Bücher mit dem Tag "anderssein"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "anderssein" gekennzeichnet haben.

177 Bücher

  1. Cover des Buches Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen (ISBN: 9783423718493)
    Sarah J. Maas

    Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

    (3.653)
    Aktuelle Rezension von: Smultrona

    Feyre wird ins Land der Fae gebracht. Ein Ort den die  Menschen meiden, da sie und die Fae miteinander gebrochen haben. Sie versteht nicht, dass sie dort etwas ganz anderes erwartet, als sie annahm. Sind die Fae doch nicht die Monster, so wie sie es von klein auf gelernt hat?

    Die Handlungsstränge und Ideen sind genial. Die Brutalität, die vor allem gegen Ende rasant wächst, ist mir persönlich zu heftig. Dennoch freue ich mich auf den nächsten Teil.

  2. Cover des Buches Die rote Königin (ISBN: 9783551317780)
    Victoria Aveyard

    Die rote Königin

    (2.760)
    Aktuelle Rezension von: marie_d

    Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn sie mich an vielen Stellen nicht völlig überraschen konnte. Vieles war recht vorausschauend: Schon früh ließ sich erahnen, welche Wendungen die Handlung nehmen würde. Die meisten Charaktere blieben eher gradlinig, ohne größere innere Brüche oder Entwicklungen – man konnte sich emotional noch nicht ganz an sie binden. Vielleicht kommt das in den nächsten Teilen noch, denn das Potenzial ist eindeutig da.

    Einige Szenen hätten mehr Tiefe verdient. Manchmal fehlte der Moment, um wirklich emotional einzutauchen; andere Passagen dagegen zogen sich deutlich in die Länge. Trotzdem hatte ich Spaß am Lesen, und vor allem das Ende hat mich richtig gepackt – so sehr, dass ich den zweiten Teil auf jeden Fall lesen möchte.

    Besonders positiv fand ich, dass die Liebesgeschichten zwar vorhanden sind, aber nie die eigentliche Handlung überlagern. Die weibliche Protagonistin bleibt im Zentrum, mit ihrer Mission und ihren eigenen Entscheidungen. Das hebt die Geschichte angenehm von vielen anderen Fantasy-Erzählungen ab, in denen Romantik oft die weiblichen Figuren vereinnahmt.

    Insgesamt also kein perfekter, aber ein vielversprechender Auftakt – mit einem Finale, das Lust auf mehr macht.

  3. Cover des Buches Die Bestimmung - Letzte Entscheidung (ISBN: 9783570311240)
    Veronica Roth

    Die Bestimmung - Letzte Entscheidung

    (3.116)
    Aktuelle Rezension von: Yvonne_Voltmann

    Nachdem ich die Reihe als Reread begonnen habe, musste ich sie natürlich auch beenden. Der Schreibstil von Veronica Roth ist wieder flüssig, fesselnd und bildreich. 🤩


    Der finale dritte Teil setzt direkt nach den Ereignissen des Zweiten an. 😁


    Tris und Four stehen zwischen den Fronten und suchen nach einer Möglichkeit, die Wahrheit zu verstehen und die Gewalt zwischen den Fraktionen in der Stadt zu beenden. 🙂


    Der Widerstand gegen Evelyn verlässt die Stadt und findet sich „außerhalb“ in der Welt wieder. Doch der Schein trügt und es ist nicht alles, wie es sein sollte – oder wie sie dachten – wie sie gehofft haben…🤔


    Es stehen moralisch fragwürdige Entscheidungen im Raum, die nicht nur Erinnerungen löschen, sondern ganze Städte manipulieren können. Kann das „resetten“ noch gestoppt werden? Wer gehört in welches Team? 😖🧐


    Die Beziehung von Tris und Four hängt am seidenen Faden, obwohl sie sich versprochen haben, ehrlich miteinander zu sein. Kommt die Ehrlichkeit zu spät? Werden sie durch ihre Kategorien gespalten? Oder können sie wieder zueinanderfinden? 🥺


    Das Finale war ein absoluter Pageturner, ich konnte es gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Beim Reread habe ich erst wieder gemerkt, wie viele Details ich vergessen hatte. Tris ist mir in dem Teil auch wieder nicht allzu sympathisch. Aber ihr Entschluss hat trotzdem Herzen gebrochen. 💔


    Ein Buch mit Themen über Trauer, Verlust, Neuanfang. Aber auch Identitätskrisen sowie Opferbereitschaft und Verantwortung. 🤓


    ⚡Fazit: Actionreiches Finale - mit Tränen und gebrochenem Herzen. 🥹💔

  4. Cover des Buches Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2) (ISBN: 9783551320605)
    Victoria Aveyard

    Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)

    (1.197)
    Aktuelle Rezension von: suma

    Der zweite Band der Reihe konnte mich leider nicht überzeugen. 

    Die Charaktere sind in diesem Buch nicht besser geworden, sie waren sehr distanziert. Auch die Liebesgeschichte habe ich ihnen nicht wirklich abgekauft.

    Durch die Neublütler, geriet der ganze Rest stark in den Hintergrund und das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen. 

    Ich werde diese Reihe nicht mehr weiterlesen.

  5. Cover des Buches Die Bestimmung (ISBN: 9783570309360)
    Veronica Roth

    Die Bestimmung

    (6.554)
    Aktuelle Rezension von: Saliaria

    Ich hatte vor Ewigkeiten mal die Filme gesehen und wollte schon immer mal die Bücher dazu lesen. Mein Fazit: Ich konnte das Buch fast nicht aus meinen Händen legen. Die Geschichte ist spannend und die Welt in die man eintaucht lässt seine eigene hinterfragen, da man oft Parallelen zu unserer Gesellschaft sieht. 

