Bücher mit dem Tag "anthropologie"

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66 Bücher

  1. Cover des Buches SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783328111245)
    Yuval Noah Harari

    SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit

    (399)
    Aktuelle Rezension von: Franz_J__Bingenheimer
    • Ein faszinierendes Buch, das die Geschichte der Menschheit völlig neu beleuchtet. Harari erklärt komplexe Themen so klar, dass man ständig ins Nachdenken kommt. Für alle, die verstehen wollen, wie wir wurden, was wir sind – absolut empfehlenswert! „Wer über sich und die Welt nachdenken will, sollte dieses Buch lesen.“
  2. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

    (7.396)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Ein sehr solider, spannender Krimi, der sich gut lesen ließ. Die Passagen aus der Ich-Perspektive haben mich erst etwas irritiert, aber der Schreibstil des Autors hat mir allgemein so gut gefallen, dass ich schnell ins Buch eintauchen konnte. Das war mein erster Beckett, wird aber bestimmt nicht der letzte sein!

  3. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783942656863)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

    (3.512)
    Aktuelle Rezension von: koechl


    Mich hat der erste Teil der Krimireihe mit David Hunter "Chemie des Todes" sehr begeistert. Deswegen war ich mir nicht sicher, ob mich der Nachfolger dieses tollen Buches nicht etwas enttäuschen würde. Doch diese Sorge war unbegründet. Es hat zwar diesmal länger gedauert, bis mich dieser Thriller richtig gefesselt hat, aber dann konnte ich die Finger nicht mehr davon lassen. Spannende Handlung, tolle Charaktere und interessante forensische Wissenseinlagen. Sehr empfehlenswert!
  4. Cover des Buches Leichenblässe (ISBN: 9783499268298)
    Simon Beckett

    Leichenblässe

    (2.615)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Im 3. Band der David Hunter Reihe sterben die Leute wie die Fliegen. Zumindest machte es beim Lesen den Eindruck, denn dieses Mal trifft es nicht nur Unbekannte, sondern auch Freunde und Bekannte von David, während er selbst mit morbiden Geschenken beehrt wird.

    Dabei ist David eigentlich nur zufällig anwesend, nachdem seine Beziehung zu Jenny in die Brüche gegangen ist und er psychisch nach dem Mordanschlag auf ihn noch lange nicht wieder auf der Höhe ist. Darum hat er Urlaub genommen und hilft einem alten Freund auf der sogenannten Bodyfarm. Ein faszinierender Ort und ich muss gestehen, dort würde ich mich gerne mal umsehen.

    Wer der Mörder ist, bleibt auch in diesem Band bis zum Schluss im Dunkeln. Einen Verdächtigen gibt es natürlich, genauso wie einen arroganten Mistkerl, der mit voller Absicht im Fernsehen über Psychopathen herzieht und dann recht schnell das Zeitliche segnet. Gewundert hat es mich nicht, ehrlich gesagt. Zum Ende hin wird es dann aber wirklich eklig, als David und sein Freund Paul auf der Suche nach der letzten Vermissten nur durch Zufall über das Versteck des Mörders stolpern, wobei stolpern hier wörtlich zu nehmen ist, denn es gibt weit mehr Opfer, als die Polizei bislang auch nur im Ansatz dachte.

    Ein tolles Buch, mit einer Erklärung für die Morde am Ende, die so verrückt und gleichzeitig doch so logisch ist, dass ich beim Lesen eine dicke Gänsehaut hatte.

  5. Cover des Buches Totenfang (ISBN: 9783499275319)
    Simon Beckett

    Totenfang

    (771)
    Aktuelle Rezension von: SBA

    Wie schon bei seinem Roman Der Hof kommt auch in Totenfang  nie richtig Spannung auf. Mir fehlten die entscheidenden Spannungsspitzen, sodass das Buch insgesamt sehr monoton zu lesen war. Störend empfand ich die teilweise übermäßig detaillierten und langatmigen Ausführungen, die den Lesefluss verlangsamten.  Zudem war der Täter viel zu früh und zu offensichtlich erkennbar, was die Spannung  minderte. Ein guter Thriller lebt davon, dass der Leser miträtseln kann und von Wendungen überrascht wird – genau das fehlte hier.. Insgesamt hatte ich mir von Beckett, der für seine forensischen Krimis bekannt ist,  mehr Raffinesse und dramaturgische Intensität erhofft. 3.5 Sterne.

  6. Cover des Buches Die ewigen Toten (ISBN: 9783499000959)
    Simon Beckett

    Die ewigen Toten

    (528)
    Aktuelle Rezension von: Burkhard_Hanke

    Mit „Die ewigen Toten“ erreicht Simon Beckett ein neues Level an Düsternis. Der sechste Band der David-Hunter-Reihe führt in ein verfallenes Londoner Krankenhaus, dessen verlassene Gänge, verschlossene Räume und morbide Atmosphäre wie ein eigener Charakter wirken. Dort stößt Hunter auf grausige Funde, die nicht nur die Vergangenheit des Gebäudes, sondern auch aktuelle Abgründe offenbaren. Beckett verbindet detailreiche forensische Schilderungen mit psychologischer Spannung und erzeugt eine beklemmende, beinahe klaustrophobische Stimmung. Überraschende Wendungen, Gänsehaut-Momente und die ständige Bedrohung im Hintergrund machen diesen Thriller zu einem intensiven Leseerlebnis, das Angst und Faszination meisterhaft vereint.

  7. Cover des Buches Wer war Alice (ISBN: 9783442486953)
    T. R. Richmond

    Wer war Alice

    (320)
    Aktuelle Rezension von: EurekaPalmer

    Überraschend verstirbt Alice Salmon. Wer war die junge Frau wirklich und was ist passiert?

    Den Erzählstil fand ich zunächst sehr interessant, da dieser aus unterschiedlichen Variationen besteht, wie in etwa Kapitel, die in Briefform oder Zeitungsartikeln verfasst sind. So zog es sich durch die Seiten, was mich zunehmend irritierte und ich das Gefühl hatte, keinem roten Faden zu folgen. In etwa nach den ersten 150 Seiten habe ich das Buch letztlich abgebrochen, da es mir zu langatmig wurde und ich den Überblick verlor.

  8. Cover des Buches Tote lügen nicht (ISBN: 9783641106652)
    Kathy Reichs

    Tote lügen nicht

    (856)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Temperance Brennan ist Kult und das schon sehr lange. Der erste Band, "Toten lügen nicht", ist 1997 erschienen, spielt aber 1994. Liest man dieses Buch im Jahr 2025, liest man also quasi einen historischen Krimi. Große Unterschiede gibt es aber eigentlich nicht. Ja, man hatte noch kein Handy; das ist einerseits ziemlich erfrischend, andererseits erschwert es die Arbeit der Ermittler aber doch sehr. Man hört Musik außerdem noch über CDs, Email und Internet stecken noch in den Kinderschuhen.
    Trotzdem hat das erste Buch der Reihe nicht gelitten. Es liest sich immer noch sehr gut.

    Temperance Brennan jagt ihren ersten Serienmörder in Montreal. Dieser geht sehr brutal vor, bringt mehrere Frauen um und hat es später auch auf Tempe abgesehen. Da die (männlichen) Polizisten, mit denen sie arbeitet, ihr nicht zuhören (auch ein bisschen deshalb, weil sie eine Frau ist), macht sie sich selbst an die Arbeit und ermittelt.

    Ich habe Kathy Reichs' Krimireihe immer sehr gerne gelesen und immer das neue Buch gekauft, wenn es erschienen ist, irgendwann dann aber aufgehört, wie man das meistens macht bei Reihen, die schon (zu) lange existieren. Jetzt hatte ich aber wieder einmal große Lust darauf und habe zufällig das erste Buch in die Hände bekommen und es dann noch einmal gelesen.

    Ich kann absolut verstehen, warum die Reihe so erfolgreich ist.
    Kathy Reichs kann die Handlung und die Figuren unheimlich gut lebendig werden lassen. Obwohl ich noch nie in Montreal war, weiß ich jetzt ziemlich genau, wie es dort Mitte der 90er war. Temperance Brennan ist für mich eine realistische und authentische Person (anders als ihr TV-Counterpart), die ich ziemlich genau kennenlernen und begleiten durfte. Ähnlich verhält es sich mit Andrew Ryan und vielleicht auch noch mit Claudel. Ich habe erfahren, wie Temperance und ihre Kollegen arbeiten und wie schwierig und mühselig dies in den 90ern mitunter noch war, weil es keine Handys gab und die Technik noch nicht so weit war wie heute.

    Ja, das Buch ist ein etwas unorigineller Serienkiller-Schmöker, bei der auch die Heldin in Gefahr gerät. Was ihn jedoch von den anderen des Genres unterscheidet, ist eben Kathy Reichs' Talent, der Geschichte und den Figuren Leben einzuhauchen.
    Dass dabei einige Szenen und vor allem die Beschreibungen wissenschaftlicher Vorgänge ein wenig zu lang geraten sind, muss ich dafür in Kauf nehmen. Das kann ich aber auch.

  9. Cover des Buches Kollaps (ISBN: 9783596192588)
    Jared Diamond

    Kollaps

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Mario_Veraguth

    Die passende Ergänzung zu Diamonds Werk„Arm und Reich“ liefert eine Fülle an vergangenen und aktuellen Szenarien verschiedener Umweltbedingungen und dem Meistern beziehungsweise kläglichen Scheitern der Völker beim Versuch zu bestehen.

    Speziell anhand isolierter Gesellschaften, bei denen der soziokulturelle Aspekt durch das Ausbleiben von Invasoren oder fremden Störfaktoren wesentlich stärker in den Fordergrund tritt, werden die Abläufe, die zur Bildung heutiger Ruinen oder prosperierender Städte führen, beschrieben.

    Als klassisches positives Beispiel kann Island genannt werden, dass der Trostlosigkeit der Klimazone und der Unfruchtbarkeit der kargen Bögen mit engem Gemeinschaftsgefühl und intelligenter Landwirtschaft ein Schnippchen schlagen und bestehen konnte. Andere isolierte Inselstaaten wie die Osterinseln und andere Geistereilande hingegen wurden vom Sog gesellschaftlicher Ausartung erfasst und durch sinnbefreite, prestige- oder religionsgetriebene Bauprojekte, Bürgerkriege, Ausbeutung der Natur bis zum Zusammenbruch des Ökosystems oder ein bisschen von allem in den Untergang getrieben.

    Häufig gab es auf den gescheiterten Inselstaaten eine alte Tradition bewährter Überlebensstrategien, deren Praxis aber im Zuge des Wahns meist vergessen oder ignoriert wurde, was im Zusammenbruch des Gesellschaftssystems mündete.

    Wie sich die Thesen des Autors auf die Entwicklungsgeschichte größerer, kontinentaler Nationen anwenden lassen könnten, wäre hochinteressant, würde aufgrund der zusätzlichen Komplexität aber vermutlich den erlesbaren Rahmen sprengen, weswegen Diamond darauf verzichtete. Die berücksichtigten Faktoren wie Klimaveränderungen, feindliche Nachbarn, Umweltzerstörung, Bruch eines Bündnisses oder Verlust von Unterstützung durch befreundete Nachbarn und als entscheidender Faktor die Reaktion von Bevölkerung und Herrscherkaste, bergen bereits ein großes Komplexitätspotential, weswegen durch eine Einführung zusätzlicher Faktoren wie im Fall des römischen Reiches oder anderer ausgesparter, gescheiterter Großreiche nicht mehr mit wissenschaftlicher Seriosität geschlussfolgert werden könnte.

    Bemerkenswert ist, dass das Schema der langsamen Degenerierung über schleichenden Abbau von kulturellen sowie natürlich gegebenen Ressourcen sowohl verhältnismäßig primitive, fast noch steinzeitliche Gesellschaften genauso unerwartet treffen kann wie hochentwickelte und militärisch fast unbesiegbare Großreiche. Den Kassandrarufern der damaligen Zeit zum Trotz wurden Fanatismus und Größenwahn zum Leitmotiv und im Nachhinein ersichtlich unsinnige und selbstzerstörerische Mechanismen sickerten in die Politik ein, bis diese als normal akzeptiert und Kritik bis zum Untergang negiert wurde.

    An diesem Punkt bietet es sich an den Bogen zur Gegenwart zu spannen und das klassische Wiederholen der Geschichte anhand verschiedener Beispiele zu illustrieren. So werden auch nach Dutzenden plastischer und anschaulicher Lernbeispiele aus der Geschichte davon, was man als Staat tunlichst vermeiden sollte, heute die gleichen, eigentlich klar erkennbaren Fehler begangen. Sei es fahrlässige, irreversible Umweltzerstörung, politische Destabilisierung bis zum Zerbrechen des Staatsgebildes samt Genozid und Zerstörung der kärglichen Infrastruktur über Rückfall in archaische Regierungsformen und Gottesstaaten gibt es eine breite Palette von Mustern, deren Verwendung der Menschheit derart erstrebenswert zu sein scheint, dass immer erneute Versuche nicht mehr als Beharrlichkeit ausgelegt werden können. Sondern schlichtweg nur mehr als Ignoranz und Inkompetenz von Führungseliten, denen ein kurzes Überlesen eines beliebigen Geschichtsatlasses mannigfache Beispiele für die Sinnlosigkeit ihres momentanen Handelns geben könnte.

    Die große und bange Frage nach Abschluss der Lektüre bleibt die, ob wir wohl nicht schon ein klein wenig zu lange auf einen Zug aufgesprungen sind, der nicht nur, wie im Buch beschrieben einzelne Inseln, Landstriche oder Staaten, sondern den gesamten Planeten und die darauf befindliche Zivilisation, also uns, auf direkten Weg in den Abgrund steuert.

     

  10. Cover des Buches Lebendigkeit (ISBN: 9783466309887)
    Andreas Weber

    Lebendigkeit

    (6)
    Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-Pape
    Plädoyer für eine Haltung der verbindenden Liebe

    Wenn Weber sein Buch mit „Eine erotische Ökologie“ untertitelt, dann verweist er damit nicht auf ein eng verstandenes Verständnis der Erotik rein im Sinne sexueller Leidenschaft, sondern nutzt den Begriff im Verweis auf die „unbändige Kraft der Fülle und schöpferischer Energie“, welche in der umfassend verstandenen Erotik freigesetzt werden.

    „Ohne Bindung kein Leben“, diesen Grundsatz des Lebens stellt er seinen Ausführungen voraus.
    Alle Vorgänge in der Biosphäre sind Vorgänge in Beziehungen, die Art und Weise der Beziehungen, die Werte, die der einzelne seinen Beziehungen gibt und die Weise, in der er diese dann praktisch gestaltet prägen das Leben (nicht nur das eigene).

    Weber öffnet diesen, in der Gegenwart mehr und mehr als rein „privat“ verstandenen Beziehungsbegriff damit in die Weite des biologischen Raumes und führt den Leser in eine beziehungsorientierte „Schubkraft zur Weltbeschreibung und Welterfahrung“.

    Die „Liebende Praxis“ ist für ihn ein „Erkenntnisinstrument“, genau jene Art und Weise, „hineingebend“ die Welt zu verstehen, die aktuell zu sehr abgespalten, zu abstrakt betrachtet wird. Wovon bereits die Sprache mit ihren ständig biologisch-technischen Begrifflichkeiten zur Weltbeschreibung schon beredt Zeugnis ablegt.

    Sich selbst als Teil des große Ganzen nicht nur rational zu begreifen, sondern auch emotional zu verstehen und damit dem Drang zu sich selbst und zur Fülle, zur Individuation und zur Verbindung zu vereinen, das ist Webers Ziel.

    Dem er sehr verständlich, teils poetisch, aber durchgehend „lebensnah“ im Buch nachgeht.

    „Leben in intensiver Form ist immer eine Praxis der Liebe“.
    Eine Form der Verbindung mit allem Lebendigem, dass dem Inneren des Menschen deutlich mehr entspricht als die Aufteilung der Natur, der Ressourcen, ja auch der menschlichen Bindungen in funktionale Raster.

    In der Praxis führt Weber dabei mitten hinein in „Liebesgeschichten“ mit den Elementen der Natur, mit der Luft (und ihrer Tragfähigkeit), mit dem Wasser und seinen sanften Berührungen (Berührungen sind ja eines der Kernelemente jeder Erotik) und vielen anderen natürlichen Elementen mehr.

    Wobei in allen Hinführungen und konkreten Beispielen Weber die Auffassung des Lebens „als eines zusammenhängenden Netzes von Beziehungen“ betont und mannigfaltig beschreibt. Verbunden mit dem (inneren wie äußeren) „Lachen“ als „Stimme des Glücks“.

    Sicher ist die Sprache des Buches, gerade für eher nüchtern veranlagte Leser, gewöhnungsbedürftig und wirkt an manchen Stellen schwülstig bis kitschig oder ein stückweit zu esoterisch „bewusst“ angehaucht.

    Aber es lohnt sich, sich auf die dahinter liegenden Gedankengänge einzulassen, denn der mitschwingenden Verweis auf die zunehmende Bindungslosigkeit und Isolierung des Menschen (zumindest in den modernen industriellen Gesellschaften), die nicht nur das Erleben der Natur betrifft, sondern mehr und mehr auch tief im zwischenmenschlichen Beziehungsgeflecht seine (trennenden) Spuren hinterlässt, benennt präzise eine Entwicklung, die offenkundig keine sonderlich konstruktiven Folgen nach sich zieht (betrachtet man allein nur die zunehmende, allgemein Gewalttätigkeit oder die Etikettierung so ziemlich jeden Lebensbereiches vor allem mit Preisschildern).

    Eine interessante Lektüre, auch wenn man Weber nicht in allen „äußeren“ Beispielen „innerlich“ folgen möchte.
  11. Cover des Buches Totengeld (ISBN: 9783453437944)
    Kathy Reichs

    Totengeld

    (104)
    Aktuelle Rezension von: blue-jen

    Der Tod einer jungen Frau, deren Leiche in einem Straßengraben gefunden wird, bereitet
    Forensikerin Tempe Brennan schlaflose Nächte. Der Teenager könnte ohne
    Papiere ins Land gereist sein. Und dann ist da noch der Fall eines Schmugglers, der kuriose
    mumifizierte Artefakte in die USA schleust. Besteht eine Verbindung zwischen
    dem toten Mädchen und dem lukrativen illegalen Handel? Auf eines kann die
    Todesermittlerin sich verlassen: Knochen kann man nicht zum Schweigen bringen. 


    Ein weiterer toller Band der Reihe, wieder etwas stärker als die beiden letzten, die ich gelesen habe. Tempe fachsimpelt wieder richtig gut und bringt damit den ermittelnden Detektiv Bridell immer wieder auf die Palme, die Dynamik der beiden war super in dem Band und brauchte mich immer mal wieder zum schmunzeln.

    Die Geschichte fand ich anfangs recht undurchsichtig und je mehr ich gelesen habe desto besser wurde es, besondern gut hat mir der Teil in Afghanistan gefallen, da es mal was anderes war und man doch auch den ein oder anderen Einblick bekam. Auch ihre Ansicht den Taliban gegenüber war toll, auch die Begungen mit Kathy spiegelte wieder viele Emotionen wieder.

    Zwie kleine Wermutstropfen... wie immer bringt sie sich mit ihrem Ermittlungen in Gefahr, das ist zwar mittlerweile bekannt, jedoch auch etwas nervig. eigentlich müsste sie doch mittlerweile darauf gelernt haben. Und der Handlungsstrang mit Ryan war irgendwie etwas wenig, wieso reagiert sie so und wieso versucht sie danach nicht noch weiter mit ihm zu reden... naja mal schauen wie es weiter geht

  12. Cover des Buches Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (ISBN: 9783406803765)
    Jean Liedloff

    Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    Das Buch "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" erzählt die Lebensweise der Yequana-Indianer, welche eine komplett andere Herangehensweise ans Leben haben als die meisten Menschen in der heutigen Zeit. Vor allem der Unterschied bei der Kindsaufzucht wird deutlich klar.

    Es ist empfehlenswert das Buch vor dem ersten Kind zu lesen, da man ansonsten mit schweren Schuldgefühlen zu kämpfen haben wird. Denn das Buch erklärt u.A. wieso wir unseren Kindern mit guter Absicht dennoch ihr Leben schwer machen und die Erziehung zu lebenslangen Problemen führen kann. Ich bin überzeugt davon, dass die Ansätze des Buches der Wahrheit entsprechen und wir dringendst unser System verändern müssen!

    Auch wenn das Buch recht altmodisch geschrieben und manchmal schwer zu verstehen ist, kann ich es nur jedem empfehlen zu lesen. Vor allem aber spätestens dann, wenn Nachwuchs ansteht.

    Meine liebsten Textstellen:
    - Babys sind in der Tat zu einer Art Feind geworden, den die Mutter besiegen muss. Weinen muss ignoriert werden, um dem Baby zu zeigen, wer der Herr ist.
    - Damit will ich nicht sagen, dass der "Wilde" von Geburt an intelligenter ist als wir, jedoch glaube ich wirklich, dass das natürliche Potential unserer Geisteskräfte durch den von einer Verzerrung der Persönlichkeit ausgehenden Druck beschädigt werden kann.
    - Eine still dasitzende Mutter wird ihr Baby durch Gewohnheit dazu bringen, das Leben als langweilig und langsam zu betrachten.
    - Harry Harlow machte aufsehenerregende Experimente, die die Wichtigkeit enger Umarmung durch die Mütter für die psychologische Entwicklung von Affenkindern bewiesen.
    - Ein ängstlicher Blick, ein Wort darüber, was die Mutter denkt: "Lass das nicht fallen!", oder ein Versprechen: "Pass auf, du fällst gleich!" können das Mädchen - obwohl dies seinem Selbsterhaltungstrieb und seinem Nachahmungsbestreben entgegenwirkt - schließlich zum Gehorchen veranlassen, so dass es den Teller fallen lässt und / oder vom Stuhl stürzt.
    - Ein Beispiel dafür ist das "Casanova-Syndrom", das einen Mann zu dem Versuch treibt, sich seine Liebenswertheit durch zahlreiche Eroberungen zu beweisen.
    - Die Erwartung, ihre Suche nach Liebe müsse durch ihren eigenen liebesbedürftigen Säugling endlich belohnt werden, ist die Tragik vieler Frauen.
    - Selbsthass, der sich daraus ergibt, dass einem in der Frühkindheit nicht das Gefühl eigener Richtigkeit vermittelt wurde, ist eine der Hauptgrundlagen für irrationalen Hass.

  13. Cover des Buches MENSCH! (ISBN: 9783551254955)
    Susan Schädlich

    MENSCH!

    (52)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Woher kommen wir? Wer waren unsere Vorfahren? Und ab wann lernten sie, mit Werkzeugen umzugehen? Dieses Comic-Sachbuch nimmt uns mit auf eine Zeitreise durch die Evolution der Menschen und erzählt die spannendste Geschichte überhaupt - die Geschichte von uns allen.
    Dabei erfahren wir nicht nur viel über die einzelnen Menschenarten bis zum Homo sapiens, sondern erhalten auch Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit von Forscher*innen aus aller Welt. Los geht’s auf eine Zeitreise durch sieben Millionen Jahre Menschwerdung!

    Ich habe das Buch gemeinsam mit meinem 8- jährigen Sohn gelesen und waren sehr begeistert. Das Buch wechselt sich ab zwischen einem humorvollen Comic und wissenswerten Fakten der ersten Menschen bzw. unserer Urahnen. Es hat uns viel Spaß gemacht in die Vergangenheit zu reisen und etwas von Lucy, den Neandertalern und vielen weiteren Menschenarten der Evolution zu erfahren. 

    Fazit: Spannender Mix aus Comic und vielen wissenswerten Fakten, sehr zu empfehlen.

  14. Cover des Buches Die Welt als Wille und Vorstellung (ISBN: 9783957003119)
    Arthur Schopenhauer

    Die Welt als Wille und Vorstellung

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Mit den Worten, „die Welt ist meine Vorstellung“, steigt Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) provozierend in das erste Buch des ersten Bandes von „Die Welt als Wille und Vorstellung“ ein und fährt dann fort: „dies ist eine Wahrheit, welche in Beziehung auf jedes lebende und erkennende Wesen gilt; wiewohl der Mensch allein sie in das reflektirte abstrakte Bewußtsein bringen kann: und thut er dies wirklich; so ist die philosophische Besonnenheit bei ihm eingetreten. Es wird ihm dann deutlich und gewiß, daß er keine Sonne kennt und keine Erde; sondern immer nur ein Auge, das eine Sonne sieht, eine Hand, die eine Erde fühlt; daß die Welt, welche ihn umgiebt, nur als Vorstellung da ist, d. h. durchweg nur in Beziehung auf ein Anderes, das Vorstellende, welches er selbst ist.“


    Wie er einige Zeilen später schreibt, knüpft er mit seiner Erkenntnislehre an René Descartes (1596 - 1650) als Vertreter des Rationalismus, George Berkeley (1685 - 1753) als Vertreter des Empirismus, vor allem aber an Immanuel Kant (1724- 1804), der Rationalismus und Empirismus zu vereinen suchte, an. 


    Auch Schopenhauer teilt die Welt in das „Ding an sich“, zu welchem nach Kant kein Zugang möglich ist, und dessen „Erscheinungen“, welche durch die Sinne und den Verstand geformt werden. 


    „es ist die Maja, der Schleier des Truges, welcher die Augen der Sterblichen umhüllt und sie eine Welt sehen läßt, von der man weder sagen kann, daß sie sei, noch auch, daß sie nicht sei: denn sie gleicht dem Traume…“


    Bereits bei Kant sind Raum und Zeit keine Eigenschaften der Welt, sondern „reine Anschauungsformen“, die die Wahrnehmung strukturieren. Sie sind als Bedingung der Möglichkeit von Erkenntnis vor aller Erfahrung gegeben.

    An seine Dissertation mit dem Titel „Ueber die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde“ anschließend erklärt Schopenhauer nun die Kausalität zum Prinzip, das die Veränderung in Raum und Zeit ermöglicht. Denn bei den Phänomenen, die dem Subjekt erscheinen, würde dessen Verstand sie immer als Wirkung einer vorausgegangenen Ursache betrachten, womit automatisch Raum und Zeit entstehen. A priori sind also nicht nur Raum und Zeit, sondern vor allem Kausalität.


    „Ursach und Wirkung ist also das ganze Wesen der Materie: ihr Seyn ist ihr Wirken. Höchst treffend ist daher im Deutschen der Inbegriff alles Materiellen W i r k lich k e i t genannt…“


    Zwischen Objekt und Subjekt aber bestehe keine Beziehung von Ursache und Wirkung betont der Autor unter dem Paragraphen 5. „Eben auf jener falschen Voraussetzung beruht der thörichte Streit über die Realität der Außenwelt, in welchem sich Dogmatismus und Skepticismus gegenüberstehen und jener bald als Realismus, bald als Idealismus auftritt. Der Realismus setzt das Objekt als Ursach, und deren Wirkung ins Subjekt. Der Fichte'sche Idealismus macht das Objekt zur Wirkung des Subjekts. Weil nun aber, was nicht genug eingeschärft werden kann, zwischen Subjekt und Objekt gar kein Verhältniß nach dem Satz vom Grunde Statt findet: so konnte auch weder die eine, noch die andere der beiden Behauptungen je bewiesen werden…“


    Die Frage ist, welches Verhältnis besteht dann zwischen Subjekt und Objekt? Schopenhauer hat die Antwort bereits in seinen einleitenden Worten zum Buch gegeben. Später wiederholt er: „Sonnen und Planeten, ohne ein Auge, das sie sieht, und einen Verstand, der sie erkennt, lassen sich zwar mit Worten sagen: aber diese Worte sind für die Vorstellung ein Sideroxylon.“ Das heißt, ohne Bedeutung.


    Was Schopenhauer der Verstand ist, wurde bereits angedeutet. Im Paragraphen 8 ist zu lesen: „Wie der Verstand nur e i n e Funktion hat: unmittelbare Erkenntniß des Verhältnisses von Ursach und Wirkung… Zur Vernunft schreibt der Philosoph Folgendes: „so hat auch die Vernunft e i n e Funktion: Bildung des Begriffs…“


    „Die Vernunft ist weiblicher Natur: sie kann nur geben, nachdem sie empfangen hat“, heißt es ein paar Seiten weiter. „Die Reflexion ist nothwendig Nachbildung, Wiederholung, der urbildlichen anschaulichen Welt, wiewohl Nachbildung ganz eigener Art, in einem völlig heterogenen Stoff. Deshalb sind die Begriffe ganz passend Vorstellungen von Vorstellungen zu nennen.“


    Damit werden die Gewissheit der Urteile, das Wissen und die Wissenschaft fast lächerlich. „W i s s e n also ist das abstrakte Bewußtseyn, das Fixirthaben in Begriffen der Vernunft, des auf andere Weise überhaupt Erkannten.“

    Vernunfterkenntnis sei keine Erweiterung des Erkennens, „sondern giebt ihm bloß eine andere Form.“


    Die intuïtive Erkenntnis dagegen „gilt immer nur vom einzelnen Fall, geht nur auf das Nächste, und bleibt bei diesem stehen, weil Sinnlichkeit und Verstand eigentlich nur ein Objekt zur Zeit auffassen können.“


    Welchen enormen Vorteil das hat, erläutert der Autor folgendermaßen: „Darum führen Wilde und rohe Menschen, die sehr wenig zu denken gewohnt sind, manche Leibesübungen, den Kampf mit Thieren, das Treffen mit dem Pfeil u. dgl. mit einer Sicherheit und Geschwindigkeit aus, die der reflektirende Europäer nie erreicht, eben weil seine Ueberlegung ihn schwanken und zaudern macht…“


    Im zweiten Buch wendet sich der Philosoph der Metaphysik zu. Aus Kants „Ding an sich“ wird jetzt der blinde, hungrige, grundlose und freie Wille, der die Welt und auch den Menschen antreibt. 

    Damit nimmt er einerseits Sigmund Freud (1856 - 1939) vorweg und tönt andererseits mit Buddha im Duett: Das Leben ist Leiden. 


    Schopenhauer greift Platons (428/427 v. Chr. - 348/347 v. Chr.) Ideenlehre auf und meint, dass sich der Wille in verschiedenen Stufen objektiviere, angefangen bei den einfachen Naturkräften bis hin zu den komplexen Lebewesen und schließlich dem menschlichen Bewusstsein.


    „Der Wille, der bis hieher im Dunkeln, höchst sicher und unfehlbar, seinen Trieb verfolgte, hat sich auf dieser Stufe ein Licht angezündet, als ein Mittel, welches nothwendig wurde, zur Aufhebung des Nachtheils, der aus dem Gedränge und der komplicirten Beschaffenheit seiner Erscheinungen eben den vollendetesten erwachsen würde.


    Denn: „Jede Stufe der Objektivation des Willens macht der andern die Materie, den Raum, die Zeit streitig.“

    Schopenhauer schließt sich Thomas Hobbes (1588 - 1679) an und ruft: „Homo homini lupus.“ Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.


    Trotz fortbestehendem Kannibalismus auf dieser höchsten Stufe könne sich der Mensch aber nun von zwei Seiten betrachten: „Dies kann ich darum, weil mein Leib das einzige Objekt ist, von dem ich nicht bloß die eine Seite, die der Vorstellung, kenne, sondern auch die zweite, welche Wille heißt.“


    Im ästhetischen Teil seines Werkes, im dritten Buch, wendet sich Schopenhauer dem Zwischenglied zwischen dem Willen und der Vorstellung zu. Es geht um die Ideen. 

    Sie seien weniger vergänglich als die einzelnen Dinge, da sie nicht der Kausalität unterliegen und nicht dem ständigen Wandel der Welt der Erscheinungen unterworfen sind. Sie besitzen eine höhere Realität, weil sie unmittelbare Objektivationen des Willens seien. 


    Durch Kontemplation könne sich der Mensch für einen kurzen Moment dem Sklavendienst des Willens entziehen und so die Ideen hinter den Vorstellungen fühlen. Das Mittel, mit dem dies erreicht werden kann, sei die Kunst, vorrangig die Musik.


    „Der, wie gesagt, mögliche, aber nur als Ausnahme zu betrachtende Uebergang von der gemeinen Erkenntniß einzelner Dinge zur Erkenntniß der Idee geschieht plötzlich, indem die Erkenntniß sich vom Dienste des Willens losreißt, eben dadurch das Subjekt aushört ein bloß individuelles zu seyn und jetzt reines, willenloses Subjekt der Erkenntniß ist, welches nicht mehr, dem Satze vom Grunde gemäß, den Relationen nachgeht; sondern in fester Kontemplation des dargebotenen Objekts, außer seinem Zusammenhange mit irgend andern, ruht und darin aufgeht.“


    Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Sankskrit-Formel: „‚Tat twam asi‘, das heißt: ‚dieses Lebende bist du‘“, und noch ein kürzerer Schritt bis zu Schopenhauers Ethik, dem vierten Buch.


    Wer erkannt hat, dass im Gegenüber derselbe Wille waltet wie in einem selbst, der empfindet nicht nur Mitleid, sondern richtet auch sein Handeln danach aus. 

    Schopenhauer verwirft Kants Pflichtethik samt dem kategorischen Imperativ und schreibt stattdessen:

    „Was daher auch Güte, Liebe und Edelmuth für Andere thun, ist immer nur Linderung ihrer Leiden, und folglich ist was sie bewegen kann zu guten Thaten und Werken der Liebe, immer nur die Erkenntniß des fremden Leidens, aus dem eigenen unmittelbar verständlich und diesem gleichgesetzt. Hieraus aber ergiebt sich, daß die reine Liebe (αγαπη, caritas) ihrer Natur nach Mitleid ist…“


    In seiner Wirkungsgeschichte übte Schopenhauer großen Einfluss auf Friedrich Nietzsche (1844 - 1900) aus. Dieser folgte Schopenhauer zunächst, wandte sich aber in seiner letzten Schaffensperiode deutlich von ihm ab. Das Mitleid betrachtet er als “Infektion“ und in „Jenseits von Gut und Böse“ schreibt er: „Willenslähmung: Wo findet man nicht heute diesen Krüppel sitzen.“


    Schopenhauer jedoch bleibt bei der buddhistischen Lehre und formuliert: „Die Basis alles Wollens aber ist Bedürftigkeit, Mangel, also Schmerz, dem er folglich schon ursprünglich und durch sein Wesen anheimfällt.“ „Die unaufhörlichen Bemühungen, das Leiden zu verbannen, leisten nichts weiter, als daß es seine Gestalt verändert.“


    Die einzige Möglichkeit, die Zähne nicht mehr ins eigene Fleisch zu schlagen, sieht er in der Askese. „Der Wille wendet sich nunmehr vom Leben ab: ihm schaudert jetzt vor dessen Genüssen, in denen er die Bejahung desselben erkennt. Der Mensch gelangt zum Zustande der freiwilligen Entsagung, der Resignation, der wahren Gelassenheit und gänzlichen Willenslosigkeit.“


    Sogar der Tod verliert seine Bedeutung: „Auch sei es mir vergönnt, um auszudrücken, wie nach dem Absterben des Willens, der Tod des Leibes (der ja nur die Erscheinung des Willens ist, mit dessen Aufhebung er daher alle Bedeutung verliert) nun nichts Bitteres mehr haben kann, sondern sehr willkommen ist…“


    Wer sich jetzt bereits im Nirwana meint, irrt sich: „Indessen dürfen wir doch nicht meynen, daß, nachdem durch die zum Quietiv gewordene Erkenntniß, die Verneinung des Willens zum Leben einmal eingetreten ist, sie nun nicht mehr wanke, und man aus ihr rasten könne, wie auf einem erworbenen Eigenthum. Vielmehr muß sie durch steten Kampf immer aufs Neue errungen werden.“


    Die Herausforderungen, die Schopenhauer auf 689 Seiten an den, in „Neusprech“ (George Orwell [1903 - 1950]) denkenden Europäer des 21. Jahrhunderts richtet, sind hoch. Der „Pelagianischen Hausmannsverstand“ und die Vernunft werden ordentlich geschult, womit man sich besser behaupten, also in die Fußstapfen von Nietzsches Übermenschen treten könnte, was in einer, vom Kapital geprägten Gesellschaft auch nichts nützt oder aber frau entsagt der Welt, wählt den kleinen Tod, und versenkt sich in die Meditation. Das letzte Wort des Hauptteils ist „Nichts.“


    Zuletzt sei bemerkt, dass der Anhang mit der Überschrift „Kritik der Kantischen Philosophie“ nicht nur Kritik enthält, sondern auf 146 Seiten mit Kant vertraut macht. Es ist also nicht Voraussetzung, ein Kantianer zu sein, wie es in den Vorworten heißt. Grundkenntnisse über die Philosophie Immanuel Kants sind ausreichend, um Freude an den Gedanken Schopenhauers zu finden.


    Diese Rezension soll einer Freundin und ihrem Enkel Arthur gewidmet sein.


    Vera Seidl


  15. Cover des Buches Schulden (ISBN: 9783608985108)
    David Graeber

    Schulden

    (16)
    Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-Pape
    Sklaverei durch Schulden Breit diskutiert wurde und wird Graebers „Kulturgeschichte des Kapitalismus“. Eine „Kulturgeschichte“, die im Gesamten eines verdeutlicht, egal wie krude manche Argumente des Autors auch sein mögen und wie wenig an echter Alternative Graeber im Buch entwickelt. Geld regiert die Welt (fast) von Beginn an. Vor allem über das System der Kredite. Ob man dieses als Chance und einzige Möglichkeit „vernünftigen“ Wirtschaftens betrachtet oder, wie Graeber, als zeitloses Mittel der „Versklavung“, das muss dann der Leser selbst entscheiden, zu welcher Sichtweise er sich positioniert. Den Fakt der zentralen Wertigkeit des Kreditwesens mitsamt seiner vielfachen Folgen stellt David Graeber überzeugend argumentiert und historisch verankert eindrucksvoll im Buch klar. Nicht umsonst sind ja gerade in der gegenwärtigen Situation „Schulden“ zum zentralen Thema des politischen Handelns geworden. Ein Thema, welches Graber sprachgewandt bis in die Anfänge menschlichen Miteinanders zurückführt, auf die Entwicklung der Möglichkeit, Schulden quantifizierbar zu machen. Quantifizierbar aber werden Schulden erst durch die Einführung des Geldes. Geld und Schulden tauchen gleichzeitig und unabdingbar miteinander verknüpft auf der Bühne des öffentlichen Lebens auf. Dies ist schon auf uralten Lehmtafeln aus Mesepotamien nachzulesen. Eine Argumentation, in deren Verlauf Graeber die „Standardversion“ der Wirtschaftsgeschichte vom „ausgeglichenen Tauschhandel“ schnell entzaubert und auf die bestimmende Kraft der Kredite verweist. Menschen hatten seit Erfindung des Geldes zu allen Zeiten vielfach „Schulden“ bei anderen Menschen, Schulden, die von Beginn an Freiheiten einschränkten und diese im Verlauf der Geschichte bis in die Gegenwart hinein in potenzierendem Maße immer weiter einschränkten. Aus diesem Gedanken der Freiheit und der Sklaverei entfaltet Graeber im Verlauf der Argumentation seine grundlegende These. Dass nämlich der (auch moralische) Kernsatz, alles an Schulden immer zurückzahlen zu müssen, ebenso wie der wirtschaftliche Druck der Kreditgeber zur Rückzahlung, eben kein „Naturgesetz“ ist, sondern durchaus und einfach durchbrochen werden sollte. Ein dennoch „eingeimpftes“ Gesetz, dass von den Kreditgebern (den „Reichen“, dem „1 Prozent“) im Lauf der Geschichte mit Krieg und Gewalt geschrieben wurde. Ein System des Geldes, das von Beginn an auf Kredite und damit auf Herrschaft über die große Masse der „Schuldner“ aufgebaut war. Gerade dieser geschichtliche Teil aus anthropologischer Sicht liest sich flüssig, überzeugend und deckt sich auch mit den Erfahrungen nicht nur der letzten Jahre über den Druck, den der einzelne, mittlerweile aber auch ganze Staaten durch ihre „Schulden“ erfahren. Bedauerlicherweise bietet Graeber außer dieser Analyse keine strukturierte Synthese, kein Programm, keine ernstzunehmenden programmatischen Ideen, wie es denn nun wirklich anders ginge. Dies, neben so manchen dunklen Verschwörungsideen über die Ursachen der aktuellen Finanzkrise, schmälert zwar nicht den Ertrag der anthropologischen Analyse, wohl aber die Möglichkeiten, mit den Erkenntnissen Graebers im Buch selbst konstruktive Schritte herauszuarbeiten. So verbleibt eine interessante, fundierte, durchaus erhellende Darstellung der „Geld- und Kreditgeschichte“, die überaus lesenswert und mit kritischen Aspekten gegen „Standardlesarten zur Funktion des Geldes“ im Buch vorliegt, ohne aber gewichtige, konstruktive Möglichkeiten zur Überwindung des offenkundigen Problems der Akkumulation des Kapitals und der damit einhergehenden „Versklavung“ von „99 Prozent“ an zu bieten. Diese konstruktive Leistung muss somit noch von anderer Seite her erbracht werden. Graeber bietet hierzu zumindest eine grundlegende und bedenkenswerte Analyse an.
  16. Cover des Buches Euphoria (ISBN: 9783406829888)
    Lily King

    Euphoria

    (128)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Ich habe nicht gewusst, was ein Ethnologe ist. Durch das Buch habe ich das gelernt und das war eine angenehme Überraschung, weil ich das nicht erwartet habe. Einen unbekannten Stamm erforschen, mit ihnen zusammenleben, ein Teil von ihnen werden - also ich könnte das nicht und ich respektiere jeden, der das kann. So wie die drei Protagonisten dieses Buchs.

    Die Dreieckbeziehung ist spannend zu verfolgen. Man hat die Hoffnung beim Lesen des Protagonisten gespürt, der unbedingt Teil der beiden weißen Menschen sein wollte und dafür alles zu riskieren begann. Auch wenn er umgeben ist von dunkelhäutigen Menschen, fühlte er sich durchgehend einsam und war bereit, für eine gleichgesinnte Gesellschaft zu sterben.

    Als Fen nach seiner Reise zurückkehrt, wird das Buch richtig spannend. Der Seitensprung knistert durch die Handlung und wird von Tragödien bedeckt, die mit jeder Seite schlimmer werden und dann ging alles so schnell, dass ich mich fast überrumpelt gefühlt habe. Das war ganz großes Kino, spannend, spannend und spannend.

    Danach flaut alles ab und irgendwie fühlte sich das Buch so an, als wäre der Autorin die Puste ausgegangen. Das Ende hinterlässt einen fahlen Nachgeschmack. Mir hat das Ende überhaupt nicht gefallen.

    Trotz allem fand ich das Buch gelungen. Es ist interessant, die historischen Elemente haben beim Lesen richtig Spaß gemacht und die Dreiecksbeziehung hat förmlich durch jede Seite geknistert. Gerne gelesen.

  17. Cover des Buches Schule der Rebellen (ISBN: 9783446265806)
  18. Cover des Buches Lévi-Strauss (ISBN: 9783518427705)
    Emmanuelle Loyer

    Lévi-Strauss

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    Diese Biographie (Bio) habe ich gern gelesen. Sie ist etwas Besonderes. Nicht nur weil es um einen außerordentlichen Wissenschaftler geht. Auch die Art, wie sie geschrieben wurde, ist auf jeden Fall bemerkenswert. Emmanuelle Loyer ist sehr gut gelungen, das Wesen von Claude Lévi-Strauss (CLS), seine Art, seinen Gedankengut, seine Arbeit, seine Bücher, uvm. den Lesern näher zu bringen.

    Diese Biographie weist ein recht hohes Niveau auf. Passt zu CLS. Im Wesentlichen ist diese Bio chronologisch aufgebaut, aber insb. zum Schluss eher nach Themen, sodass man mal in den Zeiten springt. Aber das ist gerechtfertigt.

    An folgende Zeilen des Klappentextes musste ich oft denken, da sie so toll den Inhalt beschreiben:  „Wissenschaftler, Schriftsteller, Melancholiker, Ästhet – Claude Lévi-Strauss (1908-2009) hat nicht nur Wissenschaftsgeschichte geschrieben, sondern auch unseren Blick auf uns selbst und auf die Welt verändert. In ihrer preisgekrönten Biographie durchmisst die Historikerin Emmanuelle Loyer das Leben und den intellektuellen Werdegang des weltberühmten Anthropologen.“

    Dieser Werdegang ist faszinierend, weit davon entfernt, gradlinig und von Kindesbeinen an auf nur ein vordefiniertes Ziel ausgerichtet zu sein. Sein Vater ist Künstler, Maler. Claude wuchs entspr. nach dem humanistischem Vorbild auf, studierte zunächst Philosophie und unterrichtete diese. Dann reiste er nach Brasilien und besuchte auf mehreren Expeditionen die indigenen Völker. Dies hat ihn dazu bewegt, Anthropologe zu werden, der sich und der Welt diese Menschen, die Vielfalt ihrer Kulturen, ihre Eigenart, etc. mithilfe von Strukturalismus zu erklären suchte. Nach der Epoche des Strukturalismus, die paar Jahrzehnte gedauert hatte, wendete er sich der Mythologie der Völker und versuchte auf diesem Gebiet, gemeinsame Nenner zu finden und diese zu erklären. Danach widmete er sich der Ästhetik, bereiste Japan und lernte die eigenartige Kultur dort kennen. Insb. in der zweiten Hälfte seines Lebens und zum Schluss erwies er sich recht unkonventionell, oft kontrovers zur öffentlich angenommenen Meinung in seinen Urteilen und offenherzig in seinen Äußerungen. Dies hat ihm noch mehr Aufmerksamkeit gebracht, aber da er hatte schon längst den Status einer Kultfigur im In- und Ausland erreicht.

    Es gibt viele Zitate aus seinen Werken, aus seiner Korrespondenz, auch der seiner Gefährten und u.a. Kontrahenten und schlicht anderen Denkern, die stets wunderbar das Gesagte beleuchteten.

    Die Quellen wurden in den Fußnoten angegeben. Passt ganz gut, ist recht leserfreundlich, da man alles gleich vor Augen hat und nicht hin- und her blättern muss. Allerdings gibt es die Quellen im Anhang nicht nochmals in Form einer Auflistung.

    Die Vielfalt an Themen und Blickwinkeln der Betrachtung ist schier überwältigend. Man lernt nicht nur CLS, sondern seine Kollegen und Weggefährten kennen, u.a. was LAS war, wie dort gearbeitet wurde, welche persönlichen Beziehungen seine Mitarbeiter untereiander pflegten, Werdegang und Rolle seiner Mitarbeiter bei der Arbeit der LAS, welche Rolle CLS selbst dabei spielte, wie er sich um seine Leute kümmerte, welche Bücher er z.Zt. schrieb, uvm.

    Auch die Höhen und Tiefen seiner Karriere, wie auch seines Privatlebens, sind eingehend beleuchtet worden, z.B. dass er oft nicht verstanden und gar verklärt wurde, da er nicht viel reden mochte. Eine klassische Uni-Karriere schien anfangs unmöglich, die zweite Frau weg. Er ging aber unbeirrt seinen Weg und hinterließ trotz aller Widrigkeiten ein beachtliches Erbe, das die Wissenschaft und das Selbstverständnis der Menschen noch heute prägt.

    CLS schrieb gern Bücher: 22 Titel sind im Anhang aufgelistet, die sich zwar kaum an breites Publikum richten, da recht anspruchsvoll, wurden aber stets gut verkauft, auch im Ausland, und in diverse Sprachen übersetzt.

    Es gibt auch Fotos, manche sehr ausdrucksstark: nach Teil II, die CLS in seinen jungen Jahren, seine Mutter, seine zweite Frau mit Sohn Laurent als Baby zeigen, und nach Teil III. Dort bilden die Fotos CLS in seinen reifen Jahren ab, auch seine vier Masken aus Britisch Columbia sind dabei, alles in schwarz-weiß, auf dem gleichen Papier wie der Text.

    Das Buch wiegt gut ein Kilo. Eine gute Übung für die Arme, wenn man es länger vor Augen hält.

    Fazit: Eine außergewöhnliche, beeindruckende, anspruchsvolle Biographie von Claude Lévi-Strauss, eines herausragenden Wissenschaftlers, Schriftstellers, Humanisten, Ästheten.

    Wenn man eine spannende Persönlichkeit auf diesem Wege kennenlernen möchte, ist man hier an der richtigen Adresse. Gut möglich, dass man dann auch den Wunsch verspürt, die Werke von CLS zu lesen. Die gibt es auch auf Deutsch.

  19. Cover des Buches Totenmontag (ISBN: 9783453436596)
    Kathy Reichs

    Totenmontag

    (396)
    Aktuelle Rezension von: blue-jen

    Was könnte frostiger sein als ein kanadischer Wintersturm? Tempe Brennan, Forensikerin in Montreal, wird an einem tristen Montagmorgen zu einem Fundort gerufen, der ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Verscharrt in einem Kellergewölbe liegen die Leichen dreier junger Frauen. Nicht eine Gewebefaser gibt Aufschluss darüber, warum diese Mädchen sterben mussten. Dank akribischer Ermittlungen und weiblicher Intuition kommt Tempe einem Verdächtigen auf die Spur. Doch sie muss auf alles gefasst sein, denn ihr Gegner ist an Kaltblütigkeit nicht zu übertreffen. 


    Bisher konnten mich die Bücher aus der Reihe nicht enttäuschen und auch dieses hat mir wieder sehr gut gefallen. Es beginnt ganz klassischen mit irgendwelchen gefunden Knochen.... Die Dynamik mit ihrem Pendant bei der Polizeit, diesmal Claudel war wieder mal absolut super... die beiden sind einfach herrlich, da muss man ab und an sehr schmunzeln. Die Reibereien der beiden sind wirklich spitze, jedoch verlieren beide die Ermittlung nicht aus den Augen, auch denn Tempe dies immer vermutet ermittelt Claudel im Hintergrund dich einiges.

    Der Aufbau war wieder sehr gut gemacht, das Ende doch recht überraschend und ich bin sehr gespannt, ob hier nochmal was passiert. Könnte ich mir gut vorstellen. 

    Mir persönlich gefallen die Bücher besser, die einen hohen wissenschaftlichen Anteil haben, da ich davon einfach total begeistert bin und durch die beruflichen Qualifikationen der Autorin diese ja auch fundiert dargestellt sind, dennoch kann es auf den ein oder anderen recht langweilig wirken. 

    Auch in diesem Buch merkt man wieder das Tempe absolut kein Beziehungsmensch ist, manchmal frage ich mich wie sie überhaupt Freunde finden kann.... aber das ist einfach ihre Art, die man im Laufe der Bücher so kennenlernt. Wobei ich ihr Verhalten Anne gegenüber schon etwas grenzwertig fand, sie hätte sich ja auch mal was freinehmen können, wenn die freundin extra zu Besuch kommt.

    Wie bereits bei allen vorigen von mir gelesenen Teilen auch hier die Anmerkung, dass die Bücher nichts! (außer dem Namen) mit der TV Serie zu tun haben und jeder der etwas wie die Serie erwartet die Bücher wahrscheinlich nicht gefallen werden


  20. Cover des Buches Im Grunde gut: Eine neue Geschichte der Menschheit (ISBN: B085GL57N5)
  21. Cover des Buches Wir alle sind Sternenstaub (ISBN: 9783104032023)
    Stefan Klein

    Wir alle sind Sternenstaub

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Popsicle

    Wie schon in der Kurzmeinung beschrieben, ist das Zusammenspiel von Philosophie und Wissenschaft, welche der Autor mit den Interviewpartnern herausgearbeitet hat, wirklich beeindruckend.

    Leider konnte mich das Buch allerdings trotzdem nicht fesseln. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach andere. Es hat mir im Endeffekt doch viel zu sehr an der Oberfläche gekratzt. Trotzdem ist es lesenswert, dann man lernt definitiv noch das ein oder andere!

  22. Cover des Buches Der Neandertaler, unser Bruder (ISBN: 9783406848223)
  23. Cover des Buches Spiel des Lebens (ISBN: 9783806238839)
    Alice Roberts

    Spiel des Lebens

    (20)
    Aktuelle Rezension von: foxydevil
    Das Cover, insbesondere der Untertitel „Wie der Mensch die Natur und sich selbst zähmte“ macht neugierig.

    Leben wir doch heute mit u.a. mit Hund, Kuh, Geflügel, Pferd zusammen und lassen uns Äpfel oder Reis schmecken.
    Aber denkt man mal darüber nach wie es dazu kam?
    Ich konnte bisher nur eigentlich nicht dazu antworten.

    Als ich das Buch in den Händen hielt war ich von der Größe positiv beeindruckt.
    Das Lesen des Hartcovers mit den 374 Seiten war informativ und hat mich nachdenken lassen.

    Die Autorin bringt einem die Entwicklung der Menschheit in Hinblick Mensch – Arten Symbiose sehr nah.
    Und das zum Vorteil für beide Seiten.
    Der Mensch und andere Arten wären ohne die Fähigkeit Symbiosen zu bilden und für sich zu nutzen nicht das was sie heute wären.
    Frau Roberts beleuchtet 10 Arten inklusive der des Menschen und deren Wechselwirkung zu einander genauer.

    Wie Wölfe sich die Nähe zum Menschen zu Nutze machten um zu überleben und der Mensch die ersten Schritte in Richtung deren Zähmung zurücklegte.
    Oder wussten Sie das es Wölfe gab die bei der Jagd dem Menschen ein Zuträger waren?
    Oder etwa das es durch diese erfolgreiche Symbiose ein Artensterben von Großsäugern gab?
    Es entstand ein paralleles Wachstum von Mensch und Wolf später auch Hund.
    Diese und auch andere Symbiosen wie z.B. mit dem heutigen Nutzvieh und Getreide folgten.
    Natürlich nicht ganz ohne den Menschen im Positiven wie auch im Negativem zu verändern.
    Aus Jägern und Sammler wurden sesshafte Bauern.

    Sie möchten wissen wie Hühner uns von morgen träumen ließen oder Äpfel von Ost nach West reisten?
    Diese und andere erstaunliche Fakten welche einem zum Staunen bringen kann man hier erfahren.

    Es handelt sich hier um ein Sachbuch, in welches viele Themengebiete Einfluss genommen haben.
    Man merkt das die Autorin große breitgefächerte Sachkenntnis besitzt, indem sie Erkenntnisse aus der Biologie, Archäologie und Geschichte einfließen lässt.
    Das Buch kann trotzdem sehr gut gelesen werden und ich konnte es gut verstehen auch wenn ich kein Kenner der Materie bin.
    Einige Ausführungen wie z.B. zur Genetik fand ich etwas schwerer zu lesen aber trotzdem interessant.
    Der Schreibstil ist eingängig vorstellbar und durch die ab und an persönliche Ansprache fühlt man sich mitgenommen und man kommt gut voran.
    Die Unterteilung der Kapitel und deren Unterteilungen waren in Ordnung.
    Die Warnung bezüglich der Zerstörung der Umwelt durch eine Intensivierung der Landwirtschaft stimmt nachdenklich und macht dieser großen Verantwortung bewusst!
    Leider wird sie nur durch immerwährendes Erinnern ins Gedächtnis rücken.
    Dieses Buch trägt definitiv dazu bei!
    Daher empfehle ich das Buch in jedem Fall gern weiter!

    Ich vergebe gern 4,5 Sterne

  24. Cover des Buches Welt, Struktur, Denken: Philosophische Untersuchungen zu Claude Lévi Strauss (Epistemata - Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Philosophie) (ISBN: 9783826040184)

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