Bücher mit dem Tag "arsen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "arsen" gekennzeichnet haben.

39 Bücher

  1. Cover des Buches Flavia de Luce - Eine Leiche wirbelt Staub auf (ISBN: 9783734100789)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce - Eine Leiche wirbelt Staub auf

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Thuja

    Bisher dachte ich immer, dass dieses kleine Genie, das einfach schon zu viel weiß, nichts umhauen kann. Aber in diesem Roman zeigt Alan Bradley sie von einer weichen Seite. Auch das ist verständlich, schließlich fühlt sie sich abgeschoben von allen und das Heimweh macht ihr schwer zu schaffen. Da kommt das Rätsel einer neuen Leiche gerade recht. Was etwas stört, ist die Geheimiskrämerei um das sogenannte Nest, das ich nicht nachvollziehen konnte, aber sonst war die Spurensuche wieder ein reines Lesevergnügen.

  2. Cover des Buches Knochenjagd (ISBN: 9783453437715)
    Kathy Reichs

    Knochenjagd

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Tempes neuester Fall beginnt wie ein Albtraum: In einer verlassenen Wohnung liegt, eingewickelt in ein Handtuch, die Leiche eines Neugeborenen. Und bald tauchen noch zwei weitere tote Babys auf. Die fi eberhafte Jagd nach der Mutter beginnt. Ist sie überhaupt die Mörderin? Ihre Spur führt Brennan und ihren Kollegen Ryan tief in die kanadische Einöde – und in das Revier eines eiskalten Killers ...

  3. Cover des Buches Das fehlende Glied in der Kette (ISBN: 9783455650525)
    Agatha Christie

    Das fehlende Glied in der Kette

     (196)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Wer hat die wohlhabende Mrs Emily Inglethorp auf ihrem Landgut Styles Court vergiftet? Ihr Ehemann Alfred, der es scheinbar auf das Erbe abgesehen hat? Doch auch ihre Stiefsöhne oder die launische Haushälterin könnten die Mörder sein. In seinem ersten Fall nimmt Hercule Poirot alle Bewohner von Styles gründlich unter die Lupe, bis er das fehlende Glied in der Kette gefunden hat.


    Mein erstes Buch aus der Feder dieser Autorin, von der ich schon so viel gehört habe. Ich war wirklich sehr gespannt!

    Der Schreibstil war flüssig, auch wenn ich mich erst daran gewöhnen musste. Es handelt sich nun einmal nicht um einen Roman aus der heutigen Zeit, etwas, das ich sonst gewohnt bin.

    Anfangs hatte ich ein paar Probleme, na gut, ziemliche Probleme, mir die vielen Namen und Charaktere zu merken. Sie werden einem so schnell und in einer solchen Fülle vorgestellt, dass ich völlig den Überblick verloren habe. Damit sind natürlich mehr Verdächtige da, um uns auf Irrwege zu führen, doch trotzdem hat es mir die ersten Seiten ziemliche Probleme beschert.

    Nach ungefähr dem ersten Drittel hat sich das jedoch gegeben und ich konnte mich ganz auf diese spannende und erstaunlich lustige Geschichte konzentrieren.

    Poirot ist schon ein Charakter, wie er mir bisher nicht oft untergekommen ist. Zu dieser Wahrnehmung hat auch beigetragen, dass die Geschichte nicht aus seiner, sondern aus der Sicht von jemand anderem geschrieben wurde. So konnte er mit seinen vielen Eigenheiten noch besser beschrieben werden.

    Natürlich habe ich beim Lesen versucht herauszufinden, wer denn nun der Mörder ist, doch ich bin kläglich gescheitert. Mehrere, die ich verdächtigt hatte, wurden ziemlich schnell ausgeschlossen. Dafür kamen durch kleine Geschehnisse wieder ganz andere dazu. Und die Auflösung selbst hat mich kopfschüttelnd dasitzen lassen. Damit hätte ich niemals gerechnet, obwohl es im Nachhinein doch eigentlich ziemlich offensichtlich war.


    Ich hatte definitiv Spaß beim Lesen und das wird sicher nicht das letzte Buch sein, dass ich von der Autorin lesen werde!


  4. Cover des Buches Tod am Semmering (ISBN: 9783954519958)
    Beate Maly

    Tod am Semmering

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Calypso49

    Unterhaltsamer Krimi im Stil von Miss Marple mit österreichischem Einschlag

    Eingeschneit in einem Luxushotel in den Bergen muss eine Tangogesellschaft feststellen, dass ein Mörder unter ihnen weilt. Die pensionierte Lehrerin Ernestine beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und spannt auch gleich ihren Begleiter, den Apotheker Anton als Assistenten ein. Mit ihrer bodenständigen und direkten Art bildet sie einen spannenden Kontrast zu den restlichen eher vornehmen Gästen. Besonderes Schmankerl ist der österreichische Dialekt der Hotelmitarbeiter.

  5. Cover des Buches 16 Uhr 50 ab Paddington (ISBN: 9783455650068)
    Agatha Christie

    16 Uhr 50 ab Paddington

     (287)
    Aktuelle Rezension von: shadowpercy

    Elspeth McGillicuddy, eine Freundin von Miss Marple, sieht einen Mord geschehen. Auf jeden Fall denkt sie, dass sie es gesehen hat.
    Doch wo ist die Leiche?
    Miss Marple macht sich an den Fall mit Unterstützung der jungen Lucy.

    Das Buch ist vergleichbar mit den anderen Büchern Christies und hat mir wirklich sehr gut gefallen.
    An einigen kurzen Stellen fühlte es sich zwar minimal langatmig an, jedoch wurde dies dank der Erzählweise und neu aufgedeckten Geheimnissen schnell weggemacht.

    Hier geht es um die Familie Crackenthrope, und ich finde sie ist sehr interessant dargestellt, vielschichtige und interessante Charaktere, deren erster Eindruck manchmal täuschen kann.

    Im großen und ganzen gefiel mir das buch wiklich sehr, und es war leicht zu lesen.

  6. Cover des Buches Killer-Tschick (ISBN: 9783709972519)
    Gerhard Loibelsberger

    Killer-Tschick

     (40)
    Aktuelle Rezension von: dorli
    Wien. Penny Lanz und ihre Kollegen Helmuth Nowak und Carl Ribarski von der SOKO Donau müssen in gleich in zwei Mordfällen ermitteln:
    Anna Hawlicek ist nach dem Rauchen illegaler Zigaretten gestorben. Schnell steht fest, dass die Zigaretten mit Arsen und Rattengift versetzt waren.
    Ungefähr zur gleichen Zeit wird in den Wiener Praterauen ein junger Chinese gefunden, der vor seinem Tod mit glühenden Zigaretten gefoltert wurde…

    Obwohl ich die TV-Serie SOKO Donau - SOKO Wien und damit auch Penny Lanz und ihre Kollegen bisher nicht kannte, war ich sofort mittendrin im Geschehen und konnte mir ein gutes Bild von den Ermittlern machen. Die Handlung hat mich von Anfang an gefesselt, Spannung wird rasch aufgebaut und bleibt durchgehend hoch.

    Das Team um Penny Lanz gerät in einen Strudel aus illegalem Zigarettenhandel, Korruption, Geldwäsche und Mord – die Ermittler stochern in einem Wespennest und scheuchen Wiener Geschäftsleute und Wirtschaftsgrößen auf.

    Es ist Gerhard Loibelsberger sehr gut gelungen, seinem Krimi den Charakter eines Fernsehkrimis geben. Die Handlung ist rasant und actionreich und läuft wie ein Film vor den Augen des Lesers ab.

    Besonders gut gefallen hat mir, dass Gerhard Loibelsberger viele Dialoge in Mundart geschrieben hat. Das verleiht dem Krimi eine Extraportion Lokalkolorit und lässt das Geschehen echter wirken. Auch als gebürtige Norddeutsche hatte ich keine Verständnisprobleme, da österreichische Ausdrücke als Fußnote auf der jeweiligen Seite übersetzt bzw. erläutert wurden.

    „Killer-Tschick“ hat mir sehr gut gefallen. Die abwechslungsreiche Handlung bietet nicht nur für die Fans der TV-Serie spannende Unterhaltung.

  7. Cover des Buches Fata Morgana (ISBN: 9783455650556)
    Agatha Christie

    Fata Morgana

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    Es war mal wieder Zeit für Agatha Christie. In diesem Fall ermittelt Miss Marple, es ist das fünfte von insgesamt zwölf Cosy Crimes mit ihr und der 43. Krimi der Autorin. Leider hatte ich den Eindruck, dass ihr hier die Puste etwas ausgegangen ist; die meisten ihrer Bücher sind kurzweiliger und raffinierter.

    In „Fata Morgana“ besucht Miss Marple ihre alte Schulfreundin Carrie Louise, die in dritter Ehe verheiratet ist und mit ihrem Mann eine Einrichtung unterhält, in der junge, männliche Straftäter auf den rechten Weg zurückgelotst werden sollen. Das Ehepaar ist voller Idealismus, den längst nicht alle Familienmitglieder teilen. Und Familienmitglieder gibt es reichlich in dieser Patchwork-Sippe: Eine bereits verwitwete Tochter, eine relativ frisch verheiratete Enkelin, zwei längst erwachsene Stiefsöhne und einen aus erster Ehe, der fast das gleiche Alter wie Carrie Louise hat. Was die Sippschaft eint, ist die Liebe zu Carrie Louise, die fast zu gut für diese Welt wirkt. Doch irgendwer scheint es auf sie abgesehen zu haben …

    Normalerweise führt Agatha Christie ihre Leser sehr gekonnt aufs Glatteis, doch hier fallen kleine Ungereimtheiten relativ schnell ins Auge. Außerdem scheint der Krimi einem etwas eintönigem Schema zu folgen: Zunächst schütten fast alle wichtigen Figuren Miss Marple nacheinander ihr Herz aus, dann passiert etwas und darauf folgt eine äußerst ausführliche Polizeibefragung, bei der wiederum sämtliche Protagonisten zu Wort kommen. Andere Krimis der Autorin sind deutlich abwechslungsreicher geschrieben, in diesem gibt es nicht ganz so viel Handlung. Insgesamt wirkt er etwas uninspiriert; es fehlen der Pfiff und die gewohnte Raffinesse. „Fata Morgana“ ist nicht schlecht, aber im Vergleich zu Christies anderen Krimis nur Mittelmaß.

