Bücher mit dem Tag "amrum"
75 Bücher
- Arno Strobel
Die Flut
(373)Aktuelle Rezension von: _lxrxnx_Mit Flut konnte mich Arno Strobel zunächst absolut neugierig machen. Besonders die kurzen Einblicke in die Gedankenwelt des Täters haben mir richtig gut gefallen. Genau diese Passagen haben die bedrückende Atmosphäre geschaffen, die ich von einem Psychothriller erwarte.
Leider werden diese Kapitel im Verlauf der Geschichte immer seltener. Stattdessen rücken die Ermittlungen und die verschiedenen Bewohner sowie Urlaubsgäste der Insel stärker in den Mittelpunkt. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, hat für mich aber dazu geführt, dass sich das Buch stellenweise eher wie ein klassischer Regionalkrimi als wie ein Psychothriller angefühlt hat. Das war überraschend, weil ich etwas anderes erwartet hatte.
Dabei hat mir die eigentliche Idee hinter der Geschichte wirklich gut gefallen. Bis kurz vor Schluss hatte ich kaum klare Vorstellung davon, wer hinter den Verbrechen steckt. Der Plot ist clever aufgebaut und die Auflösung durchaus überraschend, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen. Trotzdem fehlte mir während des Lesens immer wieder dieses gewisse Etwas, das viele andere Strobel-Bücher für mich auszeichnet. Die Spannung war vorhanden, aber selten so intensiv, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Auch die Figuren konnten mich leider nicht vollständig überzeugen. Sie waren nicht besonders unsympathisch, aber auch nicht so interessant, dass sie lange im Gedächtnis bleiben. Die meisten Charaktere wirkten eher funktional für die Handlung. Am stärksten in Erinnerung geblieben ist mir tatsächlich Martina, allerdings vor allem wegen ihrer ausgesprochen unangenehmen Art. Hauptkommissar Harmsen konnte bei mir ebenfalls keine Sympathiepunkte sammeln. Er wirkte oft voreingenommen, gereizt und stellenweise unnötig arrogant.
Ab etwa der Hälfte des Buches hatte ich außerdem das Gefühl, dass sich einige Situationen wiederholen. Bestimmte Verdachtsmomente werden mehrfach aufgegriffen, ohne die Handlung wirklich voranzubringen. Gleichzeitig werden zahlreiche Geheimnisse und Andeutungen gestreut, die später entweder nur oberflächlich aufgeklärt werden oder letztlich kaum Bedeutung für die Geschichte haben. Besonders bei Harmsen hatte ich den Eindruck, dass mehrere Geheimnisse aufgebaut werden, die sich am Ende inhaltlich stark ähneln und nicht alle notwendig gewesen wären.
Die Ereignisse überschlagen sich plötzlich und führen zu einer überraschenden Auflösung. Allerdings ging mir das fast schon zu schnell. Einige zuvor verdächtige Figuren spielen auf den letzten Metern kaum noch eine Rolle, wodurch rückblickend manche Handlungsstränge wie reine Ablenkungsmanöver wirken.
Positiv hervorheben möchte ich dennoch den gewohnt flüssigen Schreibstil. Arno Strobel schreibt angenehm bildhaft und sehr leicht lesbar. Die Seiten fliegen nur so dahin, selbst wenn die Geschichte zwischendurch etwas vor sich hin plätschert.
Insgesamt ist Flut für mich ein solider Thriller mit einer guten Grundidee und einer gelungenen Auflösung. Gleichzeitig verschenkt das Buch aber einiges von dem Potenzial, das in der ersten Hälfte aufgebaut wird. Weniger Nebenschauplätze, mehr Täterperspektive und eine stärkere Konzentration auf die wirklich wichtigen Spuren hätten der Geschichte meiner Meinung nach gutgetan. Kein schlechtes Buch, aber definitiv nicht eines meiner Lieblingswerke von Arno Strobel. Ich bin trotzdem sicher, dass mich sein nächster Thriller wieder deutlich mehr begeistern wird.
- Katharina Herzog
Immer wieder im Sommer
(219)Aktuelle Rezension von: luckytimmiDie seit 5 Jahren alleinerziehende Anna möchte ihre Jugendliebe Jan alleine auf Amrum besuchen. Ihre Kinder Nelly und Sophie sind derweil bei ihrem Papa Max. So der Plan. Doch der hat den Besuch seiner beiden Töchter verpeilt, und so will nun Anna die 2 mitnehmen. Doch auch Max beschließt mitzukommen, damit er bei seinen Töchtern sein kann, und dann will auch noch Annas Mutter Frieda mit, zu der Anna seit 18 Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Anna wollte eigentlich ihre Mutter nur kurz besuchen, da diese ihr eine Nachricht geschrieben hatte… Jetzt steht Anna plötzlich zwischen 2 Männern, und auch ihre Töchter haben so ihre Problemchen…
Die einzelnen Kapitel sind jeweils aus der der Sicht von Anna, Sophie oder Frieda geschrieben, wobei Friedas Erlebnisse wie ein Tagebucheintrag bzw ein Brief klingt.
Ein so schönes Wohlfühlbuch, mit einer Prise Humor, aber auch mit Liebe, Problemen und Krankheit. Nicht kitschig, zum Teil berührend, leicht vorhersehbar, empfehlenswert. Ich brauche mehr von dieser Autorin… - Patricia Koelle
Die eine, große Geschichte
(60)Aktuelle Rezension von: Christin87Kalle Brennicke hatte bereits als Kind einen Traum. Er wollte Busfahrer eines großen gelben Doppeldeckerbusses in Berlin sein. Kalle lebt seinen Traum seit Jahrzehnten. Bis zu diesem Tag, als er beschließt, dass sein Traum fertig geträumt ist. Heute ist der Tag, an dem er Hals über Kopf alles stehen und liegen lässt, um auf eine Reise zu gehen und einen neuen Traum zu finden.
Er fährt mit einem Bus, diesmal als Fahrgast, nach Warnemünde, und von dort mit dem Rad die Küste entlang bis hoch nach Dänemark und wieder zurück. Sein Ziel ist das Finden von Wörtern für die eine große Geschichte, die er so gern schreiben würde.Kalle lernt das Alleinsein zu lieben und findet doch in zahlreichen neuen Bekanntschaften und Begegnungen Helfer, Ankerpunkte, Freundschaften und am Ende eine Person, mit der er ein Gefühl seiner Jugend endlich wieder fühlen kann: "das Gefühl eines Junimorgens, an dem es nach Erdbeeren riecht und an dem die Amseln singen".
Wie so viele Bücher der Autorin ist auch dieses eines zum Träumen, zum Wegdriften aus der Realität, zum Inspirieren lassen und Staunen, was das Leben alles zu bieten hat, wenn man sich nur traut.
Die Figur Kalle Brennicke ist einem in Patricia Koelles Bücheruniversum auch bereits begegnet oder wird es noch tun, wenn man die Nordsee-Trilogie in sich aufsaugt. Leider, leider kann sich das menschliche Gehirn ach so wenig merken, dass musste ich hier auch wieder feststellen, als ich krampfhaft versucht habe mich nach vier Jahren an das schon Gelesene zu erinnern und Verbindungen zu knüpfen. Ich habe in der Trilogie gesucht und passagenweise nochmal nachgelesen, um wieder ein halbwegs ganzes Bild von Kalle und Rhea zu bekommen."Die eine große Geschichte" ist ein nahezu perfektes Wohlfühlbuch für kalte Tage, an denen man mit Kalle durch ein Winterhalbjahr radelt um sich einlullen zu lassen, von dieser besonderen Atmosphäre.
- Anna Johannsen
Das Mädchen am Strand
(79)Aktuelle Rezension von: MMMCreativeWorkIch habe den zweiten Fall rund um die Inselkommissarin gelesen und war von der Geschichte sehr gefesselt. Das vermisste Mädchen, die Suche auf der Nordseeinsel und schließlich der Leichenfund am Strand haben bei mir sofort eine bedrückende, dichte Stimmung erzeugt. Besonders mochte ich, dass der Fall sich Schritt für Schritt entfaltet und ich nie das Gefühl hatte, die Auflösung schon früh zu durchschauen.
Stark fand ich vor allem die Verbindung von klassischer Ermittlungsarbeit mit gesellschaftlich brisanten Themen. Die streng religiöse Familie und die freikirchliche Gemeinschaft bringen einen eigenen Sog mit sich, weil ständig die Frage im Raum steht, ob der Glaube Schutz oder Gefahr ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte sehr deutlich, wie schnell Vorurteile entstehen können, wenn jemand anders lebt als die Mehrheit. Mir hat gefallen, dass die Ermittler immer wieder abwägen müssen, wie weit sie den Verdacht in diese Richtung lenken, ohne eine ganze Gruppe ungerecht an den Pranger zu stellen.
Auch das Mobbing, das Maria in der Schule erlebt, hat mich beschäftigt. Die Ausgrenzung wegen der Religionszugehörigkeit und die Enge in der Familie ergeben zusammen ein sehr beklemmendes Bild von ihrem Alltag. Dadurch wirkt der Fall nicht nur spannend, sondern auch emotional intensiv. Die Beziehung zu ihrer Schwester und deren Konflikt mit den Eltern haben für mich zusätzlich Tiefe gebracht, weil deutlich wird, wie sehr Loyalität, Glaube und persönliche Freiheit aufeinanderprallen.
Die Ermittlungsarbeit ist eher ruhig und realistisch gehalten. Es gibt viele Gespräche, wiederholte Befragungen und akribische Abgleiche von Spuren. Für mich passt das sehr gut zu dieser Reihe. Ich hatte das Gefühl, echten Polizistinnen und Polizisten bei der Arbeit zu folgen und nicht in einem actionlastigen Fernsehkrimi gelandet zu sein. Im Vergleich zum ersten Band war dieser Fall für mich sogar noch interessanter, weil die Themen Religion und Mobbing dem Ganzen mehr Schärfe und Gewicht geben.
Insgesamt hat mich dieser Band emotional mehr gepackt als der Auftakt der Reihe. Der Fall ist komplex, nicht vorhersehbar und greift Themen auf, über die ich auch nach dem Ende noch nachgedacht habe. Trotz kleiner Abzüge bei der Hauptfigur bleibt für mich ein sehr starker Reihenband, der Lust auf die weiteren Ermittlungen macht.
- Anna Johannsen
Der Tote im Strandkorb
(114)Aktuelle Rezension von: svesoAm Strand wird der Leiter eines Kinderheims auf Amrum tot am Strand aufgefunden. Während die örtliche Polizie von einem nätürlichen Tod ausgeht, beauftragt das Landeskriminalamt die Obuktion des Leichnams und die Hauptkommissarin Lena Lorenzen mit den Ermittlungen. Diese ist verwundert, da sie wenige Monate zuvor aufgrund eigenmächtiger Ermittlungen abgezogen wurde aus einer Sonderkommission und daraufhin ihre Herunterstufung beantragt wurde. Für die Ermittlungen begibt sich Lena Lorenzen nach Amrum, wo sie mit einem jungen Kollegen die Befragungen beginnt und das Umfeld des Toten beleuchtet. Doch auf der Insel erwartet sie nicht nur die Lösung des Falls, sondern auch die Vergangenheit, da sie seit vierzehn Jahren nach einem Streit mit ihrem Vater nicht mehr zurückgekehrt ist. Ihre Tante Beke lebt noch immer dort und ihrer großen Liebe Erck läuft Lena Lorenzen ebenfalls innerhalb kürzester Zeit über den Weg.
Mir gefällt immer sehr, wenn es neben den Ermittlungen noch einen privaten Handlungsstrang gibt, sobald dieser nicht zu einnehmend wird. Anna Johannsen verknüpft Amrum als Herkunftsort galant mit den Befragungen der Bewohner*innen und lässt Lenas Privatleben so galant einfließen, dass wir sie als Figur und Ermittlerin besser greifen können. Auch die anderen Figuren wie Tante Beke oder den jungen Kollegen Johann mochte ich gern.
Im Mittelteil musste ich etwas gegen einige Längen ankämpfen, die meinen Lesefluss gedämpft haben, aber im letzten Drittel war die Spannung wieder da und ich war gespannt, für welche Auflösung sich Anna Johannsen entschieden hat - schließlich gab es einige Handlungsstränge, die in Verbindung gebrracht werden mussten.
Ein solider Inselkrimi, der gern mehr Inselflair hätte haben können, mit einer sympathischen Ermittlerin.
- Katharina Herzog
Zwischen dir und mir das Meer
(232)Aktuelle Rezension von: Franzi0310Ich habe mir dieses Buch im Urlaub gekauft.
Ich habe es innerhalb von 2 Tagen gelesen und war von Anfang an begeistert. Die Figuren sind so schön beschrieben und die ganze Geschichte ist so voller Emotionen.
Das Thema mit dem Tod hat für mich oft einen schweren Beigeschmack. In diesem Buch wurde dieses Thema mit einer Leichtigkeit geschrieben und es macht Freude dieses Buch zu lesen. - Anke Petersen
Hotel Inselblick - Wolken über dem Meer
(31)Aktuelle Rezension von: Monalisa73Das erste Buch dieser Trilogie nimmt den Leser erst einmal mit ins Hamburg1892. So lernt man die Familie Stockmann kennen und alles was um sie herum geschieht und mit ihnen zusammen hängt. Wilhelm Stockmann ist Kaufmann und muss sich entscheiden ob Hamburg noch die Zukunft für ihn und seine Familie ist oder nicht.
So kommt die Familie nach Amrum und versucht sich dort mit einem eigenen Hotel, was seine Frau Marta sehr gefällt, denn sie träumt schon lange davon eines zu führen.
Tochter Rieke hingegen gefällt es gar nicht, ihr schönes Leben in Hamburg aufgeben zu müssen.
Das Buch ist sehr authentisch und wunderschön bildhaft geschrieben. Manchmal sind zeitliche Sprünge drin, dass man erst kurz überlegen muss, aber es macht Sinn, damit das Buch nicht ausufert.
Am Schluss des Buches stehen zwei Rezepte aus Ebbas Hotelküche. ( Heißwecken und Bratkartoffeln mit Nordseekrabben)
Mich fasziniert an solchen Büchern immer sehr, die zeitliche Geschichte um die Personen herum. Was war damals politisch und wirtschaftlich und wie lebten die Menschen, was trugen sie für Kleidung, gab es schlimme Krankheiten, und auch der Gegensatz zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten. In diesem Werk ist das vorzüglich gelungen, so dass ich einen guten Eindruck von der damaligen Zeit bekomme und mir vorstellen kann.
Ich kann das Buch wärmstens Empfehlen.
Teil 2 der Reihe heißt: Hotel Inselblick - Wind der Gezeiten
Teil 3 der Reihe heißt: Hotel Inselblick - Stürmische See
- Leonie Lastella
Nordsternfunkeln
(36)Aktuelle Rezension von: Ginny-23Das erste Buch das ich 2021 gelesen habe, war auch das Erste das ich von der Autorin Leonie Lastella gelesen habe: Nordsternfunkeln ⭐️
Bosse & Juna waren im Teenageralter ein unzertrennliches Paar bis etwas Schlimmes passiert und Juna zu ihrer Tante nach San Francisco abgehauen ist. Nach 8 Jahren kehrt sie zurück und somit auch alle Gefühle. Im Laufe des Buches erfährt man die ganze Geschichte der Beiden! Mehr will ich gar nicht verraten… 😀
Wie soll ich es sagen? Es hat mich umgehauen und ist bis jetzt immer noch mein Highlight des Jahres!
