Bücher mit dem Tag "anthroposophie"
17 Bücher
- Julia Voss
Hilma af Klint – »Die Menschheit in Erstaunen versetzen«
(5)Aktuelle Rezension von: HEIDIZAus der Buchreihe "Fischer Forum" ist es Band 9, den ich bewerten möchte.
Hilma af Klint – »Die Menschheit in Erstaunen versetzen ist eine ganz besonders informative und spannend authentische Biografie einer besonderen Frau.
Ich mochte das Buch super gern. Es hat mir Freude bereitet, es zu lesen. Die fast 600 Seiten waren überhaupt keine Hürde, im Gegenteil, ich schwebte förmlich durch die Seiten von einer zur nächsten und wurde nicht nur bestens unterhalten, sondern vielmehr noch besser informiert. Es bleibt keine Frage offen. Die Autorin hat perfekt recherchiert und Hilma Klint als Frau dargestellt, die man heute als Pionierung der abstrakten Malerei bezeichnet. Sie hatte wahrhaftig ein bewegtes Leben und so ist auch das Buch bewegend und kurzweilig. Neue Erkenntnisse werden von der Autorin einbezogen - es handelt sich beim Buch um eine Neuauflage mit zahlreichen Überarbeitungen. Mit Missverständnissen wird aufgeräumt, die bisher um ihr Leben kursierten.
Absolut gelungene Biografie in einem Stil, der sich sehr gut lesen lässt. Außerdem sind die Texte durch mehrere Abbildungsseiten zur Kunst und dem Leben der Künstlerin unterbrochen und werden damit nochmals untermalt.
Das Buch ist 5 große Kapitel untergliedert, mittels derer man sich sehr gut in ihr Leben und Wirken einlesen kann. Es folgen eine Auflistung der Lebensstationen und die Einleitung.
Der Abschluss des Buches ist der Schluss. Dann folgen interessante Anhänge wie die Nachworte von Johan und Ulrika af Klint, ein Dank der Autorin, die Auflistung der Reisen und Wohnorte von Hilma, ihre Bibliothek und das Abbildungsverzeichnis.
Rundum gelungen, ich kann keine Negativpunkte finden, daher sehr gern volle Sternezahl !!!
1. Foto KI-generiert
- Wolfgang Schorlau
Kreuzberg Blues
(109)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannDieses Mal also ein Thema mitten aus der Gesellschaft (dubiose Geschäftspraktiken von Immobilienhaien auf der einen und mehr oder weniger hilflose Mieter auf der anderen Seite), gepaart mit aktuellen Ereignissen („Coronapandemie“) und mit einem Tatort außerhalb Stuttgarts: mitten in Berlin. Das kann ja nur ein Bestseller werden! Das mag auch der Verlag gedacht haben und flugs die Gunst der Stunde nutzend zum ersten Mal der Taschenbuchausgabe eine Hardcover-Ausgabe vorausgeschickt. (Wohl bekommts.)
Laut Nachwort („Finden und Erfinden“) war zunächst beschlossen worden (von ZDF, Produzenten und Autor), einen „Film auf der Basis dieses noch (unfertigen) Buches zu drehen.“ Doch Corona torpedierte dieses Vorhaben. Die drehbuchartige Schreibweise scheint allerdings bei diesem Dengler-Fall oft durch: überwiegend einfach konstruierte Sätze im überschaubaren Handlungsrahmen, die den eigenen Kopf nur hin und wieder fordern, beispielsweise bei der Zuordnung von Personen und Institutionen. Bei manchen historischen Personen wird der Klarnamen verwendet (z.B. Otto Schily oder Attila Hildmann), bei anderen sind sie leicht zuzuordnen. Wenn zum Beispiel von einem Holger May die Rede ist, kann in dem dargestellten Zusammenhang unschwer auf Friedrich Merz geschlossen werden, dem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden von Blackrock (und aktuell einer der Bewerber um den CDU-Vorsitz), die hier als Blackhill in Erscheinung treten. Bei einem gewissen Hans-Peter Meesen fällt einem recht schnell der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, ein, zumal die Charakterisierung dieser Person keinen Zweifel zulässt.
Der leicht und flüssig zu lesenden teilweise mit Cliffhangern versehenen Handlungsfolgen, tun der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Hierdurch wird Raum geschaffen für die Darstellung von Hintergrundinformationen, die geschickt in die Story eingestreut wurden. So finden wir hier nicht nur die Schilderung von dem Immobiliengeschehen in der Bundeshauptstadt, mit Themen wie Mitpreisexplosion, kalte Entmietung bzw. Entmietung durch Verwahrlosung und Mietendeckel, um nur einige zu nennen. Sondern auch Informationen über Verschwörungstheorien, Impfgegner sowie Anthroposophen und nicht zuletzt über die Auswirkungen von Corona.
Auch „Denglers zehnter Fall“ ist also eine Mischung aus Spannung und Information. Wer einige der Dengler-Fälle bereits kennt, wird auch hier nicht enttäuscht werden. Erstleser werden überrascht sein, dass man in einem Krimi auch gesellschaftliche relevante Informationen gut verpackt präsentiert kann – und diese nicht auf tönernen Füßen stehen, da die Fakten sauber recherchiert wurden. Die entsprechenden Hintergrundinformationen kann man auf der Homepage des Autors nachlesen.
(8.11.2020)
- Erik Hornung
Das esoterische Ägypten: Das geheime Wissen der Ägypter und sein Einfluß auf das Abendland
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Pierre Restany
Hundertwasser
(3)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin interessantes Buch über das Leben und das Werk des berühmten Künstlers. - Christian Göldenboog
Die Weisheit des Misthaufens
(4)Aktuelle Rezension von: MimiLesemausDas Buch ist in Expeditionen unterteilt, und man begibt sich gerne auf die Forschungsreise abseits der Glyphosat-Pfade. Mitreißend beschrieben die Geschichte rund um den Hintergrund der Stickstoffentwicklung, das Entmystifizieren der Anhänger Rudolf Steiners und dann das Leben auf dem Dottenfelder Hof, nahe Frankfurt, wo hart gerackert und sehr gut gelebt wird, mit wirklichen Lebensmitteln, die einfach gut tun. - Pia Lamberty
Gefährlicher Glaube: Die radikale Gedankenwelt der Esoterik
(1)Noch keine Rezension vorhanden Das Wissen der Weleda Gärtner
(24)Aktuelle Rezension von: MogniIch liebe meinen Garten und vorne ist einen Wildblumemwiese, Bilder sind vom letzten Jahr dies Jahr sieht sie komplett anderes aus, aber genau so beliebt bei den Tieren. Das Buch gab es lovelybooks und ich dachte perfekt, holst du dir ein paar Anregungen. Der Einband ist mega schön, auch die Bilder sind schön, aber mir fehlte da was. Ich dachte beim Titel und der Beschreibung, Die Gärten der Weleda mit ihrem Reichtum an Heilpflanzen begeistern jedes Jahr zahlreiche Besucher. Erstmals gibt es nun ein Buch mit dem Erfahrungsschatz der Weleda Gärtner aus aller Welt. Es enthält Inspirationen und nützliche Hinweise für das biologisch-dynamische Gärtnern: Wie Sie die Bodengesundheit in Ihrem Garten fördern können, wie man eigenes Saatgut herstellt, die Biodiversität im Garten anregt und mit den Rhythmen der Natur arbeitet. Darüber hinaus erhalten Sie Tipps zum biologischen Pflanzenschutz und zum Umgang mit Heilpflanzen. Das Buch ist Lesegenuss, Ratgeber und Bildband zugleich: 130 beeindruckende Fotos zeigen die Schönheit der Weleda Heilpflanzengärten. dass mich mehr Tipps erwarten, wie ich ein schönes Beet anlege, was die Schmetterlinge anzieht zum Beispiel. Hatte einfach gedacht, es gehört zu den Büchern, wo man was sieht und denkt, genau so mache ich es auch und losrennt und alles besorgt. Das Buch bekommt von mir 🌟🌟🌟 von 5, denn es ist nicht wirklich ein Ratgeber für normal Gärtner, sondern ein Spaziergang durch fremde Gärten.
- Andreas Speit
Verqueres Denken
(4)Aktuelle Rezension von: CatastrophiaIn "Verqueres Denken" nimmt Andreas Speit, der bereits viele Bücher zur rechten Szene publiziert hat und als einer der Experten auf diesem Gebiet gilt, die "Querdenker" zum Anlass, Kontinuitäten nachzuspüren. So zeigt er Parallelen in den Weltbildern der sogenannten Querdenker, anthroposophischer Bio-Milieus, rechtsextremer Kreise und der Tierrechtsbewegung auf. Dabei geht es ihm weder um eine Gleichsetzung noch eine Unterstellung, diese verschiedenen Gruppierungen könnten als homogene Milieus dargestellt werden. Allerdings eint viele Mitglieder in diesen sehr unterschiedlichen Gruppen eine Ablehnung der Moderne, gepaart mit Wissenschaftsfeindlichkeit, Verschwörungsdenken und einer Vorstellung von Freiheit, die letztlich nur die eigene ist und mit (gruppenbezogener) Menschenfeindlichkeit einhergeht.
Fundiert und mit Rückgriff auf aktuelle Studien und Forschungsergebnisse ebenso wie mit einem historischen Rückblick ordnet er gegenwärtige, antidemokratische, antimoderne "Alternative Weltbilder" als eine dritte Lebensreformbewegung ein und legt Kontinuitäten ebenso wie Unterschiede zu vorherigen Bewegungen um die Jahrhundertwende und Mitte der 1960er offen. Dabei zeigt Speit fundiert, dass Wissenschaftsfeindlichkeit, die Ablehnung der Moderne und Idealisierung von Natur weder rein rechte noch linke Phänomene sind und es auch nie waren, sondern dass sich in diesen Bewegungen historisch immer schon Menschen aus verschiedenen Lagern trafen und über gemeinsame Weltanschauungen auch zueinander fanden.
Daher ist die Analyse - gerade, wenn man selbst einem eher linken "Lager" entstammt, nicht immer sonderlich bequem. So geht Speit deutlich mit einem der Aushängeschilder vieler Tierrechtler*innen, Peter Singer, ins Gericht und zeigt dessen Behindertenfeindlichkeit auf. Auch die Anthroposophie, die oft eher als weltfremde, ökolinke Spiritualität wahrgenommen wird, ordnet er differenziert in all ihrer Vielfalt, aber auch Anschlussfähigkeit an völkische und rassistische Narrative, ein und schließlich müssen sich auch die Grünen den Vorwurf gefallen lassen, in ihrer Gründungsphase rechten Akteur*innen Raum geboten zu haben.
Das umfangreiche Quellenverzeichnis ermöglicht eine weitere Auseinandersetzung mit den Themen über das Buch hinaus. Das Buch bietet eine aktuelle, differenzierte und fundierte Übersicht über die genannten Milieus und ist daher sehr zu empfehlen.
- Walter Kugler
Rudolf Steiner und die Anthroposophie
(3)Aktuelle Rezension von: SokratesDas Buch führt in recht gut gelungener Art und Weise in die Philosophie und Wirkung Rudolf Steiners ein. Beginnend bei seiner Philosophie gelingt es Walter Kugler gut, die doch recht komplexe Gedankenwelt Steiners darzustellen; stellenweise jedoch empfielt sich zum näheren Verständnis weitergehende Literatur. Neben der Philosophie sind jedoch auch Werk und Wirkung über die rein weltanschauliche Komponente von Bedeutung, so bspw. der Einfluss der Anthroposophie auf Architektur, Kunst und Literatur/Kulturschaffen im weiteren Sinne. Für den Anfang eine recht gelungene Einführung, die ergänzt wird durch z.T. sehr ausführliche Textpassagen aus Steiners Schriften; gerade die sind mitunter in ihrer - v.a. philosophischen - Komplexität nicht unbedingt jedermanns Sache und leichte Kost. - Matthias Pöhlmann
Rechte Esoterik
(3)Aktuelle Rezension von: RiesenradFahrenMatthias Pöhlmann hat ein umfassendes Buch über die deutsche, rechts-esoterische Szene vorgelegt.
Ausgehend von der Corona-Pandemie und der damit sichtbar gewordenen Szenen der rechten Esoteriker, beleuchtet der Autor, welche Köpfe und welche Erzählungen hinter den Coronaleugnern stehen.
Das Buch beginnt mit Erläuterungen, wie verschwörungsgläubige und esoterische Denkmuster zusammenhängen und bei Coronaprotesten miteinander verschmelzen.
Pöhlmann schreibt „Esoterik und Verschwörungsmythen sind ein Zwillingspaar. In beiden artikuliert sich ein Unbehagen an der Realität.“ Im folgenden führt er aus, was diese Denkweise kennzeichnet. Unter anderem ist es der Glaube, dass besonders sensible Menschen intuitiv die Wahrheit kennen. Eine Wahrheit, die über allen wissenschaftlich-rationalen Erkenntnissen steht und somit bedeutsamer ist.
Hierbei fällt auf, dass bestimmte Personen immer wieder auftauchen, die miteinander in Kontakt stehen, die Veranstaltungen organisieren und ihre immer gleichen Geschichten erzählen. Hierzu gehören Jan van Helsing bzw. Jan Udo Holey. Michael Ballweg und Jo Conrad. Auch die Verlage und Internetseiten, die immer wieder auffallen, werden vorgestellt und die Macher benannt.
Das Buch skizziert eine Gruppe, die sich selber als freiheitsliebend und friedlich bezeichnet, obwohl immer wieder von einer jüdischen Weltverschwörung gesprochen wird und es keine Abgrenzung nach Rechts gibt. Aber diese Widersprüche werden von den Akteuren einfach ignoriert und/oder geleugnert.
Gesagt werden muss noch, dass „Rechte Esoterik“ kein Buch ist, dass schnell durchgelesen ist. Es ist eher ein Nachschlagewerk über die Akteure und Strömungen der rechten Esoterik: Wer ist der Kopp-Verlag? Und was ist Sasekismus? Und welche Ziele verfolgt die Anastasia- Bewegung?
Es lohnt sich aber absolut, um ein umfassendes Bild der Szene zu bekommen.
Und zumindest ich habe mich gut unterhalten gefühlt, als die Szene der rechten Ufologen beleuchtet wurden.
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