    Die leichte Romanze im Buch hinweg ist eine wunderschöne Abwechslung und die Entwicklung der Charakterbeziehungen sind spannend mitzuverfolgen. Die Plottwists sind noch eine andere Sache - manche erwartet, manche unerwartet. Der Cliffhanger am Ende lässt Raum für eine Lust zum Weiterlesen.

  6. Cover des Buches Cassia & Ky - Die Auswahl (ISBN: 9783596188352)
    Ally Condie

    Cassia & Ky - Die Auswahl

    (4.531)
    Aktuelle Rezension von: RoWie

    Cassia lebt in einer Welt, in der nichts dem Zufall überlassen wird. Partnerwahl, Beruf, sogar der Todestag sind festgelegt. Als ihr mit siebzehn Xander als Lebenspartner zugewiesen wird, scheint alles geregelt. Doch dann taucht auf ihrem Chip plötzlich auch Kys Gesicht auf und Cassia beginnt, die Regeln zu hinterfragen.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, an manchen Stellen aber für mich zu sehr ins Dramatische gezogen. Auch die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky konnte mich nicht ganz erreichen. Ich habe mich gefragt, ob ihre Gefühle auch ohne den rebellischen Rahmen Bestand hätten.

    Die Welt selbst wirkte vertraut, viele Elemente kennt man bereits aus anderen Dystopien. Trotzdem liegt ein gewisser Reiz in den kleinen Details und in der Frage, wie Cassia sich entwickelt.

    Fazit:
    Ein Roman, der berührt, auch wenn die Handlung wenig Überraschendes bietet.

  7. Cover des Buches Someone New: Special Edition (ISBN: 9783736309555)
    Laura Kneidl

    Someone New: Special Edition

    (1.679)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Laura Kneidl hat einen super angenehmen und spannenden Schreibstil. Die Charaktere sind einem direkt vertraut und man ist in der Geschichte drin. Ich konnte die beiden Protagonisten teilweise nicht immer ganz verstehen - also ihre Handlung. Der Plotttwist gegen Ende hat mich komplett aus dem Nichts erwischt. 

  8. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783446273252)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (1.431)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Dieses Buch hat sich komplett anders entwickelt, als ich es erwartet habe. Als ich den Klappentext gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen etwas ungewöhnlichen Krimi handelt. Ja, es ist ein Krimi, aber die eigentlichen Kriminalelemente (mit Ausnahme des Gerichtsprozesses in hinteren Teil) bilden nur einen ganz kleinen Teil der Handlung.

    In den Sümpfen North Carolinas wird die Leiche von Chase Andrews gefunden. Der Sheriff geht nicht von einem Unfall aus und stellt Untersuchungen an. Sein Verdacht fällt schnell auf Kya Clark, die abgeschieden und isoliert von allen anderen im Marschland wohnt und von jedermann nur "das Marschmädchen" genannt wird.

    Erzählt wird hauptsächlich aus Kyas Perspektive, wie sie als Kind zunächst von ihrer Mutter, später vom Rest der Familie verlassen wird. Sie schlägt sich alleine, mit der Hilfe von sehr wenigen Freunden, durchs Leben, geht nicht zur Schule, lebt von Fisch- und Muschelfang. Ihr Freund Tate bringt ihr lesen bei und hilft ihr, zwei Bücher zu veröffentlichen.

    Ich fand das Buch schön zu lesen, auch wenn es ganz anders war, als erwartet. Allerdings war ich bis zum überraschenden Ende hin und her gerissen, wie ich es nun bewerten sollte. Mir kam doch vieles zu unwahrscheinlich vor (Kya kann zwar lesen und schreiben und verbringt viel Zeit in der Natur, aber wissenschaftliche Bücher zu verstehen und sogar selbst zu schreiben, scheint mir doch etwas weit hergeholt). Wenn man darüber hinwegsieht, ist es aber eine schöne Lektüre, die mich am Schluss sogar zu Tränen gerührt hat.

  9. Cover des Buches Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte (ISBN: 9783453275072)
    TJ Klune

    Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte

    (921)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    "Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte" lag viel zu lange auf dem SuB, da kamen die 12 für 2026 Challenge und der Buddyread mit Sofia (Sofias World of Books) gerade recht. Nach dem Lesen kann ich nun gar nicht viel zu dem Buch sagen, außer dass es einfach herzallerliebst war! 

    T.J. Klune erzählt hier in gemütlichem Tempo eine skurrile, magische, wunderschöne Geschichte über Familie, Zusammenhalt, kindliche Freude, Liebe und Sonnenschein. Viel passiert nicht auf den 477 Seiten, außer dass sich die Figuren hinterlistig ins eigene Herz schleichen und es schwer machen das Buch nach dem letzten Kapitel wieder aus der Hand zu legen. Zwar hätte ich mir am Ende ein wenig mehr Informationen und eine etwas substanziellere Auflösung gewünscht, dennoch kann ich mich den vielen Fans der Geschichte anschließen und das Buch zu meinem ersten Jahreshighlight 2026 küren. 

    "Wir werden nicht durch Geburt zu dem, was wir sind, sondern durch die Entscheidungen, die wir in unserem Leben treffen. Es lässt sich nicht alles auf Schwarz und Weiß reduzieren, denn es gibt noch so viel dazwischen. Man kann etwas nicht einfach als gut oder böse abtun, ohne die Facetten dahinter zu berücksichtigen."

    Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das so viele positive Gefühle in mir ausgelöst hat. Das Setting und die heimelige Leseatmosphäre sind einfach zum Wegträumen: Eine Insel mitten im Meer, ein lebendiges Zuhause voller Lachen und ganz besondere Kinder, die auf den zweiten Blick aber nur genau das sind - Kinder. T.J Klune hat es hier geschafft, mit leisen Beschreibungen und einem recht distanzierten Schreibstil die Gefühle und Beziehungen seiner Figuren wahnsinnig lebendig zu machen. Zwischen morbiden Morddrohungen der Kinder, durchschaubarem Gruselfaktor und skurrilem Humor schimmert von der ersten Seite an die Liebe zwischen den Figuren durch und gepaart mit den vielen kleinen Weisheiten, die zusätzlich versteckt sind, hat mir das beim Lesen ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert. 

    "Arthur sagt, für die Dinge, die man gerne macht, sollte man sich immer Zeit nehmen", verkündete Talia. "Wenn wir das nicht tun, vergessen wir vielleicht, wie man glücklich ist."

    Die Hauptfigur Linus Baker ist zu Beginn eigentlich ein Protagonist, der mich nicht weniger interessieren könnte: Vorzeigebeamter mittleren Alters mit Wohlstandspfunden, einsamem Stadthaus und keinerlei Zukunftsplänen. Der Kontrast seines aufgeräumten, langweiligen Lebens zum chaotischen Heim von Mr. Parnassus könnte nicht größer sein. Ihm dabei zuzusehen, wie sich trotz Gegenwehr sowohl Arthur als auch die Kinder alle in sein Herz schleichen und aus ihm einen ganz neuen Menschen machen, ist einfach wundervoll. Genau wie er konnte auch ich mich nicht gegen den zuckersüßen Charme von Talia, Lucy, Sal, Theodore, Chauncey und Phee wehren. Neben der wunderschönen Found Family ist auch die angedeutete Liebesgeschichte zwischen Linus und Arthur ein Highlight. Genau wie alles andere im Buch ist auch diese leise, implizit und einfach herzerwärmend schön. Ich freue mich riesig, dass ich für einen zweiten Teil zu den beiden und ihren Kindern zurückkehren kann!

    "Es ist nur menschlich, vom Weg abzukommen, ob nun irrational oder nicht. Und auch wenn manche Fehler gravierender sind als andere: Solange wir aus ihnen lernen, werden wir durch sie zu besseren Menschen."

     

    Das Urteil

    "Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte" ist eine warmherzige, magische Wohlfühlgeschichte, die leise unter die Haut geht und lange im Herzen bleibt. Die besonderen Figuren, ihre Weisheiten und die heimelige Atmosphäre machen diese Geschichte zu meinem ersten Jahreshighlight 2026.

     

  10. Cover des Buches Das also ist mein Leben (ISBN: 9783453425897)
    Stephen Chbosky

    Das also ist mein Leben

    (1.323)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Man muss nichts von Literatur verstehen um manche Bücher zu lieben. Gerade diese Bücher erfüllen uns noch im Nachhinein mit einem Wohlgefühl, einer unzerbrechlichen Dankbarkeit und rühren mit ihrer unglaublichen Nähe zu uns an irgendeiner unbekannte Stelle, die nur für sie erreichbar zu sein scheint. Ohne Frage ist "Vielleicht lieber Morgen" so ein Buch, so ein Buch, dass beinahe jeder von uns in mancher stillen, aufgewühlten Stunde seiner Jugend, im Herzen schon geschrieben hat.

    "Aber ich schätze, ich mache mir eine Menge Sorgen. Ich seh mir die Leute an, die Händchen halten und frage mich, was da so alles dahinter steckt. Auf Schulpartys sitze ich im Hintergrund, wippe mit dem Fuß und überlege, wie viele Paare wohl zu -ihrem Lied- tanzen. Ich sehe die Mädchen im Flur die Jacken von den Jungs tragen und denke in diesem Zusammenhang über das Besitzen nach. Und ich frage mich, ob die Leute wirklich glücklich sind. Ich hoffe, sie sind es. Ich kann es wirklich nur hoffen."

    Charlie ist 15 und lebt eigentlich in sehr normalen Verhältnissen. Seine Mutter hat ihn lieb und ist bodenständig, sein Vater ist ein eher in sich zurückgezogener, einfacher Mensch, der aber stark sein kann, wenn es sein muss. Sein älterer Bruder geht schon aufs College, seine ältere Schwester geht ihm oft auf die Nerven. Seine Familie weist wie die meisten einige schwarze Flecken auf der weißen Weste und ein paar tote Winkel auf.
    In der Schule ist er eher ein Außenseiter (im Original heißt dieses Buch "The Perks of Being a Wallflower"), obwohl er begabt ist und von seinem Englischlehrer sogar außerhalb des Unterrichts Bücher bekommt, über die er nach der Lektüre Aufsätze schreiben soll.
    Zwei Todesfälle haben sein Leben gezeichnet: Der seiner Tante Helen vor ein paar Jahren und der seines Freundes Michael, der erst vor kurzem durch Freitod starb. Doch diese Geister der gerade erst abgeschlossenen Vergangenheit, sind natürlich kaum etwas gegen die Achterbahn von Pubertät, Freundschaft, Leben und Liebe, die ihm in diesem Jahr bevorsteht. Gefangen zwischen Adoleszenz und gerade erst ausklingender Kindheit, beschreibt und verarbeitet Charlie sein Lebensgefühl und seine Erlebnisse in Briefen an einen unbekannten Freund...

    "Ich ging zu dem Hügel, wo wir früher immer Schlitten gefahren sind. Es waren viele kleine Kinder da. Ich guckte ihnen eine Weile zu. Wie sie mit den Schlitten über Hindernisse flogen und Rennen fuhren. Und ich musste daran denken, dass all die Kleinen irgendwann erwachsen sein würden. Und all die Kleinen tun irgendwann Dinge, die wir auch tun. Und alle werden irgendwann jemanden küssen. Aber im Moment reicht ihnen Schlittenfahren. Ich fände es schön, wenn Schlittenfahren immer genug sein könnte, aber so ist das eben nicht."

