Bücher mit dem Tag "anarchismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "anarchismus" gekennzeichnet haben.

117 Bücher

  1. Cover des Buches Freie Geister (ISBN: 9783596035359)
    Ursula K. Le Guin

    Freie Geister

     (24)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ursula K. LeGuins ›Freie Geister‹ ist eine der bedeutendsten Utopien des 20. Jahrhunderts, in der die Systemfrage – Kommunismus, Kapitalismus oder Anarchismus? – mit aller Deutlichkeit gestellt wird. Ältere Ausgaben sind unter den Titeln ›Planet der Habenichtse‹ und ›Die Enteigneten‹ erschienen.
    Wer als Science Fiction Fan noch keine Ursula Le Guin im Regal stehen hat, sollte unbedingt mal in diesen Schmöker reinschauen!

  2. Cover des Buches Die Stimmen des Flusses (ISBN: 9783518467008)
    Jaume Cabré

    Die Stimmen des Flusses

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Computermasche

    Die Geschichte wird über viele Rückblicke erzählt. Grundsätzlich ist das ein Stilmittel was ich sehr liebe. Aber in diesem Buch sind die Rückblicke sehr verwirrend. Sie geschehen oft und unangekündigt, oft sogar mitten im Absatz. Das macht die Geschichte sehr verwirrend und man muss erstmal sich einfinden. 

    Aber der Sprachstil lässt einen direkt in die Geschichte eintauchen. Diese fand ich sehr spannend und die Charaktere sehr s hlussig. 

    Ich kann das Buch empfehlen. Allerdings sollte man sich für dieses Zeit nehmen können und bereit seinit denken zu müssen

  3. Cover des Buches Das Buch der Kinder (ISBN: 9783100044174)
    A.S. Byatt

    Das Buch der Kinder

     (12)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Ende des 19. Jahrhunderts leben Olive Wellwood und ihr Mann Humphrey in einem kleinen Paradies. Reich mit Kindern gesegnet sind sie das Zentrum einer kleinen Gemeinschaft von Künstlern, Kunsthandwerkern und Intellektuellen. Der verwitwete Prosper Cain ist als Kurator mit dem Aufbau des neuen Victoria und Albert Museums beschäftigt. Und in dessen Kellern finden seine Kinder den jungen Phillip Warren, der ein begnadeter Zeichner ist, aber wegen seiner ärmlichen Herkunft keine Aussichten hat, sein Talent zu entwickeln. Cains Beschützerinstinkt ist geweckt und er nimmt den Jungen mit zu einem Sommerfest der Wellwoods. Dort lernen sich die Kinder der verschiedenen Familien kennen, die beim Erwachsen werden begleitet werden sollen.


    In eine geschichtlich turbulente Zeit eingebettet nimmt die Autorin ihre Leser mit, das Schicksal der verschiedenen Jugendlichen zu entdecken. Eine Art Downton-Abbey einer künstlerisch geprägten Oberschicht, die kaum von Sorgen geplagt ist. Zwar muss in irgendeiner Form für ein Einkommen gearbeitet werden. Doch bestimmen Geldsorgen nicht den Alltag. Die Menschen als Künstler und Freidenker versuchen sich selbst zu verwirklichen und auch ihren Kindern alle Möglichkeiten zu geben. Phillip Warren und auch seine Schwester Elsie stechen hier hervor, weil sie die einzigen sind, die aus eigener Kraft versuchen, ihr Träume zu verwirklichen. Dennoch ist das Leben in dieser Epoche auch wie ein Tanz auf dem Vulkan. Sozialreformen stehen an, politische Veränderungen, der Kampf um das Wahlrecht für Frauen und schließlich die Entwicklungen, die zum Ausbruch des ersten Weltkriegs führen.


    Von der unbeschwerten Kindheit über die Entwicklungszeit der Jugend bis zu den dramatischen Erlebnissen des Krieges schildert die Autorin die Erlebnisse ihrer Protagonisten. Zwischen die lebendigen Beschreibungen der Empfindungen und  sich ändernden Sichtweisen ihrer Helden sind berichtsartige Passagen gestreut, die die Erzählung beschleunigen. Hin und wieder kann der Leser auch an den Fabelgeschichten teilhaben, die die Schriftstellerin Olive Wellwood ihren Kindern zugedacht hat. So bietet der Roman ein buntes Panorama seiner Zeit, mit Höhen und Tiefen, mit schönen und tragischen Momenten. Allerdings ist die Fülle der Informationen so überbordend, die Anzahl der handelnden Personen so groß und die Handlung umfassende Zeitspanne so lang, dass es teilweise schwierig ist, allem mit der gebührenden Aufmerksamkeit zu begegnen. Man erlebt den Niedergang einer Epoche, ohne im Innersten berührt zu sein.

