Bücher mit dem Tag "antonia"
14 Bücher
- Pierce Brown
Red Rising
(500)Aktuelle Rezension von: Sibel_Susann_TeomanIch liebe Dystopien und "Red Rising" ist so gut geschrieben, dass nicht nur ich es gelesen habe, sondern auch mein Mann und mein fünfzehnjähriger Sohn. Von der ersten Seite an packte mich Pierce Browns spannender Schreibstil, sodass ich das Buch regelrecht verschlang. Ein echter Hit!!! Vor allem der Plottwist etwa in der Mitte (will das hier nicht spoilern!) des Buchs hat mir regelrecht die Schuhe ausgezogen. Für mich ist sind die ersten drei "Red Rising"-Teile genauso kultig wie "The Hunger Games".
- Antonia Michaelis
Der Märchenerzähler
(1.533)Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchtenKlappentext:
Geliebter Mörder? Atemlos spannend - ein Meisterwerk von Antonia Michaelis! Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte – lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich.
Kommentar:
Normalerweise kopiere ich keine Klappentexte als Einleitung zu einer Rezension. Ich versuche, den Inhalt in eigenen Worten zusammen zu fassen.
Hier ist mir das nicht gelungen. Das Buch ist so vieles, es besteht aus unheimlich vielen Facetten und es weckt Emotionen in dem Lesenden, mir hat es teilweise das Herz zerrissen.
Der Roman erzählt eine Liebesgeschichte. Wer mich kennt weiß, dass ich das Genre meide. Das Buch wird als Jugendbuch gehandelt. Young adult meide ich ebenfalls. Warum also hat ausgerechnet dieses Buch so geflasht?
Weil Antonia Michalis keinen geraden Weg geht, keine einzige Erwartung des Lesenden erfüllt und mich fassungslos zurückgelassen hat. Schon der Epilog lässt ahnen, dass es sich um kein einfaches Jugendbuch handelt, er ist blutig und brutal. Damit steht er im starken Kontrast zu den ersten Kapiteln des Buches. Wir lernen Anna kennen. Ein siebzehnjähriges Mädchen aus gutem Haus, wohlerzogen. Sie macht ihren Eltern keine Probleme und sie steht kurz vor einem erfolgreichen Abitur. Sie hat feste Pläne für die Zeit danach, ihr Lebensweg scheint vorgezeichnet.
Auf der anderen Seite Abel Tannatek. Ein Außenseiter. Er wird der „Kurzwarenhändler“ genannt, Anna versteht nicht warum. Die Nachfrage eröffnet ihr eine bis dahin unbekannte Welt. Sie spricht den Jungen an, etwas, was sonst niemand in der Schule bisher getan hat. Für alle ist er nur der Pole, der Außenseiter bei dem sie ihre Partydrogen kaufen können. Anna sieht mehr, sie ist direkt und sie stellt Fragen. Abel kann ihr nicht ausweichen, auch, wenn er es versucht. So wird Anne in das Leben des Märchenerzählers hineingesogen, sie wird ein Teil des Märchens, das von der kleinen Klippenkönigin handelt. Das ist Abels kleine Schwester Micha, die der Junge abgöttisch liebt. Er würde alles tun, um Micha zu beschützen. Vor der Lehrerin, die ständig nach der Mutter fragt, vor den Sozialarbeitern, die ihm das Mädchen wegnehmen möchten, vor dem Stiefvater, den er hasst. Eine gewaltige Aufgabe für einen 17jährigen Jungen.
Die unberührte Welt von Anne bekommt Risse, sie muss erkennen, dass nicht alles nur schwarz oder weiß ist. Trotz aller Unterschiede verliebt sie sich in den Außenseiter. Alle warnen sie. Ihre Freundin Gitta, die nichts als Partys und Amüsement im Kopf hat, ihr Mitschüler Bertil, der selber in Anna verliebt ist und der beginnt, das Paar zu stalken. Auch ihre Eltern sind misstrauisch aber Micha erobert ihr Herzen im Sturm. Vor allem Linda, Annes Mutter, die sich immer ein zweites Kind gewünscht hat, verwöhnt Micha nach Strich und Faden. Und Abel gehört nun einmal zu Micha, ohne Abel keine Micha.
Obwohl es sich um eine Liebesgeschichte handelt, wirkt die Geschichte von Beginn an unterschwellig gruselig. Ich hatte von Anfang an Angst, was wohl passieren mag. Und diese Angst hat sich von Seite zu Seite gesteigert, Man wünscht Anna und Abel nur das Beste und ahnt dennoch, dass diese Liebe unmöglich vom Glück gesegnet sein kann. Diese Liebe ist von Anfang an mit Tragik durchzogen. Abel möchte Anne nicht an sich heranlassen, sie lässt sich nicht abweisen. Sie gewinnt und Stück für Stück bröckelt seine Mauer. Das Märchen der kleinen Klippenkönigin bekommt neue Facetten und je weiter Abel das Märchen erzählt, umso mehr verstehen die Lesenden, dass sich Märchen und Realität nähern. Wie schon in den alten Märchen der Gebrüder Grimm, gibt es auch hier Bedrohungen und Gewalt, es wird mit den Ängsten der Zuhörenden und Lesenden gespielt. Doch immer wieder gewinnt das Gute, denn es ist ein Märchen. Im echten Leben gibt es keine Märchen und Abel weiß das.
Ich habe bei den Top Ten Thursday viel über Antonia Michaelis gehört und gelesen und war sehr neugierig, warum sie so begeistert. Dies ist mein erstes Buch von ihr aber sicher nicht mein letztes. Die Autorin nutzt eine einfache und geradlinige Sprache, sie erzählt ihre Geschichte ohne Abschweifungen, direkt und klar. Zwei Menschen, die sich annähern, sich verlieben und beginnen, viel Zeit miteinander zu verbringen. Also alles normal. Nur, dass hier nichts normal ist.
Sehr gut haben mir die Bezüge zu den Songs von Leonard Cohen gefallen. Die melancholischen Texte passen wunderbar zu dieser Geschichte und „ballad for the young“ ist der perfekte Einstieg. Das Cover in diversen Grüntönen ist perfekt auf das Buch eingestimmt. Das Buch ist von 2012, ich habe keine Ahnung, warum mir diese Autorin bisher entgangen ist.
Und gerade habe ich gesehen, dass es eine weitere Geschichte im Schatten des Märchenerzählers gibt.
Fazit:
Für jeden, der außergewöhnliche und berührende Geschichten mag, die nie die Erwartungen des Lesenden erfüllen. Berührend, wunderschön, traurig und herzlich.
Titel: Der Märchenerzähler
- Kerri Maniscalco
Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
(558)Aktuelle Rezension von: JulynEine junge Hexe, die den Tod ihrer Zwillingsschwester rächen will, begibt sich auf eine Reise voller Rätsel, um diesen aufzuklären, und trifft dabei auf den Fürsten des Zorns. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und geraten dabei nicht nur in Gefahren, sondern auch in innere Konflikte aus Trauer, Wut und unerwarteten Gefühlen.
Hexen, Dämonenfürsten, dunkle Magie, verbotene Liebe. Diese Worte, die mich zu dem Buch hingezogen haben, haben meine Begeisterung im Laufe der Geschichte leider ziemlich gemindert. Was gut gestartet hat, hat sich schnell gewandelt. Aus Interesse wurde Ernüchterung, aus Spannung Vorhersehbarkeit, aus Motivation Frust.
Der Start des Buches gefiel mir gut und ich mochte die Richtung, die die Geschichte einschlug. Das italienische Setting war sehr nahbar und vor allem die Erzählungen rund um das Familienrestaurant und das Essen fand ich toll. Ich konnte regelrecht hören, wie die Gerichte zubereitet wurden, und riechen, welchen Duft sie verströmten. Das gesamte Geflecht aus Hexen und Dämonen hat mich zu dem Buch hingezogen, weil ich schon lange keins mehr aus diesem Spektrum gelesen habe. Je mehr ich jedoch las, desto enttäuschter wurde ich und der Frust begleitete mich fast durch das gesamte Buch.
Die Protagonistin Emilia wirkte stets naiv und ihre Stärke, die dem Lesenden vermittelt werden sollte, war für mich nicht erkennbar. Sie machte kaum eine Entwicklung durch und war in fast jedem Moment auf Hilfe angewiesen. Die Überlegenheit, die sie stets zur Schau stellte, war für mich nicht glaubwürdig und konnte ihre Schwächen nicht verbergen. Ihre Art zu handeln und zu kommunizieren war oftmals nicht schlüssig und stieß bei mir häufig auf Unverständnis. Auf der Suche nach Antworten bezüglich des Todes ihrer Schwester traf sie auf einige Hindernisse, die innerhalb von Sekunden gelöst wurden. Auch war vieles offensichtlich, was Emilia jedoch stets entging. Dies nahm der Geschichte die nötige Spannung.
Einige Elemente wurden nicht ausreichend ausgeschmückt und es fehlten Details, die für mich wichtig gewesen wären, um besser zu verstehen. Die genaue Rolle der Hexen und Dämonenfürsten? Unklar. Die Charaktere blieben blass und es mangelte an Authentizität, Intensität und menschlicher wie inhaltlicher Tiefe. Emotionen waren für mich nicht greifbar und mir fehlte der Sog, den ich mir erhofft hatte. Statt mich in der Geschichte zu verlieren und mitzufühlen, fühlte ich mich wie eine Außenstehende, die das Geschehen weder nachvollziehen noch wirklich begreifen konnte.
Insgesamt konnte mich das Buch daher nicht überzeugen, weshalb ich höchstwahrscheinlich auf eine Fortsetzung der Reihe verzichten werde.
- Teresa Simon
Die Fliedertochter
(153)Aktuelle Rezension von: SelmaPaulinas Nachbarin wird nach Wien eingeladen, ist aber leider nicht in der körperlichen Verfassung dafür. Dafür fährt Paulina.
In Wien wandelt sie auf den Spuren von Luzie Kühn, einer heimlichen Halbjüdin aus der Zeit des 2. Weltkrieg. Und dann ist da auch noch Tamas der ihr Herz verdreht... aber was hat das alles mit Toni ihrer Nachbarin zu tun???
Ich liebe den Schreibstil, die Zeitsprünge und die Storyline.
Meine absolute Empfehlung !!
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
- Helene Sommerfeld
Die Ärztin: Die Wege der Liebe
(112)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeSchade, mit diesem dritten Band ist die Trilogie abgeschlossen. Ich habe Ricarda und ihre Familie und Freunde unglaublich gerne begleitet durch diese aufregenden, schwierigen und auch durchaus schönen Zeiten. Die Geschichte der Medizin und die Rechte der Frauen eingebettet in diese Geschichte fand ich unglaublich spannend und faszinierend.
- Nacho Figueras
Die Wellington-Saga - Verlangen
(101)Aktuelle Rezension von: Josephine311Cover:
Dieses Mal wurde bei der Covergestaltung auf ein Türkis-Blau zurückgegriffen, welches durchaus an die Farbe von traumhaften Stränden erinnert.
Schreibweise:
Beide Autoren finden wie gewohnt in jeder Situation die passenden Worte und können mit ihnen die tiefsten Gefühle ausdrücken. Da verspürt jede/r Lesende den Wunsch, ihre/seine Empfindungen ebenfalls so gewählt in Worte fassen zu können.
Meinung:
Ich bin aus dem Grinsen gar nicht mehr herausgekommen als ich bemerkte, dass es sich bei besagtem Lorenzo um den sympathischen Piloto Enzo handelt. Ich war so froh, auch sowohl seine Geschichte als auch ihn näher kennenzulernen. Am liebsten hätte ich die beiden anderen Bände nochmal gelesen um sie nach Hinweisen zu durchsuchen.
Was meine Freude dämpfte, war die erste Begegnung zwischen Antonia & Pilar, denn der volle Umfang dieser Kälte kam in den anfänglichen Geschichten überhaupt nicht rüber.
Dennoch fand ich es süß, dass ich mich bei dem Verhältnis zwischen Pilar & Lord Henderson nicht getäuscht habe :)
Und auch die Informationen & Geschichten anderer Nebencharaktere sind gelungen in die Haupthandlung eingeflochten worden. Allerdings kam zwischen durch die Frage auf, was aus der hübschen Cricket aus dem ersten Band geworden ist...
Der Überraschungsbesuch für Antonia in den Hamptons hat mich ziemlich umgehauen & für ein anhaltendes Leseverlangen gesorgt. Doch bereits bei Zeiten wird bewusst, dass Jacob etwas verbirgt bzw. nicht die ganze Wahrheit sagt. Dieses Gefühl verstärkt sich immer mehr & gipfelt letztendlich in einem spannenden Showdown.
Die Heimlichtuerei im Epilog ist einfach herzerwärmend, vor allem, wenn man dann irgendwann die Auflösung erahnt. Die darin enthaltenen Informationen bezüglich der weiteren Geschichte aller Familienmitglieder sind ein fantastischer Abschluss für das Buch, aber auch für die Wellington-Reihe. Nach dieser Lektüre wird wohl jeder davon überzeugt sein, dass in Wellington wirklich der Schlüssel zum Glück liegt ^_^ - Erin Kelly
Vier.Zwei.Eins.
(196)Aktuelle Rezension von: mariposa27Das Buch braucht etwas, um wirklich beim Leser anzulaufen. Das liegt nicht zuletzt an der Erzählweise, denn "Vier.Zwei.Eins." wird aus zwei Sichten und zusätzlich noch auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen ist da Lauras und zum anderen Kits Erzählsicht. Laura erzählt sowohl aus der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit.
Sobald die Erzählstränge zusammen laufen, steigt auch die Spannung der Geschehnisse. Er geht um eine unaufgeklärte Vergewaltigung, um Misstrauen, neue Freundschaften, Angstzustände, Unsicherheiten und doch aber auch um eine ganz eigene Interpreation von Liebe und Zuneigung.
Es sind vier Menschen, deren Charakterzüge recht gut eingefangen wurden, die sich im Leben durchkämpfen und individuell ganz liebenswert sind. Hin und wieder fragt man sich als Leser warum bestimmte Taten nötig sind. Doch es entblättert sich nach und nach und zur Mitte des Buchs befindet man sich auf der Geraden und wird das Buch nicht mehr zur Seite legen können. Am Ende wird man sich mit dem Begriff "Egoismus" näher beschäftigen müssen. Eine in den kindlichen Tagen wichtige Eigenschaft und deren Auswirkungen, wenn man zu lange daran festhält... - Kai Meyer
Das Haus der Bücher und Schatten
(138)Aktuelle Rezension von: MongeriEs wird alles aufgeklärt und der rote Faden zieht sich wirklich gut durch. Ich hab auch diesen Roman wieder wirklich genossen, ich mag den Stil von Meyer wirklich gerne, aber am Ende wars mir ein bisschen zu viel "Haudrauf" und zu viele Wendungen. Das hat die letzten 100 Seiten ein bisschen mühsam gemacht. Aber dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen.
- Paula Fürstenberg
Familie der geflügelten Tiger
(45)Aktuelle Rezension von: katzenminzeGerade erst hat Johanna ihr Elternhaus verlassen und ist nach Berlin gezogen um in der Großstadt eine Ausbildung als Straßenbahnfahrerin zu beginnen. Ihre Mutter hätte es lieber gehabt, wenn Johanna ein Studium begonnen hätte; doch was ist die schon für ein Vorbild, wenn sie als ausgebildete Tierärztin lieber im Zoo die Ställe ausmistet und ein Fundtier nach dem anderen im Wohnzimmer gesund pflegt?
Ein Vater kommt in Johannas Leben nicht vor. Laut ihrer Mutter hat der kurz vor der Wende – Johanna war gerade Zwei – in den Westen rübergemacht und anschließend nie wieder von sich hören lassen. Doch das ändert sich nun! Ihr Vater Jens meldet sich, aber er ist krank und die beiden haben keine Chance mehr, richtig miteinander zu reden. Dabei hat Johanna so viele Fragen. Was ist damals passiert, dass er Frau und Kind verlassen hat? Und warum hat er sich nie wieder gemeldet? Ohne die Möglichkeit, Antworten von ihrem Vater zu bekommen, macht Johanna sich auf Spurensuche bei anderen Familienmitgliedern und in ihrer Fantasie.
Der kurze Roman ist in einem angenehm ruhigen, etwas lakonischen Ton geschrieben, der gut zu Johannas Geschichte und introvertiertem Charakter passt. Die Straßenbahnfahrerausbildung fand ich ein schönes Detail und besonders der Beginn des Romans hat mich gleich mitgezogen.
Paula Fürstenberg beschreibt gekonnt den Bruch einerseits, den das Ende der DDR für dessen Bewohner dargestellt hat und das Unverständnis andererseits, das Johannas Generation für dieses vergangene System aufbringt. Auch Kritik an der DDR sowie an den Folgen der eiligen Wiedervereinigung klingen an. Da der Roman recht kurz ist, passiert das allerdings eher in Nebensätzen und ich fand das Thema – wenn auch ganz anders umgesetzt – in Daniela Kriens Roman „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ irgendwie geschickter eingeflochten und stimmungsvoller erzählt.
Was mir leider nicht gefallen hat, war der Umgang der anderen Figuren mit Johanna und ihren Fragen nach der Vergangenheit. Durchweg alle Frauen mit denen sie redet – ihre Mutter, ihre Halbschwester und ihre Großmutter – reagieren abweisend und sind sauer auf Johanna, weil sie ihnen ihre Version der Ereignisse nicht unbesehen glaubt. Diese Reaktionen fand ich absurd: Wer bitte wird sauer auf eine junge Frau, die nie einen Vater hatte, nie mit ihm sprechen konnte und so viele berechtigte Fragen nach dem Warum hat? Verständnis? Mitgefühl? Unterstützung? Das gab es bei keiner der anderen Figuren und das fand ich einfach komplett unglaubwürdig.
So hat mich der Roman nach dem guten Start leider etwas verloren, war aber insgesamt trotz kleiner Kritikpunkte eine interessante Lektüre mit einer stillen, manchmal etwas seltsamen aber liebeswerten Erzählerin.
- Rieke Husmann
Inselnebel
(3)Aktuelle Rezension von: abuelitaDer dritte Fall für Hauptkommissarin Hella Brandt – das wusste ich vorher nicht. Aber das Buch ist auch ohne Kenntnis der vorangegangenen Bände gut lesbar.
Hier geht es um die 18-jährige Antonia, die von ihrer Mutter als vermisst gemeldet wird. Nach den ersten Zeugenbefragungen „erkennen“ Hella Brandt und Kollege Lars Mattes, dass es sich wohl nicht um eine jugendliche Ausreißerin handelt. Aber wo ist das Mädchen ? Die Spuren führen nach Norderney.
Nun, wieso die beiden das nun erkannt haben, blieb mir verborgen, aber klar, irgendwo muss es ja einen „Fall“ geben…*g*
Hier wird die polizeiliche Ermittlungsarbeit lang und breit und breit und lang beschrieben. Das ist mal ganz nett, mir aber war es zu detailliert und es wurde auch mit der Zeit langweilig. Zudem fand ich die Geschichte recht vorhersehbar.
Das Privatleben der Kommissarin zeigt eine dunkle Seite ihrer Vergangenheit, mit der sie fertig werden muss. Da ich nicht weiss, was zuvor war ….überlege ich mir noch, ob ich die Fortsetzung dann lesen werde oder nicht.
- Tina Blase
Die Geisterhelfer – Traue sich, wer kann!
(3)Aktuelle Rezension von: pardenAUCH GEISTER BRAUCHEN HILFE...
Leo Helsing Krüger muss eines Nachts auf dem Friedhof mit Schrecken feststellen, dass er Geister nicht nur sehen, sondern auch mit ihnen sprechen kann. Obwohl ihm die gruseligen Gestalten versichern, dass er aufgrund seiner Fähigkeiten ein fantastischer Helfer für allerlei Geisterangelegenheiten sei, hat er vor allem eins: große Angst! Nicht nur vor der Dunkelheit, sondern auch vor den grün wabernden Gestalten. Zum Glück findet er in der unerschrockenen Antonia eine Freundin, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Mit ihrer Hilfe springt Leo über seinen Schatten und geht einen Deal mit den Geistern ein: Doch ist ihnen wirklich zu trauen? (Verlagsbeschreibung)
Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wurde Leo seinerzeit auf einem Friedhof geboren. Zum Glück nannten ihn seine Eltern nur mit dem Zweitnamen Helsing - denn wer würde bei diesem Namen nicht an den berühmten Vampirjäger Van Helsing denken? Den Mut des Vampirjägers hat Leo jedenfalls nicht mitbekommen, er hat Angst im Dunkeln und ständig das Gefühl, es würde ihm dort etwas auflauern. Was für einen Schreck er bekommt, als ihm eines Tages auf dem Friedhof tatsächlich Geister begegnen und ihn dann auch noch ansprechen, kann man sich wohl denken!
Zum Glück ist Antonia da deutlich cooler. Sie wohnt meistens bei ihrer Oma gegenüber von Leos Familie und ist etwas älter als er. Und irgendwie besonders. Sie trägt schwarze Klamotten und interessiert sich sehr für das Übernatürliche. Als sie von Leos Geisterbegegnung erfährt, ist sie daher begeistert und will der Sache unbedingt auf den Grund gehen. Also suchen sie gemeinsam ein weiteres Mal den Friedhof auf, doch zu Antonias großer Enttäuschung kann nur Leo die Geister sehen und hören. Aber als sie erfährt, dass die (eher schrulligen denn gruseligen) Geister ein Problem haben, beschließt sie, Leo dabei zu unterstützen, den Übernatürlichen zu helfen. Ein Abenteuer beginnt...
Ein nettes Kinder-Grusel-Buch hat Tina Blase da geschrieben. Mir persönlich gefällt, dass es hier um einen eher ängstlichen Jungen und ein recht unerschrockenes Mädchen geht und dass Leo seine Vorbehalte gegenüber der "Andersartigkeit" Antonias zunehmend aufgibt. Freundschaft funktioniert eben jenseits aller Äußerlichkeiten. Leos Situation innerhalb seiner Familie sowie auch in seiner Klasse, in der er aufgrund eines Umzugs "der Neue" ist, werden anschaulich geschildert. Bereits in diesem ersten Band der Reihe beginnt Leo sich zu entwickeln und zeigt unerwartet Mut, wenn es darauf ankommt.
Julian Greis liest die ungekürzte Hörbuchausgabe (3 Stunden und 42 Minuten) angenehm und gut betont. Der Altersempfehlung des Verlags (8-10 Jahre) würde ich zustimmen.
Ein unterhaltsamer und gelungener Reiheneinstieg!
© Parden
- Tina Blase
Die Geisterhelfer – Blut ist dicker als Friedhofsnebel
(3)Aktuelle Rezension von: pardenFERIEN MIT GEISTERN...
Weil Leos Eltern unbedingt alleine auf irgendwelche Berge in Amerika klettern wollen, müssen Leo und sein Bruder zusammen mit Antonia und zwei Freunden die Herbstferien bei Antonias Tante verbringen. Deren Gutshof entpuppt sich als gruseliges Schlösschen voller Geheimnisse, Spinnen und seltsamer Mitbewohner. Sogar eine alte Familiengruft gibt es, was Leo große Sorgen bereitet. Zu Recht. Es dauert nicht lange, bis Leo bei einem Fackelumzug auf einen Geist trifft. Der Geist ist genauso erschrocken wie Leo und ziemlich verwirrt. Er erinnert sich überhaupt nicht daran, gestorben zu sein! Und er ist nicht der einzige Geist, der hier sein Unwesen treibt und dringend Hilfe benötigt… (Verlagsbeschreibung)
Zunächst ist Leo nicht sonderlich begeistert über die Planung der Herbstferien. Seine Eltern werden in Amerika sein, und er soll nun mit seinem Bruder einer Einladung von Antonias Tante folgen. Antonia ist natürlich mit von der Partie, aber auch zwei Schulfreunde von Leo kommen noch mit. Wie sich herausstellt, ist Antonias Tante eine Künstlerin, die mit Kochen und Kinderversorgen nicht wirklich viel am Hut hat. Die Kinder bekommen auf dem riesigen Gutshof eine eigene Etage zugewiesen und kümmern sich fortan meist um sich selbst. Gar nicht so einfach, wenn keiner wirklich Lust auf Kochen und Spülen hat, und auch sonst müssen sich die fünf erst einmal zusammenraufen.
Gerade Leo kommt sich oft wie das fünfte Rad am Wagen vor und bekommt zunehmend schlechte Laune. Dabei gruselt er sich vor der alten Familiengruft auf dem Gelände des Gutshofs und findet auch den Mitbewohner von Antonias Tante reichlich düster. Erst als eine wertvolle Skulptur verschwindet und Leo auf dem Friedhof des Städtchens mal wieder eine Geisterbegegnung hat, besinnen sich die Kinder darauf, dass sie gemeinsam bessere Chancen haben, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Doch an Halloween steht Leo dann vor einer besonders kniffligen Herausforderung...
Ein nettes Kinder-Grusel-Buch hat Tina Blase da erneut geschrieben, wobei dieser Band weniger humorvoll ist als die beiden Vorgänger, dafür aber sehr spannend. Leo ist nach wie vor nicht der Mutigste, wächst aber zuweilen unerwartet über sich hinaus. Nett fand ich, dass sich Leo und sein älterer Bruder diesmal etwas näher kommen, auch wenn es zu Beginn gar nicht danach aussieht.
Julian Greis liest auch diesmal wieder die ungekürzte Hörbuchausgabe (3 Stunden und 36 Minuten) angenehm und gut betont. Der Altersempfehlung des Verlags (8-10 Jahre) würde ich zustimmen.
Ein spannende und unterhaltsame Fortsetzung - und hoffentlich noch nicht das Ende der Reihe!
© Parden
- Tina Blase
Die Geisterhelfer – Ein Knochen kommt selten allein
(5)Aktuelle Rezension von: pardenSPANNENDE UND UNTERHALTSAME FORTSETZUNG...
Nach seinem ersten Fall als Geisterhelfer, dachte Leo eigentlich, er hätte das Gruseln verlernt. Doch die dampfende Geisterdame, die aus dem Nichts vor ihm auftaucht, schlägt alle Rekorde. Zum Glück scheint sie harmlos zu sein, denn sie bittet Leo und Antonia ganz höflich darum, ihren Hund Rex zu finden, der noch unter den Lebenden weilt. Die beiden stimmen sofort zu, denn ein lebendiger Hund erscheint zur Abwechslung nicht allzu gruselig. Doch die Spur ist nicht so einfach nachzuverfolgen. Und das ist nicht alles: Leo hat ein bisschen zu dick aufgetragen und noch einen weiteren Fall samt gruseligem Nachteinsatz an der Backe. Nur gut, dass Antonia an seiner Seite ist, denn zu zweit gruselt man sich bekanntlich weniger! (Verlagsbeschreibung)
Dieses Mal bekommen Leo und Antonia es gleich mit zwei Aufträgen zu tun. Eine Geisterdame erschreckt Leo zu Tode, stellt sich dann aber als harmlos heraus. Sie ist allerdings verzweifelt, denn sie kann ihren Hund Rex einfach nicht finden - bevor nicht klar ist, dass es ihm gut geht, wird sie ein Geist bleiben müssen. Kein leichter Auftrag, denn Rex könnte überall in der Stadt sein, und es gibt niemanden, der den Kindern sagen könnte, wie der Hund überhaupt ausschaut. Der zweite Auftrag ist dann noch um einiges aufregender. Zum einen, weil plötzlich das hübscheste Mädchen der Schule, Shirin-Estelle, Leo anspricht und ihn um seine Hilfe bittet. Zum anderen, weil es in ihrem Fall um einen wahrhaftigen Poltergeist geht, der sie und das Haus, in dem sie leben, heimsucht.
Shirin-Estelle verhält sich ihrem Namen entsprechend reichlich versnobt und selbstgefällig, verändert ihr Verhalten allerdings im Verlauf deutlich, so dass auch Antonia, die zunächst "not amused" war, sich zur Geisterjagd bereiterklärt. Zum Glück! Denn der Auftrag ist so kniffelig, dass jede Hilfe willkommen ist. An der Sache mit dem Hund ist Antonia deutlich interessierter, denn eigentlich wünscht sie sich schon lange einen als Haustier. Und bei der Suche nach Rex stößt sie in einem Tierheim auf genau ihren Seelenhund. Dumm nur, dass ihre Eltern nichts davon wissen wollen.
Ein nettes Kinder-Grusel-Buch hat Tina Blase da erneut geschrieben. Leo ist nach wie vor nicht der Mutigste, wächst aber zuweilen unerwartet über sich hinaus. Und Antonia in ihrer verschrobenen Art merkt auch, dass man zuweilen gut daran tut, anderen zu vertrauen und ihnen womöglich auch eine zweite Chance zu geben. Jede:r kann sich hier mit den eigenen Stärken einbringen und sich selbst auch mal Schwächen zugestehen. Freundschaft, Mut und Zusammenhalt sind einige der Themen, die hier wie nebenher mit einfließen.
Julian Greis liest auch diesmal wieder die ungekürzte Hörbuchausgabe (3 Stunden und 30 Minuten) angenehm und gut betont. Der Altersempfehlung des Verlags (8-10 Jahre) würde ich zustimmen.
Ein spannende und unterhaltsame Fortsetzung!
© Parden
- Sera
Ich liebe dich, Gefällt mir
(9)Aktuelle Rezension von: HoldenIch wußte, daß ich in meiner Provinzjugend vieles verpaßt habe, unglaublich, daß die Eltern dieser Pubertiere dies denen so einfach durchgehen ließen. Der Drogenslang hat sich gegenüber früher stark verändert, aber richtig einen draufmachen/ steil gehen/ ne Home machen möchte man mit den Beteiligten ja schon. Nur nicht mit Joel, Jungen sind Schweine! Und mein Spitzname Buffi hatte mit besagtem Freizeiverhalten nichts zu tun.
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