Bücher mit dem Tag "anorexia nervosa"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "anorexia nervosa" gekennzeichnet haben.

21 Bücher

  1. Cover des Buches Blutdämmerung (ISBN: 9783499266928)
    Rainer Löffler

    Blutdämmerung

     (160)
    Aktuelle Rezension von: angi_stumpf

    Nach dem ersten Teil "Blutsommer" war ich gespannt auf die Fortsetzung. Endlich hab ich es geschafft, das Buch mal zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Bis auf das Ende, das mir etwas zu offen war, habe ich eigentlich nichts auszusetzen an diesem Thriller.

    Martin Abel und seine Partnerin Hannah sind wieder auf Mörderjagd. Und auch diesmal ist es ein starker Gegner, dem sie sich gemeinsam stellen müssen.
    Im letzten Buch hat Abel ja sehr viel einstecken müssen, aber das hindert ihn nicht daran, wieder voller Tatendrang zu ermitteln. Oft auch mit unorthodoxen Methoden und etwas am Dienstweg vorbei, aber für ihn zählt nur das Ergebnis.
    Auch im privaten Bereich tut sich wieder einiges und hier hätte ich gern am Ende noch mehr erfahren.

    Der Fall ist knifflig und die Opfer sind unschuldige junge Mädchen, aber leider auch ein paar Tiere. Finde ich persönlich nicht so toll.
    Man konnte zwar zu einem frühen Zeitpunkt auf die Lösung kommen, aber es las sich trotzdem alles recht fesselnd.

    Für Fans der Reihe auf jeden Fall empfehlenswert. Nicht zu extrem blutig, aber schon heftig, falls jemand etwas zarter besaitet ist.

  2. Cover des Buches Wintermädchen (ISBN: 9783473584048)
    Laurie Halse Anderson

    Wintermädchen

     (423)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Lia und Cassie waren die besten Freundinnen. Beide schworen sich in einer Silvesternacht, dass sie die dünnsten der Schule werden. Doch dann stirbt Cassie im Gateway Motel. Für Lia bricht eine Welt zusammen und sie gibt sich die Schuld an ihrem Tod. Nicht den Menschen und dem Internet, die sich ständig über sie lustig gemacht haben. Auch ihr Schwur hat nichts damit zu tun. Nicht einmal Cassies Eltern gibt sie die Schuld. Nein, sie gibt sie sich selbst. Denn sie ist damals nicht ans Telefon gegangen…

    Meine beste Freundin hat damals so von diesem Buch geschwärmt, dass ich es mir auch direkt gekauft habe. Doch leider lag es Ewigkeiten auf meinem SuB und letztes Jahr habe ich es dann geschafft, endlich dieses Buch zu lesen. Und ich habe niemals mit so einer Geschichte gerechnet.

    Vorab möchte ich noch sagen, dass ihr dieses Buch mit Vorsicht lesen solltet. In diesem Buch steht leider keine Trigger Warnung, aber das hat es dringend nötig. Denn in diesem Buch werden sensible Themen unbeschönigt dargestellt. Also spreche ich hiermit jetzt eine dicke Trigger Warnung für dieses Buch aus. Bitte nehmt diese Ernst und achtet auf euch!

    Lia ist eine sehr starke Protagonistin, die gegen ihre Dämonen kämpft. Sie leidet unter Magersucht, Depressionen und selbstverletzendem Verhalten. Dies hat mit ihrer zerbrochenen Familie zutun und mit ihrem Vater, der ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. In diesem Buch werden Lias Gedanken unbeschönigt dargestellt, was ich auf der einen Seit sehr gut finde, da man einen guten Einblick in die Welt eines psychisch kranken Person findet. Aber auf der anderen Seite ist es triggernd für diejenigen, die selbst betroffen sind. Lia hat in diesem Buch eine sehr starke Entwicklung hinter sich, die ich bewundere. Ich glaube, ich hätte nicht die Kraft dafür.

    Cassie, Lias ehemalige beste Freundin, ist ebenfalls an Magersucht erkrankt. Kurz bevor sie im Motel starb, hat sie Lia angerufen. Beide Mädchen hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr, daher ignorierte sie den Anruf. Die Autorin hat es geschafft, die Charaktere authentisch und lebhaft darzustellen. Sie hat recherchiert und macht somit die Geschichte lebendig. 

    Der Schreibstil von Laurie Halse Anderson hat mich tief bewegt. Sie schreibt brutal ehrlich und zeigt einem deutlich, was psychische Erkrankungen mit einem Menschen anrichten. Die Sprache der Autorin ist lebhaft und hat mich damit an die Seiten gefesselt. Das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen, da ich immer wieder wissen wollte, wie es weitergehen wird...

    ,,Wintermädchen‘‘ ist eine Geschichte, die schonungslos ehrlich davon berichtet, dass psychische Erkrankungen kein Kinderspiel sind. Die Autorin hat die Erkrankungen sehr gut dargestellt und oft habe ich mich beim Lesen verstanden gefühlt, da ich manchmal ähnliche Gedanken habe. Das war mein erstes Buch der Autorin und bestimmt auch nicht das letzte!

  3. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Lauracea

    Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die erste Hälfte ist aus Sicht einer 9 jährigen geschrieben, was für mich sehr ermüdend zu lesen war. 

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass die Autorin eine sehr einzigartige Weise hat mit Worten zu jonglieren und Gefühle auf eine sehr kunstvolle und nachdenkliche Art auszudrücken. Die Betrachtung der kleinen Phoebe auf die Welt sind gut durchdacht und erinnerten mich ein wenig an "der kleine Prinz".

    Aber die Gespräche, die im Buch geschildert werden, empfand ich als künstlich und gestellt. Die Charaktere sehr flach und einseitig. Die Beziehung zwischen den Charakteren ist in der ersten Hälfte noch einigermaßen greifbar. Danach erschien mir alles sehr übertrieben, unnatürlich und dramatisch. 

    Das Thema Magersucht ist die Autorin sehr gefühlsbetont angegangen. Da es zwischenweise doch sehr unter die Haut geht, hat es definitiv in den Händen von Kindern oder Jugendlichen unter 16 Jahren nichts verloren. 

  4. Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)
    Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen

     (793)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Treffender könnte ein Buchtitel nicht sein. Es geht um die einsame Lebensgeschichte zweier junger Menschen, die nach einem tragischen Ereignis in früher Kindheit das Vertrauen in andere Menschen verlieren. Soziale Beziehungen aufzubauen und zu erhalten, bleibt für beide eine ausserordentliche Herausforderung. Wie viel kann ein Mensch ertragen, um am eigenen Schicksal nicht zu zerbrechen? Wie weit gehen Selbstbestimmung und die Verantwortung für das eigene Lebensglück? Diese Themen sind verwoben in der anrührenden Liebesgeschichte von Alice und Mattia.


    Das Buch liest sich angenehm und leicht trotz dramatischer Handlung, ich würde es literarisch jedoch nicht allzu hoch bewerten.

  5. Cover des Buches Engel haben keinen Hunger (ISBN: 9783407755308)
    Brigitte Biermann

    Engel haben keinen Hunger

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Laennard

    Zuerst einmal: ich habe eine ganze Woche für dieses Buch gebraucht. Normalerweise bin ich viel schneller. Woran das lag? Ich muss sagen, der Schreibstil der Autorin an sich war nicht so meins. 
    Das ist aber auch mein einziger "Kritikpunkt" und der Grund, warum ich vielleicht so lang gebraucht habe. Aber auch, weil diese Geschichte eben nicht nur Fiktion ist, sondern genau so passiert ist. Und dabei zeigt sie sowohl das Innenleben der Kranken, als auch das der Angehörigen (das sogar noch mehr). Alle grausamen Facetten der Krankheit werden dargestellt, die sich in diesem Fall fast über 4 Jahre streckt. Mit so einer riesigen konstanten Gewitterwolke im Leben lässt es sich ja kaum noch lachen, je schlimmer es wird. Man weiß ja gleich zu Beginn (Klappentext), dass das Ganze nicht gut ausgeht, was es nur noch bedrückender macht - aber eben auch realistischer, denn es gibt da nicht nur Happy Ends. Ich habe noch nicht viele Bücher über Magersucht gelesen, aber die gingen dann doch optimistisch aus (zum Beispiel mein absolutes Lieblingsbuch), aber nie war etwas abschreckender als diese Geschichte: absolut real, jahrelanges Leiden, diese grausame Hilflosigkeit. Das sollte jeder lesen, der etwas mehr über die Krankheit erfahren möchte, um sich bewusst zu sein, was es doch für schreckliche psychische Krankheiten gibt. Ich bleibe jedenfalls zurück, mit einem unwohlen Gefühl im Magen, was wohl sehr ironisch klingen mag, aber spreche auf jeden Fall eine Empfehlung aus. 
  6. Cover des Buches Mondfee (ISBN: 9783407789006)
    Kjersti Scheen

