Bücher mit dem Tag "archäologie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "archäologie" gekennzeichnet haben.

259 Bücher

  1. Cover des Buches What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1) (ISBN: 9783473586820)
    Isabel Ibañez

    What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)

    (296)
    Aktuelle Rezension von: Yunalinchen

    Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen in dieses Buch gestartet denn allein das Cover schreit lies mich und die Ägypten Atmosphäre hat mich sofort angelacht und ja optisch ist das wirklich ein Schmuckstück das man am liebsten einfach nur anstarrt statt zu lesen aber gut irgendwann macht man es dann doch auf und hofft auf Magie Abenteuer und ein bisschen Romance


    Der Einstieg hat mir tatsächlich gut gefallen denn Inez als Hauptfigur ist neugierig mutig und bringt eine gute Portion Chaos mit und ich liebe Charaktere die nicht perfekt sind sondern ständig irgendwo reinlaufen weil sie unbedingt alles herausfinden müssen die Mischung aus archäologischen Ausgrabungen geheimen Artefakten und diesem leicht verfluchten Flair hatte echt Potenzial und die Kulisse ist auch wirklich stark beschrieben ich hatte zwischendurch richtig Lust mir Sand aus den Schuhen zu klopfen


    Aber und jetzt kommt mein großes aber wir zwei sind einfach nicht ganz warm geworden denn so sehr ich Setting und Idee mag so wenig hat mich der Funke erwischt die Handlung läuft manchmal wie eine sehr lange Wüstenwanderung vor sich hin und ich habe mich immer wieder dabei ertappt wie ich dachte ok wann passiert jetzt mal wirklich etwas und warum reden die Figuren so viel ohne wirklich etwas zu sagen die Spannung kam bei mir immer nur in kleinen Wellen und ist dann auch schnell wieder abgeflacht


    Die Chemie zwischen Inez und Whit sollte wahrscheinlich knistern aber bei mir hat es eher wie statische Aufladung bei einem Wollpulli funktioniert also irgendwie da aber nicht so richtig romantisch das fand ich schade weil die Grundidee für die Beziehung eigentlich gut ist nur die Umsetzung war mir ein bisschen zu meh


    Jetzt aber kurz zurück zum Positiven denn das Buch hat definitiv auch schöne Momente die Weltbeschreibung ist stark die Rätsel rund um die Artefakte machen Spaß und einzelne Szenen haben wirklich Atmosphäre ich hatte nur einfach das Gefühl dass all das nicht ganz so zusammenfließt wie es sollte


    Fazit:

    Ein Buch das wunderschön aussieht und in Teilen auch wirklich schöne Ideen hat aber bei mir leider nicht den großen Wow Moment ausgelöst ich mag das Setting ich mag einzelne Szenen und ich wollte es wirklich lieben aber unterm Strich war es eher nett aber nicht fesselnd vielleicht lag es an meiner Stimmung vielleicht an der Länge vielleicht an der Dynamik zwischen den Figuren aber wir zwei sind einfach nicht die große Buchliebe geworden trotzdem kein schlechtes Buch nur eben nicht meins


  2. Cover des Buches Das Jesus-Video (ISBN: 9783404170357)
    Andreas Eschbach

    Das Jesus-Video

    (797)
    Aktuelle Rezension von: blackburnious

    Das Jesus-Video ist ein temporeicher, ideenreicher Science-Thriller, der mich von Beginn an abgeholt hat. Die Mischung aus Archäologie, Mystery und moderner Technologie sorgt für eine packende Grundstimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Eschbach versteht es, große Fragen mit unterhaltsamer Spannung zu verbinden: Was wäre, wenn ein Video aus der Zeit Jesu entdeckt würde – aufgenommen mit einer Kamera, die es noch gar nicht geben dürfte?

    Die Handlung entwickelt sich stetig weiter, verzweigt sich an vielen Stellen und bleibt dabei durchweg fesselnd. Besonders gefallen hat mir, wie Eschbach wissenschaftliche Neugier, religiöse Fragestellungen und actionreiche Szenen miteinander verwebt. Die Figuren sind gut gezeichnet, auch wenn einige Nebenfiguren etwas blass bleiben.

    Gegen Ende zieht das Tempo enorm an, fast schon zu sehr – manches wirkt etwas überladen und hätte für mich gern etwas klarer aufgelöst werden dürfen. Trotzdem: Die Grundidee ist brillant, die Umsetzung spannend und voller Überraschungen.

    Fazit: Ein starker, intelligenter Thriller mit einer außergewöhnlichen Prämisse, der zum Nachdenken anregt und gleichzeitig bestens unterhält. Verdiente 4 von 5 Sternen.

  3. Cover des Buches Spiel des Lebens (ISBN: 9783806238839)
    Alice Roberts

    Spiel des Lebens

    (20)
    Aktuelle Rezension von: foxydevil
    Das Cover, insbesondere der Untertitel „Wie der Mensch die Natur und sich selbst zähmte“ macht neugierig.

    Leben wir doch heute mit u.a. mit Hund, Kuh, Geflügel, Pferd zusammen und lassen uns Äpfel oder Reis schmecken.
    Aber denkt man mal darüber nach wie es dazu kam?
    Ich konnte bisher nur eigentlich nicht dazu antworten.

    Als ich das Buch in den Händen hielt war ich von der Größe positiv beeindruckt.
    Das Lesen des Hartcovers mit den 374 Seiten war informativ und hat mich nachdenken lassen.

    Die Autorin bringt einem die Entwicklung der Menschheit in Hinblick Mensch – Arten Symbiose sehr nah.
    Und das zum Vorteil für beide Seiten.
    Der Mensch und andere Arten wären ohne die Fähigkeit Symbiosen zu bilden und für sich zu nutzen nicht das was sie heute wären.
    Frau Roberts beleuchtet 10 Arten inklusive der des Menschen und deren Wechselwirkung zu einander genauer.

    Wie Wölfe sich die Nähe zum Menschen zu Nutze machten um zu überleben und der Mensch die ersten Schritte in Richtung deren Zähmung zurücklegte.
    Oder wussten Sie das es Wölfe gab die bei der Jagd dem Menschen ein Zuträger waren?
    Oder etwa das es durch diese erfolgreiche Symbiose ein Artensterben von Großsäugern gab?
    Es entstand ein paralleles Wachstum von Mensch und Wolf später auch Hund.
    Diese und auch andere Symbiosen wie z.B. mit dem heutigen Nutzvieh und Getreide folgten.
    Natürlich nicht ganz ohne den Menschen im Positiven wie auch im Negativem zu verändern.
    Aus Jägern und Sammler wurden sesshafte Bauern.

    Sie möchten wissen wie Hühner uns von morgen träumen ließen oder Äpfel von Ost nach West reisten?
    Diese und andere erstaunliche Fakten welche einem zum Staunen bringen kann man hier erfahren.

    Es handelt sich hier um ein Sachbuch, in welches viele Themengebiete Einfluss genommen haben.
    Man merkt das die Autorin große breitgefächerte Sachkenntnis besitzt, indem sie Erkenntnisse aus der Biologie, Archäologie und Geschichte einfließen lässt.
    Das Buch kann trotzdem sehr gut gelesen werden und ich konnte es gut verstehen auch wenn ich kein Kenner der Materie bin.
    Einige Ausführungen wie z.B. zur Genetik fand ich etwas schwerer zu lesen aber trotzdem interessant.
    Der Schreibstil ist eingängig vorstellbar und durch die ab und an persönliche Ansprache fühlt man sich mitgenommen und man kommt gut voran.
    Die Unterteilung der Kapitel und deren Unterteilungen waren in Ordnung.
    Die Warnung bezüglich der Zerstörung der Umwelt durch eine Intensivierung der Landwirtschaft stimmt nachdenklich und macht dieser großen Verantwortung bewusst!
    Leider wird sie nur durch immerwährendes Erinnern ins Gedächtnis rücken.
    Dieses Buch trägt definitiv dazu bei!
    Daher empfehle ich das Buch in jedem Fall gern weiter!

    Ich vergebe gern 4,5 Sterne

  4. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

    (621)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Du suchst einen Krimi, der dich tief in die Psyche der Charaktere eintauchen lässt und dabei noch ein düsteres Geheimnis bereithält? Dann könnte „Grabesgrün“ von Tana French genau dein Ding sein. Doch Vorsicht: Dieser Krimi ist kein typischer Pageturner, sondern eher eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele.

    Die Geschichte beginnt mit dem Fund der Leiche der zwölfjährigen Katy Devlin auf einem Opferaltar bei einer archäologischen Ausgrabungsstätte in Knocknaree, nahe Dublin. Die Ermittler Rob Ryan und seine Partnerin Cassie Maddox werden mit dem Fall betraut. Doch Rob trägt selbst ein dunkles Geheimnis in sich: Vor zwanzig Jahren verschwand er im gleichen Wald mit zwei Freunden, die nie wieder auftauchten, während er selbst schwer traumatisiert und ohne Erinnerung an das Geschehene zurückblieb. Niemand darf davon wissen, und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und die eigenen Dämonen.

    French schafft es meisterhaft, eine Atmosphäre aufzubauen, die dich von der ersten Seite an fesselt. Ihr Schreibstil ist dabei außergewöhnlich bildhaft und poetisch, fast schon literarisch. Manchmal verliert sie sich in detaillierten Beschreibungen, die zwar nicht jedermanns Sache sind, aber für mich die Geschichte lebendig und greifbar machen. Es ist fast so, als würdest du selbst durch die nebelverhangenen Wälder von Knocknaree streifen.

    Die Charaktere sind das Herzstück dieses Buches. Rob Ryan ist kein strahlender Held, sondern ein komplexer, fehlerhafter Mensch. Seine Vergangenheit und seine inneren Kämpfe machen ihn zu einem faszinierenden Protagonisten, auch wenn seine oft überheblichen und verschlossenen Züge nicht immer Sympathiepunkte sammeln. Cassie Maddox, seine clevere und loyale Partnerin, bringt hingegen eine erfrischende Dynamik in die Geschichte. Ihre Beziehung ist ein Balanceakt zwischen Vertrauen und unausgesprochenen Geheimnissen, was dem Ganzen eine zusätzliche Spannung verleiht.

    Ein kleines Wort der Warnung: Wenn du Krimis liebst, bei denen am Ende alle Fragen beantwortet sind und der Fall sauber gelöst wird, könnte „Grabesgrün“ dich etwas frustrieren. French lässt einige Fäden offen und überlässt es dem Leser, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Das mag nicht jedem gefallen, aber es sorgt dafür, dass du noch lange nach dem Lesen über die Geschichte nachdenkst.

    Besonders spannend fand ich die parallelen Ermittlungen: Während der aktuelle Fall immer mehr Verstrickungen offenbart, zieht Robs ungelöster Fall aus der Vergangenheit ihn immer tiefer in eine Spirale aus Erinnerungen und Vermutungen. French gelingt es, diese beiden Erzählstränge so geschickt zu verweben, dass du ständig hin- und hergerissen bist zwischen der Lösung des Mordes an Katy Devlin und der Suche nach der Wahrheit über Robs Vergangenheit.

    Natürlich darf bei all der düsteren Atmosphäre auch ein wenig Humor nicht fehlen. Die Dialoge zwischen Rob und Cassie sind oft voller trockener, bissiger Bemerkungen, die trotz der ernsten Themen immer wieder ein Schmunzeln hervorrufen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen: „Grabesgrün“ ist ein packender, tiefgründiger Krimi, der dich sowohl intellektuell als auch emotional fordert. Er ist nichts für schwache Nerven oder Fans von schnellen, actiongeladenen Geschichten, aber wenn du auf psychologisch ausgefeilte Erzählungen stehst und bereit bist, dich auf ein literarisches Abenteuer einzulassen, wirst du dieses Buch lieben. Also, mach es dir gemütlich, tauche ein in die Welt von Knocknaree und lass dich von Tana Frenchs meisterhaftem Erzähltalent gefangen nehmen.

  5. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    (192)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  6. Cover des Buches Drachenreiter 1 (ISBN: 9783751300490)
    Cornelia Funke

    Drachenreiter 1

    (819)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Neben der Tintenwelt-Reihe ist die Drachenreiter-Reihe eine meiner Lieblingsbuchserien von Cornelia Funke. Sehr schöner Schreibstil und auch der Inhalt des ersten Teils zeugt von viel Freundschaft, Abenteuerlust und jeder Menge an verschiedenen Charakteren, die lernen müssen, miteinander umzugehen. Besonders gelungen fand ich die Flugzeugratte, die anscheinend vor gar keinem Abenteuer zurück schreckt. Ein tolles Abenteuer, nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die nochmal Kind sein möchten.

  7. Cover des Buches Das Gottesgrab (ISBN: 9783499249747)
    Will Adams

    Das Gottesgrab

    (202)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Daniel Knox hat ein Ziel:Das Grab des Alexanders des Großen zu finden.Mit der Skryptologin Gaille begibt sich Knox auf eine gefährliche Spurensuche.Denn nicht nur skrupellose Wissenschaftler haben es auf den Schatz abgesehen es gibt auch ein Geheimnis das einen Völkerkrieg auslösen könnte und somit ist auch Knox Leben in Gefahr.

    Der Schreibstil ist bildhaft und nicht ganz so zügig zu lesen.Die Protagonisten passen sehr gut in diesen Thriller hinein.Die Spannung erhöht sich stetig und nimmt im Laufe des Buches zu.

    Fazit:Schon auf den ersten Seiten war für mich das Flair von Ägypten beinahe spürbar.Zu Beginn sind es zwei,drei Handlungsstränge die sich dann immer mehr miteinander verbinden.Der Autor beschreibt sehr bildhaft und ausführlich das Leben des Alexanders des Großen.Der Thriller geht dabei immer wieder in dessen Vergangenheit zurück.Manchmal kam mir diese Story fast schon wie ein kleines Geschichtsbuch vor.Aber so war das Buch für mich aufschlussreich,informativ und interessant zu lesen.Den Thriller selbst würde ich als opulent einstufen.Die Handlung spielt in Alexandria ab - in einer Stadt in dem sich die arabische Welt mit den westlichen Einflüssen vermischen.Da sind Konflikte nicht weit entfernt und mitten drin in dieser Großstadt liegt die Ausgrabungsstätte.Da sind Abenteuer und Spannungen fast schon vorprogrammiert.Dieser Thriller ist meiner Meinung nach actionreich,dynamisch und spannend aufgebaut.Verfolgungsjagden  vervollständigen die Story.Bis zur Hälfte des Buches war mir die eine und andere Szene/Kapitel etwas zu langgezogen.Danach wurde es besser und im letzten Drittel ging es dann Schlag auf Schlag.Dieser Thriller ist der erste Band einer dreiteiligen Reihe.Das Buch ist zwar in sich abgeschlossen aber meiner Meinung nach hat die Geschichte ein offenes Ende.Für dieses Buch vergebe ich gerne vier Sterne.

  8. Cover des Buches Grabkammer (ISBN: 9783734106859)
    Tess Gerritsen

    Grabkammer

    (661)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    In einem Bostoner Museum wird im Keller eine Mumie entdeckt. Als die Museumsleitung sie untersuchen lässt, kommt Grausames zutage: Die Mumie ist nicht annähernd so alt wie angenommen und in ihrem Bein steckt eine Pistolenkugel. Sie wird nicht die letzte Leiche sein, die nach allen Regeln der antiken Bestattungskunst konserviert wurde. Ein perverser Mörder scheint seine Opfer für die Ewigkeit erhalten zu wollen. 

    Fazit 

    Solider und spannender Krimi, der etwas schwächelt.

  9. Cover des Buches Jäger des verlorenen Paradieses (ISBN: 9783710351099)
    Stefan Thiel

    Jäger des verlorenen Paradieses

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Natalie_Güsgen

    Begleitet den jungen Archiologie Studenten Stefan, Ende der ‚80 Jahre in die nicht Touristischen Länder Syrien und Jordanien.
    Ihm erwarten eine Enorme Gast- und Hilfsbereitschaft, wilde Abenteuer und auch einige dunkle Seiten. Es ist kein Buch das man eben mal so weg liest, denn es beschäftigt sich auch mit Geschichte, Religion und Mythologie 

  10. Cover des Buches Das Tagebuch der Menschheit (ISBN: 9783499631337)
    Carel van Schaik

    Das Tagebuch der Menschheit

    (9)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Evolution und Bibel? - Diese Kombination assoziieren wir mit Streitgesprächen. An vorderster Front sehen wir den Evolutionsbiologen Richard Dawkins,  der sich ‚militanter Atheist’ nennt und erklärt, der Gott des Alten Testaments sei „ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker, ein rachesüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer: ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“ 

    Deshalb war ich einigermassen überrascht, als im anthropologischen Museum Zürich eine Zeitung der reformierten Kirche auflag. Noch einmal überrascht war ich, in dieser Zeitung ein Interview mit dem Direktor des anthropologischen Museums Zürich, Carel van Schaik, zu lesen. Thema des Interviews: Der Bestseller ‚Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät’, den van Schaik zusammen mit dem Historiker und Wissenschaftsjournalist Kai Michel schrieb, der in den Zeitungen ‚Die Zeit’,  ‚FACTS’ und ‚Die Weltwoche’ zu Themen Archäologie, Religion und Evolution bearbeitete.

    Tatsächlich zeigen uns van Schaik und Michel Schätze der Bibel, die auch Atheisten begeistern dürften. Sie erreichen dies, indem sie eine eigentlich naheliegende Perspektive einnehmen: Sie lesen die Bibel als ‚Buch der Bücher’, als weltweit reichste Sammlung historischer Zeugnisse, als Tagebuch der Menschheit, in dem über mehr als tausend Jahre verschiedene Menschen ihre Gedanken, Fragen und Ideen festhielten. Diese Berichte vergleichen sie mit den Erkenntnissen der Archäologie und erreichen dadurch ein wesentlich lebendigeres Bild der Antike, aber auch der Frühgeschichte.

    Natürlich bemerken auch die Autoren die Brutalität des alttestamentlichen Gottes. Sie untersuchen aber, wie denn aus der von Dämonen und Geistern erfüllten Welt der Jäger und Sammler ein einziger, allmächtiger, aber grausamer Gott wachsen konnte. Fast könnte man sagen, sie unterziehen den grausamen Gott einer Psychoanalyse und ergründen in dessen ‚frühester Kindheit’, worin denn die Grausamkeit gründet.

    Die originelle und überzeugend belegte These: Durch die Sesshaftwerdung traten ungekannte Naturkatastrophen von geradezu apokalyptischen Ausmassen auf, Katastrophen, welche die Macht von Dämonen oder lokalen Göttern bei weitem überstiegen. Wenn ein Erdbeben eine ganze Stadt zertrümmerte, wenn Hunderte von Menschen in einem Tsunami ertranken oder von einem Vulkan verschüttet wurden, dann musste eine gewaltige Macht dahinter stehen.

    Anschaulich schildern die Autoren, wie sich in den ungeschickt gebauten ersten Städten Seuchen ausbreiten, oft durch Haustiere eingeschleppt, welche in Jägerkulturen noch kaum bekannt waren. Nachvollziehbar ist auch das moralische Dilemma, als die ersten Bauern ihre Felder schützen wollten. In Jahrmillionen langer Evolution hat sich das Naturgesetz in unsere Gene eingegraben, alles, was die Erde hergibt, gehöre allen. Früchte, die noch am Baum hängen, die man aber doch nicht essen darf, waren undenkbar. Ein Bauer, der seine Ernte verteidigt, der wie Kain seinen eigenen Bruder erschlägt, nachdem er ihn heimtückisch mit reifen Feldfrüchten angelockt hat, so etwas gab es unter Jägern nicht.

    Van Schaik und Michel anerkennen die kulturelle Meisterleistung, die intuitive, angeborene Jägerethik zu überwinden und dem Bauern zu seinem überlebensnotwendigen Recht zu verhelfen. Sie machen aber auch klar, welche Kraftanstrengung nötig war, der Jägernatur eine zweite oder gar eine dritte Natur anzuerziehen.

    So führen uns die Autoren durch die Abschnitte der Bibel von der Schöpfungsgeschichte über Moses, die Könige über Jesus bis zu den Evangelisten. Sie berücksichtigen dabei, wann und in welchem Zusammenhang eine Textstelle zum ersten Mal auftaucht und ziehen auch Texte anderer Kulturen hinzu oder hebräische Texte, die es nicht in den offiziellen Kanon der Bibel geschafft haben. Sie zeigen, wie sich parallel zur kulturellen Evolution des Menschen auch der Gott Jahwe entwickelt hat.

    In diesem Punkt unterscheiden sich Van Schaik/Michel am stärksten von Dawkins: Sie zeigen Hochachtung für die grandiose kulturelle Leistung, die angeborene Jäger- und Sammlermentalität zu überwinden und Gesellschaftsformen zu erfinden, die für Bauern, Händler und insbesondere für Städter tauglich waren. Sie honorieren, dass die Bibelautoren diese kulturelle Evolution über weite Strecken initiierten. Tragisch liest sich vor diesem Hintergrund der Satz in Kapitel 19: „Um das Jahr 400n. Chr. Jedoch wurde die Bibel durch die Kanonisierung ihrer Schriften schockgefroren.

    Tatsächlich wurde die Entwicklung des Christentums durch die Kanonisierung zumindest stark gebremst. Kühn scheint mir daher die These, durch das Christentum seien die Wissenschaften und die Demokratie gefördert worden. Wissenschaften seien in einer monotheistischen Religion entwickelt worden, weil es eher denkbar sei, die Gedanken und Pläne eines einzelnen Gottes zu ergründen, als die eines in sich zerstrittenen Pantheon. Natürlich waren bis vor kurzer Zeit praktisch alle westlichen Wissenschaftler Christen oder Juden, wohl aber vor allem mangels Alternativen.

    Spannend ist aber die Frage, die van Schaik und Michel zum Abschluss aufwerfen: Wie würde das Abendland heute aussehen, wenn die Kanonisierung nie stattgefunden hätte? Wie würde die Welt aussehen, wenn wir die Religion nicht eingefroren, sondern stetig weiter entwickelt hätten und heute vielleicht am 5. Testament schreiben würden?

    Das ‚Tagebuch der Menschheit’ ist eine unterhaltsam geschriebene, durchwegs gelungene und empfehlenswerte Hommage zweier Agnostiker an das Buch der Bücher, das wichtigste Buch des Abendlandes.


    Nachtrag vom 1. Oktober 2017
    Im Podcast der Skeptiker Schweiz habe ich ein Interview mit Carel van Schaik zu diesem Buch geführt.

  11. Cover des Buches Am Himmel die Flüsse (ISBN: 9783446280083)
    Elif Shafak

    Am Himmel die Flüsse

    (144)
    Aktuelle Rezension von: Ay73

    Shafak verwebt drei Erzählstränge über verschiedene Zeiten und Kontinente hinweg: Ein viktorianischer Gelehrter im 19. Jahrhundert, der sich mit mesopotamischen Keilschriften beschäftigt. Eine Yazidi-Frau im heutigen Irak, die vor dem IS flieht. Und ein autistisches Mädchen in London, das eine besondere Verbindung zum Wasser hat. Das verbindende Element? Der Tigris – jener mythische Fluss, der durch die Menschheitsgeschichte fließt.

    Shafaks Sprache ist pure Poesie. Sie schreibt mit einer Intensität, die gleichzeitig zart und kraftvoll ist. Ihre Metaphern sind nie aufgesetzt, sondern entstehen organisch aus der Geschichte heraus. Besonders beeindruckend ist, wie sie wissenschaftliche Fakten über den Wasserkreislauf mit spirituellen und philosophischen Betrachtungen verwebt.

    Die Autorin scheut sich nicht, große Themen anzupacken: Umweltzerstörung, kultureller Genozid, die Vergänglichkeit von Zivilisationen. Doch sie tut dies nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch die intimsten menschlichen Geschichten. Man spürt ihre tiefe Liebe zu Mesopotamien, der Wiege unserer Zivilisation, und ihren Schmerz über deren Zerstörung.

    "Am Himmel die Flüsse" ist mehr als ein Roman – es ist eine Meditation über die Verbundenheit allen Lebens, über Erinnerung und Vergessen, über die Frage, was von uns bleibt. Shafak schreibt mit einer Weisheit, die weit über ihr Alter hinausgeht, und mit einem Mitgefühl, das jeden Satz durchdringt.

    Dieses Buch hat mich verändert. Es hat meinen Blick auf Wasser, auf Geschichte, auf die Fragilität unserer Welt geschärft. Ich habe Passagen markiert, über die ich noch Wochen später nachdenke.

  12. Cover des Buches 573: Thriller (ISBN: 9783736892262)
    Holmer Rosenkranz

    573: Thriller

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Yogamami
    Zu Beginn überstürzen sich die verschiedensten Geschichten und der Überblick wer mit wem und wo ging mir etwas verloren. Spannung ist auf alle Fälle gegeben, doch als dann seitenlange geschichtliche und mystische Abhandlungen folgten, verlor ich die Lust - bei S. 150 mit dem Gedanken aufzugeben gespielt. Einmal drüber hinweg ging es und das zusammenführen der verschiedenen Schauplätze und Geschichten überschlug sich beinahe schon. Soweit so gut, aber bessere Bücher habe ich auch schon gelesen.
  13. Cover des Buches Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv (ISBN: 9783734162084)
    Jodi Taylor

    Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Zeus005

    In dem Buch geht es um Miss Maxwell, die von einer ehemaligen Professorin an das St Mary Institut geholt wird. Es geht um ein Bewerbungsverfahren als Historikerin. Im Prozess erfährt sie aber, dass diese Historiker die Geschichte live beobachten. Mittels Zeitreisen. Aber sie sind nicht, die einzigen die auf sem Zeitstrahl umherspringen

    Die Idee ist schon genial mit dem Job historische Ereignisse zu beobachten und zu bestätigen. 

    Das Herz ist, aber einfach diese ganzen Kollegen und das St Marys was wie eine große verrückte Familie wirkt. Würde man dies ganz verfilmen, müsste man eine Serie draus machen, um die ganzen Personen beleuchte  zu können.

    Der Humor ist genial, es werden auch ernste Töne angeschlagen,  aber auch Romantik.

    Dieses Buch bedient sich aus allen möglichen Facetten menschlichen Zusammenlebens und arbeiten auf engem Raum.

    Für alle die Kombis aus Sci-Fi und Fantasy lieben und für alle die auf Urban Fantasy Reihen wie, die mit Harry Dresden, Peter Grant, Alex Verus stehen, die dürfen jetzt die fantastische Miss/Dr Madeleine Maxwell auf der Liste ergänzen.

  14. Cover des Buches Verschwörung in der Camargue (ISBN: 9783426450970)
    Daniel Holbe

    Verschwörung in der Camargue

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas
    Archäologin Meredith folgt dem Ruf ihres Mentors nach Südfrankreich, um Spuren aus der Zeit Jesus' zu verfolgen. Doch dann geschehen einige Morde, die sie mit Capitaine Maillard zusammenbringen. Ausgrabungen, Relikte aus lange vergangenen Zeiten, eine geheime Bruderschaft, die malerische Kulisse der Camargue - man denke an Wildpferde und Flamingos - das hat Potenzial für einen Krimi. Und so verfolgt das Autorenduo verschiedene Figuren, lässt alte Textdokumente vor unseren Augen entstehen und uns in die Landschaft eintauchen. Irgendwie wirkte die Geschichte aber etwas zu konstruiert, fehlte ihr die gewisse Leichtigkeit. So wird auf manche Details immer wieder hingewiesen, statt dem Leser durch Andeutungen Raum für Fantasie zu lassen. Ich war gut unterhalten, hatte mir aber mehr erhofft.
  15. Cover des Buches Relic: Museum der Angst (ISBN: B004WRYW7O)
    Douglas Preston

    Relic: Museum der Angst

    (336)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    „Relic-Museum der Angst“ des Autorenduos Preston/Child ist der Auftakt einer Thrillerreihe mit leicht übernatürlichem Touch, die in diesem Fall sehr blutig daherkommt.  Dabei geht es um grausame Morde in einem New Yorker Museum, denen sich der FBI-Special-Agent Aloysius Pendergast annimmt. Zusammen mit dem lokalen Polizeichef und einer toughen Biologin des Museums versucht er dem Treiben ein Ende zu setzen und stößt dabei auf Ungeheuerliches, das nicht von dieser Welt zu sein scheint. Dabei hat alles wohl seinen Anfang einige Jahre zuvor genommen, als eine Expedition fürchterlich schief lief…. 

    Die Story hat mir gut gefallen und wirkt zu großen Teilen auch sehr gruselig und unheimlich. Ebenso war ich überzeugt von den drei Protagonisten, die jeder auf seine Art eine Dynamik in die Geschichte bringen, die gut durchdacht ist.Das Setting fand ich auch sehr gelungen. Gleiches gilt für den atemberaubenden Showdown und das absolut geniale Ende, das mich vom Hocker gehauen hat. Mit Sicherheit eine Empfehlung an alle, die atmosphärische Thriller mit Monster-Vibes mögen. Ich freue mich sehr darauf, die Reihe weiter zu verfolgen und vergebe gerne die volle Punktzahl von 5 Sternen. 

  16. Cover des Buches Raiders of the Lost Heart (ISBN: 9783453429147)
    Jo Segura

    Raiders of the Lost Heart

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Happy_book_world

    Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, aber ich glaube, ich bin mit den falschen Erwartungen gestartet 😅. Ich hatte gehofft, dass es diesen Abenteuer-Vibe der 2000er-Filme wie Die Reise zum Mittelpunkt der Erde oder Die geheimnisvolle Insel hat 🗺️

    Was mir gefallen hat:

    Das Setting im mexikanischen Dschungel 🌴 war super, und das Thema rund um die Ausgrabungen fand ich spannend. Corrie mochte ich als Protagonistin sehr, sie ist tough, selbstbewusst und versucht sich in einer eher männerdominierten Branche zu behaupten. Auch, wie entspannt sie mit ihren Bedürfnissen und ihrer Sexualität umgeht, hat mir gefallen😊.

    Ford war der klassische Grumpy mit weichem Kern 🫶. Er hat Fehler gemacht, aber ich konnte ihn in vielen Situationen trotzdem gut verstehen.

    Was mich gestört hat:

    Ford reduziert Corrie vor allem zu Beginn fast ausschließlich auf ihr Äußeres 🙄. Ja, sie ist heiß, ja sie hat Brüste, ist dir aufgefallen, dass die Frau auch einen Doktor hat und ziemlich intelligent ist? Aber auch Corrie selbst war da nicht viel besser. Die Beziehung der beiden war mir insgesamt zu sehr auf die körperliche Anziehung fokussiert und mir hat die emotionale Tiefe gefehlt🙅🏼‍♀️. Einige Streitereien wirkten etwas erzwungen, als müsste man Drama schaffen, wo eigentlich keins ist. Der Mittelteil hat sich insgesamt gezogen während mir am Ende dann zu viele Dinge passiert sind😅

    In allem ist es kein schlechtes Buch, aber es konnte mich nicht so packen, wie ich gehofft hatte. Für zwischendurch okay, aber mir fehlte an vielen Stellen einfach die Tiefe ✨

  17. Cover des Buches Die sieben Dämonen (ISBN: 9783104002323)
    Barbara Wood

    Die sieben Dämonen

    (151)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Mark ist begeisterter Ägyptologe, der sich seiner Beziehung zuliebe vom Wüstensand zurückgezogen, und stattdessen die Rolle des Vortragenden an Universitäten angenommen hat. Als seine Karriere unerwartet knickt, wird ihm ein erstaunliches Angebot gemacht: Er soll die mysteriösen Ausgrabungen eines Archäologen namens Ramsgate rekonstruieren und statt ihm, den rätselhaften Fund aus den Fängen der Wüste befreien. 

    Dem Cover nach ist „Die sieben Dämonen“ ein Liebesroman, der in die beißende Hitze der Wüste führt. Zwar habe ich bei der Inhaltsbeschreibung mit einem faszinierendem Rahmen gerechnet, war aber äußerst erstaunt, dass sich das Buch als großartiger Schauerroman mit Abenteuercharme herausstellt. Ich bin begeistert!

    Es fängt damit an, dass Mark einen herben Rückschlag seiner Karriere erleidet und er gleichzeitig ein spannendes Angebot erhält. Es wurde das mysteriöse Tagebuch des Archäologen Sir Ramsgate gefunden, der vor Jahrzehnten bei Ausgrabungen in Ägypten ums Leben kam. Nun soll Mark diese Expedition fortsetzen, obwohl niemand weiß, wem oder was Ramsgate einst auf der Spur gewesen ist. 

    So reisen wir in den 1990er-Jahren nach Ägypten und haben dafür ein mehrköpfiges Team zusammengestellt: Mark wird u.a. von seinem besten Freund Ron begleitet, der selbst als (Schreibtisch-) Archäologe tätig ist. Zudem schließen sich die Auftraggeber der Expedition an, weil sie selbst am Wüstensand und die Ausgrabungen teilhaben möchten.

    Die Handlung ist relativ klassisch aufgebaut. Es ist ein eher typischer Schauerroman im ägyptischen Ausgrabungsgewand, der Hieroglyphen entschlüsselt, Rätsel entziffert und auf Überraschendes stößt. Obwohl das Konzept rasch durchschaut ist, schreibt Barbara Wood auf einem hohen Schauer- und Spannungsniveau, sodass man den Roman kaum aus der Hand legen kann.

    Die Autorin hat ein paar grausliche Schmankerl eingestreut, die dem einen oder anderen Leser zu heftig sein könnten. Dennoch sind diese Szenen so beschrieben, dass sie nicht arg ins Detail gehen, weil genau an den richtigen Stellen sozusagen die Kamera schwenkt.Mich haben diese Passagen äußerst positiv überrascht, da ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte.

    Außerdem lässt die Autorin souverän die ägyptische Kultur der alten und neuen Zeit einfließen. Während die Archäologen die Vergangenheit im Wüstensand suchen, über Schriften brüten und sich mit damaligen Begebenheiten auseinandersetzen, begegnen sie zugleich der hiesigen Bevölkerung, die mit ihren Sitten und Gebräuchen im Gegensatz zur westlichen Welt fremd und exotisch erscheint. Die Autorin bleibt zumeist vage, umreißt dennoch die Handlung mit den kulturellen Gegebenheiten, sodass es ein facettenreiches und fesselndes Bild ergibt. 

    Hinzu kommt die Beschreibung des Wüstenklimas, die einen selbst bei Kälte den Schweiß aus den Poren treibt. Der Sand glüht unter den Sohlen, die Sonne knallt auf den Kopf und man fühlt, wie sie einem beim Lesen die Haut versengt. 

    Mir hat dieses Abenteuer extrem großen Spaß gemacht, weil es ein schillerndes, spannendes und schauerliches Erlebnis war. In erster Linie empfand ich es als Schauerroman, der aufgrund des aufregenden Hintergrunds um das Alte Ägypten, die kulturellen Einblicke der Gegenwart und der packenden Konstellation zwischen den Figuren ein richtiger Pageturner war. 

    Meiner Meinung nach ist „Die sieben Dämonen“ ein Buch für Grusel- und Ägypten-Fans gleichermaßen, wie auch für Leser, die Spannung und Abenteuer lieben. 

  18. Cover des Buches Das Pergament (ISBN: 9783863514778)
    Katja Brommund

    Das Pergament

    (11)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Die ehrgeizige Altphilologin und Keltologin Davina Martin von der Berliner Humboldt Universität bekommt unverhofft eine dringende Einladung aus Marseille!
    Der renommierte Archäologe Professor Dupont benötigt ihr Expertenwissen bei der Entzifferung eines Pergaments, das, in einer Amphore verborgen, bei Bauarbeiten in der französischen Küstenstadt aufgetaucht ist, beschrieben von der keltischen Fürstentochter Meduana im Jahre 59 vor Christus.
    Da es so gut wie keine schriftlichen Dokumente über das rätselhafte Volk der Kelten gibt, das Wissen um sie vielmehr hauptsächlich aus Cäsars berühmtem Werk "De bello gallico" stammt, ist der Fund des Pergaments eine Sensation, die die heutige Sicht auf die Kelten untermauern oder aber revidieren könnte.
    Sich der ungeheuerlichen Bedeutung dieses Zeugnisses, Traum eines jeden Altertumsforschers und Archäologen, sehr bewusst, macht sich die junge Frau, die mit ihrer strengen Ratio dem Bild einer Wissenschaftlerin exakt entspricht, auf den Weg nach Frankreich und direkt an die Arbeit, noch nicht ahnend, in welch entscheidendem Maße sich ihr Leben mit dem Eintauchen in Meduanas Welt verändern sollte...

    Dies ist nur der Beginn einer Geschichte, die den Leser alsbald in Leben und Zeit der ungewöhnlichen Fürstentochter und Kriegerin katapultieren wird, um sich gemeinsam mit der Protagonistin auf der zweiten, der heutigen, Zeitebene, Davina, langsam völlig zu verlieren auf der ersten Zeitebene, die von Meduana beherrscht wird.
    In schneller Abfolge wechseln sich diese Ebenen ab, halten den Leser ständig in Bewegung, in Spannung, reißen ihn mit, führen ihn tief in ein Leben, wie es gewesen sein könnte vor rund 2000 Jahren mitten im damaligen Gallien - oder auch nicht!

    Wobei dem Kenner von Cäsars kriegerischem Werk nicht entgehen dürfte, wie genau sich die Autorin auskennt in der späten Keltenzeit, deren Untergang bereits besiegelt war.
    Lücken zu füllen und dabei seine Phantasie tanzen zu lassen, ist das Recht jeden Schriftstellers - und so überzeugend, wie Katja Brommund schreibt, so detailreich, wie sie ihre Geschichte angelegt hat, könnte sie durchaus ins Schwarze getroffen haben, mag man meinen...

    Aber nun, sie lässt ihre Protagonistin Meduana selbst zu Worte kommen! Aus deren Blickwinkel erfährt man eine Unmenge darüber, wie die Kelten bis kurz vor ihrer Vernichtung lebten, was und woran sie glaubten; und man ist ein um das andere Mal verblüfft über ihre Weltsicht, die von großer Spiritualität geprägt war. Nicht umsonst waren Druiden mit die mächtigsten Männer im Volk, ohne ihre Weis- und Voraussagungen wurden keine größeren Entscheidungen getroffen.
    Gleichzeitig ist da, unglaublicherweise, die grausame Lust am Krieg, am Töten der Feinde - und schockierend ist zu lesen, auf welch barbarische Art das geschah! Wie bringt man ein solches Verhalten in Einklang mit einem Volk, das andererseits so spirituell war, so im Einklang mit der Natur und ihren vielfältigen Manifestationen lebte? Archaisch mutet das an, geradezu alttestamentlich! Und doch spiegelt es die menschliche Natur wieder, die sich im Laufe der Jahrtausende nicht entscheidend verändert hat - Gut und Böse, beides ist in uns angelegt und forwährend gilt es, das eine anzustreben und das andere zu bekämpfen.

    In jeder Zeile jedoch spürt man eine Atmosphäre, die man als authentisch empfindet, die wahr und echt ist, weil die Autorin dieses überwältigenden Romans, für den sie so akribisch recherchiert haben muss, diesen mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und voller Einfühlungsvermögen geschrieben hat.
    Aus Meduana spricht Katja Brommund, niemand anders!
    Und genauso begegnen wir der Autorin auf der zweiten Zeitebene in Gestalt der zunächst so spröden und etwas langweiligen Berliner Wissenschaftlerin, die dennoch ihren Geist öffnet, die zulässt, dass der spannende Bericht der Fürstentochter sie so berührt und erschüttert, dass eine geistige Verbindung zu ihr entsteht, eine Verbindung über den unglaublichen Zeitraum von 2000 Jahren hinweg.
    Diese Verbindung wird zu einem festen Band, die Fürstentochter dringt in das innere Sein der Wissenschaftlerin ein, wie auch umgekehrt eine Verschmelzung stattfindet.
    Seelenwanderung? Mag sein! Davina als wiedergeborene Meduana? Auch das wäre denkbar!

    Die Autorin lässt, und das ist nicht nur in Ordnung so sondern auch wertschätzend dem Leser gegenüber und überdies logisch bei dieser Art von Roman, vieles offen und stellt es dem Leser anheim, seine eigenen Antworten zu finden, seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Was sie ihm dabei zumutet ist die Ermunterung zum Andersdenken, zum Zulassen von Dingen, die jenseits der eigenen Vorstellungskraft liegen mögen, deren Wissen aber zu den selbstverständlichen Weisheiten unserer Vorväter gehört hat.
    Es ist an der Zeit, es wiederzuentdecken!

  19. Cover des Buches Abenteuer Archäologie (ISBN: 9783406696398)
  20. Cover des Buches Scriptum (ISBN: 9783492307772)
    Raymond Khoury

    Scriptum

    (412)
    Aktuelle Rezension von: Aliceinthewonderland

    In diesem wirklich Spannend geschriebenen Buch geht es um die Kirche den glauben und natürlich die Templer. Die machen ein Buch über Kirchenverschwörungen erst richtug gut.

    Den ganz klar darum geht es in dem Buch. Und es wird sich mit der Frage beschäftigt darf die wissenschaft alles? Selbst den glauben der menschen zerstören? Muss man immer wirklich immer die wahrheit wissen? ist es nicz besser manchmal diese zu verschweigen? was würde mit Starkgläubigen Menschen passieren wenn sie genau das genommen bekommen?

    Genau diesen Fragen steht die Archeologin Tess gegenüber als sie durch einen Zufall in eine ermittlng der Polizei gerät. Den sie ist vorort als 4 reiter das New yorker museum brutal übervielen. Und sie dem FBI- Agent erzählte was sie glaubte worum es geht. Um dem FBI besser helfen zu können und Ihren Forschergeist zu befriedigen Forscht sie auf eigene fasut und sucht nach einem Ehemaligen Kollegen der über die Templer forscht. Doch ist es nicht nur schwer ihn zu finden, nein sie erkennt ihn auch nicht wieder doch warum was war passiert und warum gerät sie in das fadenkreuz der Kirche? Doch lässt sie die gefahr aufgeben?

     

    Wenn Ihr das wissen wollt kann ich euch nur empfehlen das Buch zu lesen. Auch sollte man diese Buch lesen sollte man ein fan von Dan Brown sein den Raymond khoury ist einfach genial im aufbau voon Spannung auch das ende ist mega überraschend. Leider passiert mir das äußert selten inzwischen das ich ,it einem ende so gar nicht rechne. Aber hier ist das das passiert. Dazu liebe ich die verschwörungen rund um die Templer, wem das genau so geht viel spaß beim lesen.

  21. Cover des Buches Warum wir sesshaft wurden und uns seither bekriegen (ISBN: 9783806237177)
  22. Cover des Buches Für immer und ein Leben lang (ISBN: 9783956495922)
    Sarah Morgan

    Für immer und ein Leben lang

    (111)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Wäre da nicht der Unfall auf Griechenland, der sie zu einer Heimkehr nach Puffin Island bringt, hätte Archäologin Brittany Forrest beinahe vergessen wie sehr sie diese Insel, seine Bewohner und das Leben am Meer liebt. Und auch wie sehr ihr Ex-Mann Zachary Flynn, nach ihrer stürmischen Hochzeit mit gerade einmal 18 Jahren und der noch flotteren Scheidung, ihr das Herz gebrochen hat. Doch genau wie damals greift nach ihrer erneuten Begegnung die unwiderstehliche Anziehung zwischen ihnen und nach der Rückkehr in die Heimat der Zauber der Insel…

     

    》EIGENE MEINUNG:

    „Für immer und ein Leben lang“ ist der 2. Band der Puffin Island-Trilogie. Diesmal begleiten wir Brittany auf ihrem Weg zurück in ihre Heimat und in das geliebte Cottage ihrer leider bereits verstorbenen Großmutter, welches im Vorgängerband bereits ihrer College-Freundin eine Zuflucht geboten hat.

    Für Brittany ist es ein nach Hause kommen, das viele schöne Momente wieder aufleben lässt, jedoch auch einigen Anlass gibt alte Wunden noch einmal zu betrachten und heilen zu lassen. Sie ist eine mutige, jedoch gefühlvolle Frau, die um die Eigenheiten ihrer Mitmenschen weiß und Dinge gerne geradeheraus anspricht.

    Gerade bei ihrer Jugendliebe Zachary hat dies vor vielen Jahren zu Problemen geführt, da er die Erlebnisse seiner Kindheit mit niemandem teilt, obwohl oder genau weil sie ihn so stark geformt haben. Die gemeinsame Vergangenheit hat beide geprägt und nun ergibt sich die Möglichkeit offene Fragen und Missverständnisse zu klären und vielleicht sogar einen Neuanfang zu wagen…

    Ich mochte sowohl Brit als auch Zach gerne und ihren Umgang miteinander. Hierbei geht vor allem von Brittany der starke Drang aus Dinge auszusprechen, aber bewundert habe ich sie vor allem dafür die Schuld an den Ereignissen der Vergangenheit wirklich zu hinterfragen. Zachs Kindheit kann ich selbst nur schwer nachvollziehen, seine Gedanken jedoch gut – leider aber nur bis zu dem Punkt, an dem ein oft wiederholter Satz in einer bestimmten Situation scheinbar alles verändert. Das war mir zu unglaubwürdig und extrem. Auch hatte ich das Gefühl, dass durch die Fixierung auf ihn die Geschichte teilweise nicht richtig Fahrt aufnehmen kann.

    Puffin Island konnte mich hingegen wieder völlig begeistern und lässt mich in Urlaubs-Überlegungen verfallen. Auch die Dynamik zwischen den drei Freundinnen sowie die Aussicht aufs Skylars Geschichte waren klasse. Der Schreibstil ist flüssig; die Kapitel in wechselnder Perspektive durch Brittany und Zach zu erleben war sehr angenehm. Die Mischung aus Familien-, Liebesgeschichte und Drama mit kleineren humorvollen und auch erotischen Szenen ist erneut gelungen.

     

    Puffin Island-Trilogie:

    0: Zwischen Vernunft und Sinnlichkeit (Kurzgeschichte)

    1: Einmal hin und für immer

    2: Für immer und ein Leben lang

    3: Für immer und ein Weihnachtsmorgen

     

    》FAZIT:

    Ein gelungener 2. Teil der Puffin Island-Trilogie, mit spannenden Charakteren und einem erneut tollem Insel-Feeling. Brittanys Umgang mit der Vergangenheit ist vorbildlich; Zachs Gedankenumschwung aus meiner Sicht zu aufgesetzt.

    (4,5 Sterne)

  23. Cover des Buches Das goldene Rhinozeros (ISBN: 9783406713798)
  24. Cover des Buches Masada (ISBN: 9783806240771)
    Jodi Magness

    Masada

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Write_In_Pieces

    "Tausende zieht es jährlich auf die Felsenfestung Masada in Israel - den Ort, an dem sich vor 2000 Jahren 967 jüdische Rebellen lieber ihr Leben nahmen, als vor den Römern zu kapitulieren. Die international renommierte Archäologin Jodi Magness erzählt die unglaubliche Geschichte von Masada und dem Mythos, der sich bis heute um den Berg rankt."


    Jodi Magness hat ein mehr als gutes Werk über die Festung Masada am Roten Meer geschrieben - und über deren historische und religionsgeschichtliche Bedeutsamkeit. Vor allem ihrer Ausdrucksweise und Formulierung ist es zu verdanken, dass die Geschichte lebendig wirkt, ohne trivial oder schlicht zu sein. Es ist nicht nur historisch, sondern auch sprachlich ausgezeichnet und wird durch tolle Bilder, Karten und Darstellungen ergänzt.


    Ohne Zweifel ist dieses Werk ein wissenschaftliches Buch, das Verständnis für die Zeit, deren Kontext und für Masada als Symbol Israels vermittelt. Absolute Leseempfehlung!

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