Bücher mit dem Tag "arbeitslosigkeit"
61 Bücher
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.742)Aktuelle Rezension von: Lunacat"Damit hatte ich die Polizei zum fünften Mal belogen. Und ich fing gerade erst an.".
3 Sterne 🌟
Es tut mir so leid, dass es nur 3 Sterne wurden, aber ich habe einfach "KABUMM" erwartet und "puff" bekommen.
Kurz und schmerzlos: DAS war DER Plot-Twist?
JEDER redet über DIESEN Plottwist seit 14 Jahren und da waren meine Erwartungen auch dementsprechend...
Naja, das war jetzt nicht so krass. 🤷♀️🙆🏼♀️
Es war einfach ein normaler Plottwist. Auf den man definitiv kommen kann. Ich hatte selbst Gedanken, die bissl in die Richtung gingen.
Meine Erwartungen waren da einfach viel zu hoch. Mehr als ein Schulterzucken und "Okay" hatte ich dafür nicht übrig.
Der Schreibstil war irgendwie anstrengend, anfangs kam ich sehr schwer rein.
Die Charaktere waren mir absolut gar nicht sympathisch 😅. Go, Nick, Amy... ich mochte keinen 🙆🏼♀️.
Es war ein Thriller, also kann ich selten Emotionen erwarten, aber stellenweise hatte er schon Tiefe.
Die Handlung war...okay-gut. Das Ende hat mir immerhin noch etwas gegeben, aber 570 Seiten sind einfach zu lang. Direkt weiterlesen musste ich nicht immer, auch wenn es teilweise schon spannend wurde.
Ich glaube ohne den Hype und meine dadurch extrem hohen Erwartungen hätte ich es besser gefunden. 🤷♀️
- Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.268)Aktuelle Rezension von: Nessaja
Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.
Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.
Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.
Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…
- Cecelia Ahern
Das Jahr, in dem ich dich traf
(400)Aktuelle Rezension von: MiripandaSchwaches Buch der Autorin...
Jasmine wird von der Arbeit freigestellt und kümmert sich 1 Jahr um sich selbst und ihren Garten. Ihrem Nachbarn Matt geschieht Ähnliches, sie kann ihn allerdings nicht ab, stalkt ihn aber aus Gründen...
Letztendlich entwickelt sich über Umwege eine Freundschaft und das Leben von Jasmine ändert sich.
Die Geschichte beginnt interessant und bis zur Hälfte bin ich auch am Ball geblieben, allerdings ändert sich nur das Leben von Jasmine. Sie selber entwickelt sich gefühlt auf den letzten 10 Seiten.
Man sollte auch meinen, dass sie keine Erwachsene ist. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, lügt mehrfach und lernt nix daraus. Welcher Erwachsene verteilt bitte als Rache Klopapier in Nachbars Garten...
Der Alkoholmissbrauch ging mir auch zu weit in diesem Buch.
3 Sterne nur gerade so, weil es bis zur Hälfte gut war und ich die Nebenrollen mochte.
- Fredrik Backman
Ein Mann namens Ove
(856)Aktuelle Rezension von: HoldenOve mag angeblich jeder, ich leider nicht: Ove ist der Vorortsheriff in einer namenlosen Reihenhaussiedlung, kontrolliert morgens, ob niemand irgendwo eingebrochen ist und die Verbotsschilder noch stehen. Er wurde in den Un-ruhestand versetzt, dabei ist er noch in voller Kraft, auch nach dem Tod seiner Frau. Die Stellen über die Beziehung zwischen Ove und Frau Sonja sind rührend, ebenso wie die Abschnitte über Oves familiäre Herkunft und darüber, daß er an der "modernen" Gesellschaft zweifelt, wo niemand mehr handwerklich etwas herstellt. Aber die endlosen Abschnitte über ungewollte Treffen mit "Katzenviehern", den neuen oder korpulenten Nachbarn sind gar nicht lustig und zögern nur das Ende des Buches raus. Und nur in Hauptsätzen an diesen Stellen zu schreiben, macht das Ganze nicht witziger. Nein danke!
- Julia Franck
Die Mittagsfrau
(409)Aktuelle Rezension von: Lesekatze22Ich lese viel, gern und äußerst unterschiedliche Genre, aber dieses Buch "Die Mittagsfrau" von Julia Franck hat mich fast die Flinte ins Korn werfen lassen.
Mir fehlen Anführungszeichen und in weiten Teilen finde ich den Roman einfach zu langatmig.
Das Buch beginnt mit einem Prolog, der es in sich hat. Eine Mutter lässt ihren Sohn am Bahnsteig zurück.
Es folgt die Lebensgeschichte der Mutter, die mit ihrer Schwester bei ihrer eigenartigen Mutter aufwächst, während der Vater im 1. Weltkrieg kämpft und später eigentlich nur zum Sterben nach Hause kommt.
Man erfährt mehr von den Mädchen, der damaligen Zeit.....
Es folgt ein Epilog, der sich wieder mit dem zurückgelassenen Jungen beschäftigt.
Man findet im Netz einige Informationen zu Beweggründen dieses Buch zu schreiben.
Traurig und heftig.
- Irvine Welsh
Trainspotting
(241)Aktuelle Rezension von: Aurora-CIch habe das Buch gelesen, bevor ich den Film geschaut habe, bin also noch ziemlich unvoreingenommen in die ganze Geschichte gegangen.
Ich muss zugeben, dass ich den Schreibstil anfangs gewöhnungsbedürftig fand. Vor allem die ständig wechselnde Sichtweise hat mich verwirrt, oft erfährt man erst im Laufe des Kapitels wer genau denn jetzt erzählt.Die Protagonisten könnte ich wohl eher weniger als sympathisch beschreiben, weil jeder von ihnen ziemlich Dreck am Stecken hatte. Trotzdem gefielen sie mir auf eine Art und Weise, weil sie einfach so unglaublich authentisch wirkten. Einmal lief nicht alles glatt für die Hauptperson, Mark Renton hatte mit vielen Problemen zu kämpfen. Irgendwie mochte ich jedoch alle vorkommenden Charaktere auf eine bizarre Art und Weise.
Der Schreibstil des Autors hat perfekt zur ganzen Handlung gepasst. Ich glaube ich habe bei keinem Buch so viel Lachen müssen wie bei diesem.Ich mochte das Buch sehr und habe es fast schon verschlungen, obwohl ich an manchen Stellen mehr Konzentration aufbringen musste.
Wer Trainspotting noch nicht gelesen hat, sollte es auf jeden Fall tun.
- Erich Kästner
Fabian
(339)Aktuelle Rezension von: LolyZum Inhalt:
Dr. Jacob Fabian ist Germanist und arbeitet als Werbetexter in Berlin. Er stürzt sich in erotische Abenteuer, trinkt mit Reportern und versucht, im stürmischen Treiben der Großstadt an seinen Idealen festzuhalten. Doch die Stadt bewegt sich im Zickzack und die demokratischen Grundlagen der Weimarer Republik geraten zunehmend ins Wanken. Als Fabian die junge Anwältin Cornelia in einem Bildhaueratelier kennenlernt, verändert sich sein Leben und die beiden verlieben sich – doch ihre Liebe soll nicht von Dauer sein.
Mein Eindruck:
Ich habe in diesem Wintersemester ein Seminar zu Erich Kästner belegt und dafür dieses Buch gelesen, doch das Cover ist mir schon eine ganze Weile vorher gelegentlich in der Buchhandlung aufgefallen, weswegen es mich gefreut hat, es auf der Lektüreliste zu finden.
Besonders nach ‚Emil und die Detektive und Emil und die drei Zwillinge‘ und ‚Das fliegende Klassenzimmer‘ war ich gespannt darauf, wie anders Kästner für seine erwachsene Leserschaft geschrieben hat und ein Unterschied war definitiv erkennbar. Wo in seinen Kinderbüchern die Hoffnung und die Kraft des Guten einen großen Raum einnehmen, ist diese in ‚Fabian‘ so gut wie gar nicht zu finden. Mir ist bewusst, dass es sich um eine gesellschaftskritische Perspektive handelt und es gefiel mir, wie unverblümt er manche Umstände und Situationen geschildert hat. Doch irgendwie wurde die triste Atmosphäre, in der selbst die kleinste Flamme der Hoffnung sofort erlischt, nach einigen Seiten langweilig und fade. Sie deprimierte und frustrierte mich, da Fabian kein flacher, schlecht konstruierter Charakter ist. Er hätte die Umstände, die seinen Alltag geprägt haben, definitiv verändern können, wenn er es genug gewollt und die Energie dafür aufgebracht hätte.
Fabian hat interessante Ansichten in Bezug auf das Leben und die Gesellschaft, deshalb war es für mich nicht ganz verständlich, warum er tatenlos zugesehen hat, wo er doch genau wusste, was die Probleme sind. Das hat die Authentizität seiner Ideale für mich aufgehoben, denn er hat sich so verhalten, als wäre die Tatenlosigkeit zu bequem für ihn und die Aussicht auf Besserung seine Energie nicht wert. Es hat den Eindruck erweckt, er würde sich dieser Welt, die er kritisch betrachtet, nicht wirklich zugehörig fühlen – als wäre er ein unbeteiligter Beobachter.
Genau da hat Kästner meiner Meinung nach alles richtig gemacht, denn die Geschichte hat mich mehrmals zum Nachdenken angeregt. Gleichzeitig hat es sich für mich so angefühlt, als hätte er es sich mit diesem Werk zu leicht gemacht und als würde ein bedeutender Teil zur endgültigen Vollendung fehlen. Hier sollte ich erwähnen, dass ich die zensierte Version und nicht ‚Fabian oder Ein Gang vor die Hunde‘ gelesen habe. Vielleicht würde meine Einschätzung anders ausfallen, hätte ich diese Version gelesen – wer weiß.
‚Fabian‘ zu lesen war auf jeden Fall interessant, besonders im Hinblick auf den Kontrast zu seinen Kinderbüchern. Kästners Schreibstil strahlt eine gewisse Intelligenz aus, was mir sehr gut gefällt, doch in diesem Werk hat mir, wie bereits erwähnt, einfach etwas gefehlt, um es genauso gut finden zu können, wie die anderen Bücher, die ich bereits von ihm kenne. An Fans seiner Arbeit würde ich es auf jeden Fall weiter empfehlen.
(https://book-souls.com/2025/05/19/fabian-von-erich-kaestner/)
- Felix Lobrecht
Sonne und Beton
(133)Aktuelle Rezension von: RabenprinzessinDer Roman ist inzwischen längst Schullektüre und meine Klasse hat sich diese Lektüre gewünscht. Für mich hat die Sprache es sehr anstrengend gemacht, da das ganze "Dings" etc. mich beim Lesen ganz aggressiv gemacht hat. Aber natürlich weiß ich, dass Jugendlich lieber so sprechen und sie dafür bei der Lektüre älterer Texte wie z.B. Faust leiden.
Also ausgleichende Gerechtigkeit. Die Hauptfigur Lukas wird zwar beschrieben, war für mich aber keine richtige Identifikationsfigur. Dafür enthält der Roman sehr viele Themen wie Rassismus, Jugendkriminalität, Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Damit werde ich auf jeden Fall viele Anknüpfungspunkte finden, um im Unterricht sinnvoll zu dem Buch zu arbeiten. Ich bin gespannt auf das Feedback der Klasse, denn natürlich ist mir klar, dass ich nicht die Zielgruppe des Buches bin.
- Hans Fallada
Kleiner Mann – was nun?
(241)Aktuelle Rezension von: BeustHans Falladas 1932 erschienenen Roman „Kleiner Mann - was nun?“ ist nicht nur mit seinem Titel bis in die heutige Zeit bekannt und aktuell. Der ganze Roman - die ersten gemeinsamen Jahre von Johannes Pinneberg und seiner Frau Emma „Lämmchen“ erzählt eine Geschichte von zeitloser Bedeutung. Die Pinnebergs kommen aus der schlesischen Provinz, wo sie in der kärglichen Engstirnigkeit der Kleinstadt zueinander finden und in ein Leben starten, das lauter Widrigkeiten aufhäuft, die gelichwohl niemals übertrieben, sondern vielmehr im Gegenteil als zeittypisch erscheinen. Die Hilflosigkeit Pinnbergs gegenüber seinen Chefs und später gegenüber dem Staat - ja: dem Teil des Staates, der für die Fürsorge zuständig wäre - ist schreiend ungerecht. Die Realitätsnähe dieser Ungerechtigkeiten, die plastischen Auswüchse der Hilflosigkeit, der sorgsam bewahrten Anständigkeit und der bis zum Schluss aufrecht erhaltene Wille, alles richtig zum machen, sind glaubwürdig, rührend und immer wieder auch gallenbitter komisch. Fallada hat ein Gespür für plötzlichen Witz - und muss ihn auch haben, weil sonst die Geschichte des fortwährenden Misserfolgs der liebenden Eheleute Pinneberg und Lämmchen mit ihrem „Murkel“ kaum erträglich wäre.
Pinnebergs Courage hält bis fast zur letzten Seite, doch dann ist die Sohle erreicht: „Ordnung und Sauberkeit: Es war einmal. Arbeit und sicheres Brot: Es war einmal. Vorwärtskommen und Hoffnung: Es war einmal. Armut ist nicht nur Elend, Armut ist auch strafwürdig, Armut ist Makel (…).“ (S. 546) Spätestens hier ist man froh über die sozialen Leistungen, die in Deutschland seit Kriegsende, insbesondere durch die deutsche Sozialdemokratie, erreicht wurden.
Ich war über die Frische des Textes, über die Farbkraft des Zeitdokumentes erstaunt, das mit unverstelltem Erzählfluss die Vergangenheit heraufbeschwört und dabei das Zeitlose transportiert. Ich freue mich auf die nächsten Romane von Fallada, die hier schon auf mich warten.
- J. D. Vance
Hillbilly-Elegie
(57)Aktuelle Rezension von: Johann_BaierDie Lebensgeschichte des Running Mate von Trump ist interessant, aber sie trägt wenig dazu bei, den Wahlsieg Trumps oder Vances Entscheidung, Trump zu unterstützen, zu erklären. Das Buch beschreibt den Weg von J.D. Vance aus einer armen Arbeiterfamilie Ohios mit Wurzeln in der Hillbilly-Kultur Kentuckys an die Elite-Uni Yale, ergänzt um einige Kommentare eines gemäßigten Republikaners. Die Botschaft, die er seinen Lesern nahebringen will, ist: die Armen sollen nicht auf den Sozialstaat bauen, sondern auf die eigene Kraft, auf die Familie und auf die Kirche. Die Ursache für ihre Armut sind seiner Meinung nach nicht die bösen Politiker, nicht die bösen Konzerne, sondern ihre Faulheit und geringe Wertschätzung der Bildung.
Er kann sich nicht erklären, warum ein Drittel aller armen Weißen glaubt, dass Obama ein Moslem ist, der Amerika zerstören will, und warum noch mehr Weiße glauben, dass Obama kein Amerikaner ist und deshalb kein Recht hat, Amerika zu regieren. Er kritisiert diese Verschwörungstheorien, nicht nur weil sie falsch sind, sondern weil sie eine Rechtfertigung für die eigene Armut, und vor allem für die eigene Passivität liefern: warum soll ich mich bemühen, voran zu kommen, wenn das Land von Verbrechern regiert wird? Die sind an allem schuld, es geht bergab mit Amerika, ich kann nichts machen außer fluchen und trinken.
Das Buch wurde während der Amtszeit Obamas geschrieben, als die Tea-Party-Bewegung mit diesen Lügen und Hassklischees gegen Obama mobilisierte. Die Wählerschaft Trumps gab es offenbar schon vor Trump. Warum Vance heute Trump unterstützt, der in seiner ersten Amtszeit die Armut der weißen Arbeiterschicht nicht verringert hat, ist aus dem Buch nicht zu erklären. Insbesondere wo seiner Meinung nach der Staat sowieso nicht die Lösung ist, sondern das Individuum, die Familie und die Kirche. In seinem Buch vermeidet Vance es, den Sozialstaat komplett zu verdammen, weil er nur mit dessen Hilfe aus der Armut nach Yale gekommen ist. Nun ist er Teil einer Regierung, die den Sozialstaat verdammt.
Interessant an dem Buch ist, dass das Negativklischee, das die armen Weißen von Schwarzen, Einwanderern und Flüchtlingen haben – faul, kriminell, gewalttätig, unfähig, mit Geld umzugehen, Neigung zu Drogen und Alkohol, frühe Schwangerschaften, verantwortungslose Väter, instabile Familien, Ausnutzung des Sozialstaats (welfare queen) – auch auf sie selbst zutrifft. Sie regen sich darüber auf, dass der Sozialstaat den Schwarzen und Einwanderern hilft, nehmen den Sozialstaat aber trotzdem selbst in Anspruch und wählen eine Partei, die ihn abschaffen will, obwohl es ihnen dann noch schlechter gehen wird. Diese Irrationalität ist eine Erklärung des Phänomen Trump.
Das Buch bestätigt eine Beobachtung, die auch in anderen Studien und Erfahrungsberichten gemacht wird: Lernen in der Schule gilt in der ‚Unterschicht‘ als unmännlich, nur etwas für Frauen, Weicheier und Schwuchteln. Die männlichen Schulabbrecher sorgen für Gewalt, Kriminalität und ungewollte Schwangerschaften, um die sie sich dann nicht kümmern und die das Leben der eigentlich qualifizierten Mütter ruinieren. Diese Männer wählen auch gerne Parteien, die Machos wie sie an der Spitze haben und starke Frauen hassen. Der Rechtspopulismus bringt das Widerlichste der Männerwelt ans Tageslicht.
- Caroline O'Donoghue
Die Sache mit Rachel
(188)Aktuelle Rezension von: Lisa0902marieDie Sache mit Rachel war ganz anders, als ich es erwartet habe. Statt einer klassischen Liebesgeschichte geht es viel stärker um gesellschaftskritische Themen, Freundschaft und die erste große Liebe, fast schon wie ein Blick zurück auf eine prägende Lebensphase.
Der biografieartige Aufbau macht die Geschichte sehr persönlich und authentisch. Besonders die Dynamik zwischen Rachel und James fand ich interessant. Gleichzeitig war das Buch an manchen Stellen etwas zäh zu lesen, weil der Fokus weniger auf Spannung und mehr auf Entwicklung und Themen liegt.
Insgesamt eine wichtige und nachdenkliche Geschichte über das Erwachsenwerden, das Leben und die Liebe nur nicht unbedingt ein leichtes Buch für zwischendurch.
- James Gould-Bourn
Pandatage
(270)Aktuelle Rezension von: eldora151Pandatage erzählt auf eine ganz besondere Weise von Verlust, Trauer und der vorsichtigen Rückkehr ins Leben. Im Mittelpunkt stehen Vater und Sohn, die nach dem Tod der Mutter beziehungsweise Ehefrau versuchen, ihren Alltag neu zu ordnen. Jeder auf seine eigene, oft unbeholfene Art.
Was dieses Buch so besonders macht, ist sein Ton: Es ist tiefsinnig und berührend, ohne jemals schwer oder erdrückend zu wirken. Stattdessen gelingt es dem Autor, selbst in traurigen Momenten eine leise Komik einzubauen. Man schmunzelt über die absurden Situationen, die das Leben manchmal bereithält, und erkennt gleichzeitig die tiefe Verletzlichkeit der Figuren.
Vor allem die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist sehr einfühlsam gezeichnet. Ihre Gespräche, Missverständnisse und kleinen Annäherungen wirken authentisch und gehen unter die Haut. Dabei wird deutlich, dass Trauer kein geradliniger Prozess ist, sondern ein Auf und Ab, geprägt von Rückschritten, Hoffnung und kleinen Lichtblicken.
Ein stilles, kluges und zugleich warmherziges Buch, das nachhallt und dabei ganz ohne große Dramatik auskommt.
- Kristin Hannah
Die vier Winde
(197)Aktuelle Rezension von: momomaus3Eine zu Tränen 😢♥️rührende Geschichte.
Sie macht aber auch Mut für seine Rechte einzustehen und niemals aufzugeben.
Inhaltsangabe zum Buch auf dem zweiten Bild 🥰.
Ich liebe die Bücher 📚 der Autorin, daher habe ich endlich zu diesem Buch gegriffen, das schon viel zu lange auf meinem Sub lag.
Ich wurde natürlich auch diesmal nicht enttäuscht. 😍📖😍
Kristin Hannah schreibt so tiefgründig und bildhaft und man fühlt mit den Protagonisten mit. Ich habe geweint und mitgefiebert. Es ist kaum in Worte zu fassen was die Menschen erleben mussten.
Die Naturgewalten, wie Dürre, die Sandstürme sowie die Weltwirtschaftskriese und Armut alles so beschrieben, wie es einst mal war….
Die Protagonistin Elsa ist eine Kämpferin und gibt niemals auf. Sie hat für ihre Rechte und die ihrer Kinder und Mitmenschen gekämpft, auch wenn unter schlimmsten Bedingungen. Ich habe sie für ihre Stärke und den Mut bewundert. Sie zeigt uns, dass wir nie aufgeben sollten für das zu kämpfen was uns wichtig ist und immer an uns zu glauben und auch wie wichtig es ist zusammenzuhalten. ♥️
Ich vergebe 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️denn es ist für mich ein echtes Highlight !
Bitte lest alle dieses Buch !!!
- Sabine Städing
Petronella Apfelmus - Verhext und festgeklebt (Sonderausgabe)
(166)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Patronella Apfelmus traute ihren Augen nicht. Energisch nahm sie ihr goldenes Piratenfernrohr von ihrem linken Auge und poliete die Linse mit dem Zipfel ihres Ärmels…“
Damit hatte sie nicht gerechnet. In die alte Mühle zogen neue Bewohner. Sie brauchte einen Plan, um sie zu vertreiben.
Die Autorin hat ein humorvolles Kinderbuch geschrieben. Der Schriftstil ist kindgerecht, lieicht verständlich und voller Phantasie.
Petronella lässt sich eine Menge einfallen. Doch die Zwillinge Luis und Lea erkunden fleißig weiter den Garten, der zur Mühle gehört.
Petronella leibt diesen Garten. Er ist voller Leben. Sie selbst wohnt in der Krone eines Apfelbaumes.
„...Uralte Apfelsorten hatten hinter seinen Zäunen überlebt. Hier wwuchsen Herbstprinz, Winterrenette oder der Altländer Pfannkuchenapfel…“
Eines Tages lässt Petronella ihre Strickleiter hängen. Schneller als sie gucken kann, sind die Zwillinge vor ihrer Tür. Petronella stellt fest, dass die beiden anders sind als erwartet. Sie achten die Natur und sind für Überraschungen offen.
Petronella freundet sich mit ihnen an. Zusammen erleben sie eine Menge.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
- J. D. Vance
Hillbilly Elegy: A Memoir of a Family and Culture in Crisis
(14)Aktuelle Rezension von: wandablueIn dem bekannten Roman Hillbilly Elegy erzählt der amtierende (2025) Vizepräsident der USA von seiner Jugend im Rust Belt der Vereinigten Staaten. Er erklärt die Mentalität der sogenannten Hillbillies, gleich Hinterwäldler, im Raum Ohio/Kentucky. Er ist der erste, (der einzige?), der es geschafft hat aus prekären Verhältnissen kommend, aufzusteigen.
Vance meint, es liege nicht nur an fehlender staatlichen Unterstützung, dass die Leute der white working class die soziale Leiter nicht hinaufkommen, es liegt natürlich schon daran, aber in erster Linie liegt es an der Mentalität. Hoffnungslosigkeit und Armut gehen Hand in Hand.Der Kommentar und das Leseerlebnis:
Es hat den Anschein als ob J.D. Vance keine CoAutoren gebraucht hätte, eloquent genug ist er, einen Roman zu schreiben. Dies spricht für ihn und für den Roman. Er liest sich leicht, der Autor spricht offen über seine Herkunft, ohne peinlich zu sein! Natürlich ist auch die Geschichte seiner Familie per se interessant.
Hillbilly Elegy ist kein Roman, sondern eine Autobiografie, die J.D. Vance schon ziemlich früh geschrieben hat, er ist noch keine Vierzig. Er hat hart gearbeitet, ja geschuftet, um sich Bildung zu erwerben, er war sich für nichts zu schade. In den USA ist das nicht so einfach wie bei uns. College + weitere Ausbildungsstätten kosten viel Geld.
Es ist bewundernswert, wie sich der Junge aus der Provinz und den ärmlichen Verhältnissen hochgekämpft hat. Beeindruckt hat mich seine vierjährige Zeit bei der Marine. Dort lernte er Disziplin und man brachte ihm Kenntnisse bei, die er vorher nicht hatte, unter anderem, wie man ein Konto aufmacht und wie man mit Geld umgeht.
Später ist es spannend, wie er entdeckt, was „Klasse“ wirklich ausmacht, es gehört mehr dazu als ein Scheckbuch: nämlich ein Netzwerk an Beziehungen. Es gibt Kreise, deren Kindern eine aussichtsreiche Karriere in die Wiege gelegt ist.Aber was mich am meisten interessiert hätte, nämlich, Kritik an der Kaste der Reichen, fehlt gänzlich. Es gibt kein einziges kritischer Wort gegen diesen Kreis, der den meisten Menschen verschlossen ist, eben, weil er geschlossen ist. Und wo Macht und Reichtum wie nebenbei verteilt wird. Was denkt Vance heute über die Reichen? Die Superreichen und die Mächtigen? Man weiß es nicht.
Fazit: Den Menschen J.D. Vance lernt man nur oberflächlich kennen; die Situation im Rust Belt der USA dagegen wird anschaulich aufgeschlüsselt. Doch Lösungsvorstellungen hat J.D. Vance keine im Gepäck. Politische Betrachtungen werden leider weitgehend ausgespart. Über Trump + den Brexit, (beworben mit: "profound - a great insight into Trump and Brexit") habe ich nichts gelesen.
Kategorie: Autobiografie
Verlag: William Collins bei Harper Collins, 2016 - Marie Jahoda
Die Arbeitslosen von Marienthal
(16)Aktuelle Rezension von: EdelnickelIch habe auch dieses Buch im Zuge meines Soziologiestudiums gelesen und ich habe es nicht bereut.
Jahoda, Lazarsfeld und Zeisel führten eine Studie über die Arbeitslosen von Marienthal durch, einer durch wirtschaftliche Krisen sehr gebeutelten Gegend. Sie wollten herausfinden, welche Auswirkungen Arbeitslosigkeit und damit einhergehende Armut zeigt, warum einige nicht die Möglichkeit ergriffen, in andere Gegenden zu gehen und was diese Umstände für die nachfolgende Generation bedeutet.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Wissenschaftliche Methoden und Vorgehensweisen sind gut erklärt, Daten werden angenehm präsentiert aber auch die menschlichen Aspekte gehen nicht verloren, was in vielen anderen Studien leider oft passiert. Trotz der Wissenschaftlichkeit war ich an einigen Stellen gerührt, ergriffen oder fassungslos. Man kann sich gut in die Betroffenen hineinversetzen. Und gerade an der Stelle über die Wünsche der Kinder musste ich mich doch sehr zusammenreißen.
Großartiges Werk, daher 5 Sterne von mir! - Sophie Divry
Als der Teufel aus dem Badezimmer kam
(50)Aktuelle Rezension von: Betty02In diesem Roman führt ins die Autorin in die Welt einer Journalistin/ Autorin, die ihren Lebensunterhalt nicht gänzlich mit dieser Tätigkeit bestreiten kann. Sie beschreibt in aller Ausführlichkeit ihre Schwierigkeiten und Probleme und versucht Lösungen zu finden um diesem Hamsterrad entrinnen zu können.
Diese Thematik ist aktuell und auch polarisierend. Denn genauso ergeht es heutzutage vielen Menschen. Existenzängste begleiten viele Menschen.
Der Einstieg, sowie auch die Leseprobe ließen einen gut in das Leben unserer Protagonistin finden. Mit zunehmender Seitenzahl wurde das Gelesene speziell und ermüdend. Es beschreibt zwar vielerlei wahre Dinge, die für viele zutreffen, jedoch geschieht es wirklich langatmig und ließ mich teilweise Seiten überspringen, ohne einen Nachteil empfunden zu haben.
Die Sprache ist gut gewählt, der Schreibstil gefiel mir, bis auf die ausschweifenden Beschreibungen, sehr gut. Kritik, Humor und Witz verbindet die Autorin gut miteinander. Jedoch kann ich diesen Roman nicht ausdrücklich empfehlen. - Édouard Louis
Wer hat meinen Vater umgebracht
(37)Aktuelle Rezension von: annilittleMir fällt es schwer, zu diesem Buch etwas zu schreiben, da es nur so kurz war. Eigentlich ist es eher ein "Büchlein", da es nur 80 Seiten umfasst und ich bin sehr froh, dass ich es günstiger ergattern konnte, da mir 9€ Neupreis einfach zu viel dafür sind, dass ich nicht mal eine Stunde daran gelesen habe.
Im vergangenen Dezember hatte ich ja bereits das Buch über die Mutter des Autorin gelesen, das auch etwas länger ist und mir gut gefallen hat. Hier verhält es sich ähnlich, wobei ich durch das Leben der Mutter einiges bereits über den Vater wusste.
Mich fasziniert an den Büchern von Édouard Louis, dass er keine zehn Jahre älter ist als ich und wir gefühlt doch in zwei unterschiedlichen Welten aufgewachsen sind, obwohl Frankreich und Deutschland ja ähnlich gute Lebensstandards haben (zumindest für die Leute, die gesellschaftlich und ökonomisch gut gestellt sind, wie man an diesem Beispiel sehr klar erkennen muss).
Das Bild, dass man über den Vater hatte, wenn man das Buch über die Mutter bereits gelesen hatte, verändert sich hier stark. Man merkt dem Autor an, dass er der Beziehung zu seinem Vater mit sehr gemischten Gefühlen gegenüberstand und steht, in einem seiner Bücher berichtet er, keine glückliche Erinnerung an seine Kindheit zu haben.
Das allein ist natürlich schon sehr bedrückend, doch man merkt, dass er über die Zeit hinweg das Verhalten seines Vaters nachvollziehen konnte.
Es ist unfassbar traurig zu sehen, wie ein paar wenige Menschen mit viel Macht das Leben von vielen Menschen so negativ beeinflussen können, dass sie sich permanent in einem der Ohnmacht ähnelnden Zustand befinden und dafür dann von der Gesellschaft auch noch verachtet werden. Dieses Buch zeigt, dass man nach wie vor unfassbares Glück hat, wenn man in eine "gut situierte" Familie hineingeboren wird und wie unfassbar schwer es den Menschen immer noch fällt, denen dieses Glück nicht vergönnt war, aus dem daraus entstehenden Teufelskreis zu entkommen.
Fazit: Eine kurzweilige Lektüre, mit großer Message, die viel zum Nachdenken anregt.
4/5 - Carolin Schairer
In diesem Moment
(2)Aktuelle Rezension von: steffihohEin Buch ganz im Carolin Schairer Stil.
Zwei Frauen, die das "Schicksal" in einer Salzburger zusammenführt. In einer Art und Weise, die keine von Beiden so erwartet hätte.
Eine schöne Liebesgeschichte in Zeiten einer globalen Pandemie, die uns alle mehr oder weniger beschäftigt und belastet.
Das Thema Corona, Inzidenzen, Maßnahmen der Regierung,... werden von den Protagonistinnen kritisch beleuchtet und diskutiert. Doch glücklicherweise steht die Entwicklung dieser Liebe der beiden Frauen im Vordergrund und Corona begleitet uns Leser*innen nur nebensächlich.
Alles in Allem ein gelungener Liebesroman.
- Birgit Birnbacher
Wovon wir leben
(119)Aktuelle Rezension von: sydneysider47Worum geht es in diesem Buch?
Die Ich-Erzählerin Julia war als Krankenschwester in einem Krankenhaus tätig. Ein guter Job, aber oft hektisch. Eines Tages macht sie einen Fehler: Sie gibt einer Patientin ein falsches Mittels per Infusion. Das führt beinahe zur Katastrophe. Das Schlimmste kann verhindert werden, die Patientin überlebt.
Julia ist anschließend aufgewühlt, ihr wurde gekündigt. Sie wurde krank. Um auf andere Gedanken zu kommen, besucht sie ihren Vater am Ort ihrer Kindheit in Österreich. Der Vater braucht Hilfe. Er ernährt sich nicht richtig und lässt sich gehen. Seine Frau hat ihn verlassen und befindet sich in Italien.
Da ist die Begegnung mit Oskar eine gute Abwechslung für Julia. Er ist nett und unterhält sich mit ihr. Er wurde verlassen von seiner Frau Corinne, erlitt danach einen Herzinfarkt. In diesem Ort in Österreich will er neu zu Kräften kommen. Um zu überleben, hat er ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Julias Bruder David ist nach einer Entzündung im Gehirn schwerstbehindert und in einem Sanatorium. Julia kann dorthin zu Fuß gehen und ihn besuchen.
Meine Meinung zu diesem Buch:
Die Autorin hat einen ruhigen Schreibstil. Das Buch ist interessant durch das Schicksal von Julia. Dass Pflegekräfte oft am Limit sind durch ihren anstrengenden Job, weiß man. Deswegen kann man sich die Handlung, die Umgebung gut vorstellen.
Julia ist sympathisch. Man fragt sich als Leser:in, ob sich die Situation des Vaters verändern wird und ob Julias Mutter doch wieder nach Hause zurückkehrt, damit sein Leben wieder Regelmäßigkeit bekommt. Außerdem ist es interessant zu wissen, wie es mit Julia weitergeht.
Ich vergebe vier Sterne.
- Katie Jay Adams
Sommer ins Glück
(108)Aktuelle Rezension von: Claudi-liestFür Emily Carsen läuft es gerade gar nicht rund. Die ehe gescheitert, der Noch-Ehemann sitzt im Knast und die Konten sind gesperrt. Und so findet sie sich in San Franzisco in ihrem alten Kinderzimmer wieder. Denn ohne Geld und Job bleibt ihr nichts weiter übrig, deshalb arrangiert sie sich mit ihrem Vater und ihrer jüngeren Schwester Kim. Auf der Suche nach einem Job erscheint ihr das Angebot des Inhabers der Red River Winery als absoluter Glücksgriff. Aber natürlich hat die Sache einen Haken. Sam Brown stellt ihr eine Bedingung, die Emily in Bedrängnis und Gewissenskonflikte bringt. Dann ist da noch ein alter Bekannter, Chris McGowan, der ihr irgendwie in den dümmsten Situationen immer wieder über den Weg läuft. er ist der Besitzer des Rezeptes für den angesagten Sommerdrink in der San Franzisco (Das Rezept dafür gibt es übrigens am Ende des Buches als Bonus).
Die Zusammenhänge erfahren wir in einer tollen Geschichte.
Den Schreibstil der Autorin mag ich sehr. Er ist locker und flüssig. Auch sehr humorvoll, wobei die ernsten Themen aber ebenfalls sehr gut behandelt werden. Der Spannungsbogen entwickelt sich sehr gut und durch Wendungen bleibt es bis zum Ende interessant und man möchte immer weiter lesen.
Die Protagonisten sind sehr authentisch. Das Dilemma von Emily konnte ich so gut nachvollziehen. Mir hat auch ihre etwas schusselige Art, die sie eben manchmal in seltsame Lagen bringt, sehr gut gefallen.
Chris ist ein schwieriger Charakter, mal hilfsbereit und zugänglich, dann aber auch verschlossen, düster und fast unsympathisch. Doch nach und nach erfährt man mehr über ihn und seine Probleme. Dann kann man auch ihn sehr gut verstehen.
Richtig toll fand ich die kleine Schwester von Emily. Kim sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl, aber trotzdem ist sie in sehr positiver und humorvoller Mensch. Sie unterstützt Emily, macht ihr immer wieder Mut und gibt ihr so manchen Denkanstoß.
Ich hatte wieder tolle Lesestunden. Habe mitgelitten und gelacht, war neugierig, wie wohl alles zusammenhängt und bin richtig gut unterhalten worden. Ein tolles Buch zum genießen.
- Catherine Simon
Falsche Austern
(23)Aktuelle Rezension von: black_snapperDies ist mein erster Leblanc-Krimi.
Zunächst mutet er wie ein normaler Krimi an. Verbrechen, Ermittlungen, Aufklärung. Aber dann sind noch etliche Seiten übrig. Zwar gibt es einige Nebenschauplätze aus dem Privatleben des Kommissars, aber tatsächlich gibt es am Ende nochmal zwei unerwartete Wendungen.
- Hans Fallada
Kleiner Mann - was nun?
(10)Aktuelle Rezension von: PongokaterFalladas epochaler Roman über ein typisches Arbeitslosenschicksal am Ende der Weimarer Republik ist hier in die Form eines kaum mehr als einstündigen Hörspiels komprimiert worden. Dadurch geht vieles der erzählerischen Breite verloren. Auf der anderen Seite wird aber klarer das Wesentliche herausgearbeitet: Ein Mensch kann zerbrechen, wenn er DIE Arbeitslosigkeit nur als SEINE Arbeitslosigkeit begreifen kann. Grandios Laura Maire als Lämmchen. - Joy Fielding
Home, Sweet Home
(89)Aktuelle Rezension von: moccabohne„Home, Sweet Home“ hat mir richtig gut gefallen. Schon der Gedanke, dass hinter den schönen Häusern und scheinbar perfekten Familien einer Nachbarschaft ganz andere Geschichten stecken, hat mich neugierig gemacht.
Man lernt nach und nach die verschiedenen Figuren kennen und merkt schnell, dass eigentlich jeder seine eigenen Probleme und Geheimnisse hat. Genau das fand ich spannend, weil man immer wieder überlegt, wem man eigentlich trauen kann und was wohl noch alles ans Licht kommt.
Ich mochte vor allem, dass es nicht nur um Spannung geht, sondern auch um die Menschen und ihre Beziehungen untereinander. Die Charaktere sind nicht einfach nur „gut“ oder „böse“, sondern haben ihre Ecken und Kanten. Dadurch wirkten sie für mich ziemlich echt.
Der Schreibstil ist angenehm und man kommt schnell durch die Geschichte. Ein paar Stellen waren für mich etwas ruhiger und hätten gerne etwas mehr Tempo haben dürfen, aber das hat meinen Gesamteindruck nicht wirklich getrübt.
Insgesamt war es für mich eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit einigen Geheimnissen, überraschenden Momenten und ganz viel „Was steckt hier eigentlich wirklich dahinter?“.
Von mir gibt es 4,5 Sterne und definitiv eine Leseempfehlung! ⭐️