  8. Cover des Buches Die Töchter der Kälte (ISBN: 9783548286457)
    Camilla Läckberg

    Die Töchter der Kälte

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Die kleine Sara wird von einem Fischer in Fjällbacka aus dem Wasser gefischt. Das Mädchen ist tot, entgegen den ersten Vermutungen, dass Sara unglücklich durch einen Unfall ertrunken ist, stellt sich heraus, dass sie ertränkt wurde.

    Der Ermittler Patrik Hedström ermittelt in dem Fall. Das tragische an der Geschichte ist, seine Frau Erica ist mit Sara's Mutter Charlotte gut befreundet, seit Erica und Patrik ihre kleine gemeinsame Tochter Maja haben. Patrik geht der Fall sehr an die Nieren, seit der Geburt von Maja ist er sensibler geworden.

    Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen, die Nachbarn, welche schon seit Jahren im Clinch mit Sara's Familie liegen, oder auch der zurückgebliebene Nachbarsjunge Morgan und sogar der Vater Niclas geraten ins Kreuzfeuer der Polizei.

    Ein spannend geschriebener Roman, mit einer für mich überraschendem Ende.

    Mir hat hier besonders gut gefallen, dass man lange überhaupt keinen Verdächtigen so richtig festnageln konnte.

  9. Cover des Buches Zorn der Lämmer (ISBN: 9783839228715)
    Daniel Wehnhardt

    Zorn der Lämmer

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Simply_Another_Bookaholic

    In "Zorn der Lämmer" beschreibt Autor Daniel Wehnhardt wie eine jüdische Rächergruppe um den Partisanenführer Abba Kovner entsteht.

    Im beschulichen Wilna, dem heutigen Vilnius in Litauen, entsteht mitten im zweiten Weltkrieg ein Ghetto. Leid, Hunger und Unterdrückung schweben alseits präsent über den dortigen Bewohnern.

    Abba Kovner alsbald zum Anführer der Wilnauer Widerstandskämpfer gegen die deutschen Besatzer und führt die Gruppe Bewaffneter und Schutz suchender in die Wälder rund um Wilna.

    Wehnhardts Debüt im Gmeiner-Verlag erschien im April 2021 und ist einfach atemberaubend gut verfasst.

    Der Aufbau ist klar strukturiert. Man wird praktisch durch die Jahre des Krieges an der Hand genommen, während die Grausamkeiten, die Verzweiflung und die Brutalität der 40er Jahre keineswegs verschleiert, sondern mit aller Klarheit offen thematisiert werden.

    Der Wald rund um Wilna ist zwar der zentrale Ort des Geschehens, aber auch das heutige Israel stellt ein immer wieder aufkommendes Thema dar.

    Direkt ab der ersten Seite war ich von der Geschichte gefesselt! Ein einnehmender Schreistil, detailreiche Sprache, politische Referenzen und zum Nachdenken anregende Dialoge machen es einem einfach sich in die Protagonisten hineinzuversetzen.

    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches Hamish Macbeth spuckt Gift und Galle (ISBN: 9783404176748)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth spuckt Gift und Galle

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    In seinem vierten Fall muss sich Hamish mit dem Giftmord an Trixie Thomas beschäftigen. Diese ist mit ihrem Mann nach Lochdubh gekommen, um dort eine Pension zu eröffnen. Doch dabei bleibt es nicht. Schnell wird sie zu einem Spaltpilz im Dorf, denn sie versucht das gesellschaftliche Leben auf den Kopf zu stellen, wobei die Fronten im Großen und Ganzen zwischen Männern und Frauen verlaufen. Egal ob Umweltschutz, Rauchverbot oder gesunde Ernährung, sie gründet entsprechende Vereine und Komitees, denen vor allem die Frauen beitreten. Doch die Männer wünschen ihr deshalb das Schlimmste, denn schließlich sind sie es, die von lieb gewonnenen Gewohnheiten Abschied nehmen sollen. Zugleich erweist sich Trixie jedoch auch als Frau, die knallhart auf ihren eigenen Vorteil bedacht ist, für den sie auch ihre weiblichen Reize einsetzt, was wiederum so manche Beziehung in Gefahr bringt. Kein Wunder also, dass sie eines Tages vergiftet in ihrem Bett gefunden wird. Der Dorfarzt, eines ihrer Opfer, ist sogar bereit, eine natürliche Todesursache festzustellen, um den Mörder, der ja eigentlich im Sinne vieler gehandelt hat, frei ausgehen zu lassen, doch da ist Hamish davor. Hinter dem Rücken vom eigentlich zuständigen Inspector Blair ermittelt Hamish vor seiner eigenen Haustür und überführt mit seiner ihm eigenen Bauernschläue den Täter. Ansonsten ist noch zu berichten, dass es offensichtlich eine leichte Trübung in seinem Verhältnis zur angeschmachteten Priscilla Halburton-Smythe gibt. Mal schaeun, wie sich das weiter entwickelt.

