Bücher mit dem Tag "anatomie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "anatomie" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453503946)
    Noah Gordon

    Der Medicus

    (2.266)
    Aktuelle Rezension von: MC_Nele

    dieses Buch darf meiner Meinung nach in keinem Bücherregal fehlen. Ich hatte es zuerst nur ausgeliehen und musste es mir dann einfach unbedingt kaufen. Es ist besser als jeder Geschichtsunterricht, eindrucksvoller als jeder Film und ein Bindeglied zwischen Generationen. 

    Es beschreibt den Kampf ums Überleben und wieviel Berufung bedeuten kann. 

    Ein würdevoller Weltbestseller!

  2. Cover des Buches Die ewigen Toten (ISBN: 9783499000959)
    Simon Beckett

    Die ewigen Toten

    (533)
    Aktuelle Rezension von: sabrina95

    Die ewigen Toten bringt einen weiterer spannender Fall für David Hunter, der mich insgesamt gut unterhalten hat. Besonders gefallen hat mir das Setting: Das alte, verlassene Krankenhaus sorgt für eine düstere Atmosphäre, die hervorragend zur Geschichte passt und von Beginn an Spannung erzeugt.


    Der kleine Konkurrenzkampf zwischen David Hunter und dem jüngeren Forensiker bringt eine willkommene Abwechslung in die Handlung und lockert die Ermittlungsarbeit etwas auf. Diese Dynamik verleiht den Figuren mehr Tiefe und sorgt zwischendurch für interessante Reibung.


    Die Spannung ist allerdings nicht durchgehend packend. An manchen Stellen zieht sich die Handlung etwas, auch wenn Beckett es schafft, eine konstante Grundspannung aufrechtzuerhalten. Dafür entschädigt das Finale umso mehr: Der Schluss bietet eine Wendung, die ich so absolut nicht kommen gesehen habe, ein echter WOW Moment, das den Roman stark abschliesst.


    Insgesamt ein solides Buch, das vor allem mit seinem Setting und dem überraschenden Ende überzeugt.⚡️⚡️

  3. Cover des Buches Der Schamane (ISBN: 9783453418202)
    Noah Gordon

    Der Schamane

    (583)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es ist leicht zu lesen, hat mich aber nicht gefesselt. Im Gegensatz zum Medicus hat mir die Spannung im Buch gefehlt. 

    Empfehlung für alle, die sich für die Geschichte Amerikas im 19 Jhd. interessieren.

    Finger weg für alle, die einfach eine spannende Geschichte lesen wollen, oder sich für historische Hintergründe zur frühen Medizin interessieren.

    Einen Pluspunkt gibt es für die Verwendung alter und ungewöhnlicher Wörter.

  4. Cover des Buches Anatomy (ISBN: 9783743223103)
    Dana Schwartz

    Anatomy

    (488)
    Aktuelle Rezension von: Nathaly_Schuster

    Der Schreibstil von Dana hat mich direkt mitgenommen und ich bin mit Lady Hazel super gestartet. Sie hat einen riesen frischen und aufgeweckten Kern, ist super schlau, stark und weis ganz genau was sie möchte. Hazel hat so viele Facetten an sich das sie nich echt überzeugen konnte. Es war so cool wie sich als Mann ausgegeben hat um in die Vorlesung zu kommen und das sie einfach alles in ihrer Macht stehende getan hat um ihren Traum zu verwirklichen und vielleicht eines Tages Chirurgin zu werden. Das Zeug dazu hat sie alle Male. So grausig und erschreckend manche Situationen und Operation waren so krass fand ich es einfach weil Hazel sich nie hat abschrecken lassen und für alles sich eine Lösung überlegt hat. Auch wie sie die Geburt bei Jeanette und baby Hazel durchgeführt hat ohne Wissen war einfach heftig. 

