Bücher mit dem Tag "arbeiterbewegung"
18 Bücher
- Rebecca F. Kuang
Babel (English Edition)
(49)Aktuelle Rezension von: GingerteabooksDieses Buch ist eine wirklich sehr gute Kolonialismuskritik. Das Buch hat wunderbare Charaktere, besonders die vier Protagonist*innen. Die Geschichte ist unglaublich stark aber auch emotional und ich finde jeder, der (besonders weiße Menschen) sollte dieses Buch mal lesen. Trotzdem ist die erste Hälfte etwas anstrengend und zäh, da es dort viel um Sprachgeschichte und Wortursprünge geht und es länger Passagen gibt, die starken Fachbuch-Charakter haben.
- Charlotte Roth
Als wir unsterblich waren
(243)Aktuelle Rezension von: Amber76Ein beeindruckender historischer Roman, in dem die wechselvolle Geschichte der deutschen Sozialdemokratie mit wichtigen, um nicht zu sagen den Kern ihrer Identität berührenden Konflikten wie beispielsweise ihrer Haltung in der Abstimmung zu den Kriegskrediten im ersten Weltkrieg an zwei Hauptfiguren erzählt wird, die ebenso sehr miteinander wie mit ihrer Überzeugung ringen. Man könnte sagen, die Bruchlinie zwischen verschiedenen Parteiflügeln zieht sich in einer Zeit, in der das mehr als nur hitzige Auseinandersetzungen in Familien- oder Freundeskreis bedeutet, mitten durch eine Liebe. Man sieht und erlebt, wie in einer Zeit, in der der Glaube vorherrschte, dass der Mensch dem Lauf der Geschichte seinen Stempel aufzudrücken hat, die Geschichte den Menschen überrollt.
Der Roman ist sehr gut recherchiert und informativ aufgebaut. Indem ganze historische Diskurskomplexe an zwei Hauptfiguren gebunden werden, wird die Möglichkeit eröffnet, das zugrundeliegende Konfliktpotential rational wie emotional wahrzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen. In manchen Teilen des Romans wirkt die Darstellung dadurch etwas vereinfacht, verkürzt . Vielleicht spielt auch der Zufall eine etwas zu bedeutende Rolle. Aber man fühlt sich trotzdem ebenso gut informiert wie unterhalten.
- Claudia Beinert
Revolution im Herzen
(76)Aktuelle Rezension von: BibliokateKarl Marx ist wohl den meisten ein Begriff. Von den einen Verteufelt von den anderen als Genie bezeichnet steht er mit seinem Kommunistischen Manifest wie kein anderer für Aufstand, Veränderung und Rebellion.
In ihrem Roman widmen sich Claudia und Naja Beinert dem Dienstmädchen Lenchen Demuth die bei Karl Marx und seiner Frau in Stellung geht.
Anfangs total überfordert und unglücklich ob der kalten Behandlung und der scheinbar so starken Abneigung des Hausherren gegen sie versucht Lenchen das beste daraus zu machen. Das sie von ihrem Vater, nach dessen Tod sie die Familie verlassen musste, Schachspielen gelernt hat hilft Lenchen einen Zugang zu Karl Marx zu finden. Sie Freunden sich an und aus der Freundschaft entsteht eine große Leidenschaft.
Als Lenchen ein Kind von Karl erwartet ist der Skandal vollkommen, ist Marx doch verheiratet und hat Kinder und auch die Standesunterschide scheinen riesig.
Wie soll Lenchen Jenni, Karls Frau nur jemals die Wahrheit sagen da sie doch immer so gut zu ihr war. Und wie soll sie mit der Schande du gehen die ein Uneheliches Kind mit sich bringt, wie ihre Gefühle für Karl in den Griff bekommen... Das alles Fragt sich Lenchen.
Ich fand es wirklich sehr interessant wie gekonnt die Autorinnen hier Fakt und Fiktion miteinander verschmelzen lassen und wie mitreißend und einfühlsam die Geschichte erzählt wird. Ich hatte beim Lesen das Gefühl Lenchen zu kennen und mit ihr mitzufühlen. Ihre Ängste, ihr Schmerz, ihr Leid, ihr Kampfgeist und ihre Liebe und Leidenschaft waren so gekonnt geschildert das ich wirklich teilweise das Gefühl hatte sie wäre eine Freundin.
Wirklich gelungen wurden auch die Lebensbedingungen der Menschen, die große Armut, die zwischenzeitlich auch Familie Marx betrifft, und die daraus hervorgehenden Politischen Gedanken von Karl Marx geschildert.
Für alle die sich für Marx interessieren und /oder gerne interessante Historische Romane lesen ist dieses Buch zu empfehlen.
Vielen Dank an den droemerknaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars
- Sabine Weigand
Die Manufaktur der Düfte
(35)Aktuelle Rezension von: Tara1Dieses Buch bietet eine tolle Mischung aus Unterhaltung und lehrreichen Informationen und beruht sogar auf echten Tatsachen.
Der Schreibstill ist sehr angenehm und was Wortwahl usw. angeht der Zeit angepasst. Ich mochte auch dass die Autorin Zeitungsberichte und Briefe eingefügt hat.
Die ganze Geschichte ist wahnsinnig interessant, vielseitig und wird auch nicht langweilig. Im Gegenteil, es passiert ziemlich viel und man kann es auch nicht vorausahnen.
- Maria Leitner
Hotel Amerika
(37)Aktuelle Rezension von: LichtEngelVon dem Buch „Hotel Amerika" von Maria Leitner hatte ich mir sehr viel mehr versprochen. Irgendwie konnte die Geschichte mich nicht richtig erreichen, obwohl ich sehr gerne diese Art von Geschichten lese. Ich kann auch gar nicht beschreiben, was genau mich daran nicht überzeugt hat. Der Plot an sich ist sehr gut, jede der Figuren hat eine eigene Geschichte, irgendwie konnte ich wohl mit dem eher trockenem Schreibstil nicht so richtig warm werden.
Das Nachwort von Katharina Prager über die Autorin fand ich jedoch sehr lesenswert. Dieses Nachwort mit der Biografie über die Autorin Maria Leitner hat mir besser gefallen und war spannender als der Roman selbst.
"Hotel Amerika" gehörte zu den ersten Büchern, die von den Nationalsozialisten verbrannt wurden. Es ist schon zu erkennen, welche nach wie vor gültige gesellschaftskritische Kraft in diesem klugen Buch steckt.
Deshalb eine Leseempfehlung für Leser, die Interesse an den 1920 Jahren in Amerika haben.
- Manfred: Faßler
Gemeinschaft oder Herrschaft. Zerfallsgeschichte einer Utopie herrschaftsfreier Gesellschaft
(1)Noch keine Rezension vorhanden Arbeiterbewegung von rechts?: Ungleichheit - Verteilungskämpfe - populistische Revolte
(1)Noch keine Rezension vorhanden- Erich Hackl
Im Kältefieber
(2)Aktuelle Rezension von: sKnaerzleWas weiß ein durchschnittlicher Deutscher eigentlich von österreichischer Geschichte im 20. Jahrhundert? Der Anschluss! Aber sonst?
In Wien gab es in den 20er und frühen 30er Jahren eine gut organisierte Arbeiterbewegung und als allmählich deutlich wurde, dass der Staat immer diktatorischer wurde, griffen die Arbeiter im Februar 1934 zu den Waffen!
Hackl sammelte Ausschnitte aus Romanen, die sich mit den Februarkämpfen befassten. Darunter sind große Namen wie Anna Seghers und Oskar Maria Graf, aber auch viele Unbekannte. Manche Schriftsteller berichten vor dem Hintergrund eigener Erlebnisse manche befassen sich Jahrzehnte später mit dem Stoff.
Die Auswahl ist parteiisch, es gibt nur Texte, die aus der Sicht der Arbeiter geschrieben wurden, aber das sind ja auch die, die für die Demokratie ihr Leben eingesetzt haben, sozusagen unsere Vorgänger.
Manche der Texte sind traurig, manche empörend, etwa wenn immer wieder berichtet wird, wie Artilleriegeschosse Arbeiterwohnungen zerstören, in denen selbstverständlich auch Frauen und Kinder sind, manchmal ist man erleichtert, wenn durch Solidarität ein Verwundeter versteckt wird oder eine Flucht gelingt.
Die einzelnen Stücke der Anthologie sind sorgfältig ausgewählt und thematisch gut sortiert, Man hat beim Wechsel der Abschnitte nicht das Gefühl, etwas Neues anzufangen, sondern als würde man eine Geschichte unter einem anderen Aspekt weiterlesen.
Schön wäre ein kleines Vorwort gewesen mit den wichtigsten Fakten, weil man ja als Deutscher die österreichische Geschichte nicht so kennt.
Mein Fazit: Lektüre lohnt sich auf jeden Fall! - Kai Blum
Mit Müh und Not
(11)Aktuelle Rezension von: sansol„Mit Müh und Not“ ist der dritte Teil der Auswanderer-Reihe um Jack und Bob Hunhoff und spielt 1866 in Chicago. Die Brüder kehren an nach Jahren als Reporter bzw. Farmer im Dakota Gebiet an ihre alte Wirkungsstätte zurück um einem Freund zu helfen.
Andreas Brenner, ein Bekannter, arbeitet in diesen unruhigen Zeiten als Setzer bei der Arbeiter-Zeitung. Während einer Rede kommt es zu einer Explosion und Andreas wird zusammen mit vielen anderen verhaftet.
Seine Recherchen und Kontakte zur Chicagoer Polizei zeigen Jack bald dass hier mehr ein Exempel statuiert werden soll um die aufrührerischen Arbeitermassen niederzuschlagen.
Die Geschichte ist meiner Meinung nach weniger ein Krimi, da der Spannungsbogen in den nur 176 Seiten nicht so groß ist. Allerdings wird hier eine mir bis dahin ziemlich unbekannte Zeit der amerikanischen Geschichte anschaulich näher gebracht. Jeder Band ist in sich abgeschlossenen, ich kannte die beiden Vorgängerromane (noch) nicht.
Der Autor hat hervorragend recherchiert und die überwiegend realen Ablaufe in einem fesselnden Roman zusammengetragen. Alles wird sehr gut beschrieben und dank des flüssigen Schreibstils sowie der Einteilung in Tage ist man direkt mitten in der Geschichte.
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und wurden dabei mit vielen tollen historischen Bildern versorgt.
http://tausendkleinedinge.blogspot.de/2017/05/deutsche-einwanderer-in-chicago.html
https://www.lovelybooks.de/autor/Kai-Blum/Mit-M%C3%BCh-und-Not-1417141545-w/leserunde/1482184791/
https://www.facebook.com/Auswandererkrimis/
- Beverly J. Silver
Forces of Labor: Workers' Movements and Globalization Since 1870 (Cambridge Studies in Comparative Politics)
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Robert Misik
Die falschen Freunde der einfachen Leute (edition suhrkamp)
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