Bücher mit dem Tag "anders"
68 Bücher
- Anna Todd
After passion
(4.904)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Passion ist der erste Band der bekannten After-Reihe und erzählt die Geschichte von Tessa Young und Hardin Scott. Tessa beginnt ihr Studium als eher ruhige, strukturierte Studentin mit klaren Zukunftsplänen – bis sie Hardin begegnet. Er ist das komplette Gegenteil von ihr: rebellisch, verschlossen und emotional schwer greifbar.
Der Roman liest sich insgesamt sehr flüssig . Besonders schön fand ich, wie leicht man in die Geschichte hineinkommt und wie schnell man durch die Seiten fliegt. Die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind oft sehr intensiv geschrieben, sodass man als Leser(in) stark in die Beziehung der beiden hineingezogen wird.
Dabei besteht ein großer Teil der Handlung aus dem ständigen Auf und Ab zwischen den beiden. Streit, Versöhnung, Missverständnisse und erneuter Streit wiederholen sich relativ häufig. Dadurch kann die Beziehung teilweise etwas unnötig dramatisch wirken.
Andererseits macht gerade die Dynamik zwischen den Protagonisten einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus. Außerdem ergibt sich hieraus dann der Grundsetin für die Entwicklung der Charaktere, die ebenfalls prägend für das Buch ist und stark beschrieben wird.
After Passion ist ein interessanter, fesselnder New-Adult-Roman, der vor allem durch seine emotionale Intensität und die starke Anziehung zwischen den Hauptfiguren lebt. Wer Geschichten über komplizierte Beziehungen, große Gefühle und dramatische Wendungen - mit halbwegs viel Hin und Her - mag, kommt hier auf seine Kosten.
Fazit:
Ein sehr schöner Auftakt der Reihe mit viel Emotion und Spannung, der jedoch durch das häufige Hin und Her in der Beziehung etwas anstrengend werden kann… der aber andererseits gerade dadurch geprägt wird und mich damit stark fesseln konnte. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das Lust darauf macht, die Reihe weiterzulesen. - Victoria Aveyard
Die rote Königin
(2.772)Aktuelle Rezension von: AleydaDas Werk „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard hatte für mich insgesamt einen netten Unterhaltungswert. Die Story ist gut durchdacht, allerdings fehlte es den Figuren meiner Meinung nach etwas an Tiefgang. Auch der Plot-Twist war für mich teilweise vorhersehbar – nicht unbedingt in seiner genauen Ausführung, aber die Richtung ließ sich schon erahnen.
Was mir außerdem gefehlt hat, war der Funke zwischen den Protagonisten. Für mich wirkte das Ganze ein bisschen wie die Light-Version einer Carbonara – nicht schlecht, aber wenn man einmal das „Original“ hatte, fällt es schwer, sich damit zufriedenzugeben 😅
Positiv hervorheben möchte ich, dass die Geschichte ohne viel „Spice“ auskommt und der Schreibstil insgesamt angenehm und spannend ist.Insgesamt vergebe ich drei von fünf Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Oscar Wilde
Biblioteca Obscura: Das Bildnis des Dorian Gray
(2.023)Aktuelle Rezension von: FriekeOscar Wildes Roman ist ein glänzendes Spiel mit Schönheit, Moral und Verführung. Die Geschichte des jungen Dorian, dessen Portrait an seiner Stelle altert und seine Sünden sichtbar trägt, entfaltet eine düstere Faszination.
Wilde verbindet elegante Sprache mit scharfem Witz und zeichnet eine Gesellschaft, die äußere Perfektion über innere Schönheit stellt. Besonders eindrucksvoll ist die Dynamik zwischen Dorian, dem zynischen Lord Henry und dem idealistischen Künstler Basil.
Der Roman wirkt wie ein ästhetisches Märchen, das langsam in eine moralische Tragödie kippt. Er bleibt zeitlos, weil er die Frage stellt, was passiert, wenn Genuss, Narzissmus und Verantwortungslosigkeit die Oberhand gewinnen.
Ein kurzer, aber intensiver Klassiker, der sowohl sprachlich als auch thematisch nachhallt.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)
(2.098)Aktuelle Rezension von: walli007Harry Potter kann es kaum glauben, jetzt ist er schon 37 Jahre und sein zweiter Sohn Albus kommt endlich nach Hogwarts. Albus jedoch ist nicht so begeistert, auf die Schule zu kommen. Und dann kommt er auch noch zum Haus Slytherin. Wenigstens einen Freund findet er in Scorpius Malfoy. Die Jahre gehen ins Land und das Verhältnis zwischen Harry und Albus bessert sich nicht und auch sein Stand in Hogwarts hat noch Luft nach oben. Da erhält Harry Potter eine besorgniserregende Nachricht. Er muss das sofort mit Hermine besprechen, die ihre Stellung als Zauberministerin bestens ausfüllt.
Im achten Band aus dem Harry Potter Universum kann man den großen Zauberer nochmal neu kennenlernen. Er ist erwachsen geworden, verheiratet mit Ginny, Familienvater. Trotzdem ist er noch Harry Potter, ein Teamplayer, manchmal sogar etwas unsicher. Gerade mit seinem Sohn Albus hat er Probleme. Der Junge sollte sich doch auf seine Zeit in Hogwarts freuen. Und dann landet er ausgerechnet in Haus Slytherin gemeinsam mit Scorpius Malfoy. Harry macht sich Sorgen und kann sich seinem Sohn doch nicht öffnen. Was für ein Abenteuer Albus und Scorpius im vierten Jahr zu bestehen haben, ist schon sehr aufwühlend.
Gerne wollte man mehr von Harry Potter erfahren, aber wie soll das gehen, wenn die Schule abgeschlossen und die große Schlacht geschlagen ist. Mit dieser zeitlichen Lücke von fast zwanzig Jahren in Harrys Leben war wohl nicht zu rechnen. Dennoch fügt sich dieser Band, der einen Theatertext darstellt, sehr gut in die Reihe ein. Denn es gibt noch was zu erzählen. Harry ist wahrscheinlich genauso älter geworden wie seine Fans. Dazu die Vater-Sohn-Problematik, in die sich einige Leser sicher gut einfühlen können. Auch wie Albus auf eine Art durch seine Freundschaft mit Scorpius wächst und auch zu seinem Freund steht, gibt ein sehr schönes Beispiel, was Freundschaft bewirken kann. Durch die Darstellung als Theaterstück, das auch tatsächlich in Hamburg noch gespielt wird, wirkt der Text sehr lebendig und man bleibt immer gefesselt.
- Cecelia Ahern
Hundert Namen
(793)Aktuelle Rezension von: NicolePDie Chefin und Freundin von Journalistin Kitty Logan ist totkrank. Während Kitty selbst an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen ist, bittet Constance ihre Freundin darum, einen Artikel zu schreiben, zu dem sie selbst nicht mehr kommen wird. Kitty findet eine Liste mit einhundert Namen. Allerdings gibt es keinen Hinweis darauf, was Constance anhand dieser Liste schreiben wollte.
Kitty versucht herauszufinden, was es mit diesen hundert Namen auf sich hat. Der Redakteur hat ihr nur wenig Zeit bis zum Abgabetermin gegeben. Das reicht niemals, um alle Personen auf dieser Liste zu kontaktieren. Als Leser begleitet man Kitty auf der Suche nach einer Lösung. Was verbindet die 100 Menschen, und welcher Artikel hätte daraus entstehen sollen?
Kitty ist eine gut ausgearbeitete Figur, und man wird emotional von ihr und der geheimnisvollen Liste auf die Reise geschickt. Diese Reise lässt den Leser den Alltag vergessen und regt auch zum Nachdenken an. „Hundert Namen“ ist ein gutes Buch, welches ein interessantes Ende hat.
Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.
- Gillian Flynn
Gone Girl (English Edition)
(501)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingMein erstes Buch von Gillian Flynn, doch sicher nicht das letzte. Im Grunde ist es wie (mindestens!) zwei Storys in einer. Der (hier viel kritisierte) erste Teil geht mit seiner treffenden Psychogrammzeichnung einer in die Brüche gehenden Ehe, die von Liebe zu Hass wechselt, tief unter die Haut. Auch wenn nicht viel passieren mag - die Stimmung dieser Geschichte abzuschütteln gelingt auch nach Weglegen des Buches nur schwer. Der zweite Teil ist dann mehr fast-pacing, spannender, wenn man so will, dafür aber (zumindest für mich) gefühlsmäßig nicht mehr so intensiv. Die vielen Wendungen ... nunja, das sind ja bekannte Kunstgriffe, die ich Flynn verzeihe, weil sie hier so gut zu den ziemlich gestörten Protagonisten (und den nicht minder schrägen Nebencharakteren ... wie im richtigen Leben also) passen.
Ein absolut lesenswerter Page-Turner!
- Mona Kasten
Dream Again
(806)Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_VinciIch habe mich sehr über diesen fünften Teil der Reihe gefreut. Blake ist mir in den anderen Büchern sehr ans Herz gewachsen, sodass ich ihm die große Liebe gewünscht habe. Jude fand ich gleich sympathisch. Auch wenn sie viel erlebt hat, ist sie doch stets lösungsorientiert an alles herangegangen. Etwas anstrengend waren die Stimmungsschwankungen der beiden Protagonisten. Dass sie sich auf der Hälfte des Buchs immer noch kaum angenähert haben, hat mich etwas demotiviert weiterzulesen. Ich bin aber froh, dass ich es gemacht habe. Die sprühenden Funken zwischen Ihnen haben mich mitgerissen. Die letzten vier bis fünf Kapitel haben mir fast schon körperliche Schmerzen bereiten, so sehr habe ich mitgelitten - und das habe ich wirklich selten. Das zeigt, wie besonders die Charaktere sind.
Schade, dass die again-Reihe beendet ist. Ich habe alle Bücher gerne gelesen, aber dieses gehört zu den besten. Klare Leseempfehlung.
- Eva Siegmund
Pandora - Wovon träumst du?
(260)Aktuelle Rezension von: Laurada11Sophie und Liz erfahren komplett unvorbereitet, dass sie Zwillinge und ihre leiblichen Eltern beide tot sind. Die Suche nach Antworten zu ihren vielen Fragen führt sie in ungeahnte Gefahren.
Wir befinden uns in dieser Geschichte in einer recht nahen Zukunft, was Dystopien sowieso immer eine noch unheimlichere Grundstimmung verleiht. Viele Menschen haben sich eine Chip einsetzen lassen, der quasi das Smartphone ersetzt, der allerdings auch Einfluss auf die eigenen Träume nehmen kann.
Ich fand die Geschichte unheimlich spannend. Sie begann noch reicht seicht, aber der Spannungsbogen stieg und stieg. Die Art von Spannung, bei der man im letzten Drittel auch mal die Luft anhält und die Augen gar nicht schnell genug über die Seiten fliegen können!
Wir lesen abwechselnd aus der Sicht von den Schwestern Liz und Sophie. Mir hat richtig gut gefallen, dass man die unterschiedlichen Persönlichkeiten sehr gut am Schreibstil erkannt hat und so auch ohne Überschrift gewusst hätte, in welcher Sicht wir uns befinden.
Ich bin jetzt unglaublich gespannt auf den nächsten Band.
- Jonas Jonasson
Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind
(212)Aktuelle Rezension von: LucieEin sogenannter "Mörder" der eigentlich nur Leute verprügelt und später dann nicht mehr so sein möchte, weil er plötzlich an Jesus und dessen Grundsätze glaubt und dazu eine Pfarrerin und ein Rezeptionist, die versuchen aus allen Anwandlungen des Mörders Profit zu schlagen und damit (fast) reich werden...
Mich hat dieses Buch gar nicht überzeugt, ich meine, der Schreibstil ist, wie man es vom Hundertjährigen kennt einzigartig und wunderbar humorvoll, aber die Geschichte ansich ist einfach unlustig und weitgehend unmoralisch und endet nicht mal besonders toll. Zudem sind die Charaktere größtenteils unsympathisch und handeln meist sehr unmoralisch, was ja auch irgendwie zum Stil des Buches gehört, ich aber trotzdem als anstrengend empfinde.
Also meiner Meinung nach kommt dieses Buch bei weitem nicht an den Hundertjährigen oder die Analphabetin die rechnen konnte ran, deshalb leider auch keine Leseempfehlung von mir.
- Sandra Florean
The U-Files
(39)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Die U-Files sind schon eine Weile auf meinem SuB gewesen, viel zu lange. Erworben habe ich das Buch auf der LBM19 mit einigen tollen Signaturen der Autoren. (Von welchen wird allerdings nicht verraten!) Die besondere Mischung aus bösen und guten Einhörnern hat mir sehr gut gefallen. ♡ Der Talawah Verlag hat wundervolle Bücher in seinem Sortiment, schaut unbedingt einmal vorbei, gerade die Anthologien haben es mir besonders angetan. :) ☆Achtung! Die Rezension enthält Spoiler zu den einzelnen Kurzgeschichten!☆
Cover: Das Cover des Buches hat mir sehr sehr gut gefallen. Eyecatcher des Covers ist eine riesige, schneebedeckte Felsenwand über der sich ein rosaner, lilaner Wolkenhimmel erstreckt. Der Boden scheint lichterloh in Flammen zu stehen, heiße Lavaadern erstrecken sich am Boden der Felsenwand. Genau in der Mitte leuchtet ein flammenlohdernder Halbkreis, unter dem sich ein schwarzes Einhorn befindet. Rabenschwarz mit dem anmutigen Horn nach links zeigend, steht es auf den Hinterläufen, die Vorderbeine angewinkelt in den Lüften. Marmorierte Hochglanzfliesen erstrecken sich auf dem Boden zu dem Leser gerichtet. Wahnsinn! Und diese Farben erst: knallig und wunderschön! Ein richtiger Blickfang im Bücherregal. Besonders toll fande ich auch die Illustrationen im Buch. Gerade die verschiedenen Einhörner haben mir besonders gut gefallen, obwohl ich auch dem ein oder anderen Sternenhimmel nicht ganz abgeneigt war. :)
Inhalt: In dieser Anthologie dürfen wir in 23 magische Kurzgeschichten eintauchen. Und diese sind komplett individuell- jeder Autor hat seiner Kurzgeschichte nämlich seinen persönlichen Stempel verpasst. Wodurch das Ganze sehr abwechslungsreich und unheimlich spannend war- keine Geschichte gleicht der anderen. :) Aber kommen wir nun zu den einzelnen Kurzgeschichten:
1.) Jörg Fuchs Alameda- Doktor Zorn und der edle Ed: Eine Geschichte ganz Alameda Like. ♡ Ich habe schon dutzende Kurzgeschichten des Autors Lesen dürfen und diese hier gehört definitiv zu meinen Top zwei. :) Hoffnung, Liebe, Abenteuer, aber auch Herzschmerz. Mit diesen Worten kann man diese wundervolle und zum nachdenken anregende Geschichte am besten beschreiben- ganz großes Einhornkino!