    Mondfee

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Mondfee_
    Ein zu schönes Buch! Man kann sich richtig vorstellen wie das Leben ist! Ich bin fasziniert!
  7. Cover des Buches Meine schöne Schwester (ISBN: 9783401027357)
    Brigitte Blobel

    Meine schöne Schwester

     (113)
    Aktuelle Rezension von: -Leonie_

    Worum geht`s ?: Dana trägt unter ihren weiten Klamotten immer noch ihren Babyspeck mit sich herum. Ihre  Schwester Beate hingegen hat eine tolle Figur, die Jungs stehen bei ihr Schlange und auch in der Familie dreht sich alles nur um sie. Dana sehnt sich nach Anerkennung und trötet sich mit Essen - bis sie beschließt abzunehmen. Die Abmagerungskur entwickelt sich schließlich zum Zwang: Dana wird magersüchtig. 

    Meine Meinung: Die Geschichte hat mich sehr begeistert. Das Thema Magersucht wird gut beschrieben und man erkennt die Folge von dem Zwang. Die Autorin hat das schwierige Thema gut umgesetzt. 


  8. Cover des Buches Alles so leicht (ISBN: 9783551316110)
    Meg Haston

    Alles so leicht

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Medeas_bookstore

    Im Buchladen habe ich mir den Klappentext durchgelesen und es dannach gleich gekauft. Ich lese nämlich gerne Bücher über schwierige Themen und Magersucht ist sehr "spannend", wenn ihr wisst, was ich damit meine.
    Es wird nicht lange drum herum geredet, sondern startet direkt im Geschehen. Da aus der Ich-Perspektive von Stevie erzählt wird und der Schreibstil angenehm zu lesen ist, war ich schnell zwischen den Seiten gefangen.
    Stevies Geschichte wird von zwei Zeitformen erzählt. Die eine vor und die andere nach dem Tod ihrem Bruders. Dadurch bekommt die Geschichte Spannung. Man möchte wissen, wie es soweit kommen konnte. Mit der Magersucht und den Selbstmordgedanken. Schließlich passiert so etwas nie ohne Grund. Den erfährt man in dem Buch allerdings recht spät. Was ich gut finde. So bleibt man neugierig.
    Stevie ist eine besondere Protagonisten. Am Anfang noch stur und nur auf das eine fokussiert: Ihren Tod. Doch ihre Entwicklung beeindruckt mich. Sie kommt schleichend und doch konstant. Durch die Ich-Perspektive bekommt man zudem einen super Einblick in ihr Innenleben. Ihre Denkweise lässt einen des öfteren den Mund offen stehen. Die Autorin schreibt ehrlich über diese schwierige und leider oft Totgeschwiegene Thematik. Meg Haston schreibt trotzdem offen und authentisch darüber.
    Auch wenn das Buch über Aneroxie und Bulimie emotional ist, konnte es mir keine Tränen entlocken. Ganz ohne Emotionen war ich zwar nicht, dennoch hätte ich mir noch einen Tick mehr erhofft.

  9. Cover des Buches Alice im Hungerland (ISBN: 9783548291512)
    Marya Hornbacher

    Alice im Hungerland

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher ist 496 Seiten lang und ein Ullstein Taschenbuch.

    Das Softcover hat eine mittelmäßige Qualität mit schönen dicken Leseseiten.

    Im Buch Alice im Hungerland schreibt Marya ihre Geschichte von Kindheit bis heute und über ihr Leben mit Bulimie und Anorexie, sowie deren Folge- und Begleiterkrankungen.

    Die Geschichte hat einen flüssigen Schreibstil, welcher die Buchseiten schnell dahinfliegen lässt. Viele Zitate sind enthalten von Alice im Wunderland, aber auch Persephone und weitere philosophische Zeilen, die mir große Freude bereitet haben und das Buch ganz besonders machen. Es werden in der Biographie zur Verständniß auch wissenschaftliche, medizinische und psychiatrische Aufsätze zitiert, die mich am Anfang etwas gestört haben und den Lesefluss stockten. Doch dann hat die Lebensgeschichte rasant an Fahrt aufgenommen und im teilweise schockierenden Maße wird die Essstörung ganz unromantisch und entglorifiziert dargestellt, wie sie nun einmal ist. Da wird aus der Freundin Ana (Anorexie) und Mia (Bulimie), ein Monster das man nicht mehr unter Kontrolle bringen kann. Teilweise konnte ich mich mit der Autorin vergleichen und Parallelen feststellen, aber in manchen Punkten war sie mir dann doch völlig fremd und lebte ganz fern von meiner Welt. Erbarmungslos schön schreibt Marya ihre Geschichte, die manchmal traumhaft anmutet, doch sich dann in die Hölle verwandelt. Immer mit einem Bein im Leben und im Tod, schwebend, nicht wissend wo man sich gerade hinbewegen soll. so kann man die Gefühle und Szenen beschreiben, die auf einen einprasseln während man die Zeilen liest. Authentisch und offen berichtet Marya aus ihrem Leben. Vielleicht kann es den ein oder anderen helfen und zum Umdenken bewegen und den Blick erweitern.

    Fazit: Ein erbarmungsloser, authentischer Roman, mit philosophischen und medizinisch, wissenschaftlichen Inhalt, der wunderschönes Traumland und Höllenqual zugleich vermittelt und die Welt der Essstörungen offenbart. Absolut empfehlenswert für Betroffene und Menschen die sich in eine solche Welt hineindenken möchten!
  10. Cover des Buches Dürre Jahre (ISBN: 9783852188034)
    Helene Flöss

    Dürre Jahre

     (12)
    Aktuelle Rezension von: buchwanderer
    „Schlank ist in. Dünn ist besser. Dürr ist ideal.“ (S.17)

    Zum Inhalt:

    Dali, ein junges Mädchen, hat das Gespür für ihren Körper, sein gesundes Bedürfnis nach Nahrung verloren. Sie leidet – und dies im wahrsten Sinne des Wortes – an Magersucht. Ein Lebensleidensweg, dessen Fix- und Angelpunkte aus der versch(r)obenen Beschäftigung mit Essen bestehen. Aus Traumata einer Seele, die danach dürstet sich mitteilen zu können, der jedoch das Instrumentarium fehlt, begreiflich zu machen, wie es im aufgewühlten Inneren aussieht. Die Erzählung begleitet Dali durch die Auf und Abs dieser perfiden Krankheit, beleuchtet ihre Gedankengänge, ihre Ängste, ihre Freuden und Hoffnungen, ihren Kampf zurück in ein vielleicht gesünderes Über-Leben…

    Fazit:

    Helene Flöss trifft mit einem Satz in der Erzählung jenen Nerv, den v.a. Freunde, Angehörige und v.a. Partner jener Menschen die an Anorexie leiden vorbehaltlos unterschreiben könnten: „Dein Selbstmord in Stücken und wir, die dir dabei zuschauen.“ (S.59) In keinem Part des Textes geht es der Autorin um Effekthascherei. Beinahe schmerzhaft nüchtern schildert sie ein Leben auf der Schneide eines Messers, welches Nahrung nach völlig anderen Gesichtspunkten einteilt, als dies bei „gesunden“ Menschen der Fall wäre. Aus der eigenen Erfahrung mit Betroffenen kann ich dem Text ein hohes Maß an Authentizität, an klarer Ehrlichkeit und einen Grundtenor der Hoffnung attestieren, wie man ihn selten findet. Er macht Mut ohne das Blaue vom Himmel zu versprechen, legt Finger auf Wunden, die unsere Gesellschaft mit dem Mäntelchen der Abschiebung und Ausgrenzung nur allzu gerne zudeckt. Und es ist auch diese Hoffnung, die es gilt aufrechtzuerhalten, wenn Trauer als Schwarzer Sumpf vor jenen liegt, denen man Gutes will und sie das Gefühl haben, „sie findet da nicht mehr heraus. Nicht aus dem Grabbett und nicht aus dem Hungern.“ (S.56)
    Keine leichte, aber eine sehr empfehlenswerte Lektüre, die v.a. eines fördert: das Verstehen.

    Zum Buch:

    Der kleine Band aus dem Haymon-Verlag zeichnet sich durch eine mit dem Text stimmige künstlerische Umschlaggestaltung für die Kurt Höretzeder aus Scheffau/Tirol zeichnet aus, ebenso wie durch eine sehr klare Typografie mit relativ großen Schrifttypen. Die Seiten wurden in haptisch angenehm starkem Papier gehalten, dem der feste Paperbackumschlag mit seinen abgerundeten Ecken ein solides Aussehen verleiht, ohne dabei die Schwere der dunklen Titelfotografie noch zu unterstreichen. Einziges handwerkliches Manko stellt eine nicht sonderlich gute Verleimung von Buchblock und Umschlag dar.

  11. Cover des Buches Luft zum Frühstück (ISBN: 9783732007431)
    Jana Frey

    Luft zum Frühstück

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Torsten_Gruenke

    Der Roman "Luft zum Frühstück" behandelt das Leben der 14-jährigen Serafina, die völlig unvermittelt in die Magersucht abrutscht. Die Geschichte basiert darauf, dass Serafina einen interessanten Lebensweg an den Tag legt, der sie von Italien nach Deutschland führt. Die Zeit in Italien vermisst sie allerdings sehr und ihre Großmutter in Deutschland reicht nicht an die Familienverhältnisse im Ausland heran. Abgesehen davon entsteht eine Ehekrise der Eltern und die kleine Schwester Marie kann sehr gut mit dieser Situation umgehen. Der einzige Anker ist Moses, ein dickes Junge, der trotzdem mit ihr befreundet sein will. Eines Tages ändert sich ihre Sicht auf die Dinge und sie möchte weniger Essen um schlank zu werden, so wie es die Vorbilder ihrer Schwester, der Schulkameraden, die sie wenig beachten und der neuen Nachbarin Ernestine. Außerdem verliebt sie sich in den Bruder von Ernstine, von dem Serafina ebenfalls ausgeht, dass er lediglich auf dünne Mädchen steht. Die Geschichte zieht ihren Faden, indem das Mädchen immer mehr darauf erpicht ist, zu hungern und Gewicht zu verlieren, bis sie gänzlich den Hang zur Realität verliert. Im Endeffekt stellt sich die Frage, wer sie vor dem wirklichen Ende retten kann..

    Aus der Thematik ist eine reißerische und ergreifende Geschichte entstanden, die für Außenstehende unglaublich wirkt. Es ist kaum verständlich, wie still und heimlich und gleichzeitig reißend Serafina in die Magersucht rutscht. Und doch wird die Problematik einfach, schlicht und unnachgiebig dargestellt, mutmaßlich in der Brisanz, der Ihnen zu Teil haben sollte. Die Geschichte beschreibt leichtfertig die Probleme eines normalen Mädchens, das gesellschaftlich gezogener Zwänge ausgeliefert ist und sich deshalb beinahe zu Tode hungert. Neben interessanten Fakten bietet das Buch eine Lehrstunde, die vielfältig zum Nachdenken über die eigenen Ansichten anregt und unsere Handlungen in der Gesellschaft ausdrückt.

    Insgesamt eine spannende, erschreckende und lehrreiche Geschichte!

