Bücher mit dem Tag "andreas steinhöfel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "andreas steinhöfel" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Die Mitte der Welt (ISBN: 9783551583956)
    Andreas Steinhöfel

    Die Mitte der Welt

     (695)
    Aktuelle Rezension von: Adrian00021

    Worum geht's?

    Phil hat keine Ahnung davon, was es heißt, ein normales Leben zu führen. Er lebt mit seiner Mutter Glass und seiner verschlossenen Schwester Dianne in einem alten Haus. Und da ist auch noch Nicholas, in den sich Phil am Anfang des Buches unsterblich verliebt hatte...

    Meine Meinung

    Ich habe mir soviel von diesem Buch erhofft. Ich habe mir ein gutes, spannnendes und interessantes Jugendbuch gewünscht, doch das Gegenteil war dieses Buch.

    Ich kann froh sein, dass ich dieses Buch mindestens zu Ende gelesen habe. Was mich störte war der langatmige Schreibstil und große Kapitel (meist mehr als 25 Seiten). Oft denkt Phil an sein Leben früher und an Geschehnisse zurück - was ja auch erstmal nicht schlimm ist - doch diese Rückblicke sind einfach zu lang und zu ausschweifend. Reichen würde ein kurzer Rückblick, der alles Wichtige übermittelt.

    Teilweise war für mich auch alles viel zu ausgearbeitet und deitailreich beschrieben, teilweise grenzt es schon fast an Fantasie.

    Als ich das Buch dann beendet habe, war ich mit dem Ende ganz und garnicht einverstanden und sehr enttäuscht.

    Fazit

    Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesem Buch zwei oder drei Sterne geben soll. Ich habe mich doch für drei Sterne entschieden, weil ich dieses Buch eine gute Story hat und auch das Leben beschreibt, wie damals (größtenteils wahrscheinlich auch heute) soetwas wie Homosexualität in der Bevölkerung nicht akzeptiert wird. 

    3 von 5 Sterne!



  2. Cover des Buches Rico, Oskar und das Herzgebreche (ISBN: 9783551312334)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und das Herzgebreche

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Die beiden Freunde Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

    Denn Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher und übervorsichtiger Junge.

    Gerade erst ist Oskar mit seinem Vater aus dem Dänemark-Urlaub zurückgekehrt, da wird der Junge bei Rico und dessen Mutter abgesetzt. Sein Vater braucht erst einmal Abstand und eine Auszeit. 

    Viel Zeit zum Traurigsein bleibt allerdings nicht, denn die beiden Freunde kommen einer miesen Betrugs- und Erpressungsgeschichte auf die Spur.

    Zu ihrem Entsetzen scheint auch auch Ricos Mutter darin verwickelt zu sein.


    Altersempfehlung:

    ab 10 Jahre 


    Mein Eindruck:

    Dies ist das zweite Abenteuer der ungleichen Freunde Rico und Oskar. Aber auch ohne Vorkenntnisse findet man problemlos in die Geschichte hinein.

    Ganzseitige, farbige Illustrationen finden sich zu Beginn jedes Kapitels, so dass man Rico und Oskar direkt vor Augen hat.

    Die Geschichte wird von Rico erzählt,  sein Lehrer hat ihn im ersten Band während der Sommerferien ein Tagebuch führen lassen und in dieses schreibt Rico nun weiter seine Erlebnisse für sich selbst auf. Unter anderem hilft es ihm dabei, nichts zu vergessen.

    Rico ist ein herzensguter Junge und tiefbegabt. Was für ihn oft bedeutet, dass ein Gedanke manchmal etwas länger dauert, vollständig abschweift und am Ende vielleicht nicht immer das Gewünschte dabei herauskommt. Das aufgeweckte und liebenswerte Kerlchen beschreibt seine Denkweise selbst als Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen. Dieser außergewöhnliche und humorvolle Erzählstil lässt den Leser nicht nur mit dem Protagonisten mitfühlen, sondern auch manches aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

    Man wird künftig beispielsweise das Wort Schlamassel mit anderen Augen lesen: Eine Assel, die langsam im Schlamm versinkt und dabei ein letztes Mal ihren Artgenossen zum Abschied winkt ;-) Was für ein Schlamm-Assel!

