Bücher mit dem Tag "arabien"

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170 Bücher

  1. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.170)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Dass sich, wie Wikipedia verrät, einige historische Ungenauigkeiten in den Roman geschlichen haben, sei vergeben. Mich hat es beim Lesen nicht gestört, und hätte ich es nicht an anderer Stelle nachgelesen, wäre es mir überhaupt nicht aufgefallen. Ein bisschen fiktionale Freiheit ist vollkommen okay.

    Für mich stößt Noah Gordon die Tür zum Mittelalter sperrangelweit auf. Die Art, wie er das Leben damals beschreibt, liest sich so authentisch und echt, dass man komplett in diese Zeit versinkt. Schmutz, Dreck, Gestank – das Mittelalter war kein Zuckerschlecken, und das wird schonungslos und detailreich gezeigt. Vor allem das Handwerk des Baders wird spannend geschildert: Hausmittelchen, Quacksalberei und bedenkliche Tinkturen werden ohne tieferes Wissen angewandt in dem Versuch, Menschen vor Krankheit und Tod zu bewahren. Für einen modernen Menschen sind viele Vorgehensweisen total unvorstellbar.

    Später, wenn Rob in Isfahan, eine Stadt im heutigen Irak, ankommt und dort wahre Medizin kennenlernt, werden die damaligen Möglichkeiten der Heilung plastisch und spannend geschildert. Es ist bemerkenswert, wie viel Wissen über die Medizin im 11. Jahrhundert schon bekannt war. Mich hat es total fasziniert, mehr über die Geschichte der Medizin zu erfahren.

    Und Rob ist der perfekte Protagonist, um diese Geschichte zu vermitteln. Seine Gabe, den nahen Tod eines Menschen zu spüren, wird nicht als (unpassendes) Fantasy-Element in den Mittelpunkt gestellt; vielmehr ist es ein Werkzeug, seine Hingabe und seine Leidenschaft für die Heilung noch stärker herauszuarbeiten. Rob Cole ist der geborene Medicus – und ich als Leserin habe sein Leben und seine Reisen begeistert mitverfolgt.

    Auch stilistisch kann „Der Medicus“ von vorne bis hinten überzeugen. In einem leichten, sehr unterhaltsamen Stil beschreibt Gordon die Ereignisse, webt historische Fakten (mal mehr, mal weniger, wie wir schon wissen) ein und lässt das Mittelalter lebendig werden. In dem zweiten Band der Trilogie, „Der Schamane“, springt Gordon übrigens ein paar Jahrhunderte weiter.

    Für mich war, ist und bleibt „Der Medicus“ von Noah Gordon einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe. Ein bisschen auch, weil es mein erster Erwachsenenroman in diesem Genre war. Aber vor allem, weil Gordon seine Leser auf eine spannende, atmosphärisch dichte und authentische Zeitreise mitnimmt. Und auch heute noch hat dieser Roman eine ganz starke Wirkung auf mich. Das können nicht viele Bücher von sich behaupten.

  2. Cover des Buches Sommer unter schwarzen Flügeln (ISBN: 9783789142970)
    Peer Martin

    Sommer unter schwarzen Flügeln

     (132)
    Aktuelle Rezension von: book1
    WOW. Ich hatte Gänsehaut und es hat mich mega mitgenommen, das was dort im Buch steht ist pure Wahrheit. Die Menschheit heute ist unglaublich. Ich freue mich die zwei andere Bücher zu lesen. In der Schule wird das Thema in diesem Buch täglich angesprochen und umso mehr finde ich das sehr wichtig. Ich liebe kitschige Bücher und das ist auch kitschig, ich Liebs.. Aber sie sind nicht gestorben?? 
    Bei mir war nicht alles klar... Aber mein Lieblings Buch....
  3. Cover des Buches Das Jesus-Video (ISBN: 9783404170357)
    Andreas Eschbach

    Das Jesus-Video

     (752)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Was würde passieren, wenn man die (Nicht-)Existenz von Jesus eindeutig beweisen könnte? Welche Parteien hätten an einer Veröffentlichung eines 2000 Jahre alten Videos Interesse und welche Gruppierungen würden eine solche Veröffentlichung mit allen Mitteln verhindern?

    Ich habe das Buch jetzt nach ein paar Jahren zum zweiten Mal gelesen und bin wieder (oder immer noch) total begeistert. Es fasziniert mich, dass Andreas Eschbach seine Ideen konsequent zu Ende denkt und in die heutige Welt einbettet, sodass einem das Szenario immer direkt vor den Augen steht. Ich freue mich schon darauf das Buch in ein paar Jahren ein drittes Mal hervorzuholen und erneut zu lesen.

    Absolute Leseempfehlung!


  4. Cover des Buches Der Kaffeedieb (ISBN: 9783462048513)
    Tom Hillenbrand

    Der Kaffeedieb

     (105)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Dies war eins der wenigen Bücher, die ich zum OriginalPreis in einer Buchhandlung gekauft habe, weil mich Titel und Geschichte spontan so angesprochen haben. Die Idee, einen historischen Wirtschaftskrimi im Stil eines Abenteuerromans und am Beispiel der Verbreitung des Kaffees zu schreiben, finde ich großartig und sehr vielversprechend. Die Umsetzung fand ich dann aber leider unterirdisch und es handelt sich um eines der wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe. Zum einen ist das Buch über und über mit Namen, Orten und "Insider-Infos" gespickt, die für mich als Leserin sehr schwierig zu verstehen und auseinander zu halten waren. Bestimmte Witze und Wortspiele habe ich deshalb leider auch nicht verstanden. Zweitens passiert viel, letztlich aber doch irgendwie nichts. Die Gruppe der Protagonisten kommt von einem Ort zum nächsten, aber dass man sich mithilfe der Beschreibungen ein Bild von der Umgebung machen könnte oder mitfiebert, ist nicht der Fall. Und drittens fand ich das Buch fast einen "Groschenroman". Als zum wiederholten Male von "ihren zarten Pfirsichen" = Brüsten die Rede war, war ich einfach raus. Das hat für mich nichts mit hoher Schreibkunst zu tun. 
  5. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

     (324)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Klappentext:

    Die Herzen von Willa Alden und Seamus Finnegan schlagen für die Gipfel der Welt – und füreinander. Doch auf einer schicksalhaften Bergtour erleidet Willa einen Unfall und ist fortan für ihr Leben körperlich gezeichnet. Voller Vorwürfe wendet sie sich von Seamus ab – die Trennung bricht ihm das Herz. Jahre später kreuzen sich ihre Wege ein zweites Mal, und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.

    Das es ein doch etwas kitschiges Buch werden würde, hätte man sich denken können. Aber ich wollte es dennoch mal lesen, denn die ersten beiden Bände der Autorin hatten mir recht gut gefallen. Bei diesem Buch kann ich sagen, es war ein Fehlgriff. Vorhersehbar, in die Länge gezogen, zu viele Zufälle. Es war einfach nicht für mich gemacht und ich habe mich da durchgequält. Vielleicht hat sich im Laufe der Jahre ja auch mein Anspruch verändert.

  6. Cover des Buches Der Alchimist, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783257065541)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist, Jubiläumsausgabe

     (444)
    Aktuelle Rezension von: desaluma

    Ein Klassiker den jede/r gelesen haben sollte. Warm und barmherzig fühlte ich jedes Wort, jede Satz. Ein unvergleichliches Buch, welches mich immer weiter begleiten wird. Besinnt einen zurück aufs Wesentliche😉

  7. Cover des Buches Das Versprechen der Wüste (ISBN: 9783453291843)
    Katherine Webb

    Das Versprechen der Wüste

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Oman 1958:

    Joan Seabrook träumte immer schon davon, die Wüste mit eigenen Augen zu sehen. Denn bereits als kleines Kind, liebte sie die abenteuerlichen Geschichten aus 1001 Nacht, die ihr Vater ihr begeistert und unermüdlich erzählte. Nun, erwachsen und viele Jahre später, ist ihr geliebter Vater tot und ihr jüngerer Bruder Daniel als Soldat in Bait al-Faladsch stationiert. Durch Beziehungen gelingt es ihr, zusammen mit ihrem Verlobten Rory, selbst in den Oman zu reisen, um dort ihren Bruder besuchen zu können. Doch die politische Lage ist schlechtweg brisant zu nennen und es wird Joan ausdrücklich untersagt, sich weiter von ihrem Aufenthaltsort zu entfernen; sie wohnt bei einem guten Freund ihres verstorbenen Vaters, der gute Beziehungen zum Militär genießt. Dabei hätte sie zu gerne berühmte Orte und Sehenswürdigkeiten, sowie die Wüste selbst mit eigenen Augen gesehen und erkundet. Immerhin ermöglicht ihr es der Aufenthalt im Oman zumindest, ein Idol näher kennen zu lernen. Die Forscherin Maude Vickery, die den Ruf genießt, als erste Frau, eine gefährliche Expedition durch die Wüste und diverse geheime Orte, gemacht zu haben. Doch Maude ist mittlerweile in die Jahre gekommen und entpuppt sich als scharfsinnige, aber verbitterte alte Frau, die Joan eher mürrisch empfängt. Daher wundert sich Joan über alle Maßen darüber, dass sie eine weitere Einladung der alten Dame erhält. Doch Maude scheint nicht mit offenen Karten zu spielen und schneller als es Joan lieb ist, steht sie zwischen zwei Fronten und muss sich entscheiden…

    Hampshire, 1890:

    Die junge Maude freut sich jedes Mal, wenn ihre älteren Brüder in der Ferienzeit zurückkehren. Und auch Nathaniel Elliott, der Sohn eines verstorbenen Freundes von Maudes Vater, ist stets bei ihnen. Nathaniel kommt aus bescheidenen Verhältnissen und wird von Maudes Vater, zumindest was schulische Dinge angeht, protegiert. Mit Nathaniel hat Maude viele Gemeinsamkeiten und was zunächst als harmlose Schwärmerei für den Jungen beginnt, wandelt sich aus Maudes Sicht im Laufe der Jahre, in Liebe. Doch Nathaniel lässt sie zunächst im Unklaren über seine Gefühle. So beginnt die abenteuerlustige Maude damit, ihre beruflichen, ehrgeizigen Pläne in die Tat umzusetzen. Sie ist viel auf Reisen und schreibt interessante Artikel über Land, Leute und ihre Erlebnisse, die auch in der Männerwelt für Furore sorgen. Doch das soll nur der Anfang sein. Maude will in die Wüste, obwohl alle Welt ihr sagt, dass das für eine Frau nicht zu schaffen sei…

    Ich mag Katherine Webbs Romane sehr, weil die Autorin einfach einen sehr bildhaften Schreibstil besitzt, so dass man beim Lesen stets das Gefühl bekommt, man wäre mitten im Geschehen. Besonders stark habe ich das nun beim Lesen ihres neuen Romans „Das Versprechen der Wüste“, wahrgenommen. Man glaubt plötzlich, die beschriebenen exotischen Düfte selbst zu riechen, den heißen Sand auf der Haut zu spüren oder aber auch die grenzelose Weite der Sahara wahrzunehmen, so dass das Kopfkino hier perfekt animiert wird.

    Wie immer wird die Handlung abwechselnd auf zwei Zeitebenen vorangetrieben. Der Leser lernt diesmal zwei Frauen kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Joan eine junge, naive, weltfremde Frau ist, die von Abenteuerlust gepackt wird und die auf der Suche nach sich selbst ist, verkörpert Maude alles, was eine taffe, durchsetzungsstarke Frau ausmacht. Ob bereits in jungen Jahren, oder im Alter- Maude ist eine außergewöhnliche Frau, die nur eine Schwäche hat, die ihr letztendlich zum Verhängnis wird. Zwischen Joan und Maude entspinnt sich nach und nach eine Art Freundschaftsverhältnis, doch man ahnt bereits früh, dass Maude noch einige andere Dinge im Sinn hat- sie ist der Strippenzieher im Hintergrund, der aber nebenbei auch dafür sorgt, dass Joan erwachsen wird.

    Sowohl Maudes Werdegang als auch Joans Selbstfindung und Reife fand ich interessant beschrieben; allerdings hat es mich beim Lesen etwas gestört, dass es Joan oftmals so an Entschlossenheit mangelt und sie praktisch nur durch die Hilfe anderer, also auf recht passive Art und Weise und dazu sehr zufällig, dorthin gelangt, wo sie hin möchte. Nie macht sie auf offene Art „Nägel mit Köpfen“ und steht für sich ein. Stattdessen hofft zu zumeist, die Dinge würden sich einfach alleine fügen, was ich sehr schade fand.

    Maudes Geschichte hat es dagegen in sich. Ihre Cleverness ist sprichwörtlich, und ihre Schachzüge sind brillant, was sie zwar nicht unbedingt zum Sympathieträger in diesem Roman macht, aber doch zu einer Figur mit Ecken und Kanten, die neugierig macht, auf ihre Geschichte. Und spätestens, wenn man diese dann am Ende kennt, kann man Verständnis für Maude aufbringen.

    „Das Versprechen der Wüste“, ist ein unterhaltsamer Roman, man erfährt am Rande auch etwas über die politischen Hintergründe, doch im Fokus des Geschehens stehen in Katherine Webbs Roman eindeutig die beiden weiblichen Hauptfiguren und ihr Werdegang. Ich mochte das Setting sehr, allerdings muss ich zugeben, dass die Autorin ein wenig mit Spannungsmomenten in ihrem immerhin 542 Seiten langen Roman geizt. So fand ich, hätte sie Maudes Abenteuer in der Wüste ein wenig packender und ausführlicher schildern können oder auch Joans Bergbesteigung. Das Geheimnis, das Joan Bruder mit sich herumschleppt, erahnt man dagegen recht schnell, hier hätte ich mir ein wenig mehr Fingerspitzengefühl von Seiten der Autorin gewünscht, denn die Auflösung kommt ehrlich gesagt etwas plump daher und dient eher als Mittel zum Zweck. Vor allem aber, hätte ich mir dann doch zumindest am Ende des Romans eine Aussprache zwischen Daniel und der Person gewünscht, die in dieses Geheimnis involviert war. Stattdessen bleibt vieles offen, wird zwar angedeutet, doch am Ende ist es lediglich Maudes Story, die ein befriedigendes Ende findet.

    Kurz gefasst: Kopfkino pur! Bildgewaltiger historischer Roman, der die Story von zwei recht unterschiedlichen Frauen erzählt. Unterhaltsame Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt, doch leider werden manche Handlungsstränge nur oberflächlich abgehandelt. Etwas mehr Tiefgang hier und da, hätte dem Roman sicherlich gut getan. Dennoch, ein abenteuerlicher Schmöker für alle Leser mit Fernweh.

  8. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257261165)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (1.491)
    Aktuelle Rezension von: thepassionsofalice

    "Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert."

    "Denn Mut ist die wichtigste Gabe für denjenigen, der die Sprache der Welt sucht."

     

     

    Diese kleine, feine Literatur hat mich eine lange Zeit begleitet. Unterwegs mit einem Bleistift lag sie, wie ein wertvoller Schatz, in meinen Taschen. 

    Sie wurde gezeichnet. 

    Voller Granitstriche, 

    voller Gedanken, 

    voller Eselsohren, 

    voller Leserillen. 

    Schiefgelesen.

    Umgekippte Kaffeeflecken. 

    Ich bin dankbar dafür, dass ich diesen Roman nicht in einem Zug verschlungen habe, sondern er ein längerer Begleiter war und mich hat viel und oft über den Inhalt nachdenken lassen. Über mein eigenes Leben, über meine eigenen Visionen. 

    Eine Lektüre voller Gebrauchsspuren, voller Leben. 

    Wortwörtlich eine Lektüre fürs Leben. 

     

    Eine 'klassische Rezension' wird und kann es für dieses Meisterwerk von meiner Seite aus nicht geben. Ich glaube, dass Vielen, die diese Geschichte kennen, bewusst ist, welch wertvollen Schlüssel für ein erfülltes Leben dieser Roman darstellt. Ich glaube, ich habe noch nie solch eine große qualitative Menge an Zitaten aus einem Buch herausgeschrieben, wie aus diesem. Wenn man sich darauf einlässt, ist es eine riesige Sammlung an Lebenstipps und Weisheiten, die man sich wirklich zu Herzen nehmen kann. Eingebettet in eine magische und wunder-volle Geschichte, die einen an Wunschträume glauben lässt. Um diese meisterlich aneinandergereihten Wörter zu würdigen, die eine wundersame Geschichte erzählen, an der wir uns alle ein Beispiel nehmen sollten, wird es hier in der kommenden Zeit immer wieder Postings mit den bereichernden Zitaten aus dem Alchimisten geben. 

    Zitaten, die mich umdenken ließen. 

    Zitaten, die meinen Blickwinkel auf die Welt veränderten. 

    Zitaten, die mich angestoßen haben, an meine Wunschträume ganz fest zu glauben. 

     

     

    "Das Leben ist wirklich sehr großzügig mit dem, der seinem persönlichen Lebensweg folgt."

     

     

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  9. Cover des Buches Zorn und Morgenröte (ISBN: 9783846600641)
    Renée Ahdieh

    Zorn und Morgenröte

     (882)
    Aktuelle Rezension von: Thunderdreamer

    Eine wundervolle, fantasievolle Geschichte, in der Renée Ahdieh die alte Rahmenhandlung zu den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht aufgreift:

    Jeden Tag erwählt der Kalif ein Mädchen.

    Jeden Abend nimmt er sie zur Frau.

    Jeden Morgen lässt er seine Braut hinrichten.

    Shahrzad al-Haizuran verliert ihre beste Freundin Shiva an den Kalifen, sie sinnt auf Rache, als sie ihre Familie und Freunde zurücklässt und sich freiwillig meldet, die Ehe mit ihm einzugehen.

    Doch dann entwickelt sich die Sache ein wenig anders als gedacht und sie überlebt unerwartet den ersten Morgen im Palast … Weil sie den Kalifen mit einer Geschichte unterhält, deren Ende zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht ist. So wird ihr eine Gnadenfrist gewährt …

    Die Handlung der Geschichte um Shahrzad und Chalid Ibn al-Rashid nimmt uns mit in die Welt des alten Morgenlandes, als Rahmen dient ohne jeden Zweifel die Geschichte von Sheherazade, die ihr Leben rettet, weil sie dem Kalifen von Baghdad Geschichten erzählt, nämlich die aus Tausendundeiner Nacht.  Mit Leichtigkeit gelingt es der Autorin den Leser/die Leserin in ihren Bann zu ziehen, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und Empfand am Ende des Buches einerseits Enttäuschung (weil es kein richtiges Ende ist) , andererseits gespannte Erwartung (weil es einen zweiten Band mit dem Titel Rache und Rosenblüte gibt). Daher beende ich hier meine Bewertung des Buches … weil ich dringend wissen muss wie es weitergeht … Viel Vergnügen und meine unbedingte Empfehlung!

  10. Cover des Buches Bartimäus - Der Ring des Salomo (ISBN: 9783570223048)
    Jonathan Stroud

    Bartimäus - Der Ring des Salomo

     (653)
    Aktuelle Rezension von: Lisaliest_

    Dieser Band der Reihe, ist ein Spinn of Teil, der einen Teil der Vergangenheit von Bartimäus erzählt. Ich wusste lange nicht, dass es ihn gibt und habe mich umso mehr gefreut, als ich es diesen Sommer herausgefunden habe.

    Anfangs hatte ich ehrlich gesagt ein paar Schwierigkeiten mich richtig zurechtzufinden. Jonathan Stroud hat einen ganz anderen Schreibstil, als die Autoren anderer Fantasybücher. Dennoch musste ich direkt nach den ersten paar Seiten schon lachen. Der Humor ist wirklich unvergleichlich. In den verrücktesten Situationen wird die Handlung mit einer zynischen Bemerkung des Protagonisten aufgepeppt. Zudem gibt es oft Anmerkungen am Ende der Seite, bei denen der Dschinn unverblümt seine Meinung darlegt.

    Einige Kapitel wurden von anderen Personen erzählt, diese waren im Vergleich zu den Kapiteln von Bartimäus manchmal etwas eintönig, aber dennoch spannend. Vor allem gegen Ende war es komplett egal, was passiert, weil man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen.

    Der Autor hat ein unglaublich gutes Auge fürs Detail. Er beschreibt die Dinge so genau, dass man gar nicht anders kann, als ein Bild vor Augen zu haben. Selbst Gesten von Wesen, die nicht von dieser Welt kommen, beschreibt er so gut, dass man keine großen Mühen braucht, um es sich vorstellen zu können.

    Jonathan Stroud ist und bleibt ein König der Fantasyromane. Er schafft es ohne aufgebauschte Liebesdramen einen Roman spannend zu gestalten und erobert die Herzen der Leser im Sturm. Schon allein für seine Gabe andere zum Lachen zu bringen.

  11. Cover des Buches Sonnenaufgang im Todestal (ISBN: 9783944794471)
    Amiira Ann

    Sonnenaufgang im Todestal

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Kabelka

    ... ,das zeigt Amiira Ann in ihrem Buch "Sonnenaufgang im Todestal". Sie schreibt von ihrem Leben mit ihrer Familie im Jemen. Es werden viele Besonderheiten der Kultur, der Menschen und des Lebens dort preis gegeben und man bekommt einen wundervoll ehrlichen und authentischen Einblick in die Höhen und Tiefen dieser Familie , die sie in diesen Jahren erlebt haben. 

    Amiira Ann schreibt von tollen, wunderbaren und aber auch herausfordernden Erlebnissen, die sie mit Gott gemacht hat und so auch Gott neu kennenlernen durfte.

    Besonders toll fand ich, wie Gott heute immer noch Menschen benutzt um zu heilen und sie darin zu verherrlichen.

  12. Cover des Buches Risiko (ISBN: 9783453419568)
    Steffen Kopetzky

    Risiko

     (62)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle
    Zunächst geht es um Geopolitik, das große Spiel, wie der Kampf zwischen Briten und Russen um Afgahnistan im 19. Jahrhundert genannt wird. Dann ist das große Spiel auch ein Brettspiel, das von Clausewitz persönlich erfunden wurde, um den Offizieren beizubringen, mit dem Zufall zu rechnen. Es ähnelt sehr dem bekannten "Risiko" hat sich aber weiterentwickelt, so dass es sämtliche Ressourcen der Staaten einbezieht, wie es für die modernen Kriege im Industriezeitalter nötig ist. Die Regeln müssen dabei so kompliziert sein, dass es sich nur um eine Fiktion handeln kann.
    Die Hauptperson ist der Marinefunker und Vogelkenner Sebastian Stichnote, ein rundum sympathischer junger Mann, ein zuverlässiger Freund (jedenfalls meistens), ein pflichtbewusster Soldat und so nett, dass er schon fast langweilg wird.

    Hauptsächlich aber geht es um die Niedermeyer-Expedition, die es tatsächlich gab. Deren Leiter sollte im Ersten Weltkrieg die afghanische Moslems zum Dschihad aufwiegeln und die Briten aus Indien vertreiben. Diese Expedition verlässt auf ihrem Weg von Istanbul nach Kabul nach und nach die Zivilisation und muss auf ihrem Weg schreckliche Wüsten durchqueren und der Irrsinn unter den Teilnehmern nimmt immer mehr zu, Stichnote wird Opiumsüchtig und wird von seinen Visionen gequält, einige andere verfallen dem religiösen Wahn. Und in Afghanistan ist die Expedition noch immer nicht am Ziel.

    Der Roman ist sehr gut recherchiert, viele historische Personen tauchen als Nebenfiguren auf und werden, soweit ich das beurteilen kann, korrekt dargestellt.

    Die Idee des Spiels durchdringt den gesamten Roman. Auch der Kriegsverlauf bekommt etwas spielerisches, und man kann ja auch sagen, dass etwas, wo es so auf Zufälle ankommt, auf keinen Fall ernst sein kann. Andererseits finde ich es nicht angemessen, so über den Ersten Weltkrieg zu schreiben.

    Fulminant ist der Epilog. Hier schildert der Autor mit vielen literarischen Reminiszenzen, wie der Weltkrieg auch hätte ausgehen können: Im Vertrag von Verdun schließen sich Deutschland und Frankreich zu einem Staat zusammen, Indien wird unabhängig, Großbritannien wird geschwächt, bleibt aber stärkste Seemacht und hält us-amerikanische Großmachtansprüche in Schach.

    Ich finde den Roman toll erzählt, aber insgesamt ist er doch arg lang und manche Episoden und Personen schienen mir ziemlich überflüssig.
    Allerdings fand ich den Epilog so genial, der bekommt für mich ein Extra-Sternchen.
  13. Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
    Betty Mahmoody

    Nicht ohne meine Tochter

     (484)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Die Geschichte geht sehr tief, wenn man sie von ihrem Standpunkt aus betrachtet. Denn sie ist hier das Opfer. Sie, Betty, die eigentlich nur Urlaub mit ihrem Mann machen wollte. Doch ihre innere Stimme hatte sie schon gewarnt gehabt. Es nagte schon am Flughafen an ihr und als ihr Mann die Reisepässe einsammelte, ahnte sie schlimmes.

    Die ersten Wochen hat sie auch einigermaßen überstanden, bis auf die Kakerlaken und die allgemeine Hygiene bei ihrer Schwägerin. Aber Betty ist mutig und sie versucht es durchzuziehen, bis ihr Mann immer mehr Ausreden hervorbringt und die Heimreise somit verhindert.

    Diese gesamte Tortour geht sehr sehr lange und mittlerweile haben sie auch eine Tochter, Mahtob.

    Man bekommt allerdings nur die Sicht von Betty mit. Wie die Situation im Iran selbst aussah, zu jener Zeit, ist nicht übermittelt. Zumindest habe ich es nicht im Hörbuch erfahren. Ich habe auch die Fortsetzung „Endlich Frei“, die Geschichte der Tochter.

    Was mich beim Hörbuch gestört hat, war das permanente Seufen in der Stimme. Der Film war spannend aufgebaut und Sally Field spielte hervorrand die Betty. Doch im Buch oder Hörbuch war mir der Unterton einfach unfassbar langweilig und doch sehr anstrengend.

    Ab und zu habe ich auch ein Kapitel so gelesen, aber auch das ist schwierig gewesen.

    Was mich aber immer wieder hat aufstoßen lassen, war die Grundhaltung. Betty hat sich bewusst für ihren Mann entschieden, als sie ihn in Amerika kennengelernt hat. Er war Arzt und gebildet. Gutaussehend und liebenswert. Nichts deutete darauf hin, dass er anders ist.

    Als sie im Land ist, gibt es nichts positives mehr an dem Ort. Alles scheint eklig zu sein. Voller Kakerlaken, sogar im Essen und in der Küche. Kinder scheinen keinerlei Erziehung zu genießen und alles ist dreckig und schlecht. Nichts scheint ihr gut genug zu sein.

    War es wirklich so oder hat sie hinterher alles darauf porjiziert? Das kann ich nicht raushören oder rauslesen. Es ist schwierig die Zeiten zu rekonstruieren. 1984/1985?

  14. Cover des Buches Golem und Dschinn (ISBN: 9783734101205)
    Helene Wecker

    Golem und Dschinn

     (108)
    Aktuelle Rezension von: BlueLeo

    „Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das Buch spielt großteils in Manhattan in den Jahren 1899/1900 und die Protagonisten sind, wie der Titel schon erahnen lässt, einen Golem und einen Dschinn. Beide suchen ihren Platz im Leben und vermitteln dem Leser dabei ganz neue Eindrücke von Glück, Freiheit und Liebe. 

     

    Was mir besonders gut gefallen hat sind die Beschreibungen von Charakteren, Orten, Gefühlen und dem Leben an sich. In der Erzählung stecken so viel Liebe und Herz, dass ich es einfach nur genossen habe alle Einzelheiten in mich aufzusaugen. Den Orten wird so viel Leben eingehaucht, dass ich beim Lesen beinahe den Staub in der Luft schmecken konnte. Mit stattlichen 600 Seiten ist das Buch natürlich auch ein ganz schöner Wälzer, wer die lebendigen Beschreibungen jedoch zu schätzen weiß, wird jede einzelne Seite genießen.


    Bis zum Ende bin ich mit den Hauptprotagonisten leider nicht ganz warm geworden, was ich wirklich schade fand. Trotz allem muss ich ihnen zugestehen, dass sie perfekt zur Geschichte gepasst haben. Bei einem so dicken Buch gibt es natürlich auch sehr viele Nebencharaktere, die unglaublich gut ausgearbeitet und beschrieben sind. 

     

    Auch wenn das Buch zum Genre Historical Fantasy zählt, so ist es doch viel mehr als das. Es geht um tiefgreifende Themen wie Freundschaft, Andersartigkeit, Gefühle und Liebe. Das Buch erreicht eine Tiefe, die zum Nachdenken und Träumen anregt. 

     

  15. Cover des Buches Die vierzig Geheimnisse der Liebe (ISBN: 9783036959122)
    Elif Shafak

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Stella_Stellaris

    Es handelt sich um einen Buch-im-Buch-Roman, bei dem das Thema Sufismus im Vordergrund steht. 

    Die vierzigjährige Ella führt ein wohlgeordnetes Leben mit Mann, Kindern, Haus und Hund. An der Oberfläche erscheint alles perfekt. Tief in ihrem Inneren ist Ella jedoch unglücklich. Durch ihre Arbeit lernt sie Aziz kennen und führt mit ihm einen regen Mailkontakt. Noch bevor sie sich zum ersten Mal gegenüberstehen, hat Ella sich in Aziz verliebt.

    Das Buch-im-Buch handelt von dem Gelehrten und späteren Dichter Rumi und seinem Freund Schams-e Tarizi, einem Sufi und Wanderderwisch.

    Ich habe mich vor Jahren schon einmal kurz mit Sufismus beschäftigt. Dann hat das Leben andere Themen nach oben gespült. Deshalb war es nun eine Freude für mich Rumi, dessen Gedichte mich stets auf´s Neue tief berühren, beim Lesen zu begegnen. Sein Gefährte Schams-e Tarizi war ein persischer Mystiker und Wanderderwisch; er lebte im 12./13. Jahrhundert. 

    Das Buch steckt voller Liebe und regt zum Nachdenken an.

    Obwohl mir das Buch-im-Buch sehr gefallen hat, hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin der Liebesgeschichte von Ella und Aziz mehr Raum gegeben hätte.

    Mein Fazit: Absolut lesenswert (und nicht nur einmal)!


  16. Cover des Buches Die Sturmkönige - Glutsand (ISBN: 9783404208470)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Glutsand

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    Das war für mich wieder ein wahrer Pageturner. Kai Meyer schafft es wie kaum ein anderer mich in Welten mitzunehmen. 

    Das Setting dieser Triologie hat mir besonders gut gefallen. Auch entwickelt er seine Figuren derart vielschichtig, das man absolut keine Ahnung hat, was sie als nächstes tun werden. 

    Ebenso toll sind seine Wendungen, mit denen man absolut nicht rechnen kann. 

    Mit dieser Triologie hat er ein tolles Setting, grandiose Charaktere und einige neue Fantasygestalten geschaffen. 

    Auch seine Auflösung war wieder genial! 

    Mit Sicherheit werde ich in ein paar Jahren die Sturmkönige wieder besuchen! 

  17. Cover des Buches Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (ISBN: 9783596509577)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

     (740)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Moses ist ein 11-jähriger Junge, der mit seinem alleinerziehenden Vater in der Rue Bleue, Paris lebt. Da er nur wenig Geld von seinem Vater bekommt, stiehlt er in dem Gemischtwarenladen von Monsieur Ibrahim immer mal wieder etwas. Doch der "Araber an der Ecke" nimmt es dem kleinen Jungen nicht übel, sonst nimmt in unter seine Fittiche und bringt ihm die wichtigen Dingen des Lebens bei - vorallem das Lächeln. Das Buch ist sehr kurzweilig und liebevoll geschrieben. Es zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht und macht warm ums Herz. Obwohl man im ersten Moment denken könnte, dass es um die Unterschiede zwischen den Menschen geht (alt/ jung,  Jude/ Moslem, etc.), geht es eigentlich mehr darum, dass man menschliche Wärme und ein Lächeln seinen Mitmenschen entgegen bringen sollte. Auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann wie ein 11- jähriger in den Puff gehen kann und darf🤣

  18. Cover des Buches Frauen dürfen hier nicht träumen (ISBN: 9783442757480)
    Rana Ahmad

    Frauen dürfen hier nicht träumen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Snowhand
    Dieses Buch zeigt uns, dass Menschen auf der ganzen Welt Träume haben und lehrt uns, wie wichtig Freiheit ist.
  19. Cover des Buches Die Sturmkönige - Wunschkrieg (ISBN: 9783404208463)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Wunschkrieg

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    4.5 Sterne

    Ich liebe den Schreibstil von Kai Meyer. Ich liebe seine Settings, seine Figuren und die ganze Handlung, die er mit dieser Trilogie erschafft. 

    Allein dadurch dass seine Figuren nicht perfekt sind, macht er sie für mich so lebensnah. Auch schafft er es immer wieder mich zu überraschen. 

    Die Fantasyelemente und das ganze Setting ist in dieser Triologie einmalig. 

    Schon auf der ersten Seite war ich wieder in der Geschichte drin und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist spannend, berührend und phantasievoll. Ich liebe einfach die ganze Welt, die er mit dieser Triologie erschaffen hat. Jetzt bin ich gespannt wie er die Triologie enden lassen wird. 

  20. Cover des Buches Das Paradies (ISBN: 9783596192847)
    Barbara Wood

    Das Paradies

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Nala73
    Khadija, Amira und Jasmina – drei ägyptische Frauen erzählen von ihren verschlungenen Lebenswegen zwischen Fundamentalismus und westlicher Lebensart:

    Khadija hat einen unbeugsamen Willen, mit dem sie bis ins hohe Alter einen Fünfzig-Personen-Haushalt regiert. Ihre Vergangenheit liegt tief unter dem Wüstensand begraben.

    Amira ist die Tochter eines ägyptischen Vaters und einer englischen Mutter. Die Entwurzelte studiert Medizin und wird Ärtzin in Amerika.

    Jasmina ist als Bauchtänzerin im ganzen arabischen Raum berühmt. Durch ihr unkonventionelles Leben bringt sie ihre Familie in Verruf.
  21. Cover des Buches Erzähler der Nacht (ISBN: 9783407789877)
    Rafik Schami

    Erzähler der Nacht

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Nesa8486

    Rafik Schami schafft es, einige kleine Märchen zauberhaft zu erzählen. Ich habe jede Geschichte und jede Seite genossen. Der Schreibstil klar und flüssig und wie schon erwähnt leicht ins Märchenhafte, was ich aber total mag. Ich kann's definitiv nur empfehlen.

  22. Cover des Buches Die Dame mit der bemalten Hand (ISBN: 9783946334767)
    Christine Wunnicke

    Die Dame mit der bemalten Hand

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe

    Auf nicht einmal 160 Seiten erzählt uns Christine Wunnicke von einer Begegnung zwischen Ost und West, wie sie schöner kaum sein kann.

    1764 strandet der persische Astrolabienbauer und Astronom Musa al-Lahuri auf einem kleinen Eiland vor Bombay, wo er einen offenbar schwer kranken Europäer findet. Es ist Carsten Niebuhr, ein Forschungsreisender aus Norddeutschland, der am Sumpffieber (Malaria) leidet und erneut einen Fieberanfall hat. Auf der kleinen Insel wollte er einen Tempel erforschen und wurde von seinem Schiff bei der Abfahrt schlicht vergessen. Musa al-Lahuri nimmt sich des Kranken an und zwischen den beiden Zurückgelassenen entsteht fast so etwas wie eine Art Freundschaft. Ihre Gespräche finden auf Arabisch statt, das Beide beherrschen und sowohl Musa al-Lahuri wie auch der wissbegierige Niebuhr erfahren und staunen über das Gesagte des jeweils Anderen. Man versteht sich im sprachlichen Sinne, aber der Sinn bleibt oft genug nebulös, sehr zur Freude der Lesenden, für die diese oft genug aneinander vorbeilaufenden Unterhaltungen ein wahrer Genuss sind.

    Während die Figur des Carsten Niebuhr tatsächlich existierte und die Autorin sich weitestgehend an die historischen Begebenheiten hält, entspringt Musa al-Lahuri, der nicht weniger real wirkt als sein Gegenüber, jedoch ihrer Phantasie.  In dieser glaubwürdigen fiktiven Begegnung wird deutlich, wie relativ vermeintliche Tatsachen doch sind wie beispielsweise in ihrem Gespräch über das Sternbild Kassiopeia.

     „So klein“, seufzt Musa, „Ihr seht das ganze Weibsbild in den paar Sternen. Wir sehen dort nur ihre bemalte Hand“.   (Seite 124)

    Oder die Beschreibung der Frau, die den Weg aller Beteiligten kreuzt. Für Niebuhr ist sie

    "Ein Mädchen, vielleicht fünfzehn, vielleicht achtzehn Jahre alt, hoch gewachsen, mit langem Hals und langen Fingern und Zehen. Ihr Gesicht war rund wie ein Apfel und schmutzig, die Züge weich, die Brauen dramatisch geschwungen. Ihr Haar war zu Zotteln verfilzt und eine weiße Kette … zog sich kreuz und quer hindurch …. Als Kleid trug sie nur ein Tuch, das ihre Brüste kaum bedeckte."    (Seite 78)

     Für Malik, den Diener Musas, ist sie hingegen

    "… seine Zuflucht geworden, seine Helferin und Wohltäterin und der Gegenstand seiner Liebe. … Wäre sie kein Bettlermädchen gewesen, man hätte sie der Hoffart bezichtigen können, wie sie dort stolz einherschritt, als sei sie die Herrin der Insel."     (Seite 117)

    Und als endlich ein britisches Trüppchen auf der Insel landet, sehen sie

    "Ein großes, hageres Frauenzimmer in Lumpen … ; … die jüngere Frau sah verhärmt und auf tragische Weise verlaust aus;"     (Seite 140)

    Herrlich auch die Sprache, in der die Autorin den Deutschen Niebuhr Arabisch sprechen lässt. Das Märchen ‚Tischlein deck dich‘ wird zu ‚Deck dich selbst, oh kleiner Tisch des Wunders.‘ oder Zufall zu ‚Welch lustvolle Gleichzeitigkeit der Ereignisse.‘

    Heiterer und unterhaltsamer als in dieser wunderbaren Geschichte mit ihren liebenswerten Figuren sind Unterschiede und Missverständnisse der Kulturen wohl selten beschrieben worden.

  23. Cover des Buches Die dunkle Seite der Liebe (ISBN: 9783423212243)
    Rafik Schami

    Die dunkle Seite der Liebe

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Es fällt mir ein bisschen schwer, eine Rezension über dieses Buch zu schreiben.
    Vor Monaten hatte ich angefangen "Die dunkle Seite der Liebe" im Urlaub zu lesen. Doch irgendwie bekam ich ganz schlecht einen Zugang. Seitdem ruhte es. Nun habe ich mich wieder damit befasst und musste feststellen, dass der Zeitpunkt oder die Umstände vielleicht einfach ungünstig waren.
    Es gibt zwei verfeindete Clans: die Schahins und die Muschtaks. Gefühlt ging es auf den ersten 200 Seiten um ganz viele Generationen beider Clans, die immer wieder im Clinch lagen und immer wieder zwei Liebende aus der jeweils anderen Familie hervorbrachten. Niemals konnten die Väter das dulden, die Kinder wurden quasi immer verstoßen.
    Dann aber handelte der Rest des Buch von einer bestimmten Muschtak-Familie, in der der Sohn Farid die Hauptrolle spielte. Auch er verliebt sich, natürlich, in eine Tochter der "falschen" Familie: Rana Schahin. Sie kämpfen um ihre Liebe, jahrelang. Und währendessen wird die Geschichte Syriens erzählt, die Kultur und die Religion Syriens deutlich und vor allem die Probleme, die dieses Land in der Vergangenheit und sicherlich auch heute noch hat. Ein komplexer Roman, der aus verschiedenen "Mosaikteilen" besteht, wie es der Autor selbst ausdrückt. Er teilt sein Buch in verschiedene Bücher, so so gibt es das "Buch des Lachens", das "Buch der Liebe", das "Buch der Farbe", das "Buch des Todes" und noch einige mehr. Erst aus allen Teilen ergibt sich dann eine vollständige Geschichte, die schön und traurig, brutal und liebevoll, lustig und zum Verzweifeln ist.
    Doch über allem hängt die Kultur Syriens, die ich so wenig nachvollziehen kann. Zwangsehen, die Bedeutungslosigkeit von Frauen, fehlende Rechte von Frauen, fehlende Gerechtigkeit, übermäßige Brutalität durch das Militär. Folter und Schläge sind an der Tagesordnung, man darf seine Meinung nicht kundtun und immer so weiter.
    Für mich ein einziger Aufreger. Dennoch ein gutes Buch und wenn mich diese ganzen Aspekte nicht so aufregen und mir den Lesegenuss nehmen würden, könnte ich sicher auch mehr Sterne vergeben. Ich glaube es ist ein wichtiges Buch, um Europäern die Kultur der Syrer näher zu bringen. Ob es hilft, sei dahin gestellt.
  24. Cover des Buches Der Weltensammler (ISBN: 9783423135818)
    Ilija Trojanow

    Der Weltensammler

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Als Inspiration für diesen Roman diente das Leben und Schaffen des Weltreisenden Richard Francis Burton, der Mitte des 19. Jahrhunderts für die britische Krone Indien, Arabien und Afrika erforscht hatte. Dafür erlernte er dutzende Sprachen und begab sich nicht selten in Lebensgefahr. Sei es durch die wochenlangen Gewaltmärsche durch die ostafrikanische Steppe auf der Suche nach den Quellen des Nils, im Kampf mit Fieber und Seuchen, oder durch die Pilgerfahrt nach Mekka, verkleidet als Moslem, worauf für Nichtmuslime die Todesstrafe steht. Burtons grenzenloser Ehrgeiz und der unerbittliche Konkurrenzkampf mit anderen Forschern treiben ihn immer weiter ins Unbekannte…

    FAZIT: Vorab – Trojanow ist ein großartiger Stilist. Die verschiedenen Charaktere, Perspektiven, Stimmen, Atmosphären, alles toll geschrieben. Dennoch, ich weiß nicht woran es lag, ließ mich die Geschichte irgendwo auf der Hälfte fallen. Ich kam dann auch nicht mehr richtig rein, hab das Buch noch brav ausgelesen, blieb aber seltsam unberührt. Burtons Lebensgeschichte ist beeindruckend und ich lese solche biographischen Romane eigentlich auch sehr gern, aber hier blieb der Ofen aus… Zwei Sterne? Drei Sterne? Irgendwo da…

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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