    Die Hamish Macbeth-Reihe ist eine nette, seichte Lektüre für zwischendurch oder wenn man sonst nichts hat. Sicherlich nicht erste Liga, aber solide Unterhaltung allemal.

  11. Cover des Buches Flieh, wenn Du kannst (ISBN: 9783942656054)
    Joy Fielding

    Flieh, wenn Du kannst

     (367)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: Das dunkle Cover mit der Blume ist schlicht und typisch für Joy Fielding.

     

    Klappentext: Ein Anruf am frühen Morgen verändert Bonnie Wheelers wohlgeordnetes Leben schlagartig: Joan, die Exfrau ihres Mannes, warnt Bonnie vor einer geheimnisvollen Gefahr, in der sie und ihre kleine Tochter schweben sollen. Sie will Bonnie bei einem persönlichen Treffen alles erklären, doch als diese am verabredeten Ort eintrifft, muss sie eine grauenvolle Entdeckung machen: Sie findet Joan erstochen vor. Und dann wird Bonnie auch noch verdächtigt, die Mörderin zu sein. Ganz offensichtlich waren Joans Warnungen begründet – denn für Bonnie beginnt ein schrecklicher Albtraum …

     

    Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und war mal mehr, mal weniger begeistert. „Flieh, wenn du kannst“ klang für mich nach einer aufregenden Geschichte, die leider keine solche war.

    Gleich zu Beginn werden wir mit dem Mord an Joan konfrontiert. Dazu muss ich sagen, dass schon der Klappentext irreführend ist, denn sie wurde nicht erstochen, sondern erschossen. Wie so ein Fehler passieren konnte, ist mir ein Rätsel. Na gut, die Polizei ermittelt und ziemlich schnell wird klar, dass die Hauptprotagonistin die Verdächtige ist. Die ganze Geschichte, die daraufhin folgt, war für mich leider unschlüssig. Bonnie versucht mehrmals, die Ermittler telefonisch zu erreichen, nachdem ihr klargeworden ist, dass sie sich tatsächlich in Gefahr befindet, was ihr jedoch nicht gelingt. Sie hat die tote Joan gefunden und war die erste Verdächtige … Dass sie auf Biegen und Brechen niemanden vom Ermittlerteam erreichen kann, ist schon sehr eigenartig.

    Nahezu jeder wird von Bonnie im Laufe der Story verdächtigt, ihre Gedankengänge sind wirr und auch ihre Handlungen ergeben nur selten Sinn. Sympathie sucht man in „Flieh, wenn du kannst“ vergebens. Josh konnte ich noch am ehesten leiden.

    Die Auflösung war keine große Überraschung und wurde auf wenigen Seiten abgehandelt. Die Beweggründe des Täters sind sehr weit hergeholt und die Tatsache, dass er zuvor nicht psychiatrisch behandelt wurde, macht die Sache noch unglaubwürdiger. Was nach dem Geständnis geschieht, erfährt man nicht. Aber dazu muss ich sagen, dass es mir auch egal war, weil mich die Geschichte sowieso nicht überzeugen konnte.

    Auch mit dem Schreibstil bin ich dieses Mal nicht warmgeworden. Unglückliche Satzkonstellationen haben das Lesevergnügen negativ beeinflusst und auch mehrere Vertipper sind mir aufgefallen. Diese Übersetzung ist leider nicht sehr gut gelungen.

    Das Buch bekommt von mir 2 von 5 Sternen, da der Fall an sich interessant war, wenn näher darauf eingegangen wäre.

  12. Cover des Buches 16 Uhr 50 ab Paddington (ISBN: 9783899407945)
    Agatha Christie

    16 Uhr 50 ab Paddington

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Clio

    16 Uhr 50 ab Paddington (1957) ist der 49. Kriminalroman der britischen Schriftstellerin Agatha Christie, der Grande Dame der Kriminalliteratur. Die Geschichte ist darüber hinaus der siebte Roman, in dem Miss Marple als Ermittlerin in den Vordergrund tritt, und eines der bekanntesten Werke der Britin überhaupt. Dies ist nicht zuletzt auf die kongeniale Verfilmung aus dem Jahr 1961 mit Margaret Rutherford in der ikonischen Rolle der ältlichen Ermittlerin Miss Marple zurückzuführen. Wer mit dieser Verfilmung vertraut ist, erlebt beim Lesen bzw. Hören der Erzählung allerdings eine Überraschung: Miss Marple ist dort weniger die resolute Ermittlerin, die den Mord selbst beobachtet hat und sich daraufhin in Gefahr begibt, um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Im Gegenteil. Da sie sich ihres Alters und ihrer körperlichen Einschränkungen bewusst ist, engagiert sie die freiberuflichen Hauswirtschafterin Lucy Eyelesbarrow, die auf dem Anwesen ihre Augen und Ohren sein und Hinweise auf die Identität des Täters finden soll. Miss Marple selbst übernimmt die Rolle der ältlichen, kranken Tante und begibt sich im Hintergrund strickend auf Mörderjagd – indem sie aufgrund von Indizien, mit denen Lucy und einige Polizeibeamte sie versorgen, ihre Schlüsse zieht. Sie hat ein sehr feines Empfinden für das Böse und zieht bei ihren Ermittlungen – nicht nur in dieser Geschichte – gern Schlüsse zu früheren Ereignissen und Personen aus dem Dorfleben in der kleinen fiktiven Ortschaft St. Mary Mead.