    Oder Champagner: ein teurer Sekt aus erpressten Weintrauben. Werden die Trauben allerdings getrocknet und schrumpelig, landen sie als Rosinen im Studentenfutter oder aufgeweicht im Käsekuchen. Ricos Fazit: "Es gibt also für die Traube kein Entkommen. Sie ist vermutlich das meist gejagte Obst der Welt." (vgl. 102)

    Neue oder fremde Wörter und deren Bedeutung schreibt sich Rico auf. Seine Art und Weise, die Dinge zu betrachten, ist erfrischend anders und herrlich unterhaltsam.

    Er gibt auch ernsteren Gedanken Raum und benennt Gefühle neu:

    - Graues Gefühl: Depression,

    - Schwarzes Gefühl: Liebeskummer,

    - Großes Vergessen: Demenz.

    Allein aufgrund dieser Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ist das Abenteuer ein großartiges Lesevergnügen.

    Ricos Freund Oskar ist das komplette Gegenstück: hochbegabt, sehr klein, ein Pessimist und übervorsichtig (seinen Helm hat er inzwischen gegen eine riesige Sonnenbrille getauscht). Die beiden ergänzen sich hervorragend und sind ein tolles Team.

    Zur Handlung möchte ich nicht zu viel verraten, um die Überraschung im spannenden Kriminal- und Erpressungsfall nicht vorwegzunehmen. Es sind einige (gescheiterte) Pläne und Hilfe von Dritten nötig, um zur Lösung des Rätsels zu gelangen.

    Ein humorvoll und spannend erzählter Kinderkrimi mit Tiefgang über Hoch- und Tiefbegabung, Vorurteile und Toleranz,  Freundschaft und Hilfsbereitschaft sowie über Ängste, Trauer und Verlust.


    Fazit:

    Rico und Oskar ermittelt in ihrem zweiten spannenden Abenteuer.

    Dank der außergewöhnlichen Erzählweise und den liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden fasziniert die Geschichte nicht nur aufgrund des Kriminalfalls.

    Eine Leseempfehlung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.


    ... 

    Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und das Herzgebreche" aus dem Jahr 2013

  3. Cover des Buches Anders (ISBN: 9783551315663)
    Andreas Steinhöfel

    Anders

     (107)
    Aktuelle Rezension von: DaemmerungderNacht25

    Dieses Buch ist voller Feingefühl und Empathie. Es handelt von Freundschaft, Mut, Courage. Davon, dass Menschen sich verändern können, auch wenn es schwer ist. Davon, den Mut aufzubringen, seinen eigenen Weg zu gehen und sein Handeln zu hinterfragen, anstatt Mitläufer zu sein und Ehrlichkeit einen hohen Wert hat.

    Die Charaktere waren alle sehr gut ausgearbeitet und authentisch. (Meist sind mir diese zu blass in Büchern und viel zu ähnlich; dies ist endlich mal ein Buch, bei dem ich nicht so empfand!)
    Der Schreibstil war angenehm und ich habe es in einem durch gelesen. Es gab keine einzige Szene, die ich nicht gut fand oder die langatmig war.

    Ich mag Bücher, die gesellschaftskritisch sind und einem wichtige Werte vermitteln; für mich reiht es sich ein in Bücher von Erich Kästner und James Krüss.

    Ich würde es jedem empfehlen; allerdings denke ich, dass Kinder unter 10 noch nicht so viel damit anfangen können werden. Auch für Erwachsene ist es ein geeignetes Buch.

  4. Cover des Buches Beschützer der Diebe (ISBN: 9783440131107)
    Andreas Steinhöfel

    Beschützer der Diebe

     (52)
    Aktuelle Rezension von: stachelbeermond

    Sommerferien in Berlin. Die drei zusammengewürfelten Kinder Dags, Guddie und Olaf spielen ein Spiel, bei dem man zufällige Passanten beschattet und versucht, ihnen bis nach Haus zu folgen. Dabei kommen die Freunde einem gewaltigen Kunstdiebstahl auf die Schliche, werden verfolgt, teilweise entführt, erleben das spannendste Abenteuer ihres Lebens und finden letztendlich neue Freunde.