    Einen großen Teil der Story hat natürlich Jack gegeben und oh mein gott ich mochte ihn so sehr, umso mehr hat mich das ende zerrissen weil man einfach nicht weis ob er nun noch lebt oder nicht. Jack ist einfach so ein toller Mann und auch wenn er kein leichtes Leben hat und hatte, hat er als Auferstehungsmann wirklich ganze Arbeit geleistet und so natürlich auch Hazel geholfen damit sie sich weiter bilden kann. Der Moment der beiden im Grab und als am Morgen der Pfarrer vor ihnen stand war so witzig😅 


    Was alles mit Mr. Beecham raus kam hat mich so überrascht weil man das echt nicht gemerkt hat und ich null dachte das sowas hinter im steckt und vorallem zu was er in der Lage ist. Auch wenn es sehr grausam ist was er getan hat, so konnte man es am ende doch sehr gut verstehen. Ich fande ihn trotzdem immer sehr sympathisch und habe ihn nie als schlechten Menschen wahrgenommen, dies hat mir auch der letzte Moment zwischen ihm und Hazel gezeigt als er ihr die Ampulle gegeben hat. Auch wenn Hazel damit nun einen super Plan hatte Jack am Leben zu erhalten, ist es leider noch offen ob er überlebt und es nimmt. Aber ich kann Jack wirklich gut verstehen. Wer will schon ewig leben, wenn man dafür all seine liebsten und vorallem seine große Liebe überdauern wird und all dies ertragen muss? 🥺 


    So traurig dies auch wahr, so stolz war ich auf Hazel dass sie sich davon nicht hat unter beingen lassen und das sie trotzdem weiter für ihren Traum kämpft und wer weis? Vielleicht überlebt er ja wirklich 🥺


    Ich freu mich sehr auf den zweiten Band ❤️

  5. Cover des Buches Der Papiermagier (ISBN: 9781503947276)
    Charlie N. Holmberg

    Der Papiermagier

    (86)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Im Großen und Ganzen gibt der Klappentext eigentlich schon die Story ziemlich genau wieder. Nur um das ganze ein bisschen zu verfeinern schreibe ich noch folgendes dazu:

    Ceony hatte ursprünglich gar keine Möglichkeit die Schule weiter zu besuchen, da sie auch nicht wirklich gut betuchten Haushalt kommt und sie mit Hilfe eines Stipendiums dort lernen durfte. Ein Anreiz mehr für sie, welche unbedingt Schmelzerin werden wollte. Denn was gibt es besseres als Metall? In ihrem Fall wird sie dann doch feststellen wie toll Papier ist. Der unbeliebteste magische Beruf und gerade sie soll diesen erlernen. Doch schnell stellt sie fest wie toll auch Magier Thane mit seinen strahlend grünen Augen und seiner ruhigen Art ist. Anders als andere Lehrlinge lernt sie was und muss nicht die Drecksarbeiten erledigen.

    Bevor es in das oben besagte Abenteuer geht, mitten im Herzen von Magier Thane, lernt sie seinen besonderen Haushalt kennen und den Hausdiener Jonto. Ein Papierskelet.

    Die Geschichte spielt am Anfang des 20. Jahrhundert um 1905 in etwa. Demnach gibt es keine moderne Technik, kein Internet und kein Handy. Magie ist aber weit verbreitet und bekannt. Die Hauptstory findet dann im herzen von Thane statt, wo Ceony versucht ihn zu retten.

    Es erscheint als ob damit schon alles erzählt sei, die Geschichte hat aber viel mehr als dies. Sie hat schon eine gewisse Tiefe, viele Dinge die es zu entdecken gibt und eine starke weibliche Protagonistin die ihren Lehrer und den Menschen den sie mag zu retten.  

    Mein liebstes Zitat war: „Verleugne nie den Wert von Unterhaltung, Ceony. Gute Unterhaltung ist nie umsonst, und jeder ist scharf drauf.“

    Ich war gut unterhalten und gebe dem Buch daher 3,5 Sterne und freue mich auf den zweiten Teil. Dem Glasmagier. Die Geschichte in sich, ist abgeschlossen.

  6. Cover des Buches Der König und die Totenleserin (ISBN: 9783426504895)
    Ariana Franklin

    Der König und die Totenleserin

    (71)
    Aktuelle Rezension von: KatharinaJ
    Adelia, die Totenleserin des Königs erhält den Auftrag zwei mysteriöse Skelette zu identifizieren. Angeblich handelt es sich um den sagenumwobenen König Artus und seine Guinevere. Adelia und ihre Gefährten finden schnell heraus das mit den beiden Skeletten etwas nicht stimmt und geraten in eine tödliche Intrige.

