Bücher mit dem Tag "anmut"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "anmut" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

    (7.836)
    Aktuelle Rezension von: Taenia

    Chroniken der Unterwelt hat mich von Anfang an mit seiner düsteren, geheimnisvollen Atmosphäre in den Bann gezogen. Besonders faszinierend finde ich die Vorstellung, dass es eine magische Welt gibt, die direkt unter der Oberfläche unserer eigenen existiert. Cassandra Clare schafft es, diese Welt so detailreich und glaubwürdig zu gestalten, dass man beim Lesen komplett darin eintaucht. Die Mischung aus Action, Romantik und übernatürlichem Drama sorgt dafür, dass es nie langweilig wird und man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

  2. Cover des Buches Iron Flowers – Die Rebellinnen (ISBN: 9783733504212)
    Tracy Banghart

    Iron Flowers – Die Rebellinnen

    (466)
    Aktuelle Rezension von: Butta

    Ich habe das Hörbuch nur durch Zufall entdeckt muss aber sagen ich war positiv überrascht und es trifft sehr meinen Geschmack. Für so ein Jugendbuch hat es einige Schichten und ist sehr feministisch, was ich toll fand. Natürlich könnte es noch mehr Tiefe und world building haben und natürlich erinnert es an einige Bücher von dieser Zeit. Nichts desto trotz finde ich dass es seinen Job gut macht, ich war wirklich investiert in die Story und super gespannt sich wenn ich den einen Twist geahnt habe. Mir gefiel die ganze Idee die Umsetzung bisher und auch die Sprecher waren gut. Bin auf dem 2ten Teil gespannt 

  3. Cover des Buches Blutgesang (ISBN: 9783426521960)
    Julia Lange

    Blutgesang

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Lyjana

    Wissenswertes


    Autor: Julia Lange

    Titel: Blutgesang

    Gattung: Fantasy

    Erscheinungsdatum: 1. Februar 2019

    Verlag: Knaur Verlag

    ISBN: 978-3-426521960

    Seitenzahl: 384 Seiten


    Inhalt


    In Midea, der Stadt der schönen Künste, leben Menschen und das musikalisch begabte Volk der Zatarsi Seite an Seite, seit die Drachen ausgerottet wurden. Die ehemaligen Drachenjäger sorgen nun als Hüter für Sicherheit, nachdem verfluchtes Blut regelmäßig bei Menschen zu unkontrollierbarer Wut führt, so dass diese eingesperrt werden müssen. Ein Schicksal, das auch dem jungen Adligen Valerian droht. Auf der Flucht begegnet er der zatarsischen Sängerin Elezei, die selbst eine Rechnung mit den Hütern offen hat. Weder Valerian noch Elezei können ahnen, dass sie nur benutzt werden …


    Cover


    Durch die Tatsache, dass dieses Cover mit wenigen Ausnahmen nur in Schwarz-Weiß gehalten ist, fallen der Titel und die Harfe ganz besonders auf. Dennoch finde ich es vergleichsweise eher langweilig und recht nichtssagend. 


    Meine Meinung


    Mit diesem Buch habe ich erneut zu einem Werk gegriffen von deren Autorin ich bisher noch gar nichts kannte. Ich habe "Blutgesang" zufällig in einer Mängelexemplar-Kiste gefunden und spontan mitgenommen. 

    Leider wurde das Buch trotz interessanter Idee und spannendem Grundgerüst echt schnell zur Qual. Ehrlich gesagt habe ich bereits auf den ersten 50 Seiten gemerkt, dass es einfach nicht funkt, wollte aber nicht so früh schon aufgeben. Das größte Problem war für mich der Schreibstil in Kombination mit der Erzählweise. Für meinen Geschmack war die Geschichte unfassbar trocken und langweilig. Keine der Emotionen konnte mich erreichen oder gar überzeugen. Gleiches gilt für die Spannung, sowie die Dynamik der Charaktere – von denen es für diese recht kurze Geschichte eindeutig zu viele gibt. Irgendwann bei der Hälfte des Buches habe ich angefangen nur noch die Dialoge und einige wenige Absätze zu lesen, weil ich leider jemand bin, der keine Bücher abbrechen kann. Habe ich am Ende alles verstanden? Jaein, einiges konnte ich mir denken, anderes war mir dann schlichtweg egal, auch wenn es meine Zeit vermutlich nicht wert war. 