    Chbosky hält sich wenig an literarische Stilmittel und Schematisches kann man in seinem Buch beinahe nirgends finden. Stattdessen erzählt er frei und mit einem Hang zur Abschweifung, als wäre wirklich alles aus dem Leben gegriffen. Die ganze Geschichte und jedes Detail in ihr wirkt sehr authentisch, vom Normalen bis zum Besonderen, und auch die Chancen der Briefromanperspektive nutzt er sehr gut und bringt einen dazu sich als (Brief-)Leser auch etwas zu dem zu denken, was Charlie schreibt; man fühlt sich doch öfters wie in einen tatsächlichen Dialog versetzt – allerdings eher in einen Dialog zwischen dem eigenen jugendlichen Ich und Charlie, ein Dialog, den man noch resümieren kann.
    Es ist augenscheinlich kein spektakuläres Buch, dass Chbosky hier geschrieben hat. Das Spektakuläre liegt aber eben in den Zwischentönen und der unglaublichen Erlebnisnähe, die einige von Charlies Geschichten für einen selber haben; manche Szene wirkt fast wie ein Sinnbild der eigenen Erfahrung.

    Es fällt mir schwer darüber hinaus meine Empfindungen zu dem Buch aufzuschreiben. Auch weil ich hoffe, dass noch viele Leute dieses Buch lesen, einfach weil es so "wichtig" ist, so echt und tiefenwirksam, als wäre es eine Jacke, die man anzieht und schon streift man wieder durch Teile seiner eigenen Jugend - viele Gefühle, ähnliche Situationen, Freunde, Geschichten, Legenden begegnen einem, zu denen man sofort die eigenen Pedanten parat hat. Und das baut wiederum eine Verbindung auf, ein leises Gefühl: Dass vielleicht alle Menschen irgendwo doch einander verstehen und das große Ganze spüren können, das uns alle zusammenausmacht und es an ein, zwei Stellen zu begreifen - und sei es nur durch das, was uns alle irgendwann mal streift, bildet, umhaut: die nahste und stürmischste Zeit des Lebens.

    Man lese dieses Buch. Ich schwöre, in einigen Momenten ist man darin unendlich...

  11. Cover des Buches Palace of Glass - Die Wächterin (ISBN: 9783764531959)
    C. E. Bernard

    Palace of Glass - Die Wächterin

    (654)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Palace of Glass spielt in einer Welt, in welcher es manchen Personen möglich ist durch bloßen Hautkontakt Menschen zu lesen. Sie können Gedanken und Erinnerungen lesen und diese dann nach Belieben manipulieren. Magdalenen werden diese Personen genannt. Rea ist eine solche und damit gefürchtet und geächtet, sollte jemand herausfinden, dass sie diese Gabe besitzt. Umso schwierig wird es, als sie zur Leibwächterin des Prinzen auserkoren wird. Sie muss die Gabe verstecken, aber ohne diese wird sie den Prinzen vermutlich nur schwer beschützen können, oder? 

    In Raes Welt hinein zu finden ist gar nicht schwer. Anschaulich wird alles beschrieben und auch die Regeln der Welt sind klar. Nackte Haut ist verboten und wer einen Magdalene ist wird getötet. Ganz klar also, dass Rae versucht nicht aufzufallen, doch scheinbar ist ihre Gabe auch eine Sucht, da sie die Berührung von Haut benötigt. Zudem kämpft sie mit inneren Dämonen, der sich auch für Rae manifestieren kann. Zumindest glaube ich das, denn was es mit der dunklen Kreatur auf sich hat, die um ihre Beine streicht, bleibt bis zum Ende offen. Die Gedanken und Handlungen von Rae konnte ich relativ gut nachvollziehen, aber nicht alle gutheißen. Dennoch war sie mir Recht sympathisch und ist mir auch ganz klug erschienen. 

    Die weiteren Charaktere sind schubladenhaft. Man weiß meiner Meinung nach genau, wen man vor sich hat und auch, wenn es bezüglich zwei Personen scheinbar unklar sein soll, so hatte ich den Verdacht, von Anfang an, dass dort etwas im Busch ist. Leider kam daher nicht so viel Spannung bei mir auf. Durch die Story an sich, welche ich wirklich interessant fand, konnte dies jedoch ausgeglichen werden. Die Entwicklung war für mich großteils realistisch und hat mir daher auch gefallen. 

    Der Schreibstil ist angenehm und man kann flüssig durch die Seiten pflügen. Die Sprache ist dem Stand der jeweiligen Personen angemessen und birgt keine langweiligen Passagen. 

    Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, weshalb ich es guten Gewissens empfehlen kann. Zu gerne würde ich auch erfahren, wie es mit Rae weitergeht, denn das Ende ist vielversprechend 🧤

  12. Cover des Buches Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid (ISBN: 9783442493937)
    Fredrik Backman

    Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

    (389)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Jessen

    Ich hatte mir von dem Buch mehr Humor erwartet. Dennoch wollte ich sofort wissen, was es auf sich hat mit Oma.

    Elsa (fast 8) und Oma wohnen in in einer Hausgemeinschaft mit vielen traurigen Schicksalen. Manchmal weint man vor Rührung, aber auch andere Stellen sind sehr emotional.


    Es gibt ein selbst ausgedachtes Märchen der Oma, welches ich nicht so ausführlich gebraucht hätte 

  13. Cover des Buches Mein Weg zu dir (ISBN: 9783453423961)
    Nicholas Sparks

    Mein Weg zu dir

    (731)
    Aktuelle Rezension von: bookniine6

    „Mein Weg zu dir“ wird aus einer Erzählerperspektive in der dritten Person erzählt. Für mich war es das erste Buch von Nicholas Sparks. Insgesamt war es eine sehr schöne, emotionale und berührende Geschichte.