    3,5 Sterne

  4. Cover des Buches Ragtime (ISBN: 9783462043198)
    E. L. Doctorow

    Ragtime

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Saralonde

    Amerika zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Einwanderer aus aller Herren Länder, die afroamerikanischen Nachfahren ehemaliger Sklaven und eine wohlhabende Oberschicht, die die ersteren beiden Gruppen nur mit scheinheiliger Faszination wahrnimmt – New York ist ein Schmelztiegel. Stellvertretend für die verschiedenen Bevölkerungsschichten lernen wir drei Familien kennen: eine wohlhabende weiße Familie, in New Rochelle ansässig, eine dreiköpfige jüdische Einwandererfamilie aus Osteuropa sowie Sarah, eine junge Schwarze, mit ihrem Neugeborenen und dessen Vater Coalhouse Walker, ein Ragtime-Pianist. Mehr oder weniger zufällig stellt das Schicksal eine Verbindung zwischen diesen Familien her.

    Der Roman des im letzten Jahr verstorbenen Autors E. L. Doctorow wird häufig zu den 100 besten englischsprachigen gezählt. Als historischer Roman mit dem Setting New York im frühen 20. Jahrhundert passt das Buch perfekt in mein Beuteschema und ich war sehr gespannt auf die Lektüre.

    Das Buch rechnet mit der Einstellung der höheren New Yorker Gesellschaft gegenüber schlechter Gestellten ab, so wird äußerst zynisch darauf verwiesen, dass Kinder ja von den Arbeitgebern keineswegs diskriminiert würden, nein, sie seien besonders beliebt als Arbeitskräfte. Gleichzeitig übte Armut eine Faszination auf die reiche Bevölkerungsschicht aus:

    ” At Palaces in New York and Chicago people gave poverty balls. Guests came dressed in rags and ate from tin platzes and drank from chipped mugs. Ballrooms were decorated to look like mines with beams, iron tracks and miner’s lamps …” (Seite 34)

    Das ist einfach ekelhaft und löst beim Leser eine starke emotionale Reaktion aus.

    Was mir außerdem gut gefiel war, dass Doctorow historische Figuren in seine Handlung einbindet, etwa die Schauspielerin Evelyn Nesbitt oder den Zauberkünstler Harry Houdini. Allerdings scheinen die Szenen, in denen diese historischen Persönlichkeiten auftreten, sehr episodenhaft und losgelöst vom Rest der Handlung, Wir erfahren etwas über sie und wie sie den Zeitgeist repräsentieren, doch dann verschwinden sie ohne Weiteres wieder von der Bildfläche. Doctorows fiktive Charaktere bleiben seltsam schemenhaft, das zeigt sich alleine schon daran, dass die meisten von ihnen nicht namentlich genannt werden, es gibt nur “Father”, “Mother”, “Mother’s younger brother” usw. Die Absicht dahinter ist wohl die Zeichnung dieser Charaktere als Stereotypen der damaligen Gesellschaft. Gleichzeitig bewirkt dies allerdings beim Leser, dass keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren hergestellt wird – ihr Schicksal bleibt gleichgültig. Einzig Coalhouse Walker sticht als Persönlichkeit heraus, anhand seiner Erlebnisse erfährt der Leser die fürchterliche Scheinheiligkeit der amerikanischen Gesellschaft gegenüber der schwarzen Bevölkerung, die doch eigentlich dieselben Rechte genießen sollte als die weiße. In der Praxis ist das nicht der Fall: Gerechtigkeit? Nicht für Schwarze. Interessant ist, dass Doctorow die Figur des Coalhouse und seines zum Scheitern verurteilten Kampfes für Gerechtigkeit an die Figur des Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist anlehnt, was sich schon an dem ähnlich klingenden Namen zeigt.

    Die ergreifende Geschichte von Coalhouse Walkers ist jedoch nur ein Teil des Buches und kann für mich trotz der bissigen Sozialkritik und des hohen Sprachniveaus nicht die fehlende emotionale Bindung zu den restlichen Charakteren und der übrigen Handlung des Buches wettmachen, weshalb ich dem Buch letztendlich 3,5 von 5 Sternen gebe.