  12. Cover des Buches Le Pavillon des enfants fous (ISBN: 9782253030072)
    Valérie Valère

    Le Pavillon des enfants fous

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Im Namen des Lexikons (ISBN: 9783257234558)
    Amélie Nothomb

    Im Namen des Lexikons

     (91)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    „Im Namen des Lexikons“ von Amelie Nothomb - >>Name ist Schicksal. Davon ist Lucette überzeugt, als sie ein Kind erwartet. Diesem Kind soll ein aufregendes Leben vergönnt sein, deshalb entscheidet Lucette sich für die totale Extravaganz, für einen Namen, den sie in einem Lexikon des 19. Jahrhunderts gefunden hat: Sie nennt ihr Kind Plectrude.<<
    ...mit diesem Namen geht so vieles einher! Als Leser wird man hier in eine Geschichte geführt, die so unglaublich vieles zwischen den Zeilen bereit hält, dass es mich schier überwältigt hat! Es kommen viele Details zusammen, die tiefere Bedeutung haben und das Gedankenkarussell stark zum rotieren bringen. Amelie Nothomb hat hier ein Buch kreiert, was insbesondere am Ende ein klares unterschwelliges Statement setzt und mich überrascht und im Moment des Lesens sehr schockiert hat! „Im Namen des Lexikons“ ist ein absolut lesenswertes Buch und meinerseits eine große Leseempfehlung!

  14. Cover des Buches Jeansgröße 0 (ISBN: 9783401027722)
    Brigitte Blobel

    Jeansgröße 0

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Jeansgröße 0" von Brigitte Blobel ist 256 Seiten lang und beim Arena Verlag erschienen.

    Die Softcoverausgabe hat eine mittlere Qualität und besticht durch einen sehr guten Preis von 5 Euro. Es ist ein Jungendbuch mit dem Thema Magersucht.

    Katharina zieht vom Land in die große Stadt Hamburg um zu studieren. Ihre WG Partnerin Zoe ist nett, aber leider kaum da. Lilja ist dagegen eine echte Zicke und sie versucht Katharina von Anfang an zu unterdrücken  und stellt sie immer wieder im schlechten Licht dar. Lilja hat eine ganz dünne, zerbrechliche Figur, durch die sie überall heraussticht. Sie will Model werden. Als Katharina auf der Einweihungsparty Mike kennenlernt und sich in ihn verliebt, weiß sie noch nicht das er Liljas Freund ist. Von Lilja als dick gemobbt und durch ihren Liebeskummer, wird eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, aus der Katharina so schnell nicht wieder herauskommt. Katharina und Lilja werden zu Konkurrentinnen und beide streben Jeansgröße 0 an.

    Mir hat dieses Jugendbuch recht gut gefallen. Die Story ist nett und für Zwischendurch schon lesenswert. Der Schreibstil ist schön flüssig. Leider haben mir in der Geschichte aber viele Details und Emotionen gefehlt. Hinzu kamen ganz viele Klischees, die ich teilweise nur belächeln konnte. Die Story an sich ist nicht schlecht, aber es fehlt halt ganz viel an Emotion und Hintergrundwissen ohne in Klischees zu verfallen. Allein schon das Katharina vom Land in die Stadt zieht und dort als Landei überfordert scheint, finde ich sehr altbacken und nicht mehr zeitgemäß. Die seltsame Verwicklung mit Liljas Freund Mike macht das Buch auch nicht besser.

    Fazit: Eine mittelmäßige Lektüre, die man für Zwischendurch ruhig lesen kann, jedoch gibt es zum Thema Essstörungen weitaus bessere Bücher mit mehr Details, Emotionen und weniger Klischees. Kann man lesen, muss man aber nicht!
  15. Cover des Buches Hinter Knochen - Mein Kampf ums Überleben: Der Weg aus der Essstörung (ISBN: 9798631037953)
  16. Cover des Buches Moira, 16 Jahre "Ich hatte Anorexie" (ISBN: 9783825173425)
    Moira Müller

    Moira, 16 Jahre "Ich hatte Anorexie"

     (3)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Das Buch war schon interessant und macht wirklich deutlich wie schleichend solch ein Prozess von statten geht. Erschreckend! Allerdings ist es wirklich 100% Tagebuch, das mag vielleicht nicht jeder. Aber mir hat auch gefallen, dass sie im Nachhinein nochmal Kommentare hinzugefügt hat.

  17. Cover des Buches Dann bin ich eben weg (ISBN: 9783641211370)
    Christine Fehér

    Dann bin ich eben weg

     (333)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Jedes Kapitel beginnt mit einer Auflistung der Lebensmittel, die Sina an diesem Tag zu sich nimmt. Die Idee ist klasse, zeigt sie doch erschreckend deutlich, wie die jugendliche Protagonistin immer mehr dem Sog des Hungerns erliegt, wie sie Stück für Stück die Kontrolle über sich verliert, obwohl sie glaubt, ihr Leben im Griff zu haben, nur indem sie Kalorien zählt.

    In anderen Rezensionen zu „Dann bin ich eben weg“ wird kritisiert, dass dieses Stilmittel der Lebensmittel-Aufzählung gefährlich sei, könnte sie doch junge Leser beeinflussen. Sprich, gefährdete Leser könnten sich Sinas Essgewohnheiten zum Vorbild nehmen. Ich kann nicht beurteilen, ob daran etwas Wahres ist oder nicht, aber ich weiß nicht, ob Menschen mit Essstörungen dieses Buch brauchen, um sich Anregungen zu suchen.

    Allerdings bleibt die Geschichte zu sehr an der Oberfläche. Die Charaktere rund um Sina sind blass und eher Mittel zum Zweck. Die gerade bei diesem Thema so wichtigen psychologischen Elemente bleiben auf der Strecke. Gerade für jugendliche Leserinnen und Leser ist es wichtig, die Gefahren der Magersucht umso eindringlicher und warnender darzustellen. Und da hätte es durchaus etwas mehr sein dürfen, um die Mechanismen hinter diesem zerstörerischen Krankheitsbild zu erkennen.

    Insofern bleibt der Roman mit seinen gerade mal 186 Seiten nur eine nette Lektüre für zwischendurch, die kaum im Gedächtnis hängen bleibt.

  18. Cover des Buches The Long Road Back: A Survivor's Guide to Anorexia (ISBN: 9781880823194)
  19. Cover des Buches Majas Macht (ISBN: 9783770731350)
    Heidi Hassenmüller

    Majas Macht

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Herzenssucht (ISBN: 9783570304464)
    Birgit Schlieper

    Herzenssucht

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Meine Meinung: Das Cover gefällt mir von der Farb- und Motivwahl ziemlich gut, passt aber null zum Inhalt. Das Buch behandelt zwar das Thema Magersucht, allerdings so oberflächlich, dass es teilweise irgendwie zur Nebensache wird.  Was einem unausweichlich auffällt, wenn man die ersten Sätze liest: ein unfassbar grottiger Schreibstil. Es werden ganz viele kleine abgehackte Hauptsätze aneinander gereiht, die zu einem stockendem Lesefluss führen. Kapitel gibt es nicht, lediglich kleine Absätze zwischendurch - das ist aber mit der kleinste Kritikpunkt den ich habe. Die Dialoge sind flach und zu umgangssprachlich. Das widerum führt dazu, dass ich die Personen und vor allem die Protagonistin Nele enorm unsympathisch finde. Sie ist vorlaut, frech, unfreundlich und aggressiv! Es war mir wirklich egal was mit diesem Mädchen passiert und ihre Krankheit hat auch keinerlei Emotionen in mir hervorrufen können. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass es ein 15 Jähriges, an Magersucht erkranktes, Mädchen ist, da kann es schon mal vorkommen, dass sie so ist. Aber ganz ehrlich? Ich war nur genervt von Nele und ihrer Art. Vielleicht bin ich etwas zu streng, aber ich konnte dem Ganzen nichts abgewinnen.  Dazu kommt dann noch, dass das ganze Thema immer nur stückchenweise angeschnitten wurde und die Geschichte an sich viel zu schnell verlief, ohne jegliche Hintergrundinformationen. Es wurden Dinge einmal und dann nie wieder angesprochen. Der rote Faden und der Tiefgang hat mir komplett gefehlt. Man kann kein Buch über eine Krankheit schreiben und diese Thematik dann so unfassbar oberflächlich behandeln. Zumindest sehe ich das so. In meinen Augen verschafft dieses Buch in keinster Weise einen Einblick in das Krankheitsbild und die Probleme die damit einhergehen. Ich weiß auch nicht, was mir "Herzenssucht" sagen wollte und was ich damit anfangen kann. Hiervon sollte man wirklich die Finger lassen, denn es gibt weit aus interessantere und sinnvollere Lektüren zum Thema Magersucht!
  21. Cover des Buches Valérie Valère : Un seul regard m'aurait suffi (ISBN: 9782262017880)
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