2.) Tina Alba- Lichtbringer: In dieser Geschichte ist das Einhorn ein Heiler, ein Retter.. auf ganz eigene Art und Weise.. Wir lernen das Leben von Menschen kennen, die in unserer Welt verpönt werden, die das Leben hart gezeichnet hat und die nicht leben, sondern überleben. Obdachlose. Die stummen Leidenden unserer Gesellschaft haben hier eine Stimme bekommen.. ♡ Grandios!
3.) Valerie Gaber- Der letzte Funke: Mein Weltbild war irgendwie nach dieser Geschichte zerstört.. eine grausame Vorstellung, dass diese wundervollen Wesen, "modernisiert" wurden.. Und somit alles liebevolle verloren haben *schmoll*. Technik und Einhörner gehören für mich nicht vereint! Aber ein chapeau an die Autorin für die Idee. :)
4.) Tanja Hammer- Goldrote Tränen: Was wunderschön, erhaben und poetisch begann mit saftigen Hügeln und der Schönheit der Natur, endet höchst tragisch und vollkommen düster.. Eine sehr wortgeballte und detaillreiche Geschichte, mit einem etwas offenen und traurigem Ende. Hat mir gut gefallen, obwohl ich natürlich ein festes Ende begrüßt hätte- so sitze ich da mit tausenden Fragen.. Ob Tighan das Einhorn finden wird?
5.) Anne Haubner- Der Herrscher des Waldes: Wie frustrierend es für die Waldwesen sein muss, die Zerstörung und Brutalität der Menschen mitansehen zu müssen. Was Rem für Silva tut ist herzzereißend schön. Es ist eine Geschichte voller Hoffnung. Auch wenn das Ende schon eine gewisse Traurigkeit enthält..
6.) Anna Holub- Einhörner und andere Nervtöter: Tatsächlich einer meiner Lieblingsgeschichten des Buches! Ich mochte den Humor- und irgendwie gab mir die Sache mit dem Wildhüter leichte Harry Potter Vibes. ♡ Soo viele spannende Tiere und so viele unterschiedliche Einhörner.. Ganz viel Liebe für diese Story!
7.) Laurence Horn- Einhörner gibt es nicht: Was für eine Geschichte voller Intrigen und Kriminalität.. und mittendrin ein Einhorn und ein Mörder.. Eine verrückte Köchin, ein genialer Trophäenjäger, ein Professor und ein Kriminalkommissar. Chaos vorprogrammiert..
8.) Agga Kastell- Sascha: Wer hätte das gedacht? Alles fing ganz normal an.. Nervtötende Frauen auf Arbeit, die überall ständig irgendetwas hinstellen und dekorieren.. Einhörner! Die gibt es gar nicht! Doch einmal falsch am Horn geruppelt.. Und zack.. läuft in deiner Wohnung ein Einhorn namens Sascha durch deine Bude und will dich vom Gegenteil überzeugen- und dir sogar einen Wunsch erfüllen..Eine nette Geschichte. :)
9.) Lillith Korn- Das schwarze Einhorn: Diese Geschichte war sehr märchenhaft. :) Schließlich geht es um Ritter und eine Prinzessin! Ich habe die Story sehr verschlungen und genossen. Die Hand der Prinzessin soll an den gehen, der dem König, das Horn des letzten totbringenden, schwarzen Einhorns bringt.. Doch plötzlich kommt Sixt ein Baumtroll in die Quere und alles ändert sich..
10.) Daniela Perndl- Der Fund im Dämmerforst: Und da ist sie- Meine Lieblingsgeschichte bis jetzt! Die fantastische Kombination aus Zoologie, Forschung und kleine Detektivarbeit hat mir unendlich gut gefallen. ♡ Dazu noch der herrlich zu lesende Schreibstil und der ideal eingebrachte Einhorntouch. :)
11.) Lyakon- Das Einhorn vom Dansenberg: Wow! Was für eine außerordentlich schöne Geschichte! Bei dieser Story hat für mich alles gepasst- der wundervolle Schreibstil, wie aus einer anderen Zeit und die wirklich zutiefst rührende Geschichte über ein Einhorn, welches das Leben eines Menschen veränderte und andersherum! Würde es Noten geben, bekäme diese Geschichte eine 1+ von mir. ♡
12.) Liane Mars- Einhornwut: Ich habe selten ein so sympathisches, wütendes Einhorn kennenlernen dürfen. Ein Einhorn in Menschengestalt, welches sich für das ihm zugewiesene Waldgebiet einsetzt.. sogar gegen sehr attraktive Bauleiter. ;) Super geschrieben, mit einer Prise Humor und Abenteuer.
13.) Linn Peltzer- Wenn du nur fest genug daran glaubst: Jeder der mich ein wenig verfolgt, weiß: Ich liebe Wale. Daher muss ich kaum erwähnen, dass ich diese Story gerade wegen des äußerst sympathischen Narwals absolut entzückend fande. Seine Diskussion mit der Möwe hat mich wirklich zum Schmunzeln gebracht. ♡
14.) Jasmin Aurel- Im Bann des Re'em: Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Abenteuerlust und huch- eine sprechende Katze? Ich war wirklich hin- und weg über dieses schwarze freche Kätzchen. :) Alles fing mit dem Wunsch an, ein Instrument aus Einhornhaar zu machen, welches zauberhafte, magische Klänge bringt.. und wurde zu einer Lehre. Absolut zauberhaft! ♡
15.) Matthias Ramtke- Verschwundene Kinder: Was für eine clever durchdachte Kurzgeschichte! Ein Mann namens Viper, soll das Rätsel um die verschwundenen Kinder lösen.. Doch die Geschichte ist verzwickter als zunächst gedacht- Einhörner, Hexen und das Waldvolk machen ihm das Leben schwer. Doch wer steckt wirklich hinter dessen verschwinden? Die Auflösung ist erschreckend, doch gleichzeitig so nachvollziehbar..
16.) Ida Reizenstein-Das Einhorn von Rawalpindi: Ich liebte den Aufbau der Geschichte. :) Wir dürfen den Forscher und Entdecker Justus von Seseli in den Urwald von Rawalpindi begleiten.. Eigentlich stehen Pflanzen auf seiner Agenda. So ist er schließlich überrascht als er einer indischen Legende begegnet: Dem Einhorn, dem Beschützer des Waldes. Eine super schöne Kurzgeschichte, die ich gerne verschlungen habe. :)
17.) Veronika Rothe- Die Wahl: Die Idee dieser Kurzgeschichte fande ich super! Die übernatürlichen Wesen haben sich den Menschen zu erkennen gegeben- und so passiert es vier Mal im Jahr, dass sich dieses Portal öffnet und sich ein übernatürliches Wesen an einen Menschen bindet. Die Diebin Anna ist nichts besonderes, das macht ihr auch ihre Familie deutlich klar.. bis ein Einhorn in ihr Leben tritt und dieses unwiderruflich verändert. Wunderschön! ♡
18.) Michael Schäfer- Die Insel des Doktor Maggiore: Erschaudernd, düster und hochgradig spannend, so kann man diese Geschichte über einen wahnsinnigen, moralisch fragwürdigen, wenn auch genialen Wissenschaftler zusammenfassen. Ich las die Geschichte über die junge Franziska, die verzweifelt auf der Suche nach ihrem Verlobten ist, sehr gerne. :)
19.) Adrian Schwarzenberger- Die Tränen des schwarzen Einhorns: Es war einmal vor langer, langer Zeit.. Hach! Diese Geschichten können einfach nur zauberhaft werden. So auch diese Geschichte. Es geht um Prinzessinen, Prinzen, Könige, böse Stiefmütter und Flüche.. ich bin durch und durch verzaubert. :)
20.) Nele Sickel- Billy O'Mally begegnet einer Bestie: Was für eine spektakuläre Kneipengeschichte! Da hat der alte Billy O'Mally ja anscheinend ein wahrhaftiges Abenteuer erlebt und ist dem Tod von der Schippe gesprungen.. Ein Glück hat die sichere Kneipe ihm Schutz geboten. ;)
21.) Silke Vogt- Fabelhaft (R)evolutionärer Einhorn- Streif(en)zug: Habt ihr euch schonmal Gedanken darüber gemacht, wie so eine Herde Einhörner aufgebaut ist? Und ob es unter ihnen eventuell auch gemobbte Einhörner geben könnte? Diese herzerwärmende Geschichte lüftet das Rätsel.. und erklärt auch, wie es in all den Jahren zu einer Evolution in der Einhornpopulation kommen konnte- sie sind näher, als gedacht..! ♡
22.) Jessie Weber- Hinter den Bildern, zwischen den Seiten: Ich weiß nicht warum, aber die Story erinnerte mich irgendwie an Lauras Stern. :) Die junge Luna ist begeisterter Bücherwurm, Kunstverliebt und so ganz anders als die anderen Mädchen in ihrer Klasse. Kaum verwunderlich also, dass sie die Einzige ist, die die Magie des Museums wahrnehmen und darin wortwörtlich eintauchen kann. Eine wunderschöne Geschichte! ♡
23.) Jenny Wood- Die Reiter von Draz Al D'yr: Eine herrliche Abschlussgeschichte. Ich bin selbst Tierpflegerin und kann sagen: Gewalt ist nie eine Lösung. Aber Zuneigung und Liebe schon, gegenseitiger Respekt und Einfühlsamkeit. Auch der Junge in dieser Geschichte hat das Prinzip verstanden.. und wird dafür belohnt. :)
Mein Fazit: Ich vergebe für diese wunderbare Anthologie volle 5 Sterne. Besonders die Abwechslungsreichheit hat mir bei dieser Anthologie gefallen! Ob liebe oder böse Einhörner, Hauptfiguren oder nur als Randfiguren- diese magischen Wesen haben hier eine Stimme bekommen. :) Da ich schon Filme wie: Das letzte Einhorn verschlungen habe, musste ich dieses Buch einfach haben! Und wurde tatsächlich in keinster Weise enttäuscht. Jeder Autor hat seine persönliche Note mit eingebracht und das Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis gezaubert. Aber Achtung! Obwohl das Buch um wahre Kindheitsträume handelt, ist es durch viele brutale Szenen, nicht für diese gemacht. :)
- Mhairi McFarlane
Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt
(197)Aktuelle Rezension von: waswuerderorylesenViele Leser haben das unerwartete und abrupte Ende des Buches kritisiert, doch genau das ist was ich an diesem Buch so mag. Es ist unvorhersehbar, eben wie das Leben.
(Bisher) Mein absolutes Lieblingsbuch von Mhairi McFarlane. Von mir eine volle Leseempfehlung, wenn Ihr euch unterhalten wollt und genug Zeit habt. Den ihr werdet das Buch nicht aus den Händen legen wollen. - Melanie Raabe
Die Falle
(661)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Debütroman „Die Falle“ von Melanie Raabe erschien ursprünglich im März 2015 im btb-Verlag und ist seitdem in zahlreichen Auflagen und Formaten erhältlich.
Der Roman ist in 35 kurze Kapitel unterteilt. Erzählt wird die Geschichte primär aus der Ich-Perspektive der 38-jährigen Bestsellerautorin Linda Conrads, die zurückgezogen in ihrer Villa am Starnberger See lebt und der Presse ein Rätsel ist. Unterbrochen wird dieser Erzählfluss nur durch Kapitel, die mit „Sophie“ oder „Jonas“ überschrieben sind; diese sind aus der dritten Person verfasst und fungieren als Ausschnitte aus Lindas eigenem Romanprojekt über den Mord an ihrer Schwester.Im Kern der Handlung steht das isolierte Leben von Linda Conrads. Trotz ihres hohen beruflichen Erfolgs quält sie eine schreckliche Erinnerung: Vor elf Jahren fand sie ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad auf und sah den Mörder flüchten – ein Gesicht, das sie bis in ihre Träume verfolgt. Seit diesem Tag hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen und lebt, geplagt von Ängsten und Depressionen, in ihrer eigenen Welt. Sie pflegt nur Kontakt zu einem kleinen Kreis von Menschen, die sie privat und beruflich unterstützen. Melanie Raabe hat hier ein beklemmendes psychologisches Kammerspiel erschaffen: Da Linda das Haus nicht verlassen kann, konzentriert sich die Handlung fast ausschließlich auf diesen einen Ort. Als sie eines Tages im Fernsehen das Gesicht des Mannes wiederzuerkennen glaubt, der damals ihre Schwester ermordete, schmiedet sie einen perfiden Plan, um ihn in eine Falle zu locken – ihr einziger Köder ist sie selbst.
Melanie Raabe ist mit diesem Debüt ein außergewöhnliches Leseerlebnis gelungen. Die bedrückende Enge, in der Linda lebt, wurde beim Lesen fast greifbar; die beklemmende Atmosphäre hat mich zeitweise regelrecht atemlos gemacht. Linda lässt uns tief an ihren Gedanken und Fantasien teilhaben, die teilweise verwirrend oder gar leicht verstörend wirken. Ihre Art, Gedanken zu beschreiben – verschachtelt und manchmal repetitiv – empfand ich anfangs als etwas anstrengend, doch mit der Zeit begriff ich, dass gerade diese Erzähltechnik dem Roman sein besonderes „Etwas“ verleiht.
Zusätzlich dazu baut die Autorin durch die kurzen Kapitel und den geschickten Perspektivwechsel zwischen Linda und den Roman-Ausschnitten eine subtile, stetige Spannung auf. Man merkt schnell, dass Linda eine unzuverlässige Erzählerin ist. Während sie als Protagonistin sehr nahbar und tiefgründig gezeichnet ist, blieben die anderen Figuren für meinen Geschmack leider etwas blass. Dennoch ist es ein durchweg packender Thriller: Die Frage nach der Identität des Täters treibt einen dennoch regelrecht durch die Seiten. Auch wenn es für meinen Geschmack zu Beginn und gegen Ende ein paar Längen gab, versteht es Melanie Raabe meisterhaft, mit dem Verstand der Leserschaft zu spielen. Ich war während des Lesens oft irritiert, habe spekuliert und ständig neue Theorien aufgestellt, die sich ebenso schnell wieder in Luft auflösten. Das Ende hat mich letztlich doch überrascht, obwohl ich die Auflösung insgeheim sogar in Erwägung gezogen hatte.