  5. Cover des Buches "Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?" (ISBN: 9783423347150)
    Jess Jochimsen

    "Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?"

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    In kurzen Kapiteln erzählt ein Vater von seinem Sohn im Grundschulalter. Dessen Frechheiten und Abenteuer werden mit viel Humor beschrieben und sind sehr unterhaltsam.

    Ein ideales Buch für zwischendurch, als Entspannung zwischen aufregenden Romanen oder langen Buchreihen mit komplexen Handlungen.

  6. Cover des Buches Revolution oder Evolution (ISBN: 9783446443044)
    Tomas Sedlacek

    Revolution oder Evolution

     (4)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick



    Mit ihren jeweiligen zu regelrechten Bestsellern überall auf der Welkt mutierten Büchern  „Die Ökonomie von Gut und Böse“  und „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“ sind der Ökonom Tomas Sedlacek und der Ethnologe David Graeber zu so etwas wie vielzitierten Stars einer neuen Kapitalismuskritik geworden, die nach dem Sieg der Syriza in Griechenland und den zu erwartenden Umbrüchen in Spanien und Portugal bei den Wahlen in diesem Jahr nun auch das breite Publikum erreicht haben und die europäische Politik noch lange beschäftigen werden, mit unabsehbaren Folgen für die Bürger und deren Alltagsökonomie.

    Auf was und wen berufen sich diese jungen, sich wie Revolutionäre gebärdenden südeuropäischen Politiker (es sind kaum Frauen darunter, ist das schon mal aufgefallen?)? 

    Das vorliegende Buch, ein gelenktes Gespräch, das der Journalist Roman Chlupaty mit Sedlacek und Graeber geführt hat, kann einen guten Einblick in ihre Thesen bieten und eine Übersicht über ihre Analyse des gegenwärtigen Kapitalismus und seiner Kräfte.

    Hauptsächlich geht es darum, sich von der Illusion zu verabschieden, der Markt sei ein neutrales, quasi naturgesetzliches Gebilde.  Die Wirtschaft und die Wissenschaften von ihr brauchen wieder ethische Werte und ein menschliches Maß.

    Wenn solche Debatten und die politischen Bewegungen, die sie aufgreifen, in Brüssel und anderswo auch nur kleine Veränderungsbewegungen auslösen, die nicht nur die monetären Indizes im Blick haben, sondern auch die Lebensumstände vieler gerade auch junger Menschen in Südeuropa, dann wäre das ein Fortschritt. Dass all diese jungen Protestbewegungen, sind sie selbst an der Regierung, nun auch strukturelle und auch für sie selbst schmerzhafte Veränderungen einleiten müssen, steht außer Frage.

    Wenn man die Thesen der beiden Diskutanten in diesem Buch von aller radikalen Rhetorik entkleidet, wird dennoch deutlich: es muss sich einiges verändern. 

  7. Cover des Buches Ein anarchistischer Bankier (ISBN: 9783803112361)
    Fernando Pessoa

    Ein anarchistischer Bankier

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Duffy

    In einem Gespräch mit einem jungen Mann schildert Pessoa, warum es den einzigen Sinn macht, als echter Anarchist, sowohl in Theorie als auch in der Praxis, Bankier zu werden. In dieser Satire arbeitet er sich im Monolog durch das Wesen des wahren Anarchismus und bemüht sich auf vielen schon absurden Umwegen um die Rechtfertigung, Bankier zu sein, dass man zum Schluss fast glaubt, diese Kausalkette sei logisch. Natürlich ist sie das nicht, denn er bedient sich in seinen Erklärungen genau aus dem, was er eigentlich bekämpfen will.

    Diese Erzählung ist ein gutes Beispiel, wie der portugiesische Ausnahmeliterat gearbeitet hat. Scharfes Denken und die Flirts mit der Logik, dazu das Sezieren von Gegensätzen. Pessoa, dessen Lebenswerk ja immer noch nicht vollständig gesichtet ist, hat mit diesem Buch, das wohl eines seiner bekanntesten ist, schon mal eine Steilvorlage für die Gegenwart gegeben. Die Entwicklung vom Anarchisten zum Bankier, die er hier bestechend nachvollziehbar beschrieben hat, könnte jedem raffgierigen Banker unserer Zeit als Vorlage dienen, sein verbrecherisches Tun zu rechtfertigen.