    Dieses spannende Kinderbuch wurde 1994 veröffentlicht und ist das erste Buch des bekannten (und hervorragenden!) Kinder- und Jugendbuchautors. Es gibt daher noch kein Internet, keine Handys und bezahlt wird in DM, was das Ganze fast schon historisch anmuten lässt. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Kinder immer ernst genommen werden, nichts wird verharmlost oder schön gefärbt, die Sprache ist realistisch, genauso wie das Verhalten der Erwachsenen und der Kinder. Dem empfohlenen Alter von 11+ zuliebe wurde auf Mord und Totschlag verzichtet, trotzdem gibt es Momente zum Fürchten. Die Geschichte selbst ist hochinteressant und kein Kinderkriminalfall, hier geht es um echte Kriminalität. Große Teile des Buches spielen im Pergamonmuseum in Berlin, und da gibt es gleich noch ein paar handlich verpackte Portionen Kunstgeschichte mit dazu 🙂 .

    Im Anhang erzählt der Autor die Entstehungsgeschichte des Buches, womit er glücklich ist und was ihm an seinem Erstling nicht gefällt. Vielleicht bin ich voreingenommen (ich liebe seine Bücher wirklich sehr), aber ich kann seine Meinung nur in einem einzigen Punkt ein klein wenig teilen: Dags ist schon sehr perfekt. Ich mag sie aber trotzdem, und das Buch braucht sie, um voranzukommen. Und das tut es: Eine spannende Detektivgeschichte aus der Zeit kurz nach dem Mauerfall in Berlin – das kann eigentlich jeder lesen, nicht nur Kinder.

  5. Cover des Buches Rico, Oskar und der Diebstahlstein (ISBN: 9783551312891)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und der Diebstahlstein

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Rico erbt unverhofft die Steinsammlung des schrulligen Nachbarn Fitzke. Obwohl sie für alle wertlos scheint, wird eines Nachts einer der Steine, der Kalbstein, gestohlen.

    Die Spur führt den Jungen und seinen besten Freund Oskar an die Ostsee. 


    Altersempfehlung: 

    ab 10 Jahre 


    Mein Eindruck:

    Dies ist das dritte Abenteuer der ungleichen wie unzertrennlichen Freunde Rico und Oskar. Es kann aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos gelesen werden.

    Zu Beginn jedes Kapitels finden ganzseitige, farbige Illustrationen, so dass man die Hauptcharaktere direkt vor Augen hat.

    Das Abenteuer wird erneut von Rico in Form eines Tagebuchs erzählt und durch Notizen ergänzt. Fremdwörter und deren Bedeutung vermerkt sich Rico und seine unverwechselbar Art, die Dinge zu betrachten und sich selbst die Welt zu erklären, ist erfrischend und herrlich unterhaltsam. 

    Der sympathische und herzensgute Junge ist tiefbegabt. Er selbst vergleicht seine Denkweise mit einer Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen, man aber nie genau weiß, wann und wo und welche. Der humorvolle und außergewöhnliche Erzählstil lässt den Leser rasch mit dem Protagonisten mitfühlen und einige Dinge künftig aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

    "Klaustrophobie: 'Phobie' kommt vom griechischen Wort für Angst. Die Angst vor der Enge ist vermutlich nach einem 'Klaus' benannt, der als erster Mensch der Welt in einem Fahrstuhl stecken blieb, und die 'Strophe' kommt daher, dass er vor lauter Schiss anfing zu singen. Seitdem gibt es schöne entspannende Fahrstuhlmusik." (vgl. S. 134)

    Auch bei den Worten Kontinent (nicht zu verwechseln mit Inkontinent) und imposant (wichtig mit "t" am Ende, denn sonst muss man sich dauernd kratzen) muss ich in Zukunft wohl immer wieder an Rico denken ;-) 

    Die Abenteuer sind schon aufgrund der vielen Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ein großartiges Lesevergnügen.

    Aber auch ernsteren Gedanken wird Raum gegeben, Gefühle neu benannt oder bildlich beschrieben: Graues Gefühl (Depression), schwarze Trauerwellen uvm.

    Die Geschichte beginnt sogar mit der Beerdigung des Nachbarn, ohne jedoch bedrückend oder tieftraurig zu sein. In jedem Abschied, steckt schließlich auch ein Neuanfang. Für Ricos Mutter ihre neue Beziehung und Boutique und für die kleine Familie eine neue Wohnung und Freund Oskar im gleichen Haus.