Fazit: Ein raffiniertes Debüt, das durch seine psychologische Tiefe überzeugt, auch wenn es nicht frei von Längen ist. Aufgrund des durchweg gelungenen Konzepts und der dichten Atmosphäre ist der Roman eine klare Empfehlung für Leser, die ein psychologisches Kammerspiel gegenüber reiner Action bevorzugen und sich auf ein entschleunigtes, aber intellektuell forderndes Leseerlebnis einlassen möchten. - R.J. Palacio
Wonder
(102)Aktuelle Rezension von: Lilly5683Born with a terrible facial abnormality, this shy, bright ten-year-old Auggie Pullman has been home-schooled by his parents for his whole life, in an attempt to protect him from the cruelty of the outside world. Now, for the first time, Auggie is being sent to a real school. But can he convince his new classmates that he's just like them?
Ich habe die Geschichte von Anfang an sehr gerne gemocht. Man findet sich sehr schnell in die Geschichte ein und die Charaktere sind sehr detailliert und facettenreich beschrieben, auch bei einigen wird man immer wieder überrascht. - Kylie Scott
Trust
(228)Aktuelle Rezension von: CEMaDRo„Wenn ein Gleichaltriger sterben konnte, was bewahrte einen selbst dann vor diesem Schicksal?“
Als Erstes muss ich etwas loswerden: Ich finde das Cover wirklich extrem hässlich. Trotzdem hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Die Geschichte klang spannend, außergewöhnlich und genau nach einem Buch, das ich unbedingt lesen wollte.
Leider waren meine Erwartungen am Ende wahrscheinlich einfach zu hoch. Die Handlung beginnt damit, dass die Protagonistin bei einem Tankstellenüberfall in Lebensgefahr gerät und nur knapp überlebt. Nach diesem traumatischen Erlebnis trifft sie später auf den Jungen, der ihr damals das Leben gerettet hat – und zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte.
Positiv hervorheben möchte ich, dass das Buch Themen anspricht, die man nicht in jeder Young-Adult-Geschichte findet. Besonders Body Positivity und die Verarbeitung von Traumata fand ich interessant und wichtig. Leider konnte mich die Romanze selbst nicht wirklich überzeugen. Für mich fehlte es der Beziehung an Tiefe und Entwicklung, weshalb die Gefühle nicht ganz bei mir angekommen sind. Auch John konnte mich als Love Interest nicht überzeugen und gehört definitiv nicht zu meinen liebsten Book Boyfriends.
Mit der Protagonistin hatte ich ebenfalls meine Schwierigkeiten. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen und sie hat mich stellenweise eher genervt als begeistert. Mein persönliches Highlight war tatsächlich ihre Freundin, die sie an der Schule kennenlernt und mit der sie eine tolle Freundschaft aufbaut. Diese Dynamik hat mir deutlich besser gefallen als die eigentliche Liebesgeschichte.
Insgesamt war Trust kein schlechtes Buch, aber leider konnte es meine hohen Erwartungen nicht erfüllen. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.
- Isla Davon
Blackened Blade (Blackened Blade 1)
(157)Aktuelle Rezension von: WauwuschelNachdem Micai jahrelange Folter erleiden musste, stirbt sie und findet sich plötzlich fast zehn Jahre in der Vergangenheit wieder. Scheinbar bekommt sie eine zweite Chance und nutzt sie, um stärker zu werden und nicht mehr das schwache und kränkliche Mädchen von früher zu sein.
“One thing was definite now … there would be no holding back. Even if it hurts, even if I bleed, I'll pay them all back for everything they've done to me.” -Micai
Schon bevor die Fantasy-Reihe auf Deutsch veröffentlicht wurde, habe ich sie auf Englisch verschlungen und ich warte sehnsüchtig auf den nächsten Band. Der Auftakt war ein absolutes Lese-Highlight des Jahres, vielleicht sogar des Jahrzehnts, und ich habe all das erfahren dürfen, von dem ich nicht gedacht habe, dass ich es mir in einem Buch wünsche. Jedes einzelne Wort war purer Genuss, sodass ich nach dem dritten Reread nicht mehr mitgezählt habe, wie oft ich das Buch schon gelesen habe. Man könnte “The Blackened Blade” schon fast zu meinem Guilty Pleasure ernennen, weil ich allein einzelne Szenen, die emotional und kämpferisch herausgestochen sind, mehrfach gelesen habe. Zugegebenermaßen gefällt mir die Gestaltung der deutschen Bücher mit dem schlichten schwarzen Cover und den ebenfalls schwarzen Seiten deutlich mehr als die Englischen, weshalb ich sogar überlege, mir die deutschen Bücher zu holen, obwohl ich die Originalen in Englisch im Regal stehen habe.
Die Geschichte beginnt schon mit einem Knall und dem Ende von Micais erstem Leben. Danach wacht sie quasi in der Vergangenheit auf und ihr Ziel ist es, den Verlauf ihres Lebens zu ändern, sodass sie lernt, richtig zu kämpfen und die Skills ihres vorherigen Lebens einzusetzen. Es war von Anfang an spannend und man kann das Buch nicht aus der Hand nehmen. Würde mein Haus währenddessen in Flammen untergehen, würde ich bei der Flucht den Roman zu Ende lesen. Einfach Micais Alltag, ihrer Entwicklung, ihren Konfrontationen mit anderen Schülern und Lehrern und ihrer Kampfstärke zuzuschauen, war das Interessanteste, was ich seit langem getan habe. Kleine Plottwists und Überraschungen versüßen das Geschehen, wodurch es nie langweilig wird und man das Ende auf jeden Fall nicht vorhersehen kann.
Dabei wird auf das Worldbuilding keinen großen Wert gelegt, da kann ich verstehen, dass manche Leser das kritisieren, denn von der Welt und dem Magiesystem an sich bekommt man nicht viel mit, da werden Informationen nur dann vorgestellt, wenn man sie braucht. Welche Magie die Schüler besitzen, in was für ein Wesen sie sich verwandeln können und was es mit den Monstern später auf sich hat, kommt nach und nach ans Licht, wobei viel im Dunklen bleibt und man unbedingt weiterlesen muss. Die Spannung steigt mit jedem Kapitel und jeder Gefahr und nicht zuletzt helfen unsere Protagonisten, aus deren Sichtweisen wir auch lesen können, dabei, die Spannung hochzuhalten. Selbst wenn es sehr langsam vorangeht und man sich viel auf die Charaktere konzentriert, bleibt meine Aufmerksamkeit die ganze Zeit am Geschehen. Über den schlimmsten Cliffhanger seit Generationen will ich gar nicht reden, denn davon kann sich kein Leser erholen. Damit wollte uns die Autorin richtig ärgern und das hat sie geschafft, denn jeder, der den Auftakt bis zum Ende gelesen hat, muss mit dem zweiten Buch weitermachen.
Nun kommen wir zu Micai und den vier bzw. fünf Love-Interests, wobei die Liebesgeschichte eine schöne spannungsgeladene Slow Burn ist, bei der sich die jungen Männer nur langsam oder in diesem Buch noch gar nicht ihren Gefühlen bewusst werden und das Gleiche gilt für Micai. Es wird auf den Trope “Why Choose” hinauslaufen, der neuerdings beliebt wird, da es in der dortigen Welt normal ist, dass eine Frau mehrere Männer heiratet. Kommen wir nochmal zurück auf Micai, die zeigt wie tough sie ist und schnell meine Liste der Lieblingsprotagonisten bis fast ganz nach oben klettert. Ich liebe sie, ihre Willensstärke, Ausdauer, Kraft, Intelligenz und ihre Art, das Leben zu genießen und sich selbst vor der schlimmen Zukunft zu retten. Sie lässt sich nichts mehr gefallen und das zeigt sie auch, was Konversationen und körperliche Auseinandersetzungen zu Highlights werden lässt. Man folgt ihr und ihrem Leben und dem, was sie sich aufgebaut hat und weiter aufbauen wird, super gern und nur für sie würde ich die ganze vierbändige Reihe lesen und unzählige Lesestunden opfern. Meine Lieblingsszenen sind Micais Trainingseinheiten und wie sie ihrer bösen Schwester und den anderen Mobbern zeigt, dass sie nicht mehr schwach ist.
Zum Schluss noch ein paar Worte zu den Jungs, deren eigene Kapitel Höhepunkte für sich sind. Tatsächlich wird ihnen erst in der zweiten Hälfte des Buches und am Ende richtig Aufmerksamkeit geschenkt, was ich gut finde, weil man die Zeit braucht, um die Protagonistin kennen und lieben zu lernen, sodass ich zu ihnen mehr in der Rezension zum zweiten Band erzählen werde. In der Academy ist die Gruppe, bestehend aus Creed, Ezra, Mallyn und Annex, die einzige, die nicht aktiv gegen Micai ist und agiert wie der ganze Rest und sich deswegen von den anderen abhebt. Nach und nach lernen wir die einzelnen Persönlichkeiten und ihre Fähigkeiten sowie Eigenschaften kennen, sodass es sich fast so anfühlt, als würde ich sie ein Leben lang kennen. Besonders der verrückte Annex und der gefühlvolle Ezra bauen eine Bindung zu Micai auf und insgesamt sind sie ein reines Feuerwerk. Es sprühen Funken und es fällt Blut und durch bindende Momente baut sich die Beziehung auf, wobei alles authentisch verläuft und seine Zeit braucht, was ich begrüße. Auch der Professor Gadriel gibt dem ganzen einen Hauch Spannung hinzu. Ich bin einmal mehr auf den zweiten Band der Fantasy-Reihe gespannt, es kann kaum noch besser werden.
Insgesamt wurde “Blackened Blade” verdient auf Deutsch übersetzt, denn kein Fantasy-Fan, der starke Protagonistinnen in Verbindung mit einer fesselnden Story liebt, darf dieses Highlight verpassen!
- Antonia Michaelis
Das Institut der letzten Wünsche
(136)Aktuelle Rezension von: hauntedcupcakeDas zweite Buch, das ich für meine #12für2025 begonnen habe. Und das zweite, das ich angebrochen habe. Und das zweite, bei dem ich ins Cover und den Klappentext verliebt bin...
Ich wurde mit dem Schreibstil nicht warm. Mehr kann ich dazu auch nicht wirklich sagen. Hätte gut werden können vom Inhalt her, aber wenn ich über jeden zweiten Satz stolpere, verliere ich halt die Lust. Sei's drum...
- Fredrik Backman
Britt-Marie war hier
(237)Aktuelle Rezension von: Eyad_GahrEigentlich hat die Geschichte viel Potenzial. Die Grundidee hinter den Figuren ist wirklich schön – aber die Umsetzung hat mich leider überhaupt nicht abgeholt.
Der Erzählstil zieht sich wie Kaugummi und ist teilweise verwirrend. Gefühlt besteht die erste Hälfte des Buches fast ausschließlich aus Putzen, Fenstreiniger und pedantischen Haushaltsroutinen. Das wird als Stilmittel schnell anstrengend und verliert extrem an Reiz. Später kommt dann noch ein bisschen Fußball dazu, aber auch das kann die Handlung nicht mehr wirklich retten.
Wer Fredrik Backmans andere Werke kennt, hofft hier vergebens auf den gewohnten Schwung. Sehr schade um die eigentlich berührende Geschichte, aber das Buch war für mich leider eine echte Geduldsprobe.
- Barry Jonsberg
Das Blubbern von Glück
(318)Aktuelle Rezension von: missbooknerdWas das Buch besonders macht ist, dass es aus Sicht eines autistischen Mädchens geschrieben wird. Ihr Blick auf die Welt ist sehr erfrischend und lässt einen über die eigene Sicht der Dinge reflektieren. Es geht um ganz alltägliche Themen, die einen durch den Blickwinkel aber genauer hinsehen lassen als man es sonst im Alltag tut.
- Dominik Schmeller
Das Relikt der Fladrea
(23)Aktuelle Rezension von: Emmas_BookhouseDas Relikt der Fladrea - Dominik Schmeller
Verlag: Mantikore
Taschenbuch: 14,95 €
Ebook: 9,99 €
ISBN: 978-3-945493-54-0
Erscheinungsdatum: 14. September 2017
Genre: Fantasy
Seiten: 512
Inhalt:
Ein magisches Relikt.
Ein verschollenes Volk.
Ein Mädchen, das seine Geschichte sucht.
Die lebhafte Larima wurde als Säugling im Wald gefunden. Den einzigen Hinweis zu ihrer Herkunft findet sie auf einem Amulett mit seltsamen Symbolen. Als sie erfährt, dass sie verheiratet werden soll, reißt sie aus und versucht gemeinsam mit ihrem Ziehbruder dem Geheimnis um ihre eigene Geschichte auf die Spur zu kommen. Eine gefährliche Reise beginnt, denn dieses Geheimnis hat nicht nur für Larima einen hohen Wert…
Mein Fazit:
Zum Cover:
Auch hier war das Cover wieder einmal ausschlaggebend, das ich dieses Buch lesen wollte. Ich finde es einfach schön und geheimnisvoll. Auch die Farben finde ich sehr ansprechend, verschiedene Grüntöne, ich habe viel zu wenig grüne Bücher, ist mir mal so aufgefallen.
Zum Buch:
Larima wird als Baby gefunden und bis auf ihre Stiefeltern und ihr Bruder, haben die Menschen vor ihr Angst. Als sie mit 17 verheiratet werden soll, flüchtet sie, mit nicht weiter als ihrem Amulett, das sie schon als Baby trug. Doch so einfach wie sie sich das vorgestellt hat, wir es leider nicht, denn es stehen große Gefahren auf dem Plan.
Der Schreibstil ist richtig spannend und flüssig, muss er auch, denn wie will man den Leser sonst bei über 500 Seiten bei Laune halten. Hier ist es Dominik Schmeller aber gelungen. Zumindest konnte er mich halten. Kleine Details in der Geschichte runden das ganze ab.
Das dies der Auftakt einer Trilogie ist, lernen wir anfangs auch erst einmal etwas die Charaktere kennen und ich kann sagen, Larima ist wirklich toll erzählt und dargestellt. Semi ist auch ganz zauberhaft erzählt, also diese beiden haben sofort einen Platz in meinen Herzen ergattert.
Die Aufmachung des Buches gefiel oder gefällt mir auch sehr gut. Am Anfang haben wir gleich eine Karte, damit wir ein ungefähres Gefühl bekommen, wo was liegt und am Anfang eines jeden Kapitels sehen wir das Amulett von Larima. Zu erwähnen wäre auch noch, da man manche Wörter einfach nicht kennt und diese am Ende des Buches in einem Glossar erklärt werden.
Die bildliche Darstellung hat mir gut gefallen, hier konnte ich mich gut hineinversetzen und litt mit den Charakteren mit. Genauso sollte ein gutes Buch sein.
Ein Sternchen muss ich hier leider abziehen, denn manche Szenen sind hier für mich ein wenig zu sehr in die Länge gezogen. Außerdem muss ja für die nächsten Teile ja noch Luft nach oben sein. Nein, das ist natürlich Quatsch, mir ging es hier tatsächlich nur um zwei oder drei Momente, wo ich denke, da hätte man es abkürzen können.
Ich gebe hier 4 von 5 Sternen und freue mich auf Band 2 - April Genevieve Tucholke
All the strangest things are true
(31)Aktuelle Rezension von: MsChiliDrei Jugendliche, die nicht unterschiedlicher sein können. Wink, die mit ihren viele Geschwistern auf einer Farm wohnt und eher zurückhaltend ist. Poppy, die immer will, dass ihre Wünsche erfüllt werden. Midnight, der nicht nur im privaten Umfeld mit Änderungen kämpfen muss.
Dieses Buch lag länger bei mir herum und ich habe jetzt auch relativ lange gebraucht bis ich wirklich hineingefunden habe. Warum, dazu komme ich dann. Die Geschichte wird im Wechsel von Wink, Poppy und Midnight erzählt. Zuerst waren für mich schon alle Namen ein wenig ungewohnt und der stetige Wechsel zwischen den Charakteren hat es mir erschwert tief in die Geschichte einzutauchen. Der Stil war für mich gewöhnungsbedürftig, doch ab einem bestimmten Punkt hat mir das Buch relativ gut gefallen. Die Kapitel sind teilweise jedoch nur eine halbe Seite lang und so muss man konzentriert lesen, bei wem man denn gerade ist. Ich habe mich gefragt, wohin die Geschichte letztendlich führt und das dauert lange bis man an einen Punkt kommt, an dem man die Hintergründe versteht. Jeder der Teenager hat so seine eigenen Probleme, seine besonderen Charaktereigenschaften und besonders Poppy war mir anfangs recht unsympathisch, was sich im Laufe der Geschichte jedoch ändert, da auch sie es nicht immer leicht hatte. Teilweise war ich verwirrt, was jetzt wirklich passiert, was nur gelogen ist. Und erst gegen Ende kommt die große Überraschung und das Buch zeigt auf, das Gut und Böse nicht immer klar ersichtlich sind und man manchmal genauer hinsehen sollte.
Gegen Ende hatte ich das Buch schnell beendet, doch bis dahin hat es sich etwas gezogen. Ist bestimmt nicht für jedermann und ich fand es zeitweise anstrengend.
- Stephan Roiss
Triceratops
(49)Aktuelle Rezension von: Jin_nyIch mache mir sehr oft Gedanken darüber, warum ein Autor einen Titel wählt; schließlich ist es meistens das erste, was der Leser mitbekommt und daher sollte es eine bestimmte Bedeutung haben, die der Leser spätestens am Ende der Geschichte erkennen sollte.
Wir sagten Mutter, dass wir sie lieben. Es war nicht wahr. Wir wollten nichts sagen, sie nicht berühren, nicht alleine mit ihr sein.
Ein Triceratops ist ein Dinosaurier mit 3 Hörnern und einer "Nackenkrause" als Panzer. Trotz des furchteinflößenden Aussehens war es ein Pflanzenfresser und man weiß nicht, ob es Herden- oder Einzeltiere waren, so wie es im Buch erklärt wird. Ich habe mich gefragt, warum man gerade den Triceratops genommen hat und keinen Sauropoden oder sogar einen Tyrannosaurier. Ich selbst habe als Kind allerdings auch den Triceratops am meisten geliebt, er wirkte so stark und gab Halt.
Der Hauptcharakter, ein Junge, der während der knapp 200 Seiten zum Teenager heranwächst, sieht sich selbst als ein Triceratops, vielleicht auch aus den oben genannten Eigenschaften. Die schuppige Haut des Jungen am Hals oder wie er immer wieder Hörner zeichnet oder sich vorstellt, dass welche wachsen oder wie er sich als letzten Überlebenden sieht in einer Welt, wo er nirgendwo hingehört. Ein Panzer, der ihn beschützen soll, anstelle einer Familie, die nur Zerstörung verursacht. Hörner, die ihm Kraft und Mut geben sollten, aber nie wirklich nützlich sind. Natürlich beherrscht so ein Tier keine menschlichen Fähigkeiten wie das Sprechen oder soziale Anpassungsfähigkeit; die Geschichte fängt nämlich schon damit an, dass der Junge sich einfach in allem fremd und distanziert fühlt, zum Beispiel wie er nicht Mama, sondern Mutter sagt. Und diese Fremdartigkeit zieht sich durch bis zum Ende hin.
"Wenn ich die Augen schließe", sagte sie zu ihrer Sitznachbarin, "kann ich die Wellen noch fühlen."
Wir schlossen die Augen. Stimmt doch gar nicht.
Die Geschichte schafft es nur mit wenigen Worten und Sätzen die Gefühlslage des Jungen zu vermitteln, und geht dabei nicht konkret auf die inneren Emotionen des Jungen ein. Eher sehen wir aus den Augen des Jungen -aus einer sicheren Distanz- wie die Welt sich auf ihn stürzt, vieles abverlangt, aber niemals das gibt, was der Junge bräuchte: Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit. Man muss als Leser viel Arbeit leisten um die Geschichte zusammenzusetzen wie ein Puzzle, aber gerade das fand ich sehr spannend. Es war ein kurzes, aber sehr starkes Buch, was zwar nicht unbedingt ein Lächeln auf meinem Gesicht gezaubert hat, aber trotzdem kraftvoll war, sodass es einen großen Eindruck hinterlassen hat.
Unsere Schwester schnitt uns das Wort ab: "Alles ist gut."
"Nichts ist gut", hörten wir uns sagen.
** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt ** - Sayaka Murata
Die Ladenhüterin
(365)Aktuelle Rezension von: FairyFlowerDer Roman „Die Ladenhüterin“ der japanischen Autorin Sayaka Murata ist 2018 im Aufbau Verlag in der deutschen Übersetzung von Ursula Gräfe erschienen. Die eigentliche Geschichte endet bereits auf Seite 145; die restlichen Seiten enthalten eine Leseprobe von Han Kangs „Menschenwerk“. Ich habe infolge meiner Affinität zu asiatischen Schriftsteller:innen bereits einiges über Sayaka Murata gehört, wobei besonders oft von dem „Seidenraupenzimmer“ gesprochen wurde. Aufgrund der Thematik und des Erscheinungsdatums habe ich mich aber zunächst für „Die Ladenhüterin“ entschieden, um einen Zugang zu dem Schreibstil der Autorin zu finden. Japanische Literatur trifft für mich oftmals mit ihrer Kürze und nüchternen, zielsicheren Art genau den wunden Punkt, sodass sie im Kopf bleibt und lange nachwirkt. Genau das habe ich mir auch bei dieser Lektüre erwartet.
Keiko Furukura bemerkt bereits als Kind, dass sie anders tickt als die anderen. Sie fühlt sich unverstanden und versteht das Verhalten der Gesellschaft ebenfalls nicht. Aus diesem Grund flüchtet sie sich in die klaren Strukturen eines Kombini. Der 24-Stunden-Supermarkt fühlt sich für sie wie eine Parallelwelt an, in der sie in der geschäftigen Atmosphäre völlig aufgeht. Dort beobachtet sie ihre Kolleg:innen und beginnt, die sozialen Verhaltensnormen ihrer Umgebung zu kopieren und zu verinnerlichen. Mit steigendem Alter stellt sie fest, dass sie sich nicht ewig vor den Erwartungen der Gesellschaft verstecken kann…
Keiko erzählt in der Ich-Perspektive und in der Vergangenheitsform von ihren Erfahrungen im Kombini. Der Roman ist nicht in Kapitel unterteilt, sondern lediglich durch Absätze gegliedert. An einigen Stellen hebt sich der erste Buchstabe farblich ab und markiert beispielsweise den Beginn eines neuen Tages. Insgesamt kommt man schnell durch die Geschichte, da sie nüchtern, klar und minimalistisch gehalten ist.
Der Charakter der Protagonistin spiegelt dies ebenfalls wider. Während man sich selbst über die Ungerechtigkeiten der Gesellschaft ärgert, lassen sie diese eher kalt. Alles, was sie wirklich interessiert, sind die Arbeitsabläufe des Kombini und ihre eigene Funktionalität, um ihrer Arbeitsstelle bestmöglich zu dienen.
Man könnte an dieser Stelle eine Kapitalismus-Kritik vermuten, ich denke jedoch, dass die Autorin vielmehr das Spannungsfeld zwischen der Individualisierung der Menschen einerseits und den Gesellschaftserwartungen andererseits aufzeigen möchte. Es geht darum, der Gesellschaft zu „nützen“ und sich ihr nicht einfach zu entziehen. Frauen sollen entweder heiraten oder zumindest einen wertvollen und anspruchsvollen Job für die Gesellschaft übernehmen, wenn sie schon die Aufgabe der Reproduktion ausschlagen. Wie verfestigt diese Vorstellungen sind, merkt die Protagonistin am Beispiel ihrer eigenen Schwester:
„Eine ,normale‘ Schwester mit ein paar Problemen machte sie weitaus glücklicher als eine ,unnormale‘ ohne Probleme. (S.119)
Keiko versucht unentwegt, in das gesellschaftliche Bild zu passen, es entzieht sich ihr jedoch mit jedem Versuch wieder und lässt sie unglücklicher zurück als zuvor.
Mir persönlich hat das Ende des Buches gefallen, da es versöhnlich mit Keiko umgeht und sie ihre „Liebe“ findet. Ich mochte es, wie nüchtern die japanische Gesellschaft und ihre Erwartungshaltungen aufgezeigt werden. An einer Stelle werden Keiko so selbstverständlich Ratschläge über ihre Heirat gegeben, dass ich nur den Kopf schütteln konnte. Der Roman war an diesen Stellen unangenehm realistisch, denn diese gesellschaftlichen Vorstellungen lassen sich in vielen Ländern vorfinden. Man muss allerdings zugeben, dass der Roman handlungstechnisch nicht besonders viel zu bieten hat. Wer jedoch den japanisch-nüchternen Stil kennt und mag, wird hiermit seine Freude haben.
- Thomas Meyer
Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse
(100)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderMordechai Wolkenbruch wird von seine Mama liebevoll Motti genant. Der orthodoxe Jude lebt mit 25 Jahren immer noch zu Hause, aber er will dies ändern. Seine Mama leider auch und so präsentiert sie ihm eine Heiratskandidatin nach der Anderen. Komisch, sie sind irgendwie alle wie sie, aber Motti hat andere Probleme. Sein Leben ist etwas aus den Fugen geraten, denn während seines Studiums an der Universität in Zürich hat er eine Schickse (nicht jüdische Frau) kennen gelernt. Sie ist einfach faszinierend und Motti macht sich Gedanken über seine Religion, seine Familie, seine Gefühle, seine Vergangenheit und vor allem über seine eigene Zukunft. Welches ist die richtige Reiseroute? Thomas Meysers Buch ist ein Knaller! Man muss wahnsinnig viel Lachen, aber manchmal bleibt einem das Lachen auch im Halse stecken und sie wie er die richtige jüdische Lebensart sucht, so werden wir angeregt, unsere eigenen Lebenswege, Gedanken und Gefühle zu überdenken. Die vielen jüdischen Worte erklären sich von selbst und ich habe sie nicht als Stolpersteine empfunden, aber sie regen an, sich etwas näher damit zu beschäftigen und nach zu schlagen. Dieses Buch ist kein Wolkenbruch, aber eine ganz großartige Reise in die Arme einer Schickse.
- Mhairi McFarlane
Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt
(25)Aktuelle Rezension von: Hilde1945Edie hat eine platonische Büroromanze mit Jack, die ihr ausgerechnet auf dessen Hochzeit mit Charlotte zum Verhängnis wird. Denn Jack meint plötzlich, dass die Büroromanze von "platonisch-theoretisch" in "praktisch-real" umwandeln muss und küsst Edie völlig unerwarteter Weise auf die Lippen. Blöd nur, dass die beiden dabei von Charlotte überrascht werden.
Großes Drama - und das um so mehr, da Edie, Jack und Charlotte alle in derselben Agentur arbeiten. Schnell ist klar, dass Edie vorerst nicht an den Schreibtisch zurückkehren kann. Ihr Chef zeigt sich nett und verständnisvoll und überträgt ihr ein Projekt im Norden Englands: in ihrem Heimatort soll Edie den Schauspieler Elliot für seine autorisierte Biographie als Ghostwriterin interviewen. Dieser zeigt sich erst mal schwer zugänglich, und auch Vater und Schwester scheinen über ihre unerwartete Rückkehr ins Elternhaus nicht allzu begeistert...
"Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt" ist so ein typischer Frauen-Roman, mit dem man am Wochenende auf dem Sofa von der Welt abtauchen und Corona, Lockdown und positive PCR-Tests verdrängen kann. Die Hauptpersonen sind sehr sympathisch und viele Szenen sind sehr realistisch wiedergegeben. Man kann sich problemlos vorstellen, dass so etwas wirklich passiert...in Familien, im Umgang mit der Nachbarschaft, im Büro, in Liebesbeziehungen.
Einziger Kritikpunkt ist für mich das sehr, sehr abrupte Ende.
Insgesamt aber gilt:
Mhairi McFarlene hat`s einfach drauf!























