Bücher mit dem Tag "archäologie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "archäologie" gekennzeichnet haben.

220 Bücher

  1. Cover des Buches What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1) (ISBN: 9783473586820)
    Isabel Ibañez

    What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)

    (320)
    Aktuelle Rezension von: Lilith_McCoy

    Meinung zu „What the River Knows“ von Isabel Ibañez

    Zwischen ägyptischen Geheimnissen, alter Magie und einer gehörigen Portion Hollywood.

    Worum geht es?

    Ägypten, 1884. Die junge Inez Olivera stammt aus einer wohlhabenden argentinischen Familie. Ihre Eltern sind leidenschaftliche Archäologen, die den größten Teil ihrer Zeit in Ägypten verbringen, während ihre Tochter in Buenos Aires zurückbleibt.

    Als Inez erfährt, dass ihre Eltern bei einer Expedition verschwunden sind und für tot erklärt wurden, bricht für sie eine Welt zusammen.

    Doch sie glaubt nicht, dass man ihr die ganze Wahrheit erzählt hat.

    Entgegen den gesellschaftlichen Erwartungen reist sie allein nach Ägypten, um herauszufinden, was tatsächlich geschehen ist.

    Dort erwartet sie ihr Onkel Ricardo, ein Archäologe, der von ihrer eigenmächtigen Ankunft alles andere als begeistert ist. Auch sein geheimnisvoller Assistent Whitford Hayes versucht, sie möglichst schnell wieder nach Hause zu schicken.

    Doch Inez lässt sich nicht vertreiben.

    Ein goldener Ring, den ihr Vater ihr vor seinem Verschwinden geschickt hat, besitzt eine geheimnisvolle magische Kraft. Er führt sie auf die Spur alter ägyptischer Geheimnisse, gefährlicher Intrigen und einer archäologischen Entdeckung, die alles verändern könnte.

    Zwischen antiken Grabstätten, verborgenen Schätzen und einer zunehmend komplizierten Anziehung zu Whit muss Inez erkennen, dass sie kaum jemandem vertrauen kann.

    Meine Meinung ❤️

    Ich liebe Geschichten über das alte Ägypten, archäologische Entdeckungen und geheimnisvolle Kulturen. Deshalb hat mich die Grundidee von „What the River Knows“ sofort angesprochen.

    Und insgesamt hat mir das Buch auch wirklich gut gefallen.

    Isabel Ibañez versteht es, eine unterhaltsame Mischung aus Abenteuer, historischen Schauplätzen, Magie und romantischer Spannung zu erzählen.

    Besonders die Atmosphäre fand ich gelungen. Die geschäftigen Straßen Kairos, die Expeditionen entlang des Nils und die Faszination alter Grabstätten sorgen für eine schöne Abenteuerstimmung.

    Allerdings musste ich während der Lektüre immer wieder an einen ganz bestimmten Film denken.

    „Die Mumie“!

    Ganz ehrlich, manche Szenen hätten für mich beinahe direkt aus diesem Film stammen können.

    Eine junge, eigensinnige Frau, die unbedingt ein archäologisches Geheimnis lösen möchte. Ein attraktiver, etwas arroganter Mann, der sie ständig herausfordert. Alte ägyptische Artefakte, gefährliche Expeditionen und eine geheimnisvolle Macht aus längst vergangenen Zeiten.

    Das ist natürlich eine ausgesprochen unterhaltsame Kombination.

    Aber manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, eher die Romanversion eines Hollywood-Abenteuers zu lesen als eine wirklich eigenständige historische Fantasygeschichte.

    Und genau da liegt für mich auch die größte Schwäche.

    Die ägyptische Geschichte bietet unglaublich viele faszinierende Themen. Religion, Mythologie, politische Machtverhältnisse, Bestattungskultur und die Bedeutung archäologischer Entdeckungen hätten noch viel stärker in die Handlung einfließen können.

    Stattdessen konzentriert sich Ibañez häufig auf die nächste gefährliche Situation, die nächste geheimnisvolle Enthüllung oder die romantische Spannung zwischen ihren Hauptfiguren.

    Das funktioniert als Unterhaltung gut. Für meinen Geschmack bleibt der historische Hintergrund dadurch aber manchmal zu sehr Kulisse.

    Besonders gefallen hat mir Inez.

    Sie ist neugierig, mutig und weigert sich, sich den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit unterzuordnen. Ihre Entschlossenheit, das Schicksal ihrer Eltern aufzuklären, macht sie zu einer sympathischen Protagonistin.

    Allerdings konnte ich nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen. Gelegentlich handelt sie ausgesprochen unüberlegt und bringt sich dadurch in Schwierigkeiten, die sich durchaus vermeiden ließen.

    Auch Whit ist ein interessanter Charakter, obwohl er natürlich einige bekannte Romantasy-Klischees erfüllt.

    Geheimnisvoll, attraktiv, schlagfertig und mit einer Vergangenheit, über die er möglichst wenig verraten möchte.

    Die Wortgefechte zwischen ihm und Inez sind unterhaltsam. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass ihre Beziehung an einigen Stellen etwas weniger vorhersehbar entwickelt wird.

    Warum trotzdem nur B?

    Weil mir die Geschichte zwar Spaß gemacht hat, ich aber mehr Eigenständigkeit und erzählerische Tiefe erwartet hätte.

    Die Verbindung von historischer Fantasy und Archäologie ist eine wunderbare Idee. Besonders die magischen Artefakte, die Erinnerungen an die Vergangenheit bewahren können, besitzen enormes Potenzial.

    Leider wird dieses Konzept für meinen Geschmack nicht vollständig ausgeschöpft.

    Auch der historische Kontext der europäischen Ausgrabungen in Ägypten und der Umgang mit antiken Kulturgütern hätte stärker herausgearbeitet werden können.

    Hinzu kommt, dass manche dramatischen Entwicklungen sehr filmisch wirken. Das sorgt für Spannung, lässt einzelne Situationen aber auch etwas konstruiert erscheinen.

    Manchmal hatte ich eben das Gefühl: Jetzt fehlt nur noch Brendan Fraser, der mit einer Fackel durch irgendein Grab rennt.

    Das ist natürlich überspitzt, beschreibt aber ziemlich genau, was ich meine.

    Ich hatte eine gute Zeit mit diesem Buch. Nur überraschen konnte es mich nicht immer.

    Mein Fazit

    „What the River Knows“ ist eine unterhaltsame Mischung aus historischem Abenteuerroman, Fantasy und Liebesgeschichte.

    Isabel Ibañez erschafft eine atmosphärische Welt voller Geheimnisse, gefährlicher Expeditionen und romantischer Verwicklungen.

    Besonders gefallen haben mir das ägyptische Setting, die neugierige Protagonistin und die geheimnisvolle Verbindung zwischen Magie und antiken Artefakten.

    Allerdings hätte ich mir mehr historische Substanz, eine konsequentere Ausarbeitung der magischen Elemente und etwas weniger Hollywood-Dramatik gewünscht.

    Es ist ein gutes Buch, das sich wunderbar weglesen lässt. Aber für mich liegt seine Stärke eindeutig im Unterhaltungswert und weniger in seiner literarischen oder historischen Tiefe.

    Wer „Die Mumie“, „Indiana Jones“ und romantische Abenteuer mit einem Hauch Magie liebt, dürfte hier wirklich Spaß haben.

    Für mich ein gelungener Auftakt der „Secrets of the Nile“-Dilogie, auch wenn ich mir stellenweise etwas mehr Originalität gewünscht hätte.

    Gut, spannend und atmosphärisch. Aber eben nicht ganz das außergewöhnliche Abenteuer, das ich mir erhofft hatte.

    ⭐ Bewertung: ★★★★☆ | B

  2. Cover des Buches Das Jesus-Video (ISBN: 9783404170357)
    Andreas Eschbach

    Das Jesus-Video

    (806)
    Aktuelle Rezension von: miss_chips

    Nachdem ich das Buch nun schon ein wenig länger im Regal stehen hatte, habe ich es endlich im Urlaub gelesen und war begeistert. 

    Im Grunde geht es um eine archäologische Ausgrabung in Israel, bei der ein mysteriöses Benutzerhandbuch für eine Videokamera gefunden wird. Das Seltsame ist, dass diese genau neben einem 2000 Jahre alten Skelett lag. Nach kurzer Überlegung ist man sich sicher, dass vor 2000 Jahren Jesus Christi gefilmt worden sei. Natürlich geben sie dann alles, um dieses Jesus-Video zu finden.

    Anfangs hatte ich ehrlicherweise ein paar Probleme in die Geschichte hineinzukommen, da alle Charaktere vorgestellt werden. Wenn man dachte, dass man nun alle kennt, kamen wieder neue dazu. Die vielen POV-Wechsel waren spannend und erleichterten das Verständnis der Geschichte, bedeuteten aber auch, dass ich die ganze Zeit alle Handlungsstränge und persönlichen Eigenschaften der Charaktere mental präsent haben musste. Ich mochte nicht alle Charaktere und es sind auch nicht alle so geschrieben, dass man sie sympathisch finden soll. Insgesamt half es mir jedoch, die Motivationen und Perspektiven der Charaktere zu verstehen. Hier und da wusste man auch mehr als die jeweiligen Protagonisten des Kapitels und es war interessant zu sehen, wie eine Handlung auf verschiedene Weisen interpretiert werden konnten. 

    Während des Lesens habe ich nicht nur eine spannende Geschichte erlebt, sondern auch wirklich viel gelernt. Man merkt, dass der Autor Recherche betrieben hat, um das worüber er schreibt, so detailreich wie möglich zu erklären. Einerseits ist das hilfreich, andererseits kann es manchmal ein wenig zu sehr in die Tiefe gehen, wenn man sich für bestimmte Themen nicht interessiert. Ich persönlich möchte diese vielen Details und Informationen. Auch, wenn sich vieles über die Jahrzehnte seit Veröffentlichung verändert hat. 

    Nicht nur die Charaktere, sondern auch ich haben dem Ende sehr entgegengefiebert. Ich wollte unbedingt wissen, was es nun mit dem Jesus-Video auf sich hat und ob es überhaupt existiert. Die Auflösung war meines Erachtens ernüchternd. Es gab Zeitsprünge, die meines Erachtens nicht gut ausgeführt worden sind, und keine richtige Erklärung, wie alles stattgefunden hat. Vielleicht bin ich diesbezüglich auch ein wenig pingelig. 

    Alles in Allem mochte ich das Buch sehr. Es hat interessante Aspekte von Religion und Vergangenheit beleuchtet. Zudem hat es Fragen in Bezug auf Religion, Moral und subjektiver Wahrnehmung aufgemacht, die man vermutlich gar nicht so einfach beantworten kann, selbst wenn ich es mir wünsche. 

     

  3. Cover des Buches Das Gottesgrab (ISBN: 9783499249747)
    Will Adams

    Das Gottesgrab

    (202)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Daniel Knox hat ein Ziel:Das Grab des Alexanders des Großen zu finden.Mit der Skryptologin Gaille begibt sich Knox auf eine gefährliche Spurensuche.Denn nicht nur skrupellose Wissenschaftler haben es auf den Schatz abgesehen es gibt auch ein Geheimnis das einen Völkerkrieg auslösen könnte und somit ist auch Knox Leben in Gefahr.

    Der Schreibstil ist bildhaft und nicht ganz so zügig zu lesen.Die Protagonisten passen sehr gut in diesen Thriller hinein.Die Spannung erhöht sich stetig und nimmt im Laufe des Buches zu.

    Fazit:Schon auf den ersten Seiten war für mich das Flair von Ägypten beinahe spürbar.Zu Beginn sind es zwei,drei Handlungsstränge die sich dann immer mehr miteinander verbinden.Der Autor beschreibt sehr bildhaft und ausführlich das Leben des Alexanders des Großen.Der Thriller geht dabei immer wieder in dessen Vergangenheit zurück.Manchmal kam mir diese Story fast schon wie ein kleines Geschichtsbuch vor.Aber so war das Buch für mich aufschlussreich,informativ und interessant zu lesen.Den Thriller selbst würde ich als opulent einstufen.Die Handlung spielt in Alexandria ab - in einer Stadt in dem sich die arabische Welt mit den westlichen Einflüssen vermischen.Da sind Konflikte nicht weit entfernt und mitten drin in dieser Großstadt liegt die Ausgrabungsstätte.Da sind Abenteuer und Spannungen fast schon vorprogrammiert.Dieser Thriller ist meiner Meinung nach actionreich,dynamisch und spannend aufgebaut.Verfolgungsjagden  vervollständigen die Story.Bis zur Hälfte des Buches war mir die eine und andere Szene/Kapitel etwas zu langgezogen.Danach wurde es besser und im letzten Drittel ging es dann Schlag auf Schlag.Dieser Thriller ist der erste Band einer dreiteiligen Reihe.Das Buch ist zwar in sich abgeschlossen aber meiner Meinung nach hat die Geschichte ein offenes Ende.Für dieses Buch vergebe ich gerne vier Sterne.

  4. Cover des Buches Grabkammer (ISBN: 9783734106859)
    Tess Gerritsen

    Grabkammer

    (662)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    In einem Bostoner Museum wird im Keller eine Mumie entdeckt. Als die Museumsleitung sie untersuchen lässt, kommt Grausames zutage: Die Mumie ist nicht annähernd so alt wie angenommen und in ihrem Bein steckt eine Pistolenkugel. Sie wird nicht die letzte Leiche sein, die nach allen Regeln der antiken Bestattungskunst konserviert wurde. Ein perverser Mörder scheint seine Opfer für die Ewigkeit erhalten zu wollen. 

    Fazit 

    Solider und spannender Krimi, der etwas schwächelt.

  5. Cover des Buches Relic: Museum der Angst (ISBN: B004WRYW7O)
    Douglas Preston

    Relic: Museum der Angst

    (338)
    Aktuelle Rezension von: Schlafmurmel

    Nachdem ich „Ocean – Insel des Grauens“ von Douglas Preston und Lincoln Child gelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen, was die beiden Autoren noch so zu bieten haben. Dabei bin ich auf „Relic – Museum der Angst“ gestoßen – und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv nicht enttäuscht!

    Dieser Thriller ist eine unglaubliche Mischung aus Wissenschaft, Fiktion, Spannung und Horror – einfach mega! Schon auf den ersten Seiten wurde ich mitten hinein ins New Yorker Museum of Natural History katapultiert, wo grauenhafte Morde geschehen und dunkle Intrigen ihren Lauf nehmen.

    Dabei lernen wir die junge und mutige Wissenschaftlerin Margo Green kennen, den Journalisten Bill Smithback, der zwar manchmal etwas unbedarft wirkt, aber durchaus clever und einfallsreich ist, und natürlich den für mich besonderen Charakter: FBI-Agent Pendergast. Er hat mich mit seiner ganz eigenen Art sofort gepackt.

    Die Geschichte war von Anfang an spannend und hat mich regelrecht mitgerissen. Die Mischung aus wissenschaftlichen Geheimnissen, grausamen Ereignissen und einer ordentlichen Portion Horror hat für ordentlich Gänsehaut gesorgt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Und dann habe ich gesehen, dass es noch weitere Teile gibt – die natürlich unbedingt bei mir einziehen müssen 

    Für mich ein richtig starker Auftakt und eine klare Leseempfehlung für alle, die Thriller mit Mystery- und Horrorelementen lieben

  6. Cover des Buches Das Tagebuch der Menschheit (ISBN: 9783499631337)
    Carel van Schaik

    Das Tagebuch der Menschheit

    (10)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Evolution und Bibel? - Diese Kombination assoziieren wir mit Streitgesprächen. An vorderster Front sehen wir den Evolutionsbiologen Richard Dawkins,  der sich ‚militanter Atheist’ nennt und erklärt, der Gott des Alten Testaments sei „ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker, ein rachesüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer: ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“ 

    Deshalb war ich einigermassen überrascht, als im anthropologischen Museum Zürich eine Zeitung der reformierten Kirche auflag. Noch einmal überrascht war ich, in dieser Zeitung ein Interview mit dem Direktor des anthropologischen Museums Zürich, Carel van Schaik, zu lesen. Thema des Interviews: Der Bestseller ‚Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät’, den van Schaik zusammen mit dem Historiker und Wissenschaftsjournalist Kai Michel schrieb, der in den Zeitungen ‚Die Zeit’,  ‚FACTS’ und ‚Die Weltwoche’ zu Themen Archäologie, Religion und Evolution bearbeitete.

    Tatsächlich zeigen uns van Schaik und Michel Schätze der Bibel, die auch Atheisten begeistern dürften. Sie erreichen dies, indem sie eine eigentlich naheliegende Perspektive einnehmen: Sie lesen die Bibel als ‚Buch der Bücher’, als weltweit reichste Sammlung historischer Zeugnisse, als Tagebuch der Menschheit, in dem über mehr als tausend Jahre verschiedene Menschen ihre Gedanken, Fragen und Ideen festhielten. Diese Berichte vergleichen sie mit den Erkenntnissen der Archäologie und erreichen dadurch ein wesentlich lebendigeres Bild der Antike, aber auch der Frühgeschichte.

    Natürlich bemerken auch die Autoren die Brutalität des alttestamentlichen Gottes. Sie untersuchen aber, wie denn aus der von Dämonen und Geistern erfüllten Welt der Jäger und Sammler ein einziger, allmächtiger, aber grausamer Gott wachsen konnte. Fast könnte man sagen, sie unterziehen den grausamen Gott einer Psychoanalyse und ergründen in dessen ‚frühester Kindheit’, worin denn die Grausamkeit gründet.

    Die originelle und überzeugend belegte These: Durch die Sesshaftwerdung traten ungekannte Naturkatastrophen von geradezu apokalyptischen Ausmassen auf, Katastrophen, welche die Macht von Dämonen oder lokalen Göttern bei weitem überstiegen. Wenn ein Erdbeben eine ganze Stadt zertrümmerte, wenn Hunderte von Menschen in einem Tsunami ertranken oder von einem Vulkan verschüttet wurden, dann musste eine gewaltige Macht dahinter stehen.

    Anschaulich schildern die Autoren, wie sich in den ungeschickt gebauten ersten Städten Seuchen ausbreiten, oft durch Haustiere eingeschleppt, welche in Jägerkulturen noch kaum bekannt waren. Nachvollziehbar ist auch das moralische Dilemma, als die ersten Bauern ihre Felder schützen wollten. In Jahrmillionen langer Evolution hat sich das Naturgesetz in unsere Gene eingegraben, alles, was die Erde hergibt, gehöre allen. Früchte, die noch am Baum hängen, die man aber doch nicht essen darf, waren undenkbar. Ein Bauer, der seine Ernte verteidigt, der wie Kain seinen eigenen Bruder erschlägt, nachdem er ihn heimtückisch mit reifen Feldfrüchten angelockt hat, so etwas gab es unter Jägern nicht.

    Van Schaik und Michel anerkennen die kulturelle Meisterleistung, die intuitive, angeborene Jägerethik zu überwinden und dem Bauern zu seinem überlebensnotwendigen Recht zu verhelfen. Sie machen aber auch klar, welche Kraftanstrengung nötig war, der Jägernatur eine zweite oder gar eine dritte Natur anzuerziehen.

    So führen uns die Autoren durch die Abschnitte der Bibel von der Schöpfungsgeschichte über Moses, die Könige über Jesus bis zu den Evangelisten. Sie berücksichtigen dabei, wann und in welchem Zusammenhang eine Textstelle zum ersten Mal auftaucht und ziehen auch Texte anderer Kulturen hinzu oder hebräische Texte, die es nicht in den offiziellen Kanon der Bibel geschafft haben. Sie zeigen, wie sich parallel zur kulturellen Evolution des Menschen auch der Gott Jahwe entwickelt hat.

    In diesem Punkt unterscheiden sich Van Schaik/Michel am stärksten von Dawkins: Sie zeigen Hochachtung für die grandiose kulturelle Leistung, die angeborene Jäger- und Sammlermentalität zu überwinden und Gesellschaftsformen zu erfinden, die für Bauern, Händler und insbesondere für Städter tauglich waren. Sie honorieren, dass die Bibelautoren diese kulturelle Evolution über weite Strecken initiierten. Tragisch liest sich vor diesem Hintergrund der Satz in Kapitel 19: „Um das Jahr 400n. Chr. Jedoch wurde die Bibel durch die Kanonisierung ihrer Schriften schockgefroren.

    Tatsächlich wurde die Entwicklung des Christentums durch die Kanonisierung zumindest stark gebremst. Kühn scheint mir daher die These, durch das Christentum seien die Wissenschaften und die Demokratie gefördert worden. Wissenschaften seien in einer monotheistischen Religion entwickelt worden, weil es eher denkbar sei, die Gedanken und Pläne eines einzelnen Gottes zu ergründen, als die eines in sich zerstrittenen Pantheon. Natürlich waren bis vor kurzer Zeit praktisch alle westlichen Wissenschaftler Christen oder Juden, wohl aber vor allem mangels Alternativen.

    Spannend ist aber die Frage, die van Schaik und Michel zum Abschluss aufwerfen: Wie würde das Abendland heute aussehen, wenn die Kanonisierung nie stattgefunden hätte? Wie würde die Welt aussehen, wenn wir die Religion nicht eingefroren, sondern stetig weiter entwickelt hätten und heute vielleicht am 5. Testament schreiben würden?

    Das ‚Tagebuch der Menschheit’ ist eine unterhaltsam geschriebene, durchwegs gelungene und empfehlenswerte Hommage zweier Agnostiker an das Buch der Bücher, das wichtigste Buch des Abendlandes.


    Nachtrag vom 1. Oktober 2017
    Im Podcast der Skeptiker Schweiz habe ich ein Interview mit Carel van Schaik zu diesem Buch geführt.

  7. Cover des Buches Old Bones - Tote lügen nie (ISBN: 9783426524183)
    Douglas Preston

    Old Bones - Tote lügen nie

    (106)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Bei diesem Buch bin ich überrascht, dass es mir nicht besser gefallen hat. Das Thema hat mich direkt angesprochen. Archäologie finde ich grundsätzlich sehr spannend. In Kombination mit diesem doch sehr interessant klingendem Kriminalfall hätte es genau mein Buch sein müssen. Tatsächlich fand ich es "nur" okay. Ein durchaus gutes Buch, das für mich aber auch deutliche Längen hatte... 

    Trotzdem werde ich den zweiten Band dieser Reihe lesen. Vielleicht fesselt mich die Story mehr!? 

    02.05.2026

  8. Cover des Buches Die sieben Dämonen (ISBN: 9783104002323)
    Barbara Wood

    Die sieben Dämonen

    (153)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Mark ist begeisterter Ägyptologe, der sich seiner Beziehung zuliebe vom Wüstensand zurückgezogen, und stattdessen die Rolle des Vortragenden an Universitäten angenommen hat. Als seine Karriere unerwartet knickt, wird ihm ein erstaunliches Angebot gemacht: Er soll die mysteriösen Ausgrabungen eines Archäologen namens Ramsgate rekonstruieren und statt ihm, den rätselhaften Fund aus den Fängen der Wüste befreien. 

    Dem Cover nach ist „Die sieben Dämonen“ ein Liebesroman, der in die beißende Hitze der Wüste führt. Zwar habe ich bei der Inhaltsbeschreibung mit einem faszinierendem Rahmen gerechnet, war aber äußerst erstaunt, dass sich das Buch als großartiger Schauerroman mit Abenteuercharme herausstellt. Ich bin begeistert!

    Es fängt damit an, dass Mark einen herben Rückschlag seiner Karriere erleidet und er gleichzeitig ein spannendes Angebot erhält. Es wurde das mysteriöse Tagebuch des Archäologen Sir Ramsgate gefunden, der vor Jahrzehnten bei Ausgrabungen in Ägypten ums Leben kam. Nun soll Mark diese Expedition fortsetzen, obwohl niemand weiß, wem oder was Ramsgate einst auf der Spur gewesen ist. 

    So reisen wir in den 1990er-Jahren nach Ägypten und haben dafür ein mehrköpfiges Team zusammengestellt: Mark wird u.a. von seinem besten Freund Ron begleitet, der selbst als (Schreibtisch-) Archäologe tätig ist. Zudem schließen sich die Auftraggeber der Expedition an, weil sie selbst am Wüstensand und die Ausgrabungen teilhaben möchten.

    Die Handlung ist relativ klassisch aufgebaut. Es ist ein eher typischer Schauerroman im ägyptischen Ausgrabungsgewand, der Hieroglyphen entschlüsselt, Rätsel entziffert und auf Überraschendes stößt. Obwohl das Konzept rasch durchschaut ist, schreibt Barbara Wood auf einem hohen Schauer- und Spannungsniveau, sodass man den Roman kaum aus der Hand legen kann.

    Die Autorin hat ein paar grausliche Schmankerl eingestreut, die dem einen oder anderen Leser zu heftig sein könnten. Dennoch sind diese Szenen so beschrieben, dass sie nicht arg ins Detail gehen, weil genau an den richtigen Stellen sozusagen die Kamera schwenkt.Mich haben diese Passagen äußerst positiv überrascht, da ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte.

    Außerdem lässt die Autorin souverän die ägyptische Kultur der alten und neuen Zeit einfließen. Während die Archäologen die Vergangenheit im Wüstensand suchen, über Schriften brüten und sich mit damaligen Begebenheiten auseinandersetzen, begegnen sie zugleich der hiesigen Bevölkerung, die mit ihren Sitten und Gebräuchen im Gegensatz zur westlichen Welt fremd und exotisch erscheint. Die Autorin bleibt zumeist vage, umreißt dennoch die Handlung mit den kulturellen Gegebenheiten, sodass es ein facettenreiches und fesselndes Bild ergibt. 

    Hinzu kommt die Beschreibung des Wüstenklimas, die einen selbst bei Kälte den Schweiß aus den Poren treibt. Der Sand glüht unter den Sohlen, die Sonne knallt auf den Kopf und man fühlt, wie sie einem beim Lesen die Haut versengt. 

    Mir hat dieses Abenteuer extrem großen Spaß gemacht, weil es ein schillerndes, spannendes und schauerliches Erlebnis war. In erster Linie empfand ich es als Schauerroman, der aufgrund des aufregenden Hintergrunds um das Alte Ägypten, die kulturellen Einblicke der Gegenwart und der packenden Konstellation zwischen den Figuren ein richtiger Pageturner war. 

    Meiner Meinung nach ist „Die sieben Dämonen“ ein Buch für Grusel- und Ägypten-Fans gleichermaßen, wie auch für Leser, die Spannung und Abenteuer lieben. 

  9. Cover des Buches Raiders of the Lost Heart (ISBN: 9783453429147)
    Jo Segura

    Raiders of the Lost Heart

    (85)
    Aktuelle Rezension von: Bellita

    Was für ein schöner Read! Ich mochte die Geschichte rund um Corrie und Ford wirklich unglaublich gerne und besonders das Archäologie-Setting hat mich direkt abholen können. Die Mischung aus Abenteuer, Romance und den ganzen Geheimnissen rund um die Ausgrabung hat einfach richtig viel Spaß gemacht. 🌿✨

    Besonders gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen den beiden. Die beiden kennen sich schon länger und ihre Rivalität sorgt für einige richtig unterhaltsame Momente. Ich liebe es einfach, wenn sich aus gegenseitigem Necken langsam mehr entwickelt und genau das hat hier für mich richtig gut funktioniert. 😂🫶🏼

    Auch die Ausgrabungen und die Suche nach dem verschollenen Artefakt fand ich spannend. Dadurch hatte die Geschichte neben der Romance immer noch eine zusätzliche Handlung, die mich neugierig gehalten hat. Gerade die Abenteuer-Momente haben für eine schöne Abwechslung gesorgt. 👀🏺

    Natürlich waren manche Entwicklungen etwas vorhersehbar und an einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Das hat meinem Lesevergnügen aber eigentlich keinen großen Abbruch getan.

    Insgesamt eine richtig unterhaltsame Romance mit einem außergewöhnlichen Setting, tollen Charakteren und ganz viel Abenteuer. Für mich definitiv ein Buch, bei dem man einfach abschalten und genießen kann.🩷✨📖

  10. Cover des Buches Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv (ISBN: 9783734162084)
    Jodi Taylor

    Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv

    (134)
    Aktuelle Rezension von: Bellchen

    Ich habe für den Urlaub eine leichte, witzige Urlaubslektüre gesucht und genau das bekommen!

    Die Geschichte ist herrlich skurril und lustig. Den Humor muss man natürlich mögen. Aber wenn man ihn mag, fliegen die Seiten nur so dahin.

    Zwei kleinere Dinge haben mich allerdings gestört. Erstens: ich konnte die Nebencharaktere nicht gut voneinander unterscheiden. Es tauchen ziemlich viele Namen und Personen mit unterschiedlichen Rollen auf, die ich leider nicht voneinander unterscheiden konnte. Ich hoffe, dass das in Band 2 besser wird.

    Zweitens: manche Szenen waren wirklich etwas zu überspitzt dargestellt. Hier verstehe ich die Kritik zum Buch durchaus, aber mir hat die restliche Geschichte so viel Spaß gemacht, dass ich darüber hinwegsehen kann. 

    Alles in allem eine herrlich witzige Geschichte mit sympathischen Charakteren. Ich freue mich auf Teil 2.

  11. Cover des Buches Für immer und ein Leben lang (ISBN: 9783956495922)
    Sarah Morgan

    Für immer und ein Leben lang

    (112)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Wäre da nicht der Unfall auf Griechenland, der sie zu einer Heimkehr nach Puffin Island bringt, hätte Archäologin Brittany Forrest beinahe vergessen wie sehr sie diese Insel, seine Bewohner und das Leben am Meer liebt. Und auch wie sehr ihr Ex-Mann Zachary Flynn, nach ihrer stürmischen Hochzeit mit gerade einmal 18 Jahren und der noch flotteren Scheidung, ihr das Herz gebrochen hat. Doch genau wie damals greift nach ihrer erneuten Begegnung die unwiderstehliche Anziehung zwischen ihnen und nach der Rückkehr in die Heimat der Zauber der Insel…

     

    》EIGENE MEINUNG:

    „Für immer und ein Leben lang“ ist der 2. Band der Puffin Island-Trilogie. Diesmal begleiten wir Brittany auf ihrem Weg zurück in ihre Heimat und in das geliebte Cottage ihrer leider bereits verstorbenen Großmutter, welches im Vorgängerband bereits ihrer College-Freundin eine Zuflucht geboten hat.

    Für Brittany ist es ein nach Hause kommen, das viele schöne Momente wieder aufleben lässt, jedoch auch einigen Anlass gibt alte Wunden noch einmal zu betrachten und heilen zu lassen. Sie ist eine mutige, jedoch gefühlvolle Frau, die um die Eigenheiten ihrer Mitmenschen weiß und Dinge gerne geradeheraus anspricht.

    Gerade bei ihrer Jugendliebe Zachary hat dies vor vielen Jahren zu Problemen geführt, da er die Erlebnisse seiner Kindheit mit niemandem teilt, obwohl oder genau weil sie ihn so stark geformt haben. Die gemeinsame Vergangenheit hat beide geprägt und nun ergibt sich die Möglichkeit offene Fragen und Missverständnisse zu klären und vielleicht sogar einen Neuanfang zu wagen…

    Ich mochte sowohl Brit als auch Zach gerne und ihren Umgang miteinander. Hierbei geht vor allem von Brittany der starke Drang aus Dinge auszusprechen, aber bewundert habe ich sie vor allem dafür die Schuld an den Ereignissen der Vergangenheit wirklich zu hinterfragen. Zachs Kindheit kann ich selbst nur schwer nachvollziehen, seine Gedanken jedoch gut – leider aber nur bis zu dem Punkt, an dem ein oft wiederholter Satz in einer bestimmten Situation scheinbar alles verändert. Das war mir zu unglaubwürdig und extrem. Auch hatte ich das Gefühl, dass durch die Fixierung auf ihn die Geschichte teilweise nicht richtig Fahrt aufnehmen kann.

    Puffin Island konnte mich hingegen wieder völlig begeistern und lässt mich in Urlaubs-Überlegungen verfallen. Auch die Dynamik zwischen den drei Freundinnen sowie die Aussicht aufs Skylars Geschichte waren klasse. Der Schreibstil ist flüssig; die Kapitel in wechselnder Perspektive durch Brittany und Zach zu erleben war sehr angenehm. Die Mischung aus Familien-, Liebesgeschichte und Drama mit kleineren humorvollen und auch erotischen Szenen ist erneut gelungen.

     

    Puffin Island-Trilogie:

    0: Zwischen Vernunft und Sinnlichkeit (Kurzgeschichte)

    1: Einmal hin und für immer

    2: Für immer und ein Leben lang

    3: Für immer und ein Weihnachtsmorgen

     

    》FAZIT:

    Ein gelungener 2. Teil der Puffin Island-Trilogie, mit spannenden Charakteren und einem erneut tollem Insel-Feeling. Brittanys Umgang mit der Vergangenheit ist vorbildlich; Zachs Gedankenumschwung aus meiner Sicht zu aufgesetzt.

    (4,5 Sterne)

  12. Cover des Buches Dunkles Arles (ISBN: 9783832164836)
    Cay Rademacher

    Dunkles Arles

    (70)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Ein romantisches Wochenende in Arles war geplant....nun ja, es kam ganz anders. Im Amphitheater kommt ein Mann zu Tode!  Roger und seine Geliebte Aveline sind überzeugt: es war Mord. Der örtliche Ermittler will es herunterspielen und behauptet: es war ein Ünglücksfall!

    Das können die beiden so nicht hinnehmen und fangen zu ermitteln an, obwohl sie in Arles nicht zuständig sind.

    Eine turbulente Geschichte, spannend erzählt, flüssiger Schreibstil, eine absolute Empfehlung für jeden Leser, der gerne spannende Krimis liest!

  13. Cover des Buches Schneetage (ISBN: 9783866483750)
    Jan Christophersen

    Schneetage

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Ich habe die Erfahrung gemacht : je mehr auf dem Umschlag und Klappentext ein Buch gelobt wird, desto weniger wird es der Erwartung gerecht.

    Die Handlungen spielen einmal in den Jahren nach dem Krieg und dann um 1978 mit dem Schneechaos an der Deutsch-Dänischen Grenze.

    Gerne lese ich ein Buch, wo ein Protagonist mich mit durch die Geschichte nimmt. Jemand mit Sympathie, Humor und Tiefe. (etc.) Hier waren die Personen meist mit verhaltenen Emotionen, wo man z.B. an der Haltung des Rückens erkennen sollte, was diesen Menschen gerade bewegt.

    Okay, nach dem Krieg waren die Leute traumatisiert, machten nicht viele Worte über das Geschehene und wollten nur nach vorne schauen. Aber wie kann man das für den Leser interessant und einfühlsam nieder schreiben.

    Das ist diesem Autor nicht gelungen. Teilweise war es nur langweilig und die Suche den untergegangenen Schätzen von Rungholt lahmte sehr schnell.

    Ich habe mir mehr versprochen. Schade

  14. Cover des Buches Scriptum (ISBN: 9783492307772)
    Raymond Khoury

    Scriptum

    (413)
    Aktuelle Rezension von: Aliceinthewonderland

    In diesem wirklich Spannend geschriebenen Buch geht es um die Kirche den glauben und natürlich die Templer. Die machen ein Buch über Kirchenverschwörungen erst richtug gut.

    Den ganz klar darum geht es in dem Buch. Und es wird sich mit der Frage beschäftigt darf die wissenschaft alles? Selbst den glauben der menschen zerstören? Muss man immer wirklich immer die wahrheit wissen? ist es nicz besser manchmal diese zu verschweigen? was würde mit Starkgläubigen Menschen passieren wenn sie genau das genommen bekommen?

    Genau diesen Fragen steht die Archeologin Tess gegenüber als sie durch einen Zufall in eine ermittlng der Polizei gerät. Den sie ist vorort als 4 reiter das New yorker museum brutal übervielen. Und sie dem FBI- Agent erzählte was sie glaubte worum es geht. Um dem FBI besser helfen zu können und Ihren Forschergeist zu befriedigen Forscht sie auf eigene fasut und sucht nach einem Ehemaligen Kollegen der über die Templer forscht. Doch ist es nicht nur schwer ihn zu finden, nein sie erkennt ihn auch nicht wieder doch warum was war passiert und warum gerät sie in das fadenkreuz der Kirche? Doch lässt sie die gefahr aufgeben?

     

    Wenn Ihr das wissen wollt kann ich euch nur empfehlen das Buch zu lesen. Auch sollte man diese Buch lesen sollte man ein fan von Dan Brown sein den Raymond khoury ist einfach genial im aufbau voon Spannung auch das ende ist mega überraschend. Leider passiert mir das äußert selten inzwischen das ich ,it einem ende so gar nicht rechne. Aber hier ist das das passiert. Dazu liebe ich die verschwörungen rund um die Templer, wem das genau so geht viel spaß beim lesen.

  15. Cover des Buches Der Zorn der Einsiedlerin (ISBN: 9783734107504)
    Fred Vargas

    Der Zorn der Einsiedlerin

    (107)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Menschliche Brutalität hat immer einen Hintergrund, eine Geschichte, eine Ursache. Nichts kommt von „alleine“. Oft ist es ein Zufall, meist die in der Kindheit gemachten Erfahrungen, die einen entweder auf die Gewinnerstraße oder ins Abseits bringen. Dieses Spiel mit den menschlichen Tücken beherrscht kaum jemand so virtuos wie Fred Vargas.

    Auch in diesem Fall kämpft sich Kommissar Adamsberg, Chef der „Brigade criminelle im 13. Arrondissement von Paris“ zusammen mit einer Truppe von insgesamt siebenundzwanzig (!) ganz unterschiedlichen Charakteren durch eine kuriose Serie äußerst skurriler Todesfälle, in denen Spinnen, genauer Einsiedlerspinnen (Loxosceles rufescens), eine entscheidende Rolle spielen. Dies erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, will er nicht den einen, den roten Faden, der die Geschichte zusammenhält, verlieren. Das Knäuel erscheint zunächst sehr dicht und kaum entwirrbar, was der gesamten Handlung die Spannung verleiht, die einen guten Krimi auszeichnet. 

    Damit dieser rote Faden nicht zu oft entgleitet, sollte man die Lesepausen nicht zu lang werden lassen. Man muss sich schon sehr viele Namen merken, um die Handlung im eigenen Kopf stimmig zu bekommen. Da der Spannungsaufbau zum zügigen Lesen drängt, werden die einzelnen Fäden relativ schnell stabil, der rote Faden dicker und das Ziel, die Identifizierung und Überführung des Täters, wahrscheinlicher. Die eigene detektivische Arbeit wird insofern belohnt. Was allerdings der Spannung nicht schadet, da man hungrig darauf wartet, seine eigene Theorie bestätigt zu bekommen – oder eben nicht. 

    Ansonsten fühlt man sich als Vargas-Fan recht wohl in der inzwischen hinlänglich bekannten „Adamsberg-Familie“, obwohl auch hier nicht alles so stimmig abläuft, wie man es sich für ein harmonisches Familienleben wünschen würde. Hierbei ist besonders die „Rückholung“ seines Stellvertreters Danglart ins Team ein Höhepunkt erzählerischen Könnens und ein schöner Ausdruck zwischenmenschlicher Wärme. Man fühlt sich irgendwie geborgen und vor den Schlechtigkeiten dieser Welt geschützt bei einem Kommissar, der es versteht, auch hinter die Fassade der Menschen zu blicken. So eine kümmernde, so einen besorgte, so eine liebevolle Vaterfigur wünscht sich wohl ein jeder von uns.

    Wenn jemand verlässlich gute Krimis schreibt, ist dies Fred Vargas. Auch bei der Auflösung dieses Falls wird vom Leser einiges abverlangt, was allerdings den grauen Gehirnzellen zugutekommt. Belohnt wird er nicht nur durch eine spannende Geschichte, sondern auch durch die besondere Nähe zu den handelnden Personen. Wie immer kommen Menschlichkeit und kluge Lebensweisheit bei Fred Vargas nicht zu kurz.

    (13.4.2021)

  16. Cover des Buches Where the Library Hides (Geheimnisse des Nil 2) (ISBN: 9783473586844)
    Isabel Ibañez

    Where the Library Hides (Geheimnisse des Nil 2)

    (78)
    Aktuelle Rezension von: Lilith_McCoy

    Meinung zu „Where the Library Hides“ von Isabel Ibañez

    Alte Geheimnisse, gefährliche Intrigen und schon wieder ein bisschen zu viel Hollywood.

    Secrets of the Nile, Band 2

    Worum geht es?

    Ägypten, 1885. Nach den dramatischen Ereignissen des ersten Bandes steht Inez Olivera vor den Trümmern ihrer bisherigen Vorstellungen von Familie, Liebe und Vertrauen.

    Der Verrat ihrer Mutter hat sie erschüttert, und ihr Onkel Ricardo möchte sie unter allen Umständen zurück nach Argentinien schicken. Doch Inez ist fest entschlossen, in Ägypten zu bleiben und die Wahrheit über die Machenschaften ihrer Familie herauszufinden.

    Dafür benötigt sie allerdings Zugriff auf ihr Erbe. Und genau hier kommt Whitford Hayes ins Spiel.

    Der ehemalige britische Soldat bietet ihr eine Ehe an, die ihre rechtlichen und finanziellen Probleme lösen könnte. Doch Whit verfolgt eigene Ziele und verschweigt Inez weiterhin wichtige Dinge über seine Vergangenheit.

    Während die beiden versuchen, ihre widersprüchlichen Gefühle füreinander zu verstehen, geraten sie erneut in ein gefährliches Abenteuer voller gestohlener Artefakte, alter Magie und familiärer Intrigen.

    Ihre Suche führt sie schließlich auf die Spur eines verlorenen Wissens, das weit über gewöhnliche archäologische Entdeckungen hinausgeht.

    Meine Meinung ❤️

    Nach „What the River Knows“ wollte ich natürlich wissen, wie Inez' Geschichte weitergeht. Der erste Band hatte mich mit seinem ägyptischen Schauplatz, der Verbindung von Archäologie und Magie sowie seiner abenteuerlichen Handlung gut unterhalten.

    Allerdings hatte ich damals schon das Gefühl, stellenweise eher einen Hollywoodfilm als einen historischen Fantasyroman zu erleben.

    Und ganz ehrlich? Bei „Where the Library Hides“ ging es mir wieder genauso.

    Isabel Ibañez besitzt zweifellos ein Talent dafür, spannende Abenteuer zu erzählen. Ihre Geschichte ist voller Geheimnisse, überraschender Wendungen und gefährlicher Situationen. Man möchte wissen, was hinter den Intrigen steckt und wie sich die verschiedenen Handlungsstränge schließlich auflösen.

    Besonders gefallen hat mir erneut das ägyptische Setting.

    Die historischen Schauplätze, die geheimnisvollen Artefakte und die Vorstellung, dass altes Wissen tatsächlich magische Kräfte besitzen könnte, bieten eine wunderbare Grundlage für Fantasy.

    Auch die Verbindung zwischen Wissenschaft, Mythologie und übernatürlichen Elementen finde ich grundsätzlich reizvoll.

    Mein Problem ist allerdings, dass Ibañez dieses Potenzial für meinen Geschmack nicht vollständig ausschöpft.

    Gerade die historische Situation Ägyptens im späten 19. Jahrhundert hätte so viel mehr zu bieten gehabt. Die europäische Einflussnahme, der Umgang mit archäologischen Funden und die Frage, wem kulturelle Schätze eigentlich gehören, wären interessante Themen gewesen.

    Zwar spielen diese Aspekte eine Rolle, doch mir bleiben sie häufig zu sehr Hintergrund für eine temporeiche Abenteuergeschichte.

    Stattdessen konzentriert sich die Autorin wieder stark auf dramatische Enthüllungen, gefährliche Verwicklungen und die romantischen Konflikte zwischen Inez und Whit.

    Und damit komme ich zu einem weiteren Punkt.

    Die Beziehung zwischen den beiden hat mich nicht immer überzeugt.

    Natürlich mag ich komplizierte Liebesgeschichten. Misstrauen, Geheimnisse und widersprüchliche Gefühle können eine Romanze ausgesprochen interessant machen.

    Aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass Inez und Whit immer wieder um dieselben Probleme kreisen.

    Einer verschweigt etwas, der andere zweifelt, es kommt zu Missverständnissen, und anschließend beginnt das Spiel erneut.

    Das erzeugt Spannung, wirkt auf Dauer aber etwas konstruiert.

    Besonders Inez hat mich gelegentlich angestrengt. Sie ist mutig, neugierig und besitzt einen ausgeprägten Wunsch nach Selbstbestimmung. Das gefällt mir.

    Allerdings trifft sie mitunter Entscheidungen, die ich nur schwer nachvollziehen konnte. Gerade nach den Erfahrungen des ersten Bandes hätte ich mir bei ihr eine etwas konsequentere persönliche Entwicklung gewünscht.

    Whit wiederum bleibt ein interessanter, aber keineswegs unkomplizierter Charakter. Seine Geheimnisse und widersprüchlichen Motive sorgen durchaus für Spannung, doch gelegentlich hätte ich mir mehr Offenheit und weniger künstlich erzeugte Konflikte gewünscht.

    Warum wieder nur B?

    Weil sich meine grundsätzliche Einschätzung gegenüber dem ersten Band kaum verändert hat.

    Die Geschichte ist spannend, atmosphärisch und unterhaltsam. Aber sie besitzt für mich zu wenig historische und psychologische Tiefe.

    Gerade die zahlreichen Wendungen haben mich wieder an den Film „Die Mumie“ erinnert.

    Geheimnisvolle Artefakte, verborgene Orte, gefährliche Gegner, eine eigensinnige Heldin und ein attraktiver Mann, der ständig irgendwelche Geheimnisse mit sich herumträgt.

    Das kann durchaus Spaß machen. Und das hat es auch!

    Aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Autorin hauptsächlich von einer spektakulären Szene zur nächsten gelangen möchte.

    Auch die magischen Elemente hätten für meinen Geschmack noch stärker in die eigentliche Welt eingebunden werden können. Die Ideen sind interessant, bleiben aber stellenweise hinter der romantischen und familiären Dramatik zurück.

    Was ich Ibañez allerdings zugutehalte, ist ihr flüssiger Schreibstil. Sie versteht es, Neugier zu erzeugen, und die Handlung besitzt genügend Spannung, um bis zum Schluss dranzubleiben.

    Die Geheimnisse werden weitergeführt, die Figuren müssen sich mit ihren Entscheidungen auseinandersetzen, und die Dilogie erhält einen Abschluss.

    Mein Fazit

    „Where the Library Hides“ ist eine unterhaltsame Fortsetzung, die mir insgesamt genauso gut gefallen hat wie ihr Vorgänger.

    Isabel Ibañez verbindet historische Fantasy, romantische Spannung und archäologische Geheimnisse zu einem abwechslungsreichen Abenteuer.

    Besonders gefallen haben mir die ägyptische Atmosphäre, die geheimnisvollen Schauplätze und die Verbindung von alter Magie mit historischen Entdeckungen.

    Allerdings hätte ich mir mehr historische Substanz, eine überzeugendere Charakterentwicklung und weniger künstlich erzeugtes Drama gewünscht.

    Mein Eindruck bleibt: Das ist wirklich gute Abenteuerunterhaltung, aber keine außergewöhnlich tiefgründige historische Fantasy.

    Und wieder musste ich mehr als einmal an „Die Mumie“ denken. Nicht unbedingt negativ, denn ich mag solche Filme durchaus. Nur erwarte ich von einem Roman eben manchmal etwas mehr, als mir ein zweistündiges Kinoabenteuer bieten kann.

    Wer die Mischung aus Romantik, Magie, Archäologie und spektakulären Wendungen liebt, wird mit dieser Dilogie sicherlich viel Freude haben.

    Ich habe beide Bücher gerne gelesen. Aber beide haben mich auch aus denselben Gründen nicht vollkommen überzeugt.

    Zwei schöne, spannende Abenteuerromane mit viel Atmosphäre, denen für meinen Geschmack etwas mehr Eigenständigkeit und historische Tiefe gutgetan hätten.

    ⭐ Bewertung: ★★★★☆ | B

  17. Cover des Buches Am Himmel die Flüsse (ISBN: 9783446280083)
    Elif Shafak

    Am Himmel die Flüsse

    (153)
    Aktuelle Rezension von: Gundolf

    Elif Shafak führt Handlungsstränge aus verschiedenen Zeiten zusammen. Das beginnt in der mesopotamischen Antike, führt aber hauptsächlich ins 19. Jahrhundert und in die Jetztzeit, Durch Keilschrift und das Zeichen für Wasser, Begebenheiten im Zweistromland und die Geschichte der Jesiden ist alles miteinander verbunden.

    Im 19. Jahrhundert wird die Geschichte des Assyriologen George Smith in vielen Details nachgezeichnet, der die Keilschrift entzifferte. Im Buch heißt er allerdings Arthur Smyth und weist auch ein paar fiktionale Züge auf. Mit ihm beginnt der Erzählstrang über die Jesiden, die der breiten Öffentlichkeit wohl erst durch die Massaker des Islamischen Staates (IS, ISIS, Daesch) an ihnen bekannt wurden. Über den Glauben und die Geschichte der Jesiden erfahren Leser*innen dabei sehr viel.

    Shafak erzählt Smyths Geburt und Jugend in bitterer Armut am Ufer der Thames ebenso wie sein Aufstieg im Britischen Museum und seine Reisen nach Mesopotamien, wo er die Jesiden besser kennenlernt und sich in eine mehr oder weniger schamanische Frau verliebt, allerdings ohne dass es jemals zu einer Erfühllung dieser (beidseitig empfundenen) Liebe kommt.

    Die Jetztzeit führt ebenfalls und gleichzeitig ins heutige London zu einer Frau mit mesopotamischen Wurzeln, die aus ihrer Ehe und dem bisherigen Leben ausbricht und ein Wohnboot auf der Thames mietet (ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt), und zu den Jesiden und den beginnenden IS-Massakern. Das ganze Buch ist einerseits wunderschön und mit seinen Liebesgeschichten "bittersüß", andererseits furchtbar tragisch und traurig, und die Schilderungen mancher Ereignisse sind ehrlich gesagt fast nicht zu ertragen. Aber sie sind bzw. waren – leider – Realität!

    There are Rivers in the Sky ist ein wunderschönes und wichtiges Buch der türkisch-britischen Autorin. Sie hat es, wie alle späteren Werke, auf Englisch geschrieben. Und auch ich habe es im englischen Original gelesen, das eine wunderbare, flüssige und poetische Sprache hat. Zur deutschen Übersetzung kann ich aus diesem Grund nichts sagen, weil ich sie nicht kenne.

    Für mich ist dieses Buch ein wertvoller Beitrag zur Weltliteratur. Absolut empfehlenswert. Und eine kleine Warnung: Empfindsame Leser*innen sollten sich einen Packen Taschenbücher bereitlegen …

  18. Cover des Buches Medusa (ISBN: 9783426408360)
    Thomas Thiemeyer

    Medusa

    (205)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Seit zehn Jahren forscht Hannah Peters in der Sahara bis sie den Tuareg Kore kennenlernt, welcher sie zu einem Tal führt, in welchem unglaubliche Abbildungen zu finden sind. Aber das Tal birgt noch größere Geheimnisse und ein Team der National Geographic Society kommt zu ihr, um über ihren beeindruckenden Fund zu berichten. Aufgrund weiterer Erkenntnisse reist das komplette Team nach Niger in Erwartung eines weiteren, noch wertvolleren Fundes. Allerdings versinkt das Land im Bürgerkrieg und die Reise ist nicht ungefährlich. Wesentlich gefährlicher aber sind auch die weiteren Verfolger von Hannahs Entdeckung und schon bald geht es um viel mehr, als um einen Eintrag in die Geschichtsbücher. 

    Der Autor schreibt ausgesprochen detailliert und lässt ein klares Bild vor dem Auge des Lesers entstehen. Schon nach wenigen Seiten ist dieser in den Bann der Geschichte geschlagen und möchte das Geheimnis von Hannahs Fund lüften. Das Setting ist ausgesprochen intensiv und lässt den Leser gefühlt selbst den Sand und die Wärme spüren. Das Charaktere waren eine interessante Mischung, sind teilweise aber ein kleines bisschen zu stereotyp, wobei es immer punktgenau passte und nie zu übertrieben war. Auch das Ende war dann doch ebenfalls ein wenig platt, aber das tat der Spannung und dem Unterhaltungswert keinerlei Abbruch. Die notwendigen geschichtlichen Hintergründe verpackt der Autor spannend und vollkommen im Lesefluss integriert. So kann sich der Leser völlig auf die Storyline einlassen und wird sehr schnell durch das Buch kommen

    Mein Fazit: Hier stimmt die Mischung aus Abenteuer, Geschichte und Mystery. Angenehm zu lesen, durchweg spannend und mit einer interessanten Idee. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und freue mich auf den nächsten Teil der Reihe.

  19. Cover des Buches Mensch sein (ISBN: 9783498003272)
    Carel van Schaik

    Mensch sein

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Martina_Vormann

    Ich habe den Titel als Hörbuch kennengelernt und habe mir danach die Printausgabe besorgt. Das Hörbuch habe ich inzwischen mindestens dreimal gehört, in Teilen noch öfter.

    Aber warum? — Was hat mich an diesem Buch gefesselt?

    Einerseits ist es der Bezug auf Evolution und Archäologie, andererseits ist es die Perspektive auf unser gegenwärtiges Leben, unsere gesellschaftlichen Strukturen und religiösen Praktiken. 

    Den Autoren gelingt es schlüssig darzustellen, wie kurz der Zeitraum unserer überlieferten Geschichte im Vergleich zur gesamten Evolution des Menschen ist. Diese Kürze der Zeit, die überlieferte Geschichte, macht im Vergleich zur gesamten menschlichen Entwicklung weniger als 1% der Menschheitsentwicklung aus! Über 99% der menschlichen Entwicklung lebten Menschen in kleinen, egalitären Gruppen als Jäger und Sammler. Diese Tatsache hatte starken Einfluss auf unsere Entwicklung. Die Autoren arbeiten in ihrem Buch die Konsequenzen für unser heutiges Leben, Lebensgefühl und unsere Sozialstrukturen klar heraus.

    Ein höchst spannendes und informatives Buch, das — nicht zuletzt — durchaus bedenkenswerte Impulse für unser gegenwärtiges Zusammenleben  liefert. Mich hat es schließlich zu meinem Buch „Nurmi und der Klang des Kosmos“ inspiriert, in dem der 10-jährige Wolfgang eine Reise durch die menschliche Evolution und Archäologie unternimmt.

  20. Cover des Buches Das Versprechen der Wüste (ISBN: 9783453358232)
    Katherine Webb

    Das Versprechen der Wüste

    (88)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt:

    Oman, 1958: Joan sieht sich als Archäologin und möchte in die Fußstapfen ihres Idols, der Forscherin Maude Vickery treten: eine Reise in den Oman soll es richten, Joan reist mit hohen Vorstellungen dorthin, doch Maude ist wenig begeistert von Joans Absichten und deren Orient-Faible...


    Persönlicher Eindruck:

    Einerseits bildgewaltig und mit schönen Landschaftsbeschrebungen, andererseits trocken und zäh breitet sich dieser historische Frauenroman vor dem Leser aus. Hauptfigur Joan will den Orient bereisen, nicht aber als Touristin, nein, als Forscherin und Archäologin, wie einst ihr Vorbild Maude Vickery. Aus diesem Zweck sucht Joan die exzentrische Dame im Oman auf, doch schon beim ersten Besuch macht diese ihr klar: Joan hat allerlei Flausen im Kopf, für eine Forschein reicht das bei weitem nicht.

    Nun, ganz Unrecht hat Maude nicht. Joan sieht sich in der Tradition unterschiedlicher Pionierinnen, spricht von sich selber als Archäologin, hat aber noch keine Ausgrabung gesehen, geschweige denn geleitet. Einzig das Orient-Faibble ihres verstorbenen Vaters bildet die Grundlage für ihr Vorhaben. Ihr Vater, der zweitlebens von 1001 Nacht geschwärmt hat und ihr als Kind weismachte, die Stätten des Orients selbst besucht zu haben, war ebenso ein Blender, wie es Joan selbst jetzt auch ist.

    Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und trotz der anscheinend gut recherchierten örtlichen Gegebenheiten kommt der Plot vollkommen emotionslos daher, so dass ich mich bei Seite 79 entschied, das Buch abzubrechen. Mir war die Zeit dafür einfach zu kostbar und ich erwarte keine wesentliche Besserung auf den restlichen Seiten.

    Von mir keine Leseempfehlung.

  21. Cover des Buches Am ersten Tag (ISBN: 9783442376582)
    Marc Levy

    Am ersten Tag

    (101)
    Aktuelle Rezension von: SonnenBlume

    Die Archäologin Keira und den Astrophysiker Adrian verbindet ein gemeinsamer Sommer, an dessen Ende sie ihn wieder verlässt. Beide haben lange keinen Kontakt und gehen ihren Berufen leidenschaftlich nach, bis sie ein hochdotierter Wissenschaftspreis wieder zusammenbringt. Doch auch dieses Mal ist Adrian nicht mehr als eine Nach vergönnt, nach der Keira einen geheimnisvollen Anhänger bei ihm lässt.
    Sie will wieder zu ihrer Ausgarbungsstätte nach Äthiopien zurückkehren, während Adrian versucht herauszufinden, was Keira ihm mit diesem geheimnisvollen Anhänger mitteilen wollte. Als er sich auch nach einiger Zeit keinen Reim auf das alles machen kann reist er zu Keira und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis um den mysteriösen Anhänger zu lüften. Die beiden reisen um die Welt und ihre Fragen beantwortet zu bekommen und sind sich lange nicht bewusst, dass all die Unfälle um sie herum keine Zufälle sind, sondern sie mit ihrer Suche eine mächtige Organisation gegen sich aufbringen, die vor wenig zurückschreckt.

    Ich habe mich gefreut auf einen Liebesroman, der mir mein Herz erwärmt. Bekommen habe ich ein Buch, dessen Gerne ich nicht so recht einordnen kann mit Dialogen, die wahrscheinlich kein Mensch so verkrampft führen würde. Lange wusste ich nicht, wohin mich die Geschichte führt (außer einmal fast um die ganze Welt), am Ende angelangt war ich von Marc Levy als Reiseführer leider aber nicht sonderlich überzeugt.
    Abgesehen von den völlig krampfhaft konstruierten Dialogen war ich spätestens ab Hälfte des Buches sehr genervt von der geheimnisvollen Gruppierung, die Adrian und Keira um jeden Preis stoppen will. Man bekommt als Leser immer nur kleine Stückchen zugeworfen, die nicht mal den hohlen Zahn füllen und nicht wirklich Informationen bringen, die mich gerne zum Weiterlesen bewegt haben.

    Alles in allem mache ich keine Freudensprünge bei der Aussicht auf Teil zwei, auf der anderen Seite möchte ich aber natürlich wissen, was es mit dem Anhänger jetzt wirklich auf sich hat und vor allem, wie es Adrian geht. Hoffnung auf große Verbesserungen mache ich mir aber leider nicht.

  22. Cover des Buches Crocodile on the Sandbank (ISBN: 9780446573214)
    Elizabeth Peters

    Crocodile on the Sandbank

    (7)
    Aktuelle Rezension von: eva221b

    Amelia Peabody ist reich und angesehen, doch will sie nicht auf einem englischen Landsitz versauern, wie es von einer Dame in ihrem Alter und mit ihrem Status Ende des 19. Jahrhunderts erwartet wird. Daher nutzt sie kurzerhand ihr Vermögen, um die Dinge, die sie lange nur aus Büchern kannte, endlich mit Haut und Haar zu erleben und bricht nach Ägypten auf. Auf einem Zwischenstopp in Rom nimmt sie die dem Tode nahen Evelyn bei sich auf, die ihr gesellschaftliches Ansehen verloren, jedoch einen starken und liebenswürdigen Charakter hat. Schnell werden die beiden enge Freundinnen und begeben sich auf Schatzsuche nach Ägypten. Dort treffen sie auf die ebenfalls archäologisch interessierten Emerson-Brüder. Der junge Walter und Evelyn haben direkt einen Draht zu einander, während Amelia und Radcliff sich bei nahezu jeder Unterhaltung fast an die Gurgel gehen. Bald jedoch stecken sie in einem Abenteuer voller Aberglauben, Mystik und Bösartigkeit, das sie nur alle gemeinsam bewältigen könnnen.

    Es war ein Fest. Amelia ist vollkommen von sich und ihren Fähigkeiten überzeugt, kümmert sich nicht um gesellschaftliche Konventionen und besitzt einen Scharfsinn und Witz, der unheimlich erfrischend ist. Manchmal muss man tatsächlich auch über ihr an Überheblichkeit grenzendes Selbstbewusstsein lachen, jedoch bleibt sie als Charakter stets liebenswert und mit dem Herzen am rechten Fleck.

    Die Geschichte ist toll aufgebaut, die Charaktere und die Interaktion machen Spaß und der Titel eine clevere Interpretation des Gedichts, auf dem es beruht.

    Warum hat dieses Buch mich erst jetzt gefunden? Und warum hat das noch niemand verfilmt?

    Für Freunde von Sherlock, Miss Marple und "Die Mumie".

  23. Cover des Buches Die Jagd am Nil (ISBN: 9783499256813)
    Will Adams

    Die Jagd am Nil

    (60)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Kriechling rund um eine archäologische Entdeckung.


    Inhalt: Daniel Knox wird auf eine Grabung aufmerksam, welche er dann auch besucht, jedoch auf ein hochgradig seltsames Verhalten des Grabungleiters stößt. Der Leiter ist wirklich fanatisch religiös und lässt auch den Menschen von der Grabungsaufsicht nicht genauer nachschauen.  – Anschließend werden Knox und sein Freund in einen Anschlag verwickelt, der Knox als angeblicher Mörder in Schwierigkeiten bringt. Er muss vor der Polizei fliehen, erhält jedoch Unterstützung durch Freunde.

    Fast nebenbei entschlüsseln sie den seltsamen Fund und stoßen dabei auf Hinweise auf den Auszug der Israeliten aus Ägypten. – Einige Fanatiker wollen die Entschlüsselung des Geheimnisses mit allen Mitteln verhinder und so geraten auch die Helfer von Knox in Lebensgefahr.


    Mein Leseerlebnis: Titelseite und Klappentext haben mich gleich erst einmal auf eine komplett falsche Fährte gelockt. - Ich habe etwas ganz anderes bekommen, als ich es erwartet habe.

    Alles startet auf einem Basar, wo Daniel Knox eine Schale entdeckt, die sich als Deckel eines Gefäßes herausstellt und dann aber dem Käufer überlassen wird. Trotzdem dachte ich jetzt, dass es um eine Ausgrabung geht, um Funde, die eine Kontroverse auslösen oder ähnliches und dann wird das eine Art Kriechling zwischen ägyptischen Behören, Daniel Knox und einem wirklich sehr gläubigen Ausgrabungsleiter.

    Bei den ersten Beschreibungen, die Daniel Knox angehen, der wohl hier so etwas wie der Protagonist ist, wird klar, dass ich hier irgendeinen Teil einer Reihe erwischt habe, der aber definitiv nicht der erste ist. Knox hat in diesem Land schon einige Verwicklungen hinter sich, die ihm wohl einen Ruf bescheren.

    Als dann das erste Mal dieser Peterson auftaucht und eine Mischung aus Ausgrabungsleiter, Studentenpapi und sehr fanatischer Christ ist, dachte ich wirklich, dass das ganze Übel von diesem Typen ausgeht. – Wie kann denn ein so überzeugter Christ in Ägypten Ausgrabungen machen dürfen und hoffen, etwas zum Wohle seiner Kirche zutage fördern zu können.

    Daniel Knox gerät, wenn ich das richtig gedeutet habe, irgendwie zwischen die Fronten und dadurch in einigen Schlamassel. Er wird bedroht, baut einen Unfall mit dem Auto, tötet dabei einen Freund und wird dann augenscheinlich als sein Mörder angeklagt. – Er flieht, bringt sich dabei in noch größere Schwierigkeiten und wird dann noch von diesem sehr radikalen christlichen Archäologen verfolgt. – Es entsteht ein unglaubliches Durcheinander aus Verfolgungen, Mordversuchen und persönlichen Überzeugungen. Die ganze Zeit ist mir nur immer klar gewesen, dass Ägypten und seine Behörden ein unglaublich korruptes Konstrukt sind. Die wirklichen Bösewichte lassen sie laufen und die, die eigentlich nur gutes bewirken wollen, werden angeklagt und sollen hinter Gefängnismauern verschwinden.


    Fazit: Ich habe hier etwas ganz anderes bekommen, als ich es erhofft habe. Ich habe auf spannende Ausgrabungen und großartige Entdeckungen gehofft und habe hier nichts weiter als einen Kleinkrieg zwischen verschiedenen Interessensgruppen bekommen.

    Es waren hier eine ganze Menge Namen, die mir um die Ohren geflogen sind. Hinzu kam noch, dass diese zum Teil alles andere als einfach verständlich waren. – Ich hatte kaum eine Chance hier alles wirklich verfolgen zu können, weil ich stellenweise die Personen und ihren Anteil an der Story nicht auseinanderhalten konnte.

    Leider hatte ich kein Kopfkino. – Besonders bei den dramatischen Szenen war das wirklich ziemlich ärgerlich, weil mit so einem Kopfkino vielleicht alles noch besser verständlich gewesen wäre.

    Schriftbild und Seitenaufteilung waren sehr augenfreundlich, was mir das Lesen enorm erleichtert hat. Lediglich der linke, der innere, Rand hätte gern etwas breiter und großzügiger sein können.


    Ich habe keine Ahnung, wem ich das Buch empfehlen soll und wem nicht. Fakt ist, dass es nicht der Stoff war, den ich erwartet habe, was mich am Ende dann doch ziemlich enttäuscht hat. Die großartige archäologische Entdeckung geht in dem ganzen Durcheinander leider komplett unter.

  24. Cover des Buches Der Schatz der gläsernen Wächter (ISBN: B00IQD5KIU)
    Dane Rahlmeyer

    Der Schatz der gläsernen Wächter

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Nicoles-Leseecke
    Ein unterhaltsames Fantasy-Abenteuer das mich sofort gefesselt hat.
    Mit viel Fantasie entführt der Autor in eine längst vergessene Welt, dabei
    erzählt er dies so lebhaft das man sich Orte und Personen bildlich vorstellen
    kann.
    Ich hatte Spass daran, das immer wieder neue Vorkommnisse das Vorhaben
    erschwerten - so wurde das Buch nie langweilig! 

    Fazit: 
    Für mich ein lesenswertes Buch, verständlich geschrieben und mit Liebe zum
    Detail ausgearbeitet! 

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