Bevor ich angefangen habe zu lesen, hatte ich gemischte Gefühle. Ich bin nicht so der große Fan von Büchern die in Deutschland spielen. Aber Meer ist immer gut und es hat sich nach schön viel Herzschmerz angehört. Und so war’s dann auch. Ich habe mit Juna & Bosse mitgefiebert, mit Fiete gelitten und habe mich in die Insel Amrum verliebt. Ich muss da unbedingt mal hin! 😍
Ein riesiges Dankeschön an Leonie Lastella! Danke für ein so wunderschönes Buch! Und danke, dass ich eine neue weitere Lieblingsautorin haben darf ♥️
An alle, die Liebesgeschichten mögen, bitte lest dieses Buch!! - Patricia Koelle
Wenn die Wellen leuchten
(46)Aktuelle Rezension von: MamaSandraInhalt:
Rhea ist auf der Suche nach so einigem: ihrem Vater, dem Glück, einem Haus, einer Liebe und eine Fischschuppe… Rhea ist Anfang 20 und betreibt auf Amrum eine liebevoll selbstgestaltete Minigolfanlage. Mit den Eintrittskarten verteilt sie einen Satz aus einem Brief ihres Vaters in die Welt, in der Hoffnung, dass dieser sich irgendwann einmal meldet. Ihre Mutter Filine weiß nämlich selbst nicht einmal den Namen, denn er war ein Schiffbrüchiger, der nur kurz auf Amrum blieb, Filine aber eine wunderbare Zeit und ein Kind schenkte.
Ein österreichischer Hotelier ist von der Minigolfanlage so begeistert, dass er Rhea einen Sommerjob in seinem Hotel anbietet. Es wäre das erste Mal, dass Rhea ihre geliebte Insel und das Meer herum verlässt.
Schreibstil:
Die Kapitel sind unterteilt in bestimmte Jahre und auf die Geschichten von Filine und Rhea. Stück für Stück erfährt man aus beider Leben den Verlauf mithilfe bestimmte Ereignisse. Filine wird als Kind beschrieben und zu der Zeit, in der sie plötzlich allein auf der Insel war bis hin zum Treffen mit dem geheimnisvollen Schiffbrüchigen. Rhea wird in verschiedenen Kindheitsetappen beschrieben und letztlich in der Gegenwart und man begleitet sie bis ins Alter von knapp 40-45 Jahren.
Meine Einschätzung:
Ich bin wieder sehr schnell im Schreibstil von Patricia Koelle versunken. Anfangs wieder irritierend waren die chaotischen Zeitsprünge, die mich schon in der Ostsee-Reihe etwas störten. Rhea ist mal 10, dann 8, dann wieder 12 usw. Die Rückblicke in die Kindheit sind sowohl bei Rhea als auch bei Filine zeitweise sehr durcheinander, aber es passt eben genau zur Geschichte. Ebenso war das Einschätzen vom Alter bestimmter Personen schwierig. So zum Beispiel bei Elvar, Skem, Drees und Lentje.
Faszinierend war das fast schon philosophische Gerede über die Zeit. Die stille Geheime Zeit, die sich Rhea nimmt, hat etwas sehr Positives von dem sich heutzutage jeder etwas abgucken könnte. Ebenso schön eingebaut auch hier Seemannsgarn: die Geschichte vom Töveree Fisk. Einfach schön und fesselnd und stets zwischen Wirklichkeit und Realität. Ich glaube, das wird sich wieder durch die gesamte Reihe ziehen, wie die Bernsteinschiffe der Ostsee-Trilogie.
Die Autorin war auch wieder sehr kreativ bei ihren Protagonisten. Wann kommt man schon auf die Idee einer solchen Gestaltung von Minigolfanlagen? Oder das Haus von Lentje und Drees. Ebenso war mir auch als Leser das Haus „Alrik Kwaas“ nicht geheuer. Man wird ganz neugierig, was es damit auf sich hat.
Man trifft auch bekannte Gesichter wie Henny Badonin vom Darß und Kalle aus dem Buch „Die eine große Geschichte“. Sehr gut fand ich auch die Rolle von Julian. Er spielt einen wichtigen Teil im Leben von Rhea, aber nicht wichtig genug, dass man die Jahre im Detail beschreiben muss. Das was die Autorin hier an Ausschnitten beschrieb, war völlig ausreichend.
Kurzum habe ich schon nach den ersten Seiten Lust gehabt nach Amrum zu fahren. Ich bin froh die nächsten beiden Teile schon auf Vorrat zu haben, damit ich gleich weiterlesen kann.
- Gabriella Engelmann
Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
(164)Aktuelle Rezension von: Nina2401Endlich geht es weiter mit den Bücherfrauen von Listland!
Die Journalistin Anna März kehrt nach Sylt zurück, um Martje, die Schwester von Fenja, zu suchen. Als junge Frau ist Martje spurlos verschwunden. Ihre Geschichte führt mich zurück ins Jahr 1958, in eine dramatische Sturmnacht, die nicht nur Spuren, sondern auch viele Fragen hinterlassen hat. Während ich Martje auf ihrem Lebensweg begleite, kommt Anna in der Gegenwart dem Geheimnis um ihr Verschwinden immer näher. Und auch Eric kreuzt wieder ihren Weg.
Besonders geliebt habe ich die besondere Atmosphäre dieses Romans. Gabriella Engelmann versteht es wie kaum eine andere, ihre Liebe zu den nordfriesischen Inseln zwischen die Zeilen zu legen. Ihre Beschreibungen sind so lebendig und stimmungsvoll, dass ich beim Lesen beinahe das Gefühl hatte, selbst durch die Dünen zu laufen, den Wind auf der Haut zu spüren und das Meer rauschen zu hören. Dabei war ich tatsächlich noch auf keiner der beiden Inseln – und trotzdem fühlte es sich beim Lesen ein bisschen so an, als wäre ich schon einmal dort gewesen.
Die Aufklärung der Familiengeheimnisse ist emotional, berührend und gleichzeitig spannend. Besonders die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat mir sehr gut gefallen, denn nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen.
Der Schreibstil von Gabriella Engelmann ist einfach wunderschön: einnehmend, bildhaft und voller Wärme. Ich liebe diese Mischung aus Wohlfühlroman, Inselatmosphäre und emotionaler Familiensaga. Für mich ist „Der Duft des Strandhafers“ ein gelungener Abschluss der Dilogie und eine Geschichte, die noch ein wenig nachklingt, wenn man das Buch längst zugeschlagen hat.
- Andreas Pflüger
Kälter
(97)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannWie viel Brutalität verträgt ein guter Thriller? Das ist vermutlich Geschmackssache. Doch falls der Bogen überspannt wird, dann droht eine gute Story „im Blut“ zu versinken und damit das zu verspielen, was den Thriller sonst noch auszeichnet. Und dies ist hier spektakulär: gut durchdachte/-konstruierte, äußerst spannende Handlungsabfolgen, auf der Grundlange von aufwendig recherchierten Hintergrundinformationen und einem reichhaltigen Repertoire an Akteuren und Schauplätzen. Allein deshalb lohnt sich schon die Lektüre dieses Buches, obschon es eine gehörige Portion Aufmerksamkeit erfordert, um der Komplexität der Handlungen, die Anfang der 80er Jahre und in der Wendezeit spielen, zu folgen. Dieser ungewohnte Blick auf eine historische Zeit, eingebunden sind die Taten der RAF, ist zu begrüßen, selbst wenn man bedenkt, dass die hier angebotenen „Scherben“ aus Realität und Fiktion eine konstruierte Wirklichkeit abbilden.
Zudem erfährt man ein wenig über Hirnareale und Körperfunktionen, die im „Job“ der Akteure eine nicht unwesentliche Rolle spielen, die hier allerdings etwas klischeehaft wiedergegeben werden. Immer wieder gibt es passende Anleihen aus der Literatur (z.B. aus Leo N. Tolstois „Krieg und Frieden“ oder Anna Seghers „Die Toten bleiben jung“), neben guten allerdings auch dünne bis schlechte Metaphern. Und oft will der Autor einen Touch zu viel von seinem Weltwissen unterbringen, zusammengequirlt mit wirren Handlungen: „Die Welt ist eine Suppe aus dunkler Materie und Gaswolken, die sich zusammenziehen und Sterne bilden, ein Wirbelsturm aus tanzenden Lichtern, jedes eine neue Sonne. Dann schießt Luzy durch ein Wurmloch einer Supernova entgegen, reißt die Augen auf und blickt in den Lauf von Babels Browning.“
Kurz: Diesen Thriller kann man nicht mal so eben nebenbei lesen, dann verirrt man sich in seinen feinen Verästelungen. Wer eine äußerst spannende bis spektakuläre Unterhaltung wünscht und dabei vor zu viel Gewalt nicht zurückschreckt, wird hier eine anspruchsvolle Lektüre finden.
(22.7.2026)
- Nina Ohlandt
Eisige Flut
(57)Aktuelle Rezension von: sommerleseEisige Flut ist der 5. Band von Nina Ohlandts Nordsee-Krimi, der Titel erschien 2018 bei Bastei Lübbe.
Als Elke Derling an einem eiskalten Morgen im Februar die Tür öffnet, um die Zeitung zu holen, bekommt sie den Schock ihres Lebens. Vor der Tür steht ihre Tochter Anja, sie ist tot und von Kopf bis Fuß in einer Eishülle gefangen. Der in dem Fall ermittelnde Kommissar Benthien steht vor einem Rätsel. Warum hat der Mörder Anjas Leiche so grotesk in Szene gesetzt? Als weitere Eisleichen gefunden werden, kommt Bewegung in die Mordserie und Benthien entdeckt Verbindungen, die in die Vergangenheit führen.
Nina Ohlandt präsentiert den eisigen Winter an der Nordsee sehr authentisch und überträgt die nordische Kälte mit ihren Beschreibungen der Schauplätze direkt auf den Leser. Die schockierende Art der Zurschaustellung der Eisleichen hat bei mir eine gruselige Grundspannung erzeugt. Doch dann folgen endlose Befragungen durch Benthiens Team, in denen auch DNA Spuren gesichert werden, das Team ist rund um die Uhr im Einsatz, um eine hilfreiche Spur zu finden.
Der Krimi fängt spannend an, die Ermittlungen sind umfangreich, aber insgesamt recht spannungsarm. Es folgen einige Verdachtsmomente und Wendungen, die interessant sind, mich aber nicht großartig gefesselt haben und die Spannung leider nicht weiter aufbauen. Dagegen sorgt zum zum Ende hin eine ereignissreiche Täterverfolgung dann wieder für eine Dramatik, die den Täter auf recht überraschende Weise präsentiert.
Das Privatleben Benthiens und von Lilli Velasco spielt in diesem Band eine große Rolle. Das lockert die Geschichte unterhaltsam auf. Mir gefällt auch die Idee von Benthiens Vater, er hat nun einen Foodblog und bringt damit neuen Wind in die Familie.
Zwischendurch tauchen einige rätselhafte Briefe zwischen Vater und Tochter auf, in denen schreckliche Lebensumstände sichtbar werden. Die Schlüsselrolle der Verbindung zu den Morden konnte ich leider nicht erkennen. Insgesamt gesehen erscheinen die vielen Figuren recht unscheinbar und in der Darstellung auch recht blass. Ich hatte nach der ungewöhnlichen Zurschaustellung der Leichen mehr Grundspannung erwartet.
"Eisige Flut" ist ein unblutiger Krimi, der mich mit einer großartigen Grundidee und einer spürbaren winterlichen Kälte mit Nordseeflair gut unterhalten hat.
- Susanne Oswald
Ein Jahr Inselglück
(82)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09Ich lese sie wahnsinnig gerne: die Romane, welche an Nord- oder Ostsee spielen und mir damit eine Leseauszeit an den wunderbaren Küsten schenken.
Der Klappentext hat mich auf eine dieser wunderschönen Reisen hoffen lassen und die Geschichte selbst ist gut, Dass das Ende vorhersehbar ist, ist komplett okay.
Allerdings hat mich der Roman verloren, als "Frau Mops" das erste Mal Gesichter abschleckte oder Leute ansprang. DAs ist für mich ein solches No Go, dass ich nicht in den Roman eintauchen konnte.
- Krischan Koch
Flucht übers Watt
(43)Aktuelle Rezension von: Sato
Harry Oldenburg, seines Zeichens talentierter Kunststudent mit leeren Taschen beschließt sich durch einen Kunstraub zu sanieren. Das Ziel seiner Begehrlichkeiten ist das Emil Nolde Museum in Seebüll auf Sylt. Zunächst läuft alles glatt, aber dann taucht plötzlich die Putzfrau auf und Harry muss seine Pläne ändern.
Zunächst versteckt er sich mit seiner Beute auf Amrum, aber auch dort kommt er nicht zur Ruhe, da manch schräge Gestalt hinter sein Geheimnis kommt und einen Anteil an der Beute fordert. Das manch ein gieriger Zeitgenosse daraufhin plötzlich aus dem Leben scheidet, ist nicht wirklich Harrys Schuld, aber inzwischen hat auch ein Kommissar vom Festland und der Inselpolizist seine Fährte aufgenommen und die Schlinge zieht sich zu. Nur knapp entwischt Harry, muss aber einen Teil der Beute zurücklassen.
18 Jahre später kehrt Harry, inzwischen ein angesehener und erfolgreicher Kunstfälscher in den USA, mit seiner Frau nach Amrum zurück um seinen Nolde aus dem Versteck zu holen. Doch auch das gestaltet sich schwieriger als erwartet…
Krischan Koch erzählt beide Geschichten parallel, was ein wenig Konzentration beim Lesen erforderlich macht – aber Dank seines flüssigen Schreibstils funktioniert es. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Insel wimmelt von kauzigen und störrischen Typen, die Harry alles abverlangen. Herausgekommen ist ein amüsanter, unterhaltsamer aber auch spannender Frieslandkrimi für zwischendurch.
- Nina Ohlandt
Küstenmorde
(77)Aktuelle Rezension von: Juliane_PeterGanz ehrlich: Dieses Buch lebt komplett von seiner Atmosphäre. Die Geschichte spielt im Herbst auf der Nordseeinsel Amrum. Stürmisch, leer, grau, mit heulendem Wind und dunklen Deichen. Kaum Touristen, viel Einsamkeit. Und genau in dieser rauen Kulisse wird ein älteres Ehepaar brutal ermordet. Der Mann wird kopfüber am Leuchtturm aufgehängt, die Frau ebenfalls getötet. Schon das Setting sorgt für Gänsehaut.
Im Mittelpunkt steht Hauptkommissar John Benthien von der Flensburger Kripo. Er ist ruhig, analytisch, kein Draufgänger, sondern jemand, der lieber genau hinschaut. Ihn treibt vor allem der Wunsch nach Gerechtigkeit an … besonders, als klar wird, dass dieser Doppelmord mit alten Ereignissen zusammenhängt.
Ein grausam inszenierter Doppelmord erschüttert Amrum. Benthien gräbt tief in der Vergangenheit der Opfer und stößt auf lange verdrängte Schuld. Die Inselgemeinschaft schweigt. Am Ende wird klar: Das Verbrechen ist eine späte Abrechnung.
Der Schreibstil ist sachlich, flüssig und atmosphärisch. Die Spannung baut sich eher langsam auf, kein Actionfeuerwerk, sondern stetiges Verdichten. Manchmal hatte es leichte Längen, aber insgesamt wollte ich wissen, was damals wirklich passiert ist.