    Da die Geschichte mehrere Protagonisten hat und ich mir nicht die Mühe machen werde auf jeden genauer einzugehen, kann ich übergeordnet nur sagen, dass mir deren Ausarbeitung zu unausgereift war. Außerdem lassen die äußerlichen Merkmale stark zu wünschen übrig und keinen von ihnen fand ich so richtig sympathisch. Die Gedankengänge waren mir zu sprunghaft und konfus, was es schwer gemacht hat dem Buch etwas positives abzugewinnen. 

    Ich glaube, wenn die Grundidee des Buches anders aufgebaut worden wäre, hätte ich es mit seinen Hütern, der Musik und den Drachen wirklich mögen können. Denn die vorhandenen Aspekte für Plottwists, Spannungsbogen und emotionale Achterbahnfahrt kann sogar ich klar erkennen. Diese wurden schlicht nicht ausreichend genutzt. 

    Ihr habt es euch sicherlich schon gedacht, aber ich kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen, was natürlich nicht heißt, dass ihr es nicht lieben könntet. 


    Fazit


    Irgendwie wollte es zwischen diesem Buch und mir einfach nicht funken. Mir war es zu monoton und langweilig erzählt, die Protagonisten waren zu unausgereift und letztlich hätte ich wohl abbrechen sollen. 


    Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

  4. Cover des Buches Hildegard von Bingen (ISBN: 9783451037603)
    Maria Regina Kaiser

    Hildegard von Bingen

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Ich liebe und verschlinge die Bücher von Maria Regina Kaiser. Keine kann so wie sie das Leben von historischen Frauen beschreiben und dem Leser sehr plastisch darstellen. Hier geht es um Hildegard von Bingen. Eine mehr als interessante Frau. Man kennt von ihr die Kräuter und die medizinische Anwendung von diesen und auch ihre mehr als gesunde Lebensweise. Schon früh hatte Hildegard Visionen und konnte in die Zukunft schauen, was jedoch von ihrer Mutter und ihrer Kinderfrau herbgespielt und unterdrückt wurde. Schon als kleines Kind und ein Leben lang litt sie unter starken Krämpfen und Lähmungen. Als ihre um sechs Jahre ältere Cousine Jutta durch eigene Intiative das Klosterleben bevorzugte und ins Kloster am Disibodenberg ging, wurde sie von Hildegard begleitet. Als Jutta starb, wurde HIldegard die neue Magistra. Sie begann nun, ihre Erscheinungen und Visionen aufzuschreiben und als es  mit den Mönchen zu Unstimmigkeiten kam, setzte sie alles daran, um auf dem Rupertsberg ein neues Frauenkloster zu errichten. Hildegard war sehr belesen, konnte sogar Latein, verstand sich auf Pflanzen und Kräuter, wußte von der Anatomie des menschlichen Körpers, egal ob dem männlichen oder dem weiblichen. Sie hatte Kontakt mit Gelehrten, Kirchenfürten, Herrschern und durfte sogar mit der Zustimmung des Papstes predigen. Hildegard (1098 bis 1179) war ihrer Zeit weit voraus und noch heute werden ihre Rezepte und Kräuter angewandt. Maria Regina Kaiser läßt uns in das Leben von Hildegard von Bingen schauen und hat einen derart interessanten Schreibstil, man meint einen interessanten Thriller zu lesen. Sie hat derart gut und umfangreiche recherchiert, die geschichtlichen Daten und Vorgänge hat sie stimmig mit dem Leben der Klosterschwestern verbunden. Das Buch beteht aus drei Teilen, wobei der letzte Teil nochmals eingehend auf die historischen Persönlichkeiten und Gegebenheiten eingeht. Im Buch sind auch wunderbare Holzschnitte und Zeichnungen  vorhanden, so dass man in etwa eine Vorstellung von Hildegard und dem Kloster hat. Die Innenseite ist mit gezeichneten Kräutern verziert und das Cover zeigt uns Hildegrad von Bingen. Sie war eine der ersten gelehrten Frauen und trotz ihrer Krankheit und Gebrechlichkeit hatte sie einen starken Willen und Durchsetzungsvermögen. Am Buchende befindet sich eine Zeittafel, die Weggefährten und Orte von Hildegard und ein Glossar, so dass sich der Leser immer wieder informieren und orientieren kann. Geschichte, die gelebt werden kann.

  5. Cover des Buches Das Böse unter der Sonne (ISBN: 9783455650273)
    Agatha Christie

    Das Böse unter der Sonne

    (162)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Ein exklusives Hotel auf einer kleinen britischen Insel mit Schmugglergeschichte wird zum ungeliebten Urlaubsort des exzentrischen Detektivs Hercule Poirot. Als die frühere Schauspielerin Arlena Stuart Marshall, die mit Ehemann und Stieftochter angereist ist, am Strand erscheint überschlagen sich die Gerüchte, Hassreden und das Nase rümpfen der anderen Gäste. Die Möchtegern-Idylle zerbricht ganz, als Arlena ermordet in einer Badebucht aufgefunden wird.  Wie unterstützt Poirot die örtliche Polizei und natürlich stellt er unorthodoxe Fragen und wird dafür belächelt. Wie immer lässt er niemanden an seinen Gedankengängen teilhaben, klärt den Fall jedoch lückenlos auf, mit den winzigsten Informationen, die urplötzlich einen ganz unerwarteten Sinn ergeben, sobald er alle zum großen Finale versammelt hat.

    Den Leser erwartet hier ein klassischer Krimi nach bewährtem Muster. Eine Reihe buntgewürfelter Protagonisten, Fakten, die sich jeder Logik zu entziehen scheinen und am Ende doch völlig logisch sind, ein überheblicher, wortkarger Poirot, der nichts desto trotz Sympathieträger ist und selbstverständlich am Ende die perfekte Lösung liefert. Natürlich gelingt es der Autorin auch eine völlig unerwartete Auflösung zu präsentieren, die selbst wenn der Leser etwas vermutet hat, immer noch kleine Überraschungen parat hält. Die Story lädt zum mitraten ein, unterhält, lässt immer Raum für ein leichtes Augenzwinkern und fesselt auf locker flüssige Weise.

    Mein Fazit: Ein Klassiker seines Genres, der sich wunderbar lesen lest, sich als unterhaltsame Lektüre anbietet, aber mit verhältnismäßig wenig Neuem aufwartet. Ein Strukturkrimi nach bewährtem Schema, den ich trotzdem sehr gerne gelesen habe.

  6. Cover des Buches Es flüstern und sprechen die Blumen (ISBN: 9783360013231)
    Renate Hoffmann

    Es flüstern und sprechen die Blumen

    (6)
    Aktuelle Rezension von: MrsFraser
    Renate Hoffmanns kleines Büchlein über die Berliner 'Gärten der Welt' ist ein wahrer Schatz. Stimmungsvolle Beschreibungen nehmen den Leser mit auf viele Entdeckungsreisen in die (kultivierte) Natur.

    In den realen Vorbildern Hoffmanns bildreicher Ergüsse wurde internationale Gartenkunst verschiedener Nationen und Epochen wiederbelebt und in bisher insgesamt 10 Themengärten verarbeitet. 2018 soll das Areal 43 ha umfassen und Besucher aus aller Welt anlocken.

    Renate Hoffmann hat sich für alle diejenigen, die die Gärten nicht persönlich besuchen können oder wollen, an den Schreibtisch gesetzt, um ihre Eindrücke festzuhalten. Wobei - vielleicht auch nicht. So detailverliebt und fein wie ihre Schilderungen sind, kann man nicht glauben, dass sie aus der Erinnerung entstanden, sie müssen 'live' festgehalten worden sein. Und so genau, wie die Schilderungen sind, wollen sie auch aufgenommen werden. Das Buch verweigert sich einem schnellen Durchlesen. Im gemählichen Tempo folgt der Leser Renate Hoffmanns schier endlosen Aufzählungen von Pflanzen, Formen und Farben, und auch wenn er die genannte Flora nur zu einem Bruchteil selber kennt, entsteht ein Bild vor'm geistigen Auge. Die Schilderungen leben davon, dass sie aber noch weit mehr sind als schlichte Aufzählungen. Dichter und Schreiber aller Epochen, die sich über Pflanzen, Blumen und die Natur ausließen, werden an passender Stelle eingeflochten und durch die Beobachtungen anderer Besucher der Gärten entsteht unbeschwerte Lebhaftigkeit.

    Ein Buch zum Träumen. Wunderbar, dass keine Fotos enthalten sind, sondern idyllische Zeichnungen von Peter Hoffmann. Diese reichen vollkommen, um einige architektonische Merkmale zu verbildlichen und überlassen der virtuosen Sprache der Autorin das Colorieren.

    Ein Schatz für jeden Gartenfreund. Die Sehnsucht, die Gärten selbst einmal zu sehen, ist geweckt!
  7. Cover des Buches BadFellas: Eine Mafia-Komödie (ISBN: B0723DF7HW)
    Tonino Benacquista

    BadFellas: Eine Mafia-Komödie

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ich hatte das Buch gerade exakt bis zur 32. Seite gelesen, und dann spoilte RTL2 mir die Handlung, indem am vergangenen Sonntag die Verfilmung ausgestrahlt wurde. Keine schlechte Mafiakomödie, aber unendlich viel flacher als die Buchvorlage: Giovanni Manzoni mußte, nachdem er bei einem Mafiaprozeß seine Mitmafiosi belastet hat, mit dem Zeugenschutzprogramm des FBI abtauchen, zum wiederholten Mal mußte man in Frankreich umziehen. Aus dem culture clash, wenn italienisch-amerikanische Neubürger mit teilweise antiamerikanischen Altbürgern zusammentreffen, wird schon mal viel Komik gesaugt. Die Darstellung des ehemaligen Mafiabosses als in Wirklichkeit armes Würstchen und die Sorgen und Nöte der Teenagerkinder werden hier viel tiefschürfender behandelt, die Mafiakiller auf der Kirmes in Cholong (aka So long) sind wortwörtlich zum Schießen. Sehr gelungen, eindeutig besser als der Film!
  8. Cover des Buches Mein Leben mit Mozart (ISBN: 9783104013640)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Mein Leben mit Mozart

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Schmitt beschreibt seine wechselhafte Beziehung zu Mozart und seinen Werken, wie Mozart ihm als todessehnsüchtigem Pubertierenden das Leben rettette. Auch seine zwischenzeitliche Mozart-Verleugnung, weil W.A.M. als nicht "cool" genug galt und er manchen vermeintlich "einfacheren" Stücken nichts abgewinnen konnte, spricht er an, was ihm heute eher peinlich ist. Stark sind Schmitts Briefe v.a. an den Stellen, als er von der Aids-Epidemie berichtet und wie diese ihm die Füße unter den Beinen weggezogen hat. Ich kenne mich mit Mozart zu wenig aus, um hier eine kompetente Bewertung abgeben zu können, aber die Musikbegeisterung des Autors spricht aus jeder Zeile. Vielleicht auch für mich ein Einstieg? Vermutlich eher der Griff zu einer Mozart-Biographie.

  9. Cover des Buches Madame Cléo und das große kleine Glück (ISBN: 9783959672016)
    Tanja Wekwerth

    Madame Cléo und das große kleine Glück

    (63)
    Aktuelle Rezension von: Calypso19
    Tanja Wekwerth ist mit ihrem neuen Roman ein anrührendes kleines Meisterwerk der Fröhlichkeit, der unbeschwerten Lebenslust und der guten Laune gelungen, das den, nicht nur romantisch veranlagten, Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und bis zum Ende, vielleicht sogar darüber hinaus, nicht mehr loslässt.
    In diesem zauberhaften Buch lässt uns die Autorin Bekanntschaft schließen mit der nicht mehr jungen Französin Madame Cléo, die in Berlin gestrandet ist und mit vielerlei Sorgen, mit Geldnöten, Einsamkeit und den Erinnerungen an ihre große Zeit in Paris zu kämpfen hat.
    So, wie es nun einmal ihre Art ist, stellt sie sich ihrem recht freudlosen Leben stets mit Haltung, Würde und Disziplin. Damit ist sie ganz Produkt einer Zeit, in der genau diese Eigenschaften gepflegt wurden. Als Cléo aus einer Notsituation heraus beschließt, ein Zimmer in ihrer kleinen Wohnung unterzuvermieten, ahnt sie nicht, dass ihr Leben damit eine Wendung erfahren wird, durch die sie ihre schon beinahe verloren geglaubte Lebensfreude mit einem Schlag zurückgewinnt. Der traurige Italiener Adamo zieht mit seiner Tochter Mimi bei der einsamen Cléo ein und mit ihnen kommen Liebe, Glück und Hoffnung zurück und verändern das Leben der drei Protagonisten nachhaltig. Doch bis es soweit ist, sind noch allerlei Hürden zu nehmen und alle drei müssen lernen, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, nur die schönen Momente daraus zu bewahren und mit Vertrauen und Mut einen unkonventionellen Weg in die Zukunft zu wagen.
    Dabei stehen ihnen eine Reihe liebenswerter, alltäglicher, bisweilen auch schrulliger Nebenfiguren hilfreich zur Seite... Eine dieser Nebenfiguren, lange tot, für Cléo, die in jungen Jahren bei ihr als Mannequin gearbeitet hat, aber so lebendig wie damals, ist die Modeschöpferin Coco Chanel, aus deren Leben wir immer wieder neue Szenen durch Cléos Augen sehen. Ja, es ist Mademoiselle Coco, die in dem Roman ein und aus geht, deren Geist ( und Duft! ) über allem schwebt - und die ganz und gar nicht unbeteiligt ist an der überraschenden Lösung, die unseren drei längst liebgewonnenen Protagonisten den Weg ins Leben, in eine lachende und leuchtende Zukunft weist! Denn wäre Madame Cléo nicht eines Tages mit Adamo und Mimi nach Paris gereist, dann...
    Tatsächlich schreibt Tanja Wekwerth hier ein modernes Märchen! Sie tut dies mit soviel Leichtigkeit und Charme, dass man sich erinnert fühlt an laue Sommertage, sanfte Winde, die die Haut streicheln und die einem unmittelbar ein beschwingtes Gefühl verleihen. Sie lässt uns in Berlin spazieren gehen und nimmt uns schließlich mit in das Paris der entzückenden Madame Cléo; wir sehen die Stadt mit ihren Augen - und müssen uns sofort in sie verlieben. Darüberhinaus ist die Autorin eine Meisterin des Details - denn es sind vor allem die kleinen Dinge, gleichsam kleine Vignetten, die maßgeblich sind für den unwiderstehlichen Charme des Romans. Da kann man nur wünschen, dass diesem liebenswürdigen, vielfach verzaubernden Roman recht viele Leser beschieden sein mögen!
  10. Cover des Buches Nurejews Hund (ISBN: 9783446244658)
    Elke Heidenreich

    Nurejews Hund

    (39)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Dieses Buch bekam ich zum Geburtstag und freute mich sehr darüber. Ich lese sehr gerne Bücher von Elke Heidenreich. Ich mag ihren Erzählstil. Dieses Büchlein hatte wieder Humor und Tiefgang so wie ich es von der Autorin gewöhnt bin. 

    Daher eine absolute Leseempfehlung von mir und wohlverdiente 5 Sterne. 

  11. Cover des Buches The Reapers are the Angels (ISBN: 9780330518963)
    Alden Bell

    The Reapers are the Angels

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Werden Autor_innen postapokalyptischer Literatur nach dem Reiz des Genres gefragt, geben sie oft unspezifische Antworten, die sich auf die Faszination der Angst und der Abgründe des menschlichen Wesens beziehen. Deshalb war ich positiv überrascht, als ich Alden Bells Antwort auf diese Frage in einem Interview las. Er glaubt, dass hinter der Leidenschaft für düstere Zukunftsvisionen eine konkrete Freiheitssehnsucht steckt. Seiner Meinung nach werden moderne Menschen im Alltag von so vielen Zwängen beherrscht, dass ihnen die Idee einer zerstörten Welt, in der keine Regeln mehr existieren und in der sie zu den wenigen Überlebenden zählen, die Hoffnung vermittelt, sich selbst neuerfinden zu können. Ich finde, das ist ein interessanter Ansatz, der viel Wahrheit enthält. Auch ich frage mich während der Lektüre von Postapokalypsen häufig, wie ich mich verhalten würde. Ob ich wohl ebenso mutig wäre wie Temple, die Protagonistin in Bells Roman „The Reapers are the Angels“?

    Temple wurde in eine Welt geboren, die dem Untergang geweiht ist. Sie weiß nichts von der Zivilisation, wie sie einst war. Sie kann weder lesen noch schreiben. Aber sie versteht sich darauf, zu überleben. Allein streift sie durch das Land, ohne Herkunft und ohne Ziel. Die Untoten schrecken sie nicht. Vielmehr muss sie sich vor den Menschen in Acht nehmen. Ein Killer ist ihr auf den Fersen, weil Temple ihm etwas nahm, das ihm viel bedeutete. Sie muss fliehen, doch auf ihrer Flucht begegnet ihr der schutzlose Maury. Ihm zu helfen könnte Temples Weg zur Erlösung sein, um all das Schlechte wiedergutzumachen, das sie getan hat. Denn eines ist gewiss: in dieser neuen Welt sind nicht die Untoten die Monster.

    „The Reapers are the Angels“ gefiel mir viel besser, als ich erwartet hatte. Ich habe das Buch 2016 gekauft, als ich Dystopien und Postapokalypsen in rauen Massen verschlang. Drei Jahre später hat sich mein Geschmack verfeinert, sodass mich längst nicht mehr jede zombiebevölkerte Zukunftsvision in Begeisterungsstürme versetzt. Ich erkannte, dass dieses Genre, wie jedes andere auch, permanent von Durchschnittlichkeit bedroht ist. „The Reapers are the Angels“ ist keinesfalls durchschnittlich und das liegt meiner Meinung nach maßgeblich an der Protagonistin Temple, deren Perspektive zu den spannendsten zählt, die ich je in der postapokalyptischen Literatur einnehmen durfte. Ich habe bisher wenige Hauptfiguren getroffen, die so sehr im Hier und Jetzt ihrer Gegenwart leben wie Temple. Anfangs erschien sie mir sehr jung, unschuldig und naiv, denn das Buch beginnt auf einer kleinen Insel, auf der Temple sich in einem alten Leuchtturm ein Heim einrichtete. Leider kann sie dort nicht bleiben. Sobald sie gezwungen ist, mit ihrer postapokalyptischen Umwelt zu interagieren, offenbarte sich ihr harter Charakter. Ich möchte betonen, dass ich „hart“ völlig wertungsfrei verwende. Temple muss hart sein. Sie ist brutal unabhängig, beinahe schmerzhaft selbstständig und das alles im zarten Alter von etwa 15 Jahren. Sie nimmt die verwüstete Welt, wie sie ist, erkennt ihre Schönheit, vermisst oder betrauert nichts und reagiert pragmatisch auf jede Herausforderung, die ihr begegnet. Schlagartig wirkte sie deutlich älter, taff und abgebrüht. Nachträglich glaube ich, dass diese Diskrepanz darauf zurückzuführen ist, dass Temple im Schutz der Isolation ihrer Insel den Luxus genoss, nicht erwachsen sein zu müssen und sich deshalb einer Kindheit annäherte, die sie eigentlich nie hatte. Zurück in den Überresten der Zivilisation verkörpert sie eine neue Generation – Menschen, geformt von der Zombie-Apokalypse, die alles tun würden, um zu überleben und sich dessen nicht schämen, weil sie nichts anderes kennen. Bell konfrontiert seine Protagonistin immer wieder mit den Grenzen des Akzeptablen und erforscht, wie weit sie zu gehen bereit ist. Folglich ist die Handlung von „The Reapers are the Angels“ zwar sehr blutig und gewaltgeprägt, vermittelt aber trotzdem eine tiefsinnige, feinfühlige und fast sanfte Ausstrahlung, fern von reißerischer Hysterie. Leise, reflektierte Momente wiegen schwerer als wilde Action und selbst die Zombies spielen nur eine untergeordnete Rolle. In Temples Wahrnehmung sind Zombies gefährliche Tiere, denen sie wann immer möglich einfach aus dem Weg geht. Sie verteidigt sich ausschließlich, wenn ihr keine andere Wahl bleibt und empfindet keine Freude daran, Zombies zu töten. Mich überraschte es dementsprechend nicht, dass Ursache und Auslöser der Zombieplage nie geklärt werden. Bell erläutert nur, was für Temple von Bedeutung ist und das ist tatsächlich nicht viel: das Verhalten der Zombies, ihre Fähigkeiten und wie die Infektion übertragen wird. Alles andere kümmert sie nicht. Braucht es auch nicht, denn schließlich sind die Zombies nicht diejenigen, die sie fürchten muss.

    Mit „The Reapers are the Angels” verfolgte Alden Bell meiner Ansicht nach das Ziel, das Potential der Zerstörung zu untersuchen. Er konzipierte einen Neuanfang für die Welt und erkundete, welches Leben aus der Asche einer glorreichen Vergangenheit hervorgehen könnte. Dazu bediente er sich einer Protagonistin, die in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich ist und sich hervorragend dazu eignet, die Erwartungshaltung seiner Leser_innen durcheinanderzuwirbeln. Temple ist keine stereotype Heldin, sondern ein echtes Unikat. Ich bin ein riesiger Fan von ihr, weil sie zahlreiche paradoxe Eigenschaften vereint und dennoch glaubwürdig erscheint. Ihre Geschichte berührte und begeisterte mich, denn für mich personifiziert sie die Anmut von Anpassungsfähigkeit. Temple ist, wer sie ist – ein Kind der Postapokalypse, die Zukunft der Menschheit. Ihre bloße Existenz stellt ein literarisches Ausrufezeichen dar. Die lose Fortsetzung „Exit Kingdom“ ist meinem Empfinden nach daher überflüssig. Ich glaube nicht, dass ich sie lesen werde. Manche Geschichten sollten einfach so stehen bleiben, wie sie sind.

  12. Cover des Buches Surf Like a Girl [German] (ISBN: 9783791385945)
    Carolina Amell

    Surf Like a Girl [German]

    (10)
    Aktuelle Rezension von: IamEve

    Die Fotografien sind einfach der absolute Wahnsinn!! Ich bin unglaublich begeistert, dieses Buch ist gleichermaßen faszinierend und inspirierend. Die Frauen in diesem Buch sind stark und machen Mut und vermitteln das Gefühl purer Lebensfreude. Dieser Hochwertige Bildband weckt definitiv das Fernweh in mir! 

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