    Ricos Freund Oskar ist das komplette Gegenstück: ein hochbegabter, sensibler und übervorsichtiger Junge. Seinen Helm und auch die riesige Sonnenbrille hat er in diesem Abenteuer gegen eine Bommelmütze getauscht - wohlgemerkt im Sommer!

    Rico und Oskar sind ein tolles Team, gehen gemeinsam durch dick und dünn und ergänzen sich dabei hervorragend. Aber auch Streit und Versöhnung gehören dazu.

    Die turbulente Reise zur Ostsee, die Ermittlungen auf eigene Faust werden mit viel Witz erzählt und erneut sind die beiden Freunde auch auf Hilfe von Dritten angewiesen, um den Diebstahl aufzuklären und das Rätsel rund um den Kalbstein zu lösen.

    Um das Überraschungsmoment nicht vorwegzunehmen, möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Es wird abenteuerlich, spannend, lustig und hin und wieder brenzlig für Rico und Oskar.

    Auch das dritte Abenteuer bietet einen humorvoll und spannend erzählten Kinderkrimi mit Tiefgang über Hoch- und Tiefbegabung, wahre Freundschaft sowie über Tod, Trauer und Verlust.


    Fazit:

    Rico und Oskar ermittelt in ihrem dritten spannenden Abenteuer: gewohnt liebenswert, unkonventionell und herrlich lustig!

    Die Geschichte besticht zudem durch die außergewöhnliche Erzählweise und ihre beiden Anti-Helden. Bei den vielen kleinen Notizen, mit denen Rico sich die Welt erklärt, muss man unweigerlich schmunzeln.

    Auch für Band 3 gebe ich von Herzen gern eine Leseempfehlung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.


    ... 

    Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" aus dem Jahr 2013

  6. Cover des Buches Rico, Oskar und die Tieferschatten (ISBN: 9783551316035)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und die Tieferschatten

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

    Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher und übervorsichtiger Junge.

    Ihre Freundschaft steht noch ganz am Anfang als Oskar plötzlich spurlos verschwindet.

    Der berüchtigte Entführer Mister 2000 (der immer nur 2.000 € Lösegeld fordert) sorgt seit einiger Zeit in ganz Berlin für Aufregung. Ob er Oskar entführt hat? Rico setzt alles daran, seinen neuen Freund wiederzufinden. 


    Altersempfehlung: 

    ab 12 Jahre 

    Das Lesealter wird teilweise ab 10 Jahren angegeben. Hier kann ich in Bezug auf das Sprachniveau zustimmen. 

    Wer das Buch mit seinen Kindern liest bzw. zum Lesen gibt, sollte vorher wissen, dass u.a. Kindesentführung (wer nicht zahlt, bekommt vielleicht nur ein Ohr seines Kindes zurück), Suizid sowie Gewaltfantasien thematisiert werden. Einige Anspielungen sind für jüngere Leser (noch) nicht zu verstehen und es wird nicht alles klar bekannt. 

    Rico denkt oft an den Tod (in einer klinischen Weise mit unbekümmertem Abstand) und er hofft, dass in seinem Sparschwein genug Geld ist, damit seine Mutter im Entführungsfall zumindest einen halben Rico zurückbekommt. Die Mutter ist alleinerziehend, arbeitet Nachts und lässt ihren Sohn daher oft allein. Der Junge ist stolz darauf, dass Männer seiner Mutter hinterherschauen, denn ihr Körper ist ihr Kapital. Das Frauenbild ist somit ebenfalls fraglich gestaltet.


    Mein Eindruck:

    Unsere erste Begegnung mit Rico und Oskar und ihren wundervollen Wortschöpfungen und Denkweisen hatten wir dank der Sendung mit der Maus. Besonders die charmanten Wortwitze und Erklärungen sowie der Zusammenhalt der Freunde und ihr unbekümmerter Umgang mit dem Anderssein ist uns in Erinnerung geblieben.

    Ganzseitige, farbige Illustrationen finden sich nur zu Beginn der Kapitel, so dass man Rico, Oskar und die Dieffe 93 direkt vor Augen hat.

    Die Geschichte wird von Rico erzählt,  sein Lehrer sieht Potential und lässt ihn daher über die Ferien ein Tagebuch führen. 