Die Figuren wirken glaubwürdig, vor allem die Nebencharaktere mit ihren Geheimnissen. Die Motive sind nachvollziehbar, wenn auch moralisch schwierig. Themen wie Schuld, Rache und das Schweigen kleiner Gemeinschaften werden deutlich.
Das war mein erster und bestimmt nicht letzter Nordsee-Krimi. Ich hatte auf jeder Seite einen neuen Verdächtigen 😂 und konnte das Buch teilweise kaum aus der Hand legen. 🌊
- Hark Bohm
Amrum
(35)Aktuelle Rezension von: sKnaerzleNanning ist ein Kind auf Amrum, wegen des Krieges sind die Männer fort und die Frauen und Kinder müssen sich um die Landwirtschaft und die Nahrung kümmern. Der Regimewechsel der mit der Niederlage zusammengeht ist für Nanning ein großes ungelöstes Rätsel.
Für den Leser fällt dabei wenig ab - ein Kind das hart arbeitet und die Menschen darum herum, die auftauchen und verschwinden, ohne dass das Kind wüsste warum (und damit auch der Leser nicht) Mich hinterließ der Roman sehr unbefriedigt
Auffällig ist, dass Hark Bohm sich wirklich sehr mit Vögeln auskennt
- Ilka Dick
Endstation Nordsee
(14)Aktuelle Rezension von: Angeliques_Leseecke*Inhalt*
Auf der idyllischen Insel Amrum wird Erk Jannen, einer der Einheimischen, ermordet aufgefunden. Für seine Tochter Aenne bricht eine Welt zusammen, sie kann es nicht glauben, dass jemand ihren Vater so brutal umbringt. Leider ist das Verhältnis zu ihrer Mutter Louise nicht gerade das Beste und so ist sie mit ihrer Trauer überwiegend allein. Zum Glück hat sie aber einen liebevollen Mann und eine quirlige Tochter, die ihr den Rücken stärken und sie auffangen.
In einem zweiten Erzählstrang wird der Beginn der Liebesgeschichte von Erk und Louise erzählt. Liegt hier vielleicht das Motiv zu diesem bestialischen Mord?
*Meine Meinung*
Das Cover von "Endstation Nordsee" von Ilka Dick ist mir gleich ins Auge gefallen. Ich liebe das Meer und die Weite und wenn dann auch noch ein Krimi hier in meiner Heimat spielt ist alles perfekt.
Und dann wohnt die Autorin anscheinend auch noch in meiner Nähe, da hielt mich nichts mehr und ich habe das Buch gekauft. Eine gute Entscheidung!!!
Zitat Seite 11:
"Du hast mich zu der gemacht, die ich war. Nun kannst du mich nicht mehr länger beschützen vor der, die ich sein werde."
Das ist der letzte Satz des Prologs, das verspricht eine spannende Lektüre.
Dieser Krimi ist etwas anders, hier steht nicht nur die Tat im Vordergrund, sondern auch die Trauer von Aenne. Mit einfühlsamen Worten zieht Ilka Dick mich in die Geschichte. Ich kann mich gut in Aenne und ihre Trauer reinversetzen, die gleiche Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit hat mich gepackt, als mein Vater vor Jahren starb. Die Autorin beschönigt nichts, übertreibt aber auch nicht.
Dann ist da noch die Spannung, sie wird stetig aufgebaut und lässt mich nur so durchs Buch fliegen.
Durch die Rückblenden wird die Spannung noch zusätzlich erhöht. Ich als Leser will wissen, was dieser Zeitstrang mit dem Mord zu tun hat.
Die Charaktere sind lebendig und durchweg sympathisch, bis kurz vorm Schluss hatte ich keine Ahnung, wer der Mörder sein kann. Am liebsten ist mir die kleine Beeke, sie geht so herrlich selbstverständlich mit dem Tod um. Klar ist sie traurig, aber dann ist auch gut und sie geht zu Onno spielen.
Die Landschaftsbeschreibungen sind einfach wunderschön und sehr detailliert, ich habe Lust bekommen, dort einmal Urlaub zu machen.
*Fazit*
Dieses gelungene Debüt kann ich nur jedem empfehlen. Hier ist ein spannender Kriminalfall gepaart mit einem Familiengeheimnis und Trauerarbeit. Eine gute Kombination… die von mir 5 Sterne bekommt. Hoffentlich gibt es bald mehr von der Autorin… - Bent Ohle
Inselgrab. Inselpolizist Nils Petersen ermittel auf Föhr, Amrum und Sylt - sein 2. Fall
(7)Aktuelle Rezension von: Maria_GNachdem im ersten Band Nils auf eine unbekannte Schwester trifft, die dann stirbt oder verschwindet passiert dasselbe nun Sandra - sorry, das ist aber nun sehr phantasielos.
Woher soll Nadja wissen wo sie ihre Peiniger finden kann? Haben die nach der Misshandlung eine Visitenkarte mit den Worten "wenn Sie mal aus diesem Gefängnis entkommen, dann besuchen Sie uns doch in unserer Reetdachvilla in Kampen" übergeben?
Da mir Nils aber sehr sympathisch ist, bekommt auch der nächste Band noch eine Chance.
- Jette Jacobson
Das Glück ist nur eine Insel entfernt
(33)Aktuelle Rezension von: ConzilieRosalie ist Anfang 50 und frisch geschieden. Trotzdem kann sie nicht aufhören sowohl ihr Kinder als auch ihren Ex zu bemuttern. Da kommt der Aushilfsjob auf Amrum wie gerufen.
Nach und nach wird Rosalie entspannter, löst ihre alten Vorstellungen und stürzt sich in ein neues Leben.
Eine schöne Sommerlektüre, die Lust auf Meer und Insel macht.
- Bent Ohle
Inselschatten. Inselpolizist Nils Petersen ermittel auf Amrum und Föhr - sein 4. Fall
(8)Aktuelle Rezension von: ReadratEin toller Krimi, mit vielen vielen guten Spannungsmomenten und einem grandiosen Aufbau. Dies war mein erstes Buch von Bent Ohle und mit Sicherheit nicht mein leztzter.
Bis zum Schluss hat man nicht genau gewusst wer der Mörder ist. Die Zeitsprünge von 1979 und 2014 waren gut gemacht und überhaupt nicht störend. Ich habe mit mit den Hauptprotagonisten mit gefiebert und war generell die ganze Zeit dabei zu überlegen, wer der Mörder war und wie alle Handlungsstränge zusammen passen.
FAZIT:
Ein Muss für jeden Krimi-Liebhaber! Und wer die Küste, das Meer und den Norden mag, den empfehle ich das Buch um so mehr! - Thesche Wulff
Schwestern wie Ebbe und Flut
(44)Aktuelle Rezension von: EvelineaDie Vergangenheit prägt diese Geschichte. Es stehen auch nicht zwei Schwestern im Mittelpunkt, wie der Titel vermuten lässt. Vielmehr ist es die Geschichte einer der Schwestern, Mira, die kein Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Schwester und deren Familie, aber auch keines zu ihrer Mutter verspürt. Sie ist auf dem Weg sich selbst zu finden und sie fängt an, die Geschichten ihres Patenonkels zu hinterfragen.
- Anna Johannsen
Der Tote auf dem Kniepsand
(43)Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfeeAuch der 13. Fall rund um Lena Lorenzen konnte mich wieder komplett in seinen Bann ziehen. Diesmal gibt es vielschichtige Ebenen rund um Drogenpakete, einen jungen Mann auf der Suche nach seinem weiteren Lebensweg und ein Haus, das zum Verkauf steht. Der 35-jährige Dennis Claasen wird tot am Kniepsand auf Amrum gefunden, und Lena und Naya müssen zunächst herausfinden, auf welche dieser Ebenen der Mord Bezug nimmt. Unterstützt werden sie dabei remote von Johann, sodass den Leser wieder ein wahnsinnig tolles Ermittlergespann erwartet.
Der Fall hält einige Wendungen bereit und treibt die Ermittlungen in verschiedene Richtungen, wobei die Spannung zu keiner Zeit verloren geht. Durch die unterschiedlichen Ermittlungsansätze waren es für mich stellenweise recht viele Personen und Namen, die man als Leser zuordnen musste. Das ist allerdings Kritik auf hohem Niveau und gleichzeitig ein guter Kontrast, denn auf einer Insel ist das Kontingent an Verdächtigen naturgemäß eher eingeschränkt. 😉
Diese Vielschichtigkeit hat mir sehr gut gefallen und den Fall für mich besonders spannend gemacht. Die Ermittlungen laufen eher ruhig ab, was ich persönlich sehr passend zum Ambiente dieser Reihe und zur Umgebung finde.
Ebenfalls schön beschrieben ist die Bodenständigkeit der Protagonisten. Lenas Unsicherheiten bezüglich des gemeinsamen Lebensmittelpunkts, ihre Gedanken im Hinblick auf ihre Tante Beke und ihr schlechtes Gewissen ihrem Sohn gegenüber machen sie für mich sehr authentisch. Auch dieser Teil hat mir wieder rundherum gut gefallen – wobei es natürlich noch mehr Freude macht, wenn man bereits einige Teile der Reihe kennt. ❤️ - Patricia Koelle
Was die Gezeiten flüstern
(35)Aktuelle Rezension von: rose7474Da ich die Bücher von Patricia Koelle sehr mag bin ich dabei auch ihre älteren Bücher zu lesen.
Leider habe ich erst später bemerkt, dass dieses Buch der letzte Teil der Nordseetrilogie ist. Dies störte mich aber nicht.
Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen und vergebe 4 Sterne.
Der Vergangenheitsstrang war zu Beginn etwas langatmig. Die Gegenwart um Valerie konnte mich gleich begeistern.
Wieder eine sehr schöne aber auch traurige Geschichte mit Tiefgang. Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und mit Liebe zur Natur.
Immer wieder gerne werde ich ihre Romane lesen, da sie Balsam für die Seele sind und entschleunigen.
- Bent Ohle
Inselblut. Inselpolizist Nils Petersen ermittel auf Amrum - sein 1. Fall
(13)Aktuelle Rezension von: Maria_GNachdem ich kürzlich das Buch "Inseldämmerung" gelesen habe ohne die vorausgehenden Teile zu kennen, war ich davon sehr angetan und habe ich mich entschieden die komplette Reihe zu lesen.
Ich empfinde dieses Buch als sehr konstruiert und unglaubwürdig, auch Nils kommt noch nicht als Sympathieträger rüber.
Ich bin aber gespannt auf die weiteren Bände.























