Bücher mit dem Tag "antarktis"
76 Bücher
- Marie Graßhoff
Neon Birds
(480)Aktuelle Rezension von: Nick_ShadowheartDas Buch fängt sehr actiongeladen an. Man wird sofort reingeworfen, fiebert aber auch gleich mit. Die Überleitung von einem zum nächsten Charakter fand ich sehr gelungen. Wir haben im Prinzip 4 Hauptcharaktere, die sich in 2 Teams einteilen lassen.
Nach der Action kommt das Buch erstmal ein wenig zur Ruhe, sodass man die Welt ein wenig mehr kennenlernen kann. Auch die Militärakten geben Einblicke in bestimmte Sachverhalte. Jeder der Charaktere macht einiges durch, sodass ich verstehe, dass sie zum Teil sehr verschlossen sind, aber ich hätte mir da noch ein wenig mehr Austausch erhofft. Mehr über Andras Kultur, Flovers Hintergrund, Lukes Leben, Okijens Körper und Empfindungen. Vlt wird ja einiges in den nächsten Teilen noch aufgegriffen. Ich möchte auch irgendwie mehr Interaktionen zwischen den Charakteren. Ob es noch romantisch wird, mal sehen. Es kann muss aber nicht. Mal sehen was sich noch entwickelt. Trotzdem spürt man jetzt schon, dass sich manche von ihnen einfach viel bedeuten.
Das Buch endet dann auch nochmal mit spannungsgeladener Action und einem fiesen Cliffhänger.
- Mary Shelley
Mary Shelley, Frankenstein. Ein Schauerroman
(640)Aktuelle Rezension von: Susi180Mary Wollstonecraft Shelley (1797–1851) wurde im englischen Somers Town geboren. 1814 folgte sie dem Dichter Percy Bysshe Shelley auf den Kontinent und lebte dort mit ihm zusammen. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete sie ihn 1816. Gemeinsam mit Lord Byron unternahmen beide eine Schweizreise, während der der Roman »Frankenstein« entstand. Percy Shelley starb bereits 1822; daraufhin kehrte Mary Shelley nach England zurück und widmete sich ganz der Herausgabe der Werke ihres Mannes.
Meine Meinung:
Endlich habe ich dieses Buch gelesen. Was war das für ein Projekt. Ich hatte es so oft angefangen, und dann immer wieder zu Seite gelegt. Es hat einfach nie gepasst von der Stimmung. Jetzt aber, habe ich es beendet.
Am Anfang kam ich überhaupt nicht rein. Ich kam mit der Sprache nicht so gut zurecht. Was keinesfalls heißt, das diese schwierig zu lesen ist. Aber es was einfach nicht meins. Und dann kam der Moment, wo ich richtig Lust hatte das Buch zu lesen. Ich muss allerdings dazu sagen, ich hatte vorher den Film geschaut.
Wenn man die Geschichte erst mal auf sich wirken lässt, die Figuren ins Herz geschlossen hat, erwartet einen hier was sehr emotionales. Und das hätte ich ja gar nicht erwartet. Es ist eben nicht das Böse, sondern eigentlich das was uns Menschen ausmacht und wonach wir uns sehnen. Liebe und Zuwendung.
Das Buch hat mich am Ende wirklich begeistert. Und wenn man mal überlegt, wie alt diese Geschichte schon ist. Wahnsinn, wie aktuell doch die Thematik. Das Buch hat eine klare Botschaft die mich wirklich mitgerissen hat. Ein Klassiker der nichts an seiner Stärke verloren hat. Ich kann nur sagen, haltet auf den ersten Seiten durch, es lohnt sich. Und am Ende lies es sich super flüssig lesen.
- Charlotte McConaghy
Zugvögel
(298)Aktuelle Rezension von: Elina_moroDieser Roman ist unglaublich facettenreich. Allein die Themen wie Heimat und Zugehörigkeit, die hier behandelt werden, haben mich schon ziemlich beeindruckt. Die starke und unabhängige Franny, die keine Angst vom Leben und Tod hat und trotzdem so zerbrechlich und traumatisiert ist, fand ich überhaupt nicht sympathisch und trotzdem hat ihr Schicksal mich berührt. Die Liebe zur Natur, die roh und unberührt wirkt wie die Hauptfigur, zeigt uns nochmal wie wichtig heutzutage unser Lebenstil ist. Manche Leute brauchen halt nur frische Luft und ein Ziel vor Augen. Es ist so viel mehr in der Geschichte als ein bloßer Kampf gegen eigenen Dämonen. Wanderlust und alles drum herum wie es sich gehört kann man prima an Frannys Beispiel erkennen. Ich kenne keinen, der Wanderlust hat, aber wie es hier dargestellt wird, hat mich fasziniert. Mehrere Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Fernweh, Schuldgefühle und Motivation und vieles mehr findet man in diesem Werk. Ich kann dieses Buch ohne Zweifel ganz herzlich empfehlen diejenigen, die es noch nicht gelesen haben.
- Leo Aldan
Das Feuer der Erde
(92)Aktuelle Rezension von: Tanja96Das Feuer der Erde Klappentext:
Auf einer Expedition in die Antarktis macht die Vulkanforscherin Dr. Georgina Finley eine erschreckende Entdeckung: Erwachen unter dem Jahrtausende alten Eis hunderte Vulkane? Rund um die antarktische Platte registrieren Seismographen merkwürdige Schwingungen. Erdbeben erschüttern Neuseeland und Chile. Eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes kündigt sich an. Doch niemand, weder Wirtschaftsbosse noch Politiker, will Georginas Warnungen glauben. Mit einem Mal sieht sich die junge Wissenschaflerin inmitten eines weltweiten Komplotts aus Machtgier und Manipulation. Jayden Turkov, ein skrupelloser Industrieboss, der den Energiesektor ganzer Kontinente beherrscht, setzt alle Hebel in Bewegung, um sie auszuschalten. Viel Zeit bleibt Georgina nicht, um die Umweltkatastrophe und damit den Tod von Millionen Menschen zu verhindern. Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung...
An sich ist das Buch spannend geschrieben und ich bin auch sehr leicht reingekommen. Was mich am Anfang gestört hat ist, dass zwei Situationen nicht bis zum Ende beschrieben wurden. Dann wiederum hatte sich der Autor von Kleinigkeiten wieder aufgehalten. Da hatte er dann alles bis aufs kleinste Detail beschrieben...was der Spannung nicht wirklich einen Abbruch getan hat, aber es hat gestört.
Gut fand ich auch, dass das Buch zwischendurch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, so das man quasi überall auf der Welt dabei war als die Katastrophen anfingen. Und manche Protagonisten wurden auch mehrfach "besucht".
Die Hauptfigur und ihre Kolleginnen hat mir sehr gut gefallen, ein schönes Frauenteam was sich super ergänzt, total sympathisch ist, voll Frauenpower steckt und sich nicht unterkriegen lässt. Sie lassen sich immer wieder was einfallen wie sie aus ihren verzwickten Situationen wieder rauskommen.
Der Jayden Turkov, der Wirtschaftsboss, ist ein zwielichtiges Arschloch. Er schreckt vor nichts zurück um alles zu bekommen was er will. Weder vor Waffengewalt, Erpressung noch vor Mord.
Mein Fazit von dem Buch:
Wer mal ein etwas anderes Weltuntergangs Szenario haben möchte, kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten. Das Thema Klimaerwärmung und den daraus resultierenden Schaden für die Erde ist aktueller wie noch nie und wird bei dem Buch super mitgenommen. Man sollte manchmal doch auch auf die Wissenschaftler / innen hören, da sie voll in dem Thema drin sind.
Von mir eine klare Buchempfehlung!
- H. P. Lovecraft
Berge des Wahnsinns
(133)Aktuelle Rezension von: Michael-P-KrausDie vorliegende Ausgabe von H.P. Lovecraft, der auch als Meister des überirdischen Grauens gilt, hat seine Tücken. Als "Meisterwerk des Cthulhu-Mythos" wird diese Novelle angepriesen, was sich in der deutschen Ausgabe zumindest nur bedingt bestätigen lässt.
Zur Geschichte: Das Buch liest sich wie ein Bericht eines Forschers, der aufgrund einer weiteren geplanten Expedition in die Antarktis sein Schweigen über eine vergangene Expedition bricht, bei der mehrere Forscher den Tod fanden. Er erzählt, wie das Team dabei auf einen Gebirgszug stößt, der höher als der Himalaya sei. Dabei finden sie ebenfalls eine uralte Stadt, erbaut vor unermesslichen Zeiten, lange, bevor die Menschheit das Licht der Welt erblickte. In dieser Stadt finden sie die Überreste eines alten Volkes, im Buch als "Die großen Alten" beschrieben. Diese Entdeckung leitet einen Forschungswahn ein. Nach einem Sturm bricht der Funkkontakt vom Basislager zum Forschungslager ab, und der Erzähler macht sich mit einem Kollegen auf, um nach dem Rechten zu sehen. Sie finden das Lager zerstört vor und alle Expeditionsteilnehmer tot. Als die beiden weitere Nachforschungen anstellen, dringen sie in unterirdische Gewölbe vor, wo sie auf Wandreliefs stoßen, die die Geschichten der uralten Spezies aufzeigen. Dabei wird erkennbar, dass jenes Volk, welches einst hier herrschte, von einer gezüchteten Gattung angegriffen wird. In den Tiefen der Welt stoßen sie schließlich auf das namenlose Grauen, das hier unten noch immer herrscht...
Die Geschichte an sich ist nicht schlecht. Sie spielt mit der Wissenschaft und unterschwellig liest man heraus, welches Grauen man bei zuviel Forschungsdrang entdecken kann. Die Illustrationen, die sich über das Buch verteilen, fügen sich herrlich ein und untermalen die Geschichte und das Geschehen wunderbar. Natürlich ist auch Lovecrafts Schreibstil hervorzuheben, das Grauen langsam und schleichend immer näher kommen zu lassen. Die Geschichte in Form eines Augenzeugenberichtes bringt das Geschehen extrem realistisch rüber, wenngleich aus heutiger Sicht manches natürlich für sehr überspitzt und fantasievoll wirkt. Immer wieder werden bekannte Dinge erwähnt, wie etwa das Necronomicon, Cthulhu oder auch Yog-Sothoth. Wer sich mit diesem Thema auskennt, den beschleicht eine Gänsehaut; das kann Lovecraft wie kein Zweiter.
Aber diese Novelle hat auch ihre Schattenseiten, die sich in Lovecrafts Schreibstil zeigt: Es geht zu langsam. An dieser Geschichte merkt man, dass Lovecrafts Stärken bei Kurzgeschichten lag. Er war einfach kein Romantyp. In "Berge des Wahnsinns" verliert er sich fast in ausschweifenden Beschreibungen, und selbst mir, der ich es liebe, in stimmungsvolle Beschreibungen abzutauchen, wird es bisweilen etwas zu viel. Er beschreibt die Gegend so genau, dass man sich wirklich darin wiederfindet, versucht auf Biegen und Brechen, das Gigantische und Unermessliche dieser Berge dem Leser nahezubringen, dass man manchmal wirklich Mühe hat, bei der Stange zu bleiben. Die Hallen unter dem Gebirge sind gewaltig und trostlos; Dies hätte man vielleicht etwas kompakter schreiben können. Auch die ellenlange Beschreibung über die Geschichte jenes Volkes, welches einst die Erde beherrschte, zerrt an der Konzentration.
All diese Kritikpunkte wären jedoch noch nicht der Grund, hier "nur" drei Sterne zu vergeben, bis auf den Punkt, der für mich am Schwersten wiegt: Und zwar hat sich ein Übersetzungsfehler eingeschlichen. In der Geschichte stößt man immer wieder auf "die großen Alten", und wer mit dem Cthulhu-Zyklus vertraut ist, weiß, dass es sich dabei eigentlich um mächtige, ja gar gottgleiche auserirdische Wesen handelt, die selbst die Entstehung und den Lauf des Universums beeinflussen können. Doch man steht wie vor den Kopf gestoßen da, wenn es da plötzlich heißt, dass die großen Alten wären nur ein paar Meter groß und seien im ewigen Eis der Antarktis eingefroren. Hier handelt es sich eigentlich NICHT um die großen Alten (zu denen der große Cthulhu, Yog-Sothoth, Nyarlathotep, Shub-Niggorath und auch Azathoth selbst gehören), sondern um "die alte Rasse", welche vor Jahrmillionen den Erdball bevölkerte.
Manch einer mag diesen Fehler verzeihen, ich kann es einfach nicht. Der Lesefluss wurde bei mir extrem gehemmt, jedes Mal wenn ich auf den Begriff "die großen Alten" stieß. Ich habe dabei einfach andere Wesen vor Augen.
Dieser Fehler liegt, soweit ich das sagen kann, hauptsächlich beim Festa-Verlag. Der Verlag hat mittlerweile viele sehr gute Neuübersetzungen uf den Markt gebracht, so muss ich gestehen, dass "der Ruf des Cthulhu" für mich die beste deutsche Übersetzung darstellt. Aber hier, bei "Berge des Wahnsinns" ist ein gravierender Fehler unterlaufen.
Von daher kann ich diesem Werk, obgleich ich ein leidenschaftlicher Fan von Lovecraft und seinen Geschichten bin, nur drei Sterne geben. - Frank Schätzing
Was, wenn wir einfach die Welt retten?
(59)Aktuelle Rezension von: Boris_GoroffNach "Der Schwarm" habe ich mich auf ein Sachbuch von Schätzing gefreut und wurde maßlos enttäuscht.
Als Sachbuch taugt es nichts, da keine einzige seiner Behauptungen und Fakten mit einer Quellenangabe belegt wird.
Als satirisches oder humoristisches Werk kann es leider auch nicht betrachtet werden, dafür erfüllt es die Kriterien nicht und liefert lediglich unwitzige und abgedroschene Plattitüden.
Der Autor sollte sich wieder Science Fiction und Fantasy widmen. Aber zum Profit machen kann man das Klima-Thema jederzeit hernehmen.
- Charlotte McConaghy
Die Rettung
(125)Aktuelle Rezension von: Uli_liest"Die Rettung" von Charlotte McConaghy handelt von einer Insel zwischen der Antarktis und Australien auf der sich eine leer Forschungsstation befindet und ein Leuchtturm in dem ein Mann mit seinen drei Kindern lebt. Eines Tages wird eine Frau angespült, die wie die Familie im Leuchtturm einige Geheimnisse in sich trägt und sich wundert, warum der Mann mit seinen drei Kindern allein den Pflanzensamenbunker der Welt auf der absaufenden Inseln räumen muss bis das nächste Schiff in 2 Monaten kommt.
Die Erzählperspektive wechselt sich zwischen der angespülten Frau und dem Vater sowie seinen drei Kindern ab. Der Schreibstil ist fesseln.
Es fällt mir schwer etwas über das Buch zu sagen ohne zu spoilern, aber ich hatte einen ganzen Strauß an Gefühlen beim Lesen. Ich liste sie in falscher Reihenfolge auf: ich war wütend, entsetzt und voller Hoffnung, ich war von unendlicher Liebe verzaubert und erschüttert, ich war traurig, einsam und habe geschmunzelt, ich war entsetzt und hatte Angst, aber am meisten war ich neugierig, was auf der nächsten Seite passiert und welches Geheimnisse noch gelüftet wird.
Wow ein wundervolles Buch mit vielen Gefühlen und unendlicher Spannung. Sehr empfehlenswert und vermutlich einer meiner Highlights in 2026.
- Greta Milán
The Penguin Paradox
(231)Aktuelle Rezension von: MsHexe28Ich habe mich sofort in das schöne Cover verliebt. Die saftigen Farben und das Pink im Hintergrund sind einfach ein Hingucker. Man sieht Emerie und Beckett in einer innigen Umarmung und zwei süße Pinguine.
Das Buch wird in der Ich-Perspektive geschrieben. Die Kapitel wechseln sich ab, einmal aus Emeries Sicht und aus Beckett’s Sich. Das ist in dem Buch maßgebend, da man so von beiden Seiten die Eindrücke bekommt und vor allem am Ende auch das Handeln viel besser nachvollziehen kann.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Man stolpert über keine großartigen Fremdwörter. Die Sätze haben eine angenehme Länge und man hat keine Probleme dem Geschehen zu folgen. Das Buch liest sich sehr flüssig und man kommt schnell voran. Es lässt sich auch sehr angenehm lesen.
Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten mit Emerie, da sie gleich mit massiven Vorurteilen in die ganze Geschichte rein geht. Beckett hatte keine Ahnung, was sie alles von ihm denkt und warum sie überhaupt sich so verhält. Sie merkt aber schnell selbst, dass sie da einiges missverstanden hat und dass ihr Groll gegenüber Becket nicht nachvollziehbar ist. Hinzu kommt noch ihre Einstellung und Erfahrung, was die Liebe angeht und ihr Forschungsthema. Diese ganzen Sachen erklären Emeries Einstellung gegenüber Beckett eigentlich sehr gut. Es war für mich nachvollziehbar. Ihr Forschungsthema hat in der Geschichte eine wichtige Rolle und man erfährt auch einiges davon, diesen Aspekt fand ich sehr interessant.
Zu Beginn war mir Beckett sehr sympathisch, nur gegen Ende hat sein Handeln mein Denken über ihn maßgeblich verändert. Er hatte keine leichte Zeit und sein Bestreben ist nachvollziehbar, aber dennoch hat mich seine Entscheidung kalt getroffen.
Von beiden Seiten werden die Gefühle sehr gut wiedergegeben, so etwas lese ich selten, vor allem aus der Männersicht. Allgemein ist das Buch sehr gefühlvoll geschrieben. Es liegt primär die Romantik im Vordergrund. Es wird spicy, sogar relativ zeitnah, aber vom Schreibstil eher auf Sparflamme.
Auch die Nebencharaktere fand ich hier sehr gut eingebracht. Es war eine richtige Gemeinschaft, so ganz isoliert in der Arktis. Auch, dass Cooper sich nur mit Gebärendsprache verständigen kann und alle anderen es akzeptieren und nicht hinterfragen, hat mir sehr gut gefallen. Er wurde aufgenommen und es war für alle etwas ganz Natürliches.
Erst ist da diese Spannung zwischen Emerie und Beckett, die Gefühle drehen durch und alles steht Kopf und dann, als alles perfekt scheint, kommt der herbe Schlag. Ich fand es schon sehr spannend dem Geschehen zu folgen. Aber es war vorhersehbar, ich wusste ab dem Moment, als es passiert ist, dass dies noch Folgen haben wird.
Mir hat das Buch sehr gefallen. Ich mochte diese eisige Atmosphäre sowie die süßen kleinen Pinguine, die auch eine große Rolle gespielt haben. Ich konnte nicht alle Entscheidungen gutheißen und auch manche Handlungen waren im ersten Moment nicht nachvollziehbar, dennoch hatte ich Spaß über Emerie, Beckett und die Pinguine zu lesen.
Der Schreibstil bei Becketts Kapiteln ähnelt dem Stil von Kyra Groh bei ihren männlichen Charakteren, dies ist mir am Rande aufgefallen, fand ich ganz interessant.
Wer kleine Schlagabtausche mag und vor allem eine romantische Stimmung in der Arktis, dem wird das Buch definitv gefallen. Eine schöne Slow-Burn Liebesgeschichte mit Enemies to Lovers Aspekten. Und vielen süßen kleinen Pinguinen.
- Douglas Preston
Ice Limit - Abgrund der Finsternis
(19)Aktuelle Rezension von: MeinLesezeichenBlogMeine Meinung
Zu Weihnachten schenkte meine Schwester unserem Vater diesen Thriller. Beim gegenseitigen Bestaunen der Geschenke, habe ich mir den Klappentext durchgelesen und war sofort Feuer und Flamme. Den Autor Douglas Preston kenne ich bereits von einem Real Crime Buch "The Monster of Florence", welches auch ein Gemeinschaftsprojekt ist. Daher war ich mir von Beginn an ziemlich sicher, dass mich dieser Roman nicht enttäuschen würde. Und glücklicherweise habe ich Recht behalten.Obwohl es sich um einen alleinstehenden Roman handelt; man ihn daher ohne den Vorgänger „Ice Ship“ lesen kann, hatte ich zunächst ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Zu Beginn häufen sich Verweise auf vorhergehende Romane und Begebenheiten. Das hat mich ziemlich gestört und teilweise aus dem Lesefluss gerissen, weil ich sie nicht richtig einzuordnen wusste. Aber sobald man die richtig sortiert, kommt man auch gut zurecht. Langsam aber sicher steigert man sich in die Geschichte rein.
„Ice Limit“ ist ein Roman, ein Thriller, mit vielen Science-Fiction Elementen. Eine Mischung aus Spekulationen und Wissenschaft, aus Fantasie und Fakten. Eine tolle, kreative, explosive Mischung. Ein bisschen hat es mich an die Fernsehserie „Stargate SG-1“ erinnert. Man muss offen sein und sich unbedingt darauf einlassen. Die anfängliche Skepsis löst sich nach ein paar Kapiteln wie von selbst.
Das Besondere an diesem Thriller ist, dass auf jeder Seite etwas passiert. Mit einem Wort: ACTION. Die Seiten fliegen nur so vorüber. Ich hatte teilweise richtiges Kopfkino; ein fast filmreifer Roman. Die Handlung ist spannend, rätselhaft und löst mulmige Gefühle aus. Die Autoren wissen durchaus mit Worten und Beschreibungen umzugehen. Ebenso geglückt sind die Dialoge. Die Autoren schaffen es Bestürzung und Schaudern auszulösen. Die Ereignisse sind beunruhigend, absurd, abgefahren und total fesselnd. Die Kapitel sind relativ kurz. Am Ende eines jeden Kapitels werfen die Autoren einen Köder, einen Leckerbissen aus, der mich dazu angehalten hat immer weiter zu lesen. Das Buch habe ich stets nur widerwillig aus der Hand gelegt.
Die wechselnden Perspektiven tragen zum ansprechenden Aufbau des Romans bei. Man erfährt viel über die Rollen und Aufgaben eines jedem auf dem Forschungsschiff Batavia. Sehr gut gefallen haben mir die Perspektiven von Prothero und seiner Laborassistentin sowie von Dr. Brambell. Von den Walgeräuschen hätte ich gerne noch mehr gelesen. Auch wenn diese Thematik am Ende noch mal aufgegriffen wird, konnte es mich doch nicht ganz zufriedenstellen.
Die Lage auf dem Schiff spitzt sich immer weiter zu und für die Besatzungsmitglieder entwickelt sich das Unterfangen immer mehr zu einem Albtraum. Die Geschichte ist nicht platt und die Handlung war zu keiner Zeit vorhersehbar. Teilweise fand ich es sogar erstaunlich, wie sich die Dinge entwickelten. Das Ende fällt im Vergleich zur restlichen Handlung etwas aus der Reihe und war nicht ganz das was ich erwartet hatte. Im Vergleich zur restlichen Geschichte gestaltete sich das Ende eher ruhig, erhaben und fast schon philosophisch.
Fazit
„Ice Limit“ war meine erste Reise in das Preston & Child Universum, und möglicherweise nicht der letzte Ausflug. Ich habe sehr viel Freude daran gehabt; die Autoren haben somit ihr Ziel erreicht. Ich empfehle diesen rasanten Thriller all denjenigen, die mal etwas Neues ausprobieren wollen und der Science-Fiction gegenüber nicht abgeneigt sind. Science-Fiction-Fans sind bei diesem Roman sowieso an der richtigen Stelle. - Katarina Mazetti
Mein Leben als Pinguin
(79)Aktuelle Rezension von: Linda-OddDas Buch habe ich als Leseexemplar bekommen und kam über 10 Jahre später endlich dazu es auszupacken.
Es war interessant, mal etwas von einer schwedischen Autorin zu lesen. Insbesondere die Antarktis gibt ja bereits einen eher seltenen Standort für Geschichten.
Der Aufbau und die Charaktere gefielen mir gut. Allerdings war ich mir zum Ende nicht sicher was der Punkt dieses Buches war. Es wurden sehr viele Mordgelüste aufgeführt aber nichts passiert wirklich?
- Anne von Canal
Whiteout
(46)Aktuelle Rezension von: Patrizia70Ich besuchte die Lesung von Frau von Canal zu diesem Buch. Die Schriftstellerin hinterließ einen unvergesslichen Eindruck bei mir. Von der Entstehung des Buches war ich begeistert und auch von ihrer Persönlichkeit. Für mich war das Buch an diesem Abend ein Muss.
Die Geschichte selber zog sich mein Lesen. Am Ende störte mich doch sehr, dass alles offen blieb und meinen Gedanken überlassen. Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Jetzt freue ich mich auf "Der Grund".
- Mirko Bonné
Der eiskalte Himmel
(13)Aktuelle Rezension von: Heinrich_Stefan_NoelkeIch kenne Shackletons Geschichte in mehreren Versionen, doch dies ist mit Abstand die beste, spannendste und ergreifendste von allen. Auch die glaubhafteste. All das könnten die Maenner so erlebt haben. Man ist ganz dicht bei ihnen. Der fiktive Zugang ist absolut gelungen. Mirko Bonné muss unendlich viel recherchiert haben. Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. - Hazel Prior
Miss Veronica und das Wunder der Pinguine
(57)Aktuelle Rezension von: anne_foxDas Leben der Veronica war nicht leicht. Ihr Leben gerät aus den Fugen als sie sich als junges Mädchen in den italienischen Kriegsgefangenen Giovanni verliebt und von ihm schwanger wird. Durch den frühen Tod ihrer Eltern lebt sie bei einer Tante, die sie sofort ins Kloster schickt als sie von de Schwangerschaft erfährt. Dort nimmt man ihr sofort kurz nach der Geburt das Kind ab. Den Schock hat sie in überwunden. Im hohen Alter mittlerweile ist sie schwerreich, lässt sie nach dem Kindesvater suchen und lernt dabei ihren Enkel Patrick kennen. Es dauert lange bis sie sich näherkommen, erst als er sie auf einer Pinguinstation mitten im Eis besucht. Den Ort wollte Veronica noch sehen bevor sie stirbt und ihr Geld auch für die geliebten Pinguine zu hinterlassen.
Fazit:
Eine bittersüße Geschichte über das Leben einer Frau die ihre große Liebe nie vergessen hat und aus ihrem Alter das Beste macht und dennoch glücklich wird,
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(14)Aktuelle Rezension von: WanderingBookwormIronischerweise bekam ich dieses Buch geschenkt, als eine Reise für mich endete. Meine erste große Reise, die in mir das unauslöschliche Fernweh ausgelöst hat. Als ich Anfang 2020 mit gebrochenem Weltenbummler-Herzen von Corona wieder nach Hause geschickt wurde, habe ich dieses Buch bekommen. Auf der ersten Seite steht "Willkommen zurück", und ich begann, meine Reise zumindest auf dem Papier fortzusetzen. Es wurde zum ersten Buch, in dem ich besonders schöne Sätze farbig markierte. Sätze, die von Fernweh, Begegnungen, Abenteuern und manchmal auch von Heimweh erzählten. Ich habe es sehr genossen, durch die verschiedenen Geschichten hinweg mit den verschiedensten Menschen zu reisen. Jeder Autor und jede Autorin hatte eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, hat neue Perspektiven aufgezeigt und auf Dinge hingewiesen, die ich mir für zukünftige Reisen merken werde, um ebenso offen für das Unbekannte zu werden, wie diese Menschen.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es bietet Inspiration für Reisende, ein kleines Fenster für die, die Reisen wollen, aber nicht können, und einen Schubs für die, die sich nicht trauen. Auch nach drei Jahren nach wie vor einer meiner Lieblinge im Regal.
- Midge Raymond
Die Liebenden vom Ende der Welt
(12)Aktuelle Rezension von: ConzilieDeb fühlt sich in der Antarktis zu Hause, die Pinguine, das Eis, die Kälte, die Einsamkeit. Hier lernt sie auch Keller kennen, der ebenso von der Eiswüste angezogen wird wie sie.
Die ständigen Zeitsprünge machen das Buch langweilig, man weiß sofort, dass alles auf ein Unglück zusteuert. Leider zieht sich die Erzählung unnötig lange hin, erst ab Seite 300 musste ich mich nicht mehr zwingen weiter zu lesen. Das Ende ist gut, der Anfang leider nicht.
- Rick Chesler
JURASSIC DEAD
(11)Aktuelle Rezension von: TanteGhostStell dir vor, untote Dinos kämen über die Welt ... Oder lies dieses Buch.
Inhalt: Alex hält sich illegal auf einer Grabungsstätte auf. Allerdings werden er und sein Freund von seltsamen Wesen angegriffen. Alex flieht, direkt seinem Vater in die Arme. Doch seine Warnungen verhallen ungehört.
Schon auf dem Transportschiff richtet der geborgene T-Rex durch seine Bisswunden immensen Schaden an. Das Virus zombifiziert die Menschen und macht sie blindwütig, gierig und unberechenbar.
Alex kann mit Xander und einer angeblichen Ärztin entkommen. Allerdings greift das Virus auf dem Schiff weiter um sich. Xander entpuppt sich obendrein als nicht ganz loyal.
Können Alex die Frau entkommen? Und was geschieht mit den Dinos?
Fazit: Hier kann ich eindeutig behaupten, dass es das Cover war, welches mich auf den Titel hat aufmerksam werden lassen. Dieser Dinokopf mit geöffnetem Maul, dahinter irgendwelche zerstörten Masten oder Kräne ... Ich habe einfach mal auf die absolute Endzeit gehofft.
Die Bezeichnung „Horror-Thriller“ hat mein Herz noch einmal um einiges höher schlagen lassen. – Ich war gespannt auf das, was mich hier erwarten würde.
Die Handlung startet in jedem Fall gleich mal voll durch. Es ist klar, dass hier etwas aus dem ewigen Eis geborgen werden soll, was wohl hochgradig sensationell ist. Allerdings hat mich auch alles etwas verwirrt, weil wohl gleich zei Nationen dem hinterher sind und die Protagonisten zu diesem Zeitpunkt keiner der Gruppen anzugehören scheinen. – Aus der Handlung geht eindeutig hervor, dass die Dinge ganz genau nicht so sind, wie sie scheinen.
Das Dino-Thema ist spannendn, keine Frage. Aber aus der anfänglichen Faszination wurde irgendwann ein ziemlich liebloses Aneinanderreihen von gruseligen und sehr unglaubwürdigen Ereignissen. Das fing bei den Dinos an, die ohne Herz leben. Logisch, dass die ein Virus übertragen und erst auf dem Schiff und dann auf der Insel eine Zombieapokalypse auslösen. Das alles wird durch einen wahnsinnigen Geldsack getoppt, der Überlebende ins offene Messer rennen lässt.
Es ist klar, dass die Handlung aus heutiger Sicht antiquiert ist und das Hauptaugenmerk auf Spladder, Kampf und Tragik liegt. Das Finale besteht dann einfach aus einer hoch dramatischen Flucht. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Dramatik wurde am Ende noch einmal gewaltig gesteigert mit linken Aktionen der Protagonisten und aufkeimenden Gefühlen, die da aber absolut nicht hingepasst haben.
Gleich zu Anfang habe ich den Stoff als ein riesengroßes Durcheinander an Namen empfundne. Ich hatte es schwer, der Handlung zu folgen, weil ich immer wieder überlegt habe, welche Person jetzt was gemacht hat, wo sie herkommt und wie sie mit der Handlung eventuell zusammenhängen könnte. – Das hat mir den Einstieg in die Handlung schon einmal ziemlich schwer gemacht.
Vom Gesamtkonzept her, erinnert die Handlung sehr stark an „Jurassic Park“. In dem Fall habe ich sowohl das Buch gelesen, als auch den Film gesehen. Auf diese Weise habe ich dann aber auch die ganze Zeit die Bilder aus diesem Film vor meinem geistigen Auge gehabt und somit hat dieser ganze Spladder und die Zerstörung nicht wirklich da rein gepasst. Erschwerend kam noch hinzu, dass diesen Lebensformen an sich zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Dem Leser wurde hier die Tatsache hin geschleudert, dass die Viecher Millionen von Jahren im Eis konserviert überlebt haben sollen, kein Herz haben und dann dieses Zombievirus übertragen. – Von vorne bis hinten einfach nur eine hingeschluderte Handlung, der ich nicht wirklich etwas abgewinnen konnte, weil sie mir einfach zu wenig erklärt und unlogisch ausgearbeitet war.
Die Story hat in erster Linie von der ganzen Zerstörung und dem Blut, sowie anderen verspritzen Körpersekreten gelebt. Es war einfach nur eine mehr oder wenige logische Aneinanderreihung von Spladdereffekten, die mir persönlich wenig gegeben haben.
Die Handlung ans ich war gut, gut beschrieben und schon irgendwie nachvollziehbar. Trotzdem war ich wenig gefesselt, viel abgelenkt und habe den Stoff am Ende nur gelesen, um ihn eben gelesen zu haben, weil er auf meiner Liste stand und das Aufhören auch wie Verschwendung gewesen wäre. – Dieses Buch wird bei mir keinerlei bleibenden Eindruck hinterlassen und wohl auch schnell aus den Katakomben meiner Erinnerung verschwinden. Der Stoff war und ist es einfach nicht wirklich wert. Da hätte man mehr und besseres daraus machen können.
Dieses Werk glänzt durch Spladder an allen Ecken und Kanten. Die Handlung ist sehr vorhersehbar und konnte mich nicht zu hundert Prozent fesseln. – Wenn du es liest, brauchst du ein dickes Fell.
- Emma Haughton
The Dark
(174)Aktuelle Rezension von: kapitel_nach_mitternachtAls ich das Buch gelesen habe, fand ich es ganz gut. Die Atmosphäre in der Antarktis fand ich spannend, weil sie mal etwas anderes ist als die typischen Thriller-Settings. Durch die Dunkelheit, die Kälte und die Isolation entsteht eine beklemmende Stimmung, die gut rüberkommt. Allerdings ist es inzwischen schon eine ganze Weile her, seit ich es gelesen habe. Trotzdem ist es für mich ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann. Wenn man Lust auf einen Thriller hat, der etwas weniger anspruchsvoll ist, aber gleichzeitig mal ein anderes Setting als die üblichen Storys bietet, dann könnte The Dark genau das Richtige sein.
- Michael Crichton
Welt in Angst
(121)Aktuelle Rezension von: P_GandalfMeiner Ansicht nach ist "Welt in Angst" das meisten verkannte Buch von Michael Crichton. Jahrelang stand es ungelesen auf meiner Leseliste abgeschreckt durch die vielen negativen und durchwachsenen Kritiken.
Crichton beleuchtet das Thema "Erderwärmung und Klimawandel" in diesem Buch von unterschiedlichen Blickwinkeln. Besonders stark stellt er die Fragen nach dem objektiven wissenschaftlichen Beweis in den Vordergrund. Zum Zeitpunkt als das Buch geschrieben wurde, waren eindeutige wissenschaftliche Beweise noch nicht gegeben - ob wir heute wirklich weiter sind, möchte ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall werde ich in Zukunft Argumente und Gegenargumente noch sorgfältiger abwägen.
Das es schon vor dem Auftreten des Menschen starke Schwankungen des Weltklimas ist unbestritten. Auch die mittelalterliche Warmzeit und die folgende "kleine Eiszeit" sind belegt. In welchem Maße ist die aktuell prognostizierte Erderwärmung auf uns Menschen und in welchem auf "natürliche" Veränderungen zurückzuführen? Auch wenn es auf diese Frage keine eindeutige Antwort geben mag, wir Menschen müssen versuchen unseren Einfluss zurückzufahren.
Des Weiteren beschäftigt sich Crichton mit den Auswirkungen von menschlichen Naturschutzmaßnahmen am Beispiel des Yellowstone National Parks. Sein Urteil ist vernichtend.
Er wirft außerdem die Frage auf, ob es nach dem Ende des kalten Krieges eine neue Bedrohung brauchte um die Mächtigen an der Macht zu halten.
Der im Nachwort anstellte Vergleich zwischen Eugenik und Umweltschutz ist in meinen Augen allerdings ziemlich gewagt.
Zum Inhalt habe andere schon viel geschrieben. Die Story ist nicht ausgewogen und einige Personen sind nicht wirklich glaubwürdig. In dieser Hinsicht keinesfalls sein bester Roman.
Fünf Sterne gibt es von mir, weil es ein Buch zum Nachdenken ist. Davon gibt es viel zu wenige. Auch wenn ich die Positionen des Autor mit Skepsis betrachte, ich finde es gut, wenn populäre Thema kontrovers behandelt werden und jeder sich seine Meinung bilden kann. - Ian McGuire
Nordwasser
(87)Aktuelle Rezension von: OrishaPatrick Sumner hat alles verloren, seine Reputation, seine Berufung, sein bisheriges Leben. Also geht er auf See. Denn dort kann ihm niemand etwas, glaubt er. Er heuert an und geht auf die Volunteer, die im Nordwasser Wale und andere Tiere jagen will. Mit an Bord Henry Drax, Brownlee und Cavendish. Was Sumner nicht ahnt, ist ein Komplott, den sich die drei Männer ausgedacht haben und der nach und nach ans Licht kommt und am Ende alle Männer in Gefahr bringt.
McGuires Roman zeichnet düstere Bilder: von rauen Städten, Menschen und einer Natur, die keine Gnade kennt. Spelunken, Tavernen, Seemänner, Schifffahrt, der Walfang. Es sterben Tiere, es sterben Menschen. Und McGuire beschreibt alles detailliert und das macht dieses Buch intensiv und auch irgendwie realistisch. Denn es ist nichts romantisch an einem Schiffbruch in den arktischen Gewässern, an der Begegnung mit wilden Tieren und Menschen, an der Seefahrt, die einige dunkle Gestalten anlockt. Sumner ist hier noch der moralische Pol der Geschichte, auch wenn er mit seinen eigenen Dämonen kämpft.
Henry Drax hingegen ist der Teufel in Person: Vergewaltigung, Körperverletzung, Mord. Er ist die personifizierte Gewalt. Zu gern hätte ich etwas mehr aus seiner Perspektive gelesen und über seine Beweggründe erfahren, die McGuire den LeserInnen nicht mitgibt. Aber vielleicht ist gerade das auch gut, denn manchmal gibt es einfach auch keine Erklärungen, die ein solches Handeln begründen oder auch nur nachvollziehbar machen könnten.
Kurzum: Ein intensives Leseerlebnis. Gewaltvoll, rau und ungeschönt.
- Thilo Winter
Der Riss
(124)Aktuelle Rezension von: chipie2909Der Riss stand schon sehr lange auf meiner Lesewunschliste und endlich habe ich dieses Werk vom SUB geholt. Das Cover ist wirklich auffällig und meiner Meinung nach wunderschön. Ja, man soll ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen, aber ich gebe es zu: Solche Cover ziehen mich einfach magisch an.
Doch um was geht es denn eigentlich in diesem Thriller? Antonia reist in die Antarktis und die Vulkane dort sind nicht das Einzige, was sich untersuchen möchte. Ihr Bruder ist ein paar Wochen zuvor im ewigen Eis verschwunden und Antonias größter Wunsch ist, ihn zu finden. Aber sie muss bald vorstellen, dass irgendwas in der Forschungsstation nicht stimmt und ihr Bruder wohl eine phänomenale Entdeckung gemacht hat, die ihn womöglich das Leben gekostet hat.
Mein Eindruck vom Buch:
Ich habe leider lange gebraucht, um richtig reinzukommen. Die Kapitel sind zum Glück kurz, so dass es sich schnell weglesen lässt. Ich hatte meine Schwierigkeiten mit Antonia und fand ihren Charakter einfach nur nervig, selbstgerecht und enorm egoistisch. Ein paar Begebenheiten waren mir zu konstruiert, z. B. dass Antonia bereits beim zweiten Versuch ein Passwort von jemanden knackt, den sie überhaupt nicht kannte. Das war mir dann doch etwas zuviel des Guten. Arno war mir nur minimal sympathischer, generell fand ich die Protagonisten sehr farblos. Am Meisten hat mir da noch gefallen, dass Arno Gedichte las. Ich war sehr froh darüber, dass dieses Werk nicht in der Ich-Version geschrieben wurde, denn ich glaube, da hätte ich mich dann noch schwerer getan. Gelungen fand ich aber den Aufbau des Buches. Der Leser trifft immer wieder auf eine Person in der Forschungsstation, die (mitunter) hinter all dem steckt und als die Identität dieser Person aufgedeckt wurde, war ich doch überrascht. Zum Schluss fand ich die Geschichte auch echt noch spannend, nur leider etwas zu spät.
Fazit:
Ich finde diesen Thriller solide für zwischendurch, aber leider nichts, was mir im Gedächtnis bleiben würde. Grandios fand ich die wahren Hintergründe über die Antarktis, z. B. war mir vollkommen neu, dass so viele Vulkane dort schlummern.
- David Roberts
Alone on the Ice: The Greatest Survival Story in the History of Exploration
(1)Aktuelle Rezension von: wandablueAls es noch echte Männer gab, gab es noch keine Iphones. Als es noch echte Männer gab, gab es nicht mal eine richtig funktionierende drahtlose Verständigung. Was es gab, war ein übernatürlicher Überlebenswille Einzelner, herausragende, unglaubliche physische und psychische Leistungen Einzelner, die bis heute den Leser faszinieren. Und es gab eine Grausamkeit gegenüber den tierischen Dienern, die das Überleben der Menschen erst ermöglichten und die so unglaublich ist, dass völlig klar ist, die Menschheit hat das Barbarenzeitalter noch lange nicht überwunden, Smartphone hin, Whatsapp her, den Fuß auf dem Mond. Der Mensch ist ein grausames Ding.
Douglas Mawson, von dem der Roman handelt, ist eine Legende in Australien gewesen. Ein Hero, wie er im Buche steht. Er hat nicht nur die Australasian Antarctic Expedition von 1913 geleitet und, von gewissen Verlusten abgesehen, zu einem guten Ende gebracht, er war schon vorher ein begeisterter Antartkisforscher und Wissenschaftler.
David Roberts erzählt nicht nur unaufgeregt und doch bewegend davon, wie Mawson zurück zum Camp gelangt, als einziger Überlebender, nachdem er seine Gefährten verloren hat, fünf Stunden zu spät und halb tot, so dass er seinem Schiff nur noch hinterherwinken kann und auf dem unwirtlichen Kontinent überwintern muss. Er erzählt auch aus dessen sonstigen Leben, dessen Liebe zu seiner Verlobten, er erzählt seine ganze Biografie und bettet sie noch ein in die Schicksale anderer Polarexpeditionen und Persönlichkeiten, Amundsen, Scott, Shackleton.
Ja, das waren Männer! Aber diese Männer waren auch zerfressen von Ehrgeiz und Ruhmsucht, getarnt als Hingabe an die Wissenschaft. Und sie haben die Tiere, die sie mitnahmen, gequält und gefoltert, sie bis zum Umfallen arbeiten lassen (viele Hunde waren schwanger und die Babies hatten nicht den Hauch einer Chance zu überleben), sie waren verhungert, verdurstet, wurden aneinander verfüttert und dienten letztlich als Überlebensproviant für die Menschen. Dies zu lesen, nimmt mit. Denn mit großer Liebe dienten diese Tiere dem Menschen. Um als Belohnung geschlachtet zu werden, wenn sie zusammenbrachen. Ich kann das nicht honorieren. Hätte man für die gefahrlose Entdeckung der weißen Welt doch nur abwarten brauchen – heute kann man sie bequem überfliegen und aus der Luft vermessen. Kein einziges Tier hätte unter dem verfluchten Ehrgeiz solcher Männer leiden und sterben müssen! Schade, dass sie nicht alle drauf gegangen sind, diese Männer. Und man ihnen noch Denkmäler baut.
Fazit: Zum Teil heftige Emotionen auslösender Bericht über mutige Männer, die ihren Zielen alles unterordnen, das eigene Leben, aber leider auch das anderer, die nicht einmal gefragt worden sind.
Der Sprecher Matthew Brenher machte seine Sache ausgezeichnet.
Kategorie: Reisebericht. Expeditionsbericht.
Verlag: Blackstone, Audio Inc. - Nicholas Gannon
Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt
(69)Aktuelle Rezension von: PaperboatArcher langweilt sich ziemlich zu Tode... Seit seine Großeltern in der Antarktis auf einem Eisberg als verschollen gemeldet wurden, darf Archer das Haus ausschließlich zur Schule noch verlassen. Seine Mutter ist in dieser Hinsicht strikt und erlaubt kein ungebotenes Verhalten. Eingesperrt in das Haus, in dem seine Großeltern vor seiner Geburt gewohnt haben, bleiben ihm nur die vielen ausgestopften Tiere und Bücher als Gesellschaft. Doch trotz des Zaubers vergangener Abenteuer, der dem Hause innewohnt, sehnt sich Archer danach wie seine Großeltern auf Entdeckungstour zu gehen. Der einzige Lichtblick, den Archer ab und zu erhält, sind die seltenen Pakete, die seine Großeltern heimlich vor dem Haus der Helmsleys für den Jungen ablegen.
Archers Leben ändert sich, als der Nachbarsjunge Oliver in sein Leben tritt. Beide Jungs wohnen im höchsten Stock ihrer jeweiligen Behausungen, und so besuchen sie sich gegenseitig über eine schmale Verbindung zwischen den Häusern. Eigentlich möchte Oliver gar kein Forscher sein und gefährliche Dinge erleben sondern nur einen Freund haben, aber gezogen von der Abenteuerlust seines neuen Freundes lässt er sich auf die Ideen von Archer ein. Jedoch, ein richtiges Abenteuer erleben sie trotzdem nicht. Das soll sich ändern, als Adelaide – frisch aus Frankreich ins Nachbarhaus eingezogen – in ihr Leben tritt. Ihr Holzbein erklärt sie in der Schule mit einem Krokodilangriff, weil sie über die wahren Begebenheiten nicht sprechen möchte. Archer ist fasziniert von ihrer Geschichte, ganz glauben kann er ihr sie allerdings nicht, und auch Oliver hegt seine Zweifel. Trotz der Eifersucht, dass Adelaide angeblich schon so viele Abenteuer erlebt haben soll, freunden sich die drei an, und als Archer einen Plan ausheckt in der Antarktis nach seinen Großeltern zu suchen, erscheint ihm Adelaides Erfahrung im Abenteuer erleben mehr als geeignet.
Die drei erleben einige Abenteuer, mit denen sie nicht gerechnet hätten, und natürlich alles andere als geplant.Mit diesem Buch darf man keinen Abenteuerroman erwarten. So eingesperrt wie Archer häufig ist, so wenig Abenteuer erlebt man mit ihm zusammen. Vielfach wird eher über all die Dinge erzählt, die man mal erleben könnte. Es ist eine unscheinbare und stille Geschichte, die eher vom Träumen handelt und von der Sehnsucht, dabei jedoch mit stellenweise pfiffigem Wortwitz und Situationskomik aufwartet. Auf ein großartiges Abenteuer wartet der Leser lange, hier ist der Weg das Ziel. Dafür erlebt man mit, wie drei isolierte junge Menschen zueinander finden und eine feine Freundschaft entwickeln.
Nicholas Gannon hat nicht nur den Roman geschrieben, er hat seine Geschichte um auch zarte und stimmige Illustrationen erweitert, denen eine ganz besondere Ruhe innewohnt, wie ich finde. Mir hat dieser Abenteuerroman ohne opulente Abenteuer dennoch sehr gut gefallen, da mir die Charaktere ans Herz gewachsen sind und mich die Zeichnungen unglaublich angesprochen haben. HOLIDAY Reisebuch: Atlas der Naturwunder
(11)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Die Natur ist ein Wunder! Größer, vollkommener und eindrucksvoller, als wir es uns in unseren kühnsten Träumen vorstellen können. Es gibt diese Orte, an denen die ganze Kraft, Schönheit und Perfektion in ganz besonderer Weise zur Geltung kommen. Wenn der Himmel hoch im Norden in irrlichterndem Grün der Aurora borealis erstrahlt. Wenn sich Tausende von Kranichen wie choreografiert auf dem Darß in Bewegung setzen. Wenn man die ganze Gewalt des Ozeans durch die haushohen Wellen an der Küste Portugals spüren kann.
Der Atlas der Naturwunder nimmt den Leser mit auf die Reise zu diesen Orten und liefert einzigartige Reiseinspirationen für das once-in-a-lifetime-Naturerlebnis.
》EIGENE MEINUNG:
Das „HOLIDAY Reisebuch: Atlas der Naturwunder“ konnte mich auf den ersten Blick begeistern: Was für ein Titelbild! Aber auch das Konzept im Inneren des Buches kann absolut überzeugen.
Auf 360 Seiten finden wir verschiedenste Kurzportraits zu Naturwundern rund um die Welt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten dieses Buch zu lesen:
- Ganz lockeres Durchblättern: Auf jeder Seite finden sich hier die unterschiedlichsten Sehnsuchtsorte. Jeder davon wird durch eine wundervolle, untertitelte Fotografie eingeleitet, gefolgt von einer Überschrift, der Ortsangabe, einem kleinen Länderkarten-Ausschnitt mit markierter Lage, einer interessanten und informativen Kurz-Beschreibung sowie einem Tipp für den „perfekten Ort“ um dieses Naturwunder zu erleben. Hierbei geht es um Tageszeiten ebenso wie besonderen Aussichtspunkten.
- Nach bester Reisezeit: Nach dem kurzen Vorwort im Buch finden wir eine, durch Farben strukturierte, Übersicht, die die vorgestellten Reiseziele nach bester Reisezeit innerhalb des Kalenderjahres gliedert. Jeder Monat dieses Kalendariums erhält dabei eine Farbe und listet Naturwunder, Ort und Land auf.
- Nach Kontinenten: Das Buch ist in je ein Kapitel pro Kontinent gegliedert. Europa, Asien, Australien/Ozeanien, Nordamerika, Mittel-/Südamerika, Antarktis und Afrika.
- Nach Karten der Kontinente: Zu Beginn jedes Kapitels ist eine Karte des jeweiligen Kontinentes abgebildet. Mit Pins werden alle vorgestellten Orte markiert.
- Nach Art der Naturwunder: Die einzelnen Porträts sind in verschiedene Kategorien unterteilt. Eis & Gletscher, Flora, Fauna, Lost Places, Geologie, Meere, Wetter & Astronomie, Wüste sowie Flüsse, Seen, Wasserfälle. Hier kommt sicher keine Langeweile auf und die eigene Reiseliste wächst ins Unendliche!
Ich bin begeistert und kann das Buch auch als Geschenk sehr empfehlen!
》FAZIT:
Wundervolle Fotografien, tolle Tipps für Aussichtspunkte, beste Tages- oder Reisezeiten zum Erleben, verschiedenste Möglichkeiten die einzelnen Naturwunder kennen zu lernen und damit eine Menge an Sehnsuchtsorten zu denen man sich träumen oder hoffentlich bald auch wieder reisen kann!