    Rico ist tiefbegabt, das Denken dauert bei ihm manchmal etwas länger und es kommt nicht immer das Gewünschte dabei heraus. Das aufgeweckte und liebenswerte Kerlchen beschreibt seine Denkweise selbst als Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen. Zudem schweifen seine Gedanken oft ab und er verliert den roten Faden - oder ist dieser grün oder blau -. Gerade dieser außergewöhnliche und humorvolle Erzählstil lassen den Leser rasch mit dem Protagonisten mitfühlen. 

    Wörter, die Rico nicht kennt, schlägt er im Lexikon nach und schreibt sich anschließend auf, was er herausgefunden hat. Herrlich unterhaltsam und teilweise mit skurrilen Nebengedanken "Schwerkraft [...] Sie ist gefährlich für Busen und Äpfel." (vgl. S. 18)

    Rico ist ein liebenswerter und grundehrlicher Junge, zuverlässig und herzlich. Ein Charakter, der schnell ans Herz wächst obwohl oder gerade weil er ein Antiheld ist.

    Leider sehen nicht alle Menschen in seiner Umgebung das Besondere in dem Jungen und er wird als Schwachkopf belächelt.

    Rico lernt im Verlauf des Abenteuers Oskar kennen. Die beiden sind optisch und charakterlich wie Tag und Nacht. Rico ist groß, ein sorgloser Optimist und tiefbegabt. Oskar dagegen ist klein, ein wenig pessimistisch (trägt immer einen Helm zum Schutz) und hochbegabt. Was die beiden jedoch verbindet ist ein großes Herz und schon bald eine wunderbare Freundschaft.

    Der tiefbegabte Anti-Held muss mehrfach über seinen eigenen Schatten springen und beweist wahren Löwenmut.

    Über die Handlung und die Tieferschatten möchte ich nicht zu viel verraten, da den Leser bei dem Kriminal- und Entführungsfall einige falsche Fährten und ein überraschendes Ende erwarten.

    Eine einfühlsam und spannend erzählte Geschichte über Hoch- und Tiefbegabung, Vorurteile, Anderssein, Toleranz und wahre Freundschaft, aber auch über Depression, Ängste, Trauer und Verlust.


    Fazit:

    Eine einfühlsame Freundschaftsgeschichte für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.

    Dank der außergewöhnlichen Erzählweise und dem liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden eine Geschichte, die nicht nur aufgrund des spannenden Kriminalfalls fasziniert.


    ... 

    Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und die Tieferschatten" aus dem Jahr 2013

  7. Cover des Buches Es ist ein Elch entsprungen (ISBN: 9783551315526)
    Andreas Steinhöfel

    Es ist ein Elch entsprungen

     (69)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: Bei Familie Wagner ist es gerade richtig schön weihnachtlich. Es schneit, auf der Heizung liegende Orangenschalen verbreiten einen weihnachtlichen Duft und Bertil singt gemeinsam mit seiner Schwester Kiki und seiner Mutter Weihnachtslieder. Doch dann passiert es: Ein Elch kracht durch die Wohnzimmerdecke. Ein Elch vom Weihnachtsmann, der sprechen kann.

    Persönliche Meinung: "Es ist ein Elch entsprungen" ist eine Weihnachtskomödie in Form einer Novelle. Sie umfasst knapp 70 Seiten. Nicht die Rentiere, die den Schlitten des Weihnachtsmannes an Heiligabend ziehen, stehen hier im Vordergrund, sondern die Elche, die den Schlitten vor seinem großen Auftritt erstmal Probe fahren müssen. Erzählt wird die Novelle aus der Ich-Perspektive von Bertil Wagner, der die Erlebnisse mit Mr Moose, so der Name des Elchs, humorvoll schildert. Die Komik der unterschiedlichen Szenen beruht besonders auf den lakonischen Kommentaren Bertils, die den situativen Witz nicht unnötig breittreten, sondern für sich sprechen (und stehen) lassen. Auch die Nebencharaktere sind skurril: Wie beispielsweise Kiki, Bertils Schwester, die krampfhaft ihr Allgemeinwissen mitteilen muss - auch wenn die Situation unpassend ist. Die Figur des Weihnachtsmannes (hier Santerklaus genannt und geschrieben) ist ebenfalls nicht so, wie man ihn kennt: Zumindest zu Beginn ist er recht ruppig und Omas Kirschlikör nicht abgeneigt. Mr Moose ist in diesem Figurenpersonal - ironischerweise - die am wenigsten skurril gezeichnete Figur: Er tritt am verständigsten auf. Der ernste Zug der Novelle, der durch Bertils besonderen Weihnachtswunsch in die Handlung eingeführt wird, rückt allerdings etwas in den Hintergrund (die Erfüllung des Wunsches bleibt zudem vage/offen). Insgesamt ist "Es ist ein Elch entsprungen" aber eine schöne Weihnachtsgeschichte mit komödienhaften Szenen. Im Buch finden sich zudem einige schwarz-weiß Illustrationen von Kerstin Meyer.

  8. Cover des Buches Der mechanische Prinz (ISBN: 9783492265591)
    Andreas Steinhöfel

    Der mechanische Prinz

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Franzis-Lesewelt
    Klappentext Er war, so scheint es ihm, von Anfang an das egalste Kind der Welt. Das traurigste ... Das sprachloseste ... Dann, eines Morgens vor der U-Bahn, erhält Max von einem einarmigen Bettler ein unglaubliches Geschenk, ein goldenes Ticket, mit dem er an Orte reisen kann, wo nur wenige hinkommen: die Refugien. Nur dort kann Max sich seiner Traurigkeit stellen, nur dort kann er sein Leben verändern und sein Herz retten. Versagt er, wird der mechanische Prinz, der Herrscher über die Refugien, ein schreckliches Pfand von ihm einbehalten, und, beinahe noch schlimmer, sein elendes Leben wird weitergehen wie bisher ... "   *   Meine Meinung Ein Buch das überrascht. Auf drängen von meinem Freund habe ich mir dieses Buch geholt und nun gelesen.

    Ich war positiv überrascht. Die schreibweise des Autorsist mal etwas anderes und frischt das ganze Buch auf.
    Was mich am meisten überraschte war das Ende, man hat wärend des ganzen lesens so eine Ahnung aber verwirrft sie immer. Da sie dann Epilog bestätigt wird hat mich schlicht weck umgehauen.

    Hier haben wir ein Buch welches ich gern gelesen habe und später wen meine Kinder alt genung sin dihnen geben werde.
  9. Cover des Buches Paul Vier und die Schröders (ISBN: 9783646920482)
    Andreas Steinhöfel

    Paul Vier und die Schröders

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Die "Neuen" sind da! Weil die Schröders alles andere als eine normale Familie sind, ist in der gediegenen Ulmenstraße bald die Hölle los. Denn fast jeden Tag sorgt eins der vier Schröder-Kinder für Ärger und Aufregung in der Nachbarschaft. Nur Paul Walser, genannt Paul Vier, mag die Schröders, vor allem Delphine mit den wunderschönen grünen Chromaugen. Aber auch er muss hilflos mitansehen, wie sich die Ereignisse dramatisch zuspitzen...

     

     

    Cover:

    Das Cover fand ich so eigentlich nicht schlecht gemacht. Zu sehen sind hier Paul und die vier Kinder der Nachbarin. Dabei fällt aber schon auf, dass diese anders sind, denn eines der Kinder trägt eine Schlange um den Hals und ein weiteres Kind trägt eine Sonnenbrille und blickt sich verdächtig nach hinten um. Da wird man neugierig und will natürlich wissen, was es damit auf sich hat. Jedoch fallen diese Details erst bei einer näheren Betrachtung auf.

     

     

    Eigener Eindruck:

    Paul der Vierte, kurz auch nur Paul Vier, hasst die Kaffeenachmittage seiner Mutter, bei der immer wieder die Frauen der Nachbarschaft zusammenkommen und den neusten Klatsch und Tratsch auswerten. Dass er immer mit dabei sein muss, das nervt ihn zutiefst, doch an diesem Tag erfährt er etwas Neues, was auch ihn interessiert, denn in das Nachbarhaus soll jemand klammheimlich eingezogen sein. Für Paul vielleicht die Chance auf neue Freunde. Für die Nachbarinnen ein Skandal, denn es soll sich um eine alleinerziehende Mutter und deren vier Kinder handeln. Das geht so natürlich gar nicht. Das kann nur Ärger bedeuten! Und der folgt bald, denn eine Schraube zerschlägt Pauls Fenster und plötzlich steht eines der Kinder in seinem Zimmer und sucht danach. Die Geschichte dazu wirkt abenteuerlich und Paul schwant, dass das nicht alles gewesen sein wird. Und tatsächlich beginnen die Kinder in der Nachbarschaft überall anzuecken. Während Paul sich mit den Nachbarskindern anfreundet, spitzt sich die Lage aber immer mehr zu…

