ihn schon da sehr mochte!
Er ist ein attraktiver und erfolgreicher Arzt, der nichts anbrennen lässt und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Er sucht eigentlich nichts Ernstes, ist eher auf Spaß aus, doch dann trifft er auf Jess, die Schwester der Assistenzärztin Laura, deren Betreuer er ist.
Jess lebt für ihre Kunst, doch bisher wurde ihr der Traum einer eigenen Ausstellung verwehrt. Sie hat einen Kredit aufgenommen, um über die Runden zu kommen, und zieht zu Laura nach Phoenix, um in der Nähe ihrer Schwester zu sein.
Jess wurde schon oft verletzt, vertraut nicht leichtfertig. Auch sie mochte ich sehr.
Als Jess Ian nach einem Date gefragt und er sich daraufhin zurückgezogen hat, hat es sie sehr geschmerzt.
Sie war auf dem besten Weg, sich in ihn zu verlieben, denn der Frauenheld hat auch eine einfühlsame und fürsorgliche Seite, die etwas in Jess berührt hat.
Ich mochte die Geschichte der beiden richtig gerne! Man merkt, dass die beiden vertraut miteinander waren, da sie über einen längeren Zeitraum miteinander geschrieben haben und ihre Beziehung war zu Beginn echt einfach und mühelos. Fast zu schön, um wahr zu sein und dann kam es natürlich, wie es kommen musste.
Ich war doch überrascht von dem Handlungsverlauf, da ich damit überhaupt nicht gerechnet hätte, fand das Thema aber richtig spannend!
Und ich mochte es, dass wir endlich eine Patientin bekommen haben, die wir über einen längeren Zeitraum begleiten konnten. Das hat mir in den vorherigen Bänden immer gefehlt.
Da hat man gefühlt nur die Diagnose bekommen, aber zum Teil nie herausgefunden, was aus den Menschen geworden ist.
Auch der Handlungsstrang rund um Lauras Ex-Freund kam spannend und gelungen zu einem Ende.
Ich fand es hier nur etwas schade, dass wir zwar etwas mehr über Ian und seine Hintergründe erfahren haben, aber gefühlt nur an der Oberfläche gekratzt haben. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Sam etwas mehr in den Fokus gerückt worden wäre.
Und auch von den anderen Assistenzärzten haben wir leider nur wenig gesehen, was auch verständlich war, weil Jess eben kein Teil des Krankenhauses war.
Aber zumindest am Ende hätte ich gerne nochmal alle zusammen erlebt. Das hätte das Ende für mich richtig rund gemacht.
Aber auch so ein spannender Abschluss der Reihe, der definitiv berühren konnte!
Fazit:
"Colliding Hearts" von Ava Reed ist ein gelungener Abschluss der Whitestone Hospital Reihe!
Ich mochte Ian und Jess richtig gerne und auch ihre Beziehung hat mir sehr gut gefallen!
Die Handlung konnte mich überraschen, da ich mit so einem Verlauf nicht gerechnet habe, fand sie sehr spannend und berührend!
Ich hätte gerne noch mehr von Ians Familie und auch den anderen Assistenzärzten gesehen, die sind mir im finalen Band doch etwas zu kurz gekommen.
Aber auch so hat es mir sehr gut gefallen und ich vergebe vier Kleeblätter! - Rena Fischer
Das Lied der Wölfe
(128)Aktuelle Rezension von: HopeandliveWir befinden uns im schottischen Hochland. Die junge deutsche Biologin Kaya wird von dem einflussreichen Milliardär Alistair Mckinley eingeladen um ihn bei einem ungewöhnlichen Projekt zu unterstützen. Er will auf seinem weitläufigen Grund wilde Wölfe ansiedeln um das komplizierte Ökosystem wieder in Balance zu bringen. Im Yellowstone Nationalpark hat das auch sehr gut funktioniert. Allerdings ist Schottland das Land der Landwirtschaft und der Schafzucht und die dortige Bevölkerung ist aus vielen Gründen alles andere als begeistert von diesem Projekt. Doch Kaya stört das nicht, sie liebt ihre Arbeit mit den Wölfen und ist gespannt auf dieses neue Projekt.
Allerdings verläuft der Start doch etwas holprig, denn gleich am Bahnhof wird sie von Nevis, ich sag nur "sturmblaugrau" abgeholt, Alistairs Sohn und ein ehemaliger Elitesoldat, der ihr gleich mal auf militärisch zackige Art klar macht, was er denn von dem Projekt seines Vaters hält. Kaya, auch nicht auf den Mund gefallen, gibt ihm eine passende Antwort und so wird dem Leser gleich mal klar, dass hinter der beiderseitig gezeigten Ablehnung eigentlich etwas anderes verborgen ist. Sowohl Nevis als auch Kaya kämpfen mit den Folgen traumatischer Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die es den beiden alles andere als leicht macht zueinander zu finden und als ob das nicht genügt wird Kaya sehr schnell klar, dass sich hinter der Fassade des Herrenhauses ein schreckliches Familiengeheimnis verbirgt, dass das Leben aller überschattet.
Mir hat diese Geschichte in großen Teilen sehr gut gefallen, ganz besonders die Passagen über die Wölfe wobei doch sehr viel Theorie dabei war und nur wenig geschilderte Begegnung. Die Autorin hat jedoch sehr gut herausgearbeitet wie schwer die Folgen von Kriegstraumata sind, für die betroffenen Soldaten wie auch für alle Angehörigen und nicht alle schaffen den Weg wieder ins Leben zurück. Dennoch gibt es auch sehr viel Humor und Highlandfeeling was mir sehr gut gefallen hat.
- Emily Houghton
Bevor ich dich sah
(89)Aktuelle Rezension von: aliceimbuecherland14Diese eher andere Liebesgeschichte hat mich driekt angesprochen.
Leider war sie mir an manchen Stellen zu bedrückend und schwer, da sie zum größten Teil im Krankenhaus spielt.
Nichtsdestotrotz gibt es jede Menge positive Momente und am Ende ein Happy End.
Ganz mitreißen können hat mich die Geschichte der Protagonisten nicht, es war mir einfach zu viel Herzschmerz, der für mich nicht immer schlüssig war.
- Ella Dove
Fünf Wörter für Glück
(79)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderHeidi ist Ende zwanzig und versucht in London als Schauspielerin ihren Durchbruch zu schaffen. Aber dann kommt es anders. Beim joggen passiert etwas und sie erinnert sich an einen Mann und dann an nichts mehr, nur noch an Schmerzen und dann wachte sie in einer Klinik auf. Amputation und dann ein Neustart in der Reha. Wie in einem Nebel gehen die Tage dahin und sie kann sich auf nichts freuen oder konzentrieren und will auch nicht mit machen. Aber die achtzig jährige Maud bringt wieder Leben in Heid und plötzlich fasst sie neuen Mut und auch ihr Herz beginnt wieder für die Liebe zu schlagen.
Das Buch ist echt toll geschrieben und sehr einfühlsam und ist keineswegs kitschig oder albern. Einfach ein Buch fürs Glück. - SUSAN MALLERY
Reden ist Silber, Küssen ist Gold
(101)Aktuelle Rezension von: LesebesessenSkye steht in der Tür, als sie plötzlich die Stimme ihres Vaters (Jed) hört, der sie mit T.J. Boone verkuppeln will. Doch der einzige Mann, den sie jemals richtig umfassend geliebt hat, ist Mitch und der kehrt gerade in den Ort zurück. Doch sie erkennt ihn kaum wieder, so hat er sich verändert.
Meinung:
Ein Liebesroman.
Diese Buchreihe präsentiert im dritten Band und jetzt auch in diesem zweiten Band die Aktivitäten von Garth, dem Halbbruder der Titan Schwestern. Da im nachfolgenden Band offensichtlich Lizzy eine Idee entwickelt, wie sich das beenden lassen könnte. Daher empfehle ich jetzt die Buchreihe der Reihenfolge nach zu lesen.
Sky ist Witwe. Ihr Vater hat sie schon einmal verkuppelt. Aus der Ehe ging ihre Tochter Erin hervor, bevor der Mann dann kurz danach starb. Den Laden, den sie zusammen mit ihrer Mutter betreibt, will sie umgestalten. Da ihre Mutter jetzt kürzertreten will, übernimmt Skye die Leitung und beginnt den Umbau, doch prompt kommt ihr neuer Vermieter Mitch mit einer neuen Herausforderung.
Die Geschichte ist schön und bildhaft erzählt. Vor allem die Angriffe von ihrem Stiefbruder auf ihren Vater Jed und ihre Schwestern machen deren Leben zu einer Herausforderung. Gleichzeitig wird Skye klar, dass ihr Vater offensichtlich keinerlei Gefühle für sie hat und den neuen Heiratskandidaten nur vorstellt, weil es ihm selbst Vorteile erbringt. Doch ihre Schwester Izzy will dem Kandidaten gleich auf den Zahn fühlen. Daraus erwachsen jede Menge weiterer Herausforderungen und Prüfungen für alle Beteiligten. So bleibt die Geschichte spannend bis zum Finale.