    Allerdings fällt es mir persönlich in dieser Perspektive oft schwer, mich vollständig in die Gefühlswelt der Figuren hineinzuversetzen. Dadurch wirkten einige Passagen etwas langatmig und an manchen Stellen fiel es mir schwer, der Handlung durchgehend zu folgen.

    Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt bewegt und gut unterhalten. Vor allem das Ende hat mich emotional wirklich abgeholt. Ich hatte sogar feuchte Augen. 

    Da es bereits eine Verfilmung des Buches gibt, werde ich mir diese vermutlich auch bald anschauen.

    Fazit: Für alle, die mit der Erzählerperspektive in der dritten Person gut zurechtkommen, ist „Mein Weg zu dir“ auf jeden Fall eine Empfehlung. Eine gefühlvolle, rührende Geschichte, die nachhallt.

  14. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

    (592)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Sally und Liss: zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sally, kurz vor dem Abitur, will einfach in Ruhe gelassen werden. Sie hasst so ziemlich alles: Angebote, Vorschriften, Regeln, Erwachsene. Fragen hasst sie am meisten, vor allem die nach ihrem Aussehen.
    Liss ist eine starke, verschlossene Frau, die die Arbeit, die auf dem Hof anfällt, problemlos zu meistern scheint. Schon beim ersten Gespräch der beiden stellt Sally fest, dass Liss anders ist als andere Erwachsene. Kein heimliches Mustern, kein voreiliges Urteilen, keine misstrauischen Fragen. Liss bietet ihr an, auf dem Hof zu übernachten. Aus einer Nacht werden Wochen. Für Sally ist die ältere Frau ein Rätsel. Was ist das für Eine, die nie über sich spricht, die das Haus, in dem die frühere Anwesenheit anderer noch deutlich zu spüren ist, allein bewohnt? Während sie gemeinsam Bäume auszeichnen, Kartoffeln ernten und Liss die alten Birnensorten in ihrem Obstgarten beschreibt, deren Geschmack Sally so liebt, kommen sich die beiden Frauen näher. Und erfahren nach und nach von den Verletzungen, die ihnen zugefügt wurden.


    Dieses Buch hatte ich schon sehr lange auf meiner Wunschliste, da hier vor allem die Frauenfiguren richtig stark sein sollten. Trotzdem hat es gedauert, bis es dann auch einen Weg zu mir gefunden hat.
    Die Erwartungen waren also dementsprechend hoch.
    Allerdings hatte ich dann leider ziemliche Probleme in der Handlung anzukommen.

    Mein größtes Problem war, dass ich lange Zeit das Gefühl hatte, nicht richtig an diese beiden Frauenfiguren heranzukommen.
    Erst im letzten Drittel, als wir endlich alle Fakten über Liss’ Leben erfahren, wurde es für mich immer besser und als Sally sie dann „retten“ durfte, war ich komplett gefesselt.

    Auch all die Dinge, die wir mal ganz nebenbei über Feld-/Bauernhofarbeit, Imkerei, übers Keltern und natürlich alte Birnensorten lernen durften, waren einfach unglaublich interessant und fesselnd.

    Allerdings wurden mir einige Dinge einfach nicht ausreichend aufgeklärt. So habe ich z.B. nie verstanden, warum Sally dermaßen wütend auf alles und jeden reagieren musste und manchmal ohne Provokation komplett übertrieben aus der Haut fährt (wie z.B. bei der Kartoffelernte). Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass ihr Verhalten irgendwie nachvollziehbar wird, aber das war für mich einfach nicht der Fall.
    Liss dagegen war - gerade, wenn man ihre Hintergrundgeschichte endlich kennt - viel zu wenig wütend. Ich fand es schon seltsam, dass sie Sally und ihre ständigen Ausbrüche einfach so hinnehmen kann, selbst wenn Sally alles gibt, um sie aufs Blut zu reizen.
    Auch zum Ende hin wurde mir nicht alles hinreichend genug geklärt, aber zu diesem Zeitpunkt war ich so weit mit den Figuren und ihren Taten versöhnt, dass das nicht mehr so weit ins Gewicht gefallen ist.


    Fazit: Das ist mal wieder ein Buch von Ewald Arenz bei dem ich mir nicht sicher bin, wie ich es bewerten soll. Der Schreibstil ist mal wieder herrlich, aber zu den Figuren habe ich lange Zeit keinen richtigen Zugang finden können. Besonders zu Sally, deren Wut auf alles und jeden mir einfach nur übertrieben vorkam, da es nie eine ordentliche Erklärung dafür gab und sie mir so einfach nur extrem pubertär vorkam, dabei sollte sie eindeutig so viel mehr sein.
    Erst im letzten Drittel konnten die Beiden mich endlich einfangen und sogar richtig fesseln mit ihrer Geschichte und auch, wenn mir einige Handlungspunkte nicht ausreichend geklärt wurden oder sogar nicht ganz logisch erschienen, konnte ich das Buch dann doch noch relativ zufrieden weglegen. (3,5 Sterne)

  15. Cover des Buches Miroloi (ISBN: 9783446261716)
    Karen Köhler

    Miroloi

    (192)
    Aktuelle Rezension von: Ellekens

    „Die tollste Inselgeschichte seit Robinson Cruso“ sagte Denis Scheck – und ich gebe ihm absolut Recht!

    Die Geschichte spielt auf einer Insel, nicht näher benannt, die ein Volk beheimatet, das nach den strengen Vorschriften der Khorabel (Mischung aus Khoran, Thora und Bibel) lebt. Die Vorschriften sind archarisch und unterdrücken die Frauen, die z. B. nicht Lesen und Schreiben lernen dürfen. Ein Verlassen der Insel ist verboten und wird streng bestraft.

