Bücher mit dem Tag "apokalypse"
281 Bücher
- Justin Cronin
Der Übergang
(1.275)Aktuelle Rezension von: koechlWas soll ich über ein Buch schreiben, das nicht beschreibbar ist? Das völlig aus meiner Lesenorm fällt? Wenn ich darüber nachdenke, kann ich es überhaupt einen Genre zuordnen. Vampirroman? Nein, ganz und gar nicht. Besonders in der heutigen Welt, in der Vampire gleichgesetzt werden mit glitzernden Womanizern. Dystopie? Ich bitte euch, Justin Cronins Buch lässt sich auch nicht mit Panem auf eine Ebene stellen. Am ehesten passt wohl der Begriff „Endzeit-Roman“ zum Buch. Aber „Der Übergang“ ist viel mehr, ganz anders, erschreckend, grausam, und gleichzeitig so lehrreich, denn er hat mir so viel über die Kunst verraten, berührende Geschichten zu erzählen und gleichzeitig jegliches Klischee zu umgehen.
Amy ist sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in einem Nonnenstift zurückgelassen wird. Sie ist ein merkwürdiges Mädchen, das ein merkwürdiges Leben geführt hat: Von ihrer Mutter, durch das das soziale Netz der Gesellschaft gefallen wie ein Ohrring durch den Abfluss, geliebt, niemals eine Schule oder eine andere derartige Einrichtung besucht, ist sie still, aufmerksam und ernst wie ein viel älteres Wesen. Gleichzeitig forscht eine Regierungsorganisation an einem Virus, der nur schwer kontrollierbar ist. Zwei FBI-Agents schaffen Probanden heran. Es geschieht nicht zufällig, dass sich die beiden Wege kreuzen, die beiden Schicksale verschlingen wie zwei sich verzwirbelnde Taue.
Ich habe sein Können, das Herzblut und die Liebe, die Cronin in den Text gelegt hat, auf jeder Seite gespürt. Natürlich, es war anders als Normal, abseits jeglicher Norm. Große Erzählkonstrukte mit ein paar eingestreuten wörtlichen Reden mögen nicht jedermanns Sache sein. Meine eigentlich auch nicht. Hier jedoch hat mich die Gewalt der Erzählung mitgerissen. Für mich hat sie die Sogwirkung entfaltet - und Achtung - ich bin eigentlich der Typ Leser, der mit süßen fantastischen Helden mitfiebert, nicht mit kleinen Mädchen und einem FBI-Agenten (Wolgast <3) oder mit einer Nonne. Wie erwähnt, das Buch bricht meine Norm richtig gründlich.
Oh Schreck, das Experiment und die Forschungen gehen richtig gründlich schief. Okey, das war jetzt nicht die Offenbarung. Auch dass es eine Welt vor und nach der Katastrophe gibt, konnte ich mir gerade noch so ausrechnen.
Aber - und jetzt kommt der Punkt, der mein Herz geöffnet hat: Die Geschichte zählt mit zu den grausamen, zu den hoffnungslosen, zu jenen, in denen es einige Tode zu beweinen gibt. Eigentlich bin ich so gestrickt, dass ich nach einer gewissen Zeit abstumpfe, wenn zu viel davon auf mich einprasselt. Ich spanne meinen mentalen Regenschirm auf, sehe der Geschichte zu, wie sie an der Membran entlang rinnt, lasse sie aber nicht an mich heran. Allen voran, weil ich enttäuscht vom Autor oder der Autorin bin, es hätte sicherlich eine andere weniger tödliche Lösung gegeben. Bei Cronin fieberte ich nicht mit, ich war an Amys Seite (die übrigens lange keinen POV bekommt, andere erzählen ihre Geschichte), die Herzen öffnet, die Liebe erfährt, die Grausamkeit erträgt und die mit dem Herzen hört. Ich habe miterlebt, wie sie Menschen mit einer abstumpfenden Biografie verändert und zu eigentlich unmöglichen bewegt. Cronin hat einfach eine unnachahmliche Art, seine Geschichte in meinen Kopf zu brennen. Ich hatte auch noch lange nach dem Schließen des Buches die Protagonisten vor Augen und werde sie wohl für lange Zeit in meinem Herzen durch die Welt tragen. Für mich hat Cronin einfach funktioniert. Er hat immer genau das richtige Maß an Hoffnung, Vertrauen und Freundschaft vermittelt, um die Dunkelheit nicht übermächtig werden zu lassen. Und davon existiert reichlich im Buch.
Er ist schwierig, es ist kein Mainstream, jedoch auf eine sehr eigentümliche Art und Weise berührend. - Stephenie Meyer
Seelen
(5.380)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Ich bin ohne große Erwartungen an Seelen rangegangen – vor allem, weil ich normalerweise kaum Sci-Fi lese. Umso überraschter war ich, wie gut ich in die Geschichte reingekommen bin. Das Alien-Konzept und die Idee hinter der Welt fand ich wirklich erfrischend und spannend umgesetzt.
Die Dreiecks-Konstellation empfand ich allerdings eher als anstrengend. Emotional war es schon intensiv, aber stellenweise auch etwas zäh. Generell merkt man dem Buch seine Länge an – es zieht sich definitiv und hätte an einigen Stellen straffer sein können.
Trotzdem hat mich die emotionale Entwicklung erreicht. Die inneren Konflikte und die Entwicklung der Figuren waren nachvollziehbar und haben bei mir etwas ausgelöst. Besonders das Ende fand ich sehr passend – es war nicht das, was ich erwartet hätte, aber genau richtig für diese Geschichte. Eine Fortsetzung brauche ich allerdings nicht, für mich ist es so abgeschlossen.
Insgesamt ein spannendes, erfrischendes Buch mit emotionaler Tiefe, das aber deutlich kürzer hätte sein dürfen.
- Frank Schätzing
Der Schwarm
(5.455)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Vor Peru verschwindet ein Fischer. Spurlos. Norwegische Ölbohrexperten stoßen auf merkwürdige Organismen, die Hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu beunruhigenden Schlüssen: Eine Katastrophe kündigt sich an. Die Suche nach dem Urheber konfrontiert die Forscher mit ihren schlimmsten Albträumen. Frank Schätzing inszeniert den Feldzug der Natur gegen den Menschen als atemberaubendes Schreckensszenario mit Tempo und Tiefgang.
Meinung: „Der Schwarm“ war schon viele Jahre auf meiner Wunschliste. Bisher hatte ich noch kein Buch des Autors gelesen, obwohl sie mir immer wieder unterkamen. Mit „Der Schwarm“ hoffte ich auf einen spannenden Öko-Thriller, der mich noch lange nach dem Lesen beschäftigen würde.
Der Einstieg fiel mir leicht. Die Story über das Fischerboot fand ich spannend und ich fühlte mich direkt in die Situation hineinversetzt. Ginge es nach mir, hätte dieser Teil einen größeren Part im Buch einnehmen können.
Mit über 900 Seiten ist „Der Schwarm“ keine Lektüre für zwischendurch. Ich habe tatsächlich einige Wochen gebraucht, um es fertigzulesen, weil es mir manchmal zu trocken wurde.
Etwa bis zur Hälfte musste ich mich anstrengen, den Überblick über die Personen nicht zu verlieren, denn hier haben sehr viele Charaktere ihre Hände mit im Spiel. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen, denn obwohl sie gut ausgearbeitet sind, fiel es mir aufgrund der hohen Anzahl schwer, einen Draht zu ihnen aufzubauen.
Die Sympathieträger sind für mich eindeutig Sigur Johanson, Karen Weaver und Tina Lund.
Das Buch ist sehr komplex, auch vom Aufbau her. Es umfasst so viele Themen, dass auch hier weniger mehr gewesen wäre. Man hätte daraus locker zwei bis drei eigenständige Romane verfassen können. Was ich zum Beispiel überflüssig fand, war Anawaks Ausflug zu den Inuit und die Mythen rund um dieses Thema. Charaktere wie Greywolf haben zwar ihre Berechtigung im Buch, aber diese ganze Geschichte rund um Herkunft, etc. hätte besser in ein anderes Werk gepasst. Solche Kapitel nahmen oft das Tempo aus der Story.
Das erste Drittel empfand ich als spannend und ich fühlte mich nah am Geschehen. Nach dem Tsunami flaute es ein bisschen ab. Der Mittelteil zog sich für mich. Erstens kamen noch viel mehr Personen hinzu, zweitens empfand ich gewisse Themen als zu detailliert herausgearbeitet. Der Autor verdient jeden Respekt für die Recherchearbeiten, aber für mich glich der Roman teilweise schon einem Sachbuch. Ich fühlte mich nicht mehr gut unterhalten, sondern kam mir vor wie in einem Unterricht.
Das letzte Drittel gefiel mir wieder besser. Zwar ähnelten die Actionszenen teilweise einen Hollywood-Streifen, aber das störte mich nicht. Ich war gefesselt von den Yrr und der Macht der Natur.
Der Epilog konnte mich nicht überzeugen. Ich hätte gerne noch mehr aus anderen Sichtweisen erfahren.
Die Pros waren für mich eindeutig das Setting, das vor allem im ersten Drittel vorherrschte, sowie das Thema insgesamt. Besonders die Details zu den Kontinentalhängen und Tsunamis haben mir sehr gut gefallen. Landschaftsbeschreibungen fand ich ebenfalls als gelungen und mit Johanson und Lund kam zu Beginn auch ein bisschen Emotion mit ins Spiel.
Die Kontras sind meiner Meinung nach die Längen, diverse Hintergrundgeschichten, die nicht zur Handlung beigetragen haben, zu viele wissenschaftliche Details und der Epilog.
Ich vergebe gute 3 von 5 Sternen, weiß jedoch nicht, ob ich mich noch an andere Werke des Autors wagen soll, da es für mich manchmal einfach zu viel des Guten war.
- Veronica Roth
Die Bestimmung
(6.564)Aktuelle Rezension von: julia___4,5/5
Auch nach vielen Jahren finde ich das Buch immer noch so gut! (war jetzt das dritte Mal, dass ich das Buch gelesen habe)
Es hat auf seine Art viel Tiefgang und behandelt sehr interessante Themen. Die Story ist spannend aufgebaut und wendungsreich. Ich finde das System mit den Fraktionen sehr interessant und es ist cool umgesetzt. Vor allem der Anfang begeistert mit dem Feroxanteil 😊
Für alle die gerne dystopische Jugendbücher lese, ist die Reihe ein MUSS!!
- Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen
(1.088)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrMich hat das Buch hauptsächlich zum Nachdenken gebracht. Gerade die Zukunft rund um Tao hat mich sehr beschäftigt. Ich glaube man ist sich gar nicht so recht bewusst, wie wichtig die Bienen im Alltag wirklich sind.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich etwas Probleme mit den beiden Hauptprotagonisten George und William hatte. Zeitweise konnte ich die beiden Männer und deren Umgang mit ihren eigenen Familie nicht verstehen. Ich wäre am liebsten ins Buch gesprungen und hätte beide schütteln können für ihre engstirnige, kaltherzige Art.
Fazit: Für mich eine klare Leseempfehlung.
- James Dashner
Maze Runner – Die Auserwählten. Band 1-3 im Schuber
(696)Aktuelle Rezension von: AntheiaDiese Trilogie ist eine der wenigen, wo alle drei Bände gleich stark waren. Durch die kurzen Kapitel und den flüssigen Schreibstil habe ich alle drei Bücher sehr schnell hintereinander weg gelesen. Und was muss ich sagen, wirklich sehr gute Bücher. Toll Charaktere, die einem wirklich ans Herz wachsen, spannende Handlung bis zum Schluss und ein wunderbares Setting. Wäre Dystopien mag und wert auf ein durchdachtes Konzept und schlüssige Handlung legt kommt hier auf seine Kosten. Ich bewerte nicht oft mit 5 Sternen, aber an den Büchern gab es für meinen Geschmack nichts auszusetzen. Gehören mittlerweile zu meinen Favoriten❤
- Stephen King
The Stand - Das letzte Gefecht
(853)Aktuelle Rezension von: Emmas_Bookhouse
Re-Read
Nachdem ich das Ende der Welt, wie wir sie kennen, gelesen hatte, habe ich richtig Lust darauf bekommen, The Stand noch einmal zu lesen.
Es ist mein absolutes Lieblingsbuch vom Meister und auch nach mindestens 20 Jahren (wahrscheinlich ist es länger her, als ich es gelesen hatte) hat es immer noch seinen Charme.
Als die Charaktere, die ich wiedergetroffen habe, Stu, Fran, Nick, Tom und noch so viele mehr, waren, war es fast wie nach Hause kommen.
Eine Geschichte um Gut und Böse. Ein Virus löscht fast ganz Amerika aus und die letzten Überlebenden schließen sich entweder dem Guten oder dem Bösen an.
Eine ausschweifende Geschichte, wie man es von King kennt. Nicht umsonst hat meine Ausgabe über 1400 Seiten, die neueren Auflagen sogar 1700 Seiten, aber da ist nur die Schrift größer, also die gleiche Geschichte.
Man lernt viele Charaktere lieben und tatsächlich auch auf der bösen Seite. Charaktere kommen und gehen, bei einigen tut es vielleicht weh und bei anderen ist man froh. Aber ich will auch nicht zu viel verraten.
Das Ende hat mich wieder richtig mitgerissen. Die letzten 200 Seiten waren sowas von fesselnd.
Da dies mein Lieblingsbuch vom Meister ist, kann ich hier nur 5 von 5 Sternen geben.
- James Frey
Endgame 1. Die Auserwählten
(795)Aktuelle Rezension von: aliciaswonderworldDas Buch ist sehr spannend und beinhaltet viele Rätsel, bei denen es sehr cool zu sehen ist, wie die verschiedenen Charaktere an sie herangehen. Da es aus vielen Perspektiven geschrieben ist, lernen wir auch alle Charaktere gut kennen und sehen, wie jeder mit der Situation umgeht. Die Geschichte ist überraschend brutal, aber das fand ich eher realistisch, als störend.
Vor allem am Anfang sind die vielen Charaktere und Perspektiven allerdings ziemlich überfordernd und ich brauchte recht lange, bis ich den grundlegenden Plot verstanden und durch die Charaktere durchgefunden habe. Leider war ich auch nicht der größte Fan von dem Übernatürlichen, das für den Plot so wie er ist allerdings notwendig ist. Außerdem sind nach dem Lesen immer noch sehr viele offene Fragen übrig, die hoffentlich in den nächsten Teilen beantwortet werden.
--> 3,3/5 Sterne - Justin Cronin
Die Zwölf
(588)Aktuelle Rezension von: koechlMir hat bereits der "Der Übergang" unglaublich gut gefallen und Teil zwei der Passage-Trilogie steht dem in nichts nach. Ich finde sogar, dass es in diesem Teil rasanter voran ging. Es gab trotz der über 800 Seiten kaum Längen und ich hatte immer den Drang ständig weiterlesen zu wollen.
Sehr toll fand ich das Personen, die im ersten Teil nur kurz angerissen wurden in diesem Teil wichtige Rollen in der Haupthandlung hatten und so die ganze Geschichte noch epischer macht. Es ist wie ein großes Ganzen, das sich langsam immer weiter zusammenflechtet. Ich bin schon total gespannt welche Zusammenhänge sich dann noch im dritten Teil ergeben.
Und natürlich hab ich mich total gefreut wieder auf alte Bekannte zu treffen :)
Ich bin total froh, dass ich jetzt endlich Dank eines tollen Buddy-Reads zu diesem Buch gegriffen habe. Das gemeinsame Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht und macht das Buch nochmal mehr zu etwas ganz Besonderem für mich - Jennifer L. Armentrout
Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung
(1.010)Aktuelle Rezension von: Bianca_BooksLeider hat mir der 3. Band der Reihe nicht so gut gefallen wie die ersten beiden Teile. Irgendwie war es mir zu sehr schnulzig zwischen Layla und Roth. Ich fand die Liebesgeschichte ja echt toll, aber es hätte auch um einiges weniger kitschig sein können. Die Geschichte rund um "den Feind" fand ich sehr spannend und vor allem was wir da noch alles für Geheimnisse enthüllt bekommen haben. Da war einiges dabei, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Entwicklung der Nebencharaktere, da freu ich mich schon drauf sie in den nächsten Bänden wieder zu treffen. Alles was wir zu der Welt noch erfahren haben fand ich richtig gut und es kam nochmal einiges mehr zum Vorschein. Ich bin echt gespannt was da alles noch so auftaucht und was wir darüber noch erfahren werden.
Der Schreibstil hat mir, wie immer, gut gefallen. Er war einfach und man ist sehr schnell in die Geschichte rein gekommen.
- Matt Dinniman
Dungeon Crawler Carl
(109)Aktuelle Rezension von: CCCDie Erde ist zerstört, die Menschheit beinahe ausgelöscht und die wenigen Überlebenden dürfen sich durch einen sadistischen Dungeon voller Monster, Fallen und vollkommen durchgeknallter Spielregeln kämpfen. Live übertragen für ein außerirdisches Milliardenpublikum. Als wäre das noch nicht schlimm genug, muss Carl das Ganze in Boxershorts und mit der Perserkatze seiner Exfreundin bestreiten.
Herzlichen Glückwunsch. Du hast soeben ein Buch gefunden, das du nicht mehr aus der Hand legen kannst.
Dungeon Crawler Carl ist ein hervorragender Roman für eine Generation, die mit Pen-and-Paper-Rollenspielen, Computerspielen und absurdem Science-Fiction-Humor aufgewachsen ist. Charakterwerte, Klassen, Fähigkeiten und Beutekisten sind hier keine bloßen Gimmicks, sondern selbstverständlicher Teil der Handlung. Trotzdem fühlt sich das Buch nie wie das Protokoll einer besonders langen Spielrunde an. Dafür ist es zu rasant, zu einfallsreich und vor allem zu komisch.
Die Nähe zu Per Anhalter durch die Galaxis liegt weniger in der Handlung als im Grundgefühl: Das Universum ist riesig, bürokratisch, grausam und vollkommen bescheuert. Der Untergang der Welt wird zur Unterhaltungsshow, tödliche Gefahren werden mit albernen Belohnungen versehen und selbst in den schlimmsten Situationen bleibt noch Raum für einen trockenen Kommentar oder eine beleidigte Katze.
Dabei lebt das Buch vor allem von Carl und Princess Donut. Carl ist kein strahlender Held, sondern ein pragmatischer Überlebender mit wachsendem Zorn auf das System. Donut hingegen ist eitel, dramatisch, überraschend schlagfertig und selbstverständlich davon überzeugt, der eigentliche Star der Show zu sein. Vermutlich hat sie damit sogar recht.
Hinter dem Krawall, den Monstern und den derben Pointen steckt außerdem mehr, als man zunächst erwartet. Das Buch erzählt von Freundschaft, Manipulation, öffentlicher Inszenierung und dem Versuch, in einem unmenschlichen System anständig zu bleiben. Das sorgt dafür, dass die Geschichte nicht nur unterhaltsam, sondern auch erstaunlich mitreißend ist.
Eine völlig überdrehte, brutale und urkomische Mischung aus Rollenspiel, Science-Fiction und Weltuntergang. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte nach dem letzten Kapitel nur eines:
Nächstes Level.
- Jennifer L. Armentrout
Dark Elements 2 - Eiskalte Sehnsucht
(1.249)Aktuelle Rezension von: i1arieIch habe Band 2 weggeatmet und konnte ihn kaum aus der Hand legen. Der Start des Buches knüpft direkt an Band 1 an. Während dem Lesen war es für mich schwer, einen Favoriten von den Jungs zu haben. Beide waren ein Traum. Während Roth mir am Anfang auf die Nerven ging, liebte ich ihn ab der Mitte und mit Zayne das Gegenteil.
Bambi ist ein Charakter, den man auch nur lieben kann. Ähnlich Stacey und sogar andere Wächter sind sympathisch (andere eher nicht).
Das Ende von Buch, war etwas vorhersehbar aber trotzdem sehr gut gewählt und überraschte. Zum Glück gibt es ja Band 3.
Das Buch selbst hat ein ähnliches Design wie Band 1 und seitlich ergeben die Bücher ein tolles Muster.
2/5 🌶️, 5/5 Romance und 5/5 Spannung ⭐️
- Terry Pratchett
Ein gutes Omen
(291)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerSchon nach wenigen Seiten war für mich klar, dass dieser Roman einen ganz besonderen Ton trifft: herrlich schräg, klug, witzig und gleichzeitig überraschend warmherzig. Genau diese Mischung hat mich beim Lesen durchgehend begleitet und immer wieder begeistert.
Da ich die Serie Good Omens bereits gesehen hatte, war ich besonders neugierig darauf, wie nah die Buchvorlage an der Umsetzung ist. Und ich muss sagen: Die Serie hält sich tatsächlich erstaunlich eng an den Roman, auch wenn es natürlich kleinere Änderungen gibt. Diese haben für mich aber überhaupt nicht gestört, sondern eher gezeigt, wie stark die Geschichte schon in ihrer ursprünglichen Form funktioniert.
Besonders gefallen hat mir der feine, oft wunderbar absurde Humor. Ich musste beim Lesen immer wieder schmunzeln oder lachen, weil Neil Gaiman und Terry Pratchett es schaffen, eine Geschichte rund um Weltuntergang, Engel und Dämonen mit so viel Charme und Leichtigkeit zu erzählen. Gerade diese skurrile, pointierte Erzählweise macht den Roman so besonders und hebt ihn für mich von vielen anderen Büchern ab.
Auch die Figuren tragen unglaublich viel zur Wirkung der Geschichte bei. Sie sind eigenwillig, lebendig und mit viel Gefühl für das Absurde geschrieben. Gleichzeitig steckt in der Geschichte aber mehr als nur Humor. Zwischen all den schrägen Momenten finden sich auch immer wieder nachdenkliche Töne, die dem Roman zusätzliche Tiefe geben, ohne dass er seinen lockeren Charme verliert.
Für mich ist Ein gutes Omen deshalb weit mehr als nur die Vorlage zu einer bekannten Serie. Das Buch funktioniert vollkommen eigenständig und besitzt eine ganz eigene Magie. Es ist unterhaltsam, originell und auf eine sehr besondere Weise klug erzählt.
Insgesamt hat mich der Roman wirklich positiv überrascht. Wer humorvolle, ungewöhnliche und charmant-chaotische Geschichten mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Ein gutes Omen verbindet Witz, Abenteuer und feine Zwischentöne zu einer Geschichte, die einfach auf ihre ganz eigene Art im Kopf bleibt.
- Emily St. John Mandel
Das Licht der letzten Tage
(397)Aktuelle Rezension von: glamourjunkiesStation Eleven bzw. Das Licht der letzten Tage ist ein post-apokalyptischer Roman mit zwei Erzählsträngen.
In einem nicht näher bestimmten hier und jetzt folgen wir einem Schauspieler – Arthur Leander – und den Menschen in seinem Leben. An dem Tag, an dem die Pandemie ausbricht, bricht er mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammen.
Innerhalb weniger Tage breitet sich die Pandemie auf der ganzen Welt aus und die Zivilisation bricht komplett zusammen.
20 Jahre später folgen wir Kirsten, die mit einer Gruppe Schauspieler*innen und Musiker*innen durch Nordamerika zieht und Shakespeare aufführt. Durch sie erfahren wir, wie sich das Leben der wenigen Überlebenden entwickelt hat.
Alles scheint sich beruhigt zu haben.Ich habe mich ehrlich gesagt über den Klappentext im deutschen geärgert, weil der für mich etwas spoilert, was gar nicht sein muss. Aber die Beschreibung im englischen finde ich sehr passend.
Das ganze ist eine wirklich schöne Erzählung über Menschen, deren Leben durch Begegnungen verbunden sind.
Der Hintergrund, vor dem ihre Leben erzählt werden, ist eine weltweite Pandemie, die innerhalb kürzester Zeit das Leben völlig verändert. Das Buch wurde schon 2014 geschrieben und ist wohl durch Corona nochmal neu wahrgenommen worden. 2020 wurde es in eine Serie verfilmt.
Dafür, dass es auch etwas düster ist, finde ich es ein recht hoffnungsvolles Buch.Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben und flüssig erzählt.
Weil die beiden Erzählstränge ineinander verwoben sind, hab ich mich zwischendurch mal gefragt, wo die Geschichte denn wohl hin will.
Die Autorin schafft es immer wieder das Tempo, oder die Richtung der Geschichte zu änder, so das für mich oft recht offen war, was passieren wird. So, wie sie die Reise dann letztlich anlegt, fand ich schön. - Ilsa J. Bick
Ashes - Tödliche Schatten
(434)Aktuelle Rezension von: SarahSoschniokKurznotizen
- Ich empfehle die Bücher direkt hintereinander zu lasen, da man die Geschichte so am besten verfolgen kann.
- Es gibt viele Perspektivwechsel, die teilweise auch ein wenig verwirrend sein können.
- In diesem Buch wird nicht beschönigt. Gedanken, Leid, Gewalt und Blut - alles detailliert beschrieben. Für ein Jugendbuch schon fast zu detailliert, meiner Meinung nach.
Meine Meinung
Wie der erste Band lies auch dieses Buch sich flüssig und leicht lesen. Man konnte der Story gut Folgen und Fragen aus Band 1 wurden geklärt. Charaktere aus dem ersten Buch tauchen wieder auf, aber es kommen auch einige neue dazu. Ich denke Band 2 ist ein würdiger Nachfolger. Oft ist es ja so, dass mit jedem Band eine Reihe "nachlässt". Doch hier hatte ich nicht das Gefühl. Es blieb von Anfang bis Ende spannend - auch durch zahlreiche Cliffhanger, die immer mal wieder auftauchten. Die Charaktere mussten harte Entscheidungen treffen und einiges durchmachen und verändern sich dementsprechend - meiner Meinung nach sehr positiv.
- John Ironmonger
Der Wal und das Ende der Welt
(508)Aktuelle Rezension von: Noemi_SievertIch finde es erstaunlich, dass dieses Buch bereits vor der Corona-Pandemie veröffentlicht wurde. Viele der Themen wirken heute fast prophetisch.
Joe erinnert mich an Jona: Er versucht, die Menschen vor der drohenden Gefahr zu warnen. Gleichzeitig ist er – wie Jona – überzeugt, dass die Menschen sich selbst in Krisenzeiten nicht verändern werden. Doch genau wie Jona wird auch Joe am Ende eines Besseren belehrt.
Gerade diese Entwicklung macht das Ende der Geschichte so berührend und hoffnungsvoll. Sie zeigt, dass selbst in den dunkelsten Zeiten Menschlichkeit, Mitgefühl und Veränderung möglich sind.
- Justin Cronin
Die Spiegelstadt
(246)Aktuelle Rezension von: koechlIch bin absolut begeistert. Was für ein grandioses Epos, was für ein sprachgewaltiger Autor, was für ein würdiger Abschluss einer Trilogie, die zu den Besten zählt, was ich aus diesem Genre gelesen habe. Aber um was für ein Genre handelt es sich hier denn, bei diesem Mix aus Vampiren, Monster, Dystopie, Thriller und Mystery?
Im Laufe der Triologie ergab sich eine Vielzahl von mysteriösen Begebenheiten, die einen fragend zurückließen. Ich könnte mir zwischendurch nicht vorstellen, wie Cronin hier noch mal einen roten Faden hineinbekommen will. In der Spiegelstadt nimmt er sich die Zeit und den Raum und löst wirklich jeden offen Punkt auf. Nachdem man ja gedacht hat, dass die Virals nach dem zweiten Band besiegt wurden mit dem Niederschlag der Zwölf, taucht mit dem Zero ein noch viel überwältigender Gegner auf. Tim Fanning als Zero, der sich ursprünglich bei der Expedition im Dschungel angesteckt hatte, spielte in den ersten beiden Romanen keine große Rolle. Doch nun im letzten Band wird der Anfang der Geschichte und auch das Ende erzählt. Der Kreis schließt sich zu meiner größten Zufriedenheit. Auf den letzten Seiten schafft Cronin es sogar, einen ganz große emotionale Schlussszene zu kreieren, bei der selbst mir nach einem so ausgedehnten Werk das Wasser in den Augen stand.
Amy wird immer mehr zur Lichtgestalt, zur Retterin der Welt, zur Heilsbringerin. Obwohl der Autor von sich selbst sagt, dass er nicht besonders gläubig ist, fallen gerade in diesem Buch die vielen biblischen Symbole auf. Nicht nur Amy als Erlöserin, sondern auch Michael als Noah, der die Arche baut. Ganz zu schweigen von den Virals als Plagen, der apokalyptischen Weltvernichtung oder der Zahlensymbolik (die Zwölf). Ich hatte meinen Spaß an diesen Parallelen. Das Beste an diesem Buch ist aber das schriftstellerische Können von Justin Cronin. Eine solch poetische Sprache habe ich in diesem Genre noch nie gelesen. - Ilsa J. Bick
Ashes - Brennendes Herz
(784)Aktuelle Rezension von: SarahSoschniokKurznotizen
- Ich empfehle die Bücher direkt hintereinander zu lasen, da man die Geschichte so am besten verfolgen kann.
- Es gibt viele Perspektivwechsel, die teilweise auch ein wenig verwirrend sein können.
- In diesem Buch wird nicht beschönigt. Gedanken, Leid, Gewalt und Blut - alles detailliert beschrieben. Für ein Jugendbuch schon fast zu detailliert, meiner Meinung nach.
Persönliche Meinung
Die Idee des Buches mit einem Touch von Romantik hat mir sehr gut gefallen. Im ersten Band lernen wir Alex kennen und begleiten sie auf ihrem Weg. Und dann stürzen wir auch schon kopfüber in einen "Anschlag" ausgelöst durch EMP's. Wir treffen auf weitere Charaktere, die mir persönlich auch echt ans Herz gewachsen sind. Vor allem das Trio aus Ellie, Tom und Alex gefiel mir in dem Buch sehr gut.
Durch die lebhaften Beschreibungen der Autorin konnte ich mir alles bildhaft sehr gut vorstellen und in die Welt hineintauchen. Einige Fragen bleiben bis zum Schluss des Buches unbeantwortet.
Was genau ist los mit diesen Veränderten?
Was geschieht in Rule?Definitiv Spannung auf mehr!
- Cormac McCarthy
Die Straße
(720)Aktuelle Rezension von: emmy16Das Buch ist düster, bedrückend und stellenweise geradezu erschöpfend. Cormac McCarthy wirft seine Leser in eine Welt, in der fast nichts mehr existiert: keine Hoffnung auf Besserung, keine funktionierende Gesellschaft, kaum Nahrung und kaum Menschlichkeit. Übrig bleiben ein Vater, sein Sohn und eine Straße, die sie immer weiter entlanggehen.
Die zerstörte Welt wirkt kalt, leer und trostlos. McCarthy braucht dafür erstaunlich wenige Worte. Viele Szenen haben sich beim Lesen regelrecht eingebrannt. Man spürt ständig die Anspannung, die Angst vor dem nächsten Menschen und die Unsicherheit darüber, ob hinter der nächsten Kurve Hilfe oder Gefahr wartet.
Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Während um sie herum alles zerfällt, versuchen beide, an einem Rest von Menschlichkeit festzuhalten. Gerade diese Verbindung verleiht der Geschichte ihre emotionale Kraft und sorgt dafür, dass das Buch mehr ist als nur ein weiterer postapokalyptischer Roman.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Der sehr reduzierte Schreibstil ist zwar bewusst gewählt und passt zur Geschichte, machte mir das Lesen stellenweise aber schwer. Die kurzen, oft abgehackten Sätze und die karge Erzählweise schaffen zwar Atmosphäre, aber wiederholen sich bestimmte Situationen und Motive recht häufig, was das Tempo gelegentlich ausbremst.
Auch die vielen offenen Fragen haben mich zwiegespalten zurückgelassen. Dass die Ursache der Katastrophe nie erklärt wird, kann man als Stärke sehen. Mir persönlich fehlten an einigen Stellen jedoch etwas mehr Hintergrundinformationen zur Welt und ihrer Entwicklung.
Dennoch bleibt Die Straße ein beeindruckender Roman, der lange nachwirkt. Kein Wohlfühlbuch, keine klassische Unterhaltung, sondern eine Geschichte über Verlust, Verantwortung und die Frage, was vom Menschen bleibt, wenn alles andere verschwunden ist.
- Marah Woolf
Rückkehr der Engel
(593)Aktuelle Rezension von: MaraBelger_AutorinOriginelle Ideen, starke Charaktere und ein spannender Mix aus Geheimnissen, Emotionen und unerwarteten Wendungen.
Die Angelussaga von Marah Woolf hat mich von Anfang an begeistert. Die Geschichte bringt erfrischend neue Ideen mit, fühlt sich lebendig an und ist durchweg packend geschrieben.
Besonders gefallen hat mir der Spannungsaufbau: Auch wenn einige Entwicklungen leicht vorhersehbar waren, gab es immer wieder überraschende Momente, die mich mitgerissen haben. Vor allem die sich langsam entwickelnden Beziehungen zwischen den Figuren haben der Geschichte viel Tiefe gegeben und mich emotional stark eingebunden.
Die Mischung aus Spannung, Gefühlen und Geheimnissen hat dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Am liebsten würde ich es noch einmal zum ersten Mal lesen.
Eine klare Empfehlung für alle Fantasy-Liebhaber.
- Nina MacKay
Plötzlich Banshee
(530)Aktuelle Rezension von: RabeaDas Thema hat mich sofort angesprochen, da Fantasy eins meiner absoluten Lieblingsgenre ist – und ein Buch rund um das Thema Banshee hatte ich zuvor noch nie gelesen. Gerade diese frische Idee und Herangehensweise im Fantasy-Genre fand ich besonders spannend und gelungen umgesetzt.
Die Geschichte ist total kurzweilig, fesselnd und sehr unterhaltsam geschrieben. Ich hatte einige richtig tolle Lesestunden damit. Besonders gut gefallen hat mir, dass im Verlauf der Handlung noch weitere Wesen aus der keltischen Mythologie auftauchen. Deren Gaben und Hintergründe werden angenehm flüssig in die Geschichte eingebunden und erklärt, sodass man der Erzählung jederzeit problemlos folgen kann – auch wenn man sich mit dieser Mythologie bisher nicht auskennt.
Es gab einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, die aber trotzdem absolut nachvollziehbar waren. Das hat die Spannung zusätzlich erhöht. Lediglich das Ende ist für meinen Geschmack etwas kurz und abrupt geraten – da hätten 50 Seiten mehr wirklich nicht geschadet.
Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Werk mit hohem Unterhaltungswert. Auch wenn an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig Luft nach oben gewesen wäre, hat mir der Fantasyroman wirklich gut gefallen. Besonders geeignet ist er für Jugendliche oder für Leserinnen und Leser, die zwischendurch gerne eine leichtere, humorvolle Fantasygeschichte genießen möchten.
- David Safier
Jesus liebt mich
(1.368)Aktuelle Rezension von: MartinAJESUS LIEBT MICH ist der zweite Roman von David Safier, aber ich habe schon ein paar andere Gelesen. Mein Einstieg mit MIESES KARMA war nicht so wirklich gelungen, und die Fortsetzung habe ich nicht vor z lesen, aber es gibt doch einige Bücher des Autors, die mir sehr gefallen haben. JESUS LIEBT MICH gehört tatsächlich zu den Büchern, die mir gefallen haben. ich hatte erst Bedenken, wegen des Titels und des Klappentextes, aber ich wurde angenehm überrascht. Bibelfest muss man nicht sein, aber es ist herrlich zu sehen wie Jesus in der heutigen Zeit zurechtkommt und mit Gleichnissen um sich wirft und mit anderen Brot brechen will. Und dann gibt es noch Satan, menschgewordene Engel, brennende Dornbüsche (die Gefühle zeigen können) und und und. Es passiert viel, es ist spannend und witzig erzählt. Und die Frage wie das alles enden soll steht ständig im Raum. Und die Lösung ist, durchaus befriedigend und passend. Hin und wieder bekommt man Szenen geboten, die sehr an Slapstick erinnern, dann wird es wieder ernst. Aufgelockert wird das Ganze durch unterhaltsame Cartoons, die den Stil der Geschichte gut wiedergeben.
Die Grundhandlung ist vollkommen absurd, einige der handelnden Personen ebenfalls, die Geschichte selbst wandelt zwischen Fantasy und Liebesgeschichte. Für Leser, die es gerne skurril mögen und sich nicht an den biblischen Gestalten stören ... irgendwie ein Muss.
- Jennifer L. Armentrout
Brave – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
(301)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksIch habe diese Reihe einfach geliebt! Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Mischung aus Romantik, Spannung und den düsteren Elementen ist einfach perfekt, und die Charaktere sind tiefgründig und packend. Ein guter Abschluss auch wenn es noch zwei weitere Teile gibt, welche ich nur entdeckt habe, weil ich die ersten drei Teile bewertet habe :-)
- Dmitry Glukhovsky
Metro 2035
(97)Aktuelle Rezension von: Sam_FoxtrottMit Metro 2035 schließt Dmitry Glukhovsky seine düstere Trilogie ab – und er tut es mit Wucht. Nach dem eher nachdenklichen, langsamen Metro 2034 trifft der dritte Band den Leser mit voller Kraft: Verrat, politische Intrigen, düstere Enthüllungen und die schonungslose Wahrheit über die Welt der Metro stehen im Vordergrund. Wieder begleitet man Artjom, den Helden aus Metro 2033, der inzwischen älter, härter und von der Hoffnung getrieben ist, dass es außerhalb der Metro vielleicht doch noch Überlebende gibt. Seine Suche nach Wahrheit führt ihn durch ein Labyrinth aus Lügen, Manipulationen und Machtspielen – und konfrontiert ihn schließlich mit Erkenntnissen, die alles verändern.
Besonders gelungen ist, wie der Roman den Kontrast zum Vorgänger nutzt: Nach dem ruhigen, fast allegorischen Metro 2034 wirkt 2035 wie ein Schlag in die Magengrube. Plötzlich ist die Handlung wieder atemlos, dicht und voller dramatischer Wendungen. Das stetige Misstrauen, die ständige Frage, wem man noch trauen kann, machen das Lesen beklemmend spannend. Verrat ist ein zentrales Motiv, und die bitteren Enthüllungen, die Artjom auf seiner Reise erfährt, haben mich oft innehalten lassen.
Artjom ist diesmal noch greifbarer und menschlicher: weniger der jugendliche Träumer, mehr der gezeichnete Überlebende, der dennoch nicht bereit ist, seine Hoffnung aufzugeben. Nebenfiguren schwanken zwischen Loyalität und Berechnung, wodurch die moralische Grauzone der Metro-Welt stärker als je zuvor zum Vorschein kommt. Viele Charaktere wirken schroff oder zwiespältig, was perfekt zum Thema passt: In einer Welt, die auf Lügen aufgebaut ist, ist kaum jemand frei von Schuld.
Das Buch, welches man hier in den Händen hält, ist nicht nur eine Fortsetzung, sondern auch eine Abrechnung. Es ist Glukhovskys politischstes und gesellschaftskritischstes Werk der Reihe – eine Mahnung über Manipulation, Machtmissbrauch und die Gefahr, sich mit Illusionen zufrieden zu geben, statt die unbequeme Wahrheit zu suchen.
Empfehlen würde ich Metro 2035 allen, die die ersten beiden Bände gelesen haben – und vor allem jenen, die nach dem etwas ruhigeren 2034 eine kraftvolle Rückkehr zur Spannung und Düsternis des Auftakts erwarten. Es ist kein leichter, aber ein intensiver Abschluss, der lange nachhallt.