Fazit:
Eine Liebesgeschichte, die mit heftiger Disharmonie und Ablehnung beginnt: drei Sterne.
- Robyn Carr
Zurück in Virgin River
(92)Aktuelle Rezension von: LeadezemberInhaltsangabe:
In dem siebten Band der Virgin River Reihe von Robyn Carr, geht es um vier Liebesgeschichten.Die Hauptgeschichte dreht sich um Liv und Rick, die man bereits aus den anderen Büchern kennt. Die beiden hatten schon eine schwierige Zeit hinter sich, erst wurde Liv schwanger, verlor das Kind dann ging Rick zur Marine und wurde nun im Krieg schwer verletzt und kommt jetzt nach einem Aufenthalt in Deutschland im Krankenhaus zurück nach Hause. Doch Rick hat sich verändert aus dem fröhlichen jungen Mann wurde ein schlecht gelaunte Person die mit niemand etwas zu tun haben möchte und Personen die sich um ihn kümmern möchten von sich weg stößt. Doch wird die Beziehung zwischen Liv und Rick weiter bestehen ?
Persönliche Meinung:
In dem Buch werden diesmal ernste Thema angesprochen.Rick hat mit eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)dadurch geht es ihm sehr schlecht, vor allem seelisch. Rick als Charaktere wird gut und Authentisch beschrieben. Ich hätte mir allerdings noch etwas mehr Infos zu der Behandlung der PTBS gewünscht. Liv als zweite Hauptcharaktere fand ich in diesem Band sehr stark, sie macht eine gute Entwicklung zu einer selbstbewussten jungen Frau durch. Ich hätte glaube ich nicht so lange durchgehalten wie sie, was die Beziehung zu Rick angeht.Neben der Liebesgeschichte von Rick und Liv geht es auch noch um Camon & Abby,Muriel & Walter und Cheryl & Dan.
Fazit:
Insgesamt fand ich das Buch besser als Band sechs,aber ich finde das, dass Potential nicht ganz ausgeschöpft wurde.
Das Buch bekommt von mir vier Sterne.
- Thriller - Patricia Cornwell
Der Keim des Verderbens
(10)Aktuelle Rezension von: HoldenDr. Kay Scarpetta kehrt aus Dublin zurück, wo sie an einer Mordserie arbeitete, bei denen von den Opfern nur der Rumpf gefunden wurde, die übrigen Leichenteile sind nie wieder aufgefunden worden. Kurz nach ihrer Rückkehr in die USA, wo ähnliche Fälle vorgekommen sind, wird eine Leiche mit dem Torso auf einer Mülldeponie gefunden, die aber einige Abweichungen von den anderen Fällen aufweist. Ein Ausschlag und Blutwerte der Leiche lassen auf eine eigentlich ausgerottete Schwersterkrankung schließen, an der offenbar auch eine alte Frau auf einer abgelegenen Insel gestorben ist. Hat Dr. Kay sich bei ihr angesteckt, und wie ist der geheimnisverratende Investigator Ring zu stoppen? Hinsichtlich einer möglichen Pandemie fallen Ausdrücke, die einem auch heutzutage aus den Medien geläufig sind (Impfung, PCR-Test), am interessantesten sind (wie häufig bei den Thrillern um Scarpetta) die Verhältnisse zu Personen wie Marino oder zu ihrer Nichte Lucy.
- Chris Meyer
Der Follower (Tom-Bachmann-Serie 3)
(153)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannIch habe mir das Buch aufgrund der sehr guten Bewertungen gekauft und kann mich leider überhaupt nicht anschließen. Ich hatte gehofft einen Thriller im Stil von Chris Carters Hunter/Garcia-Reihe in den Händen zu halten (die Aufmachung ist ja sehr ähnlich), der Thriller hatte mit den intelligenten Dialogen, den unvorhersehbaren Wendungen, dem hohem Erzähltempo und der Spannung eines Carter-Thrillers nichts zu tun.
Die Dialoge zwischen den Ermittlern sind absolut unrealistisch und bestehen nur aus "Es gab da mal einen Killer" oder "Es gibt da eine Studie", als hätte die Autorin viele Wikipediaartikel gelesen und jetzt viel "Fach"wissen zum Besten geben wollen. Weltweit bekannte Serienkiller haben eine kleine Namensänderung erhalten und wurden plötzlich zu einem ehemaligen Fall der Teams. Warum die anderen Namen? Warum dann nicht gänzlich neue Fälle?
Die Herleitung, wie man auf den Täter gekommen sein will, war an den Haaren herbeigezogen. Das Finale kurz und unbefriedigend. Die angeblich brutalen Szenen waren einfach nur kitschig, habe öfters mit den Augen gerollt. Alles sehr gewollt und nicht gekonnt, hatte Trash-/B-Movie-Vibes.
Insgesamt habe ich mich durchgequält und werde kein weiteres Buch der Autorin lesen.
Wer etwas erwartet, das an Chris Carter erinnert, wird hier definitiv enttäuscht. - Angie Berbuer
Mein Glück ist meine Entscheidung
(17)Aktuelle Rezension von: leniksDie Autorin habe ich vor ein paar Wochen in ei er Talkshow gesehen und bin erst vor kurzem wieder auf das Buch aufmerksam geworden. Eine bewegende Geschichte. Trotz des Unfalls lässt sich Angie nicht unterkriegen unnd erzählt uns ein wenig wie es zum Unfall kam und wie sie sich danach wieder ins Leben zurück gekämpft hat. Es war nicht immer leicht und wird es auch nicht immer leicht sein. Aber sie zeigt uns Lesern, ein Unfall mit diesem Ausgang kann auch positives bewirken. Mir hat das Buch sehr gefallen, auch der Schreibstil. Ich habe das Buch als E-Book gelesen und es umfasst 24 Kapitel auf 252 Seiten und bekommt von mir vier Sterne und eine Leseempfehlung.
- Jenny Rogneby
Leona
(11)Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseiteOslo steht unter Schock, als ein Mann eine Bombe im Parlamentsgebäude zündet. Dieser hat war schwer verletzt überlebt, will jedoch nur mit einer einzigen Person über die Hintergründe sprechen: Leona Lindberg. Pflichtbewusst übernimmt diese zwar den Fall, ist wegen ihres turbulenten Privatlebens aber nicht immer voll bei der Sache. Denn neben dem Scheidungskrieg mit ihrem Mann hat sie auch Geldsorgen, die sie auf unkonventionelle Weise lösen will…
„Der Zweck heiligt der Mittel“ ist als Titel des zweiten Bandes um die schwedische Polizistin Leona Lindberg ziemlich clever gewählt, lässt es sich doch in mehrerlei Hinsicht auf die Handlung beziehen. Dabei spielt die oben beschriebene Szenerie um das Sprengstoffattentat zwar eine gewichtige Rolle, nimmt aber bei weitem nicht den ganzen Raum ein. Im Gegenteil, in vielen Szenen entfernt sich Autorin Jenny Rogneby stark von diesem Teil der Geschichte und widmet sich dafür ausführlich dem ziemlich turbulenten Leben ihrer Hauptfigur, die noch mehr an Komplexität hinzugewinnt. Charakterlich ist sie ja bereits im ersten Band alles andere als makellos dahergekommen, Scheidung und Geldnöte lassen sie hier aber noch einmal weiter von dem rechtschaffenen Weg abweichen. Mehr über das Seelenleben der Figur erfährt der Leser in einigen Therapiesitzungen, gespickt mit Details aus ihrer Vergangenheit, was einerseits Mitleid erweckt, aber eben doch nicht entschuldigt, wie sie derart auf die schiefe Bahn gekommen ist. Mir gefällt, wie komplex die Figur mit ganz eigenen Wertevorstellungen und moralischem Gewissen ausgestattet ist – dass das aber vielleicht ein paarmal zu oft dick aufgetragen wirkt, muss man mögen.
Die verschiedenen Elemente der Handlung sind hier eng aneinander getaktet, die einzelnen Handlungsstränge werden zwar konsequent und spannend weitererzählt. Da es aber derer viele gibt, wirkt das Tempo trotz aufkommender Dynamik etwas gebremst. Erst später merkt man, warum dies genau so sein musste und kein Teil ausgelassen oder verkürzt werden konnte, am Ende wird alles zu einem stimmigen und packenden Finale zusammengeführt. Die Stimmung ist wieder dicht und prägnante, die Handlung wirkt aber insgesamt noch überladener als in ersten Band.
„Der Zweck heiligt die Mittel“ ist spannend und unterhaltsam – besonders wegen der komplexen und durchaus zwiespältigen Hauptfigur. Auf ihr liegt der Fokus, auch wenn der eigentliche Fall fintenreich geschrieben ist. Ihr Privatleben und einiges an krimineller Energie nehmen einen großen Teil der Handlung ein, was sich am Ende zu einem geschickt erzählten Finale verdichtet. - T. C. Boyle
Blue Skies
(4)Aktuelle Rezension von: WortgedankenEine kalifornische Mittelklassefamilie versucht, ihr gewohntes Leben weiterzuführen, während ringsum die Realität des Klimawandels immer näher rückt. Tochter Cat verliert sich nicht nur in der Welt der sozialen Medien, sondern quasi auch ein Teil von sich, Sohn Cooper sucht als Insektenforscher nach konsequenten ökologischen Antworten, überfordert damit auch sich und seinen Körper. Parallel dazu verwandeln Dürre, Feuer und Überschwemmungen die familiären Orte in prekäre Lebensräume. Bis sich die Frage stellt: Woran festhalten und was gehen lassen?
Fast unmerklich rutscht eine Katastrophe nach der anderen in den Alltag der Figuren – der Regen, die Brände, Krankheit, Tod und all das wird einfach hingenommen und irgendwie ins normale Leben eingebaut. Diese Mischung aus Verdrängung und Anpassung kam mir erschreckend vor - gleichzeitig ist es ja tatsächlich so. Das Augenverschließen und „anpassen“. Die Figuren waren mir nicht unbedingt sympathisch, aber gerade dadurch wirken sie sehr echt, und ich habe ihr Schicksal mit Spannung gelesen. Dazu kommt der trockene Humor an vielen Stellen und die Absurdität! Für mich eine Geschichte, die viel auslöst, aber nicht belehrt.
- Harry Parker
Anatomie eines Soldaten
(12)Aktuelle Rezension von: GAIAHarry Parker, selbst ein Irak-Krieg-Veteran, welcher Teile beider Beine im Einsatz verlor, beschreibt in diesem "Roman" die Erlebnisse eines Soldaten im Irak-Krieg. Sicherlich führt die Erzählform zum Etikett "Roman", wobei im Vorsatzpapier darauf hingewiesen wird, dass der Roman auf einer wahren Geschichte beruht. So wirkt es eher wie eine biografische Erzählung des Autors.
Das Spannendste am Buch ist tatsächlich die gewählte Erzählform. Die einzelnen Kapitel werden nämlich jeweils aus der Sicht eines anderen Gegenstandes erzählt, welcher sich im Kriegsgeschehen befindet. Das kann ein Stiefel sein, aber auch ein Verband oder der Rucksack. Etwas Ähnliches habe ich noch nie gelesen. Leider verliert das Konzept dadurch, dass ausschließlich schildernd formuliert wird. Das alles in einem anstrengenden Präteritum-Stil. Das ermüdet mir der Zeit. Sprachlich gibt es einige Schwächen im Buch, wobei ich vermute, dass viele davon in der Übersetzung entstanden sind. Diese ist tatsächlich grottenschlecht. Viele Wörter scheinen ohne Sachverstand bezüglich des Gegenstands der Geschichte schlicht mit der erst besten Variante aus dem Wörterbuch/Programm übersetzt worden zu sein. Das tut beim Lesen weh.
Insgesamt überhöht hier der Klappentext, der den vorliegenden Roman mit Erich Maria Remarques Klassiker "Im Westen nichts Neues" vergleicht (!), ganz frech die Realität. Aber das sind wir Leser ja mittlerweile gewöhnt. Es handelt sich beim englischen Original sicherlich um einen guten, soliden Roman. In der deutschen Ausgabe würde ich ihn nicht weiterempfehlen.
- Marie Force
Verzaubert von Gansett Island
(25)Aktuelle Rezension von: MissBilleWarme Farben, eine romantische Kulisse, ergibt ein traumhaftes Cover.
Der Klappentext macht neugierig auf mehr.
Nachdem sie ihren Job verloren hat beschließt Mallory zu ihrem Vater auf Gansett Island zu verbringen und herauszufinden wie es weitergehen soll. Ist dabei die Begegnung mit Quinn förderlich oder eher das Gegenteil?
Die Protagonisten gliedern sich sehr schön in die McCarthy Familie ein. Sie haben ihr Herz auf dem rechten Fleck. Und genau das spürt man als Leser auch. Sehr sympathisch und authentisch.
Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Band der Reihe wieder sehr modern und spritzig, total locker leicht und flüssig zu lesen. Bereits nach wenigen Seiten ist es wie Heimkommen. Man kann also sehr schnell in die Geschichte eintauchen. Die Spannung ist immer da und wird auch weiter gesteigert.
Die Szenen und Schauplätze wurden so beschrieben, dass man sie sich bildlich vorstellen konnte.
Die Geschichte ist tiefründig und modern. Sie ist genauso Gansatt Island wie man es bis dato gewohnt ist. Eine Mischung aus Drama, Liebe, Romantik und Humor.
Die Gefühle und Emotionen des Lesers werden dabei ebenfalls angesprochen. Man kann sich auch sehr leicht hinein versetzen und fühlen und lieben.
Kann das Buch sehr gerne empfehlen!