    Aber Pessoa hat ja nicht nur in diesem Buch viel geschrieben, aus dem der Leser Nutzen ziehen kann. In seinem "Buch der Unruhe" finden sich Tausende von Ansätze, über die sich trefflich nachdenken lässt. Dem Novizen sei das in der "Denken mit ..." Reihe von Diogenes erschienene Buch empfohlen, als Appetizer für einen Schriftsteller, der auch heute noch in Lissabon allgegenwärtig ist. Zu Recht.

     

  8. Cover des Buches Monte Verità (ISBN: 9783570554067)
    Stefan Bollmann

    Monte Verità

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Masari

    Zuerst hatte ich den Film Monte Verità gesehen. Da mich die Geschichte in ihren Bann gezogen hatte, kaufte ich mir das Buch. Interessant ist, wie viele, vor allem kreative Menschen, es zum Wahrheitsberg um 1900 gezogen hat, von Gusto Gräser, Ida Hofmann-Oedenkoven, Herrmann Hesse, über Mary Wigman oder Rainer Maria Rilke haben alle versucht, den damaligen Konventionen und konservativen Elternhäusern und Leben zu entfliehen und naturnaher zu leben. Es ist also gar kein neues Bestreben der Menschheit, sich  vegan/vegetarisch zu ernähren und der Massentierhaltung entgegen zu wirken. Das fand ich sehr interessant und bemerkenswert. Das Buch ist für mich wirklich anhand seiner historischen Verbindungen sehr gut recherchiert und geschrieben und somit unbedingt eine Empfehlung. Danke an Stefan Bollmann für dieses wertvolle Werk. 

  9. Cover des Buches Fight Club (ISBN: 9781448114955)
    Chuck Palahniuk

    Fight Club

     (434)
    Aktuelle Rezension von: apirateslifef0rme

    ...dass man sich auf das Buch einlassen muss. Mir persönlich gefällt dieser außergewöhnliche Schreibstil sehr gut, aber man muss sich darauf einstellen, "anders zu lesen". Die Handlung ist undurchsichtig und vielschichtig, obwohl die Wortwahl und die Beschreibungen eher trocken und direkt gehalten sind (was funktioniert und wahnsinnig spannend ist). 

    Es hat mich mitgerissen, auch, weil man nie wusste, was als nächstes geschehen würde, und am Ende des Lesens angelangt, war ich sowohl erleichtert, als auch traurig, dass es vorbei war. 

    PS: Die Filmadaption finde ich tatsächlich sehr gelungen....vielleicht sogar auf Augenhöhe mit dem Buch? Das kommt nicht oft vor!

  10. Cover des Buches Was ist eigentlich Anarchie? (ISBN: 9783879567003)
    Autorenkollektiv

    Was ist eigentlich Anarchie?

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Der Spanische Bürgerkrieg (ISBN: 9783442154920)
    Antony Beevor

    Der Spanische Bürgerkrieg

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Durruti
    Bei diesem Buch handelt es sich um ein Standartwerk über den spanischen Bürgerkrieg. Allein aufgrund seines Umfanges werden alle nennenswerte Aspekte angesprochen. Besonders erfreulich ist, dass der Autor den Anarchisten und Anarchosyndakalisten genau den Platz einräumt, den sie verdient haben. Sowohl die Kollektivierungen in Katalonien als auch die Widersprüche innerhalb des anarchistischen Lagers (insbesondere bei der Regierungsbeteiligung) werden ausführlich erörtert und gewürdigt. Dabei lässt der Autor, der in seinen sonstigen Werken (z.B. Stalingrad oder Berlin 1945: Das Ende) nicht durch besonders libertäre Tendenzen aufgefallen ist, seine Sympathien für die Anarchisten mit ihren hohen moralischen Ansprüchen und auch ihrem Pragmatismus durchblicken. Auch wenn einzelne Truppenbewegungen zu detailliert beschrieben werden, fasziniert das Buch gleichwohl und macht deutlich, dass es noch einen anderen Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus geben könnte. Die Geschichte im 20. Jahrhundert hätte auch anders verlaufen können...
  12. Cover des Buches DIY (ISBN: 9783897714441)
    Curious George Brigade

    DIY

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Dubhe
    In diesem Buch vergleicht der Autor die heutige Menschheit mit den Dinosauriern, die einfach so durch die Weltgeschichte trampeln. 
    Er ist der Meinung, dass die Welt nicht mehr lange so bestehen kann und nennt auch einige Gründe dafür. 
    Mit diesem Buch möchte der Autor den Leser eigentlich wachrütteln, denn es müssen Veränderungen her. 
    Klar, in einigen Punkten stimme ich mit dem Autor überein, doch er ist viel zu radikal mit seinen Ideen. 
    Definitiv nichts für schwache Nerven. 
    Und wer gegen die Grundlinien des Autors ist, dem wird das Buch absolut nicht gefallen. 
  13. Cover des Buches Linksextremismus in Deutschland (ISBN: 9783658045067)
  14. Cover des Buches Anarchie - oder was?: Gespräche mit Mehdi Belhaj Kacem, Nika Dubrovsky und Assia Turquier-Zauberman (Anarchies) (ISBN: 9783035802764)
  15. Cover des Buches Inside Occupy (ISBN: 9783593397191)
    David Graeber

    Inside Occupy

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Wir sind der Staat! (ISBN: 9783498013332)
    Daniela Dahn

    Wir sind der Staat!

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783257600216)
    John Irving

    Das Hotel New Hampshire

     (729)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Man muss nicht alle Bücher von John Irving fantastisch finden. Dieses aber ohne jeden Zweifel. Wie aus dem unscheinbaren Großvater mit der Zeit - lange nach seinem Ableben - der Held des Buches wird, das ist tatsächlich große Erzählkunst. Wie die Schwächen jeder einzelnen Figur gezeichnet werden, wie sie sich aufraffen, wie sie scheitern / welch skurillen Szenen ausreichend, detailiert und ohne eine Sekunde zu langweilen, Platz gegeben wird, das ist Kunst. Es gibt anderes, neueres von Herrn Irving. Nichtsdestotrotz - eigene Meinung - sein umwerfendstes Buch...                            

  18. Cover des Buches Corporate Anarchy (ISBN: 9783863270384)
    Nils Honne

    Corporate Anarchy

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Babscha

    Marvin Ruf geht es nicht gut. Er ist Werbetexter in einer Berliner Agentur und fühlt sich gelinde gesagt unwohl. Nicht nur mit seinem Job, in dem er tagtäglich Werbelügen für unterschiedlichste Auftraggeber verfassen muss, sondern auch mit den großen Themen wie der Klimakatastrophe, der rücksichtslosen Ausbeutung unseres Planeten und seiner Menschen durch Konzerne und Manager und der rücksichtslosen Gier der Menschen. Panikattacken sind an der Tagesordnung. Da er über ein nur sehr eingeschränktes Selbstbewusstsein verfügt (den tollen Eltern sei Dank) beschränkt sich seine Gegenwehr zunächst auf das nächtliche Überkleben und Ändern von Plakaten seiner illustren Kundschaft. Eines Tages allerdings lässt er auf einem finalen Meeting mit einem Energiekonzern, Großkunde seiner Agentur, die Bombe hochgehen und düpiert diesen gnadenlos. Das kostet ihn den Job. Kurz danach gerät er auf einer Demo in ein lebensgefährliches Handgemenge mit der Polizei und wird von einem dubiosen Mann namens Lennard schwer verletzt gerettet.

    Als er später aufwacht, befindet er sich auf einem alten verlassenen Stasigelände irgendwo in Brandenburg, auf dem eine Handvoll Männer und Frauen ökologisch mustergültig lebt, eine Rebellentruppe mit ähnlichen Gedankenmustern wie seinen. Polizeilich gesucht und der charismatischen Person des Lennard immer mehr verfallend, bindet er sich an diese Menschen an, bleibt bei ihnen und taucht mit der Zeit immer tiefer ein in deren unheimliche Welt, die ihr gefährliches Gesicht brutaler Gewalt gegen korrupte Managertypen erst nach und nach offenbart. Doch da ist es bereits zu spät für ihn.

    Der Autor, selbst aus der Werbebranche, legt in seinem Debutroman ein handwerklich recht solide gestricktes Stück Literatur mit hoher Sprachkompetenz vor, das trotz einiger Holprigkeiten in Logik und Gedankenführung als Mischung aus Krimi, Ökothriller und Gesellschaftsdrama spannend gemacht ist und im Großen und Ganzen trotz der im letzten Drittel wahrlich bluttriefenden Entwicklung durchaus funktioniert und zu überzeugen weiß. Die Figur des immer selbstkritischen, aber schwachen und damit beeinflussbaren Marvin ist in ihrer Zerrissenheit zwischen Gut wollen und Böse handeln gut konstruiert und streckenweise wirklich beklemmend zu begleiten, zumal die ganze Geschichte nicht fiktional, sondern hautnah an der Realität gebaut ist. Und auch hier gilt mal wieder: No one gets out here alive. Bis zum bitteren Ende.

  19. Cover des Buches Und, was machst du so? (ISBN: 9783858696168)
    Patrick Spät

    Und, was machst du so?

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    „Lohnarbeit, Gartenarbeit, Beziehungsarbeit, Blowjob – alles ist zur Arbeit geworden.“, sagt Patrick Spät in seiner fröhlichen Streitschrift gegen den Arbeitsfetisch. In einem lockeren und umgangssprachlichen Ton, aber deswegen nicht weniger ernsthaft angegangen, widmet er sich dem Phänomen der Modernen Arbeitsgesellschaft. Mit kritischem Blick richtet er sich vor allem an die 75% der berufstätigen Menschen, die in ihrer Arbeit unglücklich sind und innerlich bereits gekündigt haben, die einen immensen finanziellen Verlust für die Unternehmen bedeutet, die jene beschäftigen. Auch wenn ich solchen Statistiken eher kritisch beäuge, glaube nie einer (Statistik), die du selbst nicht gefälscht hast, schätze ich mich glücklich zu den restlichen 25% zu gehören. Dieses kleine aber feine Werk ist eine umfangreich argumentierende Kritik am Arbeitswahn und gleichzeitig ein Loblied auf den Müßiggang. Arbeit scheint das zentrale Thema unseres Lebens geworden zu sein. Aber zu welchem Preis und zu welchen Bedingungen?

    Spät kritisiert aber nicht nur. Nein, er zeigt auch Gegenentwürfe zu unserer Arbeitsgesellschaft und Beispiele auf, wie man es vielleicht besser machen könnte. Für einige wird das wohl nach anarchistischer Utopie klingen und Patrick Spät sagt, dass er durchaus von einer solchen träumt. Eine Gesellschaft die nicht auf den Kosten anderer lebt und in der Solidarität herrscht. Wer sich also schon mal gefragt hat, ob das Leben vielleicht mehr ist als arbeiten zu gehen und Überstunden zu machen, der findet in diesem Buch bestimmt neue Einsichten und Inspiration.

  20. Cover des Buches Demanding the Impossible: A History of Anarchism (ISBN: 9780006862451)
  21. Cover des Buches Henry David Thoreau (ISBN: 9783518467695)
    Frank Schäfer

    Henry David Thoreau

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Anarchismus in der Postmoderne (ISBN: 9783936049374)
    Jürgen Mümken

    Anarchismus in der Postmoderne

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Possum Living: How to Live Well Without a Job and with (Almost) No Money (ISBN: 9781458771124)
    Dolly Freed

    Possum Living: How to Live Well Without a Job and with (Almost) No Money

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Faun
    Dolly Freed (ein Pseudonym) ist 13 Jahre alt, als sie Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts mit ihrem Vater ("the old fool") aus der Hetzjagd ("rat race") der gesellschaftlichen Konventionen ausbricht und 40 Meilen nördlich von Philadelphia ein Leben als Selbstversorger beginnt. "Possum Living" ("Faultierleben") ist der Bericht, den sie fünf Jahre später über ihr neues Leben schreibt, gleichzeitig quasi eine Gebrauchsanleitung für eine in (fast) jeder Hinsicht unabhängige Existenz. Im Keller des günstig erstandenen Hauses werden Hühner und Kaninchen gehalten, aber nicht etwa als niedliche Haustiere, sondern zur Nahrungsbeschaffung (Vegetarier dürfen sich jetzt ausblenden); ein Garten liefert Gemüse und Kräuter. Obst und Pilze sowie Fische und Schildkröten findet man in der Umgebung. In einem der längeren Kapitel des Buches wird anschaulich beschrieben oder besser erklärt, wie man "bunnies" am besten tötet, häutet, ausnimmt oder gar zu Blutwurst verarbeitet. Man erfährt aber auch, wie man Obst, Pilze und Gemüse haltbar macht, Rezepte inklusive. Nicht fehlen darf natürlich auch eine ausführliche Anleitung zum Brennen von Schnaps ("moonshine"). Der ein oder andere unverzichtbare (?) Gebrauchsartikel des täglichen Lebens (z.B. Seife, Kleider - natürlich second hand - oder Hefe und Zucker zum Schnapsbrennen) wird eingekauft. Das wenige hierfür (sowie für Gas zum Kochen und Strom) notwendige Geld wird durch gelegentliche kleinere Jobs verdient: Dolly verdingt sich z.B. als Babysitter, ihr Vater hilft Nachbarn bei Allem was so an Arbeiten anfallen kann. Wer sich jetzt an Thoreaus "Walden or Life in the Woods" erinnert fühlt, ist nicht auf dem Holzweg. Es fehlen nämlich auch nicht philosophische Erkenntnisse (einer klar denkenden Achtzehnjährigen mit gesundem Menschenverstand) oder besser gesagt ironische Seitenhiebe auf unsere kapitalistische Gesellschaft, mit denen man unvermutet zwischen Kochrezepten und Angelanleitungen auf höchst amüsante Weise konfrontiert wird. Ein Beispiel: "Wir sind zwar nicht sonderlich religiös, aber wir folgen der biblischen Mahnung "...auch, daß jeder Mensch ißt und trinkt und Gutes sieht in all seinen Mühen, das ist eine Gabe Gottes" (Ecclesiates 3:13).Beachte: Da steht "Gott", nicht "Bruttosozialprodukt"." Aber Dolly möchte nicht (in erster Linie, aber durchaus auch) predigen: Sie sieht ihr Buch eher als praktischen Ratgeber und Inspiration, sich eigene Gedanken über den Einfluss der Wirtschaft auf das Leben des Indivuums zu machen. Und genau das macht das in einfacher Sprache gehaltene, heitere und unterhaltsame Buch so lesenswert: Man wird - mit nur mäßig erhobenem Zeigefinger - dazu angeregt, über eine Lebensform nachzudenken, die von den meisten unter uns als selbstverständlich hingenommen wird, obwohl durchaus auch eine alternative Existenz möglich wäre.
  24. Cover des Buches Planet der Habenichtse (ISBN: 9783453074330)
    Ursula K. Le Guin

    Planet der Habenichtse

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch hat mich sehr fasziniert.
    Es gibt zwei Planeten, von denen jeweils der andere den Bewohnern des einen als Mond erscheint. Der Planet Urras ist eine kapitalistische Welt mit mehreren Staaten, die durchaus auch Krieg gegeneinander führen. Es gibt viele technische Errungenschaften und fortschrittliche Dinge. Eine reiche Schicht lebt sehr gut. Es gibt viele weniger Wohlhabende bis Arme, die viel arbeiten müssen und nichts erreichen können.
    Der Protagonist Shevek ist ein theoretischer Physiker des anderen Planeten Anarres. Auf diesem Planeten gibt es eine karge Natur, kaum Pflanzen, keine Tiere. Es herrscht Ressourcenknappheit, sogar eine Hungersnot tritt auf. Die Bewohner sind die Nachkommen von Aufständischen von Urras, die ihren Planeten freiwillig verlassen haben, um nach ihrer Anschauung leben zu können. Auf Anarres gibt es keine Staaten, keine Regierungen, keine Titel oder Ränge, keine Gesetze, eben Anarchie.
    Jeder arbeitet wo er gebraucht wird, Besitz ist nicht üblich, alles wird geteilt. Trotzdem hat man die Freiheit, dorhin gehen, wohin man möchte und zu tun was einem gefällt. Das kann auch nichts sein.
    Kommunikation zwischen den beiden Planeten findet nur sehr wenig durch einen geringen Warenaustausch statt. Die Sperre durchbricht Shevek indem er nach Urras reist um sein Projekt durch den Austausch mit den dortigen Wissenschaftlern zu vollenden. Es gibt unendliche Probleme dabei, einander zu verstehen. Für ganz viele Dinge und Situationen gibt es unterschiedliche Sichten und Werte.
    Dabei wird das von LeGuin konstruierte Gesellschaftssystem, die anarchistische Utopie, von allen Seiten beschrieben und erscheint enorm plastisch. Sie erklärt nicht mit erhobenem Zeigefinger, für mich schimmerte aber eine gewisse Sympathie für dieses System durch.

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