Bücher mit dem Tag "angeln"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "angeln" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499269356)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

    (1.072)
    Aktuelle Rezension von: Leonie1

    Der alte Mann und das Meer ist ein ruhiges, eher schlichtes Buch, das sich sehr schnell lesen lässt. Während des Lesens wirkt die Geschichte fast unspektakulär, doch im Nachhinein bleibt einiges zum Nachdenken zurück und muss erst einmal sacken.

    Der alte Mann ist eine sehr mutige Figur. Trotz Niederlage strahlt er Zuversicht, Würde und innere Stärke aus. Gerade dieses Durchhalten und Weitermachen macht seine Geschichte besonders. Auch wenn das Ende traurig ist, fühlt es sich gleichzeitig wie eine Art Sieg an, weil er sich selbst treu bleibt.

    Dennoch bleibt ein leiser Wunsch, dass die Geschichte anders ausgegangen wäre. Genau diese Mischung aus Verlust, Hoffnung und innerem Triumph macht das Buch aber wohl so nachhaltig.

    Insgesamt ein okayes, ruhiges Werk, das weniger durch Handlung als durch seine Symbolik und Stimmung wirkt.

  2. Cover des Buches Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht (ISBN: 9783453410534)
    Nicholas Sparks

    Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

    (911)
    Aktuelle Rezension von: Elenay_Christine_van_Lind

    Ich habe das Buch gelesen und den Film mindestens 20 Mal mir angesehen. Schön gemütlich zu Hause am Laptop. 

    Ich erlebe beim Lesen und auch beim Film ansehen eine junge Frau, die in einem neuen Ort ankommt und von Anfang an sehr gesprächig und gut gelaunt ist. Viel und gerne lacht, sich mit allen auf Anhieb gut versteht.

    Nur bei dem Mann, den sie gleich nach ihrer Ankunft kennenlernt, ist sie ein wenig vorsichtig und etwas ängstlich aufgrund von Ereignissen aus ihrer Vergangenheit.


  3. Cover des Buches Wie die Stille unter Wasser (ISBN: 9783736324619)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Stille unter Wasser

    (657)
    Aktuelle Rezension von: Booksandmore18

    Brittainy C. Cherry schafft es immer und immer wieder, mich mit ihren Geschichten zu berühren, sodass auch Wie die Stille unter Wasser zu einem Jahreshighlight für mich geworden ist. Es eine unglaublich zerstörerische Geschichte, die einen packt und nicht mehr loslassen möchte.


    Das Setting dieser Geschichte ist ziemlich eingeschränkt und konnte dennoch durch die vielen Details eine unglaublich schöne Atmosphäre erschaffen. Das Haus, in dem Maggie aufgewachsen ist, wird langsam zu ihrem Gefängnis, aus dem sie nicht mehr entkommen kann. Was zu Beginn der Geschichte noch ein harmonischer Haushalt war, wird immer mehr zu einem schwierigen Umfeld, welches alle Beteiligten stark belastet. Die gesamte Familienkonstellation hat diese Geschichte sehr geprägt. Man konnte ganz unterschiedliche Dynamiken innerhalb dieser Familie beobachten und erlebte Konflikte und Beziehungsebenen, die wahnsinnig spannend waren. Zudem kamen noch die verschiedenen Themen, die dieses Buch aufgegriffen hat. Dies war einerseits natürlich Maggie mit ihren Angststörungen, die einen sehr traurigen Auslöser hatten und den man hautnah miterleben konnte. Doch auch ihre Beziehung zu Brooks war sehr ereignisreich und voller Emotionen. Durch die lange erzählte Zeit der Geschichte - von Maggies frühester Kindheit bis ins Erwachsenenalter - wuchs man mit den Protagonisten in deren Liebesgeschichte hinein. Man verstand den freundschaftlichen Bund der beiden und die tieferen Gefühle, die sich entwickelt haben. Dazu kam aber auch ihre Beziehung zu ihren Eltern, ihren Geschwistern und ihrer Nachbarin, die diese Geschichte bereichert haben. Es war eine wunderschöne Mischung, die mit die Autorin mit ihrem fantastischen Schreibstil wieder sehr nahe gebracht hat. Ich war oft an einem Punkt, dass mir Tränen in die Augen geschossen sind und mich das Buch tief berührt hat. Dies schafft die Autorin mit ihrer wunderschönen Wortwahl und der intensiven Verbindung, die sie zwischen den Protagonisten und den Leser:innen erschaffen kann. Aus diesem Grund liebe ich ihre Bücher so sehr.


    Die Protagonisten waren fantastisch und mich konnten nicht nur die beiden Hauptcharaktere, sondern auch sämtliche Nebencharaktere total begeistern. Maggie ist eine starke Protagonistin, die trotz ihres Traumas kämpft und nicht aufgibt. So viele Zeichen stehen ihr entgegen und dennoch hat sie nicht aufgegeben. Halt hat ihr dabei Brooks gegeben, der ebenfalls nicht aufgab und alles für seine grosse Liebe getan hat. Maggie hat mit ihrer Liebe zu Büchern nochmal einen ganz anderen Zugang zu mir gefunden. Umso schöner war auch, als sie ihrer Schwester dies näherbringen konnte und man eine Veränderung bei ihr daraufhin entdecken konnte. Die geschwisterlichen Beziehungen in diesem Haus waren eine spannende Mischung. Während die Bindung zu ihrem Bruder eng und liebevoll war, bot die Beziehung zu Maggies Schwester sehr viel mehr Konfliktpotenzial. Und trotzdem war es sehr schön und besonders authentisch zu sehen, wie sich alles entwickelt hat. Auch die Eltern von Maggie waren spannende Elemente dieser Geschichte. Ihre Liebe war intensiv, wunderschön und hat sich dennoch verloren. Es spiegelte das echte Leben wieder, was die Entwicklungen noch viel trauriger gemacht hat. Besonders ihr Ende hat mich zum Schluss auch zum Weinen gebracht. Neben den Familienmitgliedern gab es noch andere wundervolle Protagonisten wie die Bandmitglieder von Crooks oder die Nachbarin, die mit ihrer harschen und doch liebevollen Art so viele schöne Momente erzeugen konnte. Ich habe die Kombination der Protagonisten wirklich sehr geliebt und mit allen so sehr mitfühlen können, was einfach wundervoll war.


    Wie bei den Büchern der Autorin so üblich habe ich auch dieses Buch an nur einem einzigen Tag durchlesen können. Es wollte mich schon von Anfang an einfach nicht mehr loslassen und hat mich in einen unglaublichen Sog gezogen. Dies war einerseits aufgrund der ganzen Themen und Dramen im Buch, andererseits aber auch durch die Entwicklungen über die Zeit hinweg, die wahnsinnig spannend waren. Dabei war die emotionale Komponente die wichtigste. Das Buch war unglaublich zerstörerisch und emotional, was zudem die Spannung erhöht hat. Es konnte mich zu Tränen rühren und hat mich fertig gemacht. Dies ist die Kraft der Autorin und ihr Talent zum Schreiben, was immer wieder aufs Neue fantastisch ist. Ebenfalls gab es einige unerwartete Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen.


    Insgesamt war dieses Buch wieder eine zerstörerische Wucht. Ich habe alles an dem Buch geliebt und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Aus diesem Grund wird es auch zu einem Jahreshighlight, welches verdiente 5 Sterne von mir erhält.

  4. Cover des Buches The Old Man and the Sea (ISBN: 9788087888216)
    Ernest Hemingway

    The Old Man and the Sea

    (94)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Was haben die Amerikaner eigentlich mit ihren großen Fischen? Zuerst "Moby-Dick" und jetzt "The Old Man and the Sea". Weiß irgendwer, was es damit auf sich hat? Falls es überhaupt eine größere Bedeutung hat, natürlich. Allerdings hab ich in meinem Studium vor allem eines gelernt: Wenn mir irgendetwas Seltsames auffällt oder mich irgendwas irritiert, dann hat das immer eine Bedeutung. Und die kann man meistens irgendwie entschlüsseln. Also falls da irgendwer was weiß: Lasst es mich ganz dringend wissen!

    Bei diesem Text handelt es sich wieder mal um eine Kurzgeschichte, wenn auch um eine etwas längere mit ungefähr hundert Seiten. Ich entschuldige mich also jetzt schon dafür, sollten in diesem Absatz irgendwelche Spoiler passieren. Es ist einfach sehr, sehr schwierig, die Handlung einer Kurzgeschichte zusammenzufassen, ohne zu viel zu verraten. Und auf diesen hundert Seiten begleiten wir nicht irgendeinen alten Mann auf seinem Fischerboot, sondern DEN alten Mann. Ich weiß gar nicht mehr, ob der einen Namen hatte. Ups! Ich glaub aber nicht, das wüsste ich sonst ziemlich sicher. Auf jeden Fall wird der alte Mann vom Unglück verfolgt: Schon seit Ewigkeiten hat er keinen Fisch mehr gefangen. Doch noch hat er die Hoffnung nicht aufgegeben. Und tatsächlich: Dieses eine Mal beißt einer an. Und was für einer! Der Fisch ist riesig, wahrscheinlich ein Wal. Und stark ist er auch. Es wäre unmöglich, den an Land zu ziehen. Also beschließt der alte Mann, ihn so lange das Schiff ziehen zu lassen, bis der Fisch müde wird. Immer weiter und weiter ins Meer hinaus...

    Nun, eines muss man Hemingway lassen: Er hat es geschafft, dass ich hundert Seiten über einen alten Fischer lese. Und das ohne, dass mir dabei langweilig wurde. Respekt! Vor allem war die Lektüre deswegen spannend, weil ich einfach die ganze Zeit damit beschäftigt war, irgendeine Interpretation für die verschiedensten Details des Texts zu finden. Ich konnte es einfach nicht lassen - ich musste das tun. Und ich freu mich jetzt schon sehr darauf, die Notizen meiner Professorin zu diesem Text durchzulesen. Durch das Distant Learning hab ich ja jetzt mehr Kontrolle drüber, wann ich was lerne, vor allem auch, weil ich bei dieser Leselistenprüfung sowieso erst im Herbst antreten werde. Warum also Stress verbreiten und mir meinen ersten Eindruck mit den Notizen von jemand anderem verfälschen? Da interpretiere ich lieber zuerst alles mögliche in den Text hinein! Dadurch lern ich viel, viel mehr!

    Stellenweise hatte ich mit diesem Text so meine Probleme. Vor allem, weil halt einfach nicht wirklich viel passierte. Und trotz des spannenden Schreibstils war es nicht immer so mitreißend, den alten Mann zu begleiten. Außerdem fand ich das Ende richtig deprimierend!

    Mein Fazit? Kann man auf jeden Fall mal lesen und ist vom Schreibstil her auch ziemlich spannend. Zu hundert Prozent glücklich bin ich aber trotzdem nicht.

  5. Cover des Buches Das Evangelium der Aale (ISBN: 9783446265844)
    Patrik Svensson

    Das Evangelium der Aale

    (113)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dies ist eins der wirklich sehr wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe.

    Wer gefühlt alles über Aale wissen möchte, für den ist das Buch bestimmt super und der Autor hat garantiert wirklich viel Arbeit in dieses Buch gesteckt, aber ich konnte damit leider gar nichts anfangen. 

    Leider hatte ich eher das Gefühl ein trockenes Fachbuch zu lesen.

  6. Cover des Buches Das Glück an Regentagen (ISBN: 9783499274039)
    Marissa Stapley

    Das Glück an Regentagen

    (217)
    Aktuelle Rezension von: blue-jen

    Tausend Inseln unter einem Himmel voller Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St. Lorenz Strom. Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen.

    Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück? 

    Das Buch liegt schon einige Zeit auf meinem SUB, im Rahmen des SUB-Abbaus sollte ich es endlich lesen. Ursprünglich hat es mich angesprochen, da es zum Teil in Kanada spielt und ich ein großer Kanada- Fan bin. Leider spielt die schöne Landchaft nur eine kleine Rolle und wird nicht sonderlich beschrieben.

    Es gibt einige Protagonisten im Buch und alle haben irgendwelche Geheinmisse, die während der Geschichte ans Licht kommen, an einigen Stellen ist es mir etwas zu viel, etwas weniger hätte auch gereicht. Auch wurde die Aufdeckung oft relativ schnell abgehandelt und alles war wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Etwas unrealistich, etwas mehr könnte man sich mit dem Thema dann schon auseinander setzen. Auch war es mir nicht recht schüssig, weshalb so viele sterben mussten. Ebenso die Abzweigung zur anderen Großmutter war für mich etwas überflüssig.

    Eigentlich war der Schreibstil recht flüssig und gut, jedoch wurden die Kapitel immer aus Sichtweise einer anderen Person geschrieben, was mich manchmal aus dem Lesefluss brachte.

    Ein nettes Buch für zwischendurch, welches mich aber nicht richtig überzeugen konnte

  7. Cover des Buches Lachsfischen im Jemen (ISBN: 9783833308550)
    Paul Torday

    Lachsfischen im Jemen

    (66)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Lachse und Angeln. Und das über mehr als 320 Seiten? Ich halte persönlich nicht viel von diesem Sport. Nicht nur, weil mir die Fische leid tun, sondern ich denke auch, dass es ein wenig aufregendes Hobby ist. Und dann ein ganzes Buch über Lachse und Fischerei? Kann das spannend sein? Ich habe mich auf das Experiment eingelassen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es so ist. Dies liegt zum einen an dem herrlich schrägen Plot, zum anderen aber auch an dem erzähltechnisch sehr spannenden Aufbau.  

    Worum geht es genau? 

    Der britische Wissenschaftler und Fischereiexperte Dr. Alfred Jones wird darum gebeten, dem unverschämt reichen Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama bei der Realisierung seines wahnwitzigen Plans zu helfen. Er möchte einen Wadi in einen Lachsfluss verwandeln und so den Angelsport im Jemen etablieren (einem islamischen Land, in dem es überhaupt keine Tradition des Fischens gibt). Jones lehnt zunächst ab, doch dann mischt sich der Pressesprecher des britischen MP ein, der dieses harmlose Projekt zunächst als perfekte Gelegenheit für eine (angesichts des Irak-Kriegs dringend notwendige) positive PR-Kampagne sieht. Er übt Druck auf den Fischereiwissenschaftler aus, der daraufhin, zusammen mit einer Mitarbeiterin in diesem Projekt namens Harriet Chetwode-Talbot den Scheich auf dessen Anwesen in Schottland trifft.

    Ein ganz besonderer Erzählstil

    Es ist nicht nur die herrlich absurde Geschichte, die diesen Roman zu etwas ganzem Besonderen macht, es ist der Aufbau und der ihm eigene, sehr trockene und bisweilen etwas böse britische Humor. Der Roman besteht aus Emails, Zeitungsausschnitten, Protokollen, Tagebucheinträgen und im letzten Abschnitt auch Verhörprotokollen. So bekommt der Leser einen humorvollen Einblick in die freud- und lieblose Ehe des Protagonisten, weil die Emails, die Alfred und Mary austauschen so verfasst sind, dass man ganz genau herauslesen kann, was die Eheleute sich eigentlich sagen möchten. Die wissenschaftliche Ernsthaftigkeit mit der versucht wird, Wege zu finden, das absurde und absolut nicht umsetzbare Projekt zu realisieren, ist herrlich komisch, ebenso wie der Einblick in die Korrespondenz hinter den Kulissen von 10 Downing Street, was Teile des Romans zu einer sehr bissigen und kritischen Politsatire macht. Auch Al-Kaida mischt sich in das Projekt ein. Auch wenn der grundsätzliche Ton humorvoll ist, so enthält der Roman auch sehr absurd-traurige Elemente, bei denen einem das Lachen wie eine Gräte im Hals stecken bleibt.

    Der Scheich ist eine besonders interessante Gestalt. Er glaubt fest an das Gute, an die Möglichkeit der Verwirklichung seines Traums und an die positiven Auswirkungen dieses Projekts auf die Bevölkerung. Er ist der einzige, der immer nur durch Dritte geschildert wird. Wir erfahren nie, was er wirklich denkt. Das was aber deutlich wird, ist, dass er den kauzigen Wissenschaftler Jones nachhaltig verändert. So ist der Roman ebenso sehr Entwicklungsroman wie Wissenschafts – oder Politsatire.

    In der zweiten Hälfte beginnen Verhörprotokolle, da wird es richtig spannend, weil es schwierig ist, aus den Aussagen zusammenzusetzen, was nun eigentlich geschehen ist.

    Also, alles in allem ist es ein sehr lesenswerter und komplexer Roman, der viel Stoff zum Nachdenken bietet, aber gleichzeitig so locker-leicht und humorig geschrieben ist, dass er keine Sekunde langweilig ist.

    Wem das Buch gefallen könnte? Das ist dieses Mal sehr schwierig, da ich kein Buch kenne, das diesem hier ähnlich ist. Ich kann nicht einmal sagen, dass es für Menschen ist, die sich für Lachsfischen oder für britische Nahostpolitik interessieren oder generell Satire mögen, denn da gehöre ich eigentlich auch nicht zu. Ich empfehle es also jedem, der Mut und Lust hat, sich bei Tordays Debütroman auf etwas Neues einzulassen.

     

    Es gibt offenbar auch eine Verfilmung. Da ich aber nach dem Trailer („Wohlfühl-Komödie“) befürchte, dass dieser so flach wie die jemenitischen Wadis vor der Regenzeit ist, empfehle ich den Roman.

     

     

     

     

     

  8. Cover des Buches Hamish Macbeth fischt im Trüben (ISBN: 9783404193486)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth fischt im Trüben

    (75)
    Aktuelle Rezension von: Petzi_Maus

    Der erste Band der Reihe um den schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth war auch für mich der erste; und ich musste anfangs erstmal mit den teilweise schottischen Namen zurechtkommen - vor allem aber mit den vielen handelnden Personen!
    Zum Glück gibt es zu Beginn ein Personenregister, was einerseits hilfreich ist, andererseits aber erstmal abschreckt. ;) Doch durch die unterschiedlichen Charaktere kann man mit der Zeit alle gut auseinanderhalten.
    Allen voran Alice Wilson, eine unvermögende Sekretärin, aus deren Sicht man viel erzählt bekommt. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen, denn ich mag ihre Kombination aus Schüchternheit und Taffheit.

    Worum geht's eigentlich? John Cartwright bietet gemeinsam mit seiner Frau Heather Kurse in seiner Angelschule an, wo sich diesmal acht unterschiedliche Persönlichkeiten zusammengefunden haben, die eine Woche zum Fischen in der wunderschönen Gegend um (das fiktive) Lochdubh verbringen.
    Eine davon ist die aufdringliche, unverschämte und penetrante Lady Jane Winter, die gegen alle Teilnehmer stichelt und einige in die Bredouille bringt. Denn es gibt Geheimnisse, die nicht ans Tageslicht kommen sollen.
    Als anstatt von Lachsen Lady Jane am Morgen des vierten Tages des Kurses tot aus dem Fluss geangelt wird, stellt sich heraus, dass sie eigentlich eine Klatschkolumnistin ist. Niemand konnte sie wegen ihrer Art leiden und somit haben alle ein Motiv. Doch wer hat es tatsächlich fertiggebracht, sie zu strangulieren? Und was ist das tatsächliche Motiv?

    Der gutmütige Dorfpolizist Hamish Macbeth soll sich laut den Ermittlern aus der Stadt heraushalten, denn er ist deren Meinung nach dafür nicht geeignet - doch genau DAS stachelt ihn auf, und er will nun selbst den Täter enttarnen - auch um Priscilla, der Tochter des örtlichen Großgrundbesitzers zu imponieren.
    Ich mag die ruhige und trockenhumorige Art von Hamish, und dass ihn alle unterschätzen.
    Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Charaktere der Angelschüler sind interessant, und die wunderschöne schottische Landschaft samt der vielen Lochs ist anschaulich beschrieben.
    Nur die Infos zum Angeln waren mir (als nicht-Kennerin) manchmal etwas zu viel.
    Die Auflösung war zwar glaubhaft, aber mir ging es zu schnell, wie Hamish plötzlich den Täter entlarvt hat.


    Fazit:
    Humorvoller Cozy Crime mit viel schottischem Lokalkolorit, einem auf den ersten Blick etwas dümmlichen Dorfpolizisten, der von allen unterschätzt wird und eine illustre Angelgesellschaft unterhalten im ersten Band der Hamish Macbeth-Reihe.

  9. Cover des Buches Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte (ISBN: 9783847905196)
    Peter Heller

    Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte

    (58)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Eine besonders gefährliche Blutkrankheit hat die Menschheit fast vollständig ausgelöscht und die Natur holt sich die Erde zurück.

    Darunter ein paar wenige Überlebende. In diesem Fall Hig und Bangley. Sie nehmen den Kampf ums Überleben auf und versuchen an Lebensmittel und sonstige Vorräte zu kommen, denn es gibt ja auch keine Produktionen mehr.

    Teilweise sind sie gezwungen zu jagen oder auch weniger lieb same Dinge zu essen oder zu trinken. Das was Hig oftmals auf das Überleben sichert ist das noch funktionierende Flugzeug, eine Cessna. Mit dieser macht er Erkundungsflüge, denn die anderen Menschen sind zunehmend mehr Feind als Freund. Doch er schafft es sogar eine Frau kennen zu lernen, aber hat das überhaupt Zukunft?

    Der ältere, eher Einzelgänger Bangley wirkt hingegen immer unfreundlich und mürrisch. Er hat kein Interesse an anderen Menschen. Er ist extrem misstrauisch und tötet lieber, als kennen zu lernen. 

    Auch wenn die zwei Männer nicht unterschiedlicher sein könnten, so verbindet sie eben der gemeinsame Kampf ums Überleben.

     

    Man findet hier ein regelrechtes Endzeitszenario mit Tiefgang. Es herrscht fast dauerhaft eine düstere und spannungsgeladene Atmosphäre. 

    Die bedrückenden Stimmungsbilder, die vermittelt werden sind sehr plastisch und man kann als Leser sehr schnell in diese Szenen eintauchen. Die beiden Hauptfiguren wurden richtig gut charakterisiert und wirken authentisch. Es ist schon eher dystopisch, aber dennoch mit vielen realen Aspekten, so dass man durchaus diese Story als mögliche Zukunft sich vorstellen könnte. 

    Ich mag die zwei Figuren und auch die Story an sich, nur ziehen sich mache Szenen doch sehr, so dass man das Gefühl hat, dass diese wie Lückenfüller erscheinen.

    Zudem wechseln die Geschehnisse teils sehr abrupt, so dass man keinen wirklichen roten Faden finden kann. 

    Sonst durchaus ein gutes Buch.

  10. Cover des Buches Der singende Sand (ISBN: 9783770119080)
    Josephine Tey

    Der singende Sand

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Monika

    Schottland mit seiner manchmal kargen, meist sehr ansprechenden Natur im Frühjahr entsteht  vor den Augen des Lesers, nachdem er bereits mit dem Protagonisten  Alan Grant im Zug von London nach Schottland gereist ist. In einem Nachtzug, mit kleinen Abteilen, war der Inspektor  unterwegs, am Endbahnhof steigen allerdings nicht alle Passagiere aus, ein junger Mann ist plötzlich verstorben. Unbewusst nimmt Alan Grant eine Zeitung aus dem Abteil des Verstorbenen mit und  entdeckt  das Fragment eines Gedichtes.Diese Worte lassen ihn nicht los und  bilden die Grundlage einer ruhigen, sehr anschaulichen Geschichte, mit sympathischen Personen, und einer überraschenden Auflösung.

    Stille Ironie der Autorin klingt  gelegentlich durch bei genauem Lesen und fördert den Lesespaß

    Wer ruhige, unblutige Kriminalgeschichten schätzt,  findet hier eine passende Lektüre

  11. Cover des Buches Der Feind, den ich liebte (ISBN: 9783741301780)
    Tara Haigh

    Der Feind, den ich liebte

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Leuchtturmwaerterin

    "Das Leben ist wie ein Wimpernschlag. Es kann schnell vorbei sein, und man hat es nicht in der Hand [...] Nimm dir, was du willst, und lebe, als wäre es dein letzter Tag [...]"


    Inhalt:
    Hawaii, 1914: Die junge Lani Elkart träumt seit jeher davon, eines Tages das alte Europa, die Heimat ihrer Mutter Clara, kennenzulernen. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, rückt dieser Wunsch in weite Ferne. Auch auf Hawaii wird die Gefahr bald spürbar, als das deutsche Kriegsschiff Geier in der Bucht von Honolulu vor Anker geht. Aber Lanis Neugier auf den Marineoffizier Paul ist stärker als ihre Furcht vor den Wirren des Krieges. Der geheimnisvolle Draufgänger hebt ihr Leben aus den Angeln. Dennoch verliebt sie sich in ihn - auch wenn die Zeichen der Zeit gegen ihre Liebe sprechen...

    Autorin:
    Tara Haigh schreibt seit vielen Jahren große TV-Unterhaltung und als Tessa Hennig Frauenromane mit Pfiff, die bereits erfolgreich verfilmt wurden und bisher alle Spiegel-Bestseller wurden. Die historische Verbindung zwischen Deutschland und Hawaii fasziniert sie in besonderem Maße, weil sie einen Aspekt deutscher Geschichte zeigt, der kaum bekannt und doch so schillernd ist.

    Meinung:
    Auch dieser Teil 2 hat ein unglaublich schönes und stimmungsvolles Cover. Man kann in der jungen Frau genau Lani sehen, wie sie dem Kriegsschiff nachsieht.
    Jetzt aber zum Inhalt des Buchs und meiner Meinung dazu. Auch dieser Teil lebt wieder von seinen Charakteren. Dieses Mal ist es Lani, die die Hauptrolle übernimmt. Man liebt und leidet mit ihr und oft wirkt sie sehr jung und naiv, indem was sie tut. Man will sie fast ein bisschen bemuttern. Ihre Mutter Clara kommt auch immer wieder als starke Frau zur Geltung und man versteht oft nicht, warum Lani in vielem eher naiv gestrickt ist bei so einer "Übermutter". Komo, der Vater, ist eher eine Randfigur und wird in diesem Teil nicht wirklich viel erwähnt. Er ist einfach da. Dafür treten teilweise neue Charaktere auf, die eine tragende Rolle spielen und das ganze Geschehen auf Hawaii und auch im Deutschen Kaiserreich mit prägen.
    Fasziniert war ich von der Reise nach Berlin, da für Lani vieles neu war und ich als Leser die Dinge durch ihre Augen auch ein "erstes Mal" gesehen habe.
    Leider gibt es hier und da kleine Längen und auch teilweise recht "kitschige" Momente. Mir war es etwas zu viel, aber das ist wohl einfach Geschmacksache.
    Ich persönlich fand es erschreckend, wie schnell eine eigentlich friedliche Bevölkerung plötzlich von Hass und Misstrauen geprägt wird und untereinander so bösartig werden kann. Leider merkt man das in der heutigen Zeit auch wieder viel zu sehr und man hört die Alarmglocken eigentlich schon laut genug klingen. Ein nächster Weltkrieg wäre fatal. Hoffentlich bekommen die hohen Herren (und Damen) noch einmal die Kurve.

    Fazit:
    Ein Buch über Liebe, Freundschaft und Vertrauen in Zeiten des ersten Weltkriegs. Wenn auch mit kleinen Längen, aber trotzdem lässt es sich mit diesem Buch herrlich in fremde Welten träumen. Man erfährt außerdem einiges über das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts. Für Fans von historischen Romanen ein absolutes Schmankerl. 
  12. Cover des Buches Erst ich ein Stück, dann du - Linus und sein mutiger Drache (ISBN: 9783570174883)
    Patricia Schröder

    Erst ich ein Stück, dann du - Linus und sein mutiger Drache

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    2 Drachengeschichten in einem Buch
    Ein Drachenfreund für Linus
    *
    Linus und der Drachen-Wettkampf


    Für alle die das Konzept "Erst ich ein Stück, dann du" nicht kennen sei gesagt, hier lesen die Großen gemeinsam mit den Kleinen. Immer im Wechsel wobei die Stellen für die Kinder nicht kürzer sondern auch größer gedruckt sind.
    Dieser Link führt zu weiteren Infos

    Nun aber zum Buch, das gleich 2 Geschichten vereint.

    In der Ersten hat der kleine siebenjährige Drache Fumo so seine liebe Not.
    Der Winter wird traditionell mit dem Gipfelschmelzen verabschiedet zu dem alle Drachen, die über 6 Jahre sind sich treffen um den letzten Schnee wegzuschmelzen. Das wäre ja eigentlich kein Problem, ja vielleicht sogar ein großer Spaß nur dummerweise kann Fumo kein Feuer speien. Immer wenn er es versucht hat kam eine furchtbar ekelige Brühe heraus, doch nie auch nur ein einziger Funken Feuer. Und nun soll er mit all den anderen Feuer speien? Er wird sich blamieren, alle werden über ihn lachen. Ein Drache der nicht Feuer spuken kann ist doch kein Drache.
    Fumo versucht seiner Mutter zu erklären, dass er krank sei und auf keinen Fall am gipfelschmelzen teilnehmen kann, doch die Mutter wiegelt ab.
    Zeitgleich spielte sich im Dorf der Menschen etwas anders ab. Der kleine Linus wollte gern mit seinem Vater zum Angeln gehen. Leider hatte der Vater keine Zeit und überhaupt war nicht die Zeit fürs Angeln, da die Schneeschmelze im vollen Gang war und es ganz plötzlich zu Überflutungen kommen könnte. Um dies zu verhindern trafen sich alle Männer zum Sandsacklegen. Wenn schon kein angeln, dann könnte Linus doch dabei helfen doch seinen Eltern erlauben weder das Angeln noch das Sandsack schleppen. Deshalb schleicht Linus heimlich mit seiner Angel aus dem Haus.
    Wie sich die beiden Geschichten treffen?
    Ganz einfach.
    Fumo geht muss mit zum Gipfelschelzen, da hilft keine Ausrede. Als er endlich an der Reihe ist um zum Feuerspeien ansetzt , wir ahnen es schon, kommt wieder nur rote Brühe heraus. Vor lauter Anstrengung und Stress vergisst er wo er steht macht einen Schritt zu viel nach vorn und fällt völlig unerwartet den Abhang hinunter, genau an der Stelle wo Linus gerade angelt kommt er auf.
    Fumo taucht ins Wasser, kommt wieder hoch um gleich darauf wieder unter zu tauchen.
    Linus erkennt, dass der Drache in Not ist ruft ihm zu er soll schwimmen.
    Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, an der wir Leser in dieser. und auch der nächsten Geschichte, teilnehmen  dürfen.
    Was genau passiert verrate ich hier nicht denn Spannung muss bleiben.
    Soviel sei gesagt auch in der zweiten Geschichte kann Fumo noch nicht richtig Feuerspeien. Und dann  soll er auch noch an einem Drachenwettstreit teilnehmen. Wie Linus seinem Freund bei Seite steht?
    Auch das erfährt nur der der selber liest!
    *
    Beide Geschichten sind sehr emotional und von den Sorgen und Nöten auch mit denen von Kindern vergleichbar. Die Angst zu versagen, anders zu sein ist immer ein Thema. Einfühlsam aber auch spannend, witzig und originell erleben wir diese wunderbaren Geschichten.
    Der Part des Erwachsenen ist immer wesentlich länger als der des Kindes. Sätzen zwischen 3 und 7 Wörtern bilden einen recht einfachen Leseteil des Kindes. Die Zeilenmenge steigt mit zunehmender Weite der Geschichte an. Zudem werden die Teile für Erwachsenen kürzer immer öfter folgt ein Wechsel. Das geschieht schleichend und fällt den Kindern in der Regel nicht bzw. erst zum Schluss auf.
    *
    Da wir Lesekinder unterschiedlichsten Alters in der Gruppe haben waren wir in der komfortablen Lage den Erwachsenen Part von älteren Kindern lesen lassen zu können. Das hatte einen riesen Vorteil, denn so konnten wir gleich feststellen für welches Lesealter der Rest des Textes angelegt sein könnte.
    Fazit:
    Unsere Lesekinder zum Ende des zweiten Schuljahres konnten die Teile die sonst Erwachsene lesen gut lesen. Die Kinder des Vorschulbereichs Kindergarten mit Leseerfahrungen ähnlich dem eines Schülers Mitte der ersten Klasse konnten dem Part für Erstleser / Anfänger ebenfalls gut lesen.
    Durch die Einteilung der Geschichte in kleinere Kapitel können etwas geübte Leser das Buch auch schon völlig selbstständig lesen.
    Leseanfänger sind sowohl mit der Komplexität der Sätze als auch Wörter nicht überfordert.
    Die Geschichten sprechen die Kinder an.
    Die zahlreichen , farbigen Illustrationen, die die Geschichte begleiten, lockern nicht nur die Textpassagen auf sondern liefern zahlreiche weitere Informationen und Eindrücke.
    Im Verhältnis zu reiner Erstleseliteratur für Leseanfänger ist der Bildanteil doch sehr gering. Hier orientiert man sich an der Illustrationsmenge von Büchern für geübte Leser.
    *


    Ein tolles Buch
    das richtig viel Spaß macht zu lesen.
  13. Cover des Buches Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen (ISBN: 9783328102250)
    Morten A. Strøksnes

    Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Zwei Freunde sind vom Hochseefischen begeistert und beschließen den Versuch zu unternehmen einen Eishai zu fangen. Der Eishai lebt in großen Tiefen vor der Küste Norwegens und ist sehr schwer zu fangen, da er nur sehr selten dichter an die Wasseroberfläche kommt. Es trifft sich gut, dass der Freund des Autors, Hugo, auf den Lofoten ein Haus hat und von dort starten die beiden das Unternehmen Eishaifang. Zunächst beginnt die Suche und das Ausprobieren des richten Materials und Köders, bevor dann das Material und der richtige Köder gefunden ist und der weitere Versuch des Eishaifangs beginnen kann. Bei diesen Versuchen, die ein Jahr dauern, geraten beide u.a. in Lebensgefahr und die Natur und die Gefahren des Meeres treten hervor.

    Der Autor schildert als Ich-Erzähler das Streben des Menschen der Natur ein Stück abzuringen und letztlich über diese zu Siegen. Dieses alte menschliche Streben dient als roter Faden des Buches in Form der Versuche einen Eishai zu fangen. Die Wartezeit auf das Tier nutzt der Autor dazu Mythen und Legenden über das Meer und die Seefahrt einzuflechten, aber auch Fischkunde und viele Beobachtungen über die Natur und das Meer. Diese füllen das Buch und machen es zu einem interessanten Lesevergnügen und ich empfand als Leser oft die ungeheure Kraft der Natur und des Meeres hautnah, als würde direkt der Strand und das Meer vor mir liegen. Für mich waren die Passagen über die Fische und Meerestiere dann aber ein wenig zu umfangreich und haben mich ab der Mitte des Buches eher gelangweilt und gierig darauf warten lassen, dass wieder etwas zum Eishaifang und damit dem roten Faden erzählt wird. Insgesamt aber ein außergewöhnliches Buch mit tiefsinnigen Einblicken.

  14. Cover des Buches Erfolgreich Fliegenfischen (ISBN: 9783800180875)
    Walter Reisinger

    Erfolgreich Fliegenfischen

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Sommerregen

    Die Wahl der richtigen Fliege kann durchaus zu einem Problem werden, da sich die Entscheidung, welche Fliege gerade am fängigsten wäre, nicht so leicht treffen lässt. Hat man noch nicht genügend Erfahrungen gesammelt, auf die man zurückgreifen kann, ist auch keine Lösung des Problems in Sicht. Die vielen verschiedenen Fliegen und unterschiedlichen Ansichten erfahrenerer Fliegenfischer erleichtern einem die Entscheidung dann auch nicht wirklich. Dieses Taschenbuch schon.
    Da in “Erfolgreich Fliegenfischen” von Ernst Bauernfeind und Walter Reisinger wichtige Insektengruppen, Fliegenmuster, für den Fliegenfischer bedeutsame Fische und alle attraktiven Gewässer vorgestellt und in Bezug zueinander gestellt werden, soll einem die oben genannte Entscheidung leichter gemacht werden.

    Im Vorwort wird erklärt, dass die Autoren des Buches versucht haben, die verschiedenen Insekten hinsichtlich ihrer Bedeutung für Fisch und Fischer vergleichbar zu machen, einen guten Mittelweg zwischen Vereinfachung und naturwissenschaftlich fundierter Erläuterung zu finden und den Begriff der Fliegenwahl beispielsweise auch über Beobachtung, Interpretation und Fragen der Nachhaltigkeit zu definieren.
    Im Anschluss daran folgt das Kapitel “Fliegenwahl”, in dem bereits einige Ratschläge gegeben werden, wie sich durch das Beobachten des Wassers einige Schlüsse darauf ziehen lassen können, was an dieser Stelle am ehesten zum Erfolg führen könnte. Dabei wird nach mehreren grundlegenden Hinweisen genauer auf Gewässer- und Insektenkunde, Fischverhalten, Anbietetaktik sowie Jahres- und Tageszeit eingegangen.
    Als nächstes werden wichtige Insektengruppen beschrieben und durch Fotografien veranschaulicht. Darauf aufbauend werden die Grundtypen der Fliegenmuster, unterteilt in Trocken- und Naßfliegen, vorgestellt. Die vielen Informationen und Fachbegriffe verwirren den Leser nicht, sondern helfen beim Verständnis. Sehr interessant in diesem Kapitel ist meines Erachtens auch das Unterthema der Qualitätskriterien, da hier aufgezeigt wird, worauf man, wenn man die Fliegen anstatt sie selber zu machen kauft, achten sollte.
    Nun folgen Texte zu Bachforelle, Regenbogenforelle, Äsche, Bach- und Seesaibling, in denen zum Beispiel das Verhalten der Fische beschrieben wird, woran erklärt wird, wie man sich als Fischer am besten verhalten sollte.
    Anschließend werden Bäche, Flüsse, Seen und besondere Situationen in den Fokus gerückt; dabei wird das Gewässer zuerst beschrieben, danach werden Tipps zu Anbietetaktik und Präsentation gegeben, dann natürliche Vorbilder und vorzuziehende Muster bezüglich der Fliegen beschrieben. Abschließend werden dem Leser durch mit Fotos versehene Steckbriefe geeignete Fliegen – auch für verschiedene Jahres- und Tageszeiten – näher gebracht.
    Da das Taschenbuch mit seinen 96 Seiten sehr handlich ist, eignet es sich auch hervorragend, um es ans Wasser mitzunehmen. Und durch die 65 Farbfotos wird der Inhalt wunderbar veranschaulicht. Auch gefällt mir der gut getroffene Mittelweg, der problemlose Wissensaneignung auf der einen  und fasziniertes und entspanntes Schmökern auf der anderen Seite ermöglicht.

    Für mich ist “Erfolgreich Fliegenfischen” ein sehr zu empfehlendes Buch, da es einen auf dem Weg zur richtigen Fliege begleitet und unterstützt. Auch, dass dieses doch eigentlich so kleine Werk so viele Gesichtspunkte umfasst, finde ich sehr bemerkenswert.

    Also, eine klare Leseempfehlung für alle, die immer mit der passenden Fliege fischen möchten.

  15. Cover des Buches Maifliegenzeit (ISBN: 9783328113577)
    Matthias Jügler

    Maifliegenzeit

    (25)
    Aktuelle Rezension von: a_dreamer

    Da ich automatisch fast nur zu Büchern von Autorinnen greife, wollte ich mal wieder dem Roman eines Mannes eine Chance geben. So, here it is. "Mailfliegenzeit" ist ein schmales Buch. Ich habe es innerhalb eines Tages durchgelesen. Bisher kannte ich keine Werke des Autors und habe es aufgrund des Themas ausgewählt.

    Hans erzählt seine Geschichte. Und die seiner damaligen Frau Katrin, die mittlerweile verstorben ist. Die beiden haben in der ehemaligen DDR ein Kind bekommen. Kurz nach der Geburt wurde ihnen mitgeteilt, dass der Junge verstorben sei. Viele Ungereimtheiten führen dazu, dass Katrin an den Aussagen der Ärzte zweifelt – Hans nicht. Sie entfernen sich innerhalb kürzester Zeit voneinander. Die Beziehung geht zu Ende. Später beginnt Hans doch nachzuforschen. Und rund 40 Jahre später meldet sich plötzlich der tot geglaubte Sohn.

    Nach erster Recherche handelt es sich um ein hochumstrittenes Thema. Wer sich näher belesen mag, wird hier sicherlich sehr spannende und auch tragische Geschichten finden, die bis heute nicht aufgeklärt sind.

    Die Geschichte geht, auch zwischen den Zeilen, viel tiefer rein: Wie gehen Eltern (unterschiedlich) mit solch einem Verlust und ihrer Trauer um? Und was macht all das mit dem adoptierten Kind, welches unterschiedliche Versionen der eigenen Vergangenheit und Herkunft serviert bekommt? Es ist ein doch eher leises Buch. Es enthält neben der eigentlichen Geschichte teils poetische Kapitel übers Angeln; Erinnerungen an Hans Kindheit und seinen Vater. Zunächst fand ich diese Abschnitte eher befremdlich, sie störten meinen Lesefluss. Ich musste in den Schreibstil erst hineinfinden. Am Ende schließt sich jedoch der Kreis und ich mochte das Buch sehr gern.

  16. Cover des Buches Hamish Macbeth fischt im Trüben (ISBN: 9783785753927)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth fischt im Trüben

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Quibb

    Schon lange schleiche ich um die Hamish Macbeth Reihe herum, wollte sie eigentlich auf englisch hören, aber irgendwie war es schwierig/teuer an diese zu kommen .

    Der Sprecher der deutschen Hörbücher ist aber auch wirklich sehr sympathisch und vertont das sehr angenehm. 

    Die Handlung ist sehr an Agatha Christie Bücher angelehnt und ist jetzt nicht unbedingt spannend, oder anspruchsvoll. Aber um es so nebenbei plätschern zu lassen, ist es wirklich nett. 

    Hamish ist ein liebenswerter Charakter. 

    Bin gespannt wie sich die Reihe entwickeln wird.  Ich hoffe, die Figuren werden mehr Tiefe erhalten. 


  17. Cover des Buches Der Traummann (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe) (ISBN: 9783960872337)
    Bettina Wagner

    Der Traummann (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Sali118
    Traummann gesucht Ab dreißig beginnt jeder Single unter einer gewissen Torschlusspanik zu leiden. Doch sind Kontaktanzeigen wirklich die Lösung?

    Eine sehr schöne Kurzgeschichte die mit viel Humor 4 Dates einer Frau beschreibt.
    Es erinnert doch sehr an online Dating mit tinder und co, wo man auch nie so genau weiß wen man am Ende vor sich sitzen hat.
    Die Kurzgeschichte regt definitiv zum Nachdenken an, z.b. darüber was man wirklich möchte.

    Ein wirklich sehr gelungener BookSnack und sehr schön für zwischendurch.
  18. Cover des Buches Der abenteuerlichste Island Reiseführer (ISBN: 9783982523033)
    Anna Jónsdóttir

    Der abenteuerlichste Island Reiseführer

    (44)
    Aktuelle Rezension von: vonicole

    „Der abenteuerlichste Island-Reiseführer“ von Anna Jónsdóttir verspricht spektakuläre Orte, magische Gegenden und außergewöhnliche Erlebnisse.

     Auf mehr als 130 Seiten werden die 70 schönsten Plätze Islands aufgezeigt. Neben beeindruckendem Bildmaterial werden die Orte auch textlich erläutert sowie Tipps hinsichtlich bester Reisezeit, Preisen sowie Zeitumfang gegeben. Eine nummerierte Landkarte zu Beginn des Buches gibt einen geografischen Überblick zu den Orten und möglichen Routen für Touristinnen und Touristen. Darüber hinaus ist positiv hervorzuheben, dass mit QR-Codes gearbeitet wurde und man so auch interaktiv noch weitere Informationen zu Island erhält. Außerdem gibt es auch Tipps für einzigartige Übernachtungsmöglichkeiten, wie der Glass Lodge in Borgarnes oder das Torfhaus in Selfoss. Auch die isländische Kultur wird durch Nationalgerichte nähergebracht.

     Ich hätte mir gewünscht, dass – gerade wenn man noch in den Anfängen der Planung steckt – auch explizite Reiserouten mit Angabe von Tagen und Kilometer/Fahrtzeiten angegeben werden. Damit könnte der Reiseführer noch reisefreundlicher gestaltet werden.

     Ansonsten aber alles in allem ein sehr wertvoller Ratgeber, der Lust auf eine Reise nach Island macht.

  19. Cover des Buches DMAX Angel-Guide für echte Kerle (ISBN: 9783275020621)
    Gregor Bradler

    DMAX Angel-Guide für echte Kerle

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Roland_Krull

    Das Buch ist es allemal wert zu lesen, sei es als Einsteiger oder erfahrener Angler, welcher dem Hobby bereits länger nachgeht. Es werden die verschiedenen Angelarten vom angeln auf Friedfisch, Raubfisch, Brandungsangeln usw, Tipps zum jeweiligem Zubehör beschrieben, zur Behandlung des Fangs usw... beschrieben. Die Bebilderungen sind sehr gut gewählt. Wer hier jedoch aufgrund des Titels richtige Aktion a'la River Monsters und Jeremy Wade erwartet, wird diese nicht bekommen. Titel ist halt DMAX Style und sicherlich marketingtechnisch gut gewählt ;)

    Dennoch insgesamt ein gut zu lesendes Angelbuch und empfehlenswert.

  20. Cover des Buches Ein Mann für alle Lagen (ISBN: 9783862789269)
    Jennifer Crusie

    Ein Mann für alle Lagen

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Meer als Alles. (ISBN: 9783863341664)
    Udo Schroeter

    Meer als Alles.

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Traeumerin109
    Und wer sitzt mit dir am Feuer? Welche Geschichten erzählst du? Welches Wort steht auf der Visitenkarte deines Lebens? Udo Schroeter lässt die Menschen in seinem Buch viele Fragen stellen, aber diese Fragen lohnen sich! Es geht darum, seine Bestimmung zu erkennen, im Hier und Jetzt zu leben, Schmerzen aus der Vergangenheit und Sorgen um die Zukunft loszulassen.

    Was genauso gut wie so viele andere Lebensratgeber daherkommen könnte, ist doch ganz anders! Ich war sehr positiv überrascht. Nachdem das Buch lange in meinem Regal stand, hatte ich dann beim Lesen viel Freude. Die Rahmengeschichte spielt auf einer kleinen Insel, wo der Protagonist einen alten, weisen Freund wiedertrifft. Beide sind begeisterte Angler, und so sind auch die Bilder und Metaphern, die gewählt wurden, aus dem Anglerleben. In Gesprächen am Strand oder am Lagerfeuer sitzen die beiden Freunde zusammen und versuchen, ihre Fragen zu beantworten.

    Udo Schroeter schreibt sehr schön und poetisch, aber auch klar und ohne viel Drumherum. Ich habe in dem Buch viele schöne Ideen und inspirierende Gedanken gefunden. Auch viele Fragen, die Impulse geben und vielleicht helfen, uns darüber klarzuwerden, welches Feuer unseres ist. Er bringt die Dinge gut auf den Punkt und findet sehr passende und schöne Formulierungen. Insgesamt ein sehr lebendiges Buch, welches vor einem wunderschönen Hintergrund spielt: Dem Meer. Zwischendurch sind auch immer wieder tolle Bilder, die ein wenig zum Träumen einladen und auf jeden Fall noch mehr Ruhe und Gelassenheit in das Ganze bringen.

    Fazit: Es ist ein eher ruhiges Buch, aber es kommt auch gar nicht darauf an, dass viel passiert. Vor dem Meer als Hintergrund werden tiefgreifende Fragen aufgeworfen. Dabei kommt es weniger auf die Antworten an, als vielmehr darauf, die Fragen zu stellen. Ein wunderbares Leseerlebnis, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe!

  22. Cover des Buches Honeymoon alone (ISBN: 9783365009666)
    Olivia Hayle

    Honeymoon alone

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Stef1985

    ✨𝑹𝒆𝒛𝒆𝒏𝒔𝒊𝒐𝒏


    Schon das Cover schreit förmlich nach Sonne, Strand und Sommerlektüre und genau das bekommt man auch. Honeymoon Alone ist ein echtes Feel-Good-Buch, das sich wunderbar leicht weglesen lässt, perfekt für den Liegestuhl oder einen verregneten Nachmittag mit Fernweh würde ich sagen.


    Eden tritt ihre Flitterwochen allein an: nach einer geplatzten Hochzeit fliegt sie kurzerhand solo nach Barbados. Doch das Schicksal meint es gut mit ihr, denn sie trifft auf Philip, der ebenfalls unfreiwillig allein auf der Insel ist. Zugegeben: Mit Philip wurde ich nicht sofort warm. Er wirkte anfangs etwas distanziert, fast schon unnahbar, aber mit der Zeit entfaltet sich sein Charakter, und man beginnt, ihn zu verstehen und zu mögen. (Ja, hat ein wenig gedauert ;) )


    Ein Dual POV hätte der Geschichte vielleicht noch mehr Tiefe verliehen, besonders, um Philips Gedankenwelt besser zu erfassen. Leider erleben wir die Handlung ausschließlich aus Edens Perspektive, was zwar charmant, aber auch ein etwas einseitiges Bild von Philip gezeichnet hat.


    Was das Buch für mich besonders gemacht hat, war das Setting: Barbados wird so lebendig und atmosphärisch beschrieben, dass ich mich beim Lesen fast selbst am Strand wiedergefunden habe. Die tropische Kulisse, das Meeresrauschen, die Sonne auf der Haut, all das transportiert das Buch mit einer Leichtigkeit, die einfach guttut und dir wirklich Urlaubsvibes mitgibt.


    💫𝑭𝒂𝒛𝒊𝒕


    Honeymoon Alone ist eine charmante Wohlfühl-Romance mit Urlaubsflair, einer Prise Herzschmerz und einer zarten Liebesgeschichte, die sich langsam entfaltet. Wer Lust auf eine kleine Auszeit zwischen Buchseiten hat, wird hier definitiv fündig. Eine klare Leseempfehlung, besonders für alle, die sich Romantik und Sonne sehnen.📚❤️

  23. Cover des Buches Fisch verliebt (ISBN: 9783710900624)
    Heike Kottmann

    Fisch verliebt

    (1)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Ein Mensch, der einmal begonnen hat zu fischen, wird nie wieder in seinem Leben damit aufhören können. Es gibt Menschen, und es gibt Fischer. Ich war das eine und bin nun das andere. Und wie ich das geworden bin, davon erzählt diese Geschichte.*


    Auf dem Weg zur passionierten Anglerin: Die Journalistin Heike Kottmann nimmt spontan einen Wochenendjob in einem Fischgeschäft an. Vom Töten und Ausweiden der Fische scheint es nur ein kleiner Schritt zum Fische-selber-fangen. Nun muss sie sich den Hürden des Anglerscheins, des Forellenweihers und der großen Gewässer stellen, lässt sich dabei immer mehr auf das Abenteuer Fischen ein und macht sich Gedanken über sich, die Fische und die Gemeinschaft der Angler.



    Von Überlegungen zur Herkunft der eigenen Nahrungsmittel und einem Marktbesuch startet das Buch in die Geschichte rund ums Angeln. Die Autorin geht dabei auf ihre eigenen Erfahrungen ein, erzählt vom Job im Fischgeschäft, von ihrem Kollegen, der sie dazu überredet den Angelschein zu machen und den Hürden, die ihr dabei begegnen. Immer wieder streut sie dabei Informationen ein, sodass der Leser einiges rund um das Thema Fisch erfährt.


    Das Angeln wird hier nicht aus Sicht eines Profis erklärt – der ein oder andere langjährige Fischer kann über die Erlebnisse der Autorin sicher schmunzelnd den Kopf schütteln. Sie ist nämlich der reine Laie und so sind peinlichen Szenen vorprogrammiert. Die Fähigkeit humorvoll mit den eigenen Anfängerfehlern umzugehen, dabei aber auch den zwischendurch einen Anfall von Ärger nicht zu verschweigen, haben sie mir sympathisch gemacht.


    Das Cover, das mit seinen schönen Aquarellfarben immer wieder zum Ansehen einlädt, zusammen mit einer Erwähnung des Klappentextes, hat mich auf die falsche Fährte gebracht und mich annehmen lassen, dass sich Heike Kottmann beim Fischen eine Auszeit nimmt um über große Fragen nachzudenken. Fast schon hatte ich einen philosophisch angehauchten Text erwartet.


    Zum Thema Fischen gibt es so manche Dokumentation, die sich mit spektakulärem (Hochsee-)Fischfang beschäftigt, die den Fang nach Größe, Gewicht und was sonst noch alles miteinander konkurrieren lässt. So hatte ich andererseits befürchtet hier einen Hauch dieser Sensationslust wiederzufinden.


    Bekommen habe ich dann weder das eine noch das andere, weder tiefgreifende Gedankengänge noch sensationelle Fänge. Im Gegenteil gelang es der Autorin einen interessanten Erfahrungsbericht zu schreiben. Sie zeigt, wie eine spontane Entscheidung ihr ein neues Hobby einbringt, wie man mit Elan eine Sache angehen kann um sich darin weiterzuentwickeln, wie dadurch neue Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen werden können. Ich hatte das Gefühl hier auch eine Anleitung dafür zu lesen, wie eine spontaner kleiner Schritt den eigenen Alltag verändern kann.


    Ihr Zugang zur Fischerei wird nicht immer nur als gute Erfahrung beschrieben, die anderen Angler und sie selbst auch mal kritisch betrachtet. Wie nebenbei fließen in ihre Erlebnisse auch ernstere Themen mit ein. So kommt sie immer wieder auf unseren Umgang mit Nahrungsmitteln zurück aber auch auf Themen wie Freundschaft und die Gestaltung des eigenen Glücks. Sie nimmt sich die Zeit sich damit auseinanderzusetzen, lässt sie aber nicht überhand nehmen. Für mich waren die Gedankenanstöße, die ich dabei gefunden habe interessanter als ausführliche Erkenntnisse.


    Die Entscheidung der Autorin zum Fischen brachte eine Mischung aus humorvollen Begegnungen, aus ernsten Gedanken und Erlebnissen runde ums Angeln mit sich, die in ihrer Zusammensetzung aus dem Leben gegriffen waren und gut bei mir angekommen sind.


    Fazit: Das Angeln steht im Mittelpunkt des Buches – dabei geht es aber um so viel mehr. Mir haben der leichte Erzählstil und die Gedankenanstöße gefallen, sodass ich das Buch weiterempfehlen kann.

  24. Cover des Buches Mondschein in Bayside (Bayside Summers 5) (ISBN: B0DSWKMHLB)
    Melissa Foster

    Mondschein in Bayside (Bayside Summers 5)

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Gosulino

    Drehbuchautorin Harper kommt nach einem Tiefschlag aus L A. in ihre Heimat am Cape Cod zurück. Ausgerechnet dort trifft sie ihren einzigen One Night Stand, den sie im Leben hatte wieder. Gavin Wheeler. 

    Gavin kann sein Glück kaum fassen, denn Harper hat sich in seinem Hirn und Herzen eingenistet. Obwohl er selbst mit einigen Dämonen kämpfen muss, setzt er alles daran, Harpers Selbstbewusstsein wieder aufzupäppeln und ihr Herz zu gewinnen. 

    In gewohnt wundervoller Schreibweise entführt uns Melissa Foster wieder ans Cape. Ihre Charaktere sind sehr sympathisch und wir treffen auch viele Bekannte wieder. Es ist immer wie nach Hause kommen. Danke Melissa!!

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