    In dieses Dorf wird die namenlose Protagonistin als Neugeborenes in einer Bananenkiste in Zeitungen des letzten Sommers gewickelt vor die Tür des Bethaus-Vaters abgestellt. Dieser nimmt sich ihrer an, doch sie wird nie eine Teil der Gemeinschaft. Im Gegenteil: Sie schuftet, wird geächtet und beschimpft, erfährt physische und sexuelle Gewalt. Da sie kein „Stammbaum“ hat, darf sie nie einen Namen erhalten, nie heiraten und auch keine Familie gründen.
    Doch sie lernt Lesen und Schreiben, verliebt sich und lehnt sich auf!

    Miroloi bedeutet übersetzt „Rede über das Schicksal“ und ist ein von Frauen gedichtetes und gesungenes Totenlied (aus Wikipedia). Dieser Roman ist in Strophen aufgeteilt, das das Lebenslied der Protagonistin wiedergibt, das sie selbst singt, da es sonst keiner für sie tut.

    Was ein besonderes Buch! Die traurige Geschichte besticht durch ihre Form, das Setting und die besondere Sprache. Ich empfand es als absolute Bereicherung in meiner „Lese-Bubble“ und empfehle es jedem!

  16. Cover des Buches Die Mitte der Welt (ISBN: 9783551583956)
    Andreas Steinhöfel

    Die Mitte der Welt

    (721)
    Aktuelle Rezension von: Fynn_Augustus

    Mir hat es wirklich super gefallen, da das Thema Sexualität und vor allem sexuelle Orientierung normal behandelt werden, wie es eben sein sollte. Ich finde die Charaktere spannend, nach und  nach taucht man in die Welt der verschiedenen Charaktere ein, man lernt sie alle kennen und lieben. Der Hauptcharakter und Ich-Erzähler legt eine tolle emotionale Entwicklung hin. Diese Selbstfindung ist toll 😊 und auch bei einem Buch schön mit anzusehen. Man fühlt mit!

  17. Cover des Buches Ich, Eleanor Oliphant (ISBN: 9783404176793)
    Gail Honeyman

    Ich, Eleanor Oliphant

    (391)
    Aktuelle Rezension von: Seelion_Gerit

    „Eleanor Oliphant“ ist kein Liebesroman im klassischen Sinne – was man anhand von Cover und Beschreibung zunächst vermuten könnte. Stattdessen erzählt das Buch die Geschichte einer ungewöhnlichen, introvertierten Frau, die sich langsam aus ihrer selbstgewählten Isolation löst. Obwohl meine Erwartungen daher in eine andere Richtung gingen, hat mich die einfühlsame und stellenweise humorvolle Figurenentwicklung dennoch positiv überrascht. Lesenswert – aber eben weniger romantisch, als der erste Eindruck vermuten lässt.

  18. Cover des Buches The Girls (ISBN: 9783446286078)
    Emma Cline

    The Girls

    (294)
    Aktuelle Rezension von: BillDoor

    "Dass ich aufsah, lag an dem Gelächter, dass ich weiter hinsah, an den Mädchen."

    Mit „The Girls“ hat Emma Cline einen eindrucksvollen Roman über die aufgeladene Stimmung im Hollywood der späten 60er Jahre rund um die Verbrechen der Manson-Family verfasst (auch wenn Cline in ihrem Roman kleine Details wie Namen oder Umstände des Verbrechens variiert). 

    Nach Abschluss des Romans bin ich etwas hin- und hergerissen.

    Einerseits schreibt Cline unbestritten in einem wunderbaren Stil, die deutsche Übersetzung von Nikolaus Stingl ist ebenfalls sehr gelungen. Die unheilvolle Stimmung, die in der trägen Hitze des Sommers 1969 flirrt, ist beim Lesen geradezu physisch nachzuvollziehen. 

    Auch die gewählte Perspektive von Evie Boyd, einer Teenagerin und Kult-Sympathisantin, eher Bystander und Mitläuferin als überzeugte Täterin ist interessant gewählt. 

    Die Beleuchtung der Umstände, die dazu führen, dass Evie in die Dunstkreise des Kults auf „der Ranch“ gelangt, macht „The Girls“ weniger zu einem Thriller (wie es etwa bei der naheliegenden Aufarbeitung der Thematik aus Sicht eines Cops oder Kultmitglieds der Fall wäre) sondern eher zu einem authentisch wirkenden, modern-historischen Coming-Of-Age Roman. 

    Auf der anderen Seite scheint es teilweise, als hätte Cline die eigentliche Handlung des Romans zugunsten der dichten Atmosphäre und den zahlreichen, geschickt eingewebten Reminiszenzen an das zeitliche Setting vernachlässigt. 

    Die Beschreibung von Evies Gedanken, Gefühlen und Sehnsüchten, ihres sozialen Umfelds und ihrer Fixierung auf Suzanne – eines der „Ranch Girls“ – nimmt viel Platz ein. Dadurch gewinnen sowohl Evie als Protagonistin sowie auch die zeithistorische Verortung der Geschichte an Tiefe.

    Der Kult rund um Anführer Russel und „seine Mädchen“ bleibt dagegen blass. Ihre Idelogie wird lose in abgedrifteten Hippie-Phrasen und Drogenexzessen verankert; die Radikalisierung bis hin zu den grausamen Morden ist eher ein vorausgesetztes Faktum als ein nachvollziehbarer Prozess. 

    Es scheint, als würde sich Cline hier viel zu stark auf das Vorwissen ihrer Leser*innen um die reale Vorlage zum Roman zu verlassen anstatt diese Aspekte der Geschichte selbst auszuformulieren.