    Auch der dritte Teil um die mutige Adelia hat mir wieder sehr gut gefallen. Ariana Franklin schreibt einfach flüssig und leicht verständlich. Auch die Protagonisten und Nebenfiguren muss man einfach mögen.
    Für mich war „Der König und die Totenleserin“ auf jeden Fall wieder vier Sterne wert.
  7. Cover des Buches Die Anatomie der Nacht (ISBN: 9783551320612)
    Jenn Bennett

    Die Anatomie der Nacht

    (83)
    Aktuelle Rezension von: emyys_bookplace

    "Die letzte Bahn fiel aus. Es war kurz vor Mitternacht und ich hatte fast eine Stunde lang an der Haltestelle University Hospital gewartet, meine Kunstmappe und einen Überrest Stolz an mich gedrückt."

    Bex lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in San Francisco. Sie zeichnet für ihr leben gerne Anatomische Studien, aber nicht jeder kann sich dafür begeistern. 

    Eines Abends ist sie mit dem Nachtbus in San Francisco unterwegs, als sie zufällig Jack trifft. Jack verziert San Franciscos Bauwerke mit riesigen goldenen Buchstaben, aber nicht jeder hält das für Kunst. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und setzen alles daran sich wiederzusehen. Der Beginn eines großen Abenteuers, bald aber viel mehr.

    Im Trubel ihrer Leben wächst ihr Vertrauen zueinander und zwischen ihnen erblüht die Liebe. Allerdings mit ein paar Schwierigkeiten.

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Wow. Das Buch war ziemlich intense. Ich fand es voll schön, gleichzeitig aber auch total traurig. 

    Ich mag auch den Schreibstil von Jenn Bennett sehr. Man kann sich alles sehr gut vorstellen und darin versinken. 

    Ich kann euch das Buch voll empfehlen. 

    ⚠️Wenn ihr euch allerdings mit den Themen wie Psychische Krankheiten, oder Suizid nicht wohlfühlt, dann lest es nicht, bis ihr euch dazu bereit fühlt.⚠️

  8. Cover des Buches Anatomie (ISBN: 9783836959896)
    Hélène Druvert

    Anatomie

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Steff05

    Ich glaube ich habe nie ein tollere Buch über den Körper in den Händen gehalten, als dieses. Es richtet sich speziell an ältere Kinder, aber auch ich fand es absolut faszinierend. Allein in der Optik liegt schon so viel Hingabe! Da sind (zugegeben sehr filigrane) Scherenschnitte, die den Blick immer tiefer in den Körper leiten, aber auch zahlreiche Klappen, die teilweise sogar doppelt gelegt, den inneren Aufbau verdeutlichen. Auf und zu, es ist wie ein Tor ins Innere, zu etwas, das man normalerweise nicht sieht. Es ist beeindruckend! Doch natürlich begleiten diese durchdachten Darstellungen auch noch zahlreiche interessante Texte. Hier wurde, falls möglich, auf Fachbegriffe verzichtet, die Vorgänge aber durchaus sehr verständlich erklärt. Für mein Empfinden, ist die Menge und Detailtreue GENAU richtig gewählt. Das Buch weckt Neugier und stillt den Wissensdurst gleichermaßen. Man ist fasziniert und möchte von ganz allein schon immer mehr erfahren.
    Mein Kind hatte das ein oder andere hier gezeigte bereits im Unterricht behandelt. Dieses Buch half aber das Gelernte auch nochmals einzuordnen. Gerade auch, WEIL diese Art der Darstellung einen so greifbaren Eindruck vom Körper erzeugt. 

    Ja, ich finde dieses Buch unglaublich klasse  und wahnsinnig ästhetisch dazu. 

    Knochen, Nerven, Lungen- oder Blutsystem, einige innere Organe und Sinnesorgane. Hier gibt es wirklich sehr viel zu entdecken! 

  9. Cover des Buches Unverschämt (ISBN: 9783499606687)
    Sheila de Liz

    Unverschämt

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Was habe ich dieses Buch genossen! Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich die ersten Seiten mit der Autorin noch "warm werden" musste. Aber dann war ich gefangen. Gefangen in diesem Buch und in der Tatsache, wie viele Dinge ich über den weiblichen Körper zwar wusste, aber noch nie in einem großen Zusammenhang betrachtet habe! 

    Sheila de Liz schreibt ausgesprochen flüssig und sehr humorvoll, was dazu führte, dass dieses Buch innerhalb weniger Abende weggelesen war. Selten habe ich mich so wohl gefühlt bei der Lektüre eines medizinischen Sachbuches. 

     

    Ja, viele Dinge, die in diesem Buch erwähnt wurden, kannte und wusste ich bereits, dennoch konnte ich beim Lesen auch sehr viel Neues mitnehmen! 

     

    Fazit:

     

    Kurz und knapp: Unbedingt Lesen! 

  10. Cover des Buches Danaé und die Weiße Hand (ISBN: 9783944359229)
    Divna Omaljev

    Danaé und die Weiße Hand

    (9)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    Allgemeines:


    Titel: Danaé und die weiße Hand
    Autor: Divna Omaljev
    Verlag:  Schruf & Stipetic (10. November 2016)
    Genre: Historischer Roman
    ISBN-10: 3944359224
    ISBN-13: 978-3944359229
    Seitenzahl: 608 Seiten
    Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
    16,90€ (Taschenbuch)


    Inhalt:


    Europa 1538. Attentate erschüttern zeitgleich Paris, Venedig und den Vatikan. Danaé, eine junge Medizinerin, soll im Auftrag des französischen Königs die Ermittlungen unterstützen. Mit Donatien, dem Chef der Geheimpolizei, bricht sie zu einer Reise auf, die sie auf abenteuerlichen Wegen nach Konstantinopel führt. Im Palast des Sultans muss Danaé sich zunächst an der Seite von Léandre, dem neuen Hofchirurgen aus Frankreich, als Ärztin beweisen. Dann führt ihre Mission sie weiter in die Tiefen der tausendjährigen Stadt, auf die Spur einer uralten Verschwörung. Verrat, mächtige Feinde, politische Intrigen und selbst ihre eigene Angst können Danaé nicht daran hindern, das Geheimnis der Weißen Hand zu ergründen.


    Bewertung:

    DISCLAIMER: Zuerst mal vielen Dank an Dagmar Schruf vom Schruf & Stipetic Verlag für das Rezensionsexemplar!

    Zu erst einige Worte zur Gestaltung. Zusehen ist die braun-rote Silhouette einer Dame, welche mit einer historischen Malerei einer weiteren Dame und verschiedenen Städte aufgefüllt ist. Im Hintergrund sieht man eine braun-beige Tapete mit einem Bogenfenster. Der Titel ist dabei in rosa Großbuchstaben quer über den unteren Teil des Bildes geschrieben, der Untertitel in weiß umrahmt von einem rosafarbenen Kasten. Mir hat dieser Altes-trifft-auf-Neues Stil des Covers sehr gut gefallen, da er auch die Grundstimmung des Buches und der Zeit repräsentiert. Die Renaissance ist eine Zeit des Umbruchs mit vielen neuen Ideen aber auch neuen Problemen, was das Buch thematisiert. Auch der Titel passt vom Inhalt her sehr gut, auch wenn ich ihn nicht so schön klingend finde. Der Klapptext ist aber wirklich super gestaltet - er verrät nicht zu viel, aber alles Notwendige um den Leser zu interessieren.


    Erster Satz: "Die Jahreszeiten spielten verrückt."


    Der spannende Abenteuerroman von Divna Omaljev spielt um 1538 in Europa und vermittelt einen detaillierten Eindruck vom Leben in der Renaissance. Wir reisen zusammen mit Danaé durch die Zeit von Frankreich bis nach Konstantinopel und Griechenland. Und dabei passiert so einiges:

    Die junge Anatomin Danaé Pioggia d’Oro hat trotz dass sie Patenkind von Leonardo da Vinci und Tochter der illustren Gelehrten Galatea ist, Geldsorgen. Ihre Arbeit an der Universität von Paris entlohnt sie, dass es ihr gerade so reicht. Auf dem Weg ins Hôtel Dieu, ihren Lohn einzufordern um damit ihren Vermieter zu bezahlen, trifft sie auf Donatien de Monthléri, den Chef der französischen Geheimpolizei, was ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Ein ganzes Heer an Soldaten, die mit einer mysteriösen Krankheit ins Krankenhaus transportiert wurde, hatte schon ihre Neugier geweckt, so sagt sie zu, als er ihr vorschlägt, mit ihm zusammen an der Aufklärung dieser mysteriösen Erkrankungen zu arbeiten. Gemeinsam begeben sie sich so auf eine Spurensuche, die sie von Fontainebleau bis nach Konstantinopel an den Hof des Sultans und auf abgelegene griechische Inseln zu den wilden Amazonen führt.
    Dabei muss sich Danaé mit einer riskanten Operation als Ärztin beweisen und ihre eigenen Versagensängste überwinden. Denn ihre erfolgreiche Mutter setzt große Erwartungen in sie, die einzige Tochter, die es noch nicht zu etwas gebracht hat. Neben den ganzen Intrigen und Aufgaben kämpft sie immer wieder mit ihren Selbstzweifeln, die sie geschickt zu verbergen weiß. Und dann ist da auch noch Léandre Desanges, der Hofchirurg des französischen Königs, der ihr Blut ganz schön in Wallungen bringt, obwohl sie ihn eigentlich nicht leiden kann...

    Ich muss zugeben, dass ich insgesamt gesehen nicht wirklich begeistert von dem Buch war. Das bedeutet nicht, dass ich es schlecht fand, gegen Ende hat es mir sogar sehr gut gefallen, aber ich kam irgendwie nie wirklich in der Geschichte an. Das hatte mehrere Gründe, die wohl eher an mir lagen und zusammengenommen dann einfach zu einer Leseflaute geführt haben. Kann mal passieren...

    Ich bin erstmal schon extrem schlecht reingekommen, was zum einen daran lag, dass man ziemlich ins kalte Wasser geworfen wird und sich selbst in der historischen Welt zurecht finden muss, zum anderen daran, dass ich Danaé einfach nicht ausstehen konnte. Ihre ständigen Schwankungen zwischen selbstbewusst, überheblich, neugierig, ängstlich, am Boden zerstört, wunderschön, unscheinbar, ... haben es mir sehr erschwert, sie wirklich als Protagonistin greifen zu können. Natürlich finde ich es super, wenn Charaktere dynamisch sind, doch da sie ständig anders dargestellt wurde und zudem eine etwas seltsame Sicht auf sich selbst hat - was bestimmt auch an ihrer Mutter liegt -, konnte ich sie irgendwie nicht verstehen und somit auch nicht mögen. Gegen Ende, als die immer mehr zu sich selbst steht und sich mehr in ihrem Verhalten festigt, mochte ich sie viel mehr. Ich konnte endlich die starke junge Frau sehen, die sich in ihr verbirgt und ihre seltsamen Schwankungen einfach als Facettenreichtum ihrer Persönlichkeit sehen. In ihrem kämpfen im Grund zwei Seiten: Da ist ihre brillante Anatomin und Gelehrten Seite, die sich eigentlich völlig zu Unrecht mit Selbstzweifeln quält, da sie auf ihrem Fachgebiet großen Persönlichkeiten die Stirn bieten kann und ihre Meinung auch frei kundtut. Und dann ist da auch ihre tollpatschige und unsichere Seite, die in Liebesdingen völlig unerfahren ist und die sie in die ein oder andere komische und manchmal fast brenzlige Situation stolpern lässt. Innerhalb des Romans vollzieht sich eine Entwicklung bei der ihre unsichere Seite immer mehr an Boden verliert, der von ihrem Selbstvertrauen langsam erobert wird.


    "Sie hätte sich den Mut gewünscht, ihn aus ihrem Zimmer zu jagen. Er hatte hundertprozentig eine Abreibung verdient, so, wie er sie enttäuscht und verletzt hatte. Sie wollte ihm unbedingt widerstehen, aber ihr eigener Körper ließ sie im Stich"


    Dann noch kurz zum Mittelteil des Buches. Nach meinem schon recht holprigen Start hatte ich dann eine riesige Leseflaute, etwa auf Seite 150. Denn während Danaé und Donathien losziehen kommen immer mehr neue und fremde Charaktere hinzu, die durch komplizierte Beziehungen und Intrigen das Verständnis nicht gerade erleichtern. Dazu wechseln die Orte sehr schnell und es wird fast nebenbei auf zahlreiche geschichtlichen Fakten und Personen eingegangen. Die Autorin versucht Spannung aufzubauen, da während dem ersten Teil der Reise nicht viel passiert, indem sie dazu noch rätselhafte Andeutungen macht und Dinge ungeklärt im raum stehen lässt, was alles insgesamt dazu beigetragen hat, dass ich komplett abgehängt wurde. Da aber das mit dem Spannung aufbauen bei anderen geklappt hat - was man den vielen positiven Rezensionen entnehmen kann - schiebe ich das auf meine Startschwierigkeiten.

    Doch meine Verwirrung wuchs immer mehr, von Stadt zu Stadt in die die kleine Gruppe kam und irgendwann war es mit schlichtweg zu viel von allem, sodass ich gar nicht mehr verstanden habe, wer jetzt warum mit wem wohin will. Ich habe dann nochmal zurückgeblättert und über 50 Seiten nochmals gelesen, war aber irgendwann einfach nicht mehr motiviert weiter zu lesen. Da es ein Rezensionsexemplar war, wollte ich es auf keinen Fall aufhören zu lesen und komplett beiseitelegen, da ich das immer etwas ungerecht finde und in den 400 Seiten, die ich noch vor mir hatte, ja noch viel Gutes passieren könnte. Also habe ich mich entschieden, das Buch eine Weile auf die Seite zu legen und Wochen später dann nochmal weiter gelesen. Als ich dann ohne Frust nochmals angefangen hatte, kam ich auch sehr gut durch. Denn das Buch begann dann doch noch, mich in seinen Bann zu ziehen....


    "Eine so heftige Krankheit kann nicht durch die Prostituierten ausgelöst worden sein. Wir wissen weder, um welche Krankheit es sich handelt, noch, wie sie übertragen wird. Eins weiß ich aber sicher..." sie beugte sich mit geheimnisvoller Miene vor. "Es steckt jemand dahinter." Einen kurzen Moment lang genoss Danaé das Gefühl, Macht über ihn zu haben, bevor sie hinzufügte: "Jemand, der dem König schaden will."


    Auch wenn ich bestimmt die Hälfte nicht verstanden habe, konnte ich es am Ende sehr genießen, in die Welt um 1500 abzutauchen, die damaligen Gepflogenheiten und Denkweisen besser zu verstehen versuchen und dabei auch viele schöne, bunte Flecken auf unserer Erde literarisch zu bereisen.

    Was auch noch sehr gut war: Bei historischen Romanen, die ich wirklich sehr gerne lese, gibt es eigentlich ein ernsthaftes Problem - geschichtlich korrekte Details, die für eingeschlafene Füße sorgen.
    Natürlich muss Wert darauf gelegt sein, die Geschichte in den gegebenen historischen Rahmen korrekt einzupassen und dem Leser auch ein möglichst authentisches und detailreiches Bild dieser Zeit zu vermitteln. Doch leider artet dass oft auch in ein staubtrockenes Geschichtsbuch aus und nimmt der eigentlichen Story jegliche Spannung. Doch was diesen Roman für mich doch noch gerettet hat, ist die mitreißende, abenteuerlustige und witzige Grundstimmung, die dadurch erzeigt wird, dass die Autorin im letzten Drittel der Geschichte einen perfekten Mix aus Humor, Ernsthaftigkeit und abgedrehte Abenteuer findet, der von Romantik über wilde Schlachten, spannende Operationen, politischen Wirrwarr und einer bunten Entdeckungstour alles dabei hat. Der Roman wird in erster Linie ein Abenteuerroman und stellt das historische hinten an, präsentiert aber dennoch ein atmosphärisches Bild der damaligen Zeit. Der Stil der Autorin hat mir immer mehr zugesagt!


