Bücher mit dem Tag "arminius"

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42 Bücher

  1. Cover des Buches Der Bornholm-Code (ISBN: 9783920793429)
    Thorsten Oliver Rehm

    Der Bornholm-Code

     (45)
    Aktuelle Rezension von: DaisyWarwick

    Als Frank mitten im Einsatz auf seiner privaten Tauchbasis den Anruf seines ehemaligen Kollegen Lars erhält, ist dies wie ein Ruf aus der Vergangenheit. Zugleich bekommt er ein Angebot vom Institut mit dem unaussprechlichen Namen, „das er nicht ablehnen kann“. Erst allmählich erfährt der Hörer, zu welchem Vorfall es damals, als Frank noch aufstrebender Wissenschaftler beim Institut war, kam und welche Folgen dies nicht nur für Frank und seine Karriere hatte.

    Aber Frank geht nur wörtlich auf Tauchstation – im übertragenen Sinne versucht er das Gegenteil: alte, vermeintliche Schuld zu sühnen und den Erkenntnisfaden von damals weiterzuspinnen.

    Dies lässt sich auch gut an: gleich zu Beginn der Forschungsarbeit in den Tiefen der See vor Bornholm, werden aufsehenerregende Funde gemacht, aber damit auch mächtige Feinde aufgeschreckt.

    Wie weit Manipulation möglich und wie groß die Gefahr ist, wird den Protagonisten erst nach und nach bewusst. Denn der Kampf um die Macht und die damit verbundenen Symbole fand nicht nur vor 2.000 Jahren statt, sondern ist ganz gegenwärtig.

    Verknüpft werden historisch verbürgte Ereignisse, wie die Schlacht im Teutoburger Wald (oder vielleicht auch an anderer Stelle), mit der Sagenwelt der Nibelungen sowie die Auswirkungen auf großgermanische Ambitionen der Jetztzeit. Vom Tauchkrimi über einen Politthriller bis zur fiktiven Geschichtsbeschreibung ist alles enthalten. Auch wenn manche Deutung gewagt erscheint, gibt sie doch Anregung, sich mit unseren germanischen Urvätern, ihrer Verbindung zu den Burgunden, den Eroberungen der Wikinger und den uralten Sagen Europas zu beschäftigen.

    Der Hörer taucht im wahrsten Sinne des Wortes zusammen mit den Protagonisten ein in die Materie, sprich in die Unterwasserwelt der Ostsee. Auf Grund des detailreichen geschichtlichen Materials wird dem Hörer allerdings viel Konzentration abverlangt, was durch die überlangen Mono- und Dialoge manchmal erschwert wird. Auch den Showdown hätte ich mir gestraffter gewünscht. Weiterhin war ich über das späte Glaubensbekenntnis des Protagonisten etwas verwundert. Es ist legitim, dies zu beschreiben, wirkt aber in Kapitel 19 sehr isoliert.

    Insgesamt ein faszinierendes Hörbuch, das ganz stark durch die Interpretation des Sprechers Oliver Kube gewinnt.

     

  2. Cover des Buches Die ersten Deutschen (ISBN: 9783854922414)
    S. Fischer-Fabian

    Die ersten Deutschen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: TAndres

    Viele Sachbücher sind schwierig zu lesen und nachdem das Buch das erste Mal schon 1975 erschienen ist, war ich darauf eingestellt, mich durch das Buch durchkämpfen zu müssen. Aber schon nach wenigen Seiten war ich eines besseren belehrt. Das Buch war sehr gut zu lesen, der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil und daher ist es sehr kurzweilig. Zeitlich gesehen reicht das Buch vom Urstamm der Indogermanen bis ins 4. Jahrhundert nach Christus. Thematisch gesehen wird das komplette Leben der Germanen erläutert, nicht nur die Kriege, wie zum Beispiel die Varusschlacht, sondern auch das Leben auf den Höfen, der Kleidungsstil das Liebesleben und das Leben der Frauen.

    Sehr interessant ist das Kapitel über die Herkunft der Indogermanen, über die Herleitung durch die Sprache und bestimmte Worte. Da es keine schriftlichen Überlieferungen der Germanen selbst gibt, greift der Autor auf die Schriftstücke der Römer zurück, die sich viel mit den Germanen auseinandersetzen mussten. Der Autor übernimmt die Ansichten von zum Beispiel Tacitus oder Cäsar nicht ungeprüft, sondern hinterfragt auch deren Intensionen.

    Auch wenn das Buch nicht immer chronologisch geschrieben ist, so macht die Reihenfolge der Kapitel doch Sinn. Für jeden, der mehr über die Germanen erfahren möchte, ist dieses Buch zu empfehlen. Auch für mich gab es einiges neues zu erfahren. Das Buch ist, trotz der schwierigen Vergangenheit mit dem Thema (3. Reich), neutral und wertfrei geschrieben. Eine Erhöhung zu Übermenschen oder Madigmachung als Biertrinker fällt aus und macht das Buch daher sehr angenehm.

    Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung und 5 Punkte.
  3. Cover des Buches Rache der Adler (ISBN: 9783404177165)
    Ben Kane

    Rache der Adler

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Dex-aholic

    Nach dem genialen ersten Band der Trilogie, musste ich natürlich wissen, wie es mit Tullus und seinen tapferen Männern und auch Arminius und seinen Kriegern weitergehen wird. Man kennt den historischen Hintergrund bereits, ja, aber es einmal in der Form zu lesen und so mitzuerleben, dass beeindruckt mich immer wieder. Der Autor hält sich an die Geschichtsbücher und Überlieferungen, nimmt sich aber auch ein paar Freiheiten als Autor heraus, was man in der Form aber nicht merkt.Tullus und die Überlebenden der Varusschlacht wiederzusehen war wirklich schön und hat Spaß gemacht. Dass sie ihre Rache bekommen können, was ihre damalige Legio XVIII vor sechs Jahren durchmachen musste, beflügelt nicht nur Tullus und Fenestela. Sie wollen ihre Kameraden rächen und ihren Adler nach Hause holen. Arminius scheint nur auf diesen neuen Feldzug Germanicus' zu warten. Er will die Römer ein für allemal besiegen und aus dem Land haben. Doch dann wird sein Plan ins Wanken gebracht und Arminius sinnt auf blutige Rache. Während die Römer den Feldzug fürs erste beenden und zurück an den Rhein wollen, sind Arminius und seine Krieger ihnen dicht auf den Fersen. Wie werden die Kämpfe dieses Mal ausgehen? Die Bücher sind wirklich super genial geschrieben und fesseln einen von der ersten bis zur letzten Seite. Neben vielen historischen Ausflügen durch Germanien und die römischen Lager, ist auch viel Action, blutige schlachten und gelegentlich auch eine Prise Humor mit dabei. Aber auch Nerven aufreibende Spannung und ein winziger Hauch Gefühl fehlen hier nicht. Wenn ich nur an die Szene denke, wie Tullus Germanicus an die Stelle des Hinterhalts der Varusschlacht führt und sie die Spuren der Kämpfe und Überbleibsel noch erkennen können. Da lief es mir kalt den Rücken runter, und das nur beim Lesen. Als Fenestela und Tullus dann dort auch noch eine entscheidende Entdeckung machen, Gänsehaut pur und mir kamen selbst die Tränen... Und dann müssen wir uns auch noch von einem Kameraden verabschieden, das kam so plötzlich und aus heiterem Himmel. Da kamen mir wieder die Tränen. Von Happy End kann man hier dennoch nicht sprechen, auch wenn es zu einer einstweiligen Verschnaufpause zwischen den Adlern und Arminius kommt. Ich bin schon sehr gespannt, ob Tullus seine Rache an Arminius und noch wichtiger, seinen alten Legionsadler wieder bekommt!!!


  4. Cover des Buches Als die Römer frech geworden (ISBN: 9783534594016)
    Boris Dreyer

    Als die Römer frech geworden

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Die Varusschlacht (ISBN: 9783406693311)
    Günther Moosbauer

    Die Varusschlacht

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Die Schwerter des Tiberius (ISBN: 9783453873605)
    Iris Kammerer

    Die Schwerter des Tiberius

     (18)
    Aktuelle Rezension von: MichaelSterzik
    Bei der Schlacht zwischen Römern und Germanen im Teutoburger Wald in der Nähe von Kalkriese im Osnabrücker Umland gehen die Archäologen und Geschichtsforscher derzeit davon aus, dass bis zu 25.000 Menschen allein auf römischer Seite ihr Leben lassen mussten. Drei ganze Legionen des römischen Senators und Statthalters wurden vernichtet, und die römische Besatzung zog sich nach dieser Niederlage zurück. Cäsar Augustus war bestürzt über diese Niederlage und verlangte umgehende Aufklärung und Stabilisierung der Grenzen nach Germanien. Höchste Priorität hatte auch die Ergreifung des germanischen Offiziers und Verräters Arminius, der in den Hilfstruppen der Legionen diente. Ein Fürstensohn der Cherusker, der sich der römischen Herrschaft unterworfen hatte und perfekt militärisch ausgebildet wurde. Dieser Arminius einigte mit falschen Versprechen einige wichtige Stämme in Germanien und lockte Varus, der ihm vertraute, mitsamt seinen Legionen in eine tödliche Falle, aus der es kein Entkommen gab. Augustus war es ein Gräuel und eine Schande, seine Truppen zurückziehen zu müssen und die Gefallenen auf dem Schlachtfeld zu wissen. Er ist nicht gewillt, die Provinz Germanien ihrem Schicksal zu überlassen und beauftragt seinen Oberbefehlshaber damit, den Verräter Arminius zu fangen und dem Volk und Senat von Rom zu übergeben. Die Geschichte In "Die Schwerter des Tiberius", dem zweiten Teil der historischen Tribun-Trilogie von Iris Kammerer, bilden genau diese theoretischen Pläne des Kaisers die Grundlage des Romans. "Die Schwerter des Tiberius" knüpft logisch genau in der Handlung dort an, wo "Der Tribun" endete. Ein Jahr war der ehemals römische Tribun Gaius Cinna die Geisel eines germanischen Fürsten. Als die Situation sich zuspitzte und Cinna Gefahr lief, Arminius ausgeliefert zu werden, setzten sich seine Bewacher für ihn ein und retteten ihm somit das Leben. In den letzten Monaten der Gefangenschaft wurde Gaius Cinna mehr Freund als Geisel, mehr Lehrer und Verbündeter. Als die Situation zwischen den uneinigen Stämmen eskalierte, nutzte Cinna zusammen mit Sunja, der Tochter des germanischen Fürsten, die Chance und flüchtete zu den weit entfernten Vorposten der römischen Legionen. Doch nach seiner Rückkehr muss sich Cinna im römischen Heer völlig neu behaupten. Er wurde in seiner Abwesenheit für tot erklärt, sein Vater, der dem Kaiser nicht unbedingt die Treue geschworen hat, starb und hinterließ keinen Erben. Somit konnte Cinna keinen Titel, keinen Besitz und keinen ehrbaren Namen direkt in Anspruch nehmen, da der Besitz seines Vaters nach dessen Tode automatisch auf den Kaiser überging. Mittellos und ehrlos, zudem noch in den römischen Augen mit einer Barbarin verheiratet, ist er ganz allein auf die Gnade des römischen Oberbefehlshaber Tiberius angewiesen. Tiberius zwingt Cinna, ihm als Unterhändler zu dienen, denn alleine mit seinem Wissen um die Kultur und die Denk- und Lebensweise der Germanen ist dieser dem römischen Heer eine große Hilfe. Meine Meinung Im zweiten Roman von Iris Kammerer steht der römische Offizier wieder im Mittelpunkt der Handlung und stellt die logische Verbindung zu "Der Tribun" her. Zweifellos überzeugt "Die Schwerter des Tiberius" mit seiner auf Fakten beruhenden Erzählung von den Vergeltungsplänen der Römer. Wie auch schon im ersten Teil, muss man Iris Kammerers Gespür für die historische Genauigkeit Respekt schulden. Schauplätze und Regionen, Städte und Kultur, Militär und Leben der damaligen Bevölkerung, egal ob es nun die Römer oder die Germanen sind - all diese Details wurden perfekt in die Handlungsstränge mit aufgenommen und dem Leser verständlich erklärt. Die Spannung allerdings hat spürbar im Gegensatz zum ersten Teil nachgelassen. Die Handlungsorte wechseln meiner Meinung nach zu stark, so dass die Einzelschicksale der Charaktere nicht vollständig zur Geltung kommen. Iris Kammerer hat es sicherlich nur gut gemeint, aber oftmals hatte ich den Eindruck, sie verrenne sich in viel zu viel geschichtlichen Details und in der Politik der damaligen Zeit. Ein Spannungsbogen, der sich langsam entwickelt, war für mich in diesem Roman leider nicht erkennbar. Das Familienleben und die Schwierigkeiten mit der daraus resultierenden Situation sind ein immer wiederkehrendes Thema in diesem zweiten Band. Hier hätte es gut getan, sich wesentlich mehr für den Schauplatz der politischen Lage zu entscheiden als sich mit Familienfehden und Streitigkeiten zu befassen. Besondere und positive Aufmerksamkeit wurde den Pläne des Tiberius gewidmet; diese Gespräche zwischen den römischen Offizieren und dem Oberbefehlshaber in Germanien selbst waren höchst interessant und spannend erzählt. Sicherlich ist die Geschichte des Volkshelden Arminius literarisch schon öfter ausgearbeitet worden, sei es nun in Form eines Romans oder in geschichtlichen Abhandlungen. Und meistens wurde die Person des Befreiers Arminius als durchweg positiv geschildert. Iris Kammerer ist es gelungen, die Persönlichkeit des Arminius zwar historisch belegt korrekt zu beschreiben, doch verzichtet sie auf das genreübliche Klischee von Gut und Böse in der Studie der Charaktere. Ein Jeder muss sich ein eigenes Urteil über diesen Cherusker-Fürsten bilden; für den einen eine Art von Freiheitsheld, der das germanische Volk vom Joch der römischen Tyrannei befreit hat, für den anderen ist er wohl nur ein meineidiger Verräter, der keinem Volk wohl wirklich uneigennützig gedient hat, sondern nur seinem persönlichen Ehrgeiz. Und genau diese Charakterstudien bilden die absoluten Pluspunkte in diesem Band. Fazit Seien wir gespannt auf den dritten und letzten Teil der Trilogie. Der erste Roman von Iris Kammerer, "Der Tribun", war insgesamt spannender und überzeugte mich mehr. "Die Schwerter des Tiberius" ist sicherlich kein schlechter Roman, kein uninteressanter Nachfolger einer erfolgreichen Geschichte, obwohl ich häufiger den Eindruck hatte, die Autorin verrenne sich und finde den roten Faden nicht wieder. Historisch ungemein sauber und fesselnd geschrieben, ist der zweite Band also durchaus zu empfehlen und macht neugierig darauf, wie es weitergeht, nicht nur mit der Figur des Gaius Cinna, sondern auch mit seinem Widersacher und Erzfeind Arminius. Leseprobe Die Offiziere schienen den Atem anzuhalten, diejenigen, die empört aufgesprungen waren, nahmen zögernd wieder ihre Plätze ein; kaum einer schaute in die Runde, die meisten richteten ihre Aufmerksamkeit auf ihre Stiefelspitzen. Tiberius trat zu seinen Leibwächtern und seine Hände umschlossen die Griffe ihrer Schwerter. Er zückte die Waffen, hob die Klingen und kehrte in den Ring seiner Offiziere zurück. "Wir haben einen gemeinsamen Feind" sagte er so leise, dass sich alle Aufmerksamkeit auf ihn richtete. "Einen Feind, der den Tod fürchtet und der ihn erleiden soll, wie er es verdient - durch ein Schwert. Und Ihr", er beschrieb mit den Klingen einen weiten Kreis, der die Anwesenden einzuschließen schien, "werdet meiner Schwerter sein". Details Taschenbuch: 560 Seiten Verlag: Heyne (Dez. 2004) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453873602 ISBN-13: 978-3453873605 Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 4,6 cm http://www.heyne.de http://www.iris-kammerer.de/ Danke fürs Lesen und Kommentieren Michael Sterzik
  7. Cover des Buches Die Varusschlacht (ISBN: 9783548609713)
    Christian Pantle

    Die Varusschlacht

     (6)
    Aktuelle Rezension von: fastreader
    Endlich einmal ein Sachbuch, dass auch spannend zu lesen ist, und einen in die Geschehnisse hineinzieht. Dabei hat es dennoch viele interessante Fakten, auch wenn der Autor vielleicht hin und wieder seine persönliche Interpretation einfliessen lässt. Der Titel ist gewaltig untertreiben, in diesem Buch geht es nicht nur um die Schlacht im Teutoburgerwald, sondern um alle nennenswerten Aktionen der Römer in Germanien.
  8. Cover des Buches Marbod oder Die Zwietracht der Germanen (ISBN: 9783404139224)
    Jörg Kastner

    Marbod oder Die Zwietracht der Germanen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    Verrat und zwietracht herrschen unter den germanischen Stämmen. Armin, Herzog der Cherusker, muß um seine Stellung fürchten, denn sein machthungriger Onkel Inguiomar macht sie ihm streitig und verbündet sich mit Marbod, dem legendären Markomannenkönig. Auch die Römer unter Drusus Caesar, Sohn des Kaisers Therius, wollen ihre jüngste Niederlage gegen die Cherusker in der Varusschlacht wieder wettmachen. und die Germanenstämme spalten. Die abtrünningen Cherusker und die römischen Eroberer bedeuten eine doppelte Gefahr für Armin. In der Zwietracht der Germanen liegt ihre größte Schwäche - wird sie auch ihr Untergang sein?

    Im dritten Teil seiner Germanensaga gelingt es Jörg Kastner erneut, Fiktion und historische Realität in einem fesselnden Roman zu verbinden und die faszinierende Welt der Germanen mit neuem Leben zu erfüllen.

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch entdeckte ich vor zwei Wochen in Belgien in einem Öffentlichen Bücherschrank, es hatte was Besonderes und so nahm ich es mit. Ich konnte es nicht länger im Regal liegenlassen und begann es am Mittwoch zu lesen - heute nach nur sechs Tagen beendete ich es strahlend.

    Ich hatte beim Lesen große Freude - schon nach dem Frühstück begann ich darin zu blättern - und konnte es kaum beiseitelegen. Auch wenn ich nicht alles verstanden habe, hat es mir sagenhaft gefallen. Wirklich ein klasse Buch - von der ersten bis zur letzten Seite eine tolle Unterhaltung.

    Wer auf historische Romane steht, sollte es unbedingt gelesen haben. Es war mein erstes Buch dieses Autors. Bin jetzt auf jeden Fall noch an weiteren Romanen von Jörg Kastner interessiert. Habe auch keine Schreibfehler entdeckt.

    Vergebe hierfür liebendgerne gutgemeinte 5 Sterne.

  9. Cover des Buches Die Legionen des Varus: Das andere Mittelalter. Wenn die Römer gewonnen hätten. (ISBN: 9781545162484)
    Rüdiger Opelt

    Die Legionen des Varus: Das andere Mittelalter. Wenn die Römer gewonnen hätten.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: R_OPELT

     In diesem Fall stellt Rüdiger Opelt die Frage, was wäre, wenn Varus die Schlacht im Teutoburger Wald gewonnen hätte und das Gebiet zwischen Rhein und Elbe für das Römische Reich auf lange Zeit gesichert worden wäre. In 32 weiteren, schlaglichtartigen, Szenen wird die Entwicklung Europas beschrieben, wie es hätte werden können. Interessant, zu jedem kontrafaktischen Artikel gibt es im zweiten Teil des Buches eine Entsprechung, die den tatsächlichen Fortgang der Weltgeschichte beschreibt, da hat auch der nicht unbedingt geschichtskundige Leser die Möglichkeit der Orientierung.
    Auch wenn ich mir — beispielhaft — nicht zwingend vorstellen kann, dass in Folge der gewonnenen Varusschlacht auch Maxentius die Schlacht an der Milvischen Brücke gewann und nicht Konstantin und damit dann nicht das Christentum die beherrschende Religion in Europa wurde, bleiben die Gedankenspiele höchst facettenreich.

  10. Cover des Buches Tödlicher Hermannslauf (ISBN: 9783865321299)
    Renée Pleyter

    Tödlicher Hermannslauf

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Hydon

    Die Forscher Mehlbaum und Weidinger, die sich beruflich schon seit Jahren als erbitterte Gegner gegenüber stehen, treten erneut beim Hermannslauf an, der auch immer ein Wettstreit zwischen ihnen beiden ist. Doch dieses Jahr ist alles anders, denn plötzlich geht es um mehr, als nur die Ehre des Sieges.

    Um es vorweg zu nehmen, dies ist kein Krimi zum mitraten, denn es ist von vornherein klar, dass hier jemand stirbt (siehe Titel) und wer es ist. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal die der Polizeiermittler, die versuchen die Ursache für den Todesfall beim Hermannslauf zu ermitteln und parallel dazu die tatsächlichen Geschehnisse beim Lauf zwischen Mehlbaum und Weidinger.

    Der Leser weiß also im Grunde was passiert ist, zumindest das Endergebnis, aber es ist trotzdem spannend, heraus zu finden, wie es letztendlich dann dazu kam.

    Zeitweise fiebert man richtig mit den Figuren mit und denkt sich insgeheim "Los doch, bleib einfach stehen und lauf nicht weiter, dann bist du gerettet", auch wenn man weiß, dass es so nicht enden wird.

    Mir persönlich hat vor allem der Einblicke in das Wissenschaftliche Gerangel um die Lokalisierung der Hermannsschlacht gefallen und es war ebenso interessant, den Hermannslauf auch mal aus Sicht eines Läufers miterleben zu können.

    Die Figuren Mehlbaum und Weidinger sind gut ausgearbeitet. Zwei Wissenschaftler mit unterschiedlichem Standpunkt und Ambitionen. Beide gleichermaßen interessant, wie unsympathisch.

     

    Fazit:

    Ein kurzweiliger und flüssig zu lesender Krimi, der sich gut als Urlaubslektüre eignet, vor allem wenn man gerade im Lipperland unterwegs ist ;)

  11. Cover des Buches Die Hermannsschlacht (ISBN: 9783863478452)
    Heinrich von Kleist

    Die Hermannsschlacht

     (13)
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  12. Cover des Buches Große Gegner Roms (ISBN: 9783401018072)
    Hans D. Stöver

    Große Gegner Roms

     (0)
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  13. Cover des Buches Die Varusschlacht: Der germanische Freiheitskrieg im Teutoburger Wald mit den großen Römern (ISBN: 9781720284925)
  14. Cover des Buches Arminius (ISBN: 9783404163151)
    Sebastian Fleming

    Arminius

     (7)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Ein tolles Buch für Strategen. Es ist sehr detailgetreu und gut recherchiert. Viel Zeit hat der Autor auf Kindheit und Ausbildung von Arminius verwendet, damit man seine späteren Entscheidungen und Handlungen besser nachvollziehen kann. Das hat auch gut funktioniert, wenn man das Buch aufmerksam bis zum Ende durchliest. Hier liegt aber auch mein Kritikpunkt. Denn durch die detailgenauigkeit ist es auch leider sehr Langatmig geworden. Ich befürchte, daß das manchen Leser abschrecken wird. Also eher für historisch Interessierte und für Strategieversessene geeignet.
  15. Cover des Buches Aller Tage Morgen (ISBN: 9783734773280)
    Tomas Herzberger

    Aller Tage Morgen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: JuliaB
    Die Römer machen sich daran, Germanien zu erobern. Um die Cherusker unter Kontrolle zu halten, bringen sie die beiden Fürstensöhne Armin (römisch Arminius) und Finn als Geiseln nach Rom, wo sie zu römischen Offizieren ausgebildet werden und sich anschließend im Militärdienst bewähren. Doch während Finn Freunde unter den Senatorensöhnen findet und die römische Lebensweise übernimmt, bleibt Armin seiner Herkunft treu. Als Verbindungsoffizier des neuen germanischen Statthalters Varus kehrt er in seine Heimat zurück. Dort trifft er seine alte Jugendfreundin Thusnelda wieder, aber die ist bereits einem anderen versprochen. Doch nicht nur Herzensangelegenheiten sorgen für große Konflikte. Die Herrschaft der Römer wird immer drückender, und so muss Armin eine folgenschwere Entscheidung treffen, die in der großen „Varusschlacht“ gipfelt...

    Man merkt dem Roman an, dass sich der Werbefachmann Tomas Herzberger darauf versteht, Geschichten zu erzählen. Der Aufbau der Story ist gut gemacht, man findet sich als Leser rasch in der fremden Welt der Germanen und Römer zurecht und die Spannung hält sich bis zur letzten Seite. Das ist allerdings alles, was man zugunsten dieses Romans sagen kann, denn sprachlich ist das Buch zwar besser als viele andere Selfpublishing-Titel, von einem professionellen Lektorat, wie der Autor angegeben hat, ist jedoch nicht viel zu merken, es finden sich fast auf jeder Seite noch Tipp- und Grammatikfehler. Auf die lateinischen Sätze wäre im Interesse der Leserfreundlichkeit besser verzichtet worden: wer Latein kann, wird sich auch dort an den diversen Fehlern stören, und wer es nicht beherrscht, mag nicht ständig in die Fußnoten auf die Übersetzung schauen.

    Auch inhaltlich vermag das Buch nicht zu überzeugen. Dabei ist nicht der teilweise unerwartete Umgang mit den historischen Quellen das Problem, denn jeder Romanautor hat ein Recht auf dichterische Freiheit. Trotzdem erwarte ich von einem historischen Roman eine grundsätzlich adäquate Darstellung der gewählten Epoche und leider zeugen viele Unstimmigkeiten davon, dass Tomas Herzberger mit dem römischen Alltagsleben nur sehr oberflächlich vertraut ist. Besonders irritierend ist dabei seine Erfindung einer römischen Offiziersschule, die fast einen Viertel der Geschichte dominiert. Die Söhne einflussreicher Senatoren (und mit ihnen die in Privathaushalten untergebrachten und ins Familienleben integrierten hochrangigen Geiseln) wurden meist in kleinen Gruppen von Privatlehrern unterrichtet, aber nicht nach Jahrgängen sortiert in einer internatartigen Militärakademie, wo sie überwacht und gedrillt wurden, bis sie dann nahtlos in den Feldeinsatz wechselten. Aber auch in Kleinigkeiten zeigen sich Recherchemängel und Klischees. Dass sich etwa die beiden Germanensöhne zum ersten Mal in Rom mit Seife waschen, ist ein hübsches Beispiel für das unreflektierte Bild von den unkultivierten Barbaren, denn tatsächlich reinigten sich die Römer damals mit Öl und strigilis und übernahmen die Seife erst anderthalb Jahrhunderte später, während sie bei den Galliern und Germanen längst geläufiger Bestandteil der Körperpflege war.

    Insgesamt zeigt „Aller Tage Morgen“ einmal mehr, dass Selfpublishing-Titel nur in den wenigsten Fällen meinen Ansprüchen an ein ordentliches Buch genügen. Die Arbeit eines Verlags ist eben nicht zu unterschätzen, und wenn ein Manuskript keinen Verlag findet, gibt es fast immer gute Gründe dafür...
  16. Cover des Buches Varus (ISBN: 9783453470897)
    Iris Kammerer

    Varus

     (40)
    Aktuelle Rezension von: skyrell
    Zu Beginn haben mich die römischen Namen völlig verwirrt. Allzu oft dachte ich: Quintus Sextus? Gajus Werauchimmer? Wer ist das schon wieder? Doch mit der Zeit wusste ich, von wem die Rede ist.
    Sehr interessant fand ich die Beschreibung des Lagerlebens. Ich konnte gute Einblicke in die Welt eines Legionärs gewinnen, aber auch in die germanische Gesellschaftsordnung der damaligen Zeit.
    Trotz des Titels spielt Varus eine eher untergeordnete Rolle. Auch Arminius wird für mich nicht ausreichend beschrieben. Man erfährt nichts über seine Beweggründe (über die es natürlich keine Aufzeichnungen gibt, aber die Autorin hätte zumindest den Versuch einer Erklärung unternehmen können). Stattdessen wird die Geschichte des Schreibers Annius erzählt, der immer zufällig am Ort wichtiger Entscheidungen anwesend ist.
    Die Beschreibung der germanischen Überfälle beim Rückzug der Römer war detailreich und extrem grausam. Da waren Bilder vor meinen Augen, an die ich mich nicht erinnern möchte.
    Trotz allem: für Freunde historischer Romane und Liebhaber von Sandalenfilmen durchaus lesenswert.
  17. Cover des Buches Der Adler der Achtzehnten Legion (ISBN: 9783981267204)
  18. Cover des Buches Arminius Vs. Siegfried (ISBN: 9783836668743)
    Daniela M. Sechtig

    Arminius Vs. Siegfried

     (1)
    Aktuelle Rezension von: wolfschwerdt
    Die literarische Rezeption der Arminius- beziehungsweise Siegfriedfigur von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert ist Gegenstand Buches “Arminius versus Siegfried” von Daniela M. Sechtig. Die Figuren Arminius und Siegfried, beide sehr unterschiedlicher historischer und literarischer Herkunft, bilden die Grundlage der stereotypischen Vorstellung vom germanischen Helden. In ihrer Untersuchung „Die Entwicklung des germansischen Helden in der deutschen Literatur“ zeigt die Literaturwissenschaftlerin Daniela M. Sechtig, wie beide Figuren über die literarische Rezeption im Laufe der Jahrhunderte mit unterschiedlichen Interessen und Zielrichtungen politisch instrumentalisiert worden waren. Dabei bildet der Schwerpunkt von Sechtigs Betrachtungen auf den Werken Grabbes und Hebbels im 19. Jahrhundert. Grundlage der Untersuchungen ist zum einen der Hermannmythos und seine Quellen, die Germania und die Annalen des Tacitus und zum anderen der Nibelungenstoff in den nordischen Heldenliedern. In zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten werden die beiden literarischen Quellen und ihre Entwicklungen bis ins 19. Jahrhundert beschrieben. Dabei zeigt Sechtig, dass beispielsweise bereits das mittelhochdeutsche Nibelungenlied aus dem 13. Jahrhundert, einen Versuch darstellt, den germanischen Helden Siegfried, den ursprünglichen Nachfahren Odins, in einen höfischen Ritter umzuwandeln. Ziel des Epos war es offensichtlich, so die Autorin, die Gültigkeit der christlichen Morallehre und der Regeln der damaligen Ständegesellschaft zu beweisen. . . . http://history.mediaquell.com/2010/08/30/der-germanische-held-in-der-deutschen-literatur-2342/
  19. Cover des Buches Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser (ISBN: 9783832196530)
    Ernst H. Gombrich

    Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser

     (15)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Ein wirklich schneller Durchgang durch die Weltgeschichte. Gombrich trifft dabei den Ton "Kinder, ich erzähl euch was!" und wählt aus der Masse des Stoffes nicht nur die Haupt- und Staatsaktionen aus, sondern berichtet gern über Philosophen und Religionsstifter.

    Dabei bemüht sich Gombrich auch um eine faire Beurteilungen, was im meist gut, aber in der Zeitgeschichte eher weniger gelingt.



  20. Cover des Buches Die Varusschlacht (ISBN: 9783596176625)
    Ralf-Peter Märtin

    Die Varusschlacht

     (6)
    Aktuelle Rezension von: trd510
    2009
  21. Cover des Buches Der Krieger (ISBN: 9783453471603)
    Geraint Jones

    Der Krieger

     (2)
    Aktuelle Rezension von: MichaelSterzik
    „Varus, gib die Legionen zurück“ soll Augustus verzweifelt ausgerufen haben, als er den Bericht von der Vernichtung der drei Legionen im fernen Germanien vernahm. Ein Achtel der römischen Streitkräfte wurden von dem Cheruskerfürsten Arminius bis auf wenige Überlebende gänzlich vernichtet. Ausgerechnet Arminius, aufgewachsen als Geisel in Rom. Militärisch ausgebildet, hoch dekoriert, vertrauensvoll – ihm gelang es die vielen auch miteinander verfeindeten Stämme Germaniens zu vereinen.

    Irgendwo im Teutoburger Wald wurden ca. 24000 Legionäre, Hilfstruppen und wahrscheinlich ein paar tausend Familienangehörige, Zivilisten, Sklaven, usw. getötet. Die Niederlage war auch das Ende des Eroberungskrieges in Germanien.

    In dem vorliegenden Roman: „Der Krieger“ von dem amerikanischen Geraint Jones, thematisiert der ehemalige Elitesoldat, die Ereignisse dieser mehrtägigen Schlacht.
    Als Soldat war er bei mehreren Kampfeinsätzen in Afghanistan, im Irak und in Krieg gegen somalische und nigerianische Piraten. Die Schrecken eines Kampfes auf Leben und Tod, die Verzweiflung, die erlebten Verluste an Kameraden, vielleicht Freunden und nicht zuletzt die allgegenwärtige Angst, verarbeitete der Autor in diesem historischen Roman.

    „Der Krieger“ ist sein Debütroman und ja es klingt etwas merkwürdig: Ein Amerikaner, der eine „Schlacht“ zwischen Germanen und Römern beschreiben möchte? Eine gewisse Skepsis eröffnet sich dann ja doch, aber dem Autor Geraint Jones ist es gelungen, die Emotionen die so eine brutale, kriegerischen Aktion nun mal mitbringt, gut zu transportieren.

    Der Autor befasst sich nicht mit der Politik des römischen Weltreiches, auch nicht über den organisierten Widerstand der Germanen und es gibt jedenfalls in diesem Band keine Schilderung über die späteren Auswirkungen. Geraint Jones fokussiert sich ganz und gar auf die Perspektive des einfachen Soldaten und der etwas höher gestellten Feldoffiziere. Vielleicht ist etwas daran, dass Soldaten egal in welcher Epoche sie sich durchkämpfen identisch, vielleicht ähnlich fühlen!? Tausende von Kilometern entfernt, alleine unter Kameraden, die Zukunft ungewiss, vielleicht den Tod als einzigen Ausweg vor Augen?

    Geraint Jones hangelt sich ganz passabel entlang der historischen Quellen. Es gibt ein paar Be- und Umschreibungen, die nicht ganz passen, aber die Storyline passt sich der Vergangenheit gut an. Es geht dem Autor auch gar nicht darum, die Schlacht „neu“ zu erzählen, ggf. neu, oder anders zu interpretieren. Die Handlung bezieht sich ausschließlich auf die psychischen Herausforderungen, die eine achtköpfige Zeltgemeinschaft während dieser Schlacht ausgesetzt ist. Es gibt die abgeklärten Veteranen, für die, die Römische Armee ein Familienersatz ist. Den einfachen Soldaten, der seine 20-jährigen Dienstzeit überleben will und es gibt junge Rekruten die den brutalen Schrecken erst jetzt kennenlernen. Der Autor erzählt von Offizieren, die intrigant agieren, von Helden, die sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern können, oder wollen. Die historischen Figuren eines Arminius, oder seines Gegners des römischen Statthalter Varus, sind nur Nebenfiguren.

    Transportiert in „Der Krieger“ werden hier Emotionen: Opferbereitschaft, Freundschaft, Feindschaft, Rache, Vergeltung, Liebe, Vertrauen – all das prägt und empfindet der einfache Soldat im Feld – und letztlich ist ja auch nur ein Mensch.



    Geraint Jones beschreibt in „Der Krieger“ den Lärm einer Schlacht verdammt laut und kompromisslos. Natürlich wird getötet und gestorben in einer Schlacht, es müssen Entscheidungen getroffen werden, die nicht jedem gefallen können. Vor allem die verzweifelte Angst bekommt hier eine ganz eigene, durchdringende Atmosphäre – vielleicht kann man das als Autor auch nur beschreiben, wenn man es selbst er- und gelebt hat.

    Die Charaktere sind überschaubar platziert. Die Hauptfigur hat viel Potenzial – bleibt aber immer etwas im Schatten seiner selbst stehen. Dessen Beziehung zu dem Rädelsführer, Verräter und germanischen Freiheitskämpfer Arminius allerdings ist der größte Kritikpunkt des Buches. Es wirkt einfach zu wenig realistisch und allzu wild und absolut künstlich konstruiert. Die Handlung wie schon erwähnt schildert leider auch nur größtenteils die Perspektive der Römer – die Germanen und deren Motive bleiben unberücksichtigt. Nur Arminius erzählt, warum er diesen Weg gewählt hat – der dramatisch gesehen, auch sein eigener Untergang sein wird.

    Die Zeltgemeinschaft – diese acht Soldaten sind die Hauptakteure und sind gut und in sich stimmig ausgearbeitet. Den einen oder anderen könnte man ggf. in dem zweiten Teil dieser geplanten Reihe wieder treffen.

    Als Debütroman gesehen ein solider, historischer Roman, der die erschreckende Perspektive des einfachen Soldaten schildert. Geraint Jones sollte in seinen nächsten Werken mehr Nebengeschichten und Figuren einbauen, die ggf. auch historisch belegbar sind. Mehr vom Leben erzählen, und etwas weniger vom sterben und ganz sicher muss der übergreifende historische Augenblick eingefangen werden.

    „Der Krieger“ von Geraint Jones ist eine brutale, laute Momentaufnahme der Bestie namens Krieg. Erzählerisch gut, aber noch weit ausbaubar und bitte eine konzentrierte Handlung dem Blick auf die kleinen, wichtigen Details.

    Michael Sterzik



  22. Cover des Buches Arminius (ISBN: 9783942989510)
    Thomas Fuchs

    Arminius

     (8)
    Aktuelle Rezension von: R_Manthey
    "Dieser - und nur dieser - Wahrheit fühlt sich der ... Text verpflichtet." So steht es im Vorwort des Autors, und daran hat sich Thomas Fuchs gnadenlos gehalten. Nun könnte man bei einem Gag-Schreiber und Titanic-Autor schnell auf die Vermutung kommen, dass er es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt oder vielleicht sogar herumblödelt. Doch das tut Fuchs keineswegs.

    Vielmehr schrieb er einen Arminius-Roman, der befreit von Schwulst und anderem Ballast locker immer wieder die Frage provoziert, was sich eigentlich seit dieser Zeit im Handeln der Menschen verändert hat. Fuchs bemüht sich deshalb auch konsequent nicht, dem Ganzen irgendeine zeitgemäße Aura zu verpassen. Seine Figuren führen ein Stück aus der Vergangenheit auf und sparen dabei gelegentlich auch nicht mit Anspielungen auf aktuelle Schwierigkeiten, wenn sie denn den damaligen verblüffend ähneln oder sich einfach anbieten.

    Fuchs folgt dabei jedoch im Wesentlichen dem, was man heute unter der historischen Wahrheit der Arminius-Legende versteht. Zu verdanken haben wir diese Auffassung allerdings nicht den Cheruskern, denn die kannten schriftliche Aufzeichnungen nicht, sondern dem römischen Schriftsteller Tacitus. Inwieweit sie den Tatsachen entspricht, wird man nicht mehr ermitteln können. Schon allein deshalb ist wohl künstlerische Freiheit unter Beachtung gewisser Grenzen keineswegs schädlich.

    Das Buch ist - wie angekündigt - tatsächlich ein völlig untypischer historischer Roman, der frisch und originell die Arminius-Geschichte in eine Handlung eingebettet so erzählt, wie man sie wohl kaum erwartet: witzig, spannend, sehr unterhaltsam und immer wieder das Gefühl vermittelnd, dass sich seit dieser Zeit außer der historischen Dekoration weder auf noch hinter der Bühne irgendetwas wirklich wesentlich verändert hätte. Fuchs erzählt die Arminius-Geschichte so, wie er sie heute sieht. Und das birgt in der Tat viel Reiz und Vergnügen.
  23. Cover des Buches Wolf und Adler (ISBN: 9783453873629)
    Iris Kammerer

    Wolf und Adler

     (15)
    Aktuelle Rezension von: MichaelSterzik
    Als Varus zusammen mit drei Legionen vom Verräter und Vertrauten Arminius vollständig vernichtet wurde, ging ein Klagen durch Rom. Verloren waren nicht nur 18.000 Legionäre (mit Hilfstruppen 25.000) sondern auch die Symbole der drei bis auf den letzten Mann verlorenen Legionen. Germanicus, ein Römer und Freund des Varus, schwört, den Feind und Verräter zu besiegen und die Wahrzeichen der drei vernichteten Legionen heim ins römische Reich zu bringen. Germanien wird überzogen von der Erhebung neuer Truppen, die aus Einheimischen rekrutiert werden. Viele Stämme haben Rom die Treue geschworen; deren Tribut und Treue wird nun eingefordert. Für die zivile Bevölkerung wird dieser Krieg schrecklich werden. Die römische Armee kennt nur Verbündete oder Feinde, nur Krieg oder Frieden. Ein Schrecken überfällt Germanien und es beginnt die Jagd nach dem Verräter Arminius. Die Schlachtfelder werden von den Legionen unter Germanicus aufgesucht. Ein erschreckender Anblick eröffnet sich den Heeren des römischen Reiches und dessen Verbündeten. Die Pferde und Fußsoldaten waten in den Knochen der gefallenen Freunde, Verwandten und Soldaten. Sie betreten Opferhaine, in denen die Soldaten zum Tribut und Wohlgefallen der heimischen Götter blutig geopfert wurden. Zeugnis davon künden die menschlichen Knochen und Schädel, welche die Altäre der Germanen zieren. Brutal und rücksichtslos entbrennt ein Rachefeldzug der Römer. Dörfer der Germanen werden vollständig vernichtet. Gefangene werden kaum gemacht. Der Hass und die Vergeltung überwiegen. Im dritten Teil der Trilogie von Iris Kammerer, "Wolf und Adler", geht es primär um den rücksichtslosen Rachefeldzug des römischen Oberbefehlshabers Germanicus, der ehrgeizig und manchmal entgegen jeglicher Vernunft handelt. Die Geschichte Gaius Cinna, der ein ganzes Jahr lang Geisel eines cheruskischen Fürsten inmitten von Germanien gewesen ist und nach seiner Rückkehr alle Titel und Vorzüge seines väterlichen Namens verloren hat, findet sich als Werkzeug des Germanicus in einem Rachefeldzug gegen die Aufständischen wieder. Als erfahrener Unterhändler und ehemals Gefangener in der Provinz Germanien ist dieser mit den Bräuchen, der Kultur und der Taktik des Feindes vertraut. Als Kommandeur einer Einheit von einheimischen Truppen steht er zwischen zwei Welten. Verheiratet mit einer Fürstentochter und Vater ihrer Kinder, beißen ihn Gewissensbisse, welche die Einheit und die Liebe zu seiner Frau auf eine harte Probe stellen. Einerseits strebt Cinna nach Vergeltung für die Schmach und die Schande, die er in dem Jahr der Gefangenschaft erleiden musste, andererseits erkennt er durch genau dieses Wissen, dass der Krieg gegen die germanischen Stämme nicht zu einem endgültigen Sieg führen kann. Zu groß sind die Verluste der Römer und ihrer Verbündeten. Genauso großes Leid erfahren die Zivilisten im germanischen Reich, deren Söhne entweder auf dem Schlachtfeld zum Ruhme Roms fallen oder gar nicht erst wiederkehren. Cinna verspricht sich von der Teilnahme des Feldzuges die Chance sein Erbe, seine Titel, ja seines Vaters Besitz wieder antreten zu können, aber ist dies der Mühe und Entsagung wert? Seine Frau, verheiratet mit einem römischen Offizier, aber Tochter eines germanischen Fürsten, setzt ihn unwissentlich unter Druck. Für welche Welt, für welche Zukunft kann er sich entscheiden, ohne seine Pflichten gegenüber Rom und Familie zu verletzen oder gar zu brechen? Meine Meinung Der dritte und letzte Teil der Trilogie rund um den Offizier Gaius Cinna ist sicherlich eine Steigerung gegenüber dem zweiten. In "Wolf und Adler" beweist Iris Kammerer sie sehr gekonnt ihr Wissen um die römische Besatzung Germaniens und die Kriege, welche diese Region erschütterten. War der erste Teil durch Einführung und Entwicklung der Hauptperson getrieben, der zweite durch die Festigung der Handlung, so bildet der dritte Teil einen krönenden Abschluss der Erzählkunst rund um Cinna und seine Familie. Der Krieg in Germanien und Rachefeldzug des Germanicus brachte viel Leid in die Lande der einheimischen Stämme. Bruder gegen Bruder, Vater gegen Vater - die Zustände in einem fast schon bürgerkriegsähnlichen Szenario sind grausam und für beide Seiten vernichtend; nicht nur auf dem Felde, sondern auch in den Herzen der Menschen, der Bevölkerung - durch Vorurteile und vielleicht Entscheidungen, die nur zum Guten des eigenen Stammes getroffen worden sind, bleiben die Prinzipien und die Ehre auf dem Schlachtfeld. Die Einfachen des Volkes sind die eigentlichen Opfer des Krieges und der Gewalt, genauso wie das persönliche Empfinden und das Gewissen. Iris Kammerer hat sich nach dem für mich eher enttäuschenden zweiten Teil erzählerisch selbst übertroffen. Die Handlung ist plausibel und mitreißend von der ersten Seite an. Nicht nur Kampf und Gewalt sind Bestandteil der Geschichte, sondern vielmehr tragen die Gespräche zwischen den Protagonisten positiv zum Abschluss der Geschichte bei. Cinnas Konflikte zwischen Vernunft und Gefühl, zwischen Ehre und Gewissen sind einfühlsam und nachvollziehbar beschrieben und fügen der gesamten Handlung einen wichtigen Aspekt hinzu. Seine Zerrissenheit und seine Motivation, seiner Frau jeglichen Wunsch zu erfüllen, bilden den Handlungsrahmen. Iris Kammerer bezieht sich historisch auf viele konkrete Fakten und bringt uns dazu, darüber nachzudenken, wie weit wir persönlich selbst gehen würden, sollten wir uns in einer ähnlichen Position befinden. - Leseprobe - - Leseprobe - "Diesmal wird dieser meineidige Verräter mir nicht entkommen, denn diesmal weiß ich, wie ich ihn fangen kann, diesen Wolf, der mit seiner Meute durch die Wälder schleicht und auf der Suche nach Beute in die Dörfer der Menschen einbricht. Wir werden die Hilfe der Götter benötigen, denn wir werden schnell sein müssen, schneller als jemals zuvor. Wir werden ins Herz seines Landes eindringen, ehe er sich versieht, werden wir das Dickicht umzingelt haben, in dem er sich verkriecht, ihn hinaustreiben und stellen. Vater Jupiter möge mir beistehen, dass ich den Verräter im Blick haben werde, als wäre ich ein Adler, der über dem Schlupfloch des Wolfes kreist und jede seiner Regungen belauert. Er möge mir beistehen, wenn ich herabstoße und die Bestie ergreife, sie aus der Dunkelheit ihres Verstecks ans Licht zerre und an Felsen zerschmettere, hinter denen sie uns belauerte. Wenn ich ihre Leber zerreiße, um den blutenden Leib auf dem Altar meines Vaters niederzulegen. Eine Rede des Germanicus zu seinen Legionen in dem Feldzug gegen Arminius und seine Verbündeten. Fazit Ein höchst gelungener Abschluss der Geschichte, die sich über drei Bände erstreckt. Zum Schluss bleiben jedoch einige Fragen offen, und fast wünsche ich mir einen vierten Band um den römischen Offizier Gaius Cinna. Zwar hat sich die Autorin im zweiten Teil "Die Schwerter des Tiberius" ein wenig in der Historie verrannt, jedoch hat sie es verstanden, in "Wolf und Adler" Geschichte und Unterhaltung perfekt zu kombinieren. Der atmosphärisch dichte Roman lässt wenige Fragen offen, und vor dem geistigen Auge läuft die Handlung ab wie bei einem sehr guten Film. Unterhaltung, Information und das Mitfiebern mit der Hauptperson sind perfekt inszeniert. - Details - Originalausgabe Taschenbuch, 560 Seiten http://www.heyne.de http://www.iris-kammerer.de/ Broschiert: 560 Seiten Verlag: Heyne (März 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453873629 ISBN-13: 978-3453873629 Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 3,6 cm Danke fürs lesen und kommentieren. Michael Sterzik
  24. Cover des Buches Herniu und der blinde Asni (ISBN: B0000BMR69)
    Ludwig Renn

    Herniu und der blinde Asni

     (3)
    Aktuelle Rezension von: hans-kahle
    Das Buch meiner Jungenzeit. Das Kind, der Jüngling, erfüllt eine fast sagenhafte Aufgabe. "Germanien" wird von den Römern zu großen Teilen beherrscht. Die einzelnen Völker schwanken, ob sie der Supermacht denn überhaupt anders als Vasallen gegenübertreten können. Der blinde Asni wurde von den Römern geblendet. Nun zieht er als Sänger durch die Lande, um Verbündete gegen Rom zu sammeln. Hermiu aber führt ihn. Er wird als Spion zum Mann, wird in die Gefolgschaft des Arminius aufgenommen, ist lange unterwegs und erlebt hautnah jene historische "Schlacht im Teutoburger Wald", die die Entwicklung der Germanen so nachhaltig beeinflusst. Kämpfen auch mit Mitteln, die klein scheinen, Abenteuer erleben. Mag es auch sonstwie viele Dokumentationen übe die Schlacht und die Zeit davor geben - Renn leichnete das lebendigste Bild von dieser Zeit.

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