Bücher mit dem Tag "aristoteles"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aristoteles" gekennzeichnet haben.

82 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.427)
    Aktuelle Rezension von: MarionS

    Staunend und neugierig habe ich mit Sofie die verschiedenen Ansichten der große Philosophen kennengelernt. Ein wunderbares Buch über das Sein und Werden. Es war eine große Freude, das Buch zu lesen. 

  2. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499626005)
    Stephen Hawking

    Eine kurze Geschichte der Zeit

     (320)
    Aktuelle Rezension von: bookaddictxs

    Im Sommer liege ich oft nachts draußen und schaue in den Sternenhimmel raus. Je länger man die Sterne betrachtet, desto weiter scheint der Himmel sich über einem auszudehnen. 

    Ich habe mich so oft gefragt, was außerhalb der Erde und den paar Planeten dir wir kennen noch alles existiert. 


    Was ist überhaupt das Universum? Was ist der Ursprung und was bedeutet Schicksal?


    Hawking liefert so viele interessante Fakten über das Universum und seine Galaxien und konnte meinen Wissensdurst zu diesem Thema super abdecken. Das Buch ist speziell und manchmal nicht ganz so einfach zu verstehen, da Hawking anhand der physikalischen Gesetze versucht das Universum für den Leser verständlich zu erklären. Ich finde es trotzdem klasse geschrieben und viele meiner Fragen wurden erklärt. 


    Ich finde es beeindruckend wie klein wir Menschen sind und wie kurz die Zeit in unserem Universum für uns eigentlich ist. Als ich das Buch las, habe ich oft über unser Verhalten nachgedacht. Wir machen uns das Leben manchmal selbst viel zu schwer, vor allem gegenseitig. 


  3. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.568)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    1327. Der Franziskanermönch William von Baskerville und sein junger Schüler Adson von Melk werden in einer angesehenen Benediktinerabtei erwartet. Aufgrund seines großen diplomatischen Geschicks soll William als Vermittler zwischen einer päpstlichen Delegation und einer Gruppe von Minoriten eingesetzt werden. Doch schon kurz nach dem Eintreffen erfahren die beiden Mönche von einem mysteriösen Todesfall, und William wird mit der Untersuchung desselben betraut - mit der ausdrücklichen Bitte, nicht zu tief zu forschen und bestimmte verbotene Bereiche des Klosters außen vor zu lassen. Williams Neugier ist geweckt und während sich weitere Todesfälle ereignen, vertiefen sich die beiden immer mehr in die düsteren Geschehnisse und dringen immer weiter, auch in die verbotenen Bereiche des Klosters vor.

    Das Besondere an diesem Roman ist seine Vielschichtigkeit und Komplexität. Er vereint brillant recherchierten historischen Roman, spannende und intelligente Kriminalgeschichte und philosophische Überlegungen und wartet mit überzeugenden Charakteren, allen voran William von Baskerville, auf. Auf diese Weise kann der Roman von vielen unterschiedlichen Personen gelesen werden (der eine oder andere mag vielleicht einige längere Passagen nur überfliegen...). 

    Für mich persönlich, als bekennender Nicht-Fan historischer Romane, war die Figur des William von Baskerville das Highlight des Buches. Ein Mann mit scharfer Intelligenz, der trotz seines Glaubens wissenschaftliche Erkenntnisse dem reinen Gottvertrauen vorzieht und trotz seiner ehemaligen Rolle als Inquisitor (oder gerade deswegen) immer wieder dogmatische religiöse Meinungen verurteilt.

    wird fortgesetzt



  4. Cover des Buches Das Evangelium der Aale (ISBN: 9783446265844)
    Patrik Svensson

    Das Evangelium der Aale

     (101)
    Aktuelle Rezension von: _blaetterrauschen_

     Wer hätte gedacht, dass ich mal von einem schlangenartigen Wesen, das im Wasser lebt, so fasziniert sein könnte? Vermutlich denken das die meisten Menschen.... Genial verwebt Svensson hier seine eigene Geschichte, die retrospektiv erzählt wird - mit der Geschichte der Aale. Über das Verhältnis zu seinem Vater, die Natur und das Leben - und über die Aalfrage,das Mysterium, der unerforschte Fisch. Von den Anfängen der Forschung Aristoteles' , über Sigmund Freud bis zu Johannes Schmidt und noch einigen Forschern mehr, mit ihren Theorien woher der Aal kommt, wo er lebt, wie er sich fortpflanzt, wie er wissen kann, dass es nun an der Zeit ist zurückzukehren - bis zu heutigen Ergebnissen. Mega interessant! Die Atmosphäre während Svenssons Kindheit  ist so angenehm. Sowohl die Naturbeschreibungen,  die Angelvorgänge und das relativ wortlose, aber doch innige Verhältnis zu seinem Vater. Die gut recherchierten Fakten, gepaart mit den Erinnerungen, die so gut zu einer Geschichte zusammenfließen,  haben mich wirklich beeindruckt. Überhaupt nicht langweilig, sondern spannend und teilweise sehr poetisch. Die philosophischen Ansätze und Vergleiche der Aale zum eigenen Leben haben mich sehr überzeugt. Also, absolute Leseempfehlung,  auch wenn du dich nicht für den Aal interessierst - spätestens nach den ersten Seiten bist du so neugierig, dass du es in einem Rutsch weglesen wirst. Denn das was uns neugierig macht und über das wir immer mehr und mehr wissen wollen, ist das, was eben nicht endgültig erforscht ist, über das wir eben nicht alles wissen,oder wissen können - und mit Mythen belegt ist.

  5. Cover des Buches Der Schwur des Normannen (ISBN: 9783426516409)
    Ulf Schiewe

    Der Schwur des Normannen

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine ganz persönliche Meinung:

    Nachdem ich schon die beiden ersten Bände der "Normannen-Sage" geniessen durfte hatte ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht!

    Erneut gelingt es dem Autor historische mit fiktiven Ereignissen und Personen zu einem eindrucksvollen Gesamtbild zu verquicken. 

    Dem Buch fehlt es weder an Spannung und Tempo; lediglich im ersten Drittel kam es zu einigen Längen, die aber im letzten Drittel furios ausgeglichen wurden. Sowohl die historisch belegten als auch die fiktiven Protagonisten sind äusserst lebendig und liebevoll gezeichnet.

    Es ist nicht zwingend erforderlich die Vorgängerbände vorab zu lesen, aber aus meiner Sicht dringend zu empfehlen. Nur so kann man die Entwicklung der Geschehnisse und insbesondere der Protagonisten nachvollziehen und richtig würdigen.

    Ich freue mich sehr auf den vierten Band!
  6. Cover des Buches Der Preis des Lebens (ISBN: 9783710900846)
    Bernhard Kreutner

    Der Preis des Lebens

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Dies ist der erste Fall von Michael Lenhart und Sabine Preis, die in Wien ermitteln. Er ist ein gradliniger Analytiker mit Liebe zu zu Aritoteles, sie eine starke Frau mit scharfem Verstand und einer militärischen Vergangenheit.

    Zum Fall:

    Egal ob Niere, Herz oder Lunge, die ein finanzkräftiger Patient benötigt, Dr. André Keller und Dr. Eva Vedette finden den passender Spender, extrahieren - diskret und transplantieren das gewünschte Organ.

    Illegaler Organraub auf höchstem Niveau, denn die Politik hält schützend die Hand darüber und liefert schon mal dazu gewünschte Informationen oder Waffen.

    Als auf dem Wiener-Zentralfriedhof eine Leiche zu viel in einem Sarg liegt und durch einen dummen Zufall gefunden wird, werden Lenhart und Preis mit dem Fall betraut.  

    Die zwei strafversetzten Polizisten, der neugeschaffenen Wiener-Sondereinheit für Altfälle, merken schnell, dass sie es hier mit einem großen, mächtigen Gegner zu tun haben.


    Fazit:

    Dies ist ein toller morbider Krimi mit einem  herrlich erfrischenden Ermittlerteam. Die zeigen, das man auch mal anders arbeiten kann. Mir haben die authentischen Charaktere und vor allem das Nutzen von BigData für den Organhandel sehr gut gefallen. Denn die Rollen im Team sind mal etwas anders verteilt, jeder der Beiden hat seinen männlichen und weiblichen Seiten und mit einem kleinen Spaziergang und dem passenden philosophischen Spruch bekommt noch jede Nuss geknackt.


    Kleine Abzüge gibt es, was die Spannung und überraschende Wendungen angeht, denn durch den umfassenden Blick, gute Seite - böse Seite, weiß man als Leser immer fast alles. Das erhöht hier zwar den Morbiden Charm, denn man bekommt mit, wie die Bösen wahrlich über Leichen gehen, doch Spannung kann sich so leider nur wenig aufbauen. 


    Alles in allem ein tolles neues Team, passabler Fall mit kleinen Abzügen in der B-Note…..


    4 STERNE.

  7. Cover des Buches Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums (ISBN: 9783423717410)
    Benjamin Alire Sáenz

    Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

     (210)
    Aktuelle Rezension von: ameliethebookworm

    Dieses Buch hatte ich schon länger im Auge und hab es dann bei meinem letzten Gang zur Bibliothek entdeckt und musste gleich mal reinlesen. 

    Dann hab ich es aber quasi in einem Rutsch durchgelesen und ich bin absolut überzeugt. Die Charaktere sind unglaublich detailiert ausgearbeitet und sind auf ihre ganz besondere Art liebenswert. Am Anfang erinnerte mich der Protagonist sehr an die Charaktere von John Green, da diese ähnlich einzigartig und interessant aufgebaut sind, im Laufe des Buches hat der Protagonist sich allerdings so weiterentwickelt, dass er sich mit diesen nicht mehr vergleichen ließ, weil er einfach zu 100% lebensecht wirkt mit all seinen Ecken und Kanten und trotzdessen "poetisch" erscheint. Auch der Schreibstil wirkt irgendwie poetisch, bereits mit der ersten Seite hab ich gemerkt, dass ich hier ein ganz besonderes Buch in den Händen halte. Ich hab gelesen und gelesen und hab alles um mich herum vergessen, wozu der Schreibstil einfach verleitet, denn man gleitet nur so durch das Buch hindurch und lebt all die Gefühle und Emotionen am ganzen Körper mit. Das Buch ist unglaublich emotional und die Geschichte wirkt so sanft und leichtfüßig auf einen ein, dass ich mich während dem Lesen sensibel und zerbrechlich wie Dante gefühlt habe. Dante und Aris Erlebnisse haben mich aufgewühlt, begeistert und bereichert und ich kann einfach nur schwärmen von ihrer Geschichte, die Message, die durch einen riesigen Plottwist daherkommt, ist einfach wichtig und erwähnenswert, doch natürlich verrate ich dazu nichts genaueres ;) Wie man anhand des Titels schon erraten kann, ist die Geschichte sehr philosophisch und gibt einem interessante Denkanstöße, weshalb man stunden- und tagelang darüber nachdenken kann und das Buch so schnell nicht mehr vergisst.

    Zusammengefasst: Ich bin einfach nur begeistert von diesem Buch und werde es in die Liste meiner Lieblingsbücher aufnehmen!

  8. Cover des Buches Die Kunst, kein Egoist zu sein (ISBN: 9783442156313)
    Richard David Precht

    Die Kunst, kein Egoist zu sein

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch stimmte mich sehr nachdenklich. Es geht für mich unter die Haut und dann schaute ich in den Spiegel und fragte mich, was würdest du tun.

    "Den bequemen Weg wählen oder den gegen den Strom schwimmen."

    Wir Leben in einer mit Selbstgefälligkeit geprägten Umgebung. Schnell, schnell. Egoistisch. Ohne Rücksicht. Ohne wirklichem Ziel. Ellenbogen. Über die Anderen hinweg. Ich bin hier der Chef...

    Das Buch beschreibt es treffend.
  9. Cover des Buches Hector und das Wunder der Freundschaft (ISBN: 9783492273404)
    François Lelord

    Hector und das Wunder der Freundschaft

     (92)
    Aktuelle Rezension von: oliviasbuecher
    Auch in diesem Buch geht Hector einer Frage nach, die uns alle umtreibt: Was ist Freundschaft? Wann ist man ein guter Freund. Das Buch liefert interessante Ansätze, die einen so manche Beziehung überdenken lassen.
  10. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (646)
    Aktuelle Rezension von: Gellek

    Idtenität und Persönlichkeit im Fokus unserer Zeit. Lesenswert!

  11. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? (ISBN: 9783837109276)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.
  12. Cover des Buches Die Mittlerin (ISBN: 9783895616358)
    Julia Trompeter

    Die Mittlerin

     (6)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha

    Klappentext
    Was macht man, wenn man von einer Literaturagentin den Auftrag bekommt, einen Roman zu schreiben aber leider nichts vom Erzählen versteht? Die junge Frau, die sich der ehrenvollen Aufgabe der Mittlerin stellen soll, gerät dabei ordentlich ins Schwitzen. Sie stürzt sich in Gedanken, Gefühle und immer absurder werdende Ereignisse. Drei Geistesgrößen beeinflussen sie: der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard, der antike Philosoph Aristoteles sowie besagte Mittlerin. Doch bevor die Protagonistin die Konfrontation mit dem Eigenen zulassen kann, muss sie sich der Außenwelt stellen. Auf dem Weg zu sich selbst begegnen ihr der fischgraue Oskar, der fabelhafte Bear, sowie Köfte-Belmondo, der attraktive Mann der Mittlerin. Dabei wird sie in reger Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition immer bewusster zur Erzählerin ihrer eigenen Geschichte.

    Meinung
    Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Es geht um eine namenlose Protagonistin, welche gerade dabei ist ihr erstes Stück Prosa zu verfassen obwohl sie eigentlich lieber Lyrik schreibt und bei diesem Prozess von der Mittlerin, einer Literaturagentin (mehr oder weniger) unterstützt wird. Die Mittlerin ist scheinbar allgegenwärtig, ständig präsent und spukt regelrecht im Kopf der Protagonistin. Man fragt sich als Leser an manchen Stellen: gab es diesen Dialog nun in der Realität des Buches oder nur in der Fantasie der Protagonistin? Genau dies zieht sich durch den gesamten "Roman", was ich bewusst in Anführungszeichen setzte, da man sehr stark diskutieren kann ob dieses Buch wirklich ein Roman ist.
    Man stößt während des Lesens auf zahlreiche philosophische aber auch literaturwissenschaftliche Bezüge . Die Protagonistin setzt sich unter anderem sehr stark mit Aristoteles Poetik und Thomas Bernhard auseinander. Wer Thomas Bernhard nicht kennt wird teilweise Schwierigkeiten haben dem Buch richtig zu folgen.
    Es gibt keine Kapitel, nur Absätze und sehr oft schweift die Protagonistin mit ihren Gedankengängen ab, was sie allerdings darf, wie sie betont, denn sie schreibe ja Prosa und nichts wissenschaftliches.
    Ihr Leben scheint bis auf die Treffen mit der Mittlerin und den ein oder anderen Abend in der Kneipe sehr eintönig zu sein. Man erfährt auf der einen Seite viel von ihr durch ihre Gedankengänge, aber auf der anderen Seite blieb sie für mich bis zum Ende eine Fremde.
    Ich habe mich das ganze Buch hindurch gefragt ob es die Mittlerin wirklich gibt. Da muss wohl jeder Leser eine eigene Antwort zu finden.
    Der Schreibstil von Julia Trompeter ist sehr poetisch; sie schreibt tolle Sätze und kann sehr gut Gedankengänge ausbauen. Allerdings schweift die Erzählerin so oft ab, dass ich oft Probleme hatte den Gedanken zu folgen.
    Wenn man sich mit dem Prozess des Schreibens auseinandersetzten möchte, dann ist dieses Buch sicherlich empfehlenswert. Auch wer sich für gut geschriebene Gegenwartsliteratur interessiert wird hierbei Freuden haben.

    Fazit:Ich persönlich fand das Buch sehr gut, nur etwas zu Thomas Bernhard lastig.
  13. Cover des Buches Denken heilt! (ISBN: 9783426301463)
    Albert Kitzler

    Denken heilt!

     (22)
    Aktuelle Rezension von: katze267

    Albert Kitzler geht in seinem Buch „Denken heilt!“ von der schon seit Jahrhunderten von Philosophen in Ost und West propagierten These aus, dass geistiges Wohlbefinden auch das körperliche beeinflusst, dass also seelisches Ungleichgewicht, geistige Belastungen wie Ängste, Sorgen, das Gefühl der Überanstrengung, heftiger Zorn , Trauer u.s.w deutliche Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden haben..

    Nach und nach nimmt er sich alle negativen Geisteshaltungen vor, analysiert sie und gibt anhand der klassischen Philosophielehren von Ost und West (Seneca, Platon, Konfuzius... um nur einige zu nennen) Anregungen, wie diese nicht unterdrückt sondern an der Entstehung gehindert werden sollen. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Schritt für Schritt erklärten, individuell auf das negative Gefühl angepassten Strategien nicht um Sofortmaßnahmen handelt,sondern dass die erstrebten Ziele ähnlich wie bei körperlicher Ertüchtigung nur durch kontinuierliche , möglichst tägliche Übung zu erreichen sind.

    Auch wenn das Buch gespickt ist mit Zitaten aus bestimmt nicht leicht zu verstehenden philosophischen Überlegungen, so gelingt es Herrn Kitzler doch, diese schwierige Thematik anschaulich und für den Leser verständlich darzulegen. Zu jedem Kapitel , das jeweils einem negativen, das geistige Wohlbefinden beeinträchtigenden Gefühl gewidmet ist, gibt es eine Kurzfassung der jeweiligen mehrschrittigen Übung , passend dazu ebenfalls eine ausführlichere Erläuterung.

    Ein beeindruckendes Buch, quasi eine Anleitung zur Herstellung des seelischen Gleichgewichtes mit praktischen Übungsanleitungen, die in den Alltag integriert werden können

  14. Cover des Buches Die Wirklichkeit, die nicht so ist, ... (ISBN: 9783498058067)
    Carlo Rovelli

    Die Wirklichkeit, die nicht so ist, ...

     (4)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Es mag für den Nicht-Fachmann nicht ohne weiteres zu erkennen sein, aber mit diesem Buch hält er einen wahren Schatz in der Hand. Carlo Rovelli ist einer der grossen Forscher der Loop-Theorie. Und die Loop-Theorie ist der zur Zeit hoffnungsvollste Ansatz, die Quantentheorie und die Relativitätstheorie zu vereinen.

    Rovelli setzt sich in diesem Buch das Ziel, die philosophischen Hintergründe dieses monumentalen Werkes allgemeinverständlich zu erklären, – was ihm über weite Strecken gelingt. Dabei geht er gründlich vor, nämlich von den Fragestellungen der antiken Philosophen, über die er in einer Lebendigkeit zu berichten weiss, wie ich sie in 6 ½ Jahren Lateingymnasium nicht erlebt habe.

    Ich mag sonst solche Abschweifungen in die Geschichte nicht, wenn ich eigentlich etwas über moderne Physik lernen will. Rovelli aber geht es nicht darum, mit Plaudereien die Seiten zu füllen. Vielmehr weiss der Autor genau, wo die philosophischen Fallstricke in den Fragen zu Raum, Zeit und Wirklichkeit verborgen liegen, weil er offensichtlich selbst jahrelang genau mit diesen Fragen gerungen hat. Und während er uns von Demokrit, Zenon, Newton und Einstein erzählt, zeigt er uns ganz nebenbei genau diese Fallstricke, die es in einer Beschreibung der Wirklichkeit zu vermeiden gilt.

    Und das Kernproblem bei der Vereinigung von Quanten- und Relativitätstheorie ist tatsächlich ausgerechnet eine der Fragen, mit denen schon die antiken Philosophen gerungen haben. Nämlich: Sind der Raum und die Zeit aus Atomen zusammengesetzt oder sind sie glatt? Kann der Raum in unendlich kleine Raumstücke zerlegt werden oder stossen wir irgendwann an eine Grenze?

    Nach der Relativitätstheorie ist der Raum glatt. In diesem glatten Raum können Teilchen theoretisch beliebig präzise lokalisiert werden. Aber wenn ein Teilchen beliebig präzise lokalisiert ist, dann hat diese Teilchen nach der Quantentheorie eine extrem hohe Energie. Und eine extrem hohe Energie –das ist nun wieder eine Aussage der Relativitätstheorie- krümmt den Raum so stark, dass da ein schwarzes Loch entsteht und die Zeit still steht.

    Man muss dies gar nicht alles verstehen. Der entscheidende Punkt ist: Die zwei Theorien funktionieren jede für sich ausgezeichnet. Aber irgendwie beissen sie sich gegenseitig. Und der Konflikt hängt damit zusammen, dass die Relativitätstheorie eine glatte Raumzeit beschreibt.

    Nun haben Physiker schon lange gemerkt, dass sie dieses Problem umgehen können, indem sie so tun, als wäre da nicht ein glatter Raum, sondern ein Gitter. Wenn sie die Formeln dann nur auf die Gitterpunkte anwenden, gibt es keinen Kollaps. Sie tricksen den glatten Raum sozusagen aus, indem sie nur die Gitterpunkte berechnen, das aber für ein so feines Gitter, dass das Gitter wie ein glatter Raum aussieht. So wie ein Computerbildschirm ein Bild in so feinen Pixeln zeigt, dass wir die Pixel gar nicht mehr sehen.

    Die Idee der Looptheorie ist nun: Dieses Gitter ist nicht nur ein Rechentrick. Sondern der Raum ist tatsächlich ein extrem feines Netzwerk aus unzähligen winzigen Schleifen (Loops). Die Schleifen liegen nicht im Raum, sondern sie bilden den Raum.

    Nun, was soll’s? – Der Knaller kommt erst: Genau diese Art Schleifen taucht in der Physik auch an einem völlig anderen Ort auf. Und zwar als Grundelement der Information in der Quantenphysik. Auch diese Behauptung ist für einen Laien natürlich absolut nicht nachvollziehbar und unverständlich. Nachvollziehbar ist aber die Ungeheuerlichkeit der Aussage: Es sieht so aus, als wäre unsere Welt aus reiner Information aufgebaut.

    Raum, Zeit, Materie und Kräfte werden alle auf ein Grundelement zurückgeführt, nämlich auf das Grundelement der Quanteninformation, das sogenannte Qubit. 2015 wurde ein Projekt lanciert, bei dem über hundert Physiker, Mathematiker und Informationstheoretiker genau an dieser Idee arbeiten. Der Name des Projekts: It from Qubit.

    Ich denke: Wenn wir verstanden haben, wie sich Qubits zu Netzwerken verbinden, verstehen wir sämtliche Naturgesetze. Die Naturgesetze leiten sich aus dem Begriff der Information ab.

    In meinem Buch ‚Das Universum, das Ich und der liebe Gott’ https://www.lovelybooks.de/autor/Philipp-Wehrli/Das-Universum-das-Ich-und-der-liebe-Gott-1431971004-w/ gehe ich noch einen Schritt weiter. Ich behaupte: Das Universum konnte deshalb aus dem Nichts entstehen, weil das Universum als Gesamtes null Information enthält. Das Universum ist sozusagen identisch mit dem Nichts. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Fast könnte man sagen: Mit Rovellis Buch erleben wir ein Stück Wissenschaftsgeschichte. Dies sind die Ideen, die sich durchsetzen werden. Dringend empfohlen für alle, die dabei sein wollen.

    Für Hardcore-Physiker gibt es übrigens dasselbe in mathematisch: ‚Quantum Gravity’ von Carlo Rovelli. Aber, um es in den Worten eines klugen Physikers zu sagen: „Wenn Sie das alles verstehen, haben Sie wahrscheinlich nicht viele Freunde."
  15. Cover des Buches Philosophie to go (ISBN: 9783426301371)
    Albert Kitzler

    Philosophie to go

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Diiana

    Wie der Titel "Philosophie to go - große Gedanken für kleine Pausen" schon sagt, handelt es sich bei diesem Buch um eine Sammlung von Weisheiten der antiken Philosophen. Besonders gut gefällt mir, dass die Weisheiten in Kategorien aufgeteilt sind (z.B. unter anderem: Lebenskunst, Freundschaft, Gesundheit...) und deshalb kann man, je nach Gefühlslage, sich eine Kategorie aussuchen und die entsprechenden Weisheiten lesen.

    Insgesamt ein sehr gutes Buch, das tolle Weisheiten für fast jede Gefühlslage hat, die einen auch zum Nachdenken anregen!

  16. Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe (ISBN: 9783650402080)
    Wilhelm Weischedel

    Die philosophische Hintertreppe

     (99)
    Aktuelle Rezension von: siggie_smalls
    Wurde mir 2009 von meinem damaligen Philosophie-Lehrer als kleinen Schnupperkurs in die Philosophie empfohlen. Auch wenn es mich nicht so beeindruckt hat, fand ich es doch angenehm zu lesen , da nicht nur die philosophischen Thesen der einzelnen vorgestellten Philosophen im Groben erläutert wurden, sondern auch die Hintergründe gezeigt wurden, wie der einzelne Philosoph gelebt hat ( Freundschaften, Liebschaften, Eltern etc).
  17. Cover des Buches De oratore /Über den Redner (ISBN: 9783150068847)
  18. Cover des Buches Poetik (ISBN: 9783150078280)
    Aristoteles

    Poetik

     (49)
    Aktuelle Rezension von: MarkusDittrich

    In Umberto Ecos Der Name der Rose löst ein geheimnisvolles Buch eine Serie von Morden aus. Die Serienkiller-Geschichte im späten Mittelalter spielt in einem Kloster, das für seine Bibliothek berühmt ist, seine Bücher aber streng unter Verschluss hält. Denn es gibt hier alles, was sonst nicht erlaubt ist: Werke von Alchimisten, Schwarzmagiern, arabischen Gelehrten, ja sogar ketzerische Schriften wie jene des Fra Dolcino, den die Inquisition auf dem Scheiterhaufen verbrannt hat. Das Kloster – so das Credo der Mönche – bewahre Zeugnisse der Wahrheit wie der Lüge.

    Doch ein Buch ist so gefährlich, dass seine Geheimhaltung nicht nur eine bizarre Mordserie verursacht, sondern am Ende die Vernichtung des ganzen Klosters durch Feuer nach sich zieht.

    Das Necronimicon? Keineswegs. Nur ein Buch über die Komödie, genauer gesagt der zweite Teil der Poetik des Aristoteles. Dieses Buch ist tatsächlich verschollen und war es meines Wissens nach schon 1327, also zu der Zeit, in der Ecos Roman spielt. Bis heute gibt es Stimmen, die behaupten, es habe nie existiert.

    Glücklicherweise hat der erste Teil der Poetik aber nicht nur überlebt, sondern ist nach wie vor ein Standardwerk der Dramaturgie. Die Poetik des Aristoteles stellt so etwas wie das erste „How to write a screenplay“ der Menschheitsgeschichte dar, geschrieben vor über zweitausendfünfhundert Jahren. Es ist das allererste Zeugnis einer systematischen Betrachtung von Struktur und Wirkung des Geschichtenerzählens, von der wir wissen.

    Die Überraschung ist nun, dass die konkreten Tipps und Kniffe in der Poetik heute noch bestechen. Steckt ein Autor mal wieder in einer development hell – und das passiert den Besten von uns – braucht er nur bei Aristoteles nachzulesen, und das Bild wird wieder klar. Egal ob es um ein Script, einen Roman oder nur um einen guten Witz geht (okay, für letzteres wäre der verschollene zweite Teil vielleicht besser gewesen).

    Das Wesentliche was Aristoteles sagt, sollten sich Autoren auch heute noch hinter die Ohren schreiben. Einige Beispiele:

    „Die Fabel des Stücks ist nicht schon dann – wie einige meinen – eine Einheit, wenn sie sich um einen einzigen Helden dreht.“

    „Der wichtigste Teil ist die Zusammenfügung der Geschehnisse.“

    „Die gute Fabel muss also eher einfach sein (…) und sie darf nicht vom Unglück ins Glück, sondern muss vielmehr vom Glück ins Unglück umschlagen.“

     „Die Peripetie [Wendepunkt] ist (…) der Umschlag dessen, was erreicht werden soll, in das Gegenteil, und zwar (…) gemäß der Wahrscheinlichkeit oder mit Notwendigkeit.“

    „Ein Ganzes ist, was Anfang, Mitte und Ende hat.“

    Das zur story structure. Und zu den Inhalten:

    „Der Geschichtsschreiber und der Dichter unterscheiden sich (…) dadurch, dass der eine das wirklich Geschehene mitteilt, der andere, was geschehen könnte. Daher ist Dichtung etwas Philosophischeres und Ernsthafteres als Geschichtsschreibung.“

     „Sooft sich aber das schwere Leid innerhalb von Naheverhätnissen ereignet (z.B. ein Bruder steht gegen den Bruder oder ein Sohn gegen den Vater oder eine Mutter gegen den Sohn oder ein Sohn gegen die Mutter) – nach diesen Fällen muss man Ausschau halten.“

    Aristoteles kannte kein Internet, kein Fernsehen, kein Kino, auch der Roman im heutigen Sinne war noch nicht erfunden. Die Welt war jung. Noch war es nicht lange her, dass sich der Mythos von der Religion abgespalten hatte – und die Fiktion vom Mythos. Die Gedanken waren groß. Vielleicht traf Aristoteles gerade deshalb in den wichtigen Fragen den Nagel auf den Kopf, unverstellter als seine zahlreichen „Follower“ in späteren Jahrhunderten, die bis heute sein Prinzip der sogenannten geschlossenen Dramaturgie bzw. dreiaktigen Struktur zwar nachgebetet, aber nicht wirklich verstanden haben.

    Fazit: Wer sich ernsthaft mit dem Schreiben oder Geschichtenerzählen beschäftigen will, der sollte dieses Buch lesen, bevor die große Bibliothek abbrennt.


  19. Cover des Buches Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben (ISBN: 9783499625992)
  20. Cover des Buches Politikwissenschaft (ISBN: 9783825228378)
    Wilhelm Hofmann

    Politikwissenschaft

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Leben des Galilei (ISBN: 9783518427477)
    Bertolt Brecht

    Leben des Galilei

     (582)
    Aktuelle Rezension von: Karla_die_Freie

    Das Leben des Galilei wurde sehr interessant geschrieben. Das Buch habe ich in der Schule gelesen und es war auf gar keinen Fall langweilig. 

  22. Cover des Buches Alexander (ISBN: 9783453470149)
    Gisbert Haefs

    Alexander

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Erinnye
    Der alte griechische Philosoph Aristoteles liegt im Sterben, als ihn der Sohn seines alten Freundes Drakon besucht. Dieser Sohn heißt Peukestas und bedrängt den alten Philosophen mit allerhand Fragen, unter anderem denen zu Alexander dem Großen und dessen Werdegang. So erzählt Aristoteles von seinen Erfahrungen und wie er erlebt hat, wie sich Alexanders Eltern Phillipp und Olympias kennengelernt haben, wie Alexander schließlich geboren wurde und was aus ihm wurde. Wie er ein berühmter Feldherr und König wurde und wie er dann auszog, um die halbe Welt zu erobern. Stilistisch gesehen ist dieses Buch wahrlich kein leichter Brocken. Ich hatte besonders am Anfang starke Schwierigkeiten in den Lesefluss hereinzukommen, da der Autor recht wirr schreibt und einem auch überhaupt keine Gelegenheit lässt, die Personen kennenzulernen und sich im Geschehen zurechtzufinden. Da sich dieser Zustand über viele Seiten hinwegzog, spielte ich bereits mit dem Gedanken, das Buch beiseite zu legen. Glücklicherweise habe ich mich aber dann doch dagegen entschieden und weitergelesen und voilá: irgendwann war das Schlimmste dann überwunden und man konnte behaupten, nun einen Überblick zu besitzen. Zu diesem Zeitpunkt war die Geschichte dann auch sehr interessant. Mehrere Lebensfäden hängen mit dem Alexanders zusammen und verweben sich zu einem ereignisreichen Leben, beeinflusst von Krieg, Politik, Liebe aber auch Hass, Neid und Unsicherheit über die eigene Identität. Der Autor gibt Alexander einen sehr nachdenklichen und beinahe depressiven Charakter, was ihm aber gut steht. Lediglich die Schilderungen gegen Ende des Buches, als Alexander seine ersten Schlachten führt sind wieder sehr trocken und behindern den Lesefluss ungemein. Fazit: kein sehr gutes Buch, dazu fand ich den Schreibstil viel zu oft trocken, verstaubt und uninteressant. Jedoch sind auch viele unterhaltsame und lehrreiche Seiten enthalten und zumindest geschichtlich wird einem der große Alexander näher gebracht.
  23. Cover des Buches Vom Glück des Wanderns (ISBN: 9783426301760)
    Albert Kitzler

    Vom Glück des Wanderns

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Herwig

    Während gewöhnliche Wanderführer spannenden Touren nachspüren, betrachtet Albert Kitzler in seinem neuen Buch das Wandern aus einem rein philosophischen Blickwinkel. Im Mittelpunkt steht die Frage, was das Wandern in einem Menschen hervorruft und ihm seelisch bringen kann. In Anbetracht dessen gerät das Werk weniger zum Rat- als vielmehr zum Stichwortgeber, um eigene Gedankengänge anzuregen oder zu schärfen.

    Mit äußerst langem Atem trägt der Autor über Epochen und Kontinente hinweg vielerlei Quellen zusammen. Diese packt er Schritt für Schritt in eine bewegte Liebeserklärung. Dergestalt begegnen wir dem Wandern an der frischen Luft als Fuß-, Lebens- und Denkweg oder erfahren, dass es sogar gegen Depressionen hilft.

    Dem eigenen Empfinden wird ein breiter Platz eingeräumt, was allen zusagt, die sich auf langen Strecken wohl fühlen. Die unterwegs gesammelten und verarbeiteten Eindrücke ergänzt der Autor durch griffige Zitate, die Wesentliches zur Sprache bringen. So heißt es passenderweise aus Wilhelm Meisters Wanderjahren von Johann Wolfgang von Goethe: „Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los, dass wir uns in ihr zerstreuen, darum ist die Welt so groß.“

    Wie gesagt: Dem Autor zufolge spiegelt sich der ganze Rhythmus eines gelingenden Lebens im Wandern wider. Demnach wird der eigene Horizont größer in unendlicher Weite und zeitloser Ewigkeit. Im Unterschied zu wirklichen Gipfelstürmen fließen die Gedanken des bewanderten Autors eher wie in einem Kanal talwärts.

    Zu guter Letzt heißt es, die gescheite Lektüre aus der Hand zu legen, baldmöglichst die Schuhe zu schnüren und zum Wandern aufzubrechen. Denn wie steht es geschrieben: Das Wandern fördert unser Glück.
  24. Cover des Buches Die Lagune (ISBN: 9783806235845)
    Armand Marie Leroi

    Die Lagune

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Aristoteles lebte fast 350 Jahre vor Christus. Ich kannte ihn eher als eine Art Philosophen. In diesem Buch stellt der Autor A.M. Leroi ihn auch als eine Art Biologe, oder jemand der die Wissenschaft entwickelt hat da. Wie hat er die Wissenschaften heutzutage beeinflusst und mitgestaltet?
    Der Autor beschreibt im Buch eigenes Erleben und greift diese Szenen, Beobachtungen aus der Natur, oder den Fang eines Fisches auf und geht damit auf Beobachtungen von Aristoteles zurück. Wie hat dieser die Natur beschrieben- welche Beobachtungen z.B. im Wechsel der Jahreszeiten hat er vermerkt?
    Ich fand die Mischung aus modernem Stil und das übertragen auf die Aufzeichnungen von Aristoteles sehr gelungen. Es war kein trockenes Sachbuch, da hatte ich erst ein wenig Befürchtungen, aber dennoch fordert es den Leser. Für mich erinnert es sich an ein Fachbuch, denn ein unterhaltsames und informatives Sachbuch für Laien.
    Manchmal spricht der Autor den Leser direkt an und er bezieht einen so in den Text ein. Dennoch empfand ich es eher als eine Art Fachbuch, für mich als Laien, war manchmal zu ausführlich und auch immer wieder etwas schwer verständlich.
    Der Autor des Buches widmet sich den Forschungen Aristoteles und geht immer wieder auch auf historische Forschungen von anderen Wissenschaftlern ein. Das wird für mich alles sehr ausführlich dargestellt. Es dreht um die Politik, Wissenschaft, Philosophen, im Altertum und im Laufe der Jahrhunderte. Dieses Buch geht dabei sehr in die Tiefe.
    Das Buch ist wirklich unterhaltsam geschrieben, in einem gelungenen und informativen, lebendigen Stil. Es fand es allerdings sehr textlastig. Es gibt nur wenige Zeichnungen, dafür wird sehr viel beschrieben- mir fehlte als Auflockerung vielleicht mal ein paar Fotos der Tiere, die angesprochen werden. Es tauchen aber auch hin und wieder Fotos auf. Ich mag einfach noch mehr visuelle Eindrücke in einem Sachbuch vorfinden.
    Der Autor zitiert immer wieder auch ältere Übersetzungen von Aristoteles Werken. Zudem beschreibt er die Landschaft, Pyrrha, die sich auf der Insel Lesbos befunden haben soll und die Lagune, in der Aristoteles seine Beobachtungen durchführte.
    Im Anhang findet sich ein technisches Glossar und ein sehr umfangreiches Verzeichnis der erwähnten Tierarten, die Unterteilung erfolgt in deutschen Namen, aristotelischen Namen und Linnescher Name. Man erfährt hier, dass die Bestimmung der aristotelischen Tiere ca. 1256 begann. Es schließt sich ein reichhaltiger Anhang an, der Aristoteles Daten und Modelle darstellt, aber in einer heutigen Form, Tabellen und Diagramme. Nun folgen noch Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis und ein Verzeichnis der verwendeten Illustrationen, sowie ein Register.
    Sehr gefallen hat mir das Lesebändchen und der hochwertige Einband des Buches, es wirkt wie aus Leinen gestaltet, das ist schon eine Art Kunstwerk.
    Es ist ein Sachbuch, das wie ich finde, sehr in die Tiefe geht und wer sich mit Biologie und insbesondere auch Aristoteles Forschungen auseinandersetzen möchte, der sollte hier zugreifen. Mir war es zu ausführlich, zu weitschweifend manchmal und es enthält sehr viele Informationen und es liest sich für mich eher eine Art Fachbuch.
    3,5 Sterne

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