Bücher mit dem Tag "antiheld"
63 Bücher
- SenLinYu
Alchemised
(293)Aktuelle Rezension von: kathasreadingIch habe gestern Alchemised beendet und habe erstmal eine Nacht gebraucht um meine Gedanken und Gefühle zu sortieren 🫣 Jetzt wollte ich mal meine Rezension mit euch teilen:
Durch Instagram und TikTok kam man ja quasi gar nicht mehr an dem Buch vorbei und dadurch bin ich auch sehr neugierig geworden. Als Einstiegt in die Fantasy Welt habe ich mir mit dem Buch echt keine leichte Kost angetan und die ersten ca 150 Seiten hab ich auch echt an meiner Entscheidung gezweifelt, wusste aber das es den meisten so geht. Am Ende von Teil I war ich immer noch etwas verwirrt, ich dachte zwischendurch kurz ich hab Durchblick und am Ende war ich dann doch wieder eher verwirrt wie das ich was verstanden habe. Ab Teil II haben sich dann nach und nach meine ganzen gedanklichen Fragezeichen aufgelöst und ich wurde komplett in den Bann gezogen - die ganze Welt ist einfach unglaublich Komplex gestaltet aber durch den tollen Schreibstil konnte ich mir alles sehr bildlich vorstellen und habe Teil II geliebt. Kaine Ferrok und Helena Marino sind einfach unglaublich tolle und starke Hauptcharakter, ich habe beide im laufe des Buches so lieben gelernt. Mit einem etwas mulmigen Gefühl habe ich dann in Teil III gestartet, weil man überall liest das man am Ende zerstört sein soll. Ich muss sagen ich persönlich war sehr positiv von dem Ende überrascht und bereue es nicht mit diesem Buch in die Fantasywelt gestartet zu haben!
- Victoria Aveyard
Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
(1.197)Aktuelle Rezension von: sumaDer zweite Band der Reihe konnte mich leider nicht überzeugen.
Die Charaktere sind in diesem Buch nicht besser geworden, sie waren sehr distanziert. Auch die Liebesgeschichte habe ich ihnen nicht wirklich abgekauft.
Durch die Neublütler, geriet der ganze Rest stark in den Hintergrund und das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen.
Ich werde diese Reihe nicht mehr weiterlesen.
- Andrzej Sapkowski
Das Erbe der Elfen
(561)Aktuelle Rezension von: AlissilaDas Erbe der Elfen ist ein spannender Auftakt der Witcher-Saga, in dem Geralt, Ciri und Yennefer im Zentrum stehen. Sapkowski erschafft eine faszinierende, komplexe Welt voller Politik, Magie und moralischer Grautöne.
Allerdings fand ich die Erzählweise teilweise etwas verwirrend, da oft zwischen verschiedenen Perspektiven und Handlungssträngen gewechselt wird. Das macht den Einstieg etwas schwierig, auch wenn die Geschichte insgesamt fesselt.
- J. D. Salinger
Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye
(1.565)Aktuelle Rezension von: NikoVoss»Der Fänger im Roggen« bekommt von mir 4 Sterne. Schreibstilistisch fand ich das Buch wirklich stark: Die konsequent durchgezogene Ich-Perspektive funktioniert hervorragend, sehr flüssig, sehr gleichmäßig und mit einem erstaunlich hohen Sog. Salinger schafft es, einen Ton zu halten, der gleichzeitig authentisch und literarisch ist – das ist bemerkenswert.
Inhaltlich ist es für mich eher Geschmackssache. Ein jugendlicher, der sich auf seinem Selbstfindungsweg windet, strauchelt, sucht und reflektiert – das ist solide erzählt, aber thematisch nicht unbedingt das, was mich am meisten fesselt. Der Plot selbst hätte für meinen Geschmack etwas spannender oder vielschichtiger sein dürfen. Trotzdem bleibe ich bei 4 Sternen, weil die Umsetzung stilistisch überragend ist, obwohl mich das Thema weniger interessiert.
Ich würde tatsächlich gerne einmal ein Werk von Salinger lesen, in dem er dieselbe erzählerische Technik auf einen etwas spannenderen oder komplexeren Plot anwendet. Vielleicht hat jemand eine gute Empfehlung?
- Marc-Uwe Kling
QualityLand (QualityLand 1)
(879)Aktuelle Rezension von: Christoph_Schade„QualityLand“ fühlt sich an wie ein Spiegel, den man uns viel zu lange nicht vorhalten wollte, und plötzlich steht er da, poliert bis zur Perfektion und gnadenlos ehrlich. Marc-Uwe Kling beschreibt eine Zukunft, die so überzogen wirkt, dass man lachen muss, und gleichzeitig so nah an unserem Alltag klebt, dass das Lachen im Hals stecken bleibt. Die digital optimierte Welt, in der Algorithmen alles besser wissen sollen als wir selbst, zieht einen sofort hinein, weil sie eben nicht nur Zukunft ist, sondern ein logisch weitergedachter Kommentar auf unsere Gegenwart.
Kling schreibt pointiert, komisch, hellwach, und zwischen den satirischen Spitzen leuchtet eine fast tragische Wahrheit auf: dass wir längst in einer Vorversion von QualityLand leben und uns kaum fragen, welche Entscheidungen wir abgegeben haben – freiwillig, bequem, fast beiläufig. Sein Humor funktioniert wie ein Tranquilizer, der uns erlaubt, Dinge auszuhalten, die eigentlich weh tun müssten.
Ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch entlarvt; der zeigt, wie dünn die Grenze ist zwischen digitalem Komfort und dem Verlust von Selbstbestimmung. Und genau deshalb wirkt er noch lange nach, auch wenn das Buch längst zugeklappt ist.
- Christiane F.
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
(2.331)Aktuelle Rezension von: Moidlvomberchich weiß gar nicht was ich zu diesem Buch großartig schreiben soll, außer dass ich finde, dass dieses Buch ein absolutes Muss für jeden sein sollte
klasse erzählt, einfach anders, absolut intensiv und tiefgreifend, schockierend, ehrlich - einfach krass
und genau deshalb absolut gut und ein absolutes muss zum lesen!
ganz klare Leseempfehlung!
- Veronica Roth
Rat der Neun
(466)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist flüssig und angenehm zu Lesen. Für mich kam der Aufbau der Welt etwas zu kurz.
Das größte Problem hatte ich mit der fehlenden Tiefe in der Geschichte. Ich fand die Handlung etwas zu oberflächlich und leider konnten mich die Protagonist:innen nicht komplett überzeugen. Die Wendungen und der Spannungsbogen waren für mich leider vorhersehbar.
Für Zwischendurch war das Buch unterhaltsam, keine Frage. Für mehr hat es für mich leider nicht gereicht. Ich hätte mir mehr von der Handlung erhofft. Band zwei werde ich mir anhören.
Von mir erhält das Buch 3,5 von 5 Sterne. - Volker Kutscher
Der nasse Fisch (Sonderausgabe Ein Buch für die Stadt Köln 2023)
(452)Aktuelle Rezension von: Renate1964Das Cover passt gut und die Reihe mit Kommissar Gereon Rath von Volker kKuscher geht auch sehr fundiert auf die Zwischenkriegszeit ein. Die Kämpfe zwischen den politischen Parteien sowie alte Seilschaften werden sehr spannend beschrieben Gereon und Charlie verbinden gekonnt Berufliches und Privates
- Marie Lu
Young Elites 2. Das Bündnis der Rosen
(243)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteAdelina gründet ihre eigene Gruppe um Rache zu nehmen und den Thron für sich zu erobern. Dies führt dazu, dass sie immer mehr der Dunkelheit einheim fällt.
Das Cover ist schön und der Schreibstil ließ sich gut lesen. Es schafft Interesse und auch eine gewisse Spannung. Jedoch wurde ich mit dem Hass und der ganzen Negstivität von Adelina nicht richtig warm. Auch die dauerhaften misstrauens Momente störrten mich teilweise. Trotzdem freue ich mich auf den abschließen Teil.
- Philip Reeve
Mortal Engines - Krieg der Städte
(291)Aktuelle Rezension von: NatiibooksDieses Buch stand nie auf mein Radar aber da ich unbedingt ein Fantasy Buch Lesen wollt hier bin ich. Wir folgen hier die Geschichte von Tom. Wahrscheinlich haben viele wie ich von diesem Buch gehört weil ein Film dazu herausgekommen ist und da ich erstmals das Buch lesen will hier bin ich. Ich hab es als Hörbuch gehört und muss sagen das war wirklich gut der Sprecher hatte die Charaktere Perfekt zum Leben erweckt. Wir folgen hier mehrere Charaktere also auch mehrere Perspektiven. Die Geschichte spielt in einem Dystopischen/Fantasy Setting in London. Ich mag ja Geschichten wo sich die Welt sehr unterscheidet von unserer und genau das war besonders mit denn Maschinen und die Außenwelt. Ich mochte denn Welten Aufbau es war mir sogar ein bisschen wenig und ich hoffe das in denn nächsten Bänden noch mehr von der Welt gezeigt. Die Charaktere fand ich okay sowohl die 3 Jugendlichen als auch die Erwachsenen. Im ganzen war es ein gutes Buch und ich will definitiv mehr und freue mich auf alles was noch kommt.
- V. E. Schwab
Vicious - Das Böse in uns
(485)Aktuelle Rezension von: TimelessTaleZuerst das Positive: Die klassische Gut-Böse-Gegenüberstellung wurde gelungen aufgehoben. Hier gab nur von Schmerz, Wünschen, Stolz und Ideologien angetriebene Menschen. Victor war eine tolle ausgefallene Hauptfigur, die für mich das Buch deutlich verbessert hat. (Eli konnte ich bis zum Schluss nicht leiden, aber so gesehen war er ein passender Gegenspieler und ich fand es gut, dass auch seine Gedankenwelt geschildert wurde).
Den Anfang war spannend mit den vielen Rückblenden. Die habe ich als sehr positiv empfunden und haben meinen Lesefluss überhaupt nicht gestört. Die Auflösung, wie es dazu kam, dass Victor und Eli Feinde wurden, fand ich aber platt, da hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Erst zum Ende kam wieder Fahrt auf und es wurde erneut spannend.
Sehr enttäuschend war jedoch das total knapp gehaltene Finale! Der abschließende Kampf wurde aufs Kürzeste zusammengefasst mit dem Verweis, dass sie ja schon länger kämpfen. Auch Dialoge zwischen Victor und Eli fehlten mir am Ende total. Es wurde überhaupt nicht mehr auf die ehemalige Freundschaft eingegangen. Daraus hätte man deutlich mehr machen können!
Außerdem gab es viele Logiklöcher. Unter anderem, dass Eli bei einer gewissen Figur überhaupt nicht prüft, dass sie fast unverletzt statt tot ist. Oder z.B. eine Beerdigung im letzten Kapitel, die nur zwei Tage nach den Ereignissen stattfindet. (Gab es keine Obduktion etc. sodass das so schnell ging?)
Insgesamt hat das Buch viel Potential verschenkt. Es konnte durch seine ausgefallene Hauptfigur Victor und Nebenfiguren bestehen, nicht durch seine Story, die dann doch nur ein simpler Rache-Plot war. - V. E. Schwab
Vengeful - Die Rache ist mein
(221)Aktuelle Rezension von: Tigerlilly94Band 1 um den Antihelden Victor Vale hat mich begeistert, Band 2 finde ich ebenfalls sehr gelungen. Hier kommen alte Bekannte und neue EOs zusammen und sorgen für eine explosive Mischung. Spannend, düster, unverblümt. Mir waren nur die Zeitwechsel ein bisschen zu sprunghaft, da brauchte ich erst einmal eine Weile, um reinzukommen. Davon ab hat mir die Geschichte gut gefallen.
- John Niven
Kill Your Friends
(172)Aktuelle Rezension von: PageTurnersCatLondon, anfangs des aktuellen Jahrtausend.
Steve Stelfox ist A&R-Manager bei einem großen Plattenlabel und für ihn zählt nur Erfolg und Geld, vielleicht noch Sex, Drogen und Alkohol.
Als er eine berufliche Durststrecke hat und seine Kollegen große Gewinne erzielen muss er handeln, dabei ist ihm jedes Mittel Recht.
Das Buch ist bei Heyne Hardcore erschienen und da wo Hardcore draufsteht ist auch Hardcore drin. (Das letzte Buch das ich gelesen habe war so hol, ich traue mich gar nicht es hier zu veröffentlichen. Darum brauchte ich ein richtig böses Buch. Und das hatte ich hiermit gefunden.)
Ist es ein Buch für zart beseitete? Nein!
Ist es politisch korrekt? Nein!
Möchte man mit einem Mann wie Steven befreundet sein? Nein!
Und möchte man wie Steven sein? Ein ganz großes Nein!
Dieses Buch ist ein ziemlich böser Kokstraum, es ist bitterböse und genau deswegen richtig gut.
Es rechnet gnadenlos mit der Musikindustrie ab und ich kann mir vorstellen das einiges was John Niven schreibt nicht alzueweit von der Wahrheit entfernt ist.
Die Musikindustrie ist gnadenlos, es geht am Ende nur darum reicher und erfolgreicher zu sein wie der Rest.
Wer Lust hat auf ein sehr brutales, obzönes und sehr drogenlastiges Buch ist hier genau richtig
- Mark Lawrence
Prinz der Dunkelheit
(94)Aktuelle Rezension von: Jonas-H„Prinz der Dunkelheit“ ist ein düsterer Mix aus High Fantasy und Dystopie – eine spannende Idee, auch wenn manche Formulierungen holpern.
Grundsätzlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte war durchgehend interessant geschrieben, sodass man wissen will, wie es weitergeht. Der Wechsel zwischen Jetzt und Vergangenheit hat für schöne Abwechslung gesorgt und die Handlung verständlich erklärt. Jorg hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich verstehen kann, dass er nicht jedermanns Sache ist, da er durchaus recht brutal vorgeht – allerdings immer so, dass er am Ende sein Ziel erreicht. Außerdem hat mir die Atmosphäre sehr gut gefallen, mit ein bisschen Gewittergeräuschen hatte man richtig das Gefühl, dabei zu sein.
Leider haben mich manche Formulierungen aus dem Buch geworfen, weil sie für mein Empfinden komisch klangen. Ein Beispiel ist: „Es sind Mittel und Wege, das Spiel zu verlieren. Man verliert das Spiel, und was hat man verloren? Das Spiel.“ Solche Formulierungen kommen nicht oft vor, aber da dieser Satz zweimal vorkommt und ich mir erst einmal von ChatGPT erklären lassen musste, welchen Zweck das erfüllen soll, weil es so plump klingt, hat es mich leider einfach herausgebracht.
Das Buch ist super für alle, die mächtige Antihelden mögen, die auf nichts als sich selbst achten und ihre Ziele dabei äußerst rücksichtslos verfolgen – und die sich an solchen Phrasen zwischendurch nicht stören.
- C.S. Pacat
Dark Rise
(110)Aktuelle Rezension von: EmmierdbeeereNoch nie hat mich ein Buch so schnell begeistert wie diese Reihe. Fantasy, Boyslove im slow burn... was will man mehr.
Mich faszinierten die Charaktere aber auch wie wunderbar anschaulich die Welt gestaltet und der generelle Vibe beibehalten wurde.
Außerdem hat dieses Buch einen wahnsinns Plottwist den ich nicht vorhergesehen habe! Und das passiert mir selten xD
Fazit: Ich liebe es!
- Jan Weiler
Kühn hat zu tun
(104)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)
ISBN-13: 978-3499266829
Preis: 11,00 €
Spannender Krimi und mehr
Inhalt:
Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet.
Meine Meinung:
Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt.
Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran. Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.
Die Reihe:
1. Kühn hat zu tun
2. Kühn hat Ärger
3. Kühn hat Hunger
★★★★★
- Heinz Strunk
Der goldene Handschuh
(308)Aktuelle Rezension von: AtschiBIch habe vor längerer Zeit den Film gesehen und er geht mir nicht aus dem Kopf. Eher angewidert von der Perversion des Frauenmörders in Hamburg, wollte ich nun doch das Buch lesen. Heinz Strunk beschreibt in bisweilen sehr derber Sprache das Leben und die Gedanken des Frauenmörders Fritz Honkas sowie das seines sozialen Umfeldes und gibt Einblicke das Leben der Familie von Dohren. Das perverse Innenleben des Protagonisten wird teilweise in äußerst vulgärer Sprache dargestellt. Das ich im Film schon abartig und ist im Buch nicht anders. Ich hatte bisweilen Probleme zwischen den verschiedenen Handlungslinien unterscheiden obwohl ich den Film kenne. Der Autor nimmt den Leser mit nach St. Pauli der 70er Jahre, in die Kneipe ‚Zum goldenen Handschuh‘, wo sich Alkoholiker, Zuhälter und Prostituierte treffen. Es ist eine beeindruckende und verstörende Darstellung eines Milieus der völligen Verwahrlosung, in dem keinerlei Hemmungen und Anstand mehr existieren. Honkas Wohnung, wo es vergammelt riecht und unsagbar dreckig ist, in eine Welt, die einem buchstäblich den Atem nimmt und einen mit Schrecken erfüllt. Die gesamte Atmosphäre im Buch erdrückend, düster, verstörend und bisweilen einfach nicht auszuhalten.
- Fernando Aramburu
Die Mauersegler
(94)Aktuelle Rezension von: Elina_moroUnserer Ich-Erzähler Toni, der Philosophielehrer, trifft die Entscheidung, nach einem Jahr, genau am 31. Juli, sich das Leben zu nehmen. Wir begleiten ihn im Laufe dieses Jahres. Toni erzählt uns seine Lebensereignisse du verschiedene Erfahrungen aus seinem ganzen Leben. Manchmal wird seine Stimme ironisch, manchmal deprimierend. Der Leser hat eine Gelegenheit, die Menschen aus Tonis Umgebung kennenzulernen und sie in verschiedenen Lebenssituationen zu erleben.
Das Buch wird in 12 Teilen unterteilt mit den Namen von Monaten und diese Teile werden in den Kapiteln untergegliedert, wie die Tage. Also, wir lesen quasi jeden Tag aus Tonis Leben. Interessant fand ich seine Entwicklung bis zum Tag, an dem er sein Leben beenden wollte.
Der Autor beschreibt das gewöhnliche Leben jedes Menschen, den Alltag, den wir alle ihn kennen, die zwischenmenschliche Beziehungen, die uns manchmal nerven, ärgern und auch Spaß bringen. Es ist auf jeden Fall eine interessante Idee gewesen, den Roman mit solcher Thematik zu schreiben. Das macht spannend. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob der Protagonist am Ende genug Mut finden wird, den Selbstmord zu begehen, oder genug Gründe zum Leben.
Lasst es euch überraschen und habt keine Angst vor 800 Seiten.
- Jack Sandman
Hellfire and Holy Water
(24)Aktuelle Rezension von: Sheelly93"Manchmal ist ein Monster genau das, was die Welt braucht."
Was passiert, wenn Hellboy und Hancock aufeinander treffen? - Richtig, daraus entsteht Noah Valentine. Ein Halbdämon, der seine Lederjacke über alles liebt, die Jack Daniels als Nahrungsmittel braucht, und eine Zigarette als guten Begleiter hat. Aber viel wichtiger ist, dass er der absolute Antiheld ist. Charmant wie eh und je und immer den passenden Kommentar auf die Zunge liegen hat.
"Wie gesagt ich bin kein Held. Warum auch? Hätte ich die Wahl, wäre ich lieber der Joker als Batman."
Meine Meinung:
Noah ist mir mit seiner Art direkt ins Herz gewachsen! Und wer braucht bitte nicht einen Antihelden, der immer einen frechen Spruch auf die Lippen hat und eine tragische Vorgeschichte als Aufhänger vorweisen kann?!
Jack hat eine Welt geschaffen, wo Menschen "blind" sind und nichts von Dämonen und anderen übernatürlichen Wesen ahnen. Doch das scheint sich langsam zu ändern, denn es passieren immer mehr Angriffe und Vorfälle, sodass der Schleier langsam zu fallen scheint. Mittendrin Noah, der an sich als Tod zählt, doch plötzlich gejagt wird.
Damit ist seine Zeit des Selbstmitleides und der Schuld vorbei und er macht sich lieber auf die Jagd, um mit der Person dahinter mal "nett" zu plaudern.
Mein Fazit:
Ich war direkt in Noahs Welt und habe es geliebt. Jacks Schreibstil zieht einen mit und man möchte immer mehr sehen und vor allem erfahren, wer der Kopf hinten den Anschlägen auf Noah ist. Zudem erfährt man mehr über Noahs tragischer Geschichte, und kann ihn so besser greifen bzw. verstehen.
Es ist an sich immer los und die Spannung lässt nicht nach. Zudem habe ich einige Orte, verschiedene magische Wesen und Organisationen kennengelernt, die die Geschichte einfach abrunden.
Wie würde Noah sagen: "Fortuna ist nicht auf seiner Seite."
Wer also Lust auf einen besonderen Antiheld hat, der unter die Haut geht, sollte unbedingt dieses Buch lesen.
Von mir gibt es 4,5⭐️
- Rainbow Rowell
Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow Roman
(192)Aktuelle Rezension von: SillivDie erste Pause machte ich nach ca. 60 Seiten, dann raffte ich mich auf. Ab Seite 180 bewegte sich was, freute mich auf ein wenig romantische Gefühle, doch es kamen Dialoge ( manchmal nicht verständlich für mich)...endlich fertig.. verstehe den Hype nicht. Das Buch gab mir nichts.
2 Sterne für ein zu langes magisches 'Kinderbuch' ( 18 jährige Protagonisten)
- Tad Williams
Die dunklen Gassen des Himmels
(24)Aktuelle Rezension von: june_london... den Himmel und die Hölle zu wissen glaubten."
[Band 1 der Bobby Dollar-Trilogie]
Inhalt: Der auf der Erde wandelnde Engel Doloriel (alias Bobby Dollar) ist alles andere als ein Heiliger. Er macht seinen Job nur, damit ihn seine Vorgesetzten in Ruhe lassen und er verbringt seine Zeit am liebsten in einer Bar mit einigen anderen desillusionierten Kollegen. Seine Arbeit besteht darin als eine Art Anwalt die Seelen der Verstorbenen vor dem letzten Gericht zu verteidigen. Die Gegenseite, also die Anklage, wird von einem abgesandten Dämon vertreten. Je nach Ausgang der Verhandlung gelangt die Seele in den Himmel oder die Hölle. Doch plötzlich verschwinden Seelen bevor um sie gefeilscht werden konnte. Wo sind sie hin und wer ist daran Schuld?
Eindruck: Auf dieses Buch wurde ich wegen des Covers aufmerksam. Schon beim Lesen der Inhaltsangabe spürte ich den Humor der Geschichte und wollte unbedingt mehr davon. Der Sprecher Simon Jäger stellt die vor Ironie und Sarkasmus triefenden Dialoge perfekt nach.
Zu Beginn der Geschichte wird man mit vielen Informationen überschüttet. Wie funktioniert das mit Himmel und Hölle? Wie ist das mit den Engeln und Dämonen? usw... Doch ich habe mich beim Zuhören nicht erschlagen gefühlt, denn Bobby Dollar erklärt das alles auf seine sehr unterhaltende Art, die mich immer wieder zum Grinsen gebracht hat.
Die meisten Charaktere sind ziemlich herunter gekommen und ausgebrannt. Dafür verfügen sie aber über eine Menge Humor und scheuen sich vor keinem Wortgefecht. Bobby Dollars "himmlische Kollegen", die sich mit ihm in der Bar verkriechen sind zum Beispiel alles andere als engelsgleiche Wesen. Genau dieser Kontrast zwischen meiner Vorstellung von Engeln und dieser Geschichte hat mich neugierig gemacht, was sich der Autor wohl sonst noch alles ausgedacht hat. Bobby selbst, ist ein absoluter Antiheld. Er will eigentlich bloß in Ruhe sein Leben leben und hält nicht viel von seinen "göttlichen Arbeitgebern". Er ist scharfsinnig und nicht auf den Mund gefallen, was ihn bei den meisten unbeliebt macht, doch ich finde ihn einfach genial. Obwohl er ein "Rädchen im himmlischen Getriebe" ist, hat er nicht auf alles eine Antwort. Er hat zum Beispiel keine Ahnung wer oder was Gott ist usw. Durch diese Wissenslücken wirkt er noch realistischer und es nimmt dem Leser nicht jegliche Möglichkeit die eigene Phantasie anzustrengen.
Ein vielversprechender Auftakt. Hört mal rein!
- Monika Peetz
Ausgerechnet wir
(114)Aktuelle Rezension von: sunplantskyIn dem Buch geht es um Tom, der auf einem mathematischen Dating Portal seine große Liebe sucht. Dabei wird ihm Lisa vorgeschlagen, von der er sofort begeistert ist. Er nimmt sich vor, 28 Tage lang anderen Menschen Gefallen zu tun, um damit vielleicht auch Glück bei seiner Lisa zu haben.
Ich finde das Cover, ein Herz aus Blütenblättern, romantisch; Der Schreibstil liest sich angenehm. Die Geschichte selbst hat einige humorvolle Stellen zum Schmunzeln. Tom, der sein Leben nach der Mathematik lebt, wird zu schubkasten-klischeemäßig vorgestellt und durchläuft nicht wirklich eine Verwandlung. Ich war überrascht, dass sich die Geschichte hauptsächlich um Tom´s missglückte Eroberungsversuche handelt. Durch zahlreiche Nebenhandlungen verliert die Geschichte leider ihren roten Faden. Es gab überraschende Wendungen, die ich überhaupt nicht so kommen gesehen habe und ich als gelungen empfand. Dennoch war manches Verhalten der Charaktere sehr plötzlich und unlogisch im Hinblick auf den zuvor gelesenen Informationen. Aus diesen Gründen habe ich dann nur noch jede 2. Seite überfliegend gelesen. Das letzte Kapitel bzw. Ende fand ich letztendlich sehr gut gelungen, da dies alles enthielt, was dem restlichen Buch fehlte.
Ich würde das Buch nicht unbedingt weiterempfehlen.
- Stanisław Lem
Pilot Pirx
(22)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchDie Erzählungen bilden einen chronologisch aufgebauten Zyklus, freilich ohne, dass das in den Erzählungen ausdrücklich Erwähnung findet. Man kann das höchstens an dem stetig steigenden Rang des Piloten erkennen, der zu Beginn noch als Kadett und am Ende des Zyklus als Kommandant angesprochen wird. Dieser Reifeprozess äußert sich auch in der Stimmung der Erzählungen, die von anfangs beschwingt und unbekümmert rüberkommt und bis zum Ende hin schon einen fast düsteren Ton anschlägt.
Diese 10 Erzählungen sind einer der berühmtesten Sammlungen von Science-Fiction-Erzählungen.
Der Zyklus ist mit bewundernswerter Konsequenz angelegt: Parallel zum Reifungsprozess des Helden wächst der Schwierigkeitsgrad der Probleme, auf die er stößt. In den aufeinander folgenden Erzählungen wird Prix immer schwierigeren Prüfungen, in denen seine physische Leistungsstärke, seine praktische Cleverness und schließlich seine intellektuellen Fähigkeiten getestet werden. Man kann den Raumpiloten Pirx auch als Allegorie auf die Menschheit begreifen, die in einer Welt fortschreitender Entwicklung von sozialen, nationalen und internationalen Beziehungen, bei gleichzeitig fortschreitender Technisierung und Computerisierung, ebensolchen Prüfungen unterworfen wird; sie aber im Gegensatz zum Raumpiloten bisher nicht bestanden hat.
- Joseph Knox
Dreckiger Schnee
(103)Aktuelle Rezension von: twentytwoAidan Waits, ein junger Detective hat die unglückliche Gabe sich mit seinem, vorzugsweise gefühlsgesteuertem Verhalten, immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Als er nach seiner letzten Eskapade kurz vor der Suspendierung steht, bietet ihm sein Vorgesetzter einen Deal an. Damit macht er allerdings ein Fass auf und Aidan, hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und dem Versuch Leben zu retten, gerät in eine arge Zwickmühle. Während er auf der einen Seite seinem dienstlichen Auftrag nachkommen muss, ist es ihm unmöglich das menschliche Desaster mit dem er so unverhofft konfrontiert wird zu ignorieren.
Fazit
Eine undurchsichtige Story, die sich zu einem wendungsreichen Machtspiel mit Überraschungseffekt entwickelt.























