Bücher mit dem Tag "arabien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "arabien" gekennzeichnet haben.

161 Bücher

  1. Cover des Buches Sommer unter schwarzen Flügeln (ISBN: 9783789142970)
    Peer Martin

    Sommer unter schwarzen Flügeln

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist schlicht und auch der Klappentext eher knapp. Dennoch musste ich das Buch bei der Brisanz des Themas einfach lesen und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil ist so fesselnd, dass ich das Buch trotz der vielen Seiten relativ schnell durch hatte - ich konnte es kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte hinter dem Buch ist sehr aktuell und vielleicht auch gerade deshalb so sehr verstörend und wachrüttelnd.

    Der Schreibstil ist sehr intensiv, man kann sich wahnsinnig gut in die Protagonisten hineinversetzen und ist gefühlt mitten in der Geschichte als stiller Beobachter und möchte doch so unendlich viel tun, um Protagonisten davon abzuhalten ins Verderben zu rennen.

    Alles in allem ein sehr krasses und wichtiges Buch, das jeder gelesen haben sollte, zum Nachdenken anregt und noch sehr lange nachhallt.

  2. Cover des Buches Das Jesus-Video (ISBN: 9783404170357)
    Andreas Eschbach

    Das Jesus-Video

     (763)
    Aktuelle Rezension von: Elchdame

    Ich bewerte hier das Hörbuch, das ich leider nicht eintragen kann. Gelesen habe ich das Buch nicht, aber mehrfach gehört.

    Ich liebe dieses Hörbuch einfach und ich höre es immer wieder. 

    Stephen Foxx, ein Student aus den USA nimmt als freiwilliger Helfer an einer archäologischen Ausgrabung in Israel teil. Dort findet er in einem Grab aus etwa dem Jahr 30 n.Ch. die Bedienungsanleitung für eine Sony Videokamera. Natürlich fragt er sich, was das Ganze zu bedeuten hat. Nach einigen Überlegungen kommt er zu dem Schluss, dass es sich bei dem Skelett in dem Grab um einen Zeitreisenden aus der Zukunft handeln muss, denn wie sich herausstellt, wird die Kamera, zu der die Bedienungsanleitung gehört, in frühestens drei Jahren auf den Markt kommen.

    Doch was hat es zu bedeuten, dass die Bedienungsanleitung in dem Grab lag? Er kommt zu dem Schluss, dass irgendwo in Israel die Kamera versteckt sein muss. Und dass der Zeitreisende vor 2000 Jahren nur ein Motiv zum Ziel gehabt haben kann: Jesus Christus.

    Zum selben Schluss kommt auch John Kaun, Geldgeber der Ausgrabung, der nach dem Fund an der Ausgrabungsstelle auftaucht und Experten zu Rate zieht, die mit ihren jeweiligen Fähigkeiten dazu beitragen sollen, das Versteck dieser Videokamera zu finden.

    Zwischen Stephen Foxx samt seinen Freunden Judith und Yehoshua Menez auf der einen Seite und dem Multimillionär John Kaun auf der anderen Seite entbrennt ein atemberaubender Wettlauf, in dessen Verlauf sich der Vatikan einschaltet, ein abgeschiedenes, fast vergessenes Kloster mit einer handvoll Mönchen und schließlich auch das israelische Militär eine Rolle spielen.

    Die Charaktere werden in diesem Buch sehr glaubhaft dargestellt und ich kann sie mir lebhaft vorstellen. Es wird zudem eine gute Spannung aufgebaut. Gelesen wird das Buch von Matthias Koeberlin sehr ansprechend und mitreißend. Er ist großartig!

    Schließlich das Resümee, welches Stephen Foxx aus den ganzen Ereignissen zieht – ich möchte natürlich nicht zu viel verraten. Aber ich finde das Resümee auch als gläubiger Christ als Gewinn. Auch wenn ich es nicht eins zu eins bejahen würde und mir das Geschenk der Vergebung fehlt, ist es doch für mich nachvollziehbar und ansprechend.

    Ich kann dieses Hörbuch wirklich von ganzem Herzen empfehlen – auch gegenüber der gekürzten Version, die ich zwar auch schon mehrfach gehört habe, der aber einfach einiges fehlt. Denn die Kürzungen sind zum Teil doch recht erheblich. Lasst Euch auf die unglaubliche Geschichte ein und verfolgt selbst den spannenden Wettbewerb, das ist meine Empfehlung.

  3. Cover des Buches Der Alchimist, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783257065541)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist, Jubiläumsausgabe

     (470)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest

    Ich wollte das Buch so gerne mögen, aber leider war es einfach nicht meins...

    Es geht um einen andalusischen Schafhirten, der den wiederkehrenden Traum hat, dass bei den Pyramiden von Ägypten ein verborgener Schatz auf ihn wartet. Nachdem er eine Traumdeuterin aufgesucht und ein unerwartetes Gespräch mit dem König von Salem geführt hat, macht er sich auf, seiner inneren Bestimmung zu folgen und den Schatz zu finden. Eine lange Reise beginnt und viele interessante Begegnungen kreuzen den Weg des Hirten.

    Was mir an dem Protagonisten nicht so gefiel war, dass er sich oft von Anderen sagen lassen hat, was er tun soll. Er wirkte dadurch so lenkbar, auch wenn er insgesamt sympathisch ist. Emotional kam leider nicht so viel bei mir an. Der Schreibstil ist sehr philosophisch und meiner Meinung nach wenig gefühlsbetont. Dafür ist das orientalische Setting, das hauptsächlich in der Wüste  spielt, sehr faszinierend.

    Das Buch gibt einem durchaus positive Denkanstöße. Es erinnert einen daran, seine Träume nicht aufzugeben und mutig zu sein, keine Angst vor dem Versagen zu haben. Dennoch fand ich die Botschaften oft sehr phrasenhaft. Vieles hat man einfach schon zu oft gelesen, wie beispielsweise, dass man in der Gegenwart leben soll oder dass man alles schafft, wenn man nur fest genug will und bereit ist, für seinen Traum zu kämpfen. Letzteres sehe ich im Übrigen nicht so und ist für mich eher Wunschdenken. Vielleicht habe ich aber inzwischen auch, durch eigene nicht so positive Erfahrungen, eine etwas andere Sicht auf die Welt. Gerade die Gesundheit kann einem halt doch einen Strich durch die Rechnung machen, egal wie sehr man etwas möchte. 

    Beim Lesen des Buchs sollte man auf jeden Fall offen sein für Spiritualität. Obwohl ich von mir behaupten würde, dass ich das bin, hatte ich trotzdem so meine Probleme mit der Geschichte. Mit der immer wieder erwähnten "Weltenseele" konnte ich nicht so viel anfangen. Irgendwie war mir das zu abstrakt. Genauso wie die Vorstellung, dass alles schon vorherbestimmt sein soll (Stichwort: Maktub - es steht geschrieben). Dennoch mag ich die Annahme, dass das Universum einem Zeichen gibt. Auch wenn ich manchmal selbst vergeblich nach den Zeichen suche... Die Erzählung hat etwas Märchenhaftes. Nichtsdestotrotz konnte sie mich leider nicht richtig fesseln und ich hatte mir durch die vielen positiven Stimmen deutlich mehr erhofft. 

  4. Cover des Buches Zorn und Morgenröte (ISBN: 9783846600641)
    Renée Ahdieh

    Zorn und Morgenröte

     (905)
    Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibro

    Ssobald sich der Kalif eine Braut nimmt, lässt er sie am nächsten Tag hinrichten. Sharzad lässt sich dies nicht länger gefallen und meldet sich freiwillig als Braut, jedoch nicht um hingerichtet zu werden, sondern um den Kalifen zu töten. Was Sharzad nicht bedacht hat: sie entwickelt aufrichtige Gefühle für den Mörder so vieler Frauen...

    Meine Meinung:

    Das Buch fing toll an und der Schreibstil ist durchgängig faszinierend. Man kann sich die Welt sehr gut vorstellen und auch die Charaktere fnad ich schön gezeichnet. Allerdings konnte das Buch mich bis zum Schluss nicht in seinen Bann ziehen, es fiel mir zu keiner Zeit schwer, aufzuhören mit dem Lesen.

    Der Cliffhanger am Ende lässt mich eher unbeeindruckt zurück und ich weiß nicht, ob ich weiterlesen möchte...

    Fazit:

    Tolle Idee und toller Anfang, aber ohne Beständigkeit und daher leider schnell wieder zu vergessen...

  5. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

     (327)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich muss schon sagen, dass ich ein wenig traurig darüber bin, dass ich meine geliebten Finnegans / Bristows und Baxters gehen lassen muss, aber ich kann ja immer wieder zu ihnen zurückkehren, das beruhigt mich dann doch ein bisschen. Für mich war der Abschluss der Trilogie definitiv der beste Teil der Trilogie und es ärgert mich immer noch, dass am Ende diese eine Sache passiert ist bzw. nicht passiert ist, die mich dann so gestört hat, dass ich am Ende einfach keine 5 Sterne vergeben konnte.

    In diesem Band geht es um Seamie, den jüngsten der Finnegans, und Willa , die man bereits im Vorgänger kennengelernt hat und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass sie mir so sehr ans Herz wachsen würden.

    Zum Schreibstil brauche ich nach drei dicken Büchern, glaube ich, nicht mehr allzu viel sagen. Die Frau hat’s drauf und man kann trotz der Seitenzahl einfach nur so durch die Kapitel fliegen. Ich mag die Kombination aus Spannung, Emotionen (positiven wie negativen) und Herzklopfen.

    Nachdem ich den zweiten Band so geliebt habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Seamie oder Willa so gern haben könnte wie Sid und India, weil ich mich mit Letzterer auch so gut identifizieren konnte. Willa und ich könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch habe ich so sehr mit ihr mitgefiebert und vor allem mit ihr mitgelitten. Auch Seamie mochte ich gern, ich hatte nur manchmal etwas Probleme, ihn mit dem kleinen Jungen aus »Die Teerose« zusammenzubringen.

    Das ganze Buch war einfach spannend, wir befinden uns auf drei unterschiedlichen Kontinenten und das vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, wodurch man ganz viele Perspektiven eröffnet bekommt und auch viele Dinge erfährt, die man mit dieser Zeit nicht unbedingt in erster Linie erfährt, die aber trotzdem enorm wichtig waren.

    Fazit: Ein würdiger Abschluss für eine super Trilogie mit wundervollen Charakteren, die mir viele tolle Lesestunden bereitet hat.

    Bewertung Band 3: 4,5/5
    Bewertung gesamte Trilogie: 4,5/5

  6. Cover des Buches Risiko (ISBN: 9783453419568)
    Steffen Kopetzky

    Risiko

     (67)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Nach Ausbruch des 1 Weltkrieges plante die deutsche Militärführung, zunächst einen raschen Sieg gegen Frankreich zu erreichen um anschließend alle Kräfte für den Feldzug gegen Russland frei zu haben. Der Überfall auf das neutrale Belgien veranlasste jedoch Großbritannien zum Kriegseintritt, was das Kaiserreich vor ein Problem stellte. Neben Österreich hatte man keine starken Verbündeten, und als Italien sich auf die Seite der Entente schlug, war die letzte Hoffnung, das Osmanische Reich auf die Seite der Mittelmächte zu ziehen, was dan auch gelang. Um England zu schwächen, plante Deutschland die sog. Oskar-Niedermayer-Expedition, welche das Ziel hatte, nach Kabul zu reisen um den Emir von Afghanistan zu bewegen, einen Aufstand der Paschtunenstämme gegen die Briten im heutigen Pakistan anzuzetteln. So sollten die Briten entscheidend geschwächt werden. Dies ist der historische Ausgangspunkt zu diesem sehr spannenden Roman, der eine Vielzahl von bisher wenig bekannten Details erzählt. Anhand von vorwiegend erfundenen Protagonisten wird die wahre Geschichte dieser Expedition erzählt, wobei natürlich auch viel Fantasie des Autors im Spiel ist.

    Steffen Kopetzky gelingt mit dem Werk ein historischer Roman, der sprachlich auf hohem Niveau erzählt ist und die Figuren liebevoll und glaubwürdig schildert. 

     

  7. Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
    Betty Mahmoody

    Nicht ohne meine Tochter

     (501)
    Aktuelle Rezension von: booksonfire

    In dem 1987 erschienen Roman „Nicht ohne meine Tochter“ erzählt Betty Mahmoody von der Zeit, in der sie und ihre Tochter von ihrem Ehemann im Iran festgehalten werden.

    Zu Beginn habe ich etwa 50 Seiten gebraucht, um in das Buch reinzukommen, da der Anfang sehr direkt ist und man wenige Hintergrundinformationen bekommt. Nach kurzer Zeit nimmt der Schreibstil der Autorin einen jedoch in den Bann und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nach und nach werden Motive und frühere Geschehnisse erläutert. Die lebendigen und ehrlichen Schilderungen von Betty machen ihren Charakter nahbar und für den Lesenden nachvollziehbar. Da auch die Autorin nach westlichen Standards aufgewachsen ist, spiegelt sich ihre erschrockene Reaktion über die iranische Kultur in meinem Unglauben. Und glaubt mir, ihr werdet schockiert sein!

    Bemerkenswert finde ich auch die stetigen Entwicklungen im Buch. Die Autorin schafft es, Passagen nicht unnötig in die Länge zu ziehen und dabei dennoch durch Schilderungen einzelner Momente einen Eindruck der Lebensabschnitte zu verschaffen. Ständig staunt man über neue Entwicklungen und ist somit nie gelangweilt während der 500 Seiten.

    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, da man viel über die extreme Auslebung der muslimischen Kultur im Iran erfährt und dabei die persönliche Geschichte Betty Mahmoodys verfolgen darf. Obwohl der Roman schon 35 Jahre alt ist, ist das Thema der Frauenunterdrückung heutzutage leider immer noch aktuell.

  8. Cover des Buches Sonnenaufgang im Todestal (ISBN: 9783944794471)
    Amiira Ann

    Sonnenaufgang im Todestal

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Kabelka

    ... ,das zeigt Amiira Ann in ihrem Buch "Sonnenaufgang im Todestal". Sie schreibt von ihrem Leben mit ihrer Familie im Jemen. Es werden viele Besonderheiten der Kultur, der Menschen und des Lebens dort preis gegeben und man bekommt einen wundervoll ehrlichen und authentischen Einblick in die Höhen und Tiefen dieser Familie , die sie in diesen Jahren erlebt haben. 

    Amiira Ann schreibt von tollen, wunderbaren und aber auch herausfordernden Erlebnissen, die sie mit Gott gemacht hat und so auch Gott neu kennenlernen durfte.

    Besonders toll fand ich, wie Gott heute immer noch Menschen benutzt um zu heilen und sie darin zu verherrlichen.

  9. Cover des Buches Die vierzig Geheimnisse der Liebe (ISBN: 9783036959122)
    Elif Shafak

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Stella_Stellaris

    Es handelt sich um einen Buch-im-Buch-Roman, bei dem das Thema Sufismus im Vordergrund steht. 

    Die vierzigjährige Ella führt ein wohlgeordnetes Leben mit Mann, Kindern, Haus und Hund. An der Oberfläche erscheint alles perfekt. Tief in ihrem Inneren ist Ella jedoch unglücklich. Durch ihre Arbeit lernt sie Aziz kennen und führt mit ihm einen regen Mailkontakt. Noch bevor sie sich zum ersten Mal gegenüberstehen, hat Ella sich in Aziz verliebt.

    Das Buch-im-Buch handelt von dem Gelehrten und späteren Dichter Rumi und seinem Freund Schams-e Tarizi, einem Sufi und Wanderderwisch.

    Ich habe mich vor Jahren schon einmal kurz mit Sufismus beschäftigt. Dann hat das Leben andere Themen nach oben gespült. Deshalb war es nun eine Freude für mich Rumi, dessen Gedichte mich stets auf´s Neue tief berühren, beim Lesen zu begegnen. Sein Gefährte Schams-e Tarizi war ein persischer Mystiker und Wanderderwisch; er lebte im 12./13. Jahrhundert. 

    Das Buch steckt voller Liebe und regt zum Nachdenken an.

    Obwohl mir das Buch-im-Buch sehr gefallen hat, hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin der Liebesgeschichte von Ella und Aziz mehr Raum gegeben hätte.

    Mein Fazit: Absolut lesenswert (und nicht nur einmal)!


  10. Cover des Buches Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt (ISBN: 9783734101205)
    Helene Wecker

    Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt

     (111)
    Aktuelle Rezension von: BlueLeo

    „Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das Buch spielt großteils in Manhattan in den Jahren 1899/1900 und die Protagonisten sind, wie der Titel schon erahnen lässt, einen Golem und einen Dschinn. Beide suchen ihren Platz im Leben und vermitteln dem Leser dabei ganz neue Eindrücke von Glück, Freiheit und Liebe. 

     

    Was mir besonders gut gefallen hat sind die Beschreibungen von Charakteren, Orten, Gefühlen und dem Leben an sich. In der Erzählung stecken so viel Liebe und Herz, dass ich es einfach nur genossen habe alle Einzelheiten in mich aufzusaugen. Den Orten wird so viel Leben eingehaucht, dass ich beim Lesen beinahe den Staub in der Luft schmecken konnte. Mit stattlichen 600 Seiten ist das Buch natürlich auch ein ganz schöner Wälzer, wer die lebendigen Beschreibungen jedoch zu schätzen weiß, wird jede einzelne Seite genießen.


    Bis zum Ende bin ich mit den Hauptprotagonisten leider nicht ganz warm geworden, was ich wirklich schade fand. Trotz allem muss ich ihnen zugestehen, dass sie perfekt zur Geschichte gepasst haben. Bei einem so dicken Buch gibt es natürlich auch sehr viele Nebencharaktere, die unglaublich gut ausgearbeitet und beschrieben sind. 

     

    Auch wenn das Buch zum Genre Historical Fantasy zählt, so ist es doch viel mehr als das. Es geht um tiefgreifende Themen wie Freundschaft, Andersartigkeit, Gefühle und Liebe. Das Buch erreicht eine Tiefe, die zum Nachdenken und Träumen anregt. 

     

  11. Cover des Buches Die Sturmkönige - Glutsand (ISBN: 9783404208470)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Glutsand

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    Das war für mich wieder ein wahrer Pageturner. Kai Meyer schafft es wie kaum ein anderer mich in Welten mitzunehmen. 

    Das Setting dieser Triologie hat mir besonders gut gefallen. Auch entwickelt er seine Figuren derart vielschichtig, das man absolut keine Ahnung hat, was sie als nächstes tun werden. 

    Ebenso toll sind seine Wendungen, mit denen man absolut nicht rechnen kann. 

    Mit dieser Triologie hat er ein tolles Setting, grandiose Charaktere und einige neue Fantasygestalten geschaffen. 

    Auch seine Auflösung war wieder genial! 

    Mit Sicherheit werde ich in ein paar Jahren die Sturmkönige wieder besuchen! 

  12. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453503946)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.205)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    Als Rob Coles Vater und Mutter sterben, werden er und seine Geschwister an verschiedene Leute aufgeteilt. Rob wird zu dem Gehilfen eines Baders und entdeckt seine Leidenschaft für das Heilen. Angetrieben von dieser starken Leidenschaft wird er ferne Orte sehen und Abenteuer in der Welt des 11. Jahrhunderts erleben.

    Der Medicus ist mehr als ein gewöhnlicher Roman. Er erzählt auf mehr als siebenhundert Seiten das aufregende Leben von Rob. Der Text erzählt sehr viel: Manches wird sehr detailreich geschildert – anders sehr kurz. (Anders könnte man diese vielen Jahre gar nicht zusammenfassen.)

    Tatsächlich empfand ich den Text als harte Kost. Besonders durch die ersten Hundert Seiten musste ich mich durchbeißen. Ich dachte schon daran aufzugeben, als die Geschichte an Schwung aufnimmt und ich fasziniert in diese Welt eingesogen wurde.

    Stellenweise fand ich die Hauptperson Rob emotionstechnisch ein wenig blass. Doch die viele Zeit, die man mit ihm verbringt, macht dies wieder wett und er ist eine durchaus komplexe Person.

    Es muss außerdem eine unglaubliche Arbeit gewesen sein, so viele Charaktere dazustellen. Man bekommt so viel gezeigt …

    Der Medicus ist kein historisch korrekter Roman, sondern – wie der Autor Noah Gordon im Nachwort erklärt – eine fiktionalisierte Darstellung des Mittelalters. Neben geschichtlichen Ungenauigkeiten sind manche Dinge sehr "unglaublich". Aber das störte mich gar nicht. Die Schauplätze funktionieren und faszinieren gut.

    Man bekommt alte Medizin, persische Kultur, drei Religionen und vieles mehr gezeigt. Besonders die freundschaftliche Verbindung zwischen einem Christen, einem Juden und einem Muslim fand ich schön.

    Mein Fazit: Für den Medicus sollte man sich zeitnehmen. Trotz der vielen Zeit die ich hineinsteckte, brauchte ich lange, bis ich fertiggelesen hatte. Vielleicht lag das auch an dem detailreichen Erzählen.

    Deshalb würde ich jedem, der historische Wälzer und anspruchsvollere Literatur mag, dieses Buch empfehlen. Ich fand dieses Epos sehr beeindruckend erzählt, man lernt das Mittelalter noch einmal ganz neu kennen. Mal ganz unabhängig davon, wie realistisch manches ist. (;

    85/100

  13. Cover des Buches Frauen dürfen hier nicht träumen (ISBN: 9783442757480)
    Rana Ahmad

    Frauen dürfen hier nicht träumen

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Snowhand
    Dieses Buch zeigt uns, dass Menschen auf der ganzen Welt Träume haben und lehrt uns, wie wichtig Freiheit ist.
  14. Cover des Buches Die Sturmkönige - Wunschkrieg (ISBN: 9783404208463)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Wunschkrieg

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    4.5 Sterne

    Ich liebe den Schreibstil von Kai Meyer. Ich liebe seine Settings, seine Figuren und die ganze Handlung, die er mit dieser Trilogie erschafft. 

    Allein dadurch dass seine Figuren nicht perfekt sind, macht er sie für mich so lebensnah. Auch schafft er es immer wieder mich zu überraschen. 

    Die Fantasyelemente und das ganze Setting ist in dieser Triologie einmalig. 

    Schon auf der ersten Seite war ich wieder in der Geschichte drin und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist spannend, berührend und phantasievoll. Ich liebe einfach die ganze Welt, die er mit dieser Triologie erschaffen hat. Jetzt bin ich gespannt wie er die Triologie enden lassen wird. 

  15. Cover des Buches Die Dame mit der bemalten Hand (ISBN: 9783946334767)
    Christine Wunnicke

    Die Dame mit der bemalten Hand

     (23)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Indien im Jahr 1764: Zwei sehr unterschiedlich Männer begegnen einander auf der Insel Gharapuri vor Mumbai. Der deutsche Mathematiker und Astronom Carsten Niebuhr war auf einer Forschungsreise. Seine Mitreisenden wurden von diversen Krankheiten dahingerafft. Niebuhr selbst leidet nun ebenfalls am Sumpffieber. Musa al-Lahuri ist ein Meister der Konstruktion von Astrolabien. Von Jaipur aus auf dem Weg nach Mekka strandet der Gelehrte auf der Insel. Während er einen Tempel erkunden will, vergisst ihn sein Schiff, dafür trifft er auf den fiebernden und fantasierenden Niebuhr.

    Die Dame mit der bemalten Hand von Christine Wunnicke ist ein Buch über Wissenschaft, Sprache und Freundschaft. Die deutsche Schriftstellerin beschreibt sorgsam die unterschiedlichen Welten und ihre ungleichen Protagonisten. Zwischen Niebuhr und Meister Musa entsteht eine innige Verbindung trotz Sprachbarriere und verschiedener Weltanschauung.

    Ihre vermeintliche Gegensätzlichkeit wird an mehreren Beispielen sichtbar. Während für den einen die Insel, auf der sie sich befinden; Gharipuri heißt, nennt sie der andere Elephanta. Bei der Betrachtung des nächtlichen Sternenhimmels sieht der eine Cassiopeia, die sitzende Frau, der andere hingegen nur deren bemalte Hand. Doch je länger sie sich radebrechend auf Arabisch verständigen, dabei so wunderbare Wortkonstruktionen wie „du lügst wie gestempelt“ entstehen, umso mehr erkennen sie: „Wir alle schauen auf denselben Himmel"

    Es ist nicht dick, dieses Buch, gerade einmal 168 Seiten stark, und dabei voller Entdeckungen und feiner Momente.

    Was für ein wunderbar pointiertes Buch über Unterschiede und Gemeinsamkeiten, damals wie heute.

  16. Cover des Buches Ofirs Küche (ISBN: 9783458177661)
    Ofir Raul Graizer

    Ofirs Küche

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Nadezhda

    Ich liebe dieses Kochbuch. Habe es dieser Tage zum zweiten Mal von vorne nach hinten durchgelesen, einschließlich fast aller Rezepte, und mir markiert, welche Gerichte ich in den nächsten Wochen ausprobieren möchte. (Viele.  ) Dem ersten Lese-und-Nachkoch-Durchlauf verdanke ich bereits einige tolle Rezepte und die Entdeckung von Ofirs Lieblingsgemüse, der Aubergine, auch für meine Küche.


    Dieses Buch ist jedoch nicht nur eine nett kommentierte Rezeptsammlung, sondern eine Philosophie des Kochens und Essens, wie sie mir bisher nur bei einer - ebenfalls jüdischen - Autorin untergekommen ist: in Jeanette Landers autobiografisch gefärbtem Werk "Überbleibsel. Eine kleine Erotik der Küche", das mein Kochen geprägt hat wie bisher kein anderes Buch.


    Ofir Raul Graizer nun schreibt zu den verschiedenen Teilen des Kochbuches und zu vielen einzelnen Rezepten so persönliche, warmherzige, humorvolle und zugleich nachdenklich stimmende Einführungen, dass man in jeder Zeile seine Liebe zu diesem Gericht und seiner arabischen / ashkenasischen / sephardischen / usw. Herkunft spüren und beinahe schmecken kann. Die Rezepte sind bodenständig, nach meinen bisherigen Erfahrungen leicht nachzukochen und verzichten auf so irrelevante Dinge wie Kalorienangaben oder die exakte Dauer des Gemüseschnippelns, was sowieso nie stimmt,  zugunsten der aus meiner Sicht viel interessanteren Hinweise wie "vegan" oder "glutenfrei". (Vegetarisch sind die Rezepte übrigens alle, wobei das nie an die große Glocke gehängt wird.)


    Für die Qualität eines Kochbuches vielleicht am relevantesten: Unsere Küche quoll dieser Tage über vor Taboulé, gerösteten Auberginen, diversen orientalisch duftenden Schmorgerichten und Kaffee mit Kardamom, selbst die Spülmaschine riecht immer noch nach Petersilie und Minze, weil ich meine Lektüre ständig unterbrechen musste, um an den Herd zu stürzen und eine dieser Köstlichkeiten nachzukochen. Was will man von einem Kochbuch denn mehr...


  17. Cover des Buches Erzähler der Nacht (ISBN: 9783407810908)
    Rafik Schami

    Erzähler der Nacht

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Nesa8486

    Rafik Schami schafft es, einige kleine Märchen zauberhaft zu erzählen. Ich habe jede Geschichte und jede Seite genossen. Der Schreibstil klar und flüssig und wie schon erwähnt leicht ins Märchenhafte, was ich aber total mag. Ich kann's definitiv nur empfehlen.

  18. Cover des Buches Die verschleierte Gefahr (ISBN: 9783958900776)
    Zana Ramadani

    Die verschleierte Gefahr

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Levus
    Zana Ramadani spricht offen aus, worüber in den Leitmedien und in der Öffentlichkeit wegen falschverstandener Toleranz und übertriebener politischer Korrektheit immer noch nicht geredet wird. Sie benennt Ursachen, erklärt Hintergründe und beleuchtet insgesamt, worin die vielfältigen Probleme mit dem Islam und seinen Anhängern bestehen. Ein sehr informativer und wichtiger Beitrag zur aktuellen Diskussion. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein für Politiker (und für Wähler) unabhängig von Religion und politischer Einstellung.
  19. Cover des Buches Das ferne Land (ISBN: 9783404172894)
    Charlotte Thomas

    Das ferne Land

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Imlammenien

    Candia, 1645: Die junge Katharina muss ihre Interimsheimat Candia (Kreta) verlassen, als die Insel von den Türken erobert wird. Als sie erfährt, dass ihr Ehemann, ein Kaufmann, im heutigen Jemen verstorben sein und ihr reiche Weihrauchvorräte hinterlassen haben soll, macht Katharina sich gemeinsam mit ihrer Haushälterin Jokasta und ihrem kampferprobten Diener Pjotr auf die Reise. Und weil die eigene Reisekasse schmal bestückt ist, übernimmt sie den Auftrag den ebenso so charmanten wie zwielichtigen Massino Bagliani zu beschatten, der verdächtigt wird ein als Spion für die Türken gegen die Venezianer zu arbeiten. Doch um ihre Reise antreten zu können, muss sie Bagliani zunächst einmal davon überzeugen als ihr Reiseführer zu wirken – und Massimo ist alles andere als willig…

    In gewohnt gekonnter Manier setzt Charlotte Thomas auch in diesem Roman ihre vielschichtigen Charaktere in Szene und schickt Katharina & Co auf eine abenteuerliche Reise. Erfreulicherweise wird der Leser nicht zu Beginn des Romans von einer Vielzahl von Figuren erschlagen, stattdessen werden diese nacheinander und in überschaubarer Reihenfolge eingeführt. Und so hat der Leser Katharina, Jokasta, Pjotr und alle anderen schon bald liebgewonnen und kann sich über deren Schrullen und Schwächen ebenso wundern wie auch den Kopf schütteln. Gemischt mit einem tollen Cocktail aus Spionageabenteuer, Liebesgeschichte und Reiseerzählung begleitet der Leser Katharina von Kreta nach Ägypten und auf die arabische Halbinsel und es ist den faszinierenden Beschreibungen der Autorin zu verdanken, dass man als Leser auf jeder Seite das Gefühl hat, mit allen Sinnen auf dieser Reise dabei zu sein.

    Eine besondere Freude ist zudem das liebevoll gestaltete Buch mit seinen hübschen Illustrationen und seinem stimmungsvollen Cover – hier auch ein dickes Lob an den Verlag und die verantwortlichen Illustratoren.

    FAZIT: Ein ebenso spannender wie in jeder Hinsicht unterhaltsamer Reiseroman, in dem der Leser die Figuren mit allen Sinnen durch einen äußerst faszinierenden Landstrich begleiten darf. Definitiv ein Buchtipp!

  20. Cover des Buches Rache und Rosenblüte (ISBN: 9783846601037)
    Renée Ahdieh

    Rache und Rosenblüte

     (341)
    Aktuelle Rezension von: Reading-Fox

    ! Achtung: Zweiter und finaler Band einer Reihe!

    Shahrzad hat wider Erwarten ihre große Liebe in Chalid gefunden, dem vermeintlich grausamen und blutrünstigen Kalifen von Chorasan. Um des Friedens willen muss Shahrzad jedoch den Palast verlassen und ihrem einstigen Liebhaber Tarik in ein Rebellenlager in der Wüste folgen. Dort angekommen kann sie die Untätigkeit und misstrauischen Blicke nicht lange aushalten und versucht auf eigene Faust den Fluch des Kalifen zu brechen, bevor weitere Unschuldige in einem drohenden Krieg sterben. 


    WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Das Buch stand schon seit längerer Zeit auf meiner Leseliste, da ich den ersten Band trotz einiger Schwächen und Kritikpunkte gern gelesen hatte. Daher wollte ich noch einmal in die Welt von Chorasan abtauchen, um herauszufinden, wie es mit Shahrzad und Chalid weitergeht. 


    HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Absolut nicht. Alles, was mich im ersten Band so in die Geschichte gezogen hatte, hat hier gefehlt - Shahrzads schlagfertige Art, Renée Ahdiehs detailverliebter Schreibstil, der Chorasan vor meinem inneren Auge in prächtigen Farben zum Leben erweckte, das Mysterium des Fluches ...


    WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Ich wünschte, ich könnte hier abseits der schönen Gestaltung noch andere positive Aspekte hervorheben, aber mir fällt es wirklich schwer, etwas zu finden. 


    WAS HAT MICH GESTÖRT? Das erste, was mir sofort aufgefallen ist: Die Autorin springt fast im Seitentakt in den Perspektiven und dabei ging der rote Faden des Romans komplett verloren. Der eigentliche Konflikt (so dachte ich), Chalid und Chorasan von seinem Fluch zu befreien ging vollkommen unter. Ich hatte den Eindruck, dass die Nebencharaktere (und deren Liebesgeschichten) viel mehr Raum erhalten haben, als unsere eigentlichen Hauptfiguren Shahrzad und Chalid. Dementsprechend schnell ist das Brechen des Fluches dann auch abgefrühstückt und hat mich ziemlich enttäuscht zurückgelassen. Dazwischen zieht sich die Handlung unglaublich zäh und auch bei der Charakterentwicklung hatte ich das Gefühl stetig auf der derselben Stelle im Wüstensand zu treten. 


    FAZIT. Ich hatte nicht erwartet, mit Rache und Rosenblüte ein neues Herzensbuch zu finden, aber dennoch die Magie und die Leidenschaft, mit denen der erste Band mich so fesseln konnte. Das war leider nichts.


  21. Cover des Buches Ich bleibe eine Tochter des Lichts (ISBN: 9783958900158)
    Alexandra Cavelius

    Ich bleibe eine Tochter des Lichts

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Angelika123
    Shirin ist 17 Jahre jung und wohnt mit ihrer Familie in einem jesidischen Dorf im Nordirak. Sie ist zum ersten Mal verliebt, trifft sich mit Freunden und träumt davon, später Jura zu studieren. Eigentlich führt sie ein ganz normales und glückliches Teenagerleben. Bis im Sommer 2014 der sogenannte Islamische Staat über ihr Dorf hereinfällt und plötzlich nichts mehr ist, wie es einmal war. Es folgen Monate des Schreckens. Shirins Familie wird auseinandergerissen und verschleppt, weil sie Jesiden sind und die IS-Terroristen diese für „Ungläubige“ halten. Sie selbst wird wie ein Stück Vieh von Mann zu Mann gereicht, verkauft, verschenkt, ausgeliehen, zwangsprostituiert. Als Haus- oder Sexsklavin wird sie geschlagen und vergewaltigt. Nach den Regeln des IS dürfen Ungläubige als Sklaven gehalten werden und verdienen diese Behandlung regelrecht. Zwangsheirat und Zwangskonvertierung zum Islam sollen dafür sorgen, dass brave Muslime aus ihnen werden. Wer sich dagegen auflehnt, wird noch weiter gequält oder schlimmstenfalls getötet. Mithilfe von öffentlichen Hinrichtungen, Massengräbern und Propaganda-Videos wird die Bevölkerung eingeschüchtert und gefügig gemacht. 2015 gelingt Shirin das Unglaubliche: Sie kann fliehen! Aber auch nach der Flucht sind Angst und Qualen noch lange nicht vorbei. Der Terror in ihrem Kopf geht weiter. Doch Shirin hat einen unglaublichen Überlebenswillen und kämpft voller Mut gegen ihre schrecklichen Erlebnisse an…

    Dieses Buch zeigt die Schreckensherrschaft des IS und seine barbarischen Methoden aus der Sicht eines jungen jesidischen Mädchens, das in den Monaten ihrer Gefangenschaft die Hölle auf Erden erlebt hat. Doch ist es keineswegs ein Einzelfall – vielmehr steht Shirins Geschichte stellvertretend für die vielen Tausend Mädchen und Frauen, die unter dem IS gelitten haben und immer noch leiden. Ein Buch, das versucht in Worte zu fassen, wofür es keine Worte gibt. Erzählt von einer unglaublich mutigen, jungen Frau, die sich dazu entschlossen hat, über ihr Schicksal zu sprechen, um die unmenschlichen Grausamkeiten des IS öffentlich zu machen.

    Shirin mit Alexandra Cavelius und Jan Kizilhan. Ich bleibe eine Tochter des Lichts – Meine Flucht aus den Fängen der IS-Terroristen. Europa-Verlag Berlin. 18,99 Euro.

  22. Cover des Buches Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (ISBN: 9783104013633)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

     (755)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen und berührte mich sehr. Der Schreibstil gefiel mir sehr. Eine besondere Geschichte, die mir lange in Erinnerung bleiben wird. Daher eine absolute Leseempfehlung von mir und 5 Sterne. Von diesem Autoren möchte ich unbedingt noch mehr lesen. 

  23. Cover des Buches Königin der Wüste (ISBN: 9783442158898)
    Janet Wallach

    Königin der Wüste

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Die meisten Menschen in unseren Breiten haben von Gertrude Bell noch nie etwas gehört. In Großbritannien ist ihr Name natürlich wohl bekannt, ist sie ja eine Tochter der britischen Upper Class.

     

    Wer war sie nun, diese Frau die den überwiegenden Teil ihres Lebens im Nahen Osten verbrachte, die von Freunden und Feinden ehrfurchtsvoll “Chatun” oder “Effendi” genannt wurde?

     

    Geboren 1868 als Tochter  des reichen Industriellen Thomas Hugh Bell und seiner Frau Mary Shield, erlebt sie den Tod ihrer Mutter mit nur drei Jahren, die kurz nach der Geburt des Sohnes Maurice stirbt. Längere Zeit bleibt der Witwer unverheiratet und scheint dadurch eine enge Bindung zu seiner Tochter zu haben. Als Hugh 1876 die Schriftstellerin Florence Ollife heiratet, weiß noch niemand, dass die Stiefmutter eine enge Vertraute von Gertrude sein wird, mit der sie bis an ihr Lebensende steten Briefkontakt haben wird.

     

    Gertrude ist außergewöhnlich wissbegierig und intelligent und darf in Oxford studieren. Sie absolviert die Universität. Der Doktortitel wird ihr, wie allen Studentinnen verweigert. Um ihr den letzten gesellschaftlichen Schliff zu geben, verbringt sie einige Zeit an der Britischen Botschaft in Bukarest.

    Aufgrund ihres scharfen Verstandes findet sich kein Ehemann und eigentlich will sie ja auch gar nicht heiraten. Um sich von ihrer gesellschaftlichen Randposition abzulenken, reist sie mit ihrer Stieftante nach Teheran. Dort verliebt sie sich in Henry Cadogan, einem notorischen Spieler, der von der Familie als Ehemann abgelehnt wird. Gertrude beugt sich dem Willen des Vaters. Sie schreibt ihren ersten Reisebericht, lernt Farsi und übersetzt die Gedichte des persischen Dichters Hafiz die bis heute als die gelungendste Übersetzung gilt.

     

    Die nächsten Jahre verbringt sie als Archäologin in Mesopotamien. Sie reist oft allein und wird, rothaarig und grünäugig, wie sie ist, von den Scheichs als exotisch angesehen. Immer wieder gerät sie in brenzlige Situationen, meistert sie aber mit Geschick und auch ein wenig Chuzpe.

    Diese, hier geflochtenen politischen Beziehungen werden ihr später sehr nützlich sein.

     

    Sie trifft auf Männer wie T. E. Lawrence, der als Lawrence von Arabien bekannt wird, der sie nicht leiden kann und ihre Erkenntnisse als die seinen ausgibt. Dennoch werden sie gemeinsam den Aufstand der Araber gegen die Türken organisieren.


    Während des Ersten Weltkriegs sammelt sie als Geheimdienstmitarbeiterin Zahlen, Daten, Fakten und erhält im Oktober 1917 die Auszeichnung “Commander of the British Empire”.

    Mit dem britischen Zivilkommissar von Mesopotamien A. T. Wilson verbindet Gertrude Bell eine lebenslange Feindschaft, die in zahlreichen Briefen an ihre Eltern dokumentiert ist.

     

    Sie erreicht, dass Feisal König des Irak wird. Der wird später schreiben: "Wir meinen, daß Araber und Juden von der Rasse her Vettern sind und von Mächten, die stärker waren als sie selbst, auf die gleiche Weise unterdrückt wurden" (S. 339).

     

    Gertrude Bell wird nicht mehr nach England zurückkehren. Sie stirbt 1926 im Alter von 58 Jahren unter nicht ganz geklärten Umständen. Auf ihrem Nachtkästchen wird ein leere Rolle Schlaftabletten gefunden. Ob sie versehentlich oder absichtlich eine Überdosis eingenommen hat, ist nicht erwiesen.

     

    Was bleibt von Gertrude Bell?

     

    Obwohl sie emanzipiert erscheint, ist sie gegen das Frauenwahlrecht und Emmeline Pankhursts Suffragetten. Gertrude lässt sich auch immer Kleider aus London nach Mesopotamien schicken, die der aktuellen Mode entsprechen. Das finde ich sehr spannend, dass sie in Mieder und Reifrock bei Temperaturen um die 40° durch die Wüste reist

     

    Die erwähnte Zusammenarbeit mit T. E. Lawrence, der sie stets verachtet, aber Nutzen aus ihrem Wissen gezogen hat.

     

    Sie empörte sich über die Balfour-Deklaration, weil sie den Konflikt zwischen Arabern und Juden vorhersieht.

     

    Sie gilt gemeinsam mit Sir Percy Cox als die eigentliche Gründerin des Irak und bestimmte die Landesgrenzen. Denn sie kennt die Wüste und ihre Bewohner am besten, noch besser als Lawrence. Er dokumentiert eher kriegswichtige Fakten als demografische oder ethnische Zugehörigkeiten. Der Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten, der die arabische Welt bis heute in Atem halt, ist bereits damals evident. Grund ist die unterschiedlich Lebensweise der religiösen Anhänger: Schiiten, eher ungebildete Nomaden, Sunniten gebildete Städter.

     

    Sie erreicht unter Aufbietung aller Kräfte, dass Feisal zum König des Iraks gewählt wird (96% Zustimmung). Sie wird ihn, den “Ausländer”, mit den Gepflogenheiten seines neuen Königreiches bekannt machen, ihm einen Hofstaat einrichten und ihn politisch beraten. Feisal wird bei einem Empfang des Oberrabiners den (bislang unbekannten) Patriotismus über Glaubensfragen stellen:

    "Es gibt nur ein Land, das sich Irak nennt, und alle seine Bürger sind Iraker. Ich bitte meine Landsleute, die Iraker, nur Iraker zu sein, denn wir gehören alle zu einer Rasse, zum Stamm der Sem [Semiten]. Wir alle gehören dieser edlen Rasse an, und es gibt keinen Unterschied zwischen Moslems, Christen und Juden" (S. 461).

     

    Sie wird ehrenamtlich Leiterin des archäologischen Museums in Bagdad sein, dessen Gründung sie vorangetrieben hat.

     

    Doch bei allen politischen Erfolgen darf nicht vergessen werden, dass Gertrude Bell durch ihre Tätigkeit den Grundstein für die Gewalt im Nahen Osten, die uns heute beschäftigt und tausende Tote fordert, gelegt hat.

     

    Fazit:

     

    Ein detailliertes, sehr gut recherchiertes Buch, das durch viele Fotos und Auszüge aus dem regen Briefwechsel der Gertrude Bell eine ausgezeichnete Dokumentation der damaligen Verhältnisse, die bis heute Kriege verursachen, bildet.

    Einen Stern ziehe ich ab, weil mir die weitreichenden Folgen, die Gertrude Bells Wirken im Nahen Osten hat(te), nicht ausreichend erläutert scheinen.  

     

     

     

  24. Cover des Buches Die verbotene Frau (ISBN: 9783426419632)
    Verena Wermuth

    Die verbotene Frau

     (71)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-


    Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.



    Meiner Meinung nach hat der Klappentext auch etwas anderes versprochen als das Buch halten kann.






    "Meine Jahre mit Scheich Khalid"... also die beiden haben mehr getrennte Zeit wie gemeinsame Zeit. Ich glaube nicht dass man auch nur auf ein einziges Jahr kommt, wenn man das zusammen rechnet.



    Dann steht im Klappentext weiter: "Sie beschließen sich nicht länger zu verstecken und zu ihrer Liebe zustehen." Das ist überhaupt nicht der Fall. Bis zum Schluss verstecken sie sich und dann wenn es soweit wäre es wirklich öffentlich zu machen und zu ihrer Liebe zu stehen trennen sie sich statt dessen.






    Also ich hatte einfach völlig andere Erwartungen an das Buch.






    Mit über 30 ist die Hauptperson doch etwas sehr naiv. Dieses ewige hin und her und die ganzen Streitereien sind schon nervig. Ich kann nicht nachvollziehen wieso sie so an ihm hängt. Was ist an ihm so toll, dass sie das alles nicht sonderlich zu stören scheint? Das kam für mich aus der Erzählung überhaupt nicht raus. Die meisten anderen hätten das vermutlich schon mehrmals beendet.






    Mich hat die Geschichte nicht gefesselt, ich fand es eher langatmig.


Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks