Bücher mit dem Tag "argentinische autorin"

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8 Bücher

  1. Cover des Buches Mein Name ist Luz (ISBN: 9783518461907)
    Elsa Osorio

    Mein Name ist Luz

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    Wer ist Luz wirklich? Eine junge Argentinierin macht sich auf die Suche nach ihrer geraubten Identität und deckt nicht nur ihr eigenes Schicksal auf, sondern das einer ganzen Generation.

    "Die historische Wahrheit kommt daher als vorwärts stürmender Krimi, als Schicksalsroman, Familiendrama und Liebesgeschichte. Dieses Buch, das gegen das Vergessen geschrieben ist, ist selber eines, das man nicht vergißt." (Der Spiegel)

    "Elsa Osorio ist ein literarisches Meisterwerk gelungen." (Kulturspiegel, ARD)

    "Elsa Osorio gelingt es, sich in ihre Figuren hineinzufühlen und damit jeder Person ihre Authenzität zu verleihen. Sie erzählt unparthetisch, kühl und doch engagiert." (Süddeutsche Zeitung)

    "Elsa Osorios Darstellung ist überzeugend und eindringlich. Sie enthält sich jeder direkten Schuldzuweisung." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

    Ausgezeichnet mit dem Argentinischen Nationalpreis für Literatur.

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch kaufte ich vor Monaten oder auch 1-2 Jahren mal auf dem Flohmarkt. Der Titel hörte sich ganz gut an und es interessierte mich sehr dafür. Ich kaufte es und so wanderte es in meinen Beutel.

    Das Familiendrama ist wirklich hart, aber echt gut zu Lesen. Es ist wirklich ein literarisches Meisterwerk. Kompliment Elsa Osorio, 1952 in Buenos Aires geboren und lebt heute vorwiegend in Madrid.

    Das Buch las ich in 5 Tagen aus, es waren ganze 445 Seiten, schon am ersten Tag las ich 170 Seriten, es hatte mich tatsächlich gefesselt und ich las jeden Tag mit Begeisterung weiter. Ich fand nur einen kleinen schreibfehler, doch den habe ihn blind überlesen.

    Den Argentinischen Nationalpreis hat sie sich wirkloiuch verdient, es ist ihr sechster Roman, ich würde liebend gerne weitere Romane von ihr lesen, besonders nach diesem klasse und interessanten Buch.

    Vergebe hierfür liebendgerne herzliche 5 Sterne!


  2. Cover des Buches Nachtleuchten (ISBN: 9783596298495)
    María Cecilia Barbetta

    Nachtleuchten

     (16)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77

    In Ballester, ein Ort unweit von Buenos Aires entfernt, leben Einwanderer aus aller Welt. Dort haben sie sich eine Existenz aufgebaut und blicken, nach Perons Rückkehr aus dem Exil, hoffnungsvoll in die Zukunft. Der Roman spielt in der Zeit am Vorabend der argentinischen Militärdiktatur.

    In Ballester gibt es eine Klosterschule, in der die Arzttochter Teresa geht. Teresa ist eines der Mädchen, die Externe genannt wird, da sie nach dem Unterricht nach Hause gehen kann. Die Internen leben im Klosterinternat. Neuen Wind bringt eine junge Nonne namens Maria in die Klosterschule. Sie redet von den Neuerungen für die katholische Kirche, die der Papst einführt. Auch fährt sie ganz selbstbewusst Motorroller. Mit dem Roller fährt sie in ein Armenviertel, um dort dem ansässigen Pfarrer zu unterstützen. Schwester Maria ist so ganz anders als die anderen Schwestern im Kloster.  Beeindruckt und inspiriert von Schwester Maria möchte Teresa Gutes für die Bewohner von Ballester tun. So nimmt sie ihr Plastikmadonna, welche im Dunkeln leuchtet, und bringt diese alle 7 Tage zu jemand anderen. In dieser Zeit soll die Madonna für ihre temporären Besitzer ein Wunder bewirken.

    Teresas Großvater betreibt die „Autopia“, die Werkstatt von Ballester. Nach Perons Tod nur wenige Monate nach seiner Rückkehr, verfinstert sich die Atmosphäre im Land. In der Autopia, ein Treffpunkt im Viertel, wird über all die politischen Geschehnisse debattiert. Neben der Autowerkstatt gibt es in Ballester eine Reinigung mit dem Namen „Clean Eastwood“ oder der Friseursalon „Zur ewigen Schönheit“.


    Der Roman besteht aus drei Teilen: Bloody Mary, Autopia und Die Basiliken. Der Beginn ist recht vielversprechend. Der erste Teil handelt in erster Linie von den Klosterschülerinnen, über die wir auch die Bewohner von Ballester kennenlernen. Der zweite Teil spielt, wie der Titel vermuten lässt, in der Autopia. Doch leider wurde es für mich in diesem Abschnitt viel zu unübersichtlich. Es fehlt der rote Faden. Es wirkt wie viele kleine Kurzgeschichten, die zu einer zusammengeflickt wurden. Der dritte Teil ist für mich unverständlich geblieben, was vor allem daran lag, dass ich die Lust verloren hatte, mir noch mehr Protagonisten zu merken. Aus meiner Sicht fehlt die Handlung und auch die erwartete politische Entwicklung ist kaum erkennbar. Ich konnte zu keiner der Figuren wirklich Zugang finden, dafür waren es zu viele. Durch die letzte Hälfte des Buches habe ich mich eher durchgequält, als das ich Freude am Lesen hatte. Aufgrund der Lesung von María C. Barbetta während der Bielefeld Literaturtage hatte ich eine völlig andere Erwartung an den Roman. Ich bedauere das sehr, weil mir die Autorin überaus sympathisch ist. Wie sie die deutsche Sprache einsetzt ist ganz großartig, dennoch sind einige Sätze sehr ausufernd und zu blumig geraten.


    Alles in allem hat mich der Roman nicht überzeugt. Die Distanz zwischen der Geschichte und mir als Leser blieb zu groß. Die meisten Namen der Figuren habe ich schnell wieder vergessen. Auch von der Handlung an sich, blieb kaum etwas in meinem Gedächtnis hängen.




  3. Cover des Buches Ganz die Deine (ISBN: 9783293206892)
    Claudia Piñeiro

    Ganz die Deine

     (22)
    Aktuelle Rezension von: vanessabln
    Nachdem mir "Elena weiß Bescheid" von der Autorin schon gut gefallen hatte, war ich gespannt auf ein weiteres Buch. Nun war ich erst einmal überrascht, dass "Ganz die Deine" wieder ganz anders ist, sich aber genauso gut lesen lässt. Leicht kann man aufgrund der Unterhaltsamkeit und Kürze annehmen, dass die Geschichte oberflächlich und seicht ist... Aber die Ironie ist nicht zu übersehen und die Details sind einfach zu amüsant. Die Protagonistin führt eine lange Ehe, auf die sie sehr stolz ist. Mit der Teenager-Tochter gibt es zwar einige Probleme und der Mann scheint nicht treu zu sein und lässt sogar seine tote Geliebte verschwinden - aber Inés als Frau tut, was eine vorbildliche Frau eben tun muss. Sie steht zu ihrem Mann und bewahrt die schöne Fassade.

    Hier werden viele Verhaltens- und Denkensweisen aufs Korn und sehr ernst genommen und trotzdem erscheint alles sehr logisch. Dazu ist das Buch auch noch spannend und hat viele Wendungen. Die Perspektive der Tochter ist geschickt eingewebt und insgesamt wird man zwar gut unterhalten, aber die Tragik steht einem vor Augen, sofern man diesen Krimi richtig versteht... Möchte unbedingt auch noch schnell die anderen Bücher von der argentinischen Autorin lesen. Sie ist wirklich für Überraschungen gut.
  4. Cover des Buches Die Capitana (ISBN: 9783458175179)
    Elsa Osorio

    Die Capitana

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Luis_Stabauer

    Mit Mein Name ist Luz" hat sich Elsa Osorio in die Liste der Weltbestseller geschrieben. Der neue Roman ist erneut ein Leseerlebnis. Wieder macht sie Zeitgeschichte über Beziehungen erlebbar, nachvollziehbar. Diesmal spannt Elsa Osorio mit "Die Capitana" den Bogen von der argentinischen Linken in den 20er Jahren über die Intellektuellen Freunde in Frankreich, dem Beginn der NS-Herrschaft in Berlin, hin zum spanischen Bürgerkrieg. Die politische Lebensliebe, die Revolution mit den Unterdrückten erlebbar zu machen, teilt Mika lange Zeit mit ihrem Mann Hipólito, er überlebt den Kampf gegen die Faschisten nicht. Sie wird als einzige Frau Capitana im Kampf um Spaniens Freiheit.
    Eher zufällig schließt sich Mika der trotzkistischen und linkssozialistischen Gruppe POUM an, die mit den Anarchisten Spaniens zusammenarbeiten. Selbst während des Bürgerkrieges beginnen die Säuberungen der moskautreuen Kommunisten. Das stalinistische Gesicht des Kommunismus stuft Mika sogar als Feindin ein, sie muss vor den eigenen Leuten" flüchten. Trotz alledem zweifelt Mika nicht an ihren Idealen, als ältere Frau lebt sie wieder in Paris und kann den Jungen 68ern sogar noch einige Tricks von damals zeigen.
    Der Roman mit jahrelangen historischen Recherchen als Background ist ein Leseerlebnis der besonderen Art. Die Betroffenheit der Autorin macht auch Leser zu Beteiligten.

  5. Cover des Buches Stirb doch, Liebling (ISBN: 9783406734458)
    Ariana Harwicz

    Stirb doch, Liebling

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Paulikeks
    Meine Meinung

    Dieses Buch war eines der anspruchsvollsten Bücher, die ich je gelesen habe. Dafür verantwortlich war hauptsächlich der Schreibstil. Er war so verworren und durcheinander, dass man weder wusste, wer was sagt (Anführungszeichen gab es nicht), noch, aus welcher Perspektive gerade erzählt wird. Manchmal hat es wirklich länger gedauert, bis ich gemerkt habe, dass eine andere Person erzählt, die man aber auch nicht kennt. Beim Lesen musste ich mich immer konzentrieren und aufpassen. Je weiter das Buch fortschritt, desto weniger konnte ich allerdings folgen, was sehr schade war. Zudem war vieles sehr bildhaft mit Motiven aus der Natur. Die Bedeutung davon war mir oftmals nicht ganz klar. Man hat die Verbundenheit der Protagonistin zu ihrer Umwelt deutlich gespürt, auf eine mir unverständliche Art und Weise. Manchmal war es aber auch nur eine bloße Aneinanderreihung von Begriffen.

    Das bringt mich direkt zum Inhalt. Zu Beginn war ich noch wirklich angetan, ich habe verstanden, was mir vermittelt werden sollte und fand es auch wirklich gut. Die Themen, die vorkamen, haben mich angesprochen und doch gab es im Verlauf nichts neues. Es wurde immer wieder dasselbe erzählt und das auf immer unverständlichere Art und Weise. Die letzten Seiten habe ich nur noch überflogen. Insgesamt bin ich mit der Message wirklich zufrieden, sie hat mir wirklich gefallen, aber der Schreibstil der Autorin hat das Buch leider ziemlich kaputt gemacht. Da habe ich jede meiner Schullektüren besser verstanden und dass will besonders bei „Tauben im Gras“ etwas heißen.

    Kurze Übersicht

    + die Autorin vermittelt wichtige, aktuelle Dinge

    – Schreibstil verworren und durcheinander und somit schwer verständlich

    – die bildhafte Sprache und die Naturmotive erschweren das Lesen

    – in den ersten 20 Seiten wird bereits alles vermittelt

    Fazit

    Das Buch bekommt von mir leider nur 1,5 Sterne. Eine tolle Message, die leider schnell vermittelt wurde und im weiteren Verlauf kam wenig Neues hinzu. Der Schreibstil war mir zu verworren und unverständlich.
  6. Cover des Buches Der Privatsekretär (ISBN: 9783293208827)
    Claudia Piñeiro

    Der Privatsekretär

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Almut_Scheller_Mahmoud

    Ist es ein Thriller, wie es vom Verlag tituliert wird? Ich würde es nicht so nennen. Zumindest kommt bei mir kein Thrill auf, kein atemloses Lesen mit Beben und Bangen. Aber ein interessiertes Lesen, das mehr die psychologischen Aspekte von Schicksalen, wie sie entstehen, wie sie zueinander geführt werden, sich führen lassen, sowie die unterschiedlichen Charaktere beschreibt und dies ganz im Sinne der Hegel’schen Dialektik von Herr und Knecht.

    Es ist ein flüssig geschriebenes Buch, sachlich, mit verschiedenen Erzähl- und Zeitebenen. Alterierend in der Erzählform, Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit.  Mittendrin immer wieder ein  „Work in progress“, Notizen einer der Protagonisten zu einer Auftragsarbeit. Über Hexerei, Magie, Zauberei und Flüchen, insbesondere im politischen Rahmen Argentiniens, dem Alsina-Fluch.  .

    Die Hauptprotagonisten sind Román Sabaté und seine Freundin Valentina Sureda, genannt China, sein politisch engagierter Onkel Adolfo, sein Freund Sebastién. Und deren Gegenspieler: Fernando Roviro, der politische Aufsteiger mit einer fast klassischen Karriere (vom Bauunternehmer zum angestrebten Gouverneursposten in der Hoffnung,  später zum Präsidenten der Republik aufzusteigen), seine Frau Lucrezia Bonara, das Kind Joaquín und die Statisten, die in einer politischen Melange nicht fehlen dürfen: sein Berater und Kampagnen-Stylist Arturo Sylvestre und Vargas für die handfesten Drecksarbeiten. Auch die Mutter von Fernando Roviro spielt eine Rolle, eine esoterische, die von Anfang an ihre Finger im Spiel hat und die versucht, mit Energietransfers und Aura-Arbeit ihren Sohn zu unterstützen. 


    Alles beginnt mit Sebastiéns Bitte, dass Román ihn zu einer Art Assessment Center der Partei Pragma begleitet, wo er seine Bewerbung abgeben möchte. Román füllt aus Übermut ebenfalls ein Formular aus und schreibt unter andere Fähigkeiten und Talente: Möbelschreiner, Chauffeur und Fitnesstrainer. Viel mehr hat der junge Mann aus der Provinz nicht vorzuweisen. Zu seinem und zu Sebastiéns Erstaunen bekommt er den Posten und wird Privatsekretär des aufsteigenden Sterns am Polithimmel., Fernando Rovira. Er wird zum unerlässlichen Intimus und Schatten Fernandos, dessen ehrgeizige Pläne der Gouverneursposten einer geteilten Provinz sind: die Provinz Buenos Aires soll in zwei Gourvernate aufgeteilt werden. Denn er kennt den „Fluch von Alsina“, der Auswirkungen auf alle bisherigen Amtsinhaber hatte: niemand ist Präsident des Landes geworden, wenn er zuvor Gouverneur der gesamten Provinz Buenos Aires war. Deshalb die angestrebte Teilung. 

    Rovira ist nach aussen hin ein Mann mit weißer Weste, ein Mann mit Charisma und dem Slogan „Damit es wieder aufwärts geht – packen wir es an“. Slogans und Aussagen, wie sie heute und überall in der Politik verwendet werden, von Menschen, die beseelt und besessen sind von Machthunger und von Perversitäten, die das doppelte Spiel lieben, die uns ihr Pokerface zeigen. 

    Wir erfahren also viel über das Innenleben der Politik, der Politiker und ihrer Entourage,. Wir erfahren von mancherlei Gründen, warum ein Mensch in der Politik landet: „Zu Recht. Aus Versehen. Aus Nach-lässigkeit. Weil man nicht Nein sagen kann. Weil man zur rechten Zeit am rechten Ort war oder zur falschen Zeit am falschen Ort. Weil man von irgendwas leben muss“.  

    Welche dieser Gründe betreffen wohl unsere westlichen Politiker, die die Standarten von Werten und Menschenrechten vollmundig hochhalten? 

    Wir erleben aber im Roman auch Loyalität, Freundschaft und wahre Liebe.  Und das ist immerhin ein Hoffnungsschimmer.

    Wir erfahren einiges über Politiker wie Raúl Alfonsín, dem ersten demokratischen Präsidenten nach der argentinischen Militärdiktatur und der für Románs Onkel Adolfo immer noch ein menschliches und politisches Vorbild ist, an dem Nachfolger gemessen werden.

    Wir erfahren viel über die Stadt La Plata, die „Schicksalsstadt“ in diesem Roman: eine Stadt, die streng symmetrisch geplant und angelegt wurde, nach freimaurerischen Ideen und Prinzipien. Bei der feierlichen Grundsteinlegung gab es  Turbulenzen, die in dem Fluch der Stadt La Plata kulminierten. Und dieser Grundstein von La Plata wird das Schlusssymbol, in einem unerwarteten, nie erdachten Akt. Der Akt eines unschuldigen Kindes. Ein Kind, unbelastet von allen Intrigen und Machtsspielen und  historischen Bezügen, ist der Held einer ganz neuen Geschichte.
    Mehr sei nicht verraten.

    Ich habe dieses Buch, das die Psyche der verschiedenen Akteure gut ausleuchtet und durch den realen Bezug auf politische Ereignisse der Vergangenheit sehr informativ ist,  mit großem Interesse gelesen. Bringt es uns den südlichen Teil des amerikanischen Kontinents ein wenig näher und lässt durchaus auch rückwirkende und vorgreifende eigene Gedanken zu unserer heutigen Situation in Europa zu. 




  7. Cover des Buches Kryptozän (ISBN: 9783803132802)
    Pola Oloixarac

    Kryptozän

     (3)
    Aktuelle Rezension von: JulesBarrois

    Krytozän - Pola Oloixarac (Autor), Timo Berger (Übersetzer) 192 Seiten, Wagenbach, K (26. August 2016), 20 €, ISBN-13: 978-3803132802

     

     „Krytozän“ ist um Cassio gebaut. Er ist ein argentinisch-brasilianischen Junge, der schon in frühen Jahren seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und sein großes Interesse am Computer zeigt. Mit leicht asozialem Charakter konzentriert er sich auf Maschinen und endet als ein Hacker, als Teil eines illegalen Projekts, das einen radikalen Schritt bei der Kontrolle des Verhaltens von Individuen unternimmt.

    Und das scheint mir die Stärke dieses Romans zu sein, dass, wenn wir Verbrauchsdaten sammeln, wir bald genügend Informationen über Verhaltensmuster haben könnten, um Einzelpersonen direkt steuern zu können. Wenn soziale Netzwerke heute Zugang zu Informationen über unsere Interessen, unsere Recherchen, unsere Familie und Freunde haben, was wird im Jahr 2024 geschehen?

    Die Arbeit gliedert sich in drei Kapitel zu verschiedenen historischen Perioden (1882, 1983 und 2024) und drei verschiedene Protagonisten (Niklas Bruun, Cassio und Piera). Was haben diese drei Teile gemeinsam? Alle konzentrieren sich auf die Fortschritte der Wissenschaft im Laufe einiger Jahrhunderte. Wie wir wissen, war im neunzehnten Jahrhundert die wissenschaftliche Forschung, vor allem eine Arbeit der Biologen, die die Welt bereisten, um die Arten zu studieren. Dies ist der Fall bei Niklas, der an der Expedition teilnimmt eine Pflanze namens Crissia pallida zu studieren. Cassio lebt seinerseits in der Ära der Entwicklung von Computern und speziell als Hacker. Piera ist Biologin wie Niklas, aber im Jahr 2024. Die Biologie hat sich komplett verändert und Cassio, beteiligt sich an einer Forschungsgruppe, die Proben menschlicher DNA sammelt.

    Die drei Charaktere werden als einsame Menschen porträtiert, isoliert und vom Rest der Welt falsch verstanden. Oloixarac verwendet eine wissenschaftliche Sprache, wo Computer und Botanik ein großes Repertoire an Metaphern bieten.

    Pola Oloixarac schafft eine dystopische Welt, in der die Bevölkerung durch ihr genetisches Material überwacht wird, eine Art neuer Hacker. Pola Oloixarac zeigt uns eine Zukunft, wo die Geheimnisse der DNA sowie die Geheimnisse des Lebens von Pflanzen und Tieren, die Erstellung eines perfekten Mischungen verschiedener Spezies ermöglichen könnte.

    Es ist die Art und Weise wie die Autorin ihr Buch und das Thema aufbaut, weniger die Schönheit des Textes. Es ist für mich neu und spannend.

    Wer auf der Suche nach einer kunstvollen Erzählung voller technologischer Referenzen und mit einem Hauch von Science-Fiction ist, der liegt mit diesem Buch genau richtig.

     

    Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Klaus Wagenbach Verlages

    http://www.wagenbach.de/buecher/titel/1043-kryptozaen.html

    Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

  8. Cover des Buches Im Himmel Tango (ISBN: 9783518460276)
    Elsa Osorio

    Im Himmel Tango

     (7)
    Aktuelle Rezension von: lovelybooks
    Eine sehr schöne Geschichte über die Entstehung des Tangos in Buenos Aires. Schön einfühlsam, tragisch, schön - genau das richtige Buch für entspannte Tage am Strand.

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