    Das führt stellenweise leider dazu, dass die Geschichte nah an einer Romantisierung des Geschehens vorbeischrammt. So zum Beispiel, wenn das Handeln der "Mädchen"  als weibliche Wut und Gegenwehr zum Patriachat interpretiert wird.

    Trotz der Schönheit der Sprache hätte „The Girls“ zudem ein rigoroseres Lektorat vertragen. Gerade im Mittelteil wirken viele Kapitel aufgebauscht und zu lang für den eigentlichen Inhalt, den sie vermitteln. Leichte Kürzungen hätten hier sicherlich zu einer besseren Dynamik beigetragen. 

    Alles in allem ist „The Girls“ ein durchaus lesenswertes und wunderschön geschriebenes Buch. Als Leser*in sollte man allerdings Vorwissen zur Geschichte der Manson-Family und (noch viel wichtiger) ein wenig Geduld mitbringen.

  19. Cover des Buches Der Winter der schwarzen Rosen (ISBN: 9783570311776)
    Nina Blazon

    Der Winter der schwarzen Rosen

    (318)
    Aktuelle Rezension von: mrsmietzekatzemiauzgesicht

    Tajann und Liljann könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine ist dominant, hat große Träume und würde alles für diese opfern. Die andere ist schüchtern und birgt ein tödliches Geheimnis. Die Familie wurden nach dem Tod der Mutter an den Waldrand verbannt um dort die unzerstörbaren Felle für die Rüstungen der königlichen Garde zu gerben. In ihrer Welt ist es Brauch, dass das älteste Kind fortgeschickt wird um neue Länder zu erkunden und erobern. Die Zweitgeborenen können erst danach ihre Zukunft frei gestalten. Allen weiteren Kindern ist die Zukunft mehr oder weniger vorherbestimmt. Bevor ein Kind in die weite Welt ziehen darf, muss es von den Eltern freigegeben werden. Liljann wird jedoch nicht freigesprochen denn ihr Vater will seine Kinder nicht gehen lassen. Sie reißt sich auch nicht darum das Elternhaus zu verlassen. Liljann hat Angst vor dem neuen Land da es dort sehr gefährlich ist. Nur Tajann wartet sehnsüchtig auf den Freispruch. Sie will unbedingt an den königlichen Hof und endlich in besseren Kreisen leben, wie damals als ihre Mutter noch lebte. Auf einem Fest verliebt sie sich in einen wichtigen Untergebenen der Königin und damit steht ihr Entschluss. Sie muss alles dafür geben endlich an ihr Ziel zu kommen auch wenn sie dafür ihre Familie opfern muss. Doch was ist, wenn der Palast nicht das für sie bereithält was sie sich verspricht? Und was wird aus Liljann? Was ist ihr gefährliches Geheimnis? 


    Der Schreibstil ist sehr detailreich und die Kapitel ellenlang, beides Punkte die mir nicht gefallen. Die Sicht wechselt dauerhaft zwischen den beiden Schwestern. Jede von ihnen hat ihre eigene Schriftart bekommen um die beiden auseinanderhalten zu können, das finde ich sehr gut. Aufgrund der hohen Seitenanzahl ist es schwer den Spannungspegel oben zu halten. Zwischendurch gibt es immer wieder Strecken die sich etwas ziehen. Dafür sind die energiegeladenen Szenen umso interessanter. Die Geheimnisse zu lüften und hinter die Intrigen zu steigen hat mir sehr gefallen. Manche Wendungen waren ersichtlich und andere haben mich komplett überrascht. Das Ende finde ich nicht so schön, für mich bleiben zu viele Fragen offen.


    Es gibt sehr viele Figuren und Wesen in dem Buch, allen gerecht zu werden ist also quasi unmöglich. Die Schwestern sind sehr gut charakterisiert sowie ein paar kleinere Nebenrollen. Die Mädchen sind sehr verschieden, ich weiß aber nicht wen ich besser finden soll. Beide sind eigen und ich selbst hätte oft anders gehandelt.

  20. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783869092881)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (188)
    Aktuelle Rezension von: lakita

    Der Roman gibt mir das, was ich von einem guten Roman erwarte, nämlich die Möglichkeit, in eine mir völlig fremde Welt abzutauchen mit Figuren, die ich sympathisch finde und auf ihrem Weg begleiten mag, mit denen ich mitfiebere und hoffe und bange. Und genau das alles bietet mir das Buch uneingeschränkt mit all seinen Facetten. Diese Flusslandschaft ist für sich genommen schon geeignet, einen zu verzaubern, das Leben tief in der Natur in all seiner Schlichtheit, aber auch Schönheit und der ewige Kampf ums Überleben. Die Geschichte der Protagonistin, die einen mitreißt in den Strudel dessen, was ihr alles an Ungerechtigkeiten passiert, aber auch ihre Stärke, mit all dem klar zu kommen und aus praktisch nichts, sich hervorzurappeln, ihre Enttäuschungen, die sie im zwischenmenschlichen Bereich erlebt und später ihr grandioser Erfolg, all das ist ganz großes Kino und macht das Buch zu einem Pageturner. 

  21. Cover des Buches Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam (ISBN: 9783462046038)
    Vea Kaiser

    Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

    (153)
    Aktuelle Rezension von: _liesmich_

    Ich weiß noch immer nicht ob mir das Buch gefallen hat oder nicht. Der Schreibstil ist phänomenal, flüssig und anregend. Aber die Themen sind mir generell zu „wir nehmen alles ländliche auf’s Korn“ und das ist mir zu oberflächlich. Vielleicht bin ich da auch zu empfindlich, da ich selbst "vom Land" komme.

  22. Cover des Buches Die Radleys (ISBN: 9783426308318)
    Matt Haig

    Die Radleys

    (314)
    Aktuelle Rezension von: sternenstaubhh

    An den Büchern von Matt Haig komme ich einfach nicht vorbei und die Radleys haben mich auf Anhieb angesprochen.

    Hierbei handelt es sich um einen Vampirroman, der so ganz anders als von mir erwartet verläuft und so einige Überraschungen bereithält.

    Die Radleys sind der Vater Peter, Mutter Helen und die beiden Kinder Clara und Rowan. Alles ganz normal. So scheint es zumindest. Doch dann beißt Clara zu und die Eltern geraten in Erklärungsnot. Nun müssen die Eltern den Kindern reinen Wein einschenken und erklären wer sie wirklich sind. Gleichzeitig müssen sie sich natürlich noch um das Opfer kümmern. Schlag auf Schlag und äußerst turbulent geht es weiter, denn im Gegensatz zu den Radleys ist die gerufene Hilfe ganz und gar nicht abstinent. Und das ruft auch in Peter wiederherum Zweifel auf, ob Blut nicht doch für Vampire notwendig ist.

    Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Es ist einfach herrlich wie der Autor die Idylle von Bishopthorpe auf den ersten Seiten zelebriert. Denn nach und nach bröckelt die Fassade und wir können die Radleys in ihrer wahren Gestalt begleiten. Denn so harmlos wie sie anfangs scheinen sind sie nämlich nicht. Dank des angenehmen und sehr flüssigen Schreibstils fliegen die Seiten nur so dahin und ich habe das Buch nur selten aus der Hand legen können. Immerhin wir es richtig spannend, gleichzeitig ist es aber auch manchmal recht chaotisch (im positiven Sinne) und humorvoll. Mich hat das Buch auf jeden Fall schwer begeistert. Wieder ein richtig guter Matt Haig, der bestes Lesevergnügen verspricht! 

  23. Cover des Buches Nichts weniger als ein Wunder (ISBN: 9783734108662)
    Markus Zusak

    Nichts weniger als ein Wunder

    (108)
    Aktuelle Rezension von: buecherfloh3

    Ich habe es als eBook gelesen. Dabei wurde mir nicht immer deutlich,  wann die Beschreibung der Gedankengänge der Protagonisten begann oder endete.  Es werden mehrere komplexe Themen ausgebreitet, wobei mir der Zugang zu einem stringenten Aufbau der Gesamtgeschichte fehlte. Es las sich für mich als nicht aus einem Guss geschrieben, Zeit- und Personenverschachtelungen mussten mich Abschnitte erneut lesen lassen. Die zunächst aufgebaute Erwartungshaltung zur Erklärung des Mörders wird erst im letzten Viertel verständlich, die gesamte Charakterisierung der Einzelpersonen bleibt mir nebulös. Ich hätte mir eine andere Reihenfolge der Einzelteile gewünscht , eine griffigere Beschreibung der Protagonisten..Die erschütternde Leidensgeschicht ist fast zu eindringlich aufbereitet und in seiner Zerstückelung kaum zu ertragen. Die ausschweifenden Pferderennenbeschreibungen sind für Nichtaustralier wahrscheinlich irrelevant und erzeugen Längen ohne echten Bezug zum Drama. Es wirkt, als wären Fragmente von drei verschiedenen  Geschichten  irgendwie zusammengesetzt worden, irgendwie redigiert, neu verschachtelt und lässt mich das Buch als Leserin, trotz aller Fantasie, vor einem Gesamtbild zurück, das eine Menge blinder Flecken hat. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber einige Satzgebilde oder Kursivhervorhebungen, nicht deutlich gemachte wörtliche Rede oder Dreiwortsätze haben mein Verständnis der Zusammenhänge, die erst im Nachklapp auf 50 von 455 Seiten halbwegs zusammenhängend erläutert werden, nur schwach bereichert. Das Buch wollte weiter gelesen werden, hinterließ jedoch einen schalen Nachgeschmack, trotz der beeindruckenden Wortschöpfungen. Lesenswert, wenn man bereit ist, einen langwierigen Tod, Unglücke, das mühsame Rekonstruieren von Vertrauen und echt langweilige Längen über irgendwelche Pferdenamen auszuhalten,  um am Ende mit kurzer Beschreibung des Istzustandes der Protagonisten Vorlieb zu nehmen.

  24. Cover des Buches Rico, Oskar und die Tieferschatten (ISBN: 9783551316035)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und die Tieferschatten

    (404)
    Aktuelle Rezension von: Koala_1

    Rico ist ein Tiefbegabter Junge was so ungefähr das Gegenteil von Hochbegabt ist .Er verläuft sich schnell oder vergisst Sachen was sein Leben in Berlin nicht einfach macht zumal der gefährliche Entführer Mister 2000 gerade unterwegs ist es verschwinden deswegen viele Kinder.Rico hat keine Angst vor Mister 2000 er hat  keine Angst vorm Alleinsein oder dem Dunkeln das ist Rico ja ständig da seine Mutter im Nachtclub arbeitet . Er hat nur Angst vor dem verlaufen und vor den Tieferschatten das sind die Schatten die in leeren Wohnung gegenüber von ihm rumspuken . Alles in einem ist sein Leben sehr schwierig bis er Oscar trifft einen hochbegabten Jungen der wohl mehr als nur einen Plan von allem zu haben scheint .Doch dann passiert etwas schreckliches und das Buch geht erst richtig los.

    Ich finde das Buch lustig und spannend ich würde es jedem weiterempfehlen egal wie alt man ist . Ich gebe nur vier Sterne weil ich manchmal ein paar Sehnen sehr zäh fand sonst aber gut .



    Sterne :⭐️⭐️⭐️⭐️

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks