Bücher mit dem Tag "anekdoten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "anekdoten" gekennzeichnet haben.

152 Bücher

  1. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

    (302)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    In dem es hoch her geht – vor allen Dingen in den Betten zahlreicher Kunstschaffender. Wer hätte das gedacht. Was hier allerdings vor dem staunenden Auge des Lesers entblättert wird, ist nicht nur der flotte eskapistische Tausch der Partner, sondern auch ein Wechselspiel von menschlicher Größe wie schamloser Niedertracht, von exzellenten Leistungen wie heuchlerischen Intrigen, von weitblickender Großzügigkeit wie von kleinkarierten Animositäten. Aber auch außerhalb dieser Bettgeschichten gibt es viel zu beobachten, so kurz vor Ausbruch der großen Katastrophe, in einer Zeit, in der große Namen aus dem Bereich Kultur, Politik und Wirtschaft (auch die Wissenschaft bekommt ihren Auftritt; doch davon später mehr) die Bühne betreten – vom Autor dieses Buches unterhaltsam wie kenntnisreich erzählt.

    Bei all diesen Konflikten, all dem Amourösen und all den Widersprüchen, die sich so vielfältig wie widersprüchlich in der Kunst in Szene setzen lassen, bleibt es nicht aus, dass manche Zeitgenossen an diesen teils überhitzen Abläufen verzweifeln. Und so ist es denn nicht verwunderlich, wenn sich in dieser Zeit ein neuer Begriff Bahn bricht, wenn über allem so ein Hauch von „Neurasthenie“ schwebt, „das Burn-Out-Syndrom des Jahres 1913“, ein Begriff, der in diesem Jahr „in das 11-bändige Werk ‚Spezielle Pathologie und Therapie innerer Krankheiten‘“ Aufnahme findet. Ein Lehrstück für dieses Krankheitsbild gibt Franz Kafka ab, hinter dessen literarischen Größe ein von Minderwertigkeitskomplexen (insbesondere gegenüber Frauen) geplagter Mann steht. Und so schreibt er denn in seiner Verzweiflung hunderte von Briefen und Karten an seine Geliebte Felice Bauer, um dann doch zu schlussfolgern: „Der Coitus als Bestrafung des Glücks des Beisammenseins. Möglichst asketisch leben, asketischer als ein Junggeselle, das ist die einzige Möglichkeit für mich.“

    Und Kafka ist auch eine der Personen, die uns durch das gesamte Jahr 1913 begleiten. Und damit bekommt der Leser nicht nur einen fundierten Einblick in das Schaffen und Leiden dieses an sich und der Welt leidenden Mannes, sondern wird zugleich Zeuge einer Zeit, in der vieles im Umbruch ist und viel Neues entsteht. Die Personen, die hier in ihren Stärken und Schwächen gar meisterlich porträtiert werden, bilden ein Konglomerat an Ereignissen, die je für sich betrachtet schon interessant zu lesen sind, die allerdings in ihren vielfältigen Verbindungen ein Zeitbild entstehen lassen, dass in dieser Form wohl einzigartig ist. Dabei senden die teils lapidaren Sätze zu Beginn von Abschnitten einen ersten Reiz, der in der Folge allerdings substanziell untermauert wird: „Emil Nolde hält Berlin nicht mehr aus.“ Das sich daraus eine Weltreise entwickelt, wird erst in den nächsten Passagen deutlich. Nüchterne Naturbetrachtungen wie „Piero Ginori Conti gelingt es in Larderello in der Toskana, Wasser aus dem Erdinneren für die Stromerzeugung zu nutzen. Die Geothermie ist entdeckt“ bekommen ebenso Raum wie schwärmerische Naturbeschreibungen: „Mächtig erheben sich hier die Buchen in den Ostseehimmel, der salzige Wind hat ihre Stämme ganz glatt gerieben und ihre Kronen in die Höhe geschraubt.“

    Es sind allergings die tiefen Einblicke in die Psyche der handelnden Personen, die das meist noch vorhandene eher blasse Schulwissen mit Leben erfüllen und so aus den eher „geschlechtslosen“ Künstler*innen solche mit einem prallen Leben machen, die diesem Buch die besondere Würze geben. Diese Sichtweise bringt uns den hier „auftauchenden“ Personen auf jeden Fall sehr nahe – und macht sie zugleich ein stückweit menschlicher.

    (17.2.2024)

  2. Cover des Buches Wie man Freunde gewinnt (ISBN: 9783596708178)
    Dale Carnegie

    Wie man Freunde gewinnt

    (136)
    Aktuelle Rezension von: JMKSonny
    Wenn Sie aus der Lektüre dieses Buches eine einzige Erkenntnis herausziehen, nur diese eine, dann könnte sie dafür sorgen, dass sie einen wichtigen Schritt in Ihrem weiteren (Berufs-)Leben machen: Denken Sie immer daran, die Perspektive Ihres Gegenübers zu berücksichtigen.


    Zusammenfassung

    Die Grundregeln im Umgang mit Menschen:

    1. Kritik ist zwecklos, denn sie kommt wie ein Bumerang zurück, erzeugt nur Rechtfertigung und Widerstand. Verstehen statt verurteilen.
    2. Anerkennung verteilen, denn jeder Mensch möchte sich wichtig fühlen. Und man kann von jedem Menschen etwas lernen.
    3. Um jemanden zu überzeugen, muss man ihn dazu bringen, es selbst zu wollen.


    Sechs Wege um Sympathien zu gewinnen:

    1. Aufrichtiges Interesse zeigen (herzliche Begrüßung).
    2. Frohen Mutes lächeln und eigene Gedanken kontrollieren.
    3. Namen merken und andere mit ihrem Namen ansprechen.
    4. Guter Zuhöhrer sein (im Prinzip Erweiterung von aufrichtiges Interesse zeigen).
    5. Interessen des Gegenübers herausfinden, darüber reden und es notieren.
    6. Das Gegenüber aufrichtig wichtig fühlen lassen.


    Wie kann man Menschen überzeugen:

    1. Auseinandersetzungen vermeiden
    2. Die Meinung von anderen nicht als falsch bezeichnen
    3. Eigene Irrtümer sofort zugeben
    4. Freundlich auf ein Ja vom gegenüber hinarbeiten
    5. Den anderen viel reden lassen
    6. Andere Glauben lassen, es wäre ihre eigene Idee gewesen
    7. Perspektive des anderen einnehmen (Warum sollte er dieses oder jenes tun?)
    8. Echtes Verständnis zeigen
    9. An edle Motive appellieren
    10. Seine Idee inszenieren (statt zu viel zu reden)
    11. Herausforderung schaffen


    Meine Eindrücke

    Manche sagen Dale Carnegie wäre der Begründer der Erwachsenen Bildung und des Genre der Self-Help Bücher. Das Buch liest sich tatsächlich auch wie ein typisches Self-Help Sachbuch. Viele Anekdoten rahmen die Kernthesen ein, um diese zu veranschaulichen (bzw. heutzutage oft einfach nur, um die spärlichen Kernthesen auf Buchlänge zu bringen).

    Das besondere an diesem Buch ist jedoch sein Alter. Der Mann lebte zu Zeiten von Roosevelt und Co. Gleichzeitig liest es sich sehr modern. Viele der Ratschläge sind zeitlos und haben eindeutig die heutigen Autoren in diesem Genre inspiriert und geprägt. Daher kann ich nur empfehlen gleich zu diesem reichhaltigen Klassiker zu greifen. Hier erfährt man vieles über den Umgang mit anderen Menschen. Von den Grundregeln im Umgang mit anderen Menschen bis hin zu Möglichkeiten andere zu überzeugen.

  3. Cover des Buches Wendekreis des Krebses (ISBN: 9783644005853)
    Henry Miller

    Wendekreis des Krebses

    (117)
    Aktuelle Rezension von: buchwanderer
    „…denn die Tragödie unserer Welt besteht gerade darin, daß nichts mehr imstande ist, sie aus ihrer Lethargie aufzuscheuchen.“ (S.8)

    Zum Inhalt:

    Zusammen mit „Wendekreis des Steinbocks“ – erschienen 1939 – stellt der Roman „Wendekreis des Krebses“ ein autobiografisches Versatzstück im Schaffen Henry Millers dar. Der Text beschreibt die Suche Millers nach seinem ganz persönlichen künstlerischen Ich in einem moralisch als verrucht zu bezeichnenden Umfeld, das ihm jedoch keineswegs die enge Freundschaft seiner ebenfalls in Paris lebenden, ähnlich gesinnten Landsleute versagt, ja sie vielmehr sogar fördert. Obwohl die Begrifflichkeit der „Biografie“ eine logische zeitliche Abfolge unterstellen ließe, so wird der Leser diese hier vermissen – oder dies als erfrischend anders empfinden. Anaïs Nin bringt es in ihrem Vorwort von 1934 prägnant auf den Punkt: „Das Buch wird allein durch Fluß und Wechsel der Ereignisse auf seiner eigenen Achse gehalten. Gerade weil es keinen Mittelpunkt gibt, ist auch keine Rede von Heldentum oder Kampf, da auch keine Rede von Willen ist, sondern nur von Hingabe an das Strömen.“ (S.7). Millers Sinn dafür, einer pragmatischen Weltsicht eine gewisse, ihm eigene Art der Komik abzugewinnen, finden sich in mehr oder weniger subtilen Wendungen, Schilderungen seiner Wegbegleiter und -begleiterinnen, sowie in der nahezu fatalistischen, jedoch keinesfalls in Selbstmitleid sich suhlenden, Sicht der Vergänglichkeit von Leben, Liebe, Wertesystemen und politischen, moralischen und wirtschaftlichen Ansichten. Ein Buch über die Suche nach dem „Zustand des Mit-sich-selbst-einig-Seins“1).

    Fazit:

    Millers Text „schlug die entscheidende Bresche in eine Mauer von Heuchelei und Prüderie.“, so der Klappentext und es handelt sich dabei um den sozialverträglichen Hauch eines Beschreibungversuches, mit welch ausdrucksgewaltiger, brachialer Erzählgewalt der Autor mit Tabus bricht. Ein Leben auf der scharfen Schneide zwischen künstlerischer Freiheit, der Suche nach dem nächsten Essen, der Negation bourgeoiser Normen und Rituale, der kompromisslosen Verwirklichung eigener künstlerischer Vision und die Kollision all dieser menschlichen Eisberge im sozialen Malstrom des Paris nach der Jahrhundertwende. Als eine „exstatische Befreiung“1) von den einschränkenden Normen des New Yorks der zwanziger Jahre bezeichnet es Jörg Drews. Es ist kein geschliffen feines Changieren, vielmehr ein rüder Bruch, der in jedem Absatz erneut kristallisiert, den Leser oft vor den Kopf stößt, aber auch gleichzeitig nicht aus seinem Bann entlässt. Ein Buch das definitiv Lust auf mehr Henry Miller macht.

    Zum Buch:

    Der rororo-Verlag liefert mit dieser Ausgabe von Henry Millers Klassiker einen kompakten Taschenbuchrahmen in solider Verarbeitung, dessen griffiger Bedruckstoff in Kombination mit einer stabilen Verleimung einen sehr positiven haptischen Gesamteindruck hinterlässt. Gesetzt aus der Aldus® in sehr kleiner Type, wirkt der Text ausgesprochen kompakt, ja beinahe gedrängt, was sich überdies ausgezeichnet mit dem Inhalt verträgt. Generell werden typografische Akzente, wenn überhaupt, nur sehr verhalten eingesetzt, was jedoch keineswegs störend wirkt. Als einziger Minuspunkt wäre die Wahl des Bedruckmaterials, welches leicht zum Vergilben neigt, zu erwähnen.

    1)  Kindlers Literatur Lexikon Bd.11, S. 703
  4. Cover des Buches Ein Jahr voller Wunder (ISBN: 9783257246117)
    Clemency Burton-Hill

    Ein Jahr voller Wunder

    (42)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Dieses Buch ist ein musikalischer Kalender für jeden Tag, zusammengestellt von der renommierten Musikerin und beliebten Moderatorin Clemency Burton-Hill. Aufgrund persönlicher Lieblingsstücke und Ideen hat sie jedem Tag einen klassischen Musiktitel zugeordnet, die zugehörige Playlist findet man bei Apple Music.

    Dieses Buch kommt mit einem soooo ansprechenden Cover daher, das muss ich direkt mal vorwegsagen – aber ich denke, dass es da nicht nur mir so geht. Auf alle Fälle passt es definitiv zum Buch.  

    Musik ist für mich etwas, was mich schon lange begleitet – und da dann auch die verschiedensten Varianten. Von A cappella über Rock-Pop bis hin zu klassischer Musik. Für mich ist Musik unheimlich wichtig. Entsprechend gespannt war ich auf dieses Buch.  

    Für jeden Tag des Jahres findet man eine Seite im Buch, überschrieben mit dem jeweiligen Datum, Namen des Künstlers, Geburts- und ggf. Sterbejahr und dem musikalischen Werk, um das es dabei geht. Dank dem praktischen Lesebändchen braucht man für dieses Buch nicht unbedingt ein weiteres Lesezeichen. In den Texten erfährt man etwas über den jeweiligen Künstler und das entsprechende Stück. Es ist soweit gut verständlich geschrieben, man muss sich aber definitiv auf den Inhalt einlassen, sollte es nicht so nebenher lesen, sondern sich die Zeit dafür wirklich nehmen. 

    Passend zum Buch gibt es die Musik bei Apple Music. Das mag grundsätzlich praktisch sein, ich hätte mir hier aber eine andere Variante gewünscht. Zum einen ist dies ja kostenpflichtig, zum anderen finde ich manchmal Einblicke in die Stücke auch ausreichend – so dass ggf. auch eine CD, ein Download für mich praktischer gewesen wären. Ggf. wären ja auch QR-Codes auf jeder Seite mit Link zum Stück etwas, aber das nur als Idee. (Ich gebe gerne Geld für Musik aus, beim Buch hätte ich mir dies dann aber inklusiv gewünscht.) 

    Generell hat mir dieses Buch echt gut gefallen, auch die Idee dahinter finde ich echt gut. Manchmal hätte ich mir für mich etwas mehr Leichtigkeit bei den Texten gewünscht, aber das ist nur so mein Gefühl dazu. Auch eine andere Abspielmöglichkeit bzw. sogar nur Ausschnitte aus den Stücken hätte mir noch etwas besser gefallen. Dennoch ist es für mich ein Buch, in welches man immer wieder hineinschauen bzw. -lesen kann und die Stücke anhören kann. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung (für Musikliebhaber).  

  5. Cover des Buches Liebe in Zeiten des Hasses (ISBN: 9783596523511)
    Florian Illies

    Liebe in Zeiten des Hasses

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Ein Roman sprühenden Sprachwitzes, zahlreichen Anspielungen, gespickt mit Anekdoten, historischen Ereignissen sowie Blicken tief hinab in menschliche Abgründe. 

    Apropos Roman. Als solcher wird dieses Werk nicht geführt, sondern – möglicherweise zu Recht – als eine Chronik, als die „Chronik eines Gefühls“. Liebe und Hass die Gegenpole treffen hier zwar gelegentlich auch aufeinander, aber hier bildet des sich aufbauende und aufstauende Hass „nur“ den wackligen Untergrund für übereinander herfallende Lebensgeschichten, die sich ergänzen, oft aber auch in Verletzungen erschöpfen.

    Da es sich allesamt um historische, mehr oder weniger bekannte Personen des öffentlichen Lebens handelt, und zudem die Zitate die eher romanhaften Geschichten untermauern, kann hier zurecht auch von einem authentischen Sittengemälde jener Zeit gesprochen werden. Hier wird geliebt, rauf und runter, quer und querbeet, und man wundert sich, dass sogar in jener Zeit das Triebleben einen derart freizügigen „Auslauf“ hatte.

    Dieses Buch liest sich weg wie nichts, um es einmal salopp zu formulieren, denn nur zu gerne sind wir bereit, der eigenen Vorstellungswelt eine überraschende Realität gegenüberzustellen. Aber dieses Buch ist nicht nur informativ und kurzweilig zugleich, sondern in vielen Passagen von einer sprachlichen Eleganz, die in Sätzen wie diesem münden: „Es gibt manchmal diesen Moment, in dem das Leben kippt. All die Jahrzehnte danach läuft man weiter auf dieser schiefen Ebene, versucht hochzuklettern und rutscht doch wieder ab.“

    Großartig!

    (26.7.2022)

  6. Cover des Buches Knochenjob! (ISBN: 9783959911924)
    Sarah Adler

    Knochenjob!

    (96)
    Aktuelle Rezension von: die_Buecherschlange

    Der Tod hat keine Lust mehr, von allen gefürchtet zu werden, also möchte er sein Image aufbessern. Leider klappt das nicht so gut wie erhofft. Außerdem gibt es eine kleine Zeitreise vom Beginn seiner Existenz bis in die Gegenwart.  

    Leider hat mich die Story nicht abgeholt. Es wird oft zwischen Vergangenheit und Gegenwart gesprungen, was per se nicht schlecht ist, aber es war nicht immer gleich klar ersichtlich. Das hätte die Autorin evtl. kapitelweise anordnen können. Es gibt einen Haufen origineller Vergleiche, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben. Im Klappentext wird noch ein Geheimnis erwähnt. Da bin ich mich nicht sicher, was von dem Vorgefallenen besagtes Geheimnis sein soll. Wahrscheinlich stehe ich da mächtig auf dem Schlauch.

    Der Tod ist ziemlich verzweifelt und spricht auch die anderen Wesenheiten auf sein Problem an. Die verstehen ihn aber nicht und machen sich noch über ihn lustig. Wenn er gegen seinen vorherbestimmten „Job“ ankämpft, macht er es nur noch schlimmer. Da kann auch die gutgemeinte Hilfe von Leben oder Schicksal nichts ausrichten.

  7. Cover des Buches Bell und Harry (ISBN: 9783446261990)
    Jane Gardam

    Bell und Harry

    (112)
    Aktuelle Rezension von: Norell

    Jane Gardam erzählt in "Bell und Harry" eine leise, nostalgische Geschichte über eine Sommerfreundschaft zweier Jungen. Bell verbringt die Ferien mit seiner Familie in einem kleinen Dorf an der Küste Yorkshires und lernt dort Harry kennen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft entwickeln die beiden eine enge Freundschaft, geprägt von gemeinsamen Erlebnissen und einem Hauch von Melancholie. 

    Gardams Stil ist sehr feinfühlig und detailreich. Die Beschreibungen der Landschaft und des Dorflebens verleihen dem Roman eine warme, beinahe idyllische Atmosphäre. Allerdings schreitet die Handlung nur langsam voran, und vieles bleibt eher angedeutet als klar formuliert. Das kann poetisch wirken, sorgt aber auch dafür, dass die Geschichte manchmal etwas distanziert bleibt. 

    Die Themen des Romans - Freundschaft, Kindheit und der leise Übergang ins Erwachsenenleben - werden einfühlsam behandelt, jedoch nicht besonders tiefgehende erkundet. Wer ruhige, stimmungsvolle Erzählungen schätzt, wird sicherlich Freude an "Bell und Harry" haben. 




  8. Cover des Buches Alles kein Zufall (ISBN: 9783446286016)
    Elke Heidenreich

    Alles kein Zufall

    (46)
    Aktuelle Rezension von: gagiju

    Ich bin ein großer Fan von Elke Heidenreich und liebe eigentlich alle ihre Bücher, fast egal, zu welchem Thema und aus welchem Genre.

    So geht es mir auch mit diesem.

    Hier werden kleine Anekdoten oder auch nur Gedankensplitter in alphabetischer Ordnung zu den unterschiedlichsten Themen zusammen gestellt, und ich habe es mir als Geschenk gemacht, jeden Tag genau einen davon zu lesen, was mir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

    Elke Heidenreich versteht es, auf ihre wirklich unnachahmliche Art zu den banalsten, aber auch zu sehr schwierigen Begriffen ihre Gedanken zu übermitteln, die immer von tiefer Klugheit und sehr subtil eingesetztem Humor gekennzeichnet sind.

    Dieses Buch ist ein zeitloses Geschenk für einen selbst oder für alle lieben Menschen.

  9. Cover des Buches Achtung! VORURTEILE (ISBN: 9783455094107)
    Sir Peter Ustinov

    Achtung! VORURTEILE

    (70)
    Aktuelle Rezension von: Flickercat

    Ich bin bisher noch nie bewusst mit Ustinov in Berührung gekommen und so war mir eigentlich nur sein Name selbst bekannt, als ich mir spontan dieses Buch als Teil meiner Urlaubslektüre ausgeliehen habe.

    Wem Ustinov relativ wenig sagt, der weiß am Ende des Buches auf alle Fälle mehr, denn in den vielen kleinen Anekdoten (teilweise sind die einzelnen Kapitel kaum länger als eine halbe Seite) gibt er einiges über sich, seine Erlebnisse und seinen multikulturellen Hintergrund preis.
    Gerade Letzteres bietet natürlich auch gute Gelegenheiten, sich dem Thema „Vorurteile“ zu nähern.

    Ustinov greift sich ganz verschiedene Szenen aus seinem eigenen Leben und auch aus historischen Ereignissen heraus, um unterschiedliche Ausprägungen und Folgen von Vorurteilen zu präsentieren. Wirklich neu sind die Grundgedanken dahinter nicht, aber das Buch bietet einen guten Anlass, seine eigenen Vorurteile zu reflektieren und zu hinterfragen – ohne, dass es aufdringlich mit dem moralischen Zeigefinger wedeln würde.
    Es gab jedoch auch einige Kapitel, in denen ich den Bezug zum Thema nicht gefunden habe. An diesen Stellen hat es auf mich etwas beliebig gewirkt, zumal teilweise auch ziemlich zusammenhangslos von einer Geschichte zur nächsten gesprungen wird.

    Das Buch ist kurzweilig und teilweise auch recht humorvoll geschrieben. Durch die größtenteils kurzen Kapitelchen fand ich es auch für Bus- und Bahnfahrten gut geeignet.
    Ich fand es ganz unterhaltsam und schätze die Absicht dahinter, würde es persönlich aber nicht als Must-Read einordnen.

    3 Sterne statt 2(,5), weil ich vermute, dass einem das Buch als „Kenner“ oder Fan von Ustinov wahrscheinlich noch ein bisschen besser gefällt. :)

  10. Cover des Buches Wie hat euch das Anthropozän bis jetzt gefallen? (ISBN: 9783423627658)
    John Green

    Wie hat euch das Anthropozän bis jetzt gefallen?

    (121)
    Aktuelle Rezension von: bookfox2

              Manche Bücher sind Pageturner, die man von Anfang bis Ende verschlingt. Andere Bücher liest man in Abschnitten, weil man sich voll konzentrieren muss/will oder weil die Informationsflut zu groß ist.

    John Green schafft es mit "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?" eine Mischung aus beidem zu schaffen.

    Jedes Kapitel besteht aus einem neuen Thema, zu dem der Autor eine klare Verbindung hat. Manche dieser Verbindungen mag offensichtlich erscheinen, andere sind überraschend. Jedes Mal öffnet der Autor ein Stück zu seiner Seele und nimmt uns als Leser mit zu den traurigsten Momenten seines Lebens, den Glücksmomenten und dem Alltäglichen, das manchmal etwas besonderes werden kann.

    Da ich den (englischen) Podcast kenne, auf dessen Basis das Buch entstanden ist, war es für mich sehr leicht, Johns Stimme durch die Wörter herauszuhören. Dies liegt bestimmt auch an der hervorragenden Übersetzung, die sich nicht scheut, auch original englische Phrasen zu übernehmen, da sonst die Bedeutung verloren geht.


    Es hat lange gedauert, bis ich mit dem Buch fertig war, aber nicht, weil es mir nicht gefallen hat, sondern gerade weil es das tat. Es fühlte sich falsch an, nach jedem Kapitel direkt das nächste zu starten. Ich wollte viel eher noch über meine eigene Meinung zu dem Thema nachdenken oder einfach behalten, was ich neues über Gänse oder Höhlenmalereien gelernt hatten, mit denen ich in meinem Leben eben noch keinen Berührungspunkt hatte.


    Mein Fazit: Dies ist kein Buch, wie die anderen Young Adult Bücher, die John Green sonst schreibt. Der Ton mag ähnlich sein, aber wer genau das erwartet, wird bitter enttäuscht. Dieses Buch verleitet uns als Leser*in dazu, die Welt tiefer zu betrachten und uns immer wieder zu überlegen: Wie viele Sterne würde ich dieser Sache wohl geben?

            

  11. Cover des Buches Too Much! Was es kostet, eine Frau zu sein (ISBN: 9783701183494)
    Lea Joy Friedel

    Too Much! Was es kostet, eine Frau zu sein

    (5)
    Aktuelle Rezension von: PucKker

    In ihrer Analyse Too Much! Was es kostet, eine Frau zu sein spricht Lea Joy Friedel viele wichtige Themen an, die die Mehrkosten von Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft betreffen. Sie beleuchtet die finanziellen und gesellschaftlichen Benachteiligungen von Frauen – von den höheren Preisen für vermeintlich frauenspezifische Produkte bis hin zu der zusätzlichen Care-Arbeit, die von ihnen erwartet wird. Dabei fällt jedoch auf, dass ihre Argumentation oft normativ und wenig differenziert ist. 

    Auffällig ist die undifferenzierte Darstellung von Frauen, etwa durch die beispielhaft gewählte Aussage, dass „alle Frauen“ nach der Geburt nur einen schnellen Gewichtsverlust anstreben würden. Dieser Stil zieht sich dabei durch die Argumentation und auch sonst klingt das Geschriebene nach Verbitterung. Eine differenzierte Betrachtung oder eine wirklich kritische Diskussion von Studien fehlt komplett, stattdessen wird eine einzelne Sichtweise als Wahrheit präsentiert.


    Trotz einer klaren Kapitelstruktur wirkt das Buch chaotisch, da viele Themen schnell und oberflächlich abgehandelt werden. Vieles wird binnen weniger Seiten „abgefrühstückt“, ohne den Themen die notwendige Tiefe zu verleihen. Friedels Analyse bleibt dadurch enttäsuchend und bietet wenig Raum für differenzierte Überlegungen.

  12. Cover des Buches Ausgerechnet Deutschland (ISBN: 9783442487011)
    Wladimir Kaminer

    Ausgerechnet Deutschland

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Maimouna19

    In „Ausgerechnet Deutschland“ erzählt Wladimir Kaminer Geschichten von „unseren neuen Nachbarn“, überwiegend syrische Flüchtlinge auf der Flucht vor dem Krieg in ihrem Heimatland und auf der Suche nach einer neuen Heimat. Und so sind sie auf der Suche nach dem „Paradies“ in einem kleinen brandenburgischen Ort gelandet.

    Ich mag Kaminers Erzählstil schon seit „Russendisco“ und auch „Ausgerechnet Deutschland“ hat mich nicht enttäuscht. Selbst aus Russland geflohen, kann er die Sicht der Geflüchteten und die Schwierigkeiten im Umgang mit der deutschen Mentalität sicher besser nachvollziehen als der durchschnittliche deutsche Bürger.

    Entstanden ist ein Buch mit skurrilen, komischen, manchmal auch bissigen Kurzgeschichten, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Der Humor, aber auch die Herzenswärme Kaminers sind großartig. Und eine Prise Humor tut auch der Flüchtlingsdebatte gut – auf jeden Fall besser, als ständig zu lamentieren und Flüchtlingen die Schuld an allem zu geben, was in Deutschland schief läuft.  Die unterschiedlichen Mentalitäten und auch Sprachprobleme führen natürlich zu Missverständnissen, etwas mehr Toleranz und Offenheit für andere Lebenswelten könnte da durchaus hilfreich sein. Das Buch liefert hoffentlich dem einen oder anderen ein paar Denkanstöße – absolut lesenswert!

  13. Cover des Buches Beobachtungen aus der letzten Reihe (ISBN: 9783847900351)
    Neil Gaiman

    Beobachtungen aus der letzten Reihe

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Neil Gaiman ist Autor von Romanen, Drehbüchern und Comics.
    Er liest, seit er lesen kann und arbeitete mit diversen Größen der verschiedenen Literaturgenres zusammen.
    Angefangen zu schreiben hat er als Journalist, bis er sich entschied, Schriftsteller zu werden.

    In dieser Sammlung verschiedener Texte erklärt Neil Gaiman, wie wichtig Bücher, Lesen und Bibliotheken für Kinder sind.
    Er klärt über das Leben als Künstler auf und erzählt witzige Anekdoten über andere Autoren, wie zum Beispiel Stephen King und Terry Pratchett.

    Er hat diverse Texte zu verschiedenen literarischen Preisverleihungen und Vorworte für andere Romane oder Comicbücher geschrieben.

    In diesem Buch versammeln sich auch die verschiedensten Texte zu den Themen Kino/Film allgemein und Musik.

    Man kann die Texte völlig unabhängig voneinander und in wilder Reihenfolge lesen. Man kann ganze Texte völlig ausklammern, wenn einen das Thema nicht interessiert und trotzdem lernt man Neil Gaiman sehr gut kennen und erfährt so einiges über das Schreiben und die Arbeit als freiberuflicher Künstler.
  14. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge (ISBN: 9783442143207)
    Bill Bryson

    Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Was für ein tolles Sachbuch! Nach dieser Lektüre kann ich wahrlich die begeisterten Stimmen über Bill Bryson nachvollziehen! Er geht einmal durch sein ganzes Haus, durch alle Räume und rollt  Geschichte zum passenden Interieur auf. Natürlich sind besonders viele Briten dabei und das Jahr 1851 spielt immer wieder eine tragende Rolle.
    Vom Garten und seinen botanischen Fortschritten über Dienstmädchenzimmer, Kleidung und Seuchenverbreitung informiert Bill Bryson über alle möglichen und unmöglichen Dinge. Humorvoll, niemals langweilig und sehr, sehr informativ. So viel Spaß an einem Sachbuch hatte ich, glaube ich, noch nie. Trotz der vielen Zahlen, Daten und Fakten, bleibt man einfach immer am Ball. Vielleicht kann man sich nicht alles merken, aber gerade schön ist ja, dass man immer wieder reinlesen kann. Und jedes Mal kann man sich etwas Neues merken.
    Mir hat dieses Sachbuch unheimlich gut gefallen und ich bin froh, auch noch "Eine kurze Geschichte von fast allem" im Regal zu haben. Ab jetzt lese ich garantiert mehr Bill Bryson, ein super Buch!
  15. Cover des Buches Das bisschen Hüfte, meine Güte (ISBN: 9783944668512)
    Renate Bergmann

    Das bisschen Hüfte, meine Güte

    (107)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Sie ist die zurück, die Online Omi. Zuerst geht es super los, denn Steffan will tatsächlich heiraten. Ariane ist eine nette junge Dame, aber im Haushalt muss Renate doch durchgreifen und einiges beibringen. Die Hochzeit plant sie selbst und lässt Arianes Mutter im Glauben, dass der Planer aus Wedding es macht. Als das Fest da ist und getanzt wird, stürzt Renate und die Hüfte ist hin. Bestimmt wegen der Ossiporose. Nach der Operation geht es auch gleich in die Kur, ach nee, in die Reha. Als sich unsere Renate eingerichtet hat, mit eigener weicher Bettwäsche und eigenen Handtüchern, greift sie auch hier durch. Gemüse nur drei Minuten gekocht? Dass geht doch nicht, dass ist roh. Bald muss sie auch schon Sport machen, aber nicht Zumba, dass ist das mit den Leckings und der Bumssmusik. Es gibt neue Bekannte, viel Arbeit und eine Hüfte, an die man sich erst gewöhnen muss. Das zweite Buch steht dem ersten in nichts nach. Auch wenn man sich etwas daran gewöhnen muss, dass es jetzt ein durchgehende Geschichte ist. Es macht dann aber so viel Spaß und alle sind wieder mit dabei. Zum immer wieder lesen, lachen und schmunzeln. Mehr, mehr, mehr!

  16. Cover des Buches Man schwitzt und fragt: Wann hört das auf? (ISBN: 9783855354160)
  17. Cover des Buches Richard von Weizsäcker (ISBN: 9783421044457)
  18. Cover des Buches Die Katze in der Mikrowelle (ISBN: 9783688116768)
    Bob Fenster

    Die Katze in der Mikrowelle

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Kerry
    In diesem Buch werden so einige Dummheiten in der menschlichen Geschichte beschrieben, wie z. B. "William Sidis beherrschte Latein und Griechisch im Alter von fünf Jahren. Mit neun entwickelte er eine neue Methode zur Berechnung von Algorithmen. Mit elf ging er nach Harvard, wo er mit 16 seinen Abschluss machte. Danach verbracht Sidis den Rest seines Lebens als Tellerwäscher und Sekretär und häufte eine der weltweit größten Sammlungen von Straßenbahnfahrkarten an." (Seite 91) "Im englischen Stafford wollten Arbeitskollegen ihrem Kumpel zum 50. Geburtstag etwas ganz Besonderes bieten, also schmissen sie für ihn eine Party und engagierten sogar eine Nackttänzerin, die aus einer Torte springen sollte. Der Mann bekam den Schock seines lebens, als er in der nackten Tänzerin aus der Torte seine Tochter erkannte. Das war zu viel für das Geburtstagskind, der Mann erlitt einen Herzanfall und fiel tot um." (Seite 59) Alles in Allem kann ich sagen, dass das Buch ansich nicht schlecht ist, jedoch nicht wirklich für den deutschen/europäischen Markt geeignet, da viele der Geschichten Bezug auf amerikanische Berühmtheiten, Entertainer, Sportler nehmen, von denen ich noch nie was gehört habe.
  19. Cover des Buches Wo bitte geht's zum Meer? (ISBN: 9783453285439)
    Bettina Querfurth

    Wo bitte geht's zum Meer?

    (12)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Was für ein schönes Buch ! Ich kann mich zwar immer noch nicht dazu entschliessen, eine Kreuzfahrt zu buchen, aber so langsam nähere ich mich dem Thema doch…..

    Die Autorin schreibt hier über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Kreuzfahrt-Schiffen und mit den unterschiedlichsten Begleitern. Das ist wirklich sehr unterhaltsam und für so jemanden wie mich sowieso auch interessant. Denn – wenn….dann werde ich sicher auf das eine oder andere von diesem Buch zurückgreifen; als blutiger Neuling ist es immer gut, gewisse Tipps und Tricks von anderen zu übernehmen.

    Leicht und locker und wirklich angenehm zu lesen; dieses Buch kann ich wirklich  empfehlen.

  20. Cover des Buches Unsere fünf heiligen Bäume (ISBN: 9783426658727)
    Christine Storl

    Unsere fünf heiligen Bäume

    (57)
    Aktuelle Rezension von: claida

    In dem Buch "unsere Grüne Kraft" von Christine Storl geht es um das (wie der Titel schon verspricht) Heilwissen der Familie Storl. Ein Vorwort von Wolf-Dieter Storl und tolle Bilder runden das Ganze ab. 

    Es geht um 16 Heilpflanzen und 6 Mittel aus der Küche, heilsames Räuchern und hilfreiche Grundrezepte zu den Heilanwendungen. Durch das Leben im Einklang mit der Natur auf einem abgelegenen Hof, haben sie viel Erfahrung gesammelt und die Teilen sie hier wunderbar.

    Das Buch gefällt mir sehr gut und ist auch als Nachschlagewerk perfekt geeignet. Für alle möglichen Wehwehchen ist etwas dabei. Der Aufbau ist gut gewählt. Ein bisschen Pflanzenwissen, wie man diese erkennt, Anwendungsbeispiele und immer wieder kleine Geschichten. Mega, hat mich voll überzeugt und ich habe auch schon einiges ausprobiert.

    Das Heilwissen der Familie Storl ist ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde!

  21. Cover des Buches The devil lies in the detail (ISBN: 9783462047035)
    Peter Littger

    The devil lies in the detail

    (32)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Information und Unterhaltung. Es ist so kurzweilig, dass man kaum merkt, wie viel man nicht nur über die englische Sprache erfährt, sondern auch über die Mentalität der Engländer, ihren speziellen Humor und ihre Art, die Dinge zu sehen. Mal geht es um die Fallen englischer Präpositionen, mal um Germanismen im Englischen wie Katzenjammer oder Kummerspeck,mal lernen wir, wann "Sorry" eine Zumutung ist und welche sonstigen Fallen im Englischen lauern. Das ist oft amüsant. Insgesamt hält uns der Autor mit einer Fülle von Erzählungen bei Laune, die vom deutsch-englischen Clash of Civilisations handeln. Kurzum: Die Lektüre ist ein Beispiel dafür, dass es auch uns Deutschen möglich ist, Wissen unterhaltsam und damit einprägsam zu vermitteln. Ich habe "The devil lies in the detail" mit Vergnügen gelesen.
  22. Cover des Buches Stärker als Wut (ISBN: 9783518473597)
  23. Cover des Buches Fa(t)shionista (ISBN: 9783864930539)
    Magda Albrecht

    Fa(t)shionista

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Durga108
    Die Autorin, Magda Albrecht, wurde 1986 in Stralsund geboren und wuchs in Berlin auf. Nach ihrem Amerikanistik-Studium ist sie als politische Sprecherin und Journalistin tätig. Sie schreibt regelmäßig für den Blog "Mädchenmannschaft", forscht und hält Vorträge zu den Themen Queer-Feminismus sowie Körpernormierungen und Dicksein. Mehr auf ihrer Webseite: http://magda-albrecht.de/ .

    "Schon als Sechsjährige ärgert sich Magda Albrecht über die Kommentare ihrer Mitmenschen, die abfällig über ihren dicken Körper sprechen. Heute will sie das Schönheitsideal verändern, besser: ausdehnen, denn nicht die vielen Pfunde, sondern die Vorurteile sind hartnäckiger als gedacht: Wer dick ist, hat versagt, ist faul und ungebildet. Warum eigentlich?, fragt sich die Autorin nach vielen Jahren der Verunsicherung und verordnet sich seither keine Diätshakes mehr, sondern eine doppelte Portion Selbstbewusstsein. Denn sie hat gelernt, dem Schlankheitsideal etwas entgegenzuhalten: stolze Fatshionistas und die Erkenntnis, dass Diäten nichts bringen — außer schlechter Laune."

    Ihre Forderungen hat sie in 10 Wünschen an die Welt genauer definiert:
    1. Die Zahl auf der Waage entscheidet nicht über meinen Wert.
    2. Ich will Schönheitsideale ausdehnen – und zum Platzen bringen.
    3. Essen ist für alle da – und zwar mit Genuss, nicht mit Stress.
    4. Ich möchte eine vorurteilsfreie medizinische Behandlung.
    5. Ich möchte die Möglichkeit haben, mit meinem Körper eine coole Freundschaft einzugehen – oder sogar eine heiße Liebesaffäre.
    6. Ich möchte mich bewegen, weil es mir Spaß macht – nicht, weil ich muss.
    7. Ich nehme es nicht hin, dass es mehr Diätprogramme gibt als passende Klamotten.
    8. Ich habe ein Recht auf Schutz vor Diskriminierung.
    9. Ich will mich in den Medien vertreten sehen – am liebsten mit Kopf und nicht als headless fatty!
    10. Ich habe ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung – und fordere dieses auch für andere ein.

    Das alles hat Potential und macht sicherlich der einen oder anderen "Betroffenen" Mut, zumal Magda Albrecht mit einem humorigen Schreibstil versucht, ihre Anliegen öffentlich zu machen. V.a. im zweiten Teil des Buches schreibt sie selbst als lustige, kumpelhafte Dicke gegen das Klischee der lustigen, kumpelhaften Dicken an. Dadurch kämpft sie jedoch nicht gegen ein Klischee, sondern bedient es auch noch. Ähnlich ging es mir, mit den, nach meinem Geschmack, viel zu häufigen Hinweisen, dass die Autorin so gerne isst: "Ich war ein hungriges Mädchen...", "Der Löffel in der Hand und ich - wir sind ein echtes Dreamteam!" usw. Auch hier bedient sie ein Klischee und zwar das der undisziplinierten, lustgesteuerten und überhaupt nicht gesundheitsbewussten Vielesserin. Vielen Dank Frau Albrecht, der Schuss ging nach hinten los! Genauso wenig lustig finde ich ihre Ausdrücke für essen, Bauch, oder dicke Körper, wie "Wampe", "spachteln", "speckig" usw. Diese empfinde ich abwertend und beleidigend und kann so gar nicht darüber schmunzeln.

    Albrecht sagt "Mein Fett ist politisch", aber dann doch bitte politisch-korrekt!
  24. Cover des Buches Dr. Marco Moor - Lesen Sie mich durch, ich bin Arzt! (ISBN: 9783453602571)
    NEON

    Dr. Marco Moor - Lesen Sie mich durch, ich bin Arzt!

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Jsiashl

    Das Buch ist erzählt perfekt aus dem Alltag eines Arztes man kann sich sofort in die Situationen reinversetzen. Manchen Geschichten sind Lustig andere gehen einem direkt ins Herz. Für mich eine echte Empfehlung für jeden der sich für den Alltag im Krankenhaus interessiert und vielleicht selbst dort arbeitet. 

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