    "Zuerst wackelten die Kerzenleuchter, dann das ganze Tischchen, auf dem eine Glaskaraffe stand. Sie fiel herunter und zersprang in tausend Stücke.
    "Zum Teufel!", fluchte Léandre."


    Meist wird die Geschichte aus der Perspektive von Danaé erzählt, manchmal jedoch wechselt die Erzählperspektive für kurze Augenblicke zu anderen Charaktere, wie Léandre, Donatien oder Côme. Grundsätzlich mag ich solche Perspektivwechsel sehr, nur leider war in diesem Buch nicht immer ganz klar, aus wessen Sicht die Geschichte nun erzählt wird und ich habe solch einen Wechsel einfach überlesen, nur um dann über ein Logikproblem zu stolpern und noch mal zurückblättern zu müssen.
    Generell sind die Charaktere neben Danaé für mich am meisten von Verwirrung geprägt.
    So habe ich mich andauernd zu vorschnellen Urteilen über einzelne Personen hinreißen lassen, um später dann überrascht zu werden. In der ganzen Masse an Nebencharakteren gingen einzelne leider sehr unter.
    Mein Liebling war aber der Côme d’Amboise/ Cosma, der/die im Rotlichtviertel von Konstantinopel lebt, eigentlich ein Agent der Pariser Geheimpolizei ist, sich aber zur Tarnung als Frau ausgibt und in einem altertümlichen Varieté auftritt. Er/sie steigert sich immer mehr in seine Rolle hinein, und weiß selbst nicht mehr so genau, was von seinen beiden Geschlechtern seine Verkleidung war. Er/sie ist einfach sehr sympathisch mit seiner/ihrer treuen Art, man muss diese Person einfach mögen!

    Das Ende war dann doch noch sehr spannend und ich war mega froh, das Buch nicht einfach zur Seite gelegt, sondern ihm noch eine zweite Chance gegeben zu haben. Ob ich den zweiten Teil lesen will, weiß ich trotzdem nicht...


    Fazit:


    Obwohl ich so meine zwischenzeitlichen Probleme hatte, ein gut durchdachtes Abenteuerbuch mit historischem Hintergrund, dass am Anfang und in der Mitte etwas ausbremst, am Ende aber wieder an Fahrt aufnimmt.

    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

  11. Cover des Buches Neuroanatomie (ISBN: 9783437412998)
  12. Cover des Buches Das Herz,ein Rätsel für die antike und mittelalterliche Medizin - ein dokumentarischer Bildband (ISBN: 9783926625069)
    Hans Schadewaldt

    Das Herz,ein Rätsel für die antike und mittelalterliche Medizin - ein dokumentarischer Bildband

    (1)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Rätselhaft bleibt die Faszination, die die ersten Berichte über Heterotransplantationen allerorten auslösten...*


    Das Herz galt nicht immer als Mittelpunkt des Lebens. Im Gegenteil wurde ihm ursprünglich eine untergeordnete Rolle einberäumt. Erst langsam hat es sich im Organsystem etabliert und seine Geheimnisse aufgedeckt. 



    Woher kommt unsere auch heute gängige Darstellungsform des Herzens als „Kartenherz“? Welche Bedeutung hat das Herz in Religionen und Totenkult eingenommen? Wie gelang der weite Weg von antiken Anschauungen über das Herz und den Kreislauf bis zur heutigen Ansicht? Diesen und weiteren Fragen geht die Abhandlung nach, geht dabei auf frühe anatomische Untersuchungen ein, bringt Galens Theorie der Wirkstoffgruppen ins Spiel und berichtet wie sehr diese folgende Anatomen beeinflusst hat. Als wichtigen Akteuer der Herzforschung wird William Harvey näher betrachtet und führt zur heutigen Medizin. 


    Als Bildband finden sich hier viele Abbildungen. Die meisten von ihnen stehen in einem historischem Kontext und erläutern das Beschriebene. Die im letzten Teil abgebildeten Fotografien von Wachspräparaten von Herzen waren etwas gewöhnungsbedürftig. Der Großteil der Bilder zeigte aber eine Vielzahl an Darstellungen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Diese passten zum Teil zur Thematik des Herzens als Symbol in Religion und Moralvorstellungen, viele spiegelten aber auch die Entwicklung in anatomischen Studien im Laufe der Zeit wieder. 


    Obwohl das Buch schon einige Jahrzehnte alt ist, ist es immer noch aktuell, da es sich auf die Geschichte der Medizin konzentriert. 


    Fazit: Hier bekommt man einen bildlichen Einblick in einen speziellen Teil der Medizingeschichte. Die Darstellungen, besonders aber auch aufgenommene Zitate waren interessant. Anhand von ihnen konnte ich die Entwicklungen in der Herzforschung nachvollziehen. 

  13. Cover des Buches Anatomie für Künstler (ISBN: 9783881020633)
    Jenö Barcsay

    Anatomie für Künstler

    (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Versuch über die Liebe (ISBN: 9783596138395)
    Alain de Botton

    Versuch über die Liebe

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973
    Auf dem Flug von Paris nach London lernt der namenlose Erzähler Chloe kennen. Bei der Landung ist er sich sicher, dass er sie liebt. Er muss sie unbedingt wiedersehen. Aber vielleicht will sie ihn nicht wiedersehen?

    Neben der Liebesgeschichte, welche sich zwischen den beiden anbahnt, philosophiert er über die Liebe. Er klärt den Leser auf, was in uns abgeht, wenn wir uns verlieben. In etwa wie der Körper uns Signale sendet oder diese verflixten Gedanken, die einen fast in den Wahnsinn treiben. So geht der Leser mit den verliebten die verschiedenen Stadien einer Liebe durch. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Mischung aus Philosophie, Anatomie und einer Liebesgeschichte ist perfekt. Nichts wirkt künstlich. Ich konnte seinen Erklärungen folgen. Allerdings ist der Aufbau der einzelnen Kapitel sehr unglücklich gewählt. Die Kapitel sind in kurze Abschnitte eingeteilt und durchnummeriert. In einem Abschnitt erzählt er von einem Erlebnis oder Ereignis mit seiner Liebsten und ehe er zu Ende erzählt hat, beginnt er bereits wieder über die Liebe zu philosophieren. Das hemmt manchmal etwas den Lesefluss. Man möchte doch so gerne wissen, wie es mit Chloe weitergeht. Doch meist braucht der Leser dann etwas Geduld, bis er den Faden in der Liebesgeschichte wieder aufnimmt. 
     
    Ich bin mir sicher, ich werde dieses Buch wieder einmal in die Hand nehmen. Ich habe mir auch einige Punkte gemerkt und will es in meinem Leben mal ausprobieren oder darauf achten, ob ich zur gleichen Einsicht komme wie der Autor. 

    Noch etwas zum Autor: Alain de Botton war 25 Jahre alt, als das Buch erschienen ist. Für einen jungen Mann verfügt er über eine erstaunliche Reife. Er hat Philosophie studiert und gelernt, das Leben und die Menschen zu studieren. Jedoch hat er in einigen Interviews immer wieder betont, dass das Buch auf seinen persönlichen Erfahrungen beruht. Auf dieser Tatsache basierend finde ich seine Weisheit aussergewöhnlich.
  15. Cover des Buches Atlas der Anatomie (ISBN: 9783848007646)
  16. Cover des Buches Pferde , Mit der Mähne im Wind Pferde halten, pflegen, Reiten lernen , die richtige Ausrüstung, Pferde von A- Z (ISBN: B00V9AKNLQ)
  17. Cover des Buches Einhorn, Das (ISBN: 9783939823773)
    Mathieu Gabella

    Einhorn, Das

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Geschichte hat mich nicht vom Hocker gerissen - vielleicht ändert sich das beim Folgeband - aber die Zeichnungen sind aussergewöhnlich schön. Tolle Perspektiven, wunderbare Licht- und Farbgebung, und ein dynamischer Stil.
  18. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks