Bücher mit dem Tag "antwort"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "antwort" gekennzeichnet haben.

39 Bücher

  1. Cover des Buches Obsidian 4: Origin. Schattenfunke (ISBN: 9783551583437)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian 4: Origin. Schattenfunke

     (2.087)
    Aktuelle Rezension von: kias_bookpages

    Wow. Einfach Wow! 

    Nach dem atemberaubenden Band 3 habe ich wirklich viel erwartet, doch meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen! 

    Von Anfang an war die Handlung spannend und der Sicht Wechsel zwischen Katy und Daemon war gut gewählt. Keine Szenen kamen doppelt vor und man wusste nie zu viel. 

    Der Schreibstil war wie zuvor sehr leicht und einfach zu lesen und da die Handlung fast direkt von Band 3 zu Band 4 überging kam man auch gut hinein. 

    Was soll ich noch groß sagen? 

    Jede einzelne Szene war ein Genuss. Alle neuen Informationen, jede neue Person und das Ende - alles war nahezu perfekt. 

    Daher ist es ganz klar ein Highlight und eine absolute Empfehlung an alle Romantasy Liebhaber! 

  2. Cover des Buches Das Mädchen, das den Himmel berührte (ISBN: 9783404167777)
    Luca Di Fulvio

    Das Mädchen, das den Himmel berührte

     (458)
    Aktuelle Rezension von: JennysWorldofBooks

    ⭐️Meinung


    Eine atemberaubende Geschichte von kühnen Lebensträumen - und von einer Liebe über alle Grenzen hinweg.


    Der Roman spielt im Jahre 1515 und erzählt die Geschichte von Mercurio und Guiditta. Mercurio ist ein Bettlerjunge, der in der Gosse groß geworden ist und sein Überleben mit Taschendiebstahl und meisterhaften Verkleidungen sichert. Dabei wird er tatkräftig von seinen 2 Freunden Bernadette und Zolfo unterstützt.


    Durch einen Zufall trifft er auf das jüdische Mädchen Guiditta, die mit ihrem Vater untertaucht, um vor den gläubigen Christen in Sicherheit zu sein.


    Eine meisterhafte Liebesgeschichte beginnt, die einen steinigen Weg über die Judenverfolgung, Eifersucht, Hass und falschen Glaubenssätzen, gehen wird.

    Mercurio geht über alle Grenzen, um seine große Liebe zu retten. Er schafft es, sich von der Gosse zu befreien und viele tolle Menschen für sich und sein Vorhaben zu gewinnen.


    Der Schreibstil ist fesselnd , die Charakter werden bildhaft und mit viel Liebe beschrieben. Die Umstände des Lebens von früher werden so detailgetreu dargestellt, dass ich ab und an eine Gänsehaut bekam. Es ist erschreckend zu sehen, wieviel Macht die „Herrscher“ dort haben und besonders die Kirche.


    Absolut empfehlenswert!


    Eine Buch, das mein Herz berührte.


  3. Cover des Buches Per Anhalter durch die Galaxis (ISBN: 9783453407848)
    Douglas Adams

    Per Anhalter durch die Galaxis

     (3.157)
    Aktuelle Rezension von: DrBernstein

    Dieses Buch ist wohl eines der besten, die je geschrieben worden sind. Danach ist das Leben besser, denn man wurde in die erheitenden Welten des Absurdismus eingeweiht. Per Anhalter durch die Galaxis ist nicht nur eine unglaublich witzige und intelligente Geschichte, sondern zugleich der einzige Lebensratgeber, den man braucht.

  4. Cover des Buches Finding Sky, Die Macht der Seelen (ISBN: 9783423715881)
    Joss Stirling

    Finding Sky, Die Macht der Seelen

     (1.112)
    Aktuelle Rezension von: TauusendWorte

    Sky zieht mit ihren Eltern nach Wrickenridge, eine verschneite Kleinstadt in den Rocky Mountains. Eigentlich wollte sie nur in England bleiben & ihren Abschluss machen, aber man kann ja nicht alles haben. In Wrickenridge trifft sie auf Zed, einen auf-den-ersten-Blick-Badboy, der für Sky aber unerreichbar scheint. Doch warum kann er in Gedanken mit ihr sprechen?

    🎷🎷🎷

    Okay, ich geb’s zu, die Idee hinter dem Buch ist schon etwas klischeehaft und so. Trotzdem ist es ein absolut grandioses Buch, und für mich der beste Teil der Savant-Reihe. (That’s why „Finding Sky“ eine eigene Rezi bekommt und die anderen Bände nur eine zusammengefasste.)

    Denn die Handlung vereint ganz viel, was ich an Büchern mag:

    Fantasy-Elemente + Eine sehr cute Lovestory + fiese unberechenbare Bösewicht*innen + grandiose Charaktere = mega gutes Buch

    🎷🎷🎷

    Beginnen wir mit Sky, der Protagonistin.

    Ihr wisst gar nicht, wie sehr ich mir eine Freundin wie Sky wünsche! Sie ist eine der sympathischsten Sechzehnjährigen, die jemals von einem*einer Autor*in erschaffen wurde! (Außerdem ist ihr Name grandios – ich meine: Sky Bright, haha!)

    Vor allem durch ihre Verletzlichkeit wirkt sie sehr real. Sky hat in ihrer Vergangenheit so einiges erlebt, was einfach zum Kotzen ist, und trotzdem gibt sie nicht auf. Sie ist keine dieser ultraharten Kriegerinnen, die über allem trotzen und so, aber das muss sie auch gar nicht! Stärke bedeutet nicht, keinen Schmerz und keine Schwäche zuzulassen, nein. Stärke bedeutet, trotz Schwäche und Schmerzen nicht aufzugeben. Schwäche ist okay. An manchen Tagen kann man einfach nicht weiterkämpfen.

    Genau das zeigt Sky uns allen, und das ist genial. Außerdem hat sie eine sehr coole Art zu denken! Ihre Gedanken sind süß und witzig und mutig und aaaahhh, ich liebe das einfach! Ihr Kopfcomic ist auch grandios. Das alles hat echt geholfen, mitzukommen, durch Sky habe ich nur noch mehr mitgefiebert.

    Auch Zed mochte ich wirklich.

    Auf den ersten Blick ist er durch und durch düster und hart und grob und eben all dieses toxische Männlichkeitszeug, dass eh niemand braucht. Badboyalarm und so. Aber wenn wir dann ein zweites Mal genauer schauen, dann merken wir: Er ist gar nicht so toxisch männlich, auch Zed hat Schwächen und Grenzen und ist verdammt verletzlich. Und Zed in Skys Gegenwart ist einfach soooooooooooo süß! Ich will auuuch!

    🎷🎷🎷

    Auch, wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheint, dieses Buch ist von der Spannung her teilweise echt krimihaft. Das lassen Klappentext und Cover und so eher nicht erahnen, aber wow! Die Spannung ist so wie eine Schlange, die sich zu Beginn leise lauernd im Hintergrund schlängelt und dann – Zack! – zubeißt. Und zwar ziemlich feste mit ihren giftigen Schlangenzähnen. (Merke: Keine Würgeschlange!)

    Und auch, wenn ich das Buch schon mindestens tauuuusend mal gelesen habe, muss ich es immer in einem Rutsch durchlesen, um Zed & Sky gaaaanz schnell vom Schlangenbiss zu befreien.

    🎷🎷🎷

    So. Und jetzt erzähle ich euch noch etwas zum überaus genialgrandiosen Schauplatz.

    Dazu zählt für mich nicht nur der Ort, sondern auch die nicht ganz so wichtigen Figuren. Home are the people und so. Aber immer der Reihe nach, zuerst der Ort.

    Wrickenridge ist eine dieser typischen amerikanischen Kleinstädte, die man aus ganz vielen Filmen & Serien & Büchern kennt, und dabei sogar noch sympathischer als Green Valley! Immer, wenn ich Finding Sky rereade, ist es wie nach Hause kommen. Denn so fühlt sich Wrickenridge an: Wie Zuhause. (Auch, wenn ich kein Ski fahren kann.)

    Daran sind auch so ein bisschen die Nebenfiguren schuld, die sehr typisch amerikanische Nachbarin, die „Draculettes“ und Zeds ganzen Brüder. Warum kann ich nicht einfach auch nach Wrickenridge ziehen?! Unfair!

    🎷🎷🎷

    Eine weitere Grandiosität ist der Schreibstil. Ich hab ja oben schon erwähnt, dass ich Skys Art zu denken wirklich wirklich mag, und das liegt einfach an Joss Stirlings grandioser Art zu schreiben. Es ist sosososo galaktisch, wie Sky alles mit Comics und Filmen und so vergleicht! Das bringt auch in die spannendsten Stellen einen gewissen Witz, einfach

    g-r-a-n-d-i-o-s!!!!

    🎷🎷🎷

    Im Endeffekt ist dieses Buch so genialgalaktischgrandiosunglaublich, dass ihr es einfach alle lesen MÜSST! Da gibt es gar keine andere Alternative! Sky will sich doch wirklich niemand entgehen lassen, und Zed ist einfach…. #bookboyfriendalarm hoch dreitauusendfünfhundertsiebenundneunzig.

  5. Cover des Buches 36 Fragen an dich (ISBN: 9783453271654)
    Vicki Grant

    36 Fragen an dich

     (106)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    Ich hatte letztens von einem solchen Experiment gelesen und als ich dann dieses Buch in die Hände bekam, war ich wahnsinnig neugierig und musste es einfach lesen.

    Doch leider muss ich sagen, dass das Buch nicht wirklich meins war. Es ist überwiegend, zumindest im Mittelteil, in Chatform geschrieben, was für mich anstrengend zu lesen war. Am Anfang wusste ich auch gar nicht, ob sie jetzt schreiben oder sich sehen, da dies aus dem Text nicht wirklich ersichtlich war. Auch hatte ich teilweise ganz andere Vorstellungen, wie dieses Experiment denn ablaufen soll und war dadurch oft verwirrt. Hildy empfand ich oft als sehr unreif und extrem überdreht. Sympathisch konnte ich sie leider nicht finden. Mit Paul ist es leider ähnlich: Er wirkt arrogant, abweisend, kalt. Sicher steckt bei ihm etwas dahinter, aber positiv finde ich so ein Verhalten nicht. Die ganze Geschichte wirkte für mich auch etwas zu gestellt und gewollt, die Charakterveränderungen waren zwar da, aber für mich auch irgendwie nicht so schlüssig und natürlich wie bei anderen Büchern.

    Fazit: Das Thema ist faszinierend, die Umsetzung hat mir aber leider nicht gefallen.

  6. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Lauracea

    Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die erste Hälfte ist aus Sicht einer 9 jährigen geschrieben, was für mich sehr ermüdend zu lesen war. 

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass die Autorin eine sehr einzigartige Weise hat mit Worten zu jonglieren und Gefühle auf eine sehr kunstvolle und nachdenkliche Art auszudrücken. Die Betrachtung der kleinen Phoebe auf die Welt sind gut durchdacht und erinnerten mich ein wenig an "der kleine Prinz".

    Aber die Gespräche, die im Buch geschildert werden, empfand ich als künstlich und gestellt. Die Charaktere sehr flach und einseitig. Die Beziehung zwischen den Charakteren ist in der ersten Hälfte noch einigermaßen greifbar. Danach erschien mir alles sehr übertrieben, unnatürlich und dramatisch. 

    Das Thema Magersucht ist die Autorin sehr gefühlsbetont angegangen. Da es zwischenweise doch sehr unter die Haut geht, hat es definitiv in den Händen von Kindern oder Jugendlichen unter 16 Jahren nichts verloren. 

  7. Cover des Buches Die Macht der Seelen - Saving Phoenix (ISBN: 9783423716093)
    Joss Stirling

    Die Macht der Seelen - Saving Phoenix

     (539)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    "Saving Phoenix" hat von der Spannung und ich würde sogar sagen, eher weniger von den Emotionen gelebt. Diese sind natürlich sehr intensiv vorhanden, rückten aber hinsichtlich Phoenix Vergangenheit und auch momentanen Situation, stark in den Hintergrund. Es war sehr angenehm, alte Charaktere wieder zu treffen, sie waren super in Szene gesetzt und ich mochte sehr das Zusammenspiel der Benedicts und es ergab sich für mich ein sehr authentisches Familien- Zusammenspiel. Besonders schön finde ich die Art der meisten Charaktere. Ich kann mir vorstellen das auch Phoenix bei vielen ein Stein im Brett hat, auch wenn ich sie etwas schwächer fand als beispielsweise Sky. Trotzdem, kann ich dieses Buch jeden ans Herz legen, der zwischen großen Gefühlen auch gerne Aktion, Spannung und etwas Magie bevorzugt.


    Um die komplette Rezension zu lesen, besucht mich gern auf einem Blog <3


    https://calipa.de/2021/04/20/saving-phoenix-bd-2-von-joss-stirling-buchrezension/

  8. Cover des Buches Engel der Nacht (ISBN: 9783442472086)
    Becca Fitzpatrick

    Engel der Nacht

     (1.183)
    Aktuelle Rezension von: Fire

     

  9. Cover des Buches Nenne drei Nadelbäume: Tanne, Fichte, Oberkiefer (ISBN: 9783548375625)
    Lena Greiner

    Nenne drei Nadelbäume: Tanne, Fichte, Oberkiefer

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Drakonia007

    Die lustigsten Anekdoten aus Aufsätzen, Klausuren oder aus dem Unterricht. Deutsch, Latein, Geschichte oder Biologie. Jeder hatte in der Schule mindestens ein Fach, was ihm nicht lag und man sich mit viel raten und Unwissen irgendwie durchgeschummelt hat. Egal auf welche Schule man gewesen ist.

    Dieses Buch zeigt die skurillsten Antworten aus verschiedenen Fächern und Schulen. Bei der Grundschule kann man über viele Dinge wirklich schmunzeln, da sie sehr süß sind. Aber bei Anekdoten aus der Berufsschule von Auszubildenden in der Abschlussprüfung schüttelt man schon mit dem Kopf. Aber lachend. War es Nervosität oder wirklich Unwissen ? Bei manchen Dingen fragt man sich wirklich, wie kommt man da drauf ? Es geht nicht zwingend um Fachwissen, sondern viel um die Allgemeinbildung. Dinge die man eigentlich wissen sollte. Vielleicht nicht im Detail, aber wenigstens ungefähr. Doch auch da hapert es bei vielen.

    Das Buch ist locker geschrieben und wirklich witzig. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

    Fazit

    Mega lustig aber auch irgendwie erschreckend

    5 von 5 Büchern

  10. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442742127)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Mein erstes Buch von Sofi Oksanen, meine erste Finnin. Eine heftige Geschichte, die ich leider auch ein wenig genau so erwartet habe: Stalinismus, Missbrauch, Propaganda, Parteizugehörigkeit, Verrat. Der Familie Pekk bleibt nichts erspart.

    Aliide Truu lebt in einem alten Bauernhaus mitten in der Provinz von Estland. Sie hat ein schweres Leben hinter sich, von dem sie stark gezeichnet ist. Eines Tages taucht ein Mädchen vor ihrer Tür auf. Obwohl Aliide skeptisch ist und stets das Schlimmste befürchtet, nimmt sie das Bündel von Mensch mit in ihr Haus.

    Das Bündel Mensch entpuppt sich als eine junge, russische Frau namens Zara, die auf Grund scheinheiliger Versprechungen in den Westen geflohen ist und dort ein leider sehr übliches Schicksal erleiden musste: Sie gerät in die Prostitution. Die beiden Frauen haben Schwierigkeiten miteinander zu kommunizieren, dabei verbindet sie eine recht ähnliche Leidensgeschichte. Während Zara sich also bei Aliide versteckt, versucht sie gleichzeitig herauszufinden, ob es sich bei Aliide tatsächlich um die Schwester ihrer Großmutter handelt.

    Ein Buch, bei dem mich das Gefühl beschleicht bestimmte Nationalitäten schreiben stets über bestimmte Themen. Gab es tatsächlich nichts anderes als politisch auf der richtigen Seite zu stehen? Macht? Unterdrückung? Folter und Missbrauch? Es scheint wohl so.

    Die Geschichte beider Frauen erscheint mir so typisch. Warum trifft es immer die Gleichen? Warum setzen sich diese Leiden in der gesamten Familie fort? Ist es wie ein Teufelskreis, dem man einfach nicht entfliehen kann?

    Eindringlich beschrieben bleibt man doch betroffen zurück und ich kann wirklich nicht sagen, ob es am Ende ein gutes Buch war.

  11. Cover des Buches Rachekind (ISBN: 9783453409279)
    Janet Clark

    Rachekind

     (187)
    Aktuelle Rezension von: MartinaSchein

    Rachekind hat mir trotz der mystischen Elemente sehr gut gefallen. So gut, dass ich das eBook, das ich in unserer Onleihe ausgeliehen  habe, innerhalb von zwei Tagen auslesen musste. Zudem habe ich selbst schon erlebt, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die nicht immer wissenschaftlich zu erklären sind. 


    Bereits der Beginn sorgte beim Lesen für eine wohlige Gänsehaut. Die Story hat mich von Anfang an gefangen genommen und nicht wieder losgelassen. Die Protagonistin ist sehr sympathisch und eine fantastische Mutter. In einigen Situationen hat sie meinerAnsicht nach zwar überreagiert, doch es ist auch nachvollziehbar, wenn es scheint, als könne man niemandem mehr trauen.


    Die Handlungsträger sind detailliert und tiefgründig beschrieben. Die immer wieder einfließenden Tagebucheinträge ließen mich oftmals den Wunsch verspüren, dem Verursacher seine eigene Medizin zu schmecken geben.


    Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. In Sachen Spannung muss sich dieses Buch ebenfalls nicht verstecken. Die ganzen Wirrungen und Irrungen tragen dazu bei, dass man die Auflösung nicht mal eben so erraten kann. Hinzu kommen rätselhafte und mysteriöse Elemente, die man zwar nicht verstehen muss, jedoch meiner Ansicht nach sehr gut in das Buch eingearbeitet wurden.
  12. Cover des Buches Die verborgene Kammer (ISBN: 9783404162796)
    Corinna Kastner

    Die verborgene Kammer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Nach einer gescheiterten Liebesbeziehung mit Henrik Gerlach, befindet sich die Schriftstellerin Viktoria auf einer Lesereise ihres aktuellen Buches. Immer wieder sitzt in den Reihen der interessierten Leser ein älterer Mann, der sie eines Tages sogar darum bittet, sein Leseexemplar zu signieren. „Für Johanna“, soll Viktoria als Widmung in das Buch schreiben.

    Obwohl sie eine seltsame Verbindung zu dem Mann spürt, lässt sie den Moment ihn anzusprechen ungenutzt verstreichen; im Nachhinein ist sie jedoch so eingenommen von seinem Erscheinungsbild, dass sie insgeheim beschließt, ihn zum fiktiven Protagonisten in einem ihrer nächsten Bücher zu machen. Kurz darauf bricht sie zusammen mit ihrer Freundin Melli, der Schwester ihres Ex-Freundes Henrik auf nach Fischland; ans Meer nach Wustrow, einem kleinen Ort an der Ostsee, um dort ein paar Tage auszuspannen. Dort entdeckt sie beim Stöbern in den vielen kleinen Läden ein altes Gemälde, dass sie anspricht und kurzentschlossen kauft sie es sich auch, ohne überhaupt ahnen zu können, wie wichtig das Bild in naher Zukunft für sie werden wird.

    Der gemeinsame Aufenthalt in Wustrow ist leider nur von sehr kurzer Dauer, denn Mellis Chef und guter Freund Martin Niemann stirbt kurz darauf und beide müssen nun umgehend die Heimreise antreten. Viktoria fällt jedoch aus allen Wolken, als sie bei der Beerdigung ein Bild des Verstorbenen entdeckt- es ist ihr „Patriarch“, der Mann aus der Buchhandlung! Und mehr noch, Martin Niemann hat ihr und einem ihr unbekannten Mann zudem eine Villa in Wustrow vermacht.

    Schon vom ersten Moment an ist Viktoria fasziniert von der „Kranichburg“; genauso wie auch der andere Erbe der Villa, Roman Marendorff, Sohn einer reichen Familie die ein gutgehendes Hotel besitzt. Da beiden das Haus nur unter der Auflage mindestens zwei Monate gemeinsam darin zu wohnen, zugesprochen werden kann, kommen beide überein, dieser Auflage so schnell wie möglich Folge zu leisten.

    Während der Besichtigung des Hauses entdecken Viktoria und Roman einen abgeschlossenen Raum. Die Frage, was sich wohl dahinter verbirgt, lässt ihnen von nun an, keine Ruhe mehr. Es ist letztendlich Viktoria die sich ein Herz fasst und den Raum öffnen lässt. Dort finden sie und Roman unter anderem Gemälde vor, die dem kürzlich erworbenen Bild von Viktoria unglaublich ähneln. Sie recherchieren, dass es sich bei der Malerin um Marie von Kampen gehandelt haben muss, der ehemaligen Besitzerin der „Kranichburg“ und versuchen von nun an, Maries geheimnisvolles Leben zu ergründen, weil sie ahnen, dass sie beide nur so den Grund dafür erfahren können, wieso sie als Erben der „Kranichburg“ eingesetzt wurden.

    Diese Recherche fördert Unglaubliches zu Tage und Viktoria und Roman müssen lernen, dass Dinge die in der Vergangenheit geschehen sind, selbst heute noch die Grundfesten ihrer Familienbande erschüttern dürften...

    „Die verborgene Kammer“ ist mein erstes Buch der Autorin und hat mich von Beginn an gefesselt. Corinna Kastner hat hier einen atmosphärisch dichten Roman erschaffen, der langsam aber stetig immer mehr Fahrt aufnimmt und den Leser teilhaben lässt an einer spannenden und unterhaltsamen Recherche in die Vergangenheit.

    Das Buch spielt auf zwei Ebenen. Zum einen erfährt man als Leser, wie Roman und Viktoria das Rätsel um Marie von Kampen lösen und sich langsam annähern. Zum anderen wird man an Marie von Kampens Lebensgeschichte durch das vom Heldenpaar aufgefundene Tagebuch der Protagonistin Stück für Stück behutsam herangeführt. Die Tagebucheinträge von Marie sind wie eine Nacherzählung der Geschehnisse vergangener Zeiten und so gut und packend erzählt, dass man das Buch einfach nicht zur Seite legen kann. (Ich gebe zu, ich habe es durchaus versucht, bin jedoch kläglich an meiner Neugierde gescheitert ;-) )

    Geschickt führt Corinna Kastner die Leser zunächst auf einige falsche Fährten, was die vielen Zusammenhänge und Verwicklungen von Maries und Doros Lebensgeschichte angeht und deren Auflösung am Ende ist für mich sehr überraschend gewesen. Obwohl Viktoria und Roman zwei interessante Charaktere sind, waren für mich die eigentlichen Heldinnen des Buches Marie und ihre Zwillingsschwester Doro.

    Ihre „Story“ lässt vor dem Auge des Lesers die Welt vor den zwei Weltkriegen auferstehen- sehr bildhaft und realistisch sind auch die Handlungsorte und damalige Verhaltensregeln der Etikette beschrieben. Man leidet und bangt mit Marie und Doro, die beide unglücklich verliebt sind, weil sie sich in einen unstandesgemäßen Mann verliebt haben und hofft obwohl die Situation der beiden Frauen ausweglos ist, auf ein Happy End.

    Trotz der „Dicke“ des Romans hat das Buch keinerlei Längen, was sowohl die Recherche in der Gegenwart, als auch die Geschichte von Marie von Kampen angeht. Immer wieder geschieht etwas Unerwartetes; ein Puzzleteil wird gelöst, dafür stellen sich sogleich wieder neue offene Fragen; die Autorin forciert in dieser Weise geschickt die Neugierde ihrer Leserschaft.

    Als kleine Romantikerin hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr gemeinsame Dialoge zwischen Viktoria und Roman gewünscht; also eine ausführlichere Aussprache zwischen beiden, die plausibler macht, wieso sich beide ineinander verlieben, aber dieser kleine Kritikpunkt fällt nicht wirklich ins Gewicht, da der Roman als Gesamtwerk betrachtet einfach ein unheimlicher Pageturner ist.

    Wer Suspenseromane von Autoren wie zum Beispiel Charlotte Link schätzt, dürfte auch mit diesem Roman von Corinna Kastner richtig liegen. Lobend erwähnen möchte ich zuletzt noch das sehr ansprechende, leicht glänzende Cover, dass wunderbar die düstere Atmosphäre in der Villa „Kranichburg“ widerspiegelt.

  13. Cover des Buches »Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt« (ISBN: 9783548374109)
    Antje Blinda

    »Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt«

     (100)
    Aktuelle Rezension von: klengt
    Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist witzig zu lesen, welche Probleme bei manchen Leuten auf ihren Reisen so aufgetaucht sind. Man freut sich darüber, dass man sowas bisher nicht miterleben musste. Während dem Lesen bekam ich trotz diesen massiven Problemen riesen Lust auch wieder selbst weg zu fahren 😀
  14. Cover des Buches Glückskekse (ISBN: 9783868006438)
    Anne Hertz

    Glückskekse

     (653)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover ist eher schlicht und etwas schmucklos, aber es passt zu den anderen Büchern von Anne Hertz, weil die Cover werden immer so gestaltet. 

    Die Geschichte liest sich im Plot wirklich gut, nach einen süssen kleine Kennenlerngeschichte per SMS, etwas älter zwar, aber das kann ja auch einen gewissen Charme haben, aber der kam hier leider nicht so ganz durch. Jana wird von ihrem Freund verlassen und schickt eine SMS durch die Welt, trifft dabei wie zufällig auf Ihn, damit beginnt eine etwas sehr chaotische Geschichte. 

    Der Perspektivenwechsel ist an sich eine gute Idee, so lernt man Sie und Ihn gut kennen, weil man taucht in zwei verschiedenen Welten ab, die sich doch in einigen Momenten sehr gleichen. 

    Das Autorenduo Anne Hertz versteht es, den Leser mit in die Geschichte zu ziehen, aber leider fehlt einfach etwas die Liebe in der Geschichte, alles ist etwas zu sehr auf das Kennenlernen via SMS ausgerichtet, es geht viel um das Finden von sich selber, was auch nichts schlechtes ist, aber irgendwie ist es für einen Liebesroman zu wenig Liebe und zu wenig Gefühl. Auch zieht es sich an einigen Stellen etwas, was sehr schade ist, weil das macht das Lesen anstrengend. 

  15. Cover des Buches Puppenspiel (ISBN: 9783442456369)
    Ian Rankin

    Puppenspiel

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Johanna_Danneberg

    Ich weiß nicht, warum die Rebus-Romane so unterschiedlich ausfallen, vermute aber, dass es mit den Übersetzungen zusammenhängt, die nämlich von unterschiedlichen Übersetzern stammen (allerdings habe ich noch keinen Ian Ranking im Original gelesen). In diesem Fall also kommt der Wortwitz und trockene Sarkasmus des alten John Rebus nicht so gut zur Geltung, wie in einigen seiner anderen Fälle. Die Gags verpuffen irgendwie. Abgesehen davon ist die Story recht „zerfranst“, die Ermittler fischen im Trüben, es geht nicht vorwärts – das finde ich an diesem Krimi aber gerade gut. Mir kommt es vor, als würde hier die ermüdende Polizeiarbeit sehr realistisch beschrieben. Auch die Spannungen zwischen den Kollegen nehmen einigen Raum ein, was sehr authentisch rüber kommt. Und für Schottland-Liebhaber und Freunde der britischen Pub-Kultur ist sowieso jeder Ian Ranking Roman eine Freude. 

    Meine liebsten Rebus-Krimis werden übrigens übersetzt von den Bandinis, die sind richtig, richtig witzig. 

  16. Cover des Buches Kalte Freundschaft (ISBN: 9783453290921)
    Simone van der Vlugt

    Kalte Freundschaft

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Lesetiger
    Das Buch ist schnell gelesen und angenehme Unterhaltung, wenn man etwas leichtes möchte und sich vielleicht nicht allzu sehr anstrengen will. ;-) Perfekt für einen ruhigen Nachmittag. Aber ich ordne das Buch definitiv nicht als Psychothriller ein.
  17. Cover des Buches House of Rain (ISBN: 9783958351035)
    Greg F. Gifune

    House of Rain

     (32)
    Aktuelle Rezension von: misspider
    * Diese Rezension bezieht sich auf die leider nicht gelistete Hórbuchausgabe *

    Auf der Suche nach einem Hörbuch für eine Autofahrt bin ich über dieses Buch gestolpert, und da ich den Autor schon lange ausprobieren wollte, habe ich zugegriffen (oder besser gesagt daraufgeklickt).

    House of Rain ist eine düstere und unendlich deprimierende Geschichte, die von Trauer und Schmerz handelt, und dem Wahnsinn in den sie einen treiben kann. Gordon hat den Tod seiner Frau nie verwunden, und auch der Krieg, in dem er einst getötet hat, hat seine Spuren hinterlassen. Jetzt, alt und einsam, reflektiert er sein Leben, wobei Vision und Realität verschwimmen.

    Hauptmanko an diesem Buch war für mich leider der Erzähler, der mich überhaupt nicht mitreissen konnte. Es ist ja nunmal so, dass einem manche Stimmen angenehmer sind als andere, und vor allem die verstellten Frauenstimmen klangen eigentlich nur komisch. So verlor das Erzählte für mich leider ein Stück seiner ansonsten sicherlich hypnotisierenden Eindringlichkeit, die beim 'echten' Lesen sicher einen tieferen Eindruck hinterlassen hätte.
  18. Cover des Buches Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel (ISBN: 9783570158296)
    Ingo Siegner

    Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel

     (10)
    Aktuelle Rezension von: KidsandCats
    Für nächste Woche wird der Weltuntergang vorausgesagt. Kokosnuss, Matilda und Oskar treten die Reise zum Donnergott an, um dort in die uralten Kalender der Maja zu schauen und herauszufinden, ob wirklich am Freitag die Welt untergeht oder nicht. Sie nehmen Zukunftsexperte "Orakelchen" mit auf ihre Reise, der zwar ein gutes Orakel ist, aber doch ziemlich ängstlich und schüchtern daher kommt. Im verbotenen Tempel in den Himmelskratzer-Bergen suchen sie die Antwort auf Ihre Fragen. Nebenbei wird kindgerecht die Kultur der Maja und außerdem das Phänomen der totalen Sonnenfinsternis erklärt. Alles in allem sehr kurzweilig, unterhaltsam, kindgerecht. Bisher unser allerliebstes Drache Kokosnuss Buch.
  19. Cover des Buches Das Mädchen, das den Himmel berührte (ISBN: 9783785747988)
    Luca Di Fulvio

    Das Mädchen, das den Himmel berührte

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Mayer

    Die Erzählung von Schicksalen, die am Rande der Gesellschaft im Italien des 16. Jahrhunderts leben.

  20. Cover des Buches Eva go home (ISBN: 9783596176694)
    Désirée Nick

    Eva go home

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Jetztkochtsie
    Das war mein Bahnfahrbuch für drei Tage, dann hatte ich diese durchaus tiefsinnige unterhaltsame Lektüre beendet und obwohl ich das Buch, an dem Frau Nick hier Anstoß nimmt, zu lesen verweigert habe, war ihre kleine Kampfschrift wirklich gut zu lesen. Heiter, lebensbejahend, ehrlich. Hier und da ein bißchen zu zynisch und auch ein wenig frech, aber mir hat es gefallen. Sicher keine Weltliteratur, aber gelungene Unterhaltung auf gutem Niveau, trotz der kleinen Seitenhiebe.
  21. Cover des Buches Erlegen (ISBN: 9783492501682)
    G. A. Aiken

    Erlegen

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Morgenstern

    https://www.emilialynnmorgenstern.de/rezensionen-zu-autoren-mit-a/#Wolf-Diaries-3

  22. Cover des Buches Der Finder (ISBN: 9783897962439)
    Michael Schreckenberg

    Der Finder

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Deutsche Autor_innen zu recherchieren ist oft eine ermüdende Angelegenheit. Die schreibende Zunft unseres Landes scheint schüchtern zu sein: Websites sind schlicht und professionell gehalten, Wikipedia-Artikel enthalten kaum mehr als die Randdaten. Um etwas über die Persönlichkeit des Autors oder der Autorin herauszufinden, muss man mühsam mit der Lupe suchen. Nicht so Michael Schreckenberg. Der Autor des postapokalyptischen Romans „Der Finder“ ist freigiebig mit seinen Gedanken. Er führt einen Blog namens schreckenbergschreibt, in dem er über alles fachsimpelt, was ihn beschäftigt – häufig politische und gesellschaftliche Themen. Ich finde das großartig. Nicht nur schwingen wir in unseren Überzeugungen voll auf einer Wellenlänge, ich verstehe jetzt auch viel besser, wieso „Der Finder“ so und nicht anders genau diese Geschichte erzählt. Weiter so, Herr Schreckenberg! Die ganzen Likes sind übrigens von mir. ;-)

    Zuerst bemerken sie die Stille. Die gespenstische Abwesenheit menschlicher Geräusche. Dann begreifen ihre Augen, was ihre Ohren längst wissen: sie sind allein. Alle Menschen sind verschwunden. Ganz plötzlich, von heute auf morgen. Nur eine kleine Gruppe Hinterbliebener sammelt sich in Leverkusen. Sie sind keine Fremden. Sie kennen einander seit vielen Jahren. Sie entscheiden, zu überleben. Sie verlassen die Städte, ziehen ins Bergische Land und errichten eine neue, einfachere Zivilisation. Alle bringen sich ein, leisten, was sie können. Daniel ist der Finder ihrer Gemeinschaft. Es ist seine Aufgabe, zu finden, was übrigblieb. Nützliche Gegenstände, kleine Hoffnungsträger, andere Überlebende. Antworten. Doch seine einsamen Reisen sind nicht ungefährlich. Nacht für Nacht erwacht tief im Wald ein unsichtbares Übel mit bestialischem Geheul. Und es kommt näher…

    Wodurch zeichnet sich eine hervorragende Postapokalypse aus? Meiner Meinung nach muss ein solches Buch mehr leisten, als eine packende Geschichte zu erzählen und eine beklemmende Zukunftsvision zu präsentieren. Es muss die Köpfe der Leser_innen füllen. In einem solchen Buch bin ich keine Beobachterin, sondern Teil der Geschichte. „Der Finder“ von Michael Schreckenberg ist eines jener seltenen Einhörner. Ich fand es grandios. Während der Lektüre war ich mental nicht mehr in der Realität verankert, ich unternahm eine Reise in Schreckenbergs menschenleere Welt. Wann immer ich gezwungen war, in die Wirklichkeit zurückzukehren, hatte ich Schwierigkeiten, mich zu orientieren und zu akklimatisieren. Dieser Roman ist ein echter Pageturner, der Fantasie und Vorstellungskraft kräftig ankurbelt, ohne die gängigen Klischees des Genres zu bedienen. Michael Schreckenberg macht vieles anders als seine Kolleg_innen und dafür applaudiere ich ihm euphorisch. „Der Finder“ spielt in Deutschland, was ich allein schon als erfrischende Abwechslung empfand. Vor allem beeindruckte mich jedoch die Taktung der Geschichte. „Der Finder“ braucht keine lange Einführung. Bereits auf Seite 40 ist die Situation klar und die Gruppe um den Ich-Erzähler Daniel verlässt Leverkusen. Da wird nicht lange diskutiert, es ist logisch, den Gefahren der verlassenen Städte (z.B. Brände) zu entkommen, nur mitzunehmen, was unbedingt notwendig ist und bereits abzustecken, wer welche Fähigkeiten mitbringt. Ihre pragmatische Herangehensweise inspirierte mich. Ich fragte mich, inwiefern ich der Gemeinschaft nutzen könnte, übte beinahe ein leidenschaftliches Plädoyer für meine Hündin ein. Keine 10 Seiten weiter sind die Siedler in ihrem zukünftigen Heim angekommen und beginnen sofort mit dem Aufbau einer neuen Gesellschaft. Trotz dieses zügigen Tempos erschien mir die Handlung keineswegs hektisch, sondern ruhig und ausgeglichen, ein Effekt, den ich Daniel zurechne. Daniel ist ein äußerst angenehmer Protagonist, dessen bedachte Ausstrahlung die Atmosphäre maßgeblich beeinflusst. Er schildert selbst große Gefühle sachlich und nüchtern. Dadurch konnte Schreckenberg sich auf die Ereignisebene konzentrieren und die emotionale Ebene zurückhaltend ausarbeiten, was mir wiederum viel Spielraum für eigene Gefühle bot. Drama nimmt in „Der Finder“ allerdings ohnehin einen untergeordneten Stellenwert ein. Die Siedlergemeinschaft zeichnet sich durch außerordentliche Harmonie aus. Selbstverständlich treten durch das erzwungene Zusammenleben Konflikte auf, aber Verrat, Intrigen und Machtkämpfe sind ihnen fremd. Alle versuchen einfach, sich entsprechend ihrer Möglichkeiten einzubringen. Ihre gleichberechtigte, kommunistisch anmutende Gesellschaft entwickelt sich völlig natürlich und friedlich, weil sich niemand egoistisch verhält. Negative Impulse kommen fast ausschließlich von außen. Passend dazu verzichtet Schreckenberg auf die billigen Spezialeffekte übertrieben actionlastiger Szenen und baut Spannung stattdessen über die zunehmende Bedrohung durch eine mysteriöse Lebensform auf, die die Siedler „Heuler“ nennen. Diese hält er bis kurz vor Schluss aufrecht – bis er erläutert, was es mit den Heulern auf sich hat und was mit all den Menschen geschah, die verschwanden. Zweifellos konzipierte er ein abgefahrenes Szenario – aber wieso sollte das eigentlich nicht plausibel oder akzeptabel sein? Für mich war es das.

    „Der Finder“ ist ein rundum gelungenes Buch, dessen spezielle Wirkung mich begeisterte. Es ist eine der besten Postapokalypsen, die ich je gelesen habe. Ein kleiner patriotischer Teil in mir jubelt darüber, dass Deutschland noch immer bemerkenswerte Dichter und Denker im Format eines Michael Schreckenberg hervorbringt. Ich freue mich, dass ich diesen Diamanten entdeckte und werde mir auf jeden Fall die lockere Fortsetzung „Nomaden“ besorgen. Ach, was rede ich, vermutlich werde ich alles lesen, was Schreckenberg je geschrieben hat. Euch möchte ich „Der Finder“ als besonderen Schatz vehement ans Herz legen. Es ist herausragend. Eine klare Leseempfehlung!

  23. Cover des Buches Krebs kann auch eine Chance sein (ISBN: 9783596232888)
  24. Cover des Buches Kinsey (ISBN: 9783453600171)
    Bill Condon

    Kinsey

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch zu der Filmbiographie um den viel zu unbekannten Sexualrevolutionär Kinsey: Ob man ihn wirklich als "zweiten Darwin" bezeichnen kann, sei dahingestellt, auf jeden Fall hat Professor K. das Leben aller Menschen verändert, indem er den Schleier gelüftet hat, der von Moralpredigern auf die Sexualität gelegt wurde. Endlich erkannte man, daß es nicht "nur" hetero- oder " nur" homosexuelle Menschen gab, sondern daß die menschliche Sexualität so vielgestaltig war wie die Menschen selbst und daß eine Kriminalisierung von bestimmten Handlungsweisen als verboten oder krankhaft nichts an deren Natürlichkeit änderte. Das Buch bietet hingegen nur einen kurzen Einblick auf eine vielschichtige Persönlichkeit, ansonsten sind nur Urteile Dritter vorhanden.

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