     

    Die Geschichte von Paul liest sich sehr angenehm und man ist sehr schnell in der Geschichte gefangen. Dass überall nur gelästert wird, das wird hier schnell klar und es wird einschlägig gezeigt, welche Wirkung die Übertreibungen der Nachbarn haben können. Dass die Familie eigentlich Hilfe braucht, das wollen die anderen in der Nachbarschaft nicht sehen und dadurch wird die Situation für die Familie immer schlimmer. Da sich alle auf die Kinder konzentrieren und was sie gemacht haben sollen, können die anderen von sich selbst ablenken, was denen sehr gelegen kommt. Das ist eine Geschichte wie aus dem wahren Leben und zeigt, wie ekelhaft die Menschheit doch sein kann. Das ist quasi Mobbing auf hohem Niveau und alle sind voll mit dabei, bis schließlich einige doch aufzuwachen scheinen und endlich ihre eigenen Fehler einsehen müssen. Dass es natürlich zu spät ist, ist schade, aber das schlechte Gewissen was allen schlussendlich anhaftet, ist berechtigt. Gut finde ich, dass der Charakter Paul sich nicht von den anderen lenken lässt und sich sein eigenes Bild macht – er lehnt sich auch gegen seine Eltern auf, was ich in diesem Fall absolut begrüße. Trotzdem sind einige Passagen in dem Buch doch recht absurd – z.B. der explodierende Kessel und die Schlange in Kombination mit den Hamstern oder waren es Meerschweinchen… Nun, sei es drum. Jedenfalls waren einige Übertreibungen nicht unbedingt nötig und haben mir den Schwung beim Lesen genommen. Auch die Spannung in dem Buch bleibt doch ein bisschen auf der Strecke, obwohl die Szene mit dem verschwundenen Bruder wahrscheinlich so sein sollte. Trotzdem ist das alles dann doch recht wirr und unglaubwürdig. Im Großen und Ganzen lohnt sich die Geschichte aber und hat einen belehrenden Charakter, was ich persönlich begrüße.

     

     

    Fazit:

    Ziemlich schräg mit belehrendem Hintergrund. Ein bisschen weniger Übertreibungen hätten der Geschichte durchaus nicht geschadet.

     

     

    Idee: 4/5

    Charaktere: 3/5

    Logik: 4/5

    Spannung: 3/5

    Emotionen: 3/5

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783646920482

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: E-Buch Text

    Umfang: 156 Seiten

    Verlag: Carlsen

    Erscheinungsdatum: 15.03.2010

  10. Cover des Buches Rico und Oskar 1: Rico, Oskar und die Tieferschatten - Das Filmhörspiel (ISBN: 9783867428729)
    Andreas Steinhöfel

    Rico und Oskar 1: Rico, Oskar und die Tieferschatten - Das Filmhörspiel

     (16)
    Aktuelle Rezension von: vielleserin
    Ein großartiges Hörbuch. Andreas Steinhöfel selbst liest Rico, Oskar und die Tieferschatten und ich bin echt froh darüber. Rico ist ein tiefbegabtes Kind. Er muss auf eine Förderschule gehen, sein Vater ist viel zu früh verstorben und seine Mutter hat nicht viel Geld, gibt aber ihr Bestes. Rico hat wenig Freunde und verbringt viel Zeit bei seiner Nachbarin oder generell in seinem Hochhaus, weil er sich druaßen schnell verläuft. Die Geschichte wird aus seiner Sichter erzählt und der Leser lernt, wie es ist alles aus Ricos Sicht zu sehen. In Berlin geht ein Kinderentführer rum. Er entführt Kinder für ein relativ geringe Lösegeld Summe und wird deshalb der Aldi Erpresser genannt, Rico lernt an einem heißen Sommertag direkt vor seiner Hautür einen Jungen kennen, der hochbegabte Oskar. Endlich hat er einen Freund, doch dann wird Oskar Opfer des Aldi Erpressers...
  11. Cover des Buches David Tage Mona Nächte (ISBN: 9783646900248)
    Andreas Steinhöfel

    David Tage Mona Nächte

     (26)
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