    Dass Miss Marple nicht so in den Vordergrund tritt, wie man dies gewohnt ist, ist einerseits eine kleine Enttäuschung, wenn man mit den Erwartungen des Films an den Roman herantritt. Andererseits ist die zweite Protagonistin Lucy Eyelesbarrow eine faszinierende Figur mit spitzer Zunge, einer großen Portion Selbstbewusstsein und damit hohem Identifikationspotenzial. Sie ist überaus intelligent und hat in Oxford Mathematik studiert, wodurch ihre ein akademische Karriere offenstand. Doch nachdem sie erkannt hat, dass in Großbritannien – vor allem, aber nicht nur – bei wohlhabenden Familien ein Mangel an qualifiziertem Hauspersonal besteht, hat sie sich auf Hauswirtschaft spezialisiert; sie ist gefragt und wird sehr gut bezahlt. In diesem Zuge lernte sie vor zwei Jahren auch Miss Marple kennen, als sie von deren Neffen engagiert wurde, sich um die alte Dame zu kümmern, während diese sich von einer Lungenentzündung erholte. Witzigerweise ist sie auch eine der ganz wenigen mir bekannten Figuren bei Agatha Christie, die von den männlichen Charakteren im Laufe einer Geschichte diverse „Angebote“ bekommt.

    Zum Hörbuch

    Gelesen wird die mir vorliegende 2013er Fassung von 16 Uhr 50 ab Paddington von der bekannten deutschen Schauspielerin Katharina Thalbach. Wer die Schauspielerin kennt, weiß, dass sie eine besondere Stimme, eine besondere Stimmfarbe mit hohem Wiedererkennungseffekt hat. Thalbach gibt jeder der unterschiedlichen Figuren durch ihr Stimmenspiel bzw. ihre Sprechweise ihren eigenen Charakter, sodass man diese wiedererkennt, auch wenn nicht explizit angegeben wird, welche Figur gerade spricht. Thalbach gelingt es darüber hinaus auch wunderbar, mit ihrer Stimme Spannung aufzubauen und den Zuhöhrer zu fesseln.

  13. Cover des Buches Himmelwärts (ISBN: 9783453266889)
    Rebecca Hohlbein

    Himmelwärts

     (63)
    Aktuelle Rezension von: NicoleGozdek
    Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass ich dermaßen überflüssig fand. Welche Geschichte wollte die Autorin uns erzählen? Wollte sie uns überhaupt etwas erzählen?


    Da ich nicht nur den Schreibstil gewöhnungsbedürftig, abgedreht und schwer verdaulich fand, sondern die Story sich mir nicht erschloss, hatte ich den Eindruck, das Buch wäre in erster Linie für eine Person geschrieben worden: die Autorin selbst.


    Für mich jedenfalls war die Geschichte völlig sinnfrei, mit Figuren, die wohl in erster Linie skurril sein sollten - Vampirin, gefallener Engel, Prophet, Dämon, Satan, nerviges Mädchen -, aber mich weder berührten, noch irgendeine charakterliche Kontinuität oder verständliche Entwicklung boten. Ich hatte den Eindruck, ihr einziger Sinn wäre von einer absurden Situation in die nächste zu stolpern, bis hin zum Weltuntergang.


    Ich weiß auch nach dem Ende des Buches nicht, was die Story sein sollte - hatte das Buch überhaupt eine? -, einen erkennbaren roten Faden habe ich schmerzlich vermisst.


    Warum ich das Buch nicht abgebrochen habe, weiß ich auch nicht. Ich hatte null Bezug zur Geschichte, zu den Figuren oder dem Schreibstil mit dem möchtegern-trendy verdrehten Sätzen. Vielleicht lag es daran, dass das Buch seit Jahren auf meinem SUB lag und ich dachte, wenn ich es jetzt nicht lese, dann lese ich es nie. Vielleicht aber auch nur, dass ich mich noch mehr über das rausgeschmissene Geld geärgert hätte, wenn ich das Buch nicht wenigstens beende. Am Ende habe ich die Hälfte des Buches überflogen und es sagt etwas über das Buch aus, wenn dabei genauso viel vom Sinn haften bleibt wie von der ersten gelesenen Hälfte.


    Fazit: Buchflop
  14. Cover des Buches Der Wachsblumenstrauß (ISBN: 9783455651324)
    Agatha Christie

    Der Wachsblumenstrauß

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Wortverzauberte
    Inhalt
    Nach der Beerdigung des Familienoberhaupts Richard Abernethie versammelt sich die ganze Familie gemeinsam mit dem Anwalt, um sich das Testament des Verstorbenen anzuhören. Doch schon da beginnt das Mysteriöse. Richard Abernethie ist zwar überraschend gestorben, aber es war ein natürlicher Tod. Diese Tatsache wird aber durch eine Aussage seiner Schwester Cora Lansquenet "Er ist doch ermordet worden, oder nicht?!" in Frage gestellt. 
    Nun beginnt der Familienanwalt Mr. Entwhistle zu ermitteln und kommt schnell dahinter, dass tatsächlich ein Mörder noch frei herumläuft. Als dann auch noch Cora Lansquenet ermordet wurde, bittet der Anwalt Hercule Poirot um Hilfe. Dieser nimmt sich der Sache an und kommt einem perfiden Plan auf die Schliche. Die Jagd nach dem Mörder ist eröffnet...

    Mein Eindruck 
    Ich fand die Geschichte gut durchdacht und wirklich spannend bis zur letzten Seite. Das Einzige, was mich irritiert hatte, war der Titel des Krimis. Ich habe mich bis zum Schluss gefragt "Was hat das mit dem Wachsblumenstrauß auf sich?". Ich konnte mir wirklich keinen Reim darauf machen, es war mir ein absolutes Rätsel. 😀 Erst als die Auflösung kam, wurde es mir dann klar. Diese Frage aber tat dem Lesegenuss keinen Abbruch. Es ist ein echt gelungener Krimi. 

    Fazit
    Agatha Christie hat einen spannenden und zugleich fesselnden Krimi abgeliefert. Die Story ist von der ersten Seite an und bis ins kleinste Detail gut durchdacht gewesen. Alles passt wie ein Zahnrad in das nächste zusammen. Jeder Charakter hatte seine bestimmte Funktion perfekt umgesetzt. Zwar ist der Titel des Krimis anfangs ein bisschen verwirrend, doch wird man am Ende eines Besseren belehrt und man erfährt, warum Agatha Christie die Geschichte so genannt hat wie sie sie genannt.

  15. Cover des Buches Sonntag (ISBN: 9783257241402)
    Georges Simenon

    Sonntag

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Ein geplantes Verbrechen geschildert aus der Sicht des mutmaßlichen Täters bis zu einem überraschenden Ende. Der Pensionsinhaber plant den Mord seiner Gattin. Wie es dazu kommt, welchen Überlegungen und Stimmungen er sich unterwirft, mit welcher Akribie die Tat vorbereitet wird und wie es zum Schluss wirklich kommt, ist wieder eine Meisterleistung des Autors, die diesmal nichts mit Maigret zu tun hat. Das Psychogramm eines Gewaltverbrechens aus der Sicht des handelnden Akteurs aufzurollen garantiert Lesevergnügen und Spannung bis zuletzt.
  16. Cover des Buches Die Lebküchnerin (ISBN: 9783492254472)
    Sybille Schrödter

    Die Lebküchnerin

     (60)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Dieses Buch ist mir durch Zufall begegnet - und es hat mir sehr gut gefallen.

    Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Ich bin schnell in das Buch hinein gekommen und habe nicht lange zum Lesen gebraucht. 


    Benedicta und Agnes sind gleich zwei sympathische Charaktere gewesen, mit denen ich mit gefiebert habe. Das Leben im Kloster war für beide nicht besonders schön uns so verstand ich den Wunsch zu fliehen.

    Was mir hier besonders gut gefallen hat war zuerst einmal die Beschreibung des einfachen Lebens. Die Atmosphäre der vergangenen Tage, aber auch das Leben in der Stadt sind gut gelungen. Aber auch die Liebe zum Backen wurde gut verkörpert, sodass ich natürlich direkt Lust auf Lebkuchen hatte.

    Das Buch ist durchgehend sehr spannend bis zur letzten Seite. Von daher gibt es sehr zufriedene 5 Sterne von mir!

  17. Cover des Buches Madame Bovary (ISBN: 9783150206454)
    Gustave Flaubert

    Madame Bovary

     (584)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Der Schreibstil ist für einen Klassiker einfach zu lesen, sodass man sich schnell in die Geschichte einfinden kann. Und auch so ist die Handlung nicht schwer zu verstehen. Dennoch muss ich zugeben, dass der Autor dazu neigt abzuschweifen oder einzelne Momente unnötig in die Länge zu ziehen, was das Buch etwas verlängert, obwohl die eigentliche Geschichte ziemlich schnell erzählt wäre. Hierbei geht es letztlich um eine Frau, die vor Langeweile depressiv wird und dann nicht treu bleiben kann. Ehrlich gesagt fand ich, was das angeht, die Protagonistin ziemlich unsympathisch. Sie ist naiv, egoistisch und benimmt sich wie ein dummes Kind und oft musste ich einfach den Kopf über sie schütteln.

    Letztlich habe ich das Buch dennoch bis zum Ende gelesen, weil die steigende Spannung doch interessant war. Irgendwo ist es auch interessant zu sehen, wie das Leben der Frauen damals war. Trotzdem finde ich die Reaktion der Protagonistin überdramatisch und konnte ihr Verhalten deswegen nicht nachvollziehen. Für Leser, die gerne Klassiker lesen würde ich das Buch aber trotzdem empfehlen, da es gut zu lesen ist.

  18. Cover des Buches Schuld zu Schuld (Kurzgeschichte, Liebe, Krimi) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe) (ISBN: 9783960871057)
    Monika Detering

    Schuld zu Schuld (Kurzgeschichte, Liebe, Krimi) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

     (13)
    Aktuelle Rezension von: parden

    RACHE...

    Auf dem Dresdener Striezelmarkt wartet die junge Christine auf ihren Freund Frank. Als sie in ein Gerangel von alkoholisierten Jugendliche gerät, wird sie zwischen die Räder der „Raupe“ gestoßen – ihr muss das Bein abgenommen werden. Nach Jahren beginnt Christine das verdrängte Unglück zu hinterfragen. Sie will wissen, wer sie einst gestoßen hat. Dabei kommt sie auf eine Spur, die so ungeheuerlich ist, dass sie es kaum glauben mag... 

    Dieser Booksnack - eine Kurzgeschichte von nur wenigen Seiten - konnte mich leider nicht so recht überzeugen. Den Anfang fand ich ganz gelungen: die Rückblende an den Tag des Geschehens, als die junge Christine ihr Bein verlor. 

    Doch danach verliert sich die Erzählung in bloßen Andeutungen und folgt auch keiner unbedingt logischen Entwicklung. Christine bringt etwas in Erfahrung, das ihr Welbild auf den Kopf stellt, und sie schmiedet heimliche Rachepläne. Was genau sie in Erfahrung bringt, konnte ich zwar erahnen, doch die Handlungsweise von Christine habe ich dagegen nicht so recht nachvollziehen können.

    Dass die Polizei sie anschließend außen vor lässt, nur weil sie an den betreffenden Tagen nicht in der Stadt war, ist für mich einfach nicht glaubhaft. Ein schnellgestricktes Ende, das aber irgendwie zu oberflächlich und platt wirkte. 

    Vielleicht hätte das Ganze als ausgefeilter Krimi besser funktioniert? Manches eignet sich für das Kurzgeschichten-Format einfach nicht so recht...


     © Parden

  19. Cover des Buches Tee? Kaffee? Mord! - Arsen und Käsekuchen (ISBN: 9783785782750)
    Ellen Barksdale

    Tee? Kaffee? Mord! - Arsen und Käsekuchen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Obwohl dies nun schon der siebte Band der Reihe " Tee? Kaffee? Mord!" ist, hat die Reihe noch nichts von ihrem Reiz eingebüßt. 

    Die Handlung plätschert angenehm vor sich dahin - nicht mit besonders hohem Tempo, sondern eher gemächlich. So wie halt das Leben dort in diesem kleinen Ort in Cornwall ebenfalls dahingeht. Die Spannung ist mäßig, nichts anderes erwartet der Leser ja aber auch bei diesem Genre das am besten mit "Cosy-Crime" umschrieben ist.

    Die Protagonisten, wie ich die übrigen Figuren in der Geschichte sind sorgfältig und mit all ihren Besonderheiten und Schrullen gezeichnet. Das ist erfrischend. Schon auch, dass man alte Bekannte wieder trifft und einzelne Figuren auch behutsam weiter entwickelt werden.

    Insgesamt eine schöne Unterhaltung die durchaus Appetit auf die Folgebände macht.

  20. Cover des Buches Jagdzeit (ISBN: 9783453353992)
    Claudia Toman

    Jagdzeit

     (98)
    Aktuelle Rezension von: evilein
    schön das Jagdzeit ein in sich abgeschlossenes Roman ist , Die Hauptdarstellerin Olivia ist die Gleiche wie in Hexendreimaldrei - aber die Geschichten brauchen nicht zusammen gelesen werden. Jagdzeit war etwas verwirrend und vielschichtig für mich, es hat lange gedauert bis ich Zusammenhänge sah, Das Buch war durchaus lesenswert, kam aber für mich an Hexendreimaldrei nicht heran
  21. Cover des Buches Die Leute gegenüber (ISBN: 9783257212730)
    Georges Simenon

    Die Leute gegenüber

     (4)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    Der Konsul Adil-Bey fühlt sich in Batum, einer Stadt in Südrussland, immer unwohler. Die Unterkunft ist schlecht, desgleichen seine Beziehungen zu den sowjetischen >Behörden, und die Leute um ihn herum sind misstrauisch und neugierig. Sogar seine Geliebte, Sonia, spioniert ihn aus. Bis Adil-Bea merkt, dass sie es ist, die ihm Arsen ins Essen mischt. Der türkische Konsul Adil-Bey fühlt sich bereits bei seiner Ankunft als Ausgegrenzter, hat kaum Beziehungen zu seinesgleichen (den Konsulaten anderer Länder) und auch die Einheimischen lehnen ihn ab. Der Kontakt zu ihm wird strikt gemieden, eine Haushälterin zu finden wird zur beinahe unüberwindlichen Hürde. Seine Assistentin Sonia bildet die Brücke zum Rest der Bevölkerung – sie geht ihm im Büro zur Hand und fungiert als Dolmetscherin für Adil-Bey. Sie hat jedoch auch starke familiäre Beziehungen zur GUP, der staatlichen Geheimpolizei. Nach einiger Zeit geht es dem Konsul merkbar schlechter, die Ärzte stellen jedoch nur vage, ausweichende Diagnosen. Als Adil-Bey in einer Bar auf den Journalisten John trifft, rät dieser ihm, sich entweder anzupassen und Scheuklappen zu tragen, alle Missstände tunlichst zu ignorieren – oder unverzüglich das Land zu verlassen. Adil-Bey, der Sonia zu seiner Geliebten gewonnen hat, weist diese Idee im ersten Moment weit von sich. Als er jedoch entdeckt, dass sein immer schlimmer werdender Gesundheitszustand auf eine Arsenvergiftung zurück zu führen ist und sie ihm durch seine Geliebte Sonia beigebracht wurde, ändert der Konsul seine Meinung. Das vermeintliche „happy end“ gestaltet sich jedoch weit anders, als erwartet. Georges Simenon ist in meinen Augen ein brillanter Autor, der es versteht, mit seinen Romanen die Menschen vollständig in seinen Bann zu ziehen. Er arbeitet weder mit den Elementen der unerträglichen Spannung noch mit ausschweifenden 800-Seiten-Schmökern. Simenons Kunst besteht darin, seine Protagonisten, die Nebenfiguren, das soziale Umfeld und die reiche Gefühlswelt seiner handelnden Figuren so anschaulich zu zeichnen, dass auch noch Stunden nach Beenden einer Lektüre dieses Autors dieses nachhaltige Wirkung zeigt. Es handelt sich hierbei um ein Taschenbuch mit dem Bild eines Sees, umgeben von Bäumen, auf dem Cover. Da ich keinerlei Bezug zum Inhalt feststellen konnte, wirkt dies ein wenig befremdend für mich. Das Buch ist in 11 Kapitel eingeteilt, im Anhang erläutert der Übersetzer in einer kurzen Anmerkung die Eigennamen bzw. Abkürzungen zum besseren Verständnis des Lesers. Fazit: Für meinen Geschmack ist „Die Leute gegenüber“ ein sehr interessantes und vielschichtiges Werk dieses Autors, das Einblick in das harte und trostlose Leben der russischen Bevölkerung gibt und die Macht der sowjetrussischen stattlichen Geheimpolizei veranschaulicht. Georges Simenons Schreibstil verführt den Leser dazu, sich ganz auf seine Geschichte einzulassen, tief ins Geschehen einzutauchen.
  22. Cover des Buches Level 9 (ISBN: 9783426434673)
    David Morrell

    Level 9

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Es ist kein Muss, den Vorgängerband „Creepers“ vorher zu lesen, allerdings rate ich aus mehreren Gründen dazu. Zum einen setzt die Handlung relativ unmittelbar nach Ende des ersten Romans rund um Frank Balenger ein. Auch sind einige Figuren, die einem schon im Vorgänger begegnet sind, wieder mit dabei. Und es gibt ein paar Handlungsstränge, die wieder aufgegriffen werden. Und ganz unter uns: „Creepers“ ist tatsächlich noch ein Stückchen besser.

    Die Grundidee von „Level 9“ mochte ich sehr gern: Ein Videospiel-Designer, der nicht ganz knusper im Oberstübchen ist, als Bösewicht ist klasse. Er schafft sich seine eigene Welt und zwingt seine Opfer, sich darin zu bewegen und ums Überleben zu kämpfen. Umso cooler ist es, dass Morrell immer wieder Informationen und Hintergrundwissen zu Computerspielen und Zeitkapseln mit einbindet. Am Ende des Buches gibt es sogar eine Auflistung seiner Quellen. So sieht man, wie viel Realität in seinen fiktiven Roman eingeflossen ist. Und wie bei „Creepers“ sorgt Morrell dafür, dass man den Roman nicht mehr aus der Hand legt. Überraschende Wendungen halten die Spannung hoch.

    Was mir weniger gefallen hat, war zum einen die Darstellung des Bösewichts. Wie gesagt, die Grundidee war klasse, nur das Endergebnis zu übertrieben. Ein Genie, das seinen Gegnern ständig einen Schritt voraus ist und mehr als genug Geld hat, um sich mit dem modernsten Kram auszustatten – das klingt schon sehr nach James-Bond-Bösewicht. Mein Fall war es jedenfalls nicht so.

    Zum anderen erschienen mir manche Ereignisse schon arg unglaubwürdig. Das könnte ich noch verschmerzen, hätten Handlung und handelnde Figuren ein bisschen mehr Tiefe abbekommen. Unterhaltsam ist der Thriller allemal, aber über dieses Level kommt er dann doch nicht hinaus.

  23. Cover des Buches Die schwarze Rose (ISBN: 9783442459599)
    Martin Cruz Smith

    Die schwarze Rose

     (15)
    Aktuelle Rezension von: pumuckel73
    Dieses Buch ist für mich ganz speziell, ich hatte es mehrere Male über Jahre hinweg immer wieder angefangen zu lesen und bin erst etwa beim dritten Anlauf hängen geblieben, konnte danach das Buch aber kaum mehr weglegen. Manchmal muss eben der richtig Zeitpunkt für das passende Buch sein. Trotzdem unbedingt lesenswert, würde ich jederzeit weiter empfehlen.
  24. Cover des Buches Seeteufel (ISBN: 9783897056794)
    Manfred Megerle

    Seeteufel

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden

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