Bücher mit dem Tag "apartheid"

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356 Bücher

  1. Cover des Buches Die Analphabetin, die rechnen konnte (ISBN: 9783328100157)
    Jonas Jonasson

    Die Analphabetin, die rechnen konnte

     (692)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Die kleine Nombeko kommt als Tochter einer drogensüchtigen Mutter in einem Armenviertel Sowetos zur Welt und ist schon als Fünfjährige als Latrinentonnenträgerin tätig. Mit 12 wird sie Chefin Ihres Latrinen-Bezirkes. Mit 15 beschließt sie in die Welt zu ziehen um die Nationalbibliothek in Pretoria zu sehen. Auf dem Weg dahin gerät sie in einen Unfall, der ihr Leben für die nächsten 10 Jahre sehr einengen wird, in denen sie aber viel über Atomwaffen lernt und die chinesische Sprache.

    Währenddessen wird in Schweden der Postbeamte Ingmar vom Monarchisten zum Republikaner und versucht seine Zwillingssöhne Holger und Holger, von denen nur einer bei den Behörden existiert, in seinem Sinne und mit Blick auf seine Mission, die Ausrottung der Monarchie, zu erziehen.

    Mit 25 kommt Nombeko nach Schweden und trifft dort auf Holger 2 samt Anhang. Die Atomwaffen werden sie auch die nächsten 20 Jahre nicht loslassen. Doch ihre Überintelligenz hilft ihr durch jedes unwegsame Problem, dass das Leben ihr in den Weg stellt und ermöglicht ihr sogar Zugang zu Präsidenten und dem schwedischen König.

    In jeder Buchhandlung trifft man auf die einprägsamen Cover von Jonas Jonasson und so habe ich mal wieder bei einem Kindle-Angebot zugeschlagen, um einen Eindruck zu bekommen, was hinter den Giraffen, Elefanten und Affen steckt. In dem Fall ziert das Cover ein praller Zebrahintern, der einem eine unglaublich sarkastische Geschichte mit den Schauplätzen Südafrika und Schweden präsentiert.

    Durchzogen ist das Ganze mit einer Menge südafrikanischer und schwedischer Politikgeschichte. Und da sich mein Wissen in südafrikanischer Politik, abgesehen von Nelson Mandela, gen null richtet, ging der Witz an mir in der ersten Hälfte des Buches höchstwahrscheinlich an vielen Stellen vorbei. Bei einem Blick auf den schwedischen König im hinteren Drittel fühlte ich mich da schon eher angekommen. :-) Neben dem Unterhaltungswert der offensichtlich fantasievoll ausgeschmückten Passagen, lernt man in diesem Buch eine Menge über Land, Leute und Regierung. Wenn man die historischen Personen nicht kennt, tut man sicher gut daran sie parallel mal bei Wikipedia nachzuschlagen, was den Lesefluss aber natürlich eine wenig hemmt, weswegen ich das nur am Rande getan habe. Vielleicht ein Fehler, denn dann hätte ich sicher einen besseren Zugang zum Inhalt bekommen.

    Aber auch so hat das Buch seinen Charme, eine sehr sympathische Hauptdarstellerin inklusive ihres sehr sympathischen Freundes und eine Menge verschroben schrulliger Charaktere, über deren Dummheit man lachen und den Kopf schütteln kann.

    Meine Unwissenheit in Politik kann ich dem Autor nicht zum Vorwurf machen, weswegen das Buch von mir trotzdem 4 von 5 Sternen erhält.



  2. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (675)
    Aktuelle Rezension von: primweltenarchiv

    Wir werden zurückversetzt in eine Zeit, die vielleicht in manchen Belangen besser war, jedoch in keiner Weise in dem Punkt, den dieses Buch behandelt: Die Rassentrennung.

    Inmitten vieler furchtbarer Charaktere, die man aus heutiger Sicht nur verurteilen kann, haben wir eine herrlich sympathische Weiße, die die Rassentrennung für falsch hält – stand sie doch selbst ihrem wunderbaren Häusmädchen näher, als es zur damaligen Zeit "normal" war. Um die Missstände aufzudecken und das System ins Wanken zu bringen, will sie über die Geschichten der schwarzen Dienstmädchen schreiben. Ein absolutes No Go für solche, sich negativ über ihre Hausherren zu äußern. Doch eine mutige Frau wagt den Anfang und viele folgen ihr. 

    Ich liebe die Protagonistin, ihre Aufgeschlossenheit, sie ist ein fröhlicher Wirbelwind in finsteren Zeiten. Und ganz besonders sind mir die verschiedenen Dienstmädchen nahegegangen. Es gab traurige Moment, in denen ich den Kopf schütteln musste, und ich durfte herzlich lachen (insbesondere bei dieser einen speziellen Szene :D)

     

    Mein Fazit:

    Ein Buch, das meiner Ansicht nach jeder Mensch mal gelesen haben sollte. Hier wird ein wichtiges Thema behandelt, das zwar heute nicht mehr in diesem Ausmaß vorhanden ist, aber es ist noch da, wir bekommen es immer wieder mit, wie unsere dunkelhäutigen Mitmenschen herabgesetzt werden. Das muss aufhören und dieses Buch zeigt uns, dass wir zumindest schon einen ganzen Schritt geschafft haben in den letzten Jahrzehnten. Must Read und 5 von 5 Sternen!

  3. Cover des Buches Die Bienenhüterin (ISBN: 9783442732814)
    Sue Monk Kidd

    Die Bienenhüterin

     (279)
    Aktuelle Rezension von: DianaMirion

    Inhalt: Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses, wandert über die staubigen Straßen der Südstaaten, um ein neues Zuhause zu finden. Sie begegnet wunderbaren Menschen, rettet mit Mut und Klugheit ein Leben und findet bei drei Frauen Unterschlupf, die, wie im Märchen, in großer Eintracht zusammenwohnen. Die drei Schwestern geben dem Mädchen alles, was es braucht: Liebe, Halt, und Geborgenheit. Sie nehmen Lily in ihre Familie auf und weihen sie in die Geheimnisse weiblichen Wissens ein. Lily lernt alles über die Bienenzucht. Sie erfährt, wer ihre Mutter, die sie so schmerzlich vermisst, wirklich war, und sie verliebt sich. Doch eines Tages steht ihr Vater am Gartentor ...

    Meine Meinung: Anfangs hat mich dieses Buch noch nicht so gepackt. Aber dies änderte sich nach wenigen Seiten. Das Leben eines Mädchens, und auch aus ihrer Perspektive, zu lesen, Höhen und Tiefen ihres Lebens und somit die Züge ihres Charakters mitzuerleben war ein reines Abendteuer. 

  4. Cover des Buches Born A Crime: Stories from a South African Childhood (ISBN: 9781473635296)
    Trevor Noah

    Born A Crime: Stories from a South African Childhood

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Loralai

    This is, hands down, one of the best books I've read in my entire life! Trevor Noah is, in my humble opinion, also one of the best comedians of our time as he has this unique way of telling a story. He can make you giggle with a sad story just because of how he phrases it and also without disrespecting the sadness or the horror of what actually happens.

    The same way he phrases on stage, he writes his book. It is very easy to understand and all the time I heard his voice in my head as if he was telling me the story of his life.

    'Born a crime' is an emotional rollercoaster. You giggle, you laugh, but you are also touched and shocked. But most of all: you are being informed! After reading this book, ignorance is even less an excuse than it was before. You learn a part of south african history in the most entertaining way there could possibly be. The sense of danger, the hardcore racism, the loyalty and love between mother and son - everything finds it's place in a very natural way. Trevor Noah also explains, how he perceived it growing up. It is not just 'this and that happened', he explains how he felt and why. This is very important to me as I feel, that we lack a lot of compassion because the western world cannot fathom how destructive Apartheid actually was. This book is a perfect inside view.

    I have often read and heard, that 'born a crime' is a love letter to Trevors Mother. After reading the book I couldn't agree more. Patricia Nombuyiselo Noah is the most astonishing, strong and independent woman I have encountered while reading a book (I have yet to meet someone like that in person). She is a role model for everyone and I was very impressed by her, by her strength and her willpower.

  5. Cover des Buches Stieg Larssons Erbe (ISBN: 9783958902251)
    Jan Stocklassa

    Stieg Larssons Erbe

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Jan Stocklassa, Autor und Journalist aus Schweden, hat sich die Rechercheunterlagen von Stieg Larsson zum Thema Olaf Palme genauestens angesehen und selbst zum Thema recherchiert. Daraus entstand das Buch "Stieg Larssons Erbe", eine sogenannte True Crime Geschichte. 

    Das unfassbar umfangreiche Material von Larsson durchzuarbeiten erscheint einem als Herkulesaufgabe, so, wie es Autor Stocklassa beschreibt. Dabei geht er nicht chronologisch vor, sondern beginnt mit dem Tag, an dem er endlich Zugang zu dem Archiv bekommt. Eine Vielzahl von Spuren geht der Autor selbst nach, manches verwirft er, um es dann doch, nachdem er erfährt das Larsson von etwas überzeugt war, weiter nachzuspüren.
    Viele Spuren zeigen nach Südafrika, manche nach Osteuropa. Zweifelhaften Zeugen gehen Stocklassa und seine Helfer mit zum Teil diskussionswürdigen Praktiken auf den Pelz. Akribisch wird den letzten Minuten im Leben von Olaf Palme nachgegangen wie auch den letzten Tagen und Monaten. 

    Was könnte die Täter dazu bewogen haben, ein Staatsoberhaupt zu überfallen und zu töten? Kann es eine zufällige Tat gewesen sein oder doch beabsichtigt? Handelte der Täter alleine oder hatte er eine Vielzahl von Helfern? War die Tat politisch motiviert oder eher ein Rachefeldzug wegen persönlicher Differenzen? Hatte sein politisches Handeln damit zu tun? Wem kam er so in die Quere, dass sein Tod unumgänglich wurde? Wer kommt überhaupt für die Tat infrage und was sind das für Persönlichkeiten? Warum handelt die Polizei und der Geheimdienst so und nicht anders? Allen Spuren, die der Autor erneut nachgeht, mehrfach überprüft sind trotz seiner Gewissenhaftigkeit nicht stichhaltig genug, um den oder die Täter zu überführen. Weil ihm entweder Zeugen nicht alles sagen oder die Polizei nicht alle Informationen, trotz deren Zusage, übergeben. Stocklassa hat all seine Erkenntnisse den Ermittlungsbehörden übergeben und hofft, dass trotz der langen Zeit seit dem Mord das Rätsel letztendlich gelöst werden kann. 

    Das Ganze ist so spannend zusammengetragen, dass es einem Spionagethriller alle Ehre macht. Sicher, es sind unzählige Veröffentlichungen über diese Tat erschienen, die Ermittlungen immer wieder auch neuen Teams übertragen worden, doch eines vermisse ich hier: die Rolle der Ehefrau wird mir eindeutig zu knapp nachgegangen. Die einzige Zeugin, aufgrund deren Aussage es zu einer Verhaftung und Verurteilung kam, die letztendlich zweifelhaft ist. Zumindest in den Augen Stocklassas. 

    Vielleicht war oder ist es vielen unbekannt, dass sich Stieg Larsson eigentlich mit der Aufklärung des Mordes an Olaf Palme beschäftigt hatte, um dann nach Erfolgloser Arbeit einen der bekanntesten Trilogien zu schreiben, die je aus Schweden kam. Deshalb ist es Stocklassa hoch anzurechnen, dass er das "Erbe" von Larsson nicht hat stillschweigend in einem Archiv schlummern lassen. Sonst wäre vielleicht nicht einem so großen Publikum bekannt geworden, dass sich Stieg Larsson Zeit seines Lebens dem Kampf gegen den Rechtsextremismus gewidmet hat. Schließlich führen auch seine Spuren im Mordfall Olaf Palmes genau dorthin. Zumindest Teilweise.
    Weiteres über den Autor und Journalisten sowie zu Stieg Larsson und rund um den Olaf Palme Mord findet sich im Netz unendlich viel.

  6. Cover des Buches Ein feiner dunkler Riss (ISBN: 9783518464977)
    Joe R. Lansdale

    Ein feiner dunkler Riss

     (85)
    Aktuelle Rezension von: buchjunkie

    Das war mal wieder ein packender und mitreißender Roman. Landsdale ist aus Texas und so schreibt er auch- bodenständig und klar. Ich mag diesen Schreibstil.


    Texas, 1958 : Der dreizehnjährige Stan hat vor kurzem fast noch an den Weihnachtsmann geglaubt.Doch nun liegt eine Zeit voller Gewalt vor ihm. Sein bester Freund Richard wird von seinem Vater verprügelt, die schwarze Küchenhilfe RoseMae lebt mit ihrem gewalttätigen Mann und auch Stans Vater wird handgreiflich, wenn es um die Familienehre geht .Als Stan an  einem  heissen Sommertag im Wald ein Kästchen findet mit alten Briefen, beginnt er , Detektiv zu spielen. Begleitet wird er von seinem treuen Hund Nub und unterstützt von Buster, einem alten schwarzen Ex-Polizisten. Doch er ahnt nicht , auf was er sich einlässt . Stan muss sich plötzlich einer bitterbösen Realität stellen.


    Dieser temporeiche Roman ist grossartig. Es kommt zwar viel Gewalt vor, aber das gehört und passt zur Geschichte.Auch Rassismus ist ein Thema. Aber 1958 in Texas waren Schwarze benachteiligt und Kinder gehörten den Eltern. Stan reift während

     dieser Ereignisse . Und er hat eine tolle Familie, die für ihn da ist.


    Nach einem gemütlichen Anfang bleibt fast ständig die Spannung erhalten, ich konnte das Buch kaum weglegen und es liess sich schnell lesen.

    Es ist mein zweiter Roman von Landsdale und ich werde sicher noch mehr von ihm lesen. Übrigens, "Die Wälder am Fluss" von ihm ist ebenfalls ganz grossartig!

  7. Cover des Buches Der lange Weg zur Freiheit (ISBN: 9783596138043)
    Nelson Mandela

    Der lange Weg zur Freiheit

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H
    Dieses Buch ist mit so gewaltiger Sprache geschrieben, dass ich zu jeder Zeit das Gefühl hatte dabei gewesen zu sein. Dieses Buch umfasst einen Zeitraum von seiner Jugend bis weit nach seiner Gefangenschaft. Seine Geschichte, die mit soviel Ehrlichkeit und Offenheit in diesem Buch so detailliert beschrieben werden machen es, trotz der hohen Seitenzahl zu einem Lesegenuss. Aus meiner Sicht ein absolutes „Muss“ fürs Bücherregal.
  8. Cover des Buches Farbenblind (ISBN: 9783896675903)
    Trevor Noah

    Farbenblind

     (38)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Alles, was ich je getan habe, habe ich aus Liebe getan. Wenn ich dich bestrafe, wird die Welt dich viel härter bestrafen. Die Welt liebt dich nicht.<<
    "Farbenblind" von Trevor Noah - ein Buch, das mich so so tief bewegt hat... Die wahren Geschichten des Lebens gehen tief, bleiben haften und verändern etwas... in jedem von uns... So auch Trevor Noah's Geschichte... sie ging mir wirklich unter die Haut.
    Vor dem jungen Trevor, dem Mann Trevor, der er geworden ist ziehe ich den Hut und genauso vor seiner Mutter. Ihr Lebensweg, ihre Worte haben mich sehr bewegt und mir einige Dinge mit auf den Weg gegeben, die ich so schnell nicht vergessen werde.
    Das Leben ist ein ewiger Lernprozess, ein Abnabeln, ein Hürdenspringen, ein über Steine stolpern... und doch auch immer ein Weg für den es sich zu kämpfen lohnt und das konnte sie ihrem Sohn denke ich sehr gut mit auf den Weg geben, auch wenn sie selbst mit all ihren Hürden des Lebens oft sehr zu kämpfen hatte.
    >>Selbst wenn er nie aus dem Getto rauskommt... wird er wissen, dass das Getto nicht die Welt ist. Und wenn das alles ist, was ich erreiche, dann ist das schon viel.<<
    Neben all den familiären Dingen ist die Apartheid hier ein ganz wichtiges und im Fokus stehendes Thema. Ausgrenzung, Rassismus, Unmenschlichkeit ... all diesen Dingen und noch mehr steht die ganze Familie um Trevor gegenüber.
    Neben vielen Hintergrundinfos macht dieses Buch ebenso deutlich, wie sehr eine Mutter, ein Sohn... eine ganze Familie leidet. Ja... manchmal sogar lebensmüde, gar verrückt wird und alles, was doch so schön sein könnte, auseinanderbricht.
    Mich hat dieses Buch wirklich tief bewegt und am Ende aus den verschiedensten Gründen zum weinen gebracht.
    "Farbenblind" ist ein Buch, das meiner Meinung nach sehr lesenswert ist und ziemlich deutlich macht, wie verkehrt unsere Welt noch immer funktioniert...
    >>Manche Menschen können sich selbst nicht kontrollieren, deshalb wollen sie alle anderen um sich herum kontrollieren.<<

  9. Cover des Buches Memory Wall (ISBN: 9783442715541)
    Anthony Doerr

    Memory Wall

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Alma Konachek hat Alzheimer. Nach und nach vergisst sie und verliert ihre Erinnerungen - jene an ihren Mann Harold, an ihr Ehe, an ihr Leben. Um diesem vorzubeugen, hat sich Alma schon vor Jahren an eine Gedächtnisklinik gewandt, mit deren Hilfe sie ihre Erinnerungen auf Kassetten zu konservieren sucht. Es sind Momentaufnahmen ihres Lebens, Einblicke und Augenblicke - nicht mehr, nicht weniger. Unterstützt wird sie dabei von Pheko, ihrem Haushälter. Doch die Zeit ist grausam und holt sich Almas Erinnerungen nach und nach. Und dann gibt es da noch Roger und Luvo, die nach einer ganz bestimmten Erinnerung Almas suchen.

    Anthony Doerrs "Memory Wall" ist ein kurzweiliges, dünnes Büchlein, das danach fragt, was unser Leben ist, wenn man keine Erinnerung mehr an selbiges hat. Eine interessante Frage, die sicher nicht einfach zu beantworten ist und die Doerr für mich auch nur unzureichend bedient. Denn er erzählt die Geschichte aus Almas Perspektive - die ja nun keine Erinnerungen mehr hat - und aus dem Blickwinkel, der drei Männer (Roger, Luvo und Pheko), die allesamt eine Außenperspektive einnehmen. Dadurch baut sich kein vollkommenes Bild auf - auch weil man nur Fragmente aus Almas Leben wiedergegeben bekommt. Aber diese Lückenhaftigkeit der Erinnerungen ist wiederum gut nachvollziehbar - weil man als LeserIn eben in dieselbe Situation versetzt wird, in der Alma steckt und dieser Kniff ist schon etwas besonderes. 

    Kurzum: Ein interessanter Ansatz, aber eben auch etwas experimentell, muss man mögen - mir war es zu wenig, daher entscheidet selbst.

  10. Cover des Buches Die weiße Löwin (ISBN: 9783423212144)
    Henning Mankell

    Die weiße Löwin

     (567)
    Aktuelle Rezension von: BuchAlex

    Die weiße Löwin ist bisher mein liebstes Buch der Wallander Reihe. Extrem vielschichtig geschrieben, spannend bis zur allerletzten Seite und mit fundierten Hintergründen, was will das Herz des Krimi Fans mehr?

  11. Cover des Buches The Secret Life of Bees (ISBN: 9780755330027)
    Sue Monk Kidd

    The Secret Life of Bees

     (33)
    Aktuelle Rezension von: GrueneRonja

    „Manche Dinge sind einfach nicht so wichtig. Wie die Farbe eines Hauses. Aber einen Menschen glücklich machen, das ist wichtig.“


    Lily ist 14 und lebt mit ihrem Vater T.Ray in South Carolina 1964. Sie erinnert sich nur vage an ihre Mutter, glaubt aber sie mit 4 Jahren umgebracht zu haben. Alles, was ihr von ihrer Mutter geblieben ist, passt in eine kleine Kiste. Unter anderem ein Bild einer schwarzen Madonna mit der Aufschrift Tiburon, South Carolina.

    Als ihr Hausmädchen Rosaleen sich in die Wählerliste für Schwarze eintragen möchte und Ärger mit ein paar Weißen bekommt und dafür festgenommen wird, beschließt Lily sie zu retten und nach Tiburon zu fliehen. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und ihrer Mutter, kommt Lily zu drei Bienenhüterinnen, und lernt ein ganz neues Leben kennen.


    Dieses Buch ist der Wahnsinn. Es geht um Liebe, Mutterliebe, Bienen, Honig, Glauben, Erwachsenwerden, und Rassismus in der USA. Die Geschichte erzählt Lily, und sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Ihre Geschichte nimmt einen mit und lässt nicht mehr los.


    Der Film dazu ist genauso gut. Wobei die Informationen zu den Bienen fehlerhaft sind. Da mein Mann selber imkert, kann ich das einfach so sagen :D Also hört nicht auf August, wenn sie Lily was über Bienen sagt, zumindest am Anfang. Aber ansonsten ist die Umsetzung fantastisch. Genauso hab ich mir die drei Schwestern in ihrem pinken Haus vorgestellt. Ich kann also Buch und Film gleichermaßen empfehlen.


  12. Cover des Buches Cobra (ISBN: 9783746631943)
    Deon Meyer

    Cobra

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Bennie Griessel, Ermittler bei der südafrikanischen Elite-Polizeieinheit, wird in diesem Fall mit einer besonders heiklen Aufgabe betraut: Ein ausländischer Wissenschaftler ist offenbar entführt worden, drei seiner Personenschützer werden erschossen aufgefunden. Alle Patronenhülsen sind mit einem Schlangenkopf  („Cobra“) verziert. Der Fall ist besonders heikel, da die politischen Interessen mehrerer Länder berührt werden und der südafrikanische Geheimdienst den Fall an sich ziehen möchte. Griessel und seine Kolleg:innen ermitteln dennoch…

    In diesem Roman wird ein paralleler Handlungsstrang um den jungen Taschendieb Tyrone und seine Schwester entwickelt. In rascher Abfolge wechseln die Erzählperspektiven. Meiner Meinung nach ist es Deon Meyer gut gelungen, beide Stränge spannend und verstehbar zu erzählen, bis am Ende für den Showdown beide Perspektiven zusammengeführt werden.

    Wieder einmal bin ich beeindruckt, wie viel „Südafrika“ in Deon Meyers Krimi steckt. Land, Leute und Mentalität werden gekonnt eingearbeitet und mit großer Kenntnis und Beobachtungsgabe beteiligt. Neben aller Spannung (die in diesem Band zunehmend steigt!) werden die Leser gedanklich mit nach Kapstadt genommen und unternehmen einen Kurztrip in dieses ganz besondere Land.

     Ich bewerte mit fünf Sternen und gebe eine klare Leseempfehlung ab.

    In der passenden Reihenfolge gelesen, kann man die Entwicklung des Ermittlers Bennie Griessel am besten nachvollziehen, verstehbar ist der Fall aber auch ohne die Vorgänger.

  13. Cover des Buches Der Atem des Jägers (ISBN: 9783746630526)
    Deon Meyer

    Der Atem des Jägers

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Auf Empfehlung las ich diesen Thriller (erster Band der Bennie Griessel-Reihe) des südafrikanischen Autors Deon Meyer.

     In „Der Atem des Jägers“ werden drei Protagonisten und drei Handlungsstränge parallel entwickelt: Die Lebensgeschichte der Prostituierten Christine, Arbeit und Leben des alkoholabhängigen Polizei-Inspektors Bennie Griessel und die Tätigkeit von Tholeba, einem ehemaligen Auftragskiller und Angehörigen der Xhosa, der nun als Rächer unterwegs ist, um ungesühnte Verbrechen an Kindern in Selbstjustiz zu verfolgen.

    Griessels Aufgabe ist es, den Mörder, der mit einer traditionellen afrikanischen Waffe mordet, zu finden.

    Alle drei Handlungsstränge werden am Ende zusammengeführt (spannend!) und viele offene Fragen, die sich durch das gesamte Werk ziehen, finden auf den letzten dreißig Seiten die Antwort.

    Schauplatz ist zunächst Kapstadt und im weiteren Verlauf des Thrillers ganz Südafrika.

    Wer, wie ich, mit diesem Land nicht vertraut ist, benötigt hin und wieder eine Karte, um die geografischen Gegebenheiten nachvollziehen zu können.

    Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, die sehr häufig wechselnden Perspektiven zu differenzieren. Die Sprünge, die mehrfach innerhalb der Kapitel stattfinden, sind nicht einmal optisch klar differenziert. Viele Seiten widmen sich zudem den Lebensgeschichten und persönlichen Problemen der Protagonisten. Das geht in der ersten Hälfte eindeutig zu Lasten der Spannung. Die stellte sich für mich erst im letzten Drittel des Buches ein.

    Sprachlich gibt es nichts auszusetzen: Die Beschreibungen sind plastisch, die Protagonisten nehmen vor dem inneren Auge Profil an, ihre Gefühlswelt wird nachvollziehbar geschildert. Auch die Übersetzung (aus dem Englischen, Originalsprache ist aber Afrikaans) ist sehr gelungen und unterstützt den südafrikanischen Eindruck.

    Ich habe hier einen Thriller gelesen, der das moderne Südafrika porträtiert, die verschiedenen Ethnien in den Blick nimmt und immer ganz authentisch bleibt. Auch das Grundthema des Buches ist passend zum Land gewählt und mit einem intelligenten Plot ausgestattet. Durch die Lektüre ist mir Südafrika ein ganzes Stück bekannter geworden.

    Zwar stand ich während der Lektüre kurz vor dem Abbruch, bin aber nun froh, den Thriller beendet zu haben, der seine Stärke erst gegen Ende voll ausspielt. Nun bin ich tatsächlich neugierig, wie sich die Figur des Bennie Griessel in den nachfolgenden Bänden entwickeln wird.

    Von mir gibt es vier Sterne und eine Lese-Empfehlung für alle Thriller-Fans, die ihren Horizont in Richtung Afrika erweitern möchten. Durchhalten wird belohnt!

  14. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  15. Cover des Buches Die Hälfte der Sonne (ISBN: 9783596035489)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Die Hälfte der Sonne

     (27)
    Aktuelle Rezension von: KateRapp

    Mit diesem Roman hat die wunderbare Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie bereits 2007 den Womens Prize vor Fiction gewonnen und im vergangenen 25.Jubiläumsjahr 2020 wurde sie dafür noch einmal zum „Winner of the Winners“ gekürt. Es ist ein großartiger Roman, der die Ambivalenz Nigerias gegenüber der ehemaligen Kolonialmacht England bereits ganz zu Anfang meisterlich ins Spiel bringt.

    „Es war eine höhere Sprache, eine Sprache voller Licht, die Art von Englisch, die Ugwu im Radio des Masters hörte und die mit knapper Präzision gesprochen wurde. Sie erinnerte daran, wie man mit einem frisch geschärften Messer eine Yamswurzel aufschnitt, jede Scheibe ein Stück glatte, geschmeidige Perfektion.“

    Wir lernen Olanna kennen, eine bürgerliche Intellektuelle der nigerianischen Oberschicht, die mit dem Pan-Afrikanismus-Anhänger Odenigbo zusammen ist. Er ist Dozent an einer Hochschule und stark antikolonialistisch eingestellt und fördert Wissen und Lebensstil seines jungen Angestellten Ugwu.

    Olannas Eltern, die sich in der korrupten Schicht der neureichen Chiefs bewegen, heißen diese Verbindung gar nicht gut. Sie und ihre Zwillingsschwester, die Geschäftsfrau Keinane, sind sehr unterschiedlich und entwickeln sich erst weit voneinander fort, bevor die Katastrophe sie wieder zusammenbringt.

    Mit der Figur des Richard Churchill, dem englischen Freund von Olannas Zwillingsschwester, lässt Adichie den postkolonialen Blick eines Weißen auf das Land, die Leute und die Kultur Nigerias zu. Einen Blick, der es gut meint und mehr oder weniger vergeblich versucht, nicht den üblichen, rassistischen Mustern zu folgen, der aber doch sehr unwissend ist. Gemeinsam mit ihm werden auch wir Leser*innen belehrt, auf freundliche aber auch stolze und kritische Art und Weise.

    Adichie hat einen wunderbaren Stil, in dem immer wieder lyrische Bilder aufblitzen und sich gegen die erzählten Greuel der Massaker und Hungersnot stellen. Zu Beginn erschafft sie damit den afrikanischen Kosmos aus rotem Sand, mit Autoreifen spielenden Kindern und mit Farbtupfern gekennzeichneten Hühnern. Später hingegen beschönigt ihre ausgefeilte Sprache nicht im Mindesten die grausamen Taten, den Völkermord, der 1967-1970 in Biafra stattfand, nein,sie erhält den betroffenen Menschen die Würde, indem sie ihr Schicksal nicht sensationslüstern ausstellt sondern in Einzelschicksalen beschreibt. Krieg wird als existentiell bedrohliche und persönlich prägende Erfahrung spürbar gemacht, die ganze Unsicherheit und Angst in seiner Folge, das Chaos und die Widersprüchlichkeiten gezeigt, unabhängig davon, wo er sich abspielt oder worum es geht.

    Wir folgen in multiperspektivisch erzählten Anekdoten der Entwicklung der sehr unterschiedlichen Protagonisten. Dabei erweisen sich die zu Beginn starken Männer mit ihren hehren politischen Zielen schwächer als die Frauen, die im Angesicht der Krisen zupacken, das Nötige tun, durchhalten.

    Ein Buch im Buch gibt in zehn kurzen Kapiteln der Romanhandlung ein thematisches Gerüst, das Fakten liefert zu den historischen Ereignissen der Biafra-Krise und dennoch als Romanfragment auftritt. Dies, sowie die viermaligen Zeitsprünge, die Ereignisse im Nachhinein erklären, die zuvor nur angedeutet und bereits vorüber waren, wirken auf mich konstruiert und eigentlich unnötig. 

    Abgesehen von diesem winzigen Kritikpunkt ist dieses beeindruckende Werk als eine bewegende, mitreißende Familiengeschichte und romanhafte Bearbeitung des nigerianischen Bürgerkrieges und Völkermordes extrem lesenswert!

  16. Cover des Buches Der Wind der Erinnerung (ISBN: 9783426511398)
    Kimberley Wilkins

    Der Wind der Erinnerung

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Booklovers0
    Mich hat der Roman sehr berührt.  Ich mag den Schreibstil wenn  er aus mehreren Richtungen kommt. In dem Buch zum Beispiel hatte man die Sicht von 1933 von Beatti die sich mit ihrer Tochter Lucy durch die schwere Zeit kämpfen muss um ihr beider überleben zu sichern, genauso musste sie gegen Rassen-Hass beweisen, weil sie einen schwarzen liebt. Die andere Seite ist die Sicht von 2009 ihrer Enkeln Emma die versucht rauszufinden was damals im Leben ihrer Oma passiert ist und wer das kleine Mädchen auf den Bild ist was sie zufällig finden und es ist einfach mehr als traumhaft schön. Die liebe einer Mutter, die für Ihr Kind alles tun wird und denoch ein tragisches Ende nimmt. 
  17. Cover des Buches Wer um Liebe ringt (ISBN: 9783868275551)
    Tamera Alexander

    Wer um Liebe ringt

     (20)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir
    Buchinhalt:

    Nasville, Tennessee 1969, kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Maggie Lindens Vater hat Schulden, es reicht kaum zum Überleben und die Farm steht vor der Zwangsversteigerung. Einzig Bourbon Belle, Maggies Rennpferd, ist der ganze Stolz des jungen Mädchens. Doch Maggies Traum vom Pferderennen steht auf der Kippe. Allerdings sind die Lindens nicht die einzigen, die in Schwierigkeiten stecken: auch Cullen McGrath, ein irischer Einwanderer, der in Tennessee Fuß fassen möchte, hat es nicht leicht. Als Ire ist es ihm verboten, ein Stück Land zu erwerben…. Bis Maggies Vater ihm ein Angebot macht, das reichlich ungewöhnlich ist….

     

    Persönlicher Eindruck:

    „Wer um Liebe ringt“ ist nicht mein erster Roman von Tamera Alexander – im Gegenteil. Auch dieses Mal war ich begeistert von ihrem Schreibstil und der Art, wie sie ihre Geschichten vor meinem inneren Auge lebendig werden lässt. Zusammen mit Protagonistin Maggie tauchte ich in die Welt des 19. Jahrhunderts ein und durfte im Amerika nach dem Ende des Bürgerkriegs zu Gast sein.

    Die Figuren machen es dem Leser leicht, der Geschichte zu folgen und immer mehr und mehr haben zu wollen. Es ist schwer, das Buch wieder beiseite zu legen, hat man einmal mit dem Lesen angefangen.

    Zunächst wartet der Roman mit zwei getrennten Handlungsfäden und Protagonisten auf, der jungen Reiterin Maggie und dem Iren Cullen. Nach einer Weile vereint sich die Handlung zu einem spannende Ganzen, das mich sehr berührt hat: das Leben in der damaligen Zeit sowie Hoffen und Bangen um die eigene Existenz wurden lebendig und anschaulich.

    Es handelt sich hier um einen Roman aus dem Genre christliche Literatur, von daher spielt der Glaube an Gott eine wichtige Rolle. Jedoch sind die christlichen Aspekte der Handlung angenehm und nicht zu aufdringlich in den Plot eingebunden, man hat durchaus eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und einem nicht so schnell aus dem Kopf geht.

    Cullen und Maggie nähern sich langsam an – zwei ganz unterschiedliche Zukunftsentwürfe. Während Cullen als Farmer sesshaft werden möchte und in seiner Vergangenheit keine guten Erfahrungen bezüglich Pferderennen gemacht zu haben scheint, will Maggie genau dieses: ihr Pferd Belle soll ein preisgekröntes Rennpferd werden… Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ihre Wege werden zu einem gemeinsamen Weg und das Ende des Romans ist rund und stimmig.

    Fazit: absolut lesenswert, für alle, die einen historischen Roman mit christlichem Bezug zu schätzen wissen.

  18. Cover des Buches Erinnerung an einen schmutzigen Engel (ISBN: 9783423215251)
    Henning Mankell

    Erinnerung an einen schmutzigen Engel

     (79)
    Aktuelle Rezension von: AnnaChi

    Geschichte wird in Menschen lebendig, seien es historische Persönlichkeiten oder fiktive Personen. Hanna, die Hauptperson des Mankellschen Romans, ist eine Mischung aus beidem. Mankell wurde durch eine Notiz in einem geschichtlichen Dokument, die beschreibt, dass eine junge Schwedin die Besitzerin eines der größten Bordelle einer Hafenstadt in Mosambik war, zu diesem Roman angeregt.

    Diese Hanna heuert aus Not und um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einem Schiff als Köchin an, verliebt sich dort in einen Steuermann, der während der Fahrt stirbt und verlässt das Schiff in besagter Hafenstadt, in der sie zufällig in einem Bordell landet, das sie für ein Hotel hält. Als der Besitzer um ihre Hand anhält, sagt sie nach kurzem Zögern zu und ist als seine Witwe schon bald Besitzerin des Etablissements.

    Hanna versucht ihren eigenen Weg zu finden. Einerseits sieht sie den brutalen Rassismus der weißen Menschen (und natürlich im Bordell vor allem der weißen Männer), andererseits die Schwarzen, die sich beugen, aber voll unterdrücktem Hass sind. Als sie versucht, sich für die schwarzen Frauen einzusetzen, wird ihr klar, dass ihre Einmischung von beiden Seiten nicht erwünscht ist ...

    Sehr gekonnt lässt uns Mankell die bedrückende Welt einer Kolonie zu Beginn des letzten Jahrhunderts durch die Augen der naiven Hanna erblicken. Er zeigt, wie man auch ohne moralisch erhobenen Zeigefinger eine gute und differenzierte Geschichte erzählen kann.

  19. Cover des Buches Schande (ISBN: 9783596509515)
    J.M. Coetzee

    Schande

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    J.M. Coetzee ist ein Autor aus Südafrika und war mir bisher nicht so bekannt. Obwohl er schon den Nobelpreis für Literatur bekommen hat und 2 x den Booker Preis. Er lebt seit 2002 in Australien und ist bereits im hohen Alter von 80 Jahren.

    In seinem Roman "Schande" hat er einen Literaturprofessor angesiedelt, der nach 2 gescheiterten Ehen immer noch stark dem weiblichen Geschlecht zugewandt ist. David Lurie beginnt eine Affäre mit einer Studentin, die vom Alter her seine Tochter sein könnte. Nachdem die Geschichte ans Licht kommt fällt er in Ungnade bei seiner Universität. Er flieht zu seiner Tochter, die auf einer einsamen Farm lebt.

    Lucy lebt ein so ganz anderes Leben als das, was sein Vater kennt. Sie versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Dort kümmert sie sich um Hunde. Anfangs scheint es, als könne Lucys Leben ihrem Vater einen neuen und natürliche Rhythmus und Halt geben. Dann aber geschieht etwas, womit Vater und Tochter nicht gerechnet haben. Sie werden überfallen. Die Folgen werden die Beiden erst einmal aus der Bahn werfen. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten kommen immer mehr zu Tage. Dabei greift der Autor auch das Thema Apartheit auf.

    Er schreibt schon sehr intellektuell, das hat er auch in der Rolle des Professors ausgelebt. Sehr düster beschreibt er die Atmosphäre auf dieser Farm. Da gruselt es einem schon ein wenig beim Lesen. Immer wieder möchte man auch Lucy durchschütteln und ihr sagen, was musst Du hier alleine leben?

    Der Autor Coetzee hat Südafrika den Rücken gekehrt vor vielen Jahren. Man hat hier nicht den Eindruck er rechne mit den "Schwarzen" ab, sondern er beschreibt hier eher das Versagen der "Weißen" in diesem Land. Um einen Einblick in das Leben in Südafrika zu bekommen, dem kann ich nur sagen, er sollte das nicht so umfangreiche Buch unbedingt lesen.

  20. Cover des Buches Grüne Tomaten (ISBN: 9783404166961)
    Fannie Flagg

    Grüne Tomaten

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    So ein phantastisches Buch!

    Fannie Flagg, die tatsächlich aus Alabama stammt, beschreibt das Leben in einem Südstaaten-Kaff. Sie erschafft ganz besondere Figuren, die faszinieren und bewegen. Die Personen sind weder reich noch besonders erfolgreich. Sie erleben Schicksalsschläge und Diskriminierung. Sie sind pfiffig und haben ihre Ecken und Kanten... Der Roman wird auf verschiedenen Ebenen erzählt. Flagg schreibt sehr witzig und pointiert und auch sehr traurig. Eins der besten Bücher, die ich gelesen habe. Ich würde sagen,das Buch ist ein Klassiker, den man kennen muss. Gepfefferter als der Film.

  21. Cover des Buches Gefangen in Afrika (ISBN: 9783453356467)
    Hera Lind

    Gefangen in Afrika

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Viiivian

    Dieses Buch ist eine Autobiographien eines Menschen, das nicht bekannt ist. Das Buchcover ist mega schön gestaltet und der Klappentext macht neugierig auf mehr. Es geht um Gert bruns, die eine schreckliche Kindheit hatte mit schlagen und leiden. Ihre Eltern haben damals Katzen auf eine perfide Art und Weise getötet, die heute man nicht mehr machen, aufgrund von Peta und Tierschutzmaßnahmen. Gerti wohnt später bei ihrer Tante. Irgend wann lernt sie einen Mann kennen, bei dem sie arbeitet um sauber zu machen. Sie verlieben sich ineinander und bekommen Kinder. 

    Doch je älter sie werden, desto schlimmer wird die Beziehung. Er will nach Afrika wandern. Sie kommt mit. Was Gerti dann erfährt, schrillen bei ihr die Alarmglocken. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr helfen auszuflüchten. 

    Die Geschichte ist spannend und flüssig geschrieben. Es ist nach einer wahren Begebenheiten geschrieben. Es wird aus zwei Sichten geschrieben – Gerti im Krankenhaus – aufgrund von magersucht – und dann die Geschichte von Gerti von klein an bis jetzt. 

    Es ist eine krasse Geschichte. Ich habe sie verschlungen und es war soo gut. 

  22. Cover des Buches Keine Zeit wie diese (ISBN: 9783833309243)
    Nadine Gordimer

    Keine Zeit wie diese

     (11)
    Aktuelle Rezension von: leselea

    Sie war schwarz, er weiß. Das war alles, was zählte. Alles, was damals Identität ausmachte. Simpel wie die schwarzen Buchstaben auf diesem weißen Papier. (S. 10)

    Jabu und Steve haben sich im Untergrund beim gemeinsamen Kampf gegen das Apartheid-Regime kennengelernt. Sie ist eine Schwarze aus dem Volk der Zulus, er ein Weißer jüdischer Abstammung. Beide sind Südafrikaner, doch ihre Beziehung und ein Leben miteinander wird vom Staat verboten. Dann kommt das Jahr 1994 und verändert das politische Leben im Land grundlegend – und damit auch Jabus und Steves Privatleben. Endlich können sie als Ehepaar offen ihre Beziehung leben, in einem Vorort die gemeinsamen Kinder großziehen und sich auch beruflich verwirklichen: Er wird Dozent an der Universität, sie Rechtsanwältin. Der Freiheitskampf hat seine Früchte getragen, doch die ehemaligen Genossen müssen schnell einsehen, dass alte Strukturen nur schwer zu zerschlagen sind: Die Ungleichheit zwischen Schwarz und Weiß bleibt weiterhin bestehen, die neue schwarze Elite ist genauso korrupt wie die alte Weiße und das Land zerfällt – wenn nicht mehr in schwarz und weiß – immer mehr in arm und reich. Jabu und Steve stehen vor einer Gegenwart, für die sie immer gekämpft haben und die sich doch anders entwickelt, als gehofft. Und beide müssen sich die Frage stellen, ob dieses neue Südafrika noch ihre Heimat sein kann…

    Nadine Gordimer gehörte zu den bekanntesten Schriftstellerinnen Südafrikas und bekam für ihr literarisches Werk 1991 den Literaturnobelpreis. Ihre Romane, Erzählungen und Essays setzten sich intensiv mit der südafrikanischen Apartheidpolitik und deren Folgen bis in die Gegenwart auseinander, auch wenn Gordimer von sich selbst behauptete, keine politische Schriftstellerin zu sein. Keine Zeit wie diese ist ihr letzter Roman vor ihrem Tod im Jahre 2014 und behandelt auf über 500 Seiten das neue Südafrika – von den ersten freien Wahlen über die politischen Machtkämpfe in der ehrwürdigen ANC bis hin zur Gegenwart unter Präsident Zulu kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2010.

    Trotz des Labels „Roman“ auf dem Cover ist Keine Zeit wie diese für mich mehr eine literarische Studie, ein Porträt über das Leben in Südafrika nach 1994. Anhand von Jabu und Steve, die durch ihre Biographie aufs engste mit den politischen Verhältnissen des Landes verbunden sind und deren Beziehung gerade aufgrund ihrer Überwindung die Gräben zwischen den „Rassen“ verdeutlich, beschreibt Gordimer nicht nur die politischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen ihres Heimatlandes, sondern vermittelt vor allem ein Gefühl für den Alltag im und nach dem Apartheid-Regime. Neben den Rahmenbedingungen stellt sie vor allem die Frage nach der Identität in einem Land, das seinen (wenn auch menschenverachtenden) Kompass verloren hat, in den Mittelpunkt: Wer ist man, wenn die alten Etiketten nicht mehr gelten? Wie lange dauert der Kampf für die Freiheit und damit der Status als Guerilla-Kämpfer? Welche Verantwortung trägt man als weißer Südafrikaner für die weitere Entwicklung – und welche als schwarzer, zumal wenn man zu denen gehört, die es nach oben geschafft haben? Bleibt man ein Leben lang Kind seines Volkes oder darf man sich in Zeiten der Freiheit neue Bilder erschaffen? Gordimer verdeutlich, dass mit dem Ende der Unterdrückung die Verantwortung der Freiheit einhergeht – und diese oftmals neue Konflikte schafft, sei es im Privaten oder auf politischer Ebene, wo Korruption und aggressiver Kapitalismus schnell zu blühen beginnen.

    Das alles ist hochinteressant und lehrreich, auch wenn eigene Recherchen während der Lektüre unabdingbar sind, um die verschiedenen Andeutungen, die Gordimer zwischen den Zeilen platziert, zu verstehen. Keine Zeit wie diese ist ein Buch, das ich diesbezüglich als wirkliche Bereicherung empfunden habe, hat es mir doch nicht nur Wissen, sondern auch ein Verständnis jenseits der bloßen Fakten vermittelt. Nichtsdestotrotz bleibt bei Gordimers Vorgehensweise einiges auf der Strecke, was für mich das Buch zu einem wirklichen Roman und zu einem hundertprozentigen Lesegenuss gemacht hätte: Insgesamt fehlt es an Spannung, Handlung und einer Nähe zu den Figuren. Keine Zeit wie diese zeigt den Ist-Zustand eines Landes auf, ohne dass es auf einer weiteren Ebene eine wirkliche Geschichte erzählen würde, die auf etwas hinausläuft. Jenseits der Skizzierung der verschiedenen Probleme und Herausforderungen gibt es wenig, was einen an das Buch fesselt, zumal die Figuren sehr ihren Kategorien als Freiheitskämpfer, Rechtswissenschaftler bzw. Dozenten, Schwarze und Weiße etc. verhaftet bleiben, ohne darüber hinaus irgendwelche Charakterzüge aufzuweisen.

    Sprachlich stellt Gordimers Werk durchaus eine Herausforderung dar: Ihr Erzählstil ist eigenwillig, distanziert, wie gemalt in dem Sinne, dass einzelne Sätze wie flüchtige Pinselstriche sind und erst nach einiger Zeit ein Ganzes ergeben. Eine „raue Poetik“ schoss es mir beim Lesen der ersten Seiten durch den Kopf und ließ mich bis zum Schluss nicht los. Definitiv reizvoll, aber über lange Strecken doch auch anstrengend, ermüdend und vielleicht nicht immer dienlich.

    Insgesamt bin ich sehr froh, dass ich Keine Zeit wie diese entdeckt und gelesen habe und stehe auch der Lektüre weiterer Romane von Gordimer nicht ablehnend gegenüber. Dennoch kann ich einen gewissen Hänger während der Lesezeit aufgrund der oben genannten Kritikpunkte nicht leugnen: Mir hat eine Geschichte, die mich auch emotional bindet, definitiv gefehlt; als Porträt ist Keine Zeit wie diese jedoch ohne Frage hervorragend und verdient eine abschließende Leseempfehlung! 3,5 Sterne.

    Lasst euch nicht durch schlechte Politik aus dem Land eures Herzens vertreiben. (S. 349)

  23. Cover des Buches Ein schöner Ort zu sterben (ISBN: 9783746626833)
    Malla Nunn

    Ein schöner Ort zu sterben

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Die aktuell in Deutschland bekannteste Autorin von Apartheid-Krimis ist sicherlich Malla Nunn. Ihre Krimireihe um Detective Emmanuel Cooper und Constable Shabalala umfasst inzwischen vier Bände. „Ein schöner Ort zu sterben“ ist der Auftakt der Reihe und gleichzeitig Nunns Debütroman.

    „Wissen Sie, Captain Pretorius kannte jede Pflanze und jeden Baum, den es im Busch gibt“, fuhr King fort. „Er sprach sämtliche Eingeborenendialekte und kannte alle ihre Gebräuche. Anders als die anderen Holländer hier brauchte er keinen Bürohengst in Pretoria, um seinen Führungsanspruch zu rechtfertigen.“

    „Kannten Sie ihn gut?“, fragte Emmanuel. Es war nicht zu übersehen, dass der Engländer Captain Pretorius in dieselbe Kategorie des 'geborenen Herrschers' einordnete wie sich selbst. Der Rest der Menschheit, Polizisten eingeschlossen, war nur zum Dienen da. (S.109)

    Die kleine Stadt Jacob's Rest im Osten Südafrikas im Jahre 1952: An einem Flussufer direkt an der Grenze zum Nachbarland Mosambik wird die Leiche des örtlichen Polizeichefs Willem Pretorius gefunden. Pretorius, ein stämmiger Bure, war die absolute Autorität im Ort, durchaus von allen Bevölkerungsgruppen respektiert. Zur Untersuchung des Falls wird Detective Emmanuel Cooper allein nach Jacob's Rest geschickt. Doch viel Zeit unabhängig zu ermitteln, bleibt ihm nicht, denn schon bald kommt die Security Branch, die Geheimpolizei, in die Stadt – und die hat schon eine vorgefertigte Meinung, wer für den Tod von Pretorius verantwortlich ist.

    Cooper ahnt schnell, dass der geachtete Pretorius auch so seine Geheimnisse hatte, die der Schlüssel zu seiner Ermordung sein könnten. Und er merkt, dass ihm vor allem ein Mann bei der Lösung des Falles behilflich sein kann – der stoische, schweigsame, aber wachsame Constable Shabalala, ein hünenhafter Zulu und dennoch Vertrauter des Toten. Cooper selbst ist Veteran des Zweiten Weltkriegs und wird regelmäßig von seinen Dämonen heimgesucht. Doch er ist nicht gewillt, gegen die Security Branch die Segel zu streichen, sondern will die Wahrheit ans Licht bringen.

    Der Plot spielt im Frühjahr des Jahres 1952. 1948 hatte die Nasionale Party die Parlamentswahl mit dem politischen Thema Apartheid gewonnen und begann diese dann auch konsequent umzusetzen. Gleichzeitig begann der erbitterte Kampf der Regierung gegen tatsächliche oder vermeintliche kommunistische Umtriebe. In dieser politischen Lage bietet die Autorin in diesem Roman einen faszinierenden Ausschnitt eines Mikrokosmos einer Kleinstadt: Buren, Engländer, Mischlinge, Schwarze – und einen deutschen Juden. Nunn zeigt dabei die fragilen Verhältnisse zwischen den Rassen (übrigens auch zwischen den Weißen) sehr nuanciert auf.

    „Ein schöner Ort zu sterben“ ist einerseits knallhart und schonungslos, andererseits birgt er aber auch hoffnungsvolle Momente. Vor allem zeigt er die brutale Absurdität der Apartheid, exemplarisch am trotteligen Jungpolizisten Hansie, der doch tatsächlich den gleichen Rang als Constable hat wie der intelligente und lebenserfahrene Shabalala. Ein sehr überzeugender Debütroman.

  24. Cover des Buches Tod vor Morgengrauen (ISBN: 9783746630489)
    Deon Meyer

    Tod vor Morgengrauen

     (38)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    Ex Polizist Zapotek Van Heerden  wird von einer Anwaltskanzlei mit einem Cold Case beauftragt. Er soll sich den Mord an einem Antiquitätenhändler etwas genauer anschauen, weil der Tote kein Testament hinterlassen hat und sein Vermögen statt seiner Lebensgefährtin der Staat bekommt. Van Heerden hat dafür genau 7 Tage Zeit. Doch je mehr Van Heerden den Fall beleuchtet desto mehr Ungereimheiten tauchen auf die Oberfläche.

    Als ich den Kurztext gelesen habe, ist mir als erstes aufgefallen, dass der Fall innerhalb von 7 Tagen gelöst werden muss. Dementsprechend habe ich mit einem schnellen Erzähltempo  à la Sebastian Fitzek gerechnet. Leider ist es bei "Tod vor Morgengrauen" nicht der Fall. Der Lesefluss wurde immer wieder von Einzelheiten über Zapoteks Leben verlangsamt. Es beginnt mit dem ausführlichen Schilderung, wie Zapoteks Eltern  sich kennengelernt haben und endet mit dem tragischen Tod seines Kollegen bei der Polizei. Die Details über Zapoteks Leben waren an sich interessant, aber ich empfand es als störend, weil es mit dem eigentlichen Fall nicht von Belang ist  und die Geschichte künstlich in die Länge zog. Beim Lesen hatte ich nicht das Gefühl, dass Van Heeren unter Zeitdruck stand. Vielmehr fand ich die Figur etwas zerstreut und nicht auf den Fall konzentriert. Irgendwie war Van Heeren immer mit was anderem als der Mordermittlung beschäftigt, sei es mit Kochen oder mit Frauengeschichten. 

    Noch einen Minuspunkt für mich: Der Buchtitel. "Tod vor Morgengrauen" ist so nichtssagend und hat überhaupt keinen Bezug zur Geschichte. 


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