Bücher mit dem Tag "ansehen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ansehen" gekennzeichnet haben.

85 Bücher

  1. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (3.985)
    Aktuelle Rezension von: chillbibliophie

    INHALT: Elizabeth ist sehr eigenwillig und sieht es auf keinen Fall ein den erst besten Mann der ihr über den Weg läuft zu heiraten. Schon gar nicht den widerlichen Mr. Darcy. Oder trüben nur ihr Stolz und die Vorurteile ihr Bild von ihm?

    REZENSION: 

    Ich vergöttere die Liebesgeschichte rund um Lizzie und Darcy. Sie sind so gegensätzlich und doch so gleich. Ich liebe Lizzys Art und wie sie zu der Welt steht. Mr. Darcy ist teilweise echt unsympathisch aber trotzdem ist er im Endeffekt perfekt. Ich finde die Storyline und auch den Schreibstil für die damalige Zeit genial. Durchgehend habe ich mich in der Geschichte wohl gefühlt und auch des Öfteren geschmunzelt. 

  2. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.910)
    Aktuelle Rezension von: Marco_Marvel

    Drachenläufer ist ein Entwicklungsroman, der Afghanistan zu unterschiedlichen Zeitpunkten sehr gut beschreibt und die Mentalität des Volkes nachvollziebar erklärt. Ich kannte Afghanistian aus diversen Berichten in dne Medien nur als karge und trostlose Wüste. Weit gefehlt!

    Der junge Protagonist ist nicht wirklich symphatisch, aber man folgt seinem Aufwachsen sehr interessiert.

    Teilweise wird eine emotional schwer verdaulische Kost serviert.
    Die Erzählweise des Autors in diesem Roman gefällt mir ausnehmend gut.
    *spoilerAlarm???*

    Das Buch ist teilweise packend geschrieben und die Handlung wird mit einem verhaltenen Happy End zufriedenstellend aufgelöst.

    Eine Echte Empfehlung !

  3. Cover des Buches Leopardenblut (ISBN: 9783802581526)
    Nalini Singh

    Leopardenblut

     (1.102)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Sasha ist eine Mediale und als solche hat sie keine Gefühle.... Eigentlich. Doch Sasha fühlt jede Menge und als sie auf den Gestaltwandler Lucas trifft bröckelt ihre Fassade und bringt sie in tödliche Gefahr.
    Der Auftakt der Reihe hat mir richtig gut gefallen.
    Ich konnte mich sehr gut in Sasha hineinversetzen und ich empfand sie als sehr echt.
    Die Handlung war so spannend, aber auch sexy und witzig, aber vor allem hat sie mich neugierig auf die weiteren Teile der Reihe gemacht.
    Mehr gibt es nicht zu sagen, denn eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte.

  4. Cover des Buches Gomorrha (ISBN: 9783446209497)
    Friederike Hausmann

    Gomorrha

     (81)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus
    Camorra, auch die italienische Mafia, aus Neapel. Der Journalist, Roberto Saviano, recherchiert und schleust sich bei der Camorra ein, um mehr über sie zu erfahren. So arbeitet er in der Textilfabrik, die Kleidung für Stars herstellt. Denn bald erkennt er sein Kleid im Fernseher, welches eine berühmte Frau trägt. Weiter geht seine Reise in ein Zementwerk, welches Geschäftsbeziehungen in ganz Europa, wie Deutschland, hat.
    Roberto Saviano erzählt seine Geschichte, was ihm wiederfahren ist und beschreibt auch seine Heimatstadt: Neapel. Neapel versinkt immer mehr im Dreck, Unrat und Gewalt. Roberto bringt sich mit seinen Nachforschungen oft in Gefahr, kann sich daraus, für den Leser zum Glück, immer glimmrig retten.
    Die ersten Seiten des Buches haben mich geschockt und ließ ein Bild von Italien auferstehen, was ich noch nie so gesehen habe. Wobei ich schon vorher wusste, dass die Mafia eine riesige Macht in Italien ist.
    Roberto Saviano bracht sich mit der Veröffentlichung des Buches in großer Gefahr, denn er verriet viele Namen von hohen Tieren. Er setzte sich eines Mordes aus und hat es trotz der vielen Versuche bis heute überlebt.
    Eine Zeit später kam der Film zu dem Buch raus. Den Film habe ich mir angeschaut und war an einigen Stellen unschlüssig, da ich es aus dem Buch anders kannte.
    Ich wünsche den Autor, Roberto Saviano, ganz viele glückliche Jahre und weiterhin eine tolle Spürnase für Kriminalität.
  5. Cover des Buches Der Hobbit (ISBN: 9783608938401)
    J. R. R. Tolkien

    Der Hobbit

     (4.231)
    Aktuelle Rezension von: Lec

    Insgesamt fand ich das Buch sehr gut. Und es tut mir Leid nicht 5 Sterne geben zu können. Aber ich fand den Schreibstil am Anfang sehr schwierig  (für mich) zulesen. Dass das nicht allen so geht ist mir bewusst und trotzdem war für mich der Einstieg so etwas schwierig. Deshalb habe ich ca. 1/4 zuerst gehört und dann weiter gelesen. Mir persönlich, hat dass geholfen mit dem Schreibstil vertraut zuwerden. 

    Jetzt zum Inhalt! Was für eine unfassbar riesige, komplexe und magischen Welt hat Tolkin denn da erschaffen?! Ich habe, bevor ich den Hobbit gelesen habe, die Herr der Ringe Filme gesehen also kannte ich die Welt zumindest ansatzweise, aber in den Büchern (also im Hobbit, ich habe ja nur das Buch gelesen) ist es viel detailreicher. Auch die Schlacht der Fünf Heere ist nicht so riesig wie in der Filmen. Ich kenne jetzt auch die Filme vom Hobbit und mir gefällt das Buch viel besser. Die Charaktere machen zum Teil eine so große Veränderung im Laufe des Buches durch, es ist als würde man sie wachsen sehen.

    Wer noch nicht von Tolkin gelesen hat, sollte das unbedingt nach holen. Und da sollte man mit dem Hobbit anfangen. 

  6. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Favole

    Ich fühle mich gerade wie nach einem Marathon. Naja, wenn ich jemals einen gelaufen wäre.... Aber 2122 Seiten sind für ein Buch schon nicht ohne. Ok, für eine Tetralogie jetzt sicher ordentlich, aber auch nicht so viel. Jedoch obwohl meine Ausgabe eben 4 Bücher waren, hat es sich wie eins angefühlt, da die Teile untereinander so gar nicht abgeschlossen waren. 

    Im Nachhinein würde ich wohl auf eine gekürzte Ausgabe zurückgreifen. So ganz genau, lässt sich das hier sowieso nicht sagen, bei der Menge an unterschiedlichen Ausgaben. In meiner gab es z.B. keine Fußnoten oder Anmerkungen und die französischen Passagen waren zum Teil direkt übersetzt zum Teil französisch geblieben. Mit meinem bisschen Schulfranzösisch hat es gerade gereicht. Aber wirklich gestört hätte mich das wohl dennoch nur am Anfang, da es nach und nach weniger wird. 

    Das Buch umfasst für mich drei Bereiche. Einerseits die gesellschaftlichen Aspekte. Ich habe irgendwo gelesen, dass wohl im Ursprung der Titel auch mit Krieg und Gesellschaft hätte übersetzt werden können und nach der Lektüre muss ich sagen, dass der Titel besser gewesen wäre, denn um Frieden geht es nur sehr bedingt, um die Gesellschaft, Standesunterschiede, Erwartungen und Entwicklungen schon sehr. Dieser Teil war für mich am spannendsten zu lesen, da es um wirkliche Personen und eben Geschichten geht. Anfangs war ich allerdings auch leicht überfordert, da gerade zu Beginn so wahnsinnig viele Figuren eingeführt werden. Es werden auch immer mehr, aber in den ersten paar hundert Seiten musste ich mir mit einer selbst geschrieben Liste behelfen, sonst hätte ich nicht durchgesehen. Nach und nach kristallisieren sich dann bedingt Hauptpersonen heraus. Allen ist jedoch gemein, dass sie den höheren Gesellschaftsschichten angehören. 

    Der zweite Bereich umfasst die Kriegsbeschreibungen und untergliedert sich wiederum in allgemeinen Truppenbeschreibungen inkl. Positionen der Armeen sowie ganz direkte Beschreibungen einzelner Personen, meist aus dem ersten Bereich der Gesellschaft. Nur indirekt erfährt der Leser hier auch etwas über die ärmeren Menschen. Gegenüber dem, was aus Filmen und auch sicher anderen Büchern über „Krieg“ bekannt ist, beschreibt Tolstoi hier gar nicht mal so spektakulär, aber dennoch bleibt ein deutliches Gefühl zurück, dass Krieg – egal wie und wo – immer furchtbar, aber scheinbar auch unabdingbar ist. 

    Und damit kommen wir zum dritten Bereich, den ich gar nicht recht benennen kann. Tolstoi fasst hier seine Betrachtungen zu Politik, Gesellschaft, Geschichtsschreibung etc. schon fast philosophisch, jedoch auch wissenschaftlich zusammen. Obwohl diese Absätze, die mit Fortschreiten der Lektüre häufiger auftreten, für mich am anstrengendsten waren, muss ich doch sagen, dass hier wahnsinnig viel Wissen drin steckt. Ich glaube auch, dass hier der Ruhm des Buches begründet liegt. 

    Alles in allem sind die Übergänge der drei Bereiche oft fließend, insbesondere der ersten beiden von Mitte bis Ende des Buches. Und dennoch war die Veränderung stets sichtbar.  

    Ich muss zugeben, dass ich manche Abschnitte querlesen musste, weil ich sonst aufgegeben hätte. Und ich musste dran bleiben. Denn, wenn ich das Buch doch mal weggelegt oder ein anderes zwischendurch gelesen habe, blieb Krieg und Frieden häufig länger liegen. Auch mal drei Monate. Aber ich bin froh, dass ich durchgehalten habe. Nur schade, dass ich aufgrund der Zeit die Leserunde nicht wirklich mitmachen konnte. Dabei hat dieses Buch wirklich so viel Diskussionspotential. Aber gerade das war am Anfang der Leserunde für mich auch ein Problem, weil da je Abschnitt schnell mal über 100 Kommentare zusammengekommen sind und das mit der eh schon anspruchsvollen Lektüre für mich einfach nicht machbar war. 

    Fazit: Jedem Liebhaber von Klassikern kann ich dieses Buch nur empfehlen, vielleicht allerdings lieber eine nicht ganz so lange Ausgabe, da mich das fast zum Aufgeben gebracht hat. Aber vielleicht wäre es sonst auch nicht so gut gewesen. Wer weiß. Es lohnt sich durchzuhalten, was mir oft schwer fiel, aber so manche Äußerungen Tolstois lassen sich gut auf die heutige Zeit anwenden, so anders diese auch sein mag. Ich habe es nicht bereut. 

     

     

     

  7. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783311220008)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.029)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Alle kennen die großen Partys des großen Gatsbys. Die Leute kommen von überall her und nehmen sogar uneingeladen an den berühmten Feiern teil, aber keiner kennt den Gastgeber Gataby wirklich. Deswegen ranken sich viele Gerüchte um ihn. Als Nick sein neuer Nachbar wird, lernt er ihn auf eine ganz andere Weise kennen und merkt, dass hinter dem bekannten Mann ein ganz anderer steckt.


    Dieses Buch ist einfach großartig. Allein wie es schon anfängt und man in diese lebendige und doch nachdenkliche Stimmung hineingezogen wird. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie Nick, der Protagonist, die Geschichte erzählt. Dabei lernt man die Personen immer besser kennen und sieht die Schichten ihrer Persönlichkeit tiefer werden und die komplexen Beziehungen untereinander bringen einen zum Nachdenken. Die Geschichte wirkt ziemlich einfach und simpel und doch schwingen so viele Themen des Lebens mit, die der Autor tragisch und auch zynisch beschreibt.

    Ich für meinen Teil liebe dieses Buch und da es so schnell durchgelesen ist, kann man es immer wieder lesen und stößt dabei immer auf neue Details. Außerdem hat es einen einfachen und schönen Schreibstil, sodass man perfekt für ein paar Stunden in der Geschichte abtauchen kann.

  8. Cover des Buches Imperium (ISBN: 9783453419353)
    Robert Harris

    Imperium

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm_Franz

    Der Aufstieg Ciceros ist ein Abbild von politischen Ränkespielen, Intrigen und dem unbeirrbaren Willen sein Ziel zu erreichen. Cicero gilt als einer der größten Redner der rei publicae. Doch aller Anfang ist schwer und auch Ciceros ruhmreiche Karriere nahm seinen Ausgang als bescheidener Anwalt und stotterndem Redner. Doch mit Tiro, seinem Sklaven, Schreiber und späterem Freund, begibt sich Cicero auf Schulungsreise zu den größten Lehrern der Rhetorik und beginnt sein Ziel des politischen Aufstieg ins Auge zu fassen. Doch dafür muss er sich zuerst dem Eber mit den blutigen Hauern stellen - Gaius Verres. Ein Gerichtsprozess, von dem neben der Gerechtigkeit vor allem sein politisches Überleben abhängt. Doch während er die Pläne seines Widersachers Hortensius Hortalus ausmanövrieren muss, rüstet sich Cicero mit einer gewagten Taktik zum bevorstehenden Rededuell, um dem angeschlagenen Eber den entscheidenden Stoß zu versetzten.

    Robert Harris erzählt mit Imperium bildhaft und vorstellbar den Aufstieg Ciceros und lässt dabei sein außerordentliches Geschick, die zeitliche Stimmung in Worten einzufangen, zu Tage treten. Die Verzweiflung der Syracusaer wird ebenso greifbar dargestellt wie die beginnende Erosion der rei publicae. Doch insbesondere schafft der stetige Einbau von lateinischer Sprache über das allgemein Bekannte hinaus ein Gefühl von Authentizität. 

    Die dargestellte Geschichte ist solide recherchiert und bewiest wie spannend Historie erzählt werden kann. Von wortgetreu übersetzten Ausschnitten der "divinatio" bis hin zu den Hinweisen für einen guten Redner aus Ciceros "de oratore" sind vielfältige Passagen geschickt mit der Handlung verwoben, ohne dass dem Leseeifer ein Abbruch beikommt. Pro bono publico möchte ich da nur für alle Latein Lernenden sagen. Auch sonst lässt Imperium den Leser Einblick in den Alltag der römischen Republik nehmen: Von Machtzerwürfnissen zwischen den Popularen und Optimaten, der Feindschaft zwischen Crassus und Pompeius Magnus bis hin zur stummen Macht der Pedarii zeigt Imperium einen Abriss wie ihn wohl selbst das ein oder andere Geschichtsbuch nicht darstellen kann.

    Auch die Parallelen zur heutigen Zeit lassen sich erkennen und fühlen sich doch glaubhaft in der antiken Szenerie an.

    Es mag einen fast erschüttern, aber ich habe nichts Negatives diesem erstaunlichen Werk vorzuwerfen, stattdessen muss ich hier fast einen "Lesemuss" aussprechen für all jene, die sich gerne einmal auf den Spuren Ciceros und somit dem seidenen Strang der rei publicae wandeln wollen, ohne sich dabei durch lateinischen Satzbau und Grammatik zu "quälen"!

  9. Cover des Buches Große Erwartungen (ISBN: 9783446237605)
    Charles Dickens

    Große Erwartungen

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Eines muss ich gleich an den Anfang stellen: die Übersetzung von Paul Heichen von Charles Dickens „Große Erwartungen“ liest sich wahrlich nicht einfach. Da ist es gut, dass die einzelnen Kapitel nicht übermäßig lang sind. Womit ich gar nicht einverstanden bin ist die Bemerkung auf dem Klappentext, dass der kleine Pip ohne Familie, ohne Liebe groß geworden ist. Ein Waisenjunge zwar, doch ist er bei seiner Schwester und deren Mann untergekommen. Und sein Onkel gibt ihm die Liebe, die er so schmerzlich vermisst. Auch in dem nahen kleinen Dorf findet er so manche Zuwendung. Arm zu sein bedeutet nicht, auf alles verzichten zu müssen. Aber Pip weiß, dass es da draußen so viel mehr gibt, und davon möchte er ein großes Stück für sich. Der Schreibstil macht einen müde, viele Seiten an einem Stück zu lesen bedeutet ein hohes Maß an Konzentration. Ungeduldig macht es einen, wenn die Schwester mal wieder an Pip herumkrittelt oder die nächsten Verwandten sich im Schönreden versuchen.
    Pip ist ein kleiner Junge, der viel mit sich selbst beschäftigt ist, gerne bei seinem Onkel Joe, ein Grobschmied, in die Lehre gehen will. Im nahen Dorf lebt eine schrullige Alte, die ihn für ihre Zwecke regelrecht missbrauchen will. Eine unglückliche Liebe lässt dieses Fräulein Havisham für immer und ewig an ihrem Hochzeitstag verweilen, möchte nun, dass sich irgendein Junge in ihr Ziehkind Estella unglücklich verliebt. Und das tut Pip sofort. Als sie sich sicher ist, dass Pip unrettbar verloren ist, gibt sie Joe das Lehrgeld, damit er von nun an mit Grobschmieden beschäftigt sein wird. Jahre vorher hat Pip zusammen mit seiner Familie und Bekannten ein Erlebnis, dass ihn mit ausgebrochenen Gefangenen bekannt werden lässt. Dieses Erlebnis ist für ihn so Grauen erregend, dass er immer wieder daran denken muss. Es prägt ihn für immer. Auch ist Pip klar, Estella wird sich nie mit ihm, dem armen Jungen einlassen, er möchte daher so gerne reich und ein wahrer Gentleman werden. Als der Anwalt von Fräulein Havisham ihm kurz vor Ende seiner Lehrzeit eröffnet, dass ein Gönner ihn zu einem solchen ausbilden möchte, sagt er schnell zu und geht nach London. Doch so einfach ist das Leben nicht.
    Einen guten Freund findet er in Herbert, mit dem er sich einmal bei Fräulein Havisham geboxt hat, auch er ein Kandidat für Estella, doch für ihn war sie nichts. Die beiden Freunde versuchen sich in manchem, genießen das Leben, machen Schulden. Irgendwann regt sich bei Pip das Gewissen, zumindest für Herbert soll gut gesorgt werden. Hinter dessen Rücken fädelt er ein Geschäft ein, sodass sein Freund gut versorgt sei. Die großen Erwartungen erfüllen sich nicht für Pip, weder seine Liebe zu Estella will sich in ein finales Ende begeben, noch ist sein Gönner der, den er erwartet hat. Alle seine Lebensjahre umkreisen die selben Menschen: seinen guten Onkel Joe, den ausgebüxten Gefangenen aus seiner Kindheit, die grauenhaften Verwandten seiner Schwester, der Anwalt Herr Jagger, Fräulein Havisham und vor allem Estella. Nichts ist, wie es scheint, die großen Erwartungen scheinen sich immer nur für andere zu erfüllen. Und doch lässt das Ende hoffen. Mir gefällt vor allem, wie sich die Verbindungen zwischen Personen finden, von denen man das so gar nicht erwartet hätte. Und die Erkenntnisse für Pip, die ihn reifen lassen, sein Mut, an unbequeme Dinge heranzugehen, einfach großartig.
    Stimmen im Netz sagen, dass die Übersetzung von Melanie Walz sehr gut sein soll, einen Vergleich habe ich nicht gemacht.

  10. Cover des Buches Unterm Rad (ISBN: 9783518463529)
    Hermann Hesse

    Unterm Rad

     (780)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "Unterm Rad von Hermann Hesse ist 176 Seiten lang und über unterschiedliche Verlage gedruckt. 

    Das Werk gibt es in einer Hardcoverausgabe, Softcoverausgabe, als Ebook und Hörbuch.

    Hermann Hesse schrieb dieses Werk 1906. Es entstand ua dadurch das sein Bruder sich das Leben nahm, woran auch Schulprobleme ihren Anteil hatten. 

    Diese Geschichte handelt von Hans der an den Anforderungen an sich selbst und des Umfeldes scheitert. 

    Leistungsdruck und Leidensdruck. Heute ist diese Geschichte sicherlich immer noch ganz aktuell, wenn nicht aktueller denn je. Viele kennen die enormen Anforderungen und den Druck des Umfeldes, die eingeredeten Tugenden und das nur Erfolg und eine gute, studiere Arbeit das Leben erleichtert und glücklich macht. So geht es auch dem überbegabten Protagonisten der es sich selbst und seinem Umfeld zeigen möchte, aber dann doch scheitert. Dies ist ein zutiefst melancholisches und tragisches Werk, welches mich sehr berührt hat und zum Nachdenken anregte. Fand ich mich bisweilen selbst in Hans wider. Die Geschichte schmerzt und brennt noch lange in der Seele. Ach hätte ich sie nur schon viel früher entdeckt, so wäre mir sicherlich Einiges erspart geblieben. 

    Hesse in Höchstform in sehr düsterem Ton, wie man ihn kennt und mit bedrückender Atmosphäre. Eine unerwartete Wendung und eine krasse Message.

    Fazit: Ein sehr düsterer Hesse wie man ihn kennt. Melancholisch und tragisch, unheimlich berührend und nachdenklich stimmend. Unbedingt lesen!

  11. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.357)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaKemmeter

    Ein großes Stück Weltliteratur. Die Erzählweise ist erstklassig. Die Charaktere nur im Außenblick stereotyp, entfalten ihre Facetten, sobald sich der Autor ihnen zuwendet. Leider hat es auch seine Längen, vielleicht besonders für den heutigen Leser. Aber die Botschaft kommt auf leisen Sohlen und unaufdringlich erst ganz am Ende. Warum geht diese Familie unter? Für mich führt der falschverstandene Stolz und der selbsterzeugte Druck zu den entscheidenden Fehlentscheidungen.

  12. Cover des Buches Beastly (ISBN: 9783843200691)
    Alex Flinn

    Beastly

     (887)
    Aktuelle Rezension von: Lese-Eule-Steffi

    Das Cover gefällt mir echt gut. Es ist durch das dominante Schwarz schlicht, aber die Schrift und die Rose werten es nochmal ein wenig auf. Ich finde die Cover dieser ganzen Reihe total schön und sie machen sich wirklich sehr gut im Bücherregal.

    Kyle Kingsbury ist reich, gutaussehend und unglaublich beliebt bei den Mädchen. Da ist es kein Wunder, dass er den weniger hübschen keine Beachtung schenkt. Doch eines Tages rächt sich die Hexe Kendra an ihm und verwandelt ihn in eine Bestie, die nur durch einen Kuss der wahren Liebe wieder zu einem  Menschen werden kann. Die Hoffnung eine Frau zu finden die ihn liebt, hat er aufgegeben. Wer könnte sich schon in jemanden so hässlichen verlieben? Doch dann lernt er Lindy kennen und schöpft wieder Hoffnung.  

    ___________

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich habe gerne gelesen. Die Geschichte ist einfach und verständlich zu lesen. Die Idee dieser Märchenadaption hat mich angesprochen und ich wurde davon auch nicht enttäuscht. Ich konnte mich in die Personen sehr gut hineinversetzen und auch Gedanken und Gefühle waren sehr nachvollziehbar und deutlich zu erkennen. Dieses Buch zeigt, dass man nicht nur das Aussehen einer Person betrachten soll, sondern dass auch die inneren Werte wichtig sind. Kyle nimmt im Laufe des Buches eine unglaubliche Wandlung vor und man merkt auf jeder Seite, wie er zu einem anderen Menschen wird. Die Geschichte ist im Grunde nahe an dem Original Disney "Die Schöne und das Biest" gehalten, doch dies merkt man erst, wenn man auch wirklich darauf achtet. Es sind die kleinen Details die das Buch so schön machen.

    Mit den Charakteren konnte ich mich gut anfreunden und jeder von ihnen hat gut in die Geschichte gepasst.

  13. Cover des Buches Der merkwürdige Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde (ISBN: 9783150194553)
    Robert Louis Stevenson

    Der merkwürdige Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde

     (541)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Die Geschichte um Dr. Jekyll und Mr. Hyde ist ein sehr kurzer Klassiker, der aus der Perspektive eines Freundes des Dr. Jekyll geschrieben ist. Es geht, wie der Titel es ja auch schon andeutet, um den Art Dr. Jekyll, einen herzensguten Menschen, der jedoch einen sehr brutalen Freund hat – Dr. Hyde. Jeder fragt sich, was es mit dieser Freundschaft auf sich hat, umso mehr als Mr. Hyde einen Parlamentsabgeordneten ermordet und Dr. Jekyll ihm zur Flucht verhilft. Doch was steckt wirklich dahinter? Sein Freund, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, findet heraus, dass nichts so ist, wie es scheint... 

     

    Mir hat das Buch erstaunlich gut gefallen, vor allem, weil ich eigentlich keine großen Erwartungen hatte. Es ist ein kurzer, aber durchaus vielschichtiger Roman über die Abgründe der menschlichen Seele und was es bedeutet, das richtige zu tun. Ich kann dieses Buch tatsächlich aus Überzeugung weiter empfehlen und vergebe am Ende gerne 7/10 Punkten.

     

     

     

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  14. Cover des Buches Jahre aus Seide (ISBN: 9783746634418)
    Ulrike Renk

    Jahre aus Seide

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Monmay88

    Ich war gespannt auf das Buch und die neue Trilogie von Ulrike Renk!
    leider konnte es mich nicht überzeugen,die Geschichte von Ruth Meyer war bestimmt interessant,aber nicht in diesem Buch!
    es wurde sehr ausführlich über das Leben  der Familie erzählt,auch die Zeit der beginnenden 30iger Jahre und was für Auswirkungen die Machtergreifung von Hitler hatte,aber alles ziemlich langatmig und  für mich nicht spannend!

    Deshalb nur knappe 3/5 Sterne ⭐️ ⭐️⭐️

  15. Cover des Buches Black Dagger - Blinder König (ISBN: 9783453533509)
    J.R.Ward

    Black Dagger - Blinder König

     (595)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Im 14. Teil der Reihe geht die Geschichte von Ehlena und Rhevenge weiter.
    Den zweiten Teil von Rhevenge und Ehlena fand ich sogar noch spannender als den ersten, gerade zum Schluss hin wurde es richtig nervenaufreibend.
    Jetzt freue ich mich aber darauf, dass in den nächsten beiden Bänden endlich John Matthew im Fordergrund stehen wird, denn auf seine Geschichte freue ich mich seitdem er zum ersten Mal in Band drei aufgetaucht ist.
    Nach wie vor kann ich jedem diese Reihe nur wärmstens empfehlen.

  16. Cover des Buches Winterkalt (ISBN: 9783944676210)
    Catherine Shepherd

    Winterkalt

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Jasminh86

    "Winterkalt"ist ein Thriller von Catherine Shepherd und dem Kafelverlag ,der eiskalte Spannung beinhaltet.Deswegen sollte man sich warm anziehen!In diesem Julia Schwarz-Thriller beherrschen die selbstbewusste Rechtsmedizinerin und ein eiskalter Frauenkiller diese spannende Story. Julia ist ein sehr neugieriger,symphatischer und starker Character,der in dem Buch immer wieder sehr gut beschrieben wird.Sie ist mutig,immer auf der Suche nach Gerechtigkeit und will mit allen Mitteln den Toten auf ihrem Seziertisch die letzte Stimme geben. Sie liebt ihre Arbeit als Rechtsmedizinerin und sie ist mit Leib und Seele dabei,sie versteht die Sprache der Toten perfekt und sie deckt jedes noch so kleine Geheimnis auf.

    Auch die weiteren Protagonisten des Buches sowie die Schauplätze werden so detailiert beschrieben,sodass ich bildlich mit dabei war,absolut klasse und eine Gänsehautgarantie ist hier definitiv vorhanden.

    Das hier vorhandene kalte Wetter konnte ich beim lesen schon fast spüren.

    Der Schreibstil der Autorin ist grandios und fesselnd bis zum Schluss.

    Ständig wurden Julia Schwarz und der Ermittler Florian Kessler auf falsche Fährten geführt wo ich jedes mal mitfiebern musste.


    Jeder Mensch träumt davon, einmal ganz oben zu stehen.

    Doch nicht jeder Wunsch wird Realität. 

    Dies kann ein eiskalter Serienmörder nicht akzeptieren und beschließt diese Träume wahr werden zu lassen,und zwar auf eine brutale und eiskalte Art und Weise. 

    Als Julia in einer eiskalten Winternacht zu einem Leichenfundort gerufen wird,steht auf einem Platz mitten in der Stadt eine kunstvoll angestrahlte Eisskulptur.

    Erst als Julia ganz dicht vor dem Kunstwerk steht erkennt sie, dass dort im Eis eine Frauenleiche steckt.

    Sie kann sich nicht erklären, wie das Opfer in das Eis eingeschlossen wurde und ausserdem findet  Kriminalkommissar Florian Kessler keinen einzigen Zeugen, der beobachtet hat, wie die Eisstatue überhaupt auf den Platz gelangt ist.Ausserdem muss Julia mit der Obduktion warten, bis die Leiche aufgetaut ist. Aber noch bevor sie zum Skalpell greifen kann, schlägt der Eiskünstler erneut zu.

    Zusammen mit ihrer neuen Assistentin machen sich beide auf die Suche nach Spuren...

  17. Cover des Buches Jacob beschließt zu lieben (ISBN: 9783406612671)
    Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Huebner
    Catalin Dorian Florescu erzählt in "Jacob beschließt zu lieben" die Geschichte eines leidgeprüften, vergessen geglaubten Landstrichs dem Banat, eingeklemmt und gesplittert zwischen Serbien, Ungarn, Rumänien, hin- und hergestoßen und unterschätzt.

    Mithilfe des pers. Ich-Erzählers berichtet Florescu von einer 300jährigen Familiengeschichte auf ganz verblüffende Art und Weise. Dabei verquicken sich die Handlungsstränge des um 1920 einem Zeitungsartikel folgenden, ins schwäbische Dorf Triebswetter (im rumänischen Banat) stolpernden Jacob (senior , den im 30jährigen Krieg - "Lothringer, auf dem Weg nach Hause" (73) - umherirrenden Caspar, Urgroßvater des um 1769 aus Dieuse aufbrechenden über Wien ins Banat kommenden Frédéric Aubertin (während seiner Heimatsuche umbenannt in Frederick Obertin), mit der des Ich-Erzählers Jacob (junior).
    Und das alles, ohne, dass man den Überblick verliert.

    Jener zuletzt genannte Ich-Erzähler Jacob Obertin wird von seinem Vater im ausgehenden 2.WK an die Russen verraten, nach Sibirien verschickt, weil er dem Alten nicht tauglich erscheint, den Hof weiter zu führen. Jacub kann vom Viehwaggon abspringen und wird unweit seiner Heimat aufgepeppelt. Einige Jahre bleibt er im sog. Exil, bis er sich getraut, nach Hause zurückzukehren, wo sein Halbbruder (Halbzigeuner und Bastard seines Vaters) den Hof längst einverleibt hat. Jacob beschließt, auszuwandern, sich eine neue Existenz jenseits der Rumänischen Grenzen zurück in Lothringen, wo alles begann, aufzubauen. Sein Vater vereitelt den Plan. 

    Jacob hätte alle Berechtigung seinen Vater zu hassen. Zeitlebens hatte der seinen Sohn, kränklich, weil zu früh geboren, verachtet, bloß gestellt, ihm Hof und Erbe versagt, obwohl Jacob senior sich den Hof (als sich den Rumänen überlegen fühlender Schwabe) erschlichen hatte. Man erwartet, dass der Sohn seinen Vater für alles, was der ihm angetan hatte, erschlägt.
    Die Schwabenstämmigen werden vertrieben - nicht aber nach Lothringen, sondern in einen unbenannten, unwirtlichen Landstrich.

    Und am Ende beschließt Jacob zu lieben. Und sich und seinem Vater ein Haus am Ende der Welt zu bauen.

    Die Kunst des Erzählens des 1967 in Rumänien geborenen Florescu ist syntaktisch wie semantisch erstaunlich. Immer wieder schweifen die Handlungsstränge in die Vergangenheit, wodurch ein Netz von Erzählzeiten gespannt wird.
    Wir erfahren erstaunliches über die politischen Umwälzungen eines Landstriches zwischen Serbien, Rumänien und Ungarn, hin- und her gepeitscht zwischen Diktatur und Deportation, wo die Zeit stehen geblieben zu sein schien, aber eigentlich mit den Umwälzungen besonders nach dem 2. Weltkrieg im Eilschritt davon flog.

    Ivonne Hübner, Aug.2017
  18. Cover des Buches Rot und Schwarz (ISBN: 9783446204850)
    Stendhal

    Rot und Schwarz

     (80)
    Aktuelle Rezension von: FranzIska
    Rot und Schwarz von Stendhal zählt zu den Klassikern der Weltliteratur. Leider trifft es zumindest meinen Geschmack überhaupt nicht, obwohl der Roman objektiv gesehen gut ausgearbeitet ist: die Charaktere sind abhängig von ihrer Gewichtung für die Handlung verschieden vielschichtig und detailliert beschrieben. Besonders der Protagonist Julien, seine Gedanken und Taten werden ausführlich beschrieben, so dass man nicht umhin kommt, sich eine Meinung zu ihm zu bilden oder Gefühle für bzw. gegen ihn zu entwickeln. Auch die Charaktere der Mademoiselle Mathilde und der Madame Renal werden in ihrer Unterschiedlichkeit sehr bildhaft und lebendig dargestellt. Die Handlung ist für meinen Geschmack ein wenig abgedroschen, vielleicht auch nur, weil die Moralvorstellungen sich im 21. Jahrhundert im Vergleich zum 19. Jahrhundert doch stark gewandelt haben und man in der Regel heutzutage ganz andere Tabuthemen in der Literatur anspricht.
  19. Cover des Buches Für jede Lösung ein Problem (ISBN: 9783431039498)
    Kerstin Gier

    Für jede Lösung ein Problem

     (1.556)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Da ich sooo lange nichts von Kerstin Gier gelesen habe, war ich sehr glücklich, als mir dieses Buch in die Hände fiel! Ich vermisse sie und hoffe, dass es bald ein Neues Buch von ihr gibt!

    Erstaunlicherweise hat mir das Hörbuch nicht gefallen, aber es ist auch ein sehr trauriges Thema  und die Autorin schreibt lustige Bücher!

     Dieses Buch ist soooo niedlich! Die Abschiedsbriefchen stecken in kleinen bunten Umschlägen und sind im ganzen Buch verteilt! Ich liebe es! Die Geschichte ist auch genial. Im Schlusswort nimmt die Autorin auch Stellung, dass ihr der Ernst des Themas bewusst ist! 

    Also hier nicht das Hörbuch, sondern das Buch kaufen!!! Es lohnt sich! 

  20. Cover des Buches Fegefeuer der Eitelkeiten (ISBN: 9783499236747)
    Tom Wolfe

    Fegefeuer der Eitelkeiten

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Babscha
    Sherman McCoy ist leitender Rentenhändler bei einer Investmentfirma an der Wall Street. Wohnung in der Park Avenue, Ferienhaus in den Hamptons, geschätztes und gut vernetztes Mitglied der Upper East Side Manhattans, dekadent, narzisstisch, schicke Ehefrau und wohlgeratene Tochter. Ein echter Gunner also, ein selbsternannter Master of the Universe.  

    Bis er eines Abends seine junge Geliebte am Flughafen abholt, mit seinem Sportwagen die Ausfahrt verpasst und sich nach einer Odyssee durch New York zuletzt in den düsteren Straßen der Bronx festfährt. Hier kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem die beiden einen schwarzen Jugendlichen überfahren und lebensgefährlich verletzen. Die darauf folgende Fahrerflucht setzt sodann eine Maschinerie in Gang, deren einziges Ziel Shermans vollständige Vernichtung ist.

    Wolfe seziert in seinem bereits in der 80ern geschriebenen Debütroman scharfzüngig, absolut respektlos und mit genialem Verständnis menschlicher Unzulänglichkeiten und Charakterschwächen die Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten des gesellschaftlichen Miteinanders aller Schichten, die diese amerikanische Großstadtmetropole am Laufen halten und legt dabei mal unterschwellig, mal plakativ, den Finger in jede denkbare Wunde amerikanischer Lebensrealität. Nicht nur seine Hauptfigur, auch ungezählte andere Protagonisten dieses Monumentalwerks werden dabei genüsslich und gekonnt so lange durch die Mangel gedreht, bis man sich als Leser nur noch schaudernd abwenden kann ob der geschilderten Abgründe aller Art. 

    Ein zeitloser, unbedingt lesenswerter Klassiker, eine offene und unverändert gültige Gesellschaftskritik. 

  21. Cover des Buches Forever Yours - Gefangen. Sein. (ISBN: B07B24PSBT)
    Morgan Stern

    Forever Yours - Gefangen. Sein.

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Fortin

    Zuerst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei der Autorin für dieses kostenlose Rezensionsexemplar bedanken. Meine ehrliche Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

    Über den Inhalt verweise ich auf den Klappentext.

    Diese Story ist mir wirklich unter die Haut gegangen. Allerdings sollte man die Fortsetzungen nacheinander lesen, da sie aufeinander aufbauen.

    Ich weiß wirklich nicht, ob ich Ryan hassen oder einfach bemitleiden soll. Hier haben sich tiefste menschliche Abgründe aufgetan und ich konnte in die Seele eines Psychopathen blicken.

    Was muss Mira noch alles erleiden? Sie hat mir unendlich leid getan, weil sie sich für ihre Familie wirklich sich selbst geopfert hat und trotzdem die Hoffnung zur Flucht nicht aufgegeben hat.  Ich konnte ihre Gefühle, ihre Angst und ihre Verzweiflung jederzeit nachvollziehen.

    Jeff hätte ich am liebsten mit eigenen Händen erwürgt, ihn mochte ich überhaupt nicht.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sichtweise von Ryan und Mira wiedergegeben.

    Der Schreibstil der Autorin  ist fesselnd, locker, emotional und flüssig zu lesen.

    Hier ist auf jeden Fall noch genügend Potenzial, so dass ich hoffe, das meine offenen Fragen im nächsten Teil noch beantwortet werden.

    Gerne vergebe ich hier 4 Sterne ♥♥♥


  22. Cover des Buches We Were Liars (ISBN: 9781524764586)
    E. Lockhart

    We Were Liars

     (239)
    Aktuelle Rezension von: nana_what_else


    She is sugar, curiosity, and rain.

    Aus: We were liars von E. Lockhart, Seite 8


    So wenig verrät der Klappentext: We are liars. We are beautiful and privileged. We are cracked and broken. A tale of love and romance. A tale of tragedy. Which are lies? Which is truth? You decide. [Textrecht: Hot Key Books] 

    Persönlicher Leseeindruck: In We were liars erzählt E. Lockhart von einer besonderen Liebe, vom Geheimnis einer in Schweigen gehüllten Familie, von Rebellion, vom Vergessen und Vermissen. 

    Auf etwas mehr als 200 Seiten entfaltet sich – erzählt aus der Perspektive der jugendlichen Protagonistin Cadence – die Geschichte der gut betuchten Familie Sinclair, die jeden Sommer gemeinsam auf einer Privatinsel unweit von Massachusetts verbringt. Drei Generationen treffen dort aufeinander: In den vier Villen, die sich auf der Insel befinden, wohnen Cadences Großeltern, ihre eigene Familie und die Familien der beiden Schwestern ihrer Mutter. Dabei nutzen vor allem die älteren Generationen die Zeit auf der Insel nicht nur, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und in den salzigen Fluten zu planschen; sie schwimmen vor allem auch im Geld, um das sie sich unaufhörlich streiten. Währenddessen verbringt Cadence die Sommertage vor allem mit ihrem Cousin Johnny, ihrer flamboyanten Cousine Mirren und dem klugen, sanften Gat – dem Neffen des Lebenspartners ihrer Tante, der aus Südasien und ärmlichen Verhältnissen kommt. Die Liars – so werden Cady, Gat, Johnny und Mirren genannt – sind unzertrennlich, bis an einem Sommerabend Schreckliches geschieht und nichts mehr ist, wie es war. 

    Gleich zu Beginn des Romans erhält der Leser einen Hinweis darauf, dass Tragisches geschehen ist: „My story starts before the accident.“ Besagter Unfall liegt zum Zeitpunkt, in dem die Erzählung einsetzt, also bereits in der Vergangenheit; was aber genau geschehen ist, hängt lange nur wie eine böse Ahnung, wie ein Damoklesschwert im Nebel über der Handlung. Erst auf den letzten Seiten wird das Geheimnis gelüftet, was geschehen ist, was Familie und Freunde Cadence seit ihrem Unfall vor zwei Sommern, an den sie jede Erinnerung verloren hat, verschweigen. Gerade als man sich als Leser in Sicherheit wiegt und glaubt, zu durchschauen, was vor sich geht, legt die Handlung eine Vollbremsung und anschließende 180°-Wende hin. Vollkommen unvorhersehbar, absolut zerstörerisch, brillant umgesetzt. 


    We stay like that, enfolded in each other’s arms, for a minute or two, 

    and it feels like the universe is reorganizing itself. 

    Aus: We were liars von E. Lockhart, Seite 130

    Lockharts Roman ist ein Kaleidoskop aus Coming of Age, Familientragödie, Charakterstudie, Generationen- und Liebesroman, berührt dabei Themen wie Rassismus, familiäre Kontrolle und Abhängigkeit, elitärer Snobismus und Traumatisierung – ohne dabei überladen zu wirken. Vielmehr lässt Lockhart durch die außergewöhnliche Sprache und die perfekt aufeinander abgestimmten Handlungsstränge eine Sogwirkung entstehen, die mich immer wieder nach Luft schnappen ließ, nur um dann noch tiefer in diese wundervoll-tragische Geschichte eintauchen zu wollen. 


    We were liars durchspielt die ganze Bandbreite an Emotionen: Verwirrung, abgrundtiefe Trauer, schmetterlingleichte Verliebtheit, Erleichterung, unbändiger Zorn. Die durchleben jedoch nicht nur die jungen ProtagonistInnen Mirren, Johnny, Cady und Gat, sondern auch der Leser wird diesem Gefühlssturm gnadenlos ausgesetzt. Jedoch nicht nur die packende Handlung reißt mit; vor allem wie erzählt wird – in Farben und Düften, Erinnerungen und leisen Hoffnungen, mal ganz leise, dann brüllend laut –, ist der Grund dafür, dass man gebannt an den Buchstaben hängt wie an den Lippen eines begnadeten Geschichtenerzählers. 

    I took the pen out of his hand – he always read with a pen – and wrote Gat on the back of his left, and Cadence on the back of his right. He took the pen from me. Wrote Gat on the back of my left, and Cadence on the back of my right. I am not talking about fate. I don’t believe in destiny or soul mates or the supernatural. I just mean we understood each other. All the way. 

    Aus: We were liars von E. Lockhart, Seite 14


    Man inhaliert die Zeilen förmlich; einige tun weh, manche sind tröstend wie eine Tasse warmer Kakao nach einem zermürbenden Tag, viele sind purer Sonnenschein. Als würde man ein über 200 Seiten langes Gedicht lesen, das die Seele streichelt und gleichermaßen an ihr zerrt, schnörkellos, aber poetisch. 

    We were liars ist lyrische Prosa, die sprachlich überzeugt, von einer gelungenen Mischung aus character- und plot-driven Elementen lebt und Themen Raum gibt, die vielleicht ungemütlich sind, deren Thematisierung aber gerade deshalb umso wichtiger ist. 

    It tasted like salt and failure.

    Aus: We were liars von E. Lockhart, Seite 5 


    Fazit: Solltet ihr irgendwann in die (wenn auch zugegeben eher unwahrscheinliche) Lage kommen, auf eine einsame Insel zu reisen und nur ein einziges Buch mitnehmen zu dürfen: Es sollte dieses sein. 

    We were liars von E. Lockhart

    Taschenbuch, 227 Seiten, Englisch | Hot Key Books | ISBN: 978-1-4714-0398-9


  23. Cover des Buches Winterblüte (ISBN: 9783548289953)
    Corina Bomann

    Winterblüte

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Corina Bomann ist in  meinem Bücherregal schon mit einigen Büchern vertreten. Ihr Schreibstil ist mir immer wieder eine Freude und sie entführt mich damit immer in eine andere Zeit. Die detaillierte Schreibweise und die anderen Epochen ziehen mich vollends in ihren Bann. 

    Ich habe bereits eine wundersame Weihnachtsreise von ihr gelesen und für dieses Jahr hatte ich mir winterblüte vorgenommen. Gesagt, getan und niemals bereut. 


    In diesem Buch werden wir von Corina Bomann in das Ostseebad Heiligendamm entführt. Die ganze Story spielt um kurz vor Weihnachten 1902 im Hause der Familie Baabe. Sie besitzen ein Hotel und die Tochter Johanna soll verheiratet werden. Nur was ist wenn ihr Herz für jemand anderen schlägt und sie gar kein Interesse an den Männern hat, welche ihre Mutter gern als Schwiegersohn hätte? Aber das ist noch nicht genug, nein das Herz der Tochter schlägt auch noch für den größten Feind. Das darf niemand erfahren, außer ihr Bruder.

    Eben dieser Bruder, Christian, findet eine Frau am Strand. Sie ist bewusstlos, in ein Segeltuch geschlagen und hat einen Barbarazweig bei sich. Natürlich nimmt Christian sie mit nach Hause. Sie kann sich an nichts erinnern. Wie grauenvoll. Aber Christian und Johanna geben die Hoffnung nicht auf. Beide schließen die junge Frau sehr ins Herz. Wird es ihnen gelingen sich gegen ihre Mutter durch zu setzen, der diese junge Frau ein Dorn im Augen ist?! 


    Also ich liebe diese Geschichte sehr. Sie ist gespickt mit einer wundervollen Atmosphäre. Es liegt der Flair der Weihnachtszeit, des Winters und der Liebe in der Luft. Nur die Mutter versprüht mit ihrer Art doch sehr negative Schwingungen. Aber wer weiß, vielleicht wird sie ja etwas besseren belehrt. 


    Corina Bomann hat die Charaktere in dieser Handlung super toll und detailliert ausgearbeitet. Es hat mir sehr viel Freude bereitet ins Geschehen und die Zeit an der Ostsee einzutauchen. 


    Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sterne

  24. Cover des Buches Timeless (ISBN: 9783453267589)
    Alexandra Monir

    Timeless

     (279)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Klappentext:
    Nacht für Nacht hat die 17-jährige Michele denselben Traum: In einem Spiegelsaal steht sie einem jungen Mann mit saphirblauen Augen, rabenschwarzen Haaren und einem geheimnisvollen Lächeln gegenüber. Kurz bevor sie erwacht, sagt der Fremde stets: »Ich warte auf dich.« Aber als ein furchtbares Unglück Micheles Leben für immer verändert, begegnet sie dem Mann ihrer Träume plötzlich in der Wirklichkeit ...


    Autorin:
    Alexandra Monir wuchs in der Nähe von San Francisco auf und entdeckte schon als Kind ihre Liebe zu Musik, Theater und Literatur. Sie nahm Gesangs- und Schauspielunterricht, bevor sie im Alter von siebzehn nach Los Angeles zog, um dort Sängerin und Songrwiterin zu werden. Sie arbeitete unter anderem mit den Produzenten von Aretha Franklin und Mariah Carey zusammen. Mit ihrem Romandebüt Timeless verwirklichte sich Alexandra Monir ihren großen Traum und wurde Schriftstellerin. Die Autorin lebt in New York und Los Angeles.

    Übersetzerin:
    Antoinette Gittinger studierte Philosophie, Romanistik, Anglistik und Germanistik in Tübingen und München. Sie übersetzt aus dem Französischen, Spanischen und Englischen. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. der Dalai Lama, Eric Orsenna, Henry Miller, Agatha Christie, Steve Jobs, Guillaume Musso und Nicolas Vanier.


    Bewertung:
    Das Cover sieht mysteriös und zauberhaft aus, also genau passend zum Genre. Das Mädchen darauf ist unsere Protagonistin. Mit dem Titel alles in allem stimmig zur Geschichte. Das Cover ist an sich nichts besonderes, passt aber zum Buch.

    Mich hat  der Klappentext, also die Handlungen in zwei verschiedenen Jahrhunderten, neugierig gemacht. Das birgt viel Potenzial für eine schöne Geschichte. Leider ist die Umsetzung weder spannend noch fesselnd. Das Potenzial hat die Autorin nicht genutzt. Das Buch hat 339 Seiten, in der die Geschichte spielt. Ich bin mir nicht sicher, ob es weniger Seiten spannender gemacht hätten oder nur etwas Tempo reingemusst hätte - wahrscheinlich beides. Die Handlungen sind sehr lahm, gar fast nicht erwähnenswert. Die Charaktere sind etwas undurchsichtig - bis auf unsere Protagonistin -, da es sich um eine Reihe handelt. Das lässt sich also nicht im ersten Band bewerten. Etwas Gespür für die einzelnen Charaktere konnte ich gewinnen, ist im gängigen Akzeptierrahmen. 

    Magie im Form von Vergangenheits- und Zukunftsreisen sind gegeben und recht vorstellbar niedergeschrieben. Ich konnte mich gut da reinversetzen. Hin und wieder dauerte es etwas, da diese Reisen stets anders beschrieben werden. Und mal geht es so schnell, dass ich nochmal lesen musste, was in dem Moment passierte, und dann war es wiederum ganz deutlich zu lesen, dass eine Reise folgte. Verknüpfungen von der Gegenwart in die Vergangenheit lässt sich hier nicht ganz knüpfen, dafür ist trotz vieler Seiten zu wenig erzählt worden. Das lässt sich nur nach allen gelesenen Bänden bewerten.

    Zum Schluß hat die Autorin zu der Kulisse, der Windsor-Familie und zu Zeitreisen ein Nachwort geschrieben. Das gefällt mir sehr gut, sodass sich auch Fakten zu den jeweiligen Bereichen lesen lässt. Sowas mag ich sehr gerne.

    Fazit:
    Alles in allem ist es ein Buch, dass meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und mich schon etwas in der Umsetzung enttäuscht hat. Ich hatte es mir fesselnder vorgestellt, sowie im Bezug auf die Zeitreisen an sich, als auch die Beziehung zu den beiden Hauptcharakteren. Hier ist sehr viel Potenzial nicht aufgegriffen worden, auch wenn es erst Band 1 ist. Da habe ich dennoch etwas mehr erwartet. 

    Das Ende ist zwar schön spannend gehalten - natürlich! - und endet offen, aber dennoch reicht meine Neugier derzeit nicht aus, Band 2 zu lesen. Vielleicht irgendwann mal, wenn mich nichts anderes interessiert. Für Zwischendurch lässt sich das Buch schnell lesen. Ist allerdings kein Muss. Schade. Mehr als 3,5 Sterne gibt